Locoid Crelo Emulsion

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)
01-01-2022
Fachinformation Fachinformation (SPC)
24-10-2018
Wirkstoff:
hydrocortisonum
Verfügbar ab:
CPS Cito Pharma Services GmbH
ATC-Code:
D07AB02
INN (Internationale Bezeichnung):
hydrocortisonum
Darreichungsform:
Emulsion
Zusammensetzung:
hydrocortisoni-17 butyras 1 mg corresp. hydrocortisonum 0.84 mg, macrogoli aether cetostearylicus, alcohol cetylicus et stearylicus 20 mg, vaselinum album, paraffinum solidum, boraginis seminis oleum, natrii citras anhydricus, acidum citricum, aqua purificata, propylenglycolum 50 mg, E 321 0.2 mg, propylis parahydroxybenzoas 3 mg, butylis parahydroxybenzoas 1.5 mg, ad emulsionem pro 1 g.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Lokalbehandlung der Psoriasis, insbesondere der Kopfhaut, sowie der akuten und subakuten Ekzemformen
Zulassungsnummer:
52585
Berechtigungsdatum:
1970-01-01

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation
Französisch 01-01-2022
Fachinformation Fachinformation
Französisch 01-01-2022
Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation
Italienisch 01-01-2022
Fachinformation Fachinformation
Italienisch 01-01-2022

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses Arzneimittel

ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch

wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Locoid®

Was ist Locoid und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin. Locoid enthält als wirksamen Bestandteil das

Kortikosteroid Hydrocortison-17-Butyrat, das einem körpereigenen Hormon ähnelt und

entzündungshemmend, juckreizstillend und antiallergisch wirkt.

Locoid ist in den Arzneiformen Crème und Locoid Crelo Emulsion erhältlich. Der Hautzustand variiert

je nach Erkrankung. Die Behandlung ist also mit einer diesbezüglich spezifischen Arzneiform

durchzuführen, was zum Erfolg wesentlich beiträgt.

Locoid Crelo Emulsion wird auf ärztliche Verordnung bei Schuppenflechte (Psoriasis), insbesondere der

Kopfhaut, sowie bei Ekzemen angewendet.

Locoid Crème wird auf ärztliche Verordnung bei Hautausschlägen bei Säuglingen (Ekzema infantum),

schuppenden Hautausschlägen (seborrhoischen Ekzemen), roter, nässender Entzündung (Wundsein,

Intertrigo), Sonnenbrand (Dermatitis solaris), Rötung, Schwellung und Blasenbildung nach Einwirkung

von Strahlen (Strahlendermatitis), Windelausschlag (Windeldermatitis) und Juckreiz im Genitalbereich

(nicht-infektiöser, anogenitaler Pruritus).

Wann darf Locoid nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf Kortikosteroide oder die in Locoid enthaltenen Hilfsstoffen, bei

offenen Wunden und eitrigen Entzündungen wie z.B. Furunkel, Abszesse, Akne, virenbedingte

Hauterkrankungen (z.B. Kuhpocken, Windpocken, Herpes, Fieberbläschen, Gürtelrose),

Hauttuberkulose, Maselsucht, Impfreaktionen, Hautgeschwüre, Kupferrose und um den Mund herum

bestehende Hautentzündung darf Locoid nicht angewendet werden.

Bringen Sie Locoid nie mit den Augen in Berührung.

Wann ist bei der Anwendung von Locoid Vorsicht geboten?

Locoid ist ein stark wirksames Kortikosteroidpräparat. Das Überschreiten der ärztlich verordneten

Behandlungsdauer (2-3 Wochen) kann zu Hautschäden führen. Spricht die Hauterkrankung nicht innert

einiger Tage auf die Behandlung mit Locoid an oder verschlimmert sich Ihr Zustand, konsultieren Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Teilen Sie ihm bzw. ihr auch mit, wenn Juckreiz, Rötungen, Bläschen oder

stark dünner werdende Haut und Verletzungen auftreten. Wenn Ihre Beschwerden kurz nach

Behandlungsende innerhalb von 2 Wochen erneut auftreten, wenden Sie Locoid Creme oder Locoid

Crelo Emulsion nicht ohne vorherige ärztliche Konsultation erneut an, ausser Ihr Arzt oder Ihre Ärztin

hat Sie entsprechend angewiesen. Wenn Ihre Beschwerden nach dem Abklingen wieder auftreten,

sollten Sie vor einer Wiederholung der Behandlung ärztlichen Rat einholen, falls die Rötung über den

ursprünglich behandelten Bereich hinausgeht und die Haut brennt.

Ein verstärktes Wiederauftreten der Symptome ist möglich, wenn die Behandlung abgebrochen wird.

Hauterkrankungen, die durch Mikroorganismen wie Pilze oder Bakterien verursacht sind, werden nie

allein mit Kortikosteroid behandelt. Hat Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin aus diesem Grund ein zweites

Arzneimittel verschrieben, dürfen Sie dieses nicht von sich aus weglassen.

Kortikosteroide können die Anzeichen einer allergischen Reaktion der Haut auf einen der Bestandteile

des Arzneimittels verdecken.

Locoid sollte nur auf der Haut wirken. Dass Kortikosteroide durch die Haut in den Kreislauf dringen

können, ist aber unvermeidbar. Die Haut im Gesicht und in der Genitalregion reagiert empfindlicher auf

Kortikosteroide als andere Hautbereiche. Locoid sollte in diesen Bereichen mit Vorsicht und nicht

länger als 1 Woche angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Da bei Kindern das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpergewicht grösser und die Hautbarriere

unreif ist, kann die Aufnahme von Kortikosteroiden, welche auf der Haut angewendet werden, bei

Kindern erhöht sein. Eine Unterdrückung des hormonellen Regulationswegs im Zentralnervensystem

(Hypophysen-Hypothalamus-Achse) kann bei Kindern rasch (und auch ohne Anwendung von

luftundurchlässigen Verbänden) auftreten und zu einer Unterdrückung der Ausscheidung von

Wachstumshormonen führen. Daher sollte Locoid bei Kindern und Jugendlichen mit Vorsicht und nur

gemäss den Anweisungen des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden. Insbesondere ist bei der

Behandlung von Hauterkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern (einschliesslich Windelausschlag)

besondere Vorsicht geboten.

Besonders Gesichtshaut, stark behaarte bzw. geschädigte Haut, Hautfalten, offene Wunden,

Gelenkbeugen, der Bereich zwischen Fingern bzw. Zehen, Schleimhautregionen oder der Intimbereich

sollten deshalb sparsam mit kortikoidhaltigen Arzneimitteln behandelt werden.

Locoid darf nicht in Augennähe angewendet werden. Jeglicher Kontakt mit den Augen ist zu vermeiden.

Die Hände müssen nach jeder Anwendung gewaschen werden, ausser Locoid wird zur Behandlung der

Hände angewendet.

Aus demselben Grund ist Locoid nicht unter luftundurchlässigen Verbänden (Okklusivverbänden), auf

grossen Oberflächen oder bei Kindern ohne ärztliche Kontrolle anzuwenden. Festsitzende Windeln oder

Plastikhöschen begünstigen die Aufnahme des Locoid-Wirkstoffs in die Blutbahn. Deshalb sollte man

auf Stoffwindeln zurückgreifen.

Locoid wird für eine vom Arzt bzw. von der Ärztin diagnostizierte Hauterkrankung angewendet. Daher

darf es nicht bei anderen späteren Hautleiden verwendet werden. Geben Sie Locoid nie einer anderen

Person weiter.

Locoid Crème und Locoid Crelo Emulsion enthalten Butylparahydroxybenzoat und

Propylparahydroxybenzoat, welche allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen können,

sowie Cetostearylalkohol, welcher lokale Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen kann.

Locoid Crelo Emulsion enthält Butylhydroxytoluol (E321), welches lokale Hautreizungen (z.B.

Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

-an anderen Krankheiten leiden,

-Allergien haben oder

-andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Locoid während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Schwangerschaft

Locoid darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt bzw. Ihre Ihre

Ärztin entscheidet, dass dies ist absolut unerlässlich ist. Auf jeden Fall sollten Sie den Arzt bzw. die

Ärztin vor der Behandlung auf die Schwangerschaft hinweisen. Teilen Sie ihm bzw. ihr ebenfalls mit,

wenn Sie während der Behandlung schwanger werden.

Stillzeit

Locoid darf nicht während der Stillzeit angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

entscheidet, dass dies ist absolut unerlässlich ist. Falls eine Anwendung unerlässlich ist, sollte Locoid

nicht im Bereich der Brüste appliziert werden und ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten

Hautpartien ist zu vermeiden.

Wie verwenden Sie Locoid?

Wenn nicht anders vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet, wird Locoid Crème und Locoid Crelo

Emulsion 1-2 mal täglich als dünne und gleichmässige Schicht auf die betroffenen Hautstellen

aufgetragen.

Eine ununterbrochene Applikationsdauer von 2-3 Wochen darf nicht überschritten werden.

Locoid Crelo Emulsion eignet sich insbesondere für die Behandlung der Kopfhaut. Wenn eine

Besserung eingetreten ist, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen eventuell eine weniger häufige

Anwendung von Locoid verschreiben. Bei schweren Erkrankungen ist Locoid auf ärztliche Anweisung

mit einem Okklusivverband (abschliessender Verband) anzuwenden. Nach Entfernung kann die darunter

feucht gewordene Haut einen unangenehmen Geruch abgeben. Dieser ist harmlos und verschwindet

beim Waschen.

Die Hände müssen nach jeder Anwendung von Locoid gewaschen werden, ausser Sie wenden Locoid

zur Behandlung der Hände an.

Wenn die Behandlung abgebrochen wird, ist ein verstärktes Wiederauftreten der Symptome möglich.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen und keine Anpassung der Dosierung

nötig.

Kinder und Jugendliche

Locoid darf bei Kindern unter zwei Jahren nur gemäss den Anweisungen des Arztes oder Apothekers

bzw. der Ärztin oder Apothekerin angewendet werden (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Locoid

Vorsicht geboten?»). Zu vermeiden sind grosse Mengen, ein Okklusivverband sowie eine Behandlung

über einen längeren Zeitraum. Die Behandlung darf nicht länger als 7 Tage dauern. Bei Säuglingen unter

3 Monaten ist Locoid nicht zu verwenden.

Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion

Locoid wurde bei Patienten mit einer eingeschränkten Leber- oder Nierenfunktion nicht spezifisch

untersucht. Es können daher keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Locoid haben?

Die in klinischen Studien und nach der Marktzulassung am häufigsten berichteten unerwünschten

Wirkungen waren Überempfindlichkeit und Hautreaktionen wie Hautrötung (Erythem), Juckreiz und

Hautinfektionen.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Locoid auftreten:

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Kleine oberflächliche Blutgefässe, die sich erweitern und blaurötliche Streifen bilden, punktförmige

Einblutungen in die Haut (Purpura), Dermatitis (einschliesslich allergisches Kontaktekzem, Ekzem,

Hautentzündung um den Mund herum, Abnahme der Pigmentierung, Dehnungsstreifen der Haut, Akne,

Verdünnung der Haut, verstärktes Wiederauftreten der Symptome nach Abbruch der Behandlung).

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn die betroffenen Hautstellen dünner werden, kleine

oberflächliche Blutgefässe sich erweitern und blaurötlich Streifen bilden.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Funktionsverminderung im äusseren Bereich der Nieren, in welchem bestimmte Hormone gebildet

werden (Nebennierenrinde).

Bei Kindern, vor allem Säuglingen und Kleinkindern, wird der Locoid-Wirkstoff vermehrt in die

Blutbahn aufgenommen. Dies kann bei längerer Anwendung unter anderem zu Wachstumsstörungen

führen (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Locoid Vorsicht geboten?».

Häufigkeit unbekannt (Häufigkeit kann aufgrund der vorliegenden Daten nicht abgeschätzt werden)

Bakterielle oder pilzbedingte Infektionen (einschliesslich Hautinfektionen),

Überempfindlichkeitsreaktionen, allergische (Haut-) Reaktionen, trockene Haut, Rötung der Haut,

Jucken oder Brennen, vorübergehender Hautausschlag, Schmerzen, Hautreizungen, Entzündung der

Haarwurzeln, Unverträglichkeitsreaktion (Miliarausschlag).

Okklusivverbände begünstigen das Auftreten von Ausschlag, Pustel- oder Eiterbildung.

Absetzreaktion nach Behandlungsende: Nach einer kontinuierlichen Anwendung über längere Zeit kann

es nach Behandlungsende zu einer Absetzreaktion kommen. Dabei können eines oder mehrere der

folgenden Symptome auftreten: Hautrötung, die über den behandelten Bereich hinausgehen kann,

Gefühl des Brennens oder Stechens, starker Juckreiz, abschälende Haut, nässende offene Bläschen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Locoid enthalten?

Wirkstoffe

Hydrocortison-17-Butyrat 1 mg/g

Hilfsstoffe

Locoid Crème enthält: Cetostearylalkohol, Macrogolcetostearylether 25, dünnflüssiges Paraffin, weisses

Vaselin, Propylparahydroxybenzoat, Butylparahydroxybenzoat, Citronensäure, wasserfreies

Natriumcitrat, gereinigtes Wasser

Locoid Crelo Emulsion enthält: Cetylstearylalkohol, Macrogolcetylstearylether 25, Hartparaffin, weisses

Vaselin, Borretschsamenöl, Propylenglycol, Butylparahydroxybenzoat, Propylparahydroxybenzoat,

Citronensäure, wasserfreies Natriumcitrat, gereinigtes Wasser

Zulassungsnummer

36481, 52585 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Locoid? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Locoid Crème: Tube à 30 g

Locoid Crelo Emulsion: Flasche à 30 g und 100 g

Zulassungsinhaberin

CPS Cito Pharma Services GmbH, 8610 Uster

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2022 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Transferiert von Astellas Pharma AG

Locoid ®

Zusammensetzung

Locoid Crelo, Emulsion

Wirkstoff: Hydrocortisoni-17-butyras.

Hilfsstoffe: Propylenglycolum, Antiox.: E 321, Conserv.: E 216, Butylis parahydroxybenzoas, Excip.

ad emulsionem.

Locoid, Crème

Wirkstoff: Hydrocortisoni-17-butyras.

Hilfsstoffe: Conserv. E 216, Butylis parahydroxybenzoas, Excip. ad unguentum.

Locoid, Lipocrème

Wirkstoff: Hydrocortisoni-17-butyras.

Hilfsstoffe: Conserv. E 216, Alcohol Benzylicus, Excip. ad unguentum.

Locoid, Scalp Lotion

Wirkstoff: Hydrocortisoni-17-butyras.

Hilfsstoffe: Alcohol Isopropylicus, Excip. ad solutionem

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 g Locoid Crelo, Emulsion enthält 1 mg Hydrocortisoni-17-butyras.

1 g Locoid, Crème enthält 1 mg Hydrocortisoni-17-butyras.

1 g Locoid, Lipocrème enthält 1 mg Hydrocortisoni-17-butyras.

1 ml Locoid, Scalp Lotion enthält 1 mg Hydrocortisoni-17-butyras.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Locoid ist indiziert zur lokalen Behandlung von Hautkrankheiten ekzematöser, entzündlicher oder

allergischer Genese. Das Indikationsgebiet umfasst atopische, chronische, allergische, nummuläre

und Kontaktekzeme.

Es ist zu beachten, dass in Abhängigkeit von der Art der Erkrankung und dem Hautzustand das

Therapieresultat entscheidend durch die Wahl der Darreichungsform beeinflusst wird:

Locoid Crelo, Emulsion ist indiziert zur Lokalbehandlung der Psoriasis, insbesondere der Kopfhaut,

sowie der akuten und subakuten Ekzemformen.

Locoid Crème und Locoid, Lipocrème sind indiziert bei Ekzema infantum und seborrhoischem

Ekzem, Intertrigo, Dermatitis solaris, Strahlendermatitis, Windeldermatitis und aspezifischem

Pruritus ani, vulvae et scroti.

Locoid, Scalp Lotion in verdünnter alkoholischer Lösung, ist der Behandlung von nicht trockenen

Kopfhautdermatosen vorbehalten.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Locoid Crème, Lipocrème und Locoid Crelo: Locoid 1–2 mal täglich dünn auf die erkrankten

Hautpartien auftragen. Vorsichtiges Einreiben begünstigt die Penetration in die Haut.

Locoid, Scalp Lotion: die Lotion 1–2 mal täglich auf die zu behandelnde Zone träufeln und leicht

einreiben.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Die Wirkung der verschiedenen Darreichungsformen von Locoid wird durch die Verwendung eines

Okklusivverbandes verstärkt. Diese Behandlung ist besonders bei Psoriasis, chronischer

Neurodermitis und chronischem Lichen simplex indiziert.

Bei Kindern unter 2 Jahren mit Vorsicht anzuwenden (vgl. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung.

Locoid ist, wie alle Kortikosteroide, kontraindiziert bei Kuhpocken, Windpocken, Herpes und

anderen Virusinfektionen sowie bei Hauttuberkulose und luetischen Hauterkrankungen.

Locoid darf nicht in Augennähe angewendet werden. Jeglicher Kontakt mit den Augen ist zu

vermeiden.

Locoid ist auch kontraindiziert bei Impfreaktionen, Hautulzera, Akne, Rosacea und perioraler

Dermatitis.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Eine hochdosierte grossflächige oder okklusive Applikation eines stark oder sehr stark wirksamen

Kortikosteroids soll nur unter regelmässiger ärztlicher Überwachung erfolgen, um eine allfällige

Suppression der endogenen Kortikoidproduktion rechtzeitig zu erkennen.

Unter dem Okklusivverband kann sich sekundär eine bakterielle oder mykotische Infektion

entwickeln. Die Wahl eines anderen Verbandmaterials, eine angepasste antibakterielle oder

antimykotische Therapie und das Einstellen der Behandlung unter Okklusion sind dann indiziert.

Nach Entfernung des Okklusivverbandes kann die feucht gewordene Haut einen unangenehmen

Geruch verbreiten, der beim Waschen vollkommen verschwindet.

Eine ununterbrochene Applikationsdauer von 2–3 Wochen sollte nach Möglichkeit nicht

überschritten werden.

Bei übermässiger grossflächiger Anwendung bei Kleinkindern ist in vereinzelten Fällen eine

Beeinflussung der NNR-Funktion festgestellt worden. Derartige unerwünschte Wirkungen lassen

sich durch massvolles Applizieren in regelmässigen Abständen vermeiden.

Desgleichen ist bei länger andauernder grossflächiger und/oder okklusiver Applikation die

Möglichkeit einer systemischen Wirkung gegeben: endogene Kortikosteroidsynthese-Suppression,

Hyperkortikosteroidismus mit Ödemen, Striae distensae, Diabetes mellitus (Manifestwerden eines

bisher latenten), Osteoporose und bei Kindern Wachstumsverzögerungen.

Bei Hautinfektionen und Hautulzera sollen topische Kortikosteroide nur mit besonderer Vorsicht und

unter zusätzlicher Behandlung der Infektion angewendet werden.

Sehr stark, stark und mittelstark wirksame Kortikosteroide sollten im Gesicht und in der

Genitalregion nur mit Vorsicht und nicht länger als 1 Woche angewendet werden.

Kortikosteroide können Symptome einer allergischen Hautreaktion auf einen der Bestandteile des

Präparats maskieren.

Allergische Reaktionen lassen sich manchmal bei Patienten beobachten, die auf

Konservierungsmittel und andere Hilfsstoffe wie E 216, E 321, Benzylalkohol, Butylis

parahydroxybenzoas und Propylenglykol, die in der Emulsion von Locoid Crelo, in der Crème

und/oder Lipocrème von Locoid enthalten sind, überempfindlich reagieren.

Bei Kindern unter zwei Jahren sowie bei Patienten mit schweren Nierenerkrankungen sollte Locoid

nur mit Vorsicht angewendet werden.

Der Patient ist anzuweisen, das Präparat nur für seine aktuellen Hautleiden zu gebrauchen und es

nicht an andere Personen weiterzugeben.

Interaktionen

Werden gleichzeitig andere Lokaltherapeutika verwendet, kann es durch pH-Wert- und

Konzentrationsverschiebungen zu Wirkungsveränderungen kommen.

Schwangerschaft, Stillzeit

Tierstudien mit systemisch angewendeten Kortikosteroiden haben teratogene Effekte auf den Fötus

gezeigt. Es existieren jedoch keine kontrollierten Humanstudien. Unter diesen Umständen sollen

topische Kortikosteroide während der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn der potentielle

Nutzen das fötale Risiko überwiegt. Sie sollen während der Schwangerschaft nicht grossflächig, in

grossen Mengen, unter Okklusion oder über längere Zeit angewendet werden.

Es ist nicht bekannt, ob topisch applizierte Kortikosteroide in die Milch übergehen; allerdings

gelangen systemisch verabreichte Kortikosteroide in die Milch. Topische Kortikosteroide sollen

deshalb bei stillenden Frauen nur mit Vorsicht verwendet werden und sollen nie auf die Brüste

appliziert werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine entsprechenden Studien vor.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen sind im Folgenden nach Häufigkeit aufgelistet.

Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (<1/10, ≥1/100),

gelegentlich (<1/100, ≥1/1000), selten (<1/1000, ≥1/10‘000), sehr selten (<1/10‘000) und Einzelfälle

(Häufigkeit kann aufgrund der vorliegenden Daten als niedriger als sehr selten abgeschätzt werden).

Infektionen

Einzelfälle: sekundäre bakterielle oder mykotische Infektion (siehe auch „Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen“)

Störungen des Immunsystems

Einzelfälle: Überempfindlichkeit; allergische Reaktionen (siehe auch „Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen“)

Endokrine Störungen

Sehr selten: Adrenale Suppression (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“)

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Hautatrophien, oft irreversibel mit Verdünnung der Epidermis; Teleangiektasien; Purpura;

Striae distensae; Akne; periorale Dermatitis; Rebound Effekt; Abnahme der Pigmentierung;

Dermatitis und Ekzem, auch Kontaktdermatitis

Einzelfälle: trockene Haut; vorübergehende Exantheme; allergische Hautreaktionen; Hautreizungen

wie Pruritus oder Brennen; Unverträglichkeitserscheinungen wie Miliarausschlag, Folliculitis (siehe

auch „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“)

Überdosierung

Bei Überdosierung können die unter «Unerwünschte Wirkungen» erwähnten Erscheinungen

vermehrt auftreten.

Bei ständiger Überdosierung von extern angewendeten Kortikosteroiden kann es durch Hemmung

der Nebennierenrindenfunktion zum Cushing-Syndrom kommen. Die externe Therapie mit

Kortikosteroiden muss dann abgebrochen werden. Es ist eine orale Substitutionstherapie mit

abnehmender Kortikoiddosis (bis auf Null) durchzuführen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: D07AB02

Die Locoid-Präparate enthalten als Wirkstoff das nichthalogenierte, mittelstark wirksame

(Stärkeklasse II) synthetische Kortikosteroid Hydrocortison-17-butyrat, das aufgrund seiner

entzündungs-hemmenden, antiallergischen und antipruriginösen Eigenschaften für die

Lokalbehandlung der verschiedensten akuten und chronischen Hautaffektionen indiziert ist.

Infolge der guten Penetration in die Haut werden hohe Konzentrationen des Kortikosteroids und

dadurch eine schnelle Wirkung erreicht. Locoid eignet sich aus diesem Grunde besonders für die

Behandlung von Ekzemen, Dermatitiden und Psoriasis.

Für die Behandlung der mit den Erkrankungen verbundenen verschiedenartigen Hautzuständen

stehen vier Anwendungsformen zur Verfügung:

Locoid Crelo ist eine vorwiegend wasserhaltige O/W-Emulsion, die aufgrund ihrer Viskosität gut auf

der Haut verbleibt und nicht fettet.

Locoid Crème wird zur Behandlung von akuten und subakuten Hautentzündungen, einschl.

Dermatosen behaarter Körperstellen, empfohlen. Bei akuten, stark nässenden Hautaffektionen ist es

bisweilen notwendig, bei der Anwendung von Locoid Crème eine Kompresse anzulegen.

Locoid Lipocrème ist eine lipidreiche O/W-Emulsion, die sich zur Behandlung von subakuten und

chronischen Hautläsionen empfiehlt. Sie ist speziell für Patienten mit einer trockenen Haut bestimmt.

Trotz ihres hohen Fettgehalts zieht sie gut in die trockene bzw. erkrankte Haut ein.

Die Lotion für die behaarte Kopfhaut, Locoid Scalp Lotion, eine verdünnte alkoholische Lösung, ist

der Behandlung von Dermatosen der Kopfhaut vorbehalten.

Die Locoid Crelo Emulsion, Crème, Lipocrème und Scalp Lotion sind abwaschbar.

Pharmakokinetik

Resorption

Hydrocortison-17-butyrat penetriert gut durch die Hornhaut.

Das Ausmass der Penetration und der Resorption hängen von der Art des Vehikels, der Verwendung

eines Okklusivverbandes sowie von der Körperregion, dem Zustand der Haut, dem Alter des

Patienten und dem Applikationsmodus ab.

Aufgrund von Erfahrungswerten mit den verschiedenen Salbengrundlagen kann davon ausgegangen

werden, dass die Resorption in der folgenden Reihenfolge abnimmt: Scalp Lotion > Lipocrème =

Crème.

Mit Locoid Crelo sind keine Penetrations- oder Resorptionsstudien durchgeführt worden.

Unter Okklusion über 16 Stunden wird Locoid Crème von der gesunden Haut zu 20%, von der

psoriatischen Haut zu 45% resorbiert. Grundsätzlich kann bei der Anwendung von Locoid unter

Okklusion mit einer 10fachen Zunahme der Resorption gerechnet werden.

Metabolismus

In der Haut und in der Leber wird Hydrocortison-17-butyrat über Hydrocortison-21-butyrat in

Hydrocortison und Buttersäure umgewandelt, welche dann dem normalen Stoffwechsel unterliegen.

Elimination

Spuren unveränderten Hydrocortison-17-butyrats und die Metaboliten werden renal und biliär

eliminiert.

Präklinische Daten

In Tierversuchen hat die pränatale Verabreichung von Kortikosteroiden teratogene Wirkungen,

insbesondere Gaumenspalten, verursacht. Bei Jungtieren wurde eine verlangsamte postnatale

Entwicklung beobachtet.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Kortikosteroide sind inkompatibel mit Zinkoxid und Steinkohlenteer. Mit Salicylsäure oder Urea ist

innerhalb weniger Tage mit einer Aktivitätsabnahme des Steroids zu rechnen. Wenn diese

Kombinationen für die Therapie notwendig sind, kann morgens das salicylsäure- oder ureahaltige

Produkt und abends Locoid verwendet werden.

Lagerung

Locoid Crelo Emulsion, Locoid Lipocrème, Locoid Crème: Bei Raumtemperatur (15–25 °C)

aufbewahren.

Locoid Scalp Lotion: Nicht über 25°C lagern.

Zulassungsnummer

36481, 36482, 46106, 52585 (Swissmedic).

Packungen

Locoid Crelo Emulsion 30 g. (B)

Locoid Crelo Emulsion 100 g. (B)

Locoid Lipocrème 30 g. (B)

Locoid Crème 30 g. (B)

Locoid Scalp Lotion 30 ml. (B)

Zulassungsinhaberin

LEO Pharmaceutical Products Sarath Ltd. Regensdorf ZH

Stand der Information

März 2014

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