Losartan Sandoz 75 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 75.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
60874.00.00

WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

LosartanSandoz®75mgFilmtabletten

Wirkstoff:Losartan-Kalium

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derEinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

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·WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoder

Apotheker.

·DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSiees

nichtanDritteweiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenn

diesediegleichenBeschwerdenhabenwieSie.

·WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigt

oderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArztoder

Apotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

WasistLosartanSandoz75mgundwofürwirdesangewendet?

WasmüssenSievorderEinnahmevonLosartanSandoz75mgbeachten?

WieistLosartanSandoz75mgeinzunehmen?

WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WieistLosartanSandoz75mgaufzubewahren?

WeitereInformationen

1.WasistLosartanSandoz75mgundwofürwirdesangewendet?

LosartangehörtzueinerKlassevonArzneimitteln,dieals

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonistenbezeichnetwird.DieSubstanzAngiotensinIIwird

inIhremKörpergebildetundbindetanRezeptorenindenBlutgefäßenundlässtdiese

engerwerden.DadurchsteigtderBlutdruck.LosartanblockiertdieBindungvon

AngiotensinIIandieseRezeptoren,sodassdieBlutgefäßeentspanntwerdenundIhr

Blutdrucksinkt.

LosartanverlangsamtdieVerschlechterungderNierenfunktionbeiPatientenmithohem

BlutdruckundTyp-2-Diabetes.

LosartanSandoz75mgwirdangewendet

zurBehandlungvonPatientenmitBluthochdruck(Hypertonie),d.h.von

ErwachsenensowieKindernundJugendlichenimAltervon6-18Jahren

zumSchutzderNierenbeierwachsenenPatientenmitBluthochdruckund

Zuckerkrankheit(Typ-2-Diabetes-mellitus)unddurchLaboruntersuchungen

nachgewiesenerbeeinträchtigterNierenfunktionmiteinerEiweißausscheidung≥0,5

g/TagimUrin(beidieserErkrankungenthältderUrineinekrankhafthohe

Eiweißmenge)

zurBehandlungvonPatientenmitHerzleistungsschwäche–wennIhremArztdie

BehandlungmiteinemACE-Hemmer(Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer,ein

blutdrucksenkendesArzneimittel)nichtgeeigneterscheint.WennIhre

HerzleistungsschwächemiteinemACE-Hemmerstabileingestelltist,solltenSienicht

aufLosartanumgestelltwerden.

zurBehandlungvonerwachsenenPatientenmitBluthochdruckundWandverdickung

derlinkenHerzkammer.LosartanSandoz75mgvermindertdasRisikoeines

Schlaganfalls(sog.„LIFE"-Indikation).

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonLosartanSandoz75mgbeachten?

LosartanSandoz75mgdarfnichteingenommenwerden

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenLosartanodereinendersonstigen

BestandteilevonLosartanSandoz75mgsind

wennIhreLeberfunktiondeutlicheingeschränktist

währendderletzten6MonateeinerSchwangerschaft.

(Eswirdempfohlen,LosartanSandoz75mgauchinderfrühenPhaseder

Schwangerschaftnichtanzuwenden,sieheunter“SchwangerschaftundStillzeit“).

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLosartanSandoz75mgist

erforderlich

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwanger

werdenkönnten).DieEinnahmevonLosartanSandoz75mginderfrühenPhaseder

Schwangerschaftwirdnichtempfohlen,undLosartanSandoz75mgdarfnichtmehr

nachdemdrittenSchwangerschaftsmonateingenommenwerden,dadieEinnahme

vonLosartanSandoz75mgindiesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhres

ungeborenenKindesführenkann(sieheunter„SchwangerschaftundStillzeit“).

HaltenSievorEinnahmevonLosartanSandoz75mgRücksprachemitIhremArzt

wennSiebereitseinmaleinAngioödemhatten(Überempfindlichkeitsreaktionmit

SchwellungvonGesicht,Lippen,Rachenund/oderZunge)(sieheauchAbschnitt4.

„WelcheNebenwirkungensindmöglich?“)

wennSieunterstarkemErbrechenoderDurchfallmiteinemgroßenFlüssigkeits-

und/oderSalzverlustIhresKörpersleiden

wennSieDiuretika(ArzneimittelzurEntwässerung,welchedieUrinausscheidung

überdieNierenerhöhen)einnehmenodereinesalzarmeDiäteinhalten,wodurches

zueinemstarkenFlüssigkeits-undSalzverlustIhresKörperskommenkann(siehe

Abschnitt3.unter„DosierungbeispeziellenPatientengruppen“)

wennbeiIhnenbekanntist,dassSieaneinerVerengungoderBlockadederzuden

NierenführendenBlutgefäßen(Nierenarterienstenose)leidenodervorKurzemeine

Nierentransplantationhatten

wennSieaneinerLeberfunktionsstörungleiden(sieheunter:„LosartanSandoz75

mgdarfnichteingenommenwerden"undAbschnitt3.unter„Dosierungbei

speziellenPatientengruppen")

wennSieanHerzleistungsschwächemitoderohneBeeinträchtigungder

Nierenfunktionodergleichzeitiganschwerenlebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungenleiden.BesondereVorsichtistnotwendig,wennSie

gleichzeitigmiteinemBeta-Blockerbehandeltwerden.

wennSieaneinerErkrankungderHerzklappenoderdesHerzmuskelsleiden

wennSieaneinerErkrankungderHerzkranzgefäße(verursachtdurch

MangeldurchblutungderBlutgefäßedesHerzens)oderderBlutgefäßedesGehirns

(verursachtdurchMangeldurchblutungdesGehirns)leiden

wennSieanprimäremHyperaldosteronismusleiden(Erkrankung,diemiteiner

erhöhtenAbgabedesHormonsAldosteronausderNebenniereeinhergeht,

verursachtdurcheineAnomaliederNebenniere).

BeiEinnahmevonLosartanSandoz75mgmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorKurzemeingenommen/angewendethaben,auchwenn

essichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittel,pflanzlicheArzneimitteloder

Naturproduktehandelt.

SeienSiebesondersvorsichtig,wennSiezusätzlichzurBehandlungmitLosartan

Sandoz75mgeinesderfolgendenArzneimittelanwenden:

andereArzneimittelzurBehandlungdesBluthochdrucks,dasiedenBlutdruck

zusätzlichsenkenkönnen.DerBlutdruckkannauchdurcheine(s)derfolgenden

Arzneimittel/Arzneimittelklassengesenktwerden:trizyklischeAntidepressiva,

Antipsychotika,BaclofenundAmifostin.

Arzneimittel,dieKaliumimKörperzurückhaltenoderdenKaliumspiegelimBlut

erhöhen(z.B.Kaliumergänzungsmittel,kaliumhaltigeSalzersatzmitteloder

kaliumsparendeArzneimittelwiebestimmteDiuretika[ArzneimittelzurEntwässerung;

Amilorid,Spironolacton,Triamteren]oderHeparin)

nicht-steroidaleAntirheumatikawieIndometacin,einschließlichCOX-2-Hemmer

(ArzneimittelgegenEntzündungenundgegenSchmerzen),dasiedie

blutdrucksenkendeWirkungvonLosartanvermindernkönnen.

BeieingeschränkterNierenfunktionkannsichbeigleichzeitigerEinnahmedieser

ArzneimitteldieNierenfunktionweiterverschlechtern.

LithiumhaltigeArzneimittelsolltenohneengeärztlicheÜberwachungnichtin

KombinationmitLosartaneingenommenwerden.BesondereVorsichtsmaßnahmen(z.

B.Blutuntersuchungen)könnenangebrachtsein.

BeiEinnahmevonLosartanSandoz75mgzusammenmitNahrungsmittelnund

Getränken

LosartanSandoz75mgkannmitoderohneNahrungeingenommenwerden.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwanger

werdenkönnten).InderRegelwirdIhrArztIhnenempfehlen,LosartanSandoz75mg

voreinerSchwangerschaftbzw.sobaldSiewissen,dassSieschwangersind,

abzusetzen,underwirdIhneneinanderesArzneimittelempfehlen.DieAnwendungvon

LosartanSandoz75mginderfrühenSchwangerschaftwirdnichtempfohlenund

LosartanSandoz75mgdarfnichtmehrnachdemdrittenSchwangerschaftsmonat

eingenommenwerden,dadieEinnahmevonLosartanSandoz75mgindiesemStadium

zuschwerenSchädigungenIhresungeborenenKindesführenkann.

Stillzeit

TeilensieIhremArztmit,wennSiestillenodermitdemStillenbeginnenwollen.Losartan

Sandoz75mgwirdnichtzurAnwendungbeistillendenMütternempfohlen;IhrArztkann

eineandereBehandlungfürSiewählen,wennSiestillenwollen,vorallem,solangeIhr

KindimNeugeborenenalteristoderwenneseineFrühgeburtwar.

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoder

ApothekerumRat.

AnwendungbeiKindernundJugendlichen

LosartanwurdebeiKindernuntersucht.WennSieweitereFragendazuhaben,sprechen

SiemitIhremArzt.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EswurdenkeineStudienzurVerkehrstüchtigkeitundderFähigkeitzumBedienenvon

Maschinendurchgeführt.Esistunwahrscheinlich,dassLosartanSandoz75mgdie

VerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvonMaschinenbeeinflusst.

AllerdingskannLosartan,wieandereblutdrucksenkendeArzneimittel,Schwindeloder

MüdigkeitbeieinigenPersonenverursachen.SolltenbeiIhnenSchwindeloderMüdigkeit

auftreten,fragenSieIhrenArztumRat,bevorSiesolchenTätigkeitennachgehen.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonLosartan

Sandoz75mg

DiesesArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSieLosartanSandoz75mgdaher

erstnachRücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereiner

UnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3.WieistLosartanSandoz75mgeinzunehmen?

NehmenSieLosartanSandoz75mgimmergenaunachAnweisungdesArztesein.Bitte

fragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

IhrArztwirddiefürSiegeeigneteDosisbestimmen;sieistabhängigvonIhrer

Erkrankungunddavon,obSienochandereArzneimitteleinnehmen.Esistwichtig,dass

SieLosartanSandoz75mgsolangeeinnehmen,wieIhrArztesIhnenverordnethat.

DiesführtzueinerreibungslosenKontrolleIhresBlutdrucks.

FallsvomArztnichtandersverordnet,istdieüblicheDosis:

ErwachsenePatientenmitBluthochdruck

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit50mgLosartan*(2/3einerFilmtablette

LosartanSandoz75mg)1-maltäglich.DiemaximaleblutdrucksenkendeWirkungwird

etwa3-6WochennachBehandlungsbeginnerreicht.

BeieinigenPatientenkanndieDosisauf100mgLosartan*(11/3FilmtablettenLosartan

Sandoz75mg)1-maltäglicherhöhtwerden.

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvon

Losartanzustarkoderzuschwachist.

AnwendungbeiKindernundJugendlichen(6bis18Jahre)

BeiPatienten,dieTablettenschluckenkönnen,beträgtdieempfohleneDosierung25mg

1-maltäglichbeieinemKörpergewichtzwischen20kgund50kg.InAusnahmefällen

kannderArztdieDosisbismaximal50mg1-maltäglicherhöhen.EineDosisanpassung

sollteentsprechenddererreichtenBlutdrucksenkungerfolgen.

BeiPatientenüber50kgbeträgtdieüblicheDosis50mg1-maltäglich.In

AusnahmefällenkannderArztdieDosisaufmaximal100mg1-maltäglicherhöhen.

Dosierungenüber1,4mg/kg(oder100mg)täglichwurdenbeiKindernundJugendlichen

nichtuntersucht.

LosartanwirdnichtempfohlenfürdieAnwendungbeiKindernunter6Jahren,weilnur

begrenzteDatenfürdiesePatientengruppezurVerfügungstehen.

ErwachsenePatientenmitBluthochdruckundZuckerkrankheit(Typ-2-Diabetes-mellitus)

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit50mgLosartan*(2/3einerFilmtablette

LosartanSandoz75mg)1-maltäglich.DieDosiskannspäterauf100mgLosartan*(1

1/3FilmtablettenLosartanSandoz75mg)1-maltäglicherhöhtwerden,inAbhängigkeit

vomAnsprechenIhresBlutdrucks.

LosartanSandoz75mgkannsowohlzusammenmitanderenblutdrucksenkenden

Arzneimitteln(z.B.Diuretika,Calciumantagonisten,Alpha-oderBeta-Rezeptorenblocker

sowiezentralwirksameAntihypertonika)alsauchmitInsulinundanderenhäufig

verwendetenArzneimittelnzurSenkungdesBlutzuckers(z.B.Sulfonylharnstoffe,

GlitazoneundGlucosidasehemmer)eingenommenwerden.

ErwachsenePatientenmitHerzleistungsschwäche

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit12,5mgLosartan*1-maltäglich.Im

AllgemeinensolltedieDosisschrittweisewöchentlicherhöhtwerden(d.h.12,5mg*

täglichwährendder1.Woche,25mg*täglichwährendder2.Woche,50mg*täglich

währendder3.Woche)biszurüblichenErhaltungsdosisvon50mgLosartan*täglich

(entsprechend2/3einerFilmtabletteLosartanSandoz75mg),abhängigvonIhrer

Erkrankung.

BeiderBehandlungderHerzschwächewirdLosartanüblicherweisemiteinem

Diuretikum(ArzneimittelzurEntwässerungüberdieNieren,welchedieUrinmenge

erhöhen)und/oderDigitalis(ArzneimittelzurStärkungdesHerzens)und/odereinem

Beta-Blockerkombiniert.

DosierungbeispeziellenPatientengruppen

DerArztkannzueinerniedrigerenDosisraten,insbesonderezuBehandlungsbeginnbei

PatientenunterhohenDosenharntreibenderArzneimittel,beiPatientenmit

LeberfunktionsstörungenoderbeiPatientenüber75Jahren.DieAnwendungvon

LosartanbeiPatientenmitschwererEinschränkungderLeberfunktionwirdnicht

empfohlen(sieheAbschnitt2.unter„LosartanSandoz75mgdarfnichteingenommen

werden").

*FürdieniedrigerenundhöherenDosierungenstehtLosartanSandozauchinden

Stärken12,5mg,25mg,50mgund100mgzurVerfügung.

ArtderAnwendung

DieFilmtablettensolltenmit1GlasWassergeschlucktwerden.

VersuchenSie,LosartanSandoz75mgtäglichzurgleichenZeiteinzunehmen.

DieFilmtabletteistdrittelbar.

DauerderAnwendung

Esistwichtig,dassSieLosartanSandoz75mgsolangeeinnehmen,bisIhrArztIhnen

andereAnweisungengibt.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSiedenEindruckhaben,dass

dieWirkungvonLosartanSandoz75mgzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengeLosartanSandoz75mgeingenommenhaben,alsSie

sollten

WennSieversehentlichzuvieleFilmtabletteneingenommenhaben,verständigenSie

sofortIhrenArzt.SymptomeeinerÜberdosierungsindniedrigerBlutdruckund/oderein

zuschneller,abermöglicherweiseauchzulangsamerHerzschlag.

WennSiedieEinnahmevonLosartanSandoz75mgvergessenhaben

WennSieversehentlichdieEinnahmeIhrertäglichenDosisvergessenhaben,nehmen

SiebittedienächsteDosiswieverordnet.NehmenSiekeinedoppelteDosisein,umdie

vergesseneFilmtablettenachzuholen.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhren

ArztoderApotheker.

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannLosartanSandoz75mgNebenwirkungenhaben,dieaber

nichtbeijedemauftretenmüssen.

FallsfolgendeBeschwerdenauftreten,nehmenSieLosartanSandoz75mgnichtmehr

einundinformierenSiesofortIhrenArztoderbegebensichindieNotaufnahmedes

nächstgelegenenKrankenhauses:EineschwerwiegendeallergischeReaktion

(Hautausschlag,Juckreiz,SchwellungvonGesicht,Lippen,MundoderRachen,die

Schluck-oderAtembeschwerdenverursachenkann).

Diesisteineschwerwiegende,aberselteneNebenwirkung,diemehralseinenvon

10000,aberwenigeralseinenvon1000Patientenbetrifft.Siebenötigen

möglicherweisenotärztlicheVersorgungodermüssenineinKrankenhauseingewiesen

werden.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorien

zugrundegelegt:

Sehrhäufig:mehrals1Behandeltervon10

Häufig: 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich:1bis10Behandeltevon1000

Selten: 1bis10Behandeltevon10000

Sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10000

Nichtbekannt:HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennicht

abschätzbar

ÜberfolgendeNebenwirkungenwurdebeiLosartanberichtet:

Häufig:

-Schwindel

-niedrigerBlutdruck

-Schwächegefühl

-Müdigkeit

-zuniedrigerBlutzucker(Hypoglykämie)

-zuvielKaliumimBlut(Hyperkaliämie).

Gelegentlich:

-Schläfrigkeit

-Kopfschmerzen

-Schlafstörungen

-Herzklopfenoder-rasen(Palpitationen)

-starkeSchmerzenimBrustkorb/Herzengegefühl(Anginapectoris)

-niedrigerBlutdruck(besondersnachstarkemFlüssigkeitsverlust,z.B.beiPatienten

mitschwererHerzleistungsschwächeoderunterBehandlungmithochdosierten

Entwässerungstabletten)

-dosisabhängigeorthostatischeWirkungenwieBlutdruckabfallbzw.

KreislaufstörungenbeimWechselvomLiegenoderSitzenzumStehen

-Kurzatmigkeit(Dyspnoe)

-Bauchschmerzen

-Verstopfung

-Durchfall

-Übelkeit

-Erbrechen

-Nesselsucht(Urtikaria)

-Juckreiz(Pruritus)

-Hautausschlag

-aufbestimmteKörperregionenbegrenzteSchwellungen(Ödeme).

Selten:

-Gefäßentzündungen(VaskulitiseinschließlichPurpuraSchoenlein-Henoch)

-TaubheitsgefühloderKribbeln(Parästhesien)

-Ohnmacht(Synkope)

-HerzrasenundHerzrhythmusstörungen(z.B.Vorhofflimmern)

-Schlaganfall

-Leberentzündung(Hepatitis)

-erhöhteAlaninaminotransferasen(ALT;LabortestzurUntersuchungder

Leberfunktion)imBlut,nachBeendigungderBehandlungüblicherweiserückläufig.

Häufigkeitnichtbekannt:

-VerminderungderAnzahlderrotenBlutzellen(Anämie)

-VerminderungderAnzahlderBlutplättchen(Thrombozytopenie)

-Migräne

-Husten

-Leberfunktionsstörungen

-Muskel-undGelenkschmerzen

-BeeinträchtigungderNierenfunktion(kannnachBeendigungderBehandlung

rückläufigsein)einschließlichNierenversagen

-grippeähnlicheSymptome

-AnstiegvonBlutharnstoff

-AnstiegvonSerum-KreatininundSerum-KaliumbeiPatientenmit

Herzleistungsschwäche

-RückenschmerzenundHarnwegsinfektionen

-erhöhteLichtempfindlichkeitderHaut,ggf.mitRötungennachSonneneinstrahlung

-unerklärlicheMuskelschmerzenmitdunklem(teerfarbenem)Urin(Rhabdomyolyse)

-Impotenz

-EntzündungderBauchspeicheldrüse(Pankreatitis)

-niedrigeBlutnatriumspiegel(Hyponatriämie)

-Depression

-allgemeinesUnwohlsein

-Klingeln,Summen,DröhnenoderKlickenindenOhren(Tinnitus).

DieNebenwirkungenbeiKindernähnelndenbeiErwachsenenbeschriebenen.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführten

NebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,die

nichtindieserGebrauchsinformationangegebensind.

5. WieistLosartanSandoz75mgaufzubewahren?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderBlisterpackungundderFaltschachtel

nach„verwendbarbis“angegebenenVerfalldatumnichtmehrverwenden.

InderOriginalverpackungaufbewahren.

ÖffnenSiedieBlisterpackungerst,wennSiedasArzneimitteleinnehmenwollen.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.Fragen

SieIhrenApotheker,wiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehr

benötigen.DieseMaßnahmehilft,dieUmweltzuschützen.

6. WeitereInformationen

WasLosartanSandoz75mgenthält

DerWirkstoffist:

Losartan-Kalium.

1Filmtabletteenthält75mgLosartan-Kalium,entsprechend68,64mgLosartan.

DiesonstigenBestandteilesind:

MikrokristallineCellulose,Carboxymethylstärke-Natrium(TypA)(Ph.Eur.),Povidon

K25,hochdispersesSiliciumdioxid,Magnesiumstearat(Ph.Eur.)(pflanzlich),

Lactose-Monohydrat,Hypromellose,Titandioxid(E171),Macrogol4000.

WieLosartanSandoz75mgaussiehtundInhaltderPackung

LosartanSandoz75mgFilmtablettensindweiße,oblongeFilmtablettenmit2

BruchrillenaufbeidenSeitenundderPrägung„4”.

LosartanSandoz75mgistinOriginalpackungenmit28(N1)und98(N3)

Filmtablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

SandozPharmaceuticalsGmbH

Raiffeisenstraße11

83607Holzkirchen

E-Mail:info@sandoz.de

Hersteller*

LEKPharmaceuticalsd.d.

Verovskova57

1526Ljubljana

Slowenien

SalutasPharmaGmbH

Otto-von-Guericke-Allee1

39179Barleben

LEKS.A.

Ul.Domaniewska50C

02-672Warszawa

Polen

*EswirdjeweilsnureinHerstellerinderPackungbeilageangegeben.

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitet:Juli2010.

Fachinformation

1. BezeichnungderArzneimittel

LosartanSandoz12,5mgFilmtabletten

LosartanSandoz25mgFilmtabletten

LosartanSandoz50mgFilmtabletten

LosartanSandoz75mgFilmtabletten

LosartanSandoz100mgFilmtabletten

2. QualitativeundquantitativeZusammensetzung

Wirkstoff:Losartan-Kalium

LosartanSandoz12,5mg

1Filmtabletteenthält12,5mgLosartan-Kalium,entsprechend11,44mg

Losartan.

LosartanSandoz25mg

1Filmtabletteenthält25mgLosartan-Kalium,entsprechend22,88mg

Losartan.

LosartanSandoz50mg

1Filmtabletteenthält50mgLosartan-Kalium,entsprechend45,76mg

Losartan.

LosartanSandoz75mg

1Filmtabletteenthält75mgLosartan-Kalium,entsprechend68,64mg

Losartan.

LosartanSandoz100mg

1Filmtabletteenthält100mgLosartan-Kalium,entsprechend91,52mg

Losartan.

SonstigerBestandteil:Lactose-Monohydrat

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. Darreichungsform

Filmtablette

LosartanSandoz12,5mg

Blau,oval,Prägung„1”

LosartanSandoz25mgWeiß,oval,mitBruchrilleaufbeidenSeiten,Prägung

„2”

DieFilmtablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

LosartanSandoz50mg

Weiß,oval,mitBruchrilleaufbeidenSeiten,Prägung„3”

DieFilmtablettekanningleicheHälftengeteiltwerden.

LosartanSandoz75mg

de_33545 1/ 21 Dezember2009

Weiß,oblong,mit2BruchrillenaufbeidenSeiten,Prägung„4”

DieFilmtabletteistdrittelbar.

LosartanSandoz100mg

Weiß,oblong,mit3BruchrillenaufbeidenSeiten,Prägung„5”

DieFilmtabletteistviertelbar.

4. KlinischeAngaben

4.1 Anwendungsgebiete

BehandlungderessenziellenHypertoniebeiErwachsenensowiebeiKindern

undJugendlichenimAltervon6bis18Jahren

BehandlungeinerNierenerkrankungbeierwachsenenPatientenmit

HypertonieundTyp-2-Diabetes-mellitusmiteinerProteinurie≥0,5g/Tagals

TeileinerantihypertensivenBehandlung

BehandlungderchronischenHerzinsuffizienz(beiPatienten≥60Jahren),

wenndieBehandlungmiteinem„Angiotensin-Converting-Enzyme“(ACE)-

HemmerwegenUnverträglichkeit,insbesondereHusten,oder

Gegenanzeigealsnichtgeeigneterachtetwird.PatientenmitHerzinsuffizienz,

diemiteinemACE-Hemmerstabileingestelltsind,solltennichtaufLosartan

umgestelltwerden.DiePatientensolleneineerniedrigtelinksventrikuläre

Ejektionsfraktion≤40%aufweisensowieunterbestehenderTherapieder

chronischenHerzinsuffizinzklinischstabilsein.

ReduktiondesSchlaganfallrisikosbeierwachsenenhypertonenPatientenmit

EKG-dokumentierterlinksventrikulärerHypertrophie(sieheAbschnitt5.1unter

„LIFEStudie,ethnischeZugehörigkeit“).

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Dosierung

Hypertonie

DieüblicheAnfangs-undErhaltungsdosisbeträgtfürdiemeistenPatienten50mg

1-maltäglich.DiemaximaleblutdrucksenkendeWirkungwirdetwa3-6Wochen

nachTherapiebeginnerreicht.

EineErhöhungderDosisauf100mg1-maltäglich(morgens)kannbeimanchen

PatientenzueinembesserenErfolgführen.

LosartankannzusammenmitanderenAntihypertonika,insbesondereDiuretika(z.

B.Hydrochlorothiazid),gegebenwerden.

HypertoniepatientenmitTyp-2-Diabetes-mellitusmiteinerProteinurie≥0,5g/Tag

DieüblicheAnfangsdosisbeträgt50mg1-maltäglich.DieDosiskann,abhängig

vonderBlutdrucksenkung,abeinemMonatnachBehandlungsbeginnauf100mg

1-maltäglicherhöhtwerden.

LosartankannsowohlzusammenmitanderenAntihypertonika(z.B.Diuretika,

Calciumantagonisten,α-oderβ-Rezeptorenblockersowiezentralwirksame

Antihypertonika)alsauchmitInsulinundanderenhäufigverwendeten

Antidiabetika(z.B.Sulfonylharnstoffe,GlitazoneundGlucosidasehemmer)

gegebenwerden.

de_33545 2/ 21 Dezember2009

Herzinsuffizienz

DieüblicheAnfangsdosisvonLosartanbeiPatientenmitHerzinsuffizienzbeträgt

12,5mg1-maltäglich.

ImAllgemeinensolltedieDosis,abhängigvonderindividuellenVerträglichkeit,im

AbstandvonjeweilseinerWoche(d.h.12,5mgtäglich,25mgtäglich,50mg

täglich)bisaufdieüblicheErhaltungsdosisvon50mg1-maltäglicherhöhtwerden.

ReduktiondesSchlaganfallrisikosbeihypertonenPatientenmitEKG-

dokumentierterlinksventrikulärerHypertrophie

DieüblicheAnfangsdosisvonLosartanbeträgt50mg1-maltäglich.In

AbhängigkeitvomAnsprechendesBlutdruckssollteeineniedrigeDosisvon

Hydrochlorothiazidzusätzlichverabreichtund/oderdieDosisvonLosartanauf100

mg1-maltäglicherhöhtwerden.

BesonderePatientengruppen

AnwendungbeiPatientenmitintravaskuläremFlüssigkeitsverlust

BeiPatientenmitintravaskuläremFlüssigkeitsverlust(z.B.Patienten,diemit

DiuretikainhohenDosenbehandeltwerden)sollteeineAnfangsdosisvon25mg

1-maltäglichinBetrachtgezogenwerden(sieheAbschnitt4.4).

AnwendungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundPatientenmit

Hämodialyse

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundPatientenmitHämodialyse

istkeineÄnderungderAnfangsdosierungerforderlich.

AnwendungbeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktion

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktioninderVorgeschichtesollteeine

niedrigereDosisinBetrachtgezogenwerden.Esgibtkeinetherapeutische

ErfahrungbeiPatientenmitschwererEinschränkungderLeberfunktion.Daherist

LosartanbeiPatientenmitschwererEinschränkungderLeberfunktion

kontraindiziert(sieheAbschnitte4.3und4.4).

AnwendungbeipädiatrischenPatienten

HinsichtlichWirksamkeitundSicherheitvonLosartanzurBehandlungder

HypertoniebeiKindernundJugendlichenzwischen6und18Jahrenstehen

begrenztDatenzurVerfügung(sieheAbschnitt5.1).BeihypertonenKindernim

AltervonmehralseinemMonatsteheneingeschränktpharmakokinetischeDaten

zurVerfügung(sieheAbschnitt5.2).

FürPatienten,dieTablettenschluckenkönnen,beträgtdieempfohleneDosierung

25mg/1-maltäglichbeieinemKörpergewichtzwischen20kgund50kg(In

AusnahmefällenkanndieDosisbismaximal50mg1-maltäglicherhöhtwerden.).

de_33545 3/ 21 Dezember2009

EineDosisanpassungsollteentsprechenddererreichtenBlutdrucksenkung

erfolgen.

BeiPatientenüber50kgbeträgtdieüblicheDosis50mg1-maltäglich.In

AusnahmefällenkanndieDosisaufmaximal100mg1-maltäglichangehoben

werden.Dosierungenüber1,4mg/kg(oderüber100mg)täglichwurdenbei

pädiatrischenPatientennichtuntersucht.

DieAnwendungvonLosartanwirdbeiKindernunter6Jahrennichtempfohlen,da

fürdiesePatientengruppebegrenztDatenzurVerfügungstehen.

AufgrundfehlenderDatenwirdLosartanbeiKindernmiteinerglomerulären

Filtrationsrateunter30ml/min/1,73m²nichtempfohlen(sieheauchAbschnitt4.4).

LosartanwirdauchnichtbeiKindernmiteingeschränkterLeberfunktionempfohlen

(sieheauchAbschnitt4.4).

AnwendungbeiälterenPatienten

ObwohlbeiPatientenüber75JahreneineniedrigereInitialdosisvon25mgin

Erwägunggezogenwerdensollte,isteineDosisanpassungbeiälterenPatienten

imAllgemeinennichtnotwendig.

ArtderAnwendung

DieFilmtablettensolltenmit1GlasWassereingenommenwerden.

LosartanSandozkannunabhängigvondenMahlzeiteneingenommenwerden.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigen

Bestandteile(sieheAbschnitte4.4und6.1)

ZweitesunddrittesSchwangerschaftstrimester(sieheAbschnitte4.4und4.6)

SchwereEinschränkungderLeberfunktion.

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Überempfindlichkeit

Angioödem.PatientenmiteinemangioneurotischenÖdeminderVorgeschichte

(SchwellungenvonGesicht,Lippen,Rachenund/oderZunge)solltenengmaschig

überwachtwerden(sieheAbschnitt4.8).

HypotonieundStörungendesElektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts

EinesymptomatischeHypotonie,insbesonderenachdererstenEinnahmeoder

nachErhöhungderDosis,kannbeiPatientenmitFlüssigkeitsverlustund/oder

SalzverlustdurchforcierteDiureseoderhochdosierteDiuretika-Therapie,

salzarmeDiät,DurchfalloderErbrechenauftreten.DieseZuständesolltenvorder

GabevonLosartanausgeglichenwerdenoderessollteeineniedrigere

Anfangsdosisverwendetwerden(sieheAbschnitt4.2).Diesgiltebensobei

Kindernzwischen6und18Jahren.

de_33545 4/ 21 Dezember2009

StörungendesElektrolythaushalts

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion,mitoderohneDiabetes

mellitus,liegthäufigeinElektrolytungleichgewichtvor,dasbeachtetwerden

sollte.IneinerklinischenStudie,diemitTyp-2-DiabetikernmitNephropathie

durchgeführtwurde,tratbeidermitLosartanbehandeltenPatientengruppeeine

HyperkaliämiehäufigeraufalsinderPlacebogruppe(sieheAbschnitt4.8).

DeshalbsolltendieSerum-KaliumspiegelundKreatinin-Clearance-Werte

engmaschigüberwachtwerden;besondersPatientenmitHerzinsuffizienzund

einerKreatinin-Clearancezwischen30-50ml/minsolltenengmaschigüberwacht

werden.

DiegleichzeitigeAnwendungvonkaliumsparendenDiuretika,

KaliumergänzungsmittelnundkaliumhaltigemSalzersatzmitLosartanwirdnicht

empfohlen(sieheAbschnitt4.5).

Leberfunktionsstörungen

AufGrundlagevonpharmakokinetischenDaten,diezeigen,dasseszueiner

signifikantenErhöhungderPlasmakonzentrationvonLosartanbeiPatientenmit

Leberzirrhosekommt,sollteeineniedrigereDosisbeiPatientenmit

eingeschränkterLeberfunktioninderVorgeschichteinBetrachtgezogenwerden.

EsgibtkeinetherapeutischeErfahrungmitLosartanbeiPatientenmitschwerer

Leberfunktionseinschränkung.DaherdarfLosartanPatientenmitschwerer

Leberfunktionseinschränkungnichtgegebenwerden(sieheAbschnitte4.2,4.3

und5.2).

LosartanwirdauchbeiKindernmiteingeschränkterLeberfunktionnicht

empfohlen(sieheAbschnitt4.2).

Nierenfunktionsstörungen

AufgrundderHemmungdesRenin-Angiotensin-Systemswurdeüber

VeränderungenderNierenfunktioneinschließlichNierenversagenberichtet(vor

allembeiPatienten,derenNierenfunktionabhängigvomRenin-Angiotensin-

Aldosteron-Systemist,wiebeischwererHerzinsuffizienzodereiner

vorbestehendenNierenfunktionsstörung).WiebeianderenArzneimitteln,diedas

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systembeeinflussen,wurdebeiPatientenmit

bilateralerNierenarterienstenoseodereinerArterienstenosebeiEinzelniereein

AnstiegvonBlut-HarnstoffundSerum-Kreatininbeobachtet;diese

VeränderungenderNierenfunktionkönnennachBeendigungderTherapie

reversibelsein.LosartansolltebeiPatientenmitbilateralerNierenarterienstenose

oderNierenarterienstenosebeiEinzelnieremitVorsichteingesetztwerden.

AnwendungbeipädiatrischenPatientenmitNierenfunktionsstörungen

AufgrundfehlenderDatenwirdLosartanbeiKindernmiteinerglomerulären

Filtrationsrateunter30ml/min/1,73m²nichtempfohlen(sieheAbschnitt4.2).

DieNierenfunktionsolltewährendderBehandlungmitLosartanregelmäßig

überwachtwerden,dasiesichverschlechternkann.Diesgiltbesondersdann,

wennLosartanunteranderen,dieNierenfunktionmöglicherweise

beeinträchtigendenBedingungen(Fieber,Dehydrierung),gegebenwird.

de_33545 5/ 21 Dezember2009

DiegleichzeitigeAnwendungvonLosartanundACE-Hemmernbeeinträchtigt

nachweislichdieNierenfunktion.DeshalbwirdeinegleichzeitigeAnwendungnicht

empfohlen(sieheAbschnitt4.5.).

Nierentransplantation

EsgibtkeineErfahrungenbeiPatientenmitkürzlicherfolgter

Nierentransplantation.

PrimärerHyperaldosteronismus

PatientenmitprimäremHyperaldosteronismussprechenimAllgemeinennichtauf

Antihypertonikaan,dieübereineInhibitiondesRenin-Angiotensin-Systems

wirken.DaherwirddieAnwendungvonLosartannichtempfohlen.

KoronareHerzerkrankungundzerebrovaskuläreErkrankung

WiemitjederantihypertensivenTherapiekanneineübermäßige

BlutdrucksenkungbeiPatientenmitischämischerkardiovaskulärerund

zerebrovaskulärerErkrankungeinenMyokardinfarktoderSchlaganfallzurFolge

haben.

Herzinsuffizienz

BeiherzinsuffizientenPatientenmitoderohneNierenfunktionsstörungbesteht

wiebeianderenArzneimitteln,diedasRenin-Angiotensin-Systembeeinflussen,

dasRisikoeinesstarkenarteriellenBlutdruckabfallsundeiner(oftakuten)

BeeinträchtigungderNierenfunktion.

EsgibtkeineausreichendentherapeutischenErfahrungenmitLosartanbei

PatientenmitHerzinsuffizienzundbegleitenderschwererNierenfunktionsstörung,

beiPatientenmitschwererHerzinsuffizienz(NYHA-KlasseIV)sowiebei

PatientenmitHerzinsuffizienzundsymptomatischenoderlebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungen.DahersollteLosartanbeidiesenPatientengruppenmit

Vorsichteingesetztwerden.

DieKombinationvonLosartanmiteinemβ-BlockersolltemitVorsicht

angewendetwerden(sieheAbschnitt5.1).

Aorten-undMitralklappenstenose,obstruktivehypertropheKardiomyopathie

WiemitanderenVasodilatatorenistbeiPatientenmitAorten-oder

MitralklappenstenoseoderobstruktiverhypertropherKardiomyopathiebesondere

Vorsichtgeboten.

SonstigeBestandteile

de_33545 6/ 21 Dezember2009

DasArzneimittelenthältLactose.Patientenmitderseltenenhereditären

Galactose-Intoleranz,Lactase-MangeloderGlucose-Galactose-Malabsorption

solltendiesesArzneimittelnichteinnehmen.

Schwangerschaft

EineBehandlungmitAIIRAssolltenichtwährendderSchwangerschaftbegonnen

werden.BeiPatientinnenmitSchwangerschaftswunschsollteeineUmstellung

aufeinealternativeblutdrucksenkendeBehandlungmitgeeignetem

SicherheitsprofilfürSchwangereerfolgen,esseidenn,eineFortführungder

BehandlungmitAIIRAsistzwingenderforderlich.WirdeineSchwangerschaft

festgestellt,istdieBehandlungmitAIIRAsunverzüglichzubeendenund,wenn

erforderlich,einealternativeTherapiezubeginnen(sieheAbschnitte4.3und4.6).

SonstigeWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen

WiebeiACE-HemmernbeobachtetsindLosartanundandereAngiotensin-II-

Rezeptor-AntagonistenbeiPatientenmitschwarzerHautfarbeoffensichtlich

wenigerwirksaminderBlutdrucksenkungalsbeiPatientennicht-schwarzer

Hautfarbe.

MöglicherweiseliegtdasaneinerhöherenPrävalenzniedrigerRenin-Spiegelin

derPopulationvonHypertonikernmitschwarzerHautfarbe.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

DieblutdrucksenkendeWirkungvonLosartankanndurchandereAntihypertonika

verstärktwerden.

DiegleichzeitigeAnwendungmitanderenSubstanzen(wietrizyklische

Antidepressiva,Antipsychotika,BaclofenundAmifostin),diemöglicherweiseeine

HypotoniealsNebenwirkunginduzieren,kanndasRisikoeinerHypotonieerhöhen.

LosartanwirdüberwiegendüberCytochromP450(CYP)2C9zumaktiven

Carboxylsäuremetabolitenmetabolisiert.IneinerklinischenStudiewurdeberichtet,

dassFluconazol(einCYP2C9-Hemmer)diePlasmakonzentrationdesaktiven

Metabolitenumca.50%verringert.EinebegleitendeBehandlungvonLosartan

mitRifampicin(InduktormetabolischerEnzyme)führtezueinerReduktionder

PlasmakonzentrationdesaktivenMetabolitenum40%.DieklinischeBedeutung

diesesEffektsistnichtbekannt.BeieinerbegleitendenBehandlungmitFluvastatin

(einschwacherCYP2C9-Hemmer)wurdekeineBeeinflussungder

Plasmakonzentrationfestgestellt.

WiebeianderenArzneimitteln,dieAngiotensinIIoderseineWirkungenhemmen,

kanndiegleichzeitigeGabevonArzneimitteln,dieKaliumsparen(z.B.

kaliumsparendeDiuretika:Amilorid,Triamteren,Spironolacton)oderanderen

Arzneimitteln,diedenSerum-Kalium-Spiegelerhöhenkönnen(z.B.Heparin),von

Kalium-oderkaliumhaltigenSalzergänzungsmitteln,zueinemAnstiegderSerum-

Kalium-Konzentrationführen.EineKomedikationistnichtratsam.

BeigleichzeitigerGabevonLithiummitACE-Hemmernwurdeüberreversible

AnstiegederSerum-Lithium-KonzentrationenundToxizitätberichtet.Insehr

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seltenenFällenwurdediesauchbeiAngiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

berichtet.DeshalbistdiegleichzeitigeGabevonLithiumundLosartanmitVorsicht

durchzuführen.FallsdieseKombinationnotwendigist,wirdeineÜberwachungdes

Serum-Lithium-SpiegelswährenddergleichzeitigenAnwendungempfohlen.

WennAngiotensin-II-Rezeptor-AntagonistenundnichtsteroidaleAntirheumatika

(NSAR,d.h.COX-2-Hemmer,Acetylsalicylsäureinantiinflammatorischer

Dosierungundnicht-selektiveNSAR)gleichzeitigangewendetwerden,kanndie

antihypertensiveWirkungabgeschwächtwerden.DiegleichzeitigeAnwendungvon

Angiotensin-II-Rezeptor-AntagonistenmitNSARkannbesondersbeiPatientenmit

bestehenderEinschränkungderNierenfunktionzueinemerhöhtenRisikoeiner

weiterenVerschlechterungderNierenfunktion,einschließlicheinesmöglichen

akutenNierenversagensundeinesAnstiegsdesSerum-Kaliumsführen.

DieseKombinationensolltenbesondersbeiälterenPatientenmitVorsicht

angewendetwerden.DiePatientensolltenausreichendhydriertsein,eine

ÜberwachungderNierenfunktionnachBeginnderKombinationstherapiesowiein

regelmäßigenZeitabständendanachsollteinErwägunggezogenwerden.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

DieAnwendungvonAIIRAswirdimerstenSchwangerschaftstrimesternicht

empfohlen(sieheAbschnitt4.4).DieAnwendungvonAIIRAsimzweitenund

drittenSchwangerschaftstrimesteristkontraindiziert(sieheAbschnitte4.3und

4.4).

EsliegenkeineendgültigenepidemiologischenDatenhinsichtlicheines

teratogenenRisikosnachAnwendungvonACE-Hemmernwährenddesersten

Schwangerschaftstrimestersvor;eingeringfügigerhöhtesRisikokannjedochnicht

ausgeschlossenwerden.AuchwennkeinekontrolliertenepidemiologischenDaten

zumRisikovonAngiotensin-II-Rezeptor-Hemmern(AIIRAs)vorliegen,sobestehen

möglicherweisefürdieseArzneimittelklassevergleichbareRisiken.Sofernein

FortsetzenderTherapiemitAIIRAsnichtalsnotwendigerachtetwird,sollten

Patientinnen,dieplanen,schwangerzuwerden,aufeinealternative

antihypertensiveTherapiemitgeeignetemSicherheitsprofilfürSchwangere

umgestelltwerden.WirdeineSchwangerschaftfestgestellt,isteineBehandlung

mitAIIRAsunverzüglichzubeendenund,wennerforderlich,einealternative

Therapiezubeginnen.

Esistbekannt,dasseineTherapiemitAIIRAswährenddeszweitenunddritten

SchwangerschaftstrimestersfetotoxischeEffekte(verminderteNierenfunktion,

Oligohydramnion,verzögerteSchädelossifikation)undneonatal-toxischeEffekte

(Nierenversagen,Hypotonie,Hyperkaliämie)hat(sieheauchAbschnitt5.3).Im

FalleeinerExpositionmitAIIRAsabdemzweitenSchwangerschaftstrimester

werdenUltraschalluntersuchungenderNierenfunktionunddesSchädels

empfohlen.

Säuglinge,derenMütterAIIRAseingenommenhaben,solltenhäufigwiederholtauf

Hypotonieuntersuchtwerden(sieheauchAbschnitte4.3und4.4).

Stillzeit

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DakeineErkenntnissezurAnwendungvonLosartaninderStillzeitvorliegen,wird

Losartannichtempfohlen.EinealternativeantihypertensiveTherapiemiteinem

bessergeeignetenSicherheitsprofilbeiAnwendunginderStillzeitistvorzuziehen,

insbesonderewennNeugeboreneoderFrühgeborenegestilltwerden.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzum

BedienenvonMaschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddie

FähigkeitzumBedienenvonMaschinendurchgeführt.Allerdingsistbeiaktiver

TeilnahmeamStraßenverkehroderBedienenvonMaschinenzuberücksichtigen,

dassunterantihypertensiverTherapiegelegentlichSchwindeloderMüdigkeit

auftretenkönnen,insbesonderebeiBehandlungsbeginnoderDosiserhöhung.

4.8 Nebenwirkungen

LosartanwurdewiefolgtinklinischenStudienuntersucht:

InkontrolliertenklinischenStudienmitca.3300erwachsenenPatientenab18

JahrenmitessenziellerHypertonie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemit9193hypertonenPatienten

zwischen55und80JahrenmitlinksventrikulärerHypertrophie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemitca.3900Patientenab20Jahren

mitchronischerHerzinsuffizienz

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemit1513PatientenmitTyp-2-Diabetes-

mellitusab31JahrenmitProteinurie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemit177hypertonenpädiatrischen

Patientenzwischen6und16Jahren.

IndiesenklinischenStudienwardiehäufigsteNebenwirkungSchwindel.

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorien

zugrundegelegt:

Sehrhäufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100bis<1/10)

Gelegentlich (≥1/1000bis<1/100)

Selten (≥1/10000bis<1/1000)

Sehrselten (<1/10000)

Nichtbekannt (HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennicht

abschätzbar)

Hypertonie

InkontrolliertenklinischenStudienmitca.3300erwachsenenPatientenab18

Jahren,diewegenessenziellerHypertonieLosartanerhielten,wurdeüber

folgendeNebenwirkungenberichtet:

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Schwindel,Vertigo

de_33545 9/ 21 Dezember2009

Gelegentlich:Somnolenz,Kopfschmerzen,Schlafstörungen.

Herzerkrankungen

Gelegentlich:Palpitationen,Anginapectoris.

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:SymptomatischeHypotonie(besondersbeiPatientenmit

intravasalemFlüssigkeitsverlust,z.B.PatientenmitschwererHerzinsuffizienzoder

unterBehandlungmithochdosiertenDiuretika),dosisabhängigeorthostatische

Effekte,Hautausschlag.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Gelegentlich:Bauchschmerzen,Obstipation.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Gelegentlich:Asthenie,Müdigkeit,Ödeme.

Untersuchungen

InkontrolliertenklinischenStudienwurdenseltenklinischrelevanteVeränderungen

vonStandardlaborparameternmitderEinnahmevonLosartan-Tablettenin

Verbindunggebracht.SeltenkameszueinemAnstiegderALTunddieserwar

nachAbsetzenderTherapiegewöhnlichreversibel.InklinischenStudienzu

Hypertonietratbei1,5%derPatienteneineHyperkaliämie(Serum-Kalium>5,5

mmol/l)auf.

HypertoniepatientenmitlinksventrikulärerHypertrophie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiebei9193PatientenimAltervon55bis80

JahrenmitHypertonieundlinksventrikulärerHypertrophiewurdeüberfolgende

Nebenwirkungenberichtet:

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Schwindel.

ErkrankungendesOhrsunddesLabyrinths

Häufig:Vertigo.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig:Asthenie/Müdigkeit.

ChronischeHerzinsuffizienz

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemitca.3900Patientenab20Jahrenmit

HerzinsuffizienzwurdeüberfolgendeNebenwirkungenberichtet:

ErkrankungendesNervensystems

Gelegentlich:Schwindel,Kopfschmerzen

Selten:Parästhesien.

Herzerkrankungen

Selten:Synkope,Vorhofflimmern,zerebralerInsult.

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Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:Hypotonie,einschließlichorthostatischerHypotonie.

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Gelegentlich:Dyspnoe.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Gelegentlich:Durchfall,Übelkeit,Erbrechen.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Gelegentlich:Urtikaria,Pruritus,Hautausschlag.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Gelegentlich:Asthenie/Müdigkeit.

Untersuchungen

Gelegentlich:ÜberErhöhungendesHarnstoffsimBlut,Serum-Kreatininund

Serum-Kaliumwurdeberichtet.

HypertonieundTyp-2-Diabetes-mellitusmitrenalerBeteiligung

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemit1513Patientenab31JahrenmitTyp-

2-Diabetes-mellitusundProteinurie(RENAAL-Studie,sieheAbschnitt5.1)wurde

amhäufigstenüberfolgendeNebenwirkungenberichtet,diemitLosartanim

Zusammenhangstanden:

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Schwindel.

Gefäßerkrankungen

Häufig:Hypotonie.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig:Asthenie/Müdigkeit.

Untersuchungen

Häufig:Hypoglykäme,Hyperkaliämie.

FolgendeNebenwirkungentratenbeiPatientenunterLosartanhäufigeraufals

unterPlacebo:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Nichtbekannt:Anämie.

Herzerkrankungen

Nichtbekannt:Synkope,Palpitationen.

Gefäßerkrankungen

Nichtbekannt:OrthostatischeHypotonie.

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ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Nichtbekannt:Durchfall.

Skelettmuskulatur,-Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Nichtbekannt:Rückenschmerzen.

ErkrankungenderNierenundderHarnwege

Nichtbekannt:Harnwegsinfektionen.

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Nichtbekannt:GrippeähnlicheSymptome.

Untersuchungen

IneinerklinischenStudie,diemitPatientenmitTyp-2-Diabetes-mellitusundeiner

Nephropathiedurchgeführtwurde,entwickelten9,9%dermitLosartan-Tabletten

behandeltenPatientenund3,4%dermitPlacebobehandeltenPatienteneine

Hyperkaliämie>5,5mEq/l.

ErfahrungennachMarkteinführung

ÜberfolgendeNebenwirkungenwurdenachMarkteinführungberichtet:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Nichtbekannt:Anämie,Thrombozytopenie.

ErkrankungendesOhrsundLabyrinths

Nichtbekannt:Tinnitus.

ErkrankungendesImmunystems

Selten:Überempfindlichkeit:anaphylaktischeReaktionen,Angioödem

einschließlichSchwellungvonLarynxundGlottismitnachfolgender

Atemwegsobstruktionund/oderSchwellungvonGesicht,Lippen,Rachenund/oder

Zunge;beieinigendieserPatientenwurdeübereinAngioödeminder

VorgeschichteinVerbindungmitderGabeandererArzneimitteleinschließlich

ACE-Hemmernberichtet;VaskulitiseinschließlichPurpuraSchoenlein-Henoch.

ErkrankungendesNervensystems

Nichtbekannt:Migräne.

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Nichtbekannt:Husten.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Nichtbekannt:Durchfall,Pankreatitis

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Nichtbekannt:Unwohlsein.

Leber-undGallenerkrankungen

Selten:Hepatitis

Nichtbekannt:Leberfunktionsstörungen.

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ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Nichtbekannt:Urtikaria,Pruritus,Hautausschlag,Photosensivität.

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Nichtbekannt:Muskelschmerzen,Gelenkschmerzen,Rhabdomyolyse.

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse

Nichtbekannt:ErektileDysfunktion/Impotenz.

ErkrankungenderNierenundderHarnwege

AlsFolgeeinerHemmungdesRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systemswurdenbei

RisikopatientenNierenfunktionsstörungeneinschließlichNierenversagenberichtet,

dienachAbsetzenderBehandlungreversibelseinkönnen(sieheAbschnitt4.4).

PsychiatrischeErkrankungen

Nichtbekannt:Depressionen.

Untersuchungen

Nichtbekannt:Hyponatriämie.

PädiatrischePopulation

DasNebenwirkungsprofilbeiKindernscheintjenemvonErwachsenenähnlichzu

sein.

DieDatenzurpädiatrischenPopulationsindbegrenzt.

4.9 Überdosierung

SymptomeeinerIntoxikation

BisherliegenkeineErfahrungenmitÜberdosierungenbeimMenschenvor.

WahrscheinlicheSymptomeinAbhängigkeitvomAusmaßderÜberdosierungsind

Blutdruckabfall,TachykardieundmöglicherweiseBradykardie.

BehandlungeinerIntoxikation

DieTherapiemaßnahmenrichtensichnachdemZeitpunktderEinnahmeundArt

undSchwerederSymptome.DieWiederherstellungstabiler

HerzkreislaufverhältnissesollteimVordergrundstehen.NachoralerAufnahmeist

dieGabeausreichenderMengenvonAktivkohleindiziert.Anschließendmüssen

dieVitalparameterüberwachtundAbweichungenggf.korrigiertwerden.

WederLosartannochderaktiveMetabolitkönnendurchHämodialyseentfernt

werden.

5. PharmakologischeEigenschaften

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Angiotensin-II-Antagonisten,rein

ATC-Code:C09CA01

LosartanisteinsynthetischhergestellteroralerAngiotensin-II-Rezeptor(Typ

)-Antagonist.AngiotensinII,einpotenterVasokonstriktor,istdasprimär

aktiveHormondesRenin-Angiotensin-SystemsundeinewichtigeDeterminante

derPathophysiologiederHypertonie.AngiotensinIIbindetandenAT

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Rezeptor,derinvielenGewebenzufindenist(z.B.glatteGefäßmuskulatur,

Nebenniere,Niere,Herz)undruftwichtigebiologischeWirkungenhervorwie

beispielsweiseVasokonstriktionundFreisetzungvonAldosteron.AngiotensinII

stimuliertauchdieProliferationglatterMuskelzellen.

LosartanblockiertselektivdenAT

-Rezeptor.Invitroundinvivohemmen

LosartanundseinpharmakologischaktiverCarboxylsäure-MetabolitE-3174

allephysiologischrelevantenWirkungenvonAngiotensinII,unabhängigvon

dessenHerkunftodervomWegseinerEntstehung.

EineagonistischeWirkungbesitztLosartannicht,aucherfolgtkeine

BlockierungandererHormonrezeptorenoderIonenkanäle,diebeider

kardiovaskulärenRegulationvonBedeutungsind.Losartanhemmtauchnicht

ACE(=KininaseII),dasEnzym,welchesBradykininabbaut.Somitkommtes

nichtzueinerVerstärkungbradykininvermittelterunerwünschterWirkungen.

WährendderGabevonLosartanführtderWegfalldernegativenRückkopplung

vonAngiotensinIIaufdieReninbildungzumAnstiegderPlasma-Renin-Aktivität

(PRA).EinAnstiegderPRAführtzumAnstiegvonAngiotensinIIimPlasma.

TrotzdiesesAnstiegsbleibendieantihypertensiveWirkungunddie

SuppressionderPlasma-Aldosteron-Konzentrationerhalten,wasaufeine

effektiveAngiotensin-II-Rezeptor-Blockadehinweist.NachAbsetzenvon

LosartansankendiePRA-undAngiotensin-II-WertebinnendreiTagenaufdie

Ausgangswerte.

SowohlLosartanalsauchseinaktiverHauptmetabolithabeneinevielgrößere

AffinitätfürdenAT

-RezeptoralsfürdenAT

-Rezeptor.DeraktiveMetabolitist

10-bis40-fachwirksameraufGewichtsbasisalsLosartan.

Hypertoniestudien

InkontrolliertenklinischenStudienreduziertedie1-maltäglicheGabevon

LosartanbeiPatientenmitleichterbismittelschwereressenziellerHypertonie

statistischsignifikantdensystolischenunddiastolischenBlutdruck.Messungen

derBlutdruckwerte24StundennachderEinnahmeimVergleichzu5-6Stunden

nachderEinnahmezeigteneineBlutdrucksenkungüber24Stunden;der

zirkadianeRhythmusblieberhalten.DieBlutdrucksenkungamEndedes

Dosierungsintervallsbetrugetwa70-80%desEffekts,der5-6Stundennach

derGabezusehenwar.

AbsetzenvonLosartanführtebeiHypertonikernnichtzueinemabrupten

Blutdruckanstieg(Rebound).TrotzderdeutlichenBlutdrucksenkungzeigte

LosartankeineklinischsignifikantenAuswirkungenaufdieHerzfrequenz.

LosartanistbeiMännernebensowirksamwiebeiFrauen,beijüngeren

Hypertonikern(unter65Jahren)ebensowiebeiälteren.

LIFE-Studie

DieLosartan-InterventionsstudiezurEndpunktreduktionbeiHypertonie(Losartan

InterventionForEndpointReductioninHypertension,LIFE)wareine

randomisierte,dreifach-verblindeteundaktiv-kontrollierteStudiemit9193

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Hypertonikernzwischen55und80JahrenmitEKG-dokumentierter

linksventrikulärerHypertrophie.

DiePatientenerhieltenzuBeginnrandomisiertentweder50mgLosartanoder50

mgAtenolol1-maltäglich.WennderZielblutdruck(<140/90mmHg)nichterreicht

wurde,wurdezunächstHydrochlorothiazid(12,5mg)zugegebenunddann

gegebenenfallsdieLosartan-oderAtenolol-Dosisauf100mg1-maltäglicherhöht.

Fallsnotwendig,wurdenandereAntihypertensiva(nichtjedochACE-Hemmer,

Angiotensin-II-Antagonistenoderβ-Rezeptorenblocker)inbeidenGruppen

zusätzlichgegeben,umdasZieleinervergleichbarenErniedrigungdesBlutdrucks

inbeidenGruppenzuerreichen.

DiemittlereBeobachtungsdauerbetrug4,8Jahre.

DerprimäreEndpunktwardieKombinationauskardiovaskulärerMorbiditätund

MortalitätgemessenalsReduktionderkombiniertenInzidenzvon

kardiovaskuläremTod,SchlaganfallundMyokardinfarkt.Inbeiden

Behandlungsgruppenkameszueinersignifikanten,vergleichbarenErniedrigung

desBlutdrucks.DieBehandlungmitLosartanführteimVergleichzuAtenololzu

einerRisikoreduktionum13,0%(p=0,021,95%Konfidenzintervall0,77-0,98)in

BezugaufdenprimärenzusammengesetztenEndpunkt.Dieswarhauptsächlich

aufdieSenkungderSchlaganfallratezurückzuführen.DieBehandlungmit

LosartansenktedasrelativeRisikofüreinenSchlaganfallum25%(p=0,001,95

%Konfidenzintervall0,63-0,89)imVergleichzuAtenolol.DieRatederInzidenz

kardiovaskulärerTodesfälleundMyokardinfarkteunterschiedsichnichtsignifikant

zwischendenBehandlungsgruppen.

EthnischeZugehörigkeit:

InderLIFE-StudiehattendiemitLosartanbehandeltenPatientenschwarzer

Hautfarbe(6%derGesamtpatienten)einhöheresRisiko,denprimären

zusammengesetztenEndpunkt,d.h.einkardiovaskuläresEreignis(z.B.

Herzinfarkt,kardiovaskulärerTod)undinsbesondereeinenSchlaganfallzu

erleiden,alsdiemitAtenololbehandeltenPatientenschwarzerHautfarbe.Daher

treffendieinderLIFE-StudiebeobachtetenErgebnissevonLosartanimVergleich

zuAtenololbezüglichkardiovaskulärerMorbidität/MortalitätnichtfürPatientenmit

schwarzerHautfarbezu,dieanBluthochdruckundlinksventrikulärerHypertrophie

leiden.

RENAAL-Studie

DieRENAAL-Studie(ReductionofEndpointsinNIDDM[NonInsulinDependent

DiabetesMellitus]withtheAngiotensin-II-ReceptorAntagonistLosartan)wareine

kontrollierte,weltweitdurchgeführteklinischeStudiemit1513PatientenmitTyp-2-

Diabetes-mellitusundProteinurie,mitoderohneHypertonie.751Patienten

erhieltenLosartan.

ZielderStudiewares,dieüberdenNutzeneinerBlutdrucksenkung

hinausgehendenephroprotektiveWirkungvonLosartan-Kaliumzuzeigen.

PatientenmitProteinurieundeinemSerum-Kreatininvon1,3-3,0mg/dlwurden

aufderBasiseinerkonventionellenantihypertensivenTherapieunterAusschluss

vonACE-HemmernundAngiotensinII-Antagonistenrandomisiertentwedermit50

mgLosartan1-maltäglich,dasabhängigvonderBlutdrucksenkungtitriertwurde,

odermitPlacebobehandelt.

DiePrüfärztewurdenangehalten,gegebenenfallsauf100mgtäglichzutitrieren;

72%derPatientennahmendiemeisteZeitdieTagesdosis100mg.Andere

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Antihypertonika(Diuretika,Calciumantagonisten,α-oderβ-Rezeptorenblocker

sowiezentralwirksameAntihypertonika)konnteninbeidenGruppenjenach

Bedarfzusätzlichgegebenwerden.DiePatientenwurdenbiszu4,6Jahre

beobachtet(Mittelwert3,4Jahre).

DerprimäreEndpunktderStudiewareinzusammengesetzterEndpunktaus

VerdoppelungdesSerum-Kreatinins,terminalerNiereninsuffizienz(Dialysepflicht

oderTransplantation)oderTod.

DieErgebnissezeigten,dassdieBehandlungmitLosartan(327Ereignisse)im

VergleichzuPlacebo(359Ereignisse)fürdiePatientenzueinerRisikoreduktion

von16,1%(p=0,022)führte,denprimärenzusammengesetztenEndpunktzu

erreichen.FürdiefolgendeneinzelnenundkombiniertenKomponentendes

primärenEndpunktsergabsichbeidenmitLosartanbehandeltenPatienteneine

signifikanteRisikoreduktion:

25,3%RisikoreduktionfürdieVerdoppelungdesSerum-Kreatinins(p=0,006);

28,6%RisikoreduktionfürdieterminaleNiereninsuffizienz(p=0,002);19,9%

RisikoreduktionfürdieterminaleNiereninsuffizienzoderTod(p=0,009);21,0%

RisikoreduktionfüreineVerdoppelungdesSerum-Kreatininsoderterminale

Niereninsuffizienz(p=0,01).

DieRatederGesamttodesfällewarzwischenbeidenBehandlungsgruppennicht

signifikantunterschiedlich.IndieserStudiewurdeLosartanimAllgemeinengut

vertragen,wiedieRatevonTherapieabbrüchenaufgrundvonNebenwirkungenim

VergleichzurPlacebogruppebelegte.

ELITE-I-undELITE-II-Studie

InderELITE-Studieüber48Wochenan722PatientenmitHerzinsuffizienz

(NYHA-KlasseII–IV)wurdekeinUnterschiedhinsichtlichdesprimären

EndpunktseinerlängerfristigenÄnderungderNierenfunktionzwischendenmit

LosartanunddenmitCaptoprilbehandeltenPatientenbeobachtet.Die

BeobachtungderELITE-Studie,dassLosartandasMortalitätsrisikoimVergleich

zuCaptoprilverringerte,wurdeinderanschließendenELITE-II-Studie,die

nachfolgendbeschriebenwird,nichtbestätigt.

InderELITE-II-Studiewurden50mgLosartan1-maltäglich(Anfangsdosis12,5

mg,erhöhtauf25mg,dann50mg1-maltäglich)mit50mgCaptopril3-maltäglich

(Anfangsdosis12,5mg,erhöhtauf25mg,dannauf50mg3-maltäglich)

verglichen.DerprimäreEndpunktdieserprospektivenStudiewardie

Gesamtmortalität.

IndieserStudiewurden3152PatientenmitHerzinsuffizienz(NYHA-KlasseII–

IV)fastzweiJahrebeobachtet(Median:1,5Jahre),umfestzustellen,obLosartan

CaptoprilbeiderSenkungderGesamtmortalitätüberlegenist.Derprimäre

EndpunktzeigtekeinenstatistischsignifikantenUnterschiedzwischenLosartan

undCaptoprilbeiderSenkungderGesamtmortalität.

InbeidenWirkstoff-kontrolliertenklinischenStudien(nichtPlacebo-kontrolliert)an

PatientenmitHerzinsuffizienzwardieVerträglichkeitvonLosartanjenervon

Captoprilüberlegen,gemessenanhandeinersignifikantgeringeren

TherapieabbruchrateaufgrundunerwünschterWirkungenundeinersignifikant

geringerenHustenhäufigkeit.

InderELITE-II-StudiewurdeinderkleinenSubgruppe(22%allerHI-Patienten)

unterβ-BlockernbeiBehandlungsbeginneineerhöhteMortalitätbeobachtet.

de_33545 16/ 21 Dezember2009

StudienbeiKindern

HypertoniebeiKindern

DieantihypertensiveWirkungvonLosartanwurdeineinerklinischenStudiemit

177hypertonenKindernzwischen6-16JahrenmiteinemKörpergewichtüber20

kgundeinerglomerulärenFiltrationsrate>30ml/min/1,73m²untersucht.

PatientenmiteinemKörpergewichtzwischen20kgund50kgerhieltentäglich

entweder2,5mg,25mgoder50mgLosartan.PatientenmiteinemKörpergewicht

über50kgerhieltentäglichentweder5mg,50mgoder100mgLosartan.Am

EndederdrittenWochekamesdurchdie1-maltäglicheLosartan-Gabezueiner

dosisabhängigenSenkungdesBlutdruckwertesamEndedes

Dosierungsintervalls.

InsgesamtgesehenzeigtesicheineDosis-Wirkungs-Beziehung.DieDosis-

WirkungsbeziehungwarimVergleichderGruppemitderniedrigenDosiszuder

mitdermittlerenDosis(StudienabschnittI:-6,2mmHgvs.-11,65mmHg)sehr

offensichtlich,schwächtesichaberimVergleichderGruppemitdermittlerenDosis

zudermitderhohenDosis(StudienabschnittI:-11,65mmHgvs.-12,21mmHg)ab.

DieniedrigstenindenStudienuntersuchtenDosenvon2,5mgund5mg,

entsprechendeinerdurchschnittlichenTagesdosisvon0,07mg/kg,zeigten

offenbarkeinekonsistenteantihypertensiveWirkung.

DieseErgebnissewurdenimAbschnittIIderStudie,indiediePatientennach3

BehandlungswochenzurWeiterführungderTherapiemitLosartanoderPlacebo

randomisiertwurden,bestätigt.DerUnterschiedimBlutdruckanstiegimVergleich

zuPlacebowarindermittlerenDosierungsgruppeamgrößten(6,70mmHgbei

mittlererDosisvs.5,38mmHgbeihoherDosis).DerAnstiegdesdiastolischen

BlutdruckwertsamEndedesDosierungsintervallswarinderPatientengruppe

unterPlaceboundbeiPatientenunterderniedrigstenLosartan-Dosisinjeder

Gruppegleich.Dieszeigtebenfalls,dassdieniedrigsteDosisinallenGruppen

keinesignifikanteantihypertensiveWirkunghatte.

LangzeitwirkungenvonLosartanaufWachstum,Pubertätundallgemeine

Entwicklungwurdennichtuntersucht.DieLangzeitwirksamkeitder

antihypertensivenTherapiemitLosartaninderKindheitaufdieSenkungder

kardiovaskulärenMorbiditätundMortalitätwurdeebenfallsnichtuntersucht.

DieWirkungvonLosartanaufeineProteinuriewurdebeihypertonen(n=60)und

normotonen(n=246)KindernmiteinerProteinurieineiner12-wöchigen,placebo-

undaktiv-kontrollierten(Amlodipin)klinischenStudiebestimmt.EineProteinurie

wurdedefiniertalsVerhältnisvonProtein/Kreatinin≥0,3imUrin.Diehypertonen

Patienten(imAltervon6bis18Jahren)wurdenrandomisiertentwederauf

Losartan(n=30)oderAmlodipin(n=30)eingestellt.DienormotonenPatienten

(zwischen1und18Jahren)wurdenrandomisiertentwederaufLosartan(n=122)

oderPlacebo(n=124)eingestellt.LosartanwurdeinDosierungenvon0,7mg/kg

bis1,4mg/kg(biszueinerMaximaldosisvon100mg/Tag)gegeben.Amlodipin

wurdeinDosierungenvon0,05mg/kgbis0,2mg/kg(biszueinerMaximaldosis

von5mg/Tag)gegeben.

InsgesamtkamesbeidenaufLosartaneingestelltenPatientennach12-wöchiger

BehandlungzueinerstatistischsignifikantenReduktionderProteinurievon36%

bezogenaufdenAusgangswertversuseiner1%igenZunahmeinder

Placebo-/Amlodipingruppe(p≤0,001).BeidenaufLosartaneingestellten

hypertonenPatientenkameszueinerReduktionderProteinurievon–41,5%vom

Ausgangswert(95%CI–29,9;–51,1)versus+2,4%(95%CI–22,2;14,1)inder

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Amlodipingruppe.DieAbnahmesowohldessystolischenalsauchdes

diastolischenBlutdruckswarinderLosartangruppe(–5,5/–3,8mmHg)im

VergleichzuderAmlodipingruppe(–0,1/+0,8mmHg)stärker.Beinormotonen

KindernwurdeinderLosartangruppeeinegeringfügigeAbnahmedesBlutdrucks(-

3,7/-3,4mmHg)imVergleichzuPlacebofestgestellt.EinesignifikanteKorrelation

zwischenderAbnahmederProteinurieundderAbnahmedesBlutdruckswurde

nichtbeobachtet;esistjedochmöglich,dassdieAbnahmedesBlutdrucks

teilweisefürdenRückgangderProteinurieindermitLosartanbehandelten

Gruppeverantwortlichwar.DieLangzeitwirkungenvonLosartanaufdieReduktion

derProteinuriebeiKindernwurdenichtuntersucht.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

NachoralerEinnahmewirdLosartangutabsorbiertundunterliegteinemFirst-

Pass-Metabolismus.EswerdeneinaktiverCarboxylsäure-Metabolitundweitere

inaktiveMetabolitengebildet.DiesystemischeBioverfügbarkeitvonLosartan

Filmtablettenbeträgtca.33%.MittleremaximalePlasmakonzentrationenvon

LosartanwerdenineinerStunde,desaktivenMetabolitenin3-4Stundenerreicht.

Verteilung

LosartanundseinaktiverMetabolitsindzu≥99%eiweißgebunden,primäran

Albumin.DasVerteilungsvolumenvonLosartanbeträgt34Liter.

Biotransformation

Etwa14%vonintravenösoderoralverabreichtemLosartanwerdenzuseinem

aktivenMetabolitenumgewandelt.DieUntersuchungenmit 14 C-markiertem

LosartanzeigtennachoralerundintravenöserGabe,dassdieRadioaktivitätim

PlasmavorwiegendLosartanunddemaktivenMetabolitenzuzuschreibenist.

Beietwa1%derProbandenwareinegeringeKonversionvonLosartanin

seinemaktivenMetabolitenfestzustellen.

ZusätzlichzumaktivenMetaboliten,werdeninaktiveMetabolitengebildet.

Ausscheidung

DiePlasma-ClearancevonLosartanbzw.seinesaktivenMetabolitenbeträgt

etwa600ml/minbzw.50ml/min.DieWertefürdierenaleClearanceliegenbei

etwa74ml/min(Losartan)und26ml/min(aktiverMetabolit).Nachoraler

Einnahmewerdenetwa4%derDosisunverändertmitdemUrin

ausgeschieden,etwa6%derDosiserscheinenimUrinalsaktiverMetabolit.

BiszuoralenDosenvon200mgLosartan-KaliumproTagistdie

PharmakokinetikvonLosartanunddemaktivenMetabolitenlinear.

NachoralerEinnahmeverlaufendiePlasmakonzentrationenvonLosartanund

seinesaktivenMetabolitenpolyexponentiellmiteinerterminalenHalbwertszeit

vonca.2Stundenbzw.6-9Stunden.BeieinerDosierungmit100mg1-mal

täglichakkumulierenwederLosartannochseinaktiverMetabolitsignifikantim

Plasma.

DieAusscheidungvonLosartanundseinenMetabolitenerfolgtbiliärundrenal.

Nachoraler/intravenöserGabevon 14 C-markiertemLosartanwerdenbeim

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Menschenetwa35%/43%derRadioaktivitätimUrinund58%/50%inden

Fäcesgefunden.

BesonderePatientengruppen

BeiälterenmännlichenHypertonikernwarendiePlasmakonzentrationenvon

LosartanundseinesaktivenMetabolitennichtwesentlichunterschiedlichzujenen,

diebeijungenmännlichenHypertonikernbeobachtetwurden.

BeiFrauenmitHypertoniewarendiePlasmaspiegelvonLosartanbiszu2-fach

höheralsbeiMännernmitHypertonie,währenddiePlasmaspiegeldesaktiven

MetabolitenbeiMännernundFrauennichtunterschiedlichwaren.

BeiPatientenmitleichterbismäßigeralkoholinduzierterLeberzirrhosewarendie

PlasmaspiegelvonLosartanundseinesaktivenMetabolitennachoralerGabe5-

fachbzw.1,7-fachhöheralsbeijungenmännlichenProbanden(sieheAbschnitte

4.2und4.4).

DiePlasmakonzentrationenvonLosartansindbeiPatientenmiteinerKreatinin-

Clearanceüber10ml/minunverändert.ImVergleichzuPatientenmitnormaler

NierenfunktionistbeiDialysepatientendieAUCfürLosartanetwa2-fachhöher.

DiePlasmakonzentrationendesaktivenMetabolitensindbeiPatientenmit

NierenfunktionseinschränkungebensowiebeiDialysepatientenunverändert.

WederLosartannochderaktiveMetabolitkönnendurchHämodialyseentfernt

werden.

PharmakokinetikbeipädiatrischenPatienten

DiePharmakokinetikvonLosartanwurdebei50hypertensivenKindernimAlter

zwischen>1Monatund<16Jahrenuntersucht.EswurdeeinetäglicheDosisvon

0,54-0,77mgLosartan/kgKGgegeben(mittlereDosen).

DieErgebnissezeigten,dassderaktiveMetabolitvonLosartaninallen

Altersgruppengebildetwird.

DieErgebnissezeigtenfürLosartannachoralerEinnahmeungefährähnliche

pharmakokinetischeParameterbeiSäuglingen,Kleinkindern,Vorschulkindern,

SchulkindernundJugendlichen.DiepharmakokinetischenParameterdes

MetabolitenunterschiedensichzwischendenAltersgruppenineinemgrößeren

Ausmaß.DieseUnterschiedewarenimVergleichvonVorschulkindernmit

Jugendlichenstatistischsignifikant.DieExpositionbeiSäuglingen/Kleinkindern

warvergleichsweisehoch.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

DiepräklinischenStudien,einschließlichkonventionellerStudienzurallgemeinen

Pharmakologie,zurGenotoxizitätundzumkanzerogenenPotentiallassenkeine

besonderenGefahrenfürdenMenschenerkennen.InStudienzurToxizitätnach

wiederholterGabeinduziertedieVerabreichungvonLosartaneineAbnahmeder

rotenBlutzellparameter(Erythrozyten,Hämoglobin,Hämatokrit),einenAnstiegdes

Harnstoff-StickstoffimSerumsowiegelegentlicheErhöhungendes

Serumkreatinins,eineAbnahmeimHerzgewicht(ohnehistologischesKorrelat)und

gastrointestinaleVeränderungen(Schleimhautläsionen,Ulzera,Erosionen,

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Hämorrhagien).WiebeianderenSubstanzen,diedasRenin-Angiotensin-System

beeinflussen,wurdebeiLosartandieInduktionvonunerwünschtenWirkungenauf

diespätefetaleEntwicklung,diezufetalemTodundMißbildungenführen,gezeigt.

6. PharmazeutischeAngaben

6.1. ListedersonstigenBestandteile

MikrokristallineCellulose

Carboxymethylstärke-Natrium(TypA)(Ph.Eur.)

PovidonK25

HochdispersesSiliciumdioxid

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)(pflanzlich)

Lactose-Monohydrat

Hypromellose

Titandioxid(E171)

Macrogol4000

FürLosartanSandoz12,5mgzusätzlich:

Indigocarmin-Aluminiumsalz(E132)

6.2 Inkompatibilitäten

Bisherkeinebekannt.

6.3 DauerderHaltbarkeit

4Jahre

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

InderOriginalverpackungaufbewahren.

LosartanSandoz12,5mg

Nichtüber25Clagern.

LosartanSandoz25mg/50mg/75mg/100mg

KeinebesonderenAnforderungen

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

PVC/PVDC-AluminiumBlisterpackung

LosartanSandoz12,5mg

Originalpackungmit21(N1)Filmtabletten

LosartanSandoz25mg

Originalpackungenmit28(N1)und98(N3)Filmtabletten

LosartanSandoz50mg

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Originalpackungenmit28(N1),56(N2)und98(N3)Filmtabletten

LosartanSandoz75mg

Originalpackungenmit28(N1)und98(N3)Filmtabletten

LosartanSandoz100mg

Originalpackungenmit28(N1),56(N2)und98(N3)Filmtabletten

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen

7. InhaberderZulassung

SandozPharmaceuticalsGmbH

Raiffeisenstraße11

83607Holzkirchen

E-Mail:info@sandoz.de

8. Zulassungsnummern

LosartanSandoz12,5mg

60862.00.00

LosartanSandoz25mg

60866.00.00

LosartanSandoz50mg

60870.00.00

LosartanSandoz75mg

60874.00.00

LosartanSandoz100mg

60878.00.00

9. DatumderErteilungderZulassungen

22.Juni2006

10. StandderInformation

Dezember2009

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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