Losar-Denk 25 mg Filmtabletten

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
Denk Pharma GmbH & Co. KG
ATC-Code:
C09CA01
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 25.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72068.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Losar-Denk 25 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Losartan-Kalium

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht benötigen Sie diese später nochmals.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Losar-Denk

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losar-Denk beachten?

Wie ist Losar-Denk einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Losar-Denk aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Losar-Denk und wofür wird es angewendet?

Losartan, der Wirkstoff von Losar-Denk, gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bezeichnet werden. Die Substanz Angiotensin II wird im

Körper gebildet und hilft, den Blutdruck zu regulieren. Sie verbindet sich mit bestimmten

Bindungsstellen

(Rezeptoren)

in den Blutgefäßen. Dadurch werden diese enger und der Blutdruck

steigt. Bei Bluthochdruck ist Angiotensin II an der Aufrechterhaltung des überhöhten Blutdrucks

beteiligt. Der Wirkstoff Losartan blockiert die Bindung von Angiotensin II an diese Rez

eptoren, so

dass die Blutgefäße entspannt werden und der bei der Bluthochdruckerkrankung überhöhte Blutdruck

sinkt.

Losartan verlangsamt die Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit hohem Blutdruck

und Zuckerkrankheit

(Typ-2-Diabetes)

Losar-Denk wird angewendet:

zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck

(Hypertonie)

, d. h. von Erwachsenen sowie

Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren;

zum Schutz der Nieren bei Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit

(Typ-2-Diabetes

mellitus)

und durch Laboruntersuchungen nachgewiesener beeinträchtigter Nierenfunktion mit

einer Eiweißausscheidung ≥ 0,5 g pro Tag im Urin (bei dieser Erkrankung enthält der Urin eine

krankhaft hohe Eiweißmenge);

zur Behandlung von Patienten mit Herzleistungsschwäche – wenn Ihrem Arzt die Behandlung

mit einem ACE-Hemmer (

Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer

, ein blutdrucksenkendes

Arzneimittel) nicht geeignet erscheint. Wenn Ihre Herzleistungsschwäche mit einem ACE-

Hemmer stabil eingestellt ist, sollten Sie nicht auf Losartan umgestellt werden.

zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck und Wandverdickung der linken

Bei Verwendung der Bezeichnung Losar-Denk sind immer Losar-Denk 25 mg Filmtabletten gemeint.

Herzkammer. Losar-Denk vermindert das Risiko eines Schlaganfalls.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Losar-Denk beachten?

Losar-Denk darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Losartan oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind.

(Es wird empfohlen, Losar-Denk auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht

anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit.)

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist.

wenn Sie

Diabetes mellitus

oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkendem Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Losar-Denk einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von Losar-Denk in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und

Losar-Denk darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die

Einnahme von Losar-Denk in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes

führen kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Halten Sie vor Einnahme von Losar-Denk Rücksprache mit Ihrem Arzt:

wenn Sie bereits einmal eine Überempfindlichkeitsreaktion mit Schwellungen von Gesicht,

Lippen, Rachen und/oder Zunge

(Angioödem)

hatten (siehe auch Abschnitt 4. „Welche

Nebenwirkungen sind möglich?“),

wenn Sie unter starkem Erbrechen oder Durchfall mit einem großen Flüssigkeits- und/oder

Salzverlust Ihres Körpers leiden,

wenn Sie Arzneimittel zur Entwässerung, welche die Urinausscheidung über die Nieren erhöhen

(Diuretika)

, einnehmen oder eine kochsalzarme oder eine kaliumarme Diät einhalten, wodurch

es zu einem starken Flüssigkeits- und Salzverlust Ihres Körpers kommen kann (siehe

Abschnitt 3. „Dosierung bei speziellen Patientengruppen“),

wenn bei Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Verengung oder Blockade der zu den Nieren

führenden Blutgefäße

(Nierenarterienstenose)

leiden oder vor kurzem eine

Nierentransplantation hatten,

wenn Sie an einer Leberfunktionsstörung leiden (siehe Abschnitte 2. „Losar-Denk darf nicht

eingenommen werden“ und 3. „Dosierung bei speziellen Patientengruppen“),

wenn Sie an Herzleistungsschwäche mit oder ohne Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder

gleichzeitig an schweren lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen leiden. Besondere

Vorsicht ist notwendig, wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Blutdrucksenkern

(Beta-Blocker)

behandelt werden,

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels leiden,

wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (verursacht durch Mangeldurchblutung der

Blutgefäße des Herzens) oder der Blutgefäße des Gehirns (verursacht durch

Mangeldurchblutung des Gehirns) leiden,

wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die mit einer erhöhten Ausschüttung des Hormons

Aldosteron aus der Nebenniere einhergeht

(primärer Hyperaldosteronismus)

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

- einen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril), insbesondere wenn Sie

Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

- Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen. Siehe auch Abschnitt „Losar-

Denk darf nicht eingenommen werden.

Kinder und Jugendliche

Losartan wurde bei Kindern untersucht. Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und in welcher

Dosierung Ihr Kind mit Losartan behandelt werden kann. Die Anwendung von Losartan wird nicht für

Kinder empfohlen, die an Nieren- oder Lebererkrankungen leiden, da für diese Patientengruppen

begrenzt Daten zur Verfügung stehen.

Losar-Denk wird nicht zur Anwendung für Kinder unter 6 Jahren empfohlen, da die Wirksamkeit in

dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Einnahme von Losar-Denk zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie zusätzlich zur Behandlung mit Losar-Denk eines der

folgenden Arzneimittel anwenden:

andere Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, da sie den Blutdruck zusätzlich

senken können. Der Blutdruck kann auch durch eine(s) der folgenden

Arzneimittel/Arzneimittelklassen gesenkt werden: Arzneimittel gegen Depressionen

(trizyklische Antidepressiva)

, Arzneimittel gegen bestimmte psychiatrische Erkrankungen

(Antipsychotika)

, Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung

(Baclofen)

, Arzneimittel im

Rahmen einer Krebsbehandlung

(Amifostin)

Arzneimittel, die Kalium im Körper zurückhalten oder den Kaliumspiegel im Blut erhöhen

(z. B. Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder kaliumsparende

Arzneimittel, wie bestimmte Arzneimittel zur Entwässerung

[Diuretika]

[Amilorid,

Spironolacton, Triamteren], oder Heparin).

Arzneimittel gegen Entzündungen und gegen Schmerzen

(nichtsteroidale Antirheumatika)

Indometacin, einschließlich COX-2-Hemmern, da sie die blutdrucksenkende Wirkung von

Losartan vermindern können.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arzneimittel die

Nierenfunktion weiter verschlechtern.

Lithiumhaltige Arzneimittel, z. B. gegen Depressionen, sollten ohne enge ärztliche Überwachung nicht

in Kombination mit Losartan eingenommen werden. Besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B.

Blutuntersuchungen, können angebracht sein.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen

wenn Sie einen ACE-Hemmer oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Losar-Denk darf nicht

eingenommen werden" und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Einnahme von Losar-Denk zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Losar-Denk kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Losar-Denk vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie

wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel

empfehlen. Die Anwendung von Losar-Denk in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen

und Losar-Denk darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat

eingenommen werden, da die Einnahme von Losar-Denk in diesem Stadium zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen.

Losar-Denk wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere

Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zur Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

durchgeführt. Es ist unwahrscheinlich, dass Losar-Denk die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen beeinflusst. Allerdings kann Losartan, wie viele andere blutdrucksenkende

Arzneimittel, Schwindel oder Müdigkeit bei einigen Personen verursachen. Sollten bei Ihnen

Schwindel oder Müdigkeit auftreten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie solchen Tätigkeiten

nachgehen.

Losar-Denk enthält Milchzucker (Lactose)

Bitte nehmen Sie daher Losar-Denk erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist,

dass Sie an einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Losar-Denk einzunehmen?

Nehmen Sie Losar-Denk immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete

Dosis auswählen, abhängig von Ihrer Erkrankung und davon, ob Sie noch andere Arzneimittel

einnehmen. Es ist wichtig, dass Sie Losar-Denk so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet

hat. Dies führt zu einer reibungslosen Senkung des Blutdrucks.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan einmal täglich. Die maximale

blutdrucksenkende Wirkung wird gewöhnlich etwa 3 – 6 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht.

Bei einigen Patienten kann die Dosis auf 100 mg Losartan einmal täglich erhöht werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Losartan zu

stark oder zu schwach ist.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder im Alter von unter 6 Jahren

Losar-Denk wird nicht zur Anwendung für Kinder unter 6 Jahren empfohlen, da die

Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren

Die empfohlene Anfangsdosis bei Patienten zwischen 20 und 50 kg beträgt 0,7 mg Losartan pro

Kilogramm Körpergewicht einmal täglich angewendet (bis zu 25 mg Losartan); bei unzureichender

Senkung des Blutdrucks kann der Arzt die Dosis erhöhen.

Für Kinder sind andere Darreichungsformen bzw. Stärken dieses Arzneimittels möglicherweise besser

geeignet; bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach.

Erwachsene Patienten mit Bluthochdruck und Zuckerkrankheit

(Typ-2-Diabetes mellitus)

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 50 mg Losartan einmal täglich. Die Dosis kann später auf

100 mg Losartan einmal täglich erhöht werden, in Abhängigkeit vom Ansprechen des Blutdrucks.

Losartan-Tabletten können sowohl zusammen mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln (z. B.

Entwässerungsmitteln, Kalziumantagonisten, Alpha- oder Betarezeptorenblockern sowie zentral

wirksamen Antihypertonika) als auch mit Insulin und anderen häufig verwendeten Arzneimitteln zur

Senkung des Blutzuckers (z. B. Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und Glucosidasehemmern)

eingenommen werden.

Erwachsene Patienten mit Herzleistungsschwäche

Die Behandlung beginnt üblicherweise mit 12,5 mg Losartan einmal täglich. Im Allgemeinen sollte

die Dosis schrittweise wöchentlich erhöht werden (d. h. 12,5 mg täglich während der ersten Woche,

25 mg täglich während der 2. Woche, 50 mg täglich während der 3. Woche, 100 mg täglich während

der vierten Woche, 150 mg täglich während der fünften Woche) bis zu der von Ihrem Arzt

festgelegten Erhaltungsdosis. Es kann eine Maximaldosis von 150 mg Losartan täglich eingenommen

werden.

Bei der Behandlung der Herzschwäche wird Losartan üblicherweise mit einem Arzneimittel zur

Entwässerung über die Nieren und Erhöhung der Urinmenge

(Diuretikum)

und/oder einem bestimmten

Arzneimittel zur Stärkung des Herzens

(Digitalis)

und/oder einer bestimmten Gruppe

blutdrucksenkender Arzneimittel

(Beta-Blocker)

kombiniert.

Dosierung bei speziellen Patientengruppen

Der Arzt kann zu einer niedrigeren Dosis raten, insbesondere zu Behandlungsbeginn bei Patienten, die

mit hohen Dosen harntreibender Arzneimittel behandelt werden, bei Patienten mit Störungen der

Leberfunktion oder bei Patienten über 75 Jahre. Die Anwendung von Losartan bei Patienten mit

schwerer Einschränkung der Leberfunktion wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt

„Losar-Denk darf nicht eingenommen werden“).

Einnahme

Die Tabletten sollten mit einem Glas Wasser geschluckt werden.

Versuchen Sie, Losar-Denk täglich zur gleichen Zeit einzunehmen. Es ist wichtig, dass Sie

Losar-Denk so lange einnehmen, wie mit dem Arzt vereinbart ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Losar-Denk eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, verständigen Sie sofort Ihren Arzt.

Anzeichen einer Überdosierung sind niedriger Blutdruck und/oder ein zu schneller, aber

möglicherweise auch zu langsamer Herzschlag.

Wenn Sie die Einnahme von Losar-Denk vergessen haben

Wenn Sie versehentlich die Einnahme Ihrer täglichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie bitte die

nächste Dosis wie verordnet. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um die vergessene Tablette

nachzuholen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Nehmen Sie Losar-Denk nicht mehr ein und informieren Sie sofort Ihren Arzt oder begeben sich

in das nächstgelegene medizinische Notfallzentrum, falls folgende Beschwerden bei Ihnen

auftreten:

Eine schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch Hautausschlag, Juckreiz,

Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen und die Atembeschwerden oder

Schluckbeschwerden verursachen kann.

Dies ist eine schwerwiegende, aber seltene Nebenwirkung (betrifft mehr als einen von 10.000, aber

weniger als einen von 1.000 Patienten). Sie benötigen möglicherweise notärztliche Versorgung oder

müssen in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Über folgende Nebenwirkungen wurde bei Losar-Denk berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelte betreffen):

Schwindel

niedriger Blutdruck (besonders nach starkem Flüssigkeitsverlust, z. B. bei Patienten mit

schwerer Herzleistungsschwäche oder unter Behandlung mit hochdosierten

Entwässerungstabletten)

dosisabhängige Wirkungen wie Blutdruckabfall bzw. Kreislaufstörungen beim Wechsel vom

Liegen oder Sitzen zum Stehen

(orthostatische Wirkungen)

Schwächegefühl

Müdigkeit

zu niedriger Blutzucker

(Hypoglykämie)

zu viel Kalium im Blut

(Hyperkaliämie)

Veränderungen der Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen

Verminderung der Anzahl der roten Blutzellen

(Anämie)

Anstieg von Blutharnstoff, Anstieg von Serum-Kreatinin und Serum-Kalium bei Patienten mit

Herzleistungsschwäche

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelte betreffen):

Schläfrigkeit

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

Herzklopfen oder -rasen

(Palpitationen)

starke Schmerzen im Brustkorb/Herzengegefühl

(Angina pectoris)

Kurzatmigkeit

(Dyspnoe)

Bauchschmerzen

Verstopfung

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Nesselsucht

(Urtikaria)

Juckreiz

(Pruritus)

Hautausschlag

auf bestimmte Körperregionen begrenzte Schwellungen

(Ödeme)

Husten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelte betreffen):

Überempfindlichkeitsreaktionen

schwerwiegende allergische Reaktion, die gekennzeichnet ist durch Hautausschlag, Juckreiz,

Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen, die Atembeschwerden oder

Schluckbeschwerden verursachen kann

(Angioödem)

Gefäßentzündungen

(Vaskulitis einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch)

Taubheitsgefühl oder Kribbeln

(Parästhesien)

Ohnmacht

(Synkope)

Herzrasen und Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)

Schlaganfall

Leberentzündung

(Hepatitis)

erhöhte Werte eines bestimmten Leberenzyms (

Alaninaminotransferase, „ALT“

; Labortest zur

Untersuchung der Leberfunktion) im Blut, nach Beendigung der Behandlung üblicherweise

rückläufig

Häufigkeit nicht bekannt (da auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Verminderung der Anzahl der Blutplättchen

(Thrombozytopenie)

Migräne

Störungen der Leberfunktion

Muskel- und Gelenkschmerzen

grippeähnliche Beschwerden

Rückenschmerzen und Harnwegsinfektionen

erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, möglicherweise mit Rötungen nach Sonneneinstrahlung

(Photosensitivität)

unerklärliche Muskelschmerzen mit dunklem (teefarbenem) Urin

(Rhabdomyolyse)

Impotenz

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

(Pankreatitis)

niedrige Blutnatriumspiegel

(Hyponatriämie)

Depression

allgemeines Unwohlsein

Klingeln, Summen, Dröhnen oder Klicken in den Ohren

(Tinnitus)

verändertes Geschmacksempfinden

(Dysgeusie)

Die Nebenwirkungen bei Kindern ähneln den bei Erwachsenen beschriebenen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Losar-Denk aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Losar-Denk in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Losar-Denk enthält:

Der Wirkstoff ist Losartan-Kalium.

Jede Losar-Denk 25 mg Filmtablette enthält 25 mg Losartan-Kalium.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Hypromellose (6. mPa.s)

Hyprolose

Titandioxid (E171)

Wie Losar-Denk aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis gebrochen weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchrille auf einer Seite und glatt auf der

anderen Seite. Die Filmtablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Losar-Denk 25 mg Filmtabletten sind in Blisterpackungen mit 14, 28, 56, 98 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

DENK PHARMA GmbH & Co. KG

Prinzregentenstr. 79

81675 München

Hersteller

DENK PHARMA GmbH & Co. KG

Betriebsstätte:

Göllstr. 1

84529 Tittmoning

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland: Losar-Denk 25 mg Filmtabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2014.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Losar-Denk 12,5 mg Filmtabletten

Losar-Denk 25 mg Filmtabletten

Losar-Denk 50 mg Filmtabletten

Losar-Denk 100 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Losartan-Kalium

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Losar-Denk 12,5 mg Filmtablette enthält 12,5 mg Losartan-Kalium.

Jede Losar-Denk 25 mg Filmtablette enthält 25 mg Losartan-Kalium.

Jede Losar-Denk 50 mg Filmtablette enthält 50 mg Losartan-Kalium.

Jede Losar-Denk 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Losartan-Kalium.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung::

Jede Losar-Denk 12,5 mg Filmtablette enthält 8,75 mg Lactose-Monohydrat.

Jede Losar-Denk 25 mg Filmtablette enthält 17,5 mg Lactose-Monohydrat.

Jede Losar-Denk 50 mg Filmtablette enthält 35 mg Lactose-Monohydrat.

Jede Losar-Denk 100 mg Filmtablette enthält 70 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtabletten.

Losar-Denk 12,5 mg Filmtabletten

Weiße bis gebrochen weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten

Losar-Denk 25 mg Filmtabletten

Weiße bis gebrochen weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchrille auf einer Seite und glatt auf der

anderen Seite. Die Filmtablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Losar-Denk 50 mg Filmtabletten

Weiße bis gebrochen weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchrille auf einer Seite und glatt auf der

anderen Seite. Die Filmtablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Losar-Denk 100 mg Filmtabletten

Weiße bis gebrochen weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchrille auf einer Seite und glatt auf der

anderen Seite. Die Filmtablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen sowie bei Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren.

Behandlung einer Nierenerkrankung bei erwachsenen Patienten mit Hypertonie und Typ-2- Diabetes

mellitus mit einer Proteinurie ≥ 0,5 g/Tag als Teil einer antihypertensiven Behandlung.

Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten, wenn die Behandlung mit

einem „Angiotensin-Converting-Enzyme"(ACE)-Hemmer wegen Unverträglichkeit,

insbesondere

Husten,

oder Gegenanzeige als nicht geeignet erachtet wird. Patienten mit Herzinsuffizienz, die mit

einem ACE-Hemmer stabil eingestellt sind, sollten nicht auf Losartan umgestellt werden. Die

Patienten sollen eine erniedrigte linksventrikuläre Ejektionsfraktion

40 % aufweisen sowie unter

bestehender Therapie der chronischen Herzinsuffizienz klinisch stabil sein.

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei erwachsenen hypertonen Patienten mit EKG-

dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie (siehe Abschnitt 5.1: LIFE-Studie, ethnische

Zugehörigkeit).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Die übliche Anfangs- und Erhaltungsdosis beträgt für die meisten Patienten 50 mg einmal täglich. Die

maximale blutdrucksenkende Wirkung wird etwa 3-6 Wochen nach Therapiebeginn erreicht.

Eine Erhöhung der Dosis auf 100 mg einmal täglich (morgens) kann bei manchen Patienten zu einem

besseren Erfolg führen.

Losartan kann zusammen mit anderen Antihypertonika insbesondere Diuretika (z. B.

Hydrochlorothiazid) gegeben werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Hypertoniepatienten mit Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Proteinurie ≥ 0,5 g/Tag

Die übliche Anfangsdosis beträgt 50 mg einmal täglich. Die Dosis kann, abhängig von der

Blutdrucksenkung, ab einem Monat nach Behandlungsbeginn auf 100 mg einmal täglich erhöht werden.

Losartan kann sowohl zusammen mit anderen Antihypertonika (z. B. Diuretika, Kalziumantagonisten,

Alpha- oder Betarezeptorenblockern sowie zentral wirksamen Antihypertonika) als auch mit Insulin und

anderen häufig angewendeten Antidiabetika (z. B. Sulfonylharnstoffen, Glitazonen und

Glucosidasehemmern) gegeben werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Herzinsuffizienz

Die übliche Anfangsdosis von Losartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz beträgt 12,5 mg einmal täglich.

Im Allgemeinen sollte die Dosis, abhängig von der individuellen Verträglichkeit, im Abstand von jeweils

einer Woche (d. h. 12,5 mg täglich, 25 mg täglich, 50 mg täglich, 100 mg täglich, bis zu einer Maximaldosis

von 150 mg einmal pro Tag) erhöht werden.

Reduktion des Schlaganfallrisikos bei hypertonen Patienten mit EKG-dokumentierter

linksventrikulärer Hypertrophie

Die übliche Anfangsdosis von Losartan beträgt 50 mg einmal täglich. In Abhängigkeit vom

Ansprechen des Blutdrucks sollte eine niedrige Dosis von Hydrochlorothiazid zusätzlich

verabreicht und/oder die Dosis von Losartan auf 100 mg einmal täglich erhöht werden.

Besondere Patientengruppen

Anwendung bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust:

Bei Patienten mit intravaskulärem Flüssigkeitsverlust (z. B. Patienten, die mit Diuretika in hohen Dosen

behandelt werden) sollte eine Anfangsdosis von 25 mg einmal täglich in Betracht gezogen werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit Hämodialyse: Bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Patienten mit Hämodialyse ist keine Änderung der

Anfangsdosierung erforderlich.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte sollte eine niedrigere Dosis in

Betracht gezogen werden. Es gibt keine therapeutische Erfahrung bei Patienten mit schwerer Einschränkung

der Leberfunktion. Daher ist Losartan bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion

kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Kinder und Jugendliche

6 Monate bis unter 6 Jahre

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Losartan bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis unter 6

Jahren ist nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in den Abschnitten 5.1 und 5.2

beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.

6 Jahre bis 18 Jahre

Für Patienten, die Tabletten schlucken können, beträgt die empfohlene Dosierung 25 mg

einmal täglich bei einem Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg (in Ausnahmefällen kann die

Dosis bis maximal 50 mg einmal täglich erhöht werden). Eine Dosisanpassung sollte entsprechend der

erreichten Blutdrucksenkung erfolgen.

Bei Patienten über 50 kg beträgt die übliche Dosis 50 mg einmal täglich. In Ausnahmefällen kann die Dosis

auf maximal 100 mg einmal täglich angehoben werden. Dosierungen über 1,4 mg/kg (oder über 100 mg)

täglich wurden bei pädiatrischen Patienten nicht untersucht.

Die Anwendung von Losartan wird bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen, da für diese

Patientengruppe begrenzt Daten zur Verfügung stehen.

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate unter

30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 4.4).

Losartan wird auch nicht bei Kindern mit eingeschränkter Leberfunktion empfohlen (siehe auch

Abschnitt 4.4).

Anwendung bei älteren Patienten

Obwohl bei Patienten über 75 Jahre eine niedrigere Initialdosis von 25 mg in Erwägung gezogen werden

sollte, ist eine Dosisanpassung bei älteren Patienten im Allgemeinen nicht notwendig.

Art der Anwendung

Losartan Tabletten sollten mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Losartan

kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Schwere Einschränkung der Leberfunktion.

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten

mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73

) kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeit

Angioödem.

Patienten mit einem angioneurotischen Ödem in der Vorgeschichte (Schwellungen von

Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge) sollten engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Hypotonie und Störungen des Elektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts

Eine symptomatische Hypotonie, insbesondere nach der ersten Einnahme oder nach Erhöhung der Dosis,

kann bei Patienten mit Flüssigkeitsverlust und/oder Salzverlust durch forcierte Diurese oder hoch dosierte

Diuretika-Therapie, salzarme Diät, Durchfall oder Erbrechen auftreten. Diese Zustände sollten vor der Gabe

von Losartan ausgeglichen werden oder es sollte eine niedrigere Anfangsdosis verwendet werden (siehe

Abschnitt 4.2). Dies gilt ebenso bei Kindern zwischen 6 und 18 Jahren.

Störungen des Elektrolythaushalts

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, mit oder ohne Diabetes mellitus, liegt häufig ein

Elektrolytungleichgewicht vor, das beachtet werden sollte. In einer klinischen Studie, die mit Typ-2-

Diabetikern mit Nephropathie durchgeführt wurde, trat bei der mit Losartan behandelten Patientengruppe

eine Hyperkaliämie häufiger auf als in der Plazebogruppe (siehe Abschnitt 4.8). Deshalb sollten die Serum-

Kaliumspiegel und Kreatinin-Clearance-Werte engmaschig überwacht werden; besonders Patienten mit

Herzinsuffizienz und einer Krea

tinin-Clearance zwischen 30-50 ml/min sollten engmaschig überwacht

werden.

Die gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln und

kaliumhaltigem Salzersatz mit Losartan wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Leberfunktionsstörungen

Auf Grundlage von pharmakokinetischen Daten, die zeigen, dass es zu einer signifikanten

Erhöhung der Plasmakonzentration von Losartan bei Patienten mit Leberzirrhose kommt, sollte eine

niedrigere Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in der Vorgeschichte in Betracht

gezogen werden. Es gibt keine therapeutische Erfahrung mit Losartan bei Patienten mit schwerer

Leberfunktionseinschränkung. Daher darf Losartan Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung

nicht gegeben werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 5.2). Losartan wird bei Kindern mit eingeschränkter

Leberfunktion nicht empfohlen (siehe Abschnitt

4.2).

Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems wurde über Veränderungen der

Nierenfunktion einschließlich Nierenversagen berichtet (vor allem bei Patienten, deren Nierenfunktion

abhängig vom Renin-Angiotensin-Aldosteron-System ist, wie bei schwerer Herzinsuffizienz oder einer

vorbestehenden Nierenfunktionsstörung). Wie bei anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-

Aldosteron-System beeinflussen, wurde bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer

Arterienstenose bei Einzelniere ein Anstieg von Blut-Harnstoff und Serum-Kreatinin beobachtet; diese

Veränderungen der Nierenfunktion könn

en nach Beendigung der Therapie reversibel sein. Losartan sollte

bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei Einzelniere mit Vorsicht

eingesetzt werden.

Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Aufgrund fehlender Daten wird Losartan bei Kindern mit einer glomerulären Filtrationsrate unter

30 ml/min/1,73 m² nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Die Nierenfunktion sollte während der Behandlung mit Losartan regelmäßig überwacht werden, da sie

sich verschlechtern kann. Dies gilt besonders dann, wenn Losartan unter anderen, die

Nierenfunktion möglicherweise beeinträchtigenden Bedingungen (Fieber, Dehydrierung) gegeben wird.

Die gleichzeitige Anwendung von Losartan und ACE-Hemmern beeinträchtigt nachweislich die

Nierenfunktion. Deshalb wird eine gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen (siehe Abschnitt

4.5).

Nierentransplantation

Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nierentransplantation.

Primärer Hyperaldosteronismus

Patienten mit primärem Hyperaldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an, die

über eine Inhibition des Renin-Angiotensin-Systems wirken. Daher wird die Anwendung von Losartan

nicht empfohlen.

Koronare Herzerkrankung und zerebrovaskuläre Erkrankung

Wie mit jeder antihypertensiven Therapie kann eine übermäßige Blutdrucksenkung bei Patienten mit

ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankung einen Myokardinfarkt oder

Schlaganfall zur Folge haben.

Herzinsuffizienz

Bei herzinsuffizienten Patienten, mit oder ohne Nierenfunktionsstörung, besteht, wie bei anderen

Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, das Risiko eines starken

arteriellen Blutdruckabfalls und einer (oft akuten) Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

Es gibt keine ausreichenden therapeutischen Erfahrungen mit Losartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz

und begleitender schwerer Nierenfunktionsstörung, bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-

Klasse IV) sowie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und symptomatischen oder lebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungen. Daher sollte Losartan bei diesen Patientengruppen mit Vorsicht eingesetzt

werden.

Die Kombination von Losartan mit einem Betablocker sollte mit Vorsicht angewendet werden

(siehe Abschnitt 5.1).

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie

Wie mit anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oder

obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht geboten.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit AIIRAs sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei

Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende

Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der

Behandlung mit AIIRAs ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die

Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu

beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der

Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des RAAS durch

die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter

Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion,

Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Sonstige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wie bei ACE-Hemmern beobachtet sind Losartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe offensichtlich weniger wirksam in der

Blutdrucksenkung als bei Patienten nicht-schwarzer Hautfarbe.

Möglicherweise liegt das an einer höheren Prävalenz niedriger Renin-Spiegel in der Population von

Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Sonstige Bestandteile

Die Arzneimittel enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten

dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die blutdrucksenkende Wirkung von Losartan kann durch andere Antihypertonika verstärkt werden. Die

gleichzeitige Anwendung mit anderen Substanzen (wie trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika,

Baclofen und Amifostin), die möglicherweise eine Hypotonie als Nebenwirkung induzieren, kann das

Risiko einer Hypotonie erhöhen.

Losartan wird überwiegend über Cytochrom P450 (CYP) 2C9 zum aktiven Carboxylsäuremetaboliten

metabolisiert. In einer klinischen Studie wurde berichtet, dass Fluconazol (ein CYP2C9-Hemmer) die

Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten um ca. 50 % verringert. Eine begleitende Behandlung von

Losartan mit Rifampicin (Induktor metabolischer Enzyme) führte zu einer Reduktion der

Plasmakonzentration des aktiven Metaboliten um 40 %. Die klinische Bedeutung dieses Effekts ist nicht

bekannt. Bei einer begleitenden Behandlung mit Fluvastatin (ein schwacher CYP2C9

-Hemmer) wurde keine

Beeinflussung der Plasmakonzentration festgestellt.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Angiotensin-II oder seine Wirkungen hemmen, kann die gleichzeitige

Gabe von Arzneimitteln, die Kalium sparen (z. B. kaliumsparende Diuretika: Amilorid, Triamteren,

Spironolacton) oder anderen Arzneimitteln, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen können (z. B.

Heparin), von Kalium- oder kaliumhaltigen Salzergänzungsmitteln, zu einem Anstieg der Serum-Kalium-

Konzentration führen. Eine Komedikation ist nicht ratsam.

Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium mit ACE-Hemmern wurde über reversible Anstiege der Serum-

Lithium-Konzentrationen und Toxizität berichtet. In sehr seltenen Fällen wurde dies auch bei

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten berichtet. Deshalb ist die gleichzeitige Gabe von Lithium und

Losartan mit Vorsicht durchzuführen. Falls diese Kombination notwendig ist, wird eine Überwachung des

Serum-Lithium-Spiegels während der gleichzeitigen Anwendung empfohlen.

Wenn Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und nicht steroidale Antirheumatika (NSAR; d. h.

COX-2-Hemmer, Acetylsalicylsäure in antiinflammatorischer Dosierung und nicht selektive NSAR)

gleichzeitig angewendet werden, kann die antihypertensive Wirkung abgeschwächt werden. Die

gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten oder Diuretika mit NSAR

kann besonders bei Patienten mit bestehender Einschränkung der Nierenfunktion zu einem erhöhten

Risiko einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich eines mö

glichen akuten

Nierenversagens und eines Anstiegs des Serum-Kaliums führen.

Diese Kombinationen sollten besonders bei älteren Patienten mit Vorsicht angewendet werden.

Die Patienten sollten ausreichend hydriert sein, eine Überwachung der Nierenfunktion nach

Beginn der Kombinationstherapie sowie in regelmäßigen Zeitabständen danach sollte in

Erwägung gezogen werden.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-

Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS

wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte

4.3, 4.4 und 5.1).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von AIIRAs wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe Abschnitt

4.4). Die Anwendung von AIIRAs im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung

ACE-Hemmern

während

ersten

Schwangerschaftstrimesters

vor;

geringfügig

erhöhtes

Risiko

kann

jedoch

nicht

ausgeschlossen

werden.

Auch

wenn

keine

kontrollierten

epidemiologischen

Daten

Risiko

Angiotensin-II-Rezeptor-

Hemmern

(AIIRAs) vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklasse vergleichbare Risiken.

Sofern ein Fortsetzen der AIIRA-Therapie nicht als notwend

ig erachtet wird, sollten Patientinnen,

die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine

Behandlung mit AIIRAs unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie

zu beginnen.

bekannt,

dass

eine

Therapie

AIIRAs

während

zweiten

dritten

Schwangerschaftstrimesters

fetotoxische

Effekte

(verminderte

Nierenfunktion,

Oligohydramnion,

verzögerte

Schädelossifikation)

neonatal-toxische

Effekte

(Nierenversagen,

Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3).

Im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Losartan in der Stillzeit vorliegen, wird

Losartan nicht empfohlen; eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser

geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere,

wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen durchgeführt. Allerdings ist bei aktiver Teilnahme am Straßenverkehr oder Bedienen von

Maschinen zu berücksichtigen, dass unter antihypertensiver Therapie gelegentlich Schwindel oder

Müdigkeit auftreten können, insbesondere bei Behandlungsbeginn oder Dosiserhöhung.

4.8 Nebenwirkungen

Losartan wurde wie folgt in klinischen Studien untersucht:

In einer kontrollierten klinischen Studie mit >3.000 erwachsenen Patienten ab

8 Jahren mit

essenzieller Hypertonie

In einer kontrollierten klinischen Studie mit

177 hypertonen pädiatrischen Patienten zwischen

6 und 16 Jahren

In einer kontrollierten klinischen Studie mit >9.000 hypertonen Patienten zwischen

55 und 80 Jahren mit linksventrikulärer Hypertrophie (siehe LIFE-Studie, Abschnitt 5.1)

In kontrollierten klinischen Studien mit >7.700 erwachsenen Patienten mit

chronischer Herzinsuffizienz (siehe ELITE-I, ELITE-II und HEAAL-Studie,

Abschnitt 5.1)

In einer kontrollierten klinischen Studie mit >1.500 Patienten mit Typ-2-Diabetes

mellitus ab 31 Jahren mit Proteinurie (siehe RENAAL-Studie, Abschnitt 5.1)

In diesen klinischen Studien war die häufigste Nebenwirkung Schwindel.

Die Häufigkeit der unten aufgeführten Nebenwirkungen wird wie folgt definiert:

Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten

(≥1/10.000 bis <1/1.000); sehr selten (<1/10.000) und nicht bekannt (auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Die Häufigkeit der Nebenwirkungen in placebo-kontrollierten klinischen

Studien und nach Markteinführung

Nebenwirkung

Häufigkeit der Nebenwirkungen nach Indikation

Andere

Hypertonie

Hypertoniepatienten

mit

linksventrikulärer

Hypertrophie

Chronische

Herzinsuffizienz

Hypertonie

und Typ-2-

Diabetes

mellitus

mit renaler

Beteiligung

Erfahrungen

nach

Markteinführung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Anämie

häufig

Häufigkeit nicht

bekannt

Thrombozytopenie

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeit,

anaphylaktische Reaktionen,

Angioödem

und Vaskulitis

∗∗

selten

Psychiatrische Erkrankungen

Depression

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen des Nervensystems

Schwindel

häufig

häufig

häufig

häufig

Somnolenz

gelegentlich

Kopfschmerzen

gelegentlich

gelegentlich

Schlafstörungen

gelegentlich

Parästhesien

selten

Migräne

Häufigkeit nicht

bekannt

Dysgeusie

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Vertigo

häufig

häufig

Tinnitus

Häufigkeit nicht

bekannt

Herzerkrankungen

Palpitationen

gelegentlich

Angina pectoris

gelegentlich

Synkope

selten

Vorhofflimmern

selten

Nebenwirkung

Häufigkeit der Nebenwirkungen nach Indikation

Andere

Hypertonie

Hypertoniepatienten

mit

linksventrikulärer

Hypertrophie

Chronische

Herzinsuffizienz

Hypertonie

und Typ-2-

Diabetes

mellitus mit

renaler

Beteiligung

Erfahrungen

nach

Markteinführung

Zerebraler Insult

selten

Gefäßerkrankungen

(Orthostatische) Hypotonie

(einschließlich

dosisabhängiger

orthostatischer Effekte)

gelegentlich

häufig

häufig

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Dyspnoe

gelegentlich

Husten

gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bauchschmerzen

gelegentlich

Obstipation

gelegentlich

Durchfall

gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Übelkeit

gelegentlich

Erbrechen

gelegentlich

Leber- und Gallenerkrankungen

Pankreatitis

Häufigkeit nicht

bekannt

Hepatitis

selten

Leberfunktionsstörungen

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Urtikaria

gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Pruritus

gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Hautausschlag

gelegentlich

gelegentlich

Häufigkeit nicht

bekannt

Photosensitivität

Häufigkeit nicht

bekannt

Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Myalgie

Häufigkeit nicht

bekannt

Arthralgie

Häufigkeit nicht

bekannt

Rhabdomyolyse

Häufigkeit nicht

bekannt

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunktionsstörungen

häufig

Nierenversagen

häufig

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Erektile Dysfunktion /

Impotenz

Häufigkeit nicht

bekannt

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Asthenie

gelegentlich

häufig

gelegentlich

häufig

Müdigkeit

gelegentlich

häufig

gelegentlich

häufig

Nebenwirkung

Häufigkeit der Nebenwirkungen nach Indikation

Andere

Hypertonie

Hypertoniepatienten

mit

linksventrikulärer

Hypertrophie

Chronische

Herzinsuffizienz

Hypertonie

und Typ-2-

Diabetes

mellitus

mit renaler

Beteiligung

Erfahrungen

nach

Markteinführung

Ödeme

gelegentlich

Unwohlsein

Häufigkeit nicht

bekannt

Untersuchungen

Hyperkaliämie

häufig

gelegentlich

häufig

Anstieg der

Alaninaminotransferase

(ALT)

selten

Erhöhungen des Harnstoffs im

Blut, des Serum-Kreatinins

und des Serum-Kaliums

häufig

Hyponatriämie

Häufigkeit nicht

bekannt

Hypoglykäme

häufig

Einschließlich Schwellung von Larynx, Glottis, Gesicht, Lippen, Pharynx und/oder Zunge (mit nachfolgender

Atemwegsobstruktion); bei einigen dieser Patienten wurde über ein Angioödem in der Vorgeschichte in

Verbindung mit der Gabe anderer Arzneimittel einschließlich ACE-Hemmern berichtet

∗∗

Einschließlich Purpura Schoenlein-Henoch

Besonders bei Patienten mit intravasalem Flüssigkeitsverlust, z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz

oder unter Behandlung mit hochdosierten Diuretika

Häufig bei Patienten, die 150 mg Losartan anstatt 50 mg Losartan bekamen

In einer klinischen Studie, die mit Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und einer Nephropathie durchgeführt

wurde, entwickelten 9,9 % der mit Losartan-Tabletten behandelten Patienten und 3,4 % der Patienten unter

Plazebo eine Hyperkaliämie > 5,5 mmol/l

Dieser war nach Absetzen der Therapie gewöhnlich reversibel

Folgende Nebenwirkungen traten bei Patienten unter Losartan häufiger auf als unter

Plazebo (Häufigkeiten nicht bekannt): Rückenschmerzen, Harnwegsinfektionen und

grippeähnliche Symptome.

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege:

Als Folge einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wurden bei

Risikopatienten Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen berichtet, die nach

Absetzen der Behandlung reversibel sein können (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Das Nebenwirkungsprofil bei Kindern scheint jenem von Erwachsenen ähnlich zu sein.

Die Daten zur pädiatrischen Population sind begrenzt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de

anzuzeigen

4.9

Überdosierung

Symptome einer Intoxikation

Bisher liegen begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen beim Menschen vor. Die

wahrscheinlichsten Anzeichen einer Überdosierung sind Blutdruckabfall und Tachykardie. Durch

parasympathische (vagale) Stimulation kann eine Bradykardie auftreten.

Behandlung einer Intoxikation

Falls ein symptomatischer Blutdruckabfall auftreten sollte, sollten unterstützende

Maßnahmen ergriffen werden. Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Zeitpunkt

der Einnahme des Arzneimittels und Art und Schwere der Symptome. Die

Wiederherstellung stabiler Herzkreislaufverhältnisse sollte im Vordergrund stehen. Nach

oraler Aufnahme ist die Gabe ausreichender Mengen von Aktivkohle indiziert.

Anschließend müssen die Vitalparameter überwacht und Abweichungen ggf. korrigiert

werden.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten, rein, ATC-Code: C09CA01

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Losartan ist ein synthetisch hergestellter oraler Angiotensin-II-Rezeptor(Typ AT

Antagonist. Angiotensin-II, ein potenter Vasokonstriktor, ist das primär aktive Hormon des

Renin-Angiotensin-Systems und eine wichtige Determinante der Pathophysiologie der

Hypertonie. Angiotensin-II bindet an den AT

-Rezeptor, der in vielen Geweben zu finden

ist (z. B. glatte Gefäßmuskulatur, Nebenniere, Nieren, Herz), und ruft wichtige biologische

Wirkungen hervor, wie beispielsweise Vasokonstriktion und Freisetzung von Aldosteron.

Angiotensin

-II stimuliert auch die Proliferation glatter Muskelzellen.

Losartan blockiert selektiv den AT

-Rezeptor.

In vitro

in vivo

hemmen Losartan und

sein pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-Metabolit E-3174 alle physiologisch

relevanten Wirkungen von Angiotensin-II, unabhängig von dessen Herkunft oder vom Weg

seiner Entstehung.

Eine agonistische Wirkung besitzt Losartan nicht, auch erfolgt keine Blockierung anderer

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle, die bei der kardiovaskulären Regulation von

Bedeutung sind. Losartan hemmt auch nicht ACE (= Kininase II), das Enzym, welches

Bradykinin abbaut. Somit kommt es nicht zu einer Verstärkung bradykininvermittelter

unerwünschter Wirkungen.

Während der Gabe von Losartan führt der Wegfall der negativen Rückkopplung von

Angiotensin-II auf die Reninbildung zum Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität (PRA). Ein

Anstieg der PRA führt zum Anstieg von Angiotensin-II im Plasma. Trotz dieses Anstiegs

bleiben die antihypertensive Wirkung und die Suppression der Plasma-Aldosteron-

Konzentration erhalten, was auf eine effektive Angiotensin-II-Rezeptor-Blockade hinweist.

Nach Absetzen von Losartan sanken die PRA- und Angiotensin-II-Werte binnen drei Tagen

auf die Ausgangswerte.

Sowohl Losartan als auch sein aktiver Hauptmetabolit haben eine viel größere Affinität für

den AT

-Rezeptor als für den AT

-Rezeptor. Der aktive Metabolit ist 10- bis 40fach

wirksamer auf Gewichtsbasis als Losartan.

Hypertoniestudien

In kontrollierten klinischen Studien reduzierte die einmal tägliche Gabe von Losartan bei

Patienten mit leichter bis mittelschwerer essenzieller Hypertonie statistisch signifikant den

systolischen und diastolischen Blutdruck. Messungen der Blutdruckwerte 24 Stunden nach

der Einnahme im Vergleich zu 5-6 Stunden nach der Einnahme zeigten eine

Blutdrucksenkung über 24 Stunden; der zirkadiane Rhythmus blieb erhalten. Die

Blutdrucksenkung am Ende des Dosierungsintervalls betrug etwa 70-80 % des Effekts, der

5-6 Stunden nach der Gabe zu sehen war.

Absetzen von Losartan führte bei Hypertonikern nicht zu einem abrupten Blutdruckanstieg

(Rebound). Trotz der deutlichen Blutdrucksenkung zeigte Losartan keine klinisch

signifikanten Auswirkungen auf die Herzfrequenz.

Losartan ist bei Männern ebenso wirksam wie bei Frauen, bei jüngeren Hypertonikern

(unter 65 Jahren) ebenso wie bei älteren.

LIFE-Studie

Die Losartan-Interventionsstudie zur Endpunktreduktion bei Hypertonie (Losartan Intervention

For Endpoint Reduction in Hypertension, LIFE) war eine randomisierte, dreifach-verblindete und

aktiv-kontrollierte Studie mit 9.193 Hypertonikern zwischen 55 und 80 Jahren mit EKG-

dokumentierter linksventrikulärer Hypertrophie.

Die Patienten erhielten zu Beginn randomisiert entweder Losartan 50 mg oder Atenolol 50 mg

einmal täglich. Wenn der Zielblutdruck (< 140/90 mmHg) nicht erreicht wurde, wurde zunächst

Hydrochlorothiazid (12,5 mg) zugegeben und dann gegebenenfalls die Losartan- oder Atenolol-

Dosis auf 100 mg einmal täglich erhöht. Falls notwendig, wurden andere Antihypertonika (nicht

jedoch ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Betarezeptorenblocker) in

beiden Gruppen zusätzlich gegeben, um das Ziel einer vergleichbaren Erniedrigung des

Blutdrucks in

beiden Gruppen zu erreichen.

Die mittlere Beobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäre Endpunkt war die Kombination aus kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität

gemessen als Reduktion der kombinierten Inzidenz von kardiovaskulärem Tod, Schlaganfall und

Myokardinfarkt. In beiden Behandlungsgruppen kam es zu einer signifikanten, vergleichbaren

Erniedrigung des Blutdrucks. Die Behandlung mit Losartan führte im Vergleich zu Atenolol zu

einer Risikoreduktion um 13,0 % (p=0,021, 95 % Konfidenzintervall 0,77-0,98) in Bezug auf den

primären zusammengesetzten Endpunkt. Dies war hauptsächlich auf die Senkung der

Schlaganfallsrate zur

ückzuführen. Die Behandlung mit Losartan senkte das relative Risiko für

einen Schlaganfall um 25 % (p=0,001, 95 % Konfidenzintervall 0,63-0,89) im Vergleich zu

Atenolol. Die Rate der Inzidenz kardiovaskulärer Todesfälle und Myokardinfarkte unterschied

sich nicht signifikant zwischen den Behandlungsgruppen.

Ethnische Zugehörigkeit

In der LIFE-Studie hatten die mit Losartan behandelten Patienten schwarzer Hautfarbe ein

höheres Risiko, den primären zusammengesetzten Endpunkt, d. h. ein kardiovaskuläres Ereignis

(z. B. Herzinfarkt, kardiovaskulärer Tod) und insbesondere Schlaganfall, zu erleiden, als die mit

Atenolol behandelten Patienten schwarzer Hautfarbe. Daher treffen die in der LIFE-Studie

beobachteten Ergebnisse von Losartan im Vergleich zu Atenolol bezüglich kardiovaskulärer

Morbidität/Mortalität nicht für Patienten mit schwarzer Hautfarbe zu, die an Bluthochdruck und

linksvent

rikulärer Hypertrophie leiden.

RENAAL-Studie

Die RENAAL-Studie (Reduction of Endpoints in NIDDM [Non Insulin Dependent Diabetes

Mellitus] with the Angiotensin-II-Receptor Antagonist Losartan) war eine kontrollierte, weltweit

durchgeführte klinische Studie mit 1.513 Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und Proteinurie,

mit oder ohne Hypertonie. 751 Patienten erhielten Losartan.

Ziel der Studie war es, die über den Nutzen einer Blutdrucksenkung hinausgehende

nephroprotektive Wirkung von Losartan-Kalium zu zeigen.

Patienten mit Proteinurie und einem Serum-Kreatinin von 1,3-3,0 mg/dl wurden auf der Basis

einer konventionellen antihypertensiven Therapie unter Ausschluss von ACE-Hemmern und

Angiotensin-II-Antagonisten randomisiert und entweder mit Losartan 50 mg einmal täglich, das

abhängig von der Blutdrucksenkung titriert wurde, oder mit Plazebo behandelt.

Die Prüfärzte wurden angehalten, gegebenenfalls auf 100 mg täglich zu titrieren; 72 % der

Patienten nahmen die meiste Zeit die Tagesdosis 100 mg. Andere Antihypertonika (Diuretika,

Kalziumantagonisten, Alpha- oder Betarezeptorenblocker sowie zentral wirksame

Antihypertonika) konnten in beiden Gruppen je nach Bedarf zusätzlich gegeben werden. Die

Patienten wurden bis zu 4,6 Jahre beobachtet (Mittelwert 3,4 Jahre).

Der primäre Endpunkt der Studie war ein zusammengesetzter Endpunkt aus Verdoppelung des

Serum-Kreatinins, terminaler Niereninsuffizienz (Dialysepflicht oder Transplantation) oder Tod.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Losartan (327 Ereignisse) im Vergleich zu

Plazebo (359 Ereignisse) für die Patienten zu einer Risikoreduktion von 16,1 % (p=0,022) führte,

den primären zusammengesetzten Endpunkt zu erreichen. Für die folgenden einzelnen und

kombinierten Komponenten des primären Endpunkts ergab sich bei den mit Losartan behandelten

Patienten eine signifikante Risikoreduktion: 25,3 % Risikoreduktion für die Verdoppelung des

Serum-Kreatinins (p = 0,006); 28,6 % Risikoreduktion für die terminale Niereninsuffizienz (p

=0,002); 19,9 % Risikoreduktion für die terminale Niereninsuffizienz oder Tod (p = 0,009); 21,0

% Risikoreduktion für eine Verdoppelung des Serum-Kreatinins oder terminale

Niereninsuffizienz ( p = 0,01).

Die Rate der Gesamttodesfälle war zwischen beiden Behandlungsgruppen nicht signifikant

unterschiedlich.

In dieser Studie wurde Losartan im Allgemeinen gut vertragen, wie die Rate von

Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen im Vergleich zur Plazebogruppe belegte.

HEAAL-Studie

Die „Heart Failure Endpoint Evaluation of Angiotensin II Antagonist Losartan"-(HEAAL)-

Studie war eine weltweit durchgeführte kontrollierte klinische Studie mit 3.834 Patienten

zwischen 18 und 98 Jahren mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen II-IV), die eine Intoleranz

gegenüber ACE-Hemmern aufwiesen. Die Patienten bekamen zusätzlich zu einer

konventionellen Basistherapie unter Ausschluss von ACE-Hemmern randomisiert entweder

50 mg Losartan einmal/Tag oder 150 mg Losartan einmal/Tag.

Die Patienten wurden über 4 Jahre (Mittelwert [Median] 4,7 Jahre) beobachtet.

Der primäre Endpunkt der Studie war ein kombinierter Endpunkt aus Gesamtmortalität oder

Hospitalisierungen aufgrund von Herzinsuffizienz.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine Behandlung mit 150 mg Losartan (828 Ereignisse) im

Vergleich zu 50 mg Losartan (889 Ereignisse) zu einer Risikoreduktion von 10,1 %

(p=0,027 95% Konfidenzinterval 0,82-0,99) führte, hinsichtlich der Anzahl der Patienten,

die den primären kombinierten Endpunkt erreichten. Dies war hauptsächlich auf eine

Verringerung der Häufigkeit der Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzinsuffizienz

zurückzuführen. Im Vergleich zu 50 mg Losartan reduzierte die Behandlung mit 150 mg

Losartan das Risiko für Krankenhauseinweisungen um 13,5 % (p=0,025 95

Konfidenzinterval 0,76-0,98). Die Gesamtmortalitätsrate war zwischen beiden

Behandlungsgruppen nicht signifikant unterschiedlich. Niereninsuffizienz, Hypotonie und

Hyperkaliämie traten in der Gruppe unter 150 mg Losartan häufiger auf als in der Gruppe

unter 50 mg, jedoch führten diese unerwünschten Ereignisse in der Gruppe unter 150 mg

nicht signifikant häufiger zu einem Therapieabbruch.

ELITE-I- und ELITE-II-Studie

In der ELITE-Studie über 48 Wochen bei 722 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II-

IV) wurde kein Unterschied hinsichtlich des primären Endpunkts einer langfristigen Änderung der

Nierenfunktion zwischen den mit Losartan und den mit Captopril behandelten Patienten

beobachtet. Die Beobachtung der ELITE-Studie, dass Losartan das Mortalitätsrisiko im Vergleich

zu Captopril verringerte, wurde in der anschließenden ELITE-II-Studie, die nachfolgend

beschrieben wird, nicht bestätigt.

In der ELITE-II-Studie wurde Losartan 50 mg einmal täglich (Anfangsdosis 12,5 mg, erhöht auf

25 mg, dann 50 mg einmal täglich) mit Captopril 50 mg dreimal täglich (Anfangsdosis 12,5 mg,

erhöht auf 25 mg, dann auf 50 mg dreimal täglich) verglichen. Der primäre Endpunkt dieser

prospektiven Studie war die Gesamtmortalität.

In dieser Studie wurden 3.152 Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II-IV) fast zwei Jahre

beobachtet (Median: 1,5 Jahre), um festzustellen, ob Losartan Captopril bei der Senkung der

Gesamtmortalität überlegen ist. Der primäre Endpunkt zeigte keinen statistisch signifikanten

Unterschied zwischen Losartan und Captopril bei der Senkung der Gesamtmortalität.

In beiden Wirkstoff-kontrollierten klinischen Studien (nicht Plazebo-kontrolliert) an Patienten mit

Herzinsuffizienz war die Verträglichkeit von Losartan jener von Captopril überlegen, gemessen

anhand einer signifikant geringeren Therapieabbruchrate aufgrund unerwünschter Wirkungen und

einer signifikant geringeren Hustenhäufigkeit.

In der ELITE-II-Studie wurde in der kleinen Subgruppe (22 % aller HI-Patienten) unter

Betablockern bei Behandlungsbeginn eine erhöhte Mortalität beobachtet.

ONTARGET- und VA NEPHRON-D-Studie

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute

Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde.

Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf

andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

ALTITUDE-Studie

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer

Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch

Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe,

ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse

(Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Studien bei Kindern

Hypertonie bei Kindern

Die antihypertensive Wirkung von Losartan wurde in einer klinischen Studie mit 177 hypertonen

Kindern zwischen 6-16 Jahren mit einem Körpergewicht über 20 kg und einer glomerulären

Filtrationsrate > 30 ml/min/1,73 m² untersucht. Patienten mit einem Körpergewicht zwischen

20 kg und 50 kg erhielten täglich entweder 2,5 mg, 25 mg oder 50 mg Losartan. Patienten mit

einem Körpergewicht über 50 kg erhielten täglich entweder 5 mg, 50 mg oder 100 mg Losartan.

Am Ende der dritten Woche kam es durch die einmal tägliche Losartan-Gabe zu einer

dosisabhängigen Senkung des Blutdruckwertes am Ende des Dosierungsintervalls.

Insgesamt gesehen zeigte sich eine Dosis-Wirkungs-Beziehung. Die Dosis-Wirkungs-Beziehung

war im Vergleich der Gruppe mit der niedrigen Dosis zu der mit der mittleren Dosis

(Studienabschnitt I: -6,2 mmHg vs. -11,65 mmHg) sehr offensichtlich, schwächte sich aber im

Vergleich der Gruppe mit der mittleren Dosis zu der mit der hohen Dosis (Studienabschnitt I: -

11,65 mmHg vs.-12,21 mmHg) ab. Die niedrigsten in den Studien untersuchten Dosen von 2,5 mg

und 5 mg, entsprechend einer durchschnittlichen Tagesdosis von 0,07 mg/kg, zeigten offenbar

keine konsistente antihypertensive Wirkung.

Diese Ergebnisse wurden im Abschnitt II der Studie, in die die Patienten nach 3

Behandlungswochen zur Weiterführung der Therapie mit Losartan oder Plazebo randomisiert

wurden, bestätigt. Der Unterschied im Blutdruckanstieg im Vergleich zu Plazebo war in der

mittleren Dosierungsgruppe am größten (6,70 mmHg bei mittlerer Dosis vs. 5,38 mmHg bei hoher

Dosis). Der Anstieg des diastolischen Blutdruckwerts am Ende des Dosierungsintervalls war in

der Patientengruppe unter Plazebo und bei Patienten unter der niedrigsten Losartan-Dosis in jeder

Gruppe gleich. Dies zeigt ebenfalls, dass die niedrigste Dosis in allen Gruppen keine signifikante

antihypertensive Wirkung hatte.

Langzeitwirkungen von Losartan auf Wachstum, Pubertät und allgemeine Entwicklung wurden

nicht untersucht. Die Langzeitwirksamkeit der antihypertensiven Therapie mit Losartan in der

Kindheit auf die Senkung der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität wurde ebenfalls nicht

untersucht.

Die Wirkung von Losartan auf eine Proteinurie wurde bei hypertonen (n=60) und

normotonen (n=246) Kindern mit einer Proteinurie in einer 12-wöchigen, plazebo- und

aktiv-kontrollierten (Amlodipin) klinischen Studie bestimmt. Eine Proteinurie wurde

definiert als Verhältnis von Protein/Kreatinin ≥0,3 im Urin. Die hypertonen Patienten (im

Alter von 6 bis 18 Jahren) wurden randomisiert entweder auf Losartan (n=30) oder

Amlodipin (n=30) eingestellt. Die normotonen Patienten (zwischen 1 und 18 Jahren)

wurden randomisiert entweder auf Losartan (n=122) oder Plazebo (n=124) eingestellt.

Losartan wurde in Dosierungen von 0,7 mg/kg bis 1,4 mg/kg (bis zu einer Maximaldosis

von 100 mg/Tag) gegeben. Amlodipin wurde in Dosierungen von 0,05 mg/kg bis 0,2 mg/kg

(bis zu einer Maximaldosis von 5 mg/Tag) gegeben.

Insgesamt kam es bei den auf Losartan eingestellten Patienten nach 12-wöchiger

Behandlung zu einer statistisch signifikanten Reduktion der Proteinurie von 36 % bezogen

auf den Ausgangswert versus einer 1%igen Zunahme in der Plazebo-/Amlodipingruppe

(p≤0,001). Bei den auf Losartan eingestellten hypertonen Patienten kam es zu einer

Reduktion der Proteinurie von -41,5 % vom Ausgangswert (95 % CI -29,9; -51,1) versus

+2,4 % (95 % CI -22,2; 14,1) in der Amlodipingruppe. Die Abnahme sowohl des

systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks war in der Losartangruppe (-5,5/-3,8

mmHg) im Vergleich zu der Amlodipingruppe (-0,1/+0,8 mmHg) stärker. Bei normotonen

Kindern wurde in der Losartangruppe eine geringfügige Abnahme des Blutdrucks (-3,7/-3,4

mmHg) im Vergleich zu Plazebo festgestellt. Eine signifikante Korrelation zwischen der

Abnahme der Proteinurie und der Abnahme des Blutdrucks wurde nicht beobachtet; es ist

jedoch möglich, dass die Abnahme des Blutdrucks teilweise für den Rüc

kgang der

Proteinurie in der mit Losartan behandelten Gruppe verantwortlich war.

Die Langzeitwirkungen von Losartan bei Kindern mit Proteinurie wurden bis zu 3 Jahre in

der offenen Sicherheits-Verlängerungsphase derselben Studie untersucht, in die alle

Patienten eingeladen wurden, welche die 12-wöchige Behandlung der Basisstudie beendet

hatten. Insgesamt nahmen 268 Patienten an der offenen Verlängerungsphase teil und

wurden erneut zu Losartan (n = 134) oder Enalapril (n = 134) randomisiert. 109 Patienten

wurden mehr als 3 Jahre behandelt und nachbeobachtet (vorab definierte Beendigung der

Stude bei Abschluss der 3-jährigen Verlängerungsphase dur

ch mehr als 100 Patienten). Die

Dosierungen von Losartan betrugen nach Ermessen der Prüfärzte 0,30-4,42 mg/kg/Tag, die

von Enalapril 0,02-1,13 mg/kg/Tag. Die Tageshöchstdosen von 50 mg für ein

Körpergewicht < 50 kg und 100 mg für ein Körpergewicht > 50 kg wurden bei den meisten

Patienten während der Verlängerungsphase der Studie nicht überschritten.

Insgesamt zeigten die Daten der Sicherheits-Verlängerungsphase, dass Losartan gut

vertragen wurde und über 3 Jahre lang zu anhaltenden Reduktionen der Proteinurie ohne

nennenswerte Veränderung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) führte. Bei normotonen

Patienten (n = 205) hatte Enalapril eine numerisch größere Wirkung auf die Proteinurie als

Losartan (-33,0 % [95 %CI -47,2;-15,0] vs -16,6 % [95 %CI -34,9; 6.8]) und GFR (9,4

[95 % CI 0,4; 18,4]) vs -4,0 [95 %CI -13,1; 5,0) ml/min/1,73m

]). Bei hypertonen Patienten

(n = 49) hatte Losartan eine numerisch größere Wirkung auf die Proteinurie (-44,5 % [95 %

CI -64,8; -12,4] vs -39,5 % [95 %CI -62,5; -2,2]) und GFR (18,9 (95 %CI 5,2; 32,5) vs -

13,4 [95 %CI -27,3; 0,6] ml/min/1,73m

Eine unverblindete klinische Dosisfindungsstudie diente zur Bewertung der Sicherheit und

Wirksamkeit von Losartan bei Kindern von 6 Monaten bis 6 Jahren mit Hypertonie. Insgesamt

wurden 101 Patienten randomisiert und sollten unverblindet Losartan in einer von drei

verschiedenen Anfangsdosierungen erhalten: eine niedrige Dosis von 0,1 mg/kg/Tag (n = 33), eine

mittlere Dosis von 0,3 mg/kg/Tag (n = 34) oder eine hohe Dosis von 0,7 mg/kg/Tag (n = 34).

Darunter waren 27 Kleinstkinder im Alter von 6 bis 23 Monaten. Die Studienmedikation wurde in

den Wochen 3, 6 und 9 auf die nächste St

ufe erhöht, wenn die Patienten ihren Blutdruck-Zielwert

nicht erreichten und noch nicht die Höchstdosis (1,4 mg/kg/Tag, wobei 100 mg/Tag nicht

überschritten werden durften) von Losartan erhalten hatten.

Von den 99 Patienten unter Studienmedikation nahmen 90 (90,9 %) Patienten an der

Verlängerungsphase teil, in der alle 3 Monate Visiten zur Nachbeobachtung stattfanden. Die

mittlere Therapiedauer betrug 264 Tage.

Insgesamt kam es in allen Behandlungsgruppen zu einer ähnlichen mittleren Blutdrucksenkung

vom Ausgangswert (Veränderung vom Ausgangswert in Woche 3 für den systolischen

Blutdruckwert: -7,3 mmHg für die niedrige Dosis, -7,6 mmHg für die mittlere Dosis und -

6,7 mmHg für die hohe Dosis; Veränderung vom Ausgangswert in Woche 3 für den diastolischen

Blutdruckwert: -8,2 mmHg für die niedrige Dosis, -5,1 mmHg für die mittlere Dosis und -6,7

mmHg für die hohe Dosis); allerdings gab es keine statistisch signifikante Dosis-

Wirkungsbeziehung für das Ansprechen sowohl beim systolischen als auch beim diastolischen

Blutdruckwert.

Losartan in Dosierungen bis zu 1,4 mg/kg wurde bei Kindern mit Hypertonie im Alter von 6

Monaten bis zu 6 Jahren im Laufe der 12-wöchigen Therapie im Allgemeinen gut vertragen. Das

Sicherheitsprofil erschien insgesamt zwischen den Behandlungsgruppen ähnlich zu sein.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Einnahme wird Losartan gut resorbiert und unterliegt einem First-Pass-

Metabolismus. Es werden ein aktiver Carboxylsäure-Metabolit und weitere inaktive

Metaboliten gebildet. Die systemische Bioverfügbarkeit von Losartan-Filmtabletten beträgt

ca. 33 %. Mittlere maximale Plasmakonzentrationen von Losartan werden in einer Stunde,

des aktiven Metaboliten in 3-4 Stunden erreicht.

Verteilung

Losartan und sein aktiver Metabolit sind zu

99 % eiweißgebunden, primär an Albumin.

Das Verteilungsvolumen von Losartan beträgt 34 Liter.

Biotransformation

Etwa 14 % von intravenös oder oral verabreichtem Losartan werden zu seinem aktiven

Metaboliten umgewandelt. Die Untersuchungen mit

C-markiertem Losartan zeigten nach

oraler und intravenöser Gabe, dass die Radioaktivität im Plasma vorwiegend Losartan und

seinem aktiven Metaboliten zuzuschreiben ist. Bei etwa 1 % der Probanden war eine

geringe Konversion von Losartan in seinen aktiven Metaboliten festzustellen.

Zusätzlich zum aktiven Metaboliten werden inaktive Metaboliten gebildet.

Ausscheidung

Die Plasma-Clearance von Losartan bzw. seines aktiven Metaboliten beträgt etwa 600

ml/min bzw. 50 ml/min. Die Werte für die renale Clearance liegen bei etwa 74 ml/min

(Losartan) und 26 ml/min (aktiver Metabolit). Nach oraler Einnahme werden etwa 4 % der

Dosis unverändert mit dem Urin ausgeschieden, etwa 6 % der Dosis erscheinen im Urin als

aktiver Metabolit. Bis zu oralen Dosen von 200 mg Losartan-Kalium pro Tag ist die

Pharmakokinetik von Losartan und dem aktiven Metaboliten linear.

Nach oraler Einnahme verlaufen die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines

aktiven Metaboliten polyexponentiell mit einer terminalen Halbwertszeit von ca. 2 Stunden

bzw. 6-9 Stunden.

Bei einer Dosierung mit 100 mg einmal täglich akkumulieren weder Losartan noch sein

aktiver Metabolit signifikant im Plasma.

Die Ausscheidung von Losartan und seinen Metaboliten erfolgt biliär und renal.

Nach oraler/intravenöser Gabe von

C-markiertem Losartan werden beim Menschen etwa

35 %/43 % der Radioaktivität im Urin und 58 %/50 % in den Faeces gefunden.

Besondere Patientengruppen

Bei älteren Hypertonikern waren die Plasmakonzentrationen von Losartan und seines

aktiven Metaboliten nicht wesentlich unterschiedlich zu jenen, die bei jungen

Hypertonikern beobachtet wurden.

Bei Frauen mit Hypertonie waren die Plasmaspiegel von Losartan bis zu 2fach höher als bei

Männern mit Hypertonie, während die Plasmaspiegel des aktiven Metaboliten bei Männern

und Frauen nicht unterschiedlich waren.

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger alkoholinduzierter Leberzirrhose waren die

Plasmaspiegel von Losartan und seines aktiven Metaboliten nach oraler Gabe 5fach bzw.

1,7fach höher als bei jungen männlichen Probanden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Die Plasmakonzentrationen von Losartan sind bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance

über 10 ml/min unverändert. Im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion ist bei

Dialysepatienten die AUC für Losartan etwa 2fach höher.

Die Plasmakonzentrationen des aktiven Metaboliten sind bei Patienten mit

Nierenfunktionseinschränkung ebenso wie bei Dialysepatienten unverändert.

Weder Losartan noch der aktive Metabolit können durch Hämodialyse entfernt werden.

Pharmakokinetik bei pädiatrischen Patienten

Die Pharmakokinetik von Losartan wurde bei 50 hypertonen Kindern im Alter zwischen > 1

Monat und < 16 Jahren untersucht. Es wurde eine tägliche orale Dosis von 0,54-0,77 mg

Losartan/kg KG gegeben (mittlere Dosen).

Die Ergebnisse zeigten, dass der aktive Metabolit von Losartan in allen Altersgruppen

gebildet wird. Die Ergebnisse zeigten für Losartan nach oraler Einnahme ungefähr ähnliche

pharmakokinetische Parameter bei Säuglingen, Kleinkindern, Vorschulkindern,

Schulkindern und Jugendlichen. Die pharmakokinetischen Parameter des Metaboliten

unterschieden sich zwischen den Altersgruppen in einem größeren Ausmaß. Diese

Unterschiede waren im Vergleich von Vorschulkindern mit Jugendlichen statistisch

signifikant. Die Exposition bei Säuglingen/Kleinkindern war vergl

eichsweise hoch.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Studien, einschließlich konventioneller Studien zur allgemeinen

Pharmakologie, zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen. In Studien zur Toxizität nach wiederholter Gabe

induzierte die Verabreichung von Losartan eine Abnahme der roten Blutzellparameter

(Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit), einen Anstieg des Harnstoff-Stickstoffs im Serum

sowie gelegentliche Erhöhungen des Serumkreatinins, eine Abnahme im Herzgewicht (ohne

histologisches Korrelat) und gastrointestinale Veränderun

gen (Schleimhautläsionen, Ulzera,

Erosionen, Hämorrhagien). Wie bei anderen Substanzen, die das Renin-Angiotensin-

System direkt beeinflussen, wurde bei Losartan die Induktion von unerwünschten

Wirkungen auf die späte fetale Entwicklung, die zu fetalem Tod und Missbildungen führen,

gezeigt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Vorverkleisterte Maisstärke

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Film:

Hypromellose (6. mPa.s)

Hyprolose

Titandioxid (E171)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Losar-Denk 12,5 mg Filmtabletten

30 Monate

Losar-Denk 25 mg / 50 mg / 100 mg Filmtabletten

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Losar-Denk 12,5 mg Filmtabletten

Opake AL/PVC/PE/PVDC Blisterpackungen mit 14, 21, 28, 56 oder 98 Filmtabletten

Losar-Denk 25 mg / 50 mg / 100 mg Filmtabletten

Opake AL/PVC/PE/PVDC Blisterpackungen mit 14, 28, 56 oder 98 Filmtabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

DENK PHARMA GmbH & Co. KG

Prinzregentenstr. 79

81675 München

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Losar-Denk 12,5 mg Filmtabletten:

72067.00.00

Losar-Denk 25 mg Filmtabletten:

72068.00.00

Losar-Denk 50 mg Filmtabletten:

72069.00.00

Losar-Denk 100 mg Filmtabletten:

72070.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

22. 02. 2010

10.

STAND DER INFORMATION

November 2014

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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