Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Levodopa, Carbidopa-Monohydrat
Verfügbar ab:
TAD Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Levodopa, carbidopa monohydrate
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Levodopa 100.mg; Carbidopa-Monohydrat 27.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
43069.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Wirkstoffe: Levodopa und Carbidopa

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Levodopa/Carbidopa TAD und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD beachten?

Wie ist Levodopa/Carbidopa TAD einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Levodopa/Carbidopa TAD aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Levodopa/Carbidopa TAD und wofür wird es angewendet?

Levodopa/Carbidopa

Arzneimittel

gegen

Parkinsonsche

Krankheit

(Levodopa

Decarboxylasehemmer).

Levodopa/Carbidopa TAD wird angewendet bei

Parkinsonscher

Krankheit

(Schüttellähmung,

eine

Erkrankung

grobschlägigem

Zittern,

Bewegungsverlangsamung und Starre der Muskeln).

symptomatischen Parkinson-Syndromen (Krankheitserscheinungen, die der Parkinson'schen Krankheit

entsprechen,

aber

infolge

Vergiftungen,

Hirnentzündungen

arteriosklerotischen

Hirngefäßveränderungen auftreten). Ausgenommen hiervon ist das medikamentös induzierte Parkinson-

Syndrom (Parkinson-ähnliche Krankheitserscheinungen, die durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst

werden).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD beachten?

Levodopa/Carbidopa TAD darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Levodopa oder Carbidopa oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

wenn Sie gleichzeitig nichtselektive Monoaminooxidase (MAO)-Hemmer einnehmen. Diese MAO-Hemmer müssen

spätestens

Wochen

Beginn

Therapie

Levodopa/Carbidopa

abgesetzt

werden.

Levodopa/Carbidopa TAD kann gleichzeitig mit selektiven MAO-Typ-B-Hemmern (z.B. Selegilin, Rasagilin) oder

selektiven MAO-Typ-A-Hemmern (z.B. Moclobemid) in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden.

MAO-Typ-A-

MAO-Typ-B-Hemmer

sollten

nicht

zusammen

Levodopa/Carbidopa

eingenommen

werden (siehe Abschnitt Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD zusammen mit anderen Arzneimitteln),

wenn Sie an schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. schwere Herzrhythmusstörungen [Arrhythmien], einem zu

schnellen Herzschlag [Tachykardie] und Herzinsuffizienz) leiden,

wenn Sie an Nieren-, Leber- oder endokrinen Erkrankungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, Tumor der Nebenniere

[Phäochromozytom], Cushing Syndrom) leiden,

wenn Sie an bestimmten psychischen Erkrankungen leiden,

wenn Sie an einem Engwinkelglaukom (grüner Star) leiden,

wenn Sie an verdächtigen, nicht diagnostizierten Hautveränderungen oder einem anamnestisch bekannten Melanom

leiden, da Levodopa ein malignes Melanom aktivieren kann,

bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren,

bei Schwangeren,

bei Frauen, die schwanger werden können, wenn diese nicht gleichzeitig eine ausreichende empfängnisverhütende

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels

beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen

Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Maßnahme ergriffen haben. Wenn bei einer Frau, die Levodopa-Carbidopa einnimmt, eine Schwangerschaft eintritt,

muss das Präparat abgesetzt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Levodopa/Carbidopa TAD einnehmen,

Sie dürfen Levodopa/Carbidopa TAD erst einnehmen nach Rücksprache mit Ihrem Arzt:

bei schwerer Lungenerkrankung, Bronchialasthma sowie bei einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür

oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte,

bei schweren Störungen des blutbildenden (hämatopoetischen) Systems,

bei allen Krankheitszuständen, bei denen Sympathomimetika nicht gegeben werden dürfen (Arzneimittel, die

gegen erniedrigten Blutdruck, bei Kreislaufversagen, bei unregelmäßigem Herzschlag, als Wehenhemmer

und bei Krämpfen der unteren Luftwege angewendet werden),

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuer bemerken, dass Sie einen Drang oder ein

Verlangen entwickeln, sich in einer für Sie ungewöhnlichen Weise zu verhalten, und Sie dem Impuls, dem Trieb oder

der Versuchung nicht widerstehen können, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden können.

Dies nennt man Impulskontrollstörungen und dazu gehören Verhaltensweisen wie zum Beispiel Spielsucht,

übermäßiges Essen oder Geldausgeben, ein abnorm starker Sexualtrieb oder eine Zunahme sexueller Gedanken

oder Gefühle.

Ihr Arzt muss dann möglicherweise Ihre Behandlung überprüfen.

Hinweis:

Die Ausscheidung der wirksamen Bestandteile von Levodopa/Carbidopa TAD in Urin, Speichel und Schweiß kann

Flecken in der Kleidung verursachen, die nach dem Antrocknen nicht mehr entfernt werden können, weshalb die

Flecken in frischem Zustand ausgewaschen werden sollten.

Warnhinweis

Nach langjähriger Behandlung mit Präparaten, die die gleichen Wirkstoffe wie Levodopa/Carbidopa TAD enthalten,

kann ein plötzliches Absetzen oder Reduzieren von Levodopa/Carbidopa TAD zu Levodopa-Entzugserscheinungen

führen

(sog.

malignes

Levodopa-Entzugssyndrom

bzw.

malignes

Levodopa-Entzugssyndrom

bzw.

malignes

neuroleptisches Syndrom).

Es können auftreten:

Sehr hohes Fieber, Muskelsteife (in deren Folge der Blutwert Serumkreatinin-Phosphokinase ansteigen kann)

und seelische Auffälligkeiten

oder eine vollständige Bewegungsstarre.

Beide Zustände sind lebensbedrohlich. Verständigen Sie in solch einem Fall sofort den nächst erreichbaren Arzt.

Hinweise zur Überwachung der Behandlung

In anfälligen Personen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Patienten

Krampfanfällen

oder

Magen-Darm-Geschwüren

Vorgeschichte

sollten

ärztlich

besonders

beobachtet werden.

Bei Patienten mit chronischem Weitwinkelglaukom sollte regelmäßig der Augeninnendruck gemessen werden.

Vorsicht ist angezeigt bei Anwendung von Levodopa-Carbidopa bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzadern

(Koronararterien), unregelmäßiger Herzschlagfolge (Herzarrhythmien) oder Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die

Herzfunktion sollte regelmäßig, vor allem zu Beginn der Behandlung und danach während der Dauerbehandlung

durch Kreislauf- und EKG-Kontrollen (Messung der Herzströme) überwacht werden.

Eine

engmaschige

Überwachung

wird

Patienten mit

Risikofaktoren

(z.B.

Ältere,

gleichzeitige

Anwendung

Arzneimitteln gegen Bluthochdruck oder anderen Präparaten, die zu einem Blutdruckabfall führen können) oder einer

Vorgeschichte für einen Blutdruckabfall beim Wechsel der Körperlage (orthostatische Hypotonie) besonders zu

Behandlungsbeginn oder bei Dosiserhöhungen empfohlen.

Levodopa-Carbidopa

kann

Veränderungen

Blutbild

(z.B.

hämolytische

Anämie,

Thrombozytopenie

Leukopenie, Panzytopenie) führen. In einigen wenigen Fällen wurde über eine schwere Form der Blutbildungsstörung

(Agranulozytose) berichtet, wobei ein Zusammenhang mit Levodopa-Carbidopa weder bestätigt noch vollständig

ausgeschlossen werden konnte. Deshalb sollte während der Behandlung regelmäßig das Blutbild kontrolliert werden.

Eine Depression kann Teil des Krankheitsbildes von Patienten mit Morbus Parkinson oder dem Syndrom der

unruhigen Beine (Restless legs Syndrom) sein, es kann aber auch bei Patienten, die mit Levodopa-Carbidopa

behandelt werden, auftreten. Alle Patienten sollten sorgfältig hinsichtlich psychologischer Veränderungen und einer

Depression mit oder ohne Gedanken zur Selbstschädigung überwacht werden.

Patienten

psychischen

Erkrankungen

(Psychosen)

oder

psychischen

Erkrankungen

Vorgeschichte

(Psychosen in der Vorgeschichte) sollen mit Vorsicht behandelt werden.

Levodopa-Carbidopa kann zu einer stark gesteigerten Anwendung des Präparats führen. Eine kleine Subgruppe von

Patienten mit der Parkinson Erkrankung leiden an kognitiven Störungen und Verhaltensstörungen, die direkt der

Einnahme erhöhter Mengen des Präparats gegen ärztlichen Rat zugeordnet werden können.

Bei Patienten mit einer Vollnarkose sollte die Behandlung mit Levodopa-Carbidopa solange wie möglich bis zur

Operation fortgeführt werden außer bei einer Narkose mit Halothan. Bei einer Vollnarkose mit Halothan sollte

Levodopa-Carbidopa 12-48 Stunden vor dem chirurgischen Eingriff beendet werden, da bei Patienten mit Levodopa-

Carbidopa Schwankungen des Blutdrucks und/oder eine unregelmäßige Herzschlagfolge (Arrhythmien) auftreten

können. Die Behandlung mit Levodopa-Carbidopa kann nach dem Eingriff wieder aufgenommen werden, wobei die

Dosis allmählich bis auf das Niveau vor dem Eingriff erhöht werden sollte.

Unter

Levodopa

können

Schläfrigkeit

Episoden

Schlafattacken

auftreten.

Über

plötzlich

auftretende

Schlafattacken während Alltagsaktivitäten, die in einigen Fällen ohne Warnzeichen auftraten, wurde sehr selten

berichtet. Patienten müssen hierüber informiert werden. Patienten müssen unter der Behandlung mit Levodpa

Vorsicht walten lassen beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen. Patienten, die an Schläfrigkeit und/oder

Schlafattacken litten, müssen vom Autofahren und Bedienen von Maschinen Abstand nehmen. Ferner sollte eine

Dosiserniedrigung oder eine Beendigung der Therapie erwogen werden (siehe Abschnitt Verkehrstüchtigkeit und

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen).

Labortests

Die Leber-, Nieren- und Herzfunktion sowie das Blutbild sollten in der Einstellungsphase häufiger und später

mindestens einmal jährlich kontrolliert werden.

Blutzuckeruntersuchungen sollten bei Patienten mit Diabetes häufiger durchgeführt werden und die Dosis der

Antidiabetika sollte entsprechend dem Blutzuckerspiegel angepasst werden.

Malignes Melanom

Parkinson-Patienten haben ein erhöhtes Risiko ein malignes Melanom zu entwickeln. Daher sollten Patienten und

Angehörige bzw. Betreuungspersonen angewiesen werden, während der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa TAD

die Haut häufig und regelmäßig auf Anzeichen eines Melanoms zu untersuchen. Im Idealfall sollten regelmäßige

Hautuntersuchungen durch einen Hautarzt durchgeführt werden.

In sehr seltenen Fällen wird bei den Patienten eine eigenmächtige Steigerung der Einnahmemenge beobachtet.

Kinder und Jugendliche

Levodopa/Carbidopa TAD ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt.

Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Nichtselektive

Monoaminooxidase

(MAO)-Hemmer

dürfen

nicht

gleichzeitig

Levodopa/Carbidopa

einnehmen. Diese MAO-Hemmer müssen spätestens 2 Wochen vor Beginn der Therapie mit Levodopa/Carbidopa

TAD abgesetzt werden, da sonst unerwünschte Wirkungen (plötzlicher, hoher Anstieg des Blutdrucks [hypertensive

Krise]) auftreten können.

MAO-Typ-A- und MAO-Typ-B-Hemmer sollten nicht zusammen mit Levodopa/Carbidopa TAD eingenommen werden,

da sonst unerwünschte Wirkungen (plötzlicher, hoher Anstieg des Blutdrucks [hypertensive Krise]) auftreten können.

Die therapeutische Wirkung von Levodopa/Carbidopa TAD kann eingeschränkt werden durch antipsychotisch

wirksame Arzneimittel (wie z. B. Phenothiazine, Butyrophenone und Risperidon) sowie durch Isoniazid, Phenytoin,

Papaverin und Opioide.

Die gleichzeitige Einnahme Eisensulfat-haltiger oder Eisengluconat-haltiger Arzneimittel kann zu einer geringeren

Aufnahme von Levodopa/Carbidopa TAD im Magen-Darm-Kanal führen.

Über Nebenwirkungen, einschließlich Bluthochdruck und Dyskinesie, bei gleichzeitiger Anwendung von trizyklischen

Antidepressiva und Levodopa/Carbidopa-Präparaten wurde selten berichtet. Unter kombinierter Therapie mit Selegilin

und Levodopa/Carbidopa kann eine massiv verstärkte orthostatische Hypotension auftreten (siehe

„Nebenwirkungen“). Bezüglich Patienten, die MAO-Hemmer erhalten, wird auch auf die entsprechenden

Ausführungen unter „Levodopa/Carbidopa TAD darf nicht eingenommen werden“ verwiesen.

Bei Patienten, die Levodopa/Decarboxylasehemmer-Präparate zusammen mit Antihypertonika (insbesondere

Reserpin-haltige Präparate) erhielten, ist eine symptomatische orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall beim

Aufstehen) aufgetreten. Daher kann zu Beginn der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa TAD eine Anpassung der

Antihypertonika-Dosis erforderlich werden.

Es ist möglich, Levodopa/Carbidopa TAD mit allen bekannten Antiparkinsonmitteln zu kombinieren. Um einer

Verstärkung unerwünschter Arzneimittelwirkungen entgegenzuwirken kann eine Dosisanpassung von

Levodopa/Carbidopa TAD oder der anderen Mittel erforderlich sein, wenn diese Arzneimittel zusätzlich zu einer

bestehenden Therapie mit Levodopa/Carbidopa TAD verordnet werden. Wenn zusätzlich zu Levodopa-Carbidopa die

Behandlung mit einem COMT-Hemmstoff begonnen wird, kann eine Erniedrigung der Levodopa-Carbidopa-Dosis

notwendig werden. Anticholinergika sollten nicht plötzlich abgesetzt werden, wenn eine Behandlung mit Levodopa-

Carbidopa eingeleitet wurde, da Levodopa erst nach einiger Zeit zu wirken beginnt.

Die Wirkung von Levodopa/Carbidopa TAD wird durch Vitamin B6 (Pyridoxin) in niedrigen Anwendungsmengen nicht

beeinträchtigt.

Arzneimittel, deren Wirkung durch Levodopa/Carbidopa TAD beeinflusst wird

Die gleichzeitige Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD mit Sympathomimetika kann deren Wirkung verstärken

und eine Verminderung der Sympathomimetika erfordern.

Hinweis

Vollnarkose

Halothan:

Levodopa-Carbidopa

sollte

12-48

Stunden

einem

chirurgischen

Eingriff

unter

Vollnarkose mit Halothan abgesetzt werden, da Schwankungen des Blutdrucks und/oder eine unregelmäßige

Herzschlagfolge (Arrhythmien) auftreten können.

Vor Narkosen mit Cyclopropan und anderen Substanzen, die das Herz gegenüber sympathomimetischen Aminen

sensibilisieren, muss das Präparat wenigstens 8 Stunden vorher abgesetzt werden, sofern nicht gleichzeitig Opioide

zur Anwendung kommen.

Wenn die Therapie vorübergehend unterbrochen wird, sollte die übliche Tagesdosis sobald wie möglich wieder

eingenommen werden.

Laborwerte, die durch Levodopa/Carbidopa TAD beeinflusst werden

Es können verschiedene labordiagnostische Messungen gestört sein:

Bestimmungen von Katecholaminen, Kreatinin, Harnsäure, Glukose, alkalischer Phosphatase, SGOT, SGPT,

LDH, Bilirubin und Blutharnstoff-N,

erniedrigtes Hämoglobin und Hämatokrit, erhöhte Serum-Glukose und Urinbefunde (Leukozyten, Bakterien und

Blut) wurden beobachtet,

falsch-positiver Ketonnachweis bei Verwendung von Teststreifen (durch Kochen der Urinprobe wird diese

Reaktion nicht verändert),

falsch-negativer Harnzuckernachweis bei Verwendung der Glukose-Oxidase-Methode,

falsch-positiver Coombs-Test.

Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Da Levodopa und bestimmte Aminosäuren sich gegenseitig behindern, kann bei einer eiweißreichen

Ernährung die Levodopa-Resorption beeinträchtigt sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Levodopa/Carbidopa TAD darf in der Schwangerschaft nicht gegeben werden.

Stillzeit:

Levodopa/Carbidopa TAD hemmt die Bildung der Muttermilch. Ist eine Behandlung mit Levodopa/Carbidopa TAD

während der Stillzeit erforderlich, muss abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD kann Sie auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch müde machen und

in sehr seltenen Fällen zu übermäßiger Tagesmüdigkeit und zu plötzlich auftretenden Schlafattacken führen. Daher

müssen Sie im Straßenverkehr, beim Bedienen von Maschinen sowie bei Arbeiten ohne sicheren Halt besonders

vorsichtig sein. Wenn bei Ihnen übermäßige Tagesmüdigkeit und Schlafattacken aufgetreten sind, dürfen Sie kein

Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, durch die Sie selbst oder andere dem Risiko schwerwiegender

Verletzungen ausgesetzt sein könnten. Darüber hinaus sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, da in derartigen Fällen

eine Dosisreduktion oder eine Beendigung der Therapie erwogen werden kann.

3. Wie ist Levodopa/Carbidopa TAD einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach der Schwere Ihrer Erkrankung und wie gut Sie Levodopa/Carbidopa TAD

vertragen. Die Einnahmemenge wird von Ihrem Arzt für jeden Patienten anders festgelegt. Sie dürfen daher

keinesfalls die Einnahmemenge eigenmächtig ändern.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Die Behandlung erfolgt langsam einschleichend, um das Ausmaß der Nebenwirkungen gering zu halten und einen

möglichen Behandlungserfolg nicht zu gefährden.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird die Dosissteigerung zunächst unterbrochen oder die Dosis vorübergehend

gesenkt und die weitere Erhöhung langsamer vorgenommen. Bei Übelkeit und Brechreiz, besonders beim Auftreten

zu Beginn der Behandlung, können Antiemetika (Mittel gegen Erbrechen) wie Domperidon gelegentlich verabreicht

werden (keine Metoclopramid-haltigen Präparate!).

Beginn der Therapie bei bisher unbehandelten Patienten:

Bei bisher unbehandelten Patienten sollte die Therapie mit einer Dosierung von 3-mal täglich je 1

Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tablette (300 mg Levodopa und 75 mg Carbidopa) begonnen werden.

Eine Dosissteigerung kann um 1 Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tablette jeden Tag oder jeden 2. Tag bis

zu einer maximalen Tagesdosis von 8 Tabletten vorgenommen werden.

Bei einer höheren Dosis als 6 Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten (600 mg Levodopa und 150 mg

Carbidopa), wenn noch mehr Levodopa benötigt wird, wird die Einnahme eines Präparats mit einem höheren

Wirkstoffgehalt empfohlen.

Umstellung von einem reinen Levodopa-Präparat

Da sowohl die Wirkungen als auch die Nebenwirkungen unter Levodopa/Carbidopa TAD schneller auftreten als unter

Levodopa allein, müssen Patienten während der Dosiseinstellung besonders sorgfältig beobachtet werden.

Levodopa sollte mindestens 12 Stunden vor Beginn der Therapie mit Levodopa/Carbidopa TAD abgesetzt werden (24

Stunden, falls retardierte Levodopa-Formen gegeben werden). Es sollte eine Dosierung für Levodopa/Carbidopa TAD

gewählt werden, die etwa 20 % der bisherigen Levodopa-Menge liefert.

Patienten, die weniger als 1.500 mg Levodopa pro Tag erhalten, sollten mit 3- bis 4-mal täglich je 1

Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tablette beginnen. Für Patienten, die mehr als 1.500 mg Levodopa pro Tag

erhalten, gibt es Tabletten mit einem höheren Wirkstoffgehalt.

Umstellung von einem Präparat mit Levodopa und einem anderen Decarboxylasehemmer

Wird ein Patient, der bisher Levodopa und einen anderen Decarboxylasehemmer erhalten hat, auf

Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten umgestellt, sollte die Dosierung von Levodopa/Carbidopa TAD

100 mg/25 mg Tabletten zu Beginn so gewählt werden, dass die Levodopa-Dosis der des bisher eingenommenen

Präparates entspricht.

Maximale Tagesdosis

Im Allgemeinen sollte die maximale Tagesdosis 8 Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten (800 mg

Levodopa und 200 mg Carbidopa) nicht überschreiten.

Kombination mit anderen Antiparkinsonmitteln

Es ist möglich, Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten mit allen bekannten Antiparkinsonmitteln zu

kombinieren. Eine Dosisanpassung von Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten kann erforderlich sein,

wenn diese Arzneimittel zusätzlich zu einer bestehenden Therapie mit Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg

Tabletten verordnet werden.

Art der Anwendung

Die Tagesdosis soll auf wenigstens 3 bis 4 Einzeldosen verteilt werden.

Die Einnahme erfolgt am besten 30 Minuten vor oder 90 Minuten nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit

(z.B. Wasser) und etwas Gebäck.

Wenn Sie die Tabletten während einer Mahlzeit einnehmen, die viel Eiweiß enthält, wird die Aufnahme von

Levodopa/Carbidopa TAD im Magen-Darm-Kanal vermindert.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt. Levodopa/Carbidopa TAD wird in der Regel über einen

längeren Zeitraum eingenommen (es wird der körpereigene Wirkstoff Dopamin ersetzt). Die Anwendung ist bei

guter Verträglichkeit nicht begrenzt.

Wenn Sie eine größere Menge Levodopa/Carbidopa TAD eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine Einzelgabe von Levodopa/Carbidopa TAD versehentlich doppelt einnehmen, hat dies keine

Auswirkungen auf die weitere Einnahme, d.h. Sie nehmen Levodopa/Carbidopa TAD danach so ein, wie sonst

auch.

Einnahme

erheblich

hoher

Arzneimengen

kann

unter

"Nebenwirkungen"

genannten

Krankheitszeichen kommen. Rufen Sie bei Auftreten bedrohlicher Krankheitszeichen den nächst erreichbaren Arzt

zu Hilfe!

Die Behandlung orientiert sich an der allgemeinen Vorgehensweise bei Überdosierungen unter besonderer

Beachtung der Herz- und Kreislauffunktion.

Wenn Sie die Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD vergessen haben

In der Regel führt eine einmalig vergessene Anwendung zu keinen Krankheitsanzeichen. Die Einnahme wird

unverändert weitergeführt, d. h. eine am Tag zuvor vergessene Einnahme wird nicht nachgeholt. Beachten Sie

aber bitte, dass Levodopa/Carbidopa TAD nur sicher und ausreichend wirken kann, wenn es regelmäßig

eingenommen wird!

Wenn Sie die Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD abbrechen

Bei unangenehmen Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür

gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen. Setzen Sie Levodopa/Carbidopa TAD nicht

eigenmächtig ab, da sonst nach kurzer Zeit die Ihnen bekannten Krankheitszeichen wieder auftreten!

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich ane Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Zu den häufigsten unter Levodopa/Carbidopa TAD beobachteten Nebenwirkungen zählen Dyskinesien (abnormale,

unwillkürliche Bewegungen) und Übelkeit.

Unerwünschte

Wirkungen

Magen-Darm-Trakt

(gastrointestinale

Wirkungen),

Allgemeinen

Behandlungsbeginn auftreten, können weitgehend durch die Einnahme von Levodopa-Carbidopa zusammen mit

Nahrung, Flüssigkeit oder einer langsamen Dosissteigerung kontrolliert werden.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von

1000 Behandelten

Selten:

weniger

1000,

aber

mehr

10.000

Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten oder unbekannt

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Blutbildungsstörungen (wie Agranulozytose, Leukopenie, hämolytische und nicht hämolytische Anämie,

Thrombozytopenie, Panzytopenie)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Appetitlosigkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Verwirrtheit, depressive Verstimmungen u. U. mit Selbstmordgedanken, Alpträume, Halluzinationen

Gelegentlich: Aufgeregtheit

Selten: Demenz, psychotische Zustandsbilder wie Wahnideen und paranoide Gedankenbildung

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: On-off-Phänomene (Wechsel von Beweglich- und Unbeweglichkeit), Schwindel, Parästhesien (z. B. Kribbeln

und Einschlafen der Glieder), Schläfrigkeit (einschließlich sehr selten auftretender übermäßiger Tagesmüdigkeit und

Schlafattacken)

Gelegentlich: Ohnmacht

Selten: Krampfanfälle (Konvulsionen; ein Zusammenhang mit Levodopa/Carbidopa TAD ist nicht gesichert), malignes

neuroleptisches Syndrom (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ im Abschnitt „Was sollten Sie vor der

Einnahme von Levodopa/Carbidopa TAD beachten?“)

In späteren Stadien der Behandlung können abnormale, unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) auftreten. Diese

können im Allgemeinen durch Dosisverminderung beseitigt oder erträglich gemacht werden. Bei längerer Behandlung

können auch Wirkungsschwankungen auftreten.

Freezing Episoden, End-of-dose Störungen und „On-off“-Effekte können im Allgemeinen durch eine Dosisanpassung

oder die Gabe häufiger kleinerer Einzeldosen beseitigt oder erträglich gemacht werden. Um den therapeutischen

Effekt zu verstärken kann danach ein Versuch mit Dosiserhöhung durchgeführt werden.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Herzklopfen

Selten: Herzrhythmusstörungen

Gefäßerkrankungen

Häufig:

orthostatische

Regulationsstörungen

(Blutdruckabfall

beim

Wechsel

Körperlage)

einschließlich

hypotensiver Episoden. Orthostatische Regulationsstörungen bessern sich im Allgemeinen nach einer Verminderung

der Levodopa-Carbidopa-Dosis.

Selten: erhöhter Blutdruck, Venenentzündung

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Atemnot

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Durchfall, Erbrechen

Selten: dunkler Speichel, Entwicklung eines Zwölffingerdarmgeschwürs, Magen-Darm-Blutungen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria)

Selten: Haarausfall, Angioödem, dunkler Schweiß, Henoch-Schoenlein-Purpura (Blutungen in die Haut), Hautjucken

(Pruritus), Hautausschlag

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: dunkler Urin

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Brustschmerzen

Andere unter Levodopa oder Levodopa/Carbidopa berichtete Nebenwirkungen umfassen:

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

malignes Melanom (siehe Abschnitt „Levodopa/Carbidopa TAD darf nicht eingenommen werden“)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gewichtszunahme, Gewichtsverlust

Psychiatrische Erkrankungen

Angst, Zähneknirschen, Orientierungsstörungen, Euphorie, Schlaflosigkeit

Erkrankungen des Nervensystems

Aktivierung eines latenten Horner-Syndroms (Augensymptome), Ataxie (gestörte Bewegungskoordination), bitterer

Geschmack, verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Bewegungs- und extrapyramidal-motorische Störungen,

Ohnmachtsgefühl, Kopfschmerzen, verstärktes Zittern der Hände, Taubheitsgefühl, angeregte Stimmung

Augenerkrankungen

Lidkrämpfe (Blepharospasmus), Verschwommensehen, Pupillenerweiterung, Doppeltsehen, Blickkrämpfe

Gefäßerkrankungen

anfallsweise Hautrötung mit Hitzegefühl (Flushing), Hitzegefühl

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

unregelmäßige Atmung, Heiserkeit

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Zungenbrennen, Verstopfung, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Schluckstörung (Dysphagie),

Bauchschmerzen, Blähungen, Schluckauf, Speichelfluss

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

vermehrtes Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe, Muskelzucken, Trismus (Kieferklemme)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Harnverhalten, unfreiwilliger Harnabgang

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

schmerzhafte Dauererektion des Penis (Priapismus)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Asthenie (schnelle Ermüdbarkeit), Ödeme, Abgeschlagenheit, Gangstörungen, Mattigkeit, Schwäche

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Fallneigung

Untersuchungen

Siehe Abschnitt „Laborwerte, die durch Levodopa/Carbidopa TAD beeinflusst werden“

Es könnte sein, dass Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:

Die Unfähigkeit, dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen

selbst oder anderen schaden können; dazu gehören:

- Spielsucht, ohne Rücksicht auf ernste persönliche oder familiäre Konsequenzen.

- Verändertes oder vermehrtes sexuelles Interesse und Verhalten, das Sie oder andere stark beunruhigt, z.B. ein

verstärkter Sexualtrieb,

- unkontrolliertes maßloses Einkaufen oder Geldausgeben,

- Essattacken (Verzehr großer Nahrungsmittelmengen innerhalb kurzer Zeit) oder zwanghaftes Essen (Verzehr

größerer Nahrungsmengen als normal und über das Sättigungsgefühl hinaus).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Verhaltensweisen bei Ihnen auftritt; er wird mit Ihnen Maßnahmen zur

Verhinderung oder Behebung der Symptome besprechen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über

das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-

53175 Bonn, Webseite: http://www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses

Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Levodopa/Carbidopa TAD aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel nach

dem auf dem Umkarton/Etikett

nach

„verwendbar

bis:“

angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Levodopa/Carbidopa TAD enthält

- Die Wirkstoffe sind: Levodopa und Carbidopa-Monohydrat.

1 Tablette Levodopa/Carbidopa TAD enthält 100 mg Levodopa und 27 mg Carbidopa-Monohydrat (entsprechend

25 mg Carbidopa).

- Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke, Citronensäure, Magnesiumstearat (Ph. Eur).

Wie Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten sind runde, weiße Tabletten mit einer einseitigen Bruchkerbe.

Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg Tabletten sind in Packungen mit 30, 60 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Telefon: (0 47 21) 6 06-0

Telefax: (0 47 21) 6 06-333

E-Mail: info@tad.de

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2014.

______________________Fachinformation______________________________

___________Levodopa/Carbidopa TAD

®

100 mg/25 mg Tabletten

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMIT-

TELS

Levodopa/Carbidopa TAD 100 mg/25 mg

Tabletten

Wirkstoffe: Levodopa und Carbidopa

2.

QUALITATIVE

UND

QUANTITA-

TIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette Levodopa/Carbidopa TAD ent-

hält 100 mg Levodopa und 27 mg Car-

bidopa-Monohydrat

(entsprechend 25

Carbidopa).

Die vollständige Auflistung der sonstigen

Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

3. DARREICHUNGSFORM

Tabletten

Runde, weiße Tablette mit einer einseitigen

Bruchkerbe.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Parkinson-Syndrome.

Hinweis

Levodopa/Carbidopa TAD ist

nicht indi-

ziert

medikamentös

induziertem

Par-

kinson-Syndrom.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach der Schwe-

re der extrapyramidalen Symptomatik und

Verträglichkeit

Einzelfall.

Hohe

Einzeldosen sollten vermieden werden. Die

Behandlung wird mit langsam ansteigender

Dosierung durchgeführt.

Die Behandlung muss langsam einschlei-

chend erfolgen, um das Ausmaß der Neben-

wirkungen gering zu halten und einen mög-

lichen Behandlungserfolg nicht zu gefähr-

den.

Bei bisher unbehandelten Kranken wird mit

einer Tagesdosis von ½ bis 1 ½ Tabletten

Levodopa/Carbidopa TAD (50 mg bis 150

mg Levodopa in Kombination mit 12,5 bis

37,5

Carbidopa-Monohydrat)

begon-

nen.

Eine Dosissteigerung kann um ½ oder 1

Tablette Levodopa/Carbidopa TAD (50 mg

bis 100 mg Levodopa und 12,5 mg bis 25

mg Carbidopa-Monohydrat) jeden 3. bis 7.

Tag vorgenommen werden.

Tagesdosen von täglich bis zu 7 Tabletten

Levodopa/Carbidopa

(700

vodopa

Carbidopa-Mo-

nohydrat) sollen in der Regel nicht über-

schritten werden.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird

die Dosissteigerung zunächst unterbrochen

oder die Dosis vorübergehend gesenkt und

weitere

Erhöhung

langsamer

vorge-

nommen.

stärkeren

gastrointestinalen

Beschwerden

können

Antiemetika

Domperidon verabreicht werden.

Umstellung

einem

reinen

Levodopa-Präparat ist zu berücksichtigen,

dass zur Erreichung vergleichbarer klini-

scher Effekte mit der Kombination Levo-

dopa und Carbidopa nur etwa 20 % der bis-

herigen Levodopa-Dosis benötigt werden.

medikationsfreies

Intervall

Stunden ist einzuhalten.

Die Einnahme erfolgt am besten 30 Minu-

ten vor oder 90 Minuten nach den Mahlzei-

ten mit etwas Flüssigkeit und Gebäck. Vor

Einnahme

sind

große

eiweißreiche

Mahlzeiten zu vermeiden.

Levodopa/Carbidopa TAD wird in der Re-

gel über einen längeren Zeitraum einge-

nommen

(Substitutionstherapie).

wendung ist bei guter Verträglichkeit nicht

begrenzt.

4.3 Gegenanzeigen

Levodopa/Carbidopa TAD darf nicht gege-

ben werden bei

Überempfindlichkeit

gegen

Levodopa,

Carbidopa oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile.

gleichzeitiger

Gabe

nichtselektiven

Monoaminooxidase

(MAO)-Hemmern.

Diese MAO-Hemmer müssen spätestens

2 Wochen vor Beginn der Therapie mit

Levodopa/Carbidopa

abgesetzt

werden. Levodopa/Carbidopa TAD kann

gleichzeitig mit selektiven MAO-Typ-B-

Hemmern (z.B. Selegilin, Rasagilin) oder

selektiven

MAO-Typ-A-Hemmern

(z.B.

Moclobemid) in der empfohlenen Dosie-

rung angewandt werden.

MAO-Typ-A- und MAO-Typ-B-Hemmer

sollten

nicht

zusammen

Levo-

dopa/Carbidopa

eingenommen

werden, da die Kombination aus MAO-

Typ-A- und MAO-Typ-B-Hemmern mit

einer

nichtselektiven

MAO-Hemmung

gleichzusetzen

(siehe

Abschnitt

Wechselwirkungen

anderen

Arz-

neimitteln

sonstige

Wechselwirkun-

gen).

Patienten mit dekompensierter endokriner

(z.B.

Phäochromozytom,

Hyperthyreose,

Cushing Syndrom), renaler (außer Dialyse-

behandelter RLS Patienten) oder hepati-

scher

Funktion,

kardialen

Erkrankungen

(z.B. schwere kardiale Arrhythmien, Herz-

insuffizienz, Tachykardie), psychiatrische

Erkrankungen

einer

psychotischen

Komponente oder Engwinkelglaukom.

verdächtigen, nicht diagnostizierten Haut-

veränderungen oder einem anamnestisch

bekannten Melanom, da Levodopa ein ma-

lignes Melanom aktivieren kann.

Jugendlichen unter 18 Jahren, da bei die-

keine

ausreichende

klinisch-

therapeutische Erfahrung vorliegt.

Schwangeren oder Frauen, die schwanger

werden können, ohne dass diese eine an-

gemessene

Kontrazeption

betreiben.

Wenn

einer

Frau,

Levodopa-

Carbidopa

einnimmt,

eine

Schwanger-

schaft eintritt, muss das Präparat abge-

setzt

werden

(wie

verordnenden

Arzt empfohlen).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vor-

sichtsmaßnahmen für die Anwendung

Levodopa/Carbidopa TAD sollte nicht ge-

geben werden bei

schwerer Lungenerkrankung, Bronchial-

asthma, sowie bei einem peptischen Ul-

kus oder Krampfanfällen in der Vorge-

schichte,

schweren Störungen des hämopoetischen

Systems,

allen

Krankheitszuständen,

denen

Sympathomimetika kontraindiziert sind

Hinweis:

Die Ausscheidung der wirksamen Bestand-

teile

Levodopa/Carbidopa

Urin, Speichel und Schweiß kann Flecken

in der Kleidung verursachen, die nach dem

Antrocknen

nicht

mehr

entfernt

werden

können, weshalb die Flecken in frischem

Zustand ausgewaschen werden sollten.

Warnhinweise

Nach

langjähriger

Behandlung

Prä-

paraten, die Levodopa enthalten, kann ein

plötzliches

Absetzen

Levo-

dopa/Carbidopa TAD zu einem malignen

Levodopa-Entzugssyndrom (mit Hyperpy-

rexie,

Muskelrigidität,

ggf.

psychischen

Auffälligkeiten und einem Anstieg der Se-

rumkreatin-Phosphokinase) oder einer aki-

netischen

Krise

führen.

Beide

Zustände

sind lebensbedrohlich. Aus therapeutischen

Gründen indizierte Levodopa-Pausen dür-

fen daher nur in der Klinik durchgeführt

werden, v.a. wenn der Patient Neuroleptika

erhält.

Impulskontrollstörungen

Die Patienten sollten regelmäßig hinsicht-

lich der Entwicklung von Impulskontroll-

störungen überwacht werden. Patienten und

Betreuer

sollten

darauf

aufmerksam

macht werden, dass bei Patienten, die mit

Dopaminagonisten und / oder anderen do-

paminergen Substanzen, die Levodopa ent-

halten, einschließlich Levodopa/Carbidopa

TAD, behandelt werden, Verhaltensauffäl-

ligkeiten im Sinne von Impulskontrollstö-

rungen auftreten können, einschließlich pa-

thologischer

Spielsucht,

Libidosteigerung,

Hypersexualität,

zwanghaftes

Geldausge-

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®

100 mg/25 mg Tabletten

ben oder Einkaufen, Essattacken und Ess-

zwang. Die Überprüfung der Behandlung

wird empfohlen, wenn solche Symptome

auftreten.

Hinweise zur Überwachung der Behand-

lung

In anfälligen Personen können Überemp-

findlichkeitsreaktionen auftreten.

Patienten mit Konvulsionen oder Magen-

Darm-Ulcera in der Vorgeschichte sollten

ärztlich besonders beobachtet werden.

Bei Patienten mit chronischem Weitwin-

kelglaukom sollte regelmäßig der Augenin-

nendruck gemessen werden, da Levodopa

theoretisch das Potential für eine Erhöhung

des Augeninnendrucks besitzt.

Vorsicht ist angezeigt bei Anwendung von

Levodopa-Carbidopa bei Patienten mit Er-

krankungen

Koronararterien,

Herzar-

rhythmien

oder

Herzinsuffizienz

(siehe

auch Abschnitt 4.3). Die Herzfunktion soll-

te regelmäßig, vor allem zu Beginn der Be-

handlung und danach während der Dauer-

behandlung

durch

Kreislauf-

EKG-

Kontrollen überwacht werden.

Eine engmaschige Überwachung wird Pati-

enten

Risikofaktoren

(z.B.

Ältere,

gleichzeitige

Anwendung

von Antihyper-

tensiva

oder

anderen

Präparaten

thostatischem Potential) oder einer Vorge-

schichte für orthostatische Hypotonie be-

sonders

Behandlungsbeginn

oder

Dosiserhöhungen empfohlen.

Levodopa-Carbidopa kann zu Veränderun-

gen im Blutbild (z.B. hämolytische Anä-

mie,

Thrombozytopenie und Leukopenie)

führen. In einigen wenigen Fällen wurde

über Agranulozytose berichtet, wobei ein

Zusammenhang

Levodopa-Carbidopa

weder

bestätigt

noch

vollständig

ausge-

schlossen

werden

konnte.

Deshalb

sollte

während der Behandlung regelmäßig das

Blutbild kontrolliert werden.

Eine Depression kann Teil des Krankheits-

bildes von Patienten mit Morbus Parkinson

oder RLS sein, es kann aber auch bei Pati-

enten, die mit Levodopa-Carbidopa behan-

delt werden, auftreten. Alle Patienten soll-

ten sorgfältig hinsichtlich psychologischer

Veränderungen und einer Depression mit

oder ohne Suizidgedanken überwacht wer-

den.

Patienten mit Psychosen oder Psychosen in

der Vorgeschichte sollen mit Vorsicht be-

handelt werden.

Levodopa-Carbidopa

kann

Dopamin-

dysregulationssyndrom hervorrufen, das zu

einer exzessiven Anwendung des Präparats

führt. Eine kleine Subgruppe von Patienten

Parkinson

Erkrankung

leiden

kognitiven

Störungen

Verhaltensstö-

rungen, die direkt der Einnahme erhöhter

Mengen des Präparats gegen ärztlichen Rat

zugeordnet werden können und die unter-

halb der Dosen liegen, die für die Behand-

lung

motorischer

Störungen

erforderlich

sind.

Bei Patienten mit einer Vollnarkose sollte

Behandlung

Levodopa-Carbidopa

solange

möglich

Operation

fortgeführt werden außer bei einer Narkose

mit Halothan. Bei einer Vollnarkose mit

Halothan sollte Levodopa-Carbidopa 12-48

Stunden vor dem chirurgischen Eingriff be-

endet werden, da bei Patienten mit Levo-

dopa-Carbidopa Schwankungen des Blut-

drucks

und/oder

Arrhythmien

auftreten

können.

Behandlung

Levodopa-

Carbidopa kann nach dem Eingriff wieder

aufgenommen

werden,

wobei

Dosis

allmählich bis auf das Niveau vor dem Ein-

griff erhöht werden sollte.

Unter Levodopa können Schläfrigkeit und

Episoden

Schlafattacken

auftreten.

Über

plötzlich

auftretende

Schlafattacken

während Alltagsaktivitäten, die in einigen

Fällen ohne Warnzeichen auftraten, wurde

sehr

selten

berichtet.

Patienten

müssen

hierüber informiert werden. Patienten müs-

unter

Behandlung

Levodpa

Vorsicht

walten

lassen

beim

Autofahren

oder Bedienen von Maschinen. Patienten,

Schläfrigkeit

und/oder

Schlafatta-

cken litten, müssen vom Autofahren und

Bedienen von Maschinen Abstand nehmen.

Ferner sollte eine Dosiserniedrigung oder

eine

Beendigung

Therapie

erwogen

werden (siehe Abschnitt 4.7 Auswirkungen

auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähig-

keit zum Bedienen von Maschinen).

Labortests

Die Leber-, Nieren- und Herzfunktion so-

Blutbild

sollten

Einstel-

lungsphase häufiger und später mindestens

einmal jährlich kontrolliert werden.

Blutzuckeruntersuchungen sollten bei Pati-

enten mit Diabetes häufiger durchgeführt

werden

Dosis

Antidiabetika

sollte entsprechend dem Blutzuckerspiegel

angepasst werden.

Malignes Melanom

Parkinson-Patienten haben nach epidemio-

logischen Studien ein etwa 2 – 6fach erhöh-

tes Risiko ein malignes Melanom zu entwi-

ckeln als die allgemeine Bevölkerung. Es

ist unklar, ob das erhöhte Risiko auf die

Parkinson-Erkrankung

zurückzuführen

oder auf andere Faktoren, wie z. B. auf die

Arzneimittel zur Behandlung der Erkran-

kung.

Daher

sollten

Patienten

Angehörige

bzw. Betreuungspersonen angewiesen wer-

den, während der Behandlung mit Levo-

dopa/Carbidopa TAD die Haut häufig und

regelmäßig auf Anzeichen eines Melanoms

zu untersuchen. Im Idealfall sollten regel-

mäßige

Hautuntersuchungen

durch

einen

Hautarzt durchgeführt werden.

In sehr seltenen Fällen wurde bei Parkin-

son-Patienten

eine

eigenmächtige,

miss-

bräuchliche Dosissteigerung beobachtet.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-

neimitteln und sonstige Wechselwirkun-

gen

Vorsicht ist geboten, wenn die nachfolgend

genannten

Substanzen

gleichzeitig

Levodopa/Carbidopa

gegeben

wer-

den:

Antihypertensiva

Patienten,

Levodopa/Decarboxy-

lasehemmer-Präparate zusammen mit Anti-

hypertonika (insbesondere Reserpin-haltige

Präparate) erhielten, ist eine symptomati-

sche orthostatische Hypotonie aufgetreten.

Daher kann zu Beginn der Behandlung mit

Levodopa/Carbidopa TAD eine Anpassung

Antihypertonika-Dosis

erforderlich

werden.

Antidepressiva

Über Nebenwirkungen, einschließlich Hy-

pertonie und Dyskinesie, bei gleichzeitiger

Anwendung von trizyklischen Antidepres-

siva

Levodopa/Carbidopa-Präparaten

wurde selten berichtet. Unter kombinierter

Therapie mit Selegilin und Levodopa/Car-

bidopa

kann

eine

massive

orthostatische

Hypotonie auftreten, die nicht allein auf

Levodopa/Carbidopa zurückzuführen ist.

Wenn Levodopa-Carbidopa Patienten verab-

reicht

wird,

irreversible

nichtselektive

MAO-Hemmstoffe erhalten, ist ein zeitlicher

Abstand von wenigstens 2 Wochen zwischen

der Beendigung des MAO-Hemmstoffs und

Beginn

Levodopa-Carbidopa-

Therapie

einzuhalten.

Sonst

können

uner-

wünschte Wirkungen wie hyptertensive Kri-

sen auftreten (siehe 4.3 Kontraindikationen).

Selektive MAO-B Hemmstoffe wie Selegilin

Rasagilin

selektive

MAO-A

Hemmstoffe wie Moclobemid können Pati-

enten mit Levodopa-Carbidopa verschrieben

werden. Es wird empfohlen, die Levodopa-

Dosis an die individuellen Bedürfnisse des

Patienten hinsichtlich Wirksamkeit und Ver-

träglichkeit

anzupassen.

Kombination

von MAO-A und MAO-B Hemmstoffen ist

einer

nichtselektiven

MAO-Hemmung

gleichzusetzen und daher sollte diese Kom-

bination

nicht

gleichzeitig

Levodopa-

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100 mg/25 mg Tabletten

Carbidopa gegeben werden.

Kombination

mit

anderen

Antiparkinson-

mitteln

Die Kombination mit anderen Antiparkin-

sonmitteln wie Anticholinergika, Amanta-

din und Dopaminagonisten ist erlaubt, auch

wenn

beide

erwünschten

uner-

wünschten Wirkungen der Behandlung ver-

stärken können. Es kann notwendig sein,

Dosis

Levodopa-Carbidopa

oder

der anderen Mittel zu reduzieren. Wenn die

adjuvante Behandlung mit einem COMT-

Hemmstoff begonnen wird, kann eine Er-

niedrigung der Levodopa-Carbidopa-Dosis

notwendig werden. Anticholinergika sollten

nicht plötzlich abgesetzt werden, wenn eine

Behandlung mit Levodopa-Carbidopa ein-

geleitet wurde, da Levodopa erst nach eini-

ger Zeit zu wirken beginnt.

Andere Arzneimittel

Antipsychotisch

wirksame

Arzneimittel,

Phenothiazine,

Butyrophenone

und Risperidon, können die therapeutische

Wirkung

Levodopa

beeinträchtigen,

ebenso

auch

Isoniazid.

Eine

verminderte

Anti-Parkinson-Wirkung von Levodopa un-

Phenytoin,

Papaverin

Opioiden

wurde berichtet. Patienten sollten sorgfältig

auf Verringerung oder Ausbleiben des the-

rapeutischen Ansprechens beobachtet wer-

den.

gleichzeitige

Einnahme

Levo-

dopa/Carbidopa

Sympatho-

mimetika kann deren Wirkung verstärken

eine

Dosisreduktion

Sympatho-

mimetika erfordern.

Wirkung

Levodopa/Carbidopa

TAD wird durch Vitamin B6 in niedrigen

Dosen nicht beeinträchtigt.

Die gleichzeitige Einnahme einer protein-

reichen

Mahlzeit

oder

Eisensulfat-

haltigen Arzneimittel kann zu einer gerin-

geren Aufnahme von Levodopa/Carbidopa

TAD im Magen-Darm-Trakt führen.

Laboruntersuchungen

Es können verschiedene labordiagnostische

Messungen gestört sein:

Bestimmungen

Katecholaminen,

Kreatinin,

Harnsäure,

Glukose,

alkali-

scher Phosphatase, SGOT, SGPT, LDH,

Bilirubin und Blutharnstoff-N.

Erniedrigtes

Hämoglobin

Hämato-

krit, erhöhte Serum-Glukose und Urinbe-

funde (Leukozyten, Bakterien und Blut)

wurden beobachtet.

Falsch-positiver Ketonnachweis bei Ver-

wendung von Teststreifen (durch Kochen

der Urinprobe wird diese Reaktion nicht

verändert).

Falsch-negativer Harnzuckernachweis bei

Verwendung

Glukose-Oxidase-

Methode.

Falsch-positiver

Coombs-Test

einer

hämolytischen Anämie kam es dabei nur

äußerst selten).

Hinweis

Vollnarkose

Halothan:

Levodopa-

Carbidopa sollte 12-48 Stunden vor einem

chirurgischen

Eingriff

unter

Vollnarkose

Halothan

abgesetzt

werden,

Schwankungen

Blutdrucks

und/oder

Arrhythmien auftreten können. Zur Voll-

narkose mit anderen Anästhetika siehe Ab-

schnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung.

Vor Narkosen mit anderen Substanzen, die

das Herz gegenüber sympathomimetischen

Aminen

sensibilisieren,

muss

Levo-

dopa/Carbidopa TAD wenigstens 8 Stun-

den vorher abgesetzt werden, sofern nicht

gleichzeitig Opioide zur Anwendung kom-

men.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Still-

zeit

Levodopa-Carbidopa ist in der Schwanger-

schaft und bei Frauen im gebärfähigen Al-

ter, die keinen ausreichenden Konzeptions-

schutz betreiben, kontraindiziert (siehe 4.3

Kontraindikationen

Präklinische

Daten zur Sicherheit).

Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff Car-

bidopa in die Muttermilch übergeht. In ei-

ner Studie mit einer stillenden Mutter mit

Parkinsonscher Erkrankung wurde die Aus-

scheidung

Levodopa

Mutter-

milch

beobachtet.

Levodopa

hemmt

Prolaktinausschüttung und somit die Lakta-

tion.

eine

Behandlung

Levo-

dopa/Carbidopa TAD während der Stillzeit

erforderlich, muss abgestillt werden.

Mütter, die Levodopa-Carbidopa erhalten,

dürfen ihre Kinder nicht stillen, da Skelett-

missbildungen bei den Kindern nicht aus-

geschlossen werden können.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrs-

tüchtigkeit und die Fähigkeit zum Be-

dienen von Maschinen

Da Levodopa/Carbidopa TAD auch bei be-

stimmungsgemäßem

Gebrauch

Müdigkeit

und in sehr seltenen Fällen übermäßige Ta-

gesmüdigkeit

plötzlich

auftretende

Schlafattacken (eventuell auch ohne vorhe-

rige Warnzeichen) verursachen kann, müs-

sen Patienten darauf hingewiesen werden,

Straßenverkehr,

beim

Bedienen

Maschinen sowie bei Arbeiten ohne siche-

ren Halt besonders vorsichtig zu sein. Pati-

enten, bei denen übermäßige Tagesmüdig-

keit

und Schlafattacken

aufgetreten

sind,

dürfen kein Fahrzeug führen und keine Ma-

schinen bedienen, durch die sie selbst oder

andere dem Risiko schwerwiegender Ver-

letzung ausgesetzt sein könnten. In derarti-

gen Fällen sollte auch eine Dosisreduktion

oder eine Beendigung der Therapie erwo-

gen werden.

4.8 Nebenwirkungen

Die unter Levodopa/Carbidopa TAD Be-

handlung

häufig

beobachteten

Nebenwir-

kungen sind auf die zentralen neurophar-

makologischen

Wirkungen

Dopamin

zurückzuführen. Diese Reaktionen können

in der Regel durch Dosisreduktion verrin-

gert werden.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen

Dyskinesien

(choreoforme,

dystone

andere

unwillkürliche

Bewegungen)

Übelkeit.

Muskelzucken

Blepharos-

pasmus können frühzeitig eine zu hohe Do-

sis anzeigen.

Unerwünschte gastrointestinale Wirkungen,

die im Allgemeinen zu Behandlungsbeginn

auftreten,

können

weitgehend

durch

Einnahme

Levodopa-Carbidopa

sammen mit Nahrung, Flüssigkeit oder ei-

ner langsamen Dosissteigerung kontrolliert

werden.

In klinischen Studien und seit Markteinfüh-

rung wurden außerdem die folgenden Ne-

benwirkungen beobachtet:

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen

werden

üblicherweise

folgende

Häufig-

keitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: ≥1/10

Häufig: ≥1/100 bis <1/10

Gelegentlich: ≥1/1000 bis <1/100

Selten: ≥1/10.000 bis < 1/1000

Sehr selten: <1/10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage

der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Selten: Agranulozytose, Leukopenie, hämo-

lytische und nicht hämolytische Anämie,

Thrombozytopenie, Panzytopenie

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig:

Konfusion,

depressive

Verstim-

mungen u. U. mit Suizidtendenzen, Alp-

träume, Halluzinationen

Gelegentlich: Agitiertheit

Selten: Demenz, psychotische Zustandsbil-

der wie Wahnideen und paranoide Gedan-

kenbildung

Impulskontrollstörungen

Pathologische Spielsucht, Libidosteigerung,

Hypersexualität,

zwanghaftes

Geldausge-

ben oder Einkaufen, Essattacken und Ess-

zwang können bei Patienten auftreten, die

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100 mg/25 mg Tabletten

mit Dopaminagonisten oder anderen dopa-

minergen Substanzen, die Levodopa enthal-

ten,

einschließlich

Levodopa/Carbidopa

TAD, behandelt werden (siehe Abschnitt

4.4).

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: On-off-Phänomene (Wechsel von

Beweglich-

Unbeweglichkeit),

Schwindel,

Parästhesien

Kribbeln

und Einschlafen der Glieder), Schläfrigkeit

(einschließlich

sehr

selten

auftretender

übermäßiger Tagesmüdigkeit und Schlafat-

tacken)

Gelegentlich: Synkope

Selten: Krampfanfälle (Konvulsionen, der

kausale

Zusammenhang

Levo-

dopa/Carbidopa TAD ist nicht gesichert),

malignes

neuroleptisches

Syndrom

(siehe

Warnhinweise)

In späteren Stadien der Behandlung können

Dyskinesien (z.B. choreiform oder atheto-

tisch) auftreten. Diese können im Allge-

meinen durch Dosisverminderung beseitigt

oder erträglich gemacht werden. Bei länge-

Behandlung

können

auch

Wirkungs-

fluktuationen auftreten.

Freezing Episoden, End-of-dose Störungen

und „On-off“-Effekte können im Allgemei-

nen durch eine Dosisanpassung oder die

Gabe häufiger kleinerer Einzeldosen besei-

tigt oder erträglich gemacht werden. Um

den therapeutischen Effekt

verstärken

kann danach ein Versuch mit Dosiserhö-

hung durchgeführt werden.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Herzklopfen

Selten: kardiale Arrhythmien

Gefäßerkrankungen

Häufig:

orthostatische

Regulationsstörun-

(Blutdruckabfall

beim

Wechsel

Körperlage)

einschließlich

hypotensiver

Episoden.

Orthostatische

Regulationsstörungen

bes-

sern sich im Allgemeinen nach einer Ver-

minderung der Levodopa-Carbidopa-Dosis.

Selten: Hypertonie, Phlebitis

Erkrankungen

der

Atemwege,

des

Brustraums und Mediastinums

Häufig: Atemnot

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Durchfall, Erbrechen

Selten: dunkler Speichel, Entwicklung ei-

nes Duodenalulcus, abdominale Blutungen

Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-

zellgewebes

Gelegentlich: Urtikaria

Selten:

Alopezie,

Angioödem,

dunkler

Schweiß,

Henoch-Schoenlein-Purpura,

Pruritus, Hautausschlag

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: dunkler Urin

Allgemeine Erkrankungen und Beschwer-

den am Verabreichungsort

Häufig: Brustschmerzen

Untersuchungen

Die Farbe des Urins kann im Allgemeinen

zu einem roten Farbton verändert sein, der

sich beim Stehen in einen dunkleren Ton

ändert.

Andere unter Levodopa oder Levodopa/

Carbidopa berichtete Nebenwirkungen

umfassen:

Gutartige,

bösartige

und

unspezifische

Neubildungen

(einschl. Zysten und

Poly-

pen)

malignes

Melanom

(siehe

Abschnitt

Gegenanzeigen)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gewichtszunahme, Gewichtsverlust

Psychiatrische Erkrankungen

Angst,

Zähneknirschen,

Orientierungsstö-

rungen, Euphorie, Schlaflosigkeit

Erkrankungen des Nervensystems

Aktivierung

eines

latenten

Horner-

Syndroms,

Ataxie,

bitterer

Geschmack,

verminderte

geistige

Leistungsfähigkeit,

Bewegungs-

extrapyramidal-

motorische

Störungen,

Ohnmachtsgefühl,

Kopfschmerz, verstärkter Tremor der Hän-

de, Taubheitsgefühl, angeregte Stimmung

Augenerkrankungen

Blepharospasmus,

Verschwommensehen,

Pupillenerweiterung,

Diplopie,

Blick-

krämpfe (okulogyre Krisen)

Gefäßerkrankungen

Flushing, Hitzegefühl

Erkrankungen

der

Atemwege,

des

Brustraums und Mediastinums

unregelmäßige Atmung, Heiserkeit

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Zungenbrennen,

Verstopfung,

Mundtro-

ckenheit,

Dyspepsie,

Dysphagie,

Bauch-

schmerzen,

Flatulenz,

Schluckauf,

Spei-

chelfluss

Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-

zellgewebes

vermehrtes Schwitzen

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-

und

Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe, Trismus

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Harninkontinenz, Harnretention

Erkrankungen der Geschlechtsorgane

und der Brustdrüse

Priapismus

Allgemeine Erkrankungen und Beschwer-

den am Verabreichungsort

Asthenie,

Ödeme,

Abgeschlagenheit,

Gangstörungen, Mattigkeit, Schwäche

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe

bedingte Komplikationen

Fallneigung

Untersuchungen

Siehe Abschnitt 4.5 Wechselwirkungen mit

anderen Arzneimitteln und sonstige Wech-

selwirkungen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwir-

kungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-

kungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinu-

ierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehöri-

ge von Gesundheitsberufen sind aufgefor-

dert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwir-

kung dem Bundesinstitut für Arzneimittel

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovi-

gilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee

53175

Bonn,

Webseite:

http://www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

a) Symptome einer Überdosierung

Symptome

einer

Überdosierung

ent-

sprechen

einem

verstärkten

Nebenwir-

kungsprofil. Eine Überdosierung kann zu

kardiovaskulären

Nebenwirkungen

(z.B.

kardialen

Arrhythmien),

psychiatrischen

Störungen (z.B. Verwirrtheit und Schlaflo-

sigkeit), gastrointestinalen Wirkungen (z.B.

Übelkeit und Erbrechen) und anormale un-

freiwillige

Bewegungen

(siehe

Abschnitt

4.8) führen.

b) Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

akuter

Überdosierung

Levo-

dopa/Carbidopa TAD sind neben einer so-

fortigen Magenspülung eine intensivmedi-

zinische Überwachung und Stützmaßnah-

men unter besonderer Beachtung der Herz-

und Kreislauffunktionen erforderlich. Kar-

diale Arrhythmien können die Anwendung

Antiarrhythmika,

z.B.

Beta-

Rezeptorenblockern,

erforderlich

machen.

Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Es

liegen keine Dialyseerfahrungen vor.

5. PHARMAKOLOGISCHE

EIGEN-

SCHAFTEN

______________________Fachinformation______________________________

___________Levodopa/Carbidopa TAD

®

100 mg/25 mg Tabletten

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antipar-

kinsonmittel

ATC-Code: N04BA10

Die Aminosäure Levodopa dient der Sub-

stitution des beim Parkinson-Syndrom be-

stehenden Dopamin-Mangels. Da wenigs-

tens 95 % des oral verabreichten Levodopa

bereits in extrazerebralen Organen (Darm,

Leber, Niere, Herz, Magen) decarboxyliert

werden, gelangen nur geringe Mengen ins

Gehirn. Durch das extrazerebral gebildete

Dopamin und die aus ihm entstehenden ad-

renergen Substanzen sind zahlreiche Ne-

benwirkungen gastrointestinaler und kardi-

ovaskulärer Art bei der Monotherapie mit

Levodopa bedingt.

Durch die gleichzeitige Gabe des Decarboxy-

lasehemmers

Carbidopa

wird

Decar-

boxylierung von Levodopa in der Peripherie

weitgehend verhindert. Dadurch kann die Do-

Levodopa,

Erreichung

ver-

gleichbarer klinischer Effekte notwendig ist,

auf bis zu 20 % der bei der Monotherapie

notwendigen Dosis gesenkt werden. Die gast-

rointestinalen

kardiovaskulären

benwirkungen

werden

damit

weitgehend

vermieden.

Bei einer Gabe von 3 x 100 mg Carbidopa-

Monohydrat pro Tag wurde eine deutliche

Erhöhung der Prolaktinplasmakonzentration

gemessen. Die Kombination von Levodopa

und Carbidopa führte dagegen, wie die Mo-

notherapie mit Levodopa, zu einer Abnahme

der Prolaktinplasmakonzentration um etwa

40 %.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

orale

Gabe

Carbidopa-

Monohydrat in Kombination mit 100 mg

bzw. 250 mg Levodopa führte nach 0,9 h

bzw. 0,6 h zu maximalen Levodopa-Plas-

makonzentrationen

1091

ng/ml

1413 ng/ml. Die Bioverfügbarkeit von Car-

bidopa lag zwischen 58 % und 71 %. Ma-

ximale

Carbidopa-Konzentrationen

Plasma, die nach 1,9 h bis 2,4 h erreicht

wurden, betrugen 69,2 bis 93,6 ng/ml.

Plasmahalbwertszeit

Levodopa

steigt

zunehmender

Carbidopadosie-

rung

Carbidopa-

Monohydrat/100

Levodopa

1,5 h

62,5

Carbidopa-Monohydrat/250

Levodopa.

Plasmaclearance

für

Levodopa war bei Kombination mit Car-

bidopa nur etwa halb so groß wie bei der

Monotherapie.

Eiweißbindung

Carbidopa liegt bei 36 %. Es wurde eine

Eliminationshalbwertzeit

7,7 h

11,7 h gemessen.

Die Hemmung der peripheren Decarboxy-

lasen führt, wenn man die Plasmakonzen-

tration der Metabolite bei Mono- und Kom-

binationstherapie

vergleicht,

erhöhten

Plasmakonzentrationen

Amino-

säuren

(Levodopa

sein

3-O-Methyl-

Derivat) und zur Abnahme der Plasmakon-

zentration bei den Catecholaminen (Dopa-

min, Noradrenalin), der Homovanillinsäure

und der 3,4-Dihydroxyphenylessigsäure. So

konnte z.B. die maximale Dopaminkonzen-

tration im Plasma durch Carbidopazusatz

von 300 ng/ml auf unter 2,5 ng/ml gesenkt

werden. 50 % bis 60 % der applizierten Car-

bidopa-Dosis wurden renal ausgeschieden.

Davon konnte etwa ein Drittel als unver-

ändertes Carbidopa identifiziert werden. Als

Metabolite fand man im Urin: 2-Methyl-3'-

methoxy-4'-hydroxyphenyl-propionsäure, 2-

Methyl-3,4-dihydroxyphenyl-propionsäure,

3-Hydroxy-alpha-methylphenyl-

propionsäure

3,4-Dihydroxy-

phenylaceton. Diese vier Metabolite traten

überwiegend in konjugierter Form auf.

Auch die Metabolite des Levodopa werden

hauptsächlich über die Nieren ausgeschie-

den. Bei gleichzeitiger Gabe von Carbidopa

konnte im 48-h-Sammelharn eine deutliche

Abnahme der Homovanillinsäure- und Do-

paminmenge festgestellt werden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

a) Akute Toxizität

Carbidopa

orale

LD50

Carbidopa

beträgt

1.750mg/kg

erwachsenen

weiblichen

Mäusen, 4.810 mg/kg bei jungen erwachse-

nen weiblichen und 5.610 mg/kg bei jungen

erwachsenen männlichen Ratten. Die akute

orale Toxizität von Carbidopa ist bei ent-

wöhnten Ratten und erwachsenen Ratten

ähnlich, die Verbindung erweist sich jedoch

für die jungen Ratten als toxischer. Die to-

xischen Anzeichen (Ptose, Ataxie und Ab-

nahme

Aktivität)

waren

Mäusen

und Ratten gleich. Bei Mäusen wurde noch

Bradypnoe

festgestellt.

trat

wöhnlich über Nacht ein, gelegentlich erst

nach 12 Tagen.

Levodopa

Die orale LD50 von Levodopa reicht von

mg/kg

jungen

noch

nicht

schlechtsreifen männlichen und weiblichen

Ratten bis 2.260 mg/kg bei herangewach-

senen weiblichen Ratten. Toxische Zeichen

waren:

Lautäußerungen,

Reizbarkeit,

regbarkeit, Ataxie sowie verstärkte Aktivi-

tät, der nach 1 bis 2 Stunden eine vermin-

derte Aktivität folgte. Der Tod trat gewöhn-

lich – frühestens nach 30 Minuten – über

Nacht ein, gelegentlich erst nach 5 Tagen.

Kombination von Carbidopa und Levodopa

Die orale LD50 verschiedener Kombinatio-

nen von Carbidopa und Levodopa reicht bei

Mäusen von 1.930 mg/kg bei einem Ver-

häItnis von 1 : 1 bis zu 3.270 mg/kg bei ei-

nem Verhältnis von 1 : 3. Diese Mengen

sind die Summe der Einzeldosen von Car-

bidopa und Levodopa. Andere Testkonzent-

rationen über 1 : 3 (1 : 4, 1 : 5, 1 : 10) ver-

änderten die beim VerhäItniswert 1 : 3 ge-

fundene LD50 nichtmerklich. Die VerhäIt-

niswerte 1 : 3 und darüber waren weniger

toxisch als die 1 : 1- und 1 : 2-Relationen.

Toxizitätsanzeichen

waren

aufgestellte

Schwänze,

Piloarrektion,

Ataxie,

Tränen-

fluss

verstärkte

Aktivität.

Klonische

Konvulsionen und erhöhte Reizbarkeit tra-

ten bei Dosen von 1.500 mg/kg und höher

auf. Bei Dosen von 4.120 mg/kg und höher

kam es zum Anschwellen des Kopfes und

zu Tremor des ganzen Körpers. Der Tod

trat bei Gaben von 4.120 und 5.780 mg/kg

nach 30 Minuten bis 24 Stunden, bei Dosen

von 2.940 mg/kg spätestens nach 12 Tagen

ein.

b) Chronische Toxizität/Subchronische To-

xizität

Carbidopa

Chronische, orale Toxizitätsuntersuchungen

von Carbidopa wurden ein Jahr lang an Af-

fen und 96 Wochen an Ratten mit Dosen

von 25mg bis 135 mg/kg/Tag durchgeführt.

Bei den Affen konnten keine arzneimittel-

bedingten Wirkungen festgestellt werden.

Beiden Ratten wurden in allen Dosierungs-

gruppen einige Fälle von Schwächeerschei-

nungen beobachtet. Das durchschnittliche

Gewicht der Rattennieren war in der höchs-

ten Dosierungsgruppe signifikant höher als

das bei den entsprechenden Kontrolltieren,

obwohl sich weder makroskopische noch

mikroskopische Veränderungen fanden, die

als Ursache dafür hätten gelten können. Es

zeigten sich keine auf die Behandlung zu-

rückzuführenden

histologischen

Verände-

rungen. Carbidopa beeinflusste bei der 96

Wochen

andauernden

Untersuchung

Ratten

weder

noch

dasAuftreten

von Neoplasmen.

Carbidopa hatte bei Hunden einen Pyrido-

xinmangel zur Folge, der durch die zusätz-

liche

Gabe

Pyridoxin

kompensiert

wurde.

Abgesehen

Pyridoxinmangel

bei Hunden zeigte Carbidopa keine Anzei-

chen einer Toxizität, die mit Hydrazinen in

Zusammenhang stehen.

Kombination von Carbidopa und Levodopa

Drei verschiedene Dosiskombinationen von

Carbidopa und Levodopa, die 54 Wochen

lang Affen und 106 Wochen lang Ratten

oral verabreicht wurden, zeigten, dass die

physischen Hauptwirkungen auf die phar-

makologische Aktivität der Substanzen zu-

rückzuführen waren. Die untersuchten Do-

sierungen

waren

(Carbidopa/Levodopa)

10/20, 10/50 und 10/100 mg/kg/Tag. Dosie-

______________________Fachinformation______________________________

___________Levodopa/Carbidopa TAD

®

100 mg/25 mg Tabletten

rungen von 10/20 mg/kg/Tag hatten keine

sichtbaren physischen Effekte zur Folge.

Bei Affen konnte man mit Dosierungen von

10/50 und 10/100 mg/kg/Tag Hyperaktivi-

tät feststellen, die unter der höheren Dosis

32 Wochen lang anhielt. Mit der Dosierung

von 10/50 mg/kg/Tag verringerte sich bei

Fortdauer der Untersuchung die Hyperakti-

vität;

nach

14.Woche

nicht

mehr vorhanden. Störungen der Muskelko-

ordination und Schwäche waren unter der

Dosis von 10/100 mg/kg/Tag bis zur 22.

Woche

beobachten.

Pathologisch-

anatomische Untersuchungen zeigten keine

morphologischen Veränderungen.

Ratten, die 10/50 und 10/100 mg/kg/Tag

erhielten, wiesen eine Verlangsamung der

normalen

Aktivität

zeigten

eine

anomale Körperhaltung. Die höhere Dosis

verursachte exzessive Salivation. Die Kör-

pergewichtszunahme war vermindert.

Organuntersuchungen ließen bei zwei Rat-

ten,

Wochen

lang

10/100

mg/kg/Tag

erhalten hatten, eine sehr leich-

te Hypertrophie

der azinösen Zellen der

Unterkieferdrüsen

erkennen. Unter keiner

Dosis

wurden

histomorphologische

Ver-

änderungen nach

54 bzw. 106

Wochen

festgestellt.

Hypertrophie

azinösen

Zellen der Speicheldrüse

wurde bei Ratten

beobachtet,

höheren

Dosen

Kombination

für

kürzere

Zeitabschnitte

und mit Levodopa allein behandelt

wur-

den.-

c) Reproduktionstoxikologie

Carbidopa

In Ratten beeinflusste die perorale Verab-

reichung von Carbidopa in Dosen von 30,

60 oder 120 mg/kg/Tag

weder das Paa-

rungsverhalten noch die Fruchtbarkeit oder

Überleben

Nachwuchses.

höchste

genannte

Dosis

verursachte

eine

geringfügige

Verringerung

Gewichts-

zunahme

männlichen

Tieren.

Car-

bidopa, verabreicht an Mäuse und Kanin-

chen in Dosen bis zu 120 mg/kg/Tag, zeigte

keinerlei

Anzeichen

teratogener

Wirkun-

gen.

Levodopa

Levodopa verursachte bei Gaben von 125

und 250 mg/kg/Tag viszerale Missbildun-

gen und Veränderungen des Skeletts bei

Kaninchen.

Kombination von Carbidopa und Levodopa

Carbidopa/Levodopa-Kombinationen,

verabreicht

Dosen

25/250

100/500 mg/kg/Tag, war bei Mäusen kein

Hinweis

Missbildungen

festzustellen;

bei Kaninchen hingegen traten Deformatio-

nen am Skelett bzw. viszerale Missbildun-

gen auf, die quantitativ und qualitativ denen

unter der alleinigen Gabe von Levodopa

ähnlich waren.

Carbidopa/Levodopa-Kombinationen,

ver-

abreicht in Dosen von 10/20, 10/50 oder

10/100 mg/kg/Tag, hatten weder auf die

Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit

männlicher oder weiblicher Ratten noch auf

dasWachstumoder die Überlebensfähigkeit

Jungen

irgendwelche

nachteiligen

Auswirkungen.

d) Mutagenität

Carbidopa

Carbidopa wurde nur unzureichend bezüg-

lich mutagener Wirkungen untersucht. Car-

bidopa erwies sich im mikrobiellen Muta-

genitätstest als nicht mutagen.

Levodopa

Levodopa wurde nicht getestet, da es sich

um eine natürlicherweise vorhandene Sub-

stanz handelt.

e) Kanzerogenität

Carbidopa

In Ratten ergab die perorale Verabreichung

von Carbidopa während 96 Wochen in den

Dosierungen 25, 45 oder 135 mg/kg/Tag

hinsichtlich der Mortalität und der Kanze-

rogenität keine Unterschiede im Vergleich

der behandelten mit den Kontrolltieren.

Kombination von Carbidopa und Levodopa

Ratten

erhielten

peroral

Kombinationen

von Carbidopa und Levodopa während 106

Wochen in Dosen von 10/20, 10/50 und 10/

100 mg/kg/Tag. Hinsichtlich der Mortalität,

des Auftretens von Neoplasien sowie deren

ergaben

sich

keine

Unterschiede

Vergleich der behandelten mit den Kon-

trolltieren

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte

Stärke,

Citronensäure,

Magnesiumstearat

(Ph. Eur.).

6.2 Inkompatibilitäten

Bisher keine bekannt

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 36 Mo-

nate.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des

Verfalldatums nicht mehr angewendet wer-

den.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für

die Aufbewahrung

Keine

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglasflasche mit PE-Plastikverschluss

oder Verbundfolienbeutel.

Packungen mit 30, 60 bzw. 100 Tabletten.

Anstaltspackung mit 600 (ggf. 10 x 60)

Tabletten.

Anstaltspackungen mit 5000 Tabletten.

7. INHABER DER ZULASSUNG

TAD Pharma GmbH

Heinz-Lohmann-Straße 5

27472 Cuxhaven

Telefon: (0 47 21) 6 06-0

Telefax: (0 47 21) 6 06-333

E-Mail: info@tad.de

8. ZULASSUNGSNUMMER

43069.01.00

9.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG/ VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Erteilung der Zulassung: 31. Mai 1999

Verlängerung der Zulassung: 01. März 2004

10. STAND DER INFORMATION

06.2014

11. VERSCHREIBUNGSSTATUS/APO-

THEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig

______________________Fachinformation______________________________

___________Levodopa/Carbidopa TAD

®

100 mg/25 mg Tabletten

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