Losartan acis 25 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
acis Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
70903.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION:INFORMATIONFÜRDENANWENDER

Losartanacis®25mgFilmtabletten

Losartan-Kalium

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Arzneimittelsbeginnen.

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritteweiter.Eskann

anderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenBeschwerdenhabenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungen

bemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,informierenSiebitteIhrenArzt

oderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistLosartanacis25mgundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonLosartanacis25mgbeachten?

3.WieistLosartanacis25mgeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistLosartanacis25mgaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1.WASISTLOSARTANACIS25MGUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

LosartangehörtzueinerKlassevonArzneimitteln,diealsAngiotensin-II-Rezeptor-Antagonistenbezeichnet

werden.DieSubstanzAngiotensin-IIwirdinIhremKörpergebildetundbindetanRezeptoreninden

Blutgefäßenundlässtdieseengerwerden.DadurchsteigtderBlutdruck.LosartanblockiertdieBindungvon

Angiotensin-IIandieseRezeptoren,sodassdieBlutgefäßeentspanntwerdenundIhrBlutdrucksinkt.

LosartanverlangsamtdieVerschlechterungderNierenfunktionbeiPatientenmithohemBlutdruckund

Typ-2-Diabetes.

Losartanacis25mgwirdangewendet

zurBehandlungvonPatientenmitBluthochdruck(Hypertonie),d.h.vonErwachsenensowieKindern

undJugendlichenimAltervon6bis18Jahren.

zumSchutzderNierenbeiPatientenmitBluthochdruckundZuckerkrankheit(Typ-2-Diabetesmellitus)

unddurchLaboruntersuchungennachgewiesenerbeeinträchtigerNierenfunktionmiteiner

Eiweißausscheidung≥0,5g/TagimUrin(beidieserErkrankungenthältderUrineinekrankhafthohe

Eiweißmenge)

zurBehandlungvonPatientenmitHerzleistungsschwäche–wennIhremArztdieBehandlungmiteinem

ACE-Hemmer(Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer,einblutdrucksenkendesArzneimittel)nicht

geeigneterscheint.WennIhreHerzleistungsschwächemiteinemACE-Hemmerstabileingestelltist,

solltenSienichtaufLosartanumgestelltwerden.

zurBehandlungvonPatientenmitBluthochdruckundWandverdickungderlinkenHerzkammer.

Losartanacis25mgvermindertdasRisikoeinesSchlaganfalls(sog."LIFE"-Indikation).

2.WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONLOSARTANACIS25MGBEACHTEN?

Losartanacis25mgdarfnichteingenommenwerden

-wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenLosartanodereinendersonstigenBestandteilesind.

-wennIhreLeberfunktiondeutlicheingeschränktist

-nachdem3.Schwangerschaftsmonat,(SiesolltenLosartanacis25mgauchinderfrühenPhaseder

Schwangerschaftnichteinnehmen-sieheAbschnittSchwangerschaftundStillzeit).

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLosartanacis25mgisterforderlich

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwangerwerdenkönnten).Die

EinnahmevonLosartanacis25mginderfrühenPhasederSchwangerschaftwirdnichtempfohlen,und

Losartanacis25mgdarfnichtmehrnachdemdrittenSchwangerschaftsmonateingenommenwerden,da

dieEinnahmevonLosartanacis25mgindiesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhresungeborenen

Kindesführenkann(sieheAbschnittSchwangerschaftundStillzeit).

HaltenSievorEinnahmevonLosartanacis25mgRücksprachemitIhremArzt

-wennSiebereitseinmaleinAngioödemhatten(ÜberempfindlichkeitsreaktionmitSchwellungenvon

Gesicht,Lippen,Rachenund/oderZunge),(sieheauchAbschnitt4.WelcheNebenwirkungensind

möglich?)

-wennSieunterstarkemErbrechenoderDurchfallmiteinemgroßenFlüssigkeits-und/oderSalzverlust

IhresKörpersleiden

-wennSieDiuretika(ArzneimittelzurEntwässerung,welchedieUrinausscheidungüberdieNieren

erhöhen)einnehmenodereinesalzarmeDiäteinhalten,wodurcheszueinemstarkenFlüssigkeits-und

SalzverlustIhresKörperskommenkann(sieheAbschnitt3.DosierungbeispeziellenPatientengruppen)

-wennbeiIhnenbekanntist,dassSieaneinerVerengungoderBlockadederzudenNierenführenden

Blutgefäße(Nierenarterienstenose)leidenodervorkurzemeineNierentransplantationhatten

-wennSieaneinerLeberfunktionsstörungleiden(sieheAbschnitte2."Losartanacis25mgdarfnicht

eingenommenwerden"und3."DosierungbeispeziellenPatientengruppen")

-wennSieanHerzleistungsschwächemitoderohneBeeinträchtigungderNierenfunktionodergleichzeitig

anschwerenlebensbedrohlichenHerzrhythmusstörungenleiden.BesondereVorsichtistnotwendig,

wennSiegleichzeitigmiteinemBeta-Blockerbehandeltwerden

-wennSieaneinerErkrankungderHerzklappenoderdesHerzmuskelsleiden

-wennSieeineErkrankungderHerzkranzgefäße(verursachtdurchMangeldurchblutungderBlutgefäße

desHerzens)oderderBlutgefäßedesGehirns(verursachtdurchMangeldurchblutungdesGehirns)

leiden

-wennSieanprimäremHyperaldosteronismusleiden(Erkrankung,diemiteinererhöhtenAbgabedes

HormonsAldosteronausderNebenniereeinhergeht,verursachtdurcheineAnomaliederNebenniere).

BeiEinnahmevonLosartanacis25mgmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmen/anwendenbzw.

vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessichumnichtverschreibungspflichtige

Arzneimittel,pflanzlicheArzneimitteloderNaturproduktehandelt.

SeienSiebesondersvorsichtig,wennSiezusätzlichzurBehandlungmitLosartanacis25mgeinesder

folgendenArzneimittelanwenden:

-andereArzneimittelzurBehandlungdesBluthochdrucks,dasiedenBlutdruckzusätzlichsenkenkönnen.

DerBlutdruckkannauchdurcheinederfolgendenArzneimittel/Arzneimittelklassengesenktwerden:

trizyklischeAntidepressiva,Antipsychotika,Baclofen,Amifostin.

-Arzneimittel,dieKaliumimKörperzurückhaltenoderdenKaliumspiegelimBluterhöhen(z.B.

Kaliumergänzungsmittel,kaliumhaltigeSalzersatzmitteloderkaliumsparendeArzneimittelwiebestimmte

Diuretika[ArzneimittelzurEntwässerung;Amilorid,Spironolacton,Triamteren]oderHeparin).

-nicht-steroidaleAntirheumatikawieIndometacin,einschließlichCOX-2-Hemmer(Arzneimittelgegen

EntzündungenundgegenSchmerzen),dasiedieblutdrucksenkendeWirkungvonLosartanvermindern

können.

BeieingeschränkterNierenfunktionkannsichbeigleichzeitigerEinnahmedieserArzneimitteldie

Nierenfunktionweiterverschlechtern.

LithiumhaltigeArzneimittelsolltenohneengeärztlicheÜberwachungnichtinKombinationmitLosartan

eingenommenwerden.BesondereVorsichtsmaßnahmen(z.B.Blutuntersuchungen)könnenangebracht

sein.

BeiEinnahmevonLosartanacis25mgzusammenmitNahrungsmittelnundGetränken

Losartanacis25mgkannmitoderohneNahrungeingenommenwerden.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwangerwerdenkönnten).Inder

RegelwirdIhrArztIhnenempfehlen,Losartanacis25mgvoreinerSchwangerschaftbzw.sobaldSie

wissen,dassSieschwangersind,abzusetzen,underwirdIhneneinanderesArzneimittelempfehlen.Die

AnwendungvonLosartanacis25mginderfrühenSchwangerschaftwirdnichtempfohlenundLosartanacis

25mgdarfnichtmehrnachdemdrittenSchwangerschaftsmonateingenommenwerden,dadieEinnahme

vonLosartanacis25mgindiesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhresungeborenenKindesführen

kann.

Stillzeit

TeilensieIhremArztmit,wennSiestillenodermitdemStillenbeginnenwollen.Losartanacis25mgwird

nichtzurAnwendungbeistillendenMütternempfohlen;IhrArztkanneineandereBehandlungfürSie

wählen,wennSiestillenwollen,vorallem,solangeIhrKindimNeugeborenenalteristoderwenneseine

Frühgeburtwar.

AnwendungbeiKindernundJugendlichen

LosartanwurdebeiKindernuntersucht.WennSieweitereFragendazuhaben,sprechenSiemitIhremArzt.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EswurdenkeineStudienzurVerkehrstüchtigkeitundderFähigkeitzumBedienenvonMaschinen

durchgeführt.Esistunwahrscheinlich,dassLosartanacis25mgdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeit

zumBedienenvonMaschinenbeeinflusst.AllerdingskannLosartan,wieandereblutdrucksenkende

Arzneimittel,SchwindeloderMüdigkeitbeieinigenPersonenverursachen.SolltenbeiIhnenSchwindeloder

Müdigkeitauftreten,fragenSieIhrenArztumRat,bevorSiesolchenTätigkeitennachgehen.

3.WIEISTLOSARTANACIS25MGEINZUNEHMEN?

NehmenSieLosartanacis25mgimmergenaunachAnweisungIhresArztesein.IhrArztwirddiefürSie

geeigneteDosisbestimmen;sieistabhängigvonIhrerErkrankungunddavon,obSienochandere

Arzneimitteleinnehmen.Esistwichtig,dassSieLosartanacis25mgsolangeeinnehmen,wieIhrArztes

Ihnenverordnethat.DiesführtzueinerreibungslosenKontrolleIhresBlutdrucks.

ErwachsenePatientenmitBluthochdruck

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit50mgLosartan(2FilmtablettenLosartanacis25mg)einmal

täglich.DiemaximaleblutdrucksenkendeWirkungwirdetwa3-6WochennachBehandlungsbeginnerreicht.

BeieinigenPatientenkanndieDosisauf100mgLosartaneinmaltäglicherhöhtwerden.

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvonLosartanzustark

oderzuschwachist.

AnwendungbeiKindernundJugendlichen(6bis18Jahre)

DieempfohleneAnfangsdosisbeiPatientenzwischen20und50kgbeträgt0,7mgLosartan

kg/Körpergewichteinmaltäglichangewendet(biszu25mgLosartan);beiunzureichenderKontrolledes

BlutdruckskannderArztdieDosiserhöhen.

ErwachsenePatientenmitBluthochdruckundZuckerkrankheit(Typ-2-Diabetesmellitus)

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit50mgLosartan(2FilmtablettenLosartanacis25mg)einmal

täglich.DieDosiskannspäterauf100mgLosartaneinmaltäglicherhöhtwerden,inAbhängigkeitvom

AnsprechenIhresBlutdrucks.

LosartanTablettenkönnensowohlzusammenmitanderenblutdrucksenkendenArzneimitteln(z.B.

Diuretika,Kalziumantagonisten,Alpha-oderBetarezeptorenblockernsowiezentralwirksamen

Antihypertonika)alsauchmitInsulinundanderenhäufigverwendetenArzneimittelnzurSenkungdes

Blutzuckers(z.B.Sulfonylharnstoffen,GlitazonenundGlucosidasehemmern)eingenommenwerden.

ErwachsenePatientenmitHerzleistungsschwäche

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit12,5mgLosartaneinmaltäglich.ImAllgemeinensolltedieDosis

schrittweisewöchentlicherhöhtwerden(d.h.12,5mgLosartantäglichwährenddererstenWoche,25mg

täglichwährendder2.Woche,50mgtäglichwährendder3.Woche)biszurüblichenErhaltungsdosisvon

50mgLosartantäglich(entsprechend2FilmtabletteLosartanacis25g),abhängigvonIhrerErkrankung.

BeiderBehandlungderHerzschwächewirdLosartanüblicherweisemiteinemDiuretikum(Arzneimittelzur

EntwässerungüberdieNieren,welchedieUrinmengeerhöhen)und/oderDigitalis(ArzneimittelzurStärkung

desHerzens)und/odereinemBetablockerkombiniert.

DosierungbeispeziellenPatientengruppen

DerArztkannzueinerniedrigerenDosisraten,insbesonderezuBehandlungsbeginnbeiPatientenunter

hohenDosenharntreibenderArzneimittel,beiPatientenmitLeberfunktionsstörungenoderbeiPatienten

über75Jahren.DieAnwendungvonLosartanbeiPatientenmitschwererEinschränkungderLeberfunktion

wirdnichtempfohlen(sieheAbschnitt"Losartanacis25mgdarfnichteingenommenwerden").

Einnahme

DieTablettensolltenmiteinemGlasWassergeschlucktwerden.

VersuchenSie,Losartanacis25mgtäglichzurgleichenZeiteinzunehmen.Esistwichtig,dassSie

Losartanacis25mgsolangeeinnehmen,bisIhrArztIhnenandereAnweisungengibt.

WennSieeinegrößereMengevonLosartanacis25mgeingenommenhaben,alsSiesollten

WennSieversehentlichzuvieleTabletteneingenommenhaben,verständigenSiesofortIhrenArzt.

SymptomeeinerÜberdosierungsindniedrigerBlutdruckund/odereinzuschneller,abermöglicherweise

auchzulangsamerHerzschlag.

WennSiedieEinnahmevonLosartanacis25mgvergessenhaben

WennSieversehentlichdieEinnahmeIhrertäglichenDosisvergessenhaben,nehmenSiebittedienächste

Dosiswieverordnet.NehmenSiekeinedoppelteDosisein,umdievergesseneTablettenachzuholen.

WennSieweitereFragenzurEinnahmediesesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoderApotheker.

4.WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannLosartanacis25mgNebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedemauftreten

müssen.

FallsfolgendeBeschwerdenauftreten,nehmenSieLosartannichtmehreinundinformierenSiesofortIhren

ArztoderbegebensichindieNotaufnahmedesnächstgelegenenKrankenhauses:

EineschwerwiegendeallergischeReaktion(Hautausschlag,Juckreiz,SchwellungvonGesicht,Lippen,

MundoderRachen,dieSchluck-oderAtembeschwerdenverursachenkann).

Diesisteineschwerwiegende,aberselteneNebenwirkung,diemehralseinenvon10.000,aberwenigerals

einenvon1.000Patientenbetrifft.SiebenötigenmöglicherweisenotärztlicheVersorgungodermüssenin

einKrankenhauseingewiesenwerden.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig:trittbeimehrals1von10Behandeltenauf

Häufig: trittbei1von100bis1von10Behandeltenauf

Gelegentlich:trittbei1von1.000bis1von100Behandeltenauf

Selten: trittbei1von10.000bis1von1.000Behandeltenauf

Sehrselten: trittbeiwenigerals1von10.000Behandeltenauf

Häufigkeitnichtbekannt:aufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar

ÜberfolgendeNebenwirkungenwurdebeiLosartanacis25mgberichtet:

Häufig:

Schwindel

niedrigerBlutdruck

Schwächegefühl

Müdigkeit

zuniedrigerBlutzucker(Hypoglykämie)

zuvielKaliumimBlut(Hyperkaliämie)

Gelegentlich:

Schläfrigkeit

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

Herzklopfenoder-rasen(Palpitationen)

starkeSchmerzenimBrustkorb/Herzengegefühl(Anginapectoris)

niedrigerBlutdruck(besondersnachstarkemFlüssigkeitsverlust,z.B.beiPatientenmitschwerer

HerzleistungsschwächeoderunterBehandlungmithochdosiertenEntwässerungstabletten)

dosisabhängigeorthostatischeWirkungenwieBlutdruckabfallbzw.KreislaufstörungenbeimWechsel

vomLiegenoderSitzenzumStehen

Kurzatmigkeit(Dyspnoe)

Bauchschmerzen

Verstopfung

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Nesselsucht(Urtikaria)

Juckreiz(Pruritus)

Hautausschlag

aufbestimmteKörperregionenbegrenzteSchwellungen(Ödeme)

Selten:

Gefäßentzündungen(VaskulitiseinschließlichPurpuraSchoenlein-Henoch)

TaubheitsgefühloderKribbeln(Parästhesien)

Ohnmacht(Synkope)

HerzrasenundHerzrhythmusstörungen(z.B.Vorhofflimmern)

Schlaganfall

Leberentzündung(Hepatitis)

erhöhteAlaninaminotransferasen(ALT;LabortestzurUntersuchungderLeberfunktion)imBlut,nach

BeendigungderBehandlungüblicherweiserückläufig

Häufigkeitnichtbekannt:

-VerminderungderAnzahlderrotenBlutzellen(Anämie)

-VerminderungderAnzahlderBlutplättchen(Thrombozytopenie)

-Migräne

-Husten

-Leberfunktionsstörungen

-Muskel-undGelenkschmerzen

-BeeinträchtigungenderNierenfunktion(könnennachBeendigungderBehandlungrückläufigsein)

einschließlichNierenversagen

-grippeähnlicheSymptome

-AnstiegvonBlutharnstoff

-AnstiegvonSerum-KreatininundSerum-KaliumbeiPatientenmitHerzleistungsschwäche.

-RückenschmerzenundHarnwegsinfektionen

-ErhöhteLichtempfindlichkeitderHaut,ggf.mitRötungennachSonneneinstrahlung

-UnerklärlicheMuskelschmerzenmitdunklem(teefarbenem)Urin(Rhabdomyolyse)

-Impotenz

-EntzündungderBauchspeicheldrüse(Pankreatitis)

-NiedrigeBlutnatriumspiegel(Hyponatriämie)

-Depression

-AllgemeinesUnwohlsein

-Klingeln,Summen,DröhnenoderKlickenindenOhren(Tinnitus)

DieNebenwirkungenbeiKindernähnelndenbeiErwachsenenbeschriebenen.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblich

beeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegeben

sind.

5.WIEISTLOSARTANACIS25MGAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfenLosartanacis25mgnachdemaufdemUmkartonunddemBlisternach"Verwendbarbis"

angegebenenVerfalldatumnichtmehranwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletztenTagdes

Monats.

Losartanacis25mginderOriginalverpackungaufbewahren.

ÖffnenSiedieBlisterpackungerst,wennSiedasArzneimitteleinnehmenwollen.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSieIhrenApotheker,

wiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.DieseMaßnahmehilftdieUmwelt

zuschützen.

6.WEITEREINFORMATIONEN

WasLosartanacis25mgenthält

DerWirkstoffistLosartan-Kalium.

JedeLosartanacis25mgFilmtabletteenthält25mgLosartan-Kalium.

DiesonstigenBestandteilesind:

MikrokristallineCellulose(E460),hochdispersesSiliziumdioxid,Natriumstearylfumarat(Ph.Eur.),

Croscarmellose-Natrium,Hypromellose(E464),Macrogolstearat40,Titandioxid(E171)

Losartanacis25mgenthält2,12mg(0,054mEq)Kalium.

WieLosartanacis25mgaussiehtundInhaltderPackung

Losartanacis25mgstehenalsweiße,längliche,biconvexeFilmtablettenmit25mgLosartan-Kaliumohne

BruchrillezurVerfügung.

Losartanacis25mgFilmtablettensindinfolgendenPackungenerhältlich:

PVC/PE/PVDCBlisterpackungenmitAluminiumfoliebeschichtetmit28,56oder98Filmtabletten.

EswerdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

PharmazeutischerUnternehmer

acisArzneimittelGmbH

Lil-Dagover-Ring7

82031Grünwald

Telefon:089/44232460

Telefax:089/442324666

e-mail: info@acis.de

Hersteller

mibeGmbHArzneimittel

MünchenerStraße15

06796Brehna

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimMai2010.

Fachinformation

1.BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Losartanacis ® 12,5mgFilmtabletten

Losartanacis ® 25mgFilmtabletten

Losartanacis ® 50mgFilmtabletten

Losartanacis ® 100mgFilmtabletten

2.QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

JedeLosartanacis12,5mgTabletteenthält12,5mgLosartan(alsKaliumsalz).

JedeLosartanacis25mgTabletteenthält25mgLosartan(alsKaliumsalz).

JedeLosartanacis50mgTabletteenthält50mgLosartan(alsKaliumsalz).

JedeLosartanacis100mgTabletteenthält100mgLosartan(alsKaliumsalz).

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Losartanacis12,5mgFilmtabletten

Weiße,runde,biconvexeFilmtabletten.

Losartanacis25mgFilmtabletten

Weiße,längliche,biconvexeFilmtabletten.

Losartanacis50mgFilmtabletten

Weiße,ovale,biconvexeFilmtablettenmiteinseitigerBruchrille.DieTablettekanningleicheHälftengeteilt

werden.

Losartanacis100mgFilmtabletten

Weiße,längliche,biconvexeFilmtabletten.

4.KLINISCHEANGABEN

4.1.Anwendungsgebiete

BehandlungderessenziellenHypertoniebeiErwachsenensowiebeiKindernundJugendlichenimAlter

von6bis18Jahren.

BehandlungeinerNierenerkrankungbeierwachsenenPatientenmitHypertonieundTyp-2-Diabetes

mellitusmiteinerProteinurie≥0,5g/TagalsTeileinerantihypertensivenBehandlung.

BehandlungderchronischenHerzinsuffizienz(beiPatienten≥60Jahren),wenndieBehandlungmit

einem"Angiotensin-Converting-Enzyme"(ACE-Hemmer)wegenUnverträglichkeit,insbesondere

Husten,oderGegenanzeigealsnichtgeeigneterachtetwird.PatientenmitHerzinsuffizienz,diemit

einemACE-Hemmerstabileingestelltsind,solltennichtaufLosartanumgestelltwerden.DiePatienten

solleneineerniedrigtelinksventrikuläreEjektionsfraktion≤40%aufweisensowieunterbestehender

TherapiederchronischenHerzinsuffizienzklinischstabilsein.

ReduktiondesSchlaganfallrisikosbeierwachsenenhypertonenPatientenmitEKG-dokumentierter

linksventrikulärerHypertrophie(sieheAbschnitt5.1:LIFEStudie,ethnischeZugehörigkeit).

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4.2.Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

LosartanTablettensolltenmiteinemGlasWassereingenommenwerden.

LosartanaciskannunabhängigvondenMahlzeiteneingenommenwerden.

Hypertonie

DieüblicheAnfangs-undErhaltungsdosisbeträgtfürdiemeistenPatienten50mgeinmaltäglich.

DiemaximaleblutdrucksenkendeWirkungwirdetwa3-6WochennachTherapiebeginnerreicht.

EineErhöhungderDosisauf100mgeinmaltäglich(morgens)kannbeimanchenPatientenzueinem

besserenErfolgführen.

LosartankannzusammenmitanderenAntihypertonikainsbesondereDiuretika(z.B.Hydrochlorothiazid)

gegebenwerden.

HypertoniepatientenmitTyp-2-DiabetesmellitusmiteinerProteinurie≥0,5g/Tag

DieüblicheAnfangsdosisbeträgt50mgeinmaltäglich.DieDosiskann,abhängigvonderBlutdrucksenkung,

abeinemMonatnachBehandlungsbeginnauf100mgeinmaltäglicherhöhtwerden.Losartankannsowohl

zusammenmitanderenAntihypertonika(z.B.Diuretika,Kalziumantagonisten,Alpha-oder

BetarezeptorenblockernsowiezentralwirksamenAntihypertonika)alsauchmitInsulinundanderenhäufig

verwendetenAntidiabetika(z.B.Sulfonylharnstoffen,GlitazonenundGlucosidasehemmern)gegeben

werden.

Herzinsuffizienz

DieüblicheAnfangsdosisvonLosartanbeiPatientenmitHerzinsuffizienzbeträgt12,5mgeinmaltäglich.Im

AllgemeinensolltedieDosis,abhängigvonderindividuellenVerträglichkeit,imAbstandvonjeweilseiner

Woche(d.h.12,5mgtäglich,25mgtäglich,50mgtäglich)bisaufdieüblicheErhaltungsdosisvon50mg

einmaltäglicherhöhtwerden.

ReduktiondesSchlaganfallrisikosbeihypertonenPatientenmitEKG-dokumentierterlinksventrikulärer

Hypertrophie

DieüblicheAnfangsdosisvonLosartanbeträgt50mgeinmaltäglich.InAbhängigkeitvomAnsprechendes

BlutdruckssollteeineniedrigeDosisvonHydrochlorothiazidzusätzlichverabreichtund/oderdieDosisvon

Losartanauf100mgeinmaltäglicherhöhtwerden.

BesonderePatientengruppen

AnwendungbeiPatientenmitintravaskuläremFlüssigkeitsverlust:

BeiPatientenmitintravaskuläremFlüssigkeitsverlust(z.B.Patienten,diemitDiuretikainhohenDosen

behandeltwerden),sollteeineAnfangsdosisvon25mgeinmaltäglichinBetrachtgezogenwerden(siehe

Abschnitt4.4).

AnwendungbeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundPatientenmitHämodialyse:

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktionundPatientenmitHämodialyseistkeineÄnderungder

Anfangsdosierungerforderlich.

AnwendungbeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktion:

BeiPatientenmiteingeschränkterLeberfunktioninderVorgeschichtesollteeineniedrigereDosisinBetracht

gezogenwerden.EsgibtkeinetherapeutischeErfahrungbeiPatientenmitschwererEinschränkungder

Leberfunktion.DaheristLosartanbeiPatientenmitschwererEinschränkungderLeberfunktion

kontraindiziert(sieheAbschnitte4.3und4.4).

AnwendungbeipädiatrischenPatienten

HinsichtlichWirksamkeitundSicherheitvonLosartanzurBehandlungderHypertoniebeiKindernund

Jugendlichenzwischen6und18JahrenstehenbegrenztDatenzurVerfügung(sieheAbschnitt5.1).Bei

hypertonenKindernimAlterübereinemMonatsteheneingeschränktpharmakokinetischeDatenzur

Verfügung(sieheAbschnitt5.2).

FürPatienten,dieTablettenschluckenkönnen,beträgtdieempfohleneDosierung25mg/einmaltäglichbei

einemKörpergewichtzwischen20kgund50kg(InAusnahmefällenkanndieDosisbismaximal50mg

einmaltäglicherhöhtwerden).EineDosisanpassungsollteentsprechenddererreichtenBlutdrucksenkung

erfolgen.

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BeiPatientenüber50kgbeträgtdieüblicheDosis50mgeinmaltäglich.InAusnahmefällenkanndieDosis

aufmaximal100mgeinmaltäglichangehobenwerden.Dosierungenüber1,4mg/kg(oderüber100mg)

täglichwurdenbeipädiatrischenPatientennichtuntersucht.

DieAnwendungvonLosartanwirdbeiKindernunter6Jahrennichtempfohlen,dafürdiesePatientengruppe

begrenztDatenzurVerfügungstehen.

AufgrundfehlenderDatenwirdLosartanbeiKindernmiteinerglomerulärenFiltrationsrateunter

30ml/min/1,73m²nichtempfohlen(sieheauchAbschnitt4.4).

LosartanwirdauchnichtbeiKindernmiteingeschränkterLeberfunktionempfohlen(sieheauchAbschnitt

4.4).

AnwendungbeiälterenPatienten

ObwohlbeiPatientenüber75JahreneineniedrigereInitialdosisvon25mginErwägunggezogenwerden

sollte,isteineDosisanpassungbeiälterenPatientenimAllgemeinennichtnotwendig.

4.3.Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigenBestandteile(sieheAbschnitte4.4

und6.1).

ZweitesunddrittesSchwangerschaftstrimester(sieheAbschnitte4.4und4.6).

SchwereEinschränkungderLeberfunktion.

4.4.BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Überempfindlichkeit

Angioödem.PatientenmiteinemangioneurotischenÖdeminderVorgeschichte(SchwellungenvonGesicht,

Lippen,Rachenund/oderZunge)solltenengmaschigüberwachtwerden(sieheAbschnitt4.8).

HypotonieundStörungendesElektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts

EinesymptomatischeHypotonie,insbesonderenachdererstenEinnahmeodernachErhöhungderDosis,

kannbeiPatientenmitFlüssigkeitsverlustund/oderSalzverlustdurchforcierteDiureseoderhochdosierte

Diuretika-Therapie,salzarmeDiät,DurchfalloderErbrechenauftreten.DieseZuständesolltenvorderGabe

vonLosartanausgeglichenwerdenoderessollteeineniedrigereAnfangsdosisverwendetwerden(siehe

Abschnitt4.2).DiesgiltebensobeiKindernzwischen6und18Jahren.

StörungendesElektrolythaushalts

BeiPatientenmiteingeschränkterNierenfunktion,mitoderohneDiabetesmellitusliegthäufigein

Elektrolytungleichgewichtvor,dasbeachtetwerdensollte.IneinerklinischenStudie,diemitTyp-2-

DiabetikernmitNephropathiedurchgeführtwurde,tratbeidermitLosartanbehandeltenPatientengruppe

eineHyperkaliämiehäufigeraufalsinderPlazebogruppe(sieheAbschnitt4.8).DeshalbsolltendieSerum-

KaliumspiegelundKreatinin-Clearance-Werteengmaschigüberwachtwerden;besondersPatientenmit

HerzinsuffizienzundeinerKreatinin-Clearancezwischen30-50ml/minsolltenengmaschigüberwacht

werden.

DiegleichzeitigeAnwendungvonkaliumsparendenDiuretika,Kaliumergänzungsmittelnundkaliumhaltigem

SalzersatzmitLosartanwirdnichtempfohlen(sieheAbschnitt4.5).

Leberfunktionsstörungen

AufGrundlagevonpharmakokinetischenDaten,diezeigen,dasseszueinersignifikantenErhöhungder

PlasmakonzentrationvonLosartanbeiPatientenmitLeberzirrhosekommt,sollteeineniedrigereDosisbei

PatientenmiteingeschränkterLeberfunktioninderVorgeschichteinBetrachtgezogenwerden.Esgibtkeine

therapeutischeErfahrungmitLosartanbeiPatientenmitschwererLeberfunktionseinschränkung.Daherdarf

LosartanPatientenmitschwererLeberfunktionseinschränkungnichtgegebenwerden(sieheAbschnitte4.2,

4.3und5.2).

LosartanwirdbeiKindernmiteingeschränkterLeberfunktionnichtempfohlen(sieheAbschnitt4.2).

Nierenfunktionsstörungen

AufGrundderHemmungdesRenin-Angiotensin-SystemswurdeüberVeränderungenderNierenfunktion

einschließlichNierenversagenberichtet(vorallembeiPatienten,derenNierenfunktionabhängigvomRenin-

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Angiotensin-Aldosteron-Systemist,wiebeischwererHerzinsuffizienzodereinervorbestehenden

Nierenfunktionsstörung).WiebeianderenArzneimitteln,diedasRenin-Angiotensin-Aldosteron-System

beeinflussen,wurdebeiPatientenmitbilateralerNierenarterienstenoseodereinerArterienstenosebei

EinzelniereeinAnstiegvonBlut-HarnstoffundSerum-Kreatininbeobachtet;dieseVeränderungender

NierenfunktionkönnennachBeendigungderTherapiereversibelsein.LosartansolltebeiPatientenmit

bilateralerNierenarterienstenoseoderNierenarterienstenosebeiEinzelnieremitVorsichteingesetztwerden.

AnwendungbeipädiatrischenPatientenmitNierenfunktionsstörungen

AufgrundfehlenderDatenwirdLosartanbeiKindernmiteinerglomerulärenFiltrationsrateunter30

ml/min/1,73m²nichtempfohlen(sieheAbschnitt4.2).

DieNierenfunktionsolltewährendderBehandlungmitLosartanregelmäßigüberwachtwerden,dasiesich

verschlechternkann.Diesgiltbesondersdann,wennLosartanunteranderen,dieNierenfunktion

möglicherweisebeeinträchtigendenBedingungen(Fieber,Dehydrierung)gegebenwird.

DiegleichzeitigeAnwendungvonLosartanundACE-Hemmernbeeinträchtigtnachweislichdie

Nierenfunktion.DeshalbwirdeinegleichzeitigeAnwendungnichtempfohlen(sieheAbschnitt4.5).

Nierentransplantation

EsgibtkeineErfahrungenbeiPatientenmitkürzlicherfolgterNierentranplantation.

PrimärerHyperaldosteronismus

PatientenmitprimäremHyperaldosteronismussprechenimAllgemeinennichtaufAntihypertonikaan,die

übereineInhibitiondesRenin-Angiotensin-Systemswirken.DaherwirddieAnwendungvonLosartannicht

empfohlen.

KoronareHerzerkrankungundzerebrovaskuläreErkrankung

WiemitjederantihypertensivenTherapiekanneineübermäßigeBlutdrucksenkungbeiPatientenmit

ischämischerkardiovaskulärerundzerebrovaskulärerErkrankungeinenMyokardinfarktoderSchlaganfall

zurFolgehaben.

Herzinsuffizienz

BeiherzinsuffizientenPatienten,mitoderohneNierenfunktionsstörungbesteht,wiebeianderen

Arzneimitteln,diedasRenin-Angiotensin-Systembeeinflussen,dasRisikoeinesstarkenarteriellen

Blutdruckabfallsundeiner(oftakuten)BeeinträchtigungderNierenfunktion.

EsgibtkeineausreichendentherapeutischenErfahrungenmitLosartanbeiPatientenmitHerzinsuffizienz

undbegleitenderschwererNierenfunktionsstörung,beiPatientenmitschwererHerzinsuffizienz

(NYHAKlasseIV),sowiebeiPatientenmitHerzinsuffizienzundsymptomatischenoderlebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungen.DahersollteLosartanbeidiesenPatientengruppenmitVorsichteingesetztwerden.

DieKombinationvonLosartanmiteinemBetablockersolltemitVorsichtangewendetwerden(siehe

Abschnitt5.1).

Aorten-undMitralklappenstenose,obstruktivehypertropheKardiomyopathie

WiemitanderenVasodilatatorenistbeiPatientenmitAorten-oderMitralklappenstenoseoderobstruktiver

hypertropherKardiomyopathiebesondereVorsichtgeboten.

Schwangerschaft

EineBehandlungmitLosartansolltenichtwährendderSchwangerschaftbegonnenwerden.Bei

PatientinnenmitSchwangerschaftswunschsollteeineUmstellungaufeinealternativeblutdrucksenkende

BehandlungmitgeeignetemSicherheitsprofilfürSchwangereerfolgen,esseidenn,eineFortführungder

BehandlungmitLosartanistzwingenderforderlich.WirdeineSchwangerschaftfestgestellt,istdie

BehandlungmitLosartanunverzüglichzubeendenund,wennerforderlich,einealternativeTherapiezu

beginnen(sieheAbschnitt4.3und4.6).

SonstigeWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen

WiebeiACE-Hemmernbeobachtet,sindLosartanundandereAngiotensin-II-Rezeptor-Antagonistenbei

PatientenmitschwarzerHautfarbeoffensichtlichwenigerwirksaminderBlutdrucksenkungalsbeiPatienten

nicht-schwarzerHautfarbe.

MöglicherweiseliegtdasaneinerhöherenPrävalenzniedrigerRenin-SpiegelinderPopulationvon

HypertonikernmitschwarzerHautfarbe.

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4.5.WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DieblutdrucksenkendeWirkungvonLosartankanndurchandereAntihypertonikaverstärktwerden.Die

gleichzeitigeAnwendungmitanderenSubstanzen(wietrizyklischeAntidepressiva,Antipsychotika,Baclofen

undAmifostin),diemöglicherweiseeineHypotoniealsNebenwirkunginduzieren,kanndasRisikoeiner

Hypotonieerhöhen.

LosartanwirdüberwiegendüberCytochromP450(CYP)2C9zumaktivenCarboxylsäuremetaboliten

metabolisiert.IneinerklinischenStudiewurdeberichtet,dassFluconazol(einCYP2C9-Hemmer)die

PlasmakonzentrationdesaktivenMetabolitenumca.50%verringert.EinebegleitendeBehandlungvon

LosartanmitRifampicin(InduktormetabolischerEnzyme)führtezueinerReduktionderPlasmakonzentration

desaktivenMetabolitenum40%.DieklinischeBedeutungdiesesEffektsistnichtbekannt.Beieiner

begleitendenBehandlungmitFluvastatin(einschwacherCYP2C9-Hemmer)wurdekeineBeeinflussungder

Plasmakonzentrationfestgestellt.

WiebeianderenArzneimitteln,dieAngiotensin-IIoderseineWirkungenhemmen,kanndiegleichzeitige

GabevonArzneimitteln,dieKaliumsparen(z.B.kaliumsparendeDiuretika:Amilorid,Triamteren,

Spironolacton)oderanderenArzneimitteln,diedenSerum-Kalium-Spiegelerhöhenkönnen(z.B.Heparin),

vonKalium-oderkaliumhaltigenSalzergänzungsmitteln,zueinemAnstiegderSerum-Kalium-Konzentration

führen.EineKomedikationistnichtratsam.

BeigleichzeitigerGabevonLithiummitACE-HemmernwurdeüberreversibleAnstiegederSerum-Lithium

KonzentrationenundToxizitätberichtet.InsehrseltenenFällenwurdediesauchbeiAngiotensin-II-Rezeptor-

Antagonistenberichtet.DeshalbistdiegleichzeitigeGabevonLithiumundLosartanmitVorsicht

durchzuführen.FallsdieseKombinationnotwendigist,wirdeineÜberwachungdesSerum-Lithium-Spiegels

währenddergleichzeitigenAnwendungempfohlen.

WennAngiotensin-II-Rezeptor-AntagonistenundnichtsteroidaleAntirheumatika(NSAR;d.h.COX-2-

Hemmer,AcetylsalicylsäureinantiinflammatorischerDosierungundnicht-selektiveNSAR)gleichzeitig

angewendetwerden,kanndieantihypertensiveWirkungabgeschwächtwerden.Diegleichzeitige

AnwendungvonAngiotensin-II-Rezeptor-AntagonistenmitNSARkannbesondersbeiPatientenmit

bestehenderEinschränkungderNierenfunktionzueinemerhöhtemRisikoeinerweiterenVerschlechterung

derNierenfunktion,einschließlicheinesmöglichenakutenNierenversagensundeinesAnstiegsdesSerum-

Kaliumsführen.

DieseKombinationensolltenbesondersbeiälterenPatientenmitVorsichtangewendetwerden.Die

Patientensolltenausreichendhydriertsein,eineÜberwachungderNierenfunktionnachBeginnder

KombinationstherapiesowieinregelmäßigenZeitabständendanachsollteinErwägunggezogenwerden.

4.6.SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

DieAnwendungvonLosartanwirdimerstenSchwangerschaftstrimesternichtempfohlen(sieheAbschnitt

4.4).DieAnwendungvonLosartanimzweitenunddrittenSchwangerschaftstrimesteristkontraindiziert

(sieheAbschnitte4.3und4.4).

EsliegenkeineendgültigenepidemiologischenDatenhinsichtlicheinesteratogenenRisikosnach

AnwendungvonACE-HemmernwährenddeserstenSchwangerschaftstrimestersvor;eingeringfügig

erhöhtesRisikokannjedochnichtausgeschlossenwerden.Auchwennkeinekontrollierten

epidemiologischenDatenzumRisikovonAngiotensin-II-Rezeptor-Hemmern(AIIRAs)vorliegen,sobestehen

möglicherweisefürdieseArzneimittelklassevergleichbareRisiken.SoferneinFortsetzenderAIIRA-Therapie

nichtalsnotwendigerachtetwird,solltenPatientinnen,dieplanen,schwangerzuwerden,aufeine

alternativeantihypertensiveTherapiemitgeeignetemSicherheitsprofilfürSchwangereumgestelltwerden.

WirdeineSchwangerschaftfestgestellt,isteineBehandlungmitAIIRAsunverzüglichzubeendenund,wenn

erforderlich,einealternativeTherapiezubeginnen.

Esistbekannt,dasseineTherapiemitAIIRAswährenddeszweitenunddrittenSchwangerschaftstrimesters

fetotoxischeEffekte(verminderteNierenfunktion,Oligohydramnion,verzögerteSchädelossifikation)und

neonatal-toxischeEffekte(Nierenversagen,Hypotonie,Hyperkaliämie)hat(sieheauchAbschnitt5.3).

ImFalleeinerExpositionmitLosartanabdemzweitenSchwangerschaftstrimesterwerden

UltraschalluntersuchungenderNierenfunktionunddesSchädelsempfohlen.

Säuglinge,derenMütterLosartaneingenommenhaben,solltenhäufigwiederholtaufHypotonieuntersucht

werden(sieheauchAbschnitte4.3und4.4).

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Stillzeit

DakeineErkenntnissezurAnwendungvonLosartaninderStillzeitvorliegen,wirdLosartannichtempfohlen;

einealternativeantihypertensiveTherapiemiteinembessergeeignetenSicherheitsprofilbeiAnwendungin

derStillzeitistvorzuziehen,insbesondere,wennNeugeboreneoderFrühgeborenegestilltwerden.

4.7.AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvonMaschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienen

vonMaschinendurchgeführt.AllerdingsistbeiaktiverTeilnahmeamStraßenverkehroderBedienenvon

Maschinenzuberücksichtigen,dassunterantihypertensiverTherapiegelegentlichSchwindeloderMüdigkeit

auftretenkönnen,insbesonderebeiBehandlungsbeginnoderDosiserhöhung.

4.8.Nebenwirkungen

LosartanwurdewiefolgtinklinischenStudienuntersucht:

InkontrolliertenklinischenStudienmitca.3.300erwachsenenPatientenab18Jahrenmitessenzieller

Hypertonie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemit9.193hypertonenPatientenzwischen55und80Jahrenmit

linksventrikulärerHypertrophie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemitca.3.900Patientenab20Jahrenmitchronischer

Herzinsuffizienz

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemit1.513PatientenmitTyp-2-Diabetesmellitusab31Jahrenmit

Proteinurie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemit177hypertonenpädiatrischenPatientenzwischen6und

16Jahren.

IndiesenklinischenStudienwardiehäufigsteNebenwirkungSchwindel.

DieHäufigkeitderuntenaufgeführtenNebenwirkungenwirdwiefolgtdefiniert:

Sehrhäufig (≥1/10)

häufig (≥1/100bis<1/10)

gelegentlich (≥1/1.000bis<1/100)

selten (≥1/10.000bis<1/1.000)

sehrselten (<1/10.000)

nichtbekannt(aufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar).

Hypertonie

InkontrolliertenklinischenStudienmitca.3.300erwachsenenPatientenab18Jahren,diewegen

essenziellerHypertonieLosartanerhielten,wurdeüberfolgendeNebenwirkungenberichtet:

ErkrankungendesNervensystems:

Häufig: Schwindel,Vertigo

Gelegentlich:Somnolenz,Kopfschmerzen,Schlafstörungen

Herzerkrankungen:

Gelegentlich:Palpitationen,Anginapectoris

Gefäßerkrankungen:

Gelegentlich: symptomatischeHypotonie(besondersbeiPatientenmitintravasalemFlüssigkeitsverlust,z.

B.PatientenmitschwererHerzinsuffizienzoderunterBehandlungmithochdosierten

Diuretika),dosisabhängigeorthostatischeEffekte,Hautausschlag

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts:

Gelegentlich:Bauchschmerzen,Obstipation

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:

Gelegentlich:Asthenie,Müdigkeit,Ödeme

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Untersuchungen:

InkontrolliertenklinischenStudienwurdenseltenklinischrelevanteVeränderungenvon

StandardlaborparameternmitderEinnahmevonLosartan-TabletteninVerbindunggebracht.Seltenkames

zueinemAnstiegderALTunddieserwarnachAbsetzenderTherapiegewöhnlichreversibel.

InklinischenStudienzuHypertonietratbei1,5%derPatienteneineHyperkaliämie(Serum-Kalium>5,5

mmol/l)auf.

HypertoniepatientenmitlinksventrikulärerHypertrophie

IneinerkontrolliertenklinischenStudiebei9.193PatientenimAltervon55bis80JahrenmitHypertonieund

linksventrikulärerHypertrophiewurdeüberfolgendeNebenwirkungenberichtet:

ErkrankungendesNervensystems:

Häufig: Schwindel

ErkrankungendesOhrsunddesLabyrinths:

Häufig: Vertigo

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:

Häufig: Asthenie/Müdigkeit

ChronischeHerzinsuffizienz

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemitca.3.900Patientenab20JahrenmitHerzinsuffizienzwurdeüber

folgendeNebenwirkungenberichtet.

ErkrankungendesNervensystems:

Gelegentlich:Schwindel,Kopfschmerzen

Selten: Parästhesien

Herzerkrankungen:

Selten: Synkope,Vorhofflimmern,zerebralerInsult

Gefäßerkrankungen:

Gelegentlich:Hypotonie,einschließlichorthostatischerHypotonie

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsunddesMediastinums:

Gelegentlich:Dyspnoe

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts:

Gelegentlich:Durchfall,Übelkeit,Erbrechen

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes:

Gelegentlich:Urtikaria,Pruritus,Hautausschlag

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:

Gelegentlich:Asthenie/Müdigkeit

Untersuchungen:

Gelegentlich:ÜberErhöhungendesHarnstoffsimBlut,Serum-KreatininundSerum-Kaliumwurde

berichtet.

HypertonieundTyp-2-DiabetesmellitusmitrenalerBeteiligung

IneinerkontrolliertenklinischenStudiemit1.513Patientenab31JahrenmitTyp-2-Diabetesmellitusund

Proteinurie(RENAAL-Studie,sieheAbschnitt5.1)wurdeamhäufigstenüberfolgendeNebenwirkungen

berichtet,diemitLosartaninZusammenhangstanden:

ErkrankungendesNervensystems:

Häufig: Schwindel

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Gefäßerkrankungen:

Häufig: Hypotonie

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:

Häufig: Asthenie/Müdigkeit

Untersuchungen:

Häufig: Hypoglykäme,Hyperkaliämie

FolgendeNebenwirkungentratenbeiPatientenunterLosartanhäufigeraufalsunterPlazebo:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems:

Nichtbekannt:Anämie

Herzerkrankungen:

Nichtbekannt:Synkope,Palpitationen

Gefäßerkrankungen:

Nichtbekannt:orthostatischeHypotonie

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts:

Nichtbekannt:Durchfall

Skelettmuskulatur,-Bindegewebs-undKnochenerkrankungen:

Nichtbekannt:Rückenschmerzen

ErkrankungenderNierenundderHarnwege:

Nichtbekannt:Harnwegsinfektionen

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:

Nichtbekannt:GrippeähnlicheSymptome

Untersuchungen:

IneinerklinischenStudie,diemitPatientenmitTyp-2-DiabetesmellitusundeinerNephropathiedurchgeführt

wurde,entwickelten9,9%dermitLosartan-TablettenbehandeltenPatientenund3,4%dermitPlazebo

behandeltenPatienteneineHyperkaliämie>5,5mEq/l.

ErfahrungennachMarkteinführung

ÜberfolgendeNebenwirkungenwurdenachMarkteinführungberichtet:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Nichtbekannt:Anämie,Thrombozytopenie

ErkrankungendesOhrsunddesLabyrinths:

Nichtbekannt:Tinnitus

ErkrankungendesImmunystems:

Selten: Überempfindlichkeit:AnaphylaktischeReaktionen,AngioödemeinschließlichSchwellung

vonLarynxundGlottismitnachfolgenderAtemwegsobstruktionund/oderSchwellungvon

Gesicht,Lippen,Rachenund/oderZunge;beieinigendieserPatientenwurdeüberein

AngioödeminderVorgeschichteinVerbindungmitderGabeandererArzneimittel

einschließlichACE-Hemmernberichtet;VaskulitiseinschließlichPurpuraSchoenlein-

Henoch.

ErkrankungendesNervensystems:

Nichtbekannt:Migräne

ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsunddesMediastinums:

Nichtbekannt:Husten

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ErkrankungendesGastrointestinaltrakts:

Nichtbekannt:Durchfall,Pankreatitis

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:

Nichtbekannt:Unwohlsein

Leber-undGallenerkrankungen:

Selten: Hepatitis

Nichtbekannt:Leberfunktionsstörungen

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes:

Nichtbekannt:Urtikaria,Pruritus,Hautausschlag,Photosensitivität

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen:

Nichtbekannt:Muskelschmerzen,Gelenkschmerzen,Rhabdomyolyse

ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse:

Nichtbekannt:ErektileDysfunktion/Impotenz

ErkrankungenderNierenundderHarnwege:

AlsFolgeeinerHemmungdesRenin-Angiotensin-Aldosteron-SystemswurdenbeiRisikopatienten

NierenfunktionsstörungeneinschließlichNierenversagenberichtet,dienachAbsetzenderBehandlung

reversibelseinkönnen(sieheAbschnitt4.4).

PsychiatrischeErkrankungen:

Nichtbekannt:Depressionen

Untersuchungen:

Nichtbekannt:Hyponatriämie

PädiatrischePopulation

DasNebenwirkungsprofilbeiKindernscheintjenemvonErwachsenenähnlichzusein.

DieDatenzurpädiatrischenPopulationsindbegrenzt.

4.9.Überdosierung

SymptomeeinerIntoxikation

BisherliegenkeineErfahrungenmitÜberdosierungenbeimMenschenvor.WahrscheinlicheSymptomein

AbhängigkeitvomAusmaßderÜberdosierungsindBlutdruckabfall,Tachykardieundmöglicherweise

Bradykardie.

BehandlungeinerIntoxikation

DieTherapiemaßnahmenrichtensichnachdemZeitpunktderEinnahmeundArtundSchwereder

Symptome.DieWiederherstellungstabilerHerzkreislaufverhältnissesollteimVordergrundstehen.Nach

oralerAufnahmeistdieGabeausreichenderMengenvonAktivkohleindiziert.Anschließendmüssendie

VitalparameterüberwachtundAbweichungenggf.korrigiertwerden.

WederLosartannochderaktiveMetabolitkönnendurchHämodialyseentferntwerden.

5.PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

PharmakotherapeutischeGruppe:AngiotensinII-Antagonisten

ATC-Code:C09CA01

5.1.PharmakodynamischeEigenschaften

LosartanisteinsynthetischhergestellteroralerAngiotensinII-Rezeptor(TypAT1)-Antagonist.

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AngiotensinII,einpotenterVasokonstriktor,istdasprimäraktiveHormondesRenin-Angiotensin-Systems

undeinewichtigeDeterminantederPathophysiologiederHypertonie.AngiotensinIIbindetandenAT1-

Rezeptor,derinvielenGewebenzufindenist(z.B.glatteGefäßmuskulatur,Nebenniere,Nieren,Herz),und

ruftwichtigebiologischeWirkungenhervor,wiebeispielsweiseVasokonstriktionundFreisetzungvon

Aldosteron.AngiotensinIIstimuliertauchdieProliferationglatterMuskelzellen.

LosartanblockiertselektivdenAT1-Rezeptor.InvitroundinvivohemmenLosartanundsein

pharmakologischaktiverCarboxylsäure-MetabolitE-3174allephysiologischrelevantenWirkungenvon

AngiotensinII,unabhängigvondessenHerkunftodervomWegseinerEntstehung.

EineagonistischeWirkungbesitztLosartannicht,aucherfolgtkeineBlockierungandererHormonrezeptoren

oderIonenkanäle,diebeiderkardiovaskulärenRegulationvonBedeutungsind.Losartanhemmtauchnicht

ACE(=KininaseII),dasEnzym,welchesBradykininabbaut.SomitkommtesnichtzueinerVerstärkung

bradykininvermittelterunerwünschterWirkungen.

WährendderGabevonLosartanführtderWegfalldernegativenRückkopplungvonAngiotensinIIaufdie

ReninbildungzumAnstiegderPlasma-Renin-Aktivität(PRA).EinAnstiegderPRAführtzumAnstiegvon

AngiotensinIIimPlasma.TrotzdiesesAnstiegsbleibendieantihypertensiveWirkungunddieSuppression

derPlasma-Aldosteron-Konzentrationerhalten,wasaufeineeffektiveAngiotensinII-Rezeptor-Blockade

hinweist.NachAbsetzenvonLosartansankendiePRA-undAngiotensinII-WertebinnendreiTagenaufdie

Ausgangswerte.

SowohlLosartanalsauchseinaktiverHauptmetabolithabeneinevielgrößereAffinitätfürdenAT1-Rezeptor

alsfürdenAT2-Rezeptor.DeraktiveMetabolitist10-bis40fachwirksameraufGewichtsbasisalsLosartan.

Hypertoniestudien

InkontrolliertenklinischenStudienreduziertedieeinmaltäglicheGabevonLosartanbeiPatientenmit

leichterbismittelschwereressenziellerHypertoniestatistischsignifikantdensystolischenunddiastolischen

Blutdruck.MessungenderBlutdruckwerte24StundennachderEinnahmeimVergleichzu5-6Stundennach

derEinnahmezeigteneineBlutdrucksenkungüber24Stunden;derzirkadianeRhythmusblieberhalten.Die

BlutdrucksenkungamEndedesDosierungsintervallsbetrugetwa70-80%desEffekts,der5-6Stunden

nachderGabezusehenwar.

AbsetzenvonLosartanführtebeiHypertonikernnichtzueinemabruptenBlutdruckanstieg(Rebound).Trotz

derdeutlichenBlutdrucksenkungzeigteLosartankeineklinischsignifikantenAuswirkungenaufdie

Herzfrequenz.

LosartanistbeiMännernebensowirksamwiebeiFrauen,beijüngerenHypertonikern(unter65Jahren)

ebensowiebeiälteren.

LIFE-Studie

DieLosartan-InterventionsstudiezurEndpunktreduktionbeiHypertonie(LosartanInterventionForEndpoint

ReductioninHypertension,LIFE)wareinerandomisierte,dreifach-verblindeteundaktiv-kontrollierteStudie

mit9193Hypertonikernzwischen55und80JahrenmitEKG-dokumentierterlinksventrikulärerHypertrophie.

DiePatientenerhieltenzuBeginnrandomisiertentwederLosartan50mgoderAtenolol50mgeinmaltäglich.

WennderZielblutdruck(<140/90mmHg)nichterreichtwurde,wurdezunächstHydrochlorothiazid(12,5mg)

zugegebenunddanngegebenenfallsdieLosartan-oderAtenolol-Dosisauf100mgeinmaltäglicherhöht.

Fallsnotwendig,wurdenandereAntihypertonika(nichtjedochACE-Hemmer,Angiotensin-II-Rezeptor-

AntagonistenoderBetarezeptorenblocker)inbeidenGruppenzusätzlichgegeben,umdasZieleiner

vergleichbarenErniedrigungdesBlutdrucksinbeidenGruppenzuerreichen.

DiemittlereBeobachtungsdauerbetrug4,8Jahre.

DerprimäreEndpunktwardieKombinationauskardiovaskulärerMorbiditätundMortalitätgemessenals

ReduktionderkombiniertenInzidenzvonkardiovaskuläremTod,SchlaganfallundMyokardinfarkt.Inbeiden

Behandlungsgruppenkameszueinersignifikanten,vergleichbarenErniedrigungdesBlutdrucks.Die

BehandlungmitLosartanführteimVergleichzuAtenololzueinerRisikoreduktionum13,0%(p=0,021,95%

Konfidenzintervall0,77-0,98)inBezugaufdenprimärenzusammengesetztenEndpunkt.Dieswar

hauptsächlichaufdieSenkungderSchlaganfallsratezurückzuführen.DieBehandlungmitLosartansenkte

dasrelativeRisikofüreinenSchlaganfallum25%(p=0,001,95%Konfidenzintervall0,63-0,89)imVergleich

zuAtenolol.DieRatederInzidenzkardiovaskulärerTodesfälleundMyokardinfarkteunterschiedsichnicht

signifikantzwischendenBehandlungsgruppen.

EthnischeZugehörigkeit

InderLIFE-StudiehattendiemitLosartanbehandeltenPatientenschwarzerHautfarbe(6%der

Gesamtpatienten)einhöheresRisiko,denprimärenzusammengesetztenEndpunkt,d.h.ein

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kardiovaskuläresEreignis(z.B.Herzinfarkt,kardiovaskulärerTod)undinsbesondereSchlaganfallzu

erleiden,alsdiemitAtenololbehandeltenPatientenschwarzerHautfarbe.DahertreffendieinderLIFE-

StudiebeobachtetenErgebnissevonLosartanimVergleichzuAtenololbezüglichkardiovaskulärer

Morbidität/MortalitätnichtfürPatientenmitschwarzerHautfarbezu,dieanBluthochdruckund

linksventrikulärerHypertrophieleiden.

RENAAL-Studie

DieRENAAL-Studie(ReductionofEndpointsinNIDDM[NonInsulinDependentDiabetesMellitus]withthe

AngiotensinII-ReceptorAntagonistLosartan)wareinekontrollierte,weltweitdurchgeführteklinischeStudie

mit1513PatientenmitTyp-2-DiabetesmellitusundProteinurie,mitoderohneHypertonie.751Patienten

erhieltenLosartan.

ZielderStudiewares,dieüberdenNutzeneinerBlutdrucksenkunghinausgehendenephroprotektive

WirkungvonLosartan-Kaliumzuzeigen.

PatientenmitProteinurieundeinemSerum-Kreatininvon1,3-3,0mg/dlwurdenaufderBasiseiner

konventionellenantihypertensivenTherapieunterAusschlussvonACE-HemmernundAngiotensin-II-

AntagonistenrandomisiertundentwedermitLosartan50mgeinmaltäglich,dasabhängigvonder

Blutdrucksenkungtitriertwurde,odermitPlazebobehandelt.

DiePrüfärztewurdenangehalten,gegebenenfallsauf100mgtäglichzutitrieren;72%derPatienten

nahmendiemeisteZeitdieTagesdosis100mg.AndereAntihypertonika(Diuretika,Kalziumantagonisten,

Alpha-oderBetarezeptorenblockersowiezentralwirksameAntihypertonika)konnteninbeidenGruppenje

nachBedarfzusätzlichgegebenwerden.DiePatientenwurdenbiszu4,6Jahrenbeobachtet(Mittelwert3,4

Jahre).

DerprimäreEndpunktderStudiewareinzusammengesetzterEndpunktausVerdoppelungdesSerum-

Kreatinins,terminalerNiereninsuffizienz(DialysepflichtoderTransplantation)oderTod.

DieErgebnissezeigten,dassdieBehandlungmitLosartan(327Ereignisse)imVergleichzuPlazebo(359

Ereignisse)fürdiePatientenzueinerRisikoreduktionvon16,1%(p=0,022)führte,denprimären

zusammengesetztenEndpunktzuerreichen.FürdiefolgendeneinzelnenundkombiniertenKomponenten

desprimärenEndpunktsergabsichbeidenmitLosartanbehandeltenPatienteneinesignifikante

Risikoreduktion:25,3%RisikoreduktionfürdieVerdoppelungdesSerum-Kreatinins(p=0,006);28,6%

RisikoreduktionfürdieterminaleNiereninsuffizienz(p=0,002);19,9%Risikoreduktionfürdieterminale

NiereninsuffizienzoderTod(p=0,009);21,0%RisikoreduktionfüreineVerdoppelungdesSerum-Kreatinins

oderterminaleNiereninsuffizienz(p=0,01).

DieRatederGesamttodesfällewarzwischenbeidenBehandlungsgruppennichtsignifikantunterschiedlich.

IndieserStudiewurdeLosartanimAllgemeinengutvertragen,wiedieRatevonTherapieabbrüchen

aufgrundvonNebenwirkungenimVergleichzurPlazebogruppebelegte.

ELITE-I-undELITE-II-Studie

InderELITE-Studieüber48Wochenbei722PatientenmitHerzinsuffizienz(NYHA-KlasseII-IV)wurdekein

UnterschiedhinsichtlichdesprimärenEndpunktseinerlangfristigenÄnderungderNierenfunktionzwischen

denmitLosartanunddenmitCaptoprilbehandeltenPatientenbeobachtet.DieBeobachtungderELITE-

Studie,dassLosartandasMortalitätsrisikoimVergleichzuCaptoprilverringerte,wurdeinder

anschließendenELITE-II-Studie,dienachfolgendbeschriebenwird,nichtbestätigt.

InderELITE-II-StudiewurdeLosartan50mgeinmaltäglich(Anfangsdosis12,5mg,erhöhtauf25mg,dann

50mgeinmaltäglich)mitCaptopril50mgdreimaltäglich(Anfangsdosis12,5mg,erhöhtauf25mg,dann

auf50mgdreimaltäglich)verglichen.DerprimäreEndpunktdieserprospektivenStudiewardie

Gesamtmortalität.

IndieserStudiewurden3152PatientenmitHerzinsuffizienz(NYHA-KlasseII-IV)fastzweiJahrebeobachtet

(Median:1,5Jahre),umfestzustellen,obLosartanCaptoprilbeiderSenkungderGesamtmortalität

überlegenist.DerprimäreEndpunktzeigtekeinenstatistischsignifikantenUnterschiedzwischenLosartan

undCaptoprilbeiderSenkungderGesamtmortalität.

InbeidenWirkstoff-kontrolliertenklinischenStudien(nichtPlazebo-kontrolliert)anPatientenmit

HerzinsuffizienzwardieVerträglichkeitvonLosartanjenervonCaptoprilüberlegen,gemessenanhandeiner

signifikantgeringerenTherapieabbruchrateaufgrundunerwünschterWirkungenundeinersignifikant

geringerenHustenhäufigkeit.

InderELITE-II-StudiewurdeinderkleinenSubgruppe(22%allerHI-Patienten)unterBetablockernbei

BehandlungsbeginneineerhöhteMortalitätbeobachtet.

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StudienbeiKindern

HypertoniebeiKindern

DieantihypertensiveWirkungvonLosartanwurdeineinerklinischenStudiemit177hypertonenKindern

zwischen6-16JahrenmiteinemKörpergewichtüber20kgundeinerglomerulärenFiltrationsrate>30

ml/min/1,73m²untersucht.PatientenmiteinemKörpergewichtzwischen20kgund50kgerhieltentäglich

entweder2,5mg,25mgoder50mgLosartan.PatientenmiteinemKörpergewichtüber50kgerhielten

täglichentweder5mg,50mgoder100mgLosartan.AmEndederdrittenWochekamesdurchdieeinmal

täglicheLosartan-GabezueinerdosisabhängigenSenkungdesBlutdruckwertesamEndedes

Dosierungsintervalls.

InsgesamtgesehenzeigtesicheineDosis-Wirkungs-Beziehung.DieDosis-Wirkungsbeziehungwarim

VergleichderGruppemitderniedrigenDosiszudermitdermittlerenDosis(StudienabschnittI:-6,2mmHg

vs.-11,65mmHg)sehroffensichtlich,schwächtesichaberimVergleichderGruppemitdermittlerenDosis

zudermitderhohenDosis(StudienabschnittI:-11,65mmHgvs.-12,21mmHg)ab.Dieniedrigsteninden

StudienuntersuchtenDosenvon2,5mgund5mg,entsprechendeinerdurchschnittlichenTagesdosisvon

0,07mg/kg,zeigtenoffenbarkeinekonsistenteantihypertensiveWirkung.

DieseErgebnissewurdenimAbschnittIIderStudie,indiediePatientennach3Behandlungswochenzur

WeiterführungderTherapiemitLosartan-oderPlazeborandomisiertwurden,bestätigt.DerUnterschiedim

BlutdruckanstiegimVergleichzuPlazebowarindermittlerenDosierungsgruppeamgrößten(6,70mmHg

beimittlererDosisvs.5,38mmHgbeihoherDosis).DerAnstiegdesdiastolischenBlutdruckwertsamEnde

desDosierungsintervallswarinderPatientengruppeunterPlazeboundbeiPatientenunterderniedrigsten

Losartan-DosisinjederGruppegleich.Dieszeigtebenfalls,dassdieniedrigsteDosisinallenGruppenkeine

signifikanteantihypertensiveWirkunghatte.

LangzeitwirkungenvonLosartanaufWachstum,PubertätundallgemeineEntwicklungwurdennicht

untersucht.DieLangzeitwirksamkeitderantihypertensivenTherapiemitLosartaninderKindheitaufdie

SenkungderkardiovaskulärenMorbiditätundMortalitätwurdeebenfallsnichtuntersucht.

DieWirkungvonLosartanaufeineProteinuriewurdebeihypertonen(n=60)undnormotonen(n=246)

KindernmiteinerProteinurieineiner12-wöchigen,plazebo-undaktiv-kontrollierten(Amlodipin)klinischen

Studiebestimmt.EineProteinuriewurdedefiniertalsVerhältnisvonProtein/Kreatinin≥0,3imUrin.Die

hypertonenPatienten(imAltervon6bis18Jahren)wurdenrandomisiertentwederaufLosartan(n=30)oder

Amlodipin(n=30)eingestellt.DienormotonenPatienten(zwischen1und18Jahren)wurdenrandomisiert

entwederaufLosartan(n=122)oderPlazebo(n=124)eingestellt.LosartanwurdeinDosierungenvon0,7

mg/kgbis1,4mg/kg(biszueinerMaximaldosisvon100mg/Tag)gegeben.AmlodipinwurdeinDosierungen

von0,05mg/kgbis0,2mg/kg(biszueinerMaximaldosisvon5mg/Tag)gegeben.

InsgesamtkamesbeidenaufLosartaneingestelltenPatientennach12-wöchigerBehandlungzueiner

statistischsignifikantenReduktionderProteinurievon36%bezogenaufdenAusgangswertversuseiner

1%igenZunahmeinderPlazebo-/Amlodipingruppe(p≤0,001).BeidenaufLosartaneingestelltenhypertonen

PatientenkameszueinerReduktionderProteinurievon-41,5%vomAusgangswert(95%CI-29,9;-51,1)

versus+2,4%(95%CI-22,2;14,1)inderAmlodipingruppe.DieAbnahmesowohldessystolischenalsauch

desdiastolischenBlutdruckswarinderLosartangruppe(-5,5/-3,8mmHg)imVergleichzuder

Amlodipingruppe(-0,1/+0,8mmHg)stärker.BeinormotonenKindernwurdeinderLosartangruppeeine

geringfügigeAbnahmedesBlutdrucks(-3,7/-3,4mmHg)imVergleichzuPlazebofestgestellt.Eine

signifikanteKorrelationzwischenderAbnahmederProteinurieundderAbnahmedesBlutdruckswurdenicht

beobachtet;esistjedochmöglich,dassdieAbnahmedesBlutdrucksteilweisefürdenRückgangder

ProteinurieindermitLosartanbehandeltenGruppeverantwortlichwar.DieLangzeitwirkungenvonLosartan

aufdieReduktionderProteinuriebeiKindernwurdenichtuntersucht.

5.2.PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

NachoralerEinnahmewirdLosartangutresorbiertundunterliegteinemFirst-pass-Metabolismus.Eswerden

einaktiverCarboxylsäure-MetabolitundweitereinaktiveMetabolitengebildet.Diesystemische

BioverfügbarkeitvonLosartan-Filmtablettenbeträgtca.33%.MittleremaximalePlasmakonzentrationenvon

LosartanwerdenineinerStunde,desaktivenMetabolitenin3-4Stundenerreicht.

Verteilung

LosartanundseinaktiverMetabolitsindzu≥99%eiweißgebunden,primäranAlbumin.Das

VerteilungsvolumenvonLosartanbeträgt34Liter.

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Biotransformation

Etwa14%vonintravenösoderoralverabreichtemLosartanwerdenzuseinemaktivenMetaboliten

umgewandelt.DieUntersuchungenmit14C-markiertemLosartanzeigtennachoralerundintravenöser

Gabe,dassdieRadioaktivitätimPlasmavorwiegendLosartanundseinemaktivenMetaboliten

zuzuschreibenist.Beietwa1%derProbandenwareinegeringeKonversionvonLosartaninseinenaktiven

Metabolitenfestzustellen.

ZusätzlichzumaktivenMetaboliten,werdeninaktiveMetabolitengebildet.

Ausscheidung

DiePlasma-ClearancevonLosartanbzw.seinesaktivenMetabolitenbeträgtetwa600ml/minbzw.50

ml/min.DieWertefürdierenaleClearanceliegenbeietwa74ml/min(Losartan)und26ml/min(aktiver

Metabolit).NachoralerEinnahmewerdenetwa4%derDosisunverändertmitdemUrinausgeschieden,

etwa6%derDosiserscheinenimUrinalsaktiverMetabolit.BiszuoralenDosenvon200mgLosartan-

KaliumproTagistdiePharmakokinetikvonLosartanunddemaktivenMetabolitenlinear.

NachoralerEinnahmeverlaufendiePlasmakonzentrationenvonLosartanundseinesaktivenMetaboliten

polyexponentiellmiteinerterminalenHalbwertszeitvonca.2Stundenbzw.6-9Stunden.

BeieinerDosierungmit100mgeinmaltäglichakkumulierenwederLosartannochseinaktiverMetabolit

signifikantimPlasma.

DieAusscheidungvonLosartanundseinenMetabolitenerfolgtbiliärundrenal.Nachoraler/intravenöser

Gabevon14C-markiertemLosartanwerdenbeimMenschenetwa35%/43%derRadioaktivitätimUrin

und58%/50%indenFaecesgefunden.

BesonderePatientengruppen

BeiälterenmännlichenHypertonikernwarendiePlasmakonzentrationenvonLosartanundseinesaktiven

Metabolitennichtwesentlichunterschiedlichzujenen,diebeijungenmännlichenHypertonikernbeobachtet

wurde.

BeiFrauenmitHypertoniewarendiePlasmaspiegelvonLosartanbiszu2fachhöheralsbeiMännernmit

Hypertonie,währenddiePlasmaspiegeldesaktivenMetabolitenbeiMännernundFrauennicht

unterschiedlichwaren.

BeiPatientenmitleichterbismäßigeralkoholinduzierterLeberzirrhosewarendiePlasmaspiegelvon

LosartanundseinesaktivenMetabolitennachoralerGabe5fachbzw.1,7fachhöheralsbeijungen

männlichenProbanden(sieheAbschnitte4.2und4.4).

DiePlasmakonzentrationenvonLosartansindbeiPatientenmiteinerKreatinin-Clearanceüber10ml/min

unverändert.ImVergleichzuPatientenmitnormalerNierenfunktionistbeiDialysepatientendieAUCfür

Losartanetwa2fachhöher.

DiePlasmakonzentrationendesaktivenMetabolitensindbeiPatientenmitNierenfunktionseinschränkung

ebensowiebeiDialysepatientenunverändert.

WederLosartannochderaktiveMetabolitkönnendurchHämodialyseentferntwerden.

PharmakokinetikbeipädiatrischenPatienten

DiePharmakokinetikvonLosartanwurdebei50hypertensivenKindernimAlterzwischen>1Monatund<

16Jahrenuntersucht.EswurdeeinetäglicheDosisvon0,54-0,77mgLosartan/kgKGgegeben(mittlere

Dosen).

DieErgebnissezeigten,dassderaktiveMetabolitvonLosartaninallenAltersgruppengebildetwird.Die

ErgebnissezeigtenfürLosartannachoralerEinnahmeungefährähnlichepharmakokinetischeParameterbei

Säuglingen,Kleinkindern,Vorschulkindern,SchulkindernundJugendlichen.Diepharmakokinetischen

ParameterdesMetabolitenunterschiedensichzwischendenAltersgruppenineinemgrößerenAusmaß.

DieseUnterschiedewarenimVergleichvonVorschulkindernmitJugendlichenstatistischsignifikant.Die

ExpositionbeiSäuglingen/Kleinkindernwarvergleichsweisehoch.

5.3.PräklinischeDatenzurSicherheit

DiepräklinischenStudien,einschließlichkonventionellerStudienzurallgemeinenPharmakologie,zur

GenotoxizitätundzumkanzerogenemPotentiallassenkeinebesonderenGefahrenfürdenMenschen

erkennen.InStudienzurToxizitätnachwiederholterGabeinduziertedieVerabreichungvonLosartaneine

AbnahmederrotenBlutzellparameter(Erythrozyten,Hämoglobin,Hämatokrit),einenAnstiegdesHarnstoff-

StickstoffimSerumsowiegelegentlicheErhöhungendesSerumkreatinins,eineAbnahmeimHerzgewicht

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(ohnehistologischesKorrelat)undgastrointestinaleVeränderungen(Schleimhautläsionen,Ulzera,

Erosionen,Hämorrhagien).WiebeianderenSubstanzen,diedasRenin-Angiotension-Systembeeinflussen,

wurdebeiLosartandieInduktionvonunerwünschtenWirkungenaufdiespätefetaleEntwicklung,diezu

fetalemTodundMissbildungenführen,gezeigt.

6.PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1.ListedersonstigenBestandteile

MikrokristallineCellulose(E460),hochdispersesSiliziumdioxid,Natriumstearylfumarat(Ph.Eur.),

Croscarmellose-Natrium,Hypromellose(E464),Macrogolstearat40,Titandioxid(E171)

Losartanacis12,5mg,25mg,50mgund100mgenthaltenKaliumindenfolgendenMengen:1,06mg

(0,027mEq),2,12mg(0,054mEq),4,24mg(0,108mEq)bzw.8,48mg(0,216mEq).

6.2.Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3.DauerderHaltbarkeit

3Jahre

6.4.BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

InderOriginalverpackungaufbewahren.

6.5.ArtundInhaltdesBehältnisses

Losartanacis12,5mgFilmtabletten:

PVC/PE/PVDCBlisterpackungenmitAluminiumfoliebeschichtetmit21Filmtabletten.

Losartanacis25mg,50mg,100mgFilmtabletten:

PVC/PE/PVDCBlisterpackungenmitAluminiumfoliebeschichtetmit28,56oder98Filmtabletten

EswerdenmöglicherweisenichtallePackungsgrößenindenVerkehrgebracht.

6.6.BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

7.INHABERDERZULASSUNG

acisArzneimittelGmbH

Lil-Dagover-Ring7

82031Grünwald

Telefon:089/44232460

Telefax:089/442324666

e-mail: info@acis.de

8.ZULASSUNGSNUMMER(N)

Losartanacis12,5mgFilmtabletten: 70902.00.00

Losartanacis25mgFilmtabletten: 70903.00.00

Losartanacis50mgFilmtabletten: 70904.00.00

Losartanacis100mgFilmtabletten: 70905.00.00

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9.DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG

23.06.2009

10.STANDDERINFORMATION

Mai2010

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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