Levitra 10 mg Filmtabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-07-2020

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
vardenafilum
Verfügbar ab:
Bayer (Schweiz) AG
ATC-Code:
G04BE09
INN (Internationale Bezeichnung):
vardenafilum
Darreichungsform:
Filmtabletten
Zusammensetzung:
vardenafilum 10 mg zu vardenafili hydrochloridum trihydricum, excipiens pro compresso Dunst.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Erektile Dysfunktion
Zulassungsnummer:
56190
Berechtigungsdatum:
2003-09-29

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-07-2020

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-07-2020

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-07-2020

Fachinformation Fachinformation - Italienisch

01-07-2020

Information für Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen

das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Levitra®

Bayer (Schweiz) AG

Was ist Levitra und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Levitra dient zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED) beim Mann, dem medizinischen Ausdruck

für die Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder beizubehalten. Damit Levitra wirken kann, ist

eine sexuelle Stimulation erforderlich.

Levitra darf von Frauen nicht eingenommen werden.

Information zu Erektionsstörungen

Mindestens einer von zehn Männern hat gelegentlich Probleme, eine Erektion zu bekommen oder

beizubehalten. Als Gründe können körperliche und/oder psychische Ursachen vorliegen (weitere

Informationen siehe Abschnitt «Was sollte dazu beachtet werden?»). Unabhängig von der Ursache, die

Auswirkungen sind gleich: Änderungen in Muskeln und Blutgefässen führen dazu, dass nicht genügend

Blut im Penis ist, um einen ausreichend harten Penis zu bekommen oder beizubehalten.

Wie Levitra wirkt

Erektionen werden durch ein Gleichgewicht zwischen zwei körpereigenen Substanzen gesteuert. Die

erste Substanz führt Erektionen herbei; die zweite lässt sie abklingen. Wenn dieses Gleichgewicht

gestört ist, bleibt die Erektion aus oder lässt vorzeitig nach. Levitra wirkt durch Hemmung der zweiten

Substanz (Phosphodiesterase-Typ 5 [PDE-5] genannt). Levitra führt zu einer Erektion, die ausreichend

lange anhält, um die sexuelle Aktivität zufriedenstellend durchzuführen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Es gibt mehrere Faktoren in Ihrem Lebensstil, die Sie ändern können, um sich zu helfen. Einige Ihrer

Lebensgewohnheiten können möglicherweise Ihre Erektionsprobleme verursachen oder verstärken:

·Rauchen,

·Alkoholgenuss.

Es gibt auch Krankheitszustände, die Erektionsprobleme verursachen können. Dazu gehören:

·Diabetes,

·erhöhter Cholesterinspiegel,

·Schädigung von Nervensystem oder Blutgefässen,

·Depression,

·Übergewicht,

·hormonelle Erkrankungen.

Wann darf Levitra nicht eingenommen werden?

·Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Vardenafil, dem Wirkstoff von Levitra, oder einem

der sonstigen Bestandteile von Levitra sind. Eine allergische Reaktion kann sich als Hautausschlag,

Jucken, Gesichts- oder Lippenschwellung und Kurzatmigkeit bemerkbar machen.

·Wenn Sie Arzneimittel gegen Herzerkrankungen (Angina pectoris, «Brustschmerzen»), einnehmen, wie

z.B. Glyceroltrinitrat, Amylnitrit, Molsidomin, Nicorandil. Die Einnahme dieser Arzneimittel mit

Levitra könnte Ihren Blutdruck gefährlich senken und einen Kreislaufzusammenbruch verursachen. Sie

dürfen unter der Behandlung mit Levitra in keinem Fall die illegal vertriebenen «Poppers» (enthalten

den Wirkstoff Amylnitrat) einnehmen.

·Wenn Sie eine schwere Herz- oder Lebererkrankung haben.

·Wenn Sie dialysepflichtig sind.

·Wenn Sie vor kurzem einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatten.

·Wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben oder dazu neigen.

·Wenn Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, die Guanylatcyclase-Stimulatoren wie Riociguat

(Adempas) zur Behandlung einer pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) oder inoperablen chronisch-

thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH) enthalten.

·Wenn in Ihrer Familie bestimmte seltene erbliche Augenerkrankungen auftreten (wie Retinitis

pigmentosa).

·Wenn Sie Ritonavir, Indinavir oder Cobicistat (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)

einnehmen.

·Wenn Sie Itraconazol, Voriconazol oder Posaconazol (Arzneimittel zur Behandlung von

Pilzinfektionen) einnehmen und älter als 75 Jahre sind.

Falls einer dieser Fälle für Sie zutrifft, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin vor der

Einnahme von Levitra.

Wann ist bei der Einnahme von Levitra Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie:

·unter Herzbeschwerden leiden. Sexuelle Aktivität kann gefährlich für Sie sein;

·eine Erkrankung oder Deformation (Verformung) Ihres Penis haben;

·an einer Erkrankung leiden, die zu Priapismus (schmerzhafte Dauererektion des Penis ohne sexuelle

Erregung) führen kann. Dazu gehören Sichelzellenanämie (Veränderung der roten Blutkörperchen),

Multiples Myelom (Knochenmarkkrebs) und Leukämie (Blutkrebs);

·ein Magengeschwür haben;

·eine Störung der Blutgerinnung haben wie z.B. Hämophilie (Bluterkrankheit);

·andere Mittel zur Behandlung der Erektionsstörungen anwenden, einschliesslich Levitra

Schmelztabletten;

·bereits einmal einen schweren Verlust der Sehkraft erlitten haben.

Levitra kann bei manchen Patienten Schwindel verursachen oder das Sehvermögen beeinflussen. Wenn

Sie auf die Einnahme von Levitra mit Schwindel reagieren oder Ihr Sehvermögen beeinträchtigt ist,

dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Levitra darf von Frauen, Kindern und männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren nicht eingenommen

werden.

Einige Arzneimittel können, wenn sie zusammen mit Levitra eingenommen werden, zu Problemen

führen. Nennen Sie deshalb vor der Einnahme von Levitra Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin alle

Arzneimittel, die Sie einnehmen:

·insbesondere gewisse Arzneimittel gegen Angina pectoris («Brustschmerzen»), die sogenannten Nitrate

oder Stickstoffmonoxidgeber. Sie können zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen.

·Erythromycin oder Clarithromycin (zwei Antibiotika).

·Itraconazol, Voriconazol oder Posaconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen).

·Guanylatcyclase-Stimulatoren wie Riociguat (Adempas) zur Behandlung von Pulmonaler arterieller

Hypertonie (PAH) oder Chronisch-thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH) (siehe Rubrik

«Wann darf Levitra nicht eingenommen werden»).

·Alpha-Blocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und gutartiger

Prostatavergrösserung).

·Antikoagulantien («Blutverdünner»).

Bei Männern, die Vardenafil einnehmen, wurden Fälle von plötzlichem Tod, schnellem oder

verändertem Herzschlag, Herzinfarkt, Schmerzen in der Brust und Kreislaufstörungen (einschliesslich

vorübergehend verringerter Durchblutung von Teilen des Gehirns und Blutungen im Gehirn) berichtet.

Die meisten Männer, bei denen diese Nebenwirkungen auftraten, hatten vor der Einnahme dieses

Arzneimittels Herzprobleme. Es ist nicht möglich festzustellen, ob diese Ereignisse in direktem

Zusammenhang mit Vardenafil standen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Levitra während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Levitra darf nicht von Frauen eingenommen werden.

Zu einer möglichen Übertragung von Vardenafil (der Wirkstoff in Levitra Filmtabletten) auf den Fötus

liegen keine Daten vor. Die Ausscheidung von Vardenafil in das Sperma ist jedoch vernachlässigbar

gering.

Wie verwenden Sie Levitra?

Nehmen Sie Levitra immer genau nach Anweisung des Arztes oder der Ärztin ein. Sie dürfen Levitra

Filmtabletten nicht gleichzeitig mit einer anderen Levitra Darreichungsform einnehmen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Sie sollten eine Tablette Levitra ungefähr 25 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr einnehmen.

Bei sexueller Stimulation können Sie innerhalb eines Zeitraums von 25 Minuten bis zu 4–5 Stunden

nach Einnahme von Levitra eine Erektion bekommen. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit einem

Glas Wasser.

Levitra Filmtabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden aber vorzugsweise nicht

nach einer schwerverdaulichen oder sehr fettreichen Mahlzeit, da hierbei die Wirkung verzögert werden

kann.

Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, wenn Sie Levitra einnehmen. Dieser kann die übliche Wirkung des

Arzneimittels beeinflussen.

Der Genuss von Alkohol kann die Erektionsstörungen verschlimmern.

Nehmen Sie Levitra nicht häufiger als einmal innerhalb von 24 Stunden ein.

Nach Einnahme von zu grossen Mengen Levitra können Nebenwirkungen häufiger auftreten oder Sie

können schwere Rückenschmerzen bekommen. Wenn Sie eine grössere Menge von Levitra

eingenommen haben, als Sie sollten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Levitra darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden (Siehe «Wann ist

bei der Einnahme von Levitra Vorsicht geboten?»).

Welche Nebenwirkungen kann Levitra haben?

Wie alle Arzneimittel kann Levitra Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten

müssen. Diese sind zumeist leichter bis mässiger Art.

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

·Kopfschmerzen.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

·Schwindel/Benommenheit,

·Erweiterung von Blutgefässen (Vasodilatation) mit der möglichen Folge einer Gesichtsrötung (Flush),

·verstopfte oder «laufende» Nase,

·Verdauungsstörungen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

·Schwellungen von Haut und Schleimhaut einschliesslich Gesichts-, Lippen- oder Rachenschwellungen,

·Schlafstörungen,

·Empfindungsstörungen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln,

·Schläfrigkeit,

·Auswirkungen auf die Sehfähigkeit; Augenrötung, Auswirkungen auf die Farbwahrnehmung,

Augenschmerzen und Unbehagen, Lichtempfindlichkeit,

·Tinnitus,

·schneller Herzschlag oder Herzklopfen,

·Atemnot, Nasenbluten,

·Nasennebenhöhlenentzündung,

·Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit,

Mundtrockenheit,

·Hautausschlag, gerötete Haut,

·Muskelsteifigkeit, -krämpfe oder -schmerzen, Rückenschmerzen,

·Niedriger Blutdruck

·Zunahme von Erektionen,

·Unwohlsein.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

·Augenentzündung (Konjunktivitis),

·Überempfindlichkeitsreaktionen,

·Ohnmacht,

·vorübergehender Gedächtnisverlust,

·Vorübergehend verringerte Durchblutung von Teilen des Gehirns

·Krampfanfälle,

·Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom),

·Auswirkungen auf das Herz (wie Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzrhytmusstörungen),

·Schmerzhafte Erektionen,

·Brustschmerzen.

Häufigkeit nicht bekannt

·Plötzlicher Tod,

·Blutungen im Gehirn.

In seltenen Fällen berichteten Männer, die PDE-5 Hemmer – oral einzunehmende Arzneimittel gegen

erektile Dysfunktion, zu denen auch Levitra gehört – eingenommen hatten, über eine plötzliche

Verminderung oder sogar über einen plötzlichen Verlust der Sehkraft auf einem oder beiden Augen. Ob

diese Ereignisse direkt mit diesen Arzneimitteln oder mit anderen Faktoren wie Bluthochdruck oder

Diabetes (Zuckerkrankheit) in Zusammenhang stehen oder auf eine Kombination von beiden

zurückzuführen sind, lässt sich nicht ermitteln. Wenn Sie eine plötzliche Verminderung oder sogar einen

plötzlichen Verlust Ihrer Sehkraft feststellen, setzen Sie alle PDE-5 Hemmer, einschliesslich Levitra,

umgehend ab, und suchen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Es wurde über Fälle von plötzlicher Schwerhörigkeit oder Taubheit berichtet. Ob diese Beobachtungen

in einem direkten Zusammenhang mit Levitra stehen, ist nicht klar. Wenn Sie eine plötzliche

Beeinträchtigung Ihres Hörvermögens feststellen, setzen Sie Levitra umgehend ab, und suchen Sie

sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Falls Sie eine oder mehrere dieser Nebenwirkungen bei sich bemerken und diese Sie beunruhigen, stark

ausgeprägt sind oder bei Fortsetzung der Behandlung nicht verschwinden, sprechen Sie umgehend mit

Ihrem Arzt oder mit Ihrer Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lagerungshinweis

Nicht über 30 °C lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Levitra enthalten?

Wirkstoffe

5 mg, 10 mg oder 20 mg Vardenafil.

Hilfsstoffe

Crospovidon, Magnesiumstearat, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Macrogol

400, Hypromellose sowie die Farbstoffe Titandioxid (E171), Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot

(E172).

Zulassungsnummer

56190 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Levitra? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Levitra 5 mg: 12 Filmtabletten.

Levitra 10 mg: 4 und 12 Filmtabletten.

Levitra 20 mg: 4 und 12 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Fachinformation

Levitra®

Bayer (Schweiz) AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Vardenafil (als Hydrochlorid Trihydrat).

Hilfsstoffe: Farbstoffe: Titandioxid (E171), Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E172). Übrige

Hilfsstoffe: Crospovidon, Magnesiumstearat, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses

Siliciumdioxid, Macrogol 400, Hypromellose.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 5 mg, 10 mg und 20 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Erektile Dysfunktion.

Damit Levitra wirken kann, ist eine sexuelle Stimulation erforderlich.

Für die Behandlung von Frauen ist Levitra nicht indiziert.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene Männer

Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg, sie ist bei Bedarf ungefähr 25 bis 60 Minuten vor dem

Geschlechtsverkehr einzunehmen.

Entsprechend der Wirksamkeit und Verträglichkeit kann die Dosis auf 20 mg erhöht oder auf 5 mg

reduziert werden. Die maximal empfohlene Dosis beträgt 20 mg. Die Einnahme darf nicht häufiger

als einmal täglich erfolgen. Levitra kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Der Wirkungseintritt kann bei Einnahme einer fettreichen Mahlzeit verzögert sein (siehe

«Pharmakokinetik»).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Männer (ab 65 Jahren)

Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter ist nicht erforderlich. Eine Dosissteigerung bis zu

einer Maximaldosis von 20 mg sollte nur unter sorgfältiger Berücksichtigung der individuellen

Verträglichkeit erfolgen. Die Erfahrungen bei Patienten über 75 Jahre sind begrenzt (vgl. auch

Rubriken «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Unerwünschte Wirkungen»).

Kinder und Jugendliche

Levitra ist nicht für die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren angezeigt.

Leberinsuffizienz

Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit leicht oder mässig eingeschränkter Leberfunktion

(Child-Pugh A und B) beträgt 5 mg. Entsprechend der Verträglichkeit und Wirksamkeit kann die

Dosis anschliessend erhöht werden.

Die empfohlene Maximaldosis bei Patienten mit mässig eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh

B) beträgt 10 mg (vgl. «Pharmakokinetik»).

Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child Pugh C) ist Levitra kontraindiziert.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit einer leichten bis mässigen Einschränkung der Nierenfunktion ist keine

Dosisanpassung erforderlich.

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) beträgt die

empfohlene Anfangsdosis 5 mg. Entsprechend Verträglichkeit und Wirksamkeit kann die Dosis auf

10 mg erhöht werden.

Patienten, die andere Arzneimittel anwenden

CYP3A4-Inhibitoren

Eine Dosisanpassung mit Levitra ist erforderlich bei Patienten, die gewisse CYP3A4-Inhibitoren

einnehmen (z.B Voriconazol, Itraconazol, Ritonavir, Indinavir, Erythromycin und Clarithromycin,

vgl. «Kontraindikationen», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»).

Bei gleichzeitiger Einnahme mässig starker CYP3A4-lnhibitoren wie Erythromycin sollte eine

Vardenafil-Dosis von 5 mg nicht überschritten werden.

Bei einer niedrigdosierten Therapie mit Clarithromycin (2-mal täglich 250 mg) sollte eine

Vardenafil-Dosis von 5 mg nicht überschritten werden. Die Kombination von Vardenafil mit einer

hochdosierten Clarithromycintherapie (2-mal täglich 500 mg) sollte vermieden werden.

Alpha-Rezeptorenblocker

Eine Begleitbehandlung mit Levitra sollte nur begonnen werden, wenn der Patient stabil auf die

Alpha-Rezeptorenblocker-Therapie eingestellt ist. Bei diesen Patienten sollte Vardenafil mit einer

Anfangsdosis von 5 mg begonnen werden. Die Einnahme von Levitra kann unabhängig vom

Zeitpunkt der Einnahme von Tamsulosin oder retardiertem Alfuzosin erfolgen (vgl.

«Eigenschaften/Wirkungen», Abschnitt «Sicherheitspharmakodynamik»). Bei anderen Alpha-

Rezeptorenblockern sollten hingegen zur Einnahme von Vardenafil ein zeitlicher Abstand von 6

Stunden eingehalten werden (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»).

Kontraindikationen

Entsprechend der Wirkung einer Phosphodiesterase (PDE)-Hemmung auf den Stickstoffmonoxid/-

cyclo-Guanosinmonophosphat-Stoffwechsel (vgl. «Eigenschaften/Wirkungen») können PDE-5-

Inhibitoren den blutdrucksenkenden Effekt von Nitraten verstärken. Daher ist die gleichzeitige Gabe

mit Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren (wie beispielsweise Amylnitrit) in jeder

Darreichungsform kontraindiziert (vgl. «Interaktionen»).

Patienten sind eindringlich darauf hinzuweisen, dass sie illegal vertriebene Nitrate, die sog.

«Poppers» (Amylnitrit) oder andere Nitrate auf keinen Fall während der Therapie mit Levitra

einnehmen dürfen.

Die gleichzeitige Anwendung von PDE-5-Inhibitoren wie Vardenafil mit Stimulatoren der löslichen

Guanylatcyclase (sGC) wie Riociguat ist kontraindiziert, da es möglicherweise zu einer

symptomatischen Hypotonie kommen kann (vgl. «Interaktionen» sowie «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Mittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion sollten generell nicht von Männern angewendet

werden, denen von sexueller Aktivität abzuraten ist (z.B. Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-

Erkrankungen wie instabiler Angina pectoris oder schwerer Herzinsuffizienz [NYHA III oder IV]).

Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit HIV Proteaseinhibitoren (z.B. Ritonavir, Indinavir)

ist kontraindiziert, da sie starke CYP3A4-Inhibitoren sind. Die gleichzeitige Gabe von Vardenafil

mit den ebenfalls starken CYP3A4-Inhibitoren Itraconazol, und Voriconazol ist bei Patienten über 75

Jahre kontraindiziert.

Bei folgenden Untergruppen von Patienten wurde die Sicherheit von Vardenafil nicht untersucht,

daher ist die Anwendung kontraindiziert, bis weitere Daten vorliegen:

·schwere Leberinsuffizienz (Child-Pugh C),

·terminale Niereninsuffizienz mit Dialysepflicht,

·Hypotonie (RR <90/50 mmHg),

·Myokardinfarkt oder Schlaganfall innerhalb der letzten 6 Monate,

·instabile Angina pectoris,

·erblich bedingte degenerative Retinaerkrankungen wie Retinitis pigmentosa.

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bevor eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen wird, sollten mittels Anamnese und

körperlicher Untersuchung die Diagnose einer erektilen Dysfunktion gestellt und zugrunde liegende

Ursachen ermittelt werden.

Vor Beginn jeglicher Behandlung einer erektilen Dysfunktion sollten die behandelnden Ärzte den

kardiovaskulären Status ihrer Patienten berücksichtigen, da mit sexueller Aktivität ein gewisses

kardiales Risiko einhergeht (vgl. «Kontraindikationen»).

Es ist nicht bekannt, welcher Zeitabstand zur Einnahme von Levitra eingehalten werden muss, bevor

– falls erforderlich – Nitrate sicher eingenommen werden können. Basierend auf dem

pharmakokinetischen Profil einer 20 mg Einzeldosis, verabreicht an gesunde Probanden, liegen die

Vardenafil-Plasmaspiegel 24 Stunden nach Verabreichung bei <2 µg/ml (Cmax ungefähr 20 µg/l).

Bei folgenden Patienten wurden 24 Stunden nach Verabreichung Vardenafil-Plasmaspiegel

gefunden, die 2- bis 5-mal höher lagen als bei gesunden Probanden: bei gleichzeitiger Einnahme

mässiger oder starker CYP3A4-Inhibitoren (Erythromycin, Voriconazol, Indinavir), bei Patienten mit

Leberinsuffizienz (z.B. Zirrhose) und bei Patienten über 65 Jahren.

Obwohl die Vardenafil-Plasmaspiegel 24 Stunden nach Verabreichung viel niedriger liegen als die

maximalen Plasmaspiegel, ist unbekannt, ob zu diesem Zeitpunkt Nitrate sicher verabreicht werden

können. Der Patient ist vom verschreibenden Arzt entsprechend zu informieren (vgl. «Interaktionen»

und «Kontraindikationen»).

Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit starken CYP3A4-Inhibitoren, wie z.B. Itraconazol

oder Voriconazol sollte vermieden werden, da bei der Kombination dieser Arzneimittel sehr hohe

Plasmakonzentrationen von Vardenafil erreicht werden (bei Patienten älter als 75 Jahre ist eine

solche Komedikation kontraindiziert). Dasselbe gilt auch für eine gleichzeitige hochdosierte

Therapie mit Clarithromycin.

Bei gleichzeitiger Gabe von CYP3A4-Inhibitoren wie Clarithromycin in üblichen Dosen oder

Erythromycin ist eine Dosisanpassung von Vardenafil notwendig (vgl. «Interaktionen» und

«Dosierung/Anwendung»).

Vardenafil besitzt vasodilatatorische Eigenschaften, die zu leichten und vorübergehenden

Blutdrucksenkungen führen (vgl. «Eigenschaften/Wirkungen»). Patienten mit einer Obstruktion der

linksventrikulären Ausstrombahn, wie z.B. Aortenstenose oder idiopathischer hypertrophischer

Subaortenstenose, können empfindlich gegenüber gefässerweiternden Substanzen einschliesslich

PDE-5-Inhibitoren reagieren.

Bei Patienten mit Synkopen oder orthostatischer Hypotonie in den letzten 6 Monaten, bei Zustand

nach lebensbedrohlichen Arrhythmien oder bei unkontrollierter arterieller Hypertonie (systolischer

Ruhe-RR ≥170 mmHg) wurde Vardenafil nicht untersucht. Die Anwendung von Levitra

Filmtabletten wird daher bei solchen Patienten nicht empfohlen.

Riociguat, ein Stimulator der löslichen Guanylatcyclase (sGC), bewirkt ebenso wie PDE-5-

Inhibitoren Veränderungen des intrazellulären cGMP. Trotz unterschiedlichem Wirkmechanismus

wirken beide Substanzklassen vasodilatatorisch. Wenn bei Kombination der beiden Wirkprinzipien

der cGMP-Spiegel ansteigt, ist ein additiver Effekt auf den systemischen Blutdruck mit erhöhtem

Risiko für eine symptomatische Hypotonie zu erwarten (siehe auch «Interaktionen»). Levitra darf

daher nicht zusammen mit Stimulatoren der sGC wie Riociguat angewendet werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Alpha-Rezeptorenblockern und Vardenafil kann bei einigen

Patienten zu einer unerwünscht starken Blutdrucksenkung führen, da beide Arzneimittel

gefässerweiternd wirken. Eine Begleitbehandlung mit Vardenafil sollte nur begonnen werden, wenn

der Patient stabil auf die Alpha-Rezeptorenblocker Therapie eingestellt ist. Bei diesen Patienten

sollte Vardenafil mit einer Anfangsdosis von 5 mg begonnen werden. Darüber hinaus sollte

Vardenafil nicht innerhalb von 6 Stunden nach Gabe des Alpha-Rezeptorenblockers eingenommen

werden; hiervon ausgenommen sind die Alpha-Rezeptorenblocker Tamsulosin und (retardiertes)

Alfuzosin, für die eine solche Vorsichtsmassnahme nicht erforderlich sein sollte (vgl.

«Eigenschaften/Wirkungen», Abschnitt «Sicherheitspharmakodynamik»). Bei Patienten, die bereits

eine optimale Dosis Vardenafil einnehmen, sollte die Behandlung mit einem Alpha-Blocker in der

niedrigsten Dosis begonnen werden.

Orale Einmalgaben von 10 mg und 80 mg Vardenafil führten im Mittel zu Verlängerungen des QTc

Intervalls um 8 msec resp. 10 msec (vgl. «Eigenschaften/Wirkungen»). Bei Kombination von

Vardenafil mit Substanzen, von welchen ebenfalls eine QT-verlängernde Wirkung bekannt ist, muss

mit einer Verstärkung des Effektes auf die QT-Dauer gerechnet werden (vgl.

«Eigenschaften/Wirkungen»). Vardenafil sollte – wie alle Arzneimittel, die das QT-Intervall

verlängern können – bei Patienten mit entsprechenden Risikofaktoren, wie zum Beispiel

Hypokaliämie, angeborener QT Verlängerung, gleichzeitiger Anwendung von Antiarrhythmika der

Klasse IA (z.B. Chinidin, Procainamid) oder der Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol) möglichst

vermieden werden.

Im Zusammenhang mit der Einnahme von PDE-5-Inhibitoren (inklusive Levitra) wurde im Rahmen

der Marktüberwachung über seltene Fälle von Störungen des Sehvermögens bis hin zur vollständigen

Erblindung (vorübergehend oder permanent) berichtet, darunter auch über nicht-arteriitische

anteriore ischämische Optikusneuropathie (non-arteritic anterior ischemic optic neuropathy;

NAION). Die meisten, aber nicht alle der betroffenen Patienten, zeigten vorbestehende

Risikofaktoren für die Entwicklung eines NAION wie tiefe Cup/Disc Ratio («crowded disc»),

Diabetes, arterielle Hypertonie, Alter über 50, Koronarangiopathien, Hyperlipidämie oder Rauchen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht bestimmt werden, ob die beobachteten Sehstörungen durch

die Einnahme von PDE-5-Inhibitoren, durch vorbestehende Risikofaktoren bzw. Prädisposition der

Betroffenen, durch eine Kombination all dieser Faktoren oder durch andere, noch unbekannte

Faktoren verursacht worden sind. Demzufolge sind Patienten darauf hinzuweisen, dass sie bei

Auftreten eines plötzlichen Sehverlusts auf einem oder beiden Augen alle PDE-5-Hemmer,

einschliesslich Levitra, sofort absetzen und sich in ärztliche Behandlung begeben müssen. Weiter

sollte der Arzt bzw. die Ärztin in diesem Zusammenhang den Patienten auch darüber aufklären, dass

Personen, bei denen eine NAION bereits an einem Auge aufgetreten ist, ein erhöhtes NAION-Risiko

aufweisen. Zudem ist zu erörtern, inwiefern die Anwendung von Vasodilatatoren wie z.B. PDE-5

Hemmern bei diesem Personenkreis zu unerwünschten Wirkungen führen könnte (vgl.

«Unerwünschte Wirkungen»).

In-vitro-Studien an menschlichen Thrombozyten ergaben Hinweise darauf, dass Vardenafil allein

keine antiaggregatorischen Eigenschaften zeigt, bei höheren Dosierungen (d.h. über dem

therapeutischen Bereich) aber die antiaggregatorische Wirkung des Stickstoffmonoxid-Donators

Nitroprussid-Natrium verstärkt.

Beim Menschen hat Vardenafil weder allein noch in Kombination mit Acetylsalicylsäure einen

Effekt auf die Blutungszeit (siehe «Interaktionen»).

Es liegen keine Daten über die Unbedenklichkeit der Verabreichung von Vardenafil an Patienten mit

Blutungsstörungen oder aktiven peptischen Ulzera vor. Daher sollte Vardenafil diesen Patienten nur

nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Grapefruitsaft ist ein Anstieg der Vardenafil-

Plasmakonzentrationen zu erwarten. Daher sollte diese Kombination vermieden werden (siehe

«Interaktionen»).

Bei Patienten mit anatomischen Missbildungen des Penis (z.B. Angulation, Fibrose im Bereich der

Corpora cavernosa, Peyronie-Krankheit) oder für Priapismus prädisponierenden Erkrankungen (z.B.

Sichelzellenanämie, Plasmozytom, Leukämie), sollte die medikamentöse Therapie einer erektilen

Dysfunktion mit Vorsicht erfolgen.

Vardenafil wurde bei Patienten mit ZNS-Erkrankungen nicht untersucht (Ausnahme: Patienten mit

Rückenmarkverletzungen, vgl. «Eigenschaften/Wirkungen»). Dasselbe gilt für Patienten mit

reduzierter Libido sowie für Patienten nach operativem Eingriff im Beckenbereich (ausgenommen

nervenerhaltende Prostatektomie), Beckentrauma oder Radiotherapie im Beckenbereich.

Die Verträglichkeit der Maximaldosis von 20 mg kann bei älteren Patienten (≥65 Jahre) geringer sein

(vgl. auch Rubriken «Dosierung/Anwendung» und «Unerwünschte Wirkungen»).

Die Sicherheit und Wirksamkeit einer kombinierten Anwendung von Levitra Filmtabletten mit

Levitra Schmelztabletten oder anderen Therapien der erektilen Dysfunktion wurde nicht untersucht.

Daher dürfen derartige Kombinationen nicht verwendet werden.

Interaktionen

Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Vardenafil

Vardenafil wird hauptsächlich in der Leber durch das Cytochrom P450 (CYP) 3A4 mit geringer

Beteiligung der CYP3A5- und CYP2C-Isoenzyme metabolisiert. Inhibitoren dieser Isoenzyme

können daher die Vardenafil-Clearance vermindern.

Interaktionen mit CYP3A4-Inhibitoren

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir (2-mal täglich 600 mg) und Vardenafil 5 mg führte zu

einem 13-fachen Anstieg der Vardenafil-Cmax und einer 49-fachen Steigerung der Vardenafil-

AUC0–24. Diese Interaktion ist eine Folge der Blockierung der hepatischen Metabolisierung von

Vardenafil durch Ritonavir, eines hochpotenten CYP3A4-Inhibitors, der gleichzeitig CYP2C9

hemmt. Ritonavir verlängert die Halbwertszeit von Vardenafil signifikant auf 25.7 Stunden (vgl.

«Kontraindikationen»).

Die gleichzeitige Gabe von Indinavir (3-mal täglich 800 mg), eines starken CYP3A4-Inhibitors, mit

Vardenafil (10 mg) bewirkte eine 16-fache Steigerung der Vardenafil-AUC und eine 7-fache

Steigerung der Vardenafil-Cmax. Nach 24 Stunden waren die Vardenafil-Plasmaspiegel wieder auf

ungefähr 4% der maximalen Vardenafil-Plasmaspiegel (Cmax) gesunken (vgl.

«Kontraindikationen»).

Die gleichzeitige Gabe von Ketoconazol (200 mg) mit Vardenafil (5 mg) bewirkte eine 10fache

Steigerung der Vardenafil-AUC und eine 4fache Steigerung der Vardenafil-Cmax (vgl.

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Obwohl spezifische Interaktionsstudien mit anderen CYP3A4-Inhibitoren nicht durchgeführt

wurden, ist zu erwarten, dass eine solche Komedikation zu einem vergleichbaren Anstieg der

Vardenafil-Plasmaspiegel führt wie jene mit Ketoconazol. Dies gilt beispielsweise für Itraconazol

sowie für eine hochdosierte Therapie mit Clarithromycin (vgl. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Bei gleichzeitiger Gabe von Erythromycin (3-mal täglich 500 mg), einem mässigen CYP3A4-

Inhibitor, und Vardenafil (5 mg) wurde die systemische Vardenafil-AUC 4-fach und die Vardenafil-

Cmax 3-fach gesteigert. Bei Komedikation mit Erythromycin kann daher eine Anpassung der

Vardenafil-Dosis erforderlich sein (vgl. «Dosierung/Anwendung»). Dasselbe gilt auch für eine

Clarithromycintherapie in niedriger bis normaler Dosierung.

Grapefruitsaft kann als schwacher Inhibitor des CYP3A4-Stoffwechsels in der Darmwand ebenfalls

eine Steigerung der Vardenafil-Plasmaspiegel bewirken (vgl. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Andere Interaktionen

Cimetidin (2-mal täglich 400 mg), ein unspezifischer Cytochrom-P450-Inhibitor, zeigte bei

gleichzeitiger Gabe mit Vardenafil (20 mg) bei gesunden Probanden keinen Effekt auf die

Vardenafil-AUC und -Cmax.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von CYP3A4-Induktoren (z.B. Barbituraten, Carbamazepin,

Phenytoin, Primidon, Rifabutin, Rifampicin oder Johanniskrautpräparaten) ist eine Abnahme der

Vardenafil-Plasmakonzentrationen zu erwarten.

Die Pharmakokinetik von Vardenafil (20 mg) wurde durch die gleichzeitige Gabe von Alkohol

(mittlerer maximaler Blut-Alkoholspiegel von 73 mg/dl), Digoxin, Glibenclamid, Ranitidin oder

Warfarin sowie durch eine Einmalgabe von Antacida (Magnesiumhydroxid/Aluminiumhydroxid)

nicht beeinflusst.

Obwohl spezifische Interaktionsstudien nicht für alle Arzneimittel durchgeführt wurden, ergab die

Analyse pharmakokinetischer Daten keine Veränderungen der pharmakokinetischen Parameter von

Vardenafil bei gleichzeitiger Gabe von Acetylsalicylsäure, ACE-Hemmern, Betablockern,

schwachen CYP3A4-Inhibitoren, Diuretika und bestimmten Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe und

Metformin).

Einfluss von Vardenafil auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Vardenafil ist ein schwacher Inhibitor von CYP3A4 (geschätzter Ki-Wert = 14.9 µM). Da im

empfohlenen Dosierungsbereich die maximalen Plasmaspiegel ungefähr bei 0.035 µM liegen, scheint

ein Einfluss auf die Clearance von CYP3A4-Substraten unwahrscheinlich zu sein.

Bei gleichzeitiger Gabe von Vardenafil (20 mg) mit Warfarin (25 mg), das durch CYP2C9

verstoffwechselt wird, oder Digoxin (0.375 mg), einem Substrat von p-Glykoprotein, fanden sich

keine signifikanten Interaktionen.

Für Phenprocoumon oder Acenocoumarol liegen keine Daten über die gemeinsame Verwendung mit

Vardenafil vor. Die Antikoagulation muss deshalb bei einer Komedikation mit Vardenafil

engmaschig überwacht werden.

Die relative Bioverfügbarkeit von Glibenclamid (3.5 mg) wurde durch die gleichzeitige Gabe von

Vardenafil (20 mg) nicht beeinflusst.

Es liegen keine Daten zu Interaktionen von Vardenafil mit nicht-spezifischen

Phosphodiesterasehemmern wie Theophyllin oder Dipyridamol vor.

Pharmakodynamische Interaktionen

Nitrate

Vardenafil 20 mg verstärkte bei gesunden Probanden die blutdrucksenkende Wirkung von sublingual

appliziertem Nitroglycerin (0.4 mg), wenn dieses 1 Stunde und 4 Stunden nach Einnahme von

Vardenafil angewandt wurde. Wenn Nitroglycerin 24 Stunden nach einer Einmaldosis von 20 mg

Vardenafil verabreicht wurde, war kein Effekt auf den Blutdruck zu beobachten. Keine Verstärkung

des blutdrucksenkenden Effektes von sublingual angewendetem Nitroglycerin (0.4 mg) wurde bei

Einnahme von Vardenafil (10 mg) in unterschiedlichen Abständen (1–24 Stunden) vor der Gabe von

Nitroglycerin beobachtet.

Es liegen keine ausreichenden Informationen über eine mögliche Verstärkung des

blutdrucksenkenden Effektes von Nitraten und Vardenafil bei Patienten vor, daher ist die

gleichzeitige Gabe kontraindiziert (vgl. «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Nicorandil ist eine Kombination aus Kaliumkanal-Öffner und Nitrat. Aufgrund der Nitrat-

Komponente kann es zu schwerwiegenden Interaktionen mit Vardenafil kommen.

Riociguat

In Tiermodellen wurde eine additive Wirkung auf den Blutdruck beobachtet, wenn Riociguat, ein

Stimulator der Guanylatcyclase, mit PDE5-Inhibitoren (Sildenafil oder Vardenafil) kombiniert

wurde. Unter höheren Dosen traten in manchen Fällen überadditive Effekte auf den systemischen

Blutdruck auf. Auch in klinischen Studien wurden additive hämodynamische Effekte beobachtet. Die

gleichzeitige Anwendung von Levitra mit Riociguat ist daher kontraindiziert.

Antihypertonika

In einer Studie erhielten Hypertoniker Vardenafil (20 mg) zusammen mit verzögert freisetzendem

Nifedipin (30 mg oder 60 mg). Es zeigte sich eine zusätzliche Senkung des Blutdruckes in

Rückenlage um systolisch 6 mmHg und diastolisch 5 mmHg, begleitet von einem

Herzfrequenzanstieg um 4 Schläge/min.

Alpha-Rezeptorenblocker können bereits als Monotherapie zu einer ausgeprägten Blutdrucksenkung

(einschliesslich orthostatischer Hypotonie und Synkopen) führen, welche durch Vardenafil noch

verstärkt werden kann (vgl. «Dosierung/Anwendung», «Eigenschaften/Wirkungen»).

Andere Arzneimittel

Die durch Acetylsalicylsäure (2-mal täglich 81 mg) bewirkte Verlängerung der Blutungszeit wurde

durch Vardenafil (10 mg) nicht gesteigert.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Vardenafil (20 mg) und Alkohol (mittlerer maximaler Blut-

Alkoholspiegel von 73 mg/dl) wurden die Effekte von Alkohol auf Blutdruck und Herzfrequenz

nicht verstärkt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Für die Behandlung von Frauen ist Levitra nicht indiziert.

Zu einer möglichen Übertragung von Vardenafil aus dem Sperma auf den Fötus liegen keine Daten

vor. Bei gesunden Probanden war die Ausscheidung von Vardenafil und seinem Hauptmetaboliten in

das Sperma jedoch vernachlässigbar gering (vgl. «Pharmakokinetik»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Da in klinischen Studien mit Vardenafil über Schwindel und Sehstörungen berichtet wurde, sollen

die Patienten darauf achten, wie sie auf die Einnahme von Levitra reagieren, bevor sie ein Fahrzeug

führen oder Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die Sicherheit und Verträglichkeit von Vardenafil wurde in insgesamt 59 klinischen Studien mit den

Film- und Schmelztabletten an n= 17'748 Patienten untersucht. Häufigste unerwünschte Wirkungen

waren dabei Kopfschmerzen und Flush. Die unerwünschten Wirkungen unterschieden sich nicht in

relevanter Weise zwischen Film- und Schmelztabletten.

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen, welche in den klinischen Studien und nach der

Markteinführung unter Anwendung von Vardenafil beobachtet wurden, nach Organsystem und

Häufigkeit angegeben. Die Häufigkeiten sind dabei wie folgt definiert: Sehr häufig: ≥1/10; häufig:

≥1/100 bis <1/10; gelegentlich: ≥1/1'000 bis <1/100; selten: ≥1/10'000 bis <1/1'000; Häufigkeit nicht

bekannt: basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue

Häufigkeit kann daher nicht abgeschätzt werden.

Von den bei <0.1% der Patienten beschriebenen unerwünschten Wirkungen sind nur solche

aufgeführt, die wegen einer möglichen Beziehung zu schwerwiegenden Erkrankungen oder wegen

anderweitiger klinischer Relevanz besonders beachtet werden müssen.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: allergische Ödeme, Angioödem (einschliesslich Larynxödem).

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen (11.4%).

Häufig: Schwindel.

Gelegentlich: Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Parästhesien, Dysästhesien.

Selten: Synkope, Krampfanfälle, transiente Amnesie.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Sehstörungen (einschliesslich erhöhter Lichtempfindlichkeit), okuläre Hyperämie,

Störungen des Farbensehens, Augenschmerzen und andere Augenbeschwerden.

Selten: Konjunktivitis, Anstieg des Augeninnendrucks.

Häufigkeit nicht bekannt: Nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION).

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Tinnitus.

Häufigkeit nicht bekannt: plötzliche Schwerhörigkeit oder Taubheit.

Es liegen Einzelmeldungen über ein- oder beidseitige Hörminderungen bis hin zur (irreversiblen)

Taubheit, teilweise zusammen mit Tinnitus und/oder Schwindel, vor. Ob diese in einem kausalen

Zusammenhang mit der Einnahme von Levitra stehen, ist nicht geklärt.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Palpitationen, Tachykardie.

Selten: Angina pectoris, Myokardischämie, ventrikuläre Tachyarrythmien.

In zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Vardenafil und sexueller Aktivität wurde über

Einzelfälle von Myokardinfarkt berichtet. Es ist nicht bekannt, ob das Auftreten eines

Myokardinfarktes direkt mit Vardenafil oder sexueller Aktivität, mit der zugrunde liegenden Herz-

Kreislauf-Erkrankung des Patienten oder einer Kombination dieser Faktoren zusammenhängt. Im

zeitlichen Zusammenhang mit der Einnahme eines anderen PDE-5-Hemmers wurde darüber hinaus

auch über ventrikuläre Arrhythmien, plötzlichen Herztod, transitorische ischämische Attacken und

Hirnblutungen berichtet.

Gefässerkrankungen

Häufig: Vasodilatation.

Gelegentlich: Hypotonie (inkl. orthostatische Hypotonie), Hypertonie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Schwellung der Nasenschleimhaut.

Gelegentlich: Epistaxis, Sinusitis, Dyspnoe.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Dyspepsie.

Gelegentlich: Übelkeit, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Diarrhoe, Erbrechen,

gastroösophagealer Reflux, Gastritis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Transaminasenanstieg.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Erythem, Exanthem.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Rückenschmerzen, Anstieg der Kreatinphosphokinase, Myalgie, Zunahme des

Muskeltonus, Muskelkrämpfe.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Zunahme von Erektionen.

Selten: Priapismus.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Unwohlsein.

Selten: Brustschmerzen.

Unter der 20 mg Dosierung traten bei älteren Patienten (≥65 Jahre) häufiger Kopfschmerzen (16.2%

versus 11.8%) und Schwindel (3.7% versus 0.7%) auf als bei jüngeren Patienten (<65 Jahre).

Überdosierung

In Studien an gesunden Probanden wurden Einmaldosen bis zu 120 mg pro Tag verabreicht. Die

Einnahme von Einzeldosen bis zu 80 mg und Mehrfachdosen bis zu 40 mg (1-mal täglich über vier

Wochen) wurde ohne schwerwiegende Nebenwirkungen vertragen.

Bei Einnahme von Vardenafil in höherer Dosis und häufiger als empfohlen (2-mal täglich 40 mg)

wurde über starke Rückenschmerzen berichtet. Dies war nicht verbunden mit toxischen Wirkungen

auf Muskeln oder Nervensystem.

In Fällen einer Überdosierung sollten je nach Bedarf die üblichen supportiven Massnahmen

eingeleitet werden. Da Vardenafil in hohem Masse an Plasmaproteine gebunden ist und nicht

wesentlich renal eliminiert wird, ist durch Dialyse keine Beschleunigung der Clearance zu erwarten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G04BE09

Vardenafil ist eine orale Behandlung zur Verbesserung der erektilen Funktion bei Männern mit

erektiler Dysfunktion. Liegt eine sexuelle Stimulation vor, wird die gestörte Erektionsfähigkeit durch

eine Steigerung des Bluteinstroms in den Penis wiederhergestellt.

Die Erektion des Penis basiert auf einem hämodynamischen Prozess durch Relaxation der glatten

Muskulatur im Corpus cavernosum und den angrenzenden Arteriolen. Während der sexuellen

Stimulation erfolgt die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) an den Nervenenden im Corpus

cavernosum. Stickstoffmonoxid aktiviert das Enzym Guanylatcyclase, was zu erhöhten Spiegeln an

zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) im Corpus cavernosum führt. Hierdurch kommt es zu

einer Relaxation der glatten Muskulatur im Corpus cavernosum, wodurch ein gesteigerter

Bluteinstrom in den Penis ermöglicht wird. Der cGMP-Spiegel wird über die Syntheserate durch

Guanylatcyclase und über die Abbaurate durch cGMP-hydrolysierende Phosphodiesterasen (PDEs)

geregelt.

Vardenafil ist ein wirksamer und selektiver Hemmstoff der cGMP-spezifischen Phosphodiesterase

Typ 5 (PDE-5), der wichtigsten PDE im menschlichen Corpus cavernosum. Vardenafil verstärkt den

Effekt des endogenen Stickstoffmonoxids im Corpus cavernosum, indem es PDE-5 hemmt. Wenn als

Reaktion auf sexuelle Stimulation Stickstoffmonoxid freigesetzt wird, bewirkt die PDE-5-Hemmung

durch Vardenafil erhöhte cGMP-Spiegel im Corpus cavernosum. Daher ist eine sexuelle Stimulation

nötig, damit Vardenafil den erwünschten therapeutischen Effekt entwickeln kann.

In-vitro-Studien zeigten, dass Vardenafil stärker auf PDE-5 wirkt als auf andere bekannte

Phosphodiesterasen (>15-fach gegenüber PDE-6, >130-fach gegenüber PDE-1, >300-fach gegenüber

PDE-11 und >1000-fach gegenüber PDE-2, PDE-3, PDE-4, PDE-7, PDE-8, PDE-9 und PDE-10).

Eine Untersuchung mittels Penis-Plethysmographie (RigiScan®) zeigte, dass bereits 15 Minuten

nach Einnahme von 20 mg Vardenafil bei manchen Patienten für einen Geschlechtsverkehr

ausreichende Erektionen (60%ige Rigidität an der Peniswurzel, gemessen mit RigiScan®) erreicht

wurden. Generell wurde die Wirkung von Vardenafil im Vergleich zu Placebo innerhalb von 25

Minuten nach Einnahme statistisch signifikant.

Klinische Studien

Vardenafil wurde in klinischen Studien an mehr als 17'000 Patienten mit erektiler Dysfunktion (ED)

im Alter von 18–89 Jahren, von denen viele multiple Begleiterkrankungen aufwiesen, verabreicht.

Mehr als 2500 Patienten wurden 6 Monate oder länger mit Levitra behandelt. Von diesen wurden

mehr als 900 ein Jahr oder länger therapiert. Die folgenden Patientengruppen waren vertreten: Ältere

(≥65 Jahre) (22%), Patienten mit Bluthochdruck (35%), mit Diabetes mellitus (29%), mit koronarer

Herzkrankheit und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (7%), mit chronischen

Lungenerkrankungen (5%), mit Hyperlipidämie (22%), mit Depressionen (5%) und nach radikaler

Prostatektomie (9%). Die folgenden Gruppen waren nur unzureichend vertreten: Ältere über 75 Jahre

(2,4%) und Patienten mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es wurden keine Studien

durchgeführt bei Patienten nach Beckenoperation (ausgenommen nervenerhaltender Prostatektomie),

Beckentrauma oder Radiotherapie, Patienten mit ZNS-Erkrankungen (mit Ausnahme von

Rückenmarkverletzungen, siehe unten), stark eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion oder

anatomischen Missbildungen des Penis sowie bei Patienten mit reduzierter Libido.

In allen relevanten Studien führte die Behandlung mit Vardenafil zu einer Verbesserung der erektilen

Funktion im Vergleich zur Behandlung mit Placebo.

In Studien mit fixer Dosierung und einer Behandlungsdauer von 3 Monaten in einer umfangreichen

Population von Männern mit erektiler Dysfunktion berichteten 68% der mit 5 mg behandelten

Männer, 76% der mit 10 mg behandelten Männer und 80% der mit 20 mg behandelten Männer über

eine erfolgreiche Penetration (SEP 2) verglichen mit 49% unter Placebogabe. In dieser ausgedehnten

Population wurde die Fähigkeit zum Aufrechterhalten der Erektion (SEP 3) mit 53% (5 mg), 63%

(10 mg) und 65% (20 mg) im Vergleich zu 29% unter Placebo angegeben.

Die Wirksamkeit von Vardenafil war unabhängig von der Ursache der erektilen Dysfunktion

(organisch, psychogen, gemischt) nachweisbar und in den Subgruppen mit Begleiterkrankungen

(s.o.) jener in der Gesamtpopulation vergleichbar.

In einer klinischen Studie an Patienten mit Diabetes mellitus verbesserte Vardenafil bei einer

Dosierung von 10 mg bzw. 20 mg die erektile Funktion, die Fähigkeit einer für die Vollendung des

Geschlechtsaktes ausreichend lang anhaltenden Erektion sowie die Penis-Rigidität im Vergleich zu

Placebo signifikant. Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen (aufrechtzuerhalten) wurde nach

dreimonatiger Behandlungsdauer unter 10 mg Vardenafil von 61% (49%), unter 20 mg Vardenafil

von 64% (54%) der Patienten erreicht verglichen mit 36% (23%) unter Placebo.

In einer klinischen Studie an Patienten nach Prostatektomie verbesserte Vardenafil in einer

Dosierung von 10 mg bzw. 20 mg im Vergleich zu Placebo signifikant die erektile Funktion, die

Fähigkeit einer für die Vollendung des Geschlechtsaktes ausreichend lange anhaltenden Erektion

sowie die Penis-Rigidität. Die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen (aufrechtzuerhalten), wurde nach

dreimonatiger Behandlungsdauer unter 10 mg Vardenafil von 47% (37%), unter 20 mg Vardenafil

von 48% (34%) der Patienten erreicht verglichen mit 22% (10%) unter Placebo.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vardenafil wurden in Langzeitstudien bestätigt.

Eine verbesserte Wirkung der 20 mg Dosis im Vergleich zu 10 mg wurde vor allem bei Patienten mit

schwerer Funktionsstörung und bereits mehr als 3 Jahren bestehender Erkrankung beobachtet.

In einer klinischen Studie mit flexibler Dosierung bei Patienten mit Rückenmarkverletzungen

verbesserte Vardenafil die erektile Funktion, die Fähigkeit zu einer für die Vollendung des

Geschlechtsaktes ausreichend lang anhaltenden Erektion sowie die Penis-Rigidität im Vergleich zu

Placebo signifikant. Die Zahl der Patienten, die eine normale erektile Funktion (IIEF-Domain-Score

≥26) wiedererlangten, betrug 53% nach Vardenafil-Behandlung, verglichen mit 9% unter Placebo.

Die Ansprechrate für die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, betrug bei

Patienten nach dreimonatiger Behandlungsdauer 76% bzw. 59% unter Vardenafil, verglichen mit

41% bzw. 22% unter Placebo.

Sicherheitspharmakodynamik

Blutdruck

Vardenafil bewirkt eine leichte und vorübergehende Blutdrucksenkung, die in der Mehrzahl der Fälle

klinisch nicht relevant ist. Im Vergleich zu Placebo betrug die mittlere maximale Senkung des

systolischen Blutdrucks in Rückenlage nach Gabe von 20 mg Vardenafil 6.9 mmHg und nach Gabe

von 40 mg Vardenafil 4.3 mmHg. Orale Einmal- sowie Mehrfachgaben von bis zu 40 mg Vardenafil

führten nicht zu klinisch relevanten EKG-Veränderungen.

QT-Intervall

In einer doppelblinden, randomisierten Crossover-Studie an 59 gesunden Männern wurde die

Wirkung einer Einmalgabe von Vardenafil (10 mg und 80 mg), Sildenafil (50 mg und 400 mg) und

Placebo auf das QT-Intervall untersucht. Moxifloxacin (400 mg) wurde als aktive Kontrolle

eingesetzt. Die Wirkung auf das QT-Intervall wurde 1 Stunde nach der Einnahme bestimmt (mittlere

Tmax für Vardenafil). Die Ergebnisse zeigten 1 Stunde nach Einnahme (Tmax) von 10 mg bzw.

80 mg Vardenafil im Vergleich zu Placebo eine QT-Verlängerung um 8 msec (90% Kl: 6–9) bzw. 10

msec (90% Kl: 8–11). Nach Anwendung der individuellen Korrekturformel lag kein Wert ausserhalb

der Grenzen.

In einer weiteren Studie an 44 gesunden Probanden wurde eine Einzeldosis von 10 mg Vardenafil

zusammen mit 400 mg Gatifloxacin verabreicht. Vardenafil hatte einen vergleichbaren Effekt auf das

QT-Intervall wie Gatifloxacin. In Kombination mit Gatifloxacin zeigte Vardenafil einen additiven

Effekt auf die nach Fridericia korrigierte QTc-Dauer. Die klinische Relevanz dieser Befunde ist

unbekannt (vgl. «Warnhinweise/Vorsichtsmassnahmen»).

Kombination mit Antihypertonika

In zwei Studien an jeweils n= 30 gesunden Probanden wurde nach forcierter Titration von

Tamsulosin oder Terazosin Vardenafil in einer Dosis von 10 oder 20 mg verabreicht. Die

kombinierte Gabe führte zu einer Hypotonie, welche in einigen Fällen symptomatisch war. Bei

Komedikation mit Terazosin wurde eine Hypotonie häufiger bei gleichzeitiger Gabe der beiden

Substanzen beobachtet, als wenn ein Zeitintervall von 6 Stunden zwischen der Gabe lag.

In zwei Studien an n= 22 bzw. 41 Patienten mit benigner Prostatahyperplasie (BPH), welche stabil

auf eine Tamsulosin- oder Terazosintherapie eingestellt waren, wurde Vardenafil verabreicht. Die

Studien lieferten folgende Befunde:

·Wurde Vardenafil in einer Dosierung von 5, 10 oder 20 mg zusammen mit 0.4 mg Tamsulosin

verabreicht, trat keine symptomatische Blutdrucksenkung auf. 2 von 21 Tamsulosin behandelten

Patienten wiesen vorübergehend einen systolischen Blutdruck (im Stehen) von <85 mmHG auf.

·Wurde Vardenafil in einer Dosierung von 5 mg gleichzeitig mit Terazosin 5 mg oder 10 mg

verabreicht, kam es bei 1 von 21 Patienten zu einer symptomatischen orthostatischen Hypotonie.

Hingegen wurde in dieser Studie keine Hypotonie beobachtet, wenn zwischen der Einnahme der

beiden Arzneimittel ein Zeitintervall von 6 Stunden eingehalten wurde.

In einer weiteren Studie wurde die pharmakodynamische Interaktion zwischen Vardenafil und dem

Alpha-Rezeptorenblocker Alfuzosin untersucht. Bei n= 22 Patienten mit benigner

Prostatahyperplasie, welche stabil auf eine Alfuzosintherapie eingestellt waren, wurde eine Dosis

von 5 oder 10 mg Vardenafil jeweils vier Stunden nach Einnahme von 10 mg retardiertem Alfuzosin

appliziert.

Unter 5 bzw. 10 mg Vardenafil wurde bei jeweils einem Patienten eine Senkung des systolischen

Blutdrucks im Stehen um >30 mmHg gegenüber dem Ausgangswert beobachtet. Unter Vardenafil

berichteten 14%, unter Placebo 5% der Patienten über Schwindel. Symptomatische orthostatische

Hypotonien oder Synkopen wurden nicht beobachtet. Daten zur 20 mg-Dosisstärke von Levitra

sowie zur Gabe zusammen mit nichtretardiertem Alfuzosin liegen nicht vor.

Basierend auf diesen Ergebnissen ist die Einhaltung eines Zeitabstandes zwischen der Einnahme von

Levitra und retardiertem Alfuzosin vermutlich nicht erforderlich.

Visuelle Störungen

In einer Studie zur Untersuchung des Sehvermögens unter der doppelten empfohlenen Maximaldosis

von Vardenafil traten eine Stunde nach der Einnahme bei einigen Patienten leichte und

vorübergehende Beeinträchtigungen des Farbunterscheidungsvermögens im Blau/Grün- und Purpur-

Bereich auf. Diese Beeinträchtigungen besserten sich nach 6 Stunden und waren nach 24 Stunden

nicht mehr nachweisbar. Die Mehrzahl der Patienten empfand subjektiv keine Veränderung des

Sehvermögens.

Pharmakokinetik

Absorption

Vardenafil wird schnell resorbiert. In 90% der Fälle werden nach oraler Gabe von Levitra

Filmtabletten im nüchternen Zustand die maximalen Plasmaspiegel innerhalb von 30–120 Minuten

erreicht (Mittel: 60 Minuten). Bei einigen Männern wurden bereits nach 15 Minuten maximale

Plasmaspiegel beobachtet. Die mittlere absolute Bioverfügbarkeit beträgt 15%. Nach oraler

Einnahme von Vardenafil nehmen AUC und Cmax fast dosisproportional über den empfohlenen

Dosisbereich (5 bis 20 mg) zu.

Nach Einnahme von Levitra Filmtabletten nach einer Mahlzeit mit einem Fettgehalt von 30% blieben

im Vergleich zur Nüchterneinnahme Cmax, tmax und AUC unverändert. Bei Einnahme von

Vardenafil zusammen mit einer sehr fettreichen Mahlzeit (Fettgehalt 57%) war die

Resorptionsgeschwindigkeit hingegen reduziert, die tmax verlängerte sich im Mittel um 1 Stunde,

die Cmax war um durchschnittlich 20% vermindert. Die AUC wurde nicht beeinflusst.

Distribution

Das mittlere Verteilungsvolumen von Vardenafil im Steady State (Vss) beträgt 208 l, was auf eine

Verteilung in die Gewebe hinweist. Vardenafil und sein wichtigster im Blutkreislauf zirkulierender

Metabolit (M1) sind beide stark an Plasmaproteine gebunden (zu rund 95% für Vardenafil oder M1).

Die Proteinbindung ist sowohl für Vardenafil als auch für M1 unabhängig von der

Gesamtkonzentration des Arzneimittels.

Bei gesunden Probanden wurde 90 Minuten nach Applikation von Vardenafil weniger als 0.00012%

der verabreichten Menge im Sperma gefunden.

Metabolismus

Vardenafil wird überwiegend in der Leber durch CYP3A4 metabolisiert sowie in geringem Umfang

durch CYP3A5 und CYP2C9.

Der wichtigste zirkulierende Metabolit (M1) entsteht aus einer Deethylierung von Vardenafil und

unterliegt einer weiteren Metabolisierung zu M4 und M5 mit einer Plasmahalbwertszeit von etwa 4

Stunden. Alle 3 Metaboliten sind aktiv. Anteile von M1 finden sich als Glukoronid im Blutkreislauf.

Das Profil der Phosphodiesterase-Selektivität des Metaboliten M1 ist ähnlich jenem von Vardenafil

und weist in vitro eine Hemmwirkung für PDE-5 auf, die rund 28% derjenigen von Vardenafil

ausmacht.

Elimination

Die Gesamtkörperclearance von Vardenafil beträgt 56 l/h, die terminale Halbwertszeit 4 bis 5

Stunden. Die Eliminationshalbwertzeit des Metaboliten M1 beträgt 3–5 Stunden. Nach oraler

Applikation wird Vardenafil nach Metabolisierung fast ausschliesslich über die Fäzes (rund 91–95%

der verabreichten Dosis) und in geringerem Mass renal (rund 2–6% der verabreichten Dosis)

ausgeschieden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Gesunde ältere Probanden (≥65 Jahre) zeigten im Vergleich zu jüngeren Probanden (18–45 Jahre)

eine herabgesetzte hepatische Vardenafil-Clearance. Ältere Männer zeigten durchschnittlich eine um

52% höhere AUC und eine um 34% höhere Cmax als jüngere Männer.

Niereninsuffizienz

Bei leichter bis mässiger Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance = 30–80 ml/min) war die

Pharmakokinetik von Vardenafil vergleichbar jener bei normaler Nierenfunktion. Bei Probanden mit

schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) waren verglichen mit Probanden

mit normaler Nierenfunktion die mittlere AUC um 21% erhöht und die mittlere Cmax um 23%

erniedrigt. Es wurde keine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Kreatinin-Clearance und

der Vardenafil-Exposition (AUC und Cmax) beobachtet (vgl. «Dosierung/Anwendung»).

Die Pharmakokinetik von Vardenafil bei dialysepflichtigen Patienten wurde nicht untersucht (vgl.

«Kontraindikationen»).

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mässiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh A und B) war die

Clearance von Vardenafil proportional zum Grad der Leberfunktionsstörung herabgesetzt.

Im Vergleich mit gesunden Probanden waren bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung

(Child-Pugh A) die mittlere AUC und Cmax von Vardenafil um 17% bzw. 22% erhöht.

Im Vergleich mit gesunden Probanden waren bei Patienten mit mässigen Leberfunktionsstörungen

(Child-Pugh B) die mittlere AUC um das 2.6-Fache und Cmax von Vardenafil um das 2.3-Fache

erhöht.

Die Pharmakokinetik von Vardenafil bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh

C) wurde nicht untersucht (vgl. «Kontraindikationen»).

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität nach

wiederholter Gabe, Genotoxizität, Reproduktionstoxizität und zum karzinogenen Potenzial lassen die

präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel soll nur bis zu dem mit «EXP» bezeichneten Verfalldatum verwendet werden.

Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern.

Zulassungsnummer

56190 (Swissmedic).

Packungen

Levitra 5 mg Filmtabletten: 12. (B)

Levitra

mg Filmtabletten: 4, 12. (B)

Levitra 20 mg Filmtabletten: 4, 12. (B)

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, 8045 Zürich.

Stand der Information

Juni 2016.

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