Linola H N Emulsion

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Prednisolon
Verfügbar ab:
Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel
ATC-Code:
D07AA03
INN (Internationale Bezeichnung):
prednisolone
Darreichungsform:
Emulsion
Zusammensetzung:
Prednisolon 0.4g
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
6824793.00.00

Linola H N - DE

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25/08/2017

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Linola

H N

0,4 g Prednisolon pro 100 g Creme

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Linola H N und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Linola H N beachten?

Wie ist Linola H N anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Linola H N aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Linola H N und wofür wird es angewendet?

Linola H N ist eine entzündungshemmende Creme zur Anwendung auf der Haut.

Linola H N wird angewendet zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen, bei denen

schwach wirksame Glucocorticosteroide angezeigt sind.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Linola H N beachten?

Linola H N darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Prednisolon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

bei virusbedingten Hauterkrankungen, wie Herpes (Herpes simplex), Gürtelrose (Herpes zoster)

oder Windpocken,

bei spezifischen Hauterkrankungen (Tuberkulose, Lues) und entzündlichen Impfreaktionen,

bei Pilzerkrankungen (Mykosen) und bakteriellen Hautinfektionen,

bei entzündlichen Hauterscheinungen mit Rötung und Knötchenbildung um den Mund

(periorale Dermatitis), Akne und Gesichtsrötung, eventuell mit entzündlichen oder eitrigen

Pickeln (Rosazea),

am Augenlid,

während des ersten Drittels der Schwangerschaft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Linola H N anwenden

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Da die Haut im Gesichtsbereich besonders empfindlich ist, sollte Linola H N im Gesicht nur mit

besonderer Vorsicht angewendet werden, um Hautveränderungen zu vermeiden.

Bei bakteriell infizierten Hauterkrankungen und/oder bei Pilzbefall darf Linola H N nur in

Kombination mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die gegen diese Erkrankungen wirksam

sind.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Linola H N und Latexprodukten (z. B. Kondome, Diaphragmen)

im Genital- oder Analbereich kann es wegen der enthaltenen sonstigen Bestandteile (insbesondere

Stearate) zur Verminderung der Funktionsfähigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit

dieser Produkte kommen.

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an

Ihren Arzt.

Anwendung von Linola H N zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Linola H N darf im ersten Drittel der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

In zweiten und dritten Drittel der Schwangerschaft darf Linola H N nur nach sorgfältiger Nutzen-

Risiko-Abschätzung durch den behandelnden Arzt angewendet werden. Insbesondere eine

großflächige oder langfristige Anwendung und luftdicht abschließende (okklusive) Verbände sind

während der Schwangerschaft zu vermeiden.

Während der Stillzeit ist zu beachten, dass der in Linola H N enthaltene Wirkstoff in die Muttermilch

übertritt. Bei einer großflächigen oder langfristigen Anwendung sollte abgestillt werden. Ein Kontakt

des Säuglings mit den behandelten Hautpartien der Mutter ist zu vermeiden.

3.

Wie ist linola H N anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Linola H N ist eine Creme zur Anwendung auf der Haut.

Tragen Sie Linola H N 1- bis 2-mal täglich mit den Fingern dünn auf die erkrankten Hautpartien auf

und reiben Sie sie dann leicht ein.

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.

Eine längerfristige (länger als 4 Wochen) oder großflächige (mehr als 20 % der Körperoberfläche)

Anwendung von Linola H N sollte vermieden werden. Dies gilt auch für eine länger als 1 Woche

andauernde Behandlung von mehr als 10 % der Körperoberfläche.

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Anwendung bei Kindern

Bei Kindern genügt meist eine Anwendung pro Tag.

Die Anwendung sollte nur kurzfristig (d. h. kürzer als 2 Wochen) und kleinflächig (d. h. auf weniger

als 10 % der Körperoberfläche) erfolgen.

Wenn Sie eine größere Menge von Linola H N angewendet haben als Sie sollten

Bei großflächiger Anwendung, bei Schädigung der Hautbarriere oder unter luftdicht abschließenden

Verbänden (z. B. Pflaster, Windel) kann Prednisolon verstärkt in den Körper aufgenommen werden

und entsprechende Nebenwirkungen verursachen.

Wenn Sie die Anwendung von Linola H N vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Setzen Sie die Behandlung bei der nächsten Anwendung mit der üblichen Menge fort.

Wenn Sie die Anwendung von Linola H N abbrechen

Besprechen Sie die weitere Vorgehensweise mit Ihrem Arzt, da der Behandlungserfolg sonst

möglicherweise gefährdet ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000)

Allergische Hautreaktionen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Verschwommenes Sehen.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Außerdem sind kurzzeitige Hautreizungen (z. B. Brennen, Rötung) möglich.

Bei länger dauernder Anwendung (über 3 - 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung, besonders

unter luftdicht abschließenden Verbänden oder in Hautfalten, sind Veränderungen im behandelten

Hautgebiet, wie irreversible Hautverdünnungen (Hautatrophien), Gefäßerweiterungen

(Teleangiektasien), Dehnungsstreifen (Striae), Steroidakne, entzündliche Hauterscheinungen um den

Mund (periorale Dermatitis), Änderungen der Hautpigmentierung und vermehrte Behaarung

(Hypertrichose) nicht auszuschließen.

Bei großflächiger Anwendung, bei Schädigung der Hautbarriere oder unter abschließenden Verbänden

(Okklusivverbänden) kann der Wirkstoff Prednisolon in solchen Mengen in den Körper gelangen, dass

Störungen des Hormonhaushalts (z. B. eine Unterdrückung der Nebennierenrindenfunktion) nicht

auszuschließen sind.

Durch die reduzierte lokale Infektabwehr besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von

Sekundärinfektionen.

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Bei Patienten mit gestörter Durchblutung, sind nach der Anwendung von Cortison-haltigen

Arzneimitteln Geschwürbildungen der Haut beschrieben worden.

Die Anwendung von Linola H N auf Wunden kann die Wundheilung stören.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern

Bei Kindern ist aufgrund der relativ großen Hautoberfläche im Vergleich zum Körpergewicht eine

Verminderung der Nebennierenrindenfunktion eher möglich. Ständige äußerliche Therapie mit

Cortison-haltigen Präparaten kann das Wachstum und die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Linola H N aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Tube nach „Verwendbar bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Nach Anbruch 1 Jahr haltbar.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Linola H N enthält

Der Wirkstoff ist Prednisolon. 100 g Creme enthalten 0,4 g Prednisolon.

Die sonstigen Bestandteile sind: Decyloleat, ungesättigte Fettsäuren (C

), Glycerolmonostearat,

Macrogolstearylether (2) (Ph.Eur.),

-Octadecyl-

-hydroxypoly(oxyethylen)-21,

Phenoxyethanol (Ph.Eur.), Stearinsäure (Ph.Eur.) (E 570), gebleichtes Wachs, gereinigtes

Wasser.

Wie Linola H N aussieht und Inhalt der Packung

Linola H N ist eine gleichmäßig weiße Creme in Aluminiumtuben.

Linola H N ist in Tuben mit 10 g, 15 g, 25 g, 50 g, 100 g und 250 g Creme erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel

Sudbrackstraße 56

33611 Bielefeld

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Tel.: 0521 8808-05

Fax: 0521 8808-334

E-Mail: info@wolff-arzneimittel.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2017.

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FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Linola

0,4 g Prednisolon pro 100 g Creme

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

100 g Creme (Typ O/W-Emulsion) enthalten 0,4 g Prednisolon.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Creme

Gleichmäßig weiße Creme.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen, bei denen schwach wirksame, topisch

anzuwendende Glucocorticosteroide angezeigt sind.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Linola H N wird 1- bis 2-mal täglich angewendet.

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.

Eine längerfristige (länger als 4 Wochen) oder großflächige (mehr als 20 % der Körperoberfläche)

Anwendung von Linola H N sollte vermieden werden. Dies gilt auch für eine länger als 1 Woche

andauernde Behandlung von mehr als 10 % der Körperoberfläche.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern genügt meist eine Anwendung pro Tag.

Linola H N sollte bei Kindern nur kurzfristig (kürzer als 2 Wochen) und kleinflächig (weniger als 10

% der Körperoberfläche) in der geringstmöglichen Dosis angewendet werden.

Art der Anwendung

Zur Anwendung auf der Haut.

Linola H N

wird mit den Fingern dünn auf die erkrankten Hautpartien aufgetragen und dann leicht

eingerieben.

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4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Virusbedingte Hauterkrankungen, wie Herpes simplex, Herpes zoster oder Windpocken.

Spezifische Hauterkrankungen (Tuberkulose, Lues) und entzündliche Impfreaktionen.

Pilzerkrankungen (Mykosen) und bakterielle Hautinfektionen.

Periorale Dermatitis, Akne und Rosazea.

Anwendung am Augenlid.

Erstes Trimester der Schwangerschaft.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Da die Haut im Gesichtsbereich besonders empfindlich ist, sollte Linola H N im Gesicht nur mit

besonderer Vorsicht angewendet werden, um Hautveränderungen zu vermeiden.

Bei bakteriell infizierten Hauterkrankungen und/oder bei Pilzbefall darf Linola H N nur in

Kombination mit anderen Arzneimitteln angewandt werden, die gegen diese Erkrankungen wirksam

sind.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Linola H N und Latexprodukten (z. B. Kondome, Diaphragmen)

im Genital- oder Analbereich kann es wegen der enthaltenen sonstigen Bestandteile (insbesondere

Stearate) zur Verminderung der Funktionsfähigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit

dieser Produkte kommen.

Sehstörung

Bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten.

Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig

wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in

Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene

Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung

systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Keine bekannt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Linola H N bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Linola H N darf im ersten Trimester der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft darf Linola H N nur nach sorgfältiger Nutzen-

Risiko-Abschätzung durch den behandelnden Arzt angewendet werden. Insbesondere eine

großflächige oder langfristige Anwendung und okklusive Verbände sind während der

Schwangerschaft zu vermeiden.

Stillzeit

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Prednisolon geht in die Muttermilch über. Bei einer großflächigen oder länger dauernden Anwendung

sollte abgestillt werden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr

häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, <

1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten

nicht abschätzbar).

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkung

Erkrankungen des

Immunsystems

Sehr selten

Allergische Hautreaktionen

Augenerkrankungen

Nicht bekannt

Verschwommenes Sehen (siehe auch

Abschnitt 4.4)

Andere mögliche Nebenwirkungen

sind kurzzeitige Hautreizungen (z. B. Brennen, Rötung) möglich.

Bei länger dauernder Anwendung (über 3 - 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung, besonders

unter Okklusivverbänden oder in Hautfalten, sind Veränderungen im behandelten Hautgebiet, wie

irreversible Hautatrophien, Teleangiektasien, Striae, Steroidakne, periorale Dermatitis, Änderungen

der Hautpigmentierung und Hypertrichose nicht auszuschließen.

Durch die reduzierte lokale Infektabwehr besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von

Sekundärinfektionen.

In seltenen Fällen können Störungen des Hormonhaushalts, wie z. B. eine Unterdrückung der

Nebennierenrindenfunktion, aufgrund einer systemischen Resorption auftreten, insbesondere bei

großflächiger und länger dauernder Anwendung, bei Anwendung unter Okklusivverbänden, in

Hautfalten oder im Gesicht.

Bei Patienten mit gestörter Durchblutung, sind nach der Anwendung von Cortison-haltigen Präparaten

weitere Nebenwirkungen, wie z. B. Ulkusbildung, beschrieben worden.

Die Applikation von Glucocorticoid-haltigen Externa auf Wunden kann die Wundheilung stören.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern ist aufgrund der relativ großen Hautoberfläche im Vergleich zum Körpergewicht eine

Verminderung der Nebennierenrindenfunktion eher möglich. Eine länger dauernde äußerliche

Behandlung mit Cortison-haltigen Arzneimitteln kann das Wachstum und die Entwicklung von

Kindern beeinträchtigen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

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Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Bei großflächiger Anwendung, bei Schädigung der Hautbarriere oder unter Okklusivverbänden kann

Prednisolon in ausreichender Menge resorbiert werden und systemische Effekte verursachen.

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PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Corticosteroide, schwach wirksam (Gruppe I), ATC-Code:

D07AA03

Prednisolon gehört nach der heute üblichen Einteilung topischer Corticoide - in schwach (I),

mittelstark (II), stark (III), sehr stark (IV) - zur ersten Gruppe. Somit eignet sich Prednisolon

besonders zur Behandlung von rein entzündlichen Dermatosen ohne hyperproliferativen Anteil, da es

keinen wesentlichen antiproliferativen Effekt besitzt.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Für Prednisolon in der vorliegenden dermalen Grundlage liegen keine Daten bezüglich Penetrations-

und Resorptionsverhalten vor.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Toxizität

Basierend auf den konventionellen Studien zum akuten toxischen Potential von Prednisolon lassen die

präklinischen Daten keine besonderen Gefahren von Linola H N für den Menschen erkennen.

Untersuchungen zur chronischen und subchronischen Toxizität mit Prednisolon zeigten typische

Symptome einer Glucocorticoid-Überdosierung (z. B. erhöhte Serumglucose- und Cholesterinwerte,

Abnahme der Lymphozyten im peripheren Blut, Knochenmarksdepression, atrophische

Veränderungen der Milz, des Thymus und der Nebennieren, sowie verminderte

Körpergewichtszunahmen).

Mutagenität und Kanzerogenität

Untersuchungen mit Glucocorticoiden ergaben keine Hinweise auf klinisch relevante, genotoxische

Eigenschaften.

Reproduktionstoxizität

Glucocorticoide zeigten in Tierversuchen teratogene Wirkungen (z. B. Gaumenspalten,

Skelettanomalien, sowie intrauterine Wachstumsstörungen und Embryoletalität).

Untersuchungen zur peri- und postnatalen Toxizität, sowie zur Fertilität wurden nicht durchgeführt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

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Decyloleat

Ungesättigte Fettsäuren (C

Glycerolmonostearat

Macrogolstearylether (2) (Ph.Eur.)

-octadecyl-

-hydroxypoly(oxyethylen)-21

Phenoxyethanol (Ph.Eur.)

Stearinsäure (Ph.Eur.) (E570)

Gebleichtes Wachs

Gereinigtes Wasser

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Nach Anbruch 1 Jahr haltbar.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminiumtube mit Verschlusskappe aus Polyethylen

Packungsgrößen: 10 g, 15 g, 25 g, 50 g, 100 g, 250 g.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Dr August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel

Sudbrackstraße 56

33611 Bielefeld

Tel.: 0521 8808-05

Fax: 0521 8808-334

E-Mail: info@wolff-arzneimittel.de

8.

ZULASSUNGSNUMMER

6824793.00.00

Linola H N

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9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung 29. November 2004.

10.

STAND DER INFORMATION

08.2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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