Losartan comp.-CT 50mg/12,5mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
AbZ-Pharma GmbH - Geschäftsanschrift -
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium, hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 50.mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
67540.00.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation:

Information für den Anwender

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

Wirkstoffe: Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Siehe Abschnitt 4.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

beachten?

3. Wie ist

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

aufzubewahren?

6. Weitere Informationen

1. WAS IST Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

ist eine Kombination aus einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten (Losartan) und einem Diuretikum (Hydrochlorothiazid).

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

wird angewendet

zur Behandlung der essenziellen Hypertonie (Bluthochdruck).

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

BEACHTEN?

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

darf nicht eingenommen werden

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Losartan, Hydrochlorothiazid oder einen der

sonstigen Bestandteile von

Losartan comp.-CT

sind

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen sulfonamidhaltige Präparate sind (z. B. andere

Thiazide, einige Antibiotika wie Cotrimoxazol; fragen Sie Ihren Arzt, falls Sie sich nicht sicher

sind)

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. Es wird empfohlen,

Losartan comp.-CT

auch in

der frühen Phase der

Schwangerschaft nicht anzuwenden (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“).

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist

wenn Ihre Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist oder Ihre Nieren keinen Urin produzieren

wenn Sie einen niedrigen Kalium-, niedrigen Natrium- oder hohen Kalziumspiegel haben, der/die

nicht behandelbar ist/sind

wenn Sie an Gicht leiden

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

ist erforderlich

wenn Sie bereits einmal ein Angioödem hatten (Überempfindlichkeitsreaktion mit Schwellungen

von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge),

wenn Sie Diuretika (Entwässerungstabletten) einnehmen,

wenn Sie eine salzarme Diät einhalten,

wenn Sie starkes Erbrechen und/oder Durchfall hatten oder haben,

wenn Sie an Herzleistungsschwäche leiden,

wenn Sie an einer Verengung der zu den Nieren führenden Blutgefäße (Nierenarterienstenose)

leiden, nur eine funktionierende Niere haben oder vor kurzem eine Nierentransplantation hatten,

wenn Sie an einer Verengung der Arterien (Atherosklerose), Angina pectoris (Brustschmerzen

aufgrund verminderter Durchblutung der Herzkranzgefäße) leiden,

wenn Sie an einer „Aorten- oder Mitralklappenstenose“ (Verengung der Herzklappen) oder einer

„hypertrophen Kardiomyopathie“ (einer Erkrankung, die eine Verdickung des Herzmuskels

verursacht) leiden,

wenn Sie Diabetiker (zuckerkrank) sind,

wenn Sie Gicht haben/hatten,

wenn Sie Allergien haben oder hatten, an Asthma oder unter einer Erkrankung leiden, die mit

Gelenkschmerzen, Hautrötungen und Fieber einhergeht (systemischer Lupus erythematodes),

wenn Sie einen hohen Kalzium- oder niedrigen Kaliumspiegel haben oder eine kaliumarme Diät

einhalten,

wenn Sie eine Narkose erhalten (auch beim Zahnarzt) bzw. sich einer Operation unterziehen

müssen, oder wenn Sie Ihre Nebenschilddrüsenfunktion testen lassen, müssen Sie Ihrem Arzt oder

dem medizinischen Personal mitteilen, dass Sie Losartan/Hydrochlorothiazid einnehmen,

wenn Sie an primärem Hyperaldosteronismus leiden (Erkrankung, die mit einer erhöhten Abgabe

des Hormons Aldosteron aus der Nebenniere einhergeht, verursacht durch eine Anomalie der

Nebenniere).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.wenn Sie Aliskiren einnehmen.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg darf nicht eingenommen werden“

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie als Sportler einen Dopingtest machen müssen, weil

Losartan

comp.-CT

einen Wirkstoff enthält, der bei einem Dopingtest zu positiven Ergebnissen führen kann.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von

Losartan comp.-CT

in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen, und

Losartan comp.-CT

darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von

Losartan comp.-CT

in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und

Stillzeit“).

Bei Einnahme von

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Diuretika wie das in

Losartan comp.-CT

enthaltene Hydrochlorothiazid können Wechselwirkungen

mit anderen Arzneimitteln haben. Lithiumhaltige Arzneimittel dürfen nicht mit

Losartan comp.-CT

ohne enge ärztliche Überwachung eingenommen werden. Bestimmte Vorsichtsmaßnahmen (z. B.

Bluttests) können angebracht sein, wenn Sie Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel

oder kaliumsparende Arzneimittel, andere Diuretika („Wassertabletten“), einige Abführmittel,

Glycyrrhizin (enthalten in Lakritze), Arzneimittel zur Behandlung der Gicht, Arzneimittel, die den

Herzrhythmus kontrollieren oder gegen Diabetes (Zuckerkrankheit) wirken (Arzneimittel zum

Einnehmen oder Insulin) einnehmen/anwenden. Es ist auch für Ihren Arzt wichtig zu wissen, ob Sie

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, Steroide, Arzneimittel zur

Krebsbehandlung, Schmerzmittel, Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen, Arzneimittel

gegen Arthritis, Anionenaustauscherharze, die zur Behandlung des hohen Cholesterinspiegels

angewendet werden, wie Colestyramin, Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung,

Schlaftabletten (Barbiturate), Opioide (opiat-ähnliche Arzneimittel) wie Morphin, blutdrucksteigernde

Amine wie Adrenalin oder andere Arzneimittel der gleichen Gruppe einnehmen/anwenden.

Bitte informieren Sie auch Ihren Arzt, dass Sie

Losartan comp.-CT

einnehmen, wenn Sie demnächst

iodhaltige Röntgenkontrastmittel erhalten sollen.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen:

wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Losartan comp.-CT

50 mg/12,5 mg darf nicht eingenommen werden" und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Bei Einnahme von

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Es ist ratsam, während der Einnahme dieser Tabletten keinen Alkohol zu trinken: Alkohol und

Losartan comp.-CT

können gegenseitig ihre Wirkung verstärken.

Die Anwendung von Diätsalzen in großen Mengen kann der Wirkung von

Losartan comp.-CT

entgegenwirken.

Losartan comp.-CT

kann zusammen mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Glycyrrhizin (enthalten in Lakritze) kann krankhafte Elektrolytspiegel im Blut verursachen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Losartan comp.-CT

vor einer Schwangerschaft bzw.

sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen. Die Anwendung von

Losartan comp.-CT

in der frühen Schwangerschaft wird nicht

empfohlen und

Losartan comp.-CT

darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von

Losartan comp.-CT

in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Losartan comp.-CT

wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung

für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen.

Fragen Sie vor der Einnahme jeglicher Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von

Losartan comp.-CT

bei Kindern vor. Deshalb sollte

Losartan comp.-CT

Kindern nicht gegeben werden.

Anwendung bei älteren Patienten

Losartan comp.-CT

wirkt bei älteren und jüngeren erwachsenen Patienten vergleichbar gut und wird

vergleichbar gut vertragen. Die meisten älteren Patienten benötigen dieselbe Dosis wie jüngere

Patienten.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wenn Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel beginnen, sollten Sie keine Aufgaben, die

besondere Aufmerksamkeit benötigen (z. B. Autofahren oder das Bedienen von gefährlichen

Maschinen) durchführen, bevor Sie wissen, wie Sie das Arzneimittel vertragen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie

Losartan comp.-CT

daher erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit

gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. WIE IST Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie

Losartan comp.-CT

immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Ihr Arzt wird die für Sie

geeignete Dosis bestimmen, welche von Ihrer Erkrankung und davon abhängt, ob Sie noch andere

Arzneimittel einnehmen. Es ist wichtig, dass Sie

Losartan comp.-CT

so lange einnehmen, wie Ihr Arzt

es Ihnen verordnet hat, damit es zu einer reibungslosen Kontrolle Ihres Blutdrucks führt.

Bluthochdruck

Die für die meisten Patienten übliche Dosis ist 1 Tablette

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

einmal

täglich, um Ihren Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden zu kontrollieren.

Eventuell kann die Dosis auf 2 Tabletten

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

einmal täglich erhöht

werden. Die Höchstdosis beträgt 2 Tabletten

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

einmal täglich.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

Losartan comp.-CT

zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

eingenommen haben, als Sie

sollten

Bei einer Überdosierung wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, damit umgehend medizinische

Maßnahmen ergriffen werden können. Eine Überdosierung kann einen Abfall des Blutdrucks,

Herzklopfen oder -rasen (Palpitationen), langsamen Puls, Veränderung von Blutwerten und eine

Entwässerung verursachen.

Wenn Sie die Einnahme von

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

vergessen haben

Versuchen Sie,

Losartan comp.-CT

wie verordnet einzunehmen. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis

ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann

Losartan comp.-CT

Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Falls folgende Beschwerden bei Ihnen auftreten, nehmen Sie

Losartan comp.-CT

nicht mehr ein und

informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen

Krankenhauses:

Eine schwerwiegende allergische Reaktion (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gesicht,

Lippen, Mund oder Rachen, die Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann).

Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung, die bis zu 1 von 1.000 Behandelten

betreffen kann. Möglicherweise benötigen Sie dringend medizinische Hilfe oder eine

Krankenhauseinweisung.

Über folgende Nebenwirkungen wurde berichtet:

Häufig

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

:

Husten, Infektionen der oberen Atemwege, verstopfte Nase, Entzündungen oder Erkrankungen der

Nebenhöhlen

Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsstörungen

Muskelschmerzen oder -krämpfe, Beinschmerzen, Rückenschmerzen

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel

Schwäche, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb

Erhöhter Kaliumspiegel (der Herzrhythmusstörungen verursachen kann), verminderter

Hämoglobinspiegel

Gelegentlich

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

:

Anämie, rote oder bräunliche Punkte auf der Haut (manchmal besonders an den Füßen, Beinen,

Armen und am Gesäß, mit Gelenkschmerzen, Schwellungen der Hände und Füße und

Magenschmerzen), verringerte Anzahl von weißen Blutzellen, Gerinnungsprobleme und Blutergüsse

Appetitverlust, erhöhte Harnsäurespiegel oder Gicht, erhöhte Blutzuckerwerte, abnormale

Blutelektrolytspiegel

Angst, Nervosität, Panikstörung (wiederholte Panikattacken), Verwirrung, Depression, verändertes

Träumen, Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen

Kribbeln/Nadelstiche oder ähnliche Missempfindungen, Schmerzen in den Gliedmaßen, Zittern,

Migräne, Ohnmachtsanfall

Verschwommensehen, Brennen oder Stechen in den Augen, Bindehautentzündung,

Verschlechterung der Sehkraft, Gelbsehen

Klingeln, Dröhnen, Tosen oder Klicken in den Ohren

Niedriger Blutdruck möglicherweise im Zusammenhang mit einem Lagewechsel (Schwindel- oder

Schwächegefühl beim Aufstehen), Angina pectoris (Schmerzen im Brustkorb), unregelmäßiger

Herzrhythmus, Schlaganfall (TIA, „Minischlag“), Herzinfarkt, Herzklopfen

Entzündung der Blutgefäße, oft zusammen mit Hautausschlag oder Blutergüssen

Kratzen im Hals, Atemnot, Bronchitis, Lungenentzündung, Wasser in der Lunge (das

Atembeschwerden verursacht), Nasenbluten, laufende oder verstopfte Nase

Verstopfung, Blähungen, Magenverstimmung, Magenkrämpfe, Erbrechen, Mundtrockenheit,

Entzündungen der Speicheldrüsen, Zahnschmerzen

Gelbsucht (Gelbfärbung von Augen und Haut), Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Nesselsucht, Juckreiz, Hautentzündungen, Hautausschlag, Hautrötung, Lichtempfindlichkeit der

Haut, trockene Haut, Hitzewallungen, Schwitzen, Haarausfall,

Schmerzen in den Armen, Schultern, Hüften, Knien oder anderen Gelenken, Gelenkschwellungen,

Steifigkeit, Muskelschwäche

Häufiges Wasserlassen auch in der Nacht, Nierenfunktionsstörungen einschließlich

Nierenentzündungen, Harnwegsentzündungen, Zucker im Urin

Abnahme des sexuellen Verlangens, Impotenz

Gesichtsschwellungen, Fieber

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Hepatitis (Leberentzündung), Veränderungen der Leberfunktionsparameter

Nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

:

krankhafter Muskelzerfall (Rhabdomyolyse)

Geschmacksstörung (Dysgeusie)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme

hilft die Umwelt zu schützen.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

enthält

Die Wirkstoffe sind Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid.

Jede Filmtablette enthält die Wirkstoffe 50 mg Losartan-Kalium und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

[pflanzlich].

Filmüberzug:

Hyprolose; Hypromellose; Titandioxid (E 171); Chinolingelb, Aluminiumsalz (E 104); Eisen(III)-

hydroxid-oxid x H

O (E 172) und Eisen(II,III)-oxid (E 172).

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

aussieht und Inhalt der Packung

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

Filmtabletten

sind gelbe, ovale Filmtabletten.

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg

ist in Packungen

mit je 28, 56 und 98 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

A

Z

-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im

September 2014

Versionscode: Z06

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

Losartan comp.-CT 100 mg/25 mg Filmtabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

Jede Tablette enthält 50 mg Losartan-Kalium entsprechend 45,76 mg Losartan und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid (HCT).

Losartan comp.-CT 100 mg/25 mg Filmtabletten

Jede Tablette enthält 100 mg Losartan-Kalium entsprechend 91,52 mg Losartan und 25 mg

Hydrochlorothiazid (HCT).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose-Monohydrat

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

Gelbe, ovale Filmtabletten.

Losartan comp.-CT 100 mg/25 mg Filmtabletten

Gelbe, ovale Filmtabletten.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Losartan comp.-CT Filmtabletten ist zur Behandlung von essenziellem Bluthochdruck indiziert

bei Patienten, bei denen der Bluthochdruck mit Losartan oder Hydrochlorothiazid alleine nicht

ausreichend eingestellt werden kann.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Losartan comp.-CT Filmtabletten kann mit anderen Antihypertonika angewendet werden.

Losartan comp.-CT Filmtabletten sollte mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Losartan comp.-CT Filmtabletten kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Hypertonie

Losartan/HCT dient nicht zur Anfangsbehandlung, sondern ist für Patienten bestimmt, deren

Bluthochdruck mit Losartan-Kalium oder Hydrochlorothiazid alleine nicht entsprechend

eingestellt werden kann.

Es wird empfohlen eine individuelle Dosiseinstellung mit den Einzelsubstanzen (Losartan und

Hydrochlorothiazid) vorzunehmen.

Wenn klinisch vertretbar, kann bei Patienten mit unzureichender Blutdruckkontrolle eine direkte

Umstellung von der Monotherapie auf die fixe Kombination in Erwägung gezogen werden.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt einmal täglich 50 mg Losartan/12,5 mg

Hydrochlorothiazid. Bei Patienten, die nicht ausreichend auf 50 mg Losartan/12,5 mg

Hydrochlorothiazid ansprechen, kann die Dosis auf einmal täglich 100 mg Losartan/25 mg

Hydrochlorothiazid erhöht werden. Die maximale Dosis ist 100 mg Losartan/25 mg

Hydrochlorothiazid einmal täglich.

Im Allgemeinen tritt die blutdrucksenkende Wirkung innerhalb von drei bis vier Wochen nach

Therapiebeginn ein.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Hämodialysepatienten

Bei Patienten mit einer mäßig eingeschränkten Nierenfunktion (d. h. einer Kreatinin-Clearance

von 30-50 ml/min) ist keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich. Losartan/HCT ist nicht

für Patienten unter Hämodialyse empfohlen. Losartan/HCT darf nicht bei Patienten mit stark

eingeschränkter Nierenfunktion (d. h. einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) angewendet

werden (siehe Abschnitt 4.3).

Anwendung bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust

Ein Flüssigkeits- und/oder Natriumverlust ist vor der Gabe von Losartan/HCT auszugleichen.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Losartan/HCT ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt

4.3)

Anwendung bei älteren Patienten

Eine Dosisanpassung bei älteren Patienten ist normalerweise nicht notwendig.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahre)

Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Deshalb sollte Losartan/HCT

Kindern und Jugendlichen nicht gegeben werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Sulfonamid-Derivate (wie Hydrochlorothiazid) oder

einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

Therapieresistente Hypokaliämie oder Hyperkalzämie

Schwere Einschränkung der Leberfunktion, Cholestase und obstruktive Erkrankungen der

Gallenwege

Therapierefraktäre Hyponatriämie

Symptomatische Hyperurikämie/Gicht

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)

Anurie

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Losartan

Angioödem

Patienten mit einem Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) in

der Vorgeschichte sind engmaschig zu überwachen (siehe Abschnitt 4.8).

Hypotonie und intravasaler Flüssigkeitsverlust

Eine symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Einnahme oder nach Erhöhung

der Dosis, kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust durch forcierte

Diurese oder hoch dosierte Diuretika-Therapie, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen

auftreten. Diese Zustände sollten vor der Gabe von Losartan/HCT ausgeglichen werden (siehe

Abschnitte 4.2 und 4.3).

Störungen des Elektrolythaushalts

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit oder ohne Diabetes mellitus liegt häufig

ein Elektrolytungleichgewicht vor, das ausgeglichen werden sollte. Deshalb sollten die Serum-

Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwacht werden; besonders

Patienten mit Herzinsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance zwischen 30-50 ml/min sollten

engmaschig überwacht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln und

kaliumhaltigem Salzersatz mit Losartan wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionsstörungen

Auf Grundlage von pharmakokinetischen Daten, die zeigen, dass es zu einer signifikanten

Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit Leberzirrhose kommt, sollte

Losartan/HCT bei Patienten mit leicht oder mäßig eingeschränkter Leberfunktion in der

Vorgeschichte mit Vorsicht eingesetzt werden. Es gibt keine therapeutische Erfahrung mit

Losartan bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung. Daher ist Losartan/HCT bei

Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.2, 4.3

und 5.2).

Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde über Veränderungen der

Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet (vor allem bei Patienten, deren

Nierenfunktion abhängig vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei schwerer

Herzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung). Wie bei anderen

Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, wurde bei Patienten

mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von

Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet; diese Veränderungen der Nierenfunktion

können nach Beendigung der Therapie reversibel sein. Losartan sollte bei Patienten mit

bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit Vorsicht

eingesetzt werden.

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf

Antihypertonika an, die über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems wirken. Daher wird

die Anwendung von Losartan/HCT nicht empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung

Wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann eine übermäßige Blutdrucksenkung bei

Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung einen

Myokardinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben.

Herzinsuffizienz

Bei herzinsuffizienten Patienten mit oder ohne Nierenfunktionsstörung besteht, wie bei anderen

Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, das Risiko eines starken

arteriellen Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder

obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht geboten.

Ethnische Unterschiede

Wie bei ACE-Hemmern beobachtet, sind Losartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der

Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe.

Möglicherweise liegt das an einer höheren Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der Population

von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden.

Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative

blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es

sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich.

Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden,

und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Hydrochlorothiazid

Hypotonie und Elektrolyt-/Flüssigkeitsungleichgewicht

Wie bei jeder antihypertensiven Therapie kann es bei einigen Patienten zu einem

symptomatischen Blutdruckabfall kommen. Patienten sollten hinsichtlich klinischer Anzeichen

eines Flüssigkeits- oder Elektrolytverlusts beobachtet werden, wie z. B. Flüssigkeitsverlust,

Hyponatriämie, hypochlorämische Alkalose, Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie, die bei

zusätzlichem Durchfall oder Erbrechen auftreten können. Regelmäßige Bestimmungen der

Elektrolyte im Serum sollten in angemessenen zeitlichen Abständen bei solchen Patienten

durchgeführt werden. Bei heißem Wetter kann bei Patienten mit Ödemen eine

Verdünnungshyponatriämie auftreten.

Metabolische und endokrine Effekte

Eine Thiazid-Therapie kann die Glucose-Toleranz beeinträchtigen. Eine Dosisanpassung der

Antidiabetika einschließlich Insulin kann erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.5). Ein latenter

Diabetes mellitus kann unter Thiazid-Therapie manifest werden.

Thiazide können zu einer Erniedrigung der Kalziumausscheidung über den Urin und zu einer

vorübergehenden geringen Erhöhung des Serum-Kalziums führen. Eine ausgeprägte

Hyperkalzämie kann ein Hinweis auf eine unerkannte Nebenschilddrüsenüberfunktion sein.

Bevor Nebenschilddrüsenfunktionstests durchgeführt werden, sollten Thiazide abgesetzt

werden.

Unter einer Diuretikabehandlung mit Thiaziden kann es zu einer Erhöhung der Cholesterin-

und Triglyzerid-Werte kommen.

Eine Thiazid-Therapie kann bei einigen Patienten eine Hyperurikämie und/oder Gicht

verursachen. Da Losartan den Harnsäuregehalt reduziert, kann die Kombination von Losartan

und Hydrochlorothiazid die durch Diuretika induzierte Hyperurikämie abschwächen.

Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder einer progressiven Lebererkrankung

sollten Thiazide mit Vorsicht angewendet werden, da sie eine intrahepatische Cholestase

verursachen können und da kleine Veränderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts

zum hepatischen Koma führen können. Losartan/HCT ist bei Patienten mit schwerer

Leberfunktionsstörung kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).

Sonstiges

Bei Patienten unter Thiaziden kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, unabhängig

davon, ob eine Allergie oder ein Bronchialasthma in der Vorgeschichte bekannt ist oder nicht.

Unter der Anwendung von Thiaziden wurde über eine Exazerbation oder Aktivierung eines

systemischen Lupus erythematodes berichtet.

Doping-Test

Hydrochlorothiazid könnte ein positives Analysenergebnis in einem Doping-Test hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten

Losartan comp.-CT nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Losartan

Es wurde berichtet, dass Rifampicin und Fluconazol die Plasmakonzentration des aktiven

Metaboliten verringern. Die klinische Bedeutung dieser Wirkung ist unbekannt.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angiotensin II oder seine Wirkungen hemmen, kann die

gleichzeitige Gabe von kaliumsparenden Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren, Amilorid),

von Kalium oder kaliumhaltigen Ergänzungsmitteln zu einem Anstieg der Serum-Kalium-

Konzentration führen. Eine Komedikation ist nicht ratsam.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die die Natriumausscheidung beeinflussen, kann die Lithium-

Ausscheidung reduziert werden. Deshalb sollte eine sorgfältige Überwachung des Serum-

Lithium-Spiegels bei gleichzeitiger Anwendung von Lithiumsalzen mit Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten stattfinden.

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR; d. h.

COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer Dosierung und nicht-selektive

NSAR) gleichzeitig angewendet werden, kann die antihypertensive Wirkung abgeschwächt

werden. Besonders bei Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion kann die

gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten mit NSAR zu einem

erhöhten Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich eines

möglichen akuten Nierenversagens und eines Anstiegs des Serum-Kaliums führen.

Diese Kombinationen sollten mit Vorsicht besonders bei älteren Patienten angewendet werden.

Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein, eine Überwachung der Nierenfunktion nach

Beginn der Kombinationstherapie sowie in regelmäßigen Zeitabständen danach sollte in

Erwägung gezogen werden.

Bei Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion, die mit nicht-steroidalen

Antirheumatika einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer behandelt werden, kann

die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten zu einer weiteren

Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Diese Veränderungen der Nierenfunktion können

nach Absetzen der Therapie reversibel sein.

Andere eine Hypotonie verursachende Substanzen wie trizyklische Antidepressiva,

Antipsychotika, Baclofen, Amifostin:

Gleichzeitige Anwendung mit diesen Arzneimitteln, deren Haupt- oder Nebenwirkung die

Blutdrucksenkung ist, kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen.

Hydrochlorothiazid

Bei gleichzeitiger Gabe der folgenden Arzneimittel mit Thiazid-Diuretika kann es zu

Wechselwirkungen kommen:

Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder Antidepressiva:

Eine Verstärkung einer orthostatischen Hypotonie kann auftreten.

Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin):

Die Behandlung mit Thiaziden kann die Glucose-Toleranz beeinflussen. Eine Dosisanpassung

des Antidiabetikums kann erforderlich sein. Metformin sollte aufgrund des Risikos einer

Laktatazidose durch eine durch HCT verursachte mögliche Beeinträchtigung der

Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.

Andere antihypertensive Arzneimittel:

Additiver Effekt

Colestyramin und Colestipolharze:

Bei gleichzeitiger Gabe von anionischen Austauscherharzen wird die Resorption von

Hydrochlorothiazid gestört. Einzeldosen von entweder Colestyramin- oder Colestipolharzen

binden Hydrochlorothiazid und vermindern dessen Resorption aus dem Gastrointestinaltrakt

um bis zu 85 % bzw. 43 %.

Kortikosteroide, ACTH:

Verstärkter Elektrolytverlust, vor allem Hypokaliämie.

Blutdrucksteigernde Amine (z. B. Adrenalin):

Möglicherweise vermindertes Ansprechen auf blutdrucksteigernde Amine, aber nicht in einem

Ausmaß, das deren Anwendung ausschließen würde.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarin):

Mögliche Wirkungsverstärkung der Muskelrelaxanzien.

Lithium:

Diuretische Arzneimittel reduzieren die renale Clearance von Lithium und erhöhen dadurch

stark das Risiko für eine Lithium-Toxizität; eine gleichzeitige Gabe wird nicht empfohlen.

Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (Probenecid, Sulfinpyrazon und Allopurinol):

Eine Dosisanpassung der urikosischen Arzneimittel kann notwendig sein, da

Hydrochlorothiazid den Spiegel der Serum-Harnsäure anheben kann. Eine Erhöhung der Dosis

von Probenecid oder Sulfinpyrazon kann notwendig sein. Die Koadministration von Thiaziden

kann die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol erhöhen.

Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden):

Durch abnehmende gastrointestinale Motilität und Entleerungsrate des Magens wird die

Bioverfügbarkeit der Diuretika vom Thiazid-Typ erhöht.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat):

Thiazide können die renale Exkretion von Zytostatika reduzieren und so deren myelosuppressive

Effekte verstärken.

Salizylate:

Unter hohen Dosen von Salizylaten kann Hydrochlorothiazid die toxischen Effekte der

Salizylate auf das zentrale Nervensystem erhöhen.

Methyldopa:

Es gab vereinzelte Berichte über das Auftreten einer hämolytischen Anämie unter gleichzeitiger

Anwendung von Hydrochlorothiazid und Methyldopa.

Cyclosporin:

Gleichzeitige Anwendung mit Cyclosporin kann das Risiko einer Hyperurikämie und

gichtähnlicher Komplikationen erhöhen.

Digitalisglykoside:

Thiazid-induzierte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie kann das Auftreten von Digitalis-

induzierten Herzrhythmusstörungen begünstigen.

Arzneimittel, die durch Schwankungen des Serum-Kaliums beeinflusst werden:

Regelmäßiges Überwachen des Serum-Kaliums und des EKGs wird bei Gabe von

Losartan/HCT mit Arzneimitteln, die durch Schwankungen des Serum-Kaliums beeinflusst

werden (z. B. Digitalisglykoside und Antiarrhythmika) sowie mit den folgenden Torsade de

pointes (ventrikuläre Tachykardie) induzierenden Arzneimitteln (einschl. einiger

Antiarrhythmika) empfohlen, da Hypokaliämie als prädisponierender Faktor für Torsade de

pointes (ventrikuläre Tachykardie) gilt:

Klasse-Ia-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid).

Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid).

Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin,

Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol).

Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin als intravenöse Anwendung,

Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Terfenadin, Vincamin als intravenöse Anwendung).

Kalziumsalze:

Thiaziddiuretika können die Serum-Kalzium-Spiegel aufgrund verminderter Exkretion erhöhen.

Wenn Kalziumersatzmittel verordnet werden müssen, sollte der Serum-Kalzium-Spiegel

überwacht und die Kalzium-Dosierung entsprechend angepasst werden.

Arzneimittel/Labor-Test-Wechselwirkungen:

Wegen ihrer Wirkung auf den Kalzium-Stoffwechsel können Thiazide

Nebenschilddrüsenfunktionstests beeinflussen.

Carbamazepin:

Risiko einer symptomatischen Hyponatriämie. Klinische Überwachung und die Überwachung

der biologischen Funktionen ist erforderlich.

Jodhaltige Kontrastmittel:

Im Falle einer Diuretika-induzierten Dehydrierung besteht ein erhöhtes Risiko eines akuten

Nierenversagens, besonders bei hohen Dosen des jodhaltigen Mittels.

Die Patienten sollten vor der Anwendung rehydriert werden.

Amphotericin B (parenteral), Kortikosteroide, ACTH, stimulierende Laxanzien oder

Glycyrrhizin (enthalten in Süßholz/Lakritze):

Hydrochlorothiazid kann das Elektrolytungleichgewicht intensivieren, insbesondere eine

Hypokaliämie.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Losartan

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester

ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine

kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(AIIRAs) vorliegen, bestehen möglicherweise bei dieser Arzneimittelklasse vergleichbare

Risiken. Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als zwingend notwendig erachtet wird,

sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive

Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine

Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie

untersucht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien

sind unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus

von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu

einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie

Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren

Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid

bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur

Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen

Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Losartan

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan comp.-CT in der Stillzeit vorliegen, wird

Losartan comp.-CT nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem

besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere,

wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.“

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazide in hohen

Dosierungen, die eine intensive Diurese hervorrufen, können die Milchproduktion hemmen. Die

Anwendung von Losartan comp.-CT während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Wenn Losartan

comp.-CT während der Stillzeit angewendet wird, sollte die Dosierung so niedrig wie möglich

sein.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit

zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings ist bei aktiver Teilnahme am

Straßenverkehr oder Bedienen von Maschinen zu berücksichtigen, dass unter einer

antihypertensiven Therapie gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten können,

insbesondere bei Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhung.

4.8

Nebenwirkungen

Die unten aufgeführten Nebenwirkungen wurden entsprechend System-Organ-Klasse und

Häufigkeit nach folgender Definition gruppiert:

Sehr häufig: ≥ 1/10

Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis < 1/100

Selten: ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

Sehr selten: ≤ 1/10.000

Nicht bekannt: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

In klinischen Studien mit Losartan-Kalium und Hydrochlorothiazid wurden keine besonderen

Nebenwirkungen für diese Arzneimittelkombination beobachtet. Die aufgetretenen

Nebenwirkungen waren auf jene beschränkt, die bereits unter Losartan-Kalium und/oder

Hydrochlorothiazid beobachtet wurden.

In kontrollierten klinischen Studien bei essenzieller Hypertonie war Schwindel die einzige

Nebenwirkung, die mit einer Inzidenz von 1 % und mehr häufiger bei Patienten der Losartan-

Kalium/HCT-Gruppe als der Plazebo-Gruppe auftrat.

Neben diesen Effekten wurden weitere Nebenwirkungen nach Markteinführung wie folgt

berichtet:

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Hepatitis

Untersuchungen

Selten: Hyperkaliämie, Erhöhung der ALT

Die folgenden zusätzlichen Nebenwirkungen wurden bei den Einzelkomponenten beobachtet

und können potentielle Nebenwirkungen von Losartan/HCT sein:

Losartan

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Anämie, Purpura (Schoenlein-Henoch), Ekchymosen, Hämolyse

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Anaphylaktische Reaktionen, Angioödem, Urtikaria

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Anorexie, Gicht

Psychiatrische Erkrankungen:

Häufig: Schlaflosigkeit

Gelegentlich: Angst, Angst-/Panikstörungen, Verwirrung, Depression, verändertes Träumen,

Schlafstörungen, Somnolenz, Gedächtnisstörungen

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel

Gelegentlich: Nervosität, Parästhesien, periphere Neuropathie, Tremor, Migräne, Synkope

Augenerkrankungen:

Gelegentlich: Verschwommensehen, Brennen/Stechen im Auge, Konjunktivitis, Verlust der

Sehschärfe

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Vertigo, Tinnitus

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Hypotonie, orthostatische Hypotension, Sternalgie, Angina pectoris, Grad-II AV-

Block, zerebraler Insult, Myokardinfarkt, Palpitationen, Arrhythmien (Vorhofflimmern, Sinus-

Bradykardie, Tachykardie, ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern)

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich: Vaskulitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Husten, Infektion der oberen Atemwege, verstopfte Nase, Sinusitis, Erkrankungen der

Nebenhöhlen

Gelegentlich: Beschwerden im Rachenraum, Pharyngitis, Laryngitis, Dyspnoe, Bronchitis,

Nasenbluten, Rhinitis, verstopfte Atemwege

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Bauchschmerzen, Übelkeit, Diarrhoe, Dyspepsie

Gelegentlich: Verstopfung, Zahnschmerzen, trockener Mund, Flatulenz, Gastritis, Erbrechen

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt: Leberfunktionsstörungen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Alopezie, Dermatitis, trockene Haut, Erythem, Flush, Lichtempfindlichkeit,

Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria, Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Beinen, Myalgie

Gelegentlich: Schmerzen in den Armen, Gelenkschwellungen, Knieschmerzen,

muskuloskelettale Schmerzen, Schulterschmerzen, Steifigkeit, Arthralgie, Arthritis, Coxalgie,

Fibromyalgie, Muskelschwäche

Nicht bekannt: Rhabdomyolyse

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Gelegentlich: Nykturie, häufiges Wasserlassen, Harnwegsinfektionen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: verminderte Libido, Impotenz

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Asthenie, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb

Gelegentlich: Gesichtsödem, Fieber

Untersuchungen:

Häufig: Hyperkaliämie, leichte Abnahme des Hämatokrit und Hämoglobin

Gelegentlich: leichter Anstieg von Blut-Harnstoff und der Serumkreatininspiegel

Sehr selten: Anstieg von Leberenzymen und Bilirubin

Hydrochlorothiazid

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Agranulozytose, aplastische Anämie, immunhämolytische Anämie,

Leukozytopenie, Purpura, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: anaphylaktische Reaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Appetitlosigkeit, Hyperglykämie, Hyperurikämie, Hypokaliämie, Hyponatriämie

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Insomnie

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen

Augenerkrankungen

Gelegentlich: vorübergehendes Verschwommensehen, Xanthopsie

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich: nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Atemnotsyndrom einschließlich Pneumonitis und Lungenödem

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Sialoadenitis, Krämpfe, Magenirritationen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe,

Obstipation

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Ikterus (intrahepatische Cholestase), Pankreatitis

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Photosensibilität, Urtikaria, toxische epidermale Nekrolyse

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Muskelkrämpfe

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Glykosurie, interstitielle Nephritis, Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Fieber, Schwindel

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Überdosis mit Losartan/HCT

vor. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und unterstützend. Die Therapie mit Losartan/HCT

muss abgebrochen und der Patient streng überwacht werden. Vorgeschlagene Maßnahmen

beinhalten induziertes Erbrechen, falls die Einnahme erst kürzlich erfolgte, sowie Korrektur

von Dehydrierung, Elektrolytstörungen, hepatischem Koma und Blutdruckabfall entsprechend

den Leitlinien.

Losartan

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen beim Menschen vor.

Wahrscheinliche Symptome sind Blutdruckabfall und Tachykardie; eine Bradykardie kann durch

parasympathische (vagale) Stimulation auftreten. Wenn ein symptomatischer Blutdruckabfall

auftreten sollte, sollten unterstützende Maßnahmen ergriffen werden.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

Hydrochlorothiazid

Die häufigsten Anzeichen und Symptome sind diejenigen, die durch einen Elektrolytverlust

(Hypokaliämie, Hypochloridämie, Hyponatriämie) und eine Dehydrierung aufgrund von

starker Diurese verursacht werden. Wurde zusätzlich Digitalis angewendet, kann eine

Hypokaliämie Herzrhythmusstörungen verstärken.

Der Anteil an Hydrochlorothiazid, der durch Hämodialyse entfernt werden kann, ist nicht

bekannt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Kombination aus einem Angiotensin-II-Rezeptor(Typ AT

1

)-

Antagonist und einem Thiazid-Diuretikum, Antihypertonikum.

ATC-Code: C09DA01

Losartan/Hydrochlorothiazid

Die Bestandteile von Losartan/HCT wirken additiv antihypertensiv, die Blutdrucksenkung ist

stärker als nach Gabe der Einzelbestandteile. Dieser Effekt scheint ein Ergebnis der

komplementären Wirkung beider Bestandteile zu sein. Durch den diuretischen Effekt steigert

Hydrochlorothiazid die Plasma-Renin-Aktivität, die Aldosteron-Sekretion sowie die

Angiotensin-II-Spiegel und verringert das Serum-Kalium. Losartan blockiert alle physiologisch

wichtigen Wirkungen von Angiotensin II und durch Hemmung von Aldosteron könnte dies

tendenziell zu einer Abschwächung des Kaliumverlusts in Verbindung mit dem Diuretikum

führen.

Losartan besitzt nachweislich einen vorübergehenden leichten urikosurischen Effekt.

Hydrochlorothiazid führt zu mäßigen Anstiegen der Harnsäure. Die Kombination aus Losartan

und Hydrochlorothiazid führt tendenziell zu einer Abschwächung der durch Diuretika

induzierten Hyperurikämie.

Der antihypertensive Effekt von Losartan/HCT bleibt für 24 Stunden erhalten. In klinischen

Studien von mindestens 1-jähriger Dauer blieb die antihypertensive Wirkung bei fortlaufender

Behandlung erhalten. Trotz deutlicher Senkung des Blutdrucks hatte Losartan/HCT keine

klinisch signifikante Wirkung auf die Herzfrequenz. In klinischen Studien wurde nach einer 12-

wöchigen Behandlung mit 50 mg Losartan/12,5 mg Hydrochlorothiazid eine Senkung der Werte

am Ende des Dosierungsintervalls beim diastolischen Blutdruck im Sitzen um durchschnittlich

bis zu 13,2 mmHg erreicht.

Losartan/HCT reduziert effektiv den Blutdruck bei Männern und Frauen, bei Patienten mit

schwarzer und nicht schwarzer Hautfarbe sowie bei jüngeren (< 65 Jahre) und älteren (≥ 65

Jahre) Patienten und ist bei allen Schweregraden der Hypertonie wirksam.

Losartan

Losartan ist ein synthetisch hergestellter oraler Angiotensin-II-Rezeptor(Typ AT

1

)-Antagonist.

Angiotensin II, ein potenter Vasokonstriktor, ist das primär aktive Hormon des Renin-

Angiotensin-Systems und eine wichtige Determinante der Pathophysiologie der Hypertonie.

Angiotensin II bindet an den AT

1

-Rezeptor, der in vielen Geweben zu finden ist (z. B. glatte

Gefäßmuskulatur, Nebenniere, Nieren, Herz), und ruft einige wichtige biologische Wirkungen

hervor, einschließlich Vasokonstriktion und Freisetzung von Aldosteron. Angiotensin II

stimuliert auch die Proliferation glatter Muskelzellen.

Losartan blockiert selektiv den AT

1

-Rezeptor. In vitro und in vivo hemmen Losartan und sein

pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit E 3174 alle physiologisch relevanten

Wirkungen von Angiotensin II, unabhängig von dessen Herkunft oder vom Weg seiner

Entstehung.

Eine agonistische Wirkung besitzt Losartan nicht, auch erfolgt keine Blockierung anderer

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bei der kardiovaskulären Regulation von Bedeutung

sind.

Losartan hemmt auch nicht ACE (= Kininase II), das Enzym, welches Bradykinin abbaut. Somit

kommt es nicht zu einer Verstärkung bradykininvermittelter unerwünschter Wirkungen.

Während der Gabe von Losartan führt der Wegfall der negativen Rückkopplung von

Angiotensin II auf die Reninbildung zum Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität (PRA). Ein Anstieg

der PRA führt zum Anstieg von Angiotensin II im Plasma. Trotz dieser Anstiege bleiben die

antihypertensive Wirkung und die Suppression der Plasma-Aldosteron-Konzentration erhalten,

was auf eine effektive Angiotensin-II-Rezeptor-Blockade hinweist. Nach Absetzen von Losartan

sanken die PRA- und Angiotensin-II-Werte binnen drei Tagen auf die Ausgangswerte.

Sowohl Losartan als auch sein aktiver Hauptmetabolit haben eine weit größere Affinität für den

AT

1

-Rezeptor als für den AT

2

-Rezeptor. Der aktive Metabolit ist 10-40fach wirksamer auf

Gewichtsbasis als Losartan.

In einer Studie, deren Design daraufhin abzielte, die Inzidenz von Husten bei Patienten unter

Losartan mit der bei Patienten unter ACE-Hemmern zu vergleichen, wurde eine ähnliche

Inzidenz von Husten bei Patienten unter Losartan oder Hydrochlorothiazid berichtet, die

signifikant geringer war als die bei Patienten unter einem ACE-Hemmer. Insgesamt war

darüber hinaus die Inzidenz von Spontanberichten über Husten in einer Meta-Analyse von 16

doppelblinden klinischen Studien mit 4131 Patienten bei den Patienten unter Losartan (3,1 %)

ähnlich wie bei den Patienten unter Plazebo (2,6 %) oder unter Hydrochlorothiazid (4,1 %),

wohingegen die Inzidenz unter ACE-Hemmern 8,8 % betrug.

Bei nicht-diabetischen Bluthochdruck-Patienten mit Proteinurie reduzierte die Gabe von

Losartan-Kalium signifikant die Proteinurie und die fraktionelle Ausscheidung von Albumin

und IgG.

Unter Losartan bleibt die glomeruläre Filtrationsrate erhalten und die Filtrationsfraktion

reduziert. Losartan erniedrigt die Serum-Harnsäure (gewöhnlich < 0,4 mg/dl) anhaltend auch

unter Dauertherapie.

Losartan hat keine Wirkung auf die autonomen Reflexe und keinen anhaltenden Effekt auf

Noradrenalin im Plasma.

Bei Patienten mit linksventrikulärer Herzinsuffizienz führten 25 mg und 50 mg Losartan zu

positiven hämodynamischen und neurohormonalen Effekten. Diese zeichnen sich durch eine

Erhöhung des Herzindex und einer Erniedrigung des pulmonalen arteriellen Verschlussdrucks,

systemischen Gefäßwiderstands, mittleren systemischen arteriellen Drucks und Herzfrequenz

sowie einer Erniedrigung der Aldosteron- bzw. Noradrenalinspiegel im Blutkreislauf aus.

Das Auftreten eines Blutdruckabfalls war bei diesen herzinsuffizienten Patienten

dosisabhängig.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien reduzierte die einmal tägliche Gabe von Losartan bei

Patienten mit leichter bis mittelschwerer essenzieller Hypertonie statistisch signifikant den

systolischen und diastolischen Blutdruck. Messungen der Blutdruckwerte 24 Stunden nach der

Einnahme im Vergleich zu 5-6 Stunden nach der Einnahme zeigten eine Blutdrucksenkung über

24 Stunden; der zirkadiane Rhythmus blieb erhalten. Die Blutdrucksenkung am Ende des

Dosierungsintervalls betrug etwa 70-80 % des Effekts, der 5-6 Stunden nach der Gabe zu sehen

war.

Absetzen von Losartan führte bei Hypertonikern nicht zu einem abrupten Blutdruckanstieg

(Rebound). Trotz der deutlichen Blutdrucksenkung zeigte Losartan keine klinisch signifikanten

Auswirkungen auf die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern ebenso wirksam wie bei Frauen, bei jüngeren Hypertonikern (unter

65 Jahren) ebenso wie bei älteren.

LIFE-Studie

Die Losartan-Interventionsstudie zur Endpunktreduktion bei Hypertonie (Losartan Intervention

For Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine randomisierte, dreifach-verblindete

und aktiv-kontrollierte Studie mit 9193 Hypertonikern zwischen 55 und 80 Jahren mit EKG-

dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie.

Die Patienten erhielten zu Beginn randomisiert entweder Losartan 50 mg oder Atenolol 50 mg

einmal täglich. Wenn der Zielblutdruck (< 140/90 mmHg) nicht erreicht wurde, wurde zunächst

Hydrochlorothiazid (12,5 mg) zugegeben und dann gegebenenfalls die Losartan- oder Atenolol-

Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht. Falls notwendig, wurden andere Antihypertonika

(nicht jedoch ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Beta-

Rezeptorenblocker) in beiden Gruppen zusätzlich gegeben, um das Ziel einer vergleichbaren

Erniedrigung des Blutdrucks in beiden Gruppen zu erreichen.

Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität

gemessen als Reduktion der kombinierten Inzidenz von kardiovaskulärem Tod, Schlaganfall und

Myokardinfarkt. In beiden Behandlungsgruppen kam es zu einer signifikanten, vergleichbaren

Erniedrigung des Blutdrucks. Die Behandlung mit Losartan führte im Vergleich zu Atenolol zu

einer Risikoreduktion um 13,0 % (p = 0,021, 95 % Konfidenzintervall 0,77-0,98) in Bezug auf

den primären zusammengesetzten Endpunkt. Dies war hauptsächlich auf die Senkung der

Schlaganfallsrate zurückzuführen. Die Behandlung mit Losartan senkte das relative Risiko für

einen Schlaganfall um 25 % (p = 0,001, 95 % Konfidenzintervall 0,63-0,89) im Vergleich zu

Atenolol. Die Rate der Inzidenz kardiovaskulärer Todesfälle und Myokardinfarkte unterschied

sich nicht signifikant zwischen den Behandlungsgruppen.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiuretikum. Der Mechanismus der antihypertensiven Wirkung

der Thiaziddiuretika ist nicht vollständig bekannt. Thiazide beeinflussen die

Elektrolytrückresorption im renalen Tubulus und erhöhen direkt die Ausscheidung von Natrium

und Chlorid in ungefähr gleichen Äquivalentmengen. Die diuretische Wirkung von

Hydrochlorothiazid reduziert das Plasmavolumen, erhöht die Plasmareninaktivität und die

Aldosteronsekretion gefolgt von einer erhöhten Kalium- und Bikarbonatausscheidung über den

Urin und einer Abnahme des Serumkaliumspiegels. Die Verbindung der Renin-Aldosteron-

Achse erfolgt über Angiotensin II, daher führt die Koadministration eines Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten und einem Thiazid tendenziell zu einer Umkehr des Thiaziddiuretika-

assoziierten Kaliumverlusts.

Nach oraler Gabe tritt die Diurese innerhalb von 2 Stunden ein, mit maximaler diuretischer

Wirkung nach 4 Stunden. Die Wirkdauer beträgt 6-12 Stunden und die antihypertensive

Wirkung hält bis zu 24 Stunden an.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Losartan

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut resorbiert und unterliegt einem First-pass-

Metabolismus. Es werden ein aktiver Karboxylsäure-Metabolit und weitere inaktive

Metaboliten gebildet. Die systemische Bioverfügbarkeit von Losartan-Filmtabletten beträgt ca.

33 %. Mittlere maximale Plasmakonzentrationen von Losartan werden in einer Stunde, des

aktiven Metaboliten in 3-4 Stunden erreicht. Bei gleichzeitiger Verabreichung des Arzneimittels

mit einer standardisierten Mahlzeit wurde kein signifikanter klinischer Effekt auf das

Plasmakonzentrationsprofil von Losartan beobachtet.

Verteilung

Losartan

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu ≥ 99 % eiweißgebunden, primär an Albumin. Das

Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter. Studien bei Ratten zeigen, dass Losartan die

Blut-Hirn-Schranke kaum - wenn überhaupt - passiert.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig, passiert aber nicht die Blut-Hirn-Schranke und geht in

die Muttermilch über.

Biotransformation

Losartan

Etwa 14 % von intravenös oder oral gegebenem Losartan werden zu dem aktiven Metaboliten

umgewandelt. Die Untersuchungen mit

14

C-markiertem Losartan zeigten nach oraler und intravenöser

Gabe, dass die Radioaktivität im Plasma vorwiegend Losartan und seinem aktiven Metaboliten

zuzuschreiben ist. Bei etwa 1 % der Probanden war eine geringe Konversion von Losartan in den

aktiven Metaboliten festzustellen.

Zusätzlich zum aktiven Metaboliten werden inaktive Metaboliten gebildet, einschließlich zweier

Hauptmetaboliten, die durch Hydroxylierung der Butylseitenkette gebildet werden und einem

Nebenmetaboliten, einem N-2-Tetrazol-Glucuronid.

Ausscheidung

Losartan

Die Plasma-Clearance von Losartan bzw. seines aktiven Metaboliten beträgt etwa 600 ml/min

bzw. 50 ml/min. Die Werte für die renale Clearance liegen bei etwa 74 ml/min (Losartan) und

26 ml/min (aktiver Metabolit). Nach oraler Einnahme werden etwa 4 % der Dosis unverändert

mit dem Urin ausgeschieden, etwa 6 % der Dosis erscheinen im Urin als aktiver Metabolit. Bis

zu oralen Dosen von 200 mg Losartan-Kalium ist die Pharmakokinetik von Losartan und seines

aktiven Metaboliten linear.

Nach oraler Einnahme verlaufen die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines aktiven

Metaboliten polyexponentiell mit einer terminalen Halbwertszeit von ca. 2 Stunden bzw. 6-9

Stunden.

Bei einer Dosierung mit 100 mg einmal täglich akkumulieren weder Losartan noch sein aktiver

Metabolit signifikant im Plasma.

Die Ausscheidung von Losartan und seinen Metaboliten erfolgt biliär und renal. Nach oraler Gabe

von

14

C-markiertem Losartan werden beim Menschen etwa 35 % der Radioaktivität im Urin und 58 %

in den Faeces gefunden.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert, sondern schnell über die Niere ausgeschieden. Bei

der Messung des Plasmaspiegels über mindestens 24 Stunden wurde beobachtet, dass die

Plasmahalbwertszeit zwischen 5,6 und 14,8 Stunden schwankt. Mindestens 61 % der oralen

Dosis wird unverändert innerhalb 24 Stunden ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Losartan/Hydrochlorothiazid

Bei älteren Hypertonikern waren die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines aktiven

Metaboliten sowie die Resorption von Hydrochlorothiazid nicht signifikant unterschiedlich zu

jenen, die bei jungen Hypertonikern beobachtet wurden.

Losartan

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger alkoholinduzierter Leberzirrhose waren die

Plasmaspiegel von Losartan und seines aktiven Metaboliten nach oraler Gabe 5fach bzw.

1,7fach höher als bei jungen männlichen Probanden.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Studien, einschließlich konventioneller Studien zur allgemeinen

Pharmakologie, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen. Das toxische Potential einer Kombination von Losartan/

HCT nach oraler Gabe wurde in Studien zur chronischen Toxizität mit bis zu 6-monatiger

Dauer mit Ratten und Hunden bewertet. Die in diesen Studien mit der Kombination

beobachteten Veränderungen wurden hauptsächlich durch den Bestandteil Losartan bewirkt.

Die Verabreichung der Losartan/HCT-Kombination führte zu einer Abnahme der roten

Blutzellparameter (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit), einem Anstieg des Harnstoff-

Stickstoffs im Serum, einer Abnahme im Herzgewicht (ohne histologisches Korrelat) und

gastrointestinalen Veränderungen (Schleimhautläsionen, Ulzera, Erosionen, Hämorrhagien).

Kein Hinweis auf Teratogenität ergab sich bei Ratten oder Kaninchen bei Gabe von

Losartan/HCT. Bei Ratten wurde fetale Toxizität, erkennbar an einem leichten Anstieg

überzähliger Rippen in der F

1

-Generation, beobachtet, wenn weibliche Tiere vor und während

der Gestation therapiert wurden. Wie auch in Studien mit Losartan allein festgestellt, kam es zu

unerwünschten Wirkungen an Feten und Neonaten, wie renaler Toxizität oder Tod der Feten,

wenn trächtigen Ratten während der späten Gestation und/oder Laktation Losartan/HCT

verabreicht wurde.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Maisstärke

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

pflanzlich].

Filmüberzug:

Hyprolose

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Chinolingelb, Aluminiumsalz (E 104)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172)

Eisen(II,III)-oxid (E 172).

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackungen (Aluminiumblister mit Aluminiumfolie)

28 Filmtabletten

56 Filmtabletten

98 Filmtabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

AbZ-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Losartan comp.-CT 50 mg/12,5 mg Filmtabletten

67540.00.00

Losartan comp.-CT 100 mg/25 mg Filmtabletten

67541.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/ VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 04. März 2008

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. Juli 2013

10.

STAND DER INFORMATION

August 2013

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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