Lisinopril-ratiopharm 2,5 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Lisinopril-Dihydrat
Verfügbar ab:
ratiopharm GmbH
ATC-Code:
C09AA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Lisinopril dihydrate
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Lisinopril-Dihydrat 2.72mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
43687.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg Tabletten

Wirkstoff: Lisinopril

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

beachten?

3. Wie ist

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg und wofür wird es angewendet?

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

ist ein ACE-Hemmer, d. h. ein Arzneimittel mit blutdrucksenkenden

und herzentlastenden Eigenschaften.

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

wird angewendet

zur Behandlung eines hohen Blutdrucks (Hypertonie)

zur Behandlung einer Herzleistungsschwäche (symptomatische Herzinsuffizienz)

zur kurzzeitigen Behandlung (6 Wochen) von Patienten mit stabilen Kreislaufwerten innerhalb

von 24 Stunden nach einem akuten Herzinfarkt

zur Behandlung von Nierenerkrankungen bei Bluthochdruck-Patienten mit Zuckerkrankheit

(Typ-2-Diabetes mellitus) und beginnendem Nierenleiden (Nephropathie).

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg beachten?

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Lisinopril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der in Abschnitt

6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn bei Ihnen während einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer

Gewebeschwellungen (Angioödeme) aufgetreten sind.

wenn Sie eine vererbte Neigung zu Gewebeschwellungen oder Gewebeschwellungen aus

unbekannter Ursache haben (hereditäres oder idiopathisches Angioödem).

während der letzten 6 Monate der Schwangerschaft.

(Es wird empfohlen,

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

auch in der frühen Phase der

Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“.)

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen

Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das

Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut, z. B. im Rachenbereich) erhöht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

einnehmen, wenn Sie an folgenden Erkrankungen leiden bzw. folgende Umstände bei Ihnen

vorliegen. Dieser wird die nötigen Vorsichtsmaßnahmen treffen.

wenn bei Ihnen das Risiko eines übermäßigen Blutdruckabfalls besteht. Dies kann unter anderem

der Fall sein, wenn Sie an Störungen des Salz- und Flüssigkeitshaushaltes leiden, z. B. weil Sie

harntreibende Arzneimittel einnehmen oder eine salzarme Diät durchführen oder als Folge von

Erbrechen oder Durchfall

wenn Sie an einer Herzerkrankung mit Unterbrechung der Durchblutung (Ischämie) leiden

wenn Sie an Durchblutungsstörungen des Gehirns (cerebrovaskuläre Erkrankung) leiden

wenn Ihr Kreislauf nach einem akuten Herzinfarkt instabil ist

wenn die Herzklappen Ihrer linken Herzkammer verengt sind oder andere Ausflussbehinderungen

aus der linken Herzkammer bestehen

wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist (Kreatinin-Clearance unter 80 ml/Minute)

wenn bei Ihnen eine Einengung der Nierenschlagadern vorliegt (beidseitig bzw. einseitig bei

Einzelniere)

wenn bei Ihnen während der Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. Gewebeschwellungen (Angioödeme) auftreten

wenn bei Ihnen die Leberenzymwerte ansteigen oder Sie eine Gelbsucht entwickeln

wenn bei Ihnen die Anzahl der weißen Blutkörperchen abnimmt (Leukopenie) bzw. sich eine

hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren

Allgemeinsymptomen (Agranulozytose) entwickelt

wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung des Bindegewebes (Kollagenosen) mit Gefäßbeteiligung

leiden

wenn Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, die Ihre Abwehrreaktionen unterdrücken

wenn Sie gleichzeitig Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht), Procainamid (Arzneimittel gegen

Herzrhythmusstörungen) oder Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Depressionen) einnehmen

wenn die Blutdrucksenkung aufgrund Ihrer ethnischen Zugehörigkeit (insbesondere bei Patienten

mit schwarzer Hautfarbe) nicht ausreichend stark ist

wenn bei Ihnen ein anhaltender trockener Husten auftritt

wenn bei Ihnen das Risiko einer Erhöhung der Kaliumwerte im Blut besteht

wenn Sie unter Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus).

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet -

z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund

von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

darf nicht eingenommen werden“.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems (rasche

Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen) erhöht sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-

Inhibitoren gehören (Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von

transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden).

Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Wenn bei Ihnen eine Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (z. B. von Bienen oder Wespen)

notwendig ist, ist

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

vorübergehend durch ein geeignetes Arzneimittel aus

einer anderen Stoffklasse zu ersetzen. Es können sonst lebensbedrohliche

Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische

Hautreaktionen) auftreten. Solche Reaktionen können auch nach Insektenstichen (von z. B. Bienen

oder Wespen) vorkommen.

Die gleichzeitige Anwendung von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

bei einer Blutwäsche (Dialyse) mit

bestimmten Dialysemembranen (High-flux-Membranen) bzw. bei einer Behandlung von stark

erhöhten Blutfetten (LDL-Apherese mit Dextransulfat-Absorption) können schwere

Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auslösen.

Im Falle einer notfallmäßigen Blutwäsche oder Hämofiltration oder der Notwendigkeit einer LDL-

Apherese muss deshalb vorher auf ein anderes für das betreffende Anwendungsgebiet geeignetes

Arzneimittel – keinen ACE-Hemmer – umgestellt werden oder eine andere Dialysemembran

verwendet werden.

Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

behandelt werden bzw. Dialysen

benötigen, damit der Arzt dies bei der Behandlung berücksichtigen kann.

Falls Sie vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) stehen, teilen Sie Ihrem Arzt mit,

dass Sie

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

einnehmen, da es unter der Narkose zu einem plötzlichen

Blutdruckabfall kommen kann.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht

empfohlen, und

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“)

.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls bei Ihnen folgende Krankheitszeichen auftreten:

Schwellung von Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Schleimhaut, Zunge und/oder Kehlkopf, Atemnot

Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten

Fieber, Lymphknotenschwellung und/oder Halsentzündung.

In diesen Fällen dürfen Sie

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

nicht weiter einnehmen und Ihr Arzt wird

entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Die Anwendung dieses Arzneimittels bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Halten Sie daher

bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen und Untersuchungen unbedingt ein.

Kinder

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

wird nicht für die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren oder

Kindern mit schwerer Nierenfunktionsstörung empfohlen Es liegen nur begrenzte Informationen

zur Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern mit erhöhtem Blutdruck über 6 Jahren und keine

Informationen auf anderen Anwendungsgebieten vor.

Ältere Menschen

Es gibt keine Hinweise, dass in Zusammenhang mit dem Alter spezielle Besonderheiten zu beachten

sind. Wenn das fortgeschrittene Lebensalter jedoch mit einer verminderten Nierenfunktion

verbunden ist, sollte die Dosis je nach Ansprechen des Blutdrucks angepasst werden.

Einnahme von Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch

Abschnitte „

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen:

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten

Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt „

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

darf nicht

eingenommen werden“). Die Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

darf frühestens 36

Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden.

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril (Arzneimittel zur Behandlung

von Durchfall), mTOR-Inhibitoren (Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von

transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden, z. B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus) und Vildagliptin (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes) kann zu einem erhöhten

Risiko eines Angioödems führen (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Harntreibende Arzneimittel mit verminderter Kaliumausscheidung (kaliumsparende Diuretika, z. B.

Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel)

und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z. B. Trimethoprim und

Cotrimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol, zur Behandlung von bakteriellen

Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstoßung von

transplantierten Organen zu verhindern;

und

Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverdünnung und

Vermeidung von Blutgerinnseln):

Anstieg der Kaliumkonzentration im Blut. Lassen Sie regelmäßig Ihre Kaliumwerte kontrollieren.

Wenn Ihre Nierenfunktion gestört ist, Sie an einer Leistungsschwäche der Niere leiden, oder Sie

zuckerkrank sind, besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer erhöhten Kaliumkonzentration

im Blut.

Harntreibende Arzneimittel:

Verstärkte Blutdrucksenkung. Bei Patienten, die bereits mit harntreibenden Arzneimitteln behandelt

werden und insbesondere bei solchen, bei denen erst vor kurzem mit der Behandlung begonnen wurde,

kann es gelegentlich zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen, wenn

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

zusätzlich gegeben wird. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer übermäßigen

Blutdrucksenkung unter

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

kann vermindert werden, indem das

Diuretikum vor Beginn der Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

abgesetzt wird.

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

mildert den Kaliumverlust durch harntreibende Arzneimittel.

Lithium (Arzneimittel gegen Depressionen):

Erhöhung der Lithiumkonzentration im Blut. Die gleichzeitige Anwendung von Lithium und

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

wird nicht empfohlen. Wenn Ihr Arzt die gleichzeitige Anwendung als

notwendig erachtet, wird er Ihre Lithiumwerte regelmäßig kontrollieren. Das Risiko einer

Gesundheitsschädigung durch Lithium ist erhöht, wenn Sie gleichzeitig ein bestimmtes harntreibendes

Arzneimittel (Thiaziddiuretikum) einnehmen.

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (nicht steroidale Antirheumatika (NSAR))

einschließlich Acetylsalicylsäure ≥ 3 g/Tag:

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

. Eine

gleichzeitige Behandlung kann zu einer Erhöhung der Kaliumwerte im Blut und zu einer

Verschlechterung der Nierenfunktion führen, die gewöhnlich reversibel sind. Selten kann es auch zu

akutem Nierenversagen kommen, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion z. B.

bei älteren Patienten oder Patienten mit Flüssigkeitsmangel.

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, gefäßerweiternde Arzneimittel (Vasodilatatoren):

Verstärkung des blutdrucksenkenden Effektes.

Arzneimittel gegen Depressionen sowie gegen andere psychische Erkrankungen, Betäubungsmittel,

Narkosemittel (trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika, Anästhetika, Narkotika):

Eine gleichzeitige Anwendung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

kann zu einer verstärkten

Blutdrucksenkung führen.

Sympathomimetika (Arzneimittel, die ähnliche Wirkungen wie die körpereigenen Überträgerstoffe

Norepinephrin bzw. Epinephrin hervorrufen, z. B. Blutdrucksteigerung):

Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

Blutzuckersenkende Arzneimittel und Insulin:

Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung; in den ersten Wochen der Behandlung besteht das

Risiko, dass die Blutzuckerwerte unter den Normalwert absinken.

Goldhaltige Arzneimittel (wie z. B. Natriumaurothiomalat):

Nach der Injektion von Gold-Verbindungen können bei Patienten, die gleichzeitig

Lisinopril-

ratiopharm

®

2,5 mg

erhalten, nitritoide Reaktionen auftreten. Diese können sich als Gesichtsrötung,

Übelkeit, Schwindel und niedriger Blutdruck äußern.

Einnahme von Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

vor einer Schwangerschaft

bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes

Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

in der frühen

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

darf nicht mehr nach dem

dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann

.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Die Einnahme von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

wird stillenden Müttern nicht empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere

Behandlung auswählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist

oder wenn es eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch

individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert

sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen

oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei

Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

3. Wie ist Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird die Dosis individuell nach Ihrem Gesundheitszustand und dem Schweregrad Ihrer

Erkrankung wählen und entsprechend der Wirkung des Arzneimittels auf Ihren Blutdruck die Dosis

schrittweise anpassen.

Die empfohlene Dosis beträgt

Bluthochdruck

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

kann als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln

zur Behandlung eines Bluthochdrucks eingenommen werden.

Anfangsdosis

Die Anfangsdosis beträgt 1-mal täglich 10 mg Lisinopril.

Besteht bei Ihnen zu Beginn der Behandlung das Risiko eines starken Blutdruckabfalls, wird Ihr Arzt

die Anfangsdosis eventuell auf 1-mal täglich 1-2 Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

(entsprechend 2,5 mg - 5 mg Lisinopril) reduzieren und die Behandlung unter ärztlicher Überwachung

einleiten.

Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion wird Ihr Arzt die Anfangsdosis ebenfalls reduzieren.

Erhaltungsdosis

Die Erhaltungsdosis beträgt 1-mal täglich 20 mg Lisinopril.

Wenn bei Ihnen der gewünschte therapeutische Effekt mit einer bestimmten Dosierung nicht innerhalb

eines Zeitraums von 2-4 Wochen erreicht werden kann, wird Ihr Arzt die Dosis eventuell erhöhen.

Die Dosis kann schrittweise erhöht werden, bis der Blutdruck unter Kontrolle ist oder auf maximal 40

mg Lisinopril täglich.

Patienten, die mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) behandelt werden

Nach Beginn der Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

kann es zu einem übermäßigen

Blutdruckabfall kommen. Wenn Sie gleichzeitig mit harntreibenden Arzneimitteln behandelt werden,

ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es zu einem Blutdruckabfall kommt. Teilen Sie Ihrem Arzt

deshalb mit, wenn Sie harntreibende Arzneimittel einnehmen. Falls möglich, wird er das harntreibende

Arzneimittel 2-3 Tage vor Beginn der Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

absetzen.

Kann das harntreibende Arzneimittel nicht abgesetzt werden, wird Ihr Arzt die Behandlung mit einer

Dosis von 1-mal täglich 2 Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

(entsprechend 5 mg Lisinopril)

beginnen. Er wird Ihre Nierenfunktion und Ihren Blutkaliumspiegel regelmäßig kontrollieren und die

nachfolgende Dosierung von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

je nach Ansprechen Ihres Blutdrucks

anpassen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt die Dosis von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

entsprechend reduzieren.

Für Kinder (im Alter von 6-16 Jahren) mit erhöhtem Blutdruck

Die Erfahrungen mit der Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern (6-16 Jahre) mit

Bluthochdruck sind begrenzt.

Der Arzt legt die Dosis in Abhängigkeit vom Körpergewicht des Kindes und der Reaktion des

Blutdrucks fest. Als Richtlinie wird die folgende Anfangsdosis empfohlen, die 1-mal täglich

eingenommen werden soll:

Kinder mit einem Körpergewicht zwischen 20 kg und 50 kg = 2,5 mg Lisinopril

Kinder mit einem Körpergewicht über 50 kg = 5 mg Lisinopril

Ihr Arzt wird die Dosis individuell bis höchstens 20 mg pro Tag bei Patienten zwischen 20 und 50 kg

und 40 mg pro Tag bei Patienten, die über 50 kg wiegen, anpassen.

Eine Anwendung von Lisinopril bei Kindern mit hohem Blutdruck unter 6 Jahren oder mit schweren

Nierenproblemen wird nicht empfohlen.

Herzleistungsschwäche

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

sollte als Begleitbehandlung zu harntreibenden Arzneimitteln

(Diuretika) und gegebenenfalls zu Digitalis (Herzarzneimittel) oder Betablockern (Arzneimittel zur

Senkung des Blutdrucks) eingesetzt werden.

Die Behandlung kann mit einer Anfangsdosis von 1-mal täglich 1 Tablette

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5

mg

(entsprechend 2,5 mg Lisinopril) unter ärztlicher Überwachung begonnen werden.

Eine Erhöhung der Dosis sollte je nach Ansprechen Ihres Blutdrucks in Schritten von maximal 10 mg

Lisinopril erfolgen. Zwischen den Dosiserhöhungen sollten mindestens 2 Wochen liegen. Bei

Herzleistungsschwäche beträgt die Maximaldosis 1-mal täglich 35 mg Lisinopril.

Besteht bei Ihnen das Risiko einer übermäßigen Blutdrucksenkung (z. B. durch Salzmangel,

Flüssigkeitsmangel oder Einnahme stark wirksamer harntreibender Arzneimittel), wird Ihr Arzt Sie

möglichst vor einer Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

entsprechend behandeln und Ihre

Nierenfunktion und Ihren Blutkaliumspiegel regelmäßig kontrollieren.

Akuter Herzinfarkt

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

sollte zusätzlich zur üblichen Infarkt-Standardtherapie (z. B.

Arzneimittel zur Auflösung von Blutgerinnseln [Thrombolytika], Acetylsalicylsäure, Betablocker)

gegeben werden. Glyceroltrinitrat kann intravenös oder als Pflaster zusammen mit

Lisinopril-

ratiopharm

®

2,5 mg

angewendet werden. Die Behandlung sollte innerhalb von 24 Stunden nach dem

Auftreten der Herzinfarkt-Anzeichen begonnen werden, vorausgesetzt, dass der Kreislauf stabil ist.

Anfangsdosis (während der ersten 3 Tage nach dem Infarkt):

erste Dosis:

1-mal 2 Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

(entsprechend 5 mg

Lisinopril).

nach 24 Stunden:

1-mal 2 Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

(entsprechend 5 mg

Lisinopril).

nach 48 Stunden:

1-mal 10 mg Lisinopril.

Wenn Sie zu Beginn der Behandlung oder während der ersten 3 Tage nach dem Infarkt einen oberen

Blutdruckwert von 120 mmHg oder weniger haben, wird Ihr Arzt die Behandlung mit einer Dosierung

von 1-mal täglich 1 Tablette

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

(entsprechend 2,5 mg Lisinopril)

beginnen.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt die Dosis von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

entsprechend reduzieren.

Erhaltungsdosis

Die Erhaltungsdosis beträgt 1-mal täglich 10 mg Lisinopril.

Bei Vorliegen eines übermäßig erniedrigten Blutdrucks (oberer Blutdruckwert ≤ 100 mmHg) wird die

tägliche Erhaltungsdosis auf 1-mal täglich 2 Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

(entsprechend 5

mg Lisinopril) verringert. Falls notwendig, kann die Dosis weiter auf 1-mal täglich 1 Tablette

(entsprechend 2,5 mg Lisinopril) verringert werden.

Bei anhaltendem übermäßig erniedrigtem Blutdruck (oberer Blutdruckwert von unter 90 mmHg über

mehr als 1 Stunde) wird Ihr Arzt die Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

absetzen.

Die Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

sollte 6 Wochen erfolgen. Anschließend wird Ihr

Arzt Sie erneut untersuchen, und falls Sie Anzeichen einer Herzleistungsschwäche entwickeln, die

Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

fortsetzen.

Nierenkomplikationen bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Bei Bluthochdruck-Patienten mit Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes mellitus) und beginnender

Nierenerkrankung beträgt die Dosierung 1-mal täglich 10 mg Lisinopril. Bei Bedarf kann Ihr Arzt die

Dosis auf 1-mal täglich 20 mg Lisinopril erhöhen, um einen optimalen Blutdruck (unterer

Blutdruckwert im Sitzen von unter 90 mmHg) zu erreichen.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr Arzt die Dosis von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

entsprechend reduzieren.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Bei mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion wird eine Dosis von 1-mal täglich 5-10 mg Lisinopril

empfohlen.

Bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion wird eine Dosis von 1-mal täglich 2,5 mg Lisinopril

empfohlen.

Dosierung bei Patienten nach Nierenverpflanzung

Wenn bei Ihnen kürzlich eine Nierenverpflanzung durchgeführt wurde, sollten Sie

Lisinopril-

ratiopharm

®

2,5 mg

nicht einnehmen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Tabletten auf einmal und immer zur gleichen Tageszeit unzerkaut mit ausreichend

Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein. Sie können die Tabletten unabhängig von den

Mahlzeiten einehmen.

Sie sollten besonders vorsichtig sein, wenn Sie Ihre erste Dosis einnehmen oder wenn Ihre Dosis

erhöht wird. Teilen Sie Ihrem Arzt unverzüglich mit, wenn Sie sich benommen oder schwindlig

fühlen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung bestimmt Ihr Arzt. Die Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

in der Regel eine Langzeittherapie.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie durch ein Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind einige Tabletten

geschluckt hat, wenden Sie sich sofort an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere

der Vergiftung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich:

Starker Blutdruckabfall, Kreislaufversagen, beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag,

Herzklopfen, Nierenversagen, Atembeschleunigung, Schwindel, Angstgefühl und Husten.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben,

sondern setzen Sie die Einnahme von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

nicht ohne

Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt!

Bei Patienten mit Bluthochdruck kann der Blutdruck erneut ansteigen und bei Patienten mit

Herzleistungsschwäche können die Symptome wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Unerwünschte Wirkungen, die von

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

oder anderen ACE-Hemmern

bekannt sind, finden Sie nachfolgend.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig

mehr als 1 von 10 Behandelten

häufig

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

gelegentlich

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

selten

weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

sehr selten

weniger als 1 von 10.000 Behandelten

nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Blut- und Lymphsystem

Selten:

Abnahme bestimmter Laborwerte (Hämoglobin und Hämatokrit).

Sehr selten:

Herabgesetzte Funktion des Knochenmarks (Knochenmarksdepression), Blutarmut

(Anämie), Verminderung der Anzahl bestimmter Blutzellen (Thrombozytopenie,

Leukopenie, Neutropenie) bis zu einer hochgradigen Verminderung bestimmter

weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen

(Agranulozytose), Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen

(hämolytische Anämie), Lymphknotenschwellung, Autoimmunkrankheiten.

Hormonsystem

Selten:

Niedrige Natriumspiegel im Blut, bedingt durch eine inadäquate ADH-Sekretion

(antidiuretisches Hormon).

Stoffwechsel- und Ernährung

Sehr selten:

Zu niedrige Blutzuckerwerte (Hypoglykämie).

Psyche/Nervensystem

Häufig:

Benommenheit, Kopfschmerzen.

Gelegentlich:

Stimmungsschwankungen, Missempfindungen (z. B. Kribbeln, pelziges Gefühl),

Schwindel, Geschmacksstörungen, Schlafstörungen.

Selten:

Verwirrtheitszustände.

Nicht bekannt: Anzeichen einer Depression, Ohnmacht.

Herz

Häufig:

Übermäßiger Blutdruckabfall bei Lagewechsel vom Liegen zum Stehen

(orthostatische Hypotonie).

Gelegentlich:

Herzinfarkt oder Schlaganfall, vermutlich infolge übermäßigen Blutruckabfalls bei

gefährdeten Patienten (Patienten mit Durchblutungsstörungen im Bereich des

Herzmuskels und/oder des Gehirns), Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag

(Tachykardie).

Blutgefäße

Gelegentlich:

Durch Gefäßkrämpfe bedingte Durchblutungsstörungen an Händen und Füßen

(Raynaud-Phänomen).

Atemwege und Brustraum

Häufig:

Husten.

Gelegentlich:

Schnupfen.

Sehr selten:

Krampfartige Verengung der Bronchien (Bronchospasmus),

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), allergische Entzündungen der Lunge

(allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie).

Magen-Darm-Kanal

Häufig:

Durchfall, Erbrechen.

Gelegentlich:

Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen.

Selten:

Mundtrockenheit.

Sehr selten:

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Gewebeschwellung des Darms (intestinales

Angioödem), Leberentzündung (Hepatitis hepatozellulär oder cholestatisch),

Gelbsucht, Leberfunktionsstörungen.

Haut

Gelegentlich:

Hautausschlag, Juckreiz.

Selten:

Überempfindlichkeit/Gewebeschwellung (Angioödem): Angioödem mit

Beteiligung von Gesicht, Gliedmaßen, Lippen, Zunge, Stimmapparat des

Kehlkopfes (Glottis) und/oder Kehlkopf, Nesselsucht, Haarausfall,

Schuppenflechte (Psoriasis).

Sehr selten:

Vermehrtes Schwitzen, schwerwiegende Hautreaktionen (Pemphigus, toxische

epidermale Nekrolyse, Steven-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme),

vorübergehende Vergrößerung der Lymphknoten der Haut.

Ein Symptomenkomplex wurde beschrieben, der mit einigen oder mehreren der folgenden

Symptomen einhergehen kann: Fieber, Gefäßentzündung (Vaskulitis), Muskelentzündungen,

Gelenkschmerzen/Gelenkentzündungen und bestimmten Laborwertveränderungen (positive ANA-

Titer, erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, Eosinophilie und Leukozytose),

Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit oder andere Reaktionen der Haut können auftreten.

Nieren und Harnwege

Häufig:

Nierenfunktionsstörungen.

Selten:

Harnvergiftung (Urämie), akutes Nierenversagen.

Sehr selten:

Verminderte Harnausscheidung (Oligurie), Versagen der Harnproduktion (Anurie).

Geschlechtsorgane und Brust

Gelegentlich:

Impotenz.

Selten:

Vergrößerung der Brust bei Männern (Gynäkomastie).

Allgemeines

Gelegentlich:

Müdigkeit, Schwäche.

Untersuchungen

Gelegentlich:

Anstieg des Blutharnstoffs und des Serumkreatinins, erhöhte Leberwerte, erhöhte

Kaliumwerte im Blut.

Selten:

Anstieg des Serumbilirubins (Leberwert), Abnahme der Natriumwerte im Blut.

Kinder

Die aus klinischen Studien vorliegenden Sicherheitsdaten weisen darauf hin, dass Kinder mit

Bluthochdruck Lisinopril im Allgemeinen gut vertragen und dass das Nebenwirkungsprofil bei

Kindern im Alter von 6-16 Jahren mit dem von Erwachsenen vergleichbar ist.

Gegenmaßnahmen

Falls Sie den Verdacht haben, dass sich bei Ihnen eine schwerwiegende Hautreaktion entwickelt,

müssen Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen und gegebenenfalls die Behandlung mit

Lisinopril-

ratiopharm

®

2,5 mg

abbrechen.

Eine Gewebeschwellung (Angioödem) mit Beteiligung von Kehlkopf, Stimmapparat des Kehlkopfes

und/oder Zunge muss von Ihrem Arzt sofort mit Notfallmedikamenten behandelt werden.

Wenn bei Ihnen eine Gelbsucht auftritt oder die Leberenzymwerte bei Ihnen deutlich ansteigen, müssen

Sie die Behandlung abbrechen, und Ihr Arzt wird Sie überwachen.

Beim Auftreten von Fieber, Lymphknotenschwellungen und/oder Halsentzündung benachrichtigen Sie

bitte umgehend Ihren Arzt, damit er das weiße Blutbild untersuchen kann.

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren

Arzt. Er wird über den Schweregrad und gegebenenfalls über erforderliche weitere Maßnahmen

entscheiden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen

auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-

Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Lisinopril

Jede Tablette enthält 2,5 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mannitol (Ph.Eur.), Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Vorverkleisterte Stärke (Mais),

Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).

Wie Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, beidseits gewölbte Tablette.

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg

ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2019.

Versionscode: Z14

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

5 mg Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

10 mg Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

20 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 2,5 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat).

Lisinopril-ratiopharm

®

5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 5 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat).

Lisinopril-ratiopharm

®

10 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat).

Lisinopril-ratiopharm

®

20 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 20 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Lisinopril-ratiopharm

®

enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg Tabletten

Weiße, runde, bikonvexe Tablette.

Lisinopril-ratiopharm

®

5 mg Tabletten

Weiße, runde, bikonvexe Tablette mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Lisinopril-ratiopharm

®

10 mg Tabletten

Hellrosafarbene, runde, bikonvexe Tablette mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Lisinopril-ratiopharm

®

20 mg Tabletten

Rosafarbene, runde, bikonvexe Tablette mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hypertonie

Behandlung einer Hypertonie.

Herzinsuffizienz

Behandlung einer symptomatischen Herzinsuffizienz.

Akuter Herzinfarkt

Kurzzeitige Behandlung (6 Wochen) von hämodynamisch stabilen Patienten innerhalb von 24

Stunden nach einem akuten Herzinfarkt.

Nierenkomplikationen bei Diabetes mellitus

Behandlung von Nierenerkrankungen bei Bluthochdruck-Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus

und beginnender Nephropathie (siehe Abschnitt 5.1).

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Lisinopril sollte 1-mal täglich oral eingenommen werden. Wie alle Arzneimittel, die 1-mal

täglich eingenommen werden, sollte Lisinopril jeden Tag etwa um die gleiche Zeit

eingenommen werden. Die Resorption von Lisinopril wird durch Mahlzeiten nicht beeinflusst.

Die Dosis sollte entsprechend den Besonderheiten des einzelnen Patienten und je nach

Ansprechen des Blutdrucks individuell angepasst werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bluthochdruck

Lisinopril kann als Monotherapie oder in Kombination mit Antihypertensiva aus anderen

Klassen eingenommen werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Initialdosis

Bei Patienten mit Hypertonie beträgt die empfohlene Initialdosis 10 mg Lisinopril. Bei

Patienten mit stark aktiviertem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (insbesondere bei

Patienten mit renovaskulärem Bluthochdruck, Salz- und/oder Volumenmangel,

Herzdekompensation oder hochgradigem Bluthochdruck) kann es nach Einnahme der

Initialdosis zu einem starken Blutdruckabfall kommen. Bei diesen Patienten wird eine

Initialdosis von 2,5-5 mg empfohlen, und die Behandlung sollte unter ärztlicher Überwachung

eingeleitet werden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine niedrigere Anfangsdosis

erforderlich (siehe Tabelle 1).

Erhaltungsdosis

Die übliche wirksame Erhaltungsdosis beträgt 20 mg Lisinopril 1-mal täglich. Im Allgemeinen

kann die Dosis erhöht werden, wenn der erwünschte therapeutische Effekt mit einer bestimmten

Dosierung nicht innerhalb eines Zeitraums von 2-4 Wochen erreicht werden kann. Die in

kontrollierten klinischen Langzeitstudien maximal verabreichte Dosis betrug 80 mg/Tag.

Patienten, die mit Diuretika behandelt werden

Nach Beginn der Behandlung mit Lisinopril kann es zu einem symptomatischen Blutdruckabfall

kommen. Dies ist wahrscheinlicher bei Patienten, die gleichzeitig mit Diuretika behandelt

werden. Es ist Vorsicht geboten, da bei diesen Patienten ein Volumen- und/oder Salzmangel

vorliegen kann. Falls möglich, sollte die Diuretika-Therapie 2-3 Tage vor Beginn der Therapie

mit Lisinopril beendet werden. Bei Patienten mit Bluthochdruck, bei denen das Diuretikum

nicht abgesetzt werden kann, sollte die Therapie mit Lisinopril mit einer Dosis von 5 mg

begonnen werden. Die Nierenfunktion und der Serumkaliumspiegel sollten überwacht werden.

Die nachfolgende Dosierung von Lisinopril sollte je nach Ansprechen des Blutdrucks angepasst

werden.

Falls nötig, kann die Diuretika-Therapie wieder aufgenommen werden (siehe Abschnitte 4.4

und 4.5).

Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosierung, wie in nachstehender

Tabelle 1 angegeben, auf Basis der Kreatinin-Clearance erfolgen.

Tabelle 1 Dosisanpassung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Kreatinin-Clearance (ml/min)

Initialdosis (mg/Tag)

weniger als 10 ml/min (einschließlich

Dialysepatienten)

2,5 mg Lisinopril*

10-30 ml/min

2,5-5 mg Lisinopril

31-80 ml/min

5-10 mg Lisinopril

*Die Dosierung und/oder Häufigkeit der Verabreichung sollte je nach Ansprechen des

Blutdrucks angepasst werden.

Die Dosis kann schrittweise erhöht werden bis der Blutdruck unter Kontrolle ist oder auf

maximal 40 mg Lisinopril täglich.

Anwendung bei hypertensiven Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-16 Jahren

Bei Patienten mit einem Körpergewicht von 20 bis < 50 kg ist die empfohlene Anfangsdosis 2,5

mg einmal täglich und bei Patienten mit mehr als 50 kg Körpergewicht 5 mg einmal täglich. Bei

Patienten, die 20 bis 50 kg wiegen, sollte die Dosierung bis zu einem Maximum von 20 mg

täglich individuell angepasst werden, bei Patienten mit mehr als 50 kg bis zu einem Maximum

von 40 mg. Dosierungen über 0,61 mg/kg (oder mehr als 40 mg) sind bei Kindern und

Jugendlichen nicht untersucht worden (siehe Abschnitt 5.1).

Bei Kindern mit einer verminderten Nierenfunktion sollte eine geringere Anfangsdosis oder ein

verlängertes Dosisintervall in Betracht gezogen werden.

Herzinsuffizienz

Bei Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz sollte Lisinopril als Begleittherapie zu

Diuretika und gegebenenfalls zu Digitalis oder Betablockern eingesetzt werden. Die Therapie

mit Lisinopril kann mit einer Initialdosis von 2,5 mg 1-mal täglich begonnen werden, die unter

ärztlicher Überwachung eingenommen werden sollte, um die Anfangswirkung auf den

Blutdruck zu beobachten. Eine Erhöhung der Dosis von Lisinopril sollte folgendermaßen

vorgenommen werden:

in Schritten von maximal 10 mg Lisinopril

das zeitliche Intervall zwischen den Dosiserhöhungen sollte mindestens 2 Wochen betragen

bis zum Erreichen der maximalen vom jeweiligen Patienten tolerierten Dosis, jedoch

höchstens bis zu einer Maximaldosis von 35 mg Lisinopril 1-mal täglich.

Die Dosis sollte je nach Ansprechen des einzelnen Patienten auf die Behandlung angepasst

werden.

Bei Patienten mit einem hohen Risiko für eine Hypotonie, z. B. Patienten mit Salzmangel (mit

oder ohne Hyponatriämie), Patienten mit Hypovolämie oder Patienten, die mit stark wirksamen

Diuretika behandelt worden sind, sollten diese Störungen möglichst vor einer Therapie mit

Lisinopril behoben werden. Die Nierenfunktion und die Serumkaliumkonzentration sollten

überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Akuter Herzinfarkt

Die Patienten sollten je nach Bedarf die empfohlene Standardtherapie erhalten, wie z. B.

Thrombolytika, Acetylsalicylsäure und Betablocker. Glyceroltrinitrat kann intravenös oder

transdermal zusammen mit Lisinopril angewendet werden.

Initialdosis (während der ersten 3 Tage nach dem Infarkt)

Die Behandlung mit Lisinopril kann innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Symptome

begonnen werden. Eine Behandlung sollte nicht eingeleitet werden, wenn der systolische

Blutdruck niedriger als 100 mmHg ist. Die erste Dosis Lisinopril beträgt 5 mg oral, gefolgt von

5 mg nach 24 Stunden, 10 mg nach 48 Stunden und dann 10 mg 1-mal täglich. Patienten mit

niedrigem systolischem Blutdruck bei Beginn der Behandlung (120 mmHg oder weniger) oder

während der ersten 3 Tage nach dem Infarkt sollten eine niedrigere Dosis erhalten (2,5 mg oral)

(siehe Abschnitt 4.4).

Bei beeinträchtigter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) sollte die Initialdosis

Lisinopril an die Kreatinin-Clearance des Patienten angepasst werden (siehe Tabelle 1).

Erhaltungsdosis

Die Erhaltungsdosis beträgt 10 mg Lisinopril 1-mal täglich. Bei Vorliegen einer Hypotonie

(systolischer Blutdruck ≤ 100 mmHg) kann die tägliche Erhaltungsdosis auf 5 mg Lisinopril

reduziert werden. Falls notwendig, kann die Dosis weiter auf 2,5 mg Lisinopril reduziert

werden. Bei anhaltender Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg über mehr als 1

Stunde) sollte Lisinopril abgesetzt werden.

Die Behandlung sollte 6 Wochen lang fortgesetzt werden. Anschließend sollte der Patient erneut

untersucht werden. Bei Patienten, die Symptome einer Herzinsuffizienz entwickeln, sollte die

Behandlung mit Lisinopril fortgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).

Nierenkomplikationen beim Diabetes mellitus

Bei Bluthochdruck-Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus und beginnender Nephropathie

beträgt die Dosierung 10 mg Lisinopril 1-mal täglich. Bei Bedarf kann die Dosis auf 20 mg

Lisinopril 1-mal täglich erhöht werden, um einen diastolischen Blutdruck im Sitzen von unter

90 mmHg zu erreichen.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) sollte die Initialdosis für

Lisinopril entsprechend der Kreatinin-Clearance des Patienten angepasst werden (siehe Tabelle

Kinder und Jugendliche

Es gibt nur begrenzte Erfahrungen zur Wirksamkeit und Sicherheit bei hypertensiven Kindern,

die älter als 6 Jahre sind und keine Erfahrungen in den anderen Anwendungsgebieten (siehe

Abschnitt 5.1). Die Anwendung von Lisinopril wird bei Kindern in anderen

Anwendungsgebieten als der Hypertonie nicht empfohlen.

Die Anwendung von Lisinopril wird bei Kindern unter 6 Jahren oder bei Kindern mit schwerer

Nierenschädigung (GFR < 30 ml/min/1,73 m

) nicht empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

Anwendung bei älteren Menschen

In klinischen Studien hat sich keine Veränderung des Wirksamkeits- oder Sicherheitsprofils des

Arzneimittels im Zusammenhang mit dem Alter gezeigt. Wenn das fortgeschrittene Lebensalter

jedoch mit einer verminderten Nierenfunktion verbunden ist, sollten die in Tabelle 1

angegebenen Richtlinien zur Bestimmung der Initialdosis von Lisinopril verwendet werden.

Danach sollte die Dosis je nach Ansprechen des Blutdrucks angepasst werden.

Anwendung bei Patienten nach Nierentransplantation

Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Lisinopril bei Patienten kurz nach einer

Nierentransplantation vor. Daher wird bei diesen Patienten eine Behandlung mit Lisinopril nicht

empfohlen.

4.3

Gegenanzeigen

Lisinopril darf nicht eingenommen werden:

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

bei angioneurotischem Ödem im Zusammenhang mit einer vorhergehenden Behandlung

mit ACE-Hemmern

bei angeborenem oder idiopathischem angioneurotischem Ödem

im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von

Lisinopril-ratiopharm

®

mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion

(GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit

Lisinopril darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Sacubitril/Valsartan

begonnen werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Symptomatische Hypotonie

Eine symptomatische Hypotonie tritt bei Patienten mit unkompliziertem Bluthochdruck selten

auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Hypotonie bei Bluthochdruck-Patienten auftritt, die

Lisinopril erhalten, ist größer, wenn das Blutvolumen verringert worden ist (z. B. durch

Diuretika-Therapie, salzarme Ernährung, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen), oder die Patienten

unter schwerer reninabhängiger Hypertonie leiden (siehe Abschnitt 4.5 und Abschnitt 4.8). Bei

Patienten mit Herzinsuffizienz - mit oder ohne begleitende Niereninsuffizienz - wurde eine

symptomatische Hypotonie beobachtet. Diese tritt eher bei Patienten mit höheren

Schweregraden der Herzinsuffizienz auf, was durch Verwendung von hoch dosierten

Schleifendiuretika, Hyponatriämie oder beeinträchtigter Nierenfunktion reflektiert sein kann.

Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine symptomatische Hypotonie sollte der

Therapiebeginn und die Dosiseinstellung sorgfältig überwacht werden. Ähnliche Überlegungen

treffen für Patienten mit ischämischer Herzerkrankung oder cerebrovaskulären Erkrankungen

zu, bei denen ein übermäßiger Blutdruckabfall zu einem Herzinfarkt oder zu einem

cerebrovaskulären Ereignis führen kann.

Beim Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Rückenlage gebracht werden, und falls

notwendig, eine intravenöse Infusion einer physiologischen Kochsalzlösung erhalten. Ein

vorübergehender Blutdruckabfall ist keine Kontraindikation für weitere Dosen, die gewöhnlich

ohne weitere Schwierigkeiten verabreicht werden können, sobald sich der Blutdruck nach dem

Volumenersatz wieder erholt hat.

Bei einigen Patienten mit Herzinsuffizienz und normalem oder niedrigem Blutdruck kann unter

Lisinopril eine zusätzliche Erniedrigung des systemischen Blutdrucks eintreten. Diese Wirkung

ist vorhersehbar und gewöhnlich kein Grund für einen Abbruch der Therapie. Wenn die

Hypotonie symptomatisch wird, kann eine Reduktion der Dosis oder ein Abbruch der Therapie

mit Lisinopril notwendig werden.

Hypotonie beim akuten Herzinfarkt

Eine Behandlung mit Lisinopril darf bei Patienten mit einem akuten Herzinfarkt nicht

eingeleitet werden, bei denen ein Risiko für eine weitere Verschlechterung der Hämodynamik

nach einer Behandlung mit einem Vasodilatator besteht. Dabei handelt es sich um Patienten mit

einem systolischen Blutdruck von 100 mmHg oder weniger, oder um Patienten mit

kardiogenem Schock. Während der ersten 3 Tage nach dem Infarkt sollte die Dosis reduziert

werden, wenn der systolische Blutdruck ≤ 120 mmHg beträgt. Die Erhaltungsdosen sollten auf

5 mg oder vorübergehend auf 2,5 mg reduziert werden, wenn der systolische Blutdruck ≤ 100

mmHg beträgt. Bei anhaltender Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg länger als 1

Stunde) sollte Lisinopril abgesetzt werden.

Aorten- und Mitralklappenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

Wie andere ACE-Hemmer sollte Lisinopril nur mit Vorsicht bei Patienten mit

Mitralklappenstenose und erhöhtem linksventrikulärem Auswurfwiderstand, wie im Falle einer

Aortenstenose oder einer hypertrophen Kardiomyopathie, verabreicht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) sollte die anfängliche

Dosis von Lisinopril entsprechend der Kreatinin-Clearance des Patienten eingestellt werden

(siehe Tabelle 1 im Abschnitt 4.2). Danach sollte die Dosierung je nach Ansprechen des

Patienten auf die Behandlung angepasst werden. Die routinemäßige Kontrolle von Kalium und

Kreatinin ist Teil der üblichen medizinischen Behandlung für diese Patienten.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz kann eine Hypotonie nach Beginn einer Behandlung mit

ACE-Hemmern zu einer weiteren Einschränkung der Nierenfunktion führen. In diesem

Zusammenhang ist über eine akute, normalerweise reversible Niereninsuffizienz berichtet

worden.

Bei einigen Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder mit einer einseitigen

Nierenarterienstenose bei Einzelniere, die mit ACE-Hemmern behandelt worden sind,

wurden Erhöhungen des Blutharnstoffs und des Serumkreatinins beobachtet, die gewöhnlich

nach Unterbrechung der Therapie reversibel sind. Dies ist besonders wahrscheinlich bei

Patienten mit Niereninsuffizienz. Bei gleichzeitigem Bestehen einer renovaskulären

Hypertonie ist das Risiko für eine schwere Hypotonie und Niereninsuffizienz erhöht. Bei

diesen Patienten sollte die Behandlung unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung mit

niedrigen Dosen und vorsichtiger, schrittweiser Dosiserhöhung begonnen werden. Da eine

Behandlung mit Diuretika zu den oben genannten Erscheinungsformen beitragen kann,

sollten diese abgesetzt und die Nierenfunktion während der ersten Wochen einer Therapie

mit Lisinopril überwacht werden.

Bei einigen Hypertonie-Patienten ohne eine offensichtlich vorbestehende Nierenerkrankung

ist es, insbesondere wenn Lisinopril gemeinsam mit einem Diuretikum verabreicht wurde, zu

erhöhten Blutharnstoff- und Serumkreatininspiegeln gekommen, die gewöhnlich gering und

vorübergehend waren. Normalerweise tritt dies eher bei Patienten mit vorbestehender

Nierenschädigung auf. Unter Umständen ist eine Verminderung der Dosis und/oder das

Absetzen des Diuretikums und/oder von Lisinopril erforderlich.

Bei akutem Herzinfarkt sollte eine Behandlung mit Lisinopril bei Patienten mit Symptomen

einer Nierenfunktionsstörung (Serumkreatininkonzentration von > 177 µmol/l und/oder eine

Proteinurie von mehr als 500 mg/24 h) nicht erfolgen. Wenn sich eine

Nierenfunktionsstörung unter Behandlung mit Lisinopril entwickelt

(Serumkreatininkonzentration > 265 µmol/l oder eine Verdoppelung des Wertes vor der

Behandlung) sollte der Arzt den Abbruch der Behandlung mit Lisinopril in Erwägung

ziehen.

Überempfindlichkeitsreaktionen/angioneurotische Ödeme

Bei Patienten, die mit ACE-Hemmern, einschließlich Lisinopril, behandelt wurden, wurde in

seltenen Fällen über angioneurotische Ödeme des Gesichts, der Extremitäten, der Lippen, der

Zunge, der Glottis und/oder des Kehlkopfs berichtet. Diese können jederzeit während der

Behandlung auftreten.

In solchen Fällen sollte Lisinopril sofort abgesetzt und eine geeignete Behandlung und

Überwachung eingeleitet werden, um die vollständige Rückbildung der Symptome vor der

Entlassung der Patienten zu gewährleisten. Auch bei den Patienten, bei denen nur die Zunge,

ohne Atemnot, angeschwollen ist, ist unter Umständen eine längere Beobachtung notwendig, da

die Behandlung mit Antihistaminika und Kortikosteroiden möglicherweise nicht ausreichend

wirksam ist.

Sehr selten wurde über Todesfälle bedingt durch angioneurotische Ödeme in Zusammenhang

mit Kehlkopfödemen oder Zungenödemen berichtet. Bei Patienten, bei denen die Zunge, die

Glottis oder der Kehlkopf beteiligt sind, tritt wahrscheinlich eine Atemwegsobstruktion auf,

insbesondere bei Patienten mit einer Operation im Bereich der Atemwege in der Vorgeschichte.

In solchen Fällen ist sofort eine Notfalltherapie einzuleiten. Diese kann in der Verabreichung

von Adrenalin und/oder dem Freihalten der Luftwege bestehen. Der Patient sollte sorgfältig

ärztlich überwacht werden, bis die Symptome vollständig und anhaltend beseitigt sind.

ACE-Hemmer führen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger zu angioneurotischen

Ödemen als bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Bei Patienten mit einem angioneurotischem Ödem in der Anamnese, das nicht im

Zusammenhang mit einer Therapie mit einem ACE-Hemmer stand, kann das Risiko für ein

angioneurotisches Ödem unter Therapie mit einem ACE-Hemmer erhöht sein (siehe Abschnitt

4.3).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des

erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan

darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Lisinopril begonnen werden. Eine

Behandlung mit Lisinopril darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis

Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Eine gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines

Angioödems führen (z. B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne

Atembeschwerden) (siehe Abschnitt 4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung mit

Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin

bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen.

Anaphylaktische Reaktionen bei Dialysepatienten

Bei Patienten, bei denen eine Dialyse mit High-Flux-Membranen (z. B. AN 69) durchgeführt

wurde und die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden, sind anaphylaktische

Reaktionen beschrieben worden. Deshalb sollte die Verwendung eines anderen

Dialysemembrantyps in Erwägung gezogen werden oder Antihypertensiva einer anderen Klasse

verwendet werden.

Anaphylaktische Reaktionen während einer LDL-Lipoprotein-Apherese

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmern während einer LDL-Lipoprotein-

Apherese mit Dextransulfat lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen aufgetreten. Diese

Reaktionen wurden durch eine zeitweilige Unterbrechung der ACE-Hemmer-Therapie vor jeder

Apherese vermieden.

Desensibilisierung

Bei Patienten, die ACE-Hemmer während einer Desensibilisierungsbehandlung erhielten (z. B.

Insektengift), sind anaphylaktische Reaktionen aufgetreten. Bei den gleichen Patienten konnten

diese Reaktionen vermieden werden, wenn die ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurden.

Allerdings traten sie nach versehentlicher Verabreichung des Arzneimittels wieder auf.

Leberinsuffizienz

In sehr seltenen Fällen wurden ACE-Hemmer mit einem Syndrom in Verbindung gebracht, das

mit cholestatischem Ikterus oder Hepatitis beginnt, und zu einer fulminanten Nekrose und

(manchmal) zum Tod führen kann. Die genauen Abläufe bei diesem Syndrom sind nicht

bekannt. Patienten, die Lisinopril erhalten und bei denen es zu Gelbsucht oder einer erheblichen

Erhöhung der Leberenzymwerte kommt, sollten Lisinopril absetzen und entsprechend

medizinisch behandelt werden.

Neutropenie/Agranulozytose

Bei Patienten, die ACE-Hemmer erhielten, ist über Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie und Anämie berichtet worden. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion

und ohne weitere Komplikationen tritt selten eine Neutropenie auf. Neutropenie und

Agranulozytose sind nach Absetzen des ACE-Hemmers reversibel. Lisinopril sollte mit

ausgesprochener Vorsicht bei Patienten angewendet werden, bei denen einer oder mehrere der

nachfolgenden Faktoren zutreffen: Zu diesen Faktoren zählen Patienten mit Gefäßkollagenosen,

Patienten unter Immunsuppressionstherapie oder Patienten, die mit Allopurinol oder

Procainamid behandelt werden. Dies gilt insbesondere, wenn eine Nierenfunktionsstörung

vorbesteht. Bei einigen dieser Patienten kam es zu schweren Infektionen, die in einigen wenigen

Fällen nicht auf eine intensive Antibiotikatherapie ansprachen. Wenn Lisinopril bei solchen

Patienten angewendet wird, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle des weißen Blutbildes.

Die Patienten sollten angewiesen werden, jedes Anzeichen einer Infektion mitzuteilen.

Ethnische Zugehörigkeit

ACE-Hemmer führen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger zu angioneurotischen

Ödemen als bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Wie andere ACE-Hemmer senkt Lisinopril den Blutdruck bei Patienten mit schwarzer

Hautfarbe unter Umständen weniger wirksam als bei Patienten mit anderer Hautfarbe. Dies ist

möglicherweise auf eine höhere Prävalenz von niedrigen Reninwerten bei Hypertonikern mit

schwarzer Hautfarbe zurückzuführen.

Husten

Unter einer Therapie mit ACE-Hemmern ist über Husten berichtet worden.

Charakteristischerweise ist der Husten nicht produktiv, anhaltend und verschwindet beim

Absetzen der Therapie. Im Rahmen einer Differentialdiagnose des Hustens sollte an einen

Husten gedacht werden, der durch ACE-Hemmer induziert wurde.

Operationen/Anästhesie

Lisinopril kann die Bildung von Angiotensin II als Folge einer kompensatorischen Freisetzung

von Renin blockieren. Dies ist z. B. bei Patienten, die sich einer größeren Operation unterziehen

oder während einer Anästhesie mit Substanzen, die eine Hypotension hervorrufen können,

möglich. Sollte eine Hypotonie auftreten und auf diesen Mechanismus zurückgeführt werden,

kann diese durch Volumenersatz korrigiert werden.

Serumkalium

ACE-Hemmer können eine Hyperkaliämie bewirken, da sie die Freisetzung von Aldosteron

verhindern. Die Wirkung ist im Allgemeinen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht

bedeutsam. Allerdings kann es bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion, Diabetes

mellitus, Hypoaldosteronismus und/oder bei Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel

(einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim oder Cotrimoxazol

(auch als Trimethoprim/Sulfamethoxazol bekannt), Heparin und insbesondere Aldosteron-

Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen/anwenden, zu einer

Hyperkaliämie kommen. Kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sollten

bei Patienten, die ACE-Hemmer erhalten, mit Vorsicht angewendet werden. Serumkalium und

Nierenfunktion sind zu überwachen (siehe Abschnitt 4.5).

Patienten mit Diabetes

Bei Diabetikern, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden, sollte eine

engmaschige Kontrolle des Blutzuckers im ersten Monat der Behandlung mit einem ACE-

Hemmer durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.5).

Lithium

Eine Kombination von Lithium und Lisinopril wird im Allgemeinen nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.5).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten

oder

Aliskiren

Risiko

für

Hypotonie,

Hyperkaliämie

eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale

Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine

alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend

erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.6).

Die Anwendung von Lisinopril wird während der Stillzeit nicht empfohlen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Folgende Wechselwirkungen können bei gleichzeitiger Anwendung von Lisinopril oder anderen

ACE-Hemmern und den nachfolgend genannten Arzneimitteln bzw. Substanzen auftreten:

Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems erhöhen

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des

erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko eines

Angioödems führen (siehe Abschnitt 4.4).

Diuretika

Wenn ein Diuretikum zusätzlich zur Therapie mit Lisinopril verabreicht wird, ist die

antihypertensive Wirkung in der Regel additiv.

Bei Patienten, die bereits mit Diuretika behandelt werden und insbesondere bei solchen, bei

denen erst vor kurzem mit der Therapie begonnen wurde, kann es gelegentlich zu einem

übermäßigen Blutdruckabfall kommen, wenn Lisinopril zusätzlich verabreicht wird. Die

Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer symptomatischen Hypotonie unter Lisinopril kann

vermindert werden, indem das Diuretikum vor Beginn der Behandlung mit Lisinopril abgesetzt

wird (siehe Abschnitte 4.4 und 4.2).

Eine Diuretika induzierte Hypokaliämie kann gebessert werden, wenn Lisinopril zusammen mit

einem kaliumausscheidenden Diuretikum verabreicht wird.

Kaliumsparende Diuretika, Kalium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzmittel

Obwohl der Serumkaliumwert üblicherweise im Normbereich bleibt, kann bei einigen

Patienten, die mit Lisinopril behandelt werden, eine Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende

Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-Ergänzungsmittel oder

kaliumhaltige Salzersatzmittel können zu einem signifikanten Anstieg des Serumkaliums

führen, insbesondere bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion oder Diabetes mellitus.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Lisinopril zusammen mit anderen Mitteln gegeben wird, die

das Serumkalium erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol

(Trimethoprim/Sulfamethoxazol), weil Trimethoprim bekanntermaßen wie ein kaliumsparendes

Diuretikum wie Amilorid wirkt. Deshalb wird die Kombination von Lisinopril mit den

vorgenannten Arzneimitteln nicht empfohlen. Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist,

muss sie mit Vorsicht und unter regelmäßiger Kontrolle des Serumkaliums erfolgen.

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Heparin

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und Heparin kann eine Hyperkaliämie

auftreten. Es wird empfohlen, das Serumkalium zu überwachen.

Lithium

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Lithium und ACE-Hemmern wurde über einen

reversiblen Anstieg der Serumlithiumkonzentration und der Lithiumtoxizität berichtet. Die

gleichzeitige Anwendung von Thiaziddiuretika kann das Risiko einer Lithiumtoxizität erhöhen

und eine bereits bestehende erhöhte Lithiumtoxizität in Kombination mit ACE-Hemmern noch

weiter verstärken. Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Lithium wird nicht

empfohlen. Wird die Kombination dennoch als notwendig erachtet, sollten die

Serumlithiumwerte sorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Nichtsteroidale entzündungshemmende Antirheumatika (NSAR) einschließlich

Acetylsalicylsäure ≥ 3 g/Tag

Die Verabreichung von NSAR als Langzeittherapie kann die blutdrucksenkende Wirkung eines

ACE-Hemmers reduzieren. NSAR und ACE-Hemmer haben eine additive Wirkung auf den

Anstieg des Serumkaliums und können zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.

Diese Wirkungen sind normalerweise reversibel. In seltenen Fällen kann eine akute

Niereninsuffizienz auftreten, besonders bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion wie z.

B. bei älteren oder dehydrierten Patienten.

Gold-Verbindungen

Nach Injektion von Gold-Verbindungen (z. B. Natriumaurothiomalat) auftretende nitritoide

Reaktionen (Symptome einer Vasodilatation wie Flush, Übelkeit, Schwindel und Hypotonie, die

sehr schwerwiegend sein können) wurden häufiger beobachtet bei Patienten, die eine ACE-

Hemmer-Therapie erhielten.

Andere blutdrucksenkende Mittel

Die gleichzeitige Anwendung dieser Mittel kann die blutdrucksenkenden Wirkungen von

Lisinopril erhöhen. Die gleichzeitige Verabreichung zusammen mit Glyceroltrinitrat und

anderen Nitraten oder anderen Vasodilatatoren kann den Blutdruck weiter erniedrigen.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer

einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten

Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika/Anästhetika

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Anästhetika, trizyklischer Antidepressiva und

Antipsychotika mit ACE-Hemmern kann zu einem weiteren Abfall des Blutdrucks führen (siehe

Abschnitt 4.4).

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern reduzieren.

Antidiabetika

Aus epidemiologischen Studien haben sich Hinweise ergeben, dass die gleichzeitige

Anwendung von ACE-Hemmern und Antidiabetika (Insuline, orale Antidiabetika) zu einer

erhöhten blutzuckersenkenden Wirkung mit dem Risiko einer Hypoglykämie führen kann.

Dieses Phänomen trat mit größerer Wahrscheinlichkeit in den ersten Wochen einer

kombinierten Behandlung und bei Patienten mit Niereninsuffizienz auf.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika, Betablocker, Nitrate

Lisinopril kann zusammen mit Acetylsalicylsäure (in kardiologischen Dosierungen),

Thrombolytika, Betablockern und/oder Nitraten verwendet werden.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen

der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen,

schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist

eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von

Lisinopril-ratiopharm

®

in der Stillzeit vorliegen,

wird

Lisinopril-ratiopharm

®

nicht empfohlen. Eine alternative antihypertensive Therapie mit

einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen,

insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Beim Führen von Kraftfahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt

werden, dass gelegentlich Benommenheit oder Müdigkeit auftreten kann.

4.8

Nebenwirkungen

Unter der Therapie mit Lisinopril oder anderen ACE-Hemmern können die nachfolgend

genannten Nebenwirkungen auftreten.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig

≥ 1/10

häufig

≥ 1/100 bis < 1/10

gelegentlich

≥ 1/1.000 bis < 1/100

selten

≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

sehr selten

< 1/10.000

nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten:

Verminderung des Hämoglobins, Verminderung des Hämatokrits.

Sehr selten:

Knochenmarkdepression, Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie,

Neutropenie, Agranulozytose (siehe Abschnitt 4.4), hämolytische Anämie,

Lymphadenopathie, Autoimmunerkrankung.

Endokrine Erkrankungen

Selten:

inadäquate ADH-Sekretion (antidiuretisches Hormon)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten:

Hypoglykämie

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

Benommenheit, Kopfschmerz.

Gelegentlich:

Stimmungsschwankungen, Parästhesie, Schwindel, Geschmacksstörungen,

Schlafstörungen.

Selten:

Geistige Verwirrung.

Nicht bekannt:

Depression, Synkopen

Herzerkrankungen

Häufig:

Orthostatische Wirkungen (einschließlich Hypotonie)

Gelegentlich:

Herzinfarkt oder cerebrovaskuläres Ereignis, möglicherweise sekundär

nach einem übermäßigen Blutdruckabfall bei Patienten mit hohem Risiko

(siehe Abschnitt 4.4), Herzklopfen, Tachykardie.

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich:

Raynaud-Syndrom

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig:

Husten

Gelegentlich:

Rhinitis

Sehr selten:

Bronchospasmus, Sinusitis, allergische Alveolitis/eosinophile Pneunomie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Durchfall, Erbrechen

Gelegentlich:

Übelkeit, Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen.

Selten:

Mundtrockenheit

Sehr selten:

Pankreatitis, intestinales angioneurotisches Ödem, Hepatitis, entweder

hepatozellulär oder cholestatisch, Gelbsucht, Leberinsuffizienz (siehe

Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Hautausschlag, Juckreiz

Selten:

Allergisches/angioneurotisches Ödem: angioneurotisches Ödem des

Gesichts, der Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder des

Kehlkopfes (siehe Abschnitt 4.4), Urtikaria, Alopezie, Psoriasis.

Sehr selten:

Diaphorese, Pemphigus, toxische epidermale Nekrolyse, Steven-Johnson-

Syndrom, Erythema multiforme, kutanes Pseudolymphom.

Es wurde von einem Symptomenkomplex berichtet, der eines oder mehrere der folgenden

Symptome beinhalten kann: Fieber, Vaskulitis, Myalgie, Gelenkschmerzen/Arthritis,

positive antinukleare Antikörper (ANA), erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit

(BSG), Eosinophilie und Leukozytose, Hautausschlag, Photosensibilität und andere

dermatologische Erscheinungsformen können ebenfalls auftreten.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig:

Nierenfunktionsstörungen

Selten:

Urämie, akutes Nierenversagen

Sehr selten:

Oligurie/Anurie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich:

Impotenz

Selten:

Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich:

Müdigkeit, Schwäche

Untersuchungen

Gelegentlich:

Anstieg des Blutharnstoffs, Anstieg des Serumkreatinins, Anstieg der

Leberenzyme, Hyperkaliämie.

Selten:

Anstieg des Serumbilirubins, Hyponatriämie.

Kinder und Jugendliche

Sicherheitsdaten aus klinischen Studien deuten darauf hin, dass Lisinopril von hypertensiven

Kindern und Jugendlichen im Allgemeinen gut vertragen wird und dass das Sicherheitsprofil in

dieser Altersgruppe mit dem bei Erwachsenen beobachteten vergleichbar ist.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall

einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Zur Überdosierung beim Menschen stehen nur begrenzt Daten zur Verfügung. Symptome, die

mit der Überdosierung eines ACE-Hemmers in Zusammenhang gebracht werden, sind

Hypotonie, Kreislaufschock, Elektrolytstörungen, Nierenversagen, Hyperventilation,

Tachykardie, Herzklopfen, Bradykardie, Benommenheit, Ängstlichkeit und Husten.

Die empfohlene Maßnahme bei Überdosierung ist eine intravenöse Infusion einer

physiologischen Kochsalzlösung. Beim Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in die

Schocklage gebracht werden. Falls verfügbar, kann ebenfalls eine Behandlung mit einer

Angiotensin-II-Infusion und/oder intravenösen Katecholaminen in Erwägung gezogen werden.

Wenn die Einnahme noch nicht lange zurückliegt, müssen Maßnahmen ergriffen werden, die

darauf abzielen, Lisinopril aus dem Körper zu eliminieren (z. B. Erbrechen, Magenspülung,

Verabreichung von Adsorbenzien und Natriumsulfat).

Lisinopril kann durch Hämodialyse aus dem allgemeinen Blutkreislauf entfernt werden (siehe

Abschnitt 4.4). Bei therapieresistenter Bradykardie ist ein Schrittmacher indiziert.

Vitalfunktionen, Serumelektrolyte und die Kreatininkonzentrationen sollten häufig kontrolliert

werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-converting-Enzym-Hemmer.

ATC-Code: C09AA03

Lisinopril ist ein Peptidyldipeptidase-Inhibitor. Es hemmt das Angiotensin-Converting-Enzym

(ACE), das die Umwandlung von Angiotensin I zum vasokonstriktorischen Peptid Angiotensin

II katalysiert. Angiotensin II stimuliert ebenfalls die Aldosteronsekretion durch die

Nebennierenrinde. Eine Hemmung des ACE führt zu verminderten Konzentrationen von

Angiotensin II, das zu einer verminderten vasokonstriktorischen Aktivität und zu einer

verringerten Aldosteronsekretion führt. Letzteres kann zu einem Anstieg der

Serumkaliumkonzentration führen.

Obwohl man davon ausgeht, dass der Mechanismus, durch den Lisinopril den Blutdruck senkt,

primär in der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems besteht, wirkt Lisinopril

auch bei Patienten mit niedriger Reninausschüttung blutdrucksenkend. ACE ist identisch mit

Kininase II, einem Enzym, das Bradykinin abbaut. Ob erhöhte Bradykininspiegel (Bradykinin

ist ein potentes vasodilatorisches Peptid) eine Rolle bei den therapeutischen Wirkungen von

Lisinopril spielen, muss noch geklärt werden.

Die Wirkung von Lisinopril hinsichtlich der Mortalität und Morbidität bei Herzinsuffizienz

wurde mit Hilfe eines Vergleichs einer hohen Dosis (32,5 mg oder 35 mg 1-mal täglich) mit

einer niedrigen Dosis (2,5 mg oder 5 mg 1-mal täglich) untersucht. In einer Studie mit 3164

Patienten und einem mittleren Beobachtungszeitraum von 46 Monaten bei den überlebenden

Patienten verringerte eine hohe Dosis Lisinopril das Risiko beim kombinierten Endpunkt

“Mortalität jeder Ursache” und “Hospitalisierung aus allen Gründen” um 12 % (p = 0,002) und

“Mortalität jeder Ursache” und “kardiovaskuläre Hospitalisierung” um 8 % (p = 0,036) im

Vergleich zu der niedrigen Dosierung. Bei “Mortalität jeder Ursache” wurde eine Minimierung

des Risikos beobachtet (8 %; p = 0,128), ebenso bei “kardiovaskuläre Mortalität” (10 %; p =

0,073). In einer post hoc Analyse war die Hospitalisierung auf Grund einer Herzinsuffizienz von

Patienten, die mit hoch dosiertem Lisinopril behandelt wurden im Vergleich zu niedrig

dosiertem Lisinopril um 24 % vermindert (p = 0,002). Die symptomatischen Vorteile waren bei

den mit den niedrigen Dosen behandelten Patienten und bei den mit den höheren Dosen

behandelten Patienten vergleichbar.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Nebenwirkungsprofile bei den mit hohen Lisinopril-

Dosen behandelten Patienten und bei den mit niedrigen Lisinopril-Dosen behandelten Patienten

in der Art und Anzahl vergleichbar waren. Vorhersehbare Ereignisse auf Grund der Hemmung

des ACE, wie Blutdruckabfall oder veränderte Nierenfunktion, waren kontrollierbar und führten

selten zum Abbruch der Therapie. Husten trat bei Patienten, die mit hohen Lisinopril-Dosen

behandelt wurden, seltener auf als bei Patienten, die mit niedrigen Dosen behandelt wurden.

In der GISSI-3 Studie mit einem 2x2 faktoriellen Design zum Vergleich der Wirkungen von

Lisinopril und Glyceroltrinitrat, die entweder allein oder in Kombination über 6 Wochen bei

19.394 Patienten innerhalb von 24 Stunden nach einem akuten Herzinfarkt verabreicht wurden,

führte Lisinopril zu einer statistisch signifikanten Verringerung des Mortalitätsrisikos um 11 %

gegenüber der Kontrollgruppe (2p = 0,03). Bei Glyceroltrinitrat war das Risiko nicht signifikant

verringert, aber die Kombination von Lisinopril und Glyceroltrinitrat führte zu einer

signifikanten Reduktion des Mortalitätsrisikos um 17 % gegenüber der Kontrollgruppe (2p =

0,02). In den Subpopulationen ältere (Alter > 70 Jahre) und weibliche Patienten, die vorher als

Patienten mit einem hohen Mortalitätsrisiko definiert worden waren, wurde ein signifikanter

Vorteil für den kombinierten Endpunkt Mortalität und Herzfunktion beobachtet. Der

kombinierte Endpunkt für alle Patienten sowie für die Gruppen mit hohem Risiko zeigte zum

Zeitpunkt 6 Monate auch einen signifikanten Vorteil für die mit Lisinopril oder für die mit

Lisinopril plus Glyceroltrinitrat über 6 Wochen behandelten Patienten, was auf eine

prophylaktische Wirkung von Lisinopril hindeutet. Wie bei jeder Behandlung mit einem

Vasodilatator zu erwarten, war die Lisinopril-Therapie mit einer erhöhten Inzidenz von

Hypotonie und Nierenfunktionsstörungen verbunden, jedoch nicht mit einer proportionalen

Erhöhung der Mortalität.

In einer doppelblinden, randomisierten Multicenterstudie, wurde Lisinopril bei 335

Hypertonikern mit Typ-2-Diabetes und beginnender Nierenschädigung, die durch

Mikroalbuminurie gekennzeichnet war, mit einem Kalziumkanalblocker verglichen. Lisinopril

10 mg bis 20 mg 1-mal täglich über 12 Monate verringerte den systolischen/diastolischen

Blutdruck um 13/10 mmHg und die Ausscheidungsrate von Albumin im Urin um 40 %. Im

Vergleich zu dem Kalziumkanalblocker, der eine ähnlich hohe Blutdruckabsenkung bewirkte,

zeigte sich bei den mit Lisinopril behandelten Patienten eine höhere Verringerung der

Ausscheidungsrate von Albumin im Urin. Das deutet darauf hin, dass die ACE-hemmende

Wirkung von Lisinopril die Mikroalbuminurie durch direkten Angriff am Nierengewebe

zusätzlich zu seinem blutdrucksenkenden Effekt verringerte.

Eine Behandlung mit Lisinopril beeinträchtigt nicht die Kontrolle des Glukosespiegels. Das

zeigt sich darin, dass es auf der Ebene der Glykohämoglobine (HbA1c) keine signifikanten

Wirkungen entfaltet.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

„ONTARGET“-Studie

wurde

Patienten

einer

kardiovaskulären

oder

einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese

Studien

zeigten

keinen

signifikanten

vorteilhaften

Effekt

renale

und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde.

Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf

andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

diesem

Grund

sollten

ACE-Hemmer

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als

auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-

Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte

Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

In einer klinischen Studie mit 115 hypertensiven Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6

und 16 Jahren erhielten Patienten mit einem Körpergewicht von weniger als 50 kg 0,625 mg,

2,5 mg oder 20 mg Lisinopril einmal am Tag und Patienten mit einem Körpergewicht von 50 kg

oder mehr erhielten 1,25 mg, 5 mg oder 40 mg Lisinopril einmal am Tag. Nach zwei Wochen

verringerte Lisinopril, einmal täglich verabreicht, den Blutdruck dosisabhängig, wobei sich bei

Dosen von mehr als 1,25 mg eine durchgängige antihypertensive Wirksamkeit zeigte. Diese

Wirkung wurde durch einen Auslassversuch bestätigt. Dabei stieg der diastolische Blutdruck bei

Patienten, die Placebo erhielten, um ca. 9 mmHg stärker an, als bei Patienten, die weiterhin

mittlere und hohe Dosen Lisinopril erhielten. Die dosisabhängige antihypertensive Wirkung von

Lisinopril zeigte sich durchgängig bei den verschiedenen demographischen Subgruppen: Alter,

Tanner-Stadien, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Lisinopril ist ein oral wirksamer ACE-Hemmer, der keine Sulfhydrylgruppe enthält.

Resorption

Nach oraler Verabreichung von Lisinopril werden maximale Plasmapiegel innerhalb von ca. 7

Stunden erreicht, obwohl bei Patienten mit akutem Herzinfarkt eine Tendenz zu einer geringen

zeitlichen Verzögerung bis zum Erreichen der maximalen Serumkonzentrationen bestand. Auf

Basis des Nachweises im Urin beträgt die mittlere Absorption von Lisinopril ungefähr 25 % mit

einer Schwankungsbreite von 6-60 % zwischen den Patienten für den untersuchten Dosisbereich

(5-80 mg).

Die absolute Bioverfügbarkeit ist bei Patienten mit Herzinsuffizienz um ca. 16 % reduziert. Die

Absorption von Lisinopril wird durch Nahrung nicht beeinflusst.

Verteilung

Lisinopril wird anscheinend außer an das im Blut zirkulierende Angiotensin-Converting-Enzym

(ACE) nicht an andere Plasmaproteine gebunden. Studien mit Ratten zeigen, dass Lisinopril die

Blut-Hirn-Schranke nur schwer überwindet.

Elimination

Lisinopril wird nicht verstoffwechselt und wird vollkommen unverändert mit dem Urin

ausgeschieden. Nach Mehrfachdosierung hat Lisinopril eine effektive

Akkumulationshalbwertszeit von 12,6 Stunden. Die Clearance von Lisinopril bei gesunden

Probanden beträgt ungefähr 50 ml/min. Abnehmende Plasmakonzentrationen zeigen eine

verlängerte terminale Phase, die nicht zur Arzneimittelakkumulation beiträgt. Diese terminale

Phase ist wahrscheinlich die Zeit, während der die Bindung von Lisinopril an ACE gesättigt ist.

Sie ist nicht dosisproportional.

Leberschädigung

Im Vergleich mit gesunden Probanden führte die Beeinträchtigung der Leberfunktion bei

Patienten mit Zirrhose zu einer verminderten Absorption von Lisinopril (ungefähr 30 %,

bestimmt durch Nachweis im Urin). Die Exposition war aufgrund einer verringerten Clearance

erhöht (ungefähr 50 %).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Durch eine eingeschränkte Nierenfunktion wird die Elimination von Lisinopril, das über die

Nieren ausgeschieden wird, verringert. Dies wird klinisch relevant, wenn die glomeruläre

Filtrationsrate unter 30 ml/min liegt. Bei leichter bis mittlerer Nierenfunktionsstörung

(Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min) war die durchschnittliche AUC lediglich um 13 % erhöht,

während bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 5-30 ml/min) eine 4,5-

fache Erhöhung der durchschnittlichen AUC beobachtet wurde.

Lisinopril kann durch Dialyse entfernt werden. Während der Dialyse verringerten sich die

Plasmakonzentrationen von Lisinopril innerhalb von 4 Stunden um durchschnittlich 60 %,

wobei die Dialyse-Clearance zwischen 40 und 55 ml/min lag.

Herzinsuffizienz

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz besteht im Vergleich mit gesunden Probanden eine höhere

Exposition gegenüber Lisinopril (im Durchschnitt erhöht sich die AUC um etwa 125 %), aber

aufgrund der Wiederfindungsrate von Lisinopril im Urin ist die Resorption im Vergleich zu

gesunden Probanden um ca. 16 % reduziert.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten sind im Vergleich zu Jüngeren die Blutkonzentrationen und die Fläche

unter der Konzentrations-Zeit-Kurve erhöht (um ca. 60 %).

Kinder und Jugendliche

Das pharmakokinetische Profil von Lisinopril wurde bei 29 hypertensiven Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren mit einer GFR über 30 ml/min/1,73 m

untersucht.

Nach Dosierungen von 0,1 bis 0,2 mg/kg traten die Steady-State-Peak-Plasmakonzentrationen

von Lisinopril innerhalb von 6 Stunden ein und der resorbierte Anteil, berechnet auf Basis der

Wiederfindung im Urin, betrug ungefähr 28 %. Diese Werte sind mit den zuvor bei

Erwachsenen ermittelten Daten vergleichbar. Die AUC- und C

-Werte bei Kindern in dieser

Studie stimmten mit den bei Erwachsenen beobachteten überein.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Daten zur Sicherheit lassen auf Grundlage der allgemeinen Pharmakologie,

der Mehrfachdosistoxizität, Genotoxizität und des kanzerogenen Potentials auf kein besonderes

Risiko für den Menschen schließen. Für die Gruppe der ACE-Hemmer wurde gezeigt, dass sie

unerwünschte Wirkungen auf die Spätentwicklung des Feten haben, die zum Tod des Feten und

anderen Fehlbildungen führen, die insbesondere den Schädel betreffen. Es wurde auch über

Fetotoxizität, intrauterine Wachstumshemmung und einen offenen Ductus Botalli berichtet.

Man geht davon aus, dass diese Entwicklungsanomalien teilweise auf die direkte Wirkung von

ACE-Hemmern auf das Renin-Angiotensin-System des Feten, und teilweise auf eine Ischämie

als Folge der Hypotonie bei der Mutter, die einen verringerten fetalen Blutfluss mit der Folge

einer verminderten Versorgung des Fetus mit Blut und Nährstoffen bedingt, zurückzuführen

sind.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg Tabletten

Mannitol (Ph.Eur.), Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Vorverkleisterte Stärke (Mais),

Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).

Lisinopril-ratiopharm

®

5 mg Tabletten

Mannitol (Ph.Eur.), Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Vorverkleisterte Stärke (Mais),

Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).

Lisinopril-ratiopharm

®

10 mg Tabletten

Mannitol (Ph.Eur.), Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Vorverkleisterte Stärke (Mais),

Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Eisen(III)-oxid, Eisen(II,III)-oxid,

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

Lisinopril-ratiopharm

®

20 mg Tabletten

Mannitol (Ph.Eur.), Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Vorverkleisterte Stärke (Mais),

Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Eisen(III)-oxid, Eisen(II,III)-oxid,

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg Tabletten

2 Jahre

Lisinopril-ratiopharm

®

5 mg Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

10 mg Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

20 mg Tabletten

4 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg Tabletten

Nicht über 25 °C lagern.

Lisinopril-ratiopharm

®

5 mg Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

10 mg Tabletten

Lisinopril-ratiopharm

®

20 mg Tabletten

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blister, bestehend aus einer 20 µm Aluminiumfolie und einer 250 µm PVC-Folie.

Packung mit 30 Tabletten

Packung mit 50 Tabletten

Packung mit 100 Tabletten

Packungen mit 400 (10 x 40)* Tabletten (Klinikpackung)

* zur Anwendung bei mehr als einem Patienten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

ratiopharm GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Lisinopril-ratiopharm

®

2,5 mg Tabletten

43687.00.00

Lisinopril-ratiopharm

®

5 mg Tabletten

43687.01.00

Lisinopril-ratiopharm

®

10 mg Tabletten

43687.02.00

Lisinopril-ratiopharm

®

20 mg Tabletten

43687.03.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 16. Februar 2000

Datum der Verlängerung der Zulassung: 29. Oktober 2008

10.

STAND DER INFORMATION

Juli 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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