Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Lisinopril-Dihydrat, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
AbZ-Pharma GmbH - Geschäftsanschrift -
ATC-Code:
C09BA03
INN (Internationale Bezeichnung):
Lisinopril dihydrate, hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Lisinopril-Dihydrat 10.89mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
57960.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg Tabletten

Wirkstoffe: Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat) und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

beachten?

3. Wie ist

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg und wofür wird es angewendet?

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

gehört zur Gruppe der Kombinationsarzneimittel gegen

Bluthochdruck, die einen ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) enthalten.

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

enthält zwei Wirkstoffe, Lisinopril und Hydrochlorothiazid, die

den Blutdruck über unterschiedliche Mechanismen senken. Lisinopril verhindert die Bildung von den

Blutdruck steigernden Substanzen im Körper und Hydrochlorothiazid senkt den Blutdruck, indem es

die Ausscheidung von Wasser und Salzen aus dem Körper erhöht.

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

wird angewendet zur Behandlung von Bluthochdruck, wenn das

gewünschte Behandlungsergebnis durch eine Behandlung mit einer alleinigen Monotherapie nicht

erreicht wird.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg beachten?

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Lisinoprildihydrat, andere ACE-Hemmer, Thiazide, Sulfonamid-

Abkömmlinge oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels

sind.

wenn Sie früher bereits einmal mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden und es bei Ihnen damals

zu Überempfindlichkeitsreaktionen gekommen ist, die sich z.B. in einem Anschwellen von

Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen äußerten und von Schluckstörungen oder Atemproblemen

begleitet waren. Sie dürfen

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

auch dann nicht einnehmen, wenn

es bei Ihnen aus irgendeinem anderen Grund zu einer vergleichbaren Reaktion gekommen ist.

wenn in Ihrer Familie ein Angioödem aufgetreten ist oder wenn es bei Ihnen unter anderen

Umständen zu einem Angioödem gekommen ist.

wenn es bei Ihnen aufgrund einer Erkrankung von Nerven und Gefäßen zu Schwellungen kommt.

während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft. (Es wird empfohlen,

Lisinopril comp. AbZ

10 mg/12,5 mg

auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt

Schwangerschaft und Stillzeit).

wenn Ihre Nieren- oder Leberfunktion stark beeinträchtigt sind.

wenn Ihre Nieren nur wenig oder keinen Urin produzieren.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

einnehmen.

Wenn Sie Diuretika einnehmen, andere Arzneimittel anwenden, die zu einem Anstieg des

Kaliumwertes im Blut (z.B. Heparin) führen können, wenn Ihre Ernährung wenig oder kein Salz

enthält oder wenn Sie derzeit oder während der Behandlung an schwerem Durchfall oder

Erbrechen leiden.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet -

z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund

von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

darf nicht eingenommen werden“.

Wenn Sie an einer koronaren Herzkrankheit oder einer zerebrovaskulären Erkrankung leiden.

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder wenn Sie eine Nierenarterienstenose haben oder

eine Dialyse-Behandlung erhalten.

Wenn Sie eine beidseitige Nierenarterienstenose haben oder wenn Sie nur eine einzige

funktionsfähige Niere haben und deren Arterie verengt ist.

Wenn Sie an einem Diabetes mellitus oder an einer kollagenen Gefäßkrankheit leiden.

Wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist oder wenn Sie eine andere Lebererkrankung haben.

Wenn Sie eine Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte erhalten.

Wenn Sie einen trockenen Husten haben, der über einen langen Zeitraum anhält.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erhöht sich das Risiko eines Angioödems

(rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen):

Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren

gehören (werden zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet).

Wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder während der Behandlung eine unerwartete Hautläsion

entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte

Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs)

erhöhen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie

Lisinopril

comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

anwenden.

Kinder und Jugendliche

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

darf nicht an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verabreicht

werden. Die Erfahrungen zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei Kindern sind begrenzt.

Sportler

Dieses Arzneimittel enthält einen Wirkstoff (Hydrochlorothiazid), der zu einem positiven Ergebnis bei

Dopingkontrollen führt.

Nieren

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, ist es wichtig, dass Sie während der Behandlung mit

Lisinopril/Hydrochlorothiazid keine Ergänzungsmittel mit Kalium und keine Kalium-sparenden

Diuretika einnehmen, da diese zu stark überhöhten Kalium-Konzentrationen in Ihrem Körper führen

könnten.

Operationen

Informieren Sie Ihren Arzt darüber, dass Sie

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

einnehmen, wenn

bei Ihnen während der Behandlung eine Operation notwendig wird. Einige Narkosemittel, die im

Rahmen von Operationen verwendet werden, können in Kombination mit

Lisinopril comp. AbZ 10

mg/12,5 mg

einen zu starken Blutdruckabfall verursachen.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Die Einnahme von

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

in der frühen Phase der Schwangerschaft wird

nicht empfohlen, und

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

darf nicht mehr nach dem dritten

Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Lisinopril comp. AbZ 10

mg/12,5 mg

in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann

(siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit

).

Während der Einnahme von

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn es bei Ihnen zu einem der folgenden Symptome

kommt:

Schwindelgefühl nach der ersten Dosis. Manche Menschen reagieren auf die erste Dosis oder eine

Dosis-Erhöhung durch Benommenheit/Schwindel, Schwächegefühl, dem Gefühl, einer Ohnmacht

nahe zu sein und Übelkeit.

Plötzliches Anschwellen von Lippen und Gesicht, Hals, möglicherweise auch der Hände und Füße

oder pfeifendes Atmen oder Heiserkeit. Dieser Zustand wird Angioöden genannt. Ein Angioödem

kann zu jeder Zeit während der Behandlung auftreten. ACE-Hemmer verursachen bei schwarzen

Patienten häufiger ein Angioödem als bei Patienten anderer Hautfarbe.

Erhöhte Körpertemperatur, Halsschmerzen oder Geschwüre im Mundbereich (dabei kann es sich

um Zeichen einer Infektion handeln, die durch die Verringerung der Anzahl der weißen

Blutkörperchen bedingt ist).

Gelbfärbung der Haut und der weißen Augenabschnitte (Gelbsucht), die Zeichen einer

Lebererkrankung sein kann.

Zu Beginn der Behandlung und/oder in der Phase der Dosisanpassung sind möglicherweise häufigere

ärztliche Untersuchungen erforderlich. Sie sollten diese Arztbesuche auch dann wahrnehmen, wenn

Sie sich gut fühlen. Ihr Arzt wird die Häufigkeit der Kontrolluntersuchungen festlegen.

Einnahme von Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Die gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel kann die Wirksamkeit und Sicherheit dieses

Arzneimittels beeinflussen. Umgekehrt kann

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

die Wirksamkeit

und Sicherheit anderer Arzneimittel beeinflussen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet

haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Arzneimittel

oder Naturheilmittel handelt. Denken Sie daran, Ihren Arzt über

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

zu informieren, wenn er Ihnen während der Behandlung oder kurz danach ein anderes Arzneimittel

verordnet.

Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen:

Kalium- oder Kalziumergänzungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, die Kalium oder Kalzium

enthalten, Salz-Ergänzungsmittel oder Kalium-sparende Diuretika; andere Arzneimittel, die den

Kaliumspiegel in Ihrem Körper erhöhen können (wie Heparin und Co-Trimoxazol, auch bekannt

als Trimethoprim/Sulfamethoxazol).

Andere Arzneimittel gegen Bluthochdruck

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen: wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe

auch Abschnitte „

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

darf nicht eingenommen werden“ und

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht), Procainamid (Arzneimittel gegen

Herzrhythmusstörungen), Kortison zum Einnehmen, Zytostatika (Krebsmedikamente) oder

Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen (wie Ciclosporin)

Lithium (bei bipolaren affektiven Störungen verwendetes Arzneimittel)

Antipsychotika oder Arzneimittel, die das Zentralnervensystem stimulieren

Entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR) einschließlich Acetylsalicylsäure

Insulin oder orale Diabetes-Medikamente

Lovastatin, Cholestyramin oder Colestipol (zur Cholesterin-Senkung)

Trimethoprim (bei Harnwegsinfektionen und Bronchitis)

Digoxin (bei Herzerkrankungen)

Sotalol (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen)

Amphotericin B (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

Carbenoxolon (bei Magengeschwüren)

Laxantien (Abführmittel)

Tubocurarin (Muskelrelaxans)

Gold

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet

werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren

gehören). Siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen”.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein

anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

in der

frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

darf nicht

mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann

.

Stillzeit

Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Die Einnahme von

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

wird stillenden Müttern nicht empfohlen. Ihr Arzt wird eine

andere Behandlung auswählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war

.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

kann eine leichte bis mittelschwere

Beeinflussung Ihrer Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, bei denen

besondere Vorsicht geboten ist zur Folge haben. Dies gilt besonders zu Beginn der Behandlung, wenn

die Dosierung verändert wird oder in Verbindung mit Alkohol. Beim Führen von Kraftfahrzeugen

oder Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt werden, dass gelegentlich Schwindel oder

Müdigkeit auftreten können.

3. Wie ist Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis 1 oder 2 Tabletten pro Tag.

Gewöhnlich wird Ihr Arzt die Stärke Ihrer Tabletten auf der Grundlage einer früheren Behandlung mit

Lisinopril und Hydrochlorothiazid über zwei separate Arzneimittel bestimmen.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Die Dosis ist davon abhängig, wie stark Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist. Befolgen Sie die

Anweisungen Ihres Arztes.

Vorherige Behandlung mit Diuretika

Eine Behandlung mit Diuretika sollte 2 bis 3 Tage vor Beginn der Behandlung mit

Lisinopril comp.

AbZ 10 mg/12,5 mg

beendet werden. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.

Dosisänderung

Ändern Sie nicht die Dosis ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg eingenommen haben, als

Sie sollten

Informieren Sie immer unverzüglich Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus, wenn Sie eine

größere Menge eingenommen haben als Sie sollten (Überdosierung). Eine Überdosierung kann einen

sehr niedrigen Blutdruck zur Folge haben, was zu Schwindel und Benommenheit führen kann. Weitere

mögliche Symptome sind Kurzatmigkeit, schneller oder langsamer Herzschlag, Palpitationen, Angst

oder Husten.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen

Sie einfach Ihr übliches Einnahmeschema fort.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg abbrechen

Beenden Sie die Behandlung nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)

Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Lisinopril

Häufig

Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Ohnmacht, niedriger Blutdruck mit begleitenden Symptomen

(Schwindel, Schwäche, verschwommenes Sehen), trockener Husten, Erbrechen, Durchfall,

Nierenfunktionsstörung.

Gelegentlich

Stimmungsschwankungen, Parästhesien, Schwindel, Veränderungen des Geschmacksempfindens,

Schlafstörungen, depressive Symptome, schneller Herzschlag, Herzklopfen, Herzinfarkt oder

Schlaganfall (möglicherweise als Folge eines stark erniedrigten Blutdrucks bei Hoch-Risiko-

Patienten), Änderung der Hautfarbe (blass oder blau mit anschließender Rötung) und/oder

Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Fingern oder Zehen (Raynaud-Syndrom),

Nasenschleimhautentzündung, Übelkeit, Bauchschmerzen, Magenverstimmung, Anstieg der

Leberenzyme und Bilirubin, Juckreiz mit oder ohne Hautausschlag, Hautausschlag, Impotenz,

Müdigkeit, Kraftlosigkeit (Asthenie), Anstieg der Harnstoff-Konzentration im Blut, Anstieg der

Kreatinin-Konzentration im Serum, erhöhte Kalium-Konzentration im Blut.

Selten

Mangel an roten Blutkörperchen, Abnahme der Hämoglobin-Konzentration, Syndrom der inadäquaten

ADH-Sekretion (SIADH), geistige Verwirrtheit, Mundtrockenheit, plötzlich auftretende örtliche

Schwellungen von Haut und Schleimhäuten im Bereich von Gesicht, Gliedern, Lippen, Zunge,

Kehlkopf und/oder Stimmbändern (Angioödem), Nesselsucht, Psoriasis, Haarausfall,

Nierenfunktionsstörungen einschließlich Nierenversagen, Urämie, Brustentwicklung bei Männern,

verminderte Natriumkonzentration im Blut.

Sehr selten

Geringe Knochenmarkbildung, geringe Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie), Abnahme der

Anzahl der weißen Blutkörperchen (Neutropenie, Leukopenie), Abnahme der Anzahl der weißen

Blutkörperchen (Agranulozytose), wodurch das Risiko für Infektionen ansteigt, Erkrankung der

Lymphknoten, Autoimmunerkrankungen, bei denen der Körper sich selbst angreift, Blutarmut

(Anämie), hämolytische Anämie, Bronchospasmus, Sinusitis, allergische Alveolitis/eosinophile

Pneumonie, Pankreatitis, allergische Reaktion im Bereich des Dünndarms (intestinales Angioödem),

eingeschränkte Leberfunktion und Cholestase (einschließlich Gelbsucht), Hepatitis einschließlich

Nekrose, Schwitzen, toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema

multiforme, Erythrodermie, pemphigoide Reaktionen und exfoliative Dermatitis, Abnahme der

Harnausscheidung, Absenkung des Blutzuckerspiegels.

Nicht bekannt

Rötung der Haut.

Es kann zum Auftreten eines Symptomkomplexes kommen, der eines oder mehrere der folgenden

Symptome umfassen kann: Fieber, Vaskulitis, Myalgie, Arthralgie/Arthritis, positives Testergebnis

auf antinukleäre Antikörper (ANA), erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), Eosinophilie und

Leukozytose, Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit oder andere dermatologische Symptome.

Hydrochlorothiazid

Nicht bekannt

Entzündung der Speicheldrüsen, Haut- und Lippenkrebs (weißer Hautkrebs), Leukopenie,

Neutropenie/Agranulozytose, Thrombopenie, aplastische Anämie, hämolytische Anämie,

Knochenmarkdepression, Anorexie, Hyperglykämie, Glykosurie, Hyperurikämie, Elektrolytstörungen

(einschließlich Hyponatriämie, Hypokaliämie, hypochlorämische Alkalose und Hypomagnesiämie),

Anstieg der Cholesterin- und Triglyzerid-Konzentrationen, Gicht, Ruhelosigkeit, Depressionen,

Schlafstörungen, Appetitverlust, Parästhesien, Benommenheit, Gelbsehen, vorübergehendes

verschwommenes Sehen, Schwindel, orthostatische Hypotonie, nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis,

kutane Vaskulitis), Atemnot (einschließlich von Pneumonie und Lungenödem), Magenreizung,

Durchfall, Verstopfung, Pankreatitis, Gelbsucht (intrahepatischer cholestatischer Ikterus),

Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Hautausschlag, kutane Lupus-erythematosus-artige Reaktionen,

Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematosus, Nesselsucht, anaphylaktische Reaktionen, toxische

epidermale Nekrolyse, Muskelspasmen, Muskelschwäche, Nierenfunktionsstörungen, interstitielle

Nephritis, Fieber, Schwäche.

Beenden Sie unverzüglich die Einnahme des Arzneimittels und setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in

Verbindung, wenn während der Behandlung Symptome eines Angioödems wie Schwellungen von

Gliedern, Gesicht, Lippen, Kehlkopf oder Schleimhäuten auftreten oder es zu Schluckstörungen oder

Atemproblemen kommt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg enthält

Die Wirkstoffe sind: Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat) und Hydrochlorothiazid

Jede Tablette enthält 10 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat) und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mannitol, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Vorverkleisterte Maisstärke, Croscarmellose-

Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Eisenoxidhydrat

0 (E 172), Eisen(III)-oxid rot (E

172).

Wie Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg aussieht und Inhalt der Packung

Pfirsichfarbene, runde Tablette (Durchmesser 6 mm) mit einseitiger Prägung „LH“.

Lisinopril comp. AbZ

Tabletten stehen in zwei Wirkstärken zur Verfügung: 10 mg/12, 5 mg und 20

mg/12,5 mg.

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg

ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

A

Z

-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark:

Dihypril

Deutschland:

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg Tabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2018.

AbZ-Pharma wünscht Ihnen gute Besserung!

Versionscode: Z12

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg Tabletten

Lisinopril comp. AbZ 20 mg/12,5 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 10 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat) und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Lisinopril comp. AbZ 20 mg/12,5 mg Tabletten

Jede Tablette enthält 20 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat) und 12,5 mg

Hydrochlorothiazid.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg Tabletten

Pfirsichfarbene, runde Tablette (Durchmesser 6 mm) mit einseitiger Prägung „LH“.

Lisinopril comp. AbZ 20 mg/12,5 mg Tabletten

Weiße, runde Tablette (Durchmesser 8 mm) mit Bruchkerbe auf der einen Seite und Prägung

„LH“ auf der anderen Seite.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Behandlung der essentiellen Hypertonie.

Die fixe Kombination

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

(Lisinopril und Hydrochlorothiazid) ist

angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Lisinopril alleine (oder mit Hydrochlorothiazid

alleine) nicht ausreichend eingestellt werden kann.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die Wahl einer geeigneten antihypertensiven Dosierung von Lisinopril und Hydrochlorothiazid

hängt vom klinischen Bild des Patienten ab.

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

sollte 1-mal täglich eingenommen werden.

Die Anwendung der fixen Kombination aus Lisinopril und Hydrochlorothiazid wird

üblicherweise nach Dosistitration (Dosiseinstellung) mit den Einzelkomponenten empfohlen.

Wenn klinisch vertretbar, kann eine direkte Umstellung von der Monotherapie auf die fixe

Kombination in Erwägung gezogen werden.

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

kann angewendet werden bei Patienten, deren Blutdruck mit 10

mg bzw. 20 mg Lisinopril alleine nicht ausreichend eingestellt werden kann.

Die maximale Tagesdosis von 40 mg Lisinopril/25 mg Hydrochlorothiazid sollte nicht

überschritten werden.

Wie bei allen anderen Arzneimitteln die 1-mal täglich eingenommen werden, sollten die

Tabletten

immer zur etwa gleichen Tageszeit eingenommen werden.

Dosierung bei Niereninsuffizienz

Thiazide sind möglicherweise nicht die geeigneten Diuretika für Patienten mit

Niereninsuffizienz. Thiazide sind nicht wirksam bei Kreatinin-Clearancewerten < 30 ml/min

(entspricht einer schweren Niereninsuffizienz).

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-

Clearance < 30 ml/min) kontraindiziert.

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

ist nicht geeignet zur Initialtherapie bei Patienten mit

Niereninsuffizienz.

Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 80 ml/min kann

Lisinopril comp.

AbZ Tabletten

erst nach einer vorangegangenen Dosistitration der Einzelkomponenten

angewandt werden.

Die empfohlene Initialdosis von Lisinopril als Monotherapie bei leichter Niereninsuffizienz

beträgt 5-10 mg.

Vorangegangene Diuretika-Therapie

Nach der ersten Dosis von

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

kann eine symptomatische

Hypotonie auftreten. Sie tritt eher bei Patienten mit Flüssigkeits- und/oder Elektrolytmangel,

verursacht durch vorangegangene Diuretika-Therapie, auf.

Die Behandlung mit Diuretika sollte 2-3 Tage vor Therapiebeginn mit

Lisinopril comp. AbZ

Tabletten

abgesetzt werden.

Bei Hypertonikern, bei denen das Diuretikum nicht abgesetzt werden kann, sollte die Therapie

mit Lisinopril in einer Dosierung von 5 mg eingeleitet werden. Dabei sind die Nierenfunktion

und das Serum-Kalium zu überwachen. Die anschließende Dosierung von Lisinopril sollte

entsprechend dem Ansprechen des Blutdrucks angepasst werden. Falls erforderlich, kann die

Diuretika-Therapie wieder aufgenommen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bei Kindern wurden nicht ausreichend

nachgewiesen. Die Anwendung bei Kindern wird daher nicht empfohlen.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist die Nierenfunktion eher eingeschränkt. Daher sollte, wenn angemessen,

eine Dosisanpassung durchgeführt werden.

Nach der ersten Dosis sollten bei älteren Patienten objektive und subjektive Symptome eines

Blutdruckabfalls sorgfältig überwacht werden.

In klinischen Untersuchungen war die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Lisinopril und

Hydrochlorothiazid (bei gleichzeitiger Gabe) bei älteren und jüngeren Bluthochdruckpatienten

identisch.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Lisinopril oder andere Angiotensin Converting

Enzyme (ACE)-Hemmer oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamid-

Derivate

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)

Schwere Leberinsuffizienz

Bekanntes Angioödem im Zusammenhang mit einer früheren ACE-Hemmer-Therapie

Hereditäres oder idiopathisches Angioödem

Anurie

Die gleichzeitige Anwendung von

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

mit Aliskiren-haltigen

Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion

(GFR < 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine

Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale

Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und

5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies

nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Symptomatische Hypotonie

Eine symptomatische Hypotonie wird bei Patienten mit unkompliziertem Bluthochdruck selten

beobachtet, doch ist die Wahrscheinlichkeit größer, wenn das Blutvolumen verringert wurde, z.

B. durch Diuretika-Therapie, salzarme Ernährung, Dialyse, Durchfall oder Erbrechen oder die

Patienten unter schwerer reninabhängiger Hypertonie leiden (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8). Bei

diesen Patienten sollte eine regelmäßige Bestimmung der Serumelektrolyte in angemessenen

Abständen vorgenommen werden.

Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko einer symptomatischen Hypotonie, bei Einleitung der

Therapie und bei einer Dosisanpassung sollte eine engmaschige klinische Überwachung

stattfinden. Eine besonders sorgfältige Überwachung sollte bei Patienten mit ischämischer

Herzkrankheit oder zerebrovaskulärer Erkrankung durchgeführt werden, da bei diesen Patienten

ein übermäßiger Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder zu einem zerebrovaskulären

Insult führen könnte.

Beim Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in eine liegende Position gebracht werden

und, falls erforderlich, eine intravenöse Infusion einer physiologischen Kochsalzlösung

erhalten. Eine vorübergehende hypotensive Reaktion ist keine Kontraindikation für weitere

Gaben. Nach der Wiederherstellung eines ausreichenden Blutvolumens und Blutdrucks kann die

Therapie mit reduzierter Dosis fortgeführt werden oder die Einzelwirkstoffe des Arzneimittels

können allein gegeben werden.

Bei manchen Patienten mit Herzinsuffizienz, die normo- oder hypoton sind, kann Lisinopril zu

einer zusätzlichen Senkung des systemischen Blutdrucks führen. Dieser Effekt ist vorhersehbar

und für gewöhnlich kein Grund für ein Absetzen der Behandlung. Falls die Hypotonie

symptomatisch wird, kann eine Dosisreduktion oder das Absetzen von

Lisinopril/Hydrochlorothiazid notwendig sein.

Aorten- und Mitralklappenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

Wie andere ACE-Hemmer sollte Lisinopril bei Patienten mit Mitralklappenstenose und

linksventrikulärer Ausflusstraktobstruktion wie Aortenstenose oder hypertropher

Kardiomyopathie mit Vorsicht verabreicht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Thiazide sind nicht immer die geeigneten Diuretika für Patienten mit Niereninsuffizienz und

sind nicht wirksam bei einer Kreatinin-Clearance von < 30 ml/min (dies entspricht einer

mittelschweren oder schweren Niereninsuffizienz).

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 80 ml/min) darf

Lisinopril/Hydrochlorothiazid erst angewendet werden, wenn eine vorangegangene Titration der

Einzelkomponenten ergeben hat, dass die Dosierung entsprechend der im Kombinationspräparat

enthaltenen Mengen angezeigt ist.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz kann eine Hypotonie zu Beginn einer Therapie mit ACE-

Hemmern zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen. In solchen Fällen

wurde über eine in der Regel reversible akute Niereninsuffizienz berichtet.

Bei einigen Patienten mit beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei

einer Einzelniere wurde nach einer Behandlung mit ACE-Hemmern ein Anstieg des

Blutharnstoffs und des Serumkreatinins beobachtet, der in der Regel nach Absetzen der

Therapie reversibel war. Besonders wahrscheinlich ist dies bei Patienten mit Niereninsuffizienz.

Liegt außerdem eine renovaskuläre Hypertonie vor, besteht ein erhöhtes Risiko einer schweren

Hypotonie und einer Niereninsuffizienz. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung unter

engmaschiger ärztlicher Überwachung mit niedrigen Dosen und vorsichtiger Dosistitration

begonnen werden. Da eine Behandlung mit Diuretika hierbei eine mitverursachende Rolle

spielen kann, ist die Nierenfunktion während der ersten paar Wochen der

Lisinopril/Hydrochlorothiazid-Therapie zu überwachen.

Bei einigen Hypertonikern ohne eine offensichtliche vorbestehende Nierenerkrankung kam es

insbesondere bei gleichzeitiger Gabe von Lisinopril mit einem Diuretikum zu Anstiegen des

Blutharnstoffs und Serumkreatinins, die üblicherweise gering und vorübergehend waren.

Patienten mit bereits bestehender Niereninsuffizienz sind eher davon betroffen. Unter

Umständen ist eine Dosisreduktion und/oder ein Absetzen des Diuretikums und/oder von

Lisinopril erforderlich.

Patienten unter Diuretika-Therapie

Die Behandlung mit Diuretika sollte 2-3 Tage vor Therapiebeginn mit

Lisinopril/Hydrochlorothiazid abgesetzt werden. Wenn dies nicht möglich ist, sollte die

Behandlung mit 5 mg Lisinopril alleine begonnen werden.

Nierentransplantation

Da keine Erfahrungen bei Patienten nach kürzlich erfolgter Nierentransplantation vorliegen,

sollte das Arzneimittel in dieser Situation nicht angewendet werden.

Anaphylaktoide Reaktionen bei Hämodialysepatienten

Die Anwendung von Lisinopril/Hydrochlorothiazid ist bei Patienten, die aufgrund von

Nierenversagen dialysiert werden müssen, nicht angezeigt.

Anaphylaktoide Reaktionen wurden bei Patienten beobachtet, die mit bestimmten

Hämodialyseverfahren (z. B. mit High-flux-Membran AN 69 Low-density-Lipoprotein(LDL)-

Apherese mit Dextransulfat) behandelt wurden und gleichzeitig einen ACE-Hemmer erhielten.

Bei diesen Patienten sollte die Verwendung einer anderen Dialysemembran oder einer anderen

Klasse von blutdrucksenkenden Medikamenten in Erwägung gezogen werden.

Anaphylaktoide Reaktionen bei Low-density-Lipoprotein(LDL)-Apherese

In seltenen Fällen wurden bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie, die sich einer Low-

density-Lipoprotein(LDL)-Apherese mit Dextransulfat unterzogen haben, lebensbedrohliche

anaphylaktoide Reaktionen beobachtet. Dies ließ sich vermeiden, indem die Behandlung mit

dem ACE-Hemmer vor jeder Apherese zeitweilig ausgesetzt wurde.

Lebererkrankungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortgeschrittener Lebererkrankung sind

Thiazide mit Vorsicht anzuwenden, da geringfügige Veränderungen des Flüssigkeits- und

Elektrolythaushalts zu einem hepatischen Koma führen können (siehe Abschnitt 4.3).

Selten wurde unter Behandlung mit ACE-Hemmern ein Syndrom beobachtet, das mit

cholestatischem Ikterus oder Hepatitis beginnt und bis zur fulminanten hepatischen Nekrose

fortschreitet und manchmal zum Tode führt. Der Mechanismus dieses Syndroms ist nicht

bekannt. Patienten, die Lisinopril/Hydrochlorothiazid erhalten und einen Ikterus oder eine

deutliche Erhöhung der Leberenzyme entwickeln, sollten Lisinopril/Hydrochlorothiazid

absetzen und entsprechend ärztlich überwacht werden.

Chirurgische Eingriffe/Anästhesie

Während größerer chirurgischer Eingriffe oder während der Anästhesie mit Wirkstoffen, die

eine Blutdrucksenkung bewirken, kann Lisinopril die Bildung von Angiotensin II infolge einer

kompensatorischen Reninfreisetzung blockieren. Ein Blutdruckabfall, der auf diesen

Wirkmechanismus zurückzuführen ist, kann durch Volumenexpansion behoben werden.

Metabolische und endokrine Wirkungen

Die Behandlung mit Thiaziden und ACE-Hemmern kann die Glukosetoleranz beeinträchtigen.

Eine Dosisanpassung von Antidiabetika einschließlich Insulin kann erforderlich sein.

Bei Diabetikern, die in der Vergangenheit mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt

wurden, sollten die Blutzuckerwerte während des ersten Behandlungsmonats mit einem ACE-

Hemmer genau überwacht werden.

Ein latenter Diabetes mellitus kann unter Thiazid-Therapie manifest werden.

Erhöhungen der Cholesterin- und der Triglyzeridspiegel können mit einer Diuretika-

Behandlung mit Thiaziden in Verbindung stehen.

Eine Behandlung mit Thiaziden kann Hyperurikämie und/oder Gicht bei bestimmten Patienten

auslösen. Lisinopril kann jedoch die Ausscheidung von Harnsäure verstärken und dadurch den

hyperurikämischen Effekt von Hydrochlorothiazid abschwächen.

Störungen des Elektrolythaushalts

Wie bei jeder Diuretika-Therapie sollte eine regelmäßige Bestimmung der Serum-Elektrolyte in

bestimmten Zeitabständen durchgeführt werden.

Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können zu Störungen im Flüssigkeits- und

Elektrolythaushalt führen (Hypokaliämie, Hyponatriämie sowie hypochlorämische Alkalose).

Warnsignale eines Flüssigkeits- und Elektrolytmangels sind Mundtrockenheit, Durst, Schwäche,

Lethargie, Schläfrigkeit, Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelschwäche, Hypotonie,

Oligurie, Tachykardie und gastrointestinale Störungen wie Übelkeit und Erbrechen.

An heißen Tagen kann bei ödematösen Patienten eine Verdünnungs-Hyponatriämie auftreten.

Ein Chlorid-Mangel ist im Allgemeinen gering und erfordert gewöhnlich keine Behandlung.

Thiazide können die Magnesium-Ausscheidung im Harn erhöhen, was zu einer

Hypomagnesiämie führen kann.

Thiazide können die Kalziumausscheidung über den Urin vermindern und zu einem leichten,

vorübergehenden Anstieg des Serum-Kalziums führen.

Eine deutliche Hyperkalzämie kann ein Hinweis auf eine versteckte Hyperparathyreose sein.

Vor der Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion sollte die Behandlung mit Thiaziden

abgesetzt werden.

Hyperkaliämie

Bei einigen Patienten wurde unter ACE-Hemmern, einschließlich Lisinopril, eine Erhöhung des

Serumkaliumspiegels beobachtet. In folgenden Fällen besteht ein Risiko für die Entwicklung

einer Hyperkaliämie: Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Hypoaldosteronismus oder

gleichzeitige Anwendung von kaliumsparenden Diuretika, Kaliumpräparaten oder

kaliumhaltigen Salzersatzmitteln, oder Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die zu einer

Erhöhung des Serumkaliumspiegels führen können (z. B. Heparin, Co-Trimoxazol, auch

bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol). Falls die gleichzeitige Anwendung dieser

Substanzen für notwendig erachtet wird, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle des

Serumkaliumspiegels (siehe Abschnitt 4.5).

Diabetiker

Bei Diabetikern, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden, muss der

Blutzuckerspiegel im ersten Monat der Therapie mit einem ACE-Hemmer engmaschig

kontrolliert werden (siehe Abschnitt 4.5).

Überempfindlichkeitsreaktionen/angioneurotisches Ödem

Bei Patienten, die mit ACE-Hemmern einschließlich Lisinopril behandelt werden, kann

gelegentlich ein Angioödem der Extremitäten, des Gesichts, der Lippen, der Zunge, der Glottis

und/oder des Larynx auftreten. Dies ist zu jedem Zeitpunkt im Behandlungsverlauf möglich.

Die Therapie mit Lisinopril ist in diesem Fall sofort abzubrechen. Die erforderlichen

Behandlungs- und Überwachungsmaßnahmen sollten unverzüglich eingeleitet werden. Der

Patient sollte nicht entlassen werden, bis die Symptome vollständig zurückgegangen sind.

Selbst bei Patienten, bei denen nur die Zunge angeschwollen ist und keine Atemnot vorliegt, ist

unter Umständen eine längere Beobachtung notwendig, da eine Behandlung mit

Antihistaminika und Kortikosteroiden möglicherweise nicht ausreicht.

Sehr selten wurden Todesfälle auf Grund von angioneurotischen Ödemen berichtet, die mit

Kehlkopf- oder Zungenödemen einhergingen. Bei Patienten, bei denen Zunge, Glottis oder

Kehlkopf beteiligt sind, kommt es wahrscheinlich zu einer Atemwegsobstruktion, insbesondere

bei jenen mit einer Operation im Bereich der Atemwege in der Anamnese. In solchen Fällen ist

sofort eine Notfalltherapie einzuleiten. Diese kann aus der Verabreichung von Adrenalin

und/oder dem Freihalten der Luftwege bestehen. Der Patient ist engmaschig ärztlich zu

überwachen, bis die Symptome vollständig und anhaltend abgeklungen sind.

ACE-Hemmer führen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger zu angioneurotischen

Ödemen als bei Patienten mit nicht-schwarzer Hautfarbe.

Für Patienten mit einem angioneurotischen Ödem in der Anamnese, das nicht im

Zusammenhang mit einer ACE-Hemmer-Therapie stand, kann während der Behandlung mit

einem ACE-Hemmer ein erhöhtes Risiko für angioneurotische Ödeme bestehen (siehe

Abschnitt 4.3).

Bei Patienten, die Thiazide erhalten, können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten (mit

oder ohne Anamnese einer Allergie oder Bronchialasthma). Von Verschlechterung oder

Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes wurde unter Thiazid-Therapie berichtet.

Gleichzeitige Anwendung von mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Bei Patienten, die eine gleichzeitige Therapie mit mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus,

Everolimus, Temsirolimus) erhalten, besteht eventuell ein erhöhtes Risiko eines Angioödems (z.

B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge, mit oder ohne Beeinträchtigung der Atemwege)

(siehe Abschnitt 4.5).

Desensibilisierung

Bei Patienten, die ACE-Hemmer während einer Desensibilisierungsbehandlung erhielten (z. B.

gegen Insektengift), kam es zu anaphylaktoiden Reaktionen. Bei denselben Patienten wurden

diese Reaktionen vermieden, wenn die ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurden, sie

traten jedoch bei unbeabsichtigter ACE-Hemmer-Einnahme wieder auf.

Neutropenie/Agranulozytose

Bei Patienten, die ACE-Hemmer erhielten, wurde über Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie und Anämie berichtet. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne

andere erschwerende Faktoren tritt eine Neutropenie selten auf. Neutropenie und

Agranulozytose sind nach Absetzen des ACE-Hemmers reversibel. Lisinopril sollte mit

äußerster Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Gefäßkollagenosen, Patienten unter

immunsuppressiver Therapie oder Patienten, die mit Allopurinol oder Procainamid behandelt

werden, oder bei einer Kombination dieser Risikofaktoren, insbesondere bei vorbestehender

Nierenfunktionsstörung. Bei einigen dieser Patienten kam es zu schweren Infektionen, die in

einzelnen Fällen nicht auf eine intensive Antibiotikatherapie ansprachen. Wird Lisinopril bei

diesen Patienten angewendet, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle des weißen Blutbildes,

und die Patienten sind dazu anzuhalten, jedes Anzeichen einer Infektion zu berichten.

Ethnische Zugehörigkeit

ACE-Hemmer führen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger zu angioneurotischen

Ödemen als bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe.

Wie andere ACE-Hemmer kann Lisinopril den Blutdruck bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe

weniger wirksam senken als bei Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe, was möglicherweise

auf eine höhere Prävalenz eines niedrigen Reninstatus bei farbigen Hypertonikern

zurückzuführen ist.

Husten

Unter der Anwendung von ACE-Hemmern wurde Husten berichtet. Charakteristischerweise ist

dieser Husten unproduktiv und anhaltend und geht nach Absetzen der Therapie wieder zurück.

Ein durch ACE-Hemmer verursachter Husten ist bei der Differentialdiagnose des Hustens zu

berücksichtigen.

Lithium

Die Kombination eines ACE-Hemmers mit Lithium wird generell nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.5).

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

In zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters

wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) (Basalzellkarzinom

[BCC] und Plattenepithelkarzinom [SCC]) mit steigender kumulativer Dosis von

Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten

zur Entstehung von NMSC beitragen.

Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es

sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und

unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten mögliche

vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.

B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer

Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen

sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von

Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von

HCTZ überprüft werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Dopingtest

Das in diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid kann bei einem Dopingtest zu einem

positiven Ergebnis führen.

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen

werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine

alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend

erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern

unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.6).

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Lithium

Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium und ACE-Hemmern wurde über reversible Erhöhung der

Lithium-Serum-Konzentration und Toxizität berichtet. Diuretika und ACE-Hemmer vermindern

die renale Clearance von Lithium, so dass ein hohes Risiko für toxische Lithium-Wirkungen

besteht. Die Kombination aus Lisinopril und Hydrochlorothiazid mit Lithium wird daher nicht

empfohlen. Falls sich die Kombination als notwendig herausstellt, sollte eine sorgfältige

Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Kalium-Ergänzungspräparate, kaliumsparende Diuretika oder kaliumhaltige Salzersatzmittel

Der durch Thiazid-Diuretika induzierte Kaliumverlust wird normalerweise durch den

kaliumsparenden Effekt von Lisinopril abgeschwächt. Die Anwendung von kaliumsparenden

Diuretika, Kaliumergänzungsmitteln oder kaliumhaltigen Salzersatzstoffen kann insbesondere

bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen oder Diabetes mellitus zu einer signifikanten

Erhöhung des Kalium-Plasmaspiegels führen. Falls die gleichzeitige Anwendung von

Lisinopril/Hydrochlorothiazid und eines dieser Stoffe erforderlich ist, sollte dies mit Vorsicht

und unter häufiger Kontrolle der Serum-Kalium-Werte erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Torsade de pointes induzierende Arzneimittel

Aufgrund des Hypokaliämie-Risikos ist bei der Kombination von Hydrochlorothiazid mit

Arzneimitteln, die Torsade de pointes hervorrufen können (z. B. bestimmte Antiarrhythmika,

bestimmte Antipsychotika u. a.), besondere Vorsicht geboten.

Trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika/Anästhetika

Bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Arzneimitteln für die Anästhesie, trizyklischen

Antidepressiva oder Antipsychotika mit ACE-Hemmern kann es zu einem verstärkten

Blutdruckabfall kommen (siehe Abschnitt 4.4).

Nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAR) einschließlich Acetylsalicylsäure

Die langfristige Gabe von NSAR (einschließlich selektiver COX-2-Hemmer) kann die

blutdrucksenkende Wirkung eines ACE-Hemmers abschwächen. NSAR und ACE-Hemmer

können eine additive Wirkung auf die Verschlechterung der Nierenfunktion ausüben. Diese

Wirkungen sind in der Regel reversibel. Selten kann es insbesondere bei Patienten mit bereits

eingeschränkter Nierenfunktion, wie z. B. bei älteren oder dehydrierten Patienten, zu einem

akuten Nierenversagen kommen.

Gold

Nach Injektion von Goldpräparaten (z. B. Natriumaurothiomalat) wurden nitritoide Reaktionen

(mit u. U. sehr schweren Symptomen wie Flush, Übelkeit, Schwindelgefühl und Hypotonie)

gehäuft bei Patienten beobachtet, die unter Therapie mit ACE-Hemmern standen.

Sympathomimetika

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern vermindern.

Andere Antihypertonika

Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel kann die blutdrucksenkende Wirkung von

Lisinopril/Hydrochlorothiazid verstärken. Die gleichzeitige Anwendung mit Glyceryltrinitrat

und anderen Nitraten oder anderen Vasodilatatoren kann den Blutdruck weiter senken.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer

einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten

Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion

(einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Antidiabetika

Epidemiologische Studien lassen darauf schließen, dass die gleichzeitige Verabreichung von

ACE-Hemmern und Antidiabetika (Insuline, orale Antidiabetika) eine Verstärkung der

blutzuckersenkenden Wirkung mit dem Risiko einer Hypoglykämie verursachen kann. Dieses

Phänomen schien mit größerer Wahrscheinlichkeit in den ersten Wochen der

Kombinationsbehandlung sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion aufzutreten.

Amphotericin B (parenteral), Carbenoxolon, Kortikosteroide, Corticotropin (ACTH) oder

stimulierende Laxanzien

Hydrochlorothiazid kann Störungen des Elektrolythaushalts, insbesondere eine Hypokaliämie,

verstärken.

Kalziumsalze

Bei gleichzeitiger Gabe mit Thiazid-Diuretika kann es infolge einer verminderten

Ausscheidung zu erhöhten Serum-Kalzium-Spiegeln kommen.

Herzglykoside

Ein verstärktes Auftreten der mit der thiazidinduzierten Hypokaliämie assoziierten

Digitalistoxizität ist möglich.

Colestyramin und Colestipol

Diese Arzneimittel können die Resorption von Hydrochlorothiazid verzögern oder verringern.

Deshalb sollten Sulfonamiddiuretika mindestens 1 Stunde vor oder 4-6 Stunden nach

Anwendung dieser Arzneimittel eingenommen werden.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarinchlorid)

Die Wirkungen dieser Arzneimittel können durch Hydrochlorothiazid verstärkt werden.

Trimethoprim

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Thiaziden mit Trimethoprim kann das

Risiko einer Hyperkaliämie erhöhen.

Sotalol

Eine durch Thiazid-Behandlung induzierte Hypokaliämie kann das Risiko einer durch Sotalol

induzierten Arrhythmie erhöhen.

Allopurinol

Die gleichzeitige Gabe von ACE-Hemmern und Allopurinol kann das Risiko eines

Nierenversagens und das Risiko einer Leukopenie erhöhen.

Ciclosporin

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Ciclosporin kann das Risiko eines

Nierenversagens und einer Hyperkaliämie erhöhen.

Lovastatin

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Lovastatin kann das Risiko einer

Hyperkaliämie erhöhen.

Zytostatika, Immunsuppressiva, Procainamid

Die gleichzeitige Anwendung mit ACE-Hemmern kann zu einem erhöhten Risiko einer

Leukopenie führen (siehe Abschnitt 4.4).

mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie mit mTOR-Inhibitoren erhalten, besteht eventuell

ein erhöhtes Risiko für Angioödeme (siehe Abschnitt 4.4).

Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

Bei Patienten, die gleichzeitig Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol) anwenden,

besteht eventuell ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie (siehe Abschnitt 4.4).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Kombinationspräparate mit Lisinopril und Hydrochlorothiazid haben leichte bis mittelstarke

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

(siehe Abschnitt 4.7).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

ACE-Hemmer:

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos

nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein

geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen

der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen,

schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist

eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,

Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte

(Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (siehe Abschnitt 5.3). Im Falle einer

Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden

Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Hydrochlorothiazid:

Insbesondere für das erste Trimenon liegen zur Anwendung von Hydrochlorothiazid bei

Schwangeren nur begrenzte Erfahrungen vor. Tierexperimentelle Daten sind nicht in

ausreichendem Umfang vorhanden.

Hydrochlorothiazid passiert die Plazenta. Aufgrund des pharmakologischen

Wirkungsmechanismus kann die Anwendung von Hydrochlorothiazid im zweiten und dritten

Trimenon zu einer Einschränkung der fetoplazentären Durchblutung führen und fetale und

neonatale Störungen wie Ikterus, Störungen des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenie

hervorrufen.

Hydrochlorothiazid sollte nicht zur Behandlung von schwangerschaftsbedingtem Ödem,

Hypertonus oder Präeklampsie eingesetzt werden, da das Risiko einer Abnahme des

Plasmavolumens mit Minderperfusion der Plazenta besteht, ohne dass andererseits ein

therapeutischer Nutzen für den Krankheitsverlauf erzielt werden kann.

Mit Ausnahme der seltenen Fälle, in denen eine andere Therapie nicht zur Verfügung steht, darf

Hydrochlorothiazid nicht zur Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Schwangeren

eingesetzt werden.

Stillzeit

ACE-Hemmer:

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

in der Stillzeit

vorliegen, wird

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

nicht empfohlen. Eine alternative

antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der

Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Hydrochlorothiazid:

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-Diuretika,

angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen. Die

Anwendung von

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

während der Stillzeit wird nicht empfohlen.

Wenn

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

während der Stillzeit angewandt wird, sollte die Dosis so

niedrig wie möglich sein.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Wie bei anderen Antihypertensiva kann

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

die Verkehrstüchtigkeit

und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen leicht bis mittelmäßig beeinträchtigen,

insbesondere bei Behandlungsbeginn oder Änderung der Dosis, und auch in Verbindung mit

Alkohol. Diese Effekte hängen jedoch von der individuellen Empfindlichkeit ab (siehe

Abschnitt 4.8).

Beim Führen von Kraftfahrzeugen oder Bedienen von Maschinen sollte berücksichtigt werden,

dass gelegentlich Schwindel oder Müdigkeit auftreten können.

4.8

Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Behandlung mit Lisinopril und/oder

Hydrochlorothiazid mit folgenden Häufigkeiten beobachtet und berichtet:

sehr häufig

≥ 1/10

häufig

≥ 1/100 bis < 1/10

gelegentlich

≥ 1/1.000 bis < 1/100

selten

≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

sehr selten

< 1/10.000

nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Husten, Schwindelgefühl, Hypotonie

und Kopfschmerzen, die bei 1-10 % der Behandelten auftreten können. In den klinischen

Studien waren die Nebenwirkungen in der Regel leichtgradig und vorübergehend und

erforderten in den meisten Fällen nicht den Abbruch der Therapie.

Lisinopril

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Knochenmarkdepression, Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Neutropenie,

Agranulozytose (siehe Abschnitt 4.4), hämolytische Anämie, Lymphadenopathie

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Autoimmunerkrankungen

Endokrine Erkrankungen

Selten: Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hyperkaliämie

Selten: Hyponatriämie

Sehr selten: Hypoglykämie

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Schlafstörungen, Stimmungsveränderungen, depressive Symptome

Selten: Verwirrung

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Synkope

Gelegentlich: Parästhesien, Geschmacksstörung, zerebrovaskuläres Ereignis (möglicherweise

infolge eines zu starken Blutdruckabfalls bei Hochrisikopatienten, siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Vertigo

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Myokardinfarkt (möglicherweise infolge eines zu starken Blutdruckabfalls bei

Hochrisikopatienten, siehe Abschnitt 4.4), Tachykardie, Palpitationen

Gefäßerkrankungen

Häufig: orthostatische Dysregulation (einschl. orthostatische Hypotonie)

Gelegentlich: Raynaud-Syndrom

Nicht bekannt: Rötung der Haut

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Husten (siehe Abschnitt 4.4)

Gelegentlich: Rhinitis

Sehr selten: Bronchospasmus, Sinusitis, allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Erbrechen, Diarrhoe

Gelegentlich: Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen

Selten: Mundtrockenheit

Sehr selten: Pankreatitis, intestinales Angioödem

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Hepatitis (hepatozellulär oder cholestatisch), Ikterus und Leberversagen (siehe

Abschnitt 4.4)*

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Ausschlag, Pruritus

Selten: Überempfindlichkeit/Angioödem, Angioödem von Gesicht, Extremitäten, Lippen,

Zunge, Glottis und/oder Larynx (siehe Abschnitt 4.4), Urtikaria, Alopezie, Psoriasis

Sehr selten: Diaphorese, Pemphigus, toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-

Syndrom, Erythema multiforme, kutanes Pseudolymphom**

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Nierenfunktionsstörungen

Selten: akutes Nierenversagen, Urämie

Sehr selten: Oligurie/Anurie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Impotenz

Selten: Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Asthenie, Fatigue

Untersuchungen

Gelegentlich: Anstieg von Harnstoff- und Kreatininspiegel, Hyperkaliämie, erhöhte

Leberenzyme und Bilirubin-Werte

Selten: Abfall des Hämoglobinspiegels, Abfall der Hämatokritwerte

*Sehr selten wurde als Nebenwirkung das Auftreten einer Hepatitis berichtet, aus der sich ein

Leberversagen entwickelte. Patienten, die unter Therapie mit Lisinopril/Hydrochlorothiazid

einen Ikterus oder deutlichen Anstieg der Leberenzymspiegel entwickeln, müssen das

Arzneimittel absetzen und eine angemessene medizinische Betreuung erhalten.

**Selten wurde ein Komplex aus einem oder mehreren der folgenden Symptome berichtet:

Fieber, Vaskulitis, Myalgien, Arthralgie/Arthritis, Nachweis von antinukleären Antikörpern

(ANA), beschleunigte Blutsenkung (BSG), Eosinophilie und Leukozytose, Hautausschlag,

Photosensibilität oder andere dermatologische Symptome.

Hydrochlorothiazid

(Häufigkeiten unbekannt)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sialadenitis

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)

Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

Leukopenie, Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie, aplastische Anämie,

hämolytische Anämie, Knochenmarkdepression

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Anorexie, Hyperglykämie, Glucosurie, Hyperurikämie, Elektrolytstörungen (einschließlich

Hyponatriämie, Hypokaliämie, hypochlorämische Alkalose und Hypomagnesiämie), erhöhte

Cholesterin- und Triglyczerid-Werte, Gicht

Psychiatrische Erkrankungen

Unruhe, Depression, Schlafstörungen

Erkrankungen des Nervensystems

Appetitverlust, Parästhesien, Benommenheit

Augenerkrankungen

Gelbsehen, vorübergehendes verschwommenes Sehen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Vertigo

Herzerkrankungen

Orthostatische Hypotonie

Gefäßerkrankungen

Nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Atembeschwerden (einschließlich Pneumonitis und Lungenödem)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Magenreizung, Diarrhoe, Verstopfung, Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelbsucht (intrahepatische cholestatische Gelbsucht)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Photosensibilität, Exanthem, einem kutanen Lupus erythematodes ähnliche Hautreaktionen,

Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes, Urtikaria, anaphylaktische Reaktionen,

toxische epidermale Nekrolyse

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe, Muskelschwäche

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunktionsstörung, interstitielle Nephritis

Allgemeine Erkrankungen

Fieber, Schwäche

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nicht-melanozytärer Hautkrebs: Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus

epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen

Hydrochlorothiazid und NMSC festgestellt (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.1).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses

des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall

einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Zur Überdosierung beim Menschen liegen nur begrenzte Daten vor. Zu den mit einer

Überdosierung von ACE-Hemmern einhergehenden Symptomen können Hypotonie,

Kreislaufschock, Elektrolytstörungen, Niereninsuffizienz, Hyperventilation, Tachykardie,

Palpitationen, Bradykardie, Schwindel, Angst und Husten gehören.

Die empfohlene Therapie einer Überdosierung ist die intravenöse Infusion einer

physiologischen Kochsalzlösung. Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in

Rückenlage gelagert werden. Falls verfügbar, kann die Infusion von Angiotensin II und/oder

Katecholaminen erwogen werden. Liegt die Einnahme erst kurze Zeit zurück, sind Maßnahmen

zur Elimination von Lisinopril zu treffen (z. B. Einleiten von Erbrechen, Magenspülung,

Verabreichung von adsorbierenden Substanzen und Natriumsulfat). Lisinopril lässt sich aus dem

allgemeinen Kreislauf durch Hämodialyse entfernen (siehe Abschnitt 4.4). Bei

therapieresistenter Bradykardie ist eine Schrittmachertherapie indiziert. Vitalparameter sowie

die Elektrolyt- und Kreatinin-Konzentrationen im Serum sind häufig zu kontrollieren.

Symptome einer Überdosierung mit Hydrochlorothiazid sind zusätzlich eine verstärkte Diurese,

Bewusstseinstrübung (einschließlich Koma), Krampfanfälle, Paresen, Herzrhythmusstörungen

und Nierenversagen.

Bradykardien oder ausgeprägte Vagusreaktionen können durch Gabe von Atropin behoben

werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym) und Thiazid-

Diuretikum

ATC-Code: C09BA03

Wirkmechanismus

Beide Komponenten, ACE-Hemmer und Diuretikum, ergänzen sich in ihren Wirkmechanismen

und bewirken einen additiven antihypertensiven Effekt.

Lisinopril ist ein Peptidyldipeptidasehemmer. Es hemmt das Angiotensin-Converting-Enzym

(ACE), das die Umwandlung von Angiotensin I zu dem vasokonstriktorisch wirkenden Peptid

Angiotensin II katalysiert. Angiotensin II stimuliert außerdem die Aldosteronsekretion durch die

Nebennierenrinde. Eine Hemmung des ACE führt zu verminderten Konzentrationen von

Angiotensin II, was eine geringere vasokonstriktorische Aktivität und eine verringerte

Aldosteronsekretion zur Folge hat. Letztere kann zu einem Anstieg der Serum-Kalium-

Konzentration führen.

Obwohl man davon ausgeht, dass der Mechanismus, durch den Lisinopril den Blutdruck senkt,

primär in der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems besteht, wirkt Lisinopril

auch bei Patienten mit niedriger Reninausschüttung blutdrucksenkend. ACE ist identisch mit

Kininase II, einem Enzym, das Bradykinin abbaut. Ob erhöhte Konzentrationen von Bradykinin,

einem stark vasodilatorisch wirkenden Peptid, bei den therapeutischen Wirkungen von

Lisinopril eine Rolle spielen, muss noch geklärt werden.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan

Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The

Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-

Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer

zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit

nachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder

kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie,

akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde.

Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf

andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and

Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu

einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei

Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder

kardiovaskulärer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten

Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als

auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-

Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte

Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).

Hydrochlorothiazid ist ein Thiazid-Diuretikum, das seine Wirkung durch Hemmung der

Reabsorption von Natrium in den frühdistalen Nierentubuli entfaltet. Es erhöht die

Ausscheidung von Natrium und Chlorid im Urin und in geringerem Maße die Ausscheidung

von Kalium und Magnesium, wodurch das Harnvolumen vergrößert und eine antihypertensive

Wirkung erzielt wird.

Die Zeit bis zum Einsetzen der diuretischen Wirkung beträgt etwa 2 Stunden. Die diuretische

Wirkung erreicht ihr Maximum nach 4 Stunden und hält über 6 bis 12 Stunden an. Oberhalb

einer bestimmten Dosis erreichen Thiazid-Diuretika hinsichtlich der therapeutischen Wirkung

ein Plateau, während sich die Nebenwirkungen vervielfachen. Wenn die Behandlung keine

Wirkung zeigt, ist daher eine Steigerung der Dosis über die empfohlene Dosis hinaus nicht

sinnvoll und führt oft zu einer Zunahme der Nebenwirkungen.

Nicht-melanozytärer Hautkrebs

Auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein

kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC beobachtet. Eine

Studie umfasste eine Grundgesamtheit aus 71.533 Fällen von BCC und 8.629 Fällen von SCC

mit Kontrollgruppen von 1.430.833 bzw. 172.462 Personen. Eine hohe HCTZ-Dosierung

(≥ 50.000 mg kumulativ) war assoziiert mit einer bereinigten Odds-Ratio von 1,29 (95 %

Konfidenzintervall: 1,23-1,35) für BCC und 3,98 (95 % Konfidenzintervall: 3,68-4,31) für SCC.

Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurde eine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung

ermittelt. Eine weitere Studie ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs

(SCC) und der Exposition gegenüber HCTZ: 633 Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines

risikoorientierten Stichprobenverfahrens mit einer Kontrollgruppe von 63.067 Personen

abgeglichen. Es wurde eine kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-

Ratio von 2,1 (95 % Konfidenzintervall: 1,7-2,6) festgestellt, die sich bei hoher Exposition

(~ 25.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und bei der höchsten kumulativen Dosis

(~ 100.000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5) erhöhte (siehe auch Abschnitt 4.4).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Das Kombinationspräparat ist bioäquivalent zur getrennten Anwendung der einzelnen

Wirkstoffe.

Lisinopril

Lisinopril ist ein oral wirksamer nicht-sulphydrylhaltiger ACE-Hemmer.

Resorption

Nach oraler Gabe von Lisinopril werden maximale Plasmakonzentrationen innerhalb von etwa 7

Stunden erreicht. Bei Patienten mit Myokardinfarkt bestand allerdings ein Trend zu einer

geringen Verzögerung der Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentrationen. Auf

Basis der Wiederfindung im Urin beträgt die mittlere Resorptionsrate ca. 25 % mit einer

Schwankungsbreite zwischen den Patienten von 6-60 % über den untersuchten Dosisbereich (5-

80 mg). Bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist die absolute Bioverfügbarkeit um etwa 16 %

vermindert. Die Resorption von Lisinopril wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht

beeinträchtigt.

Verteilung

Lisinopril scheint außer an das zirkulierende Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) nicht an

andere Plasmaproteine gebunden zu sein. Studien an Ratten weisen darauf hin, dass Lisinopril

die Blut-Hirn-Schranke nur in geringem Ausmaß passiert.

Elimination

Lisinopril wird nicht metabolisiert und unverändert mit dem Urin ausgeschieden. Bei

Mehrfachdosierung hat Lisinopril eine effektive Kumulationshalbwertszeit von 12,6 Stunden.

Die Clearance von Lisinopril beträgt bei gesunden Probanden etwa 50 ml/min. Abnehmende

Serum-Konzentrationen zeigen eine verlängerte terminale Phase, die aber nicht zur Kumulation

des Wirkstoffs führt. Diese terminale Phase ist wahrscheinlich Ausdruck der gesättigten

Bindung an ACE und verhält sich nicht proportional zur Dosis.

Eingeschränkte Leberfunktion

Die eingeschränkte Leberfunktion bei Zirrhosepatienten führte zu einer Abnahme der

Resorption von Lisinopril (etwa 30 % bei Bestimmung durch die Wiederfindung im Urin), aber

infolge einer verminderten Clearance zu einer Zunahme der Exposition (um etwa 50 %) im

Vergleich zu gesunden Probanden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Elimination von Lisinopril, das über die Nieren

ausgeschieden wird, vermindert, aber diese Verminderung wird nur klinisch bedeutsam, wenn

die glomeruläre Filtrationsrate weniger als 30 ml/min beträgt. Bei leichter bis mittelschwerer

Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min) war die mittlere AUC

nur um 13 % vergrößert, während bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-

Clearance 5-30 ml/min) eine 4,5fache Zunahme der mittleren AUC beobachtet wurde.

Lisinopril kann durch Dialyse entfernt werden. Während einer 4-stündigen Hämodialyse

nahmen die Plasmakonzentrationen von Lisinopril bei einer Dialyse-Clearance zwischen 40 und

55 ml/min im Durchschnitt um 60 % ab.

Herzinsuffizienz

Patienten mit Herzinsuffizienz haben im Vergleich zu gesunden Probanden eine größere

Lisinopril-Exposition (eine Zunahme der AUC von durchschnittlich 125 %), aber auf Basis der

Wiederfindung von Lisinopril im Urin ist die Resorption im Vergleich zu gesunden Probanden

um etwa 16 % verringert.

Ältere Patienten

Ältere Patienten haben im Vergleich zu jüngeren Probanden höhere Blutspiegel und höhere

AUC-Werte (Zunahme von etwa 60 %).

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid wird bei oraler Gabe relativ schnell resorbiert. Die mittlere

Plasmahalbwertszeit wurde bei nüchternen Personen mit 5-15 Stunden angegeben.

Hydrochlorothiazid wird rasch über die Nieren eliminiert und unverändert (> 95 %) mit dem

Urin ausgeschieden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei

wiederholter Gabe, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen

Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Für die Angiotensin-Converting-

Enzym-Hemmer als Klasse wurde nachgewiesen, dass sie unerwünschte Wirkungen auf die

späte fetale Entwicklung ausüben, die zum Tod des Feten sowie zu kongenitalen Defekten

führen können, die insbesondere den Schädel betreffen. Fetotoxizität, intrauterine

Wachstumsverzögerung sowie offener Ductus arteriosus Botalli wurden ebenfalls berichtet.

Diese Entwicklungsanomalien werden teilweise auf eine direkte Wirkung der ACE-Hemmer auf

das fetale Renin-Angiotensin-System und teilweise auf eine Ischämie zurückgeführt, die aus der

mütterlichen Hypotonie sowie der verminderten fetoplazentaren Durchblutung und Sauerstoff-

und Nährstoffversorgung des Fetus resultiert.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg Tabletten

Mannitol, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Vorverkleisterte Maisstärke, Croscarmellose-

Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Eisenoxidhydrat · H

O (E 172), Eisen(III)-oxid rot (E

172).

Lisinopril comp. AbZ 20 mg/12,5 mg Tabletten

Mannitol, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Vorverkleisterte Maisstärke, Croscarmellose-

Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDC/Aluminium-Blister

Packung mit 30 Tabletten

Packung mit 50 Tabletten

Packung mit 100 Tabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

A

Z

-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Lisinopril comp. AbZ 10 mg/12,5 mg Tabletten

57960.00.00

Lisinopril comp. AbZ 20 mg/12,5 mg Tabletten

57960.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 12. Januar 2004

Datum der Verlängerung der Zulassung: 18. Juli 2008

10.

STAND DER INFORMATION

Oktober 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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