Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
AbZ-Pharma GmbH - Geschäftsanschrift -
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
87043.00.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation:

Information für den Anwender

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Losartan-Kalium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist

Losartan-CT 12,5 mg

und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von

Losartan-CT 12,5 mg

beachten?

3. Wie ist

Losartan-CT 12,5 mg

einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist

Losartan-CT 12,5 mg

aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Losartan-CT 12,5 mg und wofür wird es angewendet?

Losartan gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

bezeichnet werden. Die Substanz Angiotensin II wird in Ihrem Körper gebildet und bindet an

Rezeptoren in den Blutgefäßen und lässt diese enger werden. Dadurch steigt der Blutdruck. Losartan

blockiert die Bindung von Angiotensin II an diese Rezeptoren, so dass die Blutgefäße entspannt

werden und Ihr Blutdruck sinkt.

Losartan verlangsamt die Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit hohem Blutdruck

und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus).

Losartan-CT 12,5 mg

wird angewendet:

zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie), d. h. von Erwachsenen sowie

Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren

zum Schutz der Nieren bei Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes

mellitus) und durch Laboruntersuchungen nachgewiesener beeinträchtigter Nierenfunktion mit

einer Eiweißausscheidung

0,5 g pro Tag im Urin (bei dieser Erkrankung enthält der Urin eine

krankhaft hohe Eiweißmenge)

zur Behandlung von Patienten mit Herzleistungsschwäche – wenn Ihrem Arzt die Behandlung mit

einem ACE-Hemmer (Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer, ein blutdrucksenkendes

Arzneimittel) nicht geeignet erscheint. Wenn Ihre Herzleistungsschwäche mit einem ACE-Hemmer

stabil eingestellt ist, sollten Sie nicht auf Losartan umgestellt werden

zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck und Wandverdickung der linken Herzkammer.

Losartan-CT 12,5 mg

vermindert das Risiko eines Schlaganfalls (sog. „LIFE“-Indikation)

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan-CT 12,5 mg beachten?

Losartan-CT 12,5 mg darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Losartan oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind.

(Es wird empfohlen,

Losartan-CT 12,5 mg

auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Losartan-CT 12,5 mg

einnehmen

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von

Losartan-CT 12,5 mg

in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen, und

Losartan-CT 12,5 mg

darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von

Losartan-CT 12,5 mg

in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Es ist wichtig vor Einnahme von

Losartan-CT 12,5 mg

Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten:

wenn Sie ein bereits einmal ein Angioödem hatten (Überempfindlichkeitsreaktion mit

Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge), (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen

sind möglich?“)

wenn Sie unter starkem Erbrechen oder Durchfall mit einem großen Flüssigkeits- und/oder

Salzverlust Ihres Körpers leiden

wenn Sie Diuretika (Arzneimittel zur Entwässerung, welche die Urinausscheidung über die Nieren

erhöhen) einnehmen oder eine salzarme Diät einhalten, wodurch es zu einem starken Flüssigkeits-

und Salzverlust Ihres Körpers kommen kann (siehe 3. unter „Dosierung bei speziellen

Patientengruppen“)

wenn bei Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Verengung oder Blockade der zu den Nieren

führenden Blutgefäße (Nierenarterienstenose) leiden oder vor kurzem eine Nierentransplantation

hatten

wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden (siehe Abschnitte 2. „

Losartan-CT 12,5 mg

darf

NICHT eingenommen werden“ und 3. unter „Dosierung bei speziellen Patientengruppen“)

wenn Sie an Herzleistungsschwäche mit oder ohne Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder

gleichzeitig an schweren lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen leiden. Besondere Vorsicht

ist notwendig, wenn Sie gleichzeitig mit einem Betablocker behandelt werden

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels leiden

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (verursacht durch Mangeldurchblutung der

Blutgefäße des Herzens) oder der Blutgefäße des Gehirns (verursacht durch Mangeldurchblutung

des Gehirns) leiden

wenn Sie an primärem Hyperaldosteronismus leiden (Erkrankung, die mit einer erhöhten Abgabe

des Hormons Aldosteron aus der Nebenniere einhergeht, verursacht durch eine Anomalie der

Nebenniere)

Kinder und Jugendliche

Losartan-CT 12,5 mg

wurde bei Kindern untersucht. Wenn Sie weitere Fragen dazu haben, sprechen

Sie mit Ihrem Arzt. Die Einnahme von

Losartan-CT 12,5 mg

wird bei Kindern, die an Nieren- oder

Lebererkrankungen leiden, und bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen.

Einnahme von Losartan-CT 12,5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie zusätzlich zur Behandlung mit

Losartan-CT 12,5 mg

eines

der folgenden Arzneimittel anwenden:

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, da sie den Blutdruck zusätzlich senken

können. Der Blutdruck kann auch durch eine der folgenden Arzneimittel/Arzneimittelklassen

gesenkt werden: trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Baclofen, Amifostin.

Arzneimittel, die Kalium im Körper zurückhalten oder den Kaliumspiegel im Blut erhöhen (z. B.

Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder kaliumsparende Arzneimittel wie

bestimmte Diuretika [Arzneimittel zur Entwässerung; Amilorid, Spironolacton, Triamteren] oder

Heparin).

nicht-steroidale Antirheumatika wie Indometacin, einschließlich COX-2-Hemmer (Arzneimittel

gegen Entzündungen und gegen Schmerzen), da sie die blutdrucksenkende Wirkung von Losartan

vermindern können.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arzneimittel die

Nierenfunktion weiter verschlechtern.

Lithiumhaltige Arzneimittel sollten ohne enge ärztliche Überwachung nicht in Kombination mit

Losartan eingenommen werden. Besondere Vorsichtsmaßnahmen (z. B. Blutuntersuchungen) können

angebracht sein.

Einnahme von Losartan-CT 12,5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Losartan-CT 12,5 mg

kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder wenn Sie schwanger werden

könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Losartan-CT 12,5 mg

vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein

anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von

Losartan-CT 12,5 mg

in der frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und

Losartan-CT 12,5 mg

darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Losartan-CT 12,5 mg

in diesem

Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Losartan-CT 12,5

mg

wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere

Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zur Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

durchgeführt. Es ist unwahrscheinlich, dass

Losartan-CT 12,5 mg

die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflusst. Allerdings kann Losartan, wie viele andere

blutdrucksenkende Arzneimittel, Schwindel oder Müdigkeit bei einigen Personen verursachen. Sollten

bei Ihnen Schwindel oder Müdigkeit auftreten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie solchen

Tätigkeiten nachgehen.

Losartan-CT 12,5 mg enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie

Losartan-CT 12,5 mg

daher erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit

gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Losartan-CT 12,5 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt wird die

geeignete Dosis auswählen, abhängig von Ihrer Erkrankung und davon, ob Sie weitere Arzneimittel

einnehmen.

Es ist wichtig, dass Sie

Losartan-CT 12,5 mg

so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat.

Dies führt zu einer reibungslosen Kontrolle Ihres Blutdrucks.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan einmal täglich. Die maximale

blutdrucksenkende Wirkung wird etwa 3-6 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht.

Bei einigen Patienten kann die Dosis auf 100 mg Losartan einmal täglich erhöht werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Losartan zu

stark oder zu schwach ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (6 bis 18 Jahre)

Die empfohlene Anfangsdosis bei Patienten zwischen 20 und 50 kg beträgt 0,7 mg Losartan pro kg

Körpergewicht einmal täglich angewendet (bis zu 25 mg Losartan, entsprechend 2 Filmtabletten

Losartan-CT 12,5 mg

); bei unzureichender Kontrolle des Blutdrucks kann der Arzt die Dosis erhöhen.

Für Kinder sind andere Darreichungsformen dieses Wirkstoffes möglicherweise geeigneter. Fragen

Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus)

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan einmal täglich. Die Dosis kann später auf

100 mg Losartan einmal täglich erhöht werden, in Abhängigkeit vom Ansprechen Ihres Blutdrucks.

Losartan-CT 12,5 mg

können sowohl zusammen mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln (z. B.

Diuretika, Kalziumantagonisten, Alpha- oder Beta-Rezeptorenblockern sowie zentral wirksamen

Antihypertonika) als auch mit Insulin und anderen häufig verwendeten Arzneimitteln zur Senkung des

Blutzuckers (z. B. Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und Glucosidasehemmern) eingenommen werden.

Erwachsene Patienten mit Herzleistungsschwäche

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 12,5 mg einmal täglich (1 Filmtablette

Losartan-CT 12,5

mg

). Im Allgemeinen sollte die Dosis schrittweise wöchentlich erhöht werden (d. h. 12,5 mg täglich

während der 1. Woche, 25 mg täglich während der 2. Woche, 50 mg täglich während der 3. Woche,

100 mg täglich während der 4. Woche, 150 mg täglich während der 5. Woche) bis zur von Ihrem Arzt

festgelegten Erhaltungsdosis. Eine Maximaldosis von 150 mg Losartan täglich kann eingenommen

werden.

Bei der Behandlung der Herzschwäche wird Losartan üblicherweise mit einem Diuretikum

(Arzneimittel zur Entwässerung über die Nieren, welche die Urinmenge erhöhen) und/oder Digitalis

(Arzneimittel zur Stärkung des Herzens) und/oder einem Betablocker kombiniert.

Dosierung bei speziellen Patientengruppen

Der Arzt kann zu einer niedrigeren Dosis raten, insbesondere zu Behandlungsbeginn bei Patienten

unter hohen Dosen harntreibender Arzneimittel, bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder bei

Patienten über 75 Jahren. Die Anwendung von Losartan bei Patienten mit schwerer Einschränkung der

Leberfunktion wird nicht empfohlen (siehe 2. unter „

Losartan-CT 12,5 mg

darf NICHT eingenommen

werden“).

Einnahme

Die Tabletten sollten mit einem Glas Wasser geschluckt werden. Versuchen Sie,

Losartan-CT 12,5 mg

täglich zur gleichen Zeit einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie

Losartan-CT 12,5 mg

solange

einnehmen, bis Ihr Arzt Ihnen andere Anweisungen gibt.

Wenn Sie eine größere Menge von Losartan-CT 12,5 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, verständigen Sie sofort Ihren Arzt.

Symptome einer Überdosierung sind niedriger Blutdruck und/oder ein zu schneller, aber

möglicherweise auch zu langsamer Herzschlag.

Wenn Sie die Einnahme von Losartan-CT 12,5 mg vergessen haben

Wenn Sie versehentlich die Einnahme Ihrer täglichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie bitte die

nächste Dosis wie verordnet. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um die vergessene Tablette

nachzuholen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Falls folgende Beschwerden bei Ihnen auftreten, nehmen Sie Losartan nicht mehr ein und informieren

Sie sofort Ihren Arzt oder begeben sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses:

Eine schwerwiegende allergische Reaktion (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gesicht,

Lippen, Mund oder Rachen, die Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann).

Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung, die mehr als einen von 10.000, aber

weniger als einen von 1.000 Patienten betrifft. Sie benötigen möglicherweise notärztliche Versorgung

oder müssen in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Über folgende Nebenwirkungen wurde bei

Losartan-CT 12,5 mg

berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelte betreffen):

Schwindel

niedriger Blutdruck (besonders nach starkem Flüssigkeitsverlust, z. B. bei Patienten mit schwerer

Herzleistungsschwäche oder unter Behandlung mit hoch dosierten Entwässerungstabletten)

dosisabhängige orthostatische Wirkungen wie Blutdruckabfall bzw. Kreislaufstörungen beim

Wechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen

Schwächegefühl

Müdigkeit

zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)

zu viel Kalium im Blut (Hyperkaliämie)

Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen

Verminderung der Anzahl der roten Blutzellen (Anämie)

Anstieg von Blutharnstoff, Serum-Kreatinin und Serum-Kalium bei Patienten mit

Herzmuskelschwäche

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelte betreffen):

Schläfrigkeit

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

Herzklopfen oder -rasen (Palpitationen)

starke Schmerzen im Brustkorb/Herzengegefühl (Angina pectoris)

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Bauchschmerzen

Verstopfung

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Nesselsucht (Urtikaria)

Juckreiz (Pruritus)

Hautausschlag

auf bestimmte Körperregionen begrenzte Schwellungen (Ödeme)

Husten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelte betreffen):

Überempfindlichkeitsreaktionen,

Angioödem (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen, die

Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann),

Gefäßentzündungen (Vaskulitis einschließlich Purpura [Schoenlein-Henoch])

Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesien)

Ohnmacht (Synkope)

Herzrasen und Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)

Schlaganfall

Leberentzündung (Hepatitis)

erhöhte Alaninaminotransferasen (ALT; Labortest zur Untersuchung der Leberfunktion) imBlut,

nach Beendigung der Behandlung üblicherweise rückläufig

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Verminderung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Migräne

Leberfunktionsstörungen

Muskel- und Gelenkschmerzen

grippeähnliche Symptome

Rückenschmerzen und Harnwegsinfektionen

Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, möglicherweise mit Rötungen nach Sonneneinstrahlung

(Photosensitivität)

Unerklärliche Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Urin (Rhabdomyolyse)

Impotenz

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Niedrige Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)

Depression

Allgemeines Unwohlsein

Klingeln, Summen, Dröhnen oder Klicken in den Ohren (Tinnitus)

Gestörtes Geschmacksempfinden (Dysgeusie)

Die Nebenwirkungen bei Kindern ähneln den bei Erwachsenen beschriebenen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind.

5. Wie ist Losartan-CT 12,5 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf den Blisterpackungen und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

PVC/PVdC/Aluminiumblister oder PVC/PE/PVdC/Aluminiumblister

Nicht über 25 °C lagern.

OPA/Alu/PVC/Aluminiumblister

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Losartan-CT 12,5 mg

enthält

Der Wirkstoff ist Losartan-Kalium.

Jede Filmtablette enthält 12,5 mg Losartan-Kalium.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke (Mais), Magnesiumstearat

(Ph.Eur.) [pflanzlich].

Film der Tablette:

Polyvinylalkohol, Titandioxid (E 171), Macrogol, Talkum.

Losartan-CT 12,5 mg

aussieht und Inhalt der Packung

Aussehen der Tabletten:

Losartan-CT 12,5 mg

sind weiße, runde, leicht gewölbte Filmtabletten mit der Prägung „L“ auf einer

Seite und glatter anderer Seite.

Jede Tablette hat einen Durchmesser von ungefähr 5 mm und eine Höhe von ungefähr 3 mm.

Packungsgröße:

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

ist in Packungen mit 21 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

A

Z

-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Deutschland:

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

Spanien:

Losartan ratio 12.5 mg Comprimidos recurbiertos con pelicula EFG

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Januar 2014

Versionscode: Z01

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

Losartan-CT 25 mg Filmtabletten

Losartan-CT 50 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 12,5 mg Losartan-Kalium, entsprechend 11,44 mg Losartan.

Losartan-CT 25 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 25 mg Losartan-Kalium, entsprechend 22,9 mg Losartan.

Losartan-CT 50 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium, entsprechend 45,8 mg Losartan.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 2,25 mg Lactose-Monohydrat.

Losartan-CT 25 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 4,50 mg Lactose-Monohydrat.

Losartan-CT 50 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 9,0 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

Weiße, runde, leicht gewölbte Filmtabletten mit der Prägung „L“ auf einer Seite und glatter

anderer Seite.

Jede Tablette hat einen Durchmesser von ungefähr 5 mm und eine Höhe von ungefähr 3 mm.

Losartan-CT 25 mg Filmtabletten

Weiße, ovale, leicht gewölbte Filmtablette mit der Prägung "2", Bruchkerbe und der Prägung

"5“ auf der einen und einer Bruchkerbe auf der anderen Seite.

Länge x Breite x Höhe = 9 x 5 x 3 mm.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Losartan-CT 50 mg Filmtabletten

Weiße, ovale, leicht gewölbte Filmtablette mit der Prägung "50" auf der einen und einer

Bruchkerbe auf der anderen Seite.

Länge x Breite x Höhe = 11 x 7 x 4 mm.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen sowie bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Behandlung einer Nierenerkrankung bei erwachsenen Patienten mit Hypertonie und Typ-2-

Diabetes mellitus mit einer Proteinurie ≥ 0,5 g/Tag als Teil einer antihypertensiven

Behandlung.

Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten, wenn die

Behandlung mit einem „Angiotensin-Converting-Enzyme“ (ACE-)Hemmer wegen

Unverträglichkeit,

insbesondere Husten,

oder Gegenanzeige als nicht geeignet erachtet wird.

Patienten mit Herzinsuffizienz, die mit einem ACE-Hemmer stabil eingestellt sind, sollten

nicht auf Losartan umgestellt werden. Die Patienten sollen eine erniedrigte linksventrikuläre

Ejektionsfraktion ≤ 40 % aufweisen sowie unter bestehender Therapie der chronischen

Herzinsuffizienz klinisch stabil sein.

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei erwachsenen hypertonen Patienten mit EKG-

dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie (siehe Abschnitt 5.1 LIFE study, ethnische

Zugehörigkeit).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Die übliche Anfangs- und Erhaltungsdosis beträgt für die meisten Patienten 50 mg einmal

täglich.

Die maximale blutdrucksenkende Wirkung wird etwa 3-6 Wochen nach Therapiebeginn

erreicht.

Eine Erhöhung der Dosis auf 100 mg einmal täglich (morgens) kann bei manchen Patienten zu

einem besseren Erfolg führen.

Losartan kann zusammen mit anderen Antihypertonika insbesondere Diuretika (z. B.

Hydrochlorothiazid) gegeben werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Hypertoniepatienten mit Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie ≥ 0,5 g/Tag

Die übliche Anfangsdosis beträgt 50 mg einmal täglich. Die Dosis kann, abhängig von der

Blutdrucksenkung, ab einem Monat nach Behandlungsbeginn auf 100 mg einmal täglich erhöht

werden.

Losartan kann sowohl zusammen mit anderen Antihypertonika (z. B. Diuretika,

Kalziumantagonisten, Alpha- oder Beta-Rezeptorenblockern sowie zentral wirksamen

Antihypertonika) als auch mit Insulin und anderen häufig verwendeten Antidiabetika (z. B.

Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und Glucosidasehemmern) gegeben werden.

Herzinsuffizienz

Die übliche Anfangsdosis bei Patienten mit Herzinsuffizienz beträgt 12,5 mg einmal täglich. Im

Allgemeinen sollte die Dosis, abhängig von der individuellen Verträglichkeit, im Abstand von

jeweils einer Woche (d. h. 12,5 mg täglich, 25 mg täglich, 50 mg täglich, 100 mg täglich bis zur

Maximaldosis von 150 mg täglich) erhöht werden.

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei hypertonen Patienten mit EKG-dokumentierter

linksventrikulärer Hypertrophie

Die übliche Anfangsdosis beträgt 50 mg einmal täglich. In Abhängigkeit vom Ansprechen des

Blutdrucks sollte eine niedrige Dosis von Hydrochlorothiazid zusätzlich verabreicht und/oder

die Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht werden.

Besondere Patientengruppen

Anwendung bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust

Bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust (z. B. Patienten, die mit Diuretika in

hohen Dosen behandelt werden), sollte eine Anfangsdosis von 25 mg einmal täglich in Betracht

gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit Hämodialyse

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit Hämodialyse ist keine

Änderung der Anfangsdosierung erforderlich.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte sollte eine niedrigere

Dosis in Betracht gezogen werden. Es gibt keine therapeutische Erfahrung bei Patienten mit

schwerer Einschränkung der Leberfunktion. Daher ist Losartan bei Patienten mit schwerer

Einschränkung der Leberfunktion kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Kinder und Jugendliche

6 Monate bis unter 6 Jahre

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Losartan bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis unter 6

Jahren ist nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in den Abschnitten 5.1 und 5.2

beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

6 Jahre bis 18 Jahre

Für Patienten, die Tabletten schlucken können, beträgt die empfohlene Dosierung 25 mg einmal

täglich bei einem Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg. In Ausnahmefällen kann die Dosis

bis maximal 50 mg einmal täglich erhöht werden. Eine Dosisanpassung sollte entsprechend der

erreichten Blutdrucksenkung erfolgen.

Bei Patienten über 50 kg beträgt die übliche Dosis 50 mg einmal täglich. In Ausnahmefällen

kann die Dosis auf maximal 100 mg einmal täglich angehoben werden. Dosierungen über 1,4

mg/kg (oder über 100 mg) täglich wurden bei pädiatrischen Patienten nicht untersucht.

Die Anwendung von Losartan wird bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen, da für diese

Patientengruppe begrenzt Daten zur Verfügung stehen.

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate

unter 30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Losartan wird auch nicht bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

Anwendung bei älteren Patienten

Obwohl bei Patienten über 75 Jahren eine niedrigere Initialdosis von 25 mg in Erwägung

gezogen werden sollte, ist eine Dosisanpassung bei älteren Patienten im Allgemeinen nicht

notwendig.

Art der Anwendung

Losartan-CT Filmtabletten

sollten mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Losartan-CT Filmtabletten

kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Schwere Einschränkung der Leberfunktion.

Die gleichzeitige Anwendung von

Losartan-CT Filmtabletten

mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR

< 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeit

Angioödem.

Patienten mit einem angioneurotischem Ödem in der Vorgeschichte (Schwellungen

von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) sollten engmaschig überwacht werden (siehe

Abschnitt 4.8).

Hypotonie und Störungen des Elektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts

Eine symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Einnahme oder nach Erhöhung

der Dosis, kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust durch forcierte

Diurese oder hoch dosierte Diuretika-Therapie, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen

auftreten. Diese Zustände sollten vor der Gabe von Losartan ausgeglichen werden oder es sollte

eine niedrigere Anfangsdosis verwendet werden (siehe Abschnitt 4.2). Dies gilt ebenso bei

Kindern zwischen 6 und 18 Jahren.

Störungen des Elektrolythaushalts

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, mit oder ohne Diabetes mellitus liegt häufig

ein Elektrolytungleichgewicht vor, das beachtet werden sollte. In einer klinischen Studie, die

mit Typ-2-Diabetikern mit Nephropathie durchgeführt wurde, trat bei der mit Losartan

behandelten Patientengruppe eine Hyperkaliämie häufiger auf als in der Plazebogruppe (siehe

Abschnitt 4.8). Deshalb sollten die Serum-Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte

engmaschig überwacht werden; besonders Patienten mit Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-

Clearance zwischen 30-50 ml/min sollten engmaschig überwacht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln und

kaliumhaltigem Salzersatz mit Losartan wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionsstörungen

Auf Grundlage von pharmakokinetischen Daten, die zeigen, dass es zu einer signifikanten

Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit Leberzirrhose kommt, sollte

eine niedrigere Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte in

Betracht gezogen werden. Es gibt keine therapeutische Erfahrung mit Losartan bei Patienten mit

schwerer Leberfunktionseinschränkung. Daher darf Losartan Patienten mit schwerer

Leberfunktionseinschränkung nicht gegeben werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 5.2).

Losartan wird bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion ebenfalls nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.2).

Nierenfunktionsstörungen

Auf Grund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde über Veränderungen der

Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet (vor allem bei Patienten, deren

Nierenfunktion abhängig vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei schwerer

Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung). Wie bei anderen

Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, wurde bei Patienten

mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von

Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet; diese Veränderungen der Nierenfunktion

können nach Beendigung der Therapie reversibel sein. Losartan sollte bei Patienten mit

bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit Vorsicht

eingesetzt werden.

Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate

unter 30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Die Nierenfunktion sollte während der Behandlung mit Losartan regelmäßig überwacht werden,

da sie sich verschlechtern kann. Dies gilt besonders dann, wenn Losartan unter anderen, die

Nierenfunktion möglicherweise beeinträchtigenden Bedingungen (Fieber, Dehydrierung)

gegeben wird.

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan und ACE-Hemmern beeinträchtigt nachweislich die

Nierenfunktion. Deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen (siehe Abschnitt

4.5).

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf

Antihypertonika an, die über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems wirken. Daher

wird die Anwendung von Losartan nicht empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung

Wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann eine übermäßige Blutdrucksenkung bei

Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung einen

Myokardinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben.

Herzinsuffizienz

Bei herzinsuffizienten Patienten, mit oder ohne Nierenfunktionsstörung besteht, wie bei anderen

Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, das Risiko eines starken

arteriellen Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

Es gibt keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen mit Losartan bei Patienten mit

Herzinsuffizienz und begleitender schwerer Nierenfunktionsstörung, bei Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV), sowie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und

symptomatischen oder lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen. Daher sollte Losartan bei

diesen Patientengruppen mit Vorsicht eingesetzt werden.

Die Kombination von Losartan mit einem Betablocker sollte mit Vorsicht angewendet werden

(siehe Abschnitt 5.1).

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder

obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht geboten.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale

Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-

Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel

nicht einnehmen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es

sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

Sonstige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wie bei ACE-Hemmern beobachtet sind Losartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der

Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe.

Möglicherweise liegt das an einer höheren Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der Population

von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die blutdrucksenkende Wirkung von Losartan kann durch andere Antihypertonika verstärkt

werden. Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Substanzen (wie trizyklische Antidepressiva,

Antipsychotika, Baclofen und Amifostin), die möglicherweise eine Hypotonie als

Nebenwirkung induzieren, kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen.

Losartan wird überwiegend über Cytochrom P450 (CYP)2C9 zum aktiven

Carboxylsäuremetaboliten metabolisiert. In einer klinischen Studie wurde berichtet, dass

Fluconazol (ein CYP2C9-Hemmer) die Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten um ca. 50

% verringert. Eine begleitende Behandlung von Losartan mit Rifampicin (Induktor

metabolischer Enzyme) führte zu einer Reduktion der Plasmakonzentration des aktiven

Metaboliten um 40 %. Die klinische Bedeutung dieses Effekts ist nicht bekannt. Bei einer

begleitenden Behandlung mit Fluvastatin (ein schwacher CYP2C9-Hemmer) wurde keine

Beeinflussung der Plasmakonzentration festgestellt.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angiotensin II oder seine Wirkungen hemmen, kann die

gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln, die Kalium sparen (z. B. kaliumsparende Diuretika:

Amilorid, Triamteren, Spironolacton) oder anderen Arzneimitteln, die den Serum-Kalium-

Spiegel erhöhen (z. B. Heparin) können, von Kalium- oder kaliumhaltigen

Salzergänzungsmitteln, zu einem Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration führen. Eine

Komedikation ist nicht ratsam.

Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium mit ACE-Hemmern wurde über reversible Anstiege der

Serum-Lithium-Konzentrationen und Toxizität berichtet. In sehr seltenen Fällen wurde dies

auch bei Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten berichtet. Deshalb ist die gleichzeitige Gabe

von Lithium und Losartan mit Vorsicht durchzuführen. Falls diese Kombination notwendig ist,

wird eine Überwachung des Serum-Lithium-Spiegels während der gleichzeitigen Anwendung

empfohlen.

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR; d. h.

COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer Dosierung und nicht-selektive

NSAR) gleichzeitig angewendet werden, kann die antihypertensive Wirkung abgeschwächt

werden. Die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Diuretika mit NSAR kann besonders bei Patienten mit bestehender Einschränkung der

Nierenfunktion zu einem erhöhten Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion,

einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens und eines Anstiegs des Serum-Kaliums

führen.

Diese Kombinationen sollten besonders bei älteren Patienten mit Vorsicht angewendet werden.

Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein, eine Überwachung der Nierenfunktion nach

Beginn der Kombinationstherapie sowie in regelmäßigen Zeitabständen danach sollte in

Erwägung gezogen werden.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer

einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten

Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester

ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine

kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern

(AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare

Risiken. Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten

Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie

mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan-CT in der Stillzeit vorliegen, wird

Losartan-CT nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser

geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn

Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings ist bei aktiver Teilnahme am

Straßenverkehr oder Bedienen von Maschinen zu berücksichtigen, dass unter antihypertensiver

Therapie gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten können, insbesondere bei

Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhung.

4.8

Nebenwirkungen

Losartan wurde wie folgt in klinischen Studien untersucht:

In einer kontrollierten klinischen Studie mit > 3000 erwachsenen Patienten ab 18 Jahren

mit essenzieller Hypertonie

In einer kontrollierten klinischen Studie mit 177 hypertonen pädiatrischen Patienten

zwischen 6 und 16 Jahren.

In einer kontrollierten klinischen Studie mit > 9000 hypertonen Patienten zwischen 55 und

80 Jahren mit linksventrikulärer Hypertrophie (siehe LIFE-Studie, Abschnitt 5.1)

In kontrollierten klinischen Studien mit > 7700 erwachsenen Patienten mit chronischer

Herzinsuffizienz (siehe ELITE I, ELITE II und HEAAL-Studie, Abschnitt 5.1)

In einer kontrollierten klinischen Studie mit > 1500 Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus

ab 31 Jahren mit Proteinurie (siehe RENAAL-Studie, Abschnitt 5.1)

In diesen klinischen Studien war die häufigste Nebenwirkung Schwindel.

Die Häufigkeit der unten aufgeführten Nebenwirkungen wird wie folgt definiert:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥

1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Die Häufigkeit der Nebenwirkungen in placebo-kontrollierten klinischen

Studien und nach Markteinführung

Nebenwirkung

Häufigkeit der Nebenwirkung nach Indikation

Andere

Hypertonie

Hypertoniepatienten

mit

linksventrikulärer

Hypertrophie

Chronische

Herz-

insuffizienz

Hypertonie

und Typ-2-

Diabetes

mellitus

mit renaler

Beteiligung

Erfahrungen

nach Markt-

einführung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Anämie

häufig

Häufigkeit

nicht bekannt

Thrombozytopenie

Häufigkeit

nicht bekannt

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeits-

reaktionen,

Anaphylaktische

Reaktionen,

Angioödem *, und

Vaskulitis**

selten

Psychiatrische Erkrankungen

Depressionen

Häufigkeit

nicht

bekannt

Erkrankungen des Nervensystems

Schwindel

häufig

häufig

häufig

häufig

Somnolenz

gelegentlich

Kopfschmerzen

gelegentlich

gelegentlich

Schlafstörungen

gelegentlich

Parästhesien

selten

Migräne

Häufigkeit

nicht

bekannt

Dysgeusie

Häufigkeit

nicht

bekannt

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Vertigo

häufig

häufig

Tinnitus

Häufigkeit

nicht

bekannt

Herzerkrankungen

Palpitationen

gelegentlich

Angina pectoris

gelegentlich

Synkope

selten

Vorhofflimmern

selten

Zerebraler Insult

selten

Gefäßerkrankungen

(orthostatische)

Hypotonie

(einschließlich

dosisabhängiger

orthostatischer Effekte)

gelegentlich

häufig

häufig

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Dyspnoe

gelegentlich

Husten

gelegentlich

Häufigkeit

nicht

bekannt

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bauchschmerzen

gelegentlich

Obstipation

gelegentlich

Durchfall

gelegentlich

Häufigkeit

nicht

bekannt

Übelkeit

gelegentlich

Erbrechen

gelegentlich

Leber- und Gallenerkrankungen

Pankreatitis

Häufigkeit

nicht

bekannt

Hepatitis

selten

Leberfunktions-

störungen

Häufigkeit

nicht

bekannt

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Urtikaria

gelegentlich

Häufigkeit

nicht

bekannt

Pruritus

gelegentlich

Häufigkeit

nicht

bekannt

Hautausschlag

gelegentlich

gelegentlich

Häufigkeit

nicht

bekannt

Photosensitivität

Häufigkeit

nicht

bekannt

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Myalgie

Häufigkeit

nicht

bekannt

Arthralgie

Häufigkeit

nicht

bekannt

Rhabdomyolyse

Häufigkeit

nicht

bekannt

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunktionsstörung

häufig

Nierenversagen

häufig

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Erektile

Dysfunktion/Impotenz

Häufigkeit

nicht

bekannt

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Asthenie

gelegentlich

häufig

gelegentlich

häufig

Müdigkeit

gelegentlich

häufig

gelegentlich

häufig

Ödeme

gelegentlich

Unwohlsein

Häufigkeit

nicht

bekannt

Untersuchungen

Hyperkaliämie

häufig

gelegentlich

häufig

Anstieg der

Alaninaminotransferase

(ALT)

selten

Erhöhungen des

Harnstoffs im Blut,

Erhöhungen des

Serum-Kreatinins,

Erhöhungen des

Serum-Kaliums

häufig

Hyponatriämie

Häufigkeit

nicht

bekannt

Hypoglykämie

häufig

einschließlich Schwellung von Larynx, Glottis, Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge (mit

nachfolgender Atemwegsobstruktion); bei einigen dieser Patienten wurde über ein Angioödem

in der Vorgeschichte in Verbindung mit der Gabe anderer Arzneimittel einschließlich ACE-

Hemmern berichtet

∗∗

Einschließlich Purpura Schönlein-Henoch

Besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit schwerer

Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hoch dosierten Diuretika

Häufig bei Patienten, die 150 mg statt 50 mg einnehmen

In einer klinischen Studie, die mit Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und einer

Nephropathie durchgeführt wurde, entwickelten 9,9 % der mit Losartan-Tabletten behandelten

Patienten und 3,4 % der mit Plazebo behandelten Patienten eine Hyperkaliämie > 5,5 mmol/l.

Nach Absetzen der Therapie gewöhnlich reversibel

Die folgenden Nebenwirkungen traten bei Patienten unter Losartan häufiger auf als unter

Plazebo (Häufigkeit nicht bekannt): Rückenschmerzen, Harnwegsinfektionen und

grippeähnliche Symptome.

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege:

Als Folge einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wurden bei

Risikopatienten Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen berichtet, die nach

Absetzen der Behandlung reversibel sein können (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern scheint jenem von Erwachsenen ähnlich zu sein.

Die Daten zur pädiatrischen Population sind begrenzt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall

einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome einer Intoxikation

Bisher liegen begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen beim Menschen vor. Die

wahrscheinlichsten Anzeichen einer Überdosierung sind Blutdruckabfall und Tachykardie.

Durch parasympathische (vagale) Stimulation kann eine Bradykardie auftreten.

Behandlung einer Intoxikation

Falls ein symptomatischer Blutdruckabfall auftreten sollte, sollten unterstützende Maßnahmen

ergriffen werden. Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Zeitpunkt der Einnahme und

Art und Schwere der Symptome. Die Wiederherstellung stabiler Herzkreislaufverhältnisse sollte

im Vordergrund stehen. Nach oraler Aufnahme ist die Gabe ausreichender Mengen von

Aktivkohle indiziert. Anschließend müssen die Vitalparameter überwacht und Abweichungen

ggf. korrigiert werden. Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse

entfernt werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten, rein

ATC-Code: C09CA01

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Losartan ist ein synthetisch hergestellter oraler Angiotensin-II-Rezeptor(Typ AT

)-Antagonist.

Angiotensin II, ein potenter Vasokonstriktor, ist das primär aktive Hormon des Renin-

Angiotensin-Systems und eine wichtige Determinante der Pathophysiologie der Hypertonie.

Angiotensin II bindet an den AT

-Rezeptor, der in vielen Geweben zu finden ist (z. B. glatte

Gefäßmuskulatur, Nebenniere, Nieren, Herz), und ruft wichtige biologische Wirkungen hervor,

wie beispielsweise Vasokonstriktion und Freisetzung von Aldosteron. Angiotensin II stimuliert

auch die Proliferation glatter Muskelzellen.

Losartan blockiert selektiv den AT

-Rezeptor.

In vitro

in vivo

hemmen Losartan und sein

pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit E 3174 alle physiologisch relevanten

Wirkungen von Angiotensin II, unabhängig von dessen Herkunft oder vom Weg seiner

Entstehung.

Eine agonistische Wirkung besitzt Losartan nicht, auch erfolgt keine Blockierung anderer

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bei der kardiovaskulären Regulation von Bedeutung

sind. Losartan hemmt auch nicht ACE (= Kininase II), das Enzym, welches Bradykinin abbaut.

Somit kommt es nicht zu einer Verstärkung bradykininvermittelter unerwünschter Wirkungen.

Während der Gabe von Losartan führt der Wegfall der negativen Rückkopplung von

Angiotensin II auf die Reninbildung zum Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität (PRA). Ein

Anstieg der PRA führt zum Anstieg von Angiotensin II im Plasma. Trotz dieses Anstiegs

bleiben die antihypertensive Wirkung und die Suppression der Plasma-Aldosteron-

Konzentration erhalten, was auf eine effektive Angiotensin-II-Rezeptor-Blockade hinweist.

Nach Absetzen von Losartan sanken die PRA- und Angiotensin II-Werte binnen drei Tagen auf

die Ausgangswerte.

Sowohl Losartan als auch sein aktiver Hauptmetabolit haben eine viel größere Affinität für den

-Rezeptor als für den AT

-Rezeptor. Der aktive Metabolit ist 10 bis 40fach wirksamer auf

Gewichtsbasis als Losartan.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien reduzierte die einmal tägliche Gabe von Losartan bei

Patienten mit leichter bis mittelschwerer essenzieller Hypertonie statistisch signifikant den

systolischen und diastolischen Blutdruck. Messungen der Blutdruckwerte 24 Stunden nach der

Einnahme im Vergleich zu 5-6 Stunden nach der Einnahme zeigten eine Blutdrucksenkung über

24 Stunden; der zirkadiane Rhythmus blieb erhalten. Die Blutdrucksenkung am Ende des

Dosierungsintervalls betrug etwa 70-80 % des Effekts, der 5-6 Stunden nach der Gabe zu sehen

war.

Absetzen von Losartan führte bei Hypertonikern nicht zu einem abrupten Blutdruckanstieg

(Rebound). Trotz der deutlichen Blutdrucksenkung zeigte Losartan keine klinisch signifikanten

Auswirkungen auf die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern ebenso wirksam wie bei Frauen, bei jüngeren Hypertonikern (unter 65

Jahren) ebenso wie bei älteren.

LIFE-Studie

Die Losartan-Interventionsstudie zur Endpunktreduktion bei Hypertonie (Losartan Intervention

For Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine randomisierte, dreifach-verblindete

und aktiv-kontrollierte Studie mit 9193 Hypertonikern zwischen 55 und 80 Jahren mit EKG-

dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie.

Die Patienten erhielten zu Beginn randomisiert entweder Losartan 50 mg oder Atenolol 50 mg

einmal täglich. Wenn der Zielblutdruck (< 140/90 mmHg) nicht erreicht wurde, wurde zunächst

Hydrochlorothiazid (12,5 mg) zugegeben und dann gegebenenfalls die Losartan- oder Atenolol-

Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht. Falls notwendig, wurden andere Antihypertonika (nicht

jedoch ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Beta-Rezeptorenblocker) in

beiden Gruppen zusätzlich gegeben, um das Ziel einer vergleichbaren Erniedrigung des

Blutdrucks in beiden Gruppen zu erreichen.

Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität

gemessen als Reduktion der kombinierten Inzidenz von kardiovaskulärem Tod, Schlaganfall

und Myokardinfarkt. In beiden Behandlungsgruppen kam es zu einer signifikanten,

vergleichbaren Erniedrigung des Blutdrucks. Die Behandlung mit Losartan führte im Vergleich

zu Atenolol zu einer Risikoreduktion um 13,0 % (p = 0,021, 95 % Konfidenzintervall 0,77-0,98)

in Bezug auf den primären zusammengesetzten Endpunkt. Dies war hauptsächlich auf die

Senkung der Schlaganfallsrate zurückzuführen. Die Behandlung mit Losartan senkte das

relative Risiko für einen Schlaganfall um 25 % (p = 0,001, 95 % Konfidenzintervall 0,63-0,89)

im Vergleich zu Atenolol. Die Rate der Inzidenz kardiovaskulärer Todesfälle und

Myokardinfarkte unterschied sich nicht signifikant zwischen den Behandlungsgruppen.

Ethnische Zugehörigkeit

In der LIFE-Studie hatten die mit Losartan behandelten Patienten schwarzer Hautfarbe ein

höheres Risiko, den primären zusammengesetzten Endpunkt, d. h. ein kardiovaskuläres Ereignis

(z. B. Herzinfarkt, kardiovaskulärer Tod) und insbesondere Schlaganfall zu erleiden, als die mit

Atenolol behandelten Patienten schwarzer Hautfarbe. Daher treffen die in der LIFE-Studie

beobachteten Ergebnisse von Losartan im Vergleich zu Atenolol bezüglich kardiovaskulärer

Morbidität/Mortalität nicht für Patienten mit schwarzer Hautfarbe zu, die an Bluthochdruck und

linksventrikulärer Hypertrophie leiden.

RENAAL-Studie

Die RENAAL-Studie (Reduction of Endpoints in NIDDM [Non Insulin Dependent Diabetes

Mellitus] with the Angiotensin-II-Receptor-Antagonist Losartan) war eine kontrollierte,

weltweit durchgeführte klinische Studie mit 1513 Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und

Proteinurie, mit oder ohne Hypertonie. 751 Patienten erhielten Losartan.

Ziel der Studie war es, die über den Nutzen einer Blutdrucksenkung hinausgehende

nephroprotektive Wirkung von Losartan-Kalium zu zeigen.

Patienten mit Proteinurie und einem Serum-Kreatinin von 1,3-3,0 mg/dl wurden auf der Basis

einer konventionellen antihypertensiven Therapie unter Ausschluss von ACE-Hemmern und

Angiotensin-II-Antagonisten randomisiert und entweder mit Losartan 50 mg einmal täglich, das

abhängig von der Blutdrucksenkung titriert wurde, oder mit Plazebo behandelt.

Die Prüfärzte wurden angehalten, gegebenenfalls auf 100 mg täglich zu titrieren; 72 % der

Patienten nahmen die meiste Zeit die Tagesdosis 100 mg. Andere Antihypertonika (Diuretika,

Kalziumantagonisten, Alpha- oder Beta-Rezeptorenblocker sowie zentral wirksame

Antihypertonika) konnten in beiden Gruppen je nach Bedarf zusätzlich gegeben werden. Die

Patienten wurden bis zu 4,6 Jahre beobachtet (Mittelwert 3,4 Jahre).

Der primäre Endpunkt der Studie war ein zusammengesetzter Endpunkt aus Verdoppelung des

Serum-Kreatinins, terminaler Niereninsuffizienz (Dialysepflicht oder Transplantation) oder

Tod.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Losartan (327 Ereignisse) im Vergleich zu

Plazebo (359 Ereignisse) für die Patienten zu einer Risikoreduktion von 16,1 % (p = 0,022)

führte, den primären zusammengesetzten Endpunkt zu erreichen. Für die folgenden einzelnen

und kombinierten Komponenten des primären Endpunkts ergab sich bei den mit Losartan

behandelten Patienten eine signifikante Risikoreduktion: 25,3 % Risikoreduktion für die

Verdoppelung des Serum-Kreatinins (p = 0,006); 28,6 % Risikoreduktion für die terminale

Niereninsuffizienz (p = 0,002); 19,9 % Risikoreduktion für die terminale Niereninsuffizienz

oder Tod (p = 0,009); 21,0 % Risikoreduktion für eine Verdoppelung des Serum-Kreatinins

oder terminale Niereninsuffizienz (p = 0,01).

Die Rate der Gesamttodesfälle war zwischen beiden Behandlungsgruppen nicht signifikant

unterschiedlich. In dieser Studie wurde Losartan im Allgemeinen gut vertragen, wie die Rate

von Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen im Vergleich zur Plazebogruppe

belegte.

HEAAL-Studie

Die „Heart Failure Endpoint Evaluation of Angiotensin II Antagonist Losartan"-(HEAAL)-

Studie war eine weltweit durchgeführte kontrollierte klinische Studie mit 3.834 Patienten

zwischen 18 und 98 Jahren mit Herzinsuffizienz (NYHA Klassen II-IV), die eine Intoleranz

gegenüber ACE-Hemmern aufwiesen. Die Patienten bekamen zusätzlich zu einer

konventionellen Basistherapie unter Ausschluß von ACE-Hemmern randomisiert entweder

50 mg Losartan einmal/Tag oder 150 mg Losartan einmal/Tag.

Die Patienten wurden über 4 Jahre (Mittelwert [Median] 4,7 Jahre) beobachtet.

Der primäre Endpunkt der Studie war ein kombinierter Endpunkt aus Gesamtmortalität oder

Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine Behandlung mit 150 mg Losartan (828 Ereignisse) im

Vergleich zu 50 mg Losartan (889 Ereignisse) zu einer Risikoreduktion von 10,1 % (p=0,027

95% Konfidenzinterval 0,82-0,99) führte, hinsichtlich der Anzahl der Patienten, die den

primären kombinierten Endpunkt erreichten. Dies war hauptsächlich auf eine Verringerung der

Häufigkeit der Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzinsuffizienz zurückzuführen. Im

Vergleich zu 50 mg Losartan reduzierte die Behandlung mit 150 mg Losartan das Risiko für

Krankenhauseinweisungen um 13,5 % (p=0,025 95 % Konfidenzinterval 0,76-0,98). Die

Gesamtmortalitätsrate war zwischen beiden Behandlungsgruppen nicht signifikant

unterschiedlich. Niereninsuffizienz, Hypotonie und Hyperkaliämie traten in der Gruppe unter

150 mg Losartan häufiger auf als in der Gruppe unter 50 mg, jedoch führten diese

unerwünschten Ereignisse in der Gruppe unter 150 mg nicht signifikant häufiger zu einem

Therapieabbruch.

ELITE-I- und ELITE-II-Studie

In der ELITE-Studie über 48 Wochen bei 722 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II-

IV) wurde kein Unterschied hinsichtlich des primären Endpunkts einer langfristigen Änderung

der Nierenfunktion zwischen den mit Losartan und den mit Captopril behandelten Patienten

beobachtet. Die Beobachtung der ELITE-Studie, dass Losartan das Mortalitätsrisiko im

Vergleich zu Captopril verringerte, wurde in der anschließenden ELITE-II-Studie, die

nachfolgend beschrieben wird, nicht bestätigt.

In der ELITE-II-Studie wurde Losartan 50 mg einmal täglich (Anfangsdosis 12,5 mg, erhöht auf

25 mg, dann 50 mg einmal täglich) mit Captopril 50 mg dreimal täglich (Anfangsdosis 12,5 mg,

erhöht auf 25 mg, dann auf 50 mg dreimal täglich) verglichen. Der primäre Endpunkt dieser

prospektiven Studie war die Gesamtmortalität.

In dieser Studie wurden 3152 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II-IV) fast 2 Jahre

beobachtet (Median: 1,5 Jahre), um festzustellen, ob Losartan Captopril bei der Senkung der

Gesamtmortalität überlegen ist. Der primäre Endpunkt zeigte keinen statistisch signifikanten

Unterschied zwischen Losartan und Captopril bei der Senkung der Gesamtmortalität.

In beiden Wirkstoff-kontrollierten klinischen Studien (nicht Plazebo-kontrolliert) an Patienten

mit Herzinsuffizienz war die Verträglichkeit von Losartan jener von Captopril überlegen,

gemessen anhand einer signifikant geringeren Therapieabbruchrate aufgrund unerwünschter

Wirkungen und einer signifikant geringeren Hustenhäufigkeit.

In der ELITE-II-Studie wurde in der kleinen Subgruppe (22 % aller HI-Patienten) unter

Betablockern bei Behandlungsbeginn eine erhöhte Mortalität beobachtet.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde.

Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf

andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als

auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-

Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte

Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Studien bei Kindern

Hypertonie bei Kindern

Die antihypertensive Wirkung von Losartan wurde in einer klinischen Studie mit 177

hypertonen Kindern zwischen 6-16 Jahren mit einem Körpergewicht über 20 kg und einer

glomerulären Filtrationsrate > 30 ml/min/1,73 m² untersucht. Patienten mit einem

Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg erhielten täglich entweder 2,5 mg, 25 mg oder 50 mg

Losartan. Patienten mit einem Körpergewicht über 50 kg erhielten täglich entweder 5 mg, 50

mg oder 100 mg Losartan. Am Ende der dritten Woche kam es durch die einmal tägliche

Losartan-Gabe zu einer dosisabhängigen Senkung des Blutdruckwertes am Ende des

Dosierungsintervalls.

Insgesamt gesehen zeigte sich eine Dosis-Wirkungsbeziehung. Die Dosis-Wirkungsbeziehung

war im Vergleich der Gruppe mit der niedrigen Dosis zu der mit der mittleren Dosis

(Studienabschnitt I: -6,2 mmHg vs. -11,65 mmHg) sehr offensichtlich, schwächte sich aber im

Vergleich der Gruppe mit der mittleren Dosis zu der mit der hohen Dosis (Studienabschnitt I: -

11,65 mmHg vs. -12,21 mmHg) ab. Die niedrigsten in den Studien untersuchten Dosen von 2,5

mg und 5 mg, entsprechend einer durchschnittlichen Tagesdosis von 0,07 mg/kg, zeigten

offenbar keine konsistente antihypertensive Wirkung.

Diese Ergebnisse wurden im Abschnitt II der Studie, in die die Patienten nach 3

Behandlungswochen zur Weiterführung der Therapie mit Losartan oder Plazebo randomisiert

wurden, bestätigt. Der Unterschied im Blutdruckanstieg im Vergleich zu Plazebo war in der

mittleren Dosierungsgruppe am größten (6,70 mmHg bei mittlerer Dosis vs. 5,38 mmHg bei

hoher Dosis). Der Anstieg des diastolischen Blutdruckwerts am Ende des Dosierungsintervalls

war in der Patientengruppe unter Plazebo und bei Patienten unter der niedrigsten Losartan-Dosis

in jeder Gruppe gleich. Dies zeigt ebenfalls, dass die niedrigste Dosis in allen Gruppen keine

signifikante antihypertensive Wirkung hatte.

Langzeitwirkungen von Losartan auf Wachstum, Pubertät und allgemeine Entwicklung wurden

nicht untersucht. Die Langzeitwirksamkeit der antihypertensiven Therapie mit Losartan in der

Kindheit auf die Senkung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität wurde ebenfalls nicht

untersucht.

Die Wirkung von Losartan auf eine Proteinurie wurde bei hypertonen (n=60) und normotonen

(n=246) Kindern mit einer Proteinurie in einer 12-wöchigen, plazebo- und aktiv-kontrollierten

(Amlodipin) klinischen Studie bestimmt. Eine Proteinurie wurde definiert als Verhältnis von

Protein/Kreatinin ≥0,3 im Urin. Die hypertonen Patienten (im Alter von 6 bis 18 Jahren) wurden

randomisiert entweder auf Losartan (n=30) oder Amlodipin (n=30) eingestellt. Die normotonen

Patienten (zwischen 1 und 18 Jahren) wurden randomisiert entweder auf Losartan (n=122) oder

Plazebo (n=124) eingestellt. Losartan wurde in Dosierungen von 0,7 mg/kg bis 1,4 mg/kg (bis

zu einer Maximaldosis von 100 mg/Tag) gegeben. Amlodipin wurde in Dosierungen von 0,05

mg/kg bis 0,2 mg/kg (bis zu einer Maximaldosis von 5 mg/Tag) gegeben.

Insgesamt kam es bei den auf Losartan eingestellten Patienten nach 12-wöchiger Behandlung zu

einer statistisch signifikanten Reduktion der Proteinurie von 36 % bezogen auf den

Ausgangswert versus einer 1%igen Zunahme in der Plazebo-/Amlodipingruppe (p ≤ 0,001). Bei

den auf Losartan eingestellten hypertonen Patienten kam es zu einer Reduktion der Proteinurie

von -41,5 % vom Ausgangswert (95 % CI -29,9; -51,1) versus +2,4 % (95 % CI -22,2; 14,1) in

der Amlodipingruppe. Die Abnahme sowohl des systolischen als auch des diastolischen

Blutdrucks war in der Losartangruppe (-5,5/-3,8 mmHg) im Vergleich zu der Amlodipingruppe

(-0,1/+0,8 mmHg) stärker. Bei normotonen Kindern wurde in der Losartangruppe eine

geringfügige Abnahme des Blutdrucks (-3,7/-3,4 mmHg) im Vergleich zu Plazebo festgestellt.

Eine signifikante Korrelation zwischen der Abnahme der Proteinurie und der Abnahme des

Blutdrucks wurde nicht beobachtet; es ist jedoch möglich, dass die Abnahme des Blutdrucks

teilweise für den Rückgang der Proteinurie in der mit Losartan behandelten Gruppe

verantwortlich war.

Die Langzeitwirkungen von Losartan bei Kindern mit Proteinurie wurden bis zu 3 Jahre in der

offenen Sicherheits-Verlängerungsphase derselben Studie untersucht, in die alle Patienten

eingeladen wurden, welche die 12-wöchige Behandlung der Basisstudie beendet hatten.

Insgesamt nahmen 268 Patienten an der offenen Verlängerungsphase teil und wurden erneut zu

Losartan (n = 134) oder Enalapril (n = 134) randomisiert. 109 Patienten wurden mehr als 3

Jahre behandelt und nachbeobachtet (vorab definierte Beendigung der Stude bei Abschluss der

3-jährigen Verlängerungsphase durch mehr als 100 Patienten). Die Dosierungen von Losartan

betrugen nach Ermessen der Prüfärzte 0,30-4,42 mg/kg/Tag, die von Enalapril 0,02-

1,13 mg/kg/Tag. Die Tageshöchstdosen von 50 mg für ein Körpergewicht < 50 kg und 100 mg

für ein Körpergewicht > 50 kg wurden bei den meisten Patienten während der

Verlängerungsphase der Studie nicht überschritten.

Insgesamt zeigten die Daten der Sicherheits-Verlängerungsphase, dass Losartan gut vertragen

wurde und über 3 Jahre lang zu anhaltenden Reduktionen der Proteinurie ohne nennenswerte

Veränderung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) führte. Bei normotonen Patienten (n = 205)

hatte Enalapril eine numerisch größere Wirkung auf die Proteinurie als Losartan (-33,0 %

[95 %CI -47,2;-15,0] vs -16,6 % [95 %CI -34,9; 6.8]) und GFR (9,4 [95 % CI 0,4; 18,4]) vs -4,0

[95 %CI -13,1; 5,0) ml/min/1,73m

]). Bei hypertonen Patienten (n = 49) hatte Losartan eine

numerisch größere Wirkung auf die Proteinurie (-44,5 % [95 % CI -64,8; -12,4] vs -39,5 %

[95 %CI -62,5; -2,2]) und GFR (18,9 (95 %CI 5,2; 32,5) vs -13,4 [95 %CI -27,3; 0,6]

ml/min/1,73m

Eine unverblindete klinische Dosisfindungsstudie diente zur Bewertung der Sicherheit und

Wirksamkeit von Losartan bei Kindern von 6 Monaten bis 6 Jahren mit Hypertonie. Insgesamt

wurden 101 Patienten randomisiert und sollten unverblindet Losartan in einer von drei

verschiedenen Anfangsdosierungen erhalten: eine niedrige Dosis von 0,1 mg/kg/Tag (n = 33),

eine mittlere Dosis von 0,3 mg/kg/Tag (n = 34) oder eine hohe Dosis von 0,7 mg/kg/Tag (n =

34). Darunter waren 27 Kleinstkinder im Alter von 6 bis 23 Monaten. Die Studienmedikation

wurde in den Wochen 3, 6 und 9 auf die nächste Stufe erhöht, wenn die Patienten ihren

Blutdruck-Zielwert nicht erreichten und noch nicht die Höchstdosis (1,4 mg/kg/Tag, wobei 100

mg/Tag nicht überschritten werden durften) von Losartan erhalten hatten.

Von den 99 Patienten unter Studienmedikation nahmen 90 (90,9 %) Patienten an der

Verlängerungsphase teil, in der alle 3 Monate Visiten zur Nachbeobachtung stattfanden. Die

mittlere Therapiedauer betrug 264 Tage.

Insgesamt kam es in allen Behandlungsgruppen zu einer ähnlichen mittleren Blutdrucksenkung

vom Ausgangswert (Veränderung vom Ausgangswert in Woche 3 für den systolischen

Blutdruckwert: -7,3 mmHg für die niedrige Dosis, -7,6 mmHg für die mittlere Dosis und -6,7

mmHg für die hohe Dosis; Veränderung vom Ausgangswert in Woche 3 für den diastolischen

Blutdruckwert: -8,2 mmHg für die niedrige Dosis, -5,1 mmHg für die mittlere Dosis und -6,7

mmHg für die hohe Dosis); allerdings gab es keine statistisch signifikante Dosis-

Wirkungsbeziehung für das Ansprechen sowohl beim systolischen als auch beim diastolischen

Blutdruckwert.

Losartan in Dosierungen bis zu 1,4 mg/kg wurde bei Kindern mit Hypertonie im Alter von 6

Monaten bis zu 6 Jahren im Laufe der 12-wöchigen Therapie im Allgemeinen gut vertragen.

Das Sicherheitsprofil erschien insgesamt zwischen den Behandlungsgruppen ähnlich zu sein.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut resorbiert und unterliegt einem First-pass-

Metabolismus. Es werden ein aktiver Carboxylsäure-Metabolit und weitere inaktive

Metaboliten gebildet. Die systemische Bioverfügbarkeit von Losartan-Filmtabletten beträgt ca.

33 %. Mittlere maximale Plasmakonzentrationen von Losartan werden in einer Stunde, des

aktiven Metaboliten in 3-4 Stunden erreicht.

Verteilung

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu ≥ 99 % eiweißgebunden, primär an Albumin. Das

Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter.

Biotransformation

Etwa 14 % von intravenös oder oral verabreichtem Losartan werden zu seinem aktiven

Metaboliten umgewandelt. Die Untersuchungen mit

C-markiertem Losartan zeigten nach

oraler und intravenöser Gabe, dass die Radioaktivität im Plasma vorwiegend Losartan und

seinem aktiven Metaboliten zuzuschreiben ist. Bei etwa 1 % der Probanden war eine geringe

Konversion von Losartan in seinen aktiven Metaboliten festzustellen.

Zusätzlich zum aktiven Metaboliten, werden inaktive Metaboliten gebildet.

Ausscheidung

Die Plasma-Clearance von Losartan bzw. seines aktiven Metaboliten beträgt etwa 600 ml/min

bzw. 50 ml/min. Die Werte für die renale Clearance liegen bei etwa 74 ml/min (Losartan) und

26 ml/min (aktiver Metabolit). Nach oraler Einnahme werden etwa 4 % der Dosis unverändert

mit dem Urin ausgeschieden, etwa 6 % der Dosis erscheinen im Urin als aktiver Metabolit. Bis

zu oralen Dosen von 200 mg Losartan-Kalium pro Tag ist die Pharmakokinetik von Losartan

und dem aktiven Metaboliten linear.

Nach oraler Einnahme verlaufen die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines aktiven

Metaboliten polyexponentiell mit einer terminalen Halbwertszeit von ca. 2 Stunden bzw. 6-9

Stunden. Bei einer Dosierung mit 100 mg einmal täglich akkumulieren weder Losartan noch

sein aktiver Metabolit signifikant im Plasma.

Die Ausscheidung von Losartan und seinen Metaboliten erfolgt biliär und renal. Nach

oraler/intravenöser Gabe von

C-markiertem Losartan werden beim Menschen etwa 35 %/43 %

der Radioaktivität im Urin und 58 %/50 % in den Faeces gefunden.

Besondere Patientengruppen

Bei älteren Hypertonikern waren die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines aktiven

Metaboliten nicht wesentlich unterschiedlich zu jenen, die bei jungen Hypertonikern beobachtet

wurde.

Bei Frauen mit Hypertonie waren die Plasmaspiegel von Losartan bis zu 2fach höher als bei

Männern mit Hypertonie, während die Plasmaspiegel des aktiven Metaboliten bei Männern und

Frauen nicht unterschiedlich waren.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger alkoholinduzierter Leberzirrhose waren die

Plasmaspiegel von Losartan und seines aktiven Metaboliten nach oraler Gabe 5fach bzw.

1,7fach höher als bei jungen männlichen Probanden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Die Plasmakonzentrationen von Losartan sind bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance über

10 ml/min unverändert. Im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion ist bei

Dialysepatienten die AUC für Losartan etwa 2fach höher.

Die Plasmakonzentrationen des aktiven Metaboliten sind bei Patienten mit

Nierenfunktionseinschränkung ebenso wie bei Dialysepatienten unverändert.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

Pharmakokinetik bei pädiatrischen Patienten

Die Pharmakokinetik von Losartan wurde bei 50 hypertensiven Kindern im Alter zwischen > 1

Monat und < 16 Jahren untersucht. Es wurde eine tägliche orale Dosis von 0,54-0,77 mg

Losartan/kg KG gegeben (mittlere Dosen).

Die Ergebnisse zeigten, dass der aktive Metabolit von Losartan in allen Altersgruppen gebildet

wird.

Die Ergebnisse zeigten für Losartan nach oraler Einnahme ungefähr ähnliche

pharmakokinetische Parameter bei Säuglingen, Kleinkindern, Vorschulkindern, Schulkindern

und Jugendlichen. Die pharmakokinetischen Parameter des Metaboliten unterschieden sich

zwischen den Altersgruppen in einem größeren Ausmaß. Diese Unterschiede waren im

Vergleich von Vorschulkindern mit Jugendlichen statistisch signifikant. Die Exposition bei

Säuglingen/Kleinkindern war vergleichsweise hoch.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Studien, einschließlich konventioneller Studien zur allgemeinen

Pharmakologie, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen. In Studien zur Toxizität nach wiederholter Gabe

induzierte die Verabreichung von Losartan eine Abnahme der roten Blutzellparameter

(Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit), einen Anstieg des Harnstoff-Stickstoff im Serum

sowie gelegentliche Erhöhungen des Serumkreatinins, eine Abnahme im Herzgewicht (ohne

histologisches Korrelat) und gastrointestinale Veränderungen (Schleimhautläsionen, Ulzera,

Erosionen, Hämorrhagien). Wie bei anderen Substanzen, die das Renin-Angiotensin-System

beeinflussen, wurde bei Losartan die Induktion von unerwünschten Wirkungen auf die späte

fetale Entwicklung, die zu fetalem Tod und Missbildungen führen, gezeigt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Kern:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Stärke (Mais)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Film:

Polyvinylalkohol

Titandioxid (E 171)

Macrogol 3350

Talkum

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Blister (PVC/PVdC/Al)

Blister (PVC/PE/PVdC/Al)

Nicht über 25 ºC lagern.

Blister (OPA/Al/PVC/Al)

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

21 Filmtabletten

Losartan-CT 25 mg Filmtabletten

Losartan-CT 50 mg Filmtabletten

28, 56 und 98 Filmtabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

A

Z

Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Losartan-CT 12,5 mg Filmtabletten

87043.00.00

Losartan-CT 25 mg Filmtabletten

87044.00.00

Losartan-CT 50 mg Filmtabletten

87045.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN

31.03.2014

10.

STAND DER INFORMATION

September 2014

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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