Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Wirkstoff:
Losartan-Kalium, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
Mylan Germany GmbH
ATC-Code:
C09DA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium, hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 50.01mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
68484.00.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit

der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es

nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn

diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Losartan-dura plus und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan-dura plus beachten?

Wie ist Losartan-dura plus einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Losartan-dura plus aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST LOSARTAN-DURA PLUS UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Losartan-dura plus ist eine Kombination aus einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten (Losartan) und einem Diuretikum (Hydrochlorothiazid). Angiotensin-II

ist eine im Körper gebildete Substanz, die an Rezeptoren in den Blutgefäßen

bindet und diese enger werden lässt. Dies führt zu einem Anstieg des Blutdrucks.

Losartan blockiert die Bindung von Angiotensin-II an diese Rezeptoren, so dass

die Blutgefäße entspannt werden, wodurch der Blutdruck sinkt. Hydrochlorothiazid

veranlasst die Nieren mehr Wasser und Salz auszuscheiden. Dies hilft auch den

Blutdruck zu senken.

Losartan-dura plus wird angewendet zur Behandlung von Bluthochdruck

(essenzielle Hypertonie).

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON LOSARTAN-DURA PLUS

BEACHTEN?

Losartan-dura plus darf nicht eingenommen werden:

wenn Sie allergisch Losartan-Kalium, gegen Hydrochlorothiazid oder einen

der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels

sind

wenn Sie allergisch gegen andere Sulfonamidderivate sind (z. B. andere

Thiazide, einige Antibiotika wie Cotrimazol; fragen Sie Ihren Arzt, falls Sie sich

nicht sicher sind)

wenn Sie mehr als 3 Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen,

Losartan-dura plus auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist

wenn Sie an einer Gallenstauung leiden (Cholestase, kann z. B. durch

Leberfunktionsstörungen oder Gallensteine ausgelöst werden). Anzeichen

können Gelbsucht, dunkler Urin, blasser Stuhl und Juckreiz sein.

wenn Ihre Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist oder Ihre Nieren keinen

Urin produzieren

wenn Sie einen niedrigen Kalium-, niedrigen Natrium- oder hohen

Calciumspiegel haben, der/die nicht behandelbar ist/sind

wenn Sie an Gicht leiden

wenn Sie Diabetes oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit

einem blutdrucksenkenden Arzneimittel behandelt werden, das Aliskiren

enthält.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Losartan-dura plus

einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger

werden könnten). Die Einnahme von Losartan-dura plus in der frühen Phase der

Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Losartan-dura plus darf nicht mehr

nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die

Einnahme von Losartan-dura plus in diesem Stadium zu schweren Schädigungen

Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“).

Wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine

unerwartete Hautläsion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid,

insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger

Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Schützen Sie Ihre

Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Losartan-dura plus

einnehmen.

Es ist auch wichtig, dass Sie Ihrem Arzt vor der Anwendung von Losartan-dura

plus mitteilen:

wenn bei Ihnen in der Vergangenheit eine Schwellung des Gesichts, der

Lippen, des Rachens oder der Zunge aufgetreten ist

wenn Sie Diuretika (“Wassertabletten“) einnehmen

wenn Sie eine salzarme Diät einhalten

wenn Sie starkes Erbrechen und/oder Durchfall hatten oder haben oder

dehydriert sind

wenn Sie an Herzleistungsschwäche leiden

wenn Sie eine zerebrovaskuläre Erkrankung haben (Erkrankung der zum

Gehirn führenden Blutgefäße)

wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden (siehe Abschnitt 2 „Losartan-

dura plus darf nicht eingenommen werden“)

wenn Sie an einer Verengung der zu den Nieren führenden Blutgefäße

(Nierenarterienstenose) leiden, nur eine funktionierende Niere haben oder vor

kurzem eine Nierentransplantation hatten

wenn Sie an einer Verengung der Arterien (Artherosklerose), Angina pectoris

(Brustschmerzen aufgrund verminderter Herzfunktion) leiden

wenn Sie an einer „Aorten- oder Mitralklappenstenose“ (Verengung der

Herzklappen) oder einer „hypertrophen Kardiomyopathie“ (einer Erkrankung,

die einer Verdickung des Herzmuskels verursacht) leiden

wenn Sie Diabetiker (zuckerkrank) sind

wenn Sie Gicht haben/hatten

wenn Sie Allergien haben oder hatten, an Asthma oder unter einer Erkrankung

leiden, die mit Gelenkschmerzen, Hautrötungen und Fieber einhergeht

(systemischer Lupus erythematodes)

wenn Sie einen hohen Calcium- oder niedrigen Kaliumspiegel haben oder eine

kaliumarme Diät einhalten.

wenn Sie hohe Blutfettwerte haben (Cholesterol und Triglyzeride), da das in

diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid diese weiter höhen könnte.

wenn Sie eine Narkose erhalten (auch beim Zahnarzt) bzw. sich einer

Operation unterziehen müssen, oder wenn Sie ihre Nebenschilddrüsenfunktion

testen lassen, müssen Sie Ihrem Arzt oder dem medizinischen Personal

mitteilen, dass Sie Losartan-dura plus einnehmen

wenn Sie an primärem Hyperaldosteronismus leiden (eine Erkrankung, die mit

einer erhöhten Abgabe des Hormons Aldosteron aus der Nebenniere

einhergeht, verursacht durch eine Anomalie der Nebenniere).

wenn Sie afrikanischer oder karibischer Herkunft sind. Dieses Arzneimittel

könnte bei Ihnen weniger wirksam sein.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck

einnehmen:

einen „ACE­Hemmer“ (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril, usw.),

insbesondere, wenn Sie infolge Ihres Diabetes Nierenprobleme haben.

Aliskiren

Ihr Arzt wird eventuell in regelmäßigen Abständen Ihre Nierenfunktion, Ihren

Blutdruck und die Menge an Elektrolyten (z. B. Kalium) in Ihrem Blut

kontrollieren.

Weitere Informationen unter der Überschrift „Losartan-dura plus darf nicht

eingenommen werden“.

Einnahme von Losartan-dura plus zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet

haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden,

auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Ihr Arzt muss vielleicht Ihre Dosis ändern bzw. andere Vorsichtsmaßnahmen

ergreifen.

Diuretika wie das in Losartan-dura plus enthaltene Hydrochlorothiazid können

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.

Vermeiden Sie es, Losartan-dura plus zusammen mit folgenden Substanzen

einzunehmen:

Lithium (gegen Depressionen)

Kaliumergänzungsmittel, kaliumsparende Arzneimittel (Spironolacton,

Triamteren, Amilorid) und Kaliumsalze.

Es ist für Ihren Arzt auch wichtig zu wissen, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen:

andere Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks, wie ACE-Hemmer (z.B.

Ramipril), Methyldopa

andere Diuretika („Wassertabletten“)

Arzneimittel zur Behandlung von Gicht (z.B. Probenicid, Sulfinpyrazon und

Allopurinol)

Arzneimittel, die den Herzrhythmus kontrollieren (z.B. Chinidin, Dihydrochinidin,

Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)

Steroide oder ACTH (auch Corticotropin genannt, ein synthetisches Hormon,

welches zur Funktionsprüfung ihrer Nebennieren eingesetzt werden kann)

Arzneimittel zur Krebsbehandlung (z.B. Amifostin, Cyclophosphamid,

Methotrexat)

Schmerzmittel, wie nichtsteroidale Antirheumatika (z.B. Ibuprofen) oder

hochdosierte Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin)

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Fluconazol, Amphotericin

B Injektionen)

Arzneimittel gegen Arthritis

Anionenaustauscherharze, die zur Behandlung des hohen Cholesterinspiegels

angewendet werden, wie Colestyramin oder Colestipol

Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung (z.B. Tubocurarin, Baclofen)

Schlaftabletten

Opioide wie Morphin

blutdrucksteigernde Amine wie Adrenalin oder andere Arzneimittel der gleichen

Gruppe

Arzneimittel zum Einnehmen gegen Diabetes (z.B. Metformin) oder Insulin

Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen, wie Depression, Angst

und Schizophrenie, einschließlich Antidepressiva und Neuroleptika (wie

Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin, Trifluoperazin,

Pimozid, Amisulprid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid, Haloperidol, Droperidol)

Arzneimittel, die zu Mundtrockenheit oder verschwommenen Sehen führen

können (z.B. Atropin, Biperiden)

Arzneimittel gegen Mundgeschwüre (z.B. Cholinsalicylat)

Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken und gegen

Autoimmunerkrankungen oder nach Transplantationen eingesetzt werden, um

eine Abstoßungsreaktion zu verhindern (z.B. Ciclosporin)

einige Abführmittel (z.B. Senna, Bisacodyl)

Digoxin oder andere Herzglykoside (zur Behandlung von Herzproblemen)

Bepridil (zur Behandlung von Angina pectoris)

Cisaprid oder Diphemanil (zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden)

Erythromycin als Injektion (ein Antibiotikum)

Rifampicin (zur Behandlung von Tuberkulose)

Halofantrin (zur Behandlung einiger Formen von Malaria)

Terfenadin oder Mizolastin (Antihistaminika gegen Heuschnupfen oder

Allergien)

Pentamidin (zur Behandlung von Lungenentzündungen)

Vincamin als Injektion (zur Behandlung von Gedächtnisverlust bei älteren

Patienten)

Kalzium, einschließlich Kalziumergänzungsmittel

Carbamazepin (ein Antiepileptikum)

Glycyrrhizin, sofern es in größeren Mengen eingenommen wird (z.B. enthalten

in Lakritz und häufig auch in Arzneimitteln gegen Husten)

Informieren Sie Ihren Arzt auch darüber, dass Sie Losartan-dura plus

einnehmen, wenn Sie demnächst iodhaltige Röntgenkontrastmittel erhalten

sollen.

Bestimmte Vorsichtsmaßnahmen (z.B. Bluttest) könnten gegebenenfalls

angebracht sein.

Ihr Arzt muss vielleicht Ihre Dosis ändern bzw. andere Vorsichtsmaßnahmen

ergreifen:

Wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (weitere

Informationen unter den Überschriften „Losartan-dura plus darf nicht

eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme von Losartan-dura plus zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol:

Es ist ratsam, während der Einnahme dieser Tabletten keinen Alkohol zu trinken:

Alkohol und Losartan-dura plus können gegenseitig Ihre Wirkung verstärken.

Die Anwendung von Diätsalzen in großen Mengen kann der Wirkung von

Losartan-dura plus entgegenwirken. Wenn Sie große Mengen von Glycyrrhizin,

einer Substanz die in Lakritz und manchen Arzneimitteln gegen Husten vorkommt,

einnehmen, kann die Wirkung von Losartan-dura plus beeinträchtigt sein.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. In der Regel wird Ihr

Arzt Ihnen empfehlen, Losartan-dura plus vor einer Schwangerschaft bzw.

sobald sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein

anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Losartan-dura plus in der

frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Losartan-dura plus darf nicht

mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die

Einnahme von Losartan-dura plus in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen, fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Losartan-dura plus wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen;

Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen möchten,

insbesondere, wenn Ihr Kind erste wenige Tage alt ist oder eine Frühgeburt

war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Wenn Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel beginnen, sollten Sie keine

Aufgaben durchführen, die besondere Aufmerksamkeit benötigen (z. B.

Autofahren oder das Bedienen von gefährlichen Maschinen), bevor sie wissen,

wie Sie das Arzneimittel vertragen. Besonders zu Beginn der Behandlung oder

bei Dosiserhöhungen könnten Sie sich schläfrig oder benommen fühlen.

Losartan-dura plus enthält Lactose:

Bitte nehmen Sie Losartan-dura plus daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

3.

WIE IST LOSARTAN-DURA PLUS EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich

nicht sicher sind. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis bestimmen, die von Ihrer

Erkrankung und davon abhängt, ob Sie noch andere Arzneimittel einnehmen. Es

ist wichtig, dass Sie Ihr Arzneimittel so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen

verordnet hat, um eine reibungslose Kontrolle Ihres Blutdrucks aufrecht zu

erhalten.

Die für die meisten Patienten mit Bluthochdruck empfohlene Dosis ist eine Tablette

mit Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid 50 mg/12,5 mg einmal täglich, um ihren

Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden zu kontrollieren. Eventuell kann die

Dosis auf einmal täglich zwei 50 mg/12,5 mg Tabletten erhöht werden oder es

kann zu einer 100 mg/25 mg Tablette einmal täglich (eine höhere Stärke)

gewechselt werden. Die Höchstdosis beträgt 2 50 mg/12,5 mg Tabletten täglich

oder eine 100 mg/25 mg Tablette täglich.

Anwendung bei älteren Patienten

Losartan/Hydrochlorothiazid wirkt bei den meisten älteren und jüngeren

erwachsenen Patienten vergleichbar gut und wird vergleichbar gut vertragen.

Die meisten älteren Patienten benötigen dieselbe Dosis wie jüngere Patienten.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Losartan/Hydrochlorothiazid

bei Kindern vor. Deshalb sollte Losartan-dura plus Kindern nicht gegeben

werden.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten im Ganzen zusammen mit einem Glas Wasser ein. Die

Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Wenn Sie eine größere Menge von Losartan-dura plus eingenommen

haben, als Sie sollten:

Bei einer Überdosierung wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, damit umgehend

medizinische Maßnahmen ergriffen werden können. Eine Überdosierung kann

einen Abfall des Blutdrucks, Herzklopfen oder -rasen, langsamen Puls,

Veränderung von Blutwerten und eine Entwässerung verursachen.

Wenn Sie die Einnahme von Losartan-dura plus vergessen haben:

Versuchen Sie, Losartan-dura plus täglich wie verordnet einzunehmen.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme einfach wie verordnet fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Falls folgende Beschwerden bei Ihnen auftreten, nehmen Sie Losartan-dura plus

nicht mehr ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben sich in das

nächstgelegene medizinische Notfallzentrum:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Nierenprobleme, einschließlich Nierenentzündung und Nierenversagen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Angina (Schmerzen in der Brust), unnormaler Herzschlage (schnell,

langsam oder unregelmäßig), Gehirnschlag (transitorische ischämische

Attacke (TIA), „Minischlag“), Herzinfarkt

Störungen des Blutes, einschließlich

Verringerung der Anzahl weißer Blutkörperchen, die zu einer

erhöhten Anfälligkeit für Infekte führen kann

Blutmangel, rote oder braune Punkte auf der Haut (manchmal

besonders an Füßen, Beinen, Armen und Gesäß, mit

Gelenkschmerzen, Anschwellen der Hände und Füße und

Bauchschmerzen), Gerinnungsstörungen und Blutergüsse

Gelbsucht (Gelbfärbung von Augen und Haut), Entzündung der

Bauchspeicheldrüse, Lungenentzündung, Wasser in der Lunge (wodurch

Atembeschwerden ausgelöst werden können)

Schwerer Hautausschlag mit Blasenbildung der Haut an Mund, Hals, Nase

und Genitalien, oftmals begleitet von grippeähnlichen Beschwerden

(Toxisch epidermale Nekrolyse (TEN))

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Eine schwerwiegende allergische Reaktion (Hautausschlag, Juckreiz,

Schwellung von Gesicht, Zunge, Lippen, Mund oder Rachen, die Schluck-

oder Atembeschwerden verursachen kann).

Hepatitis (Leberentzündung)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar.):

Unklare Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Urin

(Rhabdomyolose)

Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs)

Die folgenden weiteren Nebenwirkungen wurden berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Husten, Infektionen der oberen Atemwege, verstopfte Nase, Entzündungen

oder Erkrankungen der Nebenhöhlen

Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsstörungen

Muskelschmerzen oder -krämpfe, Beinschmerzen, Rückenschmerzen

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und/oder Nackenschmerzen, Schwindelgefühl

Schwäche, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb

erhöhter Kaliumspiegel (der Herzrhythmusstörungen verursachen kann),

verminderte Hämoglobinspiegel

Verringerte Blutzuckerwerte

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Appetitverlust, erhöhte Harnsäurespiegel oder Gicht, erhöhte Blutzuckerwerte,

niedrige Natrium- und Kaliumspiegel, erhöhte Harnstoff und Kreatininspiegel im

Blut

Angst, Nervosität, Panikstörung (wiederholte Panikattacken), Verwirrung,

Depression, verändertes Träumen, Schlafstörungen, Schläfrigkeit,

Gedächtnisstörungen

Kribbeln/Nadelstiche oder ähnliche Missempfindungen, Schmerzen in den

Gliedmaßen, Zittern, Migräne, Ohnmachtsanfall

Verschwommensehen, Brennen oder Stechen in den Augen,

Bindehautentzündung, Verschlechterung der Sehkraft, Gelbsehen

Klingeln, Dröhnen, Tosen oder Klicken in den Ohren, Vertigo

niedriger Blutdruck möglicherweise im Zusammenhang mit einem Lagewechsel

(Benommenheits- oder Schwächegefühl beim Aufstehen), Herzklopfen

Entzündung der Blutgefäße, die häufig mit Hautausschlag oder Blutergüssen

verbunden ist

Kratzen im Hals, Atemnot, Bronchitis, Nasenbluten, laufende oder verstopfte

Nase

Verstopfung, Blähungen, Magenverstimmung, Magenkrämpfe, Erbrechen,

Mundtrockenheit, Entzündungen der Speicheldrüsen, Zahnschmerzen

Nesselsucht, Juckreiz, Hautentzündungen, Hautausschlag, Hautrötung,

Lichtempfindlichkeit der Haut, trockene Haut, Hitzewallungen, Schwitzen,

HaarausfallSchmerzen in den Armen, Schultern, Hüften, Knien oder anderen

Gelenken, Gelenkschwellungen, Steifigkeit, Muskelschwäche, ausgedehnte

Schmerzen mit erhöhter Druckempfindlichkeit

Häufiges Wasserlassen auch in der Nacht, Harnwegsentzündungen, Zucker im

Urin

Abnahme des sexuellen Verlangens, Impotenz

Gesichtsschwellungen, örtlich begrenzte Schwellungen, Fieber

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Veränderungen von Laborwerten zur Bestimmung der Leberfunktion

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar.):

Grippeähnliche Beschwerden

Allgemeines Unwohlsein

Geschmacksstörungen (Dysgeusie)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST LOSARTAN-DURA PLUS AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Faltschachtel

nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das

Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30 ºC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Losartan-dura plus enthält:

Die Wirkstoffe sind Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid.

1 Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium, entsprechend 45,76 mg Losartan

und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose; Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 2. „Losartan-dura

plus enthält Lactose“); vorverkleisterte Stärke (Mais); Magnesiumstearat (Ph.Eur.);

Hyprolose; Hypromellose; Titandioxid (E 171); Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

(E 172).

Wie Losartan-dura plus aussieht und Inhalt der Packung:

Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg sind runde, gelbe Filmtabletten.

Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg ist in Blisterpackungen mit 98 Filmtabletten

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:

Mylan Germany GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

Hersteller:

McDermott Laboratories Ltd.

t/a Gerard Laboratories

35-36 Baldoyle Industrial Estate

Grange Road, Dublin 13

Irland

oder

Generics [UK] Ltd

Station Close

Potters Bar

Hertfordshire

EN6 1TL

Vereinigtes Königreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Deutschland:

Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

Italien:

Losartan/Idroclorotiazide Mylan Generics

Portugal:

Losartan + Hidroclorotiazida Mylan

Niederlande:

Losartankalium/Hydrochloorthiazide Mylan 50/12,5 mg,

filmomhulde tabletten

Vereinigtes Königreich:

Losartan Potassium/Hydrochlorothiazide 50/12.5mg Film-

Coated Tablets

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im

Februar 2019

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

Bezeichnung der Arzneimittel

Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

Losartan-dura plus 100 mg/25 mg Filmtabletten

Losartan-Kalium, Hydrochlorothiazid

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium, entsprechend 45,76 mg Losartan

und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

70,31 mg Lactose-Monohydrat

Losartan-dura plus 100 mg/25 mg Filmtabletten:

1 Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium, entsprechend 91,52 mg Losartan

und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

140,61 mg Lactose-Monohydrat

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Filmtablette

Runde, gelbe Filmtabletten.

Klinische Angaben

Anwendungsgebiete

Losartan-dura plus ist angezeigt zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei

Patienten, deren Blutdruck mit Losartan oder Hydrochlorothiazid allein nicht

ausreichend kontrolliert wird.

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid wird nicht zur Initialtherapie angewendet,

sondern bei Patienten, deren Blutdruck mit Losartan-Kalium oder

Hydrochlorothiazid allein nicht ausreichend kontrolliert wird.

Eine Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen (Losartan und Hydrochlorothiazid)

wird empfohlen.

Wenn klinisch vertretbar, kann bei Patienten mit unzureichender Blutdruckkontrolle

eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in

Erwägung gezogen werden.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt eine Tablette Losartan-dura plus

50 mg/12,5 mg einmal täglich. Bei Patienten, die nicht ausreichend auf Losartan-

dura plus 50 mg/12,5 mg ansprechen, kann die Dosis auf eine Tablette Losartan-

dura plus 100 mg/25 mg einmal täglich erhöht werden. Die Höchstdosis beträgt

eine Tablette Losartan-dura plus 100 mg/25 mg einmal täglich. Im Allgemeinen tritt

die blutdrucksenkende Wirkung innerhalb von drei bis vier Wochen nach

Therapiebeginn ein.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei Hämodialysepatienten:

Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (d.h. Kreatinin-Clearance

30-50 ml/min) ist keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich. Losartan-

Kalium/Hydrochlorothiazid-Tabletten werden nicht zur Behandlung von

Hämodialysepatienten empfohlen. Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid-Tabletten

dürfen bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (d.h.

Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Patienten mit intravaskulärem Volumenmangel:

Ein Volumen- und/oder Natriummangel sollte vor der Gabe von Losartan-

Kalium/Hydrochlorothiazid-Tabletten ausgeglichen werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:

Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid-Tabletten sind bei Patienten mit schwerer

Leberfunktionseinschränkung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Ältere Patienten:

Eine Dosisanpassung bei älteren Patienten ist normalerweise nicht notwendig.

Kinder und Jugendliche

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren)

Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Deshalb

sollte Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid Kindern und Jugendlichen nicht

verabreicht werden.

Art der Anwendung

Losartan-dura plus kann in Kombination mit anderen Antihypertensiva gegeben

werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Losartan-dura plus sollten im Ganzen mit einem Glas Wasser eingenommen

werden.

Losartan-dura plus kann unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile;

Therapieresistente Hypokaliämie oder Hyperkalzämie;

Schwere Einschränkung der Leberfunktion, Cholestase und obstruktive

Erkrankungen der Gallenwege;

Therapierefraktäre Hyponatriämie;

Symptomatische Hyperurikämie/Gicht;

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6);

Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (d.h. Kreatinin-Clearance

< 30 ml/min);

Anurie;

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan-dura plus und aliskirenhaltigen

Produkten ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter

Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5

und 5.1).

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Losartan

Angioödem

Patienten mit einem Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Rachen

und/oder Zunge) in der Vorgeschichte müssen engmaschig überwacht werden

(siehe Abschnitt 4.8).

Hypotonie und intravaskulärer Volumenmangel

Bei Patienten mit Volumen- und/oder Natriummangel infolge hoch dosierter

Diuretikatherapie, dietätischer Salzrestriktion, Durchfall oder Erbrechen kann es

insbesondere nach der ersten Dosis zu einer symptomatischen Hypotonie

kommen. Daher ist ein bestehender Volumen- und/oder Natriummangel vor der

Gabe von Losartan-dura plus auszugleichen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3).

Störungen des Elektrolyhaushalts

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit oder ohne Diabetes haben häufig

einen gestörten Elektrolythaushalt, der zu beachten ist. Deshalb sollten die

Plasmakonzentrationen von Kalium und die Kreatinin-Clearance-Werte

engmaschig überwacht werden; insbesondere Patienten mit Herzinsuffizienz und

einer Kreatinin-Clearance zwischen 30-50 ml/min sollten engmaschig überwacht

werden.

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika,

Kaliumergänzungsmitteln und kaliumhaltigen Salzersatzmitteln mit Losartan-dura

plus wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionseinschränkung:

Basierend auf pharmakokinetischen Daten, die bei Patienten mit Leberzirrhose

signifikant erhöhte Plasmakonzentrationen von Losartan zeigen, sollte Losartan-

dura plus bei Patienten mit einer leichten bis mäßigen

Leberfunktionseinschränkung in der Vorgeschichte mit Vorsicht angewendet

werden. Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung liegen keine

therapeutischen Erfahrungen mit Losartan vor. Daher ist die Anwendung von

Losartan-dura plus bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 5.2).

Nierenfunktionseinschränkung:

Als Folge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wurden

Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet

(insbesondere bei Patienten, deren Nierenfunktion von dem Renin-Angiotensin-

Aldosteron-System abhängig ist, wie z.B. Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz oder vorbestehender Nierenfunktionsstörung).

Wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System

beeinflussen, wurden auch bei Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose

oder Stenose der Arterie einer Einzelniere Erhöhungen der Blutharnstoff- und

Serumkreatininwerte berichtet. Diese Veränderungen der Nierenfunktion

können nach Absetzen der Therapie reversibel sein. Losartan sollte bei

Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Stenose der Arterie einer

Einzelniere mit Vorsicht angewendet werden.

Nierentransplantation:

Es liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter

Nierentransplantation vor.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf

Antihypertensiva an, deren Wirkung auf einer Hemmung des Renin-Angiotensin-

Systems beruht. Die Anwendung von Losartan-dura plus wird daher nicht

empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung:

Wie bei allen Antihypertensiva, kann eine übermäßige Blutdrucksenkung bei

Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung

zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen.

Herzinsuffizienz:

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit oder ohne Nierenfunktionseinschränkung

besteht – wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System

beeinflussen – das Risiko einer schweren arteriellen Hypotonie und (häufig

akuten) Niereninsuffizienz.

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie:

Wie bei anderen Vasodilatatoren, ist bei Patienten, die an einer Aorten- oder

Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie leiden,

besondere Vorsicht geboten.

Ethnische Unterschiede:

Wie bei Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmern beobachtet, scheint die

blutdrucksenkende Wirkung von Losartan und anderen Angiotensin-Antagonisten

bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe geringer ausgeprägt zu sein, als in der

nicht schwarzen Bevölkerung, was möglicherweise auf die höhere Prävalenz eines

niedrigen Reninstatus in der schwarzen hypertensiven Bevölkerung

zurückzuführen ist.

Schwangerschaft:

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf

eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil

für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit

AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die

Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es wurde nachgewiesen, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptorblockern oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich akutem

Nierenversagen) erhöht. Eine duale RAAS-Blockade durch die kombinierte

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptorblockern oder Aliskiren

wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wird eine Therapie mit dualer Blockade für absolut notwendig erachtet, sollte

diese nur unter Aufsicht eines Spezialisten erfolgen. Dabei sind Nierenfunktion,

Elektrolyte und Blutdruck häufig und engmaschig zu kontrollieren.

Bei Patienten mit diabetischer Nephropathie sollten ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptorblocker nicht gleichzeitig angewendet werden.

Hydrochlorothiazid

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen

Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs

(NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit

steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet.

Photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC

beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden,

und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu

prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden. Den

Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das

Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Einschränkung der Exposition

gegenüber Sonnenlicht und UV- Strahlung oder im Fall einer Exposition

Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes. Verdächtige

Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich

histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein

NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden (siehe

auch Abschnitt 4.8).

Hypotonie und Störungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts:

Wie bei jeder antihypertensiven Therapie kann es bei einigen Patienten zu einem

symptomatischen Blutdruckabfall kommen. Patienten sollten hinsichtlich klinischer

Anzeichen eines Flüssigkeits- oder Elektrolytverlusts beobachtet werden, wie z. B.

Flüssigkeitsverlust, Hyponatriämie, hypochlorämische Alkalose, Hypomagnesiämie

oder Hypokaliämie, die bei zusätzlichem Durchfall oder Erbrechen auftreten

können. Regelmäßige Bestimmungen der Elektrolyte im Serum sollten in

angemessenen zeitlichen Abständen bei solchen Patienten durchgeführt werden.

Bei heißem Wetter kann bei Patienten mit Ödemen eine

Verdünnungshyponatriämie auftreten.

Metabolische und endokrine Effekte:

Eine Thiazid-Therapie kann die Glukosetoleranz beeinträchtigen. Eine

Dosisanpassung des Antidiabetikums, einschließlich Insulin, kann erforderlich sein

(siehe Abschnitt 4.5). Ein latenter Diabetes mellitus kann sich während einer

Thiazid-Therapie manifestieren.

Thiazide können die Calciumausscheidung im Urin verringern und eine

vorübergehende und leichte Erhöhung des Serumcalciums verursachen. Eine

deutliche Hyperkalzämie kann ein Hinweis für einen versteckten

Hyperparathyreoidismus sein. Thiazide sollten vor einer Untersuchung der

Nebenschilddrüsenfunktion abgesetzt werden.

Ein Anstieg der Cholesterin- und Triglyzeridspiegel wurde mit der Therapie mit

Thiazid-Diuretika in Zusammenhang gebracht.

Bei bestimmten Patienten kann unter Thiazid-Therapie eine Hyperurikämie und/oder

Gicht auftreten. Da Losartan die Harnsäurespiegel senkt, mindert es in Kombination

mit Hydrochlorothiazid die Diuretika-induzierte Hyperurikämie.

Leberinsuffizienz:

Thiazide sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder

fortgeschrittener Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet werden, da sie eine

intrahepatische Cholestase verursachen können und da geringfügige

Veränderungen des Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalts zu einem hepatischen

Koma führen können.

Losartan-dura plus ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Einschränkung

der Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).

Sonstiges:

Bei Behandlung mit Thiaziden kann es bei Patienten mit oder ohne Allergien oder

Bronchialasthma in der Vorgeschichte zu Überempfindlichkeitsreaktionen

kommen.

Eine Verschlechterung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes

wurde bei der Anwendung von Thiaziden berichtet.

Losartan-dura plus enthält Lactose.

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-

Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Losartan-dura plus nicht

einnehmen (siehe Abschnitt 6.1).

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Losartan

Es wurde berichtet, dass Rifampicin und Fluconazol die Plasmakonzentration des

aktiven Metaboliten verringern. Die klinische Bedeutung dieser Wechselwirkungen

wurde nicht untersucht.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angiotensin-II oder seine Wirkungen hemmen,

kann die gleichzeitige Gabe von kaliumsparenden Diuretika (z. B. Spironolacton,

Triamteren, Amilorid), von Kalium- oder kaliumhaltigen Salzergänzungsmitteln, zu

einem Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration führen. Eine Komedikation ist

nicht ratsam.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die die Natriumausscheidung beeinflussen, kann

die Lithiumausscheidung reduziert werden. Deshalb sollten die Serum-Lithium-

Spiegel bei gleichzeitiger Anwendung von Lithiumsalzen mit Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten sorgfältig überwacht werden.

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und nicht-steroidale Antirheumatika

(NSAR; d. h. selektive COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer

Dosierung) und nicht-selektive NSAR gleichzeitig angewendet werden, kann die

antihypertensive Wirkung abgeschwächt werden. Besonders bei Patienten mit

bestehender Einschränkung der Nierenfunktion kann die gleichzeitige Anwendung

von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Diuretika mit NSAR zu einem

erhöhten Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich

eines möglichen akuten Nierenversagens und eines Anstiegs des Serum-Kaliums

führen. Diese Kombinationen sollten, besonders bei älteren Patienten, mit Vorsicht

angewendet werden. Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein, eine

Überwachung der Nierenfunktion nach Beginn der Kombinationstherapie sowie in

regelmäßigen Zeitabständen danach sollte in Erwägung gezogen werden.

Bei einigen Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion, die mit

nicht-steroidalen Antirheumatika, einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-

Hemmer, behandelt werden, kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion

führen. Diese Veränderungen der Nierenfunktion sind im Allgemeinen nach

Absetzen der Therapie reversibel.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-

Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch eine kombinierte Anwendung von

ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptorblockern oder Aliskiren im Vergleich zur

Anwendung einer einzelnen auf das RASS wirkenden Substanz mit einer

Zunahme der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse wie Hypotonie, Hyperkaliämie

und reduzierter Nierenfunktion (einschließlich akutem Nierenversagen) assoziiert

ist (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Andere eine Hypotonie verursachende Substanzen wie trizyklische Antidepressiva,

Antipsychotika, Baclofen, Amifostin: Gleichzeitige Anwendung mit diesen

Arzneimitteln, deren Haupt- oder Nebenwirkung die Blutdrucksenkung ist, kann

das Risiko einer Hypotonie erhöhen.

Hydrochlorothiazid

Bei gleichzeitiger Gabe der folgenden Arzneimittel mit Thiazid-Diuretika kann es zu

Wechselwirkungen kommen:

Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Antidepressiva:

Eine Verstärkung einer orthostatischen Hypotonie kann auftreten.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin):

Die Behandlung mit Thiaziden kann die Glucosetoleranz beeinflussen. Eine

Dosisanpassung des Antidiabetikums kann erforderlich sein. Metformin sollte

aufgrund des Risikos einer Laktatazidose durch eine durch Hydrochlorothiazid

verursachte mögliche Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit Vorsicht

angewendet werden.

Andere antihypertensive Arzneimittel:

Additiver Effekt.

Colestyramin und Colestipolharze

:

Bei gleichzeitiger Gabe von anionischen

Austauscherharzen wird die Resorption von Hydrochlorothiazid gestört.

Einzeldosen von entweder Colestyramin- oder Colestipolharzen binden

Hydrochlorothiazid und vermindern dessen Resorption aus dem

Gastrointestinaltrakt um bis zu 85 % bzw.43 %.

Kortikosteroide, ACTH:

Verstärkter Elektrolytverlust, vor allem Hypokaliämie.

Blutdrucksteigernde Amine (z. B. Adrenalin):

Möglicherweise vermindertes Ansprechen auf blutdrucksteigernde Amine, aber

nicht in einem Ausmaß, dass deren Anwendung ausschließen würde.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarin):

Mögliche Wirkungsverstärkung der Muskelrelaxanzien.

Lithium:

Diuretische Arzneimittel reduzieren die renale Clearance von Lithium und erhöhen

dadurch stark das Risiko für eine Lithium-Toxizität; eine gleichzeitige Gabe wird

nicht empfohlen.

Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Probenecid, Sulfinpyrazon, und

Allopurinol):

Eine Dosisanpassung der urikosurischen Arzneimittel kann notwendig sein, da

Hydrochlorothiazid den Spiegel der Serum-Harnsäure anheben kann. Eine

Erhöhung der Dosis von Probenecid oder Sulfinpyrazon kann notwendig sein. Die

Koadministration von Thiaziden kann die Inzidenz von Überempfindlichkeits-

reaktionen auf Allopurinol erhöhen.

Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperidin):

Durch abnehmende gastrointestinale Motilität und Entleerungsrate des Magens

wird die Bioverfügbarkeit der Diuretika vom Thiazid-Typ erhöht.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat):

Thiazide können die renale Exkretion von Zytostatika reduzieren und so deren

myelosuppressive Effekte verstärken.

Salizylate:

Unter hohen Dosen von Salizylaten kann Hydrochlorothiazid die toxischen Effekte

der Salizylate auf das zentrale Nervensystem erhöhen.

Methyldopa:

Es gab vereinzelte Berichte über das Auftreten einer hämolytischen Anämie unter

gleichzeitiger Anwendung von Hydrochlorothiazid und Methyldopa.

Cyclosporin:

Gleichzeitige Anwendung mit Cyclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie

und gichtähnlicher Komplikationen erhöhen.

Digitalisglykoside:

Thiazid-induzierte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Auftreten von

Digitalis-induzierten Herzrhythmusstörungen begünstigen.

rzneimittel, die durch Schwankungen des Serum-Kaliums beeinflusst werden:

Regelmäßiges Überwachen des Serum-Kaliums und des EKGs wird bei Gabe von

Losartan/Hydrochlorothiazid mit Arzneimitteln, die durch Schwankungen des

Serum-Kaliums beeinflusst werden (z. B. Digitalisglykoside und Antiarrhythmika)

sowie mit den folgenden Torsades de Pointes (ventrikuläre Tachykardie)

induzierenden Arzneimitteln (einschließlich einiger Antiarrhythmika) empfohlen, da

Hypokaliämie als prädisponierender Faktor für Torsades de Pointes (ventrikuläre

Tachykardie) gilt:

Klasse IA Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid).

Klasse III Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid).

Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin,

Trifluoperazin, Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid,

Haloperidol, Droperidol).

Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin als intravenöse

Anwendung, Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Terfenadin, Vincamin als

intravenöse Anwendung).

Calciumsalze:

Thiaziddiuretika können die Serum-Calcium-Spiegel aufgrund verminderter

Exkretion erhöhen. Wenn Calciumersatzmittel verordnet werden müssen, sollte

der Serum-Calcium-Spiegel überwacht und die Calciumdosierung entsprechend

angepasst werden.

Arzneimittel/Labor-Test-Wechselwirkungen:

Wegen ihrer Wirkung auf den Calcium-Stoffwechsel können Thiazide

Nebenschilddrüsenfunktionstests beeinflussen (siehe Abschnitt 4.4).

Carbamazepin:

Risiko einer symptomatischen Hyponatriämie. Klinische Überwachung und die

Überwachung der biologischen Funktionen ist erforderlich.

Iodhaltige Kontrastmittel:

Im Falle einer Diuretika-induzierten Dehydrierung besteht ein erhöhtes Risiko

eines akuten Nierenversagens, besonders bei hohen Dosen des iodhaltigen

Mittels.

Die Patienten sollten vor der Anwendung rehydriert werden.

Amphotericin B (parenteral), Kortikosteroide, ACTH, stimulierende Laxanzien oder

Glycyrrhizin (enthalten in Lakritz):

Hydrochlorothiazid kann das Elektrolytungleichgewicht intensivieren, insbesondere

eine Hypokaliämie.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Angiotensin II Rezeptor Antagonisten (AIIRAs):

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und

dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines

teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht

ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen Daten

zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, so bestehen

möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken. Sofern ein

Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten

Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative

antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung

mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative

Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im

Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels

empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid

in der Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters.

Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen

Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des

zweiten und dritten Trimesters zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und

zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des

Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren

Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte

Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie

oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen.

Bei essenzieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in

den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt

werden.

Stillzeit

Angiotensin II Rezeptor Antagonisten (AIIRAs):

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan-dura plus in der Stillzeit

vorliegen, wird Losartan-dura plus nicht empfohlen; eine alternative

anthypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei

Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene

oder Frühgeborene gestillt werden.

Hydrochlorothiazid:

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-

Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die

Laktation hemmen. Die Anwendung von Losartan-dura plus während der

Stillzeit wird nicht empfohlen. Wenn Losartan-dura plus während der Stillzeit

angewandt wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein.

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Beim Führen von Kraftfahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen ist

jedoch zu berücksichtigen, dass es bei einer Therapie mit Antihypertensiva

insbesondere bei Behandlungsbeginn oder bei Dosiserhöhung gelegentlich zu

Schwindel oder Benommenheit kommen kann.

Nebenwirkungen

Die unten aufgeführten Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und

Häufigkeit, entsprechend den folgenden Häufigkeitsangaben klassifiziert:

Sehr häufig:

≥ 1/10

Häufig:

≥ 1/100, < 1/10

Gelegentlich:

≥ 1/1000, < 1/100

Selten:

≥ 1/10.000, < 1/1000

Sehr selten:

≤ 1/10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar

In klinischen Studien mit Losartan-Kaliumsalz und Hydrochlorothiazid wurden

keine für diese Wirkstoffkombination spezifischen unerwünschten Ereignisse

beobachtet. Die unerwünschten Ereignisse beschränkten sich auf solche, die

bereits für Losartan-Kaliumsalz und/oder Hydrochlorothiazid beobachtet wurden.

In kontrollierten klinischen Studien bei essentieller Hypertonie war Schwindel das

einzige unerwünschte Ereignis, das als wirkstoffbezogen berichtet wurde und das

häufiger als unter Plazebo bei mindestens 1 % der Patienten, die mit Losartan und

Hydrochlorothiazid behandelt wurden, auftrat.

Neben diesen Ereignissen wurden nach Markteinführung des Arzneimittels weitere

unerwünschte Ereignisse berichtet:

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Hepatitis

Untersuchungen

Selten

Hyperkaliämie, Erhöhung der Alaninaminotransferase

(ALT)

Weitere unerwünschte Ereignisse, die bei einer der Einzelkomponenten

beobachtet wurden und bei Behandlung mit Losartan-dura plus auftreten

könnten, sind:

Losartan

Folgende Nebenwirkungen wurden unter Losartan in klinischen Studien und

nach Markteinführung berichtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich:

Anämie, Purpura Schoenlein-Henoch, Ekchymose,

Hämolyse

Nicht bekannt:

Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Anaphylaktische Reaktionen, Angioödem, einschließlich

zu Atemnot führendes Anschwellen von Larynx und Glottis

und/oder des Gesichtes, der Lippen, des Schlundes

und/oder Zunge; bei einigen Patienten stand dies im

Zusammenhang mit der Gabe Arzneimitteln, einschließlich

ACE-Hemmern

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich:

Appetitlosigkeit, Gicht

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig:

Schlaflosigkeit und Ruhelosigkeit

Gelegentlich:

Angst, Angststörungen, Panikstörungen, Verwirrtheit,

Depression, verändertes Träumen, Schlafstörungen,

Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Kopfschmerzen, Schwindel

Gelegentlich:

Nervosität, Parästhesien, periphere Neuropathie, Tremor,

Migräne, Synkope

Nicht bekannt

Dysgeusie

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

Verschwommenes Sehen, brennendes/stechendes Gefühl

in den Augen, Konjunktivitis, verminderte Sehschärfe

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich:

Drehschwindel, Tinnitus

Herzerkrankungen

Gelegentlich:

Hypotonie, Arzneimittel-induzierte orthostatische

Hypotonie, Brustbeinschmerz, Angina pectoris, AV-Block

2. Grades, zerebrovaskuläres Ereignis, Myokardinfarkt,

Palpitationen, Arrhythmien (Vorhofflimmern,

Sinusbradykardie, Tachykardie, ventrikuläre Tachykardie,

ventrikuläres Flimmern)

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Vaskulitis

Nicht bekannt:

Dosisabhängige orthostatische Effekte

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig:

Husten, Infektionen der oberen Atemwege, verstopfte

Nase, Sinusitis, Erkrankung der Nasennebenhöhlen

Gelegentlich:

pharyngeale Beschwerden, Pharyngitis, Laryngitis,

Dyspnoe, Bronchitis, Epistaxis, Rhinitis, verstopfte

Atemwege

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall,

Verdauungsstörungen

Gelegentlich:

Verstopfung, Zahnschmerzen, Mundtrockenheit,

Blähungen, Gastritis, Erbrechen, Obstipation

Nicht bekannt:

Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt:

Leberfunktionsstörungen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Alopezie, Dermatitis, trockene Haut, Erythem,

Gesichtsröte, Photosensibilität, Pruritus, Hautausschlag,

Urtikaria, Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig:

Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen, Schmerzen in den

Beinen, Muskelschmerzen

Gelegentlich:

Schmerzen in den Armen, Gelenkschwellung, Schmerzen

in den Knien, Schmerzen der Skelettmuskulatur,

Schulterschmerzen, Steifheit, Gelenkschmerzen, Arthritis,

Hüftgelenkschmerz, Fibromyalgie, Muskelschwäche

Nicht bekannt:

Rhabdomylolyse

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig:

Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen

Gelegentlich:

Nykturie, verstärkter Harndrang, Harnwegsinfektion

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich:

verminderte Libido, erektile Dysfunktion/Impotenz

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Asthenie, Müdigkeit, Brustschmerz

Gelegentlich:

Gesichtsödem, Ödem, Fieber

Nicht bekannt:

Schnupfenähnliche Symptome, Unwohlsein

Untersuchungen

Häufig:

Hyperkaliämie, leichte Senkung von Hämatokrit und

Hämoglobin, Hypoglykämie

Gelegentlich:

Leichter Anstieg der Harnstoff- und Kreatininspiegel im

Serum

Sehr selten:

Anstieg von Leberenzymwerten und Bilirubin

Nicht bekannt:

Hyponatriämie

Hydrochlorothiazid

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und

Polypen)

Nicht bekannt“:

Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und

Plattenepithelkarzinom)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich:

Agranulozytose, aplastische Anämie, hämolytische

Anämie, Leukopenie, Purpura, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

anaphylaktische Reaktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich:

Appetitlosigkeit, Hyperglykämie, Hyperurikämie,

Hypokaliämie, Hyponatriämie

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich:

Schlaflosigkeit und Ruhelosigkeit

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Cephalalgia, Schwindelgefühl

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

vorübergehendes verschwommenes Sehen, Xanthopsie

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich:

Atemnot, einschließlich Pneumonitis und Lungenödem

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich:

Speicheldrüsenentzündung, Spasmen, Magenreizung,

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:

Ikterus (intrahepatische Cholestase), Pankreatitis

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Photosensibilität, Urtikaria, toxisch epidermale Nekrolyse

Nicht bekannt

Erythematodes integumentalis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Muskelkrämpfe

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich:

Glukosurie, interstitielle Nephritis, Nierenfunktionsstörung,

Nierenversagen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich:

Fieber

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus

epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger

Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt (siehe auch Abschnitt

4.4 und 5.1 ).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:

www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Überdosis mit

Losartan-dura plus vor. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und

unterstützend. Die Therapie mit Losartan-dura plus muss abgebrochen und der

Patient streng überwacht werden. Vorgeschlagene Maßnahmen beinhalten

induziertes Erbrechen, falls die Einnahme erst kürzlich erfolgte, sowie Korrektur

von Dehydrierung, Elektrolytstörungen, hepatischem Koma und Blutdruckabfall

entsprechend den Leitlinien.

Losartan

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen beim Menschen

vor. Wahrscheinliche Symptome einer Überdosierung sind Blutdruckabfall und

Tachykardie; eine Bradykardie kann durch parasympathische (vagale)

Stimulation auftreten. Wenn ein symptomatischer Blutdruckabfall auftreten

sollte, sollten unterstützende Maßnahmen ergriffen werden.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt

werden.

Hydrochlorothiazid

Die häufigsten Anzeichen und Symptome sind diejenigen, die durch einen

Elektrolytverlust (Hypokaliämie, Hypochloridämie, Hyponatriämie) und eine

Dehydrierung auf Grund von starker Diurese verursacht werden. Wurde

zusätzlich Digitalis angewendet, kann eine Hypokaliämie

Herzrhythmusstörungen verstärken.

Der Anteil an Hydrochlorothiazid, der durch Hämodialyse entfernt werden kann,

ist nicht bekannt.

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und

Diuretika, ATC-Code: C09DA01

Kombination aus Losartan und Hydrochlorothiazid

Die Komponenten Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid haben eine additive

Wirkung und senken den Blutdruck in höherem Maß als die beiden

Komponenten alleine. Man geht davon aus, dass dieser Effekt auf die sich

ergänzende Wirkung der beiden Komponenten zurückzuführen ist. Aufgrund

seiner diuretischen Wirkung erhöht Hydrochlorothiazid zudem die

Plasmareninaktivität und die Aldosteronsekretion, senkt die Kaliumspiegel im

Serum und erhöht die Angiotensin-II-Spiegel. Die Gabe von Losartan blockiert

alle physiologisch relevanten Wirkungen von Angiotensin II und könnte durch

die Hemmung von Aldosteron den durch das Diuretikum verursachten

Kaliumverlust vermindern.

Losartan hat eine leichte und vorübergehende harnsäureausscheidende

Wirkung. Hydrochlorothiazid verursacht einen mäßigen Anstieg der Harnsäure;

die Kombination aus Losartan und Hydrochlorothiazid mindert die Diuretika-

induzierte Hyperurikämie.

Der antihypertensive Effekt von Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid bleibt für

24 Stunden erhalten. In klinischen Studien von mindestens einjähriger Dauer

blieb die antihypertensive Wirkung bei fortlaufender Behandlung erhalten. Trotz

deutlicher Senkung des Blutdrucks hatte Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid

keine klinisch signifikante Wirkung auf die Herzfrequenz. In klinischen Studien

wurde nach einer 12-wöchigen Behandlung mit 50 mg Losartan/12,5 mg

Hydrochlorothiazid eine Senkung der Werte am Ende des Dosierungsintervalls

beim diastolischen Blutdruck im Sitzen um durchschnittlich bis zu 13,2 mmHg

erreicht.

Losartan-Kalium/Hydrochlorothiazid reduziert effektiv den Blutdruck bei

Männern und Frauen, bei Patienten mit schwarzer und nicht schwarzer

Hautfarbe sowie bei jüngeren (< 65 Jahre) und älteren (≥ 65 Jahre) Patienten

und ist bei allen Schweregraden der Hypertonie wirksam.

Losartan

Losartan ist ein synthetisch hergestellter oraler Angiotensin-II-Rezeptor(Typ AT

Antagonist. Angiotensin II, ein potenter Vasokonstriktor, ist das primär aktive

Hormon des Renin-Angiotensin-Systems und eine wichtige Determinante der

Pathophysiologie der Hypertonie. Angiotensin II bindet an den AT

-Rezeptor, der

in vielen Geweben zu finden ist (z.B. glatte Gefäßmuskulatur, Nebenniere, Nieren

und Herz) und ruft eine Reihe wichtiger biologischer Wirkungen, einschließlich

Vasokonstriktion und Freisetzung von Aldosteron hervor. Außerdem stimuliert

Angiotensin II die Proliferation glatter Muskelzellen.

Losartan blockiert selektiv den AT

-Rezeptor. In vitro und in vivo blockieren

Losartan und sein pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit E-3174

alle physiologisch relevanten Wirkungen von Angiotensin II, unabhängig von

dessen Herkunft oder Syntheseweg.

Eine agonistische Wirkung besitzt Losartan nicht, auch erfolgt keine Blockierung

anderer Hormonrezeptoren oder für die kardiovaskuläre Regulation wichtiger

Ionenkanäle. Darüber hinaus hemmt Losartan auch nicht ACE (Kininase II), das

Enzym, das Bradykinin abbaut. Somit kommt es nicht zu einer Potenzierung

unerwünschter bradykininvermittelter Wirkungen.

Während der Anwendung von Losartan führt der Wegfall der negativen

Rückkopplung von Angiotensin II auf die Reninbildung zum Anstieg der Plasma-

Renin-Aktivität (PRA). Ein Anstieg der PRA führt zum Anstieg von Angiotensin II

im Plasma. Trotz dieser Anstiege bleiben die blutdrucksenkende Wirkung und

die Suppression der Plasma-Aldosteron-Konzentration erhalten, was auf eine

wirksame Angiotensin-II-Rezeptor-Blockade hinweist. Nach Absetzen von

Losartan sanken PRA und Angiotensin-II-Werte innerhalb von drei Tagen

wieder auf die Ausgangswerte zurück.

Sowohl Losartan als auch sein aktiver Hauptmetabolit haben eine weit größere

Affinität zu dem AT

-Rezeptor als zu dem AT

-Rezeptor. Der aktive Metabolit ist

10- bis 40fach wirksamer auf Gewichtsbasis als Losartan.

In einer Studie, deren Design daraufhin abzielte, die Inzidenz von Husten bei

Patienten unter Losartan mit der bei Patienten unter ACE-Hemmern zu

vergleichen, wurde eine ähnliche Inzidenz von Husten bei Patienten unter

Losartan oder Hydrochlorothiazid berichtet, die signifikant geringer war als die bei

Patienten unter einem ACE-Hemmer. Insgesamt war darüber hinaus die Inzidenz

von Spontanberichten über Husten in einer Meta-Analyse von 16 doppelblinden

klinischen Studien mit 4131 Patienten bei den Patienten unter Losartan (3,1 %)

ähnlich wie bei den Patienten unter Plazebo (2,6 %) oder unter Hydrochlorothiazid

(4,1 %), wohingegen die Inzidenz unter ACE-Hemmern 8,8 % betrug.

Bei nicht-diabetischen Bluthochdruck-Patienten mit Proteinurie reduzierte die

Gabe von Losartan-Kalium signifikant die Proteinurie und die fraktionelle

Ausscheidung von Albumin und IgG. Unter Losartan bleibt die glomeruläre

Filtrationsrate erhalten und die Filtrationsfraktion reduziert. Im Allgemeinen

erniedrigt Losartan die Serum-Harnsäure (gewöhnlich < 0,4 mg/dl) anhaltend auch

unter Dauertherapie.

Losartan hat keine Wirkung auf die autonomen Reflexe und keinen anhaltenden

Effekt auf Noradrenalin im Plasma.

Bei Patienten mit linksventrikulärer Herzinsuffizienz führten 25 mg und 50 mg

Losartan zu positiven hämodynamischen und neurohormonalen Effekten. Diese

zeichnen sich durch eine Erhöhung des Herzindex und einer Erniedrigung des

pulmonalen arteriellen Verschlussdrucks, systemischen Gefäßwiderstands,

mittleren systemischen arteriellen Drucks und Herzfrequenz sowie einer

Erniedrigung der Aldosteron- bzw. Noradrenalinspiegel im Blutkreislauf aus. Das

Auftreten eines Blutdruckabfalls war bei diesen herzinsuffizienten Patienten

dosisabhängig.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien führte die einmal tägliche Gabe von Losartan

bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer essentieller Hypertonie zu einer

statistisch signifikanten Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks.

Die Messung der Blutdruckwerte 24 Stunden nach der Einnahme im Vergleich zu

den Werten 5-6 Stunden nach der Einnahme zeigten eine Blutdrucksenkung über

24 Stunden; der natürliche zirkadiane Rhythmus blieb erhalten. Die

Blutdrucksenkung am Ende des Dosierungsintervalls betrug 70-80 % des Effekts,

der 5-6 Stunden nach der Einnahme beobachtet wurde.

Das Absetzen von Losartan führte bei Bluthochdruckpatienten nicht zu einem

abrupten Blutdruckanstieg (Rebound). Trotz der deutlichen Blutdrucksenkung

hatte Losartan keinen klinisch signifikanten Einfluss auf die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern und Frauen sowie bei jüngeren (unter 65 Jahre) und

älteren Hypertonikern gleich wirksam.

LIFE-Studie

Die 'Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension' (LIFE)-Studie

war eine randomisierte, dreifachblinde, aktiv kontrollierte Studie mit

9.193 Hypertonikern im Alter von 55 bis 80 Jahren mit EKG-dokumentierter

linksventrikulärer Hypertrophie. Die Patienten erhielten randomisiert einmal

täglich Losartan 50 mg oder einmal täglich Atenolol 50 mg. Wenn der

Zielblutdruck (< 140/90 mmHg) nicht erreicht wurde, wurde zunächst

Hydrochlorothiazid (12,5 mg) zusätzlich gegeben und, falls erforderlich, die

Dosis von Losartan oder Atenolol auf 100 mg einmal täglich erhöht. Falls

erforderlich, wurden zusätzlich andere Antihypertensiva mit Ausnahme von

ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Betablockern

gegeben, um den Zielblutdruck zu erreichen.

Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus kardiovaskulärer Morbidität und

Mortalität gemessen als Reduktion der kombinierten Inzidenz von kardiovaskulär

bedingten Todesfällen, Schlaganfall und Myokardinfarkt. In beiden Gruppen wurde

der Blutdruck signifikant auf ein ähnliches Niveau gesenkt. Die Behandlung mit

Losartan senkte das Risiko der Patienten, den primären zusammengesetzten

Endpunkt zu erreichen, im Vergleich zu Atenolol um 13,0 % (p=0,021, 95 %

Konfidenzintervall 0,77–0,98). Dies war hauptsächlich auf eine Abnahme der

Schlaganfallinzidenz zurückzuführen. Die Behandlung mit Losartan senkte das

Schlaganfallrisiko im Vergleich zu Atenolol um 25 % (p=0,001, 95 %

Konfidenzintervall 0,63–0,89). Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen

den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Rate der kardiovaskulär bedingten

Todesfälle und der Myokardinfarkte.

Im Rahmen von zwei großen, randomisierten, kontrollierten Studien ONTARGET

(ONgoing Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint

Trial), VA NEPHRON-D (The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes) wurde die

kombinierte Anwendung eines ACE-Hemmers und eines

Angiotensin-II-Rezeptorblockers untersucht.

Die Studie ONTARGET wurde bei Patienten mit kardiovaskulärer oder

zerebrovaskulärer Erkrankung in der Anamnese oder mit Typ-2-Diabetes mellitus

verbunden mit Anzeichen von Endorganschädigung durchgeführt. Die Studie VA

NEPHRON-D wurde bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und diabetischer

Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten Nutzen in Bezug auf renale und/oder

kardiovaskuläre Ergebnisse und Mortalität; es wurde im Vergleich zur

Monotherapie jedoch ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie, akute

Nierenschädigung und/oder Hypotonie beobachtet.

Aufgrund der ähnlichen pharmakodynamischen Eigenschaften sind diese

Ergebnisse auch für andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorblocker

relevant.

Bei Patienten mit diabetischer Nephropathie sollten ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptorblocker daher nicht gleichzeitig angewendet werden.

ALTITUDE (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) war eine Studie zur Untersuchung des Nutzens einer Therapie

mit Aliskiren zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder

Angiotensin-II-Rezeptorblocker bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und

chronischer Nierenerkrankung, kardiovaskulärer Erkrankung oder beiden. Die

Studie wurde aufgrund eines erhöhten Risikos für unerwünschte Ergebnisse

frühzeitig beendet. In der Aliskirengruppe trat im Vergleich zur Placebogruppe eine

höhere Anzahl sowohl von Todesfällen als auch Schlaganfällen auf, und es

wurden häufiger unerwünschte Ereignisse und schwere unerwünschte Ereignisse

von Interesse (Hyperkaliämie, Hypotonie und Nierenfunktionsstörung) berichtet.

Die gleichzeitige Anwendung von Aliskiren und einem ACE-Hemmer oder einem

Angiotensin-II-Rezeptorblocker ist bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus oder

eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Thiazid-Diuretikum. Der Mechanismus, der der

antihypertensiven Wirkung der Thiazid-Diuretika zugrunde liegt, ist nicht

vollständig bekannt. Thiazide beeinflussen in den Nierentubuli die

Elektrolytrückresorption und erhöhen direkt und in etwa gleichem Ausmaß die

Ausscheidung von Natrium und Chlorid.

Die diuretische Wirkung von Hydrochlorothiazid senkt das Plasmavolumen, erhöht

die Plasmareninaktivität und die Aldosteronsekretion mit daraus resultierendem

Anstieg von Kalium im Urin und Verlust von Bicarbonat und senkt den

Kaliumspiegel im Serum. Die Renin-Aldosteron-Verbindung wird durch Angiotensin

II vermittelt. Daher trägt die gleichzeitige Gabe eines Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten zu einer Umkehrung des durch Thiazid-Diuretika verursachten

Kaliumverlustes bei.

Nach oraler Gabe tritt die Diurese innerhalb von 2 Stunden ein, mit maximaler

diuretischer Wirkung nach 4 Stunden. Die Wirkdauer beträgt 6-12 Stunden und

die antihypertensive Wirkung hält bis zu 24 Stunden an.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus

epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger

Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC beobachtet. Eine Studie umfasste

eine Grundgesamtheit aus 71 533 Fällen von BCC und 8 629 Fällen von SCC

mit Kontrollgruppen von 1 430 833 bzw. 172 462 Personen. Eine hohe HCTZ-

Dosierung (≥ 50 000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer bereinigten Odds-

Ratio von 1,29 (95% Konfidenzintervall: 1,23-1,35) für BCC und 3,98 (95 %

Konfidenzintervall: 3,68-4;31) für SCC. Sowohl bei BCC als auch bei SCC

wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine

weitere Studie ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs

(SCC) und der Exposition gegenüber HCTZ: 633 Fälle von Lippenkrebs wurden

mittels eines risikoorientierten Stichprobenverfahrens mit einer Kontrollgruppe

von 63 067 Personen abgeglichen. Es wurde eine kumulative Dosis-

Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95%

Konfidenzintervall: 1,7-2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25 000

mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und bei der höchsten kumulativen

Dosis (~ 100,000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5) erhöhte (siehe

auch Abschnitt 4.4).

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Losartan:

Nach oraler Gabe wird Losartan gut resorbiert und unterliegt einem First-pass-

Metabolismus, wobei ein aktiver Carboxylsäure-Metabolit und weitere inaktive

Metaboliten gebildet werden. Die systemische Bioverfügbarkeit von Losartan-

Tabletten beträgt etwa 33 %. Die mittleren Plasmaspitzenkonzentrationen von

Losartan und seinem aktiven Metaboliten werden nach 1 Stunde bzw. nach 3-

4 Stunden erreicht. Ein klinisch signifikanter Einfluss auf das

Plasmakonzentrationsprofil von Losartan wurde bei Einnahme zu einer

standardisierten Mahlzeit nicht beobachtet.

Verteilung

Losartan

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu

99 % an Plasmaproteine, primär

Albumin, gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt 34 Liter. Studien an Ratten

zeigen, dass Losartan die Blut-Hirn-Schranke, wenn überhaupt, in nur geringem

Maß passiert.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid passiert die Plazenta, aber nicht die Blut-Hirn-Schranke und

wird in die Muttermilch ausgeschieden.

Biotransformation

Losartan

Etwa 14 % von intravenös oder oral verabreichtem Losartan werden zu dem

aktiven Metaboliten umgewandelt. Nach oraler und intravenöser Gabe von

C-markiertem Losartan wird die im Plasma zirkulierende Radioaktivität

hauptsächlich Losartan und seinem aktiven Metaboliten zugeschrieben. Bei

etwa 1 % der Probanden wurde eine geringe Umwandlung von Losartan zu

dem aktiven Metaboliten festgestellt.

Zusätzlich zum aktiven Metaboliten werden inaktive Metaboliten gebildet, darunter

zwei Hauptmetaboliten durch Hydroxylierung der Butylseitenkette und ein

Nebenmetabolit, ein N-2-Tetrazolglucuronid.

Elimination

Losartan

Die Plasma-Clearance von Losartan und seinem aktiven Metaboliten beträgt etwa

600 ml/min bzw. 50 ml/min. Die renale Clearance von Losartan und seinem

aktiven Metaboliten beträgt etwa 74 ml/min bzw. 26 ml/min. Nach oraler Gabe

werden etwa 4 % der Dosis unverändert mit dem Urin ausgeschieden, etwa 6 %

der Dosis erscheinen im Urin als aktiver Metabolit. Die Pharmakokinetik von

Losartan und seinem aktiven Metaboliten ist bis zu oralen Dosen von 200 mg

Losartan linear.

Nach oraler Gabe nehmen die Plasmakonzentrationen von Losartan und seinem

aktiven Metaboliten polyexponentiell mit einer terminalen Halbwertszeit von etwa

2 Stunden bzw. 6-9 Stunden ab. Während der Behandlung mit einmal täglich

100 mg kam es weder bei Losartan noch bei seinem aktiven Metaboliten zu einer

signifikanten Akkumulation im Plasma.

Sowohl die biliäre als auch die renale Ausscheidung tragen zur Elimination von

Losartan und seinen Metaboliten bei. Nach oraler Gabe von

C-markiertem

Losartan werden beim Menschen etwa 35 % der Radioaktivität im Urin und 58 %

in den Faeces wieder gefunden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert, sondern rasch über die Nieren

ausgeschieden. Bei Beobachtung der Plasmaspiegel über mindestens 24 Stunden

lag die Plasmahalbwertszeit zwischen 5,6 und 14,8 Stunden. Mindestens 61 % der

oralen Dosis werden innerhalb von 24 Stunden unverändert ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Kombination aus Losartan und Hydrochlorothiazid

Die Plasmakonzentrationen von Losartan und seinem aktiven Metaboliten und die

Resorption von Hydrochlorothiazid bei älteren Hypertonikern unterscheiden sich

nicht signifikant von denen junger Hypertoniker.

Losartan

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer alkoholischer Leberzirrhose waren die

Plasmakonzentrationen von Losartan und seinem aktiven Metaboliten nach oraler

Gabe um das 5- bzw. 1,7fache höher als bei jungen männlichen Probanden.

Pharmakokinetik-Studien zeigten, dass die AUC von Losartan bei gesunden

männlichen Probanden japanischer und nicht japanischer Herkunft sich nicht

unterscheidet. Die AUC des Carboxylsäure-Metaboliten (E-3174) zeigte sich

jedoch bei beiden Gruppen unterschiedlich, wobei die Exposition bei den

japanischen Probanden 1,5-fach größer war als bei den nicht japanischen

Probanden. Die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse ist nicht bekannt.

Weder Losartan noch sein aktiver Metabolit können durch Hämodialyse entfernt

werden.

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur allgemeinen Pharmakologie,

Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten

keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Das toxische

Potential der Kombination von Losartan/Hydrochlorothiazid wurde in Studien

zur chronischen Toxizität über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten an Ratten

und Hunden nach oraler Gabe untersucht. Die in diesen Studien beobachteten

Veränderungen wurden hauptsächlich durch die Losartan-Komponente der

Kombination verursacht. Die Gabe von Losartan/Hydrochlorothiazid führte zu

einer Abnahme der Parameter der roten Blutzellen (Erythrozyten, Hämoglobin,

Hämatokrit), einer Zunahme des Harnstoff-N im Serum, einer Abnahme des

Herzgewichts (ohne ein histologisches Korrelat) und zu gastrointestinalen

Veränderungen (Schleimhautläsionen, Ulcera, Erosionen, Blutungen).

Es gab keinen Hinweis auf Teratogenität bei Ratten oder Kaninchen, die mit der

Kombination Losartan/Hydrochlorothiazid behandelt wurden. Bei Ratten wurde

fetale Toxizität, erkennbar an einem leichten Anstieg überzähliger Rippen in der

-Generation, beobachtet, wenn weibliche Tiere vor und während der

Gestation behandelt wurden. Wie in Studien mit Losartan allein beobachtet

wurde, kam es zu unerwünschten fetalen und neonatalen Wirkungen

einschließlich renale Toxizität und Tod des Feten, wenn trächtige Ratten

während der späten Gestation und/oder Laktation mit der Kombination

Losartan/Hydrochlorothiazid behandelt wurden.

Pharmazeutische Angaben

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose (E 460)

Vorverkleisterte Stärke (Mais)

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Hyprolose (E 463)

Hypromellose (E 464)

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium – PVC/PE/PVDC-Blister.

Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg Filmtabletten:

Blisterpackungen mit 98 Filmtabletten.

Losartan-dura plus 100 mg/25 mg Filmtabletten:

Blisterpackungen mit 98 Filmtabletten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Inhaber der Zulassung

Mylan Germany GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

Zulassungsnummern

Losartan-dura plus 50 mg/12,5 mg Filmtabletten:

68484.00.00

Losartan-dura plus 100 mg/25 mg Filmtabletten:

68484.01.00

Datum der Zulassung

20.04.2009

Stand der Information

Februar 2019

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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