Levodopa Carbidopa Sandoz 200/50 mg Retardtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Levodopa, Carbidopa-Monohydrat
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
ATC-Code:
N04BA10
INN (Internationale Bezeichnung):
Levodopa, carbidopa monohydrate
Darreichungsform:
Retardtablette
Zusammensetzung:
Levodopa 200.mg; Carbidopa-Monohydrat 53.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
52190.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Levodopa Carbidopa Sandoz 100/25 mg Retardtabletten

Levodopa 100 mg und Carbidopa-Monohydrat, entsprechend Carbidopa 25 mg pro

Retardtablette

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Levodopa Carbidopa Sandoz und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz beachten?

3. Wie ist Levodopa Carbidopa Sandoz einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Levodopa Carbidopa Sandoz aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Levodopa Carbidopa Sandoz und wofür wird es angewendet?

Levodopa Carbidopa Sandoz wird zur Behandlung der Parkinson-Krankheit

angewendet. Es verkürzt die „Off-Zeit“ (plötzlich einsetzende Unbeweglichkeit, die minuten-

oder sogar stundenlang anhalten kann), wenn Sie bisher nur mit Levodopa oder mit

schnellfreisetzenden Tabletten behandelt werden, die Levodopa plus Decarboxylasehemmer

(z. B. Carbidopa) enthalten, und wenn Sie an plötzlichen unkontrollierten Bewegungen

leiden.

Levodopa Carbidopa Sandoz gehört zu einer Arzneimittelklasse zur Behandlung der

Parkinson-Krankheit. Die Symptome dieser Krankheit werden wahrscheinlich durch einen

Dopaminmangel verursacht. Dopamin ist eine normalerweise im Gehirn gebildete Substanz

und spielt eine Rolle bei der Steuerung der Muskelbewegungen. Ein Dopaminmangel

verursacht Probleme bei Muskelbewegungen. Levodopa gleicht den Dopaminmangel aus,

während Carbidopa dafür sorgt, dass genügend Levodopa in das Gehirn gelangt.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz beachten?

Levodopa Carbidopa Sandoz darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Levodopa, Carbidopa oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie gleichzeitig nicht-selektive Monoaminooxidasehemmer nehmen (MAO-

Hemmer sind bestimmte Arzneimittel zur Behandlung einer Depression). Diese MAO-

Hemmer müssen mindestens 2 Wochen vor Beginn der Therapie mit Levodopa

Carbidopa Sandoz abgesetzt werden. Selektive MAO-B-Hemmer (z. B. Selegilin) in

niedrigen Dosen können gleichzeitig eingenommen werden.

bei verdächtigen, nicht diagnostizierten Hautveränderungen oder einem anamnestisch

bekannten Melanom, da Levodopa ein malignes Melanom aktivieren kann

wenn Sie an einem Engwinkelglaukom (grüner Star) leiden.

Levodopa Carbidopa Sandoz ist nicht bestimmt für die Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen unter 18 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Levodopa Carbidopa Sandoz nur unter

bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie

hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.

Sie dürfen Levodopa Carbidopa Sandoz erst einnehmen nach Rücksprache mit Ihrem Arzt:

bei schwerer Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankung, Bronchialasthma, Nieren-, Leber-

oder endokriner Erkrankung (z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Tumor der Nebenniere

[Phäochromozytom]) sowie bei einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder

Krampfanfällen in der Vorgeschichte,

bei zu schnellem Herzschlag (Tachykardie),

bei schweren Störungen des hämatopoetischen (blutbildenden) Systems,

bei allen Krankheitszuständen, bei denen Sympathomimetika nicht gegeben werden

dürfen (Arzneimittel, die gegen erniedrigten Blutdruck, bei Kreislaufversagen, bei

unregelmäßigem Herzschlag, als Wehenhemmer und bei Krämpfen der unteren

Luftwege angewendet werden),

bei bestimmten psychischen Erkrankungen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie/Betreuungsperson bemerken, dass

Sie suchtähnliche Symptome entwickeln, die zum heftigen Verlangen nach hohen Dosen von

Levodopa Carbidopa Sandoz und anderen Arzneimitteln, die zur Behandlung von Parkinson-

Krankheit eingesetzt werden, führen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuer bemerken, dass Sie

einen Drang oder ein Verlangen entwickeln, sich in einer für Sie ungewöhnlichen Weise zu

verhalten, und Sie dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen können,

bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden können. Dies nennt man

Impulskontrollstörungen und dazu gehören Verhaltensweisen wie zum Beispiel Spielsucht,

übermäßiges Essen oder Geldausgeben, ein abnorm starker Sexualtrieb oder eine Zunahme

sexueller Gedanken oder Gefühle. Ihr Arzt muss dann möglicherweise Ihre Behandlung

überprüfen.

Hinweise zur Überwachung der Behandlung

Es sind in regelmäßigen Abständen Untersuchungen der Leber-, Herz-, Kreislauf- und

Nierenfunktion sowie des Blutbildes notwendig.

Bei Patienten mit Herzinfarkt in der Krankengeschichte, Herzrhythmusstörungen

(unregelmäßiger Herzschlagfolge) oder koronaren Durchblutungsstörungen

(Minderdurchblutung der Herzkranzadern) sollen regelmäßig Kreislauf- und EKG-Kontrollen

(Messung der Herzströme) vorgenommen werden.

Parkinson-Patienten haben ein erhöhtes Risiko ein malignes Melanom zu entwickeln. Daher

sollten Patienten und Angehörige bzw. Betreuungspersonen während der Behandlung mit

Levodopa Carbidopa Sandoz die Haut häufig und regelmäßig auf Anzeichen eines

Melanoms untersuchen. Im Idealfall sollten regelmäßige Hautuntersuchungen durch einen

Hautarzt durchgeführt werden.

Patienten mit Magen-Darm-Geschwüren in der Vorgeschichte sollten ebenfalls ärztlich

besonders beobachtet werden. Bei Patienten mit Glaukom (grünem Star) sind regelmäßige

Kontrollen des Augeninnendrucks nötig.

Es ist wichtig, dass Sie die Kontrolluntersuchungen, die Ihr Arzt mit Ihnen verabredet,

unbedingt einhalten.

Warnhinweis

Nach langjähriger Behandlung mit Präparaten, die die gleichen Wirkstoffe wie Levodopa

Carbidopa Sandoz enthalten, kann ein plötzliches Absetzen oder Reduzieren von Levodopa

Carbidopa Sandoz zu Levodopa-Entzugserscheinungen führen (sog. malignes Levodopa-

Entzugssyndrom bzw. malignes neuroleptisches Syndrom).

Es können auftreten:

sehr hohes Fieber, Muskelsteife (in deren Folge der Blutwert Serumkreatin-

Phosphokinase ansteigen kann) und seelische Auffälligkeiten

oder eine vollständige Bewegungsstarre.

Beide Zustände sind lebensbedrohlich. Verständigen Sie in solch einem Fall sofort den

nächst erreichbaren Arzt!

Einnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden

Die therapeutische Wirkung von Levodopa Carbidopa Sandoz kann eingeschränkt werden

durch antipsychotisch wirksame Arzneimittel (wie z. B. Phenothiazine, Butyrophenone

und Risperidon) sowie durch Isoniazid, Phenytoin, Papaverin und Opioide.

Die Anwendung von Levodopa Carbidopa Sandoz zusammen mit Dopamin-vermindernden

Arzneimitteln, z. B. Tetrabenazin (zur Behandlung anderer krankhafter unwillkürlicher

Bewegungen) oder Reserpin wird nicht empfohlen.

Untersuchungen zur Bioverfügbarkeit von Levodopa bei gleichzeitiger Einnahme von

Levodopa Carbidopa Sandoz mit Antazida liegen nicht vor.

Die gleichzeitige Einnahme Eisensulfat-haltiger oder Eisengluconat-haltiger Arzneimittel

kann zu einer geringeren Aufnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz im Magen-Darm-

Kanal führen.

Über Nebenwirkungen, einschließlich Bluthochdruck und Dyskinesie, bei gleichzeitiger

Anwendung von trizyklischen Antidepressiva und Levodopa/Carbidopa-Präparaten wurde

selten berichtet. Unter kombinierter Therapie mit Selegilin und Levodopa/Carbidopa kann

eine massiv verstärkte orthostatische Hypotension auftreten (siehe „Nebenwirkungen“).

Bezüglich Patienten, die MAO-Hemmer erhalten, wird auch auf die entsprechenden

Ausführungen unter „Levodopa Carbidopa Sandoz darf nicht eingenommen werden“

verwiesen.

Bei Patienten, die Levodopa/Decarboxylasehemmer-Präparate zusammen mit

Antihypertonika (insbesondere Reserpin-haltige Präparate) erhielten, ist eine

symptomatische orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall beim Aufstehen) aufgetreten.

Daher kann zu Beginn der Behandlung mit Levodopa Carbidopa Sandoz eine Anpassung

der Antihypertonika-Dosis erforderlich werden.

Anticholinergika, Dopamin-Agonisten und Amantadin können zusammen mit Levodopa

Carbidopa Sandoz gegeben werden. Eine Dosisanpassung Levodopa Carbidopa Sandoz

kann erforderlich sein, wenn diese Arzneimittel zusätzlich zu einer bestehenden Therapie mit

Levodopa Carbidopa Sandoz verordnet werden.

Untersuchungen zu Wechselwirkungen mit anderen Antiparkinsonmitteln wurden nicht

durchgeführt.

Anticholinergika können die Resorption und damit die Wirksamkeit von Levodopa

Carbidopa Sandoz beeinträchtigen.

Die Wirkung von Levodopa Carbidopa Sandoz wird durch Vitamin B

(Pyridoxin) in niedrigen

Anwendungsmengen nicht beeinträchtigt.

Welche anderen Arzneimittel werden in ihrer Wirkung durch Levodopa Carbidopa

Sandoz beeinflusst?

Die gleichzeitige Einnahme Levodopa Carbidopa Sandoz mit Sympathomimetika kann

deren Wirkung verstärken und eine Verminderung der Sympathomimetika erfordern.

Hinweis

Vor Narkosen mit Halothan, Cyclopropan und anderen Substanzen, die das Herz gegenüber

sympathomimetischen Aminen sensibilisieren, muss das Präparat wenigstens 8 Stunden

vorher abgesetzt werden, sofern nicht gleichzeitig Opioide zur Anwendung kommen.

Wenn die Therapie vorübergehend unterbrochen wird, sollte die übliche Tagesdosis sobald

wie möglich wieder eingenommen werden.

Welche Laborwerte können durch Levodopa Carbidopa Sandoz beeinflusst werden?

Es können verschiedene labordiagnostische Messungen gestört sein:

Bestimmung von Katecholaminen, Kreatinin, Harnsäure, Glukose, alkalischer

Phosphatase, SGOT, SGPT, LDH, Bilirubin und Blutharnstoff-N

erniedrigtes Hämoglobin und Hämatokrit, erhöhte Serum-Glukose und Urinbefunde

(Leukozyten, Bakterien und Blut) wurden beobachtet

falsch-positiver Ketonnachweis bei Verwendung von Teststreifen (durch Kochen der

Urinprobe wird diese Reaktion nicht verändert)

falsch-negativer Harnzuckernachweis bei Verwendung der Glukose-Oxidase-Methode

falsch-positiver Coombs-Test.

Einnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Da Levodopa und bestimmte Aminosäuren sich gegenseitig behindern, kann bei einer

eiweißreichen Ernährung die Levodopa-Resorption beeinträchtigt sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Levodopa Carbidopa Sandoz darf in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Abwägung

durch Ihren Arzt gegeben werden.

Levodopa Carbidopa Sandoz hemmt die Bildung der Muttermilch. Ist eine Behandlung mit

Levodopa Carbidopa Sandoz während der Stillzeit erforderlich, muss abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Einnahme von Levodopa/Carbidopa kann Sie auch bei bestimmungsgemäßem

Gebrauch müde machen und in sehr seltenen Fällen zu übermäßiger Tagesmüdigkeit und zu

plötzlich auftretenden Schlafattacken führen. Daher müssen Sie im Straßenverkehr, beim

Bedienen von Maschinen sowie bei Arbeiten ohne sicheren Halt besonders vorsichtig sein.

Wenn bei Ihnen übermäßige Tagesmüdigkeit und Schlafattacken aufgetreten sind, dürfen

Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, durch die Sie selbst oder andere

dem Risiko schwerwiegender Verletzungen ausgesetzt sein könnten. Darüber hinaus sollten

Sie mit Ihrem Arzt sprechen, da in derartigen Fällen eine Dosisreduktion oder eine

Beendigung der Therapie erwogen werden kann.

Hinweis für die Angehörigen bzw. Betreuungspersonen

Es ist besonders auch auf die seelische Verfassung des Patienten zu achten, um krankhaft-

traurige Verstimmungen (Depressionen) frühzeitig zu erkennen.

In sehr seltenen Fällen wird bei den Patienten eine eigenmächtige Steigerung der

Einnahmemenge beobachtet. Wenden Sie sich in diesen Fällen bitte an den behandelnden

Arzt.

Sonstige Hinweise

Die Ausscheidung der wirksamen Bestandteile von Levodopa Carbidopa Sandoz in Urin,

Speichel und Schweiß kann Flecken in der Kleidung verursachen, die nach dem Antrocknen

nicht mehr entfernt werden können, weshalb die Flecken in frischem Zustand ausgewaschen

werden sollten.

3. Wie ist Levodopa Carbidopa Sandoz einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach der Schwere Ihrer Erkrankung und wie gut Sie Levodopa

Carbidopa Sandoz vertragen. Die Einnahmemenge wird von Ihrem Arzt für jeden Patienten

anders festgelegt. Sie dürfen daher keinesfalls die Einnahmemenge eigenmächtig ändern.

Levodopa Carbidopa Sandoz

enthält Carbidopa und Levodopa im Verhältnis 1 : 4 (50 mg

Carbidopa, 200 mg Levodopa pro Retardtablette). Die Tagesdosis muss sorgfältig durch

schrittweise Dosisanpassung (Dosistitration) ermittelt werden. Dabei ist auf das Auftreten

oder die Zunahme von Übelkeit oder unwillkürlichen Bewegungen wie Dyskinesien

(Bewegungsstörungen), Chorea (überschießende Bewegungen) und Dystonie (fehlerhafter

Spannungszustand) zu achten. Bei Übelkeit und Brechreiz, besonders beim Auftreten zu

Beginn der Behandlung, können Antiemetika (Mittel gegen Erbrechen) wie Domperidon

gelegentlich verabreicht werden (keine Metoclopramid-haltigen Präparate!).

Die Dosierungshöhe und -abstände müssen individuell nach sorgfältiger Prüfung vom Arzt

bestimmt werden.

Kombination mit anderen Antiparkinsonmitteln

Erfahrungen in der Kombinationsbehandlung mit Anticholinergika, Dopamin-Agonisten und

Amantadin sind beschränkt. Wird eine solche Kombinationsbehandlung angestrebt, kann

eine Dosisreduktion der anderen Substanzen bzw. von Levodopa Carbidopa Sandoz

notwendig werden.

Wie und wann sollten Sie Levodopa Carbidopa Sandoz

einnehmen?

Die Einnahme erfolgt am besten 30 Minuten vor oder 90 Minuten nach den Mahlzeiten mit

ausreichend Flüssigkeit (z. B. Wasser) und etwas Gebäck. Die Tabletten dürfen nicht

zerbrochen oder zerkaut werden.

Wenn Sie die Retardtabletten während einer Mahlzeit einnehmen, die viel Eiweiß enthält,

wird die Aufnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz

im Magen-Darm-Kanal vermindert.

Wie lange sollten Sie Levodopa Carbidopa Sandoz

einnehmen?

Über die Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt. Levodopa Carbidopa Sandoz

wird in

der Regel über einen längeren Zeitraum eingenommen (es wird der körpereigene Wirkstoff

Dopamin ersetzt). Die Dauer der Anwendung ist bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Levodopa Carbidopa Sandoz eingenommen haben

als Sie sollten

Wenn Sie eine Einzelgabe von Levodopa Carbidopa Sandoz versehentlich doppelt

einnehmen, hat dies keine Auswirkungen auf die weitere Einnahme, d. h. Sie nehmen

Levodopa Carbidopa Sandoz danach so ein, wie sonst auch.

Bei Einnahme erheblich zu hoher Arzneimengen kann es zu den unter Abschnitt 4.

„Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ genannten Krankheitszeichen kommen. Rufen

Sie bei Auftreten bedrohlicher Krankheitszeichen den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!

Die Behandlung orientiert sich an der allgemeinen Vorgehensweise bei Überdosierungen

unter besonderer Beachtung der Herz- und Kreislauffunktion.

Wenn Sie die Einnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz vergessen haben

In der Regel führt eine einmalig vergessene Anwendung zu keinen Krankheitsanzeichen.

Die Einnahme wird unverändert weitergeführt, d. h. eine am Tag zuvor vergessene

Einnahme wird nicht nachgeholt. Beachten Sie aber bitte, dass Levodopa Carbidopa

Sandoz nur sicher und ausreichend wirken kann, wenn es regelmäßig eingenommen wird!

Wenn Sie die Einnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz abbrechen

Bei unangenehmen Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche

Gegenmaßnahmen es hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung infrage

kommen. Setzen Sie Levodopa Carbidopa Sandoz

nicht eigenmächtig ab, da sonst nach

kurzer Zeit die Ihnen bekannten Krankheitszeichen wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Dyskinesien (abnormale, unwillkürliche

Bewegungen). Die Häufigkeit von Dyskinesien war unter Levodopa Carbidopa Sandoz etwas

höher als unter Levodopa/Carbidopa schnellfreisetzenden Tabletten durch die Verminderung

der „off“-Zeit (die durch Levodopa Carbidopa Sandoz reduziert wird) zugunsten von „on“-Zeit

(die manchmal mit Dyskinesien assoziiert ist).

Andere häufig gemeldete Nebenwirkungen (> 1 %) waren: Übelkeit, Halluzinationen,

Verwirrtheit, Schwindel, Chorea (überschießende Bewegungen), Mundtrockenheit,

Alpträume, Dystonien (fehlerhafter Spannungszustand), Schläfrigkeit (einschließlich sehr

selten auftretender übermäßiger Tagesmüdigkeit und Schlafattacken), Schlaflosigkeit,

Depression, Asthenie (schnelle Ermüdbarkeit), Erbrechen, Appetitlosigkeit.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Gewichtsverlust

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Erregung, Angst, Orientierungsstörungen

Selten:

psychotische Zustandsbilder wie Wahnideen und paranoide

Gedankenbildung, depressive Verstimmungen u. U. mit Selbstmordgedanken

Nicht bekannt: starkes Verlangen nach hohen Dosen von Levodopa Carbidopa Sandoz, die

jene Dosen deutlich überschreiten die zur adäquaten Kontrolle von

Bewegungssymptomen erforderlich sind, bekannt als Dopamin-

Dysregulationssyndrom. Bei manchen Patienten kommt es nach der

Einnahme von hohen Dosen Levodopa Carbidopa Sandoz zu ungewöhnlich

heftigen unwillkürlichen Bewegungen (Dyskinesien),

Stimmungsschwankungen oder anderen Nebenwirkungen.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

On-off-Phänomene (Wechsel von Beweglich- und Unbeweglichkeit),

Kopfschmerzen, Parästhesien (z. B. Kribbeln und Einschlafen der Glieder)

Gelegentlich: verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Bewegungs- und extrapyramidal-

motorische Störungen, Ohnmacht

Selten:

malignes neuroleptisches Syndrom (siehe „Warnhinweis“ im Abschnitt „Was

sollten Sie vor der Einnahme von Levodopa Carbidopa Sandoz beachten?“)

Augenerkrankungen

Selten:

Verschwommensehen

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Herzklopfen

Gefäßerkrankungen

Häufig:

orthostatische Regulationsstörungen (Blutdruckabfall beim Wechsel der

Körperlage) einschließlich hypotensiver Episoden

Selten:

anfallsweise Hautrötung mit Hitzegefühl (Flushing)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums (der Bereich

zwischen den Lungen)

Häufig:

Atemnot

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörungen

Gelegentlich: Bauchschmerzen

Selten:

dunkler Speichel

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Nesselsucht (Urtikaria)

Selten:

Haarausfall, Angioödem, dunkler Schweiß, Hautjucken (Pruritus),

Hautausschlag

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig:

Muskelkrämpfe

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten:

dunkler Urin

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Brustschmerzen

Gelegentlich: Gangstörungen

Selten:

Abgeschlagenheit

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Gelegentlich: Fallneigung

Andere unter Levodopa oder Levodopa/Carbidopa berichtete Nebenwirkungen

umfassen:

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

malignes Melanom (siehe Abschnitt „Levodopa Carbidopa Sandoz darf nicht

eingenommen werden“)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Blutbildungsstörungen (wie Agranulozytose, Leukopenie, hämolytische und nicht

hämolytische Anämie, Thrombozytopenie)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gewichtszunahme

Psychiatrische Erkrankungen

Zähneknirschen, Demenz, Euphorie

Erkrankungen des Nervensystems

Aktivierung eines latenten Horner-Syndroms (Augensymptome), Ataxie (gestörte

Bewegungskoordination), bitterer Geschmack, Schüttelkrampf (Konvulsionen),

Ohnmachtsgefühl, verstärktes Zittern der Hände, Taubheitsgefühl, angeregte Stimmung

Augenerkrankungen

Lidkrämpfe (Blepharospasmus), Pupillenerweiterung, Doppeltsehen, Blickkrämpfe

Herzerkrankungen

Herzrhythmusstörungen

Gefäßerkrankungen

Hitzegefühl, erhöhter Blutdruck, Venenentzündung

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

unregelmäßige Atmung, Heiserkeit

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Zungenbrennen, Entwicklung eines Zwölffingerdarmgeschwürs, Schluckstörung (Dysphagie),

Blähungen, Magen-Darm-Blutungen, Schluckauf, Speichelfluss

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Henoch-Schoenlein-Purpura (Blutungen in die Haut), vermehrtes Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelzucken, Trismus (Kieferklemme)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Harnverhalten, unfreiwilliger Harnabgang

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

schmerzhafte Dauererektion des Penis (Priapismus)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Ödeme, Mattigkeit, Schwäche

Untersuchungen

Siehe Abschnitt „Welche Laborwerte können durch Levodopa Carbidopa Sandoz

beeinflusst werden?“

Es könnte sein, dass Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:

Die Unfähigkeit, dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, bestimmte

Dinge zu

tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden können; dazu gehören:

Spielsucht, ohne Rücksicht auf ernste persönliche oder familiäre Konsequenzen

Verändertes oder vermehrtes sexuelles Interesse und Verhalten, das Sie oder andere

stark beunruhigt, z.B. ein verstärkter Sexualtrieb,

unkontrolliertes maßloses Einkaufen oder Geldausgeben,

Essattacken (Verzehr großer Nahrungsmittelmengen innerhalb kurzer Zeit) oder

zwanghaftes Essen (Verzehr größerer Nahrungsmengen als normal und über das

Sättigungsgefühl hinaus).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Verhaltensweisen bei Ihnen auftritt; er wird mit

Ihnen Maßnahmen zur Verhinderung oder Behebung der Symptome besprechen.

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Sprechen Sie bei unerwünschten Wirkungen bitte mit Ihrem Arzt über mögliche

Gegenmaßnahmen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Levodopa Carbidopa Sandoz aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen und dem

Behältnis nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das

Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten enthält

Die Wirkstoffe sind Levodopa und Carbidopa.

1 Retardtablette enthält 100 mg Levodopa und 27 mg Carbidopa-Monohydrat, entsprechend

25 mg Carbidopa.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Fumarsäure, Hypromellose, Macrogol 6000, Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.), hochdisperses

Siliciumdioxid, Farbstoffe Chinolingelb (E 104), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E 172),

Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171)

Wie Levodopa Carbidopa Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten sind ockerfarbene, runde, bikonkave Tabletten.

Levodopa Carbidopa Sandoz ist in Originalpackungen mit 30, 60 und 100 Retardtabletten

erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2017.

Fachinformation

1.

Bezeichnung der Arzneimittel

Levodopa Carbidopa Sandoz 100/25 mg Retardtabletten

Levodopa Carbidopa Sandoz 200/50 mg Retardtabletten

Wirkstoffe: Levodopa und Carbidopa

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Levodopa Carbidopa Sandoz 100/25 mg Retardtabletten:

Jede Retardtablette enthält 100 mg Levodopa und 25 mg Carbidopa (als Carbidopa-

Monohydrat).

Levodopa Carbidopa Sandoz 200/50 mg Retardtabletten:

Jede Retardtablette enthält 200 mg Levodopa und 50 mg Carbidopa (als Carbidopa-

Monohydrat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

3.

Darreichungsform

Retardtablette

Levodopa Carbidopa Sandoz 100/25 mg Retardtabletten

Ockerfarbene, runde, bikonkave Retardtablette

Levodopa Carbidopa Sandoz 200/50 mg Retardtabletten

Ockerfarbene, runde, bikonvexe Retardtablette

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Idiopathische Parkinson-Krankheit, insbesondere zur Verkürzung der „Off“-Phase bei

Patienten, die zuvor mit schnellfreisetzenden Levodopa/Decarboxylasehemmern oder nur

mit Levodopa behandelt wurden und motorische Fluktuationen aufwiesen.

Die Erfahrungen mit Levodopa/Carbidopa Retardtabletten bei zuvor nicht mit Levodopa

behandelten Patienten sind begrenzt.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Levodopa Carbidopa Sandoz 100/25 mg Retardtabletten und Levodopa Carbidopa

Sandoz 200/50 mg Retardtabletten enthalten Carbidopa und Levodopa im Verhältnis 1 :

4 (25 mg Carbidopa und 100 mg Levodopa bzw. 50 mg Carbidopa und 200 mg

Levodopa).

Die Tagesdosis muss sorgfältig durch schrittweise Dosisanpassung (Dosistitration)

ermittelt werden. Abhängig vom Therapieerfolg kann die Dosis schrittweise titriert werden.

Eine um bis zu 30 % höhere Levodopa-Dosis kann

erforderlich

werden. Dabei ist auf das

Auftreten oder die Zunahme von Übelkeit oder unwillkürlichen Bewegungen wie

Dyskinesien, Chorea und Dystonie zu achten. Bei stärkeren

gastrointestinalen

Beschwerden, besonders beim Auftreten zu Beginn der Behandlung, können Antiemetika

wie Domperidon gelegentlich verabreicht werden

(keine

Metoclopramid-haltigen

Präparate!).

Die Dosierungshöhe und -abstände müssen individuell nach sorgfältiger Prüfung vom

Arzt bestimmt werden.

Behandlungsbeginn

Bei Patienten, die bisher mit nicht retardierten Levodopa/Decarboxylasehemmer-

Präparaten behandelt wurden, sollten zu Beginn der Behandlung mit

Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten täglich etwa 10 % mehr Levodopa erhalten als

bisher. Eine um bis zu 30 % höhere Levodopa-Dosis kann erforderlich werden.

Die Dosisabstände sollten verlängert werden und 4-12 Stunden betragen.

Dosisanpassung

Entsprechend dem klinischen Ansprechen können die Dosen und Dosisabstände

erhöht oder verringert werden. Die meisten Patienten sprechen ausreichend an auf 2-8

Retardtabletten Levodopa Carbidopa Sandoz 200/50 mg pro Tag, gegeben in Abständen

von 4-12 Stunden tagsüber, verteilt auf Einzeldosen.

Bei Dosen unterschiedlicher Stärken sollte die niedrigere Dosis am Ende des Tages

gegeben werden.

Es wird ein

Intervall

von mindestens 3 Tagen für weitere Dosistitrationen empfohlen.

Erhaltungstherapie

Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten werden in der Regel über einen längeren Zeitraum

eingenommen (Substitutionstherapie)

Die Dauer der Anwendung ist bei guter

Verträglichkeit nicht begrenzt.

Kombination mit anderen Antiparkinsonmitteln

Erfahrungen in der Kombinationsbehandlung mit Anticholinergika, Dopaminagonisten

und Amantadin sind beschränkt. Wird eine solche Kombinationsbehandlung angestrebt,

kann eine Dosisreduktion der anderen Substanzen bzw. von Levodopa Carbidopa

Sandoz Retardtabletten notwendig werden.

Behandlungsende oder -unterbrechung

Patienten sollten sorgfältig beobachtet werden, wenn die Gabe von Levodopa Carbidopa

Sandoz Retardtabletten abrupt reduziert oder beendet

insbesondere bei

Komedikation mit antipsychotisch wirkenden Arzneimitteln.

Die pharmakokinetischen Eigenschaften der Retardtabletten können sich verändern, wenn

die Tabletten zerbrochen oder zerkaut werden. Daher müssen die Tabletten als Ganzes

geschluckt werden.

Art und Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung bestimmt der Arzt. Klinische Erfahrungen bei Langzeittherapie

sind beschränkt.

Die Einnahme erfolgt am besten 30 Min. vor oder 90 Min. nach den Mahlzeiten mit etwas

Flüssigkeit und Gebäck. Vor der Einnahme sind große eiweißreiche Mahlzeiten zu

vermeiden.

4.3

Gegenanzeigen

Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten dürfen nicht gegeben werden bei

Überempfindlichkeit gegen Levodopa, Carbidopa oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile

gleichzeitiger Gabe von nichtselektiven MAO-Hemmern. Diese MAO-Hemmer müssen

spätestens zwei Wochen vor Beginn der Therapie mit Levodopa Carbidopa Sandoz

Retardtabletten abgesetzt werden. Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten

können gleichzeitig mit selektiven MAO-B-Hemmern (z. B. Selegilin) in der

empfohlenen Dosierung angewendet werden.

verdächtigen, nicht diagnostizierten Hautveränderungen oder einem anamnestisch

bekannten Melanom, da Levodopa ein malignes Melanom aktivieren kann

Engwinkelglaukom

Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten sind nicht bestimmt für die Anwendung bei

Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten sollten nicht gegeben werden bei

schwerer Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankung, Bronchialasthma, Nieren-,

Leber- oder endokriner Erkrankung (z. B. Schilddrüsenüberfunktion,

Phäochromozytom) sowie bei einem peptischen Ulcus oder Krampfanfällen in der

Vorgeschichte

Tachykardien

schweren Störungen des hämatopoetischen Systems sowie bei Vorliegen einer

Kontraindikation für Sympathomimetika

endogenen und exogenen Psychosen.

Hinweise

Bei der Gabe von Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten an Patienten mit

Vorhof-, Knoten- oder Kammerarrhythmie nach durchgemachtem Herzinfarkt ist, wie

bei Levodopa, Vorsicht geboten. Bei der Einstellung dieser Patienten auf Levodopa

Carbidopa Sandoz Retardtabletten sollte die Herzfunktion in einer Einrichtung mit der

Möglichkeit intensivmedizinischer Betreuung besonders sorgfältig überwacht werden

(Monitoring).

Die Ausscheidung der wirksamen Bestandteile von Levodopa Carbidopa Sandoz

Retardtabletten in Urin, Speichel und Schweiß kann Flecken in der Kleidung

verursachen, die nach dem Antrocknen nicht mehr entfernt werden können, weshalb

die Flecken in frischem Zustand ausgewaschen werden sollten.

Warnhinweise

Nach langjähriger Behandlung mit Präparaten, die Levodopa enthalten, kann ein

plötzliches Absetzen oder sehr rasche Dosisreduzierung von Levodopa Carbidopa

Sandoz Retardtabletten zu einem malignen Levodopa-Entzugssyndrom (malignes

neuroleptisches Syndrom mit Hyperpyrexie, Muskelrigidität, psychischen Auffälligkeiten

und einem Anstieg der Serumkreatin-Phosphokinase) oder einer akinetischen Krise

führen. Beide Zustände sind lebensbedrohlich. Aus therapeutischen Gründen indizierte

Levodopa-Pausen dürfen daher nur in der Klinik durchgeführt werden, v. a. wenn der

Patient Neuroleptika erhält.

Bei einigen Patienten wurde unter der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa ein Dopamin-

Dysregulationssyndrom (DDS) beobachtet. Hierbei handelt es sich um eine

Suchterkrankung, die zu einer übermäßigen Anwendung des Arzneimittels führt. Vor

Behandlungsbeginn müssen Patienten und Betreuer vor dem potenziellen Risiko der

Entwicklung eines DDS gewarnt werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Impulskontrollstörungen

Die Patienten sollten regelmäßig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstörungen

überwacht werden. Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden,

dass bei Patienten, die mit Dopaminagonisten und/oder anderen dopaminergen

Substanzen, die Levodopa enthalten, einschließlich Levodopa Carbidopa Sandoz

Retardtabletten, behandelt werden, Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von

Impulskontrollstörungen auftreten können, einschließlich pathologischer Spielsucht,

Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen,

Essattacken und Esszwang. Die Überprüfung der Behandlung wird empfohlen, wenn

solche Symptome auftreten.

Hinweise zur Überwachung der Behandlung

In der Einstellungsphase sind häufigere Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion sowie

des Blutbildes zu empfehlen (später mindestens einmal jährlich).

Bei Herzinfarktanamnese, Herzrhythmusstörungen oder koronaren Durchblutungs-

störungen sollen regelmäßige, vor allem zu Beginn der Behandlung häufige, Kreislauf-

und EKG-Kontrollen vorgenommen werden. Patienten mit Konvulsionen oder Magen-

Darm-Ulcera in der Vorgeschichte sollten ebenfalls ärztlich besonders beobachtet

werden. Patienten mit einem chronischen Weitwinkelglaukom können behutsam mit

Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten behandelt werden, wenn der intraokuläre

Druck gut eingestellt ist und regelmäßig kontrolliert wird.

Alle Patienten sollten sorgfältig auf psychische Veränderungen und auf Anzeichen einer

Depression mit und ohne Suizidtendenzen überwacht werden. Patienten mit Psychosen

oder Psychosen in der Vorgeschichte sollten mit Vorsicht behandelt werden.

Malignes Melanom

Parkinson-Patienten haben nach epidemiologischen Studien ein etwa 2-6fach erhöhtes

Risiko ein malignes Melanom zu entwickeln als die allgemeine Bevölkerung. Es ist

unklar, ob das erhöhte Risiko auf die Parkinson-Erkrankung zurückzuführen ist oder auf

andere Faktoren, wie z. B. auf die Arzneimittel zur Behandlung der Erkrankung.

Daher sollten Patienten und Angehörige bzw. Betreuungspersonen angewiesen werden,

während der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa die Haut häufig und regelmäßig auf

Anzeichen eines Melanoms zu untersuchen. Im Idealfall sollten regelmäßige

Hautuntersuchungen durch einen Hautarzt durchgeführt werden.

In sehr seltenen Fällen wurde bei Parkinson-Patienten eine eigenmächtige,

missbräuchliche Dosissteigerung beobachtet.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Vorsicht ist geboten, wenn die nachfolgend genannten Substanzen gleichzeitig mit

Levodopa/Carbidopa gegeben werden:

Antihypertensiva

Bei Patienten, die Levodopa/Decarboxylasehemmer-Präparate zusammen mit

Antihypertonika (insbesondere Reserpin-haltige Präparate) erhielten, ist eine

symptomatische orthostatische Hypotonie aufgetreten. Daher kann zu Beginn der

Behandlung mit Levodopa/Carbidopa eine Anpassung der Antihypertonika-Dosis

erforderlich werden.

Antidepressiva

Über Nebenwirkungen, einschließlich Hypertonie und Dyskinesie, bei gleichzeitiger

Anwendung von trizyklischen Antidepressiva und Levodopa/Carbidopa-Präparaten wurde

selten berichtet. Unter kombinierter Therapie mit Selegilin und Levodopa/Carbidopa kann

eine massive orthostatische Hypotonie auftreten, die nicht allein auf Levodopa/Carbidopa

zurückzuführen ist. Bezüglich Patienten, die MAO-Hemmer erhalten, wird auf die

entsprechenden Ausführungen in Abschnitt 4.3 Gegenanzeigen verwiesen.

Anticholinergika

Anticholinergika können die Resorption und damit die Wirksamkeit von

Levodopa/Carbidopa bei Patienten beeinträchtigen.

Kombination mit anderen

Antiparkinsonmitteln

Anticholinergika, Dopaminagonisten und Amantadin können zusammen mit

Levodopa/Carbidopa gegeben werden. Eine Dosisanpassung von Levodopa Carbidopa

Sandoz Retardtabletten kann erforderlich werden, wenn diese Arzneimittel zusätzlich zu

einer bestehenden Therapie mit Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten verordnet

werden. Untersuchungen zu Interaktionen mit anderen Antiparkinsonmitteln wurden nicht

durchgeführt. Zur Interaktion mit

Anticholinergika

siehe oben.

Andere Arzneimittel

Antipsychotisch wirksame Arzneimittel

wie z. B. Phenothiazine

Butyrophenone und Ris-

peridon, können die therapeutische Wirkung von Levodopa beeinträchtigen, ebenso auch

Isoniazid

Eine verminderte Anti-Parkinson-Wirkung von Levodopa unter Phenytoin,

Papaverin und Opioiden wurde berichtet. Patienten sollten sorgfältig auf das Ausbleiben

des therapeutischen Ansprechens

obachtet werden. Die gleichzeitige Einnahme von

Levodopa/Carbidopa mit Sympathomimetika kann deren Wirkung so verstärken, dass die

Dosis reduziert werden sollte.

Die Anwendung von Levodopa/Carbidopa mit Substanzen, die zu einer Dopamin-

Verarmung führen

B. Reserpin oder Tetrabenazin), oder anderen Arzneimitteln, von

denen bekannt ist, dass sie einen Monoamin-Speicher-entleerenden Effekt haben,

nicht empfohlen.

Da Levodopa mit bestimmten Aminosäuren interferiert, kann bei einer proteinreichen Er-

nährung die Levodopa-Resorption beeinträchtigt sein. Da Carbidopa eine Wirkungs-

abschwächung von Levodopa durch Pyridoxin verhindert, können Levodopa/Carbidopa-

Retardtabletten Patienten gegeben werden, die zusätzlich Pyridoxin (Vitamin B

einnehmen.

Untersuchungen zur Bioverfügbarkeit von Levodopa bei gleichzeitiger Einnahme von

Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten mit Antazida liegen nicht vor.

Die gleichzeitige Einnahme Eisensulfat-haltiger oder Eisengluconat-haltiger

Arzneimittel kann zu einer verminderten Bioverfügbarkeit von Levodopa/Carbidopa-

Retardtabletten führen.

Laboruntersuchungen

Es können verschiedene labordiagnostische Messungen gestört sein:

Bestimmung von Katecholaminen, Kreatinin, Harnsäure, Glukose, alkalischer

Phosphatase, SGOT, SGPT, LDH, Bilirubin und Blutharnstoff-N.

erniedrigtes Hämoglobin und Hämatokrit, erhöhte Serum-Glukose und Urinbefunde

(Leukozyten, Bakterien und Blut) wurden beobachtet.

falsch-positiver Ketonnachweis bei Verwendung von Teststreifen

(durch Kochen

der Urinprobe wird diese Reaktion nicht verändert).

falsch-negativer Harnzuckernachweis bei Verwendung der Glukose-Oxidase-Me-

thode.

falsch-positiver Coombs-Test (zu einer hämolytischen Anämie kam es dabei nur

äußerst selten).

Hinweis

Vor Narkosen mit Halothan, Cyclopropan und anderen Substanzen, die das Herz ge-

genüber sympathomimetischen Aminen sensibilisieren

muss das Präparat wenigstens

8 Stunden vorher abgesetzt werden, sofern nicht gleichzeitig Opioide zur Anwendung

kommen.

Wenn die Therapie vorübergehend unterbrochen wird, sollte die übliche Tagesdosis

wieder eingenommen werden, sobald der Patient wieder orale Arzneimittel nehmen

kann.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Über mögliche Risiken durch dieses Arzneimittel in der Schwangerschaft liegen

unzureichende Daten vor. Das Arzneimittel führte in präklinischen Untersuchungen zu

pathologischen Veränderungen an inneren Organen und Skelett beim Kaninchen.

Levodopa/Carbidopa sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Es ist

jedoch im Einzelfall zu entscheiden, ob ein Absetzen der Therapie mit

Levodopa/Carbidopa bei der Schwangeren verantwortet werden kann, weil es aufgrund

der Schwere der unbehandelten Erkrankung möglicherweise zu einer ernsthaften

Gefährdung der Patientin kommen kann.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff Carbidopa in die Muttermilch übergeht. In einer

Studie mit einer stillenden Mutter mit Parkinsonscher Erkrankung wurde die

Ausscheidung von Levodopa in die Muttermilch beobachtet.

Levodopa/Carbidopa hemmen die Prolaktinausschüttung und somit die Laktation. Ist eine

Behandlung mit Levodopa/Carbidopa während der Stillzeit erforderlich, muss abgestillt

werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Da Levodopa/Carbidopa auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Müdigkeit und in

sehr seltenen Fällen übermäßige Tagesmüdigkeit und plötzlich auftretende

Schlafattacken (eventuell auch ohne vorherige Warnzeichen) verursachen können,

müssen Patienten darauf hingewiesen werden, im Straßenverkehr, beim Bedienen von

Maschinen sowie bei Arbeiten ohne sicheren Halt besonders vorsichtig zu sein.

Patienten, bei denen übermäßige Tagesmüdigkeit und Schlafattacken aufgetreten sind,

dürfen kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, durch die sie selbst oder

andere dem Risiko schwerwiegender Verletzung ausgesetzt sein könnten. In derartigen

Fällen sollte auch eine Dosisreduktion oder eine Beendigung der Therapie erwogen

werden.

4.8

Nebenwirkungen

In kontrollierten klinischen Studien mit Patienten mit mäßigen bis starken motorischen

Fluktuationen wurden keine auf die Retardformulierung beschränkten Nebenwirkungen

beobachtet.

Dyskinesien (abnormale, unwillkürliche Bewegungen

waren die häufigsten berichteten

Nebenwirkungen. Die Häufigkeit von Dyskinesien war unter Levodopa/Carbidopa-

Retardtabletten etwas höher als unter Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg

schnellfreisetzenden Tabletten bzw. Levodopa/Carbidopa 200 mg/50 mg

schnellfreisetzenden Tabletten durch die Verminderung der „off“-Zeit (die durch

Levodopa/Carbidopa-Retardtablette reduziert wird) zugunsten von

„on“-

Zeit (die

manchmal mit Dyskinesien assoziiert ist).

Andere häufig gemeldete Nebenwirkungen (> 1 %) waren: Übelkeit, Halluzinationen,

Verwirrtheit, Schwindel, Chorea, Mundtr

ckenheit, Alpträume,

Dystonien,

Schläfrigkeit

(einschließlich

sehr selten auftretender übermäßiger Tagesmüdigkeit und Schlafattacken),

Schlaflosigkeit, Depression, Asthenie, Erbrechen, Appetitlosigkeit.

In klinischen Studien und seit Markteinführung wurden außerdem die folgenden Ne-

benwirkungen beobachtet:

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde

gelegt:

Sehr häufig (

1/10)

Häufig (

1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (

1/1.000 bis < 1/100)

Selten (

1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Gewichtsverlust

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Erregung, Angst, Orientierungsstörungen

Selten: psychotische Zustandsbilder wie Wahnideen und paranoide Gedankenbildung,

depressive Verstimmungen u. U. mit Suizidtendenzen

Nicht bekannt: Dopamin-Dysregulationssyndrom

Impulskontrollstörungen

Pathologische Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben

oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang können bei Patienten auftreten, die mit

Dopaminagonisten oder anderen dopaminergen Substanzen, die Levodopa enthalten,

einschließlich Levodopa Carbidopa Sandoz Retardtabletten, behandelt werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: On-off-Phänomene (Wechsel von Beweglich- und Unbeweglichkeit),

Kopfschmerzen, Parästhesien (z. B. Kribbeln und Einschlafen der Glieder)

Gelegentlich: verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Bewegungs- und extrapyramidal-

motorische Störungen, Synkope

Selten: malignes neuroleptisches Syndrom

Augenerkrankungen

Selten: Verschwommensehen

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Herzklopfen

Gefäßerkrankungen

Häufig: orthostatische Regulationsstörungen (Blutdruckabfall beim Wechsel der

Körperlage) einschließlich hypotensiver Episoden

Selten: Flushing

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Atemnot

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Verstopfung, Durchfall, Dyspepsie

Gelegentlich: Bauchschmerzen

Selten: dunkler Speichel

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Urtikaria

Selten: Alopezie, Angioödem, dunkler Schweiß, Pruritus, Hautausschlag

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: dunkler Urin

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Brustschmerzen

Gelegentlich: Gangstörungen

Selten: Abgeschlagenheit

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Gelegentlich: Fallneigung

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Das Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) ist eine Suchterkrankung, die bei einigen mit

Levodopa/Carbidopa behandelten Patienten beobachtet wurde. Betroffene Patienten

zeigen einen zwanghaften Missbrauch des dopaminergen Arzneimittels bei Verwendung

höherer Dosen als zur adäquaten Kontrolle von motorischen Symptomen der Parkinson-

Krankheit erforderlich. Dies kann in einigen Fällen zu schweren Dyskinesien (siehe auch

Abschnitt 4.4) führen.

Andere unter Levodopa oder Levodopa/Carbidopa berichtete Nebenwirkungen

umfassen:

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

malignes Melanom (siehe Abschnitt 4.3 Gegenanzeigen)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Agranulozytose, Leukopenie, hämolytische und nicht hämolytische Anämie,

Thrombozytopenie

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gewichtszunahme

Psychiatrische Erkrankungen

Zähneknirschen, Demenz, Euphorie

Erkrankungen des Nervensystems

Aktivierung eines latenten Horner-Syndroms, Ataxie, bitterer Geschmack, Konvulsionen,

Ohnmachtsgefühl, verstärkter Tremor der Hände, Taubheitsgefühl, angeregte Stimmung

Augenerkrankungen

Blepharospasmus, Pupillenerweiterung, Diplopie, Blickkrämpfe (okulogyre Krisen)

Herzerkrankungen

kardiale Arrhythmien

Gefäßerkrankungen

Hitzegefühl, Hypertonie, Phlebitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

unregelmäßige Atmung, Heiserkeit

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Zungenbrennen, Entwicklung eines Duodenalulcus, Dysphagie, Flatulenz, abdominale

Blutungen, Schluckauf, Speichelfluss

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Purpura Schoenlein-Henoch, vermehrtes Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelzucken, Trismus

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Harninkontinenz, Harnretention

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Priapismus

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Ödeme, Mattigkeit, Schwäche

Untersuchungen

Siehe Abschnitt 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Die Symptome einer Überdosierung entsprechen den in Abschnitt 4.8 beschriebenen

Nebenwirkungen.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Die Therapiemaßnahmen bei akuter Überdosierung mit Levodopa/Carbidopa

entsprechen weitgehend denen bei Überdosierung mit Levodopa, außer dass Pyridoxin

nicht wirksam ist.

Bei akuter Überdosierung von Levodopa/Carbidopa sind neben einer sofortigen

Magenspülung eine intensivmedizinische Überwachung und Stützmaßnahmen unter

besonderer Beachtung der Herz- und Kreislauffunktionen erforderlich. Kardiale

Arrhythmien können die Anwendung von Antiarrhythmika, wie z. B. Beta-

Rezeptorenblockern, erforderlich machen. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Es

liegen keine Dialyse-Erfahrungen vor.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiparkinsonmittel

ATC-Code: N04B A10

Levodopa Carbidopa Sandoz ist eine Kombination von Carbidopa, einem Decarboxylase-

Hemmer, mit der Aminosäure Levodopa, der metabolischen Vorstufe von Dopamin.

Levodopa mildert die Symptome der Parkinsonschen Krankheit dadurch, dass es im

Gehirn zu Dopamin, das bei diesen Patienten in geringeren Mengen vorhanden ist,

decarboxyliert wird (Substitutionstherapie). Da wenigstens 95 % des oral verabreichten

Levodopa bereits in extrazerebralen Organen decarboxyliert werden, gelangen nur

geringe Mengen ins Gehirn.

Durch das extrazerebral gebildete Dopamin und die aus ihm entstehenden adrenergen

Substanzen sind zahlreiche Nebenwirkungen gastrointestinaler und kardiovaskulärer Art

bei der Monotherapie mit Levodopa bedingt.

Durch die gleichzeitige Gabe des Decarboxylasehemmers Carbidopa wird die

Decarboxylierung von Levodopa in der Peripherie weitgehend verhindert. Dadurch kann

die Dosis Levodopa, die zur Erreichung vergleichbarer klinischer Effekte notwendig ist,

auf bis zu 20 % der bei der Monotherapie notwendigen Dosis gesenkt werden. Die

gastrointestinalen und kardiovaskulären Nebenwirkungen werden damit weitgehend

vermieden.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg Retardtabletten

Die Pharmakokinetik von Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg Retardtabletten wurde an

Parkinson-Patienten untersucht. Die Gabe von Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg

Retardtabletten 2-mal täglich in Gesamtdosen von 50 bis 150 mg Carbidopa, 200 bis 600

mg Levodopa pro Tag über 3 Monate (offen, nicht kontrollierte Studie), führte zu keiner

Kumulation von Levodopa im Plasma.

Levodopa/Carbidopa 200 mg/50 mg Retardtabletten

Die Pharmakokinetik von Levodopa/Carbidopa 200 mg/50 mg Retardtabletten wurde an

jüngeren (23-45 Jahre) und älteren (55-76 Jahre) gesunden Probanden untersucht. Der

Vergleich der pharmakokinetischen Parameter ergab, dass die Bioverfügbarkeit und die

Plasmakonzentrationen bei älteren Patienten nach Gabe von Levodopa/Carbidopa 200

mg/50 mg Retardtabletten im Durchschnitt höher waren. Die mittlere Anflutungszeit betrug

bei Levodopa/Carbidopa 200 mg/50 mg Retardtabletten etwa 2 Stunden, bei

Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg Tabletten 0,75 Stunden. Der mittlere

Plasmaspitzenspiegel lag unter Levodopa/Carbidopa 200 mg/50 mg Retardtabletten um

60 % (bezogen auf die Dosis) niedriger als unter Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg

Tabletten und die In-vivo-Resorptionsdauer von Levodopa/Carbidopa 200 mg/50 mg

Retardtabletten betrug 4-6 Stunden. Der Plasmaspiegel von Levodopa schwankte in

diesen Studien unter Levodopa/Carbidopa 200 mg/50 mg Retardtabletten in einem

geringeren Umfang als unter Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg Tabletten.

Da die Bioverfügbarkeit von Levodopa aus Levodopa/Carbidopa 200 mg/50 mg

Retardtabletten verglichen mit Levodopa/Carbidopa 100 mg/25 mg Tabletten nur 70 %

beträgt, ist die tägliche Levodopa-Dosis aus der Retardtablette in der Regel höher als aus

schnellfreisetzenden Darreichungsformen.

Es gab keinen Hinweis auf eine zu schnelle oder unkontrollierte Wirkstofffreisetzung. Es ist

nicht bekannt, ob oder in welchem Maße die Resorption durch proteinreiche Ernährung

beeinflusst wird.

In Gegenwart von Carbidopa wird die Bildung von Dopamin gehemmt. Die Bildung von 3-

O-Methyldopa wird zum Hauptabbauweg. Bei der weiteren Metabolisierung von Dopamin

entstehen sekundäre Metaboliten wie 3,4-Dihydroxyphenylessigsäure (DOPAC) und

Homovanillinsäure (HVA). Die Wiederfindungsraten von Levodopa, Dopamin, DOPAC und

HVA im Urin über 24 Stunden betrugen 0,53 %, 4,24 %, 32 % und 25,9 % der

verabreichten Dosis. Levodopa wird zu 6 % an Plasmaproteine gebunden.

50 % einer oralen Dosis von 50 mg Carbidopa werden durchschnittlich im Urin

ausgeschieden, 34 % werden in den Faeces gefunden. Dies deutet auf eine inkomplette

Absorption hin. Die Wiederfindungsrate unveränderten Carbidopas nach oraler Gabe

betrug durchschnittlich 10,2 % der verabreichten Dosis. Drei Hauptmetaboliten wurden im

Urin gefunden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die zugrunde gelegten Durchschnittstagesdosen beim Menschen betragen 100 mg

Carbidopa und 1 g Levodopa, das sind etwa 2 mg Carbidopa und 20 mg Levodopa pro kg

Körpergewicht.

Akute Toxizität

Carbidopa

Die orale LD

von Carbidopa beträgt 1.750 mg/kg bei erwachsenen weiblichen

Mäusen, 4.810 mg/kg bei jungen erwachsenen weiblichen und 5.610 mg/kg bei jungen

erwachsenen männlichen Ratten. Die akute orale Toxizität von Carbidopa ist bei

entwöhnten Ratten und erwachsenen Ratten ähnlich, die Verbindung erweist sich

jedoch für die jungen Ratten als toxischer. Die toxischen Anzeichen (Ptose, Ataxie und

Abnahme der Aktivität) waren bei Mäusen und Ratten vergleichbar. Bei Mäusen wurde

noch Bradypnoe festgestellt. Der Tod trat gewöhnlich über Nacht ein, gelegentlich erst

nach 12 Tagen.

Levodopa

Die orale LD

von Levodopa reicht von 800 mg/kg bei jungen noch nicht

geschlechtsreifen männlichen und weiblichen Ratten bis 2.260 mg/kg bei

herangewachsenen weiblichen Ratten. Toxische Zeichen waren: Lautäußerungen,

Reizbarkeit, Erregbarkeit, Ataxie sowie verstärkte Aktivität, der nach 1-2 Stunden eine

verminderte Aktivität folgte. Der Tod trat gewöhnlich - frühestens nach 30 Minuten -

über Nacht ein, gelegentlich erst nach 5 Tagen.

Kombination von Levodopa und Carbidopa

Die orale LD

verschiedener Kombinationen von Carbidopa und Levodopa reicht bei

Mäusen von 1.930 mg/kg bei einem Verhältnis von 1:1 bis zu 3.270 mg/kg bei einem

Verhältnis von 1:3. Diese Mengen sind die Summe der Einzeldosen von Carbidopa und

Levodopa. Andere Testkonzentrationen über 1:3 (1:4, 1:5, 1:10) veränderten die beim

Verhältniswert 1:3 gefundene LD

nicht merklich. Die Verhältniswerte 1:3 und darüber

waren weniger toxisch als die 1:1- und 1:2-Relationen. Toxizitätsanzeichen waren

aufgestellte Schwänze, Piloerektion, Ataxie, Tränenfluss und verstärkte Aktivität.

Klonische Konvulsionen und erhöhte Reizbarkeit traten bei Dosen von 1.500 mg/kg und

höher auf. Bei Dosen von 4.120 mg/kg und höher kam es zum Anschwellen des Kopfes

und zu Tremor des ganzen Körpers. Der Tod trat bei Gaben von 4.120 und 5.780

mg/kg nach 30 Minuten bis 24 Stunden, bei Dosen von 2.940 mg/kg spätestens nach

12 Tagen ein.

Chronische Toxizität/Subchronische Toxizität

Carbidopa

Chronische orale Toxizitätsuntersuchungen von Carbidopa wurden ein Jahr lang an

Affen und 96 Wochen an Ratten mit Dosen von 25-135 mg/kg/Tag durchgeführt. Bei

den Affen konnten keine arzneimittelbedingten Wirkungen festgestellt werden. Bei den

Ratten wurden in allen Dosierungsgruppen einige Fälle von Schwächeerscheinungen

beobachtet. Das durchschnittliche Gewicht der Rattennieren war in der höchsten

Dosierungsgruppe signifikant höher als das bei den entsprechenden Kontrolltieren,

obwohl sich weder makroskopische noch mikroskopische Veränderungen fanden, die

als Ursache dafür hätten gelten können. Es zeigten sich keine auf die Behandlung

zurückzuführenden histologischen Veränderungen. Carbidopa beeinflusste bei der 96

Wochen andauernden Untersuchung an Ratten weder die Art noch das Auftreten von

Neoplasmen.

Carbidopa hatte bei Hunden einen Pyridoxinmangel zur Folge, der durch die

zusätzliche Gabe von Pyridoxin kompensiert wurde. Abgesehen vom Pyridoxinmangel

bei Hunden zeigte Carbidopa keine Anzeichen einer Toxizität, die mit Hydrazinen in

Zusammenhang stehen.

Kombination von Levodopa und Carbidopa

Drei verschiedene Dosiskombinationen von Carbidopa und Levodopa, die 54 Wochen

lang Affen und 106 Wochen lang Ratten oral verabreicht wurden, zeigten, dass die

physischen Hauptwirkungen auf die pharmakologische Aktivität der Substanzen

zurückzuführen waren. Die untersuchten Dosierungen waren (Carbidopa/Levodopa)

10/20, 10/50 und 10/100 mg/kg/Tag. Dosierungen von 10/20 mg/kg/Tag hatten keine

sichtbaren physischen Effekte zur Folge.

Bei Affen konnte man mit Dosierungen von 10/50 und 10/100 mg/kg/Tag Hyperaktivität

feststellen, die unter der höheren Dosis 32 Wochen lang anhielt. Mit der Dosierung von

10/50 mg/kg/Tag verringerte sich bei Fortdauer der Untersuchung die Hyperaktivität;

nach der 14. Woche war sie nicht mehr vorhanden. Störungen der Muskelkoordination

und Schwäche waren unter der Dosis von 10/100 mg/kg/Tag bis zur 22. Woche zu

beobachten. Pathologisch-anatomische Untersuchungen zeigten keine

morphologischen Veränderungen.

Ratten, die 10/50 und 10/100 mg/kg/Tag erhielten, wiesen eine Verlangsamung der

normalen Aktivität auf und zeigten eine anomale Körperhaltung. Die höhere Dosis

verursachte exzessive Salivation. Die Körpergewichtszunahme war vermindert.

Organuntersuchungen ließen bei zwei Ratten, die 26 Wochen lang 10/100 mg/kg/Tag

erhalten hatten, eine sehr leichte Hypertrophie der azinösen Zellen der

Unterkieferdrüsen erkennen. Unter keiner Dosis wurden histomorphologische

Veränderungen nach 54 bzw. 106 Wochen festgestellt. Hypertrophie der azinösen

Zellen der Speicheldrüse wurde bei Ratten beobachtet, die mit höheren Dosen der

Kombination für kürzere Zeitabschnitte und mit Levodopa allein behandelt wurden.

Reproduktionstoxikologie

Carbidopa

In Ratten beeinflusste die perorale Verabreichung von Carbidopa in Dosen von 30, 60

oder 120 mg/kg/Tag weder das Paarungsverhalten noch die Fruchtbarkeit oder das

Überleben des Nachwuchses. Die höchste genannte Dosis verursachte eine geringfügige

Verringerung der Gewichtszunahme bei männlichen Tieren. Carbidopa, verabreicht an

Mäusen und Kaninchen in Dosen bis zu 120 mg/kg/Tag, zeigte keinerlei Anzeichen

teratogener Wirkungen.

Levodopa

Levodopa verursachte bei Gaben von 125 und 250 mg/kg/Tag viszerale Missbildungen

und Veränderungen des Skeletts bei Kaninchen.

Kombination von Levodopa und Carbidopa

Mit Carbidopa/Levodopa-Kombinationen, verabreicht in Dosen von 25/250 bis 100/500

mg/kg/Tag, war bei Mäusen kein Hinweis auf Missbildungen festzustellen; bei Kaninchen

hingegen traten Deformationen am Skelett bzw. viszerale Missbildungen auf, die

quantitativ und qualitativ denen unter der alleinigen Gabe von Levodopa ähnlich waren.

Carbidopa/Levodopa-Kombinationen, verabreicht in Dosen von 10/20, 10/50 oder 10/100

mg/kg/Tag, hatten weder auf die Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit männlicher

oder weiblicher Ratten noch auf das Wachstum oder die Überlebensfähigkeit der Jungen

irgendwelche nachteiligen Auswirkungen.

Mutagenität

Carbidopa

Carbidopa wurde nur unzureichend bezüglich mutagener Wirkungen untersucht.

Carbidopa erwies sich im mikrobiellen Mutagenitätstest als nicht mutagen.

Levodopa

Levodopa wurde nicht getestet, da es sich um eine natürlicherweise vorhandene Substanz

handelt.

Kanzerogenität

Carbidopa

In Ratten ergab die perorale Verabreichung von Carbidopa während 96 Wochen in den

Dosierungen 25, 45 oder 135 mg/kg/Tag hinsichtlich der Mortalität und der Kanzerogenität

keine Unterschiede im Vergleich der behandelten mit den Kontrolltieren.

Kombination von Levodopa und Carbidopa

Ratten erhielten peroral Kombinationen von Carbidopa und Levodopa während 106

Wochen in Dosen von 10/20, 10/50 und 10/100 mg/kg/Tag. Hinsichtlich der Mortalität, des

Auftretens von Neoplasien sowie deren Art ergaben sich keine Unterschiede im Vergleich

der behandelten mit den Kontrolltieren.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Fumarsäure

hochdisperses Siliciumdioxid

Hypromellose

Macrogol 6000

Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.)

Farbstoffe Chinolingelb (E 104), Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E

172), Eisen (III)-oxid (E 172)

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackungen (Aluminium/Aluminium) mit 30, 60 und 100 Retardtabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: medwiss@hexal.com

8.

Zulassungsnummern

Levodopa Carbidopa Sandoz 100/25 mg Retardtabletten

52190.00.00

Levodopa Carbidopa Sandoz 200/50 mg Retardtabletten

52190.01.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassungen/Verlängerung der Zulassungen

Datum der Erteilung der Zulassungen: 18. Juni 2003

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen: 13. August 2010

10.

Stand der Information

September 2017

11.

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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