Losar-Denk 12,5 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Losartan-Kalium
Verfügbar ab:
Denk Pharma GmbH & Co. KG
INN (Internationale Bezeichnung):
Losartan potassium
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Losartan-Kalium 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
72067.00.00

ENR2172067

GEBRAUCHSINFORMATION:INFORMATIONFÜRDENANWENDER

Losar-Denk12,5 mgFilmtabletten

Wirkstoff:Losartan-Kalium

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WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenBeschwerden

habenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1. WasistLosar-Denk12,5mgundwofürwirdesangewendet?

2. WasmüssenSievorderEinnahmevonLosar-Denk12,5mgbeachten?

3. WieistLosar-Denk12,5mgeinzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistLosar-Denk12,5mgaufzubewahren?

6. WeitereInformationen

1.WASISTLOSAR-DENK12,5MGUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

LosartangehörtzueinerKlassevonArzneimitteln,dieals

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonistenbezeichnetwerden.DieSubstanzAngiotensin-IIwird

inIhremKörpergebildetund bindetanRezeptorenindenBlutgefäßenund lässtdieseenger

werden.DadurchsteigtderBlutdruck.LosartanblockiertdieBindungvonAngiotensin-IIan

dieseRezeptoren,sodassdieBlutgefäßeentspanntwerdenundIhrBlutdruck sinkt.Losartan

ENR2172067

verlangsamtdieVerschlechterungderNierenfunktionbeiPatientenmithohemBlutdruckund

Typ-2-Diabetes.

Losar-Denk 12,5 mgwird angewendet:

zurBehandlungvonPatientenmitBluthochdruck(Hypertonie);

zumSchutzderNierenbeiPatientenmitBluthochdruckundZuckerkrankheit

(Typ-2-Diabetesmellitus)unddurchLaboruntersuchungennachgewiesener

beeinträchtigerNierenfunktionmiteinerEiweißausscheidung≥0,5g/TagimUrin(bei

dieserErkrankungenthältderUrineinekrankhafthoheEiweißmenge);

zurBehandlungvonPatientenmitHerzleistungsschwäche–wennIhremArztdie

BehandlungmiteinemACE-Hemmer(Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer,ein

blutdrucksenkendesArzneimittel)nichtgeeigneterscheint.WennIhre

HerzleistungsschwächemiteinemACE-Hemmerstabileingestelltist,solltenSienichtauf

Losartanumgestelltwerden.

zurBehandlungvonPatientenmitBluthochdruckund Wandverdickungderlinken

Herzkammer.Losar-Denk12,5mgvermindertdasRisikoeinesSchlaganfalls(sog.

"LIFE"-Indikation).

2.WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONLOSAR-DENK12,5MG

BEACHTEN?

Losar-Denk12,5mg darfnichteingenommenwerden,

wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenLosartanodereinendersonstigen

Bestandteilesind.

wennIhreLeberfunktiondeutlicheingeschränktist.

während derletzten6 MonateeinerSchwangerschaft.

(Eswird empfohlen,Losar-Denk12,5mgauchinderfrühenPhasederSchwangerschaft

nichtanzuwenden,sieheAbschnittSchwangerschaftundStillzeit.)

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLosar-Denk12,5 mg isterforderlich

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwangerwerden

könnten).DieEinnahmevonLosar-Denk 12,5 mginderfrühenPhasederSchwangerschaft

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wird nichtempfohlen,und Losar-Denk12,5mgdarfnichtmehrnachdemdritten

Schwangerschaftsmonateingenommenwerden,dadieEinnahmevonLosar-Denk12,5mgin

diesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhresungeborenenKindesführenkann(siehe

AbschnittSchwangerschaftundStillzeit).

HaltenSievorEinnahmevonLosar-Denk12,5mgRücksprachemitIhremArzt:

wennSieeinbereitseinmaleinAngioödemhatten(Überempfindlichkeitsreaktionmit

SchwellungenvonGesicht,Lippen,Rachenund/oderZunge),(sieheauchAbschnitt4.

"WelcheNebenwirkungensindmöglich?");

wennSieunterstarkemErbrechenoderDurchfallmiteinemgroßenFlüssigkeits-

und/oderSalzverlustIhresKörpersleiden;

wennSieDiuretika(ArzneimittelzurEntwässerung,welchedieUrinaussscheidungüber

dieNierenerhöhen)einnehmenodereinesalzarmeDiäteinhalten,wodurcheszueinem

starkenFlüssigkeits-und SalzverlustIhresKörperskommenkann(sieheAbschnitt3.

"DosierungbeispeziellenPatientengruppen")

wennbeiIhnenbekanntist,dassSieaneinerVerengungoderBlockadederzuden

NierenführendenBlutgefäße(Nierenarterienstenose)leidenodervorkurzemeine

Nierentransplantationhatten,

wennSieaneinerLeberfunktionsstörungleiden(sieheAbschnitte2."Losar-Denk12,5

mgdarfnichteingenommenwerden"und 3."Dosierungbeispeziellen

Patientengruppen"),

wennSieanHerzleistungsschwächemitoderohneBeeinträchtigungderNierenfunktion

odergleichzeitiganschwerenlebensbedrohlichenHerzrhythmusstörungenleiden.

BesondereVorsichtistnotwendig,wennSiegleichzeitigmiteinemBeta-Blocker

behandeltwerden;

wennSieaneinerErkrankungderHerzklappenoderdesHerzmuskelsleiden,

wennSieeineErkrankungderHerzkranzgefäße(verursachtdurchMangeldurchblutung

derBlutgefäßedesHerzens)oderderBlutgefäßedesGehirns(verursachtdurch

MangeldurchblutungdesGehirns)leiden;

wennSieanprimäremHyperaldosteronismusleiden(Erkrankung,diemiteinererhöhten

AbgabedesHormonsAldosteronausderNebenniereeinhergeht,verursachtdurcheine

AnomaliederNebenniere).

BeiEinnahmevonLosar-Denk12,5 mg mitanderenArzneimitteln

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BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmen/

anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtigeArzneimittel,pflanzlicheArzneimitteloderNaturproduktehandelt.

SeienSiebesondersvorsichtig,wennSiezusätzlichzurBehandlungmitLosar-Denk12,5mg

einesderfolgendenArzneimittelanwenden:

andereArzneimittelzurBehandlungdesBluthochdrucks,dasiedenBlutdruck zusätzlich

senkenkönnen.DerBlutdruckkannauchdurcheinederfolgenden

Arzneimittel/Arzneimittelklassengesenktwerden:trizyklischeAntidepressiva,

Antipsychotika,Baclofen,Amifostin.

Arzneimittel,dieKaliumimKörperzurückhaltenoderdenKaliumspiegelimBlut

erhöhen(z.B.Kaliumergänzungsmittel,kaliumhaltigeSalzersatzmitteloder

kaliumsparendeArzneimittelwiebestimmteDiuretika[ArzneimittelzurEntwässerung;

Amilorid,Spironolacton,Triamteren]oderHeparin).

nicht-steroidaleAntirheumatikawieIndomethacin,einschließlichCOX-2-Hemmer

(ArzneimittelgegenEntzündungenundgegenSchmerzen),dasiedieblutdrucksenkende

WirkungvonLosartanvermindernkönnen.

BeieingeschränkterNierenfunktionkannsichbeigleichzeitigerEinnahmedieserArzneimittel

dieNierenfunktionweiterverschlechtern.

LithiumhaltigeArzneimittelsolltenohneengeärztlicheÜberwachungnichtinKombinationmit

Losartaneingenommenwerden.BesondereVorsichtsmaßnahmen(z.B.Blutuntersuchungen)

könnenangebrachtsein.

BeiEinnahmevonLosar-Denk12,5 mg zusammenmitNahrungsmittelnundGetränken

Losar-Denk 12,5 mgkannmitoderohneNahrungeingenommenwerden.

SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

TeilenSieIhremArztmit,wennSievermuten,schwangerzusein(oderschwangerwerden

könnten).InderRegelwird IhrArztIhnenempfehlen,Losar-Denk 12,5 mgvoreiner

Schwangerschaftbzw.sobald Siewissen,dassSieschwangersind,abzusetzen,und erwird

IhneneinanderesArzneimittelempfehlen.DieAnwendungvonLosar-Denk12,5mginder

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frühenSchwangerschaftwird nichtempfohlenundLosar-Denk 12,5 mgdarfnichtmehrnach

demdrittenSchwangerschaftsmonateingenommenwerden,dadieEinnahmevonLosar-Denk

12,5mgindiesemStadiumzuschwerenSchädigungenIhresungeborenenKindesführenkann.

Stillzeit

TeilensieIhremArztmit,wennSiestillenodermitdemStillenbeginnenwollen.Losar-Denk

12,5mgwirdnichtzurAnwendungbeistillendenMütternempfohlen;IhrArztkanneine

andereBehandlungfürSiewählen,wennSiestillenwollen,vorallem,solangeIhrKind im

NeugeborenenalteristoderwenneseineFrühgeburtwar.

FragenSievorderEinnahmevonallenArzneimittelnIhrenArztoderApothekerumRat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

EswurdenkeineStudienzurVerkehrstüchtigkeitund derFähigkeitzumBedienenvon

Maschinendurchgeführt.Esistunwahrscheinlich,dassLosar-Denk 12,5 mgdieVerkehrs-

tüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvonMaschinenbeeinflusst.Allerdingskann

Losartan,wieandereblutdrucksenkendeArzneimittel,SchwindeloderMüdigkeitbeieinigen

Personenverursachen.SolltenbeiIhnenSchwindeloderMüdigkeitauftreten,fragenSieIhren

ArztumRat,bevorSiesolchenTätigkeitennachgehen.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonLosar-Denk12,5mg

Losar-Denk 12,5 mgenthältLactose.BittenehmenSiedaherLosar-Denk12,5mgerstnach

RücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieaneinerUnverträglichkeit

gegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3.WIEISTLOSAR-DENK12,5 MGEINZUNEHMEN?

DiefolgendenStärkenvonLosar-Denk sindverfügbar:

Filmtablettenmit12,5mg,25 mg,50mgund 100mgLosartan-Kalium.

NehmenSieLosar-Denk 12,5 mgimmergenaunachAnweisungIhresArztesein.IhrArzt

wird diefürSiegeeigneteDosisbestimmen;sieistabhängigvonIhrerErkrankungunddavon,

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obSienochandereArzneimitteleinnehmen.Esistwichtig,dassSieLosar-Denk 12,5 mgso

langeeinnehmen,wieIhrArztesIhnenverordnethat.Diesführtzueinerreibungslosen

KontrolleIhresBlutdrucks.

PatientenmitBluthochdruck

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit50 mgLosartan(1TabletteLosar-Denk 50mg)

einmaltäglich.DiemaximaleblutdrucksenkendeWirkungwirdetwa3-6 Wochennach

Behandlungsbeginnerreicht.

BeieinigenPatientenkanndieDosisauf100 mgLosartan(2 TablettenLosar-Denk50 mg)

einmaltäglicherhöhtwerden.

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruck haben,dassdieWirkungvon

Losartanzustarkoderzuschwachist.

PatientenmitBluthochdruckund Zuckerkrankheit(Typ-2-Diabetesmellitus)

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit50 mgLosartan(1TabletteLosar-Denk 50mg)

einmaltäglich.DieDosiskannspäterauf100 mgLosartan(2 TablettenLosar-Denk50 mg)

einmaltäglicherhöhtwerden,inAbhängigkeitvomAnsprechenIhresBlutdrucks.

LosartanTablettenkönnensowohlzusammenmitanderenblutdrucksenkendenArzneimitteln

(z.B.Diuretika,Kalziumantagonisten,Alpha-oderBetarezeptorenblockernsowiezentral

wirksamenAntihypertonika)alsauchmitInsulinund anderenhäufigverwendeten

ArzneimittelnzurSenkungdesBlutzuckers(z.B.Sulfonylharnstoffen,Glitazonenund

Glucosidasehemmern)eingenommenwerden.

PatientenmitHerzleistungsschwäche

DieBehandlungbeginntüblicherweisemit12,5mgLosartaneinmaltäglich(1 TabletteLosar

-Denk12,5mg).ImAllgemeinensolltedieDosisschrittweisewöchentlicherhöhtwerden(d.

h.12,5 mgtäglichwährend dererstenWoche,25mgtäglichwährendder2.Woche,50 mg

täglichwährend der3.Woche)biszurüblichenErhaltungsdosisvon50 mgLosartantäglich

(entsprechend 1TabletteLosar-Denk 50mg),abhängigvonIhrerErkrankung.

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BeiderBehandlungderHerzschwächewird LosartanüblicherweisemiteinemDiuretikum

(ArzneimittelzurEntwässerungüberdieNieren,welchedieUrinmengeerhöhen)und/oder

Digitalis(ArzneimittelzurStärkungdesHerzens)und/odereinemBetablockerkombiniert.

DosierungbeispeziellenPatientengruppen

DerArztkannzueinerniedrigerenDosisraten,insbesonderezuBehandlungsbeginnbei

PatientenunterhohenDosenharntreibenderArzneimittel,beiPatientenmit

LeberfunktionsstörungenoderbeiPatientenüber75 Jahren.DieAnwendungvonLosartanbei

PatientenmitschwererEinschränkungderLeberfunktionwirdnichtempfohlen(siehe

Abschnitt"Losar-Denk 12,5 mgdarfnichteingenommenwerden").

AuswirkungenbeiKindernundJugendlichen

Losar-Denk 12,5 mgsolltebeiKindernunter6 Jahrennichtangewendetwerden.

Losar-Denk 12,5 mgsolltebeiKindernmitNieren-oderLeberfunktionsstörungennicht

angewendetwerden.

Einnahme

DieTablettensolltenmiteinemGlasWassergeschlucktwerden.

VersuchenSie,Losar-Denk 12,5 mgtäglichzurgleichenZeiteinzunehmen.Esistwichtig,

dassSieLosar-Denk 12,5 mgsolangeeinnehmen,bisIhrArztIhnenandereAnweisungen

gibt.

WennSieeinegrößereMengevonLosar-Denk12,5mgeingenommenhaben,alsSie

sollten

WennSieversehentlichzuvieleTabletteneingenommenhaben,odereinKindTabletten

geschluckthat,verständigenSiesofortIhrenArzt.SymptomeeinerÜberdosierungsind

niedrigerBlutdruck und/odereinzuschneller,abermöglicherweiseauchzulangsamer

Herzschlag.

WennSiedieEinnahmevonLosar-Denk12,5mg vergessenhaben

WennSieversehentlichdieEinnahmeIhrertäglichenDosisvergessenhaben,nehmenSiebitte

dienächsteDosiswieverordnet.NehmenSiekeinedoppelteDosisein,umdievergessene

Tablettenachzuholen.

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WennSieweitereFragenzurEinnahmediesesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4.WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannLosar-Denk 12,5 mgNebenwirkungenhaben,dieabernichtbei

jedemauftretenmüssen.

FallsfolgendeBeschwerdenauftreten,nehmenSieLosar-Denk12,5mgnichtmehreinund

informierenSiesofortIhrenArztoderbegebensichindieNotaufnahmedesnächstgelegenen

Krankenhauses:

EineschwerwiegendeallergischeReaktion,dieHautausschlag,Juckreiz,Schwellungvon

Gesicht,Lippen,Mund oderRachen,dieSchluck-oderAtembeschwerdenverursachenkann.

Diesisteineschwerwiegende,aberselteneNebenwirkung,diemehralseinenvon10.000,aber

wenigeralseinenvon1.000 Patientenbetrifft.Siebenötigenmöglicherweisenotärztliche

VersorgungodermüssenineinKrankenhauseingewiesenwerden.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrunde

gelegt:

Sehrhäufig: betrifftmehrals1 Behandeltenvon10

Häufig: betrifft1 bis10 Behandeltevon100

Gelegentlich: betrifft1 bis10 Behandeltevon1.000

Selten: betrifft1bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten: betrifftwenigerals1 Behandeltenvon10.000

Nichtbekannt: HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar

ÜberfolgendeNebenwirkungenwurdebeiLosar-Denk 12,5 mgberichtet:

Häufig:

Schwindel

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niedrigerBlutdruck

Schwächegefühl

Müdigkeit

zuniedrigerBlutzucker(Hypoglykämie)

zuvielKaliumimBlut(Hyperkaliämie)

Gelegentlich:

Schläfrigkeit

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

Herzklopfenoder-rasen(Palpitationen)

starkeSchmerzenimBrustkorb/Herzengegefühl(Anginapectoris)

niedrigerBlutdruck (besondersnachstarkemFlüssigkeitsverlust,z.B.beiPatientenmit

schwererHerzleistungsschwächeoderunterBehandlungmithochdosierten

Entwässerungstabletten)

dosisabhängigeorthostatischeWirkungenwieBlutdruckabfallbzw.Kreislaufstörungen

beimWechselvomLiegenoderSitzenzumStehen

Kurzatmigkeit(Dyspnoe)

Bauchschmerzen

Verstopfung

Durchfall

Übelkeit

Erbrechen

Nesselsucht(Urtikaria)

Juckreiz(Pruritus)

HautausschlagaufbestimmteKörperregionenbegrenzteSchwellungen(Ödeme)

Selten:

Gefäßentzündungen(VaskulitiseinschließlichPurpuraSchoenlein-Henoch)

TaubheitsgefühloderKribbeln(Parästhesien)

Ohnmacht(Synkope)

HerzrasenundHerzrhythmusstörungen(z.B.Vorhofflimmern)

Schlaganfall

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Leberentzündung(Hepatitis)

erhöhteAlaninaminotransferasen(ALT;LabortestzurUntersuchungderLeberfunktion)

imBlut,nachBeendigungderBehandlungüblicherweiserückläufig

Häufigkeitnichtbekannt:

VerminderungderAnzahlderrotenBlutzellen(Anämie)

VerminderungderAnzahlderBlutplättchen(Thrombozytopenie)

Migräne

Husten

Leberfunktionsstörungen

Muskel-undGelenkschmerzen

BeeinträchtigungderNierenfunktion(könnennachBeendigungderBehandlung

rückläufigsein)einschließlichNierenversagen

grippeähnlicheSymptome

AnstiegvonBlutharnstoff

AnstiegvonSerum-Kreatininund Serum-KaliumbeiPatientenmit

Herzleistungsschwäche.

RückenschmerzenundHarnwegsinfektionen

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungen

SieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind.

5.WIEISTLOSAR-DENK12,5 MGAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfenLosar-Denk12,5mgnachdemaufdemUmkartonnach"Verwendbarbis"

angegebenenVerfalldatumnichtmehranwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufdenletzten

TagdesMonats.

Losar-Denk 12,5 mginderOriginalverpackungaufbewahren,umdenInhaltvorLichtzu

schützen.

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DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSie

IhrenApotheker,wiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.

DieseMaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

6.WEITEREINFORMATIONEN

WasLosar-Denk12,5 mg enthält:

DerWirkstoffistLosartanalsLosartan-Kalium.

JedeLosar-Denk 12,5 mgFilmtabletteenthält12,5mgLosartan-Kalium,entsprechend11,4

mgLosartan.

DiesonstigenBestandteilesind:

Lactose-Monohydrat

MikrokristallineCellulose

VorverkleisterteMaisstärke

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Hypromellose(6.mPa.s)

Hyprolose

Titandioxid(E171).

WieLosar-Denk12,5 mgaussiehtundInhaltderPackung

Weißebisgebrochenweiße,runde,beidseitiggewölbteFilmtabletten.

Losar-Denk 12,5 mgFilmtablettensind inBlisterpackungenmit14,21,28,56,98

Filmtablettenerhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

DENKPHARMAGmbH&Co.KG

Prinzregentenstr.79

81675 München

Hersteller

DENKPHARMAGmbH&Co.KG

ENR2172067

Betriebsstätte:

Göllstr.1

84529 Tittmoning

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitetimFebruar2010

ENR2172067

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Losar-Denk 12,5 mgFilmtabletten

Wirkstoff:Losartan-Kalium

2. QUALITATIVE UNDQUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

JedeLosar -Denk 12,5 mg Filmtabletteenthält12,5 mgLosartan-Kalium,entsprechend11,4 mg

Losartan.

JedeLosar -Denk 12,5 mg Filmtabletteenthält8,75 mgLactose-Monohydrat.

DievollständigeAuflistung dersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Weißebisgebrochen weiße,runde, bikonvexeFilmtabletten.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

Behandlungder essenziellen Hypertonie.

Behandlungeiner Nierenerkrankung beiPatientenmitHypertonieundTyp-2-Diabetesmellitus

miteinerProteinurie≥0,5 g/Tag alsTeileinerantihypertensivenBehandlung.

Behandlungder chronischenHerzinsuffizienz(beiPatienten ≥60 Jahren), wenn die

BehandlungmiteinemACE-Hemmer wegen Unverträglichkeit,insbesondereHusten,oder

Gegenanzeigealsnichtgeeigneterachtetwird. Patienten mitHerzinsuffizienz, diemiteinem

ACE-Hemmerstabileingestelltsind, solltennichtaufLosartanumgestelltwerden.Die

Patienten solleneineerniedrigtelinksventrikuläreEjektionsfraktion≤40 % aufweisen sowie

unter Herzinsuffizienztherapieklinisch stabilsein.

ReduktiondesSchlaganfallrisikosbeihypertonenPatienten mitEKG-

dokumentierterlinksventrikulärerHypertrophie(sieheAbschnitt5.1:LIFEStudie,ethnische

Zugehörigkeit).

4.2Dosierung,Art undDauerderAnwendung

LosartanFilmtabletten sollten miteinemGlasWasser eingenommenwerden.

ENR2172067

Losar -Denk kann unabhängig von den Mahlzeiteneingenommenwerden.

Hypertonie

DieüblicheAnfangs- und Erhaltungsdosisbeträgtfür diemeistenPatienten 50mgeinmaltäglich.

DiemaximaleblutdrucksenkendeWirkung wird etwa3-6WochennachTherapiebeginnerreicht.

EineErhöhung der Dosisauf 100 mgeinmaltäglich (morgens) kannbeimanchen Patientenzu

einembesseren Erfolgführen.

Losar -Denk kann zusammen mitanderenAntihypertonikainsbesondereDiuretika(z. B.

Hydrochlorothiazid)gegeben werden.

HypertoniebeiKindern

ZurWirksamkeitund Sicherheitvon Losartan beiKindern und Jugendlichen zwischen6 und 16

Jahren stehen eingeschränktDaten zurBehandlung derHypertoniezurVerfügung (siehe5.1). Bei

hypertonenKindern imAltervon mehr alseinen Monatsteheneingeschränktpharmakokinetische

Daten zurVerfügung (sieheAbschnitt5.2).

Für Patienten, dieTabletten schluckenkönnen, beträgtdieempfohleneDosierung 25 mg/einmal

täglich beieinemKörpergewichtzwischen 20 kg und 50 kg. InAusnahmefällenkann dieDosisbis

maximal50 mgeinmaltäglicherhöhtwerden.DieDosierungistdemindividuellenAnsprechen des

Blutdrucksanzupassen.

BeiPatientenüber 50 kg beträgtdieüblicheDosis50 mgeinmaltäglich.InAusnahmefällen kann

dieDosisauf maximal100 mgeinmaltäglich eingestelltwerden. Dosierungenüber 1,4 mg/kg (oder

über 100 mg) täglichwurden beipädiatrischen Patientennichtuntersucht.

DieAnwendung von Losar -Denk wird beiKindern unter6 Jahren nichtempfohlen,dafür diese

PatientengruppekeineDatenzur SicherheitundWirksamkeitzurVerfügung stehen.

Aufgrund fehlenderDaten wird Losar -Denk beiKindern miteinerglomerulärenFiltrationsrateunter

30 ml/min/1,73m²nichtempfohlen (sieheauchAbschnitt4.4).

Losar -Denk wird auch nichtbeiKindern miteingeschränkterLeberfunktion empfohlen (sieheauch

Abschnitt4.4).

Hypertoniepatienten mitTyp-2-Diabetesmellitusmiteiner Proteinurie≥ 0,5 g/Tag

ENR2172067

DieüblicheAnfangsdosisbeträgt50 mg einmaltäglich. DieDosiskann, abhängig von der

Blutdrucksenkung,ab einemMonatnachBehandlungsbeginnauf 100 mg einmaltäglich erhöht

werden. Losar -Denk kann sowohlzusammen mitanderenAntihypertonika(z. B. Diuretika,

Kalziumantagonisten,Alpha- oder Betarezeptorenblockern sowiezentralwirksamen

Antihypertonika) alsauch mitInsulin und anderen häufigverwendetenAntidiabetika(z. B.

Sulfonylharnstoffen,Glitazonenund Glucosidasehemmern)

gegebenwerden.

Herzinsuffizienz

DieüblicheAnfangsdosisvon Losar -Denk beiPatienten mitHerzinsuffizienzbeträgt12,5 mg

einmaltäglich.ImAllgemeinen solltedieDosis, abhängigvon der individuellenVerträglichkeit, im

Abstandvon jeweilseinerWoche(d.h.12,5mgtäglich, 25 mg täglich,50 mgtäglich)bisauf die

üblicheErhaltungsdosisvon 50 mgeinmaltäglicherhöhtwerden.

ReduktiondesSchlaganfallrisikosbeihypertonenPatienten mitEKG-dokumentierter

linksventrikulärerHypertrophie

DieüblicheAnfangsdosisvon Losar -Denk beträgt50 mgeinmaltäglich.InAbhängigkeitvom

AnsprechendesBlutdruckssollteeineniedrigeDosisvon Hydrochlorothiazid zusätzlich verabreicht

und/oder dieDosisvon Losar-Denk auf100 mgeinmaltäglich erhöhtwerden.

Anwendung beiPatienten mitintravaskuläremFlüssigkeitsverlust:

BeiPatientenmitintravaskuläremFlüssigkeitsverlust(z. B. Patienten,diemitDiuretikainhohen

Dosen behandeltwerden), sollteeineAnfangsdosisvon 25mgeinmaltäglichin Betrachtgezogen

werden (sieheAbschnitt4.4).

Anwendung beiPatienten miteingeschränkter Nierenfunktion und PatientenmitHämodialyse:

BeiPatientenmiteingeschränkter Nierenfunktionund Patienten mitHämodialyseistkeine

ÄnderungderAnfangsdosierung erforderlich.

Anwendung beiPatienten miteingeschränkter Leberfunktion:

BeiPatientenmiteingeschränkter Leberfunktionin derVorgeschichtesollteeineniedrigereDosisin

Betrachtgezogenwerden. EsgibtkeinetherapeutischeErfahrung beiPatienten mitschwerer

Einschränkungder Leberfunktion. DaheristLosartanbeiPatientenmitschwererEinschränkungder

Leberfunktion kontraindiziert(sieheAbschnitte4.3 und 4.4).

ENR2172067

Anwendung beiälteren Patienten

ObwohlbeiPatientenüber 75 Jahren eineniedrigereInitialdosisvon 25 mgin Erwägung gezogen

werden sollte,isteineDosisanpassung beiälteren PatientenimAllgemeinennichtnotwendig.

4.3Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffoder einender sonstigen Bestandteile(sieheAbschnitte

4.4 und 6.1).

Zweitesund drittesSchwangerschaftstrimester (sieheAbschnitt4.4 und 4.6).

SchwereEinschränkungder Leberfunktion.

4.4BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Überempfindlichkeit

Angioödem.PatientenmiteinemangioneurotischenÖdemin derVorgeschichte(Schwellungen von

Gesicht, Lippen, Rachenund/oderZunge) sollten engmaschig überwachtwerden (sieheAbschnitt

4.8).

Schwangerschaft

EineBehandlungmitAIIRAssolltenichtwährend der Schwangerschaftbegonnen werden.Bei

PatientinnenmitSchwangerschaftswunschsollteeineUmstellung auf einealternative

blutdrucksenkendeBehandlungmitgeeignetemSicherheitsprofilfür Schwangereerfolgen, essei

denn, eineFortführung der Behandlung mitAIIRAsistzwingend erforderlich.Wird eine

Schwangerschaftfestgestellt, istdieBehandlungmitAIIRAsunverzüglichzu beendenund, wenn

erforderlich, einealternativeTherapiezu beginnen(sieheAbschnitt4.3 und 4.6).

Hypotonieund StörungendesElektrolyt-/Flüssigkeitshaushalts

EinesymptomatischeHypotonie, insbesonderenachder erstenEinnahmeoder nachErhöhung der

Dosis, kann beiPatienten mitFlüssigkeitsverlustund/oderSalzverlustdurch forcierteDiureseoder

hoch dosierteDiuretika-Therapie, salzarmeDiät, Durchfalloder Erbrechenauftreten.Diese

Zuständesolltenvor der Gabevon Losar -Denk ausgeglichen werdenoder essollteeineniedrigere

Anfangsdosisverwendetwerden (sieheAbschnitt4.2). DiesgiltebensobeiKindern.

Störungen desElektrolythaushalts

BeiPatientenmiteingeschränkter Nierenfunktion,mitoder ohneDiabetesmellitusliegthäufig ein

Elektrolytungleichgewichtvor, dasbeachtetwerdensollte.In einer klinischenStudie, diemitTyp-2-

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Diabetikern mitNephropathiedurchgeführtwurde, tratbeider mitLosar -Denk behandelten

PatientengruppeeineHyperkaliämiehäufiger auf alsin der Plazebogruppe(sieheAbschnitt4.8 unter

"HypertonieundTyp-2-DiabetesmellitusmitNierenbeteiligung – Untersuchungen" sowieunter

"Erfahrungennach Markteinführung– Untersuchungen"). Deshalbsollten dieSerum-Kaliumspiegel

und Kreatinin-Clearance-Werteengmaschig überwachtwerden;besondersPatientenmit

Herzinsuffizienzund einer Kreatinin-Clearancezwischen 30-50 ml/minsolltenengmaschig

überwachtwerden.

DiegleichzeitigeAnwendung von kaliumsparendenDiuretika,Kaliumergänzungsmittelnund

kaliumhaltigemSalzersatzmitLosartan wird nichtempfohlen (sieheAbschnitt4.5).

Leberfunktionsstörungen

Auf Grundlagevon pharmakokinetischen Daten,diezeigen, dasseszu einersignifikanten Erhöhung

der Plasmakonzentration von Losartan beiPatienten mitLeberzirrhosekommt,sollteeineniedrigere

DosisbeiPatienten miteingeschränkterLeberfunktion inderVorgeschichtein Betrachtgezogen

werden. EsgibtkeinetherapeutischeErfahrungmitLosartanbeiPatientenmitschwerer

Leberfunktionseinschränkung.Daher darf LosartanPatienten mitschwerer

Leberfunktionseinschränkungnichtgegeben werden(sieheAbschnitte4.2, 4.3 und 5.2).

Losartanwird auch beiKindern miteingeschränkterLeberfunktion nichtempfohlen (sieheAbschnitt

4.2).

Nierenfunktionsstörungen

Auf Grund der HemmungdesRenin-Angiotensin-SystemswurdeüberVeränderungen der

Nierenfunktioneinschließlich Nierenversagen berichtet(vor allembeiPatienten,deren

NierenfunktionabhängigvomRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systemist, wiebeischwerer

Herzinsuffizienzoder einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung).Wiebeianderen

Arzneimitteln, diedasRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systembeeinflussen, wurdebeiPatienten mit

bilateraler Nierenarterienstenoseoder einerArterienstenosebeiEinzelniereeinAnstiegvon Blut-

Harnstoffund Serum-Kreatinin beobachtet;diese

Veränderungen der Nierenfunktionkönnen nach Beendigung derTherapiereversibelsein. Losartan

solltebeiPatientenmitbilateraler Nierenarterienstenoseoder NierenarterienstenosebeiEinzelniere

mitVorsichteingesetztwerden.

Anwendung beipädiatrischenPatientenmitNierenfunktionsstörungen

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Aufgrund fehlenderDaten wird Losartanwird beiKindernmiteinerglomerulären Filtrationsrate

unter 30 ml/min/1,73 m²nichtempfohlen(sieheAbschnitt4.2).

DieNierenfunktion solltewährend derBehandlung mitLosartan regelmäßigüberwachtwerden, da

siesich verschlechternkann. Diesgiltbesondersdann, wenn Losartanunter anderen, dieNieren-

funktion möglicherweisebeeinträchtigendenBedingungen(Fieber,Dehydrierung) gegebenwird.

DiegleichzeitigeAnwendung von LosartanundACE-Hemmern beeinträchtigtnachweislich die

Nierenfunktion.Deshalb wird einegleichzeitigeAnwendung nichtempfohlen.

Nierentransplantation

EsgibtkeineErfahrungen beiPatienten mitkürzlich erfolgterNierentransplantation.

PrimärerHyperaldosteronismus

Patienten mitprimäremHyperaldosteronismussprechenimAllgemeinennichtaufAntihypertonika

an, dieüber eineInhibition desRenin-Angiotensin-Systemswirken. Daherwird dieAnwendung von

Losartannichtempfohlen.

KoronareHerzerkrankungund zerebrovaskuläreErkrankung

WiemitjederantihypertensivenTherapiekann eineübermäßigeBlutdrucksenkung beiPatienten mit

ischämischer kardiovaskulärer und zerebrovaskulärerErkrankungeinen Myokardinfarktoder

Schlaganfallzur Folgehaben.

Herzinsuffizienz

Beiherzinsuffizienten Patienten,mitoder ohneNierenfunktionsstörung besteht, wiebeianderen

Arzneimitteln, diedasRenin-Angiotensin-Systembeeinflussen, dasRisiko einesstarken arteriellen

Blutdruckabfallsund einer (oftakuten)Beeinträchtigungder Nierenfunktion. Esgibtkeine

ausreichenden therapeutischenErfahrungenmitLosartanbeiPatientenmitHerzinsuffizienzund

begleitenderschwererNierenfunktionsstörung,beiPatientenmitschwererHerzinsuffizienz(NYHA

KlasseIV), sowiebeiPatienten mitHerzinsuffizienzund symptomatischen oderlebensbedrohlichen

Herzrhythmusstörungen.DahersollteLosartan beidiesenPatientengruppen mitVorsichteingesetzt

werden.

DieKombination von Losartan miteinemBetablockersolltemitVorsichtangewendetwerden(siehe

Abschnitt5.1).

Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktivehypertropheKardiomyopathie

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WiemitanderenVasodilatatorenistbeiPatienten mitAorten-oder Mitralklappenstenoseoder

obstruktiverhypertropherKardiomyopathiebesondereVorsichtgeboten.

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel, Glucose-Galactose-Malabsorption

DiesesMedikamententhältLactose-Monohydrat.Patienten mitderseltenenhereditären Galactose-

Intoleranz, Lactase-Mangeloder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten diesesArzneimittelnicht

einnehmen.

SonstigeWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmen

WiebeiACE-Hemmernbeobachtetsind Losartan und andereAngiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

beiPatientenmitschwarzer Hautfarbeoffensichtlichweniger wirksaminder Blutdrucksenkungals

beiPatientennicht-schwarzer Hautfarbe.

Möglicherweiseliegtdasan einer höherenPrävalenzniedrigerRenin-Spiegelinder Populationvon

HypertonikernmitschwarzerHautfarbe.

4.5Wechselwirkungenmit anderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DieblutdrucksenkendeWirkungvon Losartankann durch andereAntihypertonikaverstärktwerden.

AndereeineHypotonieverursachendeSubstanzenwietrizyklischeAntidepressiva,Antipyschotika,

Baclofen,Amifostin:

GleichzeitigeAnwendung mitdiesenArzneimitteln,deren Haupt- oderNebenwirkung die

Blutdrucksenkungist, kann dasRisiko einer Hypotonieerhöhen.

Losartanwird überwiegend überCytochromP450 (CYP)2C9 zumaktiven

Carboxylsäuremetabolitenmetabolisiert. In einer klinischen Studiewurdeberichtet,dassFluconazol

(ein CYP2C9-Hemmer)diePlasmakonzentrationdesaktivenMetaboliten umca. 50 % verringert.

EinebegleitendeBehandlungvon Losartan mitRifampicin (InduktormetabolischerEnzyme)führte

zu einerReduktionder Plasmakonzentration desaktiven Metaboliten um40 %. Dieklinische

BedeutungdiesesEffektsistnichtbekannt. BeieinerbegleitendenBehandlungmitFluvastatin(ein

schwacher CYP2C9-Hemmer) wurdekeineBeeinflussung der Plasmakonzentration festgestellt.

WiebeianderenArzneimitteln,dieAngiotensin-II oder seineWirkungen hemmen, kanndie

gleichzeitigeGabevonArzneimitteln,dieKaliumsparen (z.B.kaliumsparendeDiuretika:Amilorid,

Triamteren,Spironolacton)oder anderenArzneimitteln,diedenSerum-Kalium-Spiegelerhöhen (z.

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B. Heparin) können,von Kalium- oderkaliumhaltigen Salzergänzungsmitteln, zu einemAnstieg der

Serum-Kalium-Konzentration führen.EineKomedikation istnichtratsam.

Beigleichzeitiger Gabevon LithiummitACE-Hemmern wurdeüberreversibleAnstiegeder Serum-

LithiumKonzentrationen undToxizitätberichtet. In sehr seltenen Fällen wurdediesauch bei

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonistenberichtet.DeshalbistdiegleichzeitigeGabevon Lithiumund

LosartanmitVorsichtdurchzuführen.FallsdieseKombination notwendigist, wird eine

ÜberwachungdesSerum-Lithium-Spiegelswährendder gleichzeitigenAnwendungempfohlen.

WennAngiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten und nichtsteroidaleAntirheumatika(NSAR;d. h.

COX-2-Hemmer,Acetylsalicylsäurein antiinflammatorischerDosierungund nicht-selektiveNSAR)

gleichzeitig angewendetwerden,kann dieantihypertensiveWirkung abgeschwächtwerden. Die

gleichzeitigeAnwendungvonAngiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten mitNSAR kannbesondersbei

Patienten mitbestehender Einschränkung der Nierenfunktionzu einemerhöhtemRisiko einer

weiterenVerschlechterungder Nierenfunktion, einschließlich einesmöglichen akuten

Nierenversagensund einesAnstiegsdesSerum-Kaliumsführen.

DieseKombinationen sollten mitVorsichtbesondersbeiälterenPatienten angewendetwerden. Die

Patienten sollten ausreichend hydriertsein, eineÜberwachung derNierenfunktionnach Beginnder

Kombinationstherapiesowiein regelmäßigen Zeitabständen danach solltein Erwägunggezogen

werden.

4.6Schwangerschaft undStillzeit

Schwangerschaft

DieAnwendung von Losartanund anderenAIIRAswird imersten Schwangerschaftstrimester

nichtempfohlen(sieheAbschnitt4.4). DieAnwendungvon Losartan und anderenAIIRAsim

zweitenund dritten Schwangerschaftstrimesteristkontraindiziert(sieheAbschnitt4.3 und 4.4).

Esliegenkeineendgültigen epidemiologischenDaten hinsichtlicheinesteratogenen Risikosnach

Anwendung vonACE-Hemmernwährend desersten Schwangerschaftstrimestersvor;ein

geringfügigerhöhtesRisikokann jedochnichtausgeschlossenwerden.Auch wenn keine

kontrolliertenepidemiologischen DatenzumRisikovonAngiotensin-II-Rezeptor-Hemmern

(AIIRAs) vorliegen,so bestehen möglicherweisefür dieseArzneimittelklassevergleichbareRisiken.

Sofern ein Fortsetzen derAIIRA-Therapienichtalsnotwendig erachtetwird, solltenPatientinnen,

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dieplanen, schwanger zuwerden,auf einealternativeantihypertensiveTherapiemitgeeignetem

Sicherheitsprofilfür Schwangereumgestelltwerden.WirdeineSchwangerschaftfestgestellt,isteine

BehandlungmitAIIRAsunverzüglich zubeenden und, wenn erforderlich,einealternativeTherapie

zu beginnen.

Esistbekannt,dasseineTherapiemitAIIRAswährend deszweiten und dritten Schwanger-

schaftstrimestersfetotoxischeEffekte(verminderteNierenfunktion, Oligohydramnion,verzögerte

Schädelossifikation)und neonatal-toxischeEffekte(Nierenversagen,Hypotonie, Hyperkaliämie) hat

(sieheauchAbschnitt5.3). ImFalleeinerExpositionmitAIIRAsabdemzweiten

Schwangerschaftstrimesterwerden Ultraschalluntersuchungender Nierenfunktion und desSchädels

empfohlen.

Säuglinge,deren MütterAIIRAseingenommenhaben, sollten häufigwiederholtauf Hypotonie

untersuchtwerden (sieheauchAbschnitt4.3 und 4.4).

Stillzeit

DakeineErkenntnissezurAnwendungvon Losar -Denk 12,5 mgin derStillzeitvorliegen, wird

Losar -Denk 12,5 mgnichtempfohlen;einealternativeantihypertensiveTherapiemiteinembesser

geeigneten SicherheitsprofilbeiAnwendung in der Stillzeitistvorzuziehen, insbesondere,wenn

NeugeboreneoderFrühgeborenegestilltwerden.

4.7Auswirkungenauf dieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

EswurdenkeineStudien zu denAuswirkungenauf dieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzum

Bedienenvon Maschinen durchgeführt.AllerdingsistbeiaktiverTeilnahmeamStraßenverkehr oder

Bedienenvon Maschinen zuberücksichtigen, dassunter antihypertensiverTherapiegelegentlich

SchwindeloderMüdigkeitauftretenkönnen, insbesonderebeiBehandlungsbeginn oder

Dosiserhöhung.

4.8Nebenwirkungen

DieHäufigkeitder unten aufgeführten Nebenwirkungenwird wiefolgtdefiniert:

Sehr häufig (≥1/10);häufig (≥1/100bis<1/10);gelegentlich (≥1/1.000 bis<1/100);selten

(≥1/10.000 bis<1/1.000);sehr selten (<1/10.000) und nichtbekannt(auf Grundlageder verfügbaren

Daten nichtabschätzbar).

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In kontrolliertenklinischen StudienbeiessenziellerHypertonie,Hypertoniemitlinksventrikulärer

Hypertrophie,chronischer HerzinsuffizienzsowiebeiBluthochdruck undTyp-2-Diabetesmellitus

mitNierenbeteiligung war diehäufigsteNebenwirkungSchwindel.

Hypertonie

In kontrolliertenklinischen Studienzu essenziellerHypertoniemitLosartan wurdeüber folgende

Nebenwirkungen berichtet.

Erkrankungen desNervensystems:

Häufig:Schwindel,Vertigo

Gelegentlich:Somnolenz, Kopfschmerzen,Schlafstörungen

Herzerkrankungen:

Gelegentlich:Palpitationen,Anginapectoris

Gefäßerkrankungen:

Gelegentlich:symptomatischeHypotonie(besondersbeiPatienten mitintravasalemFlüssigkeits-

verlust, z.B. Patienten mitschwerer Herzinsuffizienzoder unter Behandlung mithochdosierten

Diuretika),dosisabhängigeorthostatischeEffekte, Hautausschlag

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts:

Gelegentlich:Bauchschmerzen,Obstipation

AllgemeineErkrankungenund Beschwerden amVerabreichungsort:

Gelegentlich:Asthenie, Müdigkeit,Ödeme

Hypertoniepatienten mitlinksventrikulärer Hypertrophie

In einerkontrolliertenklinischenStudiebeiPatientenmitHypertonieund linksventrikulärer

Hypertrophiewurdeüber folgendeNebenwirkungen berichtet:

Erkrankungen desNervensystems:

Häufig:Schwindel

Erkrankungen desOhrsund desLabyrinths:

Häufig:Vertigo

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AllgemeineErkrankungenund Beschwerden amVerabreichungsort:

Häufig:Asthenie/Müdigkeit

ChronischeHerzinsuffizienz

In einerkontrolliertenklinischenStudiebeiPatientenmitHerzinsuffizienzwurdeüber folgende

Nebenwirkungen berichtet:

Erkrankungen desNervensystems:

Gelegentlich:Schwindel,Kopfschmerzen

Selten:Parästhesien

Herzerkrankungen:

Selten:Synkope,Vorhofflimmern, zerebraler Insult

Gefäßerkrankungen:

Gelegentlich:Hypotonie,einschließlich orthostatischer Hypotonie

Erkrankungen derAtemwege, desBrustraumsund desMediastinums:

Gelegentlich:Dyspnoe

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts:

Gelegentlich:Durchfall,Übelkeit, Erbrechen

Erkrankungen derHautund desUnterhautzellgewebes:

Gelegentlich:Urtikaria, Pruritus, Hautausschlag

AllgemeineErkrankungenund Beschwerden amVerabreichungsort:

Gelegentlich:Asthenie/Müdigkeit

HypertonieundTyp-2-DiabetesmellitusmitrenalerBeteiligung

In einerkontrolliertenklinischenStudiemitPatienten mitTyp-2-Diabetesmellitusund Proteinurie

(RENAAL-Studie, sieheAbschnitt5.1) wurdeamhäufigstenüber folgendeNebenwirkungen

berichtet,diemitLosartanimZusammenhang standen:

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Erkrankungen desNervensystems:

Häufig:Schwindel

Gefäßerkrankungen:

Häufig:Hypotonie

AllgemeineErkrankungenund Beschwerden amVerabreichungsort:

Häufig:Asthenie/Müdigkeit

Untersuchungen:

Häufig:Hypoglykäme, Hyperkaliämie

FolgendeNebenwirkungentratenbeiPatienten unterLosartan häufiger aufalsunter Plazebo:

Erkrankungen desBlutesund desLymphsystems:

Nichtbekannt:Anämie

Herzerkrankungen:

Nichtbekannt:Synkope,Palpitationen

Gefäßerkrankungen:

Nichtbekannt:orthostatischeHypotonie

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts:

Nichtbekannt:Durchfall

Skelettmuskulatur,- Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Nichtbekannt:Rückenschmerzen

Erkrankungen derNieren und derHarnwege:

Nichtbekannt:Harnwegsinfektionen

AllgemeineErkrankungenund Beschwerden amVerabreichungsort:

Nichtbekannt:GrippeähnlicheSymptome

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Erfahrungennach Markteinführung

ÜberfolgendeNebenwirkungenwurdenach Markteinführung berichtet:

Erkrankungen desBlutesund desLymphsystems

Nichtbekannt:Anämie,Thrombozytopenie

Erkrankungen desImmunsystems:

Selten:Überempfindlichkeit:AnaphylaktischeReaktionen,AngioödemeinschließlichSchwellung

von Larynx und GlottismitnachfolgenderAtemwegsobstruktionund/oder Schwellungvon Gesicht,

Lippen,Rachen und/oder Zunge;beieinigendieser Patientenwurdeüber einAngioödeminder

VorgeschichteinVerbindung mitder GabeandererArzneimitteleinschließlichACE-Hemmern

berichtet;Vaskulitiseinschließlich PurpuraSchoenlein-Henoch.

Erkrankungen desNervensystems:

Nichtbekannt:Migräne

Erkrankungen derAtemwege, desBrustraumsund desMediastinums:

Nichtbekannt:Husten

Erkrankungen desGastrointestinaltrakts:

Nichtbekannt:Durchfall

Leber- und Gallenerkrankungen:

Selten:Hepatitis

Nichtbekannt:Leberfunktionsstörungen

Erkrankungen derHautund desUnterhautzellgewebes:

Nichtbekannt:Urtikaria,Pruritus, Hautausschlag

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen:

Nichtbekannt:Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen

Erkrankungen derNieren und derHarnwege:

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AlsFolgeeinerHemmung desRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systemswurden beiRisikopatienten

Nierenfunktionsstörungeneinschließlich Nierenversagen berichtet,dienachAbsetzender

Behandlungreversibelsein können (sieheAbschnitt4.4).

Untersuchungen:

In kontrolliertenklinischen Studienwurdenseltenklinisch relevanteVeränderungen von

Standardlaborparameternmitder Einnahmevon Losartan assoziiert. Selten kameszu einemAnstieg

derALTund dieser war nachAbsetzen derTherapiegewöhnlichreversibel.In klinischenStudienzur

Hypertoniekamesbei1,5 % der Patienten zueinerHyperkaliämie(Serum-Kalium>5,5 mmol/l). In

einerklinischenStudiebeiPatientenmitTyp-2-Diabetesmellitusund Nephropathieentwickelten9,9

% der Patienten,diemitLosartanbehandeltwurden, und 3,4% derPatienten, diemitPlazebo

behandeltwurden, eineHyperkaliämie(>5,5 mEq/l) (sieheAbschnitt4.4, Störungen des

Elektrolythaushalts).

In einerkontrolliertenklinischenStudiemitHerzinsuffizienz-PatientenwurdeübereinenAnstieg

von Blut-Harnstoff, Serum-Kreatininund Serum-Kaliumberichtet.

DasNebenwirkungsprofilbeiKindernscheintjenemvon Erwachsenen ähnlichzu sein.

DieDatenzur pädiatrischen Population sind begrenzt.

4.9Überdosierung

SymptomeeinerIntoxikation

Bisher liegen keineErfahrungenmitÜberdosierungen beimMenschen vor.Wahrscheinliche

SymptomeinAbhängigkeitvomAusmaß derÜberdosierungsind Blutdruckabfall,Tachykardieund

möglicherweiseBradykardie.

BehandlungeinerIntoxikation

DieTherapiemaßnahmenrichtensich nachdemZeitpunktder EinnahmeundArtund Schwereder

Symptome.DieWiederherstellung stabiler HerzkreislaufverhältnissesollteimVordergrund stehen.

Nach oralerAufnahmeistdieGabeausreichender Mengen vonAktivkohleindiziert.Anschließend

müssendieVitalparameterüberwachtundAbweichungen ggf. korrigiertwerden.WederLosartan

noch der aktiveMetabolitkönnen durch Hämodialyseentferntwerden.

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5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:AngiotensinII-Antagonisten

ATC-Code:C09CA01

Losartanisteinsynthetisch hergestellter oralerAngiotensin II-Rezeptor(TypAT1)-Antagonist.

Angiotensin II, einpotenterVasokonstriktor, istdasprimär aktiveHormon desRenin-Angiotensin-

Systemsund einewichtigeDeterminanteder PathophysiologiederHypertonie.Angiotensin II bindet

an denAT1-Rezeptor,der in vielen Geweben zufinden ist(z. B. glatteGefäßmuskulatur,

Nebenniere,Nieren, Herz), und ruftwichtigebiologischeWirkungenhervor, wiebeispielsweise

Vasokonstriktion und FreisetzungvonAldosteron.AngiotensinII stimuliertauchdieProliferation

glatter Muskelzellen.

Losartanblockiertselektiv denAT1-Rezeptor.In vitroundinvivohemmen Losartan und sein

pharmakologisch aktiver Carboxylsäure-MetabolitE-3174 allephysiologischrelevantenWirkungen

vonAngiotensinII, unabhängigvon dessen Herkunftoder vomWeg seinerEntstehung.

EineagonistischeWirkung besitztLosartan nicht, aucherfolgtkeineBlockierunganderer

Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle,diebeider kardiovaskulären Regulationvon Bedeutungsind.

Losartanhemmtauch nichtACE(=KininaseII), dasEnzym,welchesBradykinin abbaut.Somit

kommtesnichtzu einerVerstärkung bradykininvermittelter unerwünschterWirkungen.

Währendder Gabevon LosartanführtderWegfallder negativenRückkopplung vonAngiotensin II

auf dieReninbildungzumAnstieg der Plasma-Renin-Aktivität(PRA). EinAnstiegder PRAführt

zumAnstieg vonAngiotensin II imPlasma.TrotzdiesesAnstiegsbleiben dieantihypertensive

Wirkungund dieSuppressionder Plasma-Aldosteron-Konzentration erhalten,wasaufeineeffektive

Angiotensin II-Rezeptor-Blockadehinweist.NachAbsetzenvon LosartansankendiePRA- und

Angiotensin II-Wertebinnen dreiTagen aufdieAusgangswerte.

SowohlLosartan alsauch sein aktiverHauptmetabolithaben einevielgrößereAffinitätfür denAT1-

Rezeptoralsfür denAT2-Rezeptor.Der aktiveMetabolitist10- bis40fach wirksamerauf

GewichtsbasisalsLosartan.

Hypertoniestudien

ENR2172067

In kontrolliertenklinischen StudienreduziertedieeinmaltäglicheGabevon Losartan beiPatienten

mitleichterbismittelschwereressenzieller Hypertoniestatistisch signifikantdensystolischen und

diastolischen Blutdruck. Messungender Blutdruckwerte24 Stundennach der Einnahmeim

Vergleich zu

5-6 Stunden nachder EinnahmezeigteneineBlutdrucksenkung über24Stunden;derzirkadiane

Rhythmusblieb erhalten. DieBlutdrucksenkungamEndedesDosierungsintervallsbetrug etwa70-

80 % desEffekts, der

5-6 Stunden nachder Gabezu sehen war.

Absetzen von Losartan führtebeiHypertonikern nichtzu einemabrupten Blutdruckanstieg

(Rebound).Trotzder deutlichenBlutdrucksenkung zeigteLosartankeineklinisch signifikanten

Auswirkungen aufdieHerzfrequenz.

LosartanistbeiMännernebenso wirksamwiebeiFrauen, beijüngerenHypertonikern (unter 65

Jahren) ebenso wiebeiälteren.

LIFE-Studie

DieLosartan-Interventionsstudiezur Endpunktreduktion beiHypertonie(LosartanIntervention For

EndpointReductionin Hypertension,LIFE) war einerandomisierte,dreifach-verblindeteund aktiv-

kontrollierteStudiemit9193Hypertonikernzwischen 55 und 80 Jahren mitEKG-dokumentierter

linksventrikulärerHypertrophie.

DiePatientenerhielten zuBeginn randomisiertentweder Losartan 50 mgoderAtenolol50 mg

einmaltäglich.Wennder Zielblutdruck(<140/90 mmHg) nichterreichtwurde,wurdezunächst

Hydrochlorothiazid(12,5 mg)zugegebenund dann gegebenenfallsdieLosartan- oderAtenolol-

Dosisauf 100 mgeinmaltäglicherhöht. Fallsnotwendig, wurden andereAntihypertonika(nicht

jedochACE-Hemmer,Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonistenoder Betarezeptorenblocker)in beiden

Gruppenzusätzlich gegeben, umdasZieleiner vergleichbaren Erniedrigung desBlutdrucksin

beidenGruppenzu erreichen.

DiemittlereBeobachtungsdauer betrug 4,8 Jahre.

Der primäreEndpunktwar dieKombination auskardiovaskulärerMorbiditätund Mortalität

gemessen alsReduktion derkombinierten Inzidenzvon kardiovaskuläremTod, Schlaganfallund

Myokardinfarkt.In beiden Behandlungsgruppen kameszu einersignifikanten, vergleichbaren

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Erniedrigung desBlutdrucks.DieBehandlungmitLosartan führteimVergleich zuAtenololzu einer

Risikoreduktion um13,0 % (p=0,021, 95 % Konfidenzintervall0,77-0,98) inBezug auf den

primärenzusammengesetzten Endpunkt. Dieswar hauptsächlichauf dieSenkung der

Schlaganfallsratezurückzuführen. DieBehandlung mitLosartansenktedasrelativeRisiko für einen

Schlaganfallum25 % (p=0,001, 95 % Konfidenzintervall0,63-0,89) imVergleichzuAtenolol.Die

Rateder InzidenzkardiovaskulärerTodesfälleund Myokardinfarkteunterschied sichnicht

signifikantzwischen denBehandlungsgruppen.

EthnischeZugehörigkeit

In der LIFE-Studiehatten diemitLosartanbehandelten Patientenschwarzer Hautfarbeeinhöheres

Risiko, den primärenzusammengesetztenEndpunkt,d.h. ein kardiovaskuläres

Ereignis(z. B. Herzinfarkt, kardiovaskulärerTod) und insbesondereSchlaganfallzuerleiden,alsdie

mitAtenololbehandeltenPatienten schwarzerHautfarbe. Dahertreffen diein der LIFE-Studie

beobachtetenErgebnissevon LosartanimVergleichzuAtenololbezüglichkardiovaskulärer

Morbidität/Mortalitätnichtfür PatientenmitschwarzerHautfarbezu, diean Bluthochdruckund

linksventrikulärerHypertrophieleiden.

RENAAL-Studie

DieRENAAL-Studie(Reductionof EndpointsinNIDDM[Non Insulin DependentDiabetes

Mellitus] with theAngiotensinII-ReceptorAntagonistLosartan)war einekontrollierte, weltweit

durchgeführteklinischeStudiemit1513 Patienten mitTyp-2-Diabetesmellitusund Proteinurie,mit

oder ohneHypertonie. 751PatientenerhieltenLosartan.

Zielder Studiewar es, dieüberden Nutzen einer Blutdrucksenkung hinausgehendenephroprotektive

Wirkungvon Losartan-Kaliumzuzeigen.

Patienten mitProteinurieund einemSerum-Kreatinin von 1,3-3,0 mg/dlwurden auf derBasiseiner

konventionellenantihypertensivenTherapieunterAusschlussvonACE-Hemmern undAngiotensin-

II-Antagonistenrandomisiertund entwedermitLosartan50 mgeinmaltäglich, dasabhängigvon der

Blutdrucksenkungtitriertwurde, odermitPlazebobehandelt.

DiePrüfärztewurden angehalten, gegebenenfallsauf 100 mgtäglich zu titrieren;72 % der Patienten

nahmendiemeisteZeitdieTagesdosis100 mg.AndereAntihypertonika(Diuretika,

Kalziumantagonisten,Alpha- oder Betarezeptorenblocker sowiezentralwirksameAntihypertonika)

konnten inbeidenGruppen jenachBedarf zusätzlichgegeben werden.DiePatienten wurden biszu

4,6 Jahren beobachtet(Mittelwert3,4 Jahre).

ENR2172067

Der primäreEndpunktder Studiewar einzusammengesetzter EndpunktausVerdoppelungdes

Serum-Kreatinins, terminaler Niereninsuffizienz(DialysepflichtoderTransplantation) oderTod.

DieErgebnissezeigten,dassdieBehandlungmitLosartan(327 Ereignisse) imVergleichzu Plazebo

(359 Ereignisse)für diePatientenzu einerRisikoreduktion von 16,1 % (p=0,022) führte, den

primärenzusammengesetzten Endpunktzu erreichen.Für diefolgendeneinzelnen und kombinierten

KomponentendesprimärenEndpunktsergab sichbeiden mitLosartan behandeltenPatienten eine

signifikanteRisikoreduktion:25,3 % Risikoreduktion für dieVerdoppelungdesSerum-Kreatinins(p

=0,006);28,6 % Risikoreduktion für dieterminaleNiereninsuffizienz(p =0,002);19,9 %

Risikoreduktion für dieterminaleNiereninsuffizienzoderTod (p =0,009);21,0% Risikoreduktion

für eineVerdoppelungdesSerum-Kreatininsoder terminaleNiereninsuffizienz(p =0,01).

DieRateder Gesamttodesfällewar zwischen beiden Behandlungsgruppen nichtsignifikant

unterschiedlich.

In dieser StudiewurdeLosartanimAllgemeinengutvertragen,wiedieRatevonTherapieabbrüchen

aufgrund von Nebenwirkungen imVergleichzur Plazebogruppebelegte.

ELITE-I- und ELITE-II-Studie

In der ELITE-Studieüber 48Wochen bei722 Patienten mitHerzinsuffizienz(NYHA-KlasseII-IV)

wurdekein Unterschied hinsichtlichdesprimärenEndpunktseiner langfristigenÄnderungder

Nierenfunktionzwischen denmitLosartan und denmitCaptoprilbehandeltenPatienten beobachtet.

DieBeobachtung der ELITE-Studie, dassLosartandasMortalitätsrisikoimVergleichzu Captopril

verringerte, wurdein deranschließenden ELITE-II-Studie, dienachfolgendbeschriebenwird, nicht

bestätigt.

In der ELITE-II-StudiewurdeLosartan50 mgeinmaltäglich (Anfangsdosis12,5mg,erhöhtauf 25

mg, dann 50 mgeinmaltäglich)mitCaptopril50 mgdreimaltäglich (Anfangsdosis12,5 mg,erhöht

auf 25 mg, dannauf 50 mgdreimaltäglich) verglichen. Der primäreEndpunktdieserprospektiven

Studiewar dieGesamtmortalität.

In dieser Studiewurden 3152 Patienten mitHerzinsuffizienz(NYHA-KlasseII-IV) fastzweiJahre

beobachtet(Median:1,5 Jahre), umfestzustellen, ob Losartan Captoprilbeider Senkung der

Gesamtmortalitätüberlegenist. Der primäreEndpunktzeigtekeinen statistisch signifikanten

UnterschiedzwischenLosartanund Captoprilbeider Senkung der Gesamtmortalität.

ENR2172067

In beidenWirkstoff-kontrollierten klinischen Studien (nichtPlazebo-kontrolliert)an Patienten mit

Herzinsuffizienzwar dieVerträglichkeitvon Losartan jener von Captoprilüberlegen,gemessen

anhand einer signifikantgeringerenTherapieabbruchrateaufgrund unerwünschterWirkungenund

einersignifikantgeringerenHustenhäufigkeit.

In der ELITE-II-Studiewurdein derkleinenSubgruppe(22 % allerHI-Patienten) unter

Betablockern beiBehandlungsbeginn eineerhöhteMortalitätbeobachtet.

HypertoniebeiKindern

DieantihypertensiveWirkungvon Losar -Denk wurdein einerklinischen Studiemit177 hypertonen

Kindern zwischen 6-16 JahrenmiteinemKörpergewichtüber20 kg und einer glomerulären

Filtrationsrate>30 ml/min/1,73m²untersucht.Patienten miteinemKörpergewichtzwischen 20 kg

und 50 kg erhieltentäglich entweder2,5 mg, 25 mg oder50 mgLosartan.Patienten miteinem

Körpergewichtüber50 kg erhielten täglichentweder5 mg,50 mgoder100 mgLosartan.AmEnde

der drittenWochekamesdurch dieeinmaltäglicheLosartan-Gabezu einerdosisabhängigen

Senkung desBlutdruckwertesamEndedesDosierungsintervalls.

Insgesamtgesehenzeigtesich eineDosis-Wirkungs-Beziehung. DieDosis-Wirkungsbeziehung war

imVergleichder Gruppemitder niedrigen Dosiszu der mitdermittlerenDosis(StudienabschnittI:

-6,2 mmHg vs. -11,65 mmHg)sehr offensichtlich, schwächtesich aberimVergleichder Gruppemit

der mittleren Dosiszu der mitder hohenDosis(StudienabschnittI:-11,65 mmHgvs.-12,21 mmHg)

ab. Dieniedrigsten inden StudienuntersuchtenDosen von 2,5 mgund 5 mg, entsprechend einer

durchschnittlichenTagesdosisvon 0,07 mg/kg, zeigtenoffenbar keinekonsistenteantihypertensive

Wirkung.

DieseErgebnissewurden imAbschnittII der Studie,in diediePatientennach 3Behandlungswochen

zurWeiterführungderTherapiemitLosartan- oder Plazebo randomisiertwurden,bestätigt. Der

UnterschiedimBlutdruckanstiegimVergleich zu Plazebo war in dermittlerenDosierungsgruppeam

größten (6,70mmHgbeimittlerer Dosisvs. 5,38 mmHgbeihoherDosis). DerAnstieg des

diastolischen BlutdruckwertsamEndedesDosierungsintervallswar in derPatientengruppeunter

Plazebound beiPatientenunter derniedrigstenLosartan-Dosisin jeder Gruppegleich. Dieszeigt

ebenfalls, dassdieniedrigsteDosisin allen Gruppen keinesignifikanteantihypertensiveWirkung

hatte.

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Langzeitwirkungenvon LosartanaufWachstum, Pubertätund allgemeineEntwicklungwurdennicht

untersucht.DieLangzeitwirksamkeitder antihypertensivenTherapiemitLosartan in derKindheit

auf dieSenkung der kardiovaskulären Morbiditätund Mortalitätwurdeebenfallsnichtuntersucht.

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

Nach oralerEinnahmewird Losartan gutresorbiertund unterliegteinemFirst-pass-Metabolismus.

Eswerden einaktiverCarboxylsäure-Metabolitund weitereinaktiveMetaboliten gebildet.Die

systemischeBioverfügbarkeitvon Losartan-Filmtablettenbeträgtca.33 %. Mittleremaximale

Plasmakonzentrationen von Losartan werden ineinerStunde, desaktivenMetabolitenin 3-4

Stunden erreicht.

Verteilung

Losartanund sein aktiver Metabolitsind zu ≥99 % eiweißgebunden,primäranAlbumin. Das

Verteilungsvolumen von Losartan beträgt34 Liter.

Biotransformation

Etwa14 % von intravenösoder oralverabreichtemLosartan werden zuseinemaktivenMetaboliten

umgewandelt. DieUntersuchungenmit14C-markiertemLosartanzeigten nachoralerund

intravenöserGabe, dassdieRadioaktivitätimPlasmavorwiegendLosartanund seinemaktiven

Metabolitenzuzuschreibenist. Beietwa1 % der Probandenwar einegeringeKonversion von

Losartanin seinen aktivenMetaboliten festzustellen. ZusätzlichzumaktivenMetaboliten, werden

inaktiveMetaboliten gebildet.

Ausscheidung

DiePlasma-Clearancevon Losartan bzw. seinesaktiven Metaboliten beträgtetwa600 ml/minbzw.

50 ml/min. DieWertefür dierenaleClearanceliegen beietwa74 ml/min (Losartan) und 26 ml/min

(aktiverMetabolit). Nachoraler Einnahmewerden etwa4 % der DosisunverändertmitdemUrin

ausgeschieden,etwa6 % der DosiserscheinenimUrin alsaktiverMetabolit. Biszuoralen Dosen

von 200 mgLosartan-KaliumproTag istdiePharmakokinetikvon Losartan und demaktiven

Metabolitenlinear.

Nach oralerEinnahmeverlaufen diePlasmakonzentrationenvon Losartan und seinesaktiven

MetabolitenpolyexponentiellmiteinerterminalenHalbwertszeitvon ca.2 Stunden bzw. 6-9

ENR2172067

Stunden. BeieinerDosierung mit100 mgeinmaltäglichakkumulierenwederLosartannoch sein

aktiverMetabolitsignifikantimPlasma.

DieAusscheidung von Losartan und seinenMetaboliten erfolgtbiliärund renal. Nach

oraler/intravenöser Gabevon 14C-markiertemLosartan werden beimMenschen etwa35 % /43 %

der RadioaktivitätimUrin und 58 % /50 % in den Faecesgefunden.

BesonderePatientengruppen

BeiälterenHypertonikernwaren diePlasmakonzentrationenvon Losartanund seinesaktiven

Metabolitennichtwesentlichunterschiedlichzu jenen,diebeijungen Hypertonikern beobachtet

wurde.

BeiFrauenmitHypertoniewarendiePlasmaspiegelvon Losartan biszu2fach höher alsbei

Männern mitHypertonie,während diePlasmaspiegeldesaktiven MetabolitenbeiMännernund

Frauen nichtunterschiedlichwaren.

BeiPatientenmitleichterbismäßigeralkoholinduzierter Leberzirrhosewaren diePlasmaspiegelvon

Losartanund seinesaktivenMetabolitennach oraler Gabe5fachbzw. 1,7fach höheralsbeijungen

männlichenProbanden(sieheAbschnitte4.2 und 4.4).

DiePlasmakonzentrationenvon Losartan sind beiPatientenmiteiner Kreatinin-Clearanceüber 10

ml/min unverändert.ImVergleich zuPatienten mitnormaler Nierenfunktion istbeiDialysepatienten

dieAUC für Losartanetwa2fachhöher.

DiePlasmakonzentrationendesaktivenMetaboliten sind beiPatientenmit

Nierenfunktionseinschränkung ebensowiebeiDialysepatientenunverändert.

WederLosartannoch der aktiveMetabolitkönnen durch Hämodialyseentferntwerden.

PharmakokinetikbeipädiatrischenPatienten

DiePharmakokinetikvon Losartanwurdebei50 hypertensiven KindernimAlter zwischen>1

Monatund <16 Jahren untersucht.EswurdeeinetäglicheDosisvon 0,54-0,77 mgLosartan/kg KG

gegeben(mittlereDosen).

DieErgebnissezeigten,dassderaktiveMetabolitvon Losartan in allenAltersgruppengebildetwird.

DieErgebnissezeigtenfür Losartannach oralerEinnahmeungefährähnlichepharmakokinetische

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Parameter beiSäuglingen,Kleinkindern,Vorschulkindern,Schulkindernund Jugendlichen.Die

pharmakokinetischen Parameter desMetaboliten unterschieden sichzwischen denAltersgruppen in

einemgrößerenAusmaß.DieseUnterschiedewaren imVergleich vonVorschulkindern mit

Jugendlichenstatistisch signifikant. DieExpositionbeiSäuglingen/Kleinkindernwar

vergleichsweisehoch.

5.3PräklinischeDatenzurSicherheit

Diepräklinischen Studien, einschließlich konventionellerStudien zur allgemeinenPharmakologie,

zur Genotoxizitätund zumkanzerogenenPotentiallassenkeinebesonderenGefahren für den

Menschenerkennen.In Studien zurToxizitätnachwiederholter GabeinduziertedieVerabreichung

von LosartaneineAbnahmederroten Blutzellparameter(Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit),

einenAnstieg desHarnstoff-Stickstoff imSerumsowiegelegentlicheErhöhungendes

Serumkreatinins, eineAbnahmeimHerzgewicht(ohnehistologischesKorrelat)und gastrointestinale

Veränderungen (Schleimhautläsionen,Ulzera,Erosionen, Hämorrhagien).Wiebeianderen

Substanzen, diedasRenin-Angiotension-Systembeeinflussen, wurdebeiLosartan dieInduktionvon

unerwünschtenWirkungen auf diespätefetaleEntwicklung, diezu fetalemTod und Missbildungen

führen, gezeigt.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

MikrokristallineCellulose

VorverkleisterteMaisstärke

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

Film:

Hypromellose(6. mPa.s)

Hyprolose

Titandioxid (E171)

6.2Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

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6.3DauerderHaltbarkeit

30 Monate

6.4BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

In der Originalverpackungaufbewahren, umden Inhaltvor Lichtzu schützen.

6.5Art undInhalt desBehältnisses

OpakeAL/PVC/PE/PVDC Blisterpackungenmit14, 21, 28, 56 oder 98 Filmtabletten

6.6BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden nationalenAnforderungen

zu entsorgen.

7. INHABERDERZULASSUNG

DENKPHARMAGmbH&Co. KG

Prinzregentenstr.79

81675 München

8. ZULASSUNGSNUMMER

72067.00.00

9. DATUMDERZULASSUNG

22. 02. 2010

10.STANDDERINFORMATION

Februar 2010

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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