Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
ATC-Code:
C09CA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 100.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72066.00.00

Seite 1

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Losartan-Kalium

Lesen

Sie

die

gesamte

Packungsbeilage

sorgfältig

durch,

bevor

Sie

mit

der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Losartan Heumann und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan Heumann beachten?

Wie ist Losartan Heumann einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Losartan Heumann aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST LOSARTAN HEUMANN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Losartan, der Wirkstoff von Losartan Heumann, gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bezeichnet

werden.

Substanz

Angiotensin II wird im Körper gebildet und hilft, den Blutdruck zu regulieren. Sie verbindet

sich mit bestimmten Bindungsstellen (Rezeptoren) in den Blutgefäßen. Dadurch werden

diese

enger

Blutdruck

steigt.

Bluthochdruck

Angiotensin

Aufrechterhaltung des überhöhten Blutdrucks beteiligt. Der Wirkstoff Losartan blockiert die

Bindung von Angiotensin II an diese Rezeptoren, so dass die Blutgefäße entspannt werden

und der bei der Bluthochdruckerkrankung überhöhte Blutdruck sinkt.

Losartan verlangsamt die Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit hohem

Blutdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus).

Losartan Heumann wird angewendet:

zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie),

d. h. von Erwachsenen

sowie Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren;

zum Schutz der Nieren bei Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-

Diabetes mellitus) und durch Laboruntersuchungen nachgewiesener beeinträchtigter

Nierenfunktion

einer

Eiweißausscheidung

g/Tag

Urin

(bei

dieser

Erkrankung enthält der Urin eine krankhaft hohe Eiweißmenge);

Seite 2

zur Behandlung von Patienten mit Herzleistungsschwäche – wenn Ihrem Arzt die

Behandlung mit einem ACE-Hemmer (Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer, ein

blutdrucksenkendes

Arzneimittel)

nicht

geeignet

erscheint.

Wenn

Ihre

Herzleistungsschwäche mit einem ACE-Hemmer stabil eingestellt ist, sollten Sie nicht

auf Losartan umgestellt werden.

zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck und Wandverdickung der linken

Herzkammer. Losartan Heumann vermindert das Risiko eines Schlaganfalls.

2.

WAS

SOLLTEN

SIE

VOR

DER

EINNAHME

VON

LOSARTAN

HEUMANN

BEACHTEN?

Losartan Heumann darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Losartan oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind.

(Es wird empfohlen, Losartan Heumann auch in der frühen Phase der Schwangerschaft

nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte

sprechen

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker,

bevor

Losartan

Heumann

einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). Die Einnahme von Losartan Heumann in der frühen Phase der Schwangerschaft

wird

nicht

empfohlen,

Losartan

Heumann

darf

nicht

mehr

nach

dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Losartan Heumann

in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann

(siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Halten Sie vor Einnahme von Losartan Heumann Rücksprache mit Ihrem Arzt:

wenn

bereits

einmal

eine Überempfindlichkeitsreaktion

Schwellungen

Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge (Angioödem) hatten (siehe auch Abschnitt 4.

"Welche Nebenwirkungen sind möglich?").

wenn Sie unter starkem Erbrechen oder Durchfall mit einem großen Flüssigkeits-

und/oder Salzverlust Ihres Körpers leiden.

wenn Sie Arzneimittel zur Entwässerung, welche die Urinausscheidung über die Nieren

erhöhen (Diuretika), einnehmen oder eine kochsalzarme oder eine kaliumarme Diät

einhalten, wodurch es zu einem starken Flüssigkeits- und Salzverlust Ihres Körpers

kommen kann (siehe Abschnitt 3. "Dosierung bei speziellen Patientengruppen").

wenn bei Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Verengung oder Blockade der zu den

Nieren führenden Blutgefäße (Nierenarterienstenose) leiden oder vor kurzem eine

Nierentransplantation hatten.

wenn

einer

Leberfunktionsstörung

leiden

(siehe

Abschnitte

"Losartan

Heumann

darf

nicht

eingenommen

werden"

"Dosierung

speziellen

Patientengruppen").

Seite 3

wenn

Herzleistungsschwäche

oder

ohne

Beeinträchtigung

Nierenfunktion

oder

gleichzeitig

schweren

lebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungen

leiden.

Besondere

Vorsicht

notwendig,

wenn

gleichzeitig mit bestimmten Blutdrucksenkern (Beta-Blocker) behandelt werden.

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels leiden.

wenn

einer

Erkrankung

Herzkranzgefäße

(verursacht

durch

Mangeldurchblutung der Blutgefäße des Herzens) oder der Blutgefäße des Gehirns

(verursacht durch Mangeldurchblutung des Gehirns) leiden.

wenn

einer

Erkrankung

leiden,

einer

erhöhten

Ausschüttung

Hormons Aldosteron aus der Nebenniere einhergeht (primärer Hyperaldosteronismus).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck

einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.

B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Losartan Heumann darf nicht eingenommen werden“.

Kinder und Jugendliche

Losartan wurde bei Kindern untersucht. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und in

welcher Dosierung Ihr Kind mit Losartan behandelt werden kann. Die Anwendung von

Losartan wird nicht für Kinder empfohlen, die an Nieren- oder Lebererkrankungen leiden,

da für diese Patientengruppen begrenzt Daten zur Verfügung stehen. Losartan Heumann

wird nicht zur Anwendung für Kinder unter 6 Jahren empfohlen, da die Wirksamkeit in

dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Einnahme von Losartan Heumann zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

angewendet

haben

oder

beabsichtigen,

andere

Arzneimittel anzuwenden.

Seien

besonders

vorsichtig,

wenn

zusätzlich

Behandlung

Losartan

Heumann eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

andere

Arzneimittel

Behandlung

Bluthochdrucks,

Blutdruck

zusätzlich

senken

können.

Blutdruck

kann

auch

durch

eine

folgenden

Arzneimittel/Arzneimittelklassen

gesenkt

werden:

Arzneimittel

gegen

Depressionen

(trizyklische

Antidepressiva),

Arzneimittel

gegen

bestimmte

psychiatrische

Erkrankungen

(Antipsychotika),

Arzneimittel

muskelerschlaffender

Wirkung

(Baclofen), Arzneimittel im Rahmen einer Krebsbehandlung (Amifostin).

Arzneimittel,

Kalium

Körper

zurückhalten

oder

Kaliumspiegel

Blut

erhöhen

Kaliumergänzungsmittel,

kaliumhaltige

Salzersatzmittel

oder

kaliumsparende Arzneimittel wie bestimmte Arzneimittel zur Entwässerung (Diuretika)

(Amilorid, Spironolacton, Triamteren), oder Heparin].

Seite 4

Arzneimittel

gegen

Entzündungen

gegen

Schmerzen

(nichtsteroidale

Antirheumatika)

Indometacin,

einschließlich

COX-2-Hemmern,

blutdrucksenkende Wirkung von Losartan vermindern können.

Arzt

muss

unter

Umständen

Ihre

Dosierung

anpassen

und/oder

sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn

einen

ACE-Hemmer

oder

Aliskiren

einnehmen

(siehe

auch

Abschnitte

„Losartan

Heumann

darf

nicht

eingenommen

werden“

„Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen“).

Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arznei-

mittel die Nierenfunktion weiter verschlechtern.

Lithiumhaltige

Arzneimittel,

gegen

Depressionen,

sollten

ohne

enge

ärztliche

Überwachung

nicht

Kombination

Losartan

eingenommen

werden.

Besondere

Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Blutuntersuchungen) können angebracht sein.

Einnahme von Losartan Heumann zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Losartan Heumann kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden

könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Losartan Heumann vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er

wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Losartan Heumann in

der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Losartan Heumann darf nicht mehr

nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme in

diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Losartan

Heumann wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann Ihre

Behandlung

umstellen,

wenn

stillen

wollen,

allem,

solange

Kind

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zur Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

durchgeführt.

unwahrscheinlich,

dass

Losartan

Heumann

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflusst. Allerdings

kann Losartan, wie andere blutdrucksenkende Arzneimittel, Schwindel oder Müdigkeit bei

einigen Personen verursachen. Sollten bei Ihnen Schwindel oder Müdigkeit auftreten,

fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie solchen Tätigkeiten nachgehen.

Seite 5

Losartan Heumann enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Losartan Heumann daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein,

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten

Zuckern leiden.

3.

WIE IST LOSARTAN HEUMANN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis auswählen, abhängig von Ihrer Erkrankung und

davon, ob Sie noch andere Arzneimittel einnehmen. Es ist wichtig, dass Sie Losartan

Heumann so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat. Dies führt zu einer

reibungslosen Senkung des Blutdrucks.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan einmal täglich. Die maximale

blutdrucksenkende Wirkung wird gewöhnlich etwa 3 - 6 Wochen nach Behandlungsbeginn

erreicht.

Bei einigen Patienten kann die Dosis auf 1 Filmtablette Losartan Heumann 100 mg (100

mg Losartan) einmal täglich erhöht werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von

Losartan zu stark oder zu schwach ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder im Alter von unter 6 Jahren

Losartan Heumann wird nicht zur Anwendung für Kinder unter 6 Jahren empfohlen, da die

Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren

Die empfohlene Anfangsdosis bei Patienten zwischen 20 und 50 kg beträgt 0,7 mg

Losartan

Kilogramm

Körpergewicht,

einmal

täglich

angewendet

(bis

Losartan); bei unzureichender Senkung des Blutdrucks kann der Arzt die Dosis erhöhen.

Für

Kinder

sind

andere

Darreichungsformen

bzw.

Stärken

dieses

Arzneimittels

möglicherweise besser geeignet; bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach.

Erwachsene

Patienten

mit

Bluthochdruck

und

Zuckerkrankheit

(Typ-2-Diabetes

mellitus)

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan einmal täglich. Die Dosis kann

später auf 1 Filmtablette Losartan Heumann 100 mg (100 mg Losartan) einmal täglich

erhöht werden, in Abhängigkeit vom Ansprechen des Blutdrucks.

Losartan

Tabletten

können

sowohl

zusammen

anderen

blutdrucksenkenden

Arzneimitteln

Entwässerungsmitteln,

Calciumantagonisten,

Alpha-

oder

Seite 6

Betarezeptorenblockern sowie zentral wirksamen Antihypertonika) als auch mit Insulin und

anderen

häufig

verwendeten

Arzneimitteln

Senkung

Blutzuckers

Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und Glucosidasehemmern) eingenommen werden.

Erwachsene Patienten mit Herzleistungsschwäche

Behandlung

beginnt

üblicherweise

12,5

Losartan

einmal

täglich.

Allgemeinen sollte die Dosis schrittweise wöchentlich erhöht werden (d. h. 12,5 mg täglich

während der 1. Woche, 25 mg täglich während der 2. Woche, 50 mg täglich während der 3.

Woche, 100 mg täglich während der 4. Woche, 150 mg täglich während der 5. Woche) bis

zu der von Ihrem Arzt festgelegten Erhaltungsdosis.

Es kann eine Maximaldosis von 150

mg Losartan täglich (z. B. entsprechend 3 Filmtabletten Losartan Heumann 50 mg oder 1

½ Filmtabletten Losartan Heumann 100 mg) eingenommen werden.

Bei der Behandlung der Herzschwäche wird Losartan üblicherweise mit einem Arzneimittel

zur Entwässerung über die Nieren und Erhöhung der Urinmenge (Diuretikum) und/oder

einem

bestimmten

Arzneimittel

Stärkung

Herzens

(Digitalis)

und/oder

einer

bestimmten Gruppe blutdrucksenkender Arzneimittel (Betablocker) kombiniert.

Dosierung bei speziellen Patientengruppen

Der Arzt kann zu einer niedrigeren Dosis raten, insbesondere zu Behandlungsbeginn bei

Patienten,

hohen

Dosen

harntreibender

Arzneimittel

behandelt

werden,

Patienten

Störungen

Leberfunktion

oder

Patienten

über

Jahre.

Anwendung von Losartan bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion wird

nicht empfohlen (siehe Abschnitt "Losartan Heumann darf nicht eingenommen werden").

Einnahme

Die Tabletten sollten mit einem Glas Wasser geschluckt werden.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Versuchen Sie, Losartan Heumann täglich zur gleichen Zeit einzunehmen.

Es ist wichtig, dass Sie Losartan Heumann so lange einnehmen, wie mit dem Arzt

vereinbart ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Losartan Heumann eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, verständigen Sie sofort

Ihren

Arzt.

Anzeichen

einer

Überdosierung

sind

niedriger

Blutdruck

und/oder

schneller, aber möglicherweise auch zu langsamer Herzschlag.

Wenn Sie die Einnahme von Losartan Heumann vergessen haben

Wenn Sie versehentlich die Einnahme Ihrer täglichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie

bitte die nächste Dosis wie verordnet. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie

die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

Seite 7

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Nehmen Sie Losartan Heumann nicht mehr ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder

begeben

sich

nächstgelegene

medizinische

Notfallzentrum,

falls

folgende

Beschwerden bei Ihnen auftreten:

Eine schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch Hautausschlag,

Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen und die Atembeschwerden

oder Schluckbeschwerden verursachen kann.

Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung (betrifft mehr als einen von

10.000, aber weniger als einen von 1.000 Patienten). Sie benötigen möglicherweise

notärztliche Versorgung oder müssen in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Über folgende Nebenwirkungen wurde bei Losartan Heumann berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindel

niedriger Blutdruck (besonders nach starkem Flüssigkeitsverlust, z. B. bei Patienten mit

schwerer

Herzleistungsschwäche

oder

unter

Behandlung

hochdosierten

Entwässerungstabletten)

dosisabhängige Wirkungen wie Blutdruckabfall bzw. Kreislaufstörungen beim Wechsel

vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische Wirkungen)

Schwächegefühl

Müdigkeit

zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)

zu viel Kalium im Blut (Hyperkaliämie)

Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen

Verminderung der Anzahl der roten Blutzellen (Anämie)

Anstieg

Blutharnstoff,

Anstieg

Serum-Kreatinin

Serum-Kalium

Patienten mit Herzleistungsschwäche

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Schläfrigkeit

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

Herzklopfen oder -rasen (Palpitationen)

starke Schmerzen im Brustkorb/Herzengegefühl (Angina pectoris)

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Bauchschmerzen

Verstopfung

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Nesselsucht (Urtikaria)

Juckreiz (Pruritus)

Hautausschlag

auf bestimmte Körperregionen begrenzte Schwellungen (Ödeme)

Seite 8

Husten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Überempfindlichkeitsreaktionen

schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch Hautausschlag,

Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen, die Atembeschwerden

oder Schluckbeschwerden verursachen kann (Angioödem)

Gefäßentzündungen (Vaskulitis einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch)

Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesien)

Ohnmacht (Synkope)

Herzrasen und Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)

Schlaganfall

Leberentzündung (Hepatitis)

erhöhte

Werte

eines

bestimmten

Leberenzyms

(Alaninaminotransferase,

„ALT“;

Labortest

Untersuchung

Leberfunktion)

Blut,

nach

Beendigung

Behandlung üblicherweise rückläufig

Häufigkeit nicht bekannt (da auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Verminderung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Migräne

Störungen der Leberfunktion

Muskel- und Gelenkschmerzen

grippeähnliche Beschwerden

Rückenschmerzen und Harnwegsinfektionen

erhöhte

Lichtempfindlichkeit

Haut,

möglicherweise

Rötungen

nach

Sonneneinstrahlung (Photosensitivität)

unerklärliche Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Urin (Rhabdomyolyse)

Impotenz

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

niedrige Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)

Depression

allgemeines Unwohlsein

Klingeln, Summen, Dröhnen oder Klicken in den Ohren (Tinnitus)

verändertes Geschmacksempfinden (Dysgeusie).

Die Nebenwirkungen bei Kindern ähneln den bei Erwachsenen beschriebenen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

können

Nebenwirkungen

auch

direkt

Bundesinstitut

für

Arzneimittel

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee

53175

Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

WIE IST LOSARTAN HEUMANN AUFZUBEWAHREN?

Seite 9

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Losartan Heumann enthält

Der Wirkstoff ist: Losartan-Kalium.

Jede Losartan Heumann 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Maisstärke, Magnesiumstearat (Ph.

Eur.), Talkum, hochdisperses Siliciumdioxid, Hypromellose, Hyprolose, Titandioxid (E

171).

Wie Losartan Heumann aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, ovale, beidseitig gewölbte Filmtabletten mit Bruchkerbe auf beiden Seiten.

Losartan

Heumann

Filmtabletten

sind

Blisterpackungen

Filmtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50 · 90449 Nürnberg

Telefon/Telefax: 0700 4386 2667

E-Mail: info@heumann.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2016.

Liebe Patientin,

lieber Patient,

Arzt

Ihnen

Losartan

Heumann

Filmtabletten,

Arzneimittel

bewährten Wirkstoff Losartan, verordnet.

Seite 10

Dieses Arzneimittel soll Ihnen helfen, schneller beschwerdefrei zu werden. Damit

Losartan Heumann Filmtabletten ihre Wirkung optimal entfalten können, ist es wichtig,

dass Sie sich genau an die Einnahmevorschriften Ihres Arztes halten und die Angaben

in der Gebrauchsinformation beachten.

Zur besseren Erinnerung können Sie die Anweisungen zur Anwendung in das dafür

bestimmte Feld auf der Packungsrückseite eintragen.

Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, die Ihnen gerne

weiterhelfen.

Wir wünschen Ihnen gute Besserung!

Verschreibungspflichtig

Seite 1

Fachinformation

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Losartan Heumann 12,5 mg Filmtabletten

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Losartan Heumann 12,5 mg Filmtabletten

Jede Losartan Heumann 12,5 mg Filmtablette enthält 12,5 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Losartan Heumann 12,5 mg Filmtablette enthält 25,5 mg Lactose.

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Jede Losartan Heumann 50 mg Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Losartan Heumann 50 mg Filmtablette enthält 102 mg Lactose.

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Jede Losartan Heumann 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Losartan Heumann 100 mg Filmtablette enthält 204 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

Darreichungsform

Filmtablette

Losartan Heumann 12,5 mg Filmtabletten

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten.

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Weiße, ovale, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchkerbe auf beiden Seiten.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Weiße, ovale, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchkerbe auf beiden Seiten.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Seite 2

Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen sowie bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Behandlung einer Nierenerkrankung bei erwachsenen Patienten mit Hypertonie

und Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie ≥ 0,5 g/Tag als Teil einer

antihypertensiven Behandlung (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten, wenn

Behandlung

einem

„Angiotensin-Converting-Enzyme“(ACE)-Hemmer

wegen Unverträglichkeit,

insbesondere

Husten, oder

Gegenanzeige

nicht

geeignet

erachtet

wird.

Patienten

Herzinsuffizienz,

einem

ACE-

Hemmer stabil eingestellt sind, sollten nicht auf Losartan umgestellt werden. Die

Patienten

sollen

eine

erniedrigte

linksventrikuläre

Ejektionsfraktion

aufweisen sowie unter Herzinsuffizienztherapie klinisch stabil sein.

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei erwachsenen hypertonen Patienten mit

EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie (siehe Abschnitt 5.1: LIFE

Studie, ethnische Zugehörigkeit).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Die übliche Anfangs- und Erhaltungsdosis beträgt für die meisten Patienten 50 mg

einmal täglich.

maximale

blutdrucksenkende

Wirkung

wird

etwa

Wochen

nach

Therapiebeginn erreicht.

Eine Erhöhung der Dosis auf 100 mg einmal täglich (morgens) kann bei manchen

Patienten zu einem besseren Erfolg führen.

Losartan kann zusammen mit anderen Antihypertonika, insbesondere Diuretika (z. B.

Hydrochlorothiazid), gegeben werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Hypertoniepatienten

mit

Typ-2-Diabetes

mellitus

mit

einer

Proteinurie

≥ 0,5 g/Tag

Die übliche Anfangsdosis beträgt 50 mg einmal täglich. Die Dosis kann, abhängig von

der Blutdrucksenkung, ab einem Monat nach Behandlungsbeginn auf 100 mg einmal

täglich erhöht werden. Losartan kann sowohl zusammen mit anderen Antihypertonika

(z. B. Diuretika, Calciumantagonisten, Alpha- oder Betarezeptorenblockern sowie

zentral wirksamen Antihypertonika) (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1) als auch

mit Insulin und anderen häufig angewendeten Antidiabetika (z. B. Sulfonylharnstoffen,

Glitazonen und Glucosidasehemmern) gegeben werden.

Herzinsuffizienz

Die übliche Anfangsdosis von Losartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz beträgt 12,5

mg einmal täglich. Im Allgemeinen sollte die Dosis, abhängig von der individuellen

Verträglichkeit, im Abstand von jeweils einer Woche (d. h. 12,5 mg täglich, 25 mg

täglich, 50 mg täglich, 100 mg täglich, bis zu einer Maximaldosis von 150 mg einmal

pro Tag) erhöht werden.

Reduktion

des

Schlaganfallrisikos

bei

hypertonen

Patienten

mit

EKG-

dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie

Seite 3

Die übliche Anfangsdosis von Losartan beträgt 50 mg einmal täglich. In Abhängigkeit

vom Ansprechen des Blutdrucks sollte eine niedrige Dosis von Hydrochlorothiazid

zusätzlich verabreicht und/oder die Dosis von Losartan auf 100 mg einmal täglich

erhöht werden.

Besondere Patientengruppen

Anwendung bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust

Bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust (z. B. Patienten, die mit Diuretika

in hohen Dosen behandelt werden), sollte eine Anfangsdosis von 25 mg einmal täglich

in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit

Hämodialyse

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit Hämodialyse ist

keine Änderung der Anfangsdosierung erforderlich.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte sollte eine

niedrigere Dosis in Betracht gezogen werden. Es gibt keine therapeutische Erfahrung

bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion. Daher ist Losartan bei

Patienten

schwerer

Einschränkung

Leberfunktion

kontraindiziert

(siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4).

Kinder und Jugendliche

6 Monate bis unter 6 Jahren

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Losartan bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis

unter

Jahren

nicht

erwiesen.

Zurzeit

vorliegende

Daten

werden

Abschnitten 5.1 und 5.2 beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht

gegeben werden.

6 Jahre bis 18 Jahre

Für Patienten, die Tabletten schlucken können, beträgt die empfohlene Dosierung 25

einmal

täglich

einem

Körpergewicht

zwischen

Ausnahmefällen kann die Dosis bis maximal 50 mg einmal täglich erhöht werden).

Eine Dosisanpassung sollte entsprechend der erreichten Blutdrucksenkung erfolgen.

Patienten

über

beträgt

übliche

Dosis

einmal

täglich.

Ausnahmefällen kann die Dosis auf maximal 100 mg einmal täglich angehoben

werden.

Dosierungen

über

mg/kg

(oder

über

täglich

wurden

pädiatrischen Patienten nicht untersucht.

Die Anwendung von Losartan wird bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen, da für

diese Patientengruppe begrenzt Daten zur Verfügung stehen.

Aufgrund

fehlender

Daten

wird

Losartan

Kindern

einer

glomerulären

Filtrationsrate unter 30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Losartan wird auch nicht bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion empfohlen

(siehe auch Abschnitt 4.4).

Seite 4

Anwendung bei älteren Patienten

Obwohl bei Patienten über 75 Jahren eine niedrigere Initialdosis von 25 mg in

Erwägung gezogen werden sollte, ist eine Dosisanpassung bei älteren Patienten im

Allgemeinen nicht notwendig.

Art der Anwendung

Losartan Filmtabletten sollten mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Losartan Heumann kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in den Abschnitten 4.4

und 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Schwere Einschränkung der Leberfunktion.

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist

bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <

60 ml/min/1,73 m²) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeit

Angioödem.

Patienten

einem

angioneurotischen

Ödem

Vorgeschichte

(Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) sollten engmaschig

überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Hypotonie und Störungen des Elektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts

Eine symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Einnahme oder nach

Erhöhung der Dosis, kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust

durch

forcierte

Diurese

oder

hoch

dosierte

Diuretika-Therapie,

salzarme

Diät,

Durchfall oder Erbrechen auftreten. Diese Zustände sollten vor der Gabe von Losartan

ausgeglichen werden oder es sollte eine niedrigere Anfangsdosis verwendet werden

(siehe Abschnitt 4.2). Dies gilt ebenso bei Kindern zwischen 6 und 18 Jahren.

Störungen des Elektrolythaushalts

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, mit oder ohne Diabetes mellitus,

liegt häufig ein Elektrolytungleichgewicht vor, das beachtet werden sollte. In einer

klinischen Studie, die mit Typ-2-Diabetikern mit Nephropathie durchgeführt wurde, trat

bei der mit Losartan behandelten Patientengruppe eine Hyperkaliämie häufiger auf als

in der Placebogruppe (siehe Abschnitt 4.8). Deshalb sollten die Serum-Kaliumspiegel

und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwacht werden; besonders Patienten

mit Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 - 50 ml/min sollten

engmaschig überwacht werden.

gleichzeitige

Anwendung

kaliumsparenden

Diuretika,

Kaliumergänzungsmitteln

kaliumhaltigem

Salzersatz

Losartan

wird

nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionsstörungen

Seite 5

Grundlage

pharmakokinetischen

Daten,

zeigen,

dass

einer

signifikanten

Erhöhung

Plasmakonzentration

Losartan

Patienten

Leberzirrhose kommt, sollte eine niedrigere Dosis bei Patienten mit eingeschränkter

Leberfunktion

Vorgeschichte

Betracht

gezogen

werden.

gibt

keine

therapeutische

Erfahrung

Losartan

Patienten

schwerer

Leberfunktionseinschränkung.

Daher

darf

Losartan

Patienten

schwerer

Leberfunktionseinschränkung nicht gegeben werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und

5.2).

Losartan wird bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.2).

Nierenfunktionsstörungen

Auf Grund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde über Veränderungen

der Nierenfunktion, einschließlich Nierenversagen, berichtet (vor allem bei Patienten,

deren Nierenfunktion abhängig vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei

schwerer Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung). Wie

anderen

Arzneimitteln,

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

beeinflussen, wurde bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer

Arterienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin

beobachtet; diese Veränderungen der Nierenfunktion können nach Beendigung der

Therapie

reversibel

sein.

Losartan

sollte

Patienten

bilateraler

Nierenarterienstenose

oder

Nierenarterienstenose

Einzelniere

Vorsicht

eingesetzt werden.

Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan wird bei Kindern mit einer glomerulären

Filtrationsrate unter 30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Die Nierenfunktion sollte während der Behandlung mit Losartan regelmäßig überwacht

werden, da sie sich verschlechtern kann. Dies gilt besonders dann, wenn Losartan

unter anderen, die Nierenfunktion möglicherweise beeinträchtigenden Bedingungen

(Fieber, Dehydrierung) gegeben wird.

gleichzeitige

Anwendung

Losartan

ACE-Hemmern

beeinträchtigt

nachweislich die Nierenfunktion. Deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf

Antihypertonika an, die über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems wirken.

Daher wird die Anwendung von Losartan nicht empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung

Wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann eine übermäßige Blutdrucksenkung bei

Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung einen

Myokardinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben.

Seite 6

Herzinsuffizienz

Bei herzinsuffizienten Patienten, mit oder ohne Nierenfunktionsstörung, besteht, wie

anderen

Arzneimitteln,

Renin-Angiotensin-System

beeinflussen,

Risiko

eines

starken

arteriellen

Blutdruckabfalls

einer

(oft

akuten)

Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

Es gibt keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen mit Losartan bei Patienten

mit Herzinsuffizienz und begleitender schwerer Nierenfunktionsstörung, bei Patienten

schwerer

Herzinsuffizienz

(NYHA

Klasse

IV),

sowie

Patienten

Herzinsuffizienz

symptomatischen

oder

lebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungen.

Daher

sollte

Losartan

diesen

Patientengruppen

Vorsicht eingesetzt werden.

Die Kombination von Losartan mit einem Betablocker sollte mit Vorsicht angewendet

werden (siehe Abschnitt 5.1).

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

anderen

Vasodilatatoren

Patienten

Aorten-

oder

Mitralklappenstenose

oder

obstruktiver

hypertropher

Kardiomyopathie

besondere

Vorsicht geboten.

Sonstige Bestandteile

Diese

Arzneimittel

enthalten

Lactose.

Patienten

seltenen

hereditären

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten

diese Arzneimittel nicht einnehmen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRA sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf

eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für

Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRA ist

zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit

AIIRA unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu

beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Sonstige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

ACE-Hemmern

beobachtet

sind

Losartan

andere

Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger

wirksam in der Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe.

Möglicherweise liegt das an einer höheren Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der

Population von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

gibt

Belege

dafür,

dass

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren

Risiko

für

Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Seite 7

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird,

sollte

dies

unter

Aufsicht

eines

Spezialisten

unter

Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

sollten

Patienten

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die blutdrucksenkende Wirkung von Losartan kann durch andere Antihypertonika

verstärkt

werden.

gleichzeitige

Anwendung

anderen

Substanzen

(wie

trizyklische

Antidepressiva,

Antipsychotika,

Baclofen

Amifostin),

möglicherweise eine Hypotonie als Nebenwirkung induzieren, kann das Risiko einer

Hypotonie erhöhen.

Losartan

wird

überwiegend

über

Cytochrom

P450

(CYP)

aktiven

Carboxylsäuremetaboliten metabolisiert. In einer klinischen Studie wurde berichtet,

dass

Fluconazol

(ein

CYP2C9-Hemmer)

Plasmakonzentration

aktiven

Metaboliten um ca. 50 % verringert. Eine begleitende Behandlung von Losartan mit

Rifampicin

(Induktor

metabolischer

Enzyme)

führte

einer

Reduktion

Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten um 40 %. Die klinische Bedeutung

dieses Effekts ist nicht bekannt. Bei einer begleitenden Behandlung mit Fluvastatin

(ein

schwacher

CYP2C9-Hemmer)

wurde

keine

Beeinflussung

Plasmakonzentration festgestellt.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angiotensin-II oder seine Wirkungen hemmen,

kann

gleichzeitige

Gabe

Arzneimitteln,

Kalium

sparen

kaliumsparende

Diuretika:

Amilorid,

Triamteren,

Spironolacton)

oder

anderen

Arzneimitteln, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Heparin), sowie

von Kalium- oder kaliumhaltigen Salzergänzungsmitteln, zu einem Anstieg der Serum-

Kalium-Konzentration führen. Eine Komedikation ist nicht ratsam.

gleichzeitiger

Gabe

Lithium

ACE-Hemmern

wurde

über

reversible

Anstiege der Serum-Lithium-Konzentrationen und Toxizität berichtet. In sehr seltenen

Fällen wurde dies auch bei Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten berichtet. Deshalb

ist die gleichzeitige Gabe von Lithium und Losartan mit Vorsicht durchzuführen. Falls

diese Kombination notwendig ist, wird eine Überwachung des Serum-Lithium-Spiegels

während der gleichzeitigen Anwendung empfohlen.

Wenn

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

nicht-steroidale

Antirheumatika

(NSAR; d. h. selektive COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer

Dosierung

nicht-selektive

NSAR)

gleichzeitig

angewendet

werden,

kann

antihypertensive Wirkung abgeschwächt werden. Die gleichzeitige Anwendung von

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Diuretika mit NSAR kann besonders bei

Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion zu einem erhöhten

Risiko

einer

weiteren

Verschlechterung

Nierenfunktion,

einschließlich

eines

möglichen akuten Nierenversagens und eines Anstiegs des Serum-Kaliums, führen.

Diese

Kombinationen

sollten

Vorsicht

besonders

älteren

Patienten

angewendet werden.

Seite 8

Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein, eine Überwachung der Nierenfunktion

nach Beginn der Kombinationstherapie sowie in regelmäßigen Zeitabständen danach

sollte in Erwägung gezogen werden.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-

Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren

Vergleich

Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren

Rate

unerwünschten

Ereignissen

Hypotonie,

Hyperkaliämie

einer

Abnahme

Nierenfunktion

(einschließlich

eines

akuten

Nierenversagens)

einhergeht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von AIIRA wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen

(siehe

Abschnitt

4.4).

Anwendung

AIIRA

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen

Risikos

nach

Anwendung

ACE-Hemmern

während

ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht

ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten

zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRA) vorliegen, so bestehen

möglicherweise

für

diese

Arzneimittelklasse

vergleichbare

Risiken.

Sofern

Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen,

die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit

geeignetem

Sicherheitsprofil

für

Schwangere

umgestellt

werden.

Wird

eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRA unverzüglich zu beenden

und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRA während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters

fetotoxische

Effekte

(verminderte

Nierenfunktion,

Oligohydramnion,

verzögerte

Schädelossifikation)

neonatal-toxische

Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRA

ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRA eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan in der Stillzeit vorliegen, wird

Losartan nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser

geeigneten

Sicherheitsprofil

Anwendung

Stillzeit

vorzuziehen,

insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Seite 9

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen

durchgeführt.

Allerdings

aktiver

Teilnahme am Straßenverkehr oder Bedienen von Maschinen zu berücksichtigen,

dass

unter

antihypertensiver

Therapie

gelegentlich

Schwindel

oder

Müdigkeit

auftreten können, insbesondere bei Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhung.

4.8

Nebenwirkungen

Losartan wurde wie folgt in klinischen Studien untersucht:

in einer kontrollierten klinischen Studie mit > 3.000 erwachsenen Patienten ab 18

Jahren mit essentieller Hypertonie,

einer

kontrollierten

klinischen

Studie

hypertonen

pädiatrischen

Patienten zwischen 6 und 16 Jahren,

einer

kontrollierten

klinischen

Studie

>

9.000

hypertonen

Patienten

zwischen 55 und 80 Jahren mit linksventrikulärer Hypertrophie (siehe LIFE-

Studie, Abschnitt 5.1),

kontrollierten

klinischen

Studien

>

7.700

erwachsenen

Patienten

chronischer

Herzinsuffizienz

(siehe

ELITE-I,

ELITE-II

HEAAL-Studie,

Abschnitt 5.1),

in einer kontrollierten klinischen Studie mit > 1.500 Patienten mit Typ-2-Diabetes

mellitus ab 31 Jahren mit Proteinurie (siehe RENAAL-Studie, Abschnitt 5.1).

In diesen klinischen Studien war die häufigste Nebenwirkung Schwindel.

Die Häufigkeit der unten aufgeführten Nebenwirkungen wird wie folgt definiert:

Sehr häufig

1/10

Häufig

1/100, < 1/10

Gelegentlich

1/1.000, < 1/100

Selten

1/10.000, < 1/1.000

Sehr selten

< 1/10.000

Nicht bekannt

Häufigkeit

Grundlage

verfügbaren

Daten

nicht

abschätzbar

Tabelle 1: Die Häufigkeit der Nebenwirkungen in placebokontrollierten klinischen

Studien und nach Markteinführung

Nebenwirkungen

Häufigkeit der Nebenwirkungen nach Indikation

Andere

Hypertonie

Hypertoniepatienten

mit

linksventrikulärer

Hypertrophie

Chronische

Herzinsuffizienz

Hypertonie

und Typ-2-

Diabetes

mellitus mit

renaler

Beteiligung

Erfahrungen

nach

Markteinführung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Anämie

Häufig

Häufigkeit nicht

bekannt

Thrombozytopenie

Häufigkeit nicht

bekannt

Seite 10

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeit,

anaphylaktische

Reaktionen,

Angioödem* und

Vaskulitis**

Selten

Psychiatrische Erkrankungen

Depression

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen des Nervensystems

Schwindel

Häufig

Häufig

Häufig

Häufig

Somnolenz

Gelegentlich

Kopfschmerzen

Gelegentlich

Gelegentlich

Schlafstörungen

Gelegentlich

Parästhesien

Selten

Migräne

Häufigkeit nicht

bekannt

Dysgeusie

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Vertigo

Häufig

Häufig

Tinnitus

Häufigkeit nicht

bekannt

Herzerkrankungen

Palpitationen

Gelegentlich

Angina pectoris

Gelegentlich

Synkope

Selten

Vorhofflimmern

Selten

Zerebraler Insult

Selten

Gefäßerkrankungen

(Orthostatische)

Hypotonie

(einschließlich

dosisabhängiger

orthostatischer

Effekte)

Gelegentlich

Häufig

Häufig

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Dyspnoe

Gelegentlich

Husten

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bauchschmerzen

Gelegentlich

Obstipation

Gelegentlich

Durchfall

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Übelkeit

Gelegentlich

Erbrechen

Gelegentlich

Leber- und Gallenerkrankungen

Pankreatitis

Häufigkeit nicht

Seite 11

bekannt

Hepatitis

Selten

Leberfunktionsstö-

rungen

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Urtikaria

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Pruritus

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Hautausschlag

Gelegentlich

Gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Photosensitivität

Häufigkeit nicht

bekannt

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Myalgie

Häufigkeit nicht

bekannt

Arthralgie

Häufigkeit nicht

bekannt

Rhabdomyolyse

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunktionsstö-

rungen

Häufig

Nierenversagen

Häufig

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Erektile Dysfunk-

tion/Impotenz

Häufigkeit nicht

bekannt

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Asthenie

Gelegentlich

Häufig

Gelegentlich

Häufig

Müdigkeit

Gelegentlich

Häufig

Gelegentlich

Häufig

Ödeme

Gelegentlich

Unwohlsein

Häufigkeit nicht

bekannt

Untersuchungen

Hyperkaliämie

Häufig

Gelegentlich

Häufig

Anstieg der Alanin-

aminotransferase

(ALT)

Selten

Erhöhungen des

Harnstoffs im Blut,

des Serum-

Kreatinins und des

Serum-Kaliums

Häufig

Hyponatriämie

Häufigkeit nicht

bekannt

Hypoglykämie

Häufig

Einschließlich Schwellung von Larynx, Glottis, Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder

Zunge (mit nachfolgender Atemwegsobstruktion); bei einigen dieser Patienten

Seite 12

wurde über ein Angioödem in der Vorgeschichte in Verbindung mit der Gabe

anderer Arzneimittel einschließlich ACE-Hemmern berichtet.

** Einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch.

Besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit

schwerer Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika.

Häufig bei Patienten, die 150 mg Losartan anstatt 50 mg Losartan bekamen.

In einer klinischen Studie, die mit Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und einer

Nephropathie durchgeführt wurde, entwickelten 9,9 % der mit Losartan Tabletten

behandelten Patienten und 3,4 % der Patienten unter Placebo eine Hyperkaliämie

> 5,5 mmol/l.

Dieser war nach Absetzen der Therapie gewöhnlich reversibel.

Folgende Nebenwirkungen traten bei Patienten unter Losartan häufiger auf als unter

Placebo (Häufigkeiten nicht bekannt): Rückenschmerzen, Harnwegsinfektionen und

grippeähnliche Symptome.

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Als Folge einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wurden bei

Risikopatienten Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen berichtet, die

nach Absetzen der Behandlung reversibel sein können (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern scheint jenem von Erwachsenen ähnlich zu

sein.

Die Daten zur pädiatrischen Population sind begrenzt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses

Arzneimittels.

Angehörige

Gesundheitsberufen

sind

aufgefordert,

jeden

Verdachtsfall

einer

Nebenwirkung

Bundesinstitut

für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee

3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome einer Intoxikation

Bisher liegen begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen beim Menschen vor. Die

wahrscheinlichsten

Anzeichen

einer

Überdosierung

sind

Blutdruckabfall

Tachykardie. Durch parasympathische (vagale) Stimulation kann eine Bradykardie

auftreten.

Behandlung einer Intoxikation

Falls

symptomatischer

Blutdruckabfall

auftreten

sollte,

sollten

unterstützende

Maßnahmen

ergriffen

werden.

Therapiemaßnahmen

richten

sich

nach

Zeitpunkt der Einnahme und Art und Schwere der Symptome. Die Wiederherstellung

stabiler

Herzkreislaufverhältnisse

sollte

Vordergrund

stehen.

Nach

oraler

Seite 13

Aufnahme ist die Gabe ausreichender Mengen von Aktivkohle indiziert. Anschließend

müssen die Vitalparameter überwacht und Abweichungen ggf. korrigiert werden.

Weder

Losartan

noch

aktive

Metabolit

können

durch

Hämodialyse

entfernt

werden.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

Angiotensin-II-Antagonisten,

rein,

ATC-Code:

C09CA01

Losartan ist ein synthetisch hergestellter oraler Angiotensin II-Rezeptor(Typ AT

Antagonist. Angiotensin II, ein potenter Vasokonstriktor, ist das primär aktive Hormon

des Renin-Angiotensin-Systems und eine wichtige Determinante der Pathophysiologie

der Hypertonie. Angiotensin II bindet an den AT

-Rezeptor, der in vielen Geweben zu

finden ist (z. B. glatte Gefäßmuskulatur, Nebenniere, Nieren, Herz), und ruft wichtige

biologische Wirkungen hervor, wie beispielsweise Vasokonstriktion und Freisetzung

von Aldosteron. Angiotensin II stimuliert auch die Proliferation glatter Muskelzellen.

Losartan blockiert selektiv den AT

-Rezeptor. In vitro und in vivo hemmen Losartan

und sein pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit E-3174 alle physiologisch

relevanten Wirkungen von Angiotensin II, unabhängig von dessen Herkunft oder vom

Weg seiner Entstehung.

Eine agonistische Wirkung besitzt Losartan nicht, auch erfolgt keine Blockierung

anderer Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bei der kardiovaskulären Regulation

von Bedeutung sind. Losartan hemmt auch nicht ACE (= Kininase II), das Enzym,

welches

Bradykinin

abbaut.

Somit

kommt

nicht

einer

Verstärkung

bradykininvermittelter unerwünschter Wirkungen.

Während der Gabe von Losartan führt der Wegfall der negativen Rückkopplung von

Angiotensin II auf die Reninbildung zum Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität (PRA).

Ein Anstieg der PRA führt zum Anstieg von Angiotensin II im Plasma. Trotz dieses

Anstiegs bleiben die antihypertensive Wirkung und die Suppression der Plasma-

Aldosteron-Konzentration erhalten, was auf eine effektive Angiotensin II-Rezeptor-

Blockade hinweist. Nach Absetzen von Losartan sanken die PRA- und Angiotensin II-

Werte binnen drei Tagen auf die Ausgangswerte.

Sowohl Losartan als auch sein aktiver Hauptmetabolit haben eine viel größere Affinität

für den AT

-Rezeptor als für den AT

-Rezeptor. Der aktive Metabolit ist 10- bis 40fach

wirksamer auf Gewichtsbasis als Losartan.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien reduzierte die einmal tägliche Gabe von Losartan

Patienten

leichter

mittelschwerer

essentieller

Hypertonie

statistisch

signifikant

systolischen

diastolischen

Blutdruck.

Messungen

Blutdruckwerte 24 Stunden nach der Einnahme im Vergleich zu 5 - 6 Stunden nach

Seite 14

Einnahme

zeigten

eine

Blutdrucksenkung

über

24 Stunden;

zirkadiane

Rhythmus blieb erhalten. Die Blutdrucksenkung am Ende des Dosierungsintervalls

betrug etwa 70 - 80 % des Effekts, der 5 - 6 Stunden nach der Gabe zu sehen war.

Absetzen

Losartan

führte

Hypertonikern

nicht

einem

abrupten

Blutdruckanstieg (Rebound). Trotz der deutlichen Blutdrucksenkung zeigte Losartan

keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern ebenso wirksam wie bei Frauen, bei jüngeren Hypertonikern

(unter 65 Jahren) ebenso wie bei älteren.

LIFE-Studie

Losartan-Interventionsstudie

Endpunktreduktion

Hypertonie

(Losartan

Intervention For Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine randomisierte,

dreifach-verblindete und aktiv-kontrollierte Studie mit 9.193 Hypertonikern zwischen

55 und 80 Jahren mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie.

Patienten

erhielten

Beginn

randomisiert

entweder

Losartan

oder

Atenolol 50 mg einmal täglich. Wenn der Zielblutdruck (< 140/90 mmHg) nicht erreicht

wurde,

wurde

zunächst

Hydrochlorothiazid

(12,5

zugegeben

dann

gegebenenfalls die Losartan- oder Atenolol-Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht.

Falls

notwendig,

wurden

andere

Antihypertonika

(nicht

jedoch

ACE-Hemmer,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Betarezeptorenblocker) in beiden Gruppen

zusätzlich gegeben, um das Ziel einer vergleichbaren Erniedrigung des Blutdrucks in

beiden Gruppen zu erreichen.

Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus kardiovaskulärer Morbidität und

Mortalität gemessen als Reduktion der kombinierten Inzidenz von kardiovaskulärem

Tod, Schlaganfall und Myokardinfarkt. In beiden Behandlungsgruppen kam es zu

einer signifikanten, vergleichbaren Erniedrigung des Blutdrucks. Die Behandlung mit

Losartan führte im Vergleich zu Atenolol zu einer Risikoreduktion um 13,0 % (p =

0,021,

Konfidenzintervall

0,77

0,98)

Bezug

primären

zusammengesetzten

Endpunkt.

Dies

hauptsächlich

Senkung

Schlaganfallrate zurückzuführen. Die Behandlung mit Losartan senkte das relative

Risiko für einen Schlaganfall um 25 % (p = 0,001, 95 % Konfidenzintervall 0,63 - 0,89)

im Vergleich zu Atenolol. Die Rate der Inzidenz kardiovaskulärer Todesfälle und

Myokardinfarkte unterschied sich nicht signifikant zwischen den Behandlungsgruppen.

Ethnische Zugehörigkeit

LIFE-Studie

hatten

Losartan

behandelten

Patienten

schwarzer

Hautfarbe ein höheres Risiko, den primären zusammengesetzten Endpunkt, d. h. ein

kardiovaskuläres Ereignis (z. B. Herzinfarkt, kardiovaskulärer Tod) und insbesondere

Schlaganfall,

erleiden,

Atenolol

behandelten

Patienten

schwarzer

Hautfarbe.

Daher

treffen

LIFE-Studie

beobachteten

Ergebnisse

Losartan im Vergleich zu Atenolol bezüglich kardiovaskulärer Morbidität/Mortalität

nicht

für

Patienten

schwarzer

Hautfarbe

Bluthochdruck

linksventrikulärer Hypertrophie leiden.

Seite 15

RENAAL-Studie

Die RENAAL-Studie [Reduction of Endpoints in NIDDM (Non Insulin Dependent

Diabetes Mellitus) with the Angiotensin II-Receptor Antagonist Losartan] war eine

kontrollierte, weltweit durchgeführte klinische Studie mit 1.513 Patienten mit Typ-2-

Diabetes mellitus und Proteinurie, mit oder ohne Hypertonie. 751 Patienten erhielten

Losartan.

Ziel der Studie war es, die über den Nutzen einer Blutdrucksenkung hinausgehende

nephroprotektive Wirkung von Losartan-Kalium zu zeigen.

Patienten mit Proteinurie und einem Serum-Kreatinin von 1,3 - 3,0 mg/dl wurden auf

der Basis einer konventionellen antihypertensiven Therapie unter Ausschluss von

ACE-Hemmern

Angiotensin-II-Antagonisten

randomisiert

entweder

Losartan 50 mg einmal täglich, das abhängig von der Blutdrucksenkung titriert wurde,

oder mit Placebo behandelt.

Die Prüfärzte wurden angehalten, gegebenenfalls auf 100 mg täglich zu titrieren; 72 %

der Patienten nahmen die meiste Zeit die Tagesdosis 100 mg. Andere Antihypertonika

(Diuretika, Kalziumantagonisten, Alpha- oder Betarezeptorenblocker sowie zentral

wirksame Antihypertonika) konnten in beiden Gruppen je nach Bedarf zusätzlich

gegeben werden. Die Patienten wurden bis zu 4,6 Jahre beobachtet (Mittelwert 3,4

Jahre).

primäre

Endpunkt

Studie

zusammengesetzter

Endpunkt

Verdoppelung des Serum-Kreatinins, terminaler Niereninsuffizienz (Dialysepflicht oder

Transplantation) oder Tod.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Losartan (327 Ereignisse) im

Vergleich zu Placebo (359 Ereignisse) für die Patienten zu einer Risikoreduktion von

16,1 % (p = 0,022) führte, den primären zusammengesetzten Endpunkt zu erreichen.

Für die folgenden einzelnen und kombinierten Komponenten des primären Endpunkts

ergab

sich

Losartan

behandelten

Patienten

eine

signifikante

Risikoreduktion: 25,3 % Risikoreduktion für die Verdoppelung des Serum-Kreatinins (p

= 0,006); 28,6 % Risikoreduktion für die terminale Niereninsuffizienz (p = 0,002); 19,9

% Risikoreduktion für die terminale Niereninsuffizienz oder Tod (p = 0,009); 21,0 %

Risikoreduktion

für

eine

Verdoppelung

Serum-Kreatinins

oder

terminale

Niereninsuffizienz (p = 0,01).

Die Rate der Gesamttodesfälle war zwischen beiden Behandlungsgruppen nicht

signifikant unterschiedlich.

In dieser Studie wurde Losartan im Allgemeinen gut vertragen, wie die Rate von

Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen im Vergleich zur Placebogruppe

belegte.

HEAAL-Studie

„Heart

Failure

Endpoint

Evaluation

Angiotensin

Antagonist

Losartan“

(HEAAL)-Studie war eine weltweit durchgeführte, kontrollierte klinische Studie mit

3.834 Patienten zwischen 18 und 98 Jahren mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen II-

IV), die eine Intoleranz gegenüber ACE-Hemmern aufwiesen. Die Patienten bekamen

zusätzlich

einer

konventionellen

Basistherapie

unter

Ausschluss

ACE-

Hemmern randomisiert entweder 50 mg Losartan einmal/Tag oder 150 mg Losartan

einmal/Tag.

Seite 16

Die Patienten wurden über 4 Jahre (Mittelwert [Median] 4,7 Jahre) beobachtet.

Der primäre Endpunkt der Studie war ein kombinierter Endpunkt aus Gesamtmortalität

oder Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine Behandlung mit 150 mg Losartan (828 Ereignisse)

im Vergleich zu 50 mg Losartan (889 Ereignisse) zu einer Risikoreduktion von 10,1 %

(p = 0,027, 95 % Konfidenzintervall 0,82 - 0,99) führte, hinsichtlich der Anzahl der

Patienten,

primären

kombinierten

Endpunkt

erreichten.

Dies

hauptsächlich auf eine Verringerung der Häufigkeit der Krankenhauseinweisungen

aufgrund

Herzinsuffizienz

zurückzuführen.

Vergleich

Losartan

reduzierte

Behandlung

Losartan

Risiko

für

Krankenhauseinweisungen um 13,5 % (p = 0,025, 95 % Konfidenzintervall 0,76 -

0,98). Die Gesamtmortalitätsrate war zwischen beiden Behandlungsgruppen nicht

signifikant unterschiedlich. Niereninsuffizienz, Hypotonie und Hyperkaliämie traten in

der Gruppe unter 150 mg Losartan häufiger auf als in der Gruppe unter 50 mg, jedoch

führten diese unerwünschten Ereignisse in der Gruppe unter 150 mg nicht signifikant

häufiger zu einem Therapieabbruch.

ELITE-I- und ELITE-II-Studie

In der ELITE-Studie über 48 Wochen bei 722 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-

Klasse

II-IV)

wurde

kein

Unterschied

hinsichtlich

primären

Endpunkts

einer

langfristigen Änderung der Nierenfunktion zwischen den mit Losartan und den mit

Captopril behandelten Patienten beobachtet. Die Beobachtung der ELITE-Studie,

dass Losartan das Mortalitätsrisiko im Vergleich zu Captopril verringerte, wurde in der

anschließenden ELITE-II-Studie, die nachfolgend beschrieben wird, nicht bestätigt.

In der ELITE-II-Studie wurde Losartan 50 mg einmal täglich (Anfangsdosis 12,5 mg,

erhöht auf 25 mg, dann 50 mg einmal täglich) mit Captopril 50 mg dreimal täglich

(Anfangsdosis 12,5 mg, erhöht auf 25 mg, dann auf 50 mg dreimal täglich) verglichen.

Der primäre Endpunkt dieser prospektiven Studie war die Gesamtmortalität.

In dieser Studie wurden 3.152 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II-IV) fast

zwei Jahre beobachtet (Median: 1,5 Jahre), um festzustellen, ob Losartan Captopril

bei der Senkung der Gesamtmortalität überlegen ist. Der primäre Endpunkt zeigte

keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Losartan und Captopril bei der

Senkung der Gesamtmortalität.

beiden

Wirkstoff-kontrollierten

klinischen

Studien

(nicht

placebokontrolliert)

Patienten mit Herzinsuffizienz war die Verträglichkeit von Losartan jener von Captopril

überlegen,

gemessen

anhand

einer

signifikant

geringeren

Therapieabbruchrate

aufgrund unerwünschter Wirkungen und einer signifikant geringeren Hustenhäufigkeit.

In der ELITE-II-Studie wurde in der kleinen Subgruppe (22 % aller HI-Patienten) unter

Betablockern bei Behandlungsbeginn eine erhöhte Mortalität beobachtet.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

zwei

großen

randomisierten,

kontrollierten

Studien

(„ONTARGET”

[ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA

NEPHRON-D”

[The

Veterans

Affairs

Nephropathy

Diabetes])

wurde

Seite 17

gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“-Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2

mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie

wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie

durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre

Endpunkte

Mortalität,

während

höheres

Risiko

für

Hyperkaliämie,

akute

Nierenschädigung

und/oder

Hypotonie

Vergleich

Monotherapie

beobachtet

wurde.

Aufgrund

vergleichbarer

pharmakodynamischer

Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular

and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren

zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer

Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die

Studie

wurde

wegen

eines

erhöhten

Risikos

unerwünschter

Ereignisse

vorzeitig

beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe

numerisch

häufiger

Placebo-Gruppe,

ebenso

unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Studien bei Kindern

Hypertonie bei Kindern

Die antihypertensive Wirkung von Losartan wurde in einer klinischen Studie mit 177

hypertonen Kindern zwischen 6 - 16 Jahren mit einem Körpergewicht über 20 kg und

einer glomerulären Filtrationsrate > 30 ml/min/1,73 m² untersucht. Patienten mit einem

Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg erhielten täglich entweder 2,5 mg, 25 mg

oder 50 mg Losartan. Patienten mit einem Körpergewicht über 50 kg erhielten täglich

entweder 5 mg, 50 mg oder 100 mg Losartan. Am Ende der dritten Woche kam es

durch die einmal tägliche Losartan-Gabe zu einer dosisabhängigen Senkung des

Blutdruckwertes am Ende des Dosierungsintervalls.

Insgesamt gesehen zeigte sich eine Dosis-Wirkungs-Beziehung. Die Dosis-Wirkungs-

Beziehung war im Vergleich der Gruppe mit der niedrigen Dosis zu der mit der

mittleren Dosis (Studienabschnitt I: -6,2 mmHg vs. -11,65 mmHg) sehr offensichtlich,

schwächte sich aber im Vergleich der Gruppe mit der mittleren Dosis zu der mit der

hohen Dosis (Studienabschnitt I: -11,65 mmHg vs. -12,21 mmHg) ab. Die niedrigsten

in den Studien untersuchten Dosen von 2,5 mg und 5 mg, entsprechend einer

durchschnittlichen Tagesdosis von 0,07 mg/kg, zeigten offenbar keine konsistente

antihypertensive Wirkung.

Diese Ergebnisse wurden in Abschnitt II der Studie, in die die Patienten nach

3 Behandlungswochen zur Weiterführung der Therapie mit Losartan oder Placebo

randomisiert wurden, bestätigt. Der Unterschied im Blutdruckanstieg im Vergleich zu

Placebo war in der mittleren Dosierungsgruppe am größten (6,70 mmHg bei mittlerer

Seite 18

Dosis vs. 5,38 mmHg bei hoher Dosis). Der Anstieg des diastolischen Blutdruckwerts

am Ende des Dosierungsintervalls war in der Patientengruppe unter Placebo und bei

Patienten unter der niedrigsten Losartan-Dosis in jeder Gruppe gleich. Dies zeigt

ebenfalls,

dass

niedrigste

Dosis

allen

Gruppen

keine

signifikante

antihypertensive Wirkung hatte.

Langzeitwirkungen von Losartan auf Wachstum, Pubertät und allgemeine Entwicklung

wurden nicht untersucht. Die Langzeitwirksamkeit der antihypertensiven Therapie mit

Losartan

Kindheit

Senkung

kardiovaskulären

Morbidität

Mortalität wurde ebenfalls nicht untersucht.

Die Wirkung von Losartan auf eine Proteinurie wurde bei hypertonen (n = 60) und

normotonen (n = 246) Kindern mit einer Proteinurie in einer 12-wöchigen, Placebo-

und aktiv-kontrollierten (Amlodipin) klinischen Studie bestimmt. Eine Proteinurie wurde

definiert als Verhältnis von Protein/Kreatinin ≥ 0,3 im Urin. Die hypertonen Patienten

(im Alter von 6 bis 18 Jahren) wurden randomisiert entweder auf Losartan (n = 30)

oder Amlodipin (n = 30) eingestellt. Die normotonen Patienten (zwischen 1 und 18

Jahren) wurden randomisiert entweder auf Losartan (n = 122) oder Placebo (n = 124)

eingestellt. Losartan wurde in Dosierungen von 0,7 mg/kg bis 1,4 mg/kg (bis zu einer

Maximaldosis von 100 mg/Tag) gegeben. Amlodipin wurde in Dosierungen von 0,05

mg/kg bis 0,2 mg/kg (bis zu einer Maximaldosis von 5 mg/Tag) gegeben.

Insgesamt kam es bei den auf Losartan eingestellten Patienten nach 12-wöchiger

Behandlung zu einer statistisch signifikanten Reduktion der Proteinurie von 36 %

bezogen auf den Ausgangswert versus einer 1 %igen Zunahme in der Placebo-

/Amlodipingruppe

0,001).

Losartan

eingestellten

hypertonen

Patienten kam es zu einer Reduktion der Proteinurie von -41,5 % vom Ausgangswert

(95 % CI -29,9; -51,1) versus +2,4 % (95 % CI -22,2; 14,1) in der Amlodipingruppe.

Die Abnahme sowohl des systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks war in

der Losartangruppe (-5,5/-3,8 mmHg) im Vergleich zur Amlodipingruppe (-0,1/+0,8

mmHg)

stärker.

normotonen

Kindern

wurde

Losartangruppe

eine

geringfügige Abnahme des Blutdrucks (-3,7/-3,4 mmHg) im Vergleich zu Placebo

festgestellt. Eine signifikante Korrelation zwischen der Abnahme der Proteinurie und

der Abnahme des Blutdrucks wurde nicht beobachtet; es ist jedoch möglich, dass die

Abnahme des Blutdrucks teilweise für den Rückgang der Proteinurie in der mit

Losartan behandelten Gruppe verantwortlich war.

Die Langzeitwirkungen von Losartan bei Kindern mit Proteinurie wurden bis zu 3

Jahre in der offenen Sicherheits-Verlängerungsphase derselben Studie untersucht, in

alle

Patienten

eingeladen

wurden,

welche

12-wöchige

Behandlung

Basisstudie

beendet

hatten.

Insgesamt

nahmen

Patienten

offenen

Verlängerungsphase teil und wurden erneut zu Losartan (n = 134) oder Enalapril (n =

134)

randomisiert.

Patienten

wurden

mehr

Jahre

behandelt

nachbeobachtet (vorab definierte Beendigung der Studie bei Abschluss der 3-jährigen

Verlängerungsphase durch mehr als 100 Patienten). Die Dosierungen von Losartan

betrugen nach Ermessen der Prüfärzte 0,30 - 4,42 mg/kg/Tag, die von Enalapril 0,02 -

1,13 mg/kg/Tag. Die Tageshöchstdosen von 50 mg für ein Körpergewicht < 50 kg und

100 mg für ein Körpergewicht > 50 kg wurden bei den meisten Patienten während der

Verlängerungsphase der Studie nicht überschritten.

Seite 19

Insgesamt zeigten die Daten der Sicherheits-Verlängerungsphase, dass Losartan gut

vertragen wurde und über 3 Jahre lang zu anhaltenden Reduktionen der Proteinurie

ohne nennenswerte Veränderung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) führte. Bei

normotonen Patienten (n = 205) hatte Enalapril eine numerisch größere Wirkung auf

die Proteinurie als Losartan (-33,0 % [95 % CI -47,2; -15,0] vs. -16,6 % [95 % CI -34,9;

6,8]) und GFR (9,4 [95 % CI 0,4; 18,4] vs. -4,0 [95 % CI -13,1; 5,0] ml/min/1,73 m²).

Bei hypertonen Patienten (n = 49) hatte Losartan eine numerisch größere Wirkung auf

die Proteinurie (-44,5 % [95 % CI -64,8; -12,4] vs. -39,5 % [95 % CI -62,5; -2,2]) und

GFR (18,9 [95 % CI 5,2; 32,5] vs. -13,4 [95 % CI -27,3; 0,6] ml/min/1,73 m²).

Eine unverblindete klinische Dosisfindungsstudie diente zur Bewertung der Sicherheit

Wirksamkeit

Losartan

Kindern

Monaten

Jahren

Hypertonie. Insgesamt wurden 101 Patienten randomisiert und sollten unverblindet

Losartan in einer von drei verschiedenen Anfangsdosierungen erhalten: eine niedrige

Dosis von 0,1 mg/kg/Tag (n = 33), eine mittlere Dosis von 0,3 mg/kg/Tag (n = 34) oder

eine hohe Dosis von 0,7 mg/kg/Tag (n = 34). Darunter waren 27 Kleinstkinder im Alter

von 6 bis 23 Monaten. Die Studienmedikation wurde in den Wochen 3, 6 und 9 auf die

nächste Stufe erhöht, wenn die Patienten ihren Blutdruck-Zielwert nicht erreichten und

noch nicht die Höchstdosis (1,4 mg/kg/Tag, wobei 100 mg/Tag nicht überschritten

werden durften) von Losartan erhalten hatten.

Von den 99 Patienten unter Studienmedikation nahmen 90 (90,9 %) Patienten an der

Verlängerungsphase

teil,

alle

Monate

Visiten

Nachbeobachtung

stattfanden. Die mittlere Therapiedauer betrug 264 Tage.

Insgesamt

allen

Behandlungsgruppen

einer

ähnlichen

mittleren

Blutdrucksenkung vom Ausgangswert (Veränderung vom Ausgangswert in Woche 3

für den systolischen Blutdruckwert: -7,3 mmHg für die niedrige Dosis, -7,6 mmHg für

mittlere

Dosis

-6,7

mmHg

für

hohe

Dosis;

Veränderung

Ausgangswert in Woche 3 für den diastolischen Blutdruckwert: -8,2 mmHg für die

niedrige Dosis, -5,1 mmHg für die mittlere Dosis und -6,7 mmHg für die hohe Dosis);

allerdings gab es keine statistisch signifikante Dosis-Wirkungsbeziehung für das

Ansprechen sowohl beim systolischen als auch beim diastolischen Blutdruckwert.

Losartan in Dosierungen bis zu 1,4 mg/kg wurde bei Kindern mit Hypertonie im Alter

von 6 Monaten bis zu 6 Jahren im Laufe der 12-wöchigen Therapie im Allgemeinen

vertragen.

Sicherheitsprofil

erschien

insgesamt

zwischen

Behandlungsgruppen ähnlich zu sein.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut resorbiert und unterliegt einem First-pass-

Metabolismus. Es werden ein aktiver Carboxylsäure-Metabolit und weitere inaktive

Metaboliten gebildet. Die systemische Bioverfügbarkeit von Losartan-Filmtabletten

beträgt ca. 33 %. Mittlere maximale Plasmakonzentrationen von Losartan werden in

einer Stunde, des aktiven Metaboliten in 3 - 4 Stunden erreicht.

Verteilung

Seite 20

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu ≥ 99 % eiweißgebunden, primär an

Albumin. Das Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter.

Biotransformation

Etwa 14 % von intravenös oder oral verabreichtem Losartan werden zu seinem

aktiven Metaboliten umgewandelt. Die Untersuchungen mit

C-markiertem Losartan

zeigten

nach

oraler

intravenöser

Gabe,

dass

Radioaktivität

Plasma

vorwiegend Losartan und seinem aktiven Metaboliten zuzuschreiben ist. Bei etwa 1 %

Probanden

eine

geringe

Konversion

Losartan

seinen

aktiven

Metaboliten

festzustellen.

Zusätzlich

aktiven

Metaboliten

werden

inaktive

Metaboliten gebildet.

Elimination

Die Plasma-Clearance von Losartan bzw. seines aktiven Metaboliten beträgt etwa 600

ml/min bzw. 50 ml/min. Die Werte für die renale Clearance liegen bei etwa 74 ml/min

(Losartan) und 26 ml/min (aktiver Metabolit). Nach oraler Einnahme werden etwa 4 %

der Dosis unverändert mit dem Urin ausgeschieden, etwa 6 % der Dosis erscheinen

im Urin als aktiver Metabolit. Bis zu oralen Dosen von 200 mg Losartan-Kalium pro

Tag ist die Pharmakokinetik von Losartan und dem aktiven Metaboliten linear.

Nach oraler Einnahme verlaufen die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines

aktiven Metaboliten polyexponentiell mit einer terminalen Halbwertszeit von ca. 2

Stunden

bzw.

Stunden.

einer

Dosierung

einmal

täglich

akkumulieren weder Losartan noch sein aktiver Metabolit signifikant im Plasma.

Die Ausscheidung von Losartan und seinen Metaboliten erfolgt biliär und renal. Nach

oraler/intravenöser Gabe von

C-markiertem Losartan werden beim Menschen etwa

35 %/43 % der Radioaktivität im Urin, und 58 %/50 % in den Faeces gefunden.

Besondere Patientengruppen

Bei älteren Hypertonikern waren die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines

aktiven

Metaboliten

nicht

wesentlich

unterschiedlich

jenen,

jungen

Hypertonikern beobachtet wurden.

Bei Frauen mit Hypertonie waren die Plasmaspiegel von Losartan bis zu 2fach höher

als bei Männern mit Hypertonie, während die Plasmaspiegel des aktiven Metaboliten

bei Männern und Frauen nicht unterschiedlich waren.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger alkoholinduzierter Leberzirrhose waren die

Plasmaspiegel von Losartan und seines aktiven Metaboliten nach oraler Gabe 5fach

bzw. 1,7fach höher als bei jungen männlichen Probanden (siehe Abschnitte 4.2 und

4.4).

Die Plasmakonzentrationen von Losartan sind bei Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance über 10 ml/min unverändert. Im Vergleich zu Patienten mit normaler

Nierenfunktion ist bei Dialysepatienten die AUC für Losartan etwa 2fach höher.

Plasmakonzentrationen

aktiven

Metaboliten

sind

Patienten

Nierenfunktionseinschränkung ebenso wie bei Dialysepatienten unverändert.

Seite 21

Weder

Losartan

noch

aktive

Metabolit

können

durch

Hämodialyse

entfernt

werden.

Pharmakokinetik bei pädiatrischen Patienten

Die Pharmakokinetik von Losartan wurde bei 50 hypertensiven Kindern im Alter

zwischen > 1 Monat und < 16 Jahren untersucht. Es wurde eine tägliche Dosis von

0,54 - 0,77 mg Losartan/kg KG gegeben (mittlere Dosen).

Die Ergebnisse zeigten, dass der aktive Metabolit von Losartan in allen Altersgruppen

gebildet wird. Die Ergebnisse zeigten für Losartan nach oraler Einnahme ungefähr

ähnliche

pharmakokinetische

Parameter

Säuglingen,

Kleinkindern,

Vorschulkindern,

Schulkindern

Jugendlichen.

pharmakokinetischen

Parameter des Metaboliten unterschieden sich zwischen den Altersgruppen in einem

größeren Ausmaß. Diese Unterschiede waren im Vergleich von Vorschulkindern mit

Jugendlichen statistisch signifikant. Die Exposition bei Säuglingen/Kleinkindern war

vergleichsweise hoch.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Studien, einschließlich konventioneller Studien zur allgemeinen

Pharmakologie, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen keine

besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. In Studien zur Toxizität nach

wiederholter Gabe induzierte die Verabreichung von Losartan eine Abnahme der roten

Blutzellparameter

(Erythrozyten,

Hämoglobin,

Hämatokrit),

einen

Anstieg

Harnstoff-Stickstoff im Serum sowie gelegentliche Erhöhungen des Serumkreatinins,

eine Abnahme im Herzgewicht (ohne histologisches Korrelat) und gastrointestinale

Veränderungen (Schleimhautläsionen, Ulzera, Erosionen, Hämorrhagien). Wie bei

anderen Substanzen, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, wurde bei

Losartan

Induktion

unerwünschten

Wirkungen

späte

fetale

Entwicklung, die zu fetalem Tod und Missbildungen führen, gezeigt.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Lactose

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Talkum

Hochdisperses Siliciumdioxid

Film

Hypromellose

Hyprolose

Titandioxid (E 171)

6.2

Inkompatibilitäten

Seite 22

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Losartan Heumann 12,5 mg Filmtabletten

Opake AL/PVC/LDPE/PVdC-Blisterpackungen mit 14, 21 und 28 Filmtabletten.

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

Opake AL/PVC/LDPE/PVdC-Blisterpackungen mit 28, 56 und 98 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7.

Inhaber der Zulassungen

HEUMANN PHARMA

GmbH & Co. Generica KG

Südwestpark 50 · 90449 Nürnberg

Telefon/Telefax: 0700 4386 2667

E-Mail: info@heumann.de

8.

Zulassungsnummern

Losartan Heumann 12,5 mg Filmtabletten

72063.00.00

Losartan Heumann 50 mg Filmtabletten

72065.00.00

Losartan Heumann 100 mg Filmtabletten

72066.00.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassungen/Verlängerung der Zulassungen

Datum der Erteilung der Zulassungen:

22.02.2010

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen:

22.03.2016

Seite 23

10.

Stand der Information

04/2016

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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