Lomusol - Nasenspray

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

25-04-2013

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-04-2013

Wirkstoff:
DINATRIUM CROMOGLICAT
Verfügbar ab:
Sigmapharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
R01AC01
INN (Internationale Bezeichnung):
DINATRIUM CROMOGLICATE
Einheiten im Paket:
20 ml, Laufzeit: 24 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Cromoglicinsäure
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
1-18031
Berechtigungsdatum:
1985-08-13

Lesen Sie das vollständige Dokument

923583_F_GI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

LOMUSOL - Nasenspray

Wirkstoff: Dinatriumcromoglicat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn Sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist LOMUSOL-Nasenspray und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von LOMUSOL-Nasenspray beachten?

Wie ist LOMUSOL-Nasenspray anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist LOMUSOL-Nasenspray aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST LOMUSOL-Nasenspray UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

LOMUSOL-Nasenspray ist ein Medikament gegen allergischen Schnupfen.

Der in LOMUSOL-Nasenspray enthaltene Wirkstoff Dinatriumcromoglicat verhindert das Entstehen

allergischer Symptome.

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von akuten und chronischen allergisch bedingten Schleimhautentzündungen der

Nase, z.B. im Rahmen eines Heuschnupfens oder einer Hausstauballergie.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON LOMUSOL-Nasenspray

BEACHTEN?

LOMUSOL-Nasenspray darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Dinatriumcromoglicat oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Bei Vorliegen einer eosinophilen Pneumonie (allergisch bedingte Entzündung der Lunge) soll

das Präparat abgesetzt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie LOMUSOL-Nasenspray anwenden.

Wenn eine schwere Leber- oder Nierenerkrankung vorliegt ist der Arzt umgehend von diesem

Umstand zu informieren.

Falls trotz richtiger Anwendung von LOMUSOL-Nasenspray die Beschwerden stärker werden,

eine verstärkte Schwellung der Schleimhaut bzw. ein Hautausschlag auftritt, soll das Präparat

abgesetzt und der Arzt aufgesucht werden.

923583_F_GI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

Anwendung von LOMUSOL-Nasenspray zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen zwischen LOMUSOL-Nasenspray und anderen Arzneimitteln sind bisher nicht

bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Erfahrungen zur Anwendung von LOMUSOL-Nasenspray in der Schwangerschaft und Stillzeit

sind begrenzt.

Obwohl bisher keine nachteiligen Wirkungen bekannt sind, sollten Sie LOMUSOL-Nasenspray in der

Schwangerschaft daher nur anwenden, wenn der Arzt es für erforderlich hält.

Über die Anwendung in der Stillzeit entscheidet gleichfalls der Arzt.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

3.

WIE IST LOMUSOL-Nasenspray ANZUWENDEN?

Wenden Sie LOMUSOL-Nasenspray immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Kinder über 5 Jahre: Alle 4 Stunden einen Sprühstoß in jedes Nasenloch. Bei Bedarf

maximal 6mal täglich anwenden.

Bei Kindern unter 5 Jahren soll LOMUSOL-Nasenspray nicht verwendet werden.

Dosierung bei Patienten mit Nieren-/Leberinsuffizienz:

Bei Vorliegen schwerer Nieren- und/oder Leberschäden sollte die Dosis reduziert oder das Präparat

eventuell abgesetzt werden.

Ist die Substanz bekannt, welche die Allergie auslöst, soll die Behandlung schon vor einem zu

erwartenden Kontakt mit dieser Substanz begonnen und über die Zeitspanne des Kontaktes aufrecht

erhalten werden.

Die vorbeugende Wirksamkeit des Präparates ist von der regelmäßigen Anwendung abhängig.

Der Behandlungserfolg tritt oft erst nach 2 - 3 Wochen ein.

Ein versehentliches Schlucken von LOMUSOL-Nasenspray ist unbedenklich.

Art der Anwendung

Zur nasalen Anwendung. Zum Einsprühen in die Nase.

923583_F_GI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

Wenn Sie eine größere Menge von LOMUSOL-Nasenspray angewendet haben, als Sie sollten

Für Dinatriumcromoglicat sind bisher keine Vergiftungserscheinungen bekannt.

Wenn Sie die Anwendung von LOMUSOL-Nasenspray vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von LOMUSOL-Nasenspray abbrechen

Wenn Sie die Behandlung mit LOMUSOL-Nasenspray abbrechen, können sich Ihre Beschwerden

wieder verstärken oder erneut auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch LOMUSOL-Nasenspray Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: leichte, vorübergehende Reizung der Nasenschleimhaut, Niesreiz, sowie unangenehmer

Geschmack.

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Nasenbluten

Sehr selten: Nasenschleimhautgeschwür, Husten, Atemnot; das Auftreten von Heiserkeit und

Schwellung der Kehlkopfschleimhaut ist nicht auszuschließen.

Nicht bekannt: Allergische Reaktionen (auch schwere generalisierte Reaktionen mit Krampf der

Atemwege) bzw. Hautausschläge sind möglich.

Wegen der geringen Aufnahme von Dinatriumcromoglicat durch die Schleimhaut sind allgemeine

Nebenwirkungen, die nach Inhalation von Dinatriumcromoglicat auftreten können (Beschwerden

beim Harnlassen, Schwindel, Kopfschmerzen, Gelenkschwellungen und Gelenkschmerzen,

Muskelschmerzen und Muskelschwäche, Übelkeit, Schwellungen der Lippen, Schluckbeschwerden),

nicht zu erwarten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Inst. Pharmakovigilanz

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

923583_F_GI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

5.

WIE IST LOMUSOL- Nasenspray AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/Etikett nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Nach der ersten Anwendung kann LOMUSOL-Nasenspray bis zu dem auf der Packung angegebenen

Datum verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was LOMUSOL-Nasenspray enthält

Der Wirkstoff ist: Dinatriumcromoglicat

1 ml stabile wässrige Lösung enthält: Dinatriumcromoglicat 20 mg

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumedetat, gereinigtes Wasser.

1 Sprühstoß = 0,14 ml Lösung

Wie LOMUSOL-Nasenspray aussieht und Inhalt der Packung

Nasenspray; klare, farblose Lösung.

Inhalt: 20 ml

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber:

SIGMAPHARM Arzneimittel GmbH

Leystraße 129

1200 Wien

Hersteller:

MoNo chem-pharm Produkte GmbH

Leystraße 129

1200 Wien

Z.Nr.: 1-18031

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 04/2013.

923583_F_FI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

LOMUSOL - Nasenspray

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml stabile wässrige Lösung enthält: Dinatriumcromoglicat 20,0 mg

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.

1 Sprühstoß = 0,14 ml Lösung

3.

DARREICHUNGSFORM

Nasenspray; klare, farblose Lösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung und Intervallbehandlung der allergischen Rhinitis saisonal (Heuschnupfen) oder

perennial, Rhinitis vasomotorica auf allergischer Basis.

LOMUSOL-Nasenspray wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 5

Jahre.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Art der Anwendung:

Zur nasalen Anwendung.

Dosierung und Dauer der Anwendung:

Erwachsene und Kinder über 5 Jahre:

In der Regel wird alle 4 Stunden 1 Sprühstoß (0,13 – 0,15 ml) in jedes Nasenloch appliziert. Bei

Bedarf kann die Tagesdosis auf maximal 6mal täglich 1 Sprühstoß in jedes Nasenloch erhöht werden.

Bei Kindern unter 5 Jahren soll LOMUSOL-Nasenspray nicht verwendet werden.

Dosierung bei Patienten mit Nieren-/Leberinsuffizienz:

Bei Vorliegen schwerer Nieren- und/oder Leberschäden sollte die Dosis reduziert oder das Präparat

eventuell abgesetzt werden.

Ist das allergisierende Agens bekannt, soll die Behandlung schon vor einer zu erwartenden Exposition

begonnen und für die Dauer der Exposition aufrechterhalten werden.

Die prophylaktische Wirksamkeit des Präparates ist von der regelmäßigen Anwendung abhängig.

Der Behandlungserfolg tritt oft erst 2 -3 Wochen nach Anwendung von LOMUSOL-Nasenspray ein.

Ein versehentliches Schlucken von LOMUSOL-Nasenspray ist unbedenklich.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Dinatriumcromoglicat oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

923583_F_FI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

sonstigen Bestandteile.

Bei Vorliegen einer eosinophilen Pneumonie (pulmonale Infiltrate mit Eosinophilie) soll das Präparat

abgesetzt werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei Auftreten von verstärkten Schwellungen der Schleimhäute oder von Hautausschlägen soll das

Präparat abgesetzt werden.

Da Dinatriumcromoglicat über Harn und Galle ausgeschieden wird, sollte bei Vorliegen schwerer

Nieren- und/oder Leberschäden die Dosis reduziert oder das Präparat eventuell abgesetzt werden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bisher nicht bekannt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Obwohl bisher keine nachteiligen Wirkungen auf die Schwangerschaft bekannt sind und im

Tierversuch keine teratologischen Anomalien beobachtet wurden, soll von der Anwendung von

LOMUSOL-Nasenspray in der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimenon, möglichst

abgesehen werden.

Aufgrund der Tatsache, dass bei lokaler Applikation nur sehr geringe Mengen von Dinatrium-

cromoglicat in den Blutkreislauf gelangen, ist nicht zu erwarten, dass nennenswerte Mengen des

Wirkstoffes in der Brustmilch auftreten. Trotzdem muss bei stillenden Müttern vor der Anwendung

von LOMUSOL-Nasenspray das Nutzen-Risiko-Verhältnis sorgfältig abgewogen werden, da keine

Erfahrungen bezüglich der Wirkungen von Dinatriumcromoglicat bei Säuglingen vorliegen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

LOMUSOL-Nasenspray hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: ≥1/10

Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis < 1/100

Selten: ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

Sehr selten: < 1/10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: leichte, vorübergehende Reizung der Nasenschleimhaut, Niesreiz, sowie unangenehmer

Geschmack.

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Nasenbluten

Sehr selten: Ulzerationen der Nasenschleimhaut, Husten, Atemnot; das Auftreten von Heiserkeit und

Larynxödem ist nicht auszuschließen.

Nicht bekannt: Allergische Reaktionen (auch schwere generalisierte Reaktionen mit

Bronchospasmus) bzw. Hautausschläge sind möglich.

Wegen der geringen Resorption von Dinatriumcromoglicat durch die Schleimhaut sind allgemeine

Nebenwirkungen, die nach Inhalation von Dinatriumcromoglicat auftreten können (Beschwerden

beim Urinieren, Schwindel, Kopfschmerzen, Gelenkschwellungen und Arthralgien, Muskelschmerzen

und Muskelschwäche, Übelkeit, Schwellungen der Lippen, Schluckbeschwerden) praktisch nicht zu

923583_F_FI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

beobachten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Inst. Pharmakovigilanz

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Bisher sind keine Fälle von Überdosierungen beschrieben worden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Rhinologika: Antiallergika, exklusive Corticosteroide ATC-Code:

R01AC01

Dinatriumcromoglicat hemmt das Entstehen von allergischen Reaktionen, indem die durch IgE

vermittelte Freisetzung von Histamin und anderen Entzündungsmediatoren aus sensibilisierten

Mastzellen verhindert wird.

Dinatriumcromoglicat wirkt als Mastzellstabilisator. Nach Antigen-Exposition wird die Degranulation

sensibilisierter Mastzellen und damit die Freisetzung von Mediatoren verhindert, welche für

allergische Reaktionen verantwortlich sind. Diese Mastzellen-stabilisierende Wirkung wurde auch

beim Menschen bei durch Antigen induziertem IgE-vermitteltem Bronchospasmus und bei der

allergischen Rhinitis beobachtet.

Der Wirkmechanismus ist im Einzelnen noch nicht geklärt. Ein potenzieller Wirkmechanismus

besteht darin, dass Dinatriumcromoglicat den zur Degranulation erforderlichen Calciumeinstrom in

die Mastzelle hemmt, indem es an ein spezifisches Protein des IgE-Rezeptor-kontrollierten

Calciumkanals bindet. Weiters wurde eine Blockade von Chloridkanälen bei aktivierten Mastzellen

und damit eine verminderte Mediatorfreisetzung nachgewiesen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Bei intranasaler Anwendung von Dinatriumcromoglicat werden weniger als 7 % der Dosis systemisch

resorbiert. Der Großteil des Wirkstoffes wird verschluckt und ohne nennenswerte Resorption im

Gastrointestinaltrakt (ca. 1 % der Dosis) unverändert mit den Fäzes ausgeschieden.

Dinatriumcromoglicat ist wenig lipidlöslich und darum nicht in der Lage, die meisten biologischen

Membranen, wie z.B. die Blut-Hirnschranke, zu durchdringen. Die Eliminierung erfolgt in

unmetabolisierter Form zu etwa gleichen Teilen über Harn und Galle.

Die Plasma-Halbwertszeit nach oraler Anwendung oder nach Inhalation beträgt ca. 80 Minuten.

Der Behandlungserfolg tritt oft erst 2 -3 Wochen nach Anwendung von LOMUSOL-Nasenspray ein.

Maßgebend

für

therapeutischen

Effekt ist

ausschließlich

nach lokaler Applikation

jeweiligen Erfolgsorgan erreichte Konzentration.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

923583_F_FI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

Untersuchungen zur akuten und chronischen Toxizität, Mutagenität, Kanzerogenität und

Reproduktionstoxizität lassen kein besonderes Risiko für die Anwendung am Menschen erkennen.

Chronische Toxizität

Beim Krallenaffen und beim Hund wurden bei i.v. Gabe kardiovaskuläre Nebenwirkungen

beobachtet. Nach Inhalationsapplikation bei verschiedenen Tierspezies (Ratte, Meerschweinchen,

Affe und Hund) über verschieden lange Zeiträume bis zu 6 Monaten wurden keine Hinweise auf

Schädigungen durch Dinatriumcromoglicat gefunden.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial

Es gibt keine Hinweise auf ein mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial.

Reproduktionstoxizität

Reproduktionstoxikologische Studien an Mäusen, Ratten und Kaninchen lieferten keine Anhalts-

punkte für eine teratogene Wirkung von Dinatriumcromoglicat. Bisherige Erfahrungen am Menschen

ergaben keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Missbildungen.

Nach

i.v.-Applikation

Dinatriumcromoglicat

wurde

festgestellt,

dass

weiblichen

Affen

0,001% der applizierten Dosis in die Muttermilch ausgeschieden wurde.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumedetat

Gereinigtes Wasser

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

Nach der ersten Anwendung kann LOMUSOL-Nasenspray bis zu dem auf der Packung angegebenen

Datum verwendet werden.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglasfläschchen (Typ II) mit Kunststoff-Nebulisator. Der Inhalt beträgt 20 ml.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

SIGMAPHARM Arzneimittel GmbH

923583_F_FI_13-04-25_Lomusol Nasenspray

Leystraße 129

1200 Wien

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Z.Nr.: 1-18031

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 9. August 1985

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 28. Dezember 2005

10.

STAND DER INFORMATION

April 2013

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen