Lodoz 5 mg Filmtabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-09-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
bisoprololi fumaras, hydrochlorothiazidum
Verfügbar ab:
Merck (Schweiz) AG
ATC-Code:
C07BB07
INN (Internationale Bezeichnung):
bisoprololi fumaras, hydrochlorothiazidum
Darreichungsform:
Filmtabletten
Zusammensetzung:
bisoprololi fumaras 5 mg, hydrochlorothiazidum 6.25 mg, silica colloidalis anhydrica, magnesium stearas, cellulosum microcristallinum, maydis für amylum, calcium hydrogenophosphas, Überzug: polysorbatum 80, macrogolum 400, hypromellosum, E 172, E 171, für compresso Dunst.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Hypertonie
Zulassungsnummer:
56222
Berechtigungsdatum:
2003-08-05

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-09-2020

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-09-2020

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-09-2020

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-09-2020

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Lodoz® 2.5/5/10

Merck (Schweiz) AG

Was ist Lodoz und wann wird es angewendet?

Lodoz ist eine Kombination von 2 Wirkstoffen, Bisoprolol und Hydrochlorothiazid, zur Behandlung von

erhöhtem Blutdruck (Hypertonie). Die Wirkstoffe ergänzen sich gegenseitig.

Bisoprolol ist ein β1-selektiver Betablocker und senkt den erhöhten Blutdruck. Hydrochlorothiazid ist

ein Wirkstoff, der unter anderem zu einer vermehrten Salz- und Wasserausscheidung durch die Nieren

führt (Diuretikum), wodurch der Blutdruck gesenkt wird.

Lodoz darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Sie können den Behandlungserfolg in vielen Fällen deutlich unterstützen, wenn Sie Ihre Bewegungs-

und Essgewohnheiten nach den Empfehlungen Ihres Arztes ausrichten.

Das Auftreten von Nebenwirkungen (z.B. stark verlangsamter Herzschlag, zu niedriger Blutdruck oder

andere Krankheitszeichen wie zunehmende Atemnot, die auf eine Verschlechterung der Herzschwäche

hinweisen) kann zum Abbruch der Behandlung mit Lodoz führen.

Während der Therapie mit Lodoz sollte eine regelmässige Kontrolle des Salz- und Wasserhaushaltes

(insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium), sowie der Blutfette erfolgen. Patienten, die zuckerkrank

sind, sollten regelmässig, speziell zu Behandlungsbeginn, ihren Blutzucker kontrollieren, weil die

Wirkung der blutzuckersenkenden Arzneimittel durch Lodoz verstärkt werden kann. Bei Patienten, die

an Gicht leiden, muss regelmässig eine Kontrolle der Harnsäure erfolgen.

Wann darf Lodoz nicht eingenommen / angewendet werden?

Lodoz darf nicht eingenommen werden bei bestimmten Herzfunktionsstörungen (z.B. AV-Block 2. oder

3. Grades ohne Herzschrittmacher, Sinusknoten-Syndrom, sinuatrialer Block), bei akuter

Herzmuskelschwäche, bei plötzlicher Verschlechterung einer Herzmuskelschwäche, bei stark

verlangsamtem und unregelmässigem Herzschlag vor Therapiebeginn (Puls unter 50 Schlägen/Minute),

bei schweren Formen von peripheren Durchblutungsstörungen (z.B. der Beine und Hände) infolge

Arterienverengung, bei Schockzuständen (mit tiefem Blutdruck und Kreislaufversagen einhergehend),

bei unbehandelten Tumoren des Nebennierenmarks (Phäochromozytom), bei gewissen Störungen des

Stoffwechsels (metabolische Azidose), bei schweren Störungen des Salz- und Wasserhaushalts (z.B.

therapieresistenter Kaliummangel), bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, bei schwerem

Asthma, bei Gicht und bei schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck.

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf Bisoprolol, Hydrochlorothiazid, einen Hilfsstoff von Lodoz,

Thiazide oder Sulfonamide soll Lodoz nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Lodoz Vorsicht geboten?

·Falls Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder falls Sie während der Behandlung eine unerwartete

Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von

Lodoz), insbesondere über längere Zeit und in höherer Dosierung, kann zu einem erhöhten Risiko für

bestimmte Arten von Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, ‚weisser' Hautkrebs) führen.

Schützen Sie Ihre Haut vor Sonnenlicht und UV-Strahlen, solange Sie Lodoz anwenden, und

kontrollieren Sie Ihre Haut regelmässig, um Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unerwartete Veränderungen

zeigen zu können.

·Lodoz darf nur mit besonderer Vorsicht eingenommen werden bei gleichzeitiger Herzmuskelschwäche

(Herzinsuffizienz), gewissen Störungen der Herzfunktion (z.B. AV-Block 1. Grades), gewissen

Durchblutungsstörungen des Herzens (z.B. Prinzmetal-Angina), Leberfunktionsstörungen, peripheren,

arteriellen Durchblutungsstörungen, Schuppenflechte (Psoriasis) sowie bei längerem strengen Fasten.

Bei gleichzeitiger Desensibilisierungstherapie wegen Allergie/Heuschnupfen ist Vorsicht geboten.

·Falls Sie einen Sehkraftverlust bemerken oder Augenschmerzen auftreten, kann dies auf eine

Flüssigkeitsansammlung im Gefässbett des Auges zurückführbar sein (Aderhauterguss) oder auf eine

Druckzunahme im Auge. Dies kann nach Einnahme von Lodoz innerhalb von Stunden bis Wochen

auftreten und kann zu einem permanenten Sehkraftverlust führen, falls nicht rechtzeitig eine Behandlung

eingeleitet wird. Falls Sie eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie haben, ist das Risiko einen

Aderhauterguss zu erleiden möglicherweise erhöht. Kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt bzw.

Ihre Ärztin. Er bzw. sie wird Ihnen gegebenenfalls empfehlen die Behandlung abzusetzen.

·Beim Auftreten von Hautreaktionen nach Sonnenlichtbestrahlung wird empfohlen, die exponierten

Hautstellen entsprechend zu schützen. In schweren Fällen sollte die Therapie abgebrochen werden.

·Bei bestimmten Tumoren des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) darf Lodoz erst nach vorheriger

Gabe von Alpha-Rezeptoren-Blockern angewendet werden.

·Bei schweren Atemwegserkrankungen (mit Verengung der Atemwege, welche Symptome wie Atemnot

verursachen können, z.B. COPD).

·Bei Asthma kann eine Dosisanpassung von bronchienerweiternden Arzneimitteln notwendig werden.

·Bei Diabetikern mit stark schwankenden Blutzuckerwerten, bei der Kombination mit oralen

Antidiabetika oder Insulin ist Vorsicht geboten. Lodoz kann die Symptome eines stark erniedrigten

Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie), unter anderem den erhöhten Herzschlag, verschleiern oder

vermindern.

·Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) können durch Lodoz verdeckt

werden.

·Eine Langzeitanwendung von Lodoz kann zu einer Kalzium-Anreicherung (Hyperkalzämie) im Blut

führen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Zahlreiche andere Arzneimittel und Alkohol können bei gleichzeitiger Einnahme mit Lodoz die

blutdrucksenkende Wirkung verstärken oder abschwächen bzw. unerwünschte Wirkungen auslösen oder

verstärken. Bitte informieren Sie daher Ihren Arzt, Ihre Ärztin über alle Arzneimittel, die Sie

einnehmen.

·Die gleichzeitige Anwendung von Narkosemitteln kann eine verstärkte Blutdrucksenkung zur Folge

haben. Lodoz kann Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eingehen. Der Narkosearzt muss

deshalb vor einer Narkose über die Behandlung mit Lodoz informiert werden.

·Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium kann Lodoz die Ausscheidung von Lithium verringern und

so die unerwünschten Wirkungen von Lithium auf Herz und Nerven verstärken.

·Bei gleichzeitiger Anwendung von gewissen anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, wie z.B.

zentral wirksamen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, Kalzium-Antagonisten, Angiotensin-II-Rezeptor-

Blockern oder ACE-Hemmern, wurde eine verstärkte Blutdrucksenkung beobachtet.

·Bei gleichzeitiger Einnahme von Lodoz und Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika)

kann die dämpfende Wirkung auf das Herz verstärkt werden. Dies ist insbesondere bei Chinidin,

Amiodaron und Sotalol zu beachten. Ein gleichzeitiger Kaliummangel begünstigt das Auftreten von

Herzrhythmusstörungen.

·Die Kombination mit zu Kaliumverlusten führenden Arzneimitteln, wie gewisse Antibiotika (z.B.

Amphotericin B), Abführmittel oder Kortison, verstärkt das Risiko eines Kaliummangels und begünstigt

das Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Kortison kann die blutdrucksenkende Wirkung von Lodoz

vermindern.

·Bei gleichzeitiger Therapie mit Digitalispräparaten begünstigt ein Kaliummangel das Auftreten von

Digitalis-bedingten Nebenwirkungen wie z.B. Herzrhythmusstörungen.

·Die blutdrucksenkende Wirkung von Lodoz kann durch die gleichzeitige Gabe von bestimmten

Schmerz- und Rheumamitteln vermindert werden.

·Bestimmte andere blutdrucksenkende Arzneimittel, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Arzneimittel zur

Behandlung einer Depression wie z.B. Monoaminoxidasehemmer, Alkohol sowie Augentropfen zur

lokalen Behandlung des grünen Stars können zu verstärktem Blutdruckabfall führen.

·Bei Patienten mit hohen Harnsäurewerten kann das Risiko eines Gichtanfalls erhöht werden. Die

Wirkung von Gichtmitteln kann durch Lodoz abgeschwächt werden.

·Eine gleichzeitige Einnahme von gewissen Lipidsenkern (z.B. Colestyramin, Colestipol) kann die

Wirkung von Lodoz abschwächen.

·Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs ist Vorsicht geboten.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen auf die Blutdrucksenkung kann die Fähigkeit

zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn, bei einem Wechsel des Arzneimittels sowie im

Zusammenwirken mit Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden (Externa).

Darf Lodoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet werden?

Lodoz sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar notwendig.

Stillende Mütter sollten auf die Anwendung von Lodoz verzichten.

Wie verwenden Sie Lodoz?

Allgemeine Dosierungshinweise

Die Behandlung mit Lodoz wird vom Arzt bzw. der Ärztin individuell dem Patienten angepasst. Die

Filmtabletten sollten morgens nüchtern oder zum Frühstück unzerkaut mit etwas Flüssigkeit

eingenommen werden. Es ist auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu achten. Es liegen wenige

Erfahrungen zur Anwendung von Lodoz bei Kindern und Jugendlichen vor. Deshalb wird Lodoz für die

Behandlung von Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen. Für ältere Patienten, sowie für Patienten

mit leichten bis mittelschweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung

notwendig.

Spezielle Dosierungshinweise

In der Regel beträgt die Anfangsdosierung einmal täglich eine Filmtablette Lodoz 2.5. Bei

unzureichender blutdrucksenkender Wirkung kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Dosis stufenweise auf

eine Filmtablette Lodoz 5 bzw. auf eine Filmtablette Lodoz 10 einmal täglich erhöhen.

Vorgehen bei vergessenen Tabletten

Falls Sie die Einnahme von Lodoz vergessen haben, so dürfen Sie das nicht durch die Einnahme der

doppelten Menge Filmtabletten kompensieren. Sie führen die Therapie wie gewohnt und von Ihrem Arzt

oder Ihrer Ärztin verordnet fort.

Unterbruch oder Beendigung der Behandlung

Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Lodoz nicht ohne vorherige Absprache mit

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Besonders bei Patienten mit gewissen Durchblutungsstörungen des

Herzens (koronare Herzkrankheit, Angina pectoris) sollte die Behandlung nicht plötzlich, sondern

schrittweise beendet werden, um eine mögliche Verschlechterung des Zustandes durch das Absetzen von

Lodoz zu vermeiden.

Vorgehen bei Überdosierung

Bei einer Überdosierung benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Diese können

entsprechend der Schwere der Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Massnahmen

entscheiden.

Die häufigsten Zeichen einer Überdosierung mit Lodoz sind verlangsamter Herzschlag (Bradykardie),

plötzlich auftretende Atemprobleme (Bronchialverkrampfung), starker Blutdruckabfall, plötzlich

auftretende Herzprobleme (akute Herzmuskelschwäche) und bei Diabetikern Unterzuckerung

(Hypoglykämie). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie über die weitere Behandlung genau orientieren.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Lodoz haben?

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Erschöpfungszustände (Fatigue), Schwindel, Kopfschmerzen und Schwitzen. Diese Erscheinungen

treten insbesondere zu Behandlungsbeginn auf, sind meist leichter Natur und verschwinden im weiteren

Verlauf der Behandlung.

Taubheit und Kältegefühl in den Extremitäten, Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Erbrechen,

Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Allgemeine Schwäche (Asthenie), Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Appetitverlust, Erhöhung

der Blutfettwerte, der Blutharnsäurewerte sowie der Blutzuckerwerte, Störungen des Wasser- und

Elektrolythaushalts (z.B. Verminderung der Kalium- und Natriumwerte im Blut), Muskelschwäche,

Muskelkrämpfe, verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), verstärkter Blutdruckabfall, erhöhter

Atemwiderstand bei Patienten mit Asthma und chronischen Atemwegserkrankungen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Gesteigerte Traumaktivität, Halluzinationen, Mundtrockenheit, Überempfindlichkeitsreaktionen der

Haut wie Jucken, Rötung, Ausschlag, Gesichts- oder Halsschwellung (Angioödem) oder Sonnenallergie,

reduzierter Tränenfluss (bei Kontaktlinsenträgern zu beachten), Sehstörungen, Kreislaufkollaps,

allergischer Schnupfen, Gelbsucht, Potenzstörungen, Hörstörungen, Blutbildveränderungen.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Reduzierung der Säure im Blut (metabolische Alkalose), Schmerzen in der Brust, Bindehautentzündung

des Auges (Konjunktivitis), Entzündung der Bauchspeicheldrüse, kreisrunder Haarausfall, Auslösung

bzw. Verschlechterung einer Schuppenflechte (Psoriasis), Immunkrankheiten der Haut (kutaner Lupus

erythematodes), Verminderung der weissen Blutkörperchen (Agranulozytose).

Häufigkeit unbekannt

Lungenfibrose (interstitielle Lungenerkrankung), Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, ‚weisser'

Hautkrebs), Aderhauterguss.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker

bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Lodoz beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Nicht über 25°C lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen

verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lodoz enthalten?

Wirkstoffe

Lodoz 2.5: 2.5 mg Bisoprololfumarat (2:1) und 6.25 mg Hydrochlorothiazid

Lodoz 5: 5 mg Bisoprololfumarat (2:1) und 6.25 mg Hydrochlorothiazid

Lodoz 10: 10 mg Bisoprololfumarat (2:1) und 6.25 mg Hydrochlorothiazid

Hilfsstoffe

Tablettenkern: Magnesiumstearat, Maisstärke, vorverkleisterte Stärke (Filmtabletten zu 2.5 mg),

mikrokristalline Cellulose, Calciumhydrogenphosphat, Crospovidon (Filmtabletten zu 2.5 mg),

hochdisperses Siliciumdioxid (Filmtabletten zu 5 mg resp. 10 mg)

Filmüberzug: Polysorbat 80, Macrogol 400, Hypromellose

Filmtabletten zu 2.5 mg: Color: Titandioxid (E171), Eisenoxid gelb (E172)

Filmtabletten zu 5 mg: Color: Titandioxid (E171), Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E172)

Filmtabletten zu 10 mg: Color: Titandioxid (E171)

Zulassungsnummer

56222 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Lodoz? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Lodoz in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es sind jeweils Packungen mit 30 oder 100 Filmtabletten erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Merck (Schweiz) AG, Zug

Diese Packungsbeilage wurde im September 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Fachinformation

Lodoz® 2,5/5/10

Merck (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Bisoprololi fumaras (2:1); Hydrochlorothiazidum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Runde Filmtablette zu 2.5 mg bzw. 5 mg bzw. 10 mg Bisoprololfumarat und jeweils 6.25 mg

Hydrochlorothiazid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Essentielle Hypertonie.

Dosierung/Anwendung

Allgemeine Dosierungsanweisungen

Die Behandlung mit Lodoz sollte individuell dem Patienten angepasst werden, beginnend mit einer

niedrigen Dosierung, die langsam und schrittweise erhöht wird. Lodoz sollte morgens vor oder zum

Frühstück unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden. Es ist auf eine ausreichende

Flüssigkeitsaufnahme (>1.5 l/Tag) zu achten.

Die Behandlung mit Lodoz ist im Allgemeinen eine Langzeittherapie.

Übliche Dosierung

In der Regel beträgt die Anfangsdosierung einmal täglich eine Filmtablette Lodoz 2.5. Bei

unzureichender antihypertensiver Wirkung kann die Dosis schrittweise auf 1 Filmtablette Lodoz 5

bzw. auf Lodoz 10 einmal täglich erhöht werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz

Bei leichter oder mittelschwerer Nieren- (Serumkreatinin <1.8 mg/100 ml oder Kreatinin-Clearance

>30 ml/min) oder Leberinsuffizienz ist keine Dosisanpassung notwendig.

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung notwendig.

Kinder und Jugendliche

Es liegen wenig pädiatrische Erfahrungen mit Lodoz vor. Deshalb wird Lodoz für Patienten unter 18

Jahren nicht empfohlen.

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegenüber Bisoprolol, Hydrochlorothiazid, anderen Thiaziden, Sulfonamiden

oder einem Hilfsstoff;

·Schweres Asthma bronchiale;

·Akute Herzinsuffizienz sowie Episoden dekompensierter Herzinsuffizienz, die eine parenterale,

inotropische Therapie erfordern;

·AV-Block 2. oder 3. Grades (ohne Herzschrittmacher);

·Sinusknoten-Syndrom;

·Sinuatrialer Block;

·Kardiogener Schock;

·Symptomatische Bradykardie mit weniger als 50 Schlägen pro Minute vor Therapiebeginn;

·Schwere Form von peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder schwere Form von Raynaud-

Syndrom;

·Unbehandeltes Phäochromozytom;

·Schwere Nierenfunktionsstörungen (Serumkreatinin >1.8 mg/100 ml und/oder Kreatinin-Clearance

<30 ml/min);

·Schwere Leberfunktionsstörungen;

·Metabolische Azidose;

·Schwere Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes (z.B. therapieresistente Hypokaliämie);

·Gicht;

·Hypertonie während der Schwangerschaft im Verlauf einer Präeklampsie oder EPH-Gestose.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Lodoz darf nur mit Vorsicht verabreicht werden bei

·Gleichzeitiger Herzinsuffizienz;

·Strengem Fasten;

·AV-Block 1. Grades;

·Prinzmetal-Angina;

·Leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörungen;

·Peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Insbesondere bei Behandlungsbeginn kann eine

Verstärkung der Beschwerden eintreten.

Akute Myopie und sekundäres Winkelblockglaukom

Hydrochlorothiazid, ein Sulfonamid, kann idiosynkratische Reaktionen hervorrufen, welche zu

akuter transienter Myopie oder zu akutem Winkelblockglaukom führen können. Dies äussert sich in

akut verminderter Sehschärfe oder Augenschmerz, welche typischerweise innerhalb von Stunden bis

Wochen nach Beginn der Medikamentengabe auftreten. Unbehandelte akute Winkelblockglaukome

können zu permanentem Visusverlust führen. Die Initialbehandlung besteht im schnellstmöglichen

Absetzen des Hydrochlorothiazids. Chirurgische und medizinische Massnahmen müssen in Betracht

gezogen werden, sollte der intraokulare Druck auf andere Weise unkontrollierbar bleiben. Ein

Risikofaktor für die Entstehung eines Winkelblockglaukoms unter der Behandlung mit

Hydrochlorothiazid könnte eine vorbestehende Sulfonamid- oder Penicillin-Allergie sein.

Stoffwechselerkrankungen

·Diabetes mellitus mit stark schwankenden Blutzuckerwerten. Bei der Therapie mit β1-selektiven

Rezeptorenblockern ist das Risiko der Beeinflussung des Kohlenhydratstoffwechsels oder der

Maskierung der Symptome einer Hypoglykämie (Tachykardie, Palpitationen oder Schwitzen)

geringer als bei der Therapie mit nichtselektiven β-Rezeptorenblockern. Trotzdem ist Vorsicht

geboten.

·Bei hyperurikämischen Patienten kann das Risiko eines Gichtanfalles erhöht werden. Es ist auf

ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

·Die Symptome einer Thyreotoxikose können durch Bisoprolol maskiert werden.

Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes

·Eine Langzeitanwendung von Hydrochlorothiazid kann zu Störungen im Flüssigkeits- und

Elektrolythaushalt führen, speziell zu Hypokaliämie und Hyponatriämie, aber auch zu

Hypomagnesiämie, Hypochlorämie und Hyperkalzämie. Hypokaliämie erleichtert das Auftreten von

schweren Arrhythmien, speziell Torsades de pointes, welche tödlich enden können.

·Hypovolämie als Folge von Diuretika-induzierten Wasser- und Natrium-Verlusten kann bei

Therapiebeginn zu einer Abnahme der glomerulären Filtration und damit zu einem Anstieg von

Harnstoff und Serumkreatinin führen. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion ist diese

vorübergehende Einschränkung der Nierenfunktion bedeutungslos. Sie kann aber zu einer

Verschlechterung einer vorbestehenden Niereninsuffizienz führen.

·Während einer Langzeittherapie mit Lodoz ist eine Überwachung der Serumelektrolyte (v.a.

Kalium, Natrium und Kalzium), von Serumkreatinin, Harnstoff, der Serumlipide (Cholesterin,

Triglyceride), der Harnsäure sowie der Blutglukose empfohlen.

Sonstige Vorsichtsmassnahmen

·Bisoprolol kann, wie alle β-Blocker, die Sensibilität gegenüber Allergenen erhöhen, was zu einem

schwereren Verlauf bei anaphylaktischem Schock führen kann. Das muss auch bei einer

Desensibilisierungstherapie beachtet werden. Eine Adrenalin Behandlung zeigt nicht immer die

gewünschte therapeutische Wirkung.

·Beim Auftreten von Photosensitivitätsreaktionen wird empfohlen, die exponierten Hautstellen vor

Sonnenlicht und UVA-Strahlung zu schützen. In schweren Fällen kann es notwendig sein, die Lodoz

Therapie abzubrechen.

·Bei Patienten mit Psoriasis oder Psoriasis in der Anamnese sollten β-Blocker (z.B. Bisoprolol) nur

nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko Verhältnisses angewendet werden.

·Bei Phäochromozytom darf Bisoprolol erst nach α-Blockade gegeben werden.

·Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): Auf Grund seiner relativen β1-Selektivität kann

Bisoprolol mit Vorsicht bei Patienten mit COPD eingesetzt werden, wenn dies klinisch erforderlich

ist. In diesem Fall sollte die Behandlung mit der geringstmöglichen Dosis Bisoprolol begonnen

werden. Es sollte eine begleitende bronchodilatorische Therapie erfolgen.

·Asthma bronchiale: Es sollte eine begleitende bronchodilatorische Therapie erfolgen. Gelegentlich

kann eine Zunahme des Atemwegwiderstandes bei Patienten mit Asthma auftreten und daher eine

Dosiserhöhung des β2-Sympathomimetikums erforderlich machen; in Fällen von schwerem Asthma

bronchiale ist Lodoz kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

·Wegen potentiellen Interaktionen mit anderen Arzneimitteln muss der Anästhesist vor einer Narkose

über die Behandlung mit Lodoz in Kenntnis gesetzt werden. Falls die Therapie unterbrochen werden

muss, so ist die Dosis schrittweise zu reduzieren und Lodoz bis spätestens 48 Stunden vor

Narkosebeginn abzusetzen.

·Abhängigkeit: Gewöhnungseffekte sind bisher nicht beobachtet worden.

Beendigung der Therapie

Die Behandlung sollte, insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, nicht abrupt beendet

oder unterbrochen werden, da dies zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten

führen kann (schwere Arrhythmien, Myokardinfarkt oder plötzlicher Herztod). Die Dosis sollte

schrittweise über ein bis zwei Wochen reduziert werden. Gleichzeitig sollte gegebenenfalls eine

entsprechende Therapie eingeleitet werden, um eine Verschlechterung einer Angina pectoris zu

vermeiden.

Interaktionen

Bisoprolol

·Vorsicht bei oralen Antidiabetika und Insulin: Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung. In

einer 2-wöchigen plazebokontrollierten cross-over Studie an nicht-insulinpflichtigen Diabetikern

(unter oralen Antidiabetika) mit essentieller Hypertonie wurde gezeigt, dass Bisoprolol in einer

wirksamen Dosierung keinen Einfluss auf den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel in diesem

Patientenkollektiv hat. Langzeitdaten fehlen. Regelmässige Blutzuckerkontrollen sind erforderlich.

Die antidiabetische Behandlung sollte im Rahmen dieser Kontrollen überprüft werden. Die

Warnsymptome einer Hypoglykämie, besonders die Tachykardie, können durch β-Blocker

verschleiert oder vermindert werden. Bei der Therapie mit β1-selektiven Rezeptorenblockern wie

Bisoprolol ist das Risiko der Beeinflussung des Kohlenhydratstoffwechsels oder der Maskierung

einer Hypoglykämie geringer als bei der Therapie mit nicht-selektiven β-Blockern.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Anästhetika: Es kann eine Reflextachykardie

abgeschwächt und das Risiko für eine Hypotonie erhöht werden.

·Eine gleichzeitige Anwendung von Calciumantagonisten vom Verapamil- und in geringerem Masse

vom Diltiazem-Typ ist nicht empfohlen: Negative Beeinflussung der Kontraktibilität und

atrioventrikulären Erregungsleitung. Die intravenöse Verabreichung von Verapamil oder

Antiarrhythmika sollte während der Behandlung mit Bisoprolol unterbleiben, um starke Hypotonie

und AV-Blockierung zu vermeiden. Bei gleichzeitiger oraler Anwendung von Bisoprolol und

Calciumantagonisten vom Verapamil- bzw. Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika ist eine

sorgfältige Überwachung bezüglich kardiodepressiver Effekte angezeigt.

·Vorsicht bei Klasse I Antiarrhythmika (z.B. Chinidin): Sie können den Effekt auf die AV-

Überleitungszeit potenzieren sowie die negativ inotrope Wirkung der β-Rezeptorenblocker

verstärken. Die Chinidinausscheidung kann vermindert werden.

·Vorsicht bei Klasse III Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron): Sie können den Effekt auf die AV-

Überleitungszeit verstärken.

·Vorsicht bei Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (z.B. Nifedipin, Amlodipin): Das

Hypotonierisiko kann zunehmen und die ventrikuläre Pumpfunktion bei herzinsuffizienten Patienten

kann sich verschlechtern.

·Eine gleichzeitige Anwendung von zentral wirksamen Antihypertensiva (Reserpin, α-Methyldopa,

Clonidin, Moxonidin) wird nicht empfohlen: Die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol wird

verstärkt durch eine weitere Verlangsamung der Herzfrequenz, der Herzleistung sowie durch eine

Vasodilatation. Unvermitteltes Absetzen eines zentral wirksamen Antihypertensivums während einer

Bisoprolol Therapie kann das Risiko für das Auftreten von «Rebound»-Hypertonie vergrössern.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Verabreichung von anderen Antihypertensiva oder Arzneimitteln mit

blutdrucksenkenden Eigenschaften (z.B. trizyklische Antidepressiva, Barbiturate, Phenothiazine,

Alkohol), einschliesslich Augentropfen zur Glaukombehandlung: Es besteht ein erhöhtes Risiko für

eine Hypotonie.

·Bei gleichzeitiger Anwendung von Monoaminoxidase-Inhibitoren (ausser MAO-B Inhibitoren) ist

der verstärkte blutdrucksenkende Effekt von β-Blockern, aber auch das Risiko einer hypertensiven

Krise zu beachten.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Parasympathomimetika: Die AV-Überleitungszeit und

das Bradykardierisiko können erhöht werden.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Gabe von Prostaglandin-Synthesehemmern, wie z.B. Salicylaten oder

anderen nicht-steroidalen Antirheumatika (z.B. Indometacin): Die blutdrucksenkende Wirkung

könnte vermindert werden. Bei Patienten mit Hypovolämie kann die gleichzeitige Anwendung von

nicht-steroidalen Antirheumatika ein akutes Nierenversagen hervorrufen. Bei hochdosierter

Salicylat-Therapie kann die toxische Wirkung des Salicylates auf das zentrale Nervensystem

verstärkt werden.

·Die gleichzeitige Einnahme von Ergotaminderivaten und β-Blockern kann zu einer Verstärkung

peripherer Durchblutungsstörungen führen.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von β-Sympathomimetika: Die Wirkung von beiden

Substanzen kann vermindert sein. Die Kombination von unspezifischen Sympathomimetika (z.B.

Adrenalin) mit Bisoprolol kann zu einer Erhöhung des Blutdruckes sowie zu einer Verschlimmerung

einer Claudicatio intermittens führen. Diese Interaktionen treten vor allem mit nicht-selektiven β-

Blockern auf.

·Bei gleichzeitiger Anwendung von Mefloquin ist zu beachten, dass das Risiko eine Bradykardie zu

entwickeln, erhöht ist.

Hydrochlorothiazid

·Vorsicht bei der gleichzeitigen Anwendung von Muskelrelaxantien vom Curare-Typ:

Thiazidderivate können die Wirkungen von Muskelrelaxantien vom Curare-Typ verstärken oder

verlängern.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Methyldopa: Es kann in vereinzelten Fällen wegen

Antikörperbildung gegen Hydrochlorothiazid zu einer Hämolyse kommen.

·Vorsicht bei einer unter Lodoz auftretenden Hypokaliämie und/oder Hypomagnesiämie: Die

Empfindlichkeit des Myokards für Herzglykoside kann erhöht sein, was zu einer

Wirkungsverstärkung sowie zu verstärkten Nebenwirkungen (z.B. Herzrhythmusstörungen) führen

kann. β-Blocker in Kombination mit Herzglykosiden können die AV-Überleitungszeit verlängern

und eine Bradykardie verstärken.

·Vorsicht bei Patienten mit Natriummangel (speziell bei Verengung der Nierenarterie): Es besteht

das Risiko für einen massiven Blutdruckabfall und/oder für ein akutes Nierenversagen zu Beginn der

Therapie mit ACE Hemmern (z.B. Captopril, Enalapril) oder mit Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten. Falls der Natriummangel durch ein Diuretikum verursacht worden ist, so muss das

Diuretikum entweder 3 Tage vor Therapiebeginn mit einem ACE Hemmer abgesetzt werden, oder

der ACE Hemmer muss einschleichend dosiert werden.

·Vorsicht mit Arzneimitteln, die Torsades de pointes auslösen können (z.B. Antiarrhythmika wie

Chinidin, Amiodaron oder Sotalol, aber auch Erythromycin, Pentamidin, Vincamin): Eine

Hypokaliämie kann das Auftreten von Torsades de pointes erleichtern.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Urikosurika: Die Wirkung kann durch Lodoz

abgeschwächt werden.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Glukokortikoiden bzw. Laxantien oder gewissen

Antibiotika (z.B. Amphotericin B): Es kann zu einem Kaliummangel und zu Herzrhythmusstörungen

kommen.

·Eine gleichzeitige Anwendung von Lithium wird nicht empfohlen, da Lodoz durch eine Reduktion

der Lithiumausscheidung die kardiotoxische und neurotoxische Wirkung von Lithium verstärken

kann.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Colestyramin oder Colestipol: Wegen reduzierter

Resorption von Hydrochlorothiazid kann die blutdrucksenkende Wirkung von Lodoz vermindert

sein.

·Bei gleichzeitiger Einnahme von Corticosteroiden ist zu beachten, dass der blutdrucksenkende

Effekt von Lodoz vermindert sein kann.

·Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil,

Methotrexat): Die Knochenmarkstoxizität kann erhöht sein.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

β-Blocker reduzieren die plazentare Durchblutung, was mit Wachstumsverzögerung, intrauterinem

Tod, Abort oder Frühgeburt in Verbindung gebracht wird. Unerwünschte Wirkungen (z.B.

Hypoglykämie, Bradykardie) können beim Fötus/Neugeborenen auftreten. Wenn eine Behandlung

mit β-Blockern notwendig ist, sollten β1-selektive Rezeptorenblocker angewendet werden.

Hydrochlorothiazid passiert die Plazentaschranke und kann die föto-plazentare Durchblutung

vermindern und eine Hypotrophie des Föten bedingen. Es wird vermutet, dass Hydrochlorothiazid

eine fötale Thrombozytopenie verursachen kann.

Lodoz sollte deshalb während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar

notwendig. Da Thiazide eine Präeklampsie oder EPH-Gestose (engl. Edema, Proteinuria,

Hypertension) nicht verhindern und ihren Verlauf nicht beeinflussen, dürfen sie hier nicht eingesetzt

werden.

Stillzeit

Die Ausscheidung von Bisoprolol mit der Milch stillender Frauen ist noch nicht direkt bestimmt

worden. Im Tierversuch wurden maximal 2% einer Dosis in der Milch gefunden.

Hydrochlorothiazid wird mit der Milch stillender Frauen ausgeschieden und kann eine Reduktion der

Milchsekretion, unerwünschte Wirkungen (Hypokaliämie) und Überempfindlichkeitsreaktionen

aufgrund von Sulfonamideigenschaften beim Neugeborenen hervorrufen.

Stillende Mütter sollten auf die Anwendung von Lodoz verzichten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen auf die Blutdrucksenkung kann die

Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn und Wechsel des

Arzneimittels sowie im Zusammenwirken mit Alkohol. Gezielte Untersuchungen haben jedoch

ergeben, dass eine direkte Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch den selektiven β1-

Rezeptorenblocker Bisoprolol nicht zu befürchten ist.

Unerwünschte Wirkungen

Im Folgenden sind die unerwünschten Wirkungen aufgelistet, die nach Einnahme von Lodoz

auftreten können. Die Häufigkeiten sind folgendermassen definiert: sehr häufig: ≥10%; häufig: ≥1%,

<10%; gelegentlich: ≥0.1%, <1%; selten ≥0.01%, <0.1%; sehr selten: <0.01%.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Selten: Leukopenie, Thrombozytopenie.

Sehr selten: Agranulozytose.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hypertriglyzeridämie, Hypercholesterinämie, Glukosurie, Hyperglykämie,

Hyperurikämie, Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts (insbesondere Hypokaliämie und

Hyponatriämie, Hypomagnesiämie, Hypochlorämie und Hyperkalzämie).

Sehr selten: metabolische Alkalose.

Psychische Störungen

Gelegentlich: Depression, Schlafstörungen.

Selten: gesteigerte Traumaktivität, Halluzinationen.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Fatigue, Schwindel, Kopfschmerzen, Schwitzen. Diese Erscheinungen treten insbesondere

bei Behandlungsbeginn auf, sind i.d.R. milder Natur und verschwinden meist nach 1-2 Wochen

Therapie.

Taubheit und Kältegefühl in den Gliedmassen.

Gelegentlich: Asthenie.

Selten: Mundtrockenheit.

Augenleiden

Selten: reduzierter Tränenfluss (bei Kontaktlinsenträgern zu beachten), Sehstörungen.

Sehr selten: Konjunktivitis.

Funktionsstörungen des Ohres und des Innenohres

Selten: Beeinträchtigung des Hörvermögens.

Herz-Kreislaufstörungen

Gelegentlich: Verstärkter Blutdruckabfall, Bradykardie, atrioventrikuläre

Erregungsleitungsstörungen, Verschlechterung einer Herzinsuffizienz, orthostatische Hypotonie. Bei

Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (Claudicatio intermittens, Raynaud-Syndrom)

kann es zu einer Verstärkung der Beschwerden kommen.

Selten: Synkope.

Sehr selten: Schmerzen in der Brust.

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Gelegentlich: Bronchospasmen bei Patienten mit Asthma oder chronisch obstruktiven

Atemwegserkrankungen.

Selten: Allergische Rhinitis.

Häufigkeit unbekannt: Interstitielle Lungenerkrankung.

Gastrointestinale Beschwerden

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhöe, Obstipation, Bauchschmerzen.

Gelegentlich: Appetitverlust, abdominale Beschwerden, erhöhte Amylasewerte.

Sehr selten: Pankreatitis.

Funktionsstörungen der Leber und Galle

Selten: Erhöhte Leberenzyme (GOT, GPT), Hepatitis, Ikterus.

Störungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (Pruritus, Rötung, Hautausschlag, photo-allergisches

Exanthem, Purpura, Urtikaria).

Sehr selten: Alopezie, kutaner Lupus erythematodes.

β-Blocker können das Auftreten bzw. die Verschlechterung einer Psoriasis oder eines Psoriasis-

ähnlichen Hautausschlags bewirken.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Gelegentlich: Muskelschwäche und Krämpfe.

Funktionsstörungen des Urogenitaltraktes

Gelegentlich: Reversible Erhöhung von Serumkreatinin und -harnstoff.

Selten: Potenzstörungen.

Überdosierung

Überdosierung eines β-Blockers kann zu Blutdruckabfall, Bradykardie, Bronchospasmen, akuter

Herzinsuffizienz und Hypoglykämie führen. Nach Einnahme einer hohen Einzeldosis Bisoprolol

wurden grosse inter-individuelle Unterschiede festgestellt, wobei Patienten, die unter

Herzinsuffizienz leiden, wahrscheinlich besonders empfindlich reagieren. Das klinische Bild einer

akuten oder chronischen Überdosierung von Hydrochlorothiazid wird durch den Elektrolyt- und

Flüssigkeitsverlust bestimmt. Die häufigsten Symptome sind Benommenheit, Übelkeit, Schläfrigkeit,

Hypovolämie, Blutdruckabfall und Hypokaliämie. Nach akuter Überdosierung wird die Behandlung

mit Lodoz unterbrochen und es werden unterstützende sowie symptomatische Massnahmen

empfohlen. Die wenigen zur Verfügung stehenden Daten lassen auf eine sehr schlechte

Dialysierbarkeit von Bisoprolol schliessen. Zur Hämodialyse von Hydrochlorothiazid liegen keine

Daten vor.

Folgende Gegenmittel können intravenös gegeben werden

·Atropin: 1-2 mg als Bolus

·Glukagon: 10 mg langsam als Bolus, anschliessend 1-10 mg/h als Dauerinfusion

·Danach bei Bedarf: Dobutamin 2.5-10 µg/kg/min.

Sollten weitere Beschwerden auftreten, sind diese in Abhängigkeit des Schweregrades

symptomatisch zu behandeln.

Kardiale Dekompensation von Neugeborenen, deren Mütter mit β-Blockern behandelt worden sind

·Glukagon 0.3 mg/kg

·Intensivmedizinische Betreuung

·Dobutamin: Die hohe Dosierung, die üblicherweise erforderlich ist, und die Dauer der Behandlung

bedürfen einer besonderen Überwachung in entsprechend spezialisierten Einrichtungen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C07BB07

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Bisoprolol ist ein selektiver β1-Rezeptorenblocker und besitzt weder intrinsische stimulierende noch

relevante membranstabilisierende Eigenschaften. Dieser hohen Affinität zu β1-Rezeptoren steht die

geringe Affinität zu β2-Rezeptoren der glatten Muskulatur der Bronchien und Gefässe sowie der β2-

Rezeptoren der Stoffwechselregulation gegenüber. Deshalb ist nicht zu erwarten, dass Bisoprolol,

zumindest in den geringen Dosen bei Herzinsuffizienz, den Atemwegwiderstand oder den β2-

abhängigen Metabolismus beeinflusst. Die β1-Selektivität ist über den gesamten therapeutischen

Dosisbereich gewährleistet. Bisoprolol hat bei Langzeitanwendung keine negativ inotrope Wirkung.

Über die selektive Blockade der β1-Rezeptoren und des Sympathikus wird eine Verminderung des

Herz-Minuten-Volumens sowie eine Senkung des Blutdruckes bewirkt.

Unter Langzeitbehandlung fällt der zu Beginn erhöhte periphere Widerstand. Durch die Blockade der

kardioselektiven β1-Rezeptoren vermindert Bisoprolol die Reaktionsempfindlichkeit auf

sympathoadrenerge Reize.

Hydrochlorothiazid ist ein Thiazid-Diuretikum mit antihypertensiver Wirkung. Die diuretische

Wirkung beruht auf einer Hemmung der aktiven Natriumresorption im distalen Tubulus.

In klinischen Studien konnte eine additive antihypertensive Wirkung der beiden Substanzen

nachgewiesen werden. Schon die niedrigste eingesetzte Dosis, Bisoprolol 2.5 mg plus

Hydrochlorothiazid 6.25 mg, erwies sich als signifikant wirksam in der Therapie der milden bis

mittelschweren Hypertonie.

Die pharmakodynamischen unerwünschten Wirkungen der Einzelsubstanzen, einschliesslich

Hypokaliämie (Hydrochlorothiazid), Bradykardie und Erschöpfung (Bisoprolol), sind dosisabhängig.

Die Kombination der beiden Wirkprinzipien mit der Hälfte bzw. einem Viertel der in der

Monotherapie verwendeten Dosierungen (2.5 mg/6.25 mg) soll diese Effekte minimieren.

Klinische Wirksamkeit

Bei allen unten aufgeführten klinischen Studien wurde eine «pre-inclusion»-‚ bzw. «wash-out»-

Periode über jeweils 4-6 Wochen unter Placebo durchgeführt.

Die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Lodoz wurde in 2 placebo-kontrollierten Studien an

1059 Patienten untersucht. Dabei wurde durch die Kombination der beiden Wirkstoffe Bisoprolol

und Hydrochlorothiazid eine statistisch signifikant höhere antihypertensive Wirkung erzielt als mit

der Gabe der Einzelkomponenten in gleicher Dosierung bzw. der Gabe von Placebo.

In weiteren klinischen Studien wurde der antihypertensive Effekt von Lodoz im Vergleich zu

anerkannten Referenzpräparaten anderer therapeutischer Klassen untersucht:

In einer europäischen Studie erhielten 150 Patienten einmal täglich Lodoz 2.5, während 154

Patienten einmal täglich mit dem ACE-Hemmer Enalapril (20 mg/d) behandelt wurden. Lodoz 2.5

reduzierte dabei den diastolischen Blutdruck statistisch signifikant stärker (p = 0.005) als die

Referenzbehandlung mit Enalapril.

Diese Resultate wurden durch 2 weitere klinische Studien (n=541) bestätigt, die gegen

Referenzpräparate durchgeführt wurden. Die Therapie mit Lodoz erwies sich dabei als ebenso

wirksam wie eine vergleichbare Behandlung mit dem Kalziumantagonisten Amlodipin und zeigte

einen statistisch signifikant stärkeren antihypertensiven Effekt als die Behandlung mit Enalapril (p

<0.01).

Pharmakokinetik

Bisoprolol

Absorption

Bisoprolol wird rasch und fast vollständig (>90%) aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert und weist

nur einen geringen First-Pass-Effekt auf (<10%). Maximale Plasmakonzentrationen werden ca. 2-3

Stunden nach oraler Gabe erreicht. Die Bioverfügbarkeit ist hoch (ca. 90%) und

nahrungsunabhängig. In einem Dosisbereich von 5-20 mg liegt eine lineare Kinetik vor.

Distribution

Die Plasmaproteinbindung von Bisoprolol beträgt etwa 30%.

Als mässig lipophile Substanz mit einem Verteilungskoeffizienten von 4.8 weist Bisoprolol bei

niedriger Plasmaproteinbindung ein mittelgrosses Verteilungsvolumen auf. Das Verteilungsvolumen

für Bisoprolol wurde nach i.v.-Applikation zu 3.2 ± 0.2 l/kg Körpergewicht bestimmt. Die

Pharmakokinetik von Bisoprolol ist somit unabhängig von der Proteinbindung. Pharmakokinetische

Interaktionen mit anderen Arzneimitteln auf der Basis einer Verdrängung aus der

Plasmaproteinbindung sind unwahrscheinlich.

Bisoprolol ist liquorgängig. Es ist von Liquorkonzentrationen in der Grössenordnung des freien,

ungebundenen Anteils im Plasma auszugehen. Aufgrund von Tierversuchen kann gefolgert werden,

dass sich Bisoprolol im ZNS im Vergleich zur Plasmakonzentration nur geringfügig (Faktor 2)

anreichert.

Die Plazentaschranke wird von Bisoprolol im Tierversuch nur in geringem Ausmass penetriert, so

dass die Konzentration in den Föten niedriger ist als im Plasma der Muttertiere.

Die Ausscheidung von Bisoprolol mit der Milch stillender Frauen ist noch nicht direkt bestimmt

worden. Im Tierversuch wurden maximal 2% einer Dosis in der Milch gefunden.

Metabolismus

Bisoprolol wird über zwei gleichwertige Clearance-Wege (Leber und Niere) eliminiert. 50% werden

in der Leber zu inaktiven Metaboliten umgewandelt, die dann über die Niere ausgeschieden werden.

Elimination

Die verbleibenden 50% werden als unveränderte Substanz renal eliminiert. Die mittlere Plasma-

Eliminationshalbwertzeit beträgt 10-12 Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz kam es zu einer Verlängerung der Eliminationshalbwertszeit

von Bisoprolol um maximal Faktor 2, gleiches gilt für Patienten mit Leberzirrhose unterschiedlicher

Schweregrade.

Für Patienten mit Herzinsuffizienz sind zu Lodoz keine pharmakokinetischen Daten vorhanden.

Hydrochlorothiazid

Absorption

Hydrochlorothiazid wird nach oraler Gabe rasch zu ca. 80% gastrointestinal resorbiert.

Durchschnittlich 1-2.5 Stunden nach oraler Einnahme werden maximale Konzentrationen im Plasma

gemessen.

Distribution

Hydrochlorothiazid wird zu ca. 65% an die Plasmaproteine gebunden und das Verteilungsvolumen

beträgt ca. 0.8 l/kg Körpergewicht. Die Bioverfügbarkeit beträgt ca. 60%.

Hydrochlorothiazid passiert die Plazentaschranke und erscheint in der Muttermilch.

Elimination

Hydrochlorothiazid wird zu mehr als 95% unverändert renal ausgeschieden.

Die Elimination von Hydrochlorothiazid erfolgt biphasisch. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt in

den ersten 10 Stunden etwa 1.7 und danach 5.6-14.8 Stunden. In 48 Stunden werden ca. 70% der

verabreichten Dosis im Urin ausgeschieden, mehr als 95% in unveränderter Form. Die Gesamt- und

Nieren-Clearance beträgt ca. 20 l/h.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Hydrochlorothiazid ist bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min und/oder

Serumkreatinin >1.8 mg/100 ml) unwirksam (siehe «Kontraindikationen»).

Präklinische Daten

Die nach dem heutigen Standard durchgeführten präklinischen Toxizitätstests (Tests auf chronische

Toxizität, Mutagenität, Genotoxizität und Kanzerogenität) ergaben keinen Hinweis auf eine

Gefährdung des Menschen durch Bisoprolol oder Hydrochlorothiazid. Wie andere β-Blocker,

verursachte hochdosiertes Bisoprolol in tierexperimentellen Untersuchungen toxische Effekte sowohl

beim Muttertier (verminderte Nahrungsaufnahme und Körpergewichtzunahme) als auch beim

Embryo/Fötus (erhöhte Zahl von Spätresorptionen, vermindertes Geburtsgewicht der Nachkommen,

retardierte körperliche Entwicklung bis zum Ende der Laktation). Jedoch zeigten weder Bisoprolol

noch Hydrochlorothiazid teratogene Effekte. Bei einem Vergleich der Kombination Bisoprolol und

Hydrochlorothiazid mit den einzelnen Komponenten wurde keine Zunahme der Toxizität beobachtet.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Die Therapie muss vor Funktionstests der Nebenschilddrüse unterbrochen werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem mit EXP auf der Packung bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel ausser Reichweite von Kindern und nicht über 25 °C aufbewahren.

Zulassungsnummer

56222 (Swissmedic).

Packungen

Es sind jeweils Packungen zu 30 und 100 Filmtabletten erhältlich. [B]

Zulassungsinhaberin

Merck (Schweiz) AG, Zug.

Stand der Information

Mai 2015.

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