Losartan-Mylan 12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
Mylan dura GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
66169.00.00

PB WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

PCX Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten

Wirkstoff:Losartan-Kalium

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SiemitderEinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

- HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediese

späternochmalslesen.

- WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArzt

oderApotheker.

- DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.Geben

SieesnichtanDritteweiter.EskannanderenMenschen

schaden,auchwenndiesedieselbenSymptomehabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblich

beeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtin

dieserGebrauchsinformationangegebensind,informierenSie

bitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistLosartan-Mylanundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonLosartan-Mylan

beachten?

3.WieistLosartan-Mylaneinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistLosartan-Mylanaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1. WASISTLOSARTAN-MylanUNDWOFÜRWIRDES

ANGEWENDET?

Losartan-MylangehörtzueinerGruppevonArzneimitteln,dieals

Angiotensin-II-Rezeptorantagonistenbekanntist.AngiotensinIIist

eineimKörpergebildeteSubstanz,dieanRezeptoreninden

Blutgefäßenbindetunddazuführt,dasssichdieGefäße

zusammenziehen.DiesführtzueinemAnstiegdesBlutdrucks.

Losartan-MylanverhindertdieBindungvonAngiotensinIIandiese

Rezeptoren.DadurchentspannensichdieBlutgefäße,wodurch

wiederumderBlutdrucksinkt.Losartan-Mylanverlangsamtdie

AbnahmederNierenfunktionbeiPatientenmithohemBlutdruckund

Typ-2-Diabetes.

Losartan-Mylanwirdangewendet:

-zurBehandlungvonBluthochdruck(Hypertonie)

-zumSchutzderNierenbeiPatientenmitBluthochdruckund

Typ-2-Diabetes,beideneneineeingeschränkteNierenfunktionund

Proteinurie(einZustandmiterhöhtenEiweißmengenimUrin)von

0,5godermehrproTagdurchLaboruntersuchungen

nachgewiesenwurde.

-zurBehandlungvonPatientenmitchronischerHerzinsuffizienz

(Herzmuskelschwäche),wennIhrArztdieBehandlungmit

spezifischenArzneimitteln,densogenannten

Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmern(ACE-Hemmer,

ArzneimitteldiezurSenkungdesBluthochdrucksangewendet

werden)fürnichtgeeignethält.WennIhreHerzmuskelschwäche

miteinemACE-Hemmerguteingestelltist,solltenSienichtauf

Losartan-Mylanumgestelltwerden.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONLOSARTAN-Mylan

BEACHTEN?

Losartan-Mylandarfnichteingenommenwerden

-wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenLosartanodereinen

dersonstigenBestandteilevonLosartan-Mylansind.

-wennSieeineschwereLeberfunktionseinschränkunghaben.

-wennSieschwangersindoderstillen(sieheauchAbschnitt2.

'SchwangerschaftundStillzeit').

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLosartan-Mylanist

erforderlich

Esistwichtig,dassSieIhrenArztvorderEinnahmevon

Losartan-Mylaninformieren:

-wennSieinderVergangenheiteinAngioödem(Schwellungvon

Gesicht,Lippen,Rachenund/oderZunge)hatten(sieheauch

Abschnitt4.'WelcheNebenwirkungensindmöglich?).

-wennSieanstarkemErbrechenoderDurchfallleiden,diezu

einemhohenFlüssigkeits-und/oderSalzverlustIhresKörpers

führen.

-wennSieDiuretika(Arzneimittel,diedieFlüssigkeitsmenge,die

durchIhreNierenausgeschiedenwird,erhöht)einnehmenoder

einesalzarmeDiäthalten,waszueinemhohemFlüssigkeits-

und/oderSalzverlustIhresKörpersführt(sieheAbschnitt3.

'DosierungbeispeziellenPatientengruppen').

-wennbekanntist,dassSieeineVerengungodereinenVerschluss

derBlutgefäßehaben,diezuIhrenNierenführenoderwennbei

IhnenkürzlicheineNierentransplantationvorgenommenwurde.

-wennSieeineLeberfunktionseinschränkunghaben(siehe

Abschnitte2.'Losartan-Mylandarfnichteingenommenwerden'und

3.'DosierungbeispeziellenPatientengruppen').

-wennSieanHerzmuskelschwächemitoderohneEinschränkung

derNierenfunktionodermitgleichzeitigenschweren

lebensbedrohlichenHerzrhythmusstörungenleiden.

-wennSieProblememitIhrenHerzklappenodermitIhrem

Herzmuskelhaben.

-wennSieaneinerkoronarenHerzerkrankung

(DurchblutungsstörungdesHerzens)oderaneiner

zerebrovaskulärenErkrankung(DurchblutungsstörungimGehirn)

leiden.

-wennSieanprimäremHyperaldosteronismus(eineErkrankung,

diemiteinererhöhtenSekretiondesHormonsAldosteroninfolge

einerFunktionsstörungderNebenniereverbundenist)leiden.

BeiEinnahmevonLosartan-MylanmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandere

Arzneimitteleinnehmen/anwendenbzw.vorkurzem

eingenommen/angewendethaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeArzneimitteloderpflanzlicheArzneimittelund

Naturheilmittelhandelt.

BesondereVorsichtistangezeigt,wennSiefolgendeArzneimittel

währendderBehandlungmitLosartan-Mylaneinnehmen:

-andereblutdrucksenkendeArzneimittel,dadieseIhrenBlutdruck

zusätzlichsenkenkönnen.

-Arzneimittel,dieKaliuminIhremKörperzurückhaltenoderdie

Kaliumspiegelerhöhenkönnen(z.B.Kaliumpräparate,

kaliumhaltigeSalzersatzmitteloderkaliumsparendeArzneimittel

wiebestimmteDiuretika[Amilorid,Triamteren,Spironolacton]oder

Heparin).

-nicht-steroidaleentzündungshemmendeArzneimittelwiez.B.

Indometacin,einschließlichCOX-2-Hemmer(Arzneimittel,die

EntzündungeneindämmenundauchzurSchmerzlinderung

angewendetwerdenkönnen),dasiedieblutdrucksenkende

WirkungvonLosartanabschwächenkönnen.WennIhre

Nierenfunktioneingeschränktist,kanndiegleichzeitige

AnwendungdieserArzneimittelzueinerweiterenVerschlechterung

IhrerNierenfunktionführen.

-lithiumhaltigeArzneimittel.DiegleichzeitigeEinnahmevon

LosartanundlithiumhaltigenArzneimittelndarfnurunter

engmaschigerÜberwachungdurchIhrenArzterfolgen.Spezielle

Vorsichtsmaßnahmen(z.B.Blutuntersuchungen)können

erforderlichsein.

BeiEinnahmevonLosartan-Mylanzusammenmit

NahrungsmittelnundGetränken

Losartan-MylankannunabhängigvondenMahlzeiteneingenommen

werden.

SchwangerschaftundStillzeit

SiedürfenLosartan-Mylannichteinnehmen,wennSieschwanger

sind.WennSiewährendderBehandlungmitLosartan-Mylan

schwangerwerden,informierenSieumgehendIhrenArzt,da

Losartan,insbesondereimzweitenunddritten

Schwangerschaftsdrittel,dasungeboreneKindschädigenkann.Vor

einergeplantenSchwangerschaftsollteeineUmstellungaufein

anderesgeeignetesArzneimittelvorgenommenwerden.

WennSiestillen,dürfenSieLosartan-Mylannichteinnehmen.

FragenSievorderEinnahmevonallenArzneimittelnIhrenArztoder

ApothekerumRat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdie

VerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen

durchgeführt.Esistunwahrscheinlich,dassLosartan-MylanIhre

FähigkeiteinKraftfahrzeugzuführenoderMaschinenzubedienen

beeinträchtigt.WievieleandereArzneimittel,diezurBehandlungvon

Bluthochdruckangewendetwerden,kannLosartan-Mylanjedochbei

einigenPatientenSchwindeloderBenommenheithervorrufen.Wenn

SiebeisichSchwindeloderBenommenheitbemerken,solltenSiesich

anIhrenArztwenden,bevorSieentsprechendeAktivitätenausführen.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevon

Losartan-Mylan

DiesesArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSieLosartan-Mylan

dahererstnachRücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekannt

ist,dassSieuntereinerUnverträglichkeitgegenüberbestimmten

Zuckernleiden.

3. WIEISTLOSARTAN-MylanEINZUNEHMEN?

NehmenSieLosartan-MylanimmergenaunachderAnweisungdes

Arztesein.BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wenn

Siesichnichtganzsichersind.

AllgemeineDosierungsempfehlungen

Losartan-MylanFilmtablettenstehenindreiWirkstärkenzur

Verfügung:12,5mg,50mgund100mg.

FragenSieIhrenArztnachIhrergenauenDosierungsempfehlung.

PatientenmitBluthochdruck

DieüblicheAnfangsdosisbeträgt50mgLosartan-Kalium(1Tablette

Losartan-Mylan50mg)einmaltäglich.Diemaximale

blutdrucksenkendeWirkungsollte3-6Wochennach

Behandlungsbeginnerreichtsein.BeieinigenPatientenkanndie

Dosisspäterauf50mgLosartan-Kaliumzweimaltäglich(1Tablette

Losartan-Mylan50mgmorgensund1TabletteLosartan-Mylan50mg

abends)oder100mgLosartan-Kaliumeinmaltäglich(2Tabletten

Losartan-Mylan50mgoder1TabletteLosartan-Mylan100mg

morgens)erhöhtwerden.

PatientenmitHerzmuskelschwäche

DieüblicheAnfangsdosisbeträgt12,5mgLosartan-Kalium(1Tablette

Losartan-Mylan12,5mg)einmaltäglich.ImAllgemeinensolltedie

Dosis,entsprechendIhremKrankheitszustand,inwöchentlichen

Abständenschrittweise(d.h.12,5mgtäglichwährendderersten

Woche,25mgtäglichwährendderzweitenWoche,50mgtäglich

währendderdrittenWoche)biszurüblichenErhaltungsdosisvon

50mgLosartan-Kalium(1TabletteLosartan-Mylan50mg)einmal

täglicherhöhtwerden.

BeiderBehandlungderHerzmuskelschwächewirdLosartan-Mylanin

derRegelmiteinemDiuretikum(Arzneimittel,dasdie

Flüssigkeitsmenge,diedurchIhreNierenausgeschiedenwird,erhöht)

und/oderDigitalis(Arzneimittel,dassdazubeiträgt,dassdasHerz

stärkerundwirksamerarbeitet)und/odereinemBetablocker

(Arzneimittel,dasdieHerzarbeitpositivbeeinflusst)kombiniert.

PatientenmitBluthochdruckundTyp-2-Diabetes

DieüblicheAnfangsdosisbeträgt50mgLosartan-Kalium(1Tablette

Losartan-Mylan50mg)einmaltäglich.DieDosiskannspäter,in

AbhängigkeitvonIhrerBlutdrucksenkung,auf100mg

Losartan-Kalium(2TablettenLosartan-Mylan50mgoder1Tablette

Losartan-Mylan100mg)einmaltäglicherhöhtwerden.

LosartanTablettenkönnenzusammenmitanderen

blutdrucksenkendenArzneimitteln(z.B.Diuretika,

Calciumantagonisten,Alpha-oderBetablockernundzentral

wirksamenMitteln)sowiemitInsulinundanderenhäufig

angewendetenblutzuckersenkendenArzneimitteln(z.B.

Sulfonylharnstoffe,GlitazoneundGlucosidasehemmer)gegeben

werden.

DosierungbeispeziellenPatientengruppen

DerArztkann,vorallemzuBehandlungsbeginn,beibestimmten

PatienteneineniedrigereDosisempfehlen.Dazuzählenz.B.

PatientendiemithohenDosenvonDiuretikabehandeltwerden,

PatientenmiteingeschränkterLeberfunktionoderPatientenimAlter

vonüber75Jahren.PatientenmitschwererEinschränkungder

LeberfunktiondürfenLosartan-Mylannichteinnehmen(siehe

Abschnitt2.'Losartan-Mylandarfnichteingenommenwerden').

KinderundJugendliche

KinderundJugendlichesolltenLosartan-Mylannichteinnehmen.

ArtundDauerderAnwendung

DieTablettensolltenmiteinemGlasWassereingenommenwerden.

Siesolltenversuchen,IhretäglicheDosisjedenTagetwazurgleichen

Zeiteinzunehmen.

Esistwichtig,dassSieLosartan-Mylansolangeeinnehmen,wieIhr

ArztesIhnenempfiehlt.

WennSieeinegrößereMengevonLosartan-Mylaneingenommen

haben,alsSiesollten

WennSieversehentlichzuvieleTabletteneingenommenhabenoder

einKindeinigeTablettenschluckt,wendenSiesichbittesofortan

IhrenArzt.AnzeicheneinerÜberdosierungsindniedrigerBlutdruck,

erhöhter,möglicherweiseauchverlangsamterHerzschlag.

WennSiedieEinnahmevonLosartan-Mylanvergessenhaben

WennSieversehentlichdieEinnahmeIhrertäglichenDosis

vergessenhaben,nehmenSieeinfachdienächsteDosiswiederzum

gewohntenEinnahmezeitpunktein.NehmenSienichtdiedoppelte

Dosisein,wennSiedievorherigeEinnahmevergessenhaben.

WennSieweitereFragenzurAnwendungvonLosartan-Mylanhaben,

fragenSieIhrenArztoderApotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannLosartan-MylanNebenwirkungenhaben,

dieabernichtbeijedemauftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgende

Häufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig: mehrals1Behandeltervon10

Häufig: 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich: 1bis10Behandeltevon1.000

Selten: 1bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt:HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDaten

nichtabschätzbar.

DiefolgendenNebenwirkungenwurdenberichtet:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

-Selten: verminderteAnzahlvonrotenBlutkörperchen

(Anämie)

-Nichtbekannt:verminderteAnzahlvonBlutplättchen

(Thrombozytopenie)

ErkrankungendesImmunsystems

-Selten: schwereallergischeReaktionen(anaphylaktische

Reaktionen),

SchwellungvonGesicht,Lippen,Rachenund/oder

Zunge(Angioödem)einschließlichNesselsucht,

Schluck-undAtembeschwerden(beieinigen

PatienteninZusammenhangmitderEinnahme

andererArzneimittel,einschließlichACE-Hemmer),

EntzündungderBlutgefäße(Vaskulitiseinschließlich

PurpuraSchoenlein-Henoch).

WennbeiIhneneinesdieserSymptomeauftritt,

müssenSiedieEinnahmevonLosartan-Mylan

beendenundsichsofortanIhrenArztwenden.

ErkrankungendesNervensystems

-Häufig: Schwindel,Drehschwindel(Vertigo)

-Gelegentlich:Schläfrigkeit,Kopfschmerzen,Schlafstörungen

-Selten: TaubheitsgefühloderKribbeln(Parästhesien)

-Nichtbekannt:Migräne

ErkrankungendesOhrsunddesLabyrinths

-Häufig: Drehschwindel(Vertigo)

Herzerkrankungen

-Gelegentlich:Herzklopfen(Palpitationen),starkeSchmerzenim

Brustraum(Anginapectoris)

-Selten: Ohnmacht(Synkope),sehrschnellerund

unregelmäßigerHerzschlag(Vorhofflimmern),

Schlaganfall

Gefäßerkrankungen

-Häufig: niedrigerBlutdruck

-Gelegentlich:niedrigerBlutdruck(insbesonderenachstarkem

FlüssigkeitsverlustdesKörpersindenBlutgefäßen

z.B.beiPatientenmitschwerer

HerzmuskelschwächeoderPatienten,diemithohen

DosenvonDiuretikabehandeltwerden),

dosisabhängigeorthostatischeWirkungenwiez.B.

BlutdruckabfallbeimÜbergangvomLiegenoder

SitzenzumStehen(orthostatischeHypotonie).

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

-Gelegentlich:Kurzatmigkeit(Dyspnoe)

-Nichtbekannt:Husten

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Bauchschmerzen,Verstopfung,Durchfall,Übelkeit,

Erbrechen

Leber-undGallenerkrankungen

-Selten: EntzündungderLeber(Hepatitis)

-Nichtbekannt:Leberfunktionsstörungen

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

-Gelegentlich:Nesselsucht(Urtikaria),Juckreiz(Pruritus),

Hautausschlag

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

-Nichtbekannt:Muskel-undGelenkschmerzen

ErkrankungenderNierenundHarnwege

-Nichtbekannt:VeränderungenderNierenfunktion(könnensich

nachAbsetzenderBehandlungzurückbilden)

einschließlichNierenversagen

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

-Häufig: Schwächegefühl,Erschöpfung

-Gelegentlich:örtlichbegrenzteSchwellungen(Ödeme)

-Nichtbekannt:grippeähnlicheSymptome

Untersuchungen

-Häufig: zuniedrigerBlutzuckerspiegel(Hypoglykämie),zu

hoherKaliumspiegelimBlut(Hyperkaliämie)

-Selten: erhöhteKonzentrationderAlaninaminotransferase

(ALT)imBlut,dieimAllgemeinennachAbsetzender

Behandlungwiederzurückging

-Nichtbekannt:beiPatientenmitHerzmuskelschwächeAnstiegvon

Blutharnstoff,SerumkreatininundSerumkalium

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneineder

aufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformation

angegebensind.

5. WIEISTLOSARTAN-MylanAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderBlisterpackungundder

Faltschachtelnach„Verwendbarbis:“angegebenenVerfallsdatum

nichtmehrverwenden.DasVerfallsdatumbeziehtsichaufdenletzten

TagdesMonats.

InderOriginalverpackungaufbewahren.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgt

werden.FragenSieIhrenApotheker,wiedasArzneimittelzu

entsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.DieseMaßnahme

hilft,dieUmweltzuschützen.

6. WEITEREINFORMATIONEN

WasLosartan-Mylanenthält

DerWirkstoffistLosartanalsLosartan-Kalium.

1Filmtabletteenthält12,5mgLosartan-Kalium,entsprechend

11,44mgLosartan.

DiesonstigenBestandteilesind:

Tablettenkern:Lactose-Monohydrat;vorverkleisterteStärke(Mais);

mikrokristallineCellulose;Magnesiumstearat(Ph.Eur.).

Filmüberzug:Hyprolose;Hypromellose;Titandioxid(E171);

BrilliantblauFCF,Aluminiumsalz(E133).

WieLosartan-MylanaussiehtundInhaltderPackung

DieFilmtablettensindrundundblau.

Losartan-Mylan12,5mgistinBlisterpackungenmit21Filmtabletten

erhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

MylanduraGmbH

Wittichstraße6

64295Darmstadt

Hersteller

McDermottLaboratoriesLtd.

t/aGerardLaboratories

35-36BaldoyleIndustrialEstate

GrangeRoad,Dublin13

Irland

MylanduraGmbH

Wittichstraße6

64295Darmstadt

DiesesArzneimittelistindenMitgliedstaatendesEuropäischen

Wirtschaftsraumes(EWR)unterdenfolgendenBezeichnungen

zugelassen

Finnland: Sartanol12,5mg

Deutschland: Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztgenehmigtim

[MM/JJJJ]

WortlautderfürdieFachinformationvorgesehenenAngaben

Fachinformation

BezeichnungderArzneimittel

Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten

Losartan-Mylan50mgFilmtabletten

Losartan-Mylan100mgFilmtabletten

Wirkstoff:Losartan-Kalium

QualitativeundquantitativeZusammensetzung

Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten:

1Filmtabletteenthält12,5mgLosartan-Kalium,entsprechend11,44mg

Losartan.

SonstigerBestandteil:25,27mgLactose-Monohydrat/Filmtablette.

Losartan-Mylan50mgFilmtabletten:

1Filmtabletteenthält50mgLosartan-Kalium,entsprechend45,76mgLosartan.

SonstigerBestandteil:25,50mgLactose-Monohydrat/Filmtablette.

Losartan-Mylan100mgFilmtabletten:

1Filmtabletteenthält100mgLosartan-Kalium,entsprechend91,52mg

Losartan.

SonstigerBestandteil:51,00mgLactose-Monohydrat/Filmtablette.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

Darreichungsform

Filmtablette

Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten:

Runde,blaueFilmtabletten.

Losartan-Mylan50mg/-100mgFilmtabletten:

Runde,weißeFilmtabletten.

KlinischeAngaben

Anwendungsgebiete

BehandlungderessentiellenHypertonie

BehandlungvonNierenerkrankungenbeiPatientenmitHypertonieundTyp-

2-DiabetesmellitusundeinerProteinurie≥0,5g/TagalsTeileiner

antihypertensivenBehandlung

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BehandlungderchronischenHerzinsuffizienz,wenndieBehandlungmit

ACE-HemmernwegenUnverträglichkeitoderKontraindikationnichtgeeignet

ist.PatientenmitHerzinsuffizienz,diemiteinemACE-Hemmerstabil

eingestelltsind,solltennichtaufLosartanumgestelltwerden.

DiePatientensollteneinelinksventrikuläreAuswurffraktionvon≤40%

aufweisenundunterBehandlungderchronischenHerzinsuffizienzklinisch

stabilsein.

Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

LosartanTablettensolltenmiteinemGlasWassereingenommenwerden.

DieEinnahmevonLosartankannunabhängigvoneinerMahlzeiterfolgen.

Hypertonie

DieüblicheAnfangs-undErhaltungsdosisbeträgt50mgeinmaltäglich.Die

maximaleblutdrucksenkendeWirkungwird3-6WochennachTherapiebeginn

erreicht.EinigePatientenkönnenausderErhöhungderDosisaufzweimal

täglich50mgLosartan-Kalium(1Tablettemorgensund1Tabletteabends)oder

einmaltäglich100mg(morgens)einenzusätzlichenNutzenziehen.Losartan

TablettenkönnenmitanderenAntihypertensivakombiniertwerden,

insbesonderemitDiuretika(z.B.Hydrochlorothiazid).

Herzinsuffizienz

DieüblicheAnfangsdosisbeiHerzinsuffizienzbeträgt12,5mgeinmaltäglich.

ImAllgemeinensolltedieDosisentsprechenddemZustanddesPatientenim

AbstandvonjeweilseinerWocheerhöhtwerden(d.h.12,5mgtäglich,25mg

täglich,50mgtäglich)biszurüblichenErhaltungsdosisvon50mgeinmal

täglich.BeiderBehandlungderHerzinsuffizienzwirdLosartaninderRegelmit

einemDiuretikum,Digitalisund/odereinemBetablockerkombiniert.

HypertensiveTyp-2-DiabetikermiteinerProteinurie≥0,5g/Tag

DieüblicheAnfangsdosisbeträgt50mgeinmaltäglich.DieDosiskannab

einemMonatnachTherapiebeginn,abhängigvonderBlutdrucksenkung,auf

100mgeinmaltäglicherhöhtwerden.LosartanTablettenkönnenmitanderen

Antihypertensiva(z.B.Diuretika,Calciumantagonisten,Alpha-oder

BetablockernundzentralwirksamenMitteln)sowiemitInsulinundanderen

häufigeingesetztenAntidiabetika(z.B.Sulfonylharnstoffe,Glitazoneund

Glucosidasehemmer)verabreichtwerden.

AnwendungbeiPatientenmitintravaskuläremVolumenmangel:

FürdensehrkleinenAnteilvonPatientenmitintravaskuläremVolumenmangel

(z.B.Patienten,diemithohenDiuretikadosenbehandeltwerden)wirdeine

Anfangsdosisvon25mgeinmaltäglichempfohlen(sieheAbschnitt4.4).

AnwendungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundbei

Hämodialysepatienten:

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundbeiHämodialysepatienten

istkeineAnpassungderAnfangsdosiserforderlich.

AnwendungbeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktion:

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktioninderVorgeschichtesollteeine

niedrigereDosisinBetrachtgezogenwerden.BeiPatientenmitschwerer

LeberfunktionseinschränkungliegenkeinetherapeutischenErfahrungenvor.

DaherwirddieAnwendungvonLosartanbeiPatientenmitschwerer

Leberfunktionseinschränkungnichtempfohlen(sieheAbschnitte4.3und4.4).

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AnwendungbeiälterenPatienten:

ObwohlbeiPatientenüber75JahreneineAnfangsdosisvon25mginBetracht

gezogenwerdenkann,isteineDosisanpassungbeiälterenPatientenim

Allgemeinennichterforderlich.

AnwendungbeiKindernundJugendlichen(< 18Jahre):

EsgibtkeineErfahrungenbeiKindernundJugendlichen.Deshalbsollte

LosartanbeiKindernundJugendlichennichtangewendetwerden.

Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigenBestandteile

(sieheAbschnitte4.4und6.1).

SchwangerschaftundStillzeit(sieheAbschnitt4.6)

SchwereLeberfunktionseinschränkung

BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Angioödem:

PatientenmiteinemAngioödem(SchwellungvonGesicht,Lippen,Rachen

und/oderZunge)inderVorgeschichtemüssenengmaschigüberwachtwerden

(sieheAbschnitt4.8).

IntravaskulärerVolumenmangel:

BeiPatientenmitVolumen-und/oderNatriummangelinfolgehochdosierter

Diuretikatherapie,dietätischerSalzrestriktion,DurchfalloderErbrechenkannes

insbesonderenachdererstenDosisundnacheinerDosiserhöhungzueiner

symptomatischenHypotoniekommen.DaheristeinbestehenderVolumen-

und/oderNatriummangelvorderEinnahmevonLosartanTabletten

auszugleichenodereineniedrigereAnfangsdosisanzuwenden(siehe

Abschnitt4.2).

StörungendesElektrolyhaushalts:

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktionmitoderohneDiabeteshaben

häufigeinengestörtenElektrolythaushalt,derzubeachtenist.Ineiner

klinischenStudie,diemitPatientenmitTyp-2-DiabetesundNephropathie

durchgeführtwurde,wardieInzidenzeinerHyperkaliämieindermitLosartan

behandeltenGruppehöheralsinderPlacebogruppe(sieheAbschnitt4.8

'HypertonieundTyp-2-DiabetesmitNierenerkrankung–Untersuchungen'und

'ErfahrungennachderMarkteinführung–Untersuchungen').Deshalbsolltendie

PlasmakonzentrationenvonKaliumundKreatininengmaschigüberwacht

werden.InsbesonderePatientenmitHerzinsuffizienzund

Plasmakreatininkonzentrationenzwischen1,2mg/dlund2,5mg/dlsind

engmaschigzuüberwachen.

Leberfunktionseinschränkung:

BasierendaufpharmakokinetischenDaten,diebeiPatientenmitLeberzirrhose

signifikanterhöhtePlasmakonzentrationenvonLosartanaufweisen,istfür

PatientenmiteinerLeberfunktionseinschränkunginderVorgeschichteeine

niedrigereDosisinErwägungzuziehen.BeiPatientenmitschwerer

LeberfunktionseinschränkungliegenkeinetherapeutischenErfahrungenvor.

DaherwirddieAnwendungvonLosartanbeiPatientenmitschwerer

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Leberfunktionseinschränkungnichtempfohlen(sieheAbschnitte4.2,4.3

und5.2).

Nierenfunktionseinschränkung:

AlsFolgederHemmungdesRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systemswurden

VeränderungenderNierenfunktioneinschließlichNierenversagenberichtet

(insbesonderebeiPatienten,derenNierenfunktionvondemRenin-Angiotensin-

Aldosteron-Systemabhängigist,wiez.B.Patientenmitschwerer

HerzinsuffizienzodervorbestehenderNierenfunktionsstörung).Wiebeianderen

Arzneimitteln,diedasRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systembeeinflussen,

wurdenauchunterLosartanbeiPatientenmitbeidseitiger

NierenarterienstenoseoderStenosederArterieeinerEinzelniereErhöhungen

derBlutharnstoff-undSerumkreatininwerteberichtet.Losartansolltedaherbei

PatientenmitbeidseitigerNierenarterienstenoseoderStenosederArterieeiner

EinzelnieremitVorsichtangewendetwerden.

Nierentransplantation:

EsliegenkeineErfahrungenbeiPatientenmitkürzlicherfolgter

Nierentransplantationvor.

PrimärerHyperaldosteronismus

PatientenmitprimäremHyperaldosteronismussprechenimAllgemeinennicht

aufAntihypertensivaan,derenWirkungaufeinerHemmungdesRenin-

Angiotensin-Systemsberuht.DieAnwendungvonLosartanTablettenwirddaher

nichtempfohlen.

KoronareHerzerkrankungundzerebrovaskuläreErkrankung:

WiebeiallenAntihypertensiva,kanneineübermäßigeBlutdrucksenkungbei

PatientenmitischämischerkardiovaskulärerundzerebrovaskulärerErkrankung

zueinemMyokardinfarktoderSchlaganfallführen.

Herzinsuffizienz:

BeiPatientenmitHerzinsuffizienzmitoderohneNierenfunktionseinschränkung

besteht–wiebeianderenArzneimitteln,diedasRenin-Angiotensin-System

beeinflussen–dasRisikoeinerschwerenarteriellenHypotonieund(häufig

akuten)Niereninsuffizienz.

EsliegenkeineausreichendentherapeutischenErfahrungenmitLosartanbei

PatientenmitHerzinsuffizienzundgleichzeitigbestehenderschwerer

Nierenfunktionseinschränkung,beiPatientenmitschwererHerzinsuffizienz

(NYHA-KlasseIV)sowiebeiPatientenmitHerzinsuffizienzund

symptomatischen,lebensbedrohlichenHerzrhythmusstörungenvor.Losartan

solltedaherbeidiesenPatientengruppenmitVorsichtangewendetwerden.

Aorten-undMitralklappenstenose,obstruktivehypertropheKardiomyopathie:

WiebeianderenVasodilatatoren,istbeiPatienten,dieaneinerAorten-oder

MitralklappenstenoseoderobstruktiverhypertropherKardiomyopathieleiden,

besondereVorsichtgeboten.

Galactose-Intoleranz,Lapp-Lactase-Mangel,Glucose-Galactose-

Malabsorption:

PatientenmitderseltenenhereditärenGalactose-Intoleranz,Lactase-Mangel

oderGlucose-Galactose-MalabsorptionsolltenLosartan-Mylannicht

einnehmen.

AndereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen:

de_34331 4

WiebeiAngiotensin-Converting-Enzym(ACE)-Hemmernbeobachtet,scheint

diebludrucksenkendeWirkungvonLosartanundanderenAngiotensin-

AntagonistenbeiMenschenmitschwarzerHautfarbegeringerausgeprägtzu

sein,alsindernichtschwarzenBevölkerung,wasmöglicherweiseaufdie

höherePrävalenzeinesniedrigenReninstatusinderschwarzenhypertensiven

Bevölkerungzurückzuführenist.

WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

AndereAntihypertensivakönnendieblutdrucksenkendeWirkungvonLosartan

verstärken.LosartanwirdüberwiegendüberdasCytochromP450(CYP)2C9in

denaktivenCarboxylsäure-Metabolitenumgewandelt.IneinerklinischenStudie

zeigtesich,dassFluconazol(CYP2C9-Hemmer)dieExpositiongegenüberdem

aktivenMetabolitenumetwa50%senkt.Eswurdefestgestellt,dassdie

gleichzeitigeBehandlungmitLosartanundRifampicin(Induktormetabolischer

Enzyme)zueinerReduktionderPlasmakonzentrationdesaktivenMetaboliten

von40%führte.DieklinischeRelevanzdieserWirkungenistnichtbekannt.Bei

gleichzeitigerBehandlungmitFluvastatin(schwacherCYP2C9-Hemmer)zeigte

sichkeinUnterschiedhinsichtlichderExposition.

WiebeianderenArzneimitteln,dieAngiotensinIIoderdessenWirkungen

blockieren,kanndiegleichzeitigeAnwendungvonandrenArzneimitteln,die

KaliumimKörperzurückhalten(z.B.kaliumsparendeDiuretika:Amilorid,

Triamteren,Spironolacton)oderdenKaliumspiegelerhöhenkönnen(z.B.

Heparin),vonKaliumzusätzenoderkaliumhaltigenSalzersatzstoffenzu

AnstiegenderKaliumwerteimSerumführen.Voneinergleichzeitigen

Anwendungwirdabgeraten.

Nicht-steroidaleAntiphlogistika(NSAIDs):BeidergleichzeitigenAnwendung

vonAngiotensin-II-AntagonistenmitNSAIDs(d.h.selektiveCOX-2-Hemmer,

Acetylsalicylsäure[>3g/Tag]undnicht-selektiveNSAIDs)kanneszueiner

AbschwächungderblutdrucksenkendenWirkungkommen.BeiPatientenmit

vorbestehenderNierenfunktionsstörungkanndiegleichzeitigeGabevon

NSAIDs(wieIndometacin),einschließlichselektiverCOX-2-Hemmer,zueiner

VerschlechterungderNierenfunktionführen.DieseVeränderungender

NierenfunktionkönnennachAbsetzenderTherapiereversibelsein.

BeigleichzeitigerAnwendungvonLithiumundACE-Hemmernwurden

reversibleAnstiegederLithiumkonzentrationenimSerumundder

Lithiumtoxizitätberichtet.SehrselteneFällewurdenauchmitAngiotensin-II-

Rezeptorantagonistenberichtet.DiegleichzeitigeAnwendungvonLithiumund

LosartansolltemitVorsichterfolgen.FallsdieseKombinationzwingend

erforderlichist,wirddieÜberwachungderLithiumspiegelimSerumempfohlen.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

EsliegennursehrbegrenzteDatenzurAnwendungvonLosartanbei

Schwangerenvor.DieseDatenreichennichtaus,umdarausSchlüsseüber

potentielleRisikenfürdenFetenbeiAnwendungvonLosartanimersten

Trimenonzuziehen.

BeimMenschenbeginntdiefetaleNierenperfusion,dievonderEntwicklungdes

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systemsabhängigist,imzweitenTrimenon.Das

RisikofürdenFetennimmtsomitzu,wennLosartanimzweitenoderdritten

TrimenonderSchwangerschaftangewendetwird.BeiAnwendungimzweiten

de_34331 5

unddrittenTrimenonderSchwangerschaftkönnenArzneimittelmitdirekter

WirkungaufdasRenin-Angiotensin-Systemzufetalenundneonatalen

Schädigungen(Hypotonie,Nierenfunktionsstörung,Oligurieund/oderAnurie,

Oligohydramnie,Schädelhypoplasie,intrauterineWachstumsverzögerung)und

zumTodführen.FällevonLungenhypoplasie,Gesichtsanomalienund

KontrakturenderExtremitätenwurdenebenfallsbeschrieben.In

tierexperimentellenStudienmitLosartanwurdeeinespätefetaleundneonatale

Nierenschädigungnachgewiesen.Mannimmtan,dassessichdabeiumeinen

pharmakologischenMechanismushandelt,derdurchWirkungenaufdasRenin-

Angiotensin-Aldosteron-Systemausgelöstwird.Basierendaufdengenannten

InformationenistLosartanwährendderSchwangerschaftkontraindiziert.Wird

währendderBehandlungeineSchwangerschaftfestgestellt,mussLosartan

abgesetztwerden(sieheAbschnitt4.3).

Stillzeit

Esistnichtbekannt,obLosartanindieMuttermilchübergeht.Losartangeht

jedochindieMilchlaktierenderRattenüber.Aufgrundmöglicherunerwünschter

WirkungenbeimgestilltenSäuglingistLosartanwährendderStillzeit

kontraindiziert(sieheAbschnitt4.3).

AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund

dieFähigkeitzumBedienenvonMaschinendurchgeführt.BeimFührenvon

KraftfahrzeugenoderbeimBedienenvonMaschinenistjedochzu

berücksichtigen,dassesbeieinerTherapiemitAntihypertensivainsbesondere

beiBehandlungsbeginnundbeiDosiserhöhunggelegentlichzuSchwindeloder

Benommenheitkommenkann.

Nebenwirkungen

BeiderBewertungderNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangaben

zugrundegelegt:

Sehrhäufig(≥1/10);häufig(≥1/100,<1/10);gelegentlich(≥1/1.000,<1/100);

selten(≥1/10.000,<1/1.000);sehrselten(<1/10.000),nichtbekannt

(HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar).

InkontrolliertenklinischenStudienmitPatientenmitessentiellerHypertonie,

hypertensivePatientenmitlinksventrikulärerHypertrophie,mitchronischer

HerzinsuffizienzsowiemitHypertonikernmitTyp-2-Diabetesmellitusund

NierenerkrankungwarSchwindeldiehäufigsteNebenwirkung.

Hypertonie

InkontrolliertenklinischenStudienmitLosartanbeiessentiellerHypertonie

wurdendiefolgendenNebenwirkungenberichtet:

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Schwindel,Drehschwindel

Gelegentlich:Schläfrigkeit,Kopfschmerzen,Schlafstörungen

Herzerkrankungen

Gelegentlich:Palpitationen,Anginapectoris

Gefäßerkrankungen

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Gelegentlich:symptomatischeHypotonie(insbesonderebeiPatientenmit

intravaskuläremVolumenmangel,z.B.PatientenmitschwererHerzinsuffizienz

oderunterhochdosierterDiuretika-Behandlung),dosisabhängige

orthostatischeWirkungen,Hautausschlag.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Gelegentlich:Bauchschmerzen,Obstipation

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Gelegentlich:Schwächegefühl,Erschöpfung,Ödeme

HypertensivePatientenmitlinksventrikulärerHypertrophie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemithypertensivenPatientenmit

linksventrikulärerHypertrophiewurdendiefolgendenNebenwirkungen

berichtet:

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Schwindel

ErkrankungendesOhrsunddesLabyrinths

Häufig:Drehschwindel

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig:Schwächegefühl/Erschöpfung

ChronischeHerzinsuffizienz

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemitPatientenmitHerzinsuffizienz

wurdendiefolgendenNebenwirkungenberichtet:

ErkrankungendesNervensystems

Gelegentlich:Schwindel,Kopfschmerzen

Selten:Parästhesien

Herzerkrankungen

Selten:Synkope,Vorhofflimmern,zerebralerInsult

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:Hypotonie,einschließlichorthostatischeHypotonie

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Gelegentlich:Dyspnoe

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Gelegentlich:Durchfall,Übelkeit,Erbrechen

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Gelegentlich:Nesselsucht,Juckreiz,Hautausschlag

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Gelegentlich:Schwächegefühl/Erschöpfung

HypertonieundTyp-2-DiabetesmitNierenerkrankung

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemitTyp-2-DiabetikernmitProteinurie

(RENAAL-Studie,sieheAbschnitt5.1)warendiehäufigsten

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arzneimittelbedingtenNebenwirkungen,diefürLosartanberichtetwurden,die

Folgenden:

ErkrankungendesNervensystems

Häufig:Schwindel

Gefäßerkrankungen

Häufig:Hypotonie

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig:Schwächegefühl/Erschöpfung

Untersuchungen

Häufig:Hypoglykämie,Hyperkaliämie

DiefolgendenNebenwirkungentratenhäufigerunterLosartanalsunterPlacebo

auf:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Nichtbekannt:Anämie

Herzerkrankungen

Nichtbekannt:Synkope,Palpitationen

Gefäßerkrankungen

Nichtbekannt:orthostatischeHypotonie

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Nichtbekannt:Durchfall

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Nichtbekannt:Rückenschmerzen

ErkrankungenderNierenundHarnwege

Nichtbekannt:Harnwegsinfektionen

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Nichtbekannt:grippeähnlicheSymptome

ErfahrungennachderMarkteinführung

DiefolgendenNebenwirkungenwurdennachderMarkteinführungberichtet:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Nichtbekannt:Anämie,Thrombozytopenie

ErkrankungendesImmunsystems

Selten:Überempfindlichkeit:anaphylaktischeReaktionen,Angioödem,

einschließlichSchwellungvonLarynxundGlottismitdadurchbedingter

Atemwegsobstruktionund/oderSchwellungvonGesicht,Lippen,Rachen

und/oderZunge;beieinigendieserPatientenwurdebereitsfrüherin

ZusammenhangmitderEinnahmeandererArzneimittel,einschließlichACE-

Hemmern,einAngioödemberichtet;Vaskulitis,einschließlichPurpura

Schoenlein-Henoch.

ErkrankungendesNervensystems

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Nichtbekannt:Migräne

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsundMediastinums

Nichtbekannt:Husten

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Nichtbekannt:Durchfall

Leber-undGallenerkrankungen

Selten:Hepatitis

Nichtbekannt:Leberfunktionsstörungen

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Nichtbekannt:Nesselsucht,Juckreiz,Hautausschlag

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Nichtbekannt:Muskelschmerzen,Gelenkschmerzen

ErkrankungenderNierenundHarnwege

AlsFolgederHemmungdesRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systemswurden

beiRisikopatientenVeränderungenderNierenfunktion,einschließlich

Nierenversagen,berichtet;dieseVeränderungenderNierenfunktionkönnen

nachAbsetzenderTherapiereversibelsein(sieheAbschnitt4.4).

Untersuchungen

InkontrolliertenklinischenStudienkamesbeiderTherapiemitLosartan

TablettennurseltenzuklinischrelevantenAbweichungender

Standardlaborparameter.SeltentratenErhöhungenderALTauf,dieim

AllgemeinennachAbsetzenderTherapiewiederzurückgingen.Inden

klinischenStudienzurHypertoniekamesbei1,5%derPatientenzu

Hyperkaliämie(Serumkalium>5,5mmol/l).IneinerklinischenStudiemitTyp-2-

DiabetikernmitNephropathieentwickelten9,9%dermitLosartanTabletten

behandeltenPatienteneineHyperkaliämie>5,5mEq/lund3,4%dermit

PlacebobehandeltenPatienten(sieheAbschnitt4.4‘Störungendes

Elektrolythaushalts’).

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemitHerzinsuffizienzpatientenwurden

AnstiegevonBlutharnstoff,SerumkreatininundSerumkaliumberichtet.

Überdosierung

SymptomeeinerIntoxikation

BisherliegenkeineErfahrungenmitÜberdosierungenbeimMenschenvor.In

AbhängigkeitvomAusmaßderÜberdosierungsinddiewahrscheinlichsten

SymptomeHypotonie,TachykardieundmöglicherweiseBradykardie.

BehandlungvonIntoxikationen

DieTherapiemaßnahmenrichtensichnachdemZeitpunktderEinnahmeund

derArtundSchwerederSymptome,wobeidieStabilisierungdes

KreislaufsystemsVorranghabensollte.NachoralerEinnahmeistdieGabe

einerausreichendenDosisvonAktivkohleindiziert.Anschließendsolltendie

Vitalparameterengmaschigüberwachtundgegebenenfallskorrigiertwerden.

WederLosartannochseinaktiverMetabolitkönnendurchHämodialyseentfernt

werden.

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PharmakologischeEigenschaften

PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Angiotensin-II-Antagonisten,rein

ATC-Code:C09CA01

LosartanisteinsynthetischhergestellteroralerAngiotensin-II-Rezeptor(Typ

)-Antagonist.AngiotensinII,einpotenterVasokonstriktor,istdasprimär

aktiveHormondesRenin-Angiotensin-SystemsundeinewichtigeDeterminante

derPathophysiologiederHypertonie.AngiotensinIIbindetandenAT

Rezeptor,derinvielenGewebenzufindenist(z.B.glatteGefäßmuskulatur,

Nebenniere,NierenundHerz)undrufteineReihewichtigerbiologischer

Wirkungen,einschließlichVasokonstriktionundFreisetzungvonAldosteron

hervor.AußerdemstimuliertAngiotensinIIdieProliferationglatterMuskelzellen.

LosartanblockiertselektivdenAT

-Rezeptor.Invitroundinvivohemmen

LosartanundseinpharmakologischaktiverCarboxylsäure-MetabolitE-3174

allephysiologischrelevantenWirkungenvonAngiotensinII,unabhängigvon

dessenHerkunftoderSyntheseweg.

LosartanhatkeineagonistischeWirkungundblockiertauchnichtandere

HormonrezeptorenoderfürdiekardiovaskuläreRegulationwichtige

Ionenkanäle.DarüberhinaushemmtLosartanauchnichtACE(KininaseII),das

Enzym,dasBradykininabbaut.FolglichkommtesnichtzueinerPotenzierung

unerwünschterbradykininvermittelterWirkungen.

WährendderAnwendungvonLosartanführtderWegfalldernegativen

RückkopplungvonAngiotensinIIaufdieReninbildungzumAnstiegderPlasma-

Renin-Aktivität(PRA).EinAnstiegderPRAführtzumAnstiegvonAngiotensinII

imPlasma.TrotzdiesesAnstiegsbleibendieblutdrucksenkendeWirkungund

dieSuppressionderPlasma-Aldosteron-Konzentrationerhalten,wasaufeine

wirksameAngiotensin-II-Rezeptor-Blockadehinweist.NachAbsetzenvon

LosartanfallenPRAundAngiotensin-II-WerteinnerhalbvondreiTagenwieder

aufdieAusgangswertezurück.

SowohlLosartanalsauchseinaktiverHauptmetabolithabeneinevielgrößere

AffinitätzudemAT

-RezeptoralszudemAT

-Rezeptor.DeraktiveMetabolitist

aufGewichtsbasis10-bis40fachwirksameralsLosartan.

Hypertoniestudien

InkontrolliertenklinischenStudienführtedieeinmaltäglicheGabevonLosartan

beiPatientenmitleichterbismittelschwereressentiellerHypertoniezueiner

statistischsignifikantenSenkungdessystolischenunddiastolischenBlutdrucks.

DieMessungderBlutdruckwerte24StundennachderEinnahmeimVergleich

zudenWerten5-6StundennachderEinnahmezeigteneineBlutdrucksenkung

über24Stunden;dernatürlichezirkadianeRhythmusblieberhalten.Die

BlutdrucksenkungamEndedesDosierungsintervallsbetrug70-80%des

Effekts,der5-6StundennachderEinnahmebeobachtetwurde.

DasAbsetzenvonLosartanführtebeiBluthochdruckpatientennichtzueinem

abruptenBlutdruckanstieg(Rebound).TrotzderdeutlichenBlutdrucksenkung

hatteLosartankeinenklinischsignifikantenEinflussaufdieHerzfrequenz.

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LosartanistbeiMännernundFrauensowiebeijüngeren(unter65Jahre)und

älterenHypertonikerngleichwirksam.

LIFE-Studie

Die'LosartanInterventionForEndpointreductioninhypertension'(LIFE)-Studie

wareinerandomisierte,dreifachblinde,aktivkontrollierteStudiemit

9.193HypertonikernimAltervon55bis80JahrenmitEKG-dokumentierter

linksventrikulärerHypertrophie.DiePatientenerhieltenrandomisierteinmal

täglichentwederLosartan50mgoderAtenolol50mg.WennderZielblutdruck

(<140/90mmHg)nichterreichtwurde,wurdezunächstHydrochlorothiazid

(12,5mg)zusätzlichgegebenund,fallserforderlich,dieDosisvonLosartan

oderAtenololauf100mgeinmaltäglicherhöht.Fallserforderlich,wurden

zusätzlichandereAntihypertensivamitAusnahmevonACE-Hemmern,

Angiotensin-II-RezeptorantagonistenoderBetablockerngegeben,umden

Zielblutdruckzuerreichen.

DiemittlereNachbeobachtungszeitbetrug4,8Jahre.

DerprimäreEndpunktwardieKombinationauskardiovaskulärerMorbiditätund

MortalitätgemessenalsReduktionderkombiniertenInzidenzvon

kardiovaskulärbedingtenTodesfällen,SchlaganfallundMyokardinfarkt.In

beidenGruppenwurdederBlutdrucksignifikantaufeinähnlichesNiveau

gesenkt.DieBehandlungmitLosartansenktedasRisikoderPatienten,den

primärenzusammengesetztenEndpunktzuerreichen,imVergleichzuAtenolol

um13,0%(p=0,021,95%Konfidenzintervall0,77–0,98).Dieswar

hauptsächlichaufeineAbnahmederSchlaganfallinzidenzzurückzuführen.Die

BehandlungmitLosartansenktedasSchlaganfallrisikoimVergleichzuAtenolol

um25%(p=0,001,95%Konfidenzintervall0,63–0,89).Esgabkeine

signifikantenUnterschiedezwischendenBehandlungsgruppenhinsichtlichder

RatederkardiovaskulärbedingtenTodesfälleundderMyokardinfarkte.

EthnischeZugehörigkeit:

InderLIFE-StudiehattendiemitLosartanbehandeltenPatientenschwarzer

HautfarbeeinhöheresRisiko,denprimärenzusammengesetztenEndpunkt,

d.h.einkardiovaskuläresEreignis(z.B.Myokardinfarkt,kardiovaskulär

bedingterTod)undinsbesondereeinenSchlaganfallzuerleiden,alsdiemit

AtenololbehandeltenPatientenschwarzerHautfarbe.Dahertreffendieinder

LIFE-StudieunterLosartanbeobachtetenErgebnisseimVergleichzuAtenolol

hinsichtlichderkardiovaskulärenMorbidität/MortalitätnichtaufPatientenmit

schwarzerHautfarbezu,dieanHypertonieundlinksventrikulärerHypertrophie

leiden.

RENAAL-Studie

Die'ReductionofEndpointsinNIDDMwiththeAngiotensinIIReceptor

AntagonistLosartan'(RENAAL)-StudiewareinekontrollierteklinischeStudie,

dieweltweitmit1.513Typ-2-DiabetikernmitProteinuriemitoderohne

Hypertoniedurchgeführtwurde.751PatientenwurdenmitLosartanbehandelt.

ZielderStudiewarderNachweis,eineüberdenNutzeneiner

BlutdrucksenkunghinausgehendenephroprotektiveWirkungvonLosartanzu

zeigen.

PatientenmitProteinurieundeinemSerumkreatininvon1,3–3,0mg/dlerhielten

vordemHintergrundeinerkonventionellenantihypertensivenTherapieunter

AusschlussvonACE-HemmernundAngiotensin-II-Rezeptorantagonisten

randomisiertentwederLosartan50mgeinmaltäglichmitderMöglichkeit,die

DosiszurErreichungderBlutdrucksenkunggegebenenfallszuerhöhen,oder

Placebo.

de_34331 11

DiePrüfärztewurdenangewiesen,dieStudienmedikationbeiBedarfauf

100mgeinmaltäglichzuerhöhen.72%derPatientennahmendiemeisteZeit

dieTagesdosisvon100mg.AndereAntihypertensiva(Diuretika,

Calciumantagonisten,Alpha-undBetarezeptorenblockerundauchzentral

wirksameAntihypertensiva)warenbeiBedarfinbeidenGruppenals

Zusatztherapieerlaubt.DiePatientenwurdenbiszu4,6Jahre(imDurchschnitt

3,4Jahre)beobachtet.

DerprimäreEndpunktderStudiewareinzusammengesetzterEndpunktaus

VerdoppelungdesSerumkreatinins,terminalemNierenversagen(Dialysepflicht

oderTransplantation)oderTod.

DieErgebnissezeigten,dassdieBehandlungmitLosartan(327Ereignisse)im

VergleichzuPlacebo(359Ereignisse)dasRisikoderPatienten,denprimären

zusammengesetztenEndpunktzuerreichen,um16,1%reduzierte(p=0,022).

FürdiefolgendeneinzelnenundkombiniertenKomponentendesprimären

EndpunktszeigtendieErgebnisseindermitLosartanbehandeltenGruppe

ebenfallseinesignifikanteRisikoreduktion:25,3%Risikoreduktionfürdie

VerdoppelungdesSerumkreatinins(p=0,006);28,6%Risikoreduktionfürdie

terminaleNiereninsuffizienz(p=0,002);19,9%Risikoreduktionfürterminale

NiereninsuffizienzoderTod(p=0,009);21,0%RisikoreduktionfürVerdoppelung

desSerumkreatininsoderterminaleNiereninsuffizienz(p=0,01).

DieRatederGesamtmortalitätwarzwischenbeidenBehandlungsgruppennicht

signifikantunterschiedlich.

IndieserStudiewurdeLosartanimAllgemeinengutvertragen,waseineder

PlacebogruppevergleichbareRatevonTherapieabbrüchenwegen

unerwünschterEreignissebelegt.

ELITE-I-undELITE-II-Studie

Inderüber48Wochenan722PatientenmitHerzinsuffizienz(NYHA-KlasseII–

IV)durchgeführtenELITE-StudiewurdehinsichtlichdesprimärenEndpunkts

einerlangfristigenVeränderungderNierenfunktionkeinUnterschiedzwischen

denmitLosartanunddenmitCaptoprilbehandeltenPatientenbeobachtet.Die

BeobachtungderELITE-Studie,dassLosartandasMortalitätsrisikoim

VergleichzuCaptoprilsenkte,wurdeinderanschließendenELITE-II-Studie,die

imFolgendenbeschriebenwird,nichtbestätigt.

InderELITE-II-StudiewurdeLosartan50mgeinmaltäglich(Anfangsdosis

12,5mg,erhöhtauf25mgunddann50mgeinmaltäglich)mitCaptopril50mg

dreimaltäglich(Anfangsdosis12,5mg,erhöhtauf25mgunddann50mg

dreimaltäglich)verglichen.DerprimäreEndpunktdieserprospektivenStudie

wardieGesamtmortalität.

IndieserStudiewurden3.152PatientenmitHerzinsuffizienz(NYHA-Klasse

II–IV)fürfastzweiJahrebeobachtet(Median:1,5Jahre),umfestzustellen,ob

LosartanbeiderSenkungderGesamtmortalitätCaptoprilüberlegenist.Der

primäreEndpunktzeigtekeinenstatistischsignifikantenUnterschiedzwischen

LosartanundCaptoprilbeiderSenkungderGesamtmortalität.

InbeidenmiteinemVergleichspräparatkontrollierten(nicht

placebokontrollierten)klinischenStudienanPatientenmitHerzinsuffizienzwar

dieVerträglichkeitvonLosartandervonCaptoprilüberlegen,gemessenaufder

BasiseinersignifikantgeringerenTherapieabbruchrateaufgrundunerwünschter

EreignisseundeinersignifikantgeringerenHustenfrequenz.

PharmakokinetischeEigenschaften

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Resorption

NachoralerGabewirdLosartangutresorbiertundunterliegteinemFirst-pass-

Metabolismus,wobeieinaktiverCarboxylsäure-Metabolitundweitereinaktive

Metabolitengebildetwerden.DiePlasmaspitzenkonzentrationenvonLosartan

undseinemaktivenMetabolitenwerdennach1Stundebzw.nach3–4Stunden

erreicht.

DiesystemischeBioverfügbarkeitvonLosartanbeträgtungefähr33%.

Verteilung

LosartanundseinaktiverMetabolitsindzu99%anPlasmaproteine,primär

Albumin,gebunden.DasVerteilungsvolumenbeträgt34l.

Biotransformation

Etwa14%vonintravenösoderoralverabreichtemLosartanwerdenzudem

aktivenMetabolitenumgewandelt.NachoralerundintravenöserGabevon

C-markiertemLosartanwirddieimPlasmazirkulierendeRadioaktivität

hauptsächlichLosartanundseinemaktivenMetabolitenzugeschrieben.Bei

etwa1%derProbandenwurdeeinegeringeUmwandlungvonLosartaninden

aktivenMetabolitenfestgestellt.

Elimination

DiePlasma-ClearancevonLosartanundseinemaktivenMetabolitenbeträgt

etwa600ml/Minutebzw.50ml/Minute.NachoralerGabenehmendie

PlasmakonzentrationenvonLosartanundseinemaktivenMetaboliten

polyexponentiellmiteinerterminalenHalbwertszeitvonungefähr2Stunden

bzw.6–9Stundenab.

DierenaleClearancevonLosartanundseinemaktivenMetabolitenbeträgt

ungefähr74ml/Minutebzw.26ml/Minute.NachoralerGabevonLosartan

werdenungefähr4%derDosisunverändertundungefähr6%derDosisals

aktiverMetabolitimUrinausgeschieden.Sowohldiebiliärealsauchdierenale

AusscheidungtragenzurEliminationvonLosartanundseinenMetabolitenbei.

NachoralerGabevon 14 C-markiertemLosartanwerdenbeimMenschenetwa

35%derRadioaktivitätimUrinund58%indenFäzeswiedergefunden.Nach

intravenöserGabevon 14 C-markiertemLosartanfindensichungefähr43%der

RadioaktivitätimUrinund50%indenFäzeswieder.

Linearität

DiePharmakokinetikvonLosartanundseinemaktivenMetabolitenverläuft

nachoralerGabevonDosenbiszu200mglinear.

BeieinmaltäglicherDosierungkumulierenwederLosartannochseinaktiver

MetabolitsignifikantimPlasma.

SpeziellePatientengruppen

BeiälterenHypertonikernunterscheidensichdiePlasmakonzentrationenvon

LosartanundseinemaktivenMetabolitennichtwesentlichvondenen,diebei

jüngerenHypertonikernbeobachtetwurden.

BeiweiblichenhypertensivenPatientenwarendiePlasmaspiegelvonLosartan

biszuzweifachhöheralsbeimännlichenhypertensivenPatienten,während

sichdiePlasmaspiegeldesaktivenMetabolitenbeiMännernundFrauennicht

unterschieden.

de_34331 13

BeiPatientenmitleichterbismittelschwereralkoholischerLeberzirrhosewaren

diePlasmakonzentrationenvonLosartanundseinemaktivenMetabolitennach

oralerGabeumdas5-bzw.1,7fachehöheralsbeijungenmännlichen

Probanden(sieheAbschnitte4.2und4.4).

DiePlasmakonzentrationenvonLosartansindbeiPatientenmiteinerKreatinin-

Clearanceüber10ml/Minutenichtverändert.ImVergleichzuPatientenmit

normalerNierenfunktionistdieAUCvonLosartanbeiDialysepatientenetwa

2fachhöher.

DiePlasmakonzentrationendesaktivenMetabolitensindbeiPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktionoderbeiHämodialysepatientennichtverändert.

WederLosartannochseinaktiverMetabolitkönnendurchHämodialyseentfernt

werden.

PräklinischeDatenzurSicherheit

BasierendaufdenkonventionellenStudienzurallgemeinenPharmakologie,

GenotoxizitätundzumkanzerogenenPotentiallassendiepräklinischenDaten

keinebesonderenGefahrenfürdenMenschenerkennen.InStudienzur

ToxizitätbeiwiederholterGabeführtedieGabevonLosartanzueinerAbnahme

derParameterderrotenBlutzellen(Erythrozyten,Hämoglobin,Hämatokrit),

einerZunahmedesHarnstoff-NimSerumundzugelegentlichenAnstiegendes

Serumkreatinins,einerAbnahmedesHerzgewichts(ohneeinhistologisches

Korrelat)undzugastrointestinalenVeränderungen(Schleimhautläsionen,

Ulcera,Erosionen,Blutungen).WieandereSubstanzenmitdirekterWirkungauf

dasRenin-Angiotensin-Aldosteron-System,hatauchLosartanunerwünschte

WirkungenaufdiespätefetaleEntwicklunggezeigt,diezumToddesFetenund

zuMissbildungenführten.

PharmazeutischeAngaben

ListedersonstigenBestandteile

Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

VorverkleisterteStärke(Mais)

MikrokristallineCellulose

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid(E171)

BrilliantblauFCF,Aluminiumsalz(E133)

Losartan-Mylan50mg/-100mgFilmtabletten:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

VorverkleisterteStärke(Mais)

MikrokristallineCellulose

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

de_34331 14

Filmüberzug:

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid(E171)

Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

DauerderHaltbarkeit

Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten:

2Jahre

Losartan-Mylan50mg/-100mgFilmtabletten:

3Jahre

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

InderOriginalverpackungaufbewahren.

ArtundInhaltdesBehältnisses

Aluminium-PE/PVDC-Blisterpackungen

Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten:

Blisterpackungenmit21Filmtabletten.

Losartan-Mylan50mg/-100mgFilmtabletten:

Blisterpackungenmit28,56und98Filmtabletten.

BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

InhaberderZulassung

MylanduraGmbH

Wittichstraße6

64295Darmstadt

Zulassungsnummern

Losartan-Mylan12,5mgFilmtabletten:

66169.00.00

Losartan-Mylan50mgFilmtabletten:

66169.01.00

Losartan-Mylan100mgFilmtabletten:

de_34331 15

66169.02.00

DatumderZulassung

06.November2007

F1010. StandderInformation

F1111. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

de_34331 16

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