Losartan 50 - 1 A Pharma Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
1 A Pharma GmbH
ATC-Code:
C09CA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
60872.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Losartan 50 - 1 A Pharma

Losartan-Kalium 50 mg pro Filmtablette

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht

an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die

gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Losartan - 1 A Pharma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losartan - 1 A Pharma beachten?

Wie ist Losartan - 1 A Pharma einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Losartan - 1 A Pharma aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST LOSARTAN - 1 A PHARMA UND WOFÜR WIRD ES

ANGEWENDET?

Losartan gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten bezeichnet werden. Die Substanz Angiotensin II wird im

Körper gebildet und hilft, den Blutdruck zu regulieren. Sie verbindet sich mit

bestimmten Bindungsstellen (Rezeptoren) in den Blutgefäßen. Dadurch werden

diese enger und der Blutdruck steigt. Bei Bluthochdruck ist Angiotensin II an der

Aufrechterhaltung des überhöhten Blutdrucks beteiligt. Der Wirkstoff Losartan

blockiert die Bindung von Angiotensin II an diese Rezeptoren, sodass die

Blutgefäße entspannt werden und der bei der Bluthochdruckerkrankung

überhöhte Blutdruck sinkt.

Losartan verlangsamt die Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit

hohem Blutdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes).

Losartan - 1 A Pharma wird angewendet:

zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie bei Erwachsenen sowie

Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren

zum Schutz der Nieren bei Patienten mit Bluthochdruck und

Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus) und durch Laboruntersuchungen

nachgewiesener beeinträchtigter Nierenfunktion mit einer

Eiweißausscheidung ≥ 0,5 g/Tag im Urin (bei dieser Erkrankung enthält der

Urin eine krankhaft hohe Eiweißmenge)

zur Behandlung von Patienten mit Herzleistungsschwäche – wenn Ihrem

Arzt die Behandlung mit einem ACE-Hemmer (Angiotensin-Konversions-

Enzym-Hemmer, ein blutdrucksenkendes Arzneimittel) nicht geeignet

erscheint. Wenn Ihre Herzleistungsschwäche mit einem ACE-Hemmer

stabil eingestellt ist, sollten Sie nicht auf Losartan umgestellt werden.

zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck und Wandverdickung der

linken Herzkammer. Losartan - 1 A Pharma vermindert das Risiko eines

Schlaganfalls.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON LOSARTAN - 1 A PHARMA

BEACHTEN?

Losartan - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Losartan oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie mehr als 3 Monata schwanger sind. (Es wird empfohlen, das

Arzneimittel auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“.)

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben

und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält,

behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Losartan - 1 A

Pharma einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). Die Einnahme von Losartan - 1 A Pharma in der

frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Losartan - 1 A

Pharma darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“).

Halten Sie vor Einnahme von Losartan - 1 A Pharma Rücksprache mit Ihrem

Arzt:

wenn Sie bereits einmal eine Überempfindlichkeitsreaktion mit

Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge (Angioödem)

hatten (siehe auch Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“)

wenn Sie unter starkem Erbrechen oder Durchfall mit einem großen

Flüssigkeits- und/oder Salzverlust Ihres Körpers leiden

wenn Sie Arzneimittel zur Entwässerung, welche die Urinausscheidung

über die Nieren erhöhen (Diuretika) einnehmen oder eine kochsalzarme

oder eine kaliumarme Diät einhalten, wodurch es zu einem starken

Flüssigkeits- und Salzverlust Ihres Körpers kommen kann (siehe Abschnitt

3 „Dosierung bei speziellen Patientengruppen“)

wenn bei Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Verengung oder Blockade

der zu den Nieren führenden Blutgefäße (Nierenarterienstenose) leiden

oder vor Kurzem eine Nierentransplantation hatten

wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden (siehe Abschnitte 2

„Losartan - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden" und 3.

„Dosierung bei speziellen Patientengruppen")

wenn Sie an Herzleistungsschwäche mit oder ohne Beeinträchtigung der

Nierenfunktion oder gleichzeitig an schweren lebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungen leiden. Besondere Vorsicht ist notwendig, wenn

Sie gleichzeitig mit bestimmten Blutdrucksenkern (Beta-Blocker) behandelt

werden.

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels

leiden

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (verursacht durch

Mangeldurchblutung der Blutgefäße des Herzens) oder der Blutgefäße des

Gehirns (verursacht durch Mangeldurchblutung des Gehirns) leiden

wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die mit einer erhöhten Ausschüttung

des Hormons Aldosteron aus der Nebenniere einhergeht (primärer

Hyperaldosteronismus)

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

- einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere

wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben

- Aliskiren

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die

Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen

überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Losartan - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden“.

Kinder und Jugendliche

Losartan wurde bei Kindern untersucht. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob

und in welcher Dosierung Ihr Kind mit Losartan behandelt werden kann. Die

Anwendung von Losartan wird nicht für Kinder empfohlen, die an Nieren- oder

Lebererkrankungen leiden, da für diese Patientengruppen begrenzt Daten zur

Verfügung stehen.

Losartan - 1 A Pharma wird nicht zur Anwendung für Kinder unter 6 Jahren

empfohlen, da die Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Einnahme von Losartan - 1 A Pharma zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen / anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen /

angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen /

anzuwenden.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie zusätzlich zur Behandlung mit

Losartan - 1 A Pharma eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, da sie den

Blutdruck zusätzlich senken können. Der Blutdruck kann auch durch

eine(s) der folgenden Arzneimittel/Arzneimittelklassen gesenkt werden:

Arzneimittel gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva), Arzneimittel

gegen bestimmte psychiatrische Erkrankungen (Antipsychotika),

Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung (Baclofen), Arzneimittel im

Rahmen einer Krebsbehandlung (Amifostin)

Arzneimittel, die Kalium im Körper zurückhalten oder den Kaliumspiegel im

Blut erhöhen (z. B. Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel

oder kaliumsparende Arzneimittel wie bestimmte Arzneimittel zur

Entwässerung [Diuretika] [Amilorid, Spironolacton, Triamteren] oder

Heparin)

Arzneimittel gegen Entzündungen und gegen Schmerzen (nichtsteroidale

Antirheumatika) wie Indometacin, einschließlich COX-2-Hemmern, da sie

die blutdrucksenkende Wirkung von Losartan vermindern können

Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich bei gleichzeitiger Einnahme

dieser Arzneimittel die Nierenfunktion weiter verschlechtern.

Lithiumhaltige Arzneimittel, z. B. gegen Depressionen, sollten ohne enge

ärztliche Überwachung nicht in Kombination mit Losartan eingenommen

werden. Besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B. Blutuntersuchungen,

können angebracht sein.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte „Losartan - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden" und

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Einnahme von Losartan - 1 A Pharma zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Losartan - 1 A Pharma kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder

schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt wird Ihnen empfehlen,

Losartan - 1 A Pharma vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass

Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen.,Die Anwendung von Losartan - 1 A Pharma in der frühen Phase der

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Losartan

- 1 A Pharma in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Losartan - 1 A Pharma wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern

empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie

stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn

es eine Frühgeburt war.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zur Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Es ist unwahrscheinlich, dass Losartan -

1 A Pharma die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen beeinflusst. Allerdings kann Losartan, wie viele andere

blutdrucksenkende Arzneimittel, Schwindel oder Müdigkeit bei einigen Personen

verursachen. Sollten bei Ihnen Schwindel oder Müdigkeit auftreten, fragen Sie

Ihren Arzt um Rat, bevor Sie solchen Tätigkeiten nachgehen.

Losartan - 1 A Pharma enthält Lactose

Bitte nehmen Sie daher Losartan - 1 A Pharma erst nach Rücksprache mit

Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Unverträglichkeit

gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Losartan - 1 A Pharma enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro

Filmtablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3.

WIE IST LOSARTAN - 1 A PHARMA EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis auswählen, abhängig von Ihrer

Erkrankung und davon, ob Sie noch andere Arzneimittel einnehmen. Es ist

wichtig, dass Sie Losartan - 1 A Pharma so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es

Ihnen verordnet hat. Dies führt zu einer reibungslosen Senkung des Blutdrucks.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan (1 Filmtablette

Losartan 50 - 1 A Pharma) 1-mal täglich. Die maximale blutdrucksenkende

Wirkung wird gewöhnlich etwa 3-6 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht.

Bei einigen Patienten kann die Dosis auf 100 mg Losartan (2 Filmtabletten

Losartan 50 - 1 A Pharma) 1-mal täglich erhöht werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Losartan - 1 A Pharma zu stark oder zu schwach ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (6 bis 18 Jahre)

Kinder im Alter von unter 6 Jahren

Losartan - 1 A Pharma wird nicht zur Anwendung für Kinder unter 6 Jahren

empfohlen, da die Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren

Die empfohlene Anfangsdosis bei Patienten zwischen 20 und 50 kg beträgt 0,7

mg Losartan/kg Körpergewicht 1-mal täglich angewendet (bis zu 25 mg

Losartan); bei unzureichender Senkung des Blutdrucks kann der Arzt die Dosis

erhöhen.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit (Typ-2-

Diabetes mellitus)

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan (1 Filmtablette

Losartan 50 - 1 A Pharma) 1-mal täglich. Die Dosis kann später auf 100 mg

Losartan (2 Filmtabletten Losartan 50 - 1 A Pharma) 1-mal täglich erhöht

werden, in Abhängigkeit vom Ansprechen Ihres Blutdrucks.

Losartan - 1 A Pharma Filmtabletten können sowohl zusammen mit anderen

blutdrucksenkenden Arzneimitteln (z. B. Entwässerungsmitteln,

Kalziumantagonisten, Alpha- oder Beta-Rezeptoren-Blockern sowie zentral

wirksamen Antihypertonika) als auch mit Insulin und anderen häufig

verwendeten Arzneimitteln zur Senkung des Blutzuckers (z. B.

Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und Glucosidasehemmern) eingenommen

werden.

Erwachsene Patienten mit Herzleistungsschwäche

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 12,5 mg* Losartan 1-mal täglich. Im

Allgemeinen sollte die Dosis schrittweise wöchentlich erhöht werden (d. h. 12,5

mg täglich während der 1. Woche, 25 mg täglich während der 2. Woche, 50 mg

täglich während der 3. Woche, 100 mg täglich während der 4. Woche, 150 mg

täglich während der 5. Woche) bis zur von Ihrem Arzt festgelegten

Erhaltungsdosis. Eine Maximaldosis von 150 mg* Losartan 1-mal pro Tag kann

angewendet werden.

Bei der Behandlung der Herzschwäche wird Losartan üblicherweise mit einem

Arzneimittel zur Entwässerung über die Nieren und Erhöhung der Urinmenge

(Diuretikum) und/oder einem bestimmten Arzneimittel zur Stärkung des Herzens

(Digitalis) und/oder einer bestimmten Gruppe blutdrucksenkender Arzneimittel

(Betablocker) kombiniert.

* Für die niedrigeren und höheren Dosierungen steht Losartan - 1 A Pharma

auch in den Stärken 12,5 mg, 25 mg, 75 mg und 100 mg zur Verfügung.

Dosierung bei speziellen Patientengruppen

Der Arzt kann zu einer niedrigeren Dosis raten, insbesondere zu

Behandlungsbeginn bei Patienten, die mit hohen Dosen harntreibender

Arzneimittel behandelt werden, bei Patienten mit Störungen der Leberfunktion

oder bei Patienten über 75 Jahren. Die Anwendung von Losartan bei Patienten

mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion wird nicht empfohlen (siehe

Abschnitt „Losartan - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden").

Einnahme

Die Filmtabletten sollten mit 1 Glas Wasser geschluckt werden. Versuchen Sie,

Losartan - 1 A Pharma täglich zur gleichen Zeit einzunehmen. Es ist wichtig,

dass Sie Losartan - 1 A Pharma solange einnehmen, wie mit dem Arzt

vereinbart ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Losartan - 1 A Pharma eingenommen

haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Filmtabletten eingenommen haben,

verständigen Sie sofort Ihren Arzt. Symptome einer Überdosierung sind

niedriger Blutdruck, ein zu schneller, aber möglicherweise auch zu langsamer

Herzschlag.

Wenn Sie die Einnahme von Losartan - 1 A Pharma vergessen haben

Wenn Sie versehentlich die Einnahme Ihrer täglichen Dosis vergessen haben,

nehmen Sie bitte die nächste Dosis wie verordnet. Nehmen Sie keine doppelte

Dosis ein, um die vergessene Filmtablette nachzuholen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben,

die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nehmen Sie Losartan nicht mehr ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt

oder begeben sich in das nächstgelegene medizinische Notfallzentrum, falls

folgende Beschwerden bei Ihnen auftreten:

Eine schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch

Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen

und die Atembeschwerden oder Schluckbeschwerden verursachen kann.

Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung und kann bis zu 1

von 1.000 Behandelten betreffen. Sie benötigen möglicherweise notärztliche

Versorgung oder müssen in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Über folgende Nebenwirkungen wurde bei Losartan berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelte betreffen):

Schwindel

niedriger Blutdruck (besonders nach starkem Flüssigkeitsverlust, z. B.

bei Patienten mit schwerer Herzleistungsschwäche oder unter

Behandlung mit hoch dosierten Entwässerungstabletten)

dosisabhängige Wirkungen wie Blutdruckabfall bzw. Kreislaufstörungen

beim Wechsel vom Liegen oder Sitzen zum Stehen (orthostatische

Wirkungen)

Schwächegefühl

Müdigkeit

zu niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)

zu viel Kalium im Blut (Hyperkaliämie)

Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen

Verminderung der Anzahl der roten Blutzellen (Anämie)

Anstieg von Blutharnstoff, Anstieg von Serum-Kreatinin und Serum-

Kalium bei Patienten mit Herzleistungsschwäche

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelte betreffen):

Schläfrigkeit

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

Herzklopfen oder -rasen (Palpitationen)

starke Schmerzen im Brustkorb/Herzengegefühl (Angina pectoris)

Kurzatmigkeit (Dyspnoe)

Bauchschmerzen

Verstopfung

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Nesselsucht (Urtikaria)

Juckreiz (Pruritus)

Hautausschlag

auf bestimmte Körperregionen begrenzte Schwellungen (Ödeme)

Husten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelte betreffen):

Überempfindlichkeitsreaktionen

schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch

Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder

Rachen, die Atembeschwerden oder Schluckbeschwerden verursachen

kann (Angioödem)

Gefäßentzündungen (Vaskulitis einschließlich Purpura Schoenlein-

Henoch)

Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesien)

Ohnmacht (Synkope)

Herzrasen und Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)

Schlaganfall

Leberentzündung (Hepatitis)

erhöhte Werte eines bestimmten Leberenzyms

(Alaninaminotransferase, „ALT“; Labortest zur Untersuchung der

Leberfunktion) im Blut, nach Beendigung der Behandlung üblicherweise

rückläufig

Häufigkeit nicht bekannt (da auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar):

Verminderung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Migräne

Störungen der Leberfunktion

Muskel- und Gelenkschmerzen

grippeähnliche Beschwerden

Rückenschmerzen und Harnwegsinfektionen

erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, möglicherweise mit Rötungen

nach Sonneneinstrahlung (Photosensitivität)

unerklärliche Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Urin

(Rhabdomyolyse)

Impotenz

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

niedrige Blutnatriumspiegel (Hyponatriämie)

Depression

allgemeines Unwohlsein

Klingeln, Summen, Dröhnen oder Klicken in den Ohren (Tinnitus)

verändertes Geschmacksempfinden (Dysgeusie)

Die Nebenwirkungen bei Kindern ähneln den bei Erwachsenen

beschriebenen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen,

dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur

Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST LOSARTAN - 1 A PHARMA AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackungnach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr

verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Losartan 50 - 1 A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist: Losartan-Kalium

Jede Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium.

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Macrogol 4000,

Povidon K 25, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.),

Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Titandioxid (E 171),

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A)

Wie Losartan 50 - 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Losartan 50 - 1 A Pharma sind weiße, ovale Filmtabletten mit beidseitiger

Bruchrille und der Prägung „3”.

Losartan 50 - 1 A Pharma ist in Packungen mit 28, 30, 50, 56, 98 und 100

Filmtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen vermarktet.

Pharmazeutischer Unternehmer

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: 089/6138825-0

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

oder

Lek Pharmaceuticals d.d.

Verovskova 57

1526 Ljubljana

Slowenien

oder

LEK S.A.

Ul. Podlipie 16

95-010 Strykow

Polen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2018

Fachinformation

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Losartan 12,5 - 1 A Pharma, 12,5 mg Filmtabletten

Losartan 25 - 1 A Pharma, 25 mg Filmtabletten

Losartan 50 - 1 A Pharma, 50 mg Filmtabletten

Losartan 75 - 1 A Pharma, 75 mg Filmtabletten

Losartan 100 - 1 A Pharma, 100 mg Filmtabletten

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Losartan 12,5 - 1 A Pharma

Jede Filmtablette enthält 12,5 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 1,18

mg Lactose (als Monohydrat).

Losartan 25 - 1 A Pharma

Jede Filmtablette enthält 25 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 1,37

mg Lactose (als Monohydrat).

Losartan 50 - 1 A Pharma

Jede Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 2,05

mg Lactose (als Monohydrat).

Losartan 75 - 1 A Pharma

Jede Filmtablette enthält 75 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 2,74

mg Lactose (als Monohydrat).

Losartan 100 - 1 A Pharma

Jede Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 3,42

mg Lactose (als Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Losartan 12,5 - 1 A Pharma

Blaue, ovale Filmtablette mit der Prägung „1”

auf einer Seite.

Losartan 25 - 1 A Pharma

Weiße, ovale Filmtablette mit der mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten und

der Prägung „2”

auf einer Seite.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Losartan 50 - 1 A Pharma

Weiße, ovale Filmtablette mit einer Bruchkerbe auf beiden Seiten und der

Prägung „3” auf einer Seite.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Losartan 75 - 1 A Pharma

Weiße, oblonge Filmtablette mit 2 Bruchkerben auf beiden Seiten und der

Prägung „4” auf einer Seite.

Die Filmtablette kann in 3 gleiche Dosen getreilt werden.

Losartan 100 - 1 A Pharma

Weiße, oblonge Filmtablette mit 3 Bruchkerben auf beiden Seiten und der

Prägung „5” auf einer Seite.

Die Filmtablette kann in 4 gleiche Dosen getreilt werden.

KLINISCHE ANGABEN

Anwendungsgebiete

Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen sowie bei

Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren

Behandlung einer Nierenerkrankung bei erwachsenen Patienten mit

Hypertonie und Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie ≥ 0,5 g/Tag

als Teil einer antihypertensiven Behandlung (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5

und 5.1)

Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten,

wenn die Behandlung mit einem „Angiotensin-Converting-Enzyme“ (ACE)-

Hemmer wegen Unverträglichkeit, insbesondere Husten, oder

Gegenanzeige als nicht geeignet erachtet wird. Patienten mit

Herzinsuffizienz, die mit einem ACE-Hemmer stabil eingestellt sind, sollten

nicht auf Losartan umgestellt werden. Die Patienten sollen eine erniedrigte

linksventrikuläre Ejektionsfraktion

40 % aufweisen sowie unter

bestehender Therapie der chronischen Herzinsuffizienz klinisch stabil sein.

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei erwachsenen hypertonen Patienten

mit EKG-dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie (siehe Abschnitt

5.1: LIFE Studie, ethnische Zugehörigkeit)

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Die übliche Anfangs- und Erhaltungsdosis beträgt für die meisten Patienten 50 mg

1-mal täglich.

Die maximale blutdrucksenkende Wirkung wird etwa 3-6 Wochen nach

Therapiebeginn erreicht.

Eine Erhöhung der Dosis auf 100 mg 1-mal täglich (morgens) kann bei manchen

Patienten zu einem besseren Erfolg führen.

Losartan kann zusammen mit anderen Antihypertonika insbesondere Diuretika (z.

B. Hydrochlorothiazid) gegeben werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Hypertoniepatienten mit Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie

0,5 g/Tag

Die übliche Anfangsdosis beträgt 50 mg 1-mal täglich. Die Dosis kann, abhängig

von der Blutdrucksenkung, ab einem Monat nach Behandlungsbeginn auf 100 mg

1-mal täglich erhöht werden. Losartan kann sowohl zusammen mit anderen

Antihypertonika (z. B. Diuretika, Kalziumantagonisten, Alpha- oder

Betarezeptorenblockern sowie zentral wirksamen Antihypertonika - siehe

Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1) als auch mit Insulin und anderen häufig

angewendeten Antidiabetika (z. B. Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und

Glucosidasehemmern) gegeben werden.

Herzinsuffizienz

Die übliche Anfangsdosis von Losartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz beträgt

12,5 mg 1-mal täglich. Im Allgemeinen sollte die Dosis, abhängig von der

individuellen Verträglichkeit, im Abstand von jeweils einer Woche (d. h. 12,5 mg

täglich, 25 mg täglich, 50 mg täglich, 100 mg täglich, bis zu einer Maximaldosis

von 150 mg 1-mal pro Tag) erhöht werden.

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei hypertonen Patienten mit EKG-

dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie

Die übliche Anfangsdosis von Losartan beträgt 50 mg 1-mal täglich. In

Abhängigkeit vom Ansprechen des Blutdrucks sollte eine niedrige Dosis von

Hydrochlorothiazid zusätzlich verabreicht und/oder die Dosis von Losartan auf 100

mg 1-mal täglich erhöht werden.

Besondere Patientengruppen

Anwendung bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust

Bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust (z. B. Patienten, die mit

Diuretika in hohen Dosen behandelt werden), sollte eine Anfangsdosis von 25 mg

1-mal täglich in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit

Hämodialyse

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit Hämodialyse

ist keine Änderung der Anfangsdosierung erforderlich.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte sollte eine

niedrigere Dosis in Betracht gezogen werden. Es gibt keine therapeutische

Erfahrung bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion. Daher ist

Losartan bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Kinder und Jugendliche

6 Monate bis unter 6 Jahren

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Losartan bei Kindern im Alter von 6 Monaten

bis unter 6 Jahren ist nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in den

Abschnitten 5.1 und 5.2 beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch

nicht gegeben werden.

6 Jahre bis 18 Jahre

Für Patienten, die Tabletten schlucken können, beträgt die empfohlene Dosierung

25 mg 1-mal täglich bei einem Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg (in

Ausnahmefällen kann die Dosis bis maximal 50 mg 1-mal täglich erhöht werden).

Eine Dosisanpassung sollte entsprechend der erreichten Blutdrucksenkung

erfolgen.

Bei Patienten über 50 kg beträgt die übliche Dosis 50 mg 1-mal täglich. In

Ausnahmefällen kann die Dosis auf maximal 100 mg 1-mal täglich angehoben

werden. Dosierungen über 1,4 mg/kg (oder über 100 mg) täglich wurden bei

pädiatrischen Patienten nicht untersucht.

Die Anwendung von Losartan wird bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen, da

für diese Patientengruppe begrenzt Daten zur Verfügung stehen.

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären

Filtrationsrate unter 30 ml/min/1,73 m

nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Losartan wird auch nicht bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion

empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Anwendung bei älteren Patienten

Obwohl bei Patienten über 75 Jahren eine niedrigere Initialdosis von 25 mg in

Erwägung gezogen werden sollte, ist eine Dosisanpassung bei älteren Patienten

im Allgemeinen nicht notwendig.

Art der Anwendung

Losartan - 1 A Pharma Filmtabletten sollten mit einem Glas Wasser

eingenommen werden.

Losartan - 1 A Pharma kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen

werden.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile

zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und

4.6)

schwere Einschränkung der Leberfunktion

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan - 1 A Pharma mit Aliskiren-

haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder

eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeit

Angioödem

Patienten mit einem angioneurotischen Ödem in der Vorgeschichte

(Schwellungen von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) sollten engmaschig

überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Hypotonie und Störungen des Elektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts

Eine symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Einnahme oder

nach Erhöhung der Dosis, kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder

Salzverlust durch forcierte Diurese oder hoch dosierte Diuretika-Therapie,

salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen auftreten. Diese Zustände sollten vor der

Gabe von Losartan ausgeglichen werden oder es sollte eine niedrigere

Anfangsdosis verwendet werden (siehe Abschnitt 4.2). Dies gilt ebenso bei

Kindern zwischen 6 und 18 Jahren.

Störungen des Elektrolythaushalts

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, mit oder ohne Diabetes

mellitus, liegt häufig ein Elektrolytungleichgewicht vor, das beachtet werden sollte.

In einer klinischen Studie, die mit Typ-2-Diabetikern mit Nephropathie

durchgeführt wurde, trat bei der mit Losartan behandelten Patientengruppe eine

Hyperkaliämie häufiger auf als in der Plazebogruppe (siehe Abschnitt 4.8).

Deshalb sollten die Serum-Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte

engmaschig überwacht werden; besonders Patienten mit Herzinsuffizienz und

einer Kreatinin-

Clearance zwischen 30-50 ml/min sollten engmaschig überwacht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika,

Kaliumergänzungsmitteln und kaliumhaltigem Salzersatz mit Losartan wird nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionsstörungen

Auf Grundlage von pharmakokinetischen Daten, die zeigen, dass es zu einer

signifikanten Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit

Leberzirrhose kommt, sollte eine niedrigere Dosis bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte in Betracht gezogen werden.

Es gibt keine therapeutische Erfahrung mit Losartan bei Patienten mit schwerer

Leberfunktionseinschränkung. Daher darf Losartan Patienten mit schwerer

Leberfunktionseinschränkung nicht gegeben werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.3

und 5.2).

Losartan wird bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.2).

Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde über

Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet (vor

allem bei Patienten, deren Nierenfunktion abhängig vom Renin- Angiotensin-

Aldosteron-System ist, wie bei schwerer Herzinsuffizienz oder einer

vorbestehenden Nierenfunktionsstörung). Wie bei anderen Arzneimitteln, die das

Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, wurde bei Patienten mit

bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Arterienstenose bei Einzelniere ein

Anstieg von Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet; diese Veränderungen

der Nierenfunktion können nach Beendigung der Therapie reversibel sein.

Losartan sollte bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder

Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit Vorsicht eingesetzt werden.

Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären

Filtrationsrate unter 30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Die Nierenfunktion sollte während der Behandlung mit Losartan regelmäßig

überwacht werden, da sie sich verschlechtern kann. Dies gilt besonders dann,

wenn Losartan unter anderen, die Nierenfunktion möglicherweise

beeinträchtigenden Bedingungen (Fieber, Dehydrierung) gegeben wird.

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan und ACE-Hemmern beeinträchtigt

nachweislich die Nierenfunktion. Deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter

Nierentransplantation.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf

Antihypertonika an, die über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems

wirken. Daher wird die Anwendung von Losartan nicht empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung

Wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann eine übermäßige

Blutdrucksenkung bei Patienten mit ischämischer kardiovaskulärer und

zerebrovaskulärer Erkrankung einen Myokardinfarkt oder Schlaganfall

zur Folge haben.

Herzinsuffizienz

Bei herzinsuffizienten Patienten mit oder ohne Nierenfunktionsstörung besteht,

wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen,

das Risiko eines starken arteriellen Blutdruckabfalls und einer (oft akuten)

Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

Es gibt keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen mit Losartan bei

Patienten mit Herzinsuffizienz und begleitender schwerer Nierenfunktionsstörung,

bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV), sowie bei

Patienten mit Herzinsuffizienz und symptomatischen oder lebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungen. Daher sollte Losartan bei diesen Patientengruppen mit

Vorsicht eingesetzt werden.

Die Kombination von Losartan mit einem Betablocker sollte mit Vorsicht

angewendet werden (siehe Abschnitt 5.1).

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder

Mitralklappenstenose oder obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere

Vorsicht geboten.

Besondere Warnhinweise bezüglich der sonstigen Bestandteile

Losartan - 1 A Pharma enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption

sollten Losartan - 1 A Pharma nicht einnehmen.

Losartan - 1 A Pharma enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium

pro Tablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft

begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine

Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft

festgestellt, ist die Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und

4.6).

Sonstige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wie bei ACE-Hemmern beobachtet sind Losartan und andere Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich

weniger wirksam in der Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht-schwarzer

Hautfarbe.

Möglicherweise liegt das an einer höheren Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in

der Population von Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie,

Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder

Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird,

sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung

engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck

erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit

diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Die blutdrucksenkende Wirkung von Losartan kann durch andere Antihypertonika

verstärkt werden. Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Substanzen (wie

trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Baclofen und Amifostin), die

möglicherweise eine Hypotonie als Nebenwirkung induzieren, kann das Risiko

einer Hypotonie erhöhen.

Losartan wird überwiegend über Cytochrom P450 (CYP)2C9 zum aktiven

Carboxylsäuremetaboliten metabolisiert. In einer klinischen Studie wurde

berichtet, dass Fluconazol (ein CYP2C9-Hemmer) die Plasmakonzentration des

aktiven Metaboliten um ca. 50 % verringert. Eine begleitende Behandlung von

Losartan mit Rifampicin (Induktor metabolischer Enzyme) führte zu einer

Reduktion der Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten um 40 %. Die

klinische Bedeutung dieses Effekts ist nicht bekannt. Bei einer begleitenden

Behandlung mit Fluvastatin (ein schwacher CYP2C9-Hemmer) wurde keine

Beeinflussung der Plasmakonzentration festgestellt.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angiotensin-II oder seine Wirkungen hemmen,

kann die gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln, die Kalium sparen (z. B.

kaliumsparende Diuretika: Amilorid, Triamteren, Spironolacton) oder anderen

Arzneimitteln, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B. Heparin),

sowie von Kalium oder kaliumhaltigen Salzergänzungsmitteln, zu einem Anstieg

der Serum-Kalium-Konzentration führen. Eine Komedikation ist nicht ratsam.

Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium mit ACE-Hemmern wurde über reversible

Anstiege der Serum-Lithium-Konzentrationen und Toxizität berichtet. In sehr

seltenen Fällen wurde dies auch bei Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

berichtet. Deshalb ist die gleichzeitige Gabe von Lithium und Losartan mit Vorsicht

durchzuführen. Falls diese Kombination notwendig ist, wird eine Überwachung

des Serum-Lithium-Spiegels während der gleichzeitigen Anwendung empfohlen.

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und nicht steroidale Antirheumatika

(NSAR; d. h. COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer

Dosierung und nicht-selektive NSAR) gleichzeitig angewendet werden, kann die

antihypertensive Wirkung abgeschwächt werden. Die gleichzeitige Anwendung

von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Diuretika mit NSAR kann

besonders bei Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion zu

einem erhöhtem Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion,

einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens und eines Anstiegs des

Serum-Kaliums führen.

Diese Kombinationen sollten besonders bei älteren Patienten mit Vorsicht

angewendet werden. Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein, eine

Überwachung der Nierenfunktion nach Beginn der Kombinationstherapie sowie in

regelmäßigen Zeitabständen danach sollte in Erwägung gezogen werden.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des

Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung

von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im

Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit

einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie

und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines

teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten

Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch

nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn keine kontrollierten epidemiologischen

Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, so

bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken.

Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwendig erachtet wird,

sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf ein alternative

antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung

mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative

Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit AIIRAs während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im

Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester

werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels

empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt

auf Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan - 1 A Pharma in der Stillzeit

vorliegen, wird Losartan - 1 A Pharma nicht empfohlen; eine alternative

antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei

Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere, wenn Neugeborene oder

Frühgeborene gestillt werden.

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings ist bei aktiver

Teilnahme am Straßenverkehr oder Bedienen von Maschinen zu berücksichtigen,

dass unter antihypertensiver Therapie gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit

auftreten können, insbesondere bei Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhung.

Nebenwirkungen

Losartan wurde wie folgt in klinischen Studien untersucht:

in einer kontrollierten klinischen Studie mit > 3.000 erwachsenen Patienten

ab 18 Jahren mit essenzieller Hypertonie

in einer kontrollierten klinischen Studie mit 177 hypertonen pädiatrischen

Patienten zwischen 6 und 16 Jahren

in einer kontrollierten klinischen Studie mit > 9.000 hypertonen Patienten

zwischen 55 und 80 Jahren mit linksventrikulärer Hypertrophie (siehe

LIFE-Studie, Abschnitt 5.1)

in kontrollierten klinischen Studien mit > 7.700 erwachsenen Patienten mit

chronischer Herzinsuffizienz (siehe ELITE-I-, ELITE-II- und HEAAL-Studie,

Abschnitt 5.1)

in einer kontrollierten klinischen Studie mit > 1.500 Patienten mit Typ-2-

Diabetes mellitus ab 31 Jahren mit Proteinurie (siehe RENAAL Studie,

Abschnitt 5.1)

In diesen klinischen Studien war die häufigste Nebenwirkung Schwindel. Die

Häufigkeit der unten aufgeführten Nebenwirkungen wird wie folgt definiert:

sehr häufig (≥ 1/10)

häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

selten (≥ /10.000 bis < 1/1.000)

sehr selten (< 1/10.000)

nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Tabelle 1. Die Häufigkeit der Nebenwirkungen in Plazebo-kontrollierten klinischen Studien

und nach Markteinführung

Nebenwirkung

Häufigkeit der Nebenwirkung nach Indikation

Andere

Hypertonie

Hypertoniepa-

tienten mit

linksven-

trikulärer Hy-

pertrophie

Chronische

Herzinsuf-

fizienz

Hypertonie

und Typ-2-

Diabetes

mellitus mit

renaler Be-

teiligung

Erfahrungen

nach

Markteinfüh-

rung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Anämie

häufig

nicht bekannt

Thrombozyto-

penie

nicht bekannt

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfind-

lichkeitsreaktio-

nen, anaphylak-

tische Reaktio-

nen, An-

gioödem

Vaskulitis

selten

Psychiatrische Erkrankungen

Depression

nicht bekannt

Erkrankungen des Nervensystems

Schwindel

häufig

häufig

häufig

häufig

Somnolenz

gelegentlich

Kopfschmerzen

gelegentlich

gelegentlich

Schlafstörungen

gelegentlich

Parästhesien

selten

Migräne

nicht bekannt

Dysgeusie

nicht bekannt

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Vertigo

häufig

häufig

Tinnitus

nicht bekannt

Herzerkrankungen

Palpitationen

gelegentlich

Angina pectoris

gelegentlich

Synkope

selten

Vorhofflimmern

selten

zerebraler Insult

selten

Gefäßerkrankungen

(orthostatische)

Hypotonie (ein-

schließlich do-

sisabhängiger

orthostatischer

Effekte)

gelegentlich

häufig

häufig

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Dyspnoe

gelegentlich

Husten

gelegentlich

nicht bekannt

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bauch-

schmerzen

gelegentlich

Obstipation

gelegentlich

Durchfall

gelegentlich

nicht bekannt

Übelkeit

gelegentlich

Erbrechen

gelegentlich

Leber- und Gallenerkrankungen

Pankreatitis

nicht bekannt

Hepatitis

selten

Leberfunk-

tionsstörungen

nicht bekannt

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Urtikaria

gelegentlich

nicht bekannt

Pruritus

gelegentlich

nicht bekannt

Hautausschlag

gelegentlich

gelegentlich

nicht bekannt

Photosensitivität

nicht bekannt

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Myalgie

nicht bekannt

Arthralgie

nicht bekannt

Rhabdomyolyse

nicht bekannt

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunk-

tionsstörungen

häufig

Nierenversagen

häufig

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

erektile Dys-

funktion / Im-

potenz

nicht bekannt

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Asthenie

gelegentlich

häufig

gelegentlich

häufig

Müdigkeit

gelegentlich

häufig

gelegentlich

häufig

Ödeme

gelegentlich

Unwohlsein

Häufigkeit nicht

bekannt

Untersuchungen

Hyperkaliämie

häufig

gelegent-

lich

häufig

Anstieg der

Ala-

ninaminotrans-

ferase (ALT)

selten

Erhöhungen

des Harnstoffs

im Blut, des Se-

rum-Kreatinins

und des Serum-

Kaliums

häufig

Hyponatriämie

nicht bekannt

Hypoglykämie

häufig

einschließlich Schwellung von Larynx, Glottis, Gesicht, Lippen, Rachen und/oder

Zunge (mit nachfolgender Atemwegsobstruktion); bei einigen dieser Patienten

wurde über ein Angioödem in der Vorgeschichte in Verbindung mit der Gabe

anderer Arzneimittel einschließlich ACE-Hemmern berichtet

einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch

besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit

schwerer Herzinsuffizienz oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika

häufig bei Patienten, die 150 mg Losartan anstatt 50 mg Losartan bekamen

In einer klinischen Studie, die mit Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und

einer Nephropathie durchgeführt wurde, entwickelten 9,9 % der mit Losartan-

Tabletten behandelten Patienten und 3,4 % der Patienten unter Plazebo eine

Hyperkaliämie > 5,5 mmol/l.

Dieser war nach Absetzen der Therapie gewöhnlich reversibel.

Folgende zusätzliche Nebenwirkungen traten bei Patienten unter Losartan

häufiger auf als unter Plazebo (Häufigkeiten nicht bekannt): Rückenschmerzen,

Harnwegsinfektionen und grippeähnliche Symptome.

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Als Folge einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wurden bei

Risikopatienten Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen

berichtet, die nach Absetzen der Behandlung reversibel sein können (siehe

Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern scheint jenem von Erwachsenen ähnlich zu

sein.

Die Daten zur pädiatrischen Population sind begrenzt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-

Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome einer Intoxikation

Bisher liegen begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen beim Menschen vor.

Die wahrscheinlichsten Anzeichen einer Überdosierung sind Blutdruckabfall und

Tachykardie. Durch parasympathische (vagale) Stimulation kann eine Bradykardie

auftreten.

Behandlung einer Intoxikation

Falls ein symptomatischer Blutdruckabfall auftreten sollte, sollten unterstützende

Maßnahmen ergriffen werden. Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem

Zeitpunkt der Einnahme

des Arzneimittels und Art und Schwere der Symptome.

Die Wiederherstellung stabiler Herzkreislaufverhältnisse sollte im Vordergrund

stehen.

Nach oraler Aufnahme ist die Gabe ausreichender Mengen von Aktivkohle

indiziert. Anschließend müssen die Vitalparameter überwacht und Abweichungen

ggf. korrigiert werden.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt

werden.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-

System, Angiotensin-II-Antagonisten, rein

ATC-Code: C09CA01

Losartan ist ein synthetisch hergestellter oraler Angiotensin-II-Rezeptor (Typ AT

Antagonist.

Angiotensin-II, ein potenter Vasokonstriktor, ist das primär aktive Hormon des

Renin-Angiotensin-Systems und eine wichtige Determinante der Pathophysiologie

der Hypertonie. Angiotensin-II bindet an den AT

-Rezeptor, der in vielen Geweben

zu finden ist (z. B. glatte Gefäßmuskulatur, Nebenniere, Nieren, Herz), und ruft

wichtige biologische Wirkungen hervor, wie beispielsweise Vasokonstriktion und

Freisetzung von Aldosteron. Angiotensin-II stimuliert auch die Proliferation glatter

Muskelzellen.

Losartan blockiert selektiv den AT

-Rezeptor. In vitro und in vivo hemmen

Losartan und sein pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit E-3174 alle

physiologisch relevanten Wirkungen von Angiotensin II, unabhängig von dessen

Herkunft oder vom Weg seiner Entstehung.

Eine agonistische Wirkung besitzt Losartan nicht, auch erfolgt keine Blockierung

anderer Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bei der kardiovaskulären

Regulation von Bedeutung sind. Losartan hemmt auch nicht ACE (= Kininase II),

das Enzym, welches Bradykinin abbaut. Somit kommt es nicht zu einer

Verstärkung bradykininvermittelter unerwünschter Wirkungen.

Während der Gabe von Losartan führt der Wegfall der negativen Rückkopplung

von Angiotensin-II auf die Reninbildung zum Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität

(PRA). Ein Anstieg der PRA führt zum Anstieg von Angiotensin-II im Plasma.

Trotz dieses Anstiegs bleiben die antihypertensive Wirkung und die Suppression

der Plasma-Aldosteron-Konzentration erhalten, was auf eine effektive

Angiotensin-II-Rezeptor-Blockade hinweist. Nach Absetzen von Losartan sanken

die PRA- und

Angiotensin-II-Werte binnen drei Tagen auf die Ausgangswerte.

Sowohl Losartan als auch sein aktiver Hauptmetabolit haben eine viel größere

Affinität für den AT

-Rezeptor als für den AT

-Rezeptor. Der aktive Metabolit ist

10- bis 40-fach wirksamer auf Gewichtsbasis als Losartan.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien reduzierte die 1-mal tägliche Gabe von

Losartan bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer essenzieller Hypertonie

statistisch signifikant den systolischen und diastolischen Blutdruck. Messungen

der Blutdruckwerte 24 Stunden nach der Einnahme im Vergleich zu 5-6 Stunden

nach der Einnahme zeigten eine Blutdrucksenkung über 24 Stunden; der

zirkadiane Rhythmus blieb erhalten. Die Blutdrucksenkung am Ende des

Dosierungsintervalls betrug etwa 70-80 % des Effekts, der 5-6 Stunden nach der

Gabe zu sehen war.

Absetzen von Losartan führte bei Hypertonikern nicht zu einem abrupten

Blutdruckanstieg (Rebound). Trotz der deutlichen Blutdrucksenkung zeigte

Losartan keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern ebenso wirksam wie bei Frauen, bei jüngeren

Hypertonikern (unter 65 Jahren) ebenso wie bei älteren.

LIFE-Studie

Die Losartan-Interventionsstudie zur Endpunktreduktion bei Hypertonie (Losartan

Intervention For Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine

randomisierte, 3-fach-verblindete und aktiv-kontrollierte Studie mit 9193

Hypertonikern zwischen 55 und 80 Jahren mit EKG-dokumentierter

linksventrikulärer Hypertrophie.

Die Patienten erhielten zu Beginn randomisiert entweder Losartan 50 mg oder

Atenolol 50 mg 1-mal täglich. Wenn der Zielblutdruck (< 140/90 mmHg) nicht

erreicht wurde, wurde zunächst Hydrochlorothiazid (12,5 mg) zugegeben und

dann gegebenenfalls die Losartan- oder Atenolol-Dosis auf 100 mg 1-mal täglich

erhöht. Falls notwendig, wurden andere Antihypertonika (nicht jedoch ACE-

Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Betarezeptorenblocker) in

beiden Gruppen zusätzlich gegeben, um das Ziel einer vergleichbaren

Erniedrigung des Blutdrucks in beiden Gruppen zu erreichen.

Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus kardiovaskulärer Morbidität und

Mortalität gemessen als Reduktion der kombinierten Inzidenz von

kardiovaskulärem Tod, Schlaganfall und Myokardinfarkt. In beiden

Behandlungsgruppen kam es zu einer signifikanten, vergleichbaren Erniedrigung

des Blutdrucks. Die Behandlung mit Losartan führte im Vergleich zu Atenolol zu

einer Risikoreduktion um 13,0 % (p = 0,021, 95 % Konfidenzintervall 0,77-0,98) in

Bezug auf den primären zusammengesetzten Endpunkt. Dies war hauptsächlich

auf die Senkung der Schlaganfallsrate zurückzuführen. Die Behandlung mit

Losartan senkte das relative Risiko für einen Schlaganfall um 25 % (p = 0,001, 95

% Konfidenzintervall 0,63-0,89) im Vergleich zu Atenolol. Die Rate der Inzidenz

kardiovaskulärer Todesfälle und Myokardinfarkte unterschied sich nicht signifikant

zwischen den Behandlungsgruppen.

Ethnische Zugehörigkeit

In der LIFE-Studie hatten die mit Losartan behandelten Patienten schwarzer

Hautfarbe ein höheres Risiko, den primären zusammengesetzten Endpunkt, d. h.

ein kardiovaskuläres Ereignis (z. B. Herzinfarkt, kardiovaskulärer Tod) und

insbesondere Schlaganfall zu erleiden, als die mit Atenolol behandelten Patienten

schwarzer Hautfarbe. Daher treffen die in der LIFE-Studie beobachteten

Ergebnisse von Losartan im Vergleich zu Atenolol bezüglich kardiovaskulärer

Morbidität/Mortalität nicht für Patienten mit schwarzer Hautfarbe zu, die an

Bluthochdruck und linksventrikulärer Hypertrophie leiden.

RENAAL-Studie

Die RENAAL-Studie (Reduction of Endpoints in NIDDM [Non Insulin Dependent

Diabetes Mellitus] with the Angiotensin II-Receptor Antagonist Losartan) war eine

kontrollierte, weltweit durchgeführte klinische Studie mit 1513 Patienten mit Typ-2-

Diabetes mellitus und Proteinurie, mit oder ohne Hypertonie. 751 Patienten

erhielten Losartan.

Ziel der Studie war es, die über den Nutzen einer Blutdrucksenkung

hinausgehende nephroprotektive Wirkung von Losartan-Kalium zu zeigen.

Patienten mit Proteinurie und einem Serum-Kreatinin von 1,3-3,0 mg/dl wurden

auf der Basis einer konventionellen antihypertensiven Therapie unter Ausschluss

von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Antagonisten randomisiert und entweder

mit Losartan 50 mg 1-mal täglich, das abhängig von der Blutdrucksenkung titriert

wurde, oder mit Plazebo behandelt.

Die Prüfärzte wurden angehalten, gegebenenfalls auf 100 mg täglich zu titrieren;

72 % der Patienten nahmen die meiste Zeit die Tagesdosis 100 mg. Andere

Antihypertonika (Diuretika, Kalziumantagonisten, Alpha- oder

Betarezeptorenblocker sowie zentral wirksame Antihypertonika) konnten in beiden

Gruppen je nach Bedarf zusätzlich gegeben werden. Die Patienten wurden bis zu

4,6 Jahre beobachtet (Mittelwert 3,4 Jahre). Der primäre Endpunkt der Studie war

ein zusammengesetzter Endpunkt aus Verdoppelung des Serum-Kreatinins,

terminaler Niereninsuffizienz (Dialysepflicht oder Transplantation) oder Tod.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Losartan (327 Ereignisse) im

Vergleich zu Plazebo (359 Ereignisse) für die Patienten zu einer Risikoreduktion

von 16,1 % (p = 0,022) führte, den primären zusammengesetzten Endpunkt zu

erreichen. Für die folgenden einzelnen und kombinierten Komponenten des

primären Endpunkts ergab sich bei den mit Losartan behandelten Patienten eine

signifikante Risikoreduktion: 25,3 % Risikoreduktion für die Verdoppelung des

Serum-Kreatinins (p = 0,006); 28,6 % Risikoreduktion für die terminale

Niereninsuffizienz (p = 0,002); 19,9 % Risikoreduktion für die terminale

Niereninsuffizienz oder Tod (p = 0,009); 21,0 % Risikoreduktion für eine

Verdoppelung des Serum-

Kreatinins oder terminale Niereninsuffizienz (p = 0,01).

Die Rate der Gesamttodesfälle war zwischen beiden Behandlungsgruppen nicht

signifikant unterschiedlich. In dieser Studie wurde Losartan im Allgemeinen gut

vertragen, wie die Rate von Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen im

Vergleich zur Plazebogruppe belegte.

HEEAL-Studie

Die „Heart Failure Endpoint Evaluation of Angiotensin-II-Antagonist Losartan“

(HEAAL)-Studie war eine weltweit durchgeführte kontrollierte, klinische Studie mit

3.834 Patienten zwischen 18 und 98 Jahren mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen

II – IV), die eine Intoleranz gegenüber ACE-Hemmern aufwiesen. Die Patienten

bekamen zusätzlich zu einer konventionellen Basistherapie unter Ausschluss von

ACE-Hemmern randomisiert entweder 50 mg Losartan 1-mal/Tag oder 150 mg

Losartan 1-mal/Tag.

Die Patienten wurden über 4 Jahre (Mittelwert [Median] 4,7 Jahre) beobachtet.

Der primäre Endpunkt der Studie war ein kombinierter Endpunkt aus

Gesamtmortalität oder Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine Behandlung mit 150 mg Losartan (828

Ereignisse) im Vergleich zu 50 mg Losartan (889 Ereignisse) zu einer

Risikoreduktion von 10,1 % (p = 0,027, 95 % Konfidenzintervall 0,82-0,99) führte,

hinsichtlich der Anzahl der Patienten, die den primären kombinierten Endpunkt

erreichten. Dies war hauptsächlich auf eine Verringerung der Häufigkeit der

Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzinsuffizienz zurückzuführen. Im

Vergleich zu 50 mg Losartan reduzierte die Behandlung mit 150 mg Losartan das

Risiko für Krankenhauseinweisungen um 13,5 % (p = 0,025, 95 %

Konfidenzintervall 0,76-0,98). Die Gesamtmortalitätsrate war zwischen beiden

Behandlungsgruppen nicht signifikant unterschiedlich. Niereninsuffizienz,

Hypotonie und Hyperkaliämie traten in der Gruppe unter 150 mg Losartan

häufiger auf als in der Gruppe unter 50 mg, jedoch führten diese unerwünschten

Ereignisse in der Gruppe unter 150 mg nicht signifikant häufiger zu einem

Therapieabbruch.

ELITE-I- und ELITE-II-Studie

In der ELITE-Studie über 48 Wochen bei 722 Patienten mit Herzinsuffizienz

(NYHA-Klasse II-IV) wurde kein Unterschied hinsichtlich des primären Endpunkts

einer langfristigen Änderung der Nierenfunktion zwischen den mit Losartan und

den mit Captopril behandelten Patienten beobachtet. Die Beobachtung der ELITE-

Studie, dass Losartan das Mortalitätsrisiko im Vergleich zu Captopril verringerte,

wurde in der anschließenden ELITE-II-Studie, die nachfolgend beschrieben wird,

nicht bestätigt.

In der ELITE-II-Studie wurde Losartan 50 mg 1-mal täglich (Anfangsdosis 12,5

mg, erhöht auf 25 mg, dann 50 mg 1-mal täglich) mit Captopril 50 mg 3-mal

täglich (Anfangsdosis 12,5 mg, erhöht auf 25 mg, dann auf 50 mg 3-mal täglich)

verglichen. Der primäre Endpunkt dieser prospektiven Studie war die

Gesamtmortalität.

In dieser Studie wurden 3152 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II-IV)

fast zwei Jahre beobachtet (Median: 1,5 Jahre), um festzustellen, ob Losartan

Captopril bei der Senkung der Gesamtmortalität überlegen ist. Der primäre

Endpunkt zeigte keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Losartan

und Captopril bei der Senkung der Gesamtmortalität.

In beiden Wirkstoff-kontrollierten klinischen Studien (nicht Plazebo-kontrolliert) an

Patienten mit Herzinsuffizienz war die Verträglichkeit von Losartan jener von

Captopril überlegen, gemessen anhand einer signifikant geringeren

Therapieabbruchrate aufgrund unerwünschter Wirkungen und einer signifikant

geringeren Hustenhäufigkeit.

In der ELITE-II-Studie wurde in der kleinen Subgruppe (22 % aller HI-Patienten)

unter Betablockern bei Behandlungsbeginn eine erhöhte Mortalität beobachtet.

Duale Blockade des RAAS

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing

Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und

„VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die

gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder

einer zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes

mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA

NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und

diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für

Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur

Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer

Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig

angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using

Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die

Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-

Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer

Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre

Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch

häufiger auf als in der Plazebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und

besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,

Nierenfunktionsstörung).

Studien bei Kindern

Hypertonie bei Kindern

Die antihypertensive Wirkung von Losartan wurde in einer klinischen Studie mit

177 hypertonen Kindern zwischen 6-16 Jahren mit einem Körpergewicht über 20

kg und einer glomerulären Filtrationsrate > 30 ml/min/1,73 m² untersucht.

Patienten mit einem Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg erhielten täglich

entweder 2,5 mg, 25 mg oder 50 mg Losartan. Patienten mit einem Körpergewicht

über 50 kg erhielten täglich entweder 5 mg, 50 mg oder 100 mg Losartan. Am

Ende der dritten Woche kam es durch die 1-mal tägliche Losartan-Gabe zu einer

dosisabhängigen Senkung des Blutdruckwertes am Ende des

Dosierungsintervalls.

Insgesamt gesehen zeigte sich eine Dosis-Wirkungs-Beziehung. Die Dosis-

Wirkungs-Beziehung war im Vergleich der Gruppe mit der niedrigen Dosis zu der

mit der mittleren Dosis (Studienabschnitt I: -6,2 mmHg vs. -11,65 mmHg) sehr

offensichtlich, schwächte sich aber im Vergleich der Gruppe mit der mittleren

Dosis zu der mit der hohen Dosis (Studienabschnitt I: -11,65 mmHg vs.-12,21

mmHg) ab. Die niedrigsten in den Studien untersuchten Dosen von 2,5 mg und 5

mg, entsprechend einer durchschnittlichen Tagesdosis von 0,07 mg/kg, zeigten

offenbar keine konsistente antihypertensive Wirkung.

Diese Ergebnisse wurden im Abschnitt II der Studie, in die die Patienten nach 3

Behandlungswochen zur Weiterführung der Therapie mit Losartan oder Plazebo

randomisiert wurden, bestätigt. Der Unterschied im Blutdruckanstieg im Vergleich

zu Plazebo war in der mittleren Dosierungsgruppe am größten (6,70 mmHg bei

mittlerer Dosis vs. 5,38 mmHg bei hoher Dosis). Der Anstieg des diastolischen

Blutdruckwerts am Ende des Dosierungsintervalls war in der Patientengruppe

unter Plazebo und bei Patienten unter der niedrigsten Losartan-Dosis in jeder

Gruppe gleich. Dies zeigt ebenfalls, dass die niedrigste Dosis in allen Gruppen

keine signifikante antihypertensive Wirkung hatte.

Langzeitwirkungen von Losartan auf Wachstum, Pubertät und allgemeine

Entwicklung wurden nicht untersucht. Die Langzeitwirksamkeit der

antihypertensiven Therapie mit Losartan in der Kindheit auf die Senkung der

kardiovaskulären Morbidität und Mortalität wurde ebenfalls nicht untersucht.

Die Wirkung von Losartan auf eine Proteinurie wurde bei hypertonen (n = 60) und

normotonen (n = 246) Kindern mit einer Proteinurie in einer 12-wöchigen, plazebo-

und aktiv-kontrollierten (Amlodipin) klinischen Studie bestimmt. Eine Proteinurie

wurde definiert als Verhältnis von Protein/Kreatinin ≥ 0,3 im Urin. Die hypertonen

Patienten (im Alter von 6 bis 18 Jahren) wurden randomisiert entweder auf Los-

artan (n = 30) oder Amlodipin (n = 30) eingestellt. Die normotonen Patienten (zwi-

schen 1 und 18 Jahren) wurden randomisiert entweder auf Losartan (n = 122) o-

der Plazebo (n = 124) eingestellt. Losartan wurde in Dosierungen von 0,7 mg/kg

bis 1,4 mg/kg (bis zu einer Maximaldosis von 100 mg/Tag) gegeben. Amlodipin

wurde in Dosierungen von 0,05 mg/kg bis 0,2 mg/kg (bis zu einer Maximaldosis

von 5 mg/Tag) gegeben.

Insgesamt kam es bei den auf Losartan eingestellten Patienten nach 12-wöchiger

Behandlung zu einer statistisch signifikanten Reduktion der Proteinurie von 36 %

bezogen auf den Ausgangswert versus einer 1 %igen Zunahme in der Plazebo-

/Amlodipingruppe (p ≤ 0,001). Bei den auf Losartan eingestellten hypertonen Pati-

enten kam es zu einer Reduktion der Proteinurie von -41,5 % vom Ausgangswert

(95 % CI -29,9; -51,1) versus +2,4 % (95 % CI -22,2; 14,1) in der Amlodipingrup-

pe. Die Abnahme sowohl des systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks

war in der Losartangruppe (-5,5/-3,8 mmHg) im Vergleich zu der Amlodipingruppe

(-0,1/+0,8 mmHg) stärker. Bei normotonen Kindern wurde in der Losartangruppe

eine geringfügige Abnahme des Blutdrucks (-3,7/-3,4 mmHg) im Vergleich zu Pla-

zebo festgestellt. Eine signifikante Korrelation zwischen der Abnahme der Pro-

teinurie und der Abnahme des Blutdrucks wurde nicht beobachtet; es ist jedoch

möglich, dass die Abnahme des Blutdrucks teilweise für den Rückgang der Pro-

teinurie in der mit Losartan behandelten Gruppe verantwortlich war.

Die Langzeitwirkungen von Losartan bei Kindern mit Proteinurie wurden bis zu 3

Jahren in der offenen Sicherheits-Verlängerungsphase derselben Studie unter-

sucht, in die alle Patienten eingeladen wurden, welche die 12-wöchige Behandlung

der Basisstudie beendet hatten. Insgesamt nahmen 268 Patienten an der offenen

Verlängerungsphase teil und wurden erneut zu Losartan (n = 134) oder Enalapril

(n = 134) randomisiert. 109 Patienten wurden mehr als 3 Jahre behandelt und

nachbeobachtet (vorab definierte Beendigung der Studie bei Abschluss der 3-

jährigen Verlängerungsphase durch mehr als 100 Patienten). Die Dosierungen von

Losartan betrugen nach Ermessen der Prüfärzte 0,30-4,42 mg/kg/Tag, die von

Enalapril 0,02-1,13 mg/kg/Tag. Die Tageshöchstdosen von 50 mg für ein Körper-

gewicht < 50 kg und 100 mg für ein Körpergewicht > 50 kg wurden bei den meis-

ten Patienten während der Verlängerungsphase der Studie nicht überschritten.

Insgesamt zeigten die Daten der Sicherheits-Verlängerungsphase, dass Losartan

gut vertragen wurde und über 3 Jahre lang zu anhaltenden Reduktionen der Pro-

teinurie ohne nennenswerte Veränderung der glomerulären Filtrationsrate (GFR)

führte. Bei normotonen Patienten (n = 205) hatte Enalapril eine numerisch größere

Wirkung auf die Proteinurie als Losartan (-33,0 % [95 % CI -47,2; -15,0] vs. -16,6

% [95 % CI -34,9; 6,8]) und GFR (9,4 [95 % CI 0,4; 18,4] vs. -4,0 [95 % CI -13,1;

5,0] ml/min/1,73 m

). Bei hypertonen Patienten (n = 49) hatte Losartan eine nume-

risch größere Wirkung auf die Proteinurie (-44,5 % [95 % CI -64,8; -12,4] vs. 39,5

% [95 % CI -62,5; -2,2]) und GFR (18,9 [95 % CI 5,2; 32,5] vs. -13,4 [95 % CI -

27,3: 0,6] ml/min/1,73 m

Eine unverblindete klinische Dosisfindungsstudie diente zur Bewertung der

Sicherheit und Wirksamkeit von Losartan bei Kindern von 6 Monaten bis 6 Jahren

mit Hypertonie. Insgesamt wurden 101 Patienten randomisiert und sollten

unverblindet Losartan in einer von 3 verschiedenen Anfangsdosierungen erhalten:

eine niedrige Dosis von 0,1 mg/kg/Tag (n = 33), eine mittlere Dosis von 0,3

mg/kg/Tag (n = 34) oder eine hohe Dosis von 0,7 mg/kg/Tag (n = 34). Darunter

waren 27 Kleinstkinder im Alter von 6 bis 23 Monaten. Die Studienmedikation

wurde in den Wochen 3, 6 und 9 auf die nächste Stufe erhöht, wenn die Patienten

ihren Blutdruck-Zielwert nicht erreichten und noch nicht die Höchstdosis (1,4

mg/kg/Tag, wobei 100 mg/Tag nicht überschritten werden durften) von Losartan

erhalten hatten.

Von den 99 Patienten unter Studienmedikation nahmen 90 (90,9 %) Patienten an

der Verlängerungsphase teil, in der alle 3 Monate Visiten zur Nachbeobachtung

stattfanden. Die mittlere Therapiedauer betrug 264 Tage.

Insgesamt kam es in allen Behandlungsgruppen zu einer ähnlichen mittleren

Blutdrucksenkung vom Ausgangswert (Veränderung vom Ausgangswert in Woche

3 für den systolischen Blutdruckwert: -7,3 mmHg für die niedrige Dosis, -7,6

mmHg für die mittlere Dosis und -6,7 mmHg für die hohe Dosis; Veränderung vom

Ausgangswert in Woche 3 für den diastolischen Blutdruckwert: -8,2 mmHg für die

niedrige Dosis, -5,1 mmHg für die mittlere Dosis und -6,7 mmHg für die hohe

Dosis); allerdings gab es keine statistisch signifikante Dosis-Wirkungsbeziehung

für das Ansprechen sowohl beim systolischen als auch beim diastolischen

Blutdruckwert.

Losartan in Dosierungen bis zu 1,4 mg/kg wurde bei Kindern mit Hypertonie im

Alter von 6 Monaten bis zu 6 Jahren im Laufe der 12-wöchigen Therapie im

Allgemeinen gut vertragen. Das Sicherheitsprofil erschien insgesamt zwischen

den Behandlungsgruppen ähnlich zu sein.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut resorbiert und unterliegt einem First-

Pass-Metabolismus. Es werden ein aktiver Carboxylsäure-Metabolit und weitere

inaktive Metaboliten gebildet. Die systemische Bioverfügbarkeit von Losartan-

Filmtabletten beträgt ca. 33 %. Mittlere maximale Plasmakonzentrationen von

Losartan werden in einer Stunde, des aktiven Metaboliten in 3-4 Stunden erreicht.

Verteilung

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu

99 % eiweißgebunden, primär an

Albumin. Das Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter.

Biotransformation

Etwa 14 % von intravenös oder oral verabreichtem Losartan werden zu seinem

aktiven Metaboliten umgewandelt. Die Untersuchungen mit

C-markiertem

Losartan zeigten nach oraler und intravenöser Gabe, dass die Radioaktivität im

Plasma vorwiegend Losartan und seinem aktiven Metaboliten zuzuschreiben ist.

Bei etwa 1 % der Probanden war eine geringe Konversion von Losartan in seinen

aktiven Metaboliten festzustellen.

Zusätzlich zum aktiven Metaboliten, werden inaktive Metaboliten gebildet.

Ausscheidung

Die Plasma-Clearance von Losartan bzw. seines aktiven Metaboliten beträgt etwa

600 ml/min bzw. 50 ml/min. Die Werte für die renale Clearance liegen bei etwa 74

ml/min (Losartan) und 26 ml/min (aktiver Metabolit). Nach oraler Einnahme

werden etwa 4 % der Dosis unverändert mit dem Urin ausgeschieden, etwa 6 %

der Dosis erscheinen im Urin als aktiver Metabolit. Bis zu oralen Dosen von 200

mg Losartan-Kalium pro Tag ist die Pharmakokinetik von Losartan und dem

aktiven Metaboliten linear.

Nach oraler Einnahme verlaufen die Plasmakonzentrationen von Losartan und

seines aktiven Metaboliten polyexponentiell mit einer terminalen Halbwertszeit von

ca. 2 Stunden bzw. 6-9 Stunden. Bei einer Dosierung mit 100 mg 1-mal täglich

akkumulieren weder Losartan noch sein aktiver Metabolit signifikant im Plasma.

Die Ausscheidung von Losartan und seinen Metaboliten erfolgt biliär und renal.

Nach oraler/intravenöser Gabe von

C-markiertem Losartan werden beim

Menschen etwa 35 % / 43 % der Radioaktivität im Urin und 58 % / 50 % in den

Faeces gefunden.

Besondere Patientengruppen

Bei älteren Hypertonikern waren die Plasmakonzentrationen von Losartan und

seines aktiven Metaboliten nicht wesentlich unterschiedlich zu jenen, die bei

jungen Hypertonikern beobachtet wurden.

Bei Frauen mit Hypertonie waren die Plasmaspiegel von Losartan bis zu 2-fach

höher als bei Männern mit Hypertonie, während die Plasmaspiegel des aktiven

Metaboliten bei Männern und Frauen nicht unterschiedlich waren.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger alkoholinduzierter Leberzirrhose waren die

Plasmaspiegel von Losartan und seines aktiven Metaboliten nach oraler Gabe 5-

fach bzw. 1,7-fach höher als bei jungen männlichen Probanden (siehe Abschnitte

4.2 und 4.4).

Die Plasmakonzentrationen von Losartan sind bei Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance über 10 ml/min unverändert. Im Vergleich zu Patienten mit normaler

Nierenfunktion ist bei Dialysepatienten die AUC für Losartan etwa 2-fach höher.

Die Plasmakonzentrationen des aktiven Metaboliten sind bei Patienten mit

Nierenfunktionseinschränkung ebenso wie bei Dialysepatienten unverändert.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt

werden.

Pharmakokinetik bei pädiatrischen Patienten

Die Pharmakokinetik von Losartan wurde bei 50 hypertonen Kindern im Alter

zwischen > 1 Monat und < 16 Jahren untersucht. Es wurde eine tägliche orale

Dosis von 0,54-0,77 mg Losartan/kg KG gegeben (mittlere Dosen). Die

Ergebnisse zeigten, dass der aktive Metabolit von Losartan in allen Altersgruppen

gebildet wird. Die Ergebnisse zeigten für Losartan nach oraler Einnahme ungefähr

ähnliche pharmakokinetische Parameter bei Säuglingen, Kleinkindern,

Vorschulkindern, Schulkindern und Jugendlichen. Die pharmakokinetischen

Parameter des Metaboliten unterschieden sich zwischen den Altersgruppen in

einem größeren Ausmaß. Diese Unterschiede waren im Vergleich von

Vorschulkindern mit Jugendlichen statistisch signifikant. Die Exposition bei

Säuglingen/Kleinkindern war vergleichsweise hoch.

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Studien, einschließlich konventioneller Studien zur allgemeinen

Pharmakologie, zur Genotoxizität und zum kanzerogenem Potenzial lassen keine

besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. In Studien zur Toxizität nach

wiederholter Gabe induzierte die Verabreichung von Losartan eine Abnahme der

roten Blutzellparameter (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit), einen Anstieg

des Harnstoff-Stickstoffs im Serum sowie gelegentliche Erhöhungen des

Serumkreatinins, eine Abnahme im Herzgewicht (ohne histologisches Korrelat)

und gastrointestinale Veränderungen (Schleimhautläsionen, Ulzera, Erosionen,

Hämorrhagien). Wie bei anderen Substanzen, die das Renin-Angiotension-

System beeinflussen, wurde bei Losartan die Induktion von unerwünschten

Wirkungen auf die späte fetale Entwicklung, die zu fetalem Tod und

Missbildungen führen, gezeigt.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1.

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

mikrokristalline Cellulose

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Povidon K25

hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmüberzug:

Lactose-Monohydrat

Hypromellose

Titandioxid (E171)

Macrogol 4000

Zusätzlich für Losartan 12,5 - 1 A Pharma

Indigocarmin, Aluminiumsalz (E132)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Losartan 12,5 - 1 A Pharma

Nicht über 25 °C lagern.

Art und Inhalt des Behältnisses

Losartan 12,5 - 1 A Pharma

PVC/PVDC-Aluminium Blisterpackung mit 21, 28, 30, 50, 56, 98 und 100

Filmtabletten

Losartan 25/- 50/- 75/- 100 - 1 A Pharma

PVC/PVDC-Aluminium Blisterpackung mit 28, 30, 50, 56, 98 und 100

Filmtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besondere Anforderungen

INHABER DER ZULASSUNGEN

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Telefon: 089/6138825-0

Telefax: 089/6138825-65

E-Mail: medwiss@1apharma.com

ZULASSUNGSNUMMERN

Losartan 12,5 - 1 A Pharma

60864.00.00

Losartan 25 - 1 A Pharma

60868.00.00

Losartan 50 - 1 A Pharma

60872.00.00

Losartan 75 - 1 A Pharma

60876.00.00

Losartan 100 - 1 A Pharma

60880.00.00

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNGEN

22. Juni 2006/25. März 2013

STAND DER INFORMATION

Oktober 2018

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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