Logimat Retardtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Felodipin, Metoprololsuccinat (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
EurimPharm Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Felodipine, metoprolol succinate (Ph.Eur.)
Darreichungsform:
Retardtablette
Zusammensetzung:
Felodipin 5.mg; Metoprololsuccinat (Ph.Eur.) 47.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
47032.00.00

1804/28/32-ZB001b

Gebrauchsinformation,aufmerksamlesen!

Logimat

Zusammensetzung

1Retardtabletteenthält:

ArzneilichwirksameBestandteile

Felodipin 5,0mg

Metoprololsuccinat 47,5mg

SonstigeBestandteile

HochdispersesSiliciumdioxid,Poly(O-ethyl)cellulose,Methylhydroxypropylcellulose,Natriumalumosilikat,

Lactose,mikrokristallineCellulose,Macrogol-Glycerolhydroxystearat,Propylgallat,Hydroxypropylcellulose,

Octadecylhydrogenfumarat-Natriumsalz,Macrogol6000,Paraffin,Farbstoffe:Titandioxid(E171),Eisenoxid

(E172).

Import,UmpackungundVertrieb: Hersteller:

Eurim-PharmArzneimittelGmbH AstraZenecaAB

AmGänslehen4–6 Södertälje

83451Piding (Schweden)

Tel.:08651/704-0

Anwendungsgebiete

Nicht-organbedingterBluthochdruck(essentielleHypertonie),wenndieTherapiemiteinem

Kombinationspräparatangezeigtist.DiefixeKombinationLogimatistnichtzurInitialtherapieoder

Dosiseinstellunggeeignet,sondernzumErsatzderfreienKombinationaus47,5mgMetoprololsuccinatund5

mgFelodipinfürdieErhaltungs-therapie.

Gegenanzeigen

GegenanzeigensindKrankheitenoderUmstände,beidenenbestimmteArzneimittelnichtodernurnach

sorgfältigerPrüfungdurchdenArztangewendetwerdendürfen,dahierimAllgemeinenderzuerwartende

NutzeninkeinemgünstigenVerhältniszueinemmöglichenSchadensteht.DamitderArztsorgfältigprüfen

kann,obGegenanzeigenbestehen,musserüberVorerkrankungen,Begleiterkrankungen,einegleichzeitige

andereBehandlungsowieüberIhrebesonderenLebensumständeundGewohnheitenunterrichtetwerden.

GegenanzeigenkönnenaucherstnachBeginnderBehandlungmitdiesemArzneimittelauftretenoderbekannt

werden.AuchinsolchenFällensolltenSieIhrenArztinformieren.

Logimatdarfnichtangewendetwerdenbei:

-bekannterÜberempfindlichkeitgegenüberMetoprololoderFelodipinsowieeinemdersonstigenBestandteile

desArzneimittels

-ErregungsleitungsstörungenvondenVorhöfenaufdieKammern(AV-Block2.und3.Grades)

-Sinusknoten-Syndrom(sicksinussyndrome)

-gestörterErregungsleitungzwischenSinusknotenundVorhof(sinuatrialerBlock)

-Schock

-Herzmuskelschwäche(manifesterHerzinsuffizienz)

-höhergradigerAortenklappen-undMitralstenose

-hypertropherobstruktiverKardiomyopathie

-instabilerAnginapectoris

-akutemMyokardinfarkt(innerhalbvon8Wochen)

-einemRuhepulsvorderBehandlungunter50SchlägenproMinute(Bradykardie)

-krankhaftniedrigemBlutdruck(Hypotonie)

-SchlaganfallinnerhalbdesletztenhalbenJahres

-ÜbersäuerungdesBlutes(Azidose)

-SpätstadiumperiphererDurchblutungsstörungen

-NeigungzuBronchialverkrampfung(bronchialeHyperreagibilität)

-gleichzeitigerGabevonMAO-Hemmstoffen(AusnahmeMAO-B-Hemmstoffe)

-schwererNiereninsuffizienz(GFR<30ml/min,Kreatinin>1,8mg/dl)

-schwerenLeberfunktionsstörungen

-Schwangerschaft.

DieintravenöseGabevonCalciumantagonistenvomVerapamil-undDiltiazem-Typoderanderen

Antiarrhythmika(wieDisopyramid)beiPatienten,diemitLogimatbehandeltwerden,istkontraindiziert

(AusnahmeIntensivmedizin).

EinebesonderssorgfältigeärztlicheÜberwachungisterforderlichbei:

-geringgradigenErregungsleitungsstörungenvondenVorhöfenaufdieKammern(AV-Block1.Grades)

-zuckerkrankenPatienten(PatientenmitDiabetesmellitus)mitstarkschwankendenBlutzuckerwerten

(ZuständemitstarkerniedrigtemBlutzuckermöglich)

-längeremstrengenFastenundschwererkörperlicherBelastung(ZuständemitstarkerniedrigtemBlutzucker

möglich)

-PatientenmiteinemhormonproduzierendenTumordesNebennierenmarks(Phäochromozytom,vorherige

Therapiemit a-Blockernerforderlich)

-PatientenmiteingeschränkterLeberfunktionundschwerenNierenfunktionsstörungen(sieheDosierung).

BeiPatientenmiteinerSchuppenflechte(Psoriasis)inderpersönlichenoderfamiliärenVorgeschichtesollte

dieAnwendungvonß-Rezeptorenblockern(z.B.Metoprolol,eineWirkkomponentevonLogimat)nurnach

sorgfältigerNutzen-Risiko-Abwägungerfolgen.

Logimatkannaufgrundseinesß-RezeptorenblockeranteilsdieEmpfindlichkeitgegenüberAllergenenunddie

SchwereanaphylaktischerReaktionen,d.h.akuterallergischerAllgemeinreaktionen,erhöhen.Deshalbisteine

strengeIndikationsstellungbeiPatientenmitschwerenÜberempfindlichkeitsreaktioneninderVorgeschichte

undbeiPatientenunterTherapiezurSchwächungbzw.AufhebungderallergischenReaktionsbereitschaft

(Desensibilisierungstherapie;Vorsicht,überschießendeanaphylaktischeReaktionen)geboten.

LogimatdarfwährenddergesamtenSchwangerschaftnichtangewendetwerden,daTierversuchemitFelodipin

HinweiseaufFruchtschädigungenergebenhaben.VorBeginneinerBehandlungmitLogimatmusseine

Schwangerschaftausgeschlossenwerden.

MetoprololundFelodipingehenindieMuttermilchüber.ObwohldiemitderMilchaufgenommenen

Wirkstoffmengengeringsind,solltengestillteSäuglingeaufAnzeicheneinerSubstanzwirkungüberwacht

werden.ErfahrungenüberRisikenfürdenSäuglingliegennichtvor.

BeiKindernsollteLogimatnichteingesetztwerden,dakeineErfahrungenvorliegen.

Nebenwirkungen

ArzneimittelkönnennebendenerwünschtenHauptwirkungenauchunerwünschteWirkungen,sogenannte

Nebenwirkungen,haben.Nebenwirkungen,dieimzeitlichenZusammenhangmitderAnwendungvonLogimat

beobachtetwurden,jedochnichtbeijedemPatientenauftretenmüssen,werdenimFolgendengenannt.

InsbesonderezuBeginnderBehandlungkannesgelegentlichzuzentralnervösenStörungenwieMüdigkeit,

Schwindelgefühl,kurzzeitigemBewusstseinsverlust(Synkope),depressivenVerstimmungszuständen,

Verwirrtheit,Kopfschmerzen,Schwitzen,Schlafstörungen,verstärkterTraumaktivitätundHalluzinationen

kommen.DieseErscheinungensindgewöhnlichleichtererArtundvorübergehend.

GelegentlichkönnenvorübergehendMagen-Darm-BeschwerdenwieÜbelkeit,Erbrechen,Leibschmerzen,

Verstopfung,DurchfallundSchweißausbrücheauftreten.

GleichfallsgelegentlichkönnenGesichtsrötung(Flush),HautreaktionenwieRötungoderNesselsucht

(Urticaria),JuckreizsowieHautausschläge(z.B.dystrophischeHautläsionen)vorkommen.

GelegentlichkommteszuKribbelnundKälte-/WärmegefühlindenGliedmaßen,seltenauchzu

Muskelschwäche,MuskelschmerzoderMuskelkrämpfen.EineVerstärkungderBeschwerdenbeiPatientenmit

intermittierendemHinken(Claudicatiointermittens)odermitGefäßkrämpfenimBereichderZehenundFinger

(Raynaud-Syndrom)istbeobachtetworden.

BeiBehandlungsbeginnoderDosiserhöhungkannesgelegentlichzuverstärktemBlutdruckabfallauchbeim

ÜbergangvomLiegenzumStehen(orthostatischeHypotonie),gelegentlichmitBewusstlosigkeit,Herabsetzung

derPulsfrequenz,atrioventrikulärenÜberleitungsstörungen,OffenlegungeinerlatentenundVerstärkungeiner

bestehendenHerzmuskelschwächemitperipherenÖdemen(Flüssigkeitsansammlungen)kommen.

Gelegentlichkannes,insbesonderezuBeginnderBehandlung,zumAuftretenvonAnginapectoris-Anfällen

bzw.beiPatientenmitbestehenderAnginapectoriszueinerZunahmevonHäufigkeit,DauerundSchweregrad

derAnfällekommen.VereinzeltistdasAuftreteneinesHerzinfarktesbeschriebenworden.

Ödeme,dieaufeinerErweiterungderperipherenBlutgefäßeberuhen,wurdenbeialleinigerGabevon

Felodipinbeobachtet.

SeltenistmitMundtrockenheit,Augenbindehautentzündung(Konjunktivitis)undvermindertemTränenfluss

zurechnen(diesistbeimTragenvonKontaktlinsenzubeachten).

InEinzelfällenkanneszuErektionsstörungen,reversiblerBrustanschwellung(Gynäkomastie),

LichtempfindlichkeitmitAuftretenvonHautausschlägenunterLichteinwirkung(Photosensibilisierung),

Gewichtszunahme,Sehstörung,Hörstörung,Ohrensausen,Gelenkentzündung(Arthritis),Angio-Ödemsowie

zuHaarausfallundFlimmernvordenAugenkommen.

SeltenkannesunterderBehandlungmitLogimatzueinerZahnfleischschwellung(Gingivahyperplasie)

kommen.DiesekanndurchsorgfältigeMundhygieneverhindertoderrückgängiggemachtwerden.

VeränderteLeberfunktionswerte(intrahepatischeCholestase,Transaminasenanstiege),allergischeHepatitis,

eineVerminderungderBlutplättchen(Thrombozytopenie,aucheinethrombozytopenischePurpurawurde

beschrieben)undLeukozytenimBlut(Leukopenie),eineVerstärkung(biszumGangrän)bereitsbestehender

periphererDurchblutungsstörungen,einallergischerSchnupfen,eineInduratiopenisplastica(Peyronie‘s

disease)sowiePersönlichkeitsveränderungen(z.B.Gefühlsschwankungen)sindbeschriebenworden.

BeiPatientenmitBluthochdruckoderkoronarerHerzkrankheitkannnachplötzlichemAbsetzenvonLogimat

einehypertensiveKriseodereineMinderdurchblutungdesHerzmuskels(myokardialeIschämie)durchein

„Rebound-Phänomen“ausgelöstwerden.

BeiDialysepatientenmitkrankhafterhöhtemBluthochdruckundirreversiblemNierenversagenmitHypovol-

ämieistVorsichtgeboten,daeindeutlicherBlutdruckabfalldurchErweiterungderperipherenBlutgefäße

(Vasodilatation)entstehenkann.

InfolgeeinermöglichenErhöhungdesAtemwegswiderstandeskannesbeientsprechendveranlagtenPatienten

(z.B.beiasthmoiderBronchitis)zueinerVerengungderAtemwegeundzuAtemnotkommen.

InseltenenFällenkanneinebishernichtinErscheinunggetreteneZuckerkrankheit(latenterDiabetesmellitus)

erkennbarwerdenodereinebereitsbestehendeZuckerkrankheitsichverschlechtern.Nachlängeremstrengen

FastenoderschwererkörperlicherBelastungkannesbeigleichzeitigerLogimat-TherapiezuZuständenmit

erniedrigtemBlutzucker(hypoglykämischeZustände)kommen.WarnzeicheneineserniedrigtenBlutzuckers

–insbesondereerhöhteHerzfrequenz(Tachykardie)undZitternderFinger(Tremor)–könnenverschleiert

werden.

BesondereHinweise:

Logimatkannaufgrundseinesß-Rezeptorenblockeranteils

-inEinzelfälleneineSchuppenflechte(Psoriasisvulgaris)auslösen,dieSymptomedieserErkrankung

verschlechternoderzuSchuppenflechte-ähnlichen(psoriasiformen)Hautausschlägenführen,

-dieEmpfindlichkeitgegenüberAllergenenunddieSchwereanaphylaktischerReaktionen,d.h.akuter

allergischerAllgemeinreaktionen,erhöhen.BeiPatientenmitschwerenÜberempfindlichkeitsreaktionenin

derVorgeschichteundbeiPatientenunterTherapiezurSchwächungbzw.Aufhebungderallergischen

Reaktionsbereitschaft(Desensibilisierungstherapie)kannesdaherzuüberschießendenanaphylaktischen

Reaktionenkommen.

Patienten,dieLogimateinnehmen,zeigendahereineschwerereVerlaufsformbeimanaphylaktischenSchock.

HinweisfürVerkehrsteilnehmer:

DieBehandlungmitdiesemArzneimittelbedarfderregelmäßigenärztlichenKontrolle.Durchindividuell

auftretendeunterschiedlicheReaktionenkanndieFähigkeitzuraktivenTeilnahmeamStraßenverkehroder

zumBedienenvonMaschinenbeeinträchtigtwerden.DiesgiltinverstärktemMaßebeiBehandlungsbeginn,

PräparatewechselundimZusammenwirkenmitAlkohol.

WechselwirkungenmitanderenMitteln

DieWirkungenmancherArzneimittelkönnendurchgleichzeitigeAnwendungandererMittelbeeinflusst

werden.FragenSiedaherIhrenArzt,wennSieandereMittelständiganwenden,bisvorkurzemangewendet

habenodergleichzeitigmitdemhiervorliegendenArzneimittelanwendenwollen.IhrArztkannIhnensagen,

obunterdiesenUmständenmitUnverträglichkeitenzurechnenist,oderobbesondereMaßnahmen,wiez.B.

eineneueDosisfestsetzung,erforderlichsind,wennSiediesesArzneimittelanwenden.

FolgendeWechselwirkungenzwischendemvorliegendenArzneimittelundanderenMittelnsindzubeachten:

BeigleichzeitigerAnwendungvonLogimatundInsulinoderoralenblutzuckersenkendenArzneimittelnkann

derenWirkungverstärktoderverlängertwerden;dieSymptomeeinervermindertenBlutzuckerkonzentration

(Hypoglykämie),besondersdiePulsbeschleunigung(Tachykardie),sindverschleiertoderabgemildert.Daher

sindregelmäßigeBlutzuckerkontrollenerforderlich.

BeigleichzeitigerAnwendungvonLogimatundtrizyklischenAntidepressiva,Barbituraten,Phenothiazinen

undNitroglycerinsowieDiuretika,VasodilatatorenundanderenblutdrucksenkendenMittelnkanneszueinem

verstärktenBlutdruckabfallkommen.

BeigleichzeitigerAnwendungvonCalciumantagonistenvomVerapamil-oderDiltiazem-Typoder

AntiarrhythmikaisteinesorgfältigeÜberwachungdesPatientenangezeigt,daeszuBlutdruckabfall

(Hypotonie),Pulsverlangsamung(Bradykardie)oderanderenHerzrhythmusstörungenkommenkann.

WährendderBehandlungmitLogimatsolltedeshalbdieintravenöseVerabreichungvonCalciumantagonisten

oderAntiarrhythmikaunterbleiben.

BeigleichzeitigerAnwendungvonLogimatundReserpin, a-Methyldopa,Clonidin,Guanfacinund

HerzglykosidenkanneszueinemstärkerenAbsinkenderHerzfrequenzbzw.zueinerVerzögerungder

ErregungsleitungamHerzenkommen.

DerHerzglykosid-PlasmaspiegelkanndurchLogimaterhöhtwerden.LogimatkanndieHerzkraftschwächende

WirkungvonAmiodaronoderChinidinverstärken.

BeieinergleichzeitigenBehandlungmitClonidindarfClonidinerstabgesetztwerden,wenneinigeTagezuvor

dieVerabreichungvonLogimatbeendetwurde.

Monoaminooxidase(MAO)-HemmersolltenwegenmöglicherüberschießenderHypertensionnichtzusammen

mitLogimateingenommenwerden.

DiegleichzeitigeGabevonArzneimitteln,dieübereineEnzyminduktioninderLeber(Cytochrom

P450-System)zuniedrigenPlasmaspiegelnführen(z.B.Carbamazepin,Phenytoin),macheneine

DosiserhöhungvonLogimaterforderlich.

BeigleichzeitigerEinnahmevonArzneimitteln,diedasCytochromP450-SystemderLeberhemmen(z.B.

Cimetidin,ErythromycinoderItraconazol),sinderhöhtePlasmaspiegelvonFelodipingemessenworden.Daher

solltendiesePatientensorgfältigbeobachtetwerden.AuchderGenussvonGrapefruitsaft,derenzymhemmende

Flavonoideenthält,kanndenPlasmaspiegelvonFelodipinerhöhen.

IndometacinundRifampicinkönnendieblutdrucksenkendeWirkungvonLogimatvermindern.

DieAusscheidungandererArzneimittelkanndurchLogimatvermindertwerden(z.B.Lidocain).

DiegleichzeitigeAnwendungvonLogimatundNarkotikakanneineverstärkteBlutdrucksenkungzurFolge

haben.DiedieHerzkraftschwächendeWirkungderbeidenvorgenanntenArzneimittelkannsichaddieren.

DieneuromuskuläreBlockadedurchperiphereMuskelrelaxantien(z.B.Suxamethonium,Tubocurarin)kann

durchdieß-RezeptorenhemmungvonLogimatverstärktwerden.FürdenFall,dassLogimatvorEingriffenin

AllgemeinnarkoseodervorderAnwendungperiphererMuskelrelaxantiennichtabgesetztwerdenkann,muss

derNarkosearztüberdieBehandlungmitLogimatinformiertwerden.

Dosierungsanleitung

Soweitnichtandersverordnet,geltenfolgendeDosierungsrichtlinien:

GrundsätzlichsolltedieBehandlungdesBluthochdrucksmitniedrigenDoseneinesEinzelwirkstoffes

einschleichendbegonnenwerden.DiefixeKombinationLogimataus47,5mgMetoprololsuccinatund5mg

FelodipinsollteerstnachvorangegangenerTherapiemitderfreienKombinationausMetoprololundFelodipin

angewendetwerden,fallsdieErhaltungsdosenderEinzelwirkstoffedenenderfixenKombinationentsprechen

unddamiteineNormalisierungdesBlutdrucksbewirktwerdenkonnte.

DieüblicheDosierungbeträgtfürPatienten,fürdieeineKombinationsbehandlungangezeigtist,1xtäglich1

RetardtabletteLogimat,entsprechend47,5mgMetoprololsuccinatund5mgFelodipin.

FallsderBlutdruckaufdieKombinationunzureichendanspricht,darfdieDosierungvonLogimatnichterhöht

werden,sonderndieerforderlicheErhaltungsdosisistdurcheineerneuteDosiseinstellungmitderfreien

Kombinationherauszufinden.

DieMaximaldosisvon1xtäglich2RetardtablettenLogimat,entsprechend95mgMetoprololsuccinatund10

mgFelodipin,solltenichtüberschrittenwerden.

BesondersbeiPatientenmitleichtenundmittelschwerenLeberfunktionsstörungensollteeineDosissteigerung

nurunterkritischerAbwägungvonWirkungundNebenwirkungvorgenommenwerden.

PatientenmitschwerenLeberfunktionsstörungensindvonderBehandlungmitLogimatauszuschließen.

ArtundDauerderAnwendung

DieRetardtablettensolltenmorgens,unabhängigvoneinerMahlzeit,mitetwasFlüssigkeit(z.B.einGlas

Wasser,keinGrapefruitsaft!)eingenommenwerden.

Siedürfenwederzerkautnochzerteiltwerden.

ÜberdieDauerderAnwendungentscheidetderbehandelndeArzt.

Hinweis

LogimatdarfnachAblaufdesVerfalldatumsnichtmehrangewendetwerden.

StandderInformation

03/2000

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren!

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DarreichungsformundPackungsgrößen

Packungmit28Retardtabletten

Packungmit49Retardtabletten

Packungmit98Retardtabletten

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DiesePackungwurdevonderFirmaEurim-PharmArzneimittelGmbH,

83451Piding,importiert.DerBeipackzettelwurdeebenfallsvonder

FirmaEurim-PharmArzneimittelGmbHgedrucktundhinzugefügt.

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Fachinformation

LOGIMAT

1.BezeichnungdesArzneimittels

Logimat

2.Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

3.ZusammensetzungdesArzneimittels

3.1Stoff-oderIndikationsgruppe

KombinationausCalciumantagonistundß-Rezeptorenblocker.

3.2ArzneilichwirksameBestandteile

1Retardtabletteenthält:

Felodipin 5,0mg

Metoprololsuccinat 47,5mg

3.3SonstigeBestandteile

HochdispersesSiliciumdioxid,Poly(O-ethyl)cellulose,Methylhydroxypropylcellulose,Natriumalumosilikat,

Lactose,mikrokristallineCellulose,Macrogol-Glycerolhydroxystearat,Propylgallat,Hydroxypropylcellulose,

Octadecylhydrogenfumarat-Natriumsalz,Macrogol6000,Paraffin,Farbstoffe:Titandioxid(E171)undEisenoxid

(E172).

4.Anwendungsgebiete

Nicht-organbedingterBluthochdruck(essentielleHypertonie),wenndieTherapiemiteinem

Kombinationspräparatangezeigtist.DiefixeKombinationLogimatistnichtzurInitialtherapieoder

Dosiseinstellunggeeignet,sondernzumErsatzderfreienKombinationaus47,5mgMetoprololsuccinatund5

mgFelodipinfürdieErhaltungstherapie.

5.Gegenanzeigen

Logimatdarfnichtangewendetwerdenbei:

-bekannterÜberempfindlichkeitgegenüberMetoprololoderFelodipinsowieeinemdersonstigenBestandteile

desArzneimittels

-ErregungsleitungsstörungenvondenVorhöfenaufdieKammern

(AV-Block2.und3.Grades)

-Sinusknoten-Syndrom

(sicksinussyndrome)

-gestörterErregungsleitungzwischenSinusknotenundVorhof(sinuatrialerBlock)

-Schock

Februar2003

Fachinformation

LOGIMAT

-Herzmuskelschwäche

(manifesterHerzinsuffizienz)

-höhergradigerAortenklappen-undMitralstenose

-hypertropherobstruktiverKardiomyopathie

-instabilerAnginapectoris

-akutemMyokardinfarkt

(innerhalbvon8Wochen)

-einemRuhepulsvorderBehandlungunter50SchlägenproMinute(Bradykardie)

-krankhaftniedrigemBlutdruck

(Hypotonie)

-SchlaganfallinnerhalbdesletztenhalbenJahres

-ÜbersäuerungdesBlutes(Azidose)

-SpätstadiumperiphererDurchblutungsstörungen

-NeigungzuBronchialverkrampfung

(bronchialeHyperreagibilität)

-gleichzeitigerGabevonMAO-Hemmstoffen(AusnahmeMAO-B-Hemmstoffe)

-schwererNiereninsuffizienz

(GFR<30ml/min,Kreatinin>1,8mg/dl)

-schwerenLeberfunktionsstörungen

-Schwangerschaft.

DieintravenöseGabevonCalciumantagonistenvomVerapamil-undDiltiazem-Typoderanderen

Antiarrhythmika(wieDisopyramid)beiPatienten,diemitLogimatbehandeltwerden,istkontraindiziert

(AusnahmeIntensivmedizin).

EinebesonderssorgfältigeärztlicheÜberwachungisterforderlichbei:

-geringgradigenErregungsleitungsstörungenvondenVorhöfenaufdieKammern(AV-Block1.Grades)

-zuckerkrankenPatienten(PatientenmitDiabetesmellitus)mitstarkschwankendenBlutzuckerwerten

(ZuständemitstarkerniedrigtemBlutzuckermöglich)

-längeremstrengenFastenundschwererkörperlicherBelastung(ZuständemitstarkerniedrigtemBlutzucker

möglich)

-PatientenmiteinemhormonproduzierendenTumordesNebennierenmarks(Phäochromozytom,vorherige

Therapiemit-Blockernerforderlich)

-PatientenmiteingeschränkterLeberfunktionundschwerenNierenfunktionsstörungen(sieheDosierung).

Februar2003

Fachinformation

LOGIMAT

BeiPatientenmiteinerSchuppenflechte(Psoriasis)inderpersönlichenoderfamiliärenVorgeschichtesolltedie

Anwendungvonß-Rezeptorenblockern(z.B.Metoprolol,eineWirkkomponentevonLogimat)nurnach

sorgfältigerNutzen-Risiko-Abwägungerfolgen.

Logimatkannaufgrundseinesß-RezeptorenblockeranteilsdieEmpfindlichkeitgegenüberAllergenenunddie

SchwereanaphylaktischerReaktionen,d.h.akuterallergischerAllgemeinreaktionen,erhöhen.Deshalbisteine

strengeIndikationsstellungbeiPatientenmitschwerenÜberempfindlichkeitsreaktioneninderVorgeschichte

undbeiPatientenunterTherapiezurSchwächungbzw.AufhebungderallergischenReaktionsbereitschaft

(Desensibilisierungstherapie;Vorsicht,überschießendeanaphylaktischeReaktionen)geboten.

LogimatdarfwährenddergesamtenSchwangerschaftnichtangewendetwerden,daTierversuchemitFelodipin

HinweiseaufFruchtschädigungenergebenhaben.VorBeginneinerBehandlungmitLogimatmusseine

Schwangerschaftausgeschlossenwerden.

MetoprololundFelodipingehenindieMuttermilchüber.ObwohldiemitderMilchaufgenommenen

Wirkstoffmengengeringsind,solltengestillteSäuglingeaufAnzeicheneinerSubstanzwirkungüberwacht

werden.ErfahrungenüberRisikenfürdenSäuglingliegennichtvor.

BeiKindernsollteLogimatnichteingesetztwerden,dakeineErfahrungenvorliegen.

6.Nebenwirkungen

InsbesonderezuBeginnderBehandlungkannesgelegentlichzuzentralnervösenStörungenwieMüdigkeit,

Schwindelgefühl,Synkope,depressivenVerstimmungszuständen,Verwirrtheit,Kopfschmerzen,Schwitzen,

Schlafstörungen,verstärkterTraumaktivitätundHalluzinationenkommen.DieseErscheinungensind

gewöhnlichleichtererArtundvorübergehend.

GelegentlichkönnenvorübergehendMagen-Darm-BeschwerdenwieÜbelkeit,Erbrechen,Leibschmerzen,

Verstopfung,DurchfallundSchweißausbrücheauftreten.

GleichfallsgelegentlichkönnenGesichtsrötung(Flush),HautreaktionenwieRötungoderNesselsucht

(Urticaria),JuckreizsowieHautausschläge(z.B.dystrophischeHautläsionen)vorkommen.

GelegentlichkommteszuKribbelnundKälte-/WärmegefühlindenGliedmaßen,seltenauchzu

Muskelschwäche,MuskelschmerzoderMuskelkrämpfen.EineVerstärkungderBeschwerdenbeiPatientenmit

intermittierendemHinken(Claudicatiointermittens)odermitGefäßkrämpfenimBereichderZehenundFinger

(Raynaud-Syndrom)istbeobachtetworden.

BeiBehandlungsbeginnoderDosiserhöhungkannesgelegentlichzuverstärktemBlutdruckabfallauchbeim

ÜbergangvomLiegenzumStehen(orthostatischeHypotonie),gelegentlichmitBewusstlosigkeit,

HerabsetzungderPulsfrequenz,atrioventrikulärenÜberleitungsstörungen,Offenlegungeinerlatentenund

VerstärkungeinerbestehendenHerzmuskelschwächemitperipherenÖdemen(Flüssigkeitsansammlungen)

kommen.

Gelegentlichkannes,insbesonderezuBeginnderBehandlung,zumAuftretenvonAnginapectoris-Anfällen

bzw.beiPatientenmitbestehenderAnginapectoriszueinerZunahmevonHäufigkeit,DauerundSchweregrad

derAnfällekommen.VereinzeltistdasAuftreteneinesHerzinfarktesbeschriebenworden.

Ödeme,dieaufeineErweiterungderperipherenBlutgefäßeberuhen,wurdenbeialleinigerGabevonFelodipin

beobachtet.

Februar2003

Fachinformation

LOGIMAT

SeltenistmitMundtrockenheit,Augenbindehautentzündung(Konjunktivitis)undvermindertemTränenflusszu

rechnen(diesistbeimTragenvonKontaktlinsenzubeachten).

InEinzelfällenkanneszuErektionsstörungen,reversiblerBrustanschwellung(Gynäkomastie),

LichtempfindlichkeitmitAuftretenvonHautausschlägenunterLichteinwirkung(Photosensibilisierung),

Gewichtszunahme,Sehstörung,Hörstörung,Ohrensausen,Gelenkentzündung(Arthritis),Angio-Ödemsowie

zuHaarausfallundFlimmernvordenAugenkommen.

SeltenkannesunterderBehandlungmitLogimatzueinerGingivahyperplasiekommen.Diesekanndurch

sorgfältigeMundhygieneverhindertoderrückgängiggemachtwerden.

VeränderteLeberfunktionswerte(intrahepatischeCholestase,Transaminasenanstiege),allergischeHepatitis,

eineVerminderungderBlutplättchen(Thrombozytopenie,aucheinethrombozytopenischePurpurawurde

beschrieben)undLeukozytenimBlut(Leukopenie),eineVerstärkung(biszumGangrän)bereitsbestehender

periphererDurchblutungsstörungen,einallergischerSchnupfen,eineInduratiopenisplastica(Peyronie´s

disease)sowiePersönlichkeitsveränderungen(z.B.Gefühlsschwankungen)sindbeschriebenworden.

BeiPatientenmitBluthochdruckoderkoronarerHerzkrankheitkannnachplötzlichemAbsetzenvonLogimat

einehypertensiveKriseodereineMinderdurchblutungdesHerzmuskels(myokardialeIschämie)durchein

“Rebound-Phänomen”ausgelöstwerden.

BeiDialysepatientenmitkrankhafterhöhtemBluthochdruckundirreversiblemNierenversagenmitHypovolämie

istVorsichtgeboten,daeindeutlicherBlutdruckabfalldurchErweiterungderperipherenBlutgefäße

(Vasodilatation)entstehenkann.

InfolgeeinermöglichenErhöhungdesAtemwegswiderstandeskannesbeientsprechendveranlagten

Patienten(z.B.beiasthmoiderBronchitis)zueinerVerengungderAtemwegeundzuAtemnotkommen.

InseltenenFällenkanneinebishernichtinErscheinunggetreteneZuckerkrankheit(latenterDiabetesmellitus)

erkennbarwerdenodereinebereitsbestehendeZuckerkrankheitsichverschlechtern.Nachlängeremstrengen

FastenoderschwererkörperlicherBelastungkannesbeigleichzeitigerLogimat-TherapiezuZuständenmit

erniedrigtemBlutzucker(hypoglykämischeZustände)kommen.WarnzeicheneineserniedrigtenBlutzuckers

–insbesondereerhöhteHerzfrequenz(Tachykardie)undZitternderFinger(Tremor)–könnenverschleiert

werden.

BesondereHinweise:

LogimatkannaufGrundseinesß-Rezeptorenblockeranteils

-inEinzelfälleneineSchuppenflechte(Psoriasisvulgaris)auslösen,dieSymptomedieserErkrankung

verschlechternoderzuSchuppenflechte-ähnlichen(psoriasiformen)Hautausschlägenführen.

-dieEmpfindlichkeitgegenüberAllergenenunddieSchwereanaphylaktischerReaktionen,d.h.akuter

allergischerAllgemeinreaktionen,erhöhen.BeiPatientenmitschwerenÜberempfindlichkeitsreaktioneninder

VorgeschichteundbeiPatientenunterTherapiezurSchwächungbzw.Aufhebungderallergischen

Reaktionsbereitschaft(Desensibilisierungstherapie)kannesdaherzuüberschießendenanaphylaktischen

Reaktionenkommen.

Patienten,dieLogimateinnehmen,zeigendahereineschwerereVerlaufsformbeimanaphylaktischenSchock.

HinweisfürVerkehrsteilnehmer:

Februar2003

Fachinformation

LOGIMAT

DieBehandlungmitdiesemArzneimittelbedarfderregelmäßigenärztlichenKontrolle.Durchindividuell

auftretendeunterschiedlicheReaktionenkanndieFähigkeitzuraktivenTeilnahmeamStraßenverkehroder

zumBedienenvonMaschinenbeeinträchtigtwerden.DiesgiltinverstärktemMaßebeiBehandlungsbeginn,

PräparatewechselundimZusammenwirkenmitAlkohol.

7.WechselwirkungenmitanderenMitteln

BeigleichzeitigerAnwendungvonLogimatundInsulinoderoralenblutzuckersenkendenArzneimittelnkann

derenWirkungverstärktoderverlängertwerden;dieSymptomeeinervermindertenBlutzuckerkonzentration

(Hypoglykämie),besondersdiePulsbeschleunigung(Tachykardie),sindverschleiertoderabgemildert.Daher

sindregelmäßigeBlutzuckerkontrollenerforderlich.

BeigleichzeitigerAnwendungvonLogimatundtrizyklischenAntidepressiva,Barbituraten,Phenothiazinenund

NitroglycerinsowieDiuretika,VasodilatatorenundanderenblutdrucksenkendenMittelnkanneszueinem

verstärktenBlutdruckabfallkommen.

BeigleichzeitigerAnwendungvonCalciumantagonistenvomVerapamil-oderDiltiazem-Typoder

AntiarrhythmikaisteinesorgfältigeÜberwachungdesPatientenangezeigt,daeszuBlutdruckabfall

(Hypotonie),Pulsverlangsamung(Bradykardie)oderanderenHerzrhythmusstörungenkommenkann.

WährendderBehandlungmitLogimatsolltedeshalbdieintravenöseVerabreichungvonCalciumantagonisten

oderAntiarrhythmikaunterbleiben.

BeigleichzeitigerAnwendungvonLogimatundReserpin,-Methyldopa,Clonidin,Guanfacinund

HerzglykosidenkanneszueinemstärkerenAbsinkenderHerzfrequenzbzw.zueinerVerzögerungder

ErregungsleitungamHerzenkommen.DerHerzglykosid-PlasmaspiegelkanndurchLogimaterhöhtwerden.

LogimatkanndieHerzkraftschwächendeWirkungvonAmiodaronoderChinidinverstärken.

BeieinergleichzeitigenBehandlungmitClonidindarfClonidinerstabgesetztwerden,wenneinigeTagezuvor

dieVerabreichungvonLogimatbeendetwurde.

Monoaminooxidase(MAO)-HemmstoffesolltenwegenmöglicherüberschießenderHypertensionnicht

zusammenmitLogimateingenommenwerden.

DiegleichzeitigeGabevonArzneimitteln,dieübereineEnzyminduktioninderLeber(CytochromP

-System)

zuniedrigenPlasmaspiegelnführen(z.B.Carbamazepin,Phenytoin),macheneineDosiserhöhungvon

Logimaterforderlich.

BeigleichzeitigerEinnahmevonArzneimitteln,diedasCytochromP

-SystemderLeberhemmen(z.B.

Cimetidin,ErythromycinoderItraconazol),sinderhöhtePlasmaspiegelvonFelodipingemessenworden.Daher

solltendiesePatientensorgfältigbeobachtetwerden.AuchderGenussvonGrapefruitsaft,der

enzymhemmendeFlavonoideenthält,kanndenPlasmaspiegelvonFelodipinerhöhen.

IndometacinundRifampicinkönnendieblutdrucksenkendeWirkungvonLogimatvermindern.

DieAusscheidungandererArzneimittelkanndurchLogimatvermindertwerden(z.B.Lidocain).

DiegleichzeitigeAnwendungvonLogimatundNarkotikakanneineverstärkteBlutdrucksenkungzurFolge

haben.DiedieHerzkraftschwächendeWirkungderbeidenvorgenanntenArzneimittelkannsichaddieren.

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DieneuromuskuläreBlockadedurchperiphereMuskelrelaxantien(z.B.Suxamethonium,Tubocurarin)kann

durchdieß-RezeptorenhemmungvonLogimatverstärktwerden.FürdenFall,dassLogimatvorEingriffenin

AllgemeinnarkoseodervorderAnwendungperiphererMuskelrelaxantiennichtabgesetztwerdenkann,muss

derNarkosearztüberdieBehandlungmitLogimatinformiertwerden.

8.Warnhinweise

Patienten,dieLogimateinnehmen,zeigeneinedurchdieß-Rezeptorenblocker-Komponentebedingte

schwerereVerlaufsformbeimanaphylaktischenSchock.

9.WichtigsteInkompatibilitäten

Inkompatibilitätensindbishernichtbekannt.

10.DosierungmitEinzel-undTagesgaben

EsgeltenfolgendeDosierungsrichtlinien:

GrundsätzlichsolltedieBehandlungdesBluthochdrucksmitniedrigenDoseneinesEinzelwirkstoffes

einschleichendbegonnenwerden.DiefixeKombinationLogimataus47,5mgMetoprololsuccinatund5mg

FelodipinsollteerstnachvorangegangenerTherapiemitderfreienKombinationausMetoprololundFelodipin

angewendetwerden,fallsdieErhaltungsdosenderEinzelwirkstoffedenenderfixenKombinationentsprechen

unddamiteineNormalisierungdesBlutdrucksbewirktwerdenkonnte.

DieüblicheDosierungbeträgtfürPatienten,fürdieeineKombinationsbehandlungangezeigtist,1xtäglich1

RetardtabletteLogimat,entsprechend47,5mgMetoprololsuccinatund5mgFelodipin.

FallsderBlutdruckaufdieKombinationunzureichendanspricht,darfdieDosierungvonLogimatnichterhöht

werden,sonderndieerforderlicheErhaltungsdosisistdurcheineneueDosiseinstellungmitderfreien

Kombinationherauszufinden.

DieMaximaldosisvon1xtäglich2RetardtablettenLogimat,entsprechend95mgMetoprololsuccinatund10

mgFelodipin,solltenichtüberschrittenwerden.

BesondersbeiPatientenmitleichtenundmittelschwerenLeberfunktionsstörungensollteeineDosissteigerung

nurunterkritischerAbwägungvonWirkungundNebenwirkungvorgenommenwerden.

PatientenmitschwerenLeberfunktionsstörungensindvonderBehandlungmitLogimatauszuschließen.

11.ArtundDauerderAnwendung

DieRetardtablettensolltenmorgens,unabhängigvoneinerMahlzeit,mitetwasFlüssigkeit(z.B.einGlas

Wasser,keinGrapefruitsaft!)eingenommenwerden.Siedürfenwederzerkautnochzerteiltwerden.

ÜberdieDauerderAnwendungentscheidetderbehandelndeArzt.

12.Notfallmaßnahmen,SymptomeundGegenmittel

a)SymptomederIntoxikation

DasklinischeBildistinAbhängigkeitvomAusmaßderIntoxikationimWesentlichenvonkardiovaskulärenund

zentralnervösenSymptomengeprägt.ÜberdosierungkannzuschwererHypotonie,Bradykardiebiszum

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Herzstillstand,HerzinsuffizienzundkardiogenemSchockführen.ZusätzlichkönnenAtembeschwerden,

Broncho-spasmen,Erbrechen,Bewusstseinsstörungen,gelegentlichauchgeneralisierteKrämpfeauftreten.

b)TherapievonIntoxikationen

BeiÜberdosierungoderbedrohlichemAbfallvonHerzfrequenzund/oderBlutdruckmussdieBehandlungmit

Logimatabgebrochenwerden.

NebenallgemeinenMaßnahmenderprimärenGifteliminationmüssenunterintensivmedizinischen

BedingungendievitalenParameterüberwachtundggf.korrigiertwerden(Flüssigkeitssubstitution).

AlsGegenmittelkönnengegebenwerden:

-Atropin:

0,5-2,0mgintravenösalsBolus

-Glukagon:

initial1-10mgintravenös

-SympathomimetikainAbhängigkeitvonKörpergewichtundEffekt(Dopamin,Dobutamin,Isoprenalin,

Orciprenalin,Adrenalin).

BeitherapierefraktärerBradykardiesollteeinetemporäreSchrittmachertherapiedurchgeführtwerden.

BeiBronchospasmenkönnenß

-SympathomimetikaalsAerosol(beiungenügenderWirkungauchintravenös)

oderAminophyllinintravenösgegebenwerden.

BeigeneralisiertenKrampfanfällenempfiehltsichdielangsameintravenöseGabevonDiazepam.

13.PharmakologischeundtoxikologischeEigenschaften,Pharmakokinetikund

Bioverfügbarkeit,soweitdieseAngabenfürdietherapeutischeVerwendung

erforderlichsind

13.1PharmakologischeEigenschaften

Metoprololisteinschwachlipophilerß-RezeptorenblockermitrelativerSelektivitätzudenß

-Rezeptoren

(“Kardioselektivität”),dievorwiegendamHerzmuskellokalisiertsind.Metoprololhatkeineintrinsische

sympathomimetischeAktivität(ISA).DieSubstanzsenktinAbhängigkeitvonderHöhedesSympathikotonus

dieFrequenzundKontraktionskraftdesHerzens,dieAV-ÜberleitungsgeschwindigkeitunddiePlasma-Renin-

Aktivität.BeihöherenDosierungenhatMetoprololallerdingsaucheinenEinflußaufdieß

-Rezeptoren,z.B.der

BronchienundBlutgefäße.

FelodipingehörtzurStoffgruppederDihydropyridineundisteinsogenanntervasoselektiverCalciumantagonist.

Felodipinwirkt100malstärkeraufdieisolierte,spontanaktivePfortaderalsaufdenelektrischstimulierten

PapillarmuskeldesHerzens.DievasodilatierendeWirkungvonFelodipinbeschränktsichweitgehendaufdie

glattenMuskelzellenderperipherenpräkapillarenWiderstandsgefäßeunderstrecktsichnichtaufdievenösen

Kapazitätsgefäße.FelodipinhataucheinennatriuretischenunddiuretischenEffekt,derdurcheine

VerringerungderNatriumrückresorptioninderNierezustandekommt.DadurchverhindertFelodipindie

Natrium-undWasserrückresorption,diebeiderLangzeitbehandlungmitanderenVasodilatatorenzur

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Ödembildungführt.FelodipinerniedrigtdenrenalenGefäßwiderstand,dieglomeruläreFiltrationbleibt

unverändert.

DieKombinationbeiderWirkprinzipienlässteineAdditionderblutdrucksenkendenWirkungerwarten.

13.2ToxikologischeEigenschaften

Metoprolol:

AkuteToxizität

Maus:oralLD

870mg/kgKG

Ratte:oralLD

2500-3750mg/kgKG

WeitereAngaben:SieheZiffer12“Notfallmaßnahmen,Symptome,Gegenmittel”.

ChronischeToxizität

Hund:oral2x40mg/kgKGüber3MonateohnetoxischeSchädigung.

UntersuchungenzurchronischenToxizitätanverschiedenenTierspezieserbrachtenkeineHinweiseauf

substanzbedingtetoxischeEffekte.

Kanzerogenität

EsliegenErgebnissevonKanzerogenitätsstudienanRattenundMäusenvor,ausdenensichkein

kanzerogenesPotentialfürdenMenschenableitenlässt.

Mutagenität

MetoprololwurdekeinerausführlichenMutagenitätsprüfungunterzogen;bisherigeUntersuchungenergaben

keineHinweiseaufeinmutagenesPotential.

Reproduktionstoxikologie

UntersuchungenanzweiTierspezies(Ratte,Kaninchen)habenkeineHinweiseaufteratogeneEigenschaften

vonMetoprololergeben.

FürdenMenschenliegenkeineErkenntnisseüberdieSicherheiteinerAnwendungim1.und2.Trimesterder

Schwangerschaftvor.

Felodipin:

AkuteToxizität

NachoralerApplikationbeträgtdieLD

beiderMausca.250mg/kgKGundbeiderRatteca.2300mg/kgKG.

EswurdenkeineUnterschiedezwischendenGeschlechterngefunden.

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Nachi.v.-GabelagendieWertefürdieMausbei8,6mg/kgKG(männlich)undbei10,4mg/kgKG(weiblich).

DieentsprechendenWertebeiderRattewerdenmit6,8mg/kgKG(männlich)und6,4mg/kgKG(weiblich)

bestimmt.

ChronischeToxizität

DiechronischeToxizitätwurdebeiRatten(biszu12Monaten)undbeiHunden(biszu12Monaten)untersucht.

InbeidenTierartenwurdeeinedosisabhängigeZunahmederZonaglomerulosaderNebennieren,diealseine

ReaktionaufdendiuretischenEffektvonFelodipinangesehenwird,beobachtet.WeiblicheRatten,die48

mg/kgKGFelodipinbekamen,zeigteneindilatiertesundverdicktesColon.

BeiHundentratnachsechsmonatigerBehandlungmit1und2mg/kgKGFelodipin(zweimaltäglich

verabreicht)eineGingivahyperplasieauf,diebeieinerniedrigerenDosisvon0,3mg/kgKGFelodipin(über12

Monatezweimaltäglichverabreicht)nichtauftrat.

Kanzerogenität

EswurdenLangzeituntersuchungenanRattenundMäusendurchgeführt.

BeiderRattetratenbenigneinterstitielleZelltumore(Leydig-Zelltumore)auf.DieserspeziesabhängigeEffekt

basiertaufderendokrinologischenWirkungvonFelodipinbeiderRatte.

Mutagenität

In-vitroundIn-vivo-UntersuchungenzurInduktionvonGen-undChromosomenmutationenergabenkeinefür

diein-vivo-SituationrelevantenHinweiseaufeinemutageneWirkungvonFelodipin.

Reproduktionstoxikologie

WährendesbeiderRattedurcheineVerabreichungwährendderOrganogenesephasenichtzuSchädigungen

kam,lösteFelodipinbeimKaninchenabderniedrigstenuntersuchtenDosis(1,15mg/kgKG/Tag)Skelett-

anomalien(Zehendefekte)aus.AnomalienvonFingernundZehenwurdenauchbeiAffenbeobachtet.Abca.4

mg/kgKG/TagtratbeimKaninchenvermehrtEmbryoletalitätaufundeskamabhängigvonderDosisundvom

BehandlungszeitraumzuFrühgeburten.BeiderRattewurdenbeieinerVerabreichungvon3,8mg/kgKG/Tag

währendderPerinatalphaseeineVerlängerungderTragzeit,eineErschwerungdesGeburtsvorgangsund

damitverbundeneinegesteigerteTotgeburtsratebzw.Neugeborenensterblichkeitbeobachtet.Störungender

FertilitättratenbeiDosenimtherapeutischenBereichnichtauf.

FelodipingehtindieMuttermilchüber.

ToxizitätderKombination:

DieKombinationvonMetoprololsuccinatundFelodipinwurdeinderRelation9,5:1untersucht.

AkuteToxizität

Ratte:oralLD

2400mg/kgKG

Maus:oralLD

280mg/kgKG

ChronischeToxizität

Ratte:oral20/100/500mg/kgKGüber6Monate

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Hund:oral8/24/48mg/kgKGüber6Monate

DastoxikologischeProfilderKombinationvonFelodipinundMetoprololsuccinatistdemderbeiden

Einzelsubstanzensehrähnlich.EinePotenzierungderToxizitätvonMetoprololsuccinatoderFelodipinwurdein

dendurchgeführtenStudiennichtgefunden.EinleichtersynergistischerEffektinderakutenToxizitätbeider

Maus(nichtjedochbeiderRatte)wirdfürklinischnichtrelevanterachtet.

13.3Pharmakokinetik

MetoprololwirdnachoralerApplikationnahezuvollständig(ca.95%)ausdemGastrointestinaltraktresorbiert.

Aufgrundeinesausgeprägtenfirst-pass-MetabolismusliegtdiesynergistischeVerfügbarkeitbeica.35%.Die

Proteinbindungbeträgt10%,dasVerteilungsvolumen5,5l/kg.MetoprololwirdfastvollständiginderLeber

metabolisiert.ZweiderdreiHauptmetabolitenzeigenschwachß-rezeptorenblockierendeWirkungen.

DieEliminationerfolgtüberwiegendrenal(ca.95%).UnverändertesMetoprololmachtca.10%der

Gesamtausscheidungaus.

FelodipinwirdvomMenschenschnellundvollständigausdemGastrointestinaltraktresorbiert.Maximale

Blutplasmaspiegel(t

)werdenmitderRetardformulierungnach3-5Stundenerreicht.Felodipinwird

ausschließlichdurchMetabolisierunginderLeberinaktiviert.UnveränderteMuttersubstanzistimUrinnicht

nachweisbar.DiebeiderhepatischenBiotransformationgebildeteninaktiven,hydrophilenMetabolitenwerden

überwiegendrenalausgeschieden.DieEliminationvonFelodipinverläuftinmehrerenPhasen.Ungefähr50%

derwiedergewonnenenRadioaktivitätnachoralerGabewurdeimUrinmiteinerHalbwertszeitvon4Stunden

wiedergefunden.DiemittlereHalbwertszeitderrestlichenFraktionbetrugungefähr18Stunden.NachGabe

vonC 14 -Felodipinkannca.70%derradioaktivmarkiertenDosisimUrinwiedergefundenwerden.

KonstantePlasmaspiegelwerdenimAllgemeinennachca.3Tagenerreicht.DiePlasmaeiweißbindungbeträgt

>99%.TrotzderhohenEiweißbindungbeträgtdasVerteilungsvolumenca.10l/kgKG,sodasssichFelodipin

raschimextravasculärenGewebeverteilt.DietherapeutischwirksamenPlasmakonzentrationenliegen

zwischen2und30nmol/l.DieGesamtkörperclearancevonFelodipinliegtzwischen1bis1,5ml/min.Die

Gesamtplasmaclearancebeträgt823ml/minundistvomLeberblutflussabhängig.Beieingeschränkter

LeberfunktionwerdenbeidiesenPatientenerhöhtePlasmakonzentrationengemessen.

InfolgederhohenMetabolisierungsgeschwindigkeitundderhohenClearance-Rateistauchbeilängerfristiger

AnwendungfürFelodipinundseineMetabolitenkeineKumulationzuerwarten.Zwischender

blutdrucksenkendenWirkungvonFelodipinundderPlasmakonzentrationbestehteinegutelineareBeziehung.

FixkombinationversusfreieKombination

ZwischenfreierundfixerKombinationzeigtensichhinsichtlichC

undAUC

0-24h beiderWirksubstanzennach

single-dosekeinesignifikantenUnterschiede.Imsteady-statewarenfürdieFixkombinationgegenüberder

freienKombinationjedochsignifikant(p<0,05)größereAUC

0-24h beiderEinzelkomponentennachweisbar.

13.4Bioverfügbarkeit

DiebiologischeVerfügbarkeitvonMetoprololbeträgtaufgrundeinesFirst-pass-Effektesca.35%,dievon

Felodipin,dasebenfallseinemFirst-pass-Effektunterliegt,ca.15%.

14.SonstigeHinweise

Keine

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15.DauerderHaltbarkeit

EntsprechendderimLieferlandfestgelegtenHaltbarkeitsdauer.

DiesesArzneimittelsollnachAblaufdesVerfalldatumsnichtmehrangewendetwerden.

16.BesondereLager-undAufbewahrungshinweise

Keine.

17.DarreichungsformenundPackungsgrößen

28Retardtabletten

49Retardtabletten

98Retardtabletten

18.StandderInformation

November2000

19.NameoderFirmaundAnschriftdespharmazeutischenUnternehmers

Eurim-PharmArzneimittelGmbH

AmGänslehen4-6

83451Piding

Tel.:08651/704-0

Fax:08651/704-324

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