Losartan HCT AAA 100 mg/12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
AAA-Pharma GmbH
ATC-Code:
C09DA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium, hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 100.mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72743.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten

Wirkstoffe: Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie

mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält

wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese

später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie

es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch

wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren

Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind (siehe Abschnitt 4).

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was sind Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten und wofür

werden sie angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan HCT AAA

100 mg/25

mg Filmtabletten beachten?

3. Wie sind Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie sind Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten und

wofür werden sie angewendet?

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten sind eine Kombination

aus zwei Wirkstoffen: Losartan (das als Kaliumsalz vorliegt), ein sog.

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist, und Hydrochlorothiazid, ein

Entwässerungsmittel (Diuretikum). Die Substanz Angiotensin II wird im

Körper gebildet und hilft, den Blutdruck zu regulieren. Sie verbindet sich

mit bestimmten Bindungsstellen (Rezeptoren) in den Blutgefäßen.

Dadurch werden diese enger und der Blutdruck steigt. Bei Bluthochdruck

ist Angiotensin II an der Aufrechterhaltung des überhöhten Blutdrucks

beteiligt. Der Wirkstoff Losartan blockiert die Bindung von Angiotensin II

an diese Rezeptoren, so dass die Blutgefäße entspannt werden und der

bei der Bluthochdruckerkrankung überhöhte Blutdruck sinkt.

Der Wirkstoff Hydrochlorothiazid bewirkt eine verstärkte Wasser- und

Salzausscheidung der Nieren. Dies trägt ebenfalls zur Senkung des

Blutdrucks bei.

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten werden angewendet

zur Behandlung des Bluthochdrucks (essenzielle Hypertonie).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan HCT AAA

®

100

mg/25 mg Filmtabletten beachten?

Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten dürfen nicht

eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Losartan, Hydrochlorothiazid oder einen

der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

wenn Sie allergisch gegen sulfonamidhaltige Präparate sind, das

sind z.B. andere Entwässerungsmittel aus der Gruppe der Thiazide,

einige Antibiotika wie z.B. Cotrimoxazol (fragen Sie Ihren Arzt, falls

Sie sich nicht sicher sind).

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist.

wenn Ihre Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist oder ihre Nieren

keinen Urin produzieren.

wenn Sie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder eine

eingeschränkte Nierenfunktion haben und gleichzeitig ein

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Aliskiren zur Blutdrucksenkung

einnehmen.

wenn Sie einen niedrigen Kalium-, niedrigen Natrium- oder hohen

Kalziumspiegel im Blut haben, der nicht behandelbar ist

wenn Sie an Gicht leiden.

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind

(Es wird empfohlen, Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg

Filmtabletten auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren

enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen

Fachpersonal, bevor Sie Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg

Filmtabletten einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). Die Einnahme von Losartan HCT AAA

mg/25 mg Filmtabletten in der frühen Phase der Schwangerschaft wird

nicht empfohlen, und Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

dürfen nicht mehr nach dem 3. Schwangerschaftsmonat eingenommen

werden, da die Einnahme von Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg

Filmtabletten in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und

Stillzeit).

Halten Sie vor Einnahme von Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg

Filmtabletten Rücksprache mit Ihrem Arzt:

wenn Sie bereits einmal eine Überempfindlichkeitsreaktion mit

Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen oder Zunge

(Angioödem) hatten.

wenn Sie Allergien haben oder hatten, an Asthma oder einer

Erkrankung leiden, die mit Gelenkschmerzen, Hautrötungen und

Fieber einhergeht (systemischer Lupus erythematodes).

wenn Sie Entwässerungstabletten (Diuretika) einnehmen.

wenn Sie eine kochsalzarme oder eine kaliumarme Diät einhalten.

wenn Sie einen hohen Kalziumspiegel im Blut haben.

wenn Sie einen niedrigen Kaliumspiegel im Blut haben.

wenn Sie starkes Erbrechen und/oder Durchfall hatten oder haben.

wenn Sie zuckerkrank sind.

wenn Sie Gicht haben oder hatten.

wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die mit einer erhöhten

Ausschüttung des Hormons Aldosteron aus der Nebenniere

einhergeht (primärer Hyperaldosteronismus).

wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist (siehe Abschnitt „Losartan

HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten dürfen nicht eingenommen

werden“).

wenn Sie an einer Verengung der zu den Nieren führenden Blutgefäße

(Nierenarterienstenose) leiden, nur eine funktionierende Niere haben

oder vor kurzem eine Nierentransplantation hatten.

wenn Sie an Herzleistungsschwäche leiden.

wenn Sie an einer Verengung der Arterien (Atherosklerose), oder

Brustschmerzen aufgrund verminderter Durchblutung der

Herzkranzgefäße (Angina pectoris) leiden.

wenn Sie an einer Verengung der Herzklappen (Aorten- oder

Mitralklappensteose) oder einer Erkrankung, die eine Verdickung

des Herzmuskels verursacht (hypertrophe Kardiomyopathie) leiden.

wenn Sie eine Narkose erhalten (auch beim Zahnarzt) bzw. sich

einer Operation unterziehen müssen, müssen Sie Ihrem

behandelnden Arzt oder dem medizinischen Personal mitteilen, dass

Sie Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten einnehmen.

wenn Sie Ihre Nebenschilddrüsenfunktion testen lassen, müssen Sie

Ihrem behandelnden Arzt oder dem medizinischen Personal mitteilen,

dass Sie Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten einnehmen.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von

hohem Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril),

insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes

mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen

überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

dürfen nicht eingenommen werden“.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Losartan HCT AAA

®

mg/25 mg Filmtabletten bei Kindern vor. Deshalb sollten Losartan HCT

®

100 mg/25 mg Filmtabletten Kindern nicht gegeben werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Einnahme von Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten

zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden bzw. kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder

beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Entwässerungsmittel (Diuretika) wie das in Losartan HCT AAA

mg/25 mg Filmtabletten enthaltende Hydrochlorothiazid, können

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.

Lithiumhaltige Arzneimittel, z.B. gegen Depressionen, dürfen nicht mit

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten ohne enge ärztliche

Überwachung eingenommen werden.

Bestimmte Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Bluttests) können angebracht

sein, wenn Sie Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige

Kochsalzersatzmittel (bestimmte Diätsalze) oder kaliumsparende oder

andere Entwässerungsmittel, einige Abführmittel, Arzneimittel zur

Behandlung der Gicht, Arzneimittel, die den Herzrhythmus kontrollieren

oder gegen Zuckerkrankheit wirken (Arzneimittel zum Einnehmen oder

Insulin) anwenden.

Es ist auch für Ihren Arzt wichtig zu wissen, ob Sie folgende Arzneimittel

anwenden:

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks

bestimmte Hormone (Steroide) wie z.B. Kortison

Arzneimittel zur Krebsbehandlung

Schmerzmittel

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen

Arzneimittel gegen Gelenkerkrankungen (Arthritis bzw.

Polyarthritis)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung des hohen

Cholesterinspiegels (Anionenaustauscherharze wie Colestyramin)

Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung

Schlaftabletten (Barbiturate)

Opioide (Opiat-ähnliche Arzneimittel) wie Morphin

bestimmte Stoffgruppen, die den Blutdruck steigern (Amine wie

Adrenalin oder andere Arzneimittel der gleichen Gruppe)

Arzneimittel gegen die Zuckerkrankheit zum Einnehmen (orale

Antidiabetika) oder Insulin.

Bitte informieren Sie auch den behandelnden Arzt, dass Sie Losartan

HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten einnehmen, wenn für Sie eine

Röngenuntersuchung geplant ist und Sie deshalb iodhaltige

Röntgenkontrastmittel erhalten sollen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder

sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte „Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten dürfen nicht

eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme von Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten

zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken und Alkohol

Alkohol und Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten können

gegenseitig Ihre Wirkung verstärken. Deshalb sollte man während der

Behandlung den Alkoholgenuss einschränken.

Die Anwendung von Diätsalzen (Kaliumsalzen) in großen Mengen kann

die Wirkung von Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

abschwächen.

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten können zusammen mit

oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind,

abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die

Anwendung von Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten in der

frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten dürfen nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten in diesem Stadium zu

schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen

wollen. Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten werden nicht

zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen. Ihr Arzt kann eine

andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen.

Anwendung bei älteren Patienten

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten sind bei den meisten

älteren und jüngeren Patienten gleichermaßen gut wirksam und

verträglich. Die meisten älteren Patienten benötigen dieselbe Dosis wie

jüngere Erwachsene.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel beginnen, sollten Sie

keine Aufgaben, die besondere Aufmerksamkeit benötigen (z.B.

Autofahren oder das Bedienen von gefährlichen Maschinen) durchführen,

bevor sie wissen, wie Sie das Arzneimittel vertragen.

Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten enthalten

Milchzucker (Lactose)

Bitte nehmen Sie daher Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass

Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Lactoseintoleranz)

leiden.

3.

Wie sind Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem

Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach,

wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis

auswählen, abhängig von Ihrer Erkrankung und der Einnahme andere

Arzneimittel.

Es ist wichtig, dass Sie Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat, damit es zu

einer reibungslosen Senkung des Blutdrucks führt.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Bluthochdruck

Die für die meisten Patienten mit Bluthochdruck übliche Dosis an

Losartan und Hydrochlorothiazid ist 1 Filmtablette Losartan /

Hydrochlorothiazid 50 mg/12,5 mg oder ½ Filmtablette Losartan HCT

100 mg/25 mg einmal täglich, um Ihren Blutdruck über einen

Zeitraum von 24 Stunden zu kontrollieren. Eventuell kann die Dosis auf 2

Filmtabletten Losartan / Hydrochlorothiazid 50 mg/12,5 mg oder auf 1

Filmtablette Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg einmal täglich erhöht

werden.

Die Höchstdosis beträgt 2 Filmtabletten Losartan / Hydrochlorothiazid 50

mg/12,5 mg oder 1 Filmtablette Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg

einmal täglich.

Weitere Stärken von Losartan und Hydrochlorothiazid (50 mg/12,5 mg

und 100 mg/12,5 mg) stehen zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von Losartan HCT AAA

®

100 mg/25

mg Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten

Bei einer Überdosierung wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, damit

umgehend medizinische Maßnahmen ergriffen werden können, falls dies

notwendig ist. Eine Überdosierung kann einen Abfall des Blutdrucks,

Herzklopfen oder Herzrasen, langsamen Puls, Veränderung von

Blutwerten und eine Entwässerung verursachen.

Wenn Sie die Einnahme von Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg

Filmtabletten vergessen haben

Versuchen Sie, Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten wie

verordnet einzunehmen. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein,

wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die

Einnahme zur gewohnten Zeit fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben,

wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen

haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nehmen Sie Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten nicht mehr

ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben sich in das

nächstgelegene medizinische Notfallzentrum, falls folgende

Beschwerden bei Ihnen auftreten:

Eine schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch

Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder

Rachen, die Atem- oder Schluckbeschwerden verursachen kann.

Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung (betrifft mehr

als einen von 10.000, aber weniger als einen von 1.000 Patienten).

Möglicherweise benötigen Sie dringend medizinische Hilfe oder eine

Krankenhauseinweisung.

Über folgende Nebenwirkungen wurde berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Husten, Infektionen der oberen Atemwege, verstopfte Nase,

Entzündungen oder Erkrankungen der Nebenhöhlen

Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsstörungen

Muskelschmerzen oder -krämpfe, Beinschmerzen,

Rückenschmerzen

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel

Schwäche, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb

Erhöhter Kaliumspiegel (der Herzrhythmusstörungen verursachen

kann), verminderte Hämoglobinspiegel (Farbstoff der roten

Blutkörperchen)

Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen

Erniedrigter Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie).

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Verminderung der Anzahl der roten Blutkörperchen (Anämie), rote

oder bräunliche Punkte auf der Haut (manchmal besonders an den

Füßen, Beinen, Armen und am Gesäß, mit Gelenkschmerzen,

Schwellungen der Hände und Füße und Magenschmerzen),

Bluterguss, verringerte Anzahl von weißen Blutkörperchen,

Gerinnungsprobleme, verringerte Anzahl von Blutplättchen

Appetitverlust, erhöhte Harnsäurespiegel oder Gicht, erhöhte

Blutzuckerwerte, abnormale Blutelektrolytspiegel

Angst (-störungen), Nervosität, Panikstörung (wiederholte

Panikattacken), Verwirrung, Depression, verändertes Träumen,

Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen

Kribbeln/Nadelstiche oder ähnliche Missempfindungen, Schmerzen

in den Gliedmaßen, Zittern, Migräne, Ohnmachtsanfall

Verschwommensehen, Brennen oder Stechen in den Augen,

Bindehautentzündung, Sehverschlechterung, Gelbsehen

Klingeln, Dröhnen, Tosen oder Klicken in den Ohren (Tinnitus),

Drehschwindel (Vertigo)

Niedriger Blutdruck möglicherweise in Zusammenhang mit einem

Lagewechsel (Schwindel- oder Schwächegefühl beim Aufstehen),

Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris), unregelmäßiger

Herzrhythmus, Schlaganfall (“Minischlaganfall", „TIA“), Herzinfarkt,

Herzklopfen

Entzündung der Blutgefäße, oft zusammen mit Hautausschlag oder

Blutergüssen

Halsschmerzen, Atemnot, Bronchitis, Lungenentzündung, Wasser

in der Lunge (das Atembeschwerden verursacht), Nasenbluten,

laufende oder verstopfte Nase

leichte oder starke Verstopfung, Blähungen, Magenverstimmung,

Magenkrämpfe, Erbrechen, Mundtrockenheit, Entzündungen der

Speicheldrüsen, Zahnschmerzen

Gelbsucht (Gelbfärbung von Augen und Haut), Entzündung der

Bauchspeicheldrüse

Nesselsucht, Juckreiz, Hautentzündungen, Hautausschlag,

Hautrötung, Lichtempfindlichkeit der Haut, trockene Haut,

Hitzewallungen, Schwitzen, Haarausfall,

Schmerzen in den Armen, Beinen, Schultern, Hüften, Knien oder

anderen Gelenken, Gelenkschwellungen, Steifigkeit,

Muskelschwäche

Häufiges Wasserlassen auch in der Nacht,

Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenentzündungen,

Harnwegsentzündungen, Zucker im Urin

Abnahme des sexuellen Verlangens, Impotenz

Gesichtsschwellungen, örtlich begrenzte Schwellungen (Ödem),

Fieber

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Leberentzündung (Hepatitis), Veränderungen von Laborwerten zur

Bestimmung der Leberfunktion

Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar):

Grippeähnliche Beschwerden

Unklare Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Harn

(Rhabdomyolyse)

Erniedrigte Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)

Allgemeines Unwohlsein

Störung der Geschmackswahrnehmung (Dysgeusie)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem

anzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt.Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass

mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur

Verfügung gestellt werden.

5.

Wie sind Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Dieses Arzneimittel erfordert keine besonderen Lagerungsbedingungen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasseroder Haushaltsabfall.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist,

wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten enthalten:

Die Wirkstoffe sind:

Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid.

Jede Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium entsprechend 91,52

mg Losartan und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Hypromellose

Hyprolose

Titandioxid (E 171)

Chinolingelb, Aluminiumsalz (E 104)

Wie Losartan HCT AAA

®

100 mg/25 mg Filmtabletten aussehen und

Inhalt der Packung:

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten sind gelbe, runde,

bikonvexe Filmtabletten mit Bruchrille auf der einen Seite und glatt auf

der anderen Seite.

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten stehen in Alu/Alu-

Blisterpackungen mit 28, 56 und 98 Filmtabletten zur Verfügung.

Möglicherweise werden nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

AAA-Pharma GmbH

Calwer Straße 7

71034 Böblingen

Tel: 0800 / 00 04 433

Fax: 0800 / 00 04 434

E-Mail: info@aaa-pharma.de

Hersteller

Hameln rds a.s.

900 01 Modra

Horná 36

Slowakei

oder

GE Pharmaceuticals Ltd.

Industrial zone

Chekanitza South Area

2140 Botevgrad

Bulgarien

oder

Wörwag Pharma GmbH & Co. KG

Calwer Str. 7

71034 Böblingen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2015

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium entsprechend 91,52 mg Losartan und 25

mg Hydrochlorothiazid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Filmtablette enthält 50 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Gelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchrille auf der einen Seite und glatt auf der

anderen Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Losartan HCT AAA

ist zur Behandlung von essenziellem Bluthochdruck indiziert bei

Patienten, bei denen der Bluthochdruck mit Losartan oder Hydrochlorothiazid alleine nicht

ausreichend eingestellt werden kann.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Losartan/HCT dient nicht zur Anfangsbehandlung, sondern ist für Patienten bestimmt, deren

Bluthochdruck mit Losartan-Kalium oder Hydrochlorothiazid alleine nicht entsprechend

eingestellt werden kann.

Es wird empfohlen eine individuelle Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen (Losartan

und Hydrochlorothiazid) vorzunehmen.

Wenn klinisch vertretbar, kann bei Patienten mit unzureichender Blutdruckkontrolle eine

direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen

werden.

Die übliche Erhaltungsdosis von Losartan/HCT beträgt einmal täglich eine Filmtablette mit

50 mg Losartan/12,5 mg HCT. Bei Patienten, die nicht ausreichend auf 50 mg Losartan/12,5

mg HCT ansprechen, kann die Dosis auf einmal täglich eine Filmtablette Losartan HCT

100/25 mg (100 mg Losartan/25 mg HCT) erhöht werden. Die maximale Dosis ist

eine Filmtablette Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg einmal täglich.

Im Allgemeinen tritt die blutdrucksenkende Wirkung innerhalb von drei bis vier Wochen

nach Therapiebeginn ein. Eine Filmtablette mit 100 mg Losartan/12,5 mg HCT ist für

Patienten geeignet, die bereits mit 100 mg Losartan behandelt wurden und die eine

zusätzliche Kontrolle des Blutdrucks benötigen.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Hämodialysepatienten

Bei Patienten mit einer mäßig eingeschränkten Nierenfunktion (d. h. einer Kreatinin-

Clearance von 30-50 ml/min) ist keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich.

Losartan/Hydrochlorothiazid Filmtabletten sind nicht für Patienten unter Hämodialyse

empfohlen. Losartan/HCT Filmtabletten dürfen nicht bei Patienten mit stark eingeschränkter

Nierenfunktion (d. h. einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) angewendet werden (siehe

Abschnitt 4.3).

Anwendung bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust

Ein Flüssigkeits- und/oder Natriumverlust ist vor der Gabe von Losartan/HCT Tabletten

auszugleichen.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Losartan/HCT ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3)

Anwendung bei älteren Patienten

Eine Dosisanpassung bei älteren Patienten ist normalerweise nicht notwendig.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahre)

Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Deshalb sollten Losartan HCT

Filmtabletten Kindern und Jugendlichen nicht gegeben werden

Art der Anwendung

Losartan HCT AAA

kann mit anderen Antihypertonika angewendet werden (siehe

Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Losartan HCT AAA

sollte mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Losartan HCT AAA

kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Losartan, Sulfonamid-Derivate (wie Hydrochlorothiazid)

oder einen der in den Abschnitten 4.4 und 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

Therapieresistente Hypokaliämie oder Hyperkalziämie

Schwere Einschränkung der Leberfunktion, Cholestase und obstruktive Erkrankungen

der Gallenwege

Therapierefraktäre Hyponatriämie

Symptomatische Hyperurikämie/Gicht

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitt 4.4 und 4.6)

Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30ml/min)

Anurie

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan HCT AAA

mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1)..

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Losartan

Angioödem

Patienten mit einem Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) in der

Vorgeschichte sind engmaschig zu überwachen (siehe Abschnitt 4.8).

Hypotonie und intravasaler Flüssigkeitsverlust

Eine symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Einnahme kann bei Patienten mit

Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust durch forcierte Diurese oder hoch dosierte Diuretika-

Therapie, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen auftreten. Diese Zustände sollten vor der Gabe

von Losartan HCT AAA

Filmtabletten ausgeglichen werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3).

Störungen des Elektrolythaushalts

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit oder ohne Diabetes mellitus liegt häufig ein

Elektrolytungleichgewicht vor, das ausgeglichen werden sollte. Deshalb sollten die Serum-

Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwacht werden; besonders Patienten

mit Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance zwischen 30-50 ml/min sollten engmaschig

überwacht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln und

kaliumhaltigen Salzersatz mit Losartan/HCT wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionsstörungen

Auf Grundlage von pharmakokinetischen Daten, die zeigen, dass es zu einer signifikanten

Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit Leberzirrhose kommt, sollte

Losartan HCT AAA

bei Patienten mit leicht oder mäßig eingeschränkter Leberfunktion in der

Vorgeschichte mit Vorsicht eingesetzt werden. Es gibt keine therapeutische Erfahrung mit

Losartan bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung. Daher ist Losartan HCT

bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung kontraindiziert (siehe Abschnitte

4.2, 4.3 und 5.2).

Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde über Veränderungen der

Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet (vor allem bei Patienten, deren

Nierenfunktion abhängig vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei schwerer

Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung).

Wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen,

wurde bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei

Einzelniere ein Anstieg von Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet; diese

Veränderungen der Nierenfunktion können nach Beendigung der Therapie reversibel sein.

Losartan sollte bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei

Einzelniere mit Vorsicht eingesetzt werden.

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf

Antihypertonika an, die über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems wirken. Daher wird

die Anwendung von Losartan HCT AAA

nicht empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung

Wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann eine übermäßige Blutdrucksenkung bei Patienten

mit ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung einen Myokardinfarkt oder

Schlaganfall zur Folge haben.

Herzinsuffizienz

Bei herzinsuffizienten Patienten mit oder ohne Nierenfunktionsstörung besteht, wie bei anderen

Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, das Risiko eines starken arteriellen

Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder

obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht geboten.

Ethnische Unterschiede

Wie bei ACE-Hemmern beobachtet, sind Losartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der

Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe.

Möglicherweise liegt das an einer höheren Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der Population

von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdruck-

senkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine

Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft

festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren

Risiko

für

Hypotonie,

Hyperkaliämie

eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale

Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Hydrochlorothiazid

Hypotonie und Elektrolyt-/Flüssigkeitsungleichgewicht

Wie bei jeder antihypertensiven Therapie kann es bei einigen Patienten zu einem

symptomatischen Blutdruckabfall kommen. Patienten sollten hinsichtlich klinischer Anzeichen

eines Flüssigkeits- oder Elektrolytverlusts beobachtet werden, wie z. B. Volumendepletion,

Hyponatriämie, hypochlorämische Alkalose, Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie, die bei

zusätzlichem Durchfall oder Erbrechen auftreten können. Regelmäßige Bestimmungen der

Elektrolyte im Serum sollten in angemessenen zeitlichen Abständen bei solchen Patienten

durchgeführt werden. Bei heißem Wetter kann bei Patienten mit Ödemen eine

Verdünnungshyponatriämie auftreten.

Metabolische und endokrine Effekte

Eine Thiazid-Therapie kann die Glucose-Toleranz beeinträchtigen. Eine Dosisanpassung der

Antidiabetika einschließlich Insulin kann erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.5). Ein latenter

Diabetes mellitus kann unter Thiazid-Therapie manifest werden.

Thiazide können zu einer Erniedrigung der Kalziumausscheidung über den Urin und zu einer

vorübergehenden geringen Erhöhung des Serum-Kalziums führen. Eine ausgeprägte

Hyperkalziämie kann ein Hinweis auf eine unerkannte Nebenschilddrüsenüberfunktion sein.

Bevor Nebenschilddrüsenfunktionstests durchgeführt werden, sollten Thiazide abgesetzt werden.

Unter einer Diuretikabehandlung mit Thiaziden kann es zu einer Erhöhung der Cholesterin- und

Triglyzerid-Werte kommen.

Eine Thiazid-Therapie kann bei einigen Patienten eine Hyperurikämie und/oder Gicht

verursachen. Da Losartan den Harnsäuregehalt reduziert, kann die Kombination von Losartan und

Hydrochlorothiazid die durch Diuretika induzierte Hyperurikämie abschwächen.

Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder einer progressiven Lebererkrankung sollten

Thiazide mit Vorsicht angewendet werden, da sie eine intrahepatische Cholestase verursachen

können und da kleine Veränderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts zum hepatischen

Koma führen können.

Losartan HCT AAA

ist bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 5.2).

Sonstiges

Bei Patienten unter Thiaziden kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, unabhängig

davon, ob eine Allergie oder ein Bronchialasthma in der Vorgeschichte bekannt ist oder nicht.

Unter der Anwendung von Thiaziden wurde über eine Exazerbation oder Aktivierung eines

systemischen Lupus erythematodes berichtet.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,

Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht

einnehmen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:

Die Einnahme von Losartan HCT AAA

100 mg/25 mg kann bei Dopingkontrollen zu

positiven Ergebnissen führen.

Die Anwendung von Losartan HCT AAA

Filmtabletten als Dopingmittel kann zu einer

Gefährdung der Gesundheit führen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Losartan

Es wurde berichtet, dass Rifampicin und Fluconazol die Plasmakonzentration des aktiven

Metaboliten verringern. Die klinische Bedeutung dieser Wirkung ist unbekannt.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angiotensin II oder seine Wirkungen hemmen, kann die

gleichzeitige Gabe von kaliumsparenden Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren, Amilorid)

von Kalium- oder kaliumhaltigen Salzergänzungsmitteln, zu einem Anstieg der Serum-Kalium-

Konzentration führen. Eine Komedikation ist nicht ratsam.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die die Natriumausscheidung beeinflussen, kann die

Lithiumausscheidung reduziert werden. Deshalb sollte eine sorgfältige Überwachung des Serum-

Lithium-Spiegels bei gleichzeitiger Anwendung von Lithiumsalzen mit Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten stattfinden.

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und nicht steroidale Antirheumatika (NSAR; d. h.

COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer Dosierung) und nicht-selektive

NSAR gleichzeitig angewendet werden, kann die antihypertensive Wirkung abgeschwächt

werden. Besonders bei Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion kann die

gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten mit NSAR zu einem

erhöhten Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich eines

möglichen akuten Nierenversagens und eines Anstiegs des Serum-Kaliums führen.

Diese Kombinationen sollten mit Vorsicht besonders bei älteren Patienten angewendet werden.

Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein, eine Überwachung der Nierenfunktion nach

Beginn der Kombinationstherapie sowie in regelmäßigen Zeitabständen danach sollte in

Erwägung gezogen werden.

Bei Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion, die mit nicht steroidalen

Antirheumatika einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer, behandelt werden, kann die

gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten zu einer weiteren

Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Diese Veränderungen der Nierenfunktion können

nach Absetzen der Therapie reversibel sein.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-

II-Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren

Vergleich

Anwendung

einer

einzelnen

Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie

Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Andere eine Hypotonie verursachende Substanzen wie trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika,

Baclofen, Amifostin:

Gleichzeitige Anwendung mit diesen Arzneimitteln, deren Haupt- oder Nebenwirkung die

Blutdrucksenkung ist, kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen.

Hydrochlorothiazid

Bei gleichzeitiger Gabe der folgenden Arzneimittel mit Thiazid-Diuretika kann es zu

Wechselwirkungen kommen:

Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Antidepressiva:

Eine Verstärkung einer orthostatischen Hypotonie kann auftreten.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin):

Die Behandlung mit Thiaziden kann die Glucosetoleranz beeinflussen. Eine Dosisanpassung des

Antidiabetikums kann erforderlich sein. Metformin sollte aufgrund des Risikos einer Laktatazidose

durch eine durch HCT verursachte mögliche Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit Vorsicht

angewendet werden.

Andere antihypertensive Arzneimittel:

Additiver Effekt.

Colestyramin und Colestipolharze:

Bei gleichzeitiger Gabe von anionischen Austauscherharzen wird die Resorption von

Hydrochlorothiazid gestört. Einzeldosen von entweder Colestyramin- oder Colestipolharzen

binden Hydrochlorothiazid und vermindern dessen Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt um

bis zu 85 % bzw. 43 %.

Kortikosteroide, ACTH:

Verstärkter Elektrolytverlust, vor allem Hypokaliämie.

Blutdrucksteigernde Amine (z. B. Adrenalin):

Möglicherweise vermindertes Ansprechen auf blutdrucksteigernde Amine, aber nicht in einem

Ausmaß, das deren Anwendung ausschließen würde.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarin):

Mögliche Wirkungsverstärkung der Muskelrelaxanzien.

Lithium:

Diuretische Arzneimittel reduzieren die renale Clearance von Lithium und erhöhen dadurch stark

das Risiko für eine Lithium-Toxizität; eine gleichzeitige Gabe wird nicht empfohlen.

Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Probenecid, Sulfinpyrazon, und Allopurinol):

Eine Dosisanpassung der urikosischen Arzneimittel kann notwendig sein, da Hydrochlorothiazid

den Spiegel der Serum-Harnsäure anheben kann. Eine Erhöhung der Dosis von Probenecid oder

Sulfinpyrazon kann notwendig sein. Die Koadministration von Thiaziden kann die Inzidenz von

Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol erhöhen.

Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperidin):

Durch abnehmende gastroinstestinale Motilität und Entleerungsrate des Magens wird die

Bioverfügbarkeit der Diuretika vom Thiazid-Typ erhöht.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat):

Thiazide können die renale Exkretion von Zytostatika reduzieren und so deren myelosuppressive

Effekte verstärken.

Salizylate:

Unter hohen Dosen von Salizylaten kann Hydrochlorothiazid die toxischen Effekte der Salizylate

auf das zentrale Nervensystem erhöhen.

Methyldopa:

Es gab vereinzelte Berichte über das Auftreten einer hämolytischen Anämie unter gleichzeitiger

Anwendung von Hydrochlorothiazid und Methyldopa.

Cyclosporin:

Gleichzeitige Anwendung mit Cyclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie und gichtähnlicher

Komplikationen erhöhen.

Digitalisglykoside:

Thiazid-induzierte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Auftreten von Digitalis-

induzierten Herzrhythmusstörungen begünstigen.

Arzneimittel, die durch Schwankungen des Serum-Kaliums beeinflusst werden:

Regelmäßiges Überwachen des Serum-Kaliums und des EKGs wird bei Gabe von

Losartan/Hydrochlorothiazid mit Arzneimitteln, die durch Schwankungen des Serum-Kaliums

beeinflusst werden (z. B. Digitalisglykoside und Antiarrhythmika), sowie mit den folgenden

Torsades de Pointes (ventrikuläre Tachykardie) induzierenden Arzneimitteln (einschl. einiger

Antiarrhythmika) empfohlen, da Hypokaliämie als prädisponierender Faktor für Torsades de

Pointes (ventrikuläre Tachykardie) gilt:

Klasse Ia Antiarrythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid).

Klasse III Antiarrythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid).

Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin,

Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid,

Haloperidol, Droperidol).

Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin als intravenöse Anwendung,

Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Terfenadin, Vincamin als intravenöse Anwendung).

Kalziumsalze:

Thiazid-Diuretika können die Serum-Kalzium-Spiegel aufgrund verminderter Exkretion erhöhen.

Wenn Kalziumersatzmittel verordnet werden müssen, sollte der Serum-Kalzium-Spiegel

überwacht und die Kalziumdosierung entsprechend angepasst werden.

Labortest-Wechselwirkungen:

Wegen ihrer Wirkung auf den Kalzium-Stoffwechsel können Thiazide

Nebenschilddrüsenfunktionstests beeinflussen (siehe Abschnitt 4.4).

Carbamazepin:

Risiko einer symptomatischen Hyponatriämie. Klinische Überwachung und die Überwachung der

biologischen Funktionen ist erforderlich.

Iodhaltige Kontrastmittel:

Im Falle einer Diuretika-induzierten Dehydrierung besteht ein erhöhtes Risiko eines akuten

Nierenversagens, besonders bei hohen Dosen des iodhaltigen Mittels.

Die Patienten sollten vor der Anwendung rehydriert werden.

Amphotericin B (parenteral), Kortikosteroide, ACTH, stimulierende Laxanzien oder Glycyrrhizin

(Bestandteil der Lakritze):

Hydrochlorothiazid kann das Elektrolytungleichgewicht intensivieren, insbesondere eine

Hypokaliämie.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs)

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine

kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern

(AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare

Risiken. Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten

Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie

mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus

Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Aufgrund des pharmakologischen Wirkmechanismus

von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters

zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen

wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren

Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte

Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer

Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den

seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AIIRAs)

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan HCT AAA

in der Stillzeit vorliegen,

wird Losartan HCT AAA

nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit

einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen,

insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über.

Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation

hemmen. Die Anwendung von Losartan HCT AAA

während der Stillzeit wird nicht

empfohlen. Wenn Losartan HCT AAA

während der Stillzeit angewandt wird, sollte die

Dosis so niedrig wie möglich sein.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings ist bei aktiver Teilnahme am

Straßenverkehr oder Bedienen von Maschinen zu berücksichtigen, dass unter einer

antihypertensiven Therapie gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten können,

insbesondere bei Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhung.

4.8

Nebenwirkungen

Die unten aufgeführten Nebenwirkungen wurden entsprechend System-Organ-Klasse und

Häufigkeit nach folgender Definition gruppiert:

Sehr häufig: ≥ 1/10

Häufig: ≥ 1/100 bis <1/10

Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis <1/100

Selten: ≥ 1/10.000 bis <1/1.000

Sehr selten: ≤ 1/10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

In klinischen Studien mit Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid wurden keine besonderen

Nebenwirkungen für diese Arzneimittelkombination beobachtet. Die aufgetretenen

Nebenwirkungen waren auf jene beschränkt, die bereits unter Losartan-Kalium und/oder

Hydrochlorothiazid beobachtet wurden.

In kontrollierten klinischen Studien bei essenzieller Hypertonie war Schwindel die einzige

Nebenwirkung, die mit einer Inzidenz von 1 % und mehr häufiger bei Patienten der Losartan-

Kalium/Hydrochlorothiazid-Gruppe als der Plazebo-Gruppe auftrat.

Neben diesen Effekten wurden weitere Nebenwirkungen nach Markteinführung wie folgt

berichtet:

System-Organklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Leber- und

Gallenerkrankungen

Hepatitis

selten

Untersuchungen

Hyperkaliämie, Erhöhung der ALT

selten

Die folgenden zusätzlichen Nebenwirkungen wurden bei den Einzelkomponenten beobachtet und

können potentielle Nebenwirkungen von Losartan/Hydrochlorothiazid sein:

Losartan

Folgende Nebenwirkungen wurden unter Losartan in klinischen Studien und nach

Markteinführung berichtet:

System-Organklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Anämie, Purpura Schoenlein-Henoch,

Ekchymose, Hämolyse

gelegentlich

Thrombozytopenie

nicht bekannt

Herzerkrankungen

Hypotonie, orthostatische Hypotonie,

Sternalgie, Angina pectoris, AV-Block

Grad II, zerebraler Insult,

Myokardinfarkt,

Palpitationen, Arrhythmien

(Vorhofflimmern, Sinusbradykardie,

Tachykardie, ventrikuläre Tachykardie,

Kammerflimmern)

gelegentlich

Erkrankungen des Ohrs

des Labyrinths

Vertigo, Tinnitus

gelegentlich

Augenerkrankungen

Verschwommensehen, Brennen/Stechen

im Auge, Konjunktivitis,

Sehverschlechterung

gelegentlich

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Bauchschmerzen, Übelkeit, Diarrhö,

Dyspepsie

häufig

Konstipation, Zahnschmerzen, Mundtro-

ckenheit, Flatulenz, Gastritis, Erbrechen,

Obstipation

gelegentlich

Pankreatitis

nicht bekannt

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie, Müdigkeit, Schmerzen im Brust-

korb

häufig

Gesichtsödem, Ödeme, Fieber

gelegentlich

Grippeartige Symptome, Unwohlsein

nicht bekannt

Leber- und

Gallenerkrankungen

Leberfunktionsstörungen

nicht bekannt

System-Organklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeit: anaphylaktische

Reaktionen, Angioödem einschließlich

Schwellung von Larynx und Glottis mit

Atembeschwerden und/oder Schwellung

von Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder

Zunge; bei einigen dieser Patienten wurde

bereits ein Angioödem im Zusammenhang

mit der Anwendung von ACE-Hemmern

berichtet.

selten

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Appetitlosigkeit, Gicht

gelegentlich

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen,

Schmerzen in den Beinen, Myalgie

häufig

Schmerzen in den Armen, Gelenkschwel-

lungen, Knieschmerzen, muskuloskelettale

Schmerzen, Schulterschmerzen, Steifigkeit,

Arthralgie, Arthritis, Coxalgie,

Fibromyalgie, Muskelschwäche

gelegentlich

Rhabdomyolyse

nicht bekannt

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen, Schwindel

häufig

Nervosität, Parästhesien, periphere Neuro-

pathie, Tremor, Migräne, Synkope

gelegentlich

Dysgeusie

nicht bekannt

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

häufig

Angst, Angststörungen, Panikstörungen,

Verwirrung, Depression, verändertes Träu-

men, Schlafstörungen, Somnolenz, Ge-

dächtnisstörungen

gelegentlich

Erkrankungen der

Nieren und der

Harnwege

Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen

häufig

Nykturie, häufiges Wasserlassen, Harn-

wegsinfektionen

gelegentlich

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und

der Brustdrüse

Verminderte Libido, erektile Dysfunktion/

Impotenz

gelegentlich

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und des

Mediastinums

Husten, Infektion der oberen Atemwege,

verstopfte Nase, Sinusitis, Erkrankungen

der Nebenhöhlen

häufig

Beschwerden im Rachenraum,

Pharyngitis, Laryngitis, Dyspnoe,

Bronchitis, Epistaxis, Rhinitis, verstopfte

Atemwege

gelegentlich

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Alopezie, Dermatitis, trockene Haut, Ery-

them,

Flush,

Photosensitivität,

Pruritus,

Hautausschlag, Urtikaria, Schwitzen

gelegentlich

System-Organklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Gefäßerkrankungen

Vaskulitis

gelegentlich

Dosisabhängige orthostatische Effekte

nicht bekannt

Untersuchungen

Hyperkaliämie, leichte Abnahme des Hä-

matokriten und Hämoglobins, Hypoglyk-

ämie

häufig

Leichte Erhöhungen des Harnstoffs im Blut

und des Serum-Kreatinin-Spiegels

gelegentlich

Anstieg von Leberenzymen und Bilirubin

sehr selten

Hyponatriämie

nicht bekannt

Hydrochlorothiazid

System-Organklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Agranulozytose,

aplastische

Anämie,

hä-

molytische Anämie, Leukozytopenie, Pur-

pura, Thrombozytopenie

gelegentlich

Erkrankungen des

Immunsystems

Anaphylaktisch Reaktionen

selten

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Appetitlosigkeit, Hyperglykämie,

Hyperurikämie, Hyponatriämie, Hypokaliämie,

Hyponatriämie

gelegentlich

Psychiatrische

Erkrankungen

Schlaflosigkeit

gelegentlich

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen

häufig

Augenerkrankungen

Vorübergehendes Verschwommensehen,

Xanthopsie

gelegentlich

Gefäßerkrankungen

Nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis,

kutane Vaskulitis)

gelegentlich

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und des

Mediastinums

Atemnotsyndrom einschließlich

Pneumonitis und Lungenödem

gelegentlich

Erkrankungen des

Gastrointestinal-

trakts

Sialoadenitis, Krämpfe, Magenirritationen,

Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Konstipation

gelegentlich

Leber- und

Gallenerkrankungen

Ikterus (intrahepatische Cholestase), Pan-

kreatitis

gelegentlich

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Photosensitivität, Urtikaria, toxische epider-

male Nekrolyse

gelegentlich

Kutaner Lupus erythematodes

nicht bekannt

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochen-

erkrankungen

Muskelkrämpfe

gelegentlich

Erkrankungen der

Nieren und der

Harnwege

Glykosurie, interstitielle Nephritis, Nieren-

funktionsstörung, Nierenversagen

gelegentlich

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Fieber, Schwindel

gelegentlich

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

4.9

Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Überdosis mit Losartan

HCT AAA

vor. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und unterstützend. Die Therapie mit

Losartan HCT AAA

muss abgebrochen und der Patient engmaschig überwacht werden.

Vorgeschlagene Maßnahmen beinhalten induziertes Erbrechen, falls die Einnahme erst

kürzlich erfolgte, sowie Korrektur von Dehydrierung, Elektrolytstörungen, hepatischem

Koma und Blutdruckabfall entsprechend den Leitlinien.

Losartan

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen beim Menschen vor.

Wahrscheinliche Symptome einer Überdosierung sind Blutdruckabfall und Tachykardie; eine

Bradykardie kann durch parasympathische (vagale) Stimulation auftreten. Wenn ein

symptomatischer Blutdruckabfall auftreten sollte, sollten unterstützende Maßnahmen

ergriffen werden.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

Hydrochlorothiazid

Die häufigsten Anzeichen und Symptome sind diejenigen, die durch einen Elektrolytverlust

(Hypokaliämie, Hypochloridämie, Hyponatriämie) und eine Dehydrierung aufgrund von

starker Diurese verursacht werden. Wurde zusätzlich Digitalis angewendet, kann eine

Hypokaliämie Herzrhythmusstörungen verstärken.

Der Anteil an Hydrochlorothiazid, der durch Hämodialyse entfernt werden kann, ist nicht

bekannt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin II- Rezeptor (Typ AT

)-Antagonisten und

Diuretika

ATC-Code: C09DA01

Losartan-Hydrochlorothiazid

Die Bestandteile von Losartan HCT AAA

wirken additiv antihypertensiv, die

Blutdrucksenkung ist stärker als nach Gabe der Einzelbestandteile. Dieser Effekt scheint ein

Ergebnis der komplementären Wirkung beider Bestandteile zu sein. Durch den diuretischen

Effekt steigert Hydrochlorothiazid die Plasma-Renin-Aktivität, die Aldosteronsekretion

sowie die Angiotensin-II-Spiegel und verringert das Serum-Kalium. Die Gabe von Losartan

blockiert alle physiologisch wichtigen Wirkungen von Angiotensin-II und durch Hemmung

von Aldosteron könnte dies tendenziell zu einer Abschwächung des Kaliumverlusts in

Verbindung mit dem Diuretikum führen.

Losartan besitzt nachweislich einen vorübergehenden leichten urikosurischen Effekt.

Hydrochlorothiazid führt zu mäßigen Anstiegen der Harnsäure. Die Kombination aus

Losartan und Hydrochlorothiazid führt tendenziell zu einer Abschwächung der durch

Diuretika induzierten Hyperurikämie.

Der antihypertensive Effekt von Losartan HCT AAA

bleibt für 24 Stunden erhalten. In

klinischen Studien von mindestens einjähriger Dauer blieb die antihypertensive Wirkung bei

fortlaufender Behandlung erhalten. Trotz deutlicher Senkung des Blutdrucks hatte Losartan

HCT AAA

keine klinisch signifikante Wirkung auf die Herzfrequenz. In klinischen Studien

wurde nach einer 12-wöchigen Behandlung mit 50 mg Losartan/12,5 mg Hydrochlorothiazid

eine Senkung der Werte am Ende des Dosierungsintervalls beim diastolischen Blutdruck im

Sitzen um durchschnittlich bis zu 13,2 mmHg erreicht.

Losartan HCT AAA

reduziert effektiv den Blutdruck bei Männern und Frauen, bei

Patienten mit schwarzer und nicht schwarzer Hautfarbe sowie bei jüngeren (< 65 Jahre) und

älteren (≥ 65 Jahre) Patienten und ist bei allen Schweregraden der Hypertonie wirksam.

Losartan

Losartan ist ein synthetisch hergestellter oraler Angiotensin II-Rezeptor(Typ AT1)-

Antagonist. Angiotensin II, ein potenter Vasokonstriktor, ist das primär aktive Hormon des

Renin-Angiotensin-Systems und eine wichtige Determinante der Pathophysiologie der

Hypertonie. Angiotensin II bindet an den AT1-Rezeptor, der in vielen Geweben zu finden ist

(z. B. glatte Gefäßmuskulatur, Nebenniere, Nieren, Herz), und ruft einige wichtige

biologische Wirkungen hervor, einschließlich Vasokonstriktion und Freisetzung von

Aldosteron. Angiotensin II stimuliert auch die Proliferation glatter Muskelzellen.

Losartan blockiert selektiv den AT1-Rezeptor.

In vitro

in vivo

hemmen Losartan und

sein pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit E-3174 alle physiologisch relevanten

Wirkungen von Angiotensin II, unabhängig von dessen Herkunft oder vom Weg seiner

Entstehung.

Eine agonistische Wirkung besitzt Losartan nicht, auch erfolgt keine Blockierung anderer

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bei der kardiovaskulären Regulation von

Bedeutung sind. Losartan hemmt auch nicht ACE (= Kininase II), das Enzym, welches

Bradykinin abbaut. Somit kommt es nicht zu einer Verstärkung bradykininvermittelter

unerwünschter Wirkungen.

Während der Gabe von Losartan führt der Wegfall der negativen Rückkopplung von

Angiotensin II auf die Reninbildung zum Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität (PRA). Ein

Anstieg der PRA führt zum Anstieg von Angiotensin II im Plasma. Trotz dieser Anstiege

bleiben die antihypertensive Wirkung und die Suppression der Plasma-Aldosteron-

Konzentration erhalten, was auf eine effektive Angiotensin II-Rezeptor-Blockade hinweist.

Nach Absetzen von Losartan sanken die PRA- und Angiotensin II-Werte binnen drei Tagen

auf die Ausgangswerte.

Sowohl Losartan als auch sein aktiver Hauptmetabolit haben eine weit größere Affinität für

den AT1-Rezeptor als für den AT2-Rezeptor. Der aktive Metabolit ist 10- bis 40fach

wirksamer auf Gewichtsbasis als Losartan.

In einer Studie, deren Design daraufhin abzielte, die Inzidenz von Husten bei Patienten unter

Losartan mit der bei Patienten unter ACE-Hemmern zu vergleichen, wurde eine ähnliche

Inzidenz von Husten bei Patienten unter Losartan oder Hydrochlorothiazid berichtet, die

signifikant geringer war als die bei Patienten unter einem ACE-Hemmer. Insgesamt war

darüber hinaus die Inzidenz von Spontanberichten über Husten in einer Meta-Analyse von 16

doppelblinden klinischen Studien mit 4131 Patienten bei den Patienten unter Losartan (3,1

%) ähnlich wie bei den Patienten unter Plazebo (2,6 %) oder unter Hydrochlorothiazid (4,1

%), wohingegen die Inzidenz unter ACE-Hemmern 8,8 % betrug.

Bei nicht-diabetischen Bluthochdruck-Patienten mit Proteinurie reduzierte die Gabe von

Losartan-Kalium signifikant die Proteinurie und die fraktionelle Ausscheidung von Albumin

und IgG. Unter Losartan bleibt die glomeruläre Filtrationsrate erhalten und die

Filtrationsfraktion reduziert. Losartan erniedrigt die Serum-Harnsäure (gewöhnlich <0,4

mg/dl) anhaltend auch unter Dauertherapie.

Losartan hat keine Wirkung auf die autonomen Reflexe und keinen anhaltenden Effekt auf

Noradrenalin im Plasma.

Bei Patienten mit linksventrikulärer Herzinsuffizienz führten 25 mg und 50 mg Losartan zu

positiven hämodynamischen und neurohormonalen Effekten. Diese zeichnen sich durch eine

Erhöhung des Herzindex und einer Erniedrigung des pulmonalen arteriellen

Verschlussdrucks, systemischen Gefäßwiderstands, mittleren systemischen arteriellen Drucks

und Herzfrequenz sowie einer Erniedrigung der Aldosteron- bzw. Noradrenalinspiegel im

Blutkreislauf aus.

Das Auftreten eines Blutdruckabfalls war bei diesen herzinsuffizienten Patienten

dosisabhängig.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien reduzierte die einmal tägliche Gabe von Losartan bei

Patienten mit leichter bis mittelschwerer essenzieller Hypertonie statistisch signifikant den

systolischen und diastolischen Blutdruck. Messungen der Blutdruckwerte 24 Stunden nach

der Einnahme im Vergleich zu 5-6 Stunden nach der Einnahme zeigten eine

Blutdrucksenkung über 24 Stunden; der zirkadiane Rhythmus blieb erhalten. Die

Blutdrucksenkung am Ende des Dosierungsintervalls betrug etwa 70-80 % des Effekts, der 5-

6 Stunden nach der Gabe zu sehen war.

Absetzen von Losartan führte bei Hypertonikern nicht zu einem abrupten Blutdruckanstieg

(Rebound). Trotz der deutlichen Blutdrucksenkung zeigte Losartan keine klinisch

signifikanten Auswirkungen auf die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern ebenso wirksam wie bei Frauen, bei jüngeren Hypertonikern (unter

65 Jahren) ebenso wie bei älteren.

LIFE-Studie

Die Losartan-Interventionsstudie zur Endpunktreduktion bei Hypertonie (Losartan

Intervention For Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine randomisierte,

dreifach-verblindete und aktiv-kontrollierte Studie mit 9193 Hypertonikern zwischen 55 und

80 Jahren mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie.

Die Patienten erhielten zu Beginn randomisiert entweder Losartan 50 mg oder Atenolol 50

mg einmal täglich. Wenn der Zielblutdruck (< 140/90 mmHg) nicht erreicht wurde, wurde

zunächst Hydrochlorothiazid (12,5 mg) zugegeben und dann gegebenenfalls die Losartan-

oder Atenolol-Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht. Falls notwendig, wurden andere

Antihypertonika (nicht jedoch ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Betarezeptorenblocker) in beiden Gruppen zusätzlich gegeben, um das Ziel einer

vergleichbaren Erniedrigung des Blutdrucks in beiden Gruppen zu erreichen.

Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität

gemessen als Reduktion der kombinierten Inzidenz von kardiovaskulärem Tod, Schlaganfall

und Myokardinfarkt. In beiden Behandlungsgruppen kam es zu einer signifikanten,

vergleichbaren Erniedrigung des Blutdrucks. Die Behandlung mit Losartan führte im

Vergleich zu Atenolol zu einer Risikoreduktion um 13,0 % (p=0,021, 95 %

Konfidenzintervall 0,77-0,98) in Bezug auf den primären zusammengesetzten Endpunkt.

Dies war hauptsächlich auf die Senkung der Schlaganfallsrate zurückzuführen. Die

Behandlung mit Losartan senkte das relative Risiko für einen Schlaganfall um 25 %

(p=0,001, 95 % Konfidenzintervall 0,63-0,89) im Vergleich zu Atenolol. Die Rate der

Inzidenz kardiovaskulärer Todesfälle und Myokardinfarkte unterschied sich nicht signifikant

zwischen den Behandlungsgruppen.

ONTARGET und VA NEPHRON-D-Studie

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA

NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige

Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet

wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse

auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

ALTITUDE-Studie

In der

„ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines

erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als

in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende

unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Thiazid-Diuretikum. Der Mechanismus der antihypertensiven

Wirkung der Thiazid-Diuretika ist nicht vollständig bekannt. Thiazide beeinflussen die

Elektrolytrückresorption im renalen Tubulus und erhöhen direkt die Ausscheidung von

Natrium und Chlorid in ungefähr gleichen Äquivalentmengen. Die diuretische Wirkung von

Hydrochlorothiazid reduziert das Plasmavolumen, erhöht die Plasmareninaktivität und die

Aldosteronsekretion gefolgt von einer erhöhten Kalium- und Bikarbonatausscheidung über

den Urin und einer Abnahme des Serumkaliumspiegels. Die Verbindung der Renin-

Aldosteron-Achse erfolgt über Angiotensin II, daher führt die Koadministration eines

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und einem Thiazid tendenziell zu einer Umkehr des

Thiazid-Diuretika-assoziierten Kaliumverlusts.

Nach oraler Gabe tritt die Diurese innerhalb von 2 Stunden ein, mit maximaler diuretischer

Wirkung nach 4 Stunden. Die Wirkdauer beträgt 6-12 Stunden und die antihypertensive

Wirkung hält bis zu 24 Stunden an.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Losartan

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut resorbiert und unterliegt einem First-Pass-

Metabolismus. Es werden ein aktiver Carboxylsäure-Metabolit und weitere inaktive Metaboliten

gebildet. Die systemische Bioverfügbarkeit von Losartan-Filmtabletten beträgt ca. 33 %. Mittlere

maximale Plasmakonzentrationen von Losartan werden in einer Stunde, des aktiven Metaboliten

in 3-4 Stunden erreicht. Bei gleichzeitiger Verabreichung des Arzneimittels mit einer

standardisierten Mahlzeit wurde kein signifikanter klinischer Effekt auf das

Plasmakonzentrationsprofil von Losartan beobachtet.

Verteilung

Losartan

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu ~ 99 % eiweißgebunden, primär an Albumin. Das

Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter. Studien bei Ratten zeigen, dass Losartan die

Blut-Hirn-Schranke kaum - wenn überhaupt - passiert.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig, passiert aber nicht die Blut-Hirn-Schranke und geht in die

Muttermilch über.

Biotransformation

Losartan

Etwa 14 % von intravenös oder oral gegebenem Losartan werden zu dem aktiven Metaboliten

umgewandelt. Die Untersuchungen mit

C-markiertem Losartan zeigten nach oraler und

intravenöser Gabe, dass die Radioaktivität im Plasma vorwiegend Losartan und seinem aktiven

Metaboliten zuzuschreiben ist. Bei etwa 1 % der Probanden war eine geringe Konversion von

Losartan in den aktiven Metaboliten festzustellen.

Zusätzlich zum aktiven Metaboliten werden inaktive Metaboliten gebildet, einschließlich zweier

Hauptmetaboliten, die durch Hydroxylierung der Butylseitenkette gebildet werden und einem

Nebenmetaboliten, einem N-2 Tetrazol-Glucuronid.

Elimination

Losartan

Die Plasma-Clearance von Losartan bzw. seines aktiven Metaboliten beträgt etwa 600 ml/min

bzw. 50 ml/min. Die Werte für die renale Clearance liegen bei etwa 74 ml/min (Losartan) und 26

ml/min (aktiver Metabolit). Nach oraler Einnahme werden etwa 4 % der Dosis unverändert mit

dem Urin ausgeschieden, etwa 6 % der Dosis erscheinen im Urin als aktiver Metabolit. Bis zu

oralen Dosen von 200 mg Losartan-Kalium ist die Pharmakokinetik von Losartan und seines

aktiven Metaboliten linear.

Nach oraler Einnahme verlaufen die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines aktiven

Metaboliten polyexponentiell mit einer terminalen Halbwertszeit von ca. 2 Stunden bzw. 6-9

Stunden. Bei einer Dosierung mit 100 mg einmal täglich akkumulieren weder Losartan noch sein

aktiver Metabolit signifikant im Plasma.

Die Elimination von Losartan und seinen Metaboliten erfolgt biliär und renal. Nach oraler Gabe von

C-markiertem Losartan werden beim Menschen etwa 35 % der Radioaktivität im Urin und 58 %

in den Faeces gefunden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert, sondern schnell über die Niere ausgeschieden. Bei

der Messung des Plasmaspiegels über mindestens 24 Stunden wurde beobachtet, dass die Plasma

Halbwertszeit zwischen 5,6 und 14,8 Stunden schwankt. Mindestens 61 % der oralen Dosis wird

unverändert innerhalb 24 Stunden ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Losartan-Hydrochlorothiazid

Bei älteren Hypertonikern waren die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines aktiven

Metaboliten sowie die Resorption von Hydrochlorothiazid nicht signifikant unterschiedlich zu

jenen, die bei jungen Hypertonikern beobachtet wurden.

Losartan

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger alkoholinduzierter Leberzirrhose waren die Plasmaspiegel

von Losartan und seines aktiven Metaboliten nach oraler Gabe 5fach bzw. 1,7fach höher als bei

jungen männlichen Probanden.

Pharmakokinetik-Studien zeigten, dass die AUC von Losartan bei gesunden männlichen

Probanden japanischer und nicht japanischer Herkunft sich nicht unterscheidet. Die AUC des

Carboxylsäure-Metaboliten (E-3174) zeigte sich jedoch bei beiden Gruppen unterschiedlich,

wobei die Exposition bei den japanischen Probanden 1,5-fach größer war als bei den nicht

japanischen Probanden. Die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse ist nicht bekannt.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Studien, einschließlich konventioneller Studien zur allgemeinen

Pharmakologie, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen keine

besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Das toxische Potential einer

Kombination von Losartan/Hydrochlorothiazid nach oraler Gabe wurde in Studien zur

chronischen Toxizität mit bis zu sechsmonatiger Dauer mit Ratten und Hunden bewertet.

Die in diesen Studien mit der Kombination beobachteten Veränderungen wurden

hauptsächlich durch den Bestandteil Losartan bewirkt. Die Verabreichung der

Losartan/Hydrochlorothiazid Kombination führte zu einer Abnahme der roten

Blutzellparameter (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit), einem Anstieg des Harnstoff-

Stickstoffs im Serum, einer Abnahme im Herzgewicht (ohne histologisches Korrelat) und

gastrointestinalen Veränderungen (Schleimhautläsionen, Ulzera, Erosionen,

Hämorrhagien).

Kein Hinweis auf Teratogenität ergab sich bei Ratten oder Kaninchen bei Gabe von

Losartan/Hydrochlorothiazid. Bei Ratten wurde fetale Toxizität, erkennbar an einem

leichten Anstieg überzähliger Rippen in der F1-Generation, beobachtet, wenn weibliche

Tiere vor und während der Gestation therapiert wurden. Wie auch in Studien mit Losartan

allein festgestellt, kam es zu unerwünschten Wirkungen an Feten und Neonaten, wie

renaler Toxizität oder Tod der Feten, wenn trächtigen Ratten während der späten Gestation

und/oder Laktation Losartan-Hydrochlorothiazid verabreicht wurde.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Hypromellose

Hyprolose

Titandioxid (E 171)

Chinolingelb, Aluminiumsalz (E 104)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Dieses Arzneimittel erfordert keine besonderen Lagerungsbedingungen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Alu/Alu-Blisterpackungen mit 28, 56 und 98 Filmtabletten.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

AAA-Pharma GmbH

Calwer Straße 7

71034 Böblingen

Tel: 0800 / 00 04 433,

Fax: 0800 / 00 04 434

E-Mail: info@aaa-pharma.de

8.

ZULASSUNGSNUMMER

72088.00.00

9.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG/

VERLÄNGERUNG

DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 28.06.2010

Datum der Verlängerung der Zulassung: 05.11.2014

10.

STAND DER INFORMATION

06/2015

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

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