Losartan-Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Wirkstoff:
Losartan-Kalium, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
TAD Pharma GmbH
ATC-Code:
C09DA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium, hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 100.mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
79624.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit

der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn

diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Losartan-Kalium HCTad und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan-Kalium HCTad beachten?

Wie ist Losartan-Kalium HCTad einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Losartan-Kalium HCTad aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Losartan-Kalium HCTad und wofür wird es angewendet?

Losartan-Kalium HCTad ist eine Kombination aus einem Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten (Losartan) und einem Diuretikum (Hydrochlorothiazid).

Die Substanz Angiotensin II wird im Körper gebildet und bindet an bestimmten

Bindungsstellen (Rezeptoren) in den Blutgefäßen. Dadurch werden diese enger

und der Blutdruck steigt. Der Wirkstoff Losartan blockiert die Bindung von

Angiotensin II an diese Rezeptoren, so dass die Blutgefäße entspannt werden und

der bei der Bluthochdruckerkrankung überhöhte Blutdruck sinkt. Der Wirkstoff

Hydrochlorothiazid bewirkt eine verstärkte Wasser- und Salzausscheidung der

Nieren. Dies trägt ebenfalls zur Senkung des Blutdrucks bei.

Losartan-Kalium HCTad wird angewendet zur Behandlung der essenziellen

Hypertonie (Bluthochdruck).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan-Kalium HCTad

beachten?

Losartan-Kalium HCTad darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Losartan-Kalium, Hydrochlorothiazid oder einen

der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind

wenn Sie allergisch gegen sulfonamidhaltige Präparate sind, das sind z. B.

andere Entwässerungsmittel aus der Gruppe der Thiazide, einige Antibiotika

wie z. B. Cotrimoxazol (fragen Sie Ihren Arzt, falls Sie sich nicht sicher sind)

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist

wenn Sie einen niedrigen Kalium-, niedrigen Natrium- oder hohen

Kalziumspiegel im Blut haben, der nicht behandelbar ist

wenn Sie an Gicht leiden

während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft (Es wird empfohlen,

Losartan-Kalium HCTad auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

wenn Ihre Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist oder Ihre Nieren keinen

Urin produzieren

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben

und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält,

behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Losartan-Kalium

HCTad einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). Die Einnahme von Losartan-Kalium HCTad in der

frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Losartan-Kalium

HCTad darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen

werden, da die Einnahme von Losartan-Kalium HCTad in diesem Stadium zu

schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

Halten Sie vor Einnahme von Losartan-Kalium HCTad Rücksprache mit Ihrem

Arzt:

wenn Sie bereits einmal ein Angioödem (Überempfindlichkeitsreaktion mit

Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) hatten,

wenn Sie Diuretika (Entwässerungstabletten) einnehmen,

wenn Sie eine salzarme Diät einhalten,

wenn Sie starkes Erbrechen und/oder Durchfall hatten oder haben,

wenn Sie an Herzleistungsschwäche leiden,

wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist (siehe Abschnitt „Losartan-Kalium

HCTad darf nicht eingenommen werden“).

wenn Sie an einer Verengung der zu den Nieren führenden Blutgefäße

(Nierenarterienstenose) leiden, nur eine funktionierende Niere haben oder vor

kurzem eine Nierentransplantation hatten,

wenn Sie an einer Verengung der Arterien (Atherosklerose), Angina pectoris

(Brustschmerzen aufgrund verminderter Durchblutung der Herzkranzgefäße)

leiden,

wenn Sie an einer “Aorten- oder Mitralklappenstenose“ (Verengung der

Herzklappen) oder einer “hypertrophen Kardiomyopathie“ (einer Erkrankung,

die eine Verdickung des Herzmuskels verursacht) leiden,

wenn Sie Diabetiker (zuckerkrank) sind,

wenn Sie Gicht haben/hatten,

wenn Sie Allergien haben oder hatten, an Asthma oder unter einer Erkrankung

leiden, die mit Gelenkschmerzen, Hautrötungen und Fieber einhergeht

(systemischer Lupus erythematodes),

wenn Sie einen hohen Kalzium- oder niedrigen Kaliumspiegel haben oder eine

kaliumarme Diät einhalten,

wenn Sie eine Narkose erhalten (auch beim Zahnarzt) bzw. sich einer

Operation unterziehen müssen oder wenn Sie Ihre Nebenschilddrüsenfunktion

testen lassen, müssen Sie Ihrem Arzt oder dem medizinischen Personal

mitteilen, dass Sie Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid Tabletten

einnehmen,

wenn Sie an primärem Hyperaldosteronismus leiden (Erkrankung, die mit

einer erhöhten Abgabe des Hormons Aldosteron aus der Nebenniere

einhergeht, verursacht durch eine Anomalie der Nebenniere),

wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine

unerwartete Hautläsion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid,

insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger

Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie

Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Losartan-

Kalium HCTad einnehmen.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere

wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen

überprüfen.

Siehe

auch

Abschnitt

„Losartan-Kalium

HCTad

darf

nicht

eingenommen

werden“.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Losartan-Kalium HCTad bei

Kindern vor. Deshalb sollte Losartan-Kalium HCTad Kindern nicht gegeben

werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Einnahme von Losartan-Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtabletten kann

bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Einnahme von Losartan-Kalium HCTad zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben

oder beabsichtigen

andere Arzneimittel einzunehmen.

Diuretika wie das in Losartan-Kalium HCTad enthaltene Hydrochlorothiazid

können Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.

Lithiumhaltige Arzneimittel dürfen nicht mit Losartan-Kalium HCTad ohne

enge ärztliche Überwachung eingenommen werden.

Bestimmte Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Bluttests) können angebracht sein,

wenn Sie Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder

kaliumsparende Arzneimittel, andere Diuretika (“Wassertabletten“), einige

Abführmittel, Arzneimittel zur Behandlung der Gicht, Arzneimittel, die den

Herzrhythmus kontrollieren oder gegen Diabetes (Zuckerkrankheit) wirken

(Arzneimittel zum Einnehmen oder Insulin) einnehmen/anwenden.

Es ist auch für Ihren Arzt wichtig zu wissen, ob Sie folgende Arzneimittel

anwenden:

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks;

bestimmte Hormone (Steroide) wie z. B. Kortison;

Arzneimittel zur Krebsbehandlung;

Schmerzmittel;

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen;

Arzneimittel gegen Gelenkerkrankungen (Arthritis bzw. Polyarthritis);

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung des hohen Cholesterinspiegels

(Anionenaustauscherharze wie Colestyramin);

Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung;

Schlaftabletten (Barbiturate);

Opioide (Opiat-ähnliche Arzneimittel) wie Morphin;

bestimmte Stoffgruppen, die den Blutdruck steigern (Amine wie Adrenalin

oder andere Arzneimittel der gleichen Gruppe);

Arzneimittel gegen die Zuckerkrankheit zum Einnehmen (orale

Antidiabetika) oder Insulin.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte „Losartan-Kalium HCTad

darf nicht eingenommen werden“

und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Bitte informieren Sie auch Ihren Arzt, dass Sie Losartan-Kalium HCTad

einnehmen, wenn für Sie eine Röntgenuntersuchung geplant ist und Sie

deshalb jodhaltige Röntgenkontrastmittel erhalten sollen.

Einnahme von Losartan-Kalium HCTad zusammen mit

Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Es ist ratsam, während der Einnahme dieser Tabletten keinen Alkohol zu trinken:

Alkohol und Losartan-Kalium HCTad Tabletten können gegenseitig ihre

Wirkung verstärken.

Die Anwendung von Diätsalzen in großen Mengen kann der Wirkung von

Losartan-Kalium HCTad Tabletten entgegenwirken.

Losartan-Kalium HCTad Tabletten können zusammen mit oder ohne Nahrung

eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Losartan-Kalium HCTad vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass

Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

anstelle von Losartan-Kalium HCTad empfehlen. Die Anwendung von Losartan-

Kalium HCTad in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und

Losartan-Kalium HCTad darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Losartan-

Kalium HCTad in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen

Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Die Einnahme von Losartan-Kalium HCTad wird stillenden Müttern nicht

empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung auswählen, wenn Sie stillen

wollen.

Anwendung bei älteren Patienten

Losartan-Kalium HCTad wirkt bei älteren und jüngeren erwachsenen

Patienten vergleichbar gut und wird vergleichbar gut vertragen. Die meisten

älteren Patienten benötigen dieselbe Dosis wie jüngere Patienten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel beginnen, sollten Sie keine

Aufgaben, die besondere Aufmerksamkeit benötigen (z. B. Autofahren oder

das Bedienen von gefährlichen Maschinen) durchführen, bevor Sie wissen,

wie Sie das Arzneimittel vertragen.

Losartan-Kalium HCTad enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Losartan-Kalium HCTad daher erst nach Rücksprache mit

Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Unverträglichkeit

gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Losartan-Kalium HCTad einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage

beschrieben bzw genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen

Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich

nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis Losartan-Kalium HCTad bestimmen,

welche von Ihrer Erkrankung und davon abhängt, ob Sie noch andere

Arzneimittel einnehmen. Es ist wichtig, dass Sie Losartan-Kalium HCTad so

lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat, damit es zu einer

reibungslosen Kontrolle Ihres Blutdrucks führt.

Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid enthaltende Arzneimittel stehen in

3 Stärken zur Verfügung: Losartan-Kalium 50 mg/Hydrochlorothiazid

12,5 mg,

Losartan-Kalium

100 mg/Hydrochlorothiazid

12,5 mg

Losartan-Kalium 100 mg/Hydrochlorothiazid 25 mg.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bluthochdruck

Die für die meisten Patienten mit Bluthochdruck übliche Dosis ist 50 mg

Losartan-Kalium/12,5 mg Hydrochlorothiazid einmal täglich, um den Blutdruck

über einen Zeitraum von 24 Stunden zu kontrollieren. Eventuell kann der Arzt die

Dosis auf 100 mg Losartan-Kalium/25 mg Hydrochlorothiazid (eine höher

dosierte Stärke)

einmal täglich erhöhen. Die Höchstdosis beträgt einmal täglich

100 mg Losartan-Kalium/25 mg Hydrochlorothiazid.

Losartan-Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg (Losartan-Kalium

100 mg/Hydrochlorothiazid 12,5 mg) Filmtabletten stehen für solche Patienten

zur Verfügung, die bereits mit 100 mg Losartan-Kalium behandelt wurden und

eine zusätzliche Kontrolle des Blutdrucks benötigen.

Anwendung

Die Tabletten sollten mit einem Glas Wasser unzerkaut eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Losartan-Kalium HCTad

eingenommen haben, als Sie sollten

Bei einer Überdosierung wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, damit umgehend

medizinische Maßnahmen ergriffen werden können. Eine Überdosis kann einen

Abfall des Blutdrucks, Herzklopfen oder -rasen (Palpitationen), langsamen Puls,

Veränderung von Blutwerten und eine Entwässerung verursachen.

Wenn Sie die Einnahme von Losartan-Kalium HCTad vergessen haben

Versuchen Sie, Losartan-Kalium HCTad wie verordnet einzunehmen. Nehmen

Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Falls folgende Beschwerden bei Ihnen auftreten, nehmen Sie Losartan-Kalium

HCTad nicht mehr ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben sich in

die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses:

Eine schwerwiegende allergische Reaktion (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung

von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen, die Schluck- oder Atembeschwerden

verursachen kann).

Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung, die mehr als einen von

10.000, aber weniger als einen von 1.000 Patienten betrifft. Möglicherweise

benötigen Sie dringend medizinische Hilfe oder eine Krankenhauseinweisung.

Über folgende Nebenwirkungen wurde berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Husten, Infektionen der oberen Atemwege, verstopfte Nase, Entzündungen

oder Erkrankungen der Nebenhöhlen,

Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsstörungen,

Muskelschmerzen oder -krämpfe, Beinschmerzen, Rückenschmerzen,

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel,

Schwäche, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb,

Erhöhter Kaliumspiegel (der Herzrhythmusstörungen verursachen kann),

verminderte Hämoglobinspiegel,

Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen,

Erniedrigter Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie).

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Anämie, rote oder bräunliche Punkte auf der Haut (manchmal besonders an

den Füßen, Beinen, Armen und am Gesäß, mit Gelenkschmerzen,

Schwellungen der Hände und Füße und Magenschmerzen), verringerte

Anzahl von weißen Blutzellen, Gerinnungsprobleme und verringerte Anzahl

von Blutplättchen,

Appetitverlust, erhöhte Harnsäurespiegel oder Gicht, erhöhte

Blutzuckerwerte, abnormale Blutelektrolytspiegel,

Angst, Nervosität, Panikstörung (wiederholte Panikattacken), Verwirrung,

Depression, verändertes Träumen, Schlafstörungen, Schläfrigkeit,

Gedächtnisstörungen,

Kribbeln/Nadelstiche oder ähnliche Missempfindungen, Schmerzen in den

Gliedmaßen, Zittern, Migräne, Ohnmachtsanfall,

Verschwommensehen, Brennen oder Stechen in den Augen,

Bindehautentzündung, Verschlechterung der Sehkraft, Gelbsehen,

Klingeln, Dröhnen, Tosen oder Klicken in den Ohren, Drehschwindel

(Vertigo),

niedriger Blutdruck möglicherweise im Zusammenhang mit einem

Lagewechsel (Schwindel- oder Schwächegefühl beim Aufstehen), Angina

pectoris (Schmerzen im Brustkorb), unregelmäßiger Herzrhythmus,

Schlaganfall (TIA, “Minischlag“), Herzinfarkt, Herzklopfen,

Entzündung der Blutgefäße, oft zusammen mit Hautausschlag oder

Blutergüssen,

Kratzen im Hals, Atemnot, Bronchitis, Lungenentzündung, Wasser in der

Lunge (das Atembeschwerden verursacht), Nasenbluten, laufende oder

verstopfte Nase,

leichte und starke Verstopfung, Blähungen, Magenverstimmung,

Magenkrämpfe, Erbrechen, Mundtrockenheit, Entzündungen der

Speicheldrüsen, Zahnschmerzen,

Gelbsucht (Gelbfärbung von Augen und Haut), Entzündung der

Bauchspeicheldrüse,

Nesselsucht, Juckreiz, Hautentzündungen, Hautausschlag, Hautrötung,

Lichtempfindlichkeit der Haut, trockene Haut, Hitzewallungen, Schwitzen,

Haarausfall,

Schmerzen in den Armen, Schultern, Hüften, Knien oder anderen Gelenken,

Gelenkschwellungen, Steifigkeit, Muskelschwäche,

häufiges Wasserlassen auch in der Nacht, Nierenfunktionsstörungen

einschließlich Nierenentzündungen, Harnwegsentzündungen, Zucker im Urin,

Abnahme des sexuellen Verlangens, Impotenz,

Gesichtsschwellungen, örtlich begrenzte Schwellungen (Ödem), Fieber.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Hepatitis (Leberentzündung), Veränderungen der Leberfunktionsparameter

Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar)

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs).

Grippeähnliche Beschwerden

Unklare Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Harn

(Rhabdomyolyse)

Erniedrigte Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)

Allgemeines Unwohlsein (Malaise)

Störung der Geschmackswahrnehmung (Dysgeusie)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass

mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Losartan-Kalium HCTad aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses

Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Verpackung nach „verwendbar

bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 30

C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und

weitere Informationen

Was Losartan-Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtabletten enthalten

Die Wirkstoffe sind:

Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid. Jede Filmtablette enthält 100 mg

Losartan-Kalium, entsprechend 91,52 mg Losartan und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

- Die sonstigen Bestandteile sind:

vorverkleisterte Maisstärke; mikrokristalline Cellulose; Lactose-Monohydrat

und Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] im Tablettenkern und

Hypromellose; Macrogol 4000; Talkum; Titandioxid (E171) im Filmüberzug.

Wie Losartan-Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtabletten aussehen und

Inhalt der Packung

Losartan-Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtabletten sind weiße, ovale,

bikonvexe Filmtabletten. Tabletten Abmessung: 13 mm x 8 mm.

Die Tabletten sind erhältlich in Faltschachteln mit 28, 30, 50, 56, 60, 84, 90, 98

und 112 Filmtabletten in PVC/PVDC//Aluminium Blisterpackungen.

Pharmazeutischer Unternehmer

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0

Fax: (04721) 606-333

E-Mail: info@tad.de

Hersteller

KRKA, d.d., Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

TAD Pharma GmbH,

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Bulgarien

Lorista HL филмирани таблетки

Dänemark

Losartankalium/hydrochlorothiazid Krka

100 mg/12.5 mg filmovertrukne tabletter

Estland

Lorista H 100 mg/12.5 mg õhukese

polümeerikattega tabletid

Finnland

Losartan/Hydrochlorothiazide Krka

100 mg/12.5 mg kalvopäällysteiset tabletit

Vereinigtes Königreich

Losartan Potassium/Hydrochlorothiazide

100/12.5 mg film-coated tablets

Italien

Losartan e Idroclorotiazide Krka

100 mg/12.5 mg compresse rivestite con film

Lettland

Lorista H 100 mg/12.5 mg apvalkotās tabletes

Litauen

Lorista H 100 mg/12.5 mg plėvele dengtos

tabletės

Norwegen

Losartan/Hydrochlorothiazide Krka

100 mg/12.5 mg filmdrasjerte tabletter

Österreich

Losartan/HCT Krka 100 mg/12.5 mg

Filmtabletten

Polen

Lorista HL tabletki powlekane

Portugal

Losartan+Hidroclorotiazida Krka

100 mg/12.5 mg comprimidos revestidos por

película

Rumänien

Lorista HL 100 mg/12.5 mg comprimate

filmate

Schweden

Losartan/Hydrochlorothiazide Krka

100 mg/12.5 mg filmdragerade tabletter

Slowakische Republik

Lorista H 100 mg/12.5 mg filmom obalené

tablety

Spanien

Losartán/Hidrochlorotiazida Krka

100/12.5 mg comprimidos recubiertos con

película

Tschechische Republik

Lorista H 100 mg/12.5 mg potahované tablety

Ungarn

Lavestra H 100 mg/12.5 mg filmtabletta

Zypern

Losartan/Hydrochlorothiazide Krka

100 mg/12.5 mg επικαλυμμένα με λεπτό

υμένιο δισκία

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2018.

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

1. BEZEICHNUNG DES

ARZNEIMITTELS

Losartan-Kalium HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND

QUANTITATIVE

ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 100 mg Losartan-

Kalium,

entsprechend

91,52 mg

Losartan

und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wir-

kung: 83,98 mg Lactose/Filmtablette

Vollständige

Auflistung

sonstigen

Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten:

weiße,

ovale,

bikonvexe

Filmtabletten.

Tabletten

Abmessung:

13 mm x 8 mm.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten sind indiziert zur Behandlung

von essentiellem Bluthochdruck bei Patien-

ten,

deren

Blutdruck

Losartan

oder

Hydrochlorothiazid

alleine

nicht

ausrei-

chend eingestellt ist.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid

ent-

haltende Arzneimittel stehen in 3 Stärken

Verfügung:

Losartan-Kalium

50 mg/Hydrochlorothiazid

12,5 mg,

Los-

artan-Kalium

100 mg/Hydrochlorothiazid

12,5 mg

Losartan-Kalium

100 mg/Hydrochlorothiazid 25 mg.

Dosierung

Hypertonie

Losartan und Hydrochlorothiazid (HCTZ)

dient nicht

Anfangsbehandlung,

son-

dern ist für Patienten bestimmt, deren Blut-

hochdruck mit Losartan-Kalium oder Hyd-

rochlorothiazid

alleine

nicht

ausreichend

eingestellt ist.

Es wird empfohlen, eine individuelle Do-

siseinstellung

Einzelsubstanzen

(Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid)

vorzunehmen.

Wenn klinisch vertretbar, kann bei Patien-

ten mit unzureichender Blutdruckkontrolle

eine direkte Umstellung von der Monothe-

rapie auf die fixe Kombination in Erwä-

gung gezogen werden.

Die übliche Erhaltungsdosis der Losartan-

Kalium und Hydrochlorothiazid Fixkombi-

nation beträgt einmal täglich 50 mg Los-

artan-Kalium/12,5 mg HCTZ.

Bei Patienten, die nicht ausreichend auf 50

Losartan-Kalium/12,5

HCTZ

sprechen, kann die Dosis auf einmal täglich

100 mg Losartan-Kalium/25 mg HCTZ er-

höht werden. Die maximale Dosis ist 100

mg Losartan-Kalium/25 mg HCTZ einmal

täglich.

Im allgemeinen tritt die blutdrucksenkende

Wirkung innerhalb von drei bis vier Wo-

chen nach Therapiebeginn ein.

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten

(100

Losartan-

Kalium/12,5 mg HCTZ) sind für Patienten

geeignet, die bereits mit 100 mg Losartan-

Kalium behandelt wurden und die eine zu-

sätzliche Kontrolle des Blutdrucks benöti-

gen.

Anwendung

Patienten

einge-

schränkter Nierenfunktion und Hämodialy-

sepatienten

Patienten

einer

mäßig

einge-

schränkten Nierenfunktion (d. h. einer Kre-

atinin-Clearance von 30-50 ml/min) ist kei-

ne Anpassung der Anfangsdosis erforder-

lich.

Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid

Tabletten werden nicht für Patienten unter

Hämodialyse

empfohlen.

Losartan-

Kalium/HCTZ Tabletten dürfen nicht bei

Patienten mit stark eingeschränkter Nieren-

funktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min)

angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Anwendung bei Patienten mit intravaskulä-

rem Flüssigkeitsverlust

Ein Flüssigkeits- und/oder Natriumverlust

Gabe

Losartan-

Kalium/HCTZ Tabletten auszugleichen.

Anwendung

Patienten

einge-

schränkter Leberfunktion

Losartan-Kalium/HCTZ

Patienten

mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindi-

ziert (siehe Abschnitt 4.3).

Anwendung bei älteren PatientenEine Do-

sisanpassung bei älteren Patienten ist nor-

malerweise nicht notwendig.

Kinder und Jugendliche

Anwendung bei Kindern und Jugendli-

chen (< 18 Jahren)

Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern und

Jugendlichen.

Deshalb

sollte

Los-

artan/Hydrochlorothiazid Kindern und Ju-

gendlichen nicht gegeben werden.

Art der Anwendung

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten können mit anderen Antihy-

pertonika angewendet werden (siehe Ab-

schnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten sollten mit einem Glas Was-

ser unzerkaut eingenommen werden.

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten können unabhängig von den

Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Losartan,

gegen Sulfonamid-Derivate (wie Hydro-

chlorothiazid),

oder

einen

schnitt 6.1 genannten sonstigen Bestand-

teile.

Therapieresistente

Hypokaliämie

oder

Hyperkalziämie

Schwere Einschränkung der Leberfunkti-

on, Cholestase und obstruktive Erkran-

kungen der Gallenwege

Therapierefraktäre Hyponatriämie

Symptomatische Hyperurikämie/Gicht

Zweites

drittes

Schwanger-

schaftstrimester (siehe Abschnitt 4.4 und

4.6)

Schwere Einschränkung der Nierenfunk-

tion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)

Anurie

Die gleichzeitige Anwendung von Los-

artan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten mit Aliskiren-haltigen Arz-

neimitteln ist bei Patienten mit Diabetes

mellitus

oder

eingeschränkter

Nieren-

funktion

(GFR

< 60 ml/min/1,73 m

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vor-

sichtsmaßnahmen für die Anwendung

Losartan

Angioödem

Patienten mit einem Angioödem (Schwel-

lung von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder

Zunge) in der Vorgeschichte sind engma-

schig zu überwachen (siehe Abschnitt 4.8).

Hypotonie

und

intravasaler

Flüssigkeits-

verlust

Eine symptomatische Hypotonie, insbeson-

dere nach der ersten Einnahme, kann bei

Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder

Salzverlust

durch

forcierte

Diuretika-

Therapie,

salzarme

Diät,

Durchfall

oder

Erbrechen auftreten. Diese Zustände sollten

vor der Gabe von Losartan-Kalium HCTad

100 mg/12,5 mg Filmtabletten ausgeglichen

werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3).

Störungen des Elektrolythaushalts

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren-

funktion mit oder ohne Diabetes mellitus

liegt häufig ein Elektrolytungleichgewicht

vor, das ausgeglichen werden sollte. Des-

halb sollten die Serum-Kaliumspiegel und

Kreatinin-Clearance-Werte

engmaschig

überwacht werden; besonders Patienten mit

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Herzinsuffizienz

einer

Kreatinin-

Clearance

zwischen

30-50 ml/min

sollten

engmaschig überwacht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von kalium-

sparenden

Diuretika,

Kaliumergänzungs-

mitteln und kaliumhaltigem Salzersatz mit

Losartan/Hydrochlorothiazid

wird

nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionsstörungen

Grundlage

pharmakokinetischen

Daten, die zeigen, dass es zu einer signifi-

kanten Erhöhung der Plasmakonzentration

von Losartan bei Patienten mit Leberzirrho-

se kommt, sollten Losartan-Kalium HCTad

100 mg/12,5 mg Filmtabletten bei Patienten

mit leicht oder mäßig eingeschränkter Le-

berfunktion in der Vorgeschichte mit Vor-

sicht eingesetzt werden. Es gibt keine the-

rapeutische Erfahrung mit Losartan bei Pa-

tienten

schwerer

Leberfunktionsein-

schränkung.

Daher

sind

Losartan-Kalium

HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtabletten bei

Patienten mit schwerer Leberfunktionsein-

schränkung kontraindiziert (siehe Abschnit-

te 4.2, 4.3 und 5.2).

Nierenfunktionsstörungen

Grund

Hemmung

Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems

wurde

über

Veränderungen

Nierenfunktion

einschließlich

Nierenversagen

berichtet

(vor allem bei Patienten, deren Nierenfunk-

tion

abhängig

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-System

ist,

schwerer

Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden

Nierenfunktionsstörung).

anderen

Arzneimitteln,

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

einflussen, wurde bei Patienten mit bilate-

raler Nierenarterienstenose oder einer Arte-

rienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von

Blut-Harnstoff

Serum-Kreatinin

beo-

bachtet; diese Veränderungen der Nieren-

funktion können nach Beendigung der The-

rapie reversibel sein. Losartan sollte bei Pa-

tienten mit bilateraler Nierenarterienstenose

oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere

mit Vorsicht eingesetzt werden.

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit

kürzlich erfolgter Nierentransplantation.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten

primärem

Hyperaldostero-

nismus sprechen im Allgemeinen nicht auf

Antihypertonika an, die über eine Inhibition

Renin-Angiotensin-Systems

wirken.

Daher wird die Anwendung von Losartan-

Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtab-

letten nicht empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovas-

kuläre Erkrankung

Wie mit jeder antihypertensiven Therapie

kann

eine

übermäßige

Blutdrucksenkung

bei Patienten mit ischämischer kardiovas-

kulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung

einen Myokardinfarkt oder Schlaganfall zur

Folge haben.

Herzinsuffizienz

Bei herzinsuffizienten Patienten, mit oder

ohne Nierenfunktionsstörung besteht - wie

bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-

Angiotensin-System beeinflussen - das Ri-

siko eines starken arteriellen Blutdruckab-

falls und einer (oft akuten) Beinträchtigung

der Nierenfunktion.

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruk-

tive hypertrophe Kardiomyopathie

Wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Pa-

tienten mit Aorten- oder Mitralklappenste-

nose oder obstruktiver hypertropher Kardi-

omyopathie besondere Vorsicht geboten.

Ethnische Unterschiede

Wie bei ACE-Hemmern beobachtet, sind

Losartan

andere

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten

Patienten

schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger

wirksam in der Blutdrucksenkung als bei

Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe. Mög-

licherweise liegt das an einer höheren Prä-

valenz niedriger Renin-Spiegel in der Popu-

lation

Hypertonikern

schwarzer

Hautfarbe.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht

während

Schwangerschaft

begonnen

werden.

Patientinnen

Schwangerschafts-

wunsch sollte eine Umstellung auf eine al-

ternative

blutdrucksenkende

Behandlung

geeignetem

Sicherheitsprofil

für

Schwangere

erfolgen,

denn,

eine

Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist

zwingend erforderlich.

Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist

die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich

zu beenden und, wenn erforderlich, eine al-

ternative Therapie zu beginnen (siehe Ab-

schnitt 4.3 und 4.6).

Duale

Blockade

des

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern,

Angio-

tensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Alis-

kiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkali-

ämie und eine Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich

eines

akuten

Nierenversa-

gens)

erhöht.

Eine

duale

Blockade

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung

ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird

deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnit-

te 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blo-

ckade als absolut notwendig erachtet wird,

sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezia-

listen und unter Durchführung engmaschi-

ger Kontrollen von Nierenfunktion, Elekt-

rolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleich-

zeitig angewendet werden.

Hydrochlorothiazid

Hypotonie

und

Elektrolyt-/Flüssigkeits-

ungleichgewicht

Wie bei jeder antihypertensiven Therapie

kann

einigen

Patienten

einem

symptomatischen Blutdruckabfall kommen.

Patienten

sollten

hinsichtlich

klinischer

Anzeichen eines Flüssigkeits- oder Elektro-

lytverlusts beobachtet werden, wie z. B.

Flüssigkeitsverlust,

Hyponatriämie,

pochlorämische

Alkalose,

Hypomagnesiä-

mie oder Hypokaliämie, die bei zusätzli-

chem Durchfall oder Erbrechen auftreten

können.

Regelmäßige

Bestimmungen

Elektrolyte im Serum sollten in angemesse-

nen zeitlichen Abständen bei solchen Pati-

enten

durchgeführt

werden.

heißem

Wetter kann bei Patienten mit Ödemen eine

Verdünnungshyponatriämie auftreten.

Metabolische und endokrine Effekte

Eine Thiazid-Therapie kann die Glucose-

Toleranz beeinträchtigen. Eine Dosisanpas-

sung der Antidiabetika einschließlich Insu-

lin kann erforderlich sein (siehe Abschnitt

4.5). Ein latenter Diabetes mellitus kann

unter Thiazid-Therapie manifest werden.

Thiazide können zu einer Erniedrigung der

Kalziumausscheidung über den Urin und zu

einer vorübergehenden geringen Erhöhung

des Serum-Kalziums führen. Eine ausge-

prägte Hyperkalziämie kann ein Hinweis

eine

unerkannte

Nebenschilddrüsen-

überfunktion sein.

Bevor

Nebenschilddrüsenfunktionstests

durchgeführt werden, sollten Thiazide ab-

gesetzt werden.

Unter einer Diuretikabehandlung mit Thia-

ziden kann es zu einer Erhöhung der Cho-

lesterin- und Triglyzerid-Werte kommen.

Eine Thiazid-Therapie kann bei einigen Pa-

tienten eine Hyperurikämie und/oder Gicht

verursachen. Da Losartan den Harnsäure-

gehalt reduziert, kann die Kombination von

Losartan und Hydrochlorothiazid die durch

Diuretika

induzierte

Hyperurikämie

schwächen.

Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Leber-

funktion oder einer progressiven Leberer-

krankung sollten Thiazide mit Vorsicht an-

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

gewendet werden, da sie eine intrahepati-

sche Cholestase verursachen können und da

kleine Veränderungen des Flüssigkeits- und

Elektrolythaushalts zum hepatischen Koma

führen können.

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten sind bei Patienten mit schwe-

Leberfunktionsstörung

kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der

Grundlage des dänischen nationalen Krebs-

registers

wurde

erhöhtes

Risiko

nicht-melanozytärem

Hautkrebs

(NMSC)

[Basalzellkarzinom

(BCC)

Plat-

tenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender

kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid

(HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende

Wirkungen von HCTZ könnten zur Entste-

hung von NMSC beitragen.

Patienten,

HCTZ

einnehmen,

sollten

über das NMSC-Risiko informiert werden,

und es sollte ihnen geraten werden, ihre

Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prü-

unverzüglich

alle

verdächtigen

Hautveränderungen zu melden. Den Patien-

sollten

mögliche

vorbeugende

Maß-

nahmen empfohlen werden, um das Risiko

von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Ein-

schränkung der Exposition gegenüber Son-

nenlicht und UV- Strahlung oder im Fall

einer Exposition Verwendung eines ange-

messenen

Sonnenschutzes.

Verdächtige

Hautveränderungen

sollten

unverzüglich

untersucht werden, ggf. einschließlich his-

tologischer Untersuchungen von Biopsien.

Bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC

aufgetreten ist, sollte die Verwendung von

HCTZ überprüft werden (siehe auch Ab-

schnitt 4.8).

Sonstiges

Bei Patienten unter Thiaziden kann es zu

Überempfindlichkeitsreaktionen

kommen,

mit oder ohne Allergien oder Bronchial-

asthma

Vorgeschichte.

Unter

Anwendung von Thiaziden wurde über eine

Exazerbation oder Aktivierung eines sys-

temischen Lupus erythematosus berichtet.

Anwendung

Losartan-

Kalium/Hydrochlorothiazid Pharmaka kann

bei Dopingkontrollen zu positiven Ergeb-

nissen führen.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patien-

ten mit der seltenen hereditären Galactose-

Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption

sollten

dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-

neimitteln und sonstige Wechselwirkun-

gen

Losartan

Es wurde berichtet, dass Rifampicin und

Fluconazol

Plasmakonzentration

aktiven Metaboliten verringern. Die klini-

sche Bedeutung dieser Wechselwirkung ist

unbekannt.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angio-

tensin-II oder seine Wirkungen hemmen,

kann die gleichzeitige Gabe von kaliumspa-

renden Diuretika (z.B. Spironolacton, Tri-

amteren, Amilorid), von Kalium oder kali-

umhaltigen

Salzergänzungsmitteln

Anstieg

Serum-Kalium-

Konzentration führen. Eine Komedikation

ist nicht ratsam.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die die Nat-

riumausscheidung

beeinflussen,

kann

Lithiumausscheidung

reduziert

werden.

Deshalb

sollte

eine

sorgfältige

Überwa-

chung

Serum-Lithium-Spiegels

gleichzeitiger Anwendung von Lithiumsal-

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten stattfinden.

Wenn

Angiotensin-II-Rezeptor-Ant-

agonisten und nicht steroidale Antirheuma-

tika

(NSAR;

selektive

COX-2-

Hemmer,

Acetylsalicylsäure

antiin-

flammatorischer

Dosierung)

nicht-

selektive

NSAR

gleichzeitig

angewendet

werden, kann die antihypertensive Wirkung

abgeschwächt werden. Besonders bei Pati-

enten mit bestehender Einschränkung der

Nierenfunktion kann die gleichzeitige An-

wendung

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Diuretika mit NSAR zu

einem erhöhten Risiko einer weiteren Ver-

schlechterung

Nierenfunktion,

ein-

schließlich eines möglichen akuten Nieren-

versagens und eines Anstiegs des Serum-

Kaliums führen. Diese Kombination sollte

mit Vorsicht besonders bei älteren Patien-

ten angewendet werden. Die Patienten soll-

ten ausreichend hydriert sein, eine Überwa-

chung der Nierenfunktion nach Beginn der

Kombinationstherapie sowie in regelmäßi-

gen Zeitabständen danach sollte in Erwä-

gung gezogen werden.

Bei Patienten mit bestehender Einschrän-

kung der Nierenfunktion, die mit nicht ste-

roidalen Antirheumatika einschließlich se-

lektiver

Cyclooxygenase-2-Hemmer,

handelt werden, kann die gleichzeitige An-

wendung

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten zu einer weiteren Verschlech-

terung

Nierenfunktion

führen.

Diese

Veränderungen der Nierenfunktion können

nach Absetzen der Therapie reversibel sein.

Daten

klinischen

Studien

haben

zeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems

(RAAS)

durch gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich

zur Anwendung einer einzelnen Substanz,

die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren

Rate

unerwünschten

Ereignissen

Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Ab-

nahme der Nierenfunktion (einschließlich

eines akuten Nierenversagens) einher geht

(siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Andere eine Hypotonie verursachende Sub-

stanzen

trizyklische

Antidepressiva,

Antipsychotika,

Baclofen,

Amifostin:

Gleichzeitige Anwendung mit diesen Arz-

neimitteln, deren Haupt- oder Nebenwir-

kung die Blutdrucksenkung ist, kann das

Risiko einer Hypotonie erhöhen.

Hydrochlorothiazid

Bei gleichzeitiger Gabe der folgenden Arz-

neimittel mit Thiazid-Diuretika kann es zu

Wechselwirkungen kommen:

Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Anti-

depressiva:

Eine Verstärkung einer orthostatischen Hy-

potonie kann auftreten.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insu-

lin):

Die Behandlung mit

Thiaziden kann die

Glucosetoleranz

beeinflussen.

Eine

sisanpassung des Antidiabetikums kann er-

forderlich sein. Metformin sollte aufgrund

des Risikos einer Laktatazidose durch eine

durch Hydrochlorothiazid verursachte mög-

liche Beeinträchtigung der Nierenfunktion

mit Vorsicht angewendet werden.

Andere antihypertensive Arzneimittel:

Additiver Effekt.

Colestyramin und Colestipolharze:

gleichzeitiger

Gabe

anionischen

Austauscherharzen wird die Resorption von

Hydrochlorothiazid

gestört.

Einzeldosen

von entweder Colestyramin- oder Colesti-

polharzen binden Hydrochlorothiazid und

vermindern

dessen

Resorption

Gastrointestinaltrakt um bis zu 85 % bzw.

43 %.

Korticosteroide, ACTH:

Verstärkter

Elektrolytverlust,

allem

Hypokaliämie.

Blutdrucksteigernde

Amine

(z.B.

Adrena-

lin):

Möglicherweise

vermindertes

Ansprechen

auf blutdrucksteigernde Amine, aber nicht

in einem Ausmaß, das deren Anwendung

ausschließen würde.

Nichtdepolarisierende

Muskelrelaxanzien

(z.B. Tubocurarin):

Mögliche

Wirkungsverstärkung

Mus-

kelrelaxanzien.

Lithium:

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Diuretische

Arzneimittel

reduzieren

renale Clearance von Lithium und erhöhen

dadurch stark das Risiko für eine Lithium-

Toxizität;

eine

gleichzeitige

Gabe

wird

nicht empfohlen.

Arzneimittel

zur

Behandlung

der

Gicht

(Probenecid, Sulfinpyrazon und

Allopuri-

nol):

Eine

Dosisanpassung

urikosurischen

Arzneimittel kann notwendig sein, da Hyd-

rochlorothiazid

Spiegel

Serum-

Harnsäure anheben kann. Eine Erhöhung

der Dosis von Probenecid oder Sulfinpyra-

zon kann notwendig sein. Die Koadminist-

ration von Thiaziden kann die Inzidenz von

Überempfindlichkeitsreaktionen

lopurinol erhöhen.

Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden):

Durch abnehmende gastrointestinale Moti-

lität und Entleerungsrate des Magens wird

Bioverfügbarkeit

Diuretika

Thiazid-Typ erhöht.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Me-

thotrexat):

Thiazide können die renale Exkretion von

Zytostatika reduzieren und so deren myelo-

suppressive Effekte verstärken.

Salizylate:

Unter hohen Dosen von Salizylaten kann

Hydrochlorothiazid

toxischen

Effekte

der Salizylate auf das zentrale Nervensys-

tem erhöhen.

Methyldopa:

Es gab vereinzelte Berichte über das Auf-

treten einer hämolytischen

Anämie unter

gleichzeitiger Anwendung von Hydrochlo-

rothiazid und Methyldopa.

Cyclosporin:

Gleichzeitige Anwendung mit Cyclosporin

kann das Risiko einer Hyperurikämie und

gichtähnlicher Komplikationen erhöhen.

Digitalisglykoside:

Thiazid-induzierte Hypokaliämie oder Hy-

pomagnesiämie kann das Auftreten von Di-

gitalis-induzierten

Herzrhythmusstörungen

begünstigen.

Arzneimittel, die durch Schwankungen des

Serum-Kaliums beeinflusst werden:

Regelmäßiges

Überwachen

Serum-

Kaliums und des EKGs wird bei Gabe von

Losartan/Hydrochlorothiazid

Arznei-

mitteln, die durch Schwankungen des Se-

rum-Kaliums beeinflusst werden (z. B. Di-

gitalisglykoside und Antiarrhythmika) so-

wie mit den folgenden Torsades de Pointes

(ventrikuläre

Tachykardie)

induzierenden

Arzneimitteln

(einschl.

einiger

Antiar-

rhythmika)

empfohlen,

Hypokaliämie

als prädisponierender Faktor für Torsades

de Pointes (ventrikuläre Tachykardie) gilt:

Klasse Ia Antiarrythmika (z. B. Chinidin,

Hydrochinidin, Disopyramid).

Klasse III Antiarrythmika (z. B. Amioda-

ron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid).

Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin,

Chlorpromazin,

Levomepromazin,

Tri-

fluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sul-

toprid,

Amisulprid,

Tiaprid,

Pimozid,

Haloperidol, Droperidol).

Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphe-

manil,

Erythromycin

intravenöse

Anwendung,

Halofantrin,

Mizolastin,

Pentamidin, Terfenadin, Vincamin als in-

travenöse Anwendung).

Kalziumsalze:

Thiaziddiuretika

können

Serum-

Kalzium-Spiegel

aufgrund

verminderter

Exkretion erhöhen. Wenn Kalziumersatz-

mittel verordnet werden müssen, sollte der

Serum-Kalzium-Spiegel überwacht und die

Kalziumdosierung entsprechend angepasst

werden.

Arzneimittel/Labor-Test-

Wechselwirkungen:

Wegen ihrer Wirkung auf den Kalzium-

Stoffwechsel

können

Thiazide

Neben-

schilddrüsenfunktionstests

beeinflussen

(siehe Abschnitt 4.4).

Carbamazepin:

Risiko einer symptomatischen Hyponatriä-

mie.

Klinische

Überwachung

Überwachung der biologischen Funktionen

ist erforderlich.

Iodhaltige Kontrastmittel:

Falle

einer

Diuretika-induzierten

hydrierung besteht ein erhöhtes Risiko ei-

nes akuten Nierenversagens, besonders bei

hohen Dosen des iodhaltigen Mittels. Die

Patienten sollten vor der Anwendung rehy-

driert werden.

Amphotericin B (parenteral), Kortikostero-

ide, ACTH, stimulierende Laxanzien oder

Glycyrrhizin (Bestandteil der Lakritze):

Hydrochlorothiazid kann das Elektrolytun-

gleichgewicht

intensivieren,

insbesondere

eine Hypokaliämie.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Still-

zeit

Schwangerschaft

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(AIIRAs)

Die Anwendung von AIIRAs wird im

ersten

Schwangerschaftstrimester

nicht

empfohlen

(siehe

Abschnitt

4.4).

Anwendung

AIIRAs

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimester

ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3

und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologi-

schen Daten hinsichtlich eines teratogenen

Risikos

nach

Anwendung

ACE-

Hemmern während des ersten Schwanger-

schaftstrimesters

vor; ein geringfügig er-

höhtes

Risiko

kann

jedoch

nicht

ausge-

schlossen werden. Auch wenn keine kon-

trollierten

epidemiologischen

Daten

Risiko

Angiotensin-II-Rezeptor-

Hemmern (AIIRAs) vorliegen, so bestehen

möglicherweise für diese Arzneimittelklas-

se vergleichbare Risiken. Sofern ein Fort-

setzen der AIIRA-Therapie nicht als not-

wendig erachtet wird, sollten Patientinnen,

die planen, schwanger zu werden, auf eine

alternative

antihypertensive

Therapie

geeignetem Sicherheitsprofil für Schwange-

re umgestellt werden. Wird eine Schwan-

gerschaft festgestellt, ist eine Behandlung

mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie

zu beginnen.

bekannt,

dass

eine

Therapie

AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters

fetotoxische

Effekte (verminderte Nierenfunktion, Olig-

ohydramnion, verzögerte Schädelossifikati-

on) und neonatal-toxische Effekte (Nieren-

versagen,

Hypotonie,

Hyperkaliämie)

(siehe auch Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab

zweiten

Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nie-

renfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge,

deren

Mütter

AIIRAs

einge-

nommen haben, sollten häufig wiederholt

Hypotonie

untersucht

werden

(siehe

auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit

der Anwendung von Hydrochlorothiazid in

Schwangerschaft

vor,

insbesondere

während des ersten Trimesters. Ergebnisse

aus Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf

Grund des pharmakologischen Wirkmecha-

nismus von Hydrochlorothiazid kann es bei

Anwendung während des zweiten und drit-

ten Trimesters zu einer Störung der feto-

plazentaren Perfusion und zu fetalen und

neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Stö-

rung des Elektrolythaushalts und Throm-

bozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten

Plasmavolumens und einer plazentaren Hy-

poperfusion,

ohne

Krankheitsverlauf

günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlo-

rothiazid

Schwangerschaftsödemen,

Schwangerschaftshypertonie

oder

einer

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Präeklampsie nicht zur Anwendung kom-

men.

essentieller

Hypertonie

schwangerer

Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den

seltenen Fällen, in denen keine andere Be-

handlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(AIIRAs)

Da keine Erkenntnisse;zur Anwendung von

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten in der Stillzeit vorliegen, wird

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten in der Stillzeit nicht empfoh-

len; eine alternative antihypertensive The-

rapie mit einem besser geeigneten Sicher-

heitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit

ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neu-

geborene oder Frühgeborene gestillt wer-

den.

Hydrochlorothiazid:

Hydrochlorothiazid geht in geringen Men-

Muttermilch

über.

Thiazid-

Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur

intensiven Diurese, können die Laktation

hemmen. Die Anwendung von

Losartan-

Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtab-

letten während der Stillzeit wird nicht emp-

fohlen.

Wenn

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg Filmtabletten während der

Stillzeit angewandt wird, sollte die Dosis so

niedrig wie möglich sein.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüch-

tigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswir-

kungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen

durchgeführt.

Allerdings

aktiver

Teilnahme am Straßenverkehr oder Bedie-

Maschinen

berücksichtigen,

dass unter einer antihypertensiven Therapie

gelegentlich

Schwindel

oder

Müdigkeit

auftreten können, insbesondere bei Behand-

lungsbeginn oder Dosiserhöhung.

4.8 Nebenwirkungen

unten

aufgeführten

Nebenwirkungen

wurden entsprechend System-Organ-Klasse

und Häufigkeit nach folgender Definition

gruppiert.

Sehr häufig:

1/10

Häufig:

1/100 bis <1/10

Gelegentlich:

1/1.000 bis ≤1/100

Selten:

1/10.000 bis ≤1/1.000

Sehr selten: <1/10.000

Nicht bekannt: ≤1/10.000 (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht ab-

schätzbar).

klinischen

Studien

Losartan-

Kaliumsalz und Hydrochlorothiazid wurden

keine

für

diese

Arzneimittelkombination

besonderen

Nebenwirkungen

beobachtet.

Die aufgetretenen Nebenwirkungen waren

auf jene beschränkt, die bereits früher unter

Losartan-Kaliumsalz

und/oder

Hydrochlorothiazid beobachtet wurden.

kontrollierten

klinischen

Studien

essenzieller Hypertonie war Schwindel die

einzige

arzneimittelbedingte

Nebenwirkung, die häufiger als Plazebo bei

1 % oder mehr der mit Losartan-Kalium

Hydrochlorothiazid

behandelten

Patienten auftrat.

Die folgenden Wirkungen und weiteren Nebenwirkungen wurden nach der Markteinführung des Medikaments berichtet:

Systemorganklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Leber – und

Gallenerkrankungen

Hepatitis

selten

Untersuchungen

Hyperkaliämie, Erhöhung der ALT

selten

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei den Einzelkomponenten beobachtet und können potentielle Nebenwirkungen von Losartan-

Kalium/Hydrochlorothiazid sein:

Losartan

Folgende Nebenwirkungen wurden unter Losartan in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet:

Systemorganklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Erkrankungen

Blutes

Lymphsystems

Anämie, Purpura Schoenlein-Henoch, Ekchymose, Hämo-

lyse

gelegentlich

Thrombozytopenie

nicht bekannt

Herzerkrankungen

Hypotonie, orthostatische Hypotension, Sternalgie, Angina

pectoris,

Grad

II-AV-Block,

zerebraler

Insult,

Myokardinfarkt,

Palpitationen,

Arrhythmien

(Vorhofflimmern,

Sinusbradykardie,

Tachykardie,

ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern).

gelegentlich

Erkrankungen des Ohrs

und des Labyrinths

Vertigo, Tinnitus.

gelegentlich

Augenerkrankungen

Verschwommensehen,

Brennen/Stechen

Auge,

Konjunktivitis, Verlust der Sehschärfe

gelegentlich

Erkrankungen

Gastrointestinaltrakts

Bauchschmerzen, Übelkeit, Diarrhöe, Dyspepsie

häufig

Verstopfung, Zahnschmerzen, trockener Mund, Flatulenz,

Gastritis, Erbrechen, Obstipation

gelegentlich

Pankreatitis

nicht bekannt

Allgemeine

Erkrankungen

Beschwerden

Verabreichungsort

Asthenie, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb

häufig

Gesichtsödem, Ödeme, Fieber

gelegentlich

grippeartige Symptome, Unwohlsein

nicht bekannt

Leber-

Gallenerkrankungen

Leberfunktionsstörungen

nicht bekannt

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Erkrankungen

Immunsystems

Überempfindlichkeit: anaphylaktische Reaktionen, An-

gioödem einschließlich Schwellung von Larynx und Glottis

mit Atembeschwerden und/oder Schwellung von Gesicht,

Lippen, Pharynx und/oder Zunge; bei einigen dieser Patien-

ten wurde bereits ein Angioödem im Zusammenhang mit

der Anwendung von anderen Arzneimitteln, einschließlich

ACE-Hemmern, berichtet.

selten

Stoffwechsel-

Ernährungsstörungen

Anorexie, Gicht

gelegentlich

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-

Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe,

Rückenschmerzen,

Schmerzen

Beinen, Myalgie

häufig

Schmerzen

Armen,

Gelenkschwellungen,

Knieschmerzen,

muskuloskelettale

Schmerzen,

Schulterschmerzen,

Steifigkeit,

Arthralgie,

Arthritis,

Coxalgie, Fibromyalgie, Muskelschwäche

gelegentlich

Rhabdomyolyse

nicht bekannt

Erkrankungen

Nervensystems

Kopfschmerzen, Schwindel

häufig

Nervosität, Parästhesien, periphere Neuropathie, Tremor,

Migräne, Synkope

gelegentlich

Dysgeusie

nicht bekannt

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

häufig

Angst,

Angst-/Panikstörungen,

Verwirrung,

Depression,

verändertes

Träumen,

Schlafstörungen,

Somnolenz,

Gedächnisstörungen

gelegentlich

Erkrankungen

Nieren

Harnwege

Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen

häufig

Nykturie, häufiges Wasserlassen, Harnwegsinfektionen

gelegentlich

Erkrankungen

Geschlechtsorgane

der Brustdrüse

verminderte Libido, erektile Dysfunktion/Impotenz

gelegentlich

Erkrankungen

Atemwege,

Brustraums

Mediastinums

Husten, Infektion der oberen Atemwege, verstopfte Nase,

Sinusitis, Erkrankungen der Nebenhöhlen

häufig

Beschwerden

Rachenraum,

Pharyngitis,

Laryngitis,

Dyspnoe,

Bronchitis,

Nasenbluten,

Rhinitis,

verstopfte

Atemwege

gelegentlich

Erkrankungen der Haut

Unterhautzellgewebes

Alopezie,

Dermatitis,

trockene

Haut,

Erythem,

Flush,

Lichtempfindichkeit,

Pruritus,

Hautausschlag,

Urtikaria,

Schwitzen

gelegentlich

Gefäßerkrankungen

Vaskulitis

gelegentlich

dosisabhängige orthostatische Effekte

nicht bekannt

Untersuchungen

Hyperkaliämie, leichte Abnahme des Hämatokrit und Hä-

moglobin, Hypoglykämie

häufig

leichter Anstieg von Blut-Harnstoff und der Serumkrea-

tininspiegel

gelegentlich

Anstieg von Leberenzymen und Bilirubin

sehr selten

Hyponatriämie

nicht bekannt

Hydrochlorothiazid

Systemorganklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Gutartige,

bösartige

unspezifische Neubildun-

gen (einschl. Zysten und

Polypen)

Nicht-melanozytärer

Hautkrebs

(Basalzellkarzinom

Plattenepithelkarzinom)

1

nicht bekannt

Erkrankungen des Blutes

und des Lymphsystems

Agranulozytose, aplastische

Anämie, hämolytische

Anä-

mie, Leukozytopenie, Purpura, Thrombozytopenie

gelegentlich

Erkrankungen

Immunsystems

anaphylaktische Reaktionen

selten

Stoffwechsel-

Ernährungsstörungen

Appetitlosigkeit, Hyperglykämie, Hyperurikämie, Hypoka-

liämie, Hyponatriämie

gelegentlich

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

gelegentlich

Erkrankungen

Nervensystems

Kopfschmerzen

häufig

Augenerkrankungen

vorübergehendes Verschwommensehen, Xanthopsie

gelegentlich

Gefäßerkrankungen

nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vasculitis)

gelegentlich

Erkrankungen

Atemwege,

Brustraums

Mediastinums

Atemnotsyndrom einschließlich Pneumonitis und Lungen-

ödem

gelegentlich

Erkrankungen

Gastrointestinaltrakts

Sialoadenitis, Krämpfe, Magenirritationen, Übelkeit, Erb-

rechen, Diarrhöe, Verstopfung

gelegentlich

Leber-

Gallenerkrankungen

Ikterus (intrahepatische Cholestase), Pankreatitis

gelegentlich

Erkrankungen

Haut

Unterhautzellgewebes

Photosensibilität, Urtikaria, toxische epidermale Nekrolyse

gelegentlich

kutaner Lupus erythematodes

nicht bekannt

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-

Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe

gelegentlich

Erkrankungen der Nieren

und Harnwege

Glukosurie, interstitielle Nephritis, Nierenfunktionsstörun-

gen, Nierenversagen

gelegentlich

Allgemeine

Erkrankungen

Beschwerden

Verabreichungsort

Fieber, Schwindel

gelegentlich

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer do-

sisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt (siehe auch Abschnitt 4.4 und 5.1 ).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun-

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-

kungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinu-

ierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehöri-

ge von Gesundheitsberufen sind aufgefor-

dert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwir-

kung dem Bundesinstitut für Arzneimittel

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovi-

gilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-

53175 Bonn, Website: www.bfarm.de an-

zuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen

zur Behandlung einer Überdosis mit Los-

artan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten vor. Die Behandlung erfolgt

symptomatisch und unterstützend. Die The-

rapie

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg Filmtabletten muss abge-

brochen und der Patient streng überwacht

werden. Vorgeschlagene Maßnahmen bein-

halten induziertes Erbrechen, falls die Ein-

nahme erst kürzlich erfolgte, sowie Korrek-

tur von Dehydrierung, Elektrolytstörungen,

hepatischem

Koma

Blutdruckabfall

entsprechend den Leitlinien.

Losartan

Bisher

liegen

begrenzte

Erfahrungen

mit Überdosierungen beim Menschen vor.

Wahrscheinliche

Symptome

sind

Blut-

druckabfall

Tachykardie;

eine

Bradykardie kann durch parasympathische

(vagale) Stimulation auftreten. Wenn ein

symptomatischer Blutdruckabfall auftreten

sollte, sollten unterstützende Maßnahmen

ergriffen werden.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit

können durch Hämodialyse entfernt wer-

den.

Hydrochlorothiazid

Die häufigsten Anzeichen und Symptome

sind diejenigen, die durch einen Elektrolyt-

verlust

(Hypokaliämie,

Hypochloridämie,

Hyponatriämie) und eine Dehydrierung auf

Grund von starker Diurese verursacht wer-

den. Wurde zusätzlich Digitalis angewen-

det,

kann

eine

Hypokaliämie

Herzrhyth-

musstörungen verstärken.

Anteil

Hydrochlorothiazid,

durch Hämodialyse entfernt werden kann,

ist nicht bekannt.

5. PHARMAKOLOGISCHE

EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

Angio-

tensin-II-Antagonist + Diuretikum

ATC-Code: C09DA01

Losartan-Hydrochlorothiazid

Bestandteile

Losartan-Kalium

HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtabletten wir-

ken additiv antihypertensiv, die Blutdruck-

senkung ist stärker als nach Gabe der Ein-

zelbestandteile. Dieser Effekt scheint ein

Ergebnis

komplementären

Wirkung

beider Bestandteile zu sein. Durch den di-

uretischen Effekt steigert Hydrochlorothia-

Plasma-Renin-Aktivität,

dosteronsekretion sowie die Angiotensin-II-

Spiegel und verringert das Serum-Kalium.

Losartan blockiert alle physiologisch wich-

tigen Wirkungen von Angiotensin-II und

durch

Hemmung

Aldosteron

könnte

dies

tendenziell

einer

Abschwächung

des Kaliumverlusts in Verbindung mit dem

Diuretikum führen.

Losartan

besitzt

nachweislich

einen

rübergehenden leichten urikosurischen Ef-

fekt. Hydrochlorothiazid führt zu mäßigen

Anstiegen der Harnsäure. Die Kombination

aus Losartan und Hydrochlorothiazid führt

tendenziell

einer

Abschwächung

durch Diuretika induzierten Hyperurikämie.

Der antihypertensive Effekt von Losartan-

Kalium HCTad 100 mg/12,5 mg Filmtab-

letten bleibt für 24 Stunden erhalten. In kli-

nischen Studien von mindestens einjähriger

Dauer blieb die antihypertensive Wirkung

fortlaufender

Behandlung

erhalten.

Trotz deutlicher Senkung des Blutdrucks

hatte

Losartan-Kalium/HCTZ

keine

kli-

nisch signifikante Wirkung auf die Herz-

frequenz. In klinischen Studien wurde nach

einer 12-wöchigen Behandlung mit 50 mg

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Losartan/12,5 mg Hydrochlorothiazid eine

Senkung der Werte am Ende des Dosie-

rungsintervalls

beim

diastolischen

Blut-

druck im Sitzen um durchschnittlich bis zu

13,2 mmHg erreicht.

Losartan-Kalium

HCTad

100 mg/12,5 mg

Filmtabletten reduzieren effektiv den Blut-

druck bei Männern und Frauen, bei Patien-

schwarzer

nicht

schwarzer

Hautfarbe sowie bei jüngeren (< 65 Jahre)

und älteren (≥ 65 Jahre) Patienten und ist

allen

Schweregraden

Hypertonie

wirksam.

Losartan

Losartan

synthetisch

hergestellter

oraler Angiotensin II-Rezeptor (Typ AT1)-

Antagonist.

Angiotensin

potenter

Vasokonstriktor,

primär

aktive

Hormon

Renin-Angiotensin-Systems

und eine wichtige Determinante der Patho-

physiologie der Hypertonie. Angiotensin II

bindet an den AT1-Rezeptor, der in vielen

Geweben zu finden ist (z. B. glatte Gefäß-

muskulatur, Nebenniere, Nieren, Herz) und

ruft einige wichtige biologische Wirkungen

hervor, einschließlich Vasokonstriktion und

Freisetzung von Aldosteron. Angiotensin II

stimuliert

auch

Proliferation

glatter

Muskelzellen.

Losartan

blockiert

selektiv

AT1-

Rezeptor.

vitro

vivo

hemmen

Losartan und sein pharmakologisch aktiver

Carboxylsäure-Metabolit E-3174 alle phy-

siologisch relevanten Wirkungen von An-

giotensin II, unabhängig von dessen Her-

kunft oder vom Weg seiner Entstehung.

Eine agonistische Wirkung besitzt Losartan

nicht, auch erfolgt keine Blockierung ande-

Hormonrezeptoren

oder

Ionenkanäle,

kardiovaskulären

Regulation

von Bedeutung sind. Losartan hemmt auch

nicht

Kininase

II),

Enzym,

welches Bradykinin abbaut. Somit kommt

es nicht zu einer Verstärkung bradykinin-

vermittelter unerwünschter Wirkungen.

Während der Gabe von Losartan führt der

Wegfall der negativen Rückkopplung von

Angiotensin II auf die Reninbildung zum

Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität (PRA).

Ein Anstieg der PRA führt zum Anstieg

von Angiotensin II im Plasma. Trotz dieser

Anstiege bleiben die antihypertensive Wir-

kung

Suppression

Plasma-

Aldosteron-Konzentration erhalten, was auf

eine

effektive

Angiotensin

II-Rezeptor-

Blockade

hinweist.

Nach

Absetzen

Losartan sanken die PRA- und Angiotensin

II-Werte binnen drei Tagen auf die Aus-

gangswerte.

Sowohl

Losartan

auch

sein

aktiver

Hauptmetabolit

haben

eine

weit

größere

Affinität für den AT1-Rezeptor als für den

AT2-Rezeptor. Der aktive Metabolit ist 10-

bis 40fach wirksamer auf Gewichtsbasis als

Losartan.

In einer Studie, deren Design daraufhin ab-

zielte, die Inzidenz von Husten bei Patien-

ten unter Losartan mit der bei Patienten un-

ter ACE-Hemmern zu vergleichen, wurde

eine ähnliche Inzidenz von Husten bei Pati-

enten unter Losartan oder Hydrochlorothia-

zid berichtet, die signifikant geringer war

Patienten

unter

einem

ACE-

Hemmer. Insgesamt war darüber hinaus die

Inzidenz von Spontanberichten über Husten

in einer Meta-Analyse von 16 doppelblin-

den klinischen Studien mit 4131 Patienten

bei den Patienten unter Losartan (3,1 %)

ähnlich wie bei den Patienten unter Plazebo

(2,6 %) oder unter Hydrochlorothiazid (4,1

%), wohingegen die Inzidenz unter ACE-

Hemmern 8,8 % betrug.

nicht-diabetischen

Bluthochdruck-

Patienten mit Proteinurie reduzierte die Ga-

Losartan-Kalium

signifikant

Proteinurie und die fraktionelle Ausschei-

dung von Albumin und IgG. Unter Losartan

bleibt die glomeruläre Filtrationsrate erhal-

Filtrationsfraktion

reduziert.

Losartan

erniedrigt

Serum-Harnsäure

(gewöhnlich

<0,4 mg/dl)

anhaltend

auch

unter Dauertherapie.

Losartan hat keine Wirkung auf die auto-

nomen Reflexe und keinen anhaltenden Ef-

fekt auf Noradrenalin im Plasma.

Bei Patienten mit linksventrikulärer Herz-

insuffizienz führten 25 mg und 50 mg Los-

artan zu positiven hämodynamischen und

neurohormonalen Effekten. Diese zeichnen

sich durch eine Erhöhung des Herzindex

und eine Erniedrigung des pulmonalen arte-

riellen Verschlussdrucks, systemischen Ge-

fäßwiderstands, mittleren systemischen ar-

teriellen Drucks und Herzfrequenz sowie

einer

Erniedrigung

Aldosteron-

bzw.

Noradrenalinspiegel im Blutkreislauf aus.

Das Auftreten eines Blutdruckabfalls war

bei diesen herzinsuffizienten Patienten do-

sisabhängig.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien redu-

zierte die einmal tägliche Gabe von Los-

artan bei Patienten mit leichter bis mittel-

schwerer essenzieller Hypertonie statistisch

signifikant den systolischen und diastoli-

schen

Blutdruck.

Messungen

Blut-

druckwerte 24 Stunden nach der Einnahme

im Vergleich zu 5-6 Stunden nach der Ein-

nahme zeigten eine Blutdrucksenkung über

24 Stunden; der zirkadiane Rhythmus blieb

erhalten. Die Blutdrucksenkung am Ende

des Dosierungsintervalls betrug etwa 70-80

% des Effekts, der 5-6 Stunden nach der

Gabe zu sehen war.

Absetzen von Losartan führte bei Hyperto-

nikern nicht zu einem abrupten Blutdruck-

anstieg

(Rebound).

Trotz

deutlichen

Blutdrucksenkung

zeigte

Losartan

keine

klinisch

signifikanten

Auswirkungen

die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern ebenso wirksam

wie bei Frauen, bei jüngeren Hypertonikern

(unter 65 Jahren) ebenso wie bei älteren.

LIFE-Studie

Die Losartan-Interventionsstudie zur End-

punktreduktion

Hypertonie

(Losartan

Intervention

Endpoint

Reduction

Hypertension, LIFE) war eine randomisier-

dreifach-verblindete

aktiv-

kontrollierte

Studie

9193

Hypertoni-

kern zwischen 55 und 80 Jahren mit EKG-

dokumentierter

linksventrikulärer

Hyper-

trophie. Die Patienten erhielten zu Beginn

randomisiert entweder Losartan 50 mg oder

Atenolol 50 mg einmal täglich. Wenn der

Zielblutdruck (< 140/90 mmHg) nicht er-

reicht wurde, wurde zunächst Hydrochloro-

thiazid (12,5 mg) zugegeben und dann ge-

gebenenfalls die Losartan- oder Atenolol-

Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht.

Falls notwendig, wurden andere Antihyper-

tonika (nicht jedoch ACE-Hemmer, Angio-

tensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder

tarezeptorenblocker) in beiden Gruppen zu-

sätzlich gegeben, um das Ziel einer ver-

gleichbaren Erniedrigung des Blutdrucks in

beiden Gruppen zu erreichen.

Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 4,8

Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombinati-

kardiovaskulärer

Morbidität

Mortalität

gemessen

Reduktion

kombinierten Inzidenz von kardiovaskulä-

rem Tod, Schlaganfall und Myokardinfarkt.

In beiden Behandlungsgruppen kam es zu

einer signifikanten, vergleichbaren Ernied-

rigung des Blutdrucks. Die Behandlung mit

Losartan führte im Vergleich zu Atenolol

einer

Risikoreduktion

13,0

(p=0,021, 95 % Konfidenzintervall 0,77-

0,98) in Bezug auf den primären zusam-

mengesetzten Endpunkt. Dies war haupt-

sächlich auf die Senkung der Schlaganfalls-

rate zurückzuführen. Die Behandlung mit

Losartan senkte das relative Risiko für ei-

nen Schlaganfall um 25 % (p=0,001, 95 %

Konfidenzintervall 0,63-0,89) im Vergleich

zu Atenolol. Die Rate der Inzidenz kardi-

ovaskulärer Todesfälle und Myokardinfark-

te unterschied sich nicht signifikant zwi-

schen den Behandlungsgruppen.

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Duale

Blockade

Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS)

In zwei großen randomisierten, kontrollier-

Studien

(„ONTARGET”

[ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with

Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA

NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Ne-

phropathy in Diabetes]) wurde die gleich-

zeitige

Anwendung

eines

ACE-Hemmers

einem

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Pati-

enten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vor-

geschichte

oder

Diabetes

mellitus

Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschä-

durchgeführt.

„VA

NEPHRON-

D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropa-

thie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten

vorteilhaften

Effekt

renale

und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität,

während ein höheres Risiko für Hyperkali-

ämie,

akute

Nierenschädigung

und/oder

Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie

beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer

Eigenschaften

sind

diese

Ergebnisse

auch

andere

ACE-

Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit diabetischer Nephropathie

nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Tri-

al in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular

and Renal Disease Endpoints) wurde unter-

sucht, ob die Anwendung von Aliskiren zu-

sätzlich zu einer Standardtherapie mit ei-

ACE-Hemmer

oder

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten

Patienten

Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer

Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulä-

rer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die

Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos

unerwünschter

Ereignisse

vorzeitig

been-

det. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als

auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-

Gruppe numerisch häufiger auf als in der

Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Er-

eignisse

besondere

schwerwiegende

unerwünschte

Ereignisse

(Hyperkaliämie,

Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiureti-

kum. Der Mechanismus der antihypertensi-

ven Wirkung der Thiaziddiuretika ist nicht

vollständig bekannt. Thiazide beeinflussen

Elektrolytrückresorption

renalen

Tubulus und erhöhen direkt die Ausschei-

dung von Natrium und Chlorid in ungefähr

gleichen

Äquivalentmengen.

diureti-

sche Wirkung von Hydrochlorothiazid re-

duziert

Plasmavolumen,

erhöht

Plasmareninaktivität

Aldosteron-

sekretion gefolgt von einer erhöhten Kali-

um- und Bikarbonatausscheidung über den

Urin und einer Abnahme des Serumkalium-

spiegels.

Verbindung

Renin-

Aldosteron-Achse erfolgt über Angiotensin

II, daher führt die Koadministration eines

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

eines Thiazids tendenziell zu einer Umkehr

des Thiazidiuretika-assoziierten Kaliumver-

lusts.

Nach oraler Gabe tritt die Diurese innerhalb

von 2 Stunden ein, mit maximaler diureti-

scher Wirkung nach 4 Stunden. Die Wirk-

dauer beträgt 6-12 Stunden und die antihy-

pertensive Wirkung hält bis zu 24 Stunden

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten

aus epidemiologischen Studien wurde ein

kumulativer

dosisabhängiger

Zusammen-

hang

zwischen

HCTZ

NMSC

beo-

bachtet. Eine Studie umfasste eine Grund-

gesamtheit aus 71 533 Fällen von BCC

und 8 629 Fällen von SCC mit Kontroll-

gruppen von 1 430 833 bzw. 172 462 Per-

sonen. Eine hohe HCTZ-Dosierung (≥ 50

000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer

bereinigten

Odds-Ratio

1,29

(95%

Konfidenzintervall:

1,23-1,35)

für

und 3,98 (95 % Konfidenzintervall: 3,68-

4;31) für SCC. Sowohl bei BCC als auch

bei SCC wurde eine eindeutige kumulative

Dosis-Wirkungsbeziehung

ermittelt.

Eine

weitere Studie ergab einen möglichen Zu-

sammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC)

und der Exposition gegenüber HCTZ: 633

Fälle von Lippenkrebs wurden mittels ei-

risikoorientierten

Stichprobenverfah-

rens mit einer Kontrollgruppe von 63 067

Personen abgeglichen. Es wurde eine ku-

mulative

Dosis-Wirkungsbeziehung

einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95%

Konfidenzintervall:

1,7-2,6)

festgestellt,

die sich bei hoher Exposition (~ 25 000

mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9)

und bei der höchsten kumulativen Dosis (~

100,000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7

(5,7-10,5) erhöhte (siehe auch Abschnitt

4.4).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Losartan

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut

resorbiert und unterliegt einem First-Pass-

Metabolismus. Es werden ein aktiver Car-

boxylsäure-Metabolit und weitere inaktive

Metaboliten

gebildet.

systemische

Bioverfügbarkeit

Losartan

enthalten-

den Tabletten beträgt ca. 33 %. Mittlere

maximale Plasmakonzentrationen von Los-

artan werden in einer Stunde, des aktiven

Metaboliten in 3 bis 4 Stunden erreicht. Bei

gleichzeitiger

Verabreichung

Arznei-

mittels mit einer standardisierten Mahlzeit

wurde kein signifikanter klinischer Effekt

Plasmakonzentrationsprofil

Losartan beobachtet.

Verteilung

Losartan

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu

bumin. Das Verteilungsvolumen von Los-

artan beträgt 34 Liter. Studien bei Ratten

zeigen,

dass

Losartan

Blut-Hirn-

Schranke kaum - wenn überhaupt - passiert.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig, pas-

siert aber nicht die Blut-Hirn-Schranke und

geht in die Muttermilch über.

Biotransformation

Losartan

Etwa 14 % von intravenös oder oral gege-

benem

Losartan

werden

aktiven

Metaboliten

umgewandelt.

Untersu-

chungen

14C-markiertem

Losartan-

Kalium zeigten nach oraler und intravenö-

ser Gabe, dass die Radioaktivität im Plasma

vorwiegend Losartan und seinem aktiven

Metaboliten zuzuschreiben ist. Bei etwa 1

% der Probanden war eine geringe Konver-

sion von Losartan in den aktiven Metaboli-

ten festzustellen.

Zusätzlich zum aktiven Metaboliten werden

inaktive Metaboliten gebildet, einschließ-

lich

zweier

Hauptmetaboliten,

durch

Hydroxylierung der Butylseitenkette gebil-

det werden und einem Nebenmetaboliten,

einem N-2 Tetrazol-Glucuronid.

Elimination

Losartan

Die Plasma-Clearance von Losartan bzw.

seines aktiven Metaboliten beträgt etwa 600

ml/min bzw. 50 ml/min. Die Werte für die

renale Clearance liegen bei etwa 74 ml/min

(Losartan) und 26 ml/min (aktiver Metabo-

lit). Nach oraler Einnahme werden etwa 4

% der Dosis unverändert mit dem Urin aus-

geschieden, etwa 6 % der Dosis erscheinen

im Urin als aktiver Metabolit. Bis zu oralen

Dosen von 200 mg Losartan-Kalium ist die

Pharmakokinetik von Losartan und seines

aktiven

Metaboliten

linear.

Nach

oraler

Einnahme verlaufen die Plasmakonzentra-

tionen von Losartan und seines aktiven Me-

taboliten polyexponentiell mit einer termi-

nalen Halbwertszeit von ca. 2 Stunden bzw.

6-9 Stunden. Bei einer Dosierung mit 100

einmal

täglich

akkumulieren

weder

Losartan noch sein aktiver Metabolit signi-

fikant im Plasma.

Die Ausscheidung von Losartan und seinen

Metaboliten erfolgt biliär und renal. Nach

_____________________Fachinformation_________________________________

Losartan-Kalium HCTad

®

100 mg/12,5 mg Filmtabletten

oraler Gabe von 14C-markiertem Losartan

werden beim Menschen etwa 35 % der Ra-

dioaktivität im Urin und 58 % in den Fae-

ces gefunden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid

wird

nicht

metaboli-

siert, sondern schnell über die Niere ausge-

schieden. Bei der Messung des Plasmaspie-

gels über mindestens 24 Stunden wurde be-

obachtet, dass die Plasmahalbwertszeit zwi-

schen

14,8

Stunden

schwankt.

Mindestens 61 % der oralen Dosis wird un-

verändert

innerhalb

Stunden

ausge-

schieden.

Spezielle Patientengruppen

Losartan-Hydrochlorothiazid

Bei älteren Hypertonikern waren die Plas-

makonzentrationen von Losartan und seines

aktiven Metaboliten sowie die Resorption

Hydrochlorothiazid

nicht

signifikant

unterschiedlich

jenen,

jungen

Hypertonikern beobachtet wurden.

Losartan

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger alko-

holinduzierter

Leberzirrhose

waren

Plasmaspiegel von Losartan und seines ak-

tiven Metaboliten nach oraler Gabe 5fach

bzw. 1,7fach höher als bei jungen männli-

chen Probanden.

Pharmakokinetik-Studien zeigten, dass die

AUC von Losartan bei gesunden männli-

chen Probanden japanischer und nicht japa-

nischer Herkunft sich nicht unterscheidet.

Carboxylsäure-Metaboliten

(E-3174) zeigte sich jedoch offenbar bei

beiden Gruppen unterschiedlich, wobei die

Exposition bei den japanischen Probanden

1,5-fach größer war als bei den nicht japa-

nischen Probanden. Die klinische Bedeu-

tung dieser Ergebnisse ist nicht bekannt.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit

können durch Hämodialyse entfernt wer-

den.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

präklinischen

Studien,

einschließlich

konventioneller

Studien

allgemeinen

Pharmakologie, zur Genotoxizität und zum

kanzerogenen

Potential,

lassen

keine

sonderen Gefahren für den Menschen er-

kennen. Das toxische Potential einer Kom-

bination

Losartan/Hydrochlorothiazid

nach

oraler

Gabe

wurde

Studien

chronischen Toxizität mit bis zu sechsmo-

natiger Dauer mit Ratten und Hunden be-

wertet. Die in diesen Studien mit der Kom-

bination beobachteten Veränderungen wur-

hauptsächlich

durch

Bestandteil

Losartan bewirkt. Die Verabreichung der

Losartan/Hydrochlorothiazid

Kombination

führte zu einer Abnahme der roten Blut-

zellparameter (Erythrozyten, Hämoglobin,

Hämatokrit), einem Anstieg des Harnstoff-

Stickstoffs im Serum, einer Abnahme im

Herzgewicht (ohne histologisches Korrelat)

gastrointestinalen

Veränderungen

(Schleimhautläsionen,

Ulzera,

Erosionen,

Hämorrhagien). Kein Hinweis auf Terato-

genität ergab sich bei Ratten oder Kanin-

chen

Gabe

Los-

artan/Hydrochlorothiazid. Bei Ratten wurde

fetale Toxizität, erkennbar an einem leich-

ten Anstieg überzähliger Rippen in der F1-

Generation,

beobachtet,

wenn

weibliche

Tiere vor und während der Gestation thera-

piert wurden. Wie auch in Studien mit Los-

artan allein festgestellt, kam es zu uner-

wünschten Wirkungen an Feten und Neona-

ten, wie renaler Toxizität oder Tod der Fe-

ten, wenn trächtigen Ratten während der

späten Gestation und/oder Laktation Los-

artan-Hydrochlorothiazid verabreicht wur-

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Vorverkleisterte Maisstärke

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug:

Hypromellose

Macrogol 4000

Talkum

Titandioxid (E171)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für

die Aufbewahrung

Nicht über 30

C lagern.

Originalverpackung

aufbewahren,

um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Blister (PVC/PVDC//Al):

28, 30, 50, 56, 60, 84, 90, 98 und 112

Filmtabletten in einer Faltschachtel.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für

die

Beseitigung

und

sonstige

Hinweise

zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0

Fax: (04721) 606-333

E-Mail: info@tad.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

79624.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER

ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG

DER ZULASSUNG

16.09.2010/26.07.2017

10. STAND DER INFORMATION

November 2018

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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