Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

21-09-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

21-09-2021

Wirkstoff:
Levetiracetam
Verfügbar ab:
Micro Labs GmbH (8144276)
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Levetiracetam (27533) 1000 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
7000524.00.00
Berechtigungsdatum:
2021-08-17

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Wirkstoff: Levetiracetam

1 von 4

August 2021

Levetiracetam Micro Labs

250 mg, 500 mg, 750 mg, 1000 mg Filmtabletten

Levetiracetam

ein Antiepileptikum

(ein

Arzneimittel

Behandlung von Anfällen bei Epilepsie).

Levetiracetam Micro Labs wird angewendet

alleine,

ohne

andere

Arzneimittel

gegen

Epilepsie

(Monotherapie), zur Behandlung einer bestimmten Art

von Epilepsie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab

einem Alter von 16 Jahren, bei denen erstmals Epilepsie

festgestellt wurde. Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der

die Patienten wiederholte Anfälle haben. Levetiracetam

wird bei der Art von Epilepsie angewendet, bei der die

Anfälle zunächst nur eine Seite des Gehirns betreffen,

sich aber später auf größere Bereiche auf beiden Seiten

des Gehirns ausweiten können (partielle Anfälle mit oder

ohne sekundäre Generalisierung). Levetiracetam wurde

Ihnen von Ihrem Arzt verordnet, um die Anzahl Ihrer

Anfälle zu verringern.

als Zusatzbehandlung zu anderen Arzneimitteln gegen

Epilepsie bei:

partiellen

Anfällen

oder

ohne

sekundäre

Generalisierung

Erwachsenen,

Jugendlichen,

Kindern und Säuglingen ab einem Alter von 1 Monat,

myoklonischen

Anfällen

(kurze

schockartige

Zuckungen eines Muskels oder einer Muskelgruppe)

bei Erwachsenen und Jugendlichen ab einem Alter

von 12 Jahren mit juveniler myoklonischer Epilepsie,

primär

generalisierten

tonisch-klonischen

Anfällen

(ausgeprägte

Anfälle,

einschließlich

Bewusstlosigkeit)

Erwachsenen

Jugendlieben

einem Alter von

Jahren

idiopathischer generalisierter Epilepsie (die Form von

Epilepsie, die genetisch bedingt zu sein scheint).

Levetiracetam

Micro

Labs

darf

nicht

eingenommen

werden

wenn

allergisch

gegen

Levetiracetam,

Pyrrolidonderivate

oder

einen

Abschnitt

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels

sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Levetiracetam

Micro Labs einnehmen.

Falls Sie an Nierenbeschwerden leiden: Beachten Sie in

diesem Fall die Anweisungen Ihres Arztes. Er/Sie wird

entscheiden, ob Ihre Dosis angepasst werden muss.

Falls

Ihrem

Kind

eine

Verlangsamung

Wachstums beobachten oder die Pubertät ungewöhnlich

verläuft, benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika

wie Levetiracetam Micro Labs behandelt wurden, dachten

daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu

nehmen.

Wenn

irgendwelche

Anzeichen

Depression

und/oder

Suizidgedanken

haben,

benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt.

Wenn

eine

familiäre

Vorgeschichte

oder

Krankengeschichte

unregelmäßigem

Herzschlag

haben (sichtbar im Elektrokardiogramm) oder wenn Sie

eine

Erkrankung

haben

und/oder

eine

Behandlung

erhalten,

anfällig

für

einen

unregelmäßigen

Herzschlag oder Störungen des Salzhaushaltes machen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der

folgenden Nebenwirkungen schwerwiegend ist oder länger als

ein paar Tage anhält:

Ungewöhnliche

Gedanken,

Reizbarkeit

oder

aggressivere Reaktionen als gewöhnlich, oder wenn Sie

oder

Ihre

Familie

Freunde

wesentliche

Veränderungen

Stimmung

oder

Verhaltens

bemerken.

Verschlechterung der Epilepsie

Ihre Anfälle können sich in seltenen Fällen verschlechtern

oder häufiger auftreten. Dies geschieht hauptsächlich im

ersten Monat nach Beginn der Behandlung oder bei einer

Erhöhung der Dosis. Wenn Sie während der Einnahme

Levetiracetam

Micro

Labs

eines

dieser

neuen

Symptome verspüren, suchen Sie so schnell wie möglich

einen Arzt auf.

Kinder und Jugendliche

Levetiracetam Micro Labs darf nicht zur alleinigen Behandlung

(Monotherapie) bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren

angewendet werden.

Einnahme von Levetiracetam Micro Labs zusammen mit

anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere

Arzneimittel

einnehmen,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen.

Levetiracetam

Micro

Labs

wofür wird es angewendet?

sollten

Einnahme

Levetiracetam Micro Labs beachten?

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen,

denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen

schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen,

die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Levetiracetam Micro Labs und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Levetiracetam Micro Labs beachten?

Wie ist Levetiracetam Micro Labs einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Levetiracetam Micro Labs aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

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August 2021

Sie dürfen Macrogol (ein Arzneimittel, das als Abführmittel

verwendet wird) eine Stunde vor und eine Stunde nach der

Einnahme von Levetiracetam nicht einnehmen, da es dessen

Wirkung herabsetzen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn

schwanger

sind

oder

stillen,

oder

wenn

vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger

zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Levetiracetam Micro Labs darf in der Schwangerschaft nur

angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies nach sorgfältiger

Abwägung für erforderlich hält.

Sie dürfen Ihre Behandlung nicht ohne vorherige Rücksprache

mit Ihrem Arzt ·abbrechen.

Ein Risiko von Geburtsfehlern für Ihr ungeborenes Kind kann

nicht vollständig ausgeschlossen werden. ·

Das Stillen wird während der Behandlung nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen

Levetiracetam Micro Labs kann Tore Fähigkeit zum Führen

eines Fahrzeugs oder zum Bedienen von Werkzeugen oder

Maschinen beeinträchtigen, denn Sie können sich bei der

Behandlung mit Levetiracetam Micro Labs müde fühlen. Dies

gilt

besonders

Behandlungsbeginn

oder

nach

einer

Dosissteigerung.

sollten

kein

Fahrzeug

führen

oder

Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bis sich herausgestellt

hat, dass Tore Fähigkeit zur Durchführung solcher Aktivitäten

nicht beeinträchtigt ist. ·

Levetiracetam Micro Labs enthält Natrium

Levetiracetam Micro Labs enthält weniger als 1 mmol (23 mg)

Natrium pro Filmtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei".

Nehmen

dieses

Arzneimittel

immer

genau

nach

Anweisungen Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie

Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht ganz sicher

sind.

Nehmen Sie die Tabletten in der Anzahl ein, die Ihr Arzt

verordnet hat.

Levetiracetam Micro Labs muss zweimal täglich eingenommen

werden,

einmal

morgens

einmal

abends,

jeden

ungefähr zur gleichen Uhrzeit.

Begleittherapie und Monotherapie (ab 16 Jahre)

Erwachsene (≥ 18 Jahre) und Jugendliche (12 bis 17

Jahre) ab 50 kg Körpergewicht:

Allgemeine Dosierung: zwischen 1000 mg und 3000 mg

täglich. Zu Beginn der Behandlung mit Levetiracetam

Micro Labs wird Ihr Arzt Ihnen zunächst für zwei Wochen

eine niedrigere Dosis verordnen, bevor Sie die niedrigste

für Sie geeignete Dosis erhalten.

Jugendliche

Jahre)

unter

Körpergewicht:

Arzt

wird

Ihnen

besten

geeignete

Darreichungsform

Levetiracetam

bezogen

Gewicht und Dosis verordnen.

Dosierung bei Säuglingen (1 Monat bis 23 Monate)

Kindern

Jahre)

unter

Körpergewicht:

Arzt

wird

Ihnen

besten

geeignete

Darreichungsform von Levetiracetam bezogen auf Ihr

Alter, Ihr Gewicht und Ihre benötigte Dosis verordnen.

Levetiracetam Micro Labs 100 mg/ml Lösung zum Einnehmen

ist für Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren, für Kinder und

Jugendliche (von 6 bis 17 Jahren), die weniger als 50 kg

wiegen,

wenn

genaue

Dosierung

nicht

Filmtabletten erreicht werden kann eine besser geeignete

Darreichungsform.

Art der Anwendung

Levetiracetam Micro Labs ist zum Einnehmen bestimmt.

Nehmen Sie die Filmtabletten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B.

ein Glas Wasser) ein. Sie können Levetiracetam Micro Labs

unabhängig

Mahlzeiten

einnehmen.

Nach

Einnahme

kann

Levetiracetam

einen

bitteren

Geschmack

hinterlassen.

Dauer der Anwendung

Levetiracetam Micro Labs ist zur Langzeitbehandlung

vorgesehen. Sie sollten Levetiracetam Micro Labs so

lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat.

Beenden

Ihre

Behandlung

nicht

selbst

ohne

Rücksprache mit Ihrem Arzt, denn dadurch könnten Ihre

Anfälle häufiger auftreten.

Wenn Sie eine größere Menge von Levetiracetam Micro

Labs eingenommen haben, als Sie sollten

Mögliche

Nebenwirkungen

einer

hohen

Dosis

Levetiracetam Micro Labs sind Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit,

Aggression, Verringerung der Aufmerksamkeit, Hemmung der

Atmung und Koma.

Benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt, falls Sie mehr Tabletten

als vorgeschrieben eingenommen haben. Ihr Arzt wird die für

eine

Überdosierung

besten

geeignete

Behandlung

einleiten.

Wenn Sie die Einnahme von Levetiracetam Micro Labs

vergessen haben·

Benachrichtigen

bitte

Ihren

Arzt,

falls

eine

oder

mehrere Einnahmen vergessen haben.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die

vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Levetiracetam Micro Labs

abbrechen

Bei Beendigung der Behandlung sollte Levetiracetam Micro

Labs schrittweise abgesetzt werden, um eine Erhöhung der

Anfallshäufigkeit zu vermeiden. Wenn Ihr Arzt entscheidet, die

Behandlung mit Levetiracetam Micro Labs zu beenden, wird er

Tunen

genaue

Anweisungen

schrittweisen

Absetzen

geben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels

haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

alle

Arzneimittel

kann

auch

dieses

Arzneimittel

Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt oder suchen Sie

Ihre nächstgelegene Notfallambulanz auf bei:

Schwäche, Gefühl von Benommenheit oder Schwindel

oder Schwierigkeiten zu atmen, da dies Anzeichen einer

schwerwiegenden

allergischen

(anaphylaktischen)

Reaktion sein können,

Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen

(Quincke-Ödem),

grippeähnlichen

Symptomen

Ausschlag im Gesicht gefolgt von einem ausgedehnten

Ausschlag

hoher

Temperatur,

erhöhten

Leberenzymwerten in Bluttests und erhöhter Anzahl einer

bestimmten Art weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) und

vergrößerter

Lymphknoten

(Arzneimittelexanthem

Eosinophilie und systemischen Symptomen [DRESS]),

Symptomen

geringe

Urinmengen,

Müdigkeit,

Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit und Schwellungen der

Beine, Knöchel oder Füße, da dies Anzeichen für eine

plötzlich verringerte Nierenfunktion sein können,

Hautausschlag, der Blasen bilden kann und wie kleine

Zielscheiben

aussieht

(dunkler

Fleck

Mitte

umgeben von einem blasseren Bereich, der von einem

dunklen Ring umgeben ist) (Erythema multiforme),

Levetiracetam

Micro

Labs

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

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August 2021

ausgedehntem Ausschlag mit Blasen und abblätternder

Haut, besonders um den Mund herum, an der Nase, an

den Augen und im Genitalbereich (Stevens-Johnson-

Syndrom),

schwerwiegenderer Ausprägung eines Ausschlags, der

eine

Hautablösung

mehr

Körperoberfläche

hervorruft

(toxische

epidermale

Nekrolyse),

Anzeichen schwerwiegender geistiger Veränderung oder

wenn

jemand

Ihrem

Umfeld

Anzeichen

Verwirrtheit,

Somnolenz

(Schläfrigkeit),

Amnesie

(Gedächtnisverlust),

Beeinträchtigung

Gedächtnisses

(Vergesslichkeit),

anormales

Verhalten

oder

andere

neurologische

Symptome

einschließlich

unfreiwilliger oder unkontrollierter Bewegungen bemerkt.

Dies könnten Symptome einer Enzephalopathie sein.

häufigsten

berichteten

Nebenwirkungen

sind

Entzündungen

Nasen-Rachen-Raumes

(Nasopharyngitis), Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerzen,

Müdigkeit und Schwindel. Zu Behandlungsbeginn oder bei

einer

Dosissteigerung

können

Nebenwirkungen

Schläfrigkeit, Müdigkeit und Schwindel häufiger auftreten. Im

Laufe

Zeit

sollten

diese

Nebenwirkungen

jedoch

schwächer werden.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Entzündungen

Nasen-Rachen-Raumes

(Nasopharyngitis),

Schläfrigkeit (Somnolenz), Kopfschmerzen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Appetitlosigkeit (Anorexie),

Depression,

Feindseligkeit

oder

Aggression,

Angst,

Schlaflosigkeit, Nervosität oder Reizbarkeit,

Krämpfe

(Konvulsionen),

Gleichgewichtsstörungen,

Schwindel (Gefühl der Wackeligkeit), Mangel an Energie

und Begeisterungsfähigkeit (Lethargie), unwillkürliches

Zittern (Tremor),

Drehschwindel,

Husten,

Bauchschmerzen,

Durchfall

(Diarrhö),

Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Erbrechen, Übelkeit,

Hautausschlag (Rash),

Schwächegefühl (Asthenie)/Müdigkeit.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

verminderte Anzahl an Blutplättchen, verminderte Anzahl

an weißen Blutkörperchen,

Gewichtsverlust, Gewichtszunahme,

Suizidversuch und Suizidgedanken, mentale Störungen,

anormales

Verhalten,

Halluzination,

Wut,

Verwirrtheit,

Panikattacke,

emotionale

Instabilität/Stimmungsschwankungen, Agitiertheit,

Gedächtnisverlust

(Amnesie),

Beeinträchtigung

Gedächtnisses (Vergesslichkeit), Koordinationsstörung/

Ataxie

(mangelnde

Koordination

Bewegungen),

Kribbeln

(Parästhesie),

Aufmerksamkeitsstörungen

(Konzentrationsstörungen),

Doppeltsehen (Diplopie), verschwommenes Sehen,

erhöhte/anormale Werte in Leberfunktionstests,

Haarausfall, Ekzem, Juckreiz,

Muskelschwäche, Myalgie (Muskelschmerzen),

Verletzung.

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):

Infektion,

verminderte Anzahl aller Arten von Blutkörperchen,

schwerwiegende

allergische

Reaktionen

(DRESS,

anaphylaktische

Reaktion

[schwerwiegende

bedeutende

allergische

Reaktion],

Quincke-Ödem

[Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen]),

verringerte Natriumkonzentration im Blut,

Suizid, Persönlichkeitsstörungen (Verhaltensstörungen),

anormales Denken (langsames. Denken, Unfähigkeit sich

zu konzentrieren),

Fieberwahn (Delirium),

Enzephalopathie

(ein

bestimmter

krankhafter

Zustand

Gehirns;

siehe

Unterabschnitt

,,Sprechen

umgehend

Ihrem

Arzt"

für

eine

ausführliche

Beschreibung der Symptome),

Verschlechterung

Anfällen

oder

Erhöhung

ihrer

Häufigkeit;

unwillkürliche

nicht

unterdrückbare,

krampfartige

Anspannungen

Muskeln;

Kopf,

Rumpf

Gliedmaßen betreffen, Schwierigkeiten, Bewegungen zu

kontrollieren, Überaktivität (Hyperkinesie),

Veränderung des Herzrhythmus (Elektrokardiogramm);

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis);

Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis),

plötzliche Verringerung der Nierenfunktion,

Hautausschlag, der Blasen bilden kann und wie kleine

Zielscheiben

aussieht

(dunkle

Flecken

Mitte

umgeben von einem blasseren Bereich, der von einem

dunklen

Ring

umgeben

ist)

(Erythema

multiforme),

ausgedehnter Ausschlag mit Blasen und abblätternder

Haut, besonders um den Mund herum, an der Nase, an

den Augen und im Genitalbereich (Stevens-Johnson-

Syndrom), und eine schwerwiegendere Ausprägung, die

eine

Hautablösung

mehr

Körperoberfläche

hervorruft

(toxische

epidermale

Nekrolyse),

Rhabdomyolyse (Abbau von Muskelgewebe) und damit

assoziierter erhöhter Kreatinphosphokinase im Blut. Die

Häufigkeit bei japanischen Patienten ist signifikant höher

als bei nicht-japanischen Patienten.

Hinken oder Schwierigkeiten beim Gehen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an

Toren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen,

die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem

Nebenwirkungen

melden,

können

dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses

Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton

und der Blisterpackung nach „verwendbar bis" angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für

dieses

Arzneimittel

sind

keine

besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B.

nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in

Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie

es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt

bei.

Weitere

Informationen

finden

unter

www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Levetiracetam

Micro

Labs

aufzubewahren?

4 von 4

August 2021

Was Levetiracetam Micro Labs enthält

Der Wirkstoff ist Levetiracetam.

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 250 mg Levetiracetam.

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 500 mg Levetiracetam

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 750 mg Levetiracetam.

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 1000 mg Levetiracetam.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Maisstärke, Croscarmellose-Natrium, Povidon

K30, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug:

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Macrogol 4000, Talkum,

lndigocarmin-Aluminiumsalz (E 132)

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Macrogol 4000, Talkum,

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E172)

Levetiracetam Micro Labs 750 mg und 1000 mg Filmtabletten

Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Macrogol 4000, Talkum

Wie Levetiracetam Micro Labs Filmtabletten aussehen und

Inhalt der Packung

Filmtablette

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Hellblaue, ovale, bikonvexe Filmtablette, auf der einen Seite

Prägung

„ML''

„250"

beiden

Seiten

Bruchkerbe, auf der anderen Seite glatt, mit einer ungefähren

Länge von 12,90 mm und einer Breite von 6,10 mm.

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Hellgelbe bis gelbe, ovale, bikonvexe Filmtablette, auf der

einen Seite mit der Prägung „ML'' und „500" auf beiden Seiten

Bruchkerbe,

anderen

Seite

glatt,

einer

ungefähren

Länge

16,50

einer

Breite

7,80 mm.

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Weiße bis creme-weiße, ovale, bikonvexe Filmtablette, auf der

einen Seite mit der Prägung „ML'' und „750" auf beiden Seiten

Bruchkerbe,

anderen

Seite

glatt,

einer

ungefähren

Länge

18,60

einer

Breite

8,70 mm.

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

Weiße bis creme-weiße, ovale, bikonvexe Filmtablette, auf der

einen Seite mit der Prägung „ML" und „1000" auf beiden Seiten

Bruchkerbe,

anderen

Seite

glatt,

einer

ungefähren

Länge

19,10

einer

Breite

10,20 mm.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das

Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche

Dosen.

Levetiracetam Micro Labs ist in Blisterpackungen verpackt.

Packungen mit 5, 10, 14, 15, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 80, 90, 98,

100, 120, 150, 160, 180,200 und 500 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den

Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Micro Labs GmbH

Lyoner Straße 14

60528 Frankfurt

Deutschland

Hersteller

Micro Labs GmbH

Lyoner Straße 14

60528 Frankfurt

Deutschland

Misom Labs Limited

Malta Life Sciences Park LS2.01.06, Industrial Estate

SGN 3000 San Gwann

Malta

Dieses

Arzneimittel

Mitgliedstaaten

Europäischen

Wirtschaftsraumes

(EWR)

unter

folgenden Bezeichnungen zugelassen.

Luxemburg

Levetiracetam Micro Labs 250 mg, 500 mg,

750 mg und 1000 mg Filmtabletten

Deutschland

Levetiracetam Micro Labs 250 mg, 500 mg,

750 mg und 1000 mg Filmtabletten

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im

August 2021.

Inhalt

Packung

weitere

Informationen?

Versionscode: 01

Fachinformation

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

QUALITATIVE

QUANTITATIVE

ZUSAMMENSETZUNG

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 10 mg Levetiracetam.

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 500 mg Levetiracetam.

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 750 mg Levetiracetam.

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 1000 mg Levetiracetam.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe

Abschnitt 6.1.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Hellblaue, ovale, bikonvexe Filmtablette, auf der einen Seite

Prägung

„ML''

„250"

beiden

Seiten

Bruchkerbe, auf der anderen Seite glatt, mit einer ungefähren

Länge von 12,90 mm und einer Breite von 6,10 mm.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das

Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche

Dosen.

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Hellgelbe bis gelbe, ovale, bikonvexe Filmtablette, auf der

einen Seite mit der Prägung „ML'' und „500" auf beiden Seiten

Bruchkerbe,

anderen

Seite

glatt,

einer

ungefähren

Länge

16,50

einer

Breite

7,80 mm.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das

Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche

Dosen.

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Weiße bis creme-weiße, ovale, bikonvexe Filmtablette, auf der

einen Seite mit der Prägung „ML'' und „750" auf beiden Seiten

Bruchkerbe,

anderen

Seite

glatt,

einer

ungefähren

Länge

18,60

einer

Breite

8,70 mm.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das

Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche

Dosen.

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

Weiße bis creme-weiße, ovale, bikonvexe Filmtablette, auf der

einen Seite mit der Prägung „ML" und „1000" auf beiden Seiten

Bruchkerbe,

anderen

Seite

glatt,

einer

ungefähren

Länge

19,10

einer

Breite

10,20 mm.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das

Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche

Dosen.

KLINISCHE ANGABEN

Anwendungsgebiete

Levetiracetam

Micro

Labs

Monotherapie

partieller

Anfälle

oder

ohne

sekundäre

Generalisierung

Erwachsenen

Jugendlichen

Jahren

diagnostizierter Epilepsie indiziert.

Levetiracetam Micro Labs ist indiziert zur Zusatzbehandlung

partieller Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung

bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern und Säuglingen

ab 1 Monat mit Epilepsie,

myoklonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen

ab 12 Jahren mit juveniler myoklonischer Epilepsie,

primär

generalisierter

tonisch-klonischer

Anfälle

Erwachsenen

Jugendlichen

Jahren

idiopathischer generalisierter Epilepsie.

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung

Partielle Anfälle

Die empfohlene Dosierung für eine Monotherapie (ab 16

Jahren) ist dieselbe wie für eine Zusatzbehandlung, wie im

Folgenden beschrieben.

Alle Indikationen

Erwachsene ≥ 18 Jahre) und Jugendliche (12 bis 17 Jahre) ab

50 kg Körpergewicht

Die therapeutische Initialdosis beträgt zweimal täglich 500 mg.

dieser

Dosis

kann

ersten

Behandlungstag

begonnen werden. Basierend auf der Beurteilung des Arztes

bezüglich

einer

Verringerung

Anfällen

gegenüber

möglichen

Nebenwirkungen

kann

allerdings

auch

eine

geringere Initialdosis von 250 mg zweimal täglich angewendet

werden. Diese kann nach zwei Wochen auf 500 mg zweimal

täglich erhöht werden.

Je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit kann die

Tagesdosis

zweimal

täglich

1500

gesteigert

werden. Dosiserhöhungen bzw. -reduzierungen können in

Schritten von zweimal täglich 250 mg oder 500 mg alle zwei

bis vier Wochen vorgenommen werden.

Jugendliche

Jahre)

weniger

Körpergewicht und Kinder ab einem Alter von 1 Monat

Der Arzt sollte die entsprechend Alter, Körpergewicht und

erforderlicher Dosis am besten geeignete Darreichungsform,

Packungsgröße

Arzneimittelstärke

verordnen.

Für

Dosisanpassungen gemäß Körpergewicht ist der Abschnitt

Kinder und Jugendliche zu beachten.

Beendigung der Behandlung

Falls

Levetiracetam

abgesetzt

werden

muss,

sollte

dies

ausschleichend

erfolgen

(z.B.

Erwachsenen

Jugendlichen, die mehr als 50 kg wiegen: Verminderung der

Dosis um zweimal täglich 500 mg alle zwei bis vier Wochen;

bei Säuglingen älter als 6 Monate, Kindern und Jugendlichen,

die weniger als 50 kg wiegen: die Dosisverminderung sollte

nicht mehr als 10 mg/kg zweimal täglich alle 2 Wochen

betragen;

Säuglingen

unter

Monaten:

Dosisverminderung sollte nicht mehr als 7 mg/kg zweimal

täglich alle 2 Wochen betragen).

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten (ab 65 Jahren)

Bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird

eine

Dosisanpassung

empfohlen

(siehe

„Eingeschränkte

Nierenfunktion").

Eingeschränkte Nierenfunktion

Tagesdosis

muss

individuell

entsprechend

Nierenfunktion festgelegt werden. Die Dosisanpassung bei

erwachsenen Patienten sollte gemäß der folgenden Tabelle

vorgenommen werden. Bei der Anwendung dieser Tabelle zur

Dosisanpassung

muss

Wert

Kreatinin-Clearance

) des Patienten in ml/min abgeschätzt werden. Die CL

ml/min kann für Erwachsene und Jugendliche, die mehr als 50

kg wiegen, aus dem Serum-Kreatinin (mg/dl) nach folgender

Formel bestimmt werden:

Die Kreatinin-Clearance wird wie folgt an die Körperoberfläche

(KO) angepasst:

Dosisanpassung bei erwachsenen und jugendlichen Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion, die mehr als 50 kg wiegen

Gruppe

Kreatinin-

Clearance

(ml/min/

1,73 m

Dosis und

Einnahme-

häufigkeit

Normal

≥ 80

500 bis 1500 mg

zweimal täglich

Leicht

50-79

500 bis 1000 mg

zweimal täglich

Mäßig

30-49

250 bis 750 mg

zweimal täglich

Schwer

< 30

250 bis 500 mg

zweimal täglich

Dialysepflichtige

Patienten mit

terminaler

Niereninsuffizienz

500 bis 1000 mg

einmal täglich

Am ersten Tag der Behandlung mit Levetiracetam wird eine

Initialdosis von 750 mg empfohlen.

Nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 250 bis

500 mg empfohlen.

Bei Kindern mit eingeschränkter Nierenfunktion muss die

Levetiracetam-Dosis

entsprechend

Nierenfunktion

angepasst werden, da die Levetiracetam-Clearance mit der

Nierenfunktion korreliert. Diese Empfehlung basiert auf einer

Studie

erwachsenen

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion. '

Die CL

in ml/min/1,73 m

kann für Jugendliche, Kinder und

Säuglinge aus dem Serum-Kreatinin (mg/dl) nach folgender

Formel (Schwartz-Formel) bestimmt werden:

ks = 0,45 für voll ausgetragene Säuglinge und Kleinkinder bis

zu 1 Jahr

ks = 0,55 für Kinder unter 13 Jahren und weibliche Jugendliche

ks = 0,7 für männliche Jugendliche

Dosisanpassung bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen

Patienten, die weniger als 50 kg wiegen, mit eingeschränkter

Nierenfunktion:

Für Dosierungen unter 250 mg, für Dosierungen, die kein Vielfaches

von 250 mg sind, oder wenn die Dosierempfehlung nicht durch die

Einnahme mehrerer Tabletten erreicht werden kann und bei Patienten, die

keine Tabletten einnehmen können, sollte Levetiracetam-Lösung zum

Einnehmen verwendet werden.

Am ersten Tag der Behandlung mit Levetiracetam wird eine Initialdosis

von 10,5 mg/kg empfohlen.

Am ersten Tag der Behandlung mit Levetiracetam wird eine Initialdosis

von 15 mg/kg empfohlen.

Nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 3,5 bis 7 mg/kg

empfohlen.

Nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 5 bis 10 mg/kg

empfohlen.

Eingeschränkte Leberfunktion

Patienten

leicht

mäßig

eingeschränkter

Leberfunktion ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Bei

Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion

kann die Kreatinin-Clearance zu einer Fehleinschätzung der

Niereninsuffizienz führen. Daher wird eine Halbierung der

täglichen

Erhaltungsdosis

empfohlen,

wenn

Kreatinin-

Clearance weniger als 60 ml/min/1,73 m

beträgt.

Kinder und Jugendliche

Der Arzt sollte die entsprechend Alter, Körpergewicht und

erforderlicher Dosis am besten geeignete Darreichungsform,

Packungsgröße und Arzneimittelstärke verordnen.

Die Filmtabletten sind nicht für die Anwendung bei Säuglingen

und Kindern unter 6 Jahren geeignet. Levetiracetam Lösung

zum Einnehmen ist die geeignete Darreichungsform für diese

Patientengruppe.

Weiteren

sind

verfügbaren

Tablettenstärken nicht geeignet für die Initialbehandlung von

Kindern, die weniger als 25 kg wiegen, von Patienten, die

keine Tabletten einnehmen können, oder für die Anwendung

von Dosierungen unter 250 mg. In all diesen Fällen sollte

Levetiracetam Lösung zum Einnehmen verwendet werden.

Monotherapie

Sicherheit

Wirksamkeit

Levetiracetam

Monotherapie bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren

ist bisher noch nicht erwiesen.

Es liegen keine Daten vor.

Jugendliche (16 bis 17 Jahre) ab 50 kg Körpergewicht mit

partiellen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung

bei neu diagnostizierter Epilepsie

siehe obiger Abschnitt für

Erwachsene (≥ 18 Jahre) und

Jugendliche (12 bis 17 Jahre) ab 50 kg Körpergewicht

Zusatzbehandlung

für

Säuglinge

Alter

Monaten, Kinder (2 bis 11 Jahre) und Jugendliche (12 bis 17

Jahre) mit einem Körpergewicht unter 50 kg

Levetiracetam Lösung zum Einnehmen ist die bevorzugte

Darreichungsform für Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren.

Bei Kindern ab 6 Jahren sollte für Dosierungen unter 250 mg,

für Dosierungen, die kein Vielfaches von 250 mg sind, oder

wenn

Dosierempfehlung

nicht

durch

Einnahme

mehrerer Tabletten erreicht werden kann und bei Patienten,

die keine Tabletten einnehmen können, Levetiracetam Lösung

zum Einnehmen verwendet werden.

[140 - Alter (Jahre)] x Gewicht (kg)

72 x Serum-Kreatinin (mg/dl)

(x 0,85 bei Frauen)

CLcr (ml/min)

CLcr (min/ml)

KOF des Patienten (m

x 1,73

CLcr (ml/min/1,73 m

Größe (cm) x ks

Serum-Kreatinin (mg/dl)

CLcr (ml/min/1,73 m

Säuglinge

von 1 Monat

bis unter 6

Monaten

Säuglinge und

Kleinkinder

von 6 bis 23

Monaten,

Kinder &

Jugendliche

unter 50 kg KG

Normal

≥ 80

7 bis 21 mg/kg

zweimal täglich

10 bis 30 mg/kg

zweimal täglich

Leicht

50-79

7 bis 14 mg/kg

zweimal täglich

10 bis 20 mg/k

zweimal täglich

Mäßig

30-49

3,5 bis 10,5

mg/kg

zweimal täglich

5 bis 15 mg/kg

zweimal täglich

Schwer

< 30

3,5 bis 7 mg/kg

zweimal täglich

5 bis 10 mg/kg

zweimal täglich

Dialyse-

pflichtige

Patienten

mit terminaler

Niereninsuffizienz

7 bis 14 mg/kg

einmal täglich

(2) (4)

10 bis 20 mg/kg

einmal täglich

(3) (5)

Gruppe

Kreatinin

Clearance

(ml/min/1,73

Dosis und Einnahmehäufigkeit

Versionscode: 01

Fachinformation

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

Für alle Indikationen sollte die niedrigste wirksame Dosis

angewendet

werden.

Anfangsdosis

für

Kinder

Jugendliche ab 25 kg Körpergewicht sollte 250 mg zweimal

täglich und die·Höchstdosis 750 mg zweimal täglich betragen.

Die Dosis für Kinder ab einem Gewicht von 50 kg ist für alle

Indikationen dieselbe wie für Erwachsene.

siehe obiger Abschnitt für

Erwachsene (≥ 18 Jahre) und

Jugendliche (12 bis 17 Jahre) ab 50 kg Körpergewicht

für alle

Indikationen

Zusatzbehandlung für Säuglinge im Alter von 1 Monat bis

unter 6 Monaten

Lösung

Einnehmen

geeignete

Darreichungsform für Säuglinge.

Art der Anwendung

Levetiracetam Micro Labs ist zum Einnehmen bestimmt Die

Filmtabletten sind mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen.

Sie können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen

werden.

Nach

oralen

Anwendung

kann

bittere

Geschmack

Levetiracetam

wahrnehmbar

sein.

Die,

Tagesdosis wird auf zwei gleich große Einzeldosen verteilt.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit

gegen

Wirkstoff

oder

andere

Pyrrolidon-Derivate

oder

einen

Abschnitt

genannten sonstigen Bestandteile.

Besondere Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eingeschränkte Nierenfunktion

Anwendung

Levetiracetam

Patienten

eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Dosisanpassung

erfordern.

Patienten

schweren

Leberfunktionsstörungen muss die Nierenfunktion überprüft

werden, bevor die Dosis festgelegt wird (siehe Abschnitt 4.2).

Akute Nierenschädigung

Die Anwendung von Levetiracetam wurde in sehr seltenen

Fällen

akuter

Nierenschädigung

Zusammenhang

gebracht. Diese kann nach wenigen Tagen bis zu mehreren

Monaten auftreten.

Blutbild

Seltene

Fälle

einer

reduzierten

Anzahl

Blutzellen

(Neutropenie,

Agranulozytose,

Leukopenie,

Thrombozytopenie

Panzytopenie)

wurden

Zusammenhang

Anwendung

Levetiracetam

beschrieben, in der Regel zu Beginn der Behandlung. Ein

komplettes

Blutbild

wird

Patienten

erheblicher

Schwäche,

Pyrexie,

wiederkehrenden

Infektionen

oder

Koagulationsstörungen empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).

Suizid

Über

Suizid,

Suizidversuch,

suizidale

Gedanken

suizidales

Verhalten

wurde

Patienten,

Antiepileptika

(einschließlich

Levetiracetam)

behandelt

wurden,

berichtet.

Eine

Metaanalyse

randomisierter

plazebokontrollierter

Studien

Antiepileptika

zeigte

leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken

suizidalem

Verhalten.

Mechanismus

für

Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt.

Deshalb

sollten

Patienten

hinsichtlich

Anzeichen

Depression

und/oder

Suizidgedanken

suizidalen

Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung

Erwägung

gezogen

werden.

Patienten

(und

deren

Betreuern) sollte geraten werden, ärztlichen Rat einzuholen,

wenn Anzeichen von Depression und/oder Suizidgedanken

oder suizidales Verhalten auftreten.

Anormales und aggressives Verhalten

Levetiracetam

kann

psychotischen

Symptomen

Verhaltensauffälligkeiten

einschließlich

Reizbarkeit

Aggressivität

führen.

Patienten,

Levetiracetam

behandelt werden, sollten auf die Entwicklung psychiatrischer

Anzeichen

überwacht

werden,

wesentliche

Stimmungsänderungen

und/oder

Persönlichkeitsveränderungen

hindeuten.

Wenn

solches

Verhalten

bemerkt

wird,

sollte

eine

Anpassung

Behandlung oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung

in Betracht gezogen werden. Falls ein Absetzen in Betracht

gezogen wird, beachten Sie bitte Abschnitt 4.2.

Verschlechterung von Anfällen

Wie bei anderen Arten von Antiepileptika kann es vorkommen,

dass Levetiracetam in seltenen Fällen die Häufigkeit oder

Schwere von Anfällen verschlechtert. Dieser paradoxe Effekt

wurde meist im ersten Monat nach Beginn der Behandlung mit

Levetiracetam oder nach Erhöhung der Dosis berichtet und

war nach Absetzen oder Verringerung der Dosis reversibel.

Patienten

sollte

geraten

werden,

einer

Verschlechterung der Epilepsie unverzüglich ihren Arzt zu

konsultieren.

Verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm

Im Rahmen der Überwachung nach Markteinführung wurden

seltene

Fälle

einer

Verlängerung

QT-Intervalls

Elektrokardiogramm (EKG) beobachtet. Levetiracetam sollte

Vorsicht

eingesetzt

werden

Patienten

einem

verlängerten QTc-Intervall, bei Patienten, die gleichzeitig mit

Arzneimitteln

behandelt

werden,

QTc-Intervall

beeinflussen,

oder

Patienten

relevanten

vorbestehenden Herzerkrankungen oder Elektrolytstörungen.

Kinder und Jugendliche

Die Filmtabletten sind nicht für die Anwendung bei Säuglingen

und Kindern unter 6 Jahren geeignet.

Die vorhandenen Daten bei Kindern lassen keinen Einfluss auf

das Wachstum und die Pubertät vermuten. Allerdings sind

Langzeiteffekte

hinsichtlich

Lernverhalten,

Intelligenz,

Wachstum,

endokriner

Funktion,

Pubertät

Fortpflanzungsfähigkeit bei Kindern nicht bekannt.

Levetiracetam Micro Labs enthält Natrium.

Dieses

Arzneimittel

enthält

weniger

1 mmol (23

Natrium pro Filmtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei".

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und

sonstige Wechselwirkungen

Antiepileptika

vorliegenden

Daten

klinischen

Studien

Zulassung, die bei Erwachsenen durchgeführt wurden, deuten

darauf hin, dass Levetiracetam die Serumkonzentrationen

anderer

vorhandener

Antiepileptika

(Phenytoin,

Carbamazepin,

Valproinsäure,

Phenobarbital,

Lamotrigin,

Gabapentin und Primidon) nicht beeinflusste und dass diese

ihrerseits

Pharmakokinetik

Levetiracetam

nicht

beeinflussten. ·

Erwachsenen

gibt

keine

Evidenz

für

klinisch

signifikante

Arzneimittelinteraktionen

pädiatrischen

Patienten, die bis zu 60 mg/kg/Tag Levetiracetam erhielten. ·

Eine

retrospektive

Beurteilung

pharmakokinetischen

Interaktionen bei Kindern und Jugendlichen mit Epilepsie (4

bis 17 Jahre) bestätigte, dass die Zusatzbehandlung mit oral

angewendetem

Levetiracetam

Steady-State-

Serumkonzentrationen

gleichzeitig

angewendetem

Carbamazepin und Valproat nicht beeinflusste. Die Daten

wiesen

jedoch

daraufhin,

dass

Kindern,

enzyminduzierende Antiepileptika einnahmen, die Clearance

von Levetiracetam um 20% erhöht war. Eine Anpassung der

Dosis ist nicht erforderlich.

Probenecid

Probenecid

(viermal

täglich

mg),

ein Hemmstoff der

renalen tubulären Sekretion, hemmt die renale Clearance des

primären Metaboliten, jedoch nicht die von Levetiracetam.

Dennoch bleibt die Konzentration dieses Metaboliten niedrig.

Methotrexat

Es wurde berichtet, dass sich bei gleichzeitiger Anwendung

Levetiracetam

Methotrexat

Methotrexat-

Clearance

verringert.

Dies

führt

einer

Erhöhung/Verlängerung

Methotrexat-Konzentration

Blut

potentiell

toxischen

Konzentrationen.

Serumkonzentration von Methotrexat und Levetiracetam sollte

bei Patienten, die gleichzeitig mit diesen beiden Arzneimitteln

behandelt werden, sorgfältig überwacht werden.

Orale

Kontrazeptiva

andere

pharmakokinetische

Wechselwirkungen

Eine tägliche Dosis von 1000 mg Levetiracetam beeinflusste

Pharmakokinetik

oralen

Kontrazeptiva

(Ethinylestradiol und Levonorgestrel) nicht; die endokrinen

Parameter

(luteinisierendes

Hormon

Progesteron)

wurden nicht verändert. Eine tägliche Einnahme von 2000 mg

Levetiracetam hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik

von Digoxin und Warfarin; die Prothrombinzeit wurde nicht

verändert. Ebenso hatte die gleichzeitige Anwendung von

Digoxin, oralen Kontrazeptiva oder Warfarin keinen Einfluss

auf die Pharmakokinetik von Levetiracetam.

Laxanzien

Es gibt vereinzelte Berichte darüber, dass die Wirksamkeit von

oral angewendetem Levetiracetam durch die gleichzeitige

Einnahme des osmotisch wirksamen Abführmittels Macrogol

verringert wird. Daher sollte Macrogol eine Stunde vor und

eine Stunde nach der Einnahme von Levetiracetam nicht

eingenommen werden.

Nahrungsmittel und Alkohol

Das Ausmaß der Resorption von Levetiracetam wurde durch

Nahrungsmittel

nicht

verändert,

aber

Resorptionsgeschwindigkeit leicht verringert.

Daten über eine mögliche Wechselwirkung von Levetiracetam

mit Alkohol liegen nicht vor.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen

gebärfähigen

Alter

sollten

eine

fachärztliche

Beratung erhalten. Bei Frauen, die eine Schwangerschaft

planen,

sollte

Notwendigkeit

Behandlung

Levetiracetam

überprüft

werden.

allen

Antiepileptika

muss

plötzliches

Absetzen

Levetiracetam vermieden werden, da es zu Rebound-Anfällen

mit ernsthaften Folgen für die Frau und das ungeborene Kind

führen

kann.

Soweit

möglich,

eine

Monotherapie

bevorzugen, da bei einer Therapie mit mehreren Antiepileptika

das Risiko für angeborene Fehlbildungen in Abhängigkeit von

den verwendeten Antiepileptika erhöht sein kann.

Schwangerschaft

umfangreichen,

seit

Markteinführung

erhobenen

Daten

Frauen,

eine

Levetiracetam-Monotherapie

während der Schwangerschaft erhalten hatten (über 1800

Frauen, von denen mehr als 1500 Levetiracetam im ersten

Trimenon erhielten), weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für

erhebliche angeborene Fehlbildungen hin. Zur neurologischen

Entwicklung

Kinder,

einer

Levetiracetam-

Monotherapie

in utero

ausgesetzt waren, ist die Datenlage

begrenzt. Die aktuell vorliegenden epidemiologischen Studien

(mit

Daten

etwa

Kindern)

weisen

nicht

erhöhtes

Risiko

für

neurologische

Entwicklungsstörungen

oder -verzögerungen hin.

Levetiracetam

kann

während

Schwangerschaft

angewendet werden, wenn dies nach sorgfältiger Abwägung

für klinisch erforderlich erachtet wird. Es wird in diesem Fall

empfohlen,

Behandlung

geringstmöglichen

wirksamen Dosis durchzuführen.

Physiologische

Veränderungen

während

Schwangerschaft

können

Levetiracetam-Konzentration

beeinflussen.

Eine

Abnahme

Levetiracetam-Plasma-

Konzentration

wurde

während

Schwangerschaft

beobachtet.

Diese

Abnahme

deutlich

ausgeprägter

dritten Trimenon (bis zu 60% der Anfangskonzentration vor

Schwangerschaftsbeginn).

Eine

angemessene

klinische

Betreuung von Schwangeren, die mit Levetiracetam behandelt

werden, sollte sichergestellt sein.

Stillzeit

Levetiracetam wird in die Muttermilch ausgeschieden. Daher

wird

Stillen

nicht

empfohlen.

Sollte

jedoch

eine

Behandlung

Levetiracetam

während

Stillzeit

erforderlich

sein,

müssen

Nutzen

Risiko

einer

Behandlung,

unter

Berücksichtigung

Bedeutung

Stillens für den Säugling, gegeneinander abgewogen werden.

Fertilität

In tierexperimentellen Studien konnte kein Einfluss auf die

Fertilität festgestellt werden (siehe Abschnitt 5.3). Es liegen

keine klinischen Daten vor. Das potentielle Risiko für den

Menschen ist nicht bekannt.

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Levetiracetam hat geringe bis mäßige Auswirkungen auf die

Verkehrstüchtigkeit

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen.

Aufgrund

einer

möglichen

individuell

unterschiedlichen

Empfindlichkeit

können

einigen

Patienten insbesondere zu Behandlungsbeginn oder nach

einer Dosissteigerung Somnolenz oder andere zentralnervöse

Störungen auftreten. Deshalb ist bei Tätigkeiten, die ein hohes

Maß an Aufmerksamkeit erfordern, wie z.B. beim Führen von

Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen, Vorsicht

geboten. Patienten sollte geraten werden, kein Fahrzeug zu

führen oder Maschinen zu bedienen, bis sich herausgestellt

hat, dass ihre Fähigkeit zur Durchführung solcher Aktivitäten

nicht beeinträchtigt ist.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

häufigsten

berichteten

Nebenwirkungen

waren

Nasopharyngitis, Somnolenz, Kopfschmerzen, Müdigkeit urid

Schwindel. Das folgende Nebenwirkungsprofil basiert auf der

Analyse zusammengefasster plazebokontrollierter klinischer

Studien aller untersuchten Indikationen mit insgesamt 3416

Patienten, die mit Levetiracetam behandelt wurden. Diese

Daten

wurden

Daten

entsprechenden

offenen

Verlängerungsstudien sowie Erfahrungen aus der Anwendung

von Levetiracetam seit der Markteinführung ergänzt. Das

Sicherheitsprofil von Levetiracetam ist im Allgemeinen in den

verschiedenen Altersgruppen (Erwachsene sowie Kinder und

Jugendliche)

unterschiedlichen

zugelassenen

Epilepsieindikationen ähnlich.

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen, die aus klinischen

Studien (Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Säuglinge ab

1 Monat) sowie aus der Zeit seit der Markteinführung berichtet

wurden,

nach

Organklassen

Häufigkeit

geordnet

aufgeführt.

Nebenwirkungen

sind

nach

absteigender

Schwere geordnet aufgeführt und die Häufigkeitsangaben

werden wie folgt definiert:

Versionscode: 01

Fachinformation

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich

(≥1/1000 bis <1/100); selten (≥1/10.000 bis <1/1.000) und sehr

selten (<1/10.000).

MedDRA

Systemorgan

klassen

Häufigkeit

Bezeichnung

Erkrankungen

des Blutes

Lymphsytsem

Sehr häufig

Nasopharyngitis

Gelegentlich

Thrombozytopenie,

Leukopenie

Selten

Panzytopenie,

Neutropenie,

Agranulozytose

Erkrankungen

Immunsystem

Selten

Arzneimittelexanthe

m mit Eosinophilie

und systemischen

Symptomen

(DRESS),

Überempfindlichkeit

(einschließlich

Angioödem und

Anaphylaxie)

Stoffwechsel-

Ernährungs-

störungen

Häufig

Anorexie

Gelegentlich

Gewichtsverlust,

Gewichtszunahme

Selten

Gewichtsverlust,

Gewichtszunahme

Psychiatri-

sche

Erkrankungen

Häufig

Depression,

Feindseligkeit/Aggr

ession, Angst,

Insomnie,

Nervosität/Reizbark

Gelegentlich

Suizidversuch,

suizidale

Gedanken,

psychotische

Störungen,

anormales

Verhalten,

Halluzination, Wut,

Konfusion,

Panikattacke,

emotionale

Labilität/Stimmungs

schwankungen,

Agitiertheit

Selten

Suizid,

Persönlichkeitsstör

ungen, anormales

Denken, Delirium

Erkrankungen

des Nerven-

systems

Sehr häufig

Somnolenz,

Kopfschmerzen

Häufig

Konvulsion,

Gleichgewichtsstör

ungen, Schwindel,

Lethargie,

Tremor

Gelegentlich

Amnesie,

Beeinträchtigung

des Gedächtnisses,

Koordinationsstöru

ngen/Ataxie,

Parästhesie,

Aufmerksamkeitsst

örungen

Selten

Choreoathetose,

Dyskinesie,

Hyperkinesie,

Gangstörungen,

Enzephalopathie

Augener-

krankungen

Gelegentlich

Diplopie,

verschwommenes

Sehen

Erkrankungen

des Ohrs und

Labyrinths

Häufig

Drehschwindel

Herzer-

krankungen

Selten

verlängertes QTc-

Intervall im EKG

Erkrankungen

Atemwege,

Brustraums

Mediastinums

Häufig

Husten

Erkrankungen

Gastrointes-

tinaltrakts

Häufig

Abdominalschmerz

en, Diarrhoe,

Dyspepsie,

Erbrechen, Nausea

Selten

Pankreatitis

Leber- und

Gallener-

krankungen

Gelegentlich

anormaler

Leberfunktionstest

Selten

Leberversagen,

Hepatitis

Erkrankungen

der Nieren

Harnwege

Selten

Akute

Nierenschädigung

Erkrankungen

der Haut und

Unterhautzell-

gewebes

Häufig

Hautausschlag

Gelegentlich

Alopezie, Ekzem,

Juckreiz

Selten

Toxische

epidermale

Nekrolyse,

Stevens-

Johnson

Syndrom,

Erythema

multiforme

Skelettmuskul

atur-,

Bindegewebs-

Knochene-

rkrankungen

Gelegentlich

Muskelschwäche,

Myalgie

Selten

Rhabdomyolyse,

erhöhte

Kreatinphospho-

kinase im Blut*

Allgemeine

Erkrankungen

Beschwerden

am Verabrei-

chungsort

Häufig

Asthenie/Müdigkeit

Verletzung,

Vergiftung

und durch

Eingriffe

bedingte

Komplika-

tionen

Gelegentlich

Verletzung

Prävalenz

erheblich

höher

japanischen

Patienten

verglichen mit nicht japanischen Patienten.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Das Risiko einer Anorexie ist höher, wenn Levetiracetam

zusammen mit Topiramat angewendet wird.

In mehreren Fällen von Haarausfall wurde nach dem Absetzen

von Levetiracetam eine Besserung beobachtet. Bei einigen

Fällen

einer

Panzytopenie

wurde

eine

Knocheninarksdepression festgestellt.

Fälle einer Enzephalopathie traten im Allgemeinen zu Beginn

der Behandlung (wenige Tage bis zu einigen Monaten) auf

und waren nach dem Absetzen der Behandlung reversibel.

Kinder und Jugendliche

In plazebokontrollierten und offenen Verlängerungsstudien

wurden 190 Patienten im Alter von 1 Monat bis unter 4 Jahren

Levetiracetam

behandelt.

Sechzig

dieser

Patienten

wurden in plazebokontrollierten Studien mit Levetiracetam

behandelt.

plazebokontrollierten

offenen

Verlängerungsstudien wurden 645 Patienten im Alter von 4 bis

16 Jahren mit Levetiracetam behandelt. 233 dieser Patienten

wurden in plazebokontrollierten Studien mit Levetiracetam

behandelt.

Daten

beider

pädiatrischen

Altersgruppen

wurden mit Daten aus der Anwendung von Levetiracetam seit

der Markteinführung ergänzt.

Zusätzlich wurden in einer Unbedenklichkeitsstudie nach der

Zulassung 101 Kleinkinder unter 12 Monaten behandelt. Es

wurden keine neuen Sicherheitsbedenken zu Levetiracetam

für Kinder unter 12 Monaten mit Epilepsie identifiziert.

Nebenwirkungsprofil

Levetiracetam

Allgemeinen

verschiedenen

Altersgruppen

zugelassenen Epilepsieindikationen ähnlich. Ergebnisse zur

Sicherheit aus plazebokontrollierten klinischen Studien bei

Kindern und Jugendlichen stimmten mit denen Erwachsener

überein,

Ausnahme

Nebenwirkungen,

Verhalten und die Psyche betreffen. Diese traten häufiger bei

Kindern

Erwachsenen

auf.

Kindern

Jugendlichen im Alter von 4 bis 16 Jahren traten Erbrechen

(sehr

häufig,

11,2%),

Agitiertheit

(häufig,

3,4%),

Stimmungsschwankungen

(häufig,

emotionale

Labilität (häufig, 1,7%), Aggression (häufig, 8,2%), anormales

Verhalten (häufig, 5,6%) und Lethargie (häufig, 3,9%) häufiger

anderen

Altersgruppen

oder

gesamten

Nebenwirkungsprofil auf.

Bei Säuglingen und Kindern im Alter von 1 Monat bis unter 4

Jahren

traten

Reizbarkeit

(sehr

häufig,

11,7%)

Koordinationsstörungen (häufig, 3,3%) häufiger als in anderen

Altersgruppen oder im gesamten Nebenwirkungsprofil auf.

einer

doppelblinden, plazebokontrollierten

pädiatrischen

Studie zur Sicherheit, die auf „Nicht Unterlegenheit" prüfte,

wurde beurteilt, welche kognitiven und neuropsychologischen

Wirkungen Levetiracetam auf Kinder im Alter von 4 bis 16

Jahren, die an partiellen Anfällen leiden, hat. Levetiracetam

war im Vergleich zu Plazebo gleichwertig in Bezug auf die

Differenz zu den Ausgangswerten des „Leiter-R Attention and

Memory,

Memory

Screen

Composite

score"

„per-

protocol" Patientenpopulation. Ergebnisse, die sich auf das

Verhalten und die Gefühlslage bezogen, deuten darauf hin,

dass sich aggressives Verhalten bei den mit Levetiracetam

behandelten Patienten unter standardisierten Bedingungen

gemessen mit einer validierten Messskala (

CBCL-Achenbach

Child Behavior Checklist

) verschlechterte. Allerdings zeigten

Studienteilnehmer, die Levetiracetam während der offenen

Langzeit-Nachbeobachtungsstudie

einnahmen,

Durchschnitt keine Verschlechterung des Verhaltens und der

Gefühlslage; insbesondere die Ergebnisse für aggressives

Verhalten waren nicht schlechter als die Ausgangswerte.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der

Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses

Arzneimittels.

Angehörige

Gesundheitsberufen

sind

aufgefordert,

jeden

Verdachtsfall

einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome

Überdosierung

Levetiracetam

wurde

Somnolenz,

Agitiertheit,

Aggression,

herabgesetztes

Bewusstsein,

Atemdepression und Koma beobachtet.

Behandlung einer Überdosierung

Nach einer akuten Überdosierung kann der Magen durch

Magenspülung oder durch Auslösen von Erbrechen entleert

werden. Ein spezifisches Antidot für Levetiracetam ist nicht

bekannt.

Behandlung

einer

Überdosierung

erfolgt

symptomatisch und kann eine Hämodialyse einschließen. Die

Extraktionsrate bei Dialyse beträgt für Levetiracetam 60% und

für den primären Metaboliten 74%.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische

Gruppe:

Antiepileptika,

andere

Antiepileptika, ATC-Code: N03AX14

Wirkstoff

Levetiracetam

Pyrrolidon-Derivat

Enantiomer

S-Enantiomer

α-Ethyl-2-oxo-1-

pyrrolidinacetamid)

chemisch

nicht

bekannten

Antiepileptika verwandt.

Wirkmechanismus

Wirkmechanismus

Levetiracetam

muss

noch

vollständig

aufgeklärt

werden.

In-vitro-

/n-vivo-

Experimente

deuten

darauf

hin,

dass

Levetiracetam

grundlegende

Zellfunktionen

normale

Neurotransmission nicht verändert.

In-vitro-Studien

zeigen,

dass

Levetiracetam

intraneuronalen Ca

-Spiegel beeinflusst, indem der durch N-

Typ-Kanäle vermittelte Ca

-Strom partiell inhibiert sowie die

Freisetzung

intraneuronalen

Speichern

vermindert wird. Weiterhin kehrt es partiell die Reduktion der

GABA- und Glycin-gesteuerten Ströme um, die durch Zink und

ß-Carboline induziert wird.

Darüber

hinaus

wurde

In-vitro-Studien

gezeigt,

dass

Levetiracetam an eine spezifische Stelle im Hirngewebe von

Nagern bindet. Bei dieser Bindungsstelle handelt es sich um

das synaptische Vesikelprotein 2A, von dem angenommen

wird, dass es an der Vesikelfusion und der Exozytose von

Neurotransmittern beteiligt ist. Levetiracetam und verwandte

Analoga weisen bei der Bindungsaffinität zum synaptischen

Vesikelprotein 2A eine Rangfolge auf, die im audiogenen

Epilepsie-Modell

Maus

Potenz

ihres

antikonvulsiven Schutzes korreliert ist. Dieser Befund weist

darauf hin, dass die Interaktion zwischen Levetiracetam und

dem synaptischen Vesikelprotein 2A zu dem antiepileptischen

Wirkmechanismus des Arzneimittels beizutragen scheint.

Pharmakodynamische Wirkungen ·

Levetiracetam gewährt in einer Vielzahl von Tiermodellen für

partielle und primär generalisierte Anfälle einen Anfallsschutz,

ohne einen prokonvulsiven Effekt zu haben. Der primäre

Metabolit ist inaktiv.

Das breite pharmakologische Profil von Levetiracetam wurde

durch

Aktivität

sowohl

partiellen

auch

generalisierten

Epilepsien

(epileptiforme

Entladung/photoparoxysmale

Response)

beim

Menschen

bestätigt.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Zusatzbehandlung partieller Anfälle mit oder ohne sekundäre

Generalisierung bei Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern und

Säuglingen ab 1 Monat mit Epilepsie Bei Erwachsenen wurde

Wirksamkeit

Levetiracetam

doppelblinden,

plazebokontrollierten Studien mit 1000 mg, 2000 mg oder

3000

mg/Tag,

aufgeteilt

Einzeldosen,

einer

Behandlungsdauer von bis zu 18 Wochen nachgewiesen. In

einer zusammenfassenden Analyse betrug der prozentuale

Anteil

Patienten,

stabiler

Dosis

(12/14

Wochen) eine Anfallsfrequenzreduktion partieller Anfälle pro

Woche von 50% oder mehr im Vergleich zur Baseline erzielt

Versionscode: 01

Fachinformation

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

wurde, 27,7% bei Patienten mit 1000 mg, 31,6% bei Patienten

2000

bzw.

41,3%

Patienten

3000

Levetiracetam und 12,6% bei Patienten, die Plazebo erhielten.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern (4 bis 16 Jahre) wurde die Wirksamkeit von

Levetiracetam in einer doppelblinden, plazebokontrollierten

Studie mit 198 Patienten und einer Behandlungsdauer von 14

Wochen

nachgewiesen.

dieser

Studie

erhielten

Patienten

Levetiracetam

einer

festen

Dosierung

60 mg/kg/Tag (aufgeteilt auf 2 Einzeldosen).

Bei 44,6% der mit Levetiracetam und 19 ,6% der mit Plazebo

behandelten Patienten war die Häufigkeit der partiellen Anfälle

pro Woche im Vergleich zur Baseline um 50% oder mehr

reduziert. Bei fortgesetzter Langzeitbehandlung waren 11,4%

Patienten

für

mindestens

Monate

7,2%

für

mindestens 1 Jahr anfallsfrei.

Bei pädiatrischen Patienten (1 Monat bis unter 4 Jahren)

wurde

Wirksamkeit

Levetiracetam

einer

doppelblinden, plazebokontrollierten Studie mit 116 Patienten

und einer Behandlungsdauer von 5 Tagen nachgewiesen. In

dieser Studie erhielten die Patienten in Übereinstimmung mit

ihrer

altersabhängigen

Dosierungsempfehlung

eine

Tagesdosis von 20 mg/kg, 25 mg/kg, 40 mg/kg oder 50 mg/kg

einer Lösung zum Einnehmen. In dieser Studie wurde bei

Säuglingen ab 1 Monat bis unter 6 Monaten eine Dosis von

20 mg/kg/Tag,

mg/kg/Tag

gesteigert

wurde,

verwendet.

Bei Säuglingen und Kleinkindern ab 6 Monaten bis unter

4 Jahren wurde eine Dosis von 25 mg/kg/Tag, die bis auf

50 mg/kg/Tag

gesteigert

wurde,

verwendet.

Gesamttagesdosis wurde auf 2 Einzeldosen aufgeteilt. ·

Die primäre Wirksamkeitsvariable war der prozentuale Anteil

Patienten,

Vergleich

Ausgangswert

eine

Reduktion

Anfallsfrequenz

täglichen

partiellen

Anfällen von mindestens 50% hatten. Diese wurde durch

einen verblindeten, zentralen Befund auf der Basis von 48-

Stunden

Video-EEGs

ausgewertet.

Bewertung

Wirksamkeit basierte auf den 24-Stunden Video-EEGs von

Patienten,

Beginn

Beobachtungszeitpunkten aufgezeichnet wurden. 43,6% der

Levetiracetam

behandelten

Patienten

19,6%

Patienten, die Plazebo erhielten, sprachen auf die Behandlung

an. Die Ergebnisse sind konsistent über die verschiedenen

Altersgruppen. Wurde die Behandlung über einen längeren

Zeitraum

weitergeführt,

waren

8,6%

Patienten

für

mindestens 6 Monate und 7,8% der Patienten für mindestens

1 Jahr anfallsfrei.

35 Kleinkinder unter 1 Jahr mit partiellen Anfällen wurden im

Rahmen plazebokontrollierter klinischer Studien behandelt.

Hiervon waren nur 13 jünger als 6 Monate.

Monotherapie

partieller

Anfälle

oder

ohne

sekundäre

Generalisierung

Patienten

Jahren

diagnostizierter Epilepsie Die Wirksamkeit von Levetiracetam

als Monotherapie wurde in einer Nicht-Unterlegenheits-Studie

Vergleich

kontrolliert

freigesetztem

Carbamazepin

controlled

release

einem

doppelblinden

Parallelgruppen-Design bei 576 Patienten ab 16 Jahren mit

neu oder kürzlich diagnostizierter Epilepsie nachgewiesen.

Die Patienten mussten entweder nicht-provozierte partielle

Anfälle

oder

generalisierte

tonisch-klonische

Anfälle

aufweisen.

Patienten

wurden

400-1200

Carbamazepin

CR/Tag

oder

1000-3000

Levetiracetam/Tag randomisiert.

Die Dauer der Behandlung betrug je nach Ansprechen bis zu

121 Wochen.

73,0%

Levetiracetam

72,8%

Carbamazepin

behandelten

Patienten

wurde

Anfallsfreiheit

Monaten

erreicht;

berechnete

absolute Unterschied zwischen den Behandlungen betrug

0,2% (95% KI: -7,8; 8,2). Mehr als die Hälfte der Patienten

blieb für 12 Monate anfallsfrei (56,6% der mit Levetiracetam

bzw.

58,5%

Carbamazepin

behandelten

Patienten).

In einer Studie, die die Anwendung in der klinischen Praxis

widerspiegelte,

konnte

einer

begrenzten

Anzahl

Patienten,

eine

Zusatztherapie

Levetiracetam

ansprachen,

antiepileptische

Komedikation

abgesetzt

werden (36 von 69 erwachsenen Patienten).

Zusatzbehandlung myoklonischer Anfälle bei Erwachsenen

und Jugendlichen ab 12 Jahren mit juveniler myoklonischer

Epilepsie

Wirksamkeit

Levetiracetam

wurde

einer

doppelblinden, plazebokontrollierten Studie mit einer Dauer

Wochen

Patienten

Jahren,

verschiedenen

Syndromen

idiopathischer

generalisierter

Epilepsie mit myoklonischen Anfällen litten, nachgewiesen.

Mehrzahl

Patienten

hatte

juvenile

myoklonische

Epilepsie.

wurde. Bei 58,3% der mit Levetiracetam und 23,3% der mit

Plazebo

behandelten

Patienten

wurden

Tage

myoklonischen

Anfällen

Woche

mindestens

reduziert. Bei fortgesetzter Langzeitbehandlung waren 28,6%

Patienten

für

mindestens

Monate

21,0%

Patienten

für

mindestens

Jahr

frei

myoklonischen

Anfällen.

Zusatzbehandlung primär generalisierter tonisch-klonischer

Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit

idiopathischer generalisierter Epilepsie Die Wirksamkeit von

Levetiracetam wurde in einer 24-wöchigen, doppelblinden,

plazebokontrollierten Studie nachgewiesen, die Erwachsene,

Jugendliche

eine

begrenzte

Anzahl

Kindern

einschloss, die an verschiedenen Syndromen idiopathischer

generalisierter Epilepsie mit primär generalisierten tonisch-

klonischen (PGTC) Anfällen (juvenile myoklonische Epilepsie,

juvenile

Absencen-Epilepsie,

Absencen-Epilepsie

Kindesalters oder Epilepsie mit Aufwach-Grand-Mal) litten. In

dieser Studie betrug die Levetiracetam-Dosis für Erwachsene

und Jugendliche 3000 mg/Tag und für Kinder 60 mg/kg/Tag,

jeweils

aufgeteilt

Einzeldosen.

72,2%

Levetiracetam

45,2%

Plazebo

behandelten

Patienten wurde die Häufigkeit der PGTC-Anfälle pro Woche

oder

mehr

reduziert.

fortgesetzter

Langzeitbehandlung

waren

47,4%

Patienten

für

mindestens 6 Monate und 31,5% der Patienten für mindestens

1 Jahr frei von tonisch-klonischen Anfällen.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Levetiracetam ist eine sehr gut lösliche und membrangängige

Substanz. Das pharmakokinetische Profil ist dosislinear bei

geringer intra- und interindividueller Variabilität. Die Clearance

verändert sich nach wiederholter Anwendung nicht. Es gibt

keinen

Hinweis

relevante

geschlechts-

oder

rassenspezifische

Unterschiede

oder

zirkadiane

Schwankungen. Das pharmakokinetische Profil bei gesunden

Probanden und bei Patienten mit Epilepsie ist vergleichbar.

Aufgrund

vollständigen

linearen

Resorption

Levetiracetam ist es möglich, die Plasmaspiegel anhand der

oralen Dosis (mg/kg Körpergewicht) vorherzusagen. Es ist

daher nicht notwendig, die Plasmaspiegel von Levetiracetam

zu überwachen.

Erwachsenen

Kindern

wurde

eine

signifikante

Korrelation

zwischen

Speichel-

Plasmakonzentrationen gezeigt (das Verhältnis der Speichel-

/Plasmakonzentration

betrug

für

orale

Tablettenformulierung und 4 Stunden nach Einnahme der

Dosis für die Lösung).

Erwachsene und Jugendliche

Resorption

Levetiracetam wird nach oraler Gabe rasch resorbiert. Die

orale absolute Bioverfügbarkeit beträgt nahezu 100%.

Maximale Plasmakonzentrationen (C

) werden 1,3 Stunden

nach der Einnahme erzielt. Bei einer zweimal täglichen Gabe

wird die Steady-State-Konzentration nach 2 Tagen erreicht.

Die maximalen Plasmakonzentrationen (C

) betragen etwa

31 bzw. 43 μg/ml nach einer Einmalgabe von 1000 mg bzw.

nach der wiederholten Gabe von 1000 mg zweimal täglich.

Das Ausmaß der Resorption ist dosisunabhängig und wird

durch Nahrungsmittel nicht beeinflusst. Zur Verteilung von

Levetiracetam im menschlichen Gewebe liegen keine Daten

vor.

Weder

Levetiracetam

noch

sein

primärer

Metabolit

werden signifikant an Plasmaproteine gebunden (<10%). Das

Verteilungsvolumen von Levetiracetam beträgt annähernd 0,5

0,71/kg,

Wert,

nahe

Volumen

Gesamtkörperwassers liegt.

Biotransformation

Im Menschen wird Levetiracetam nicht extensiv metabolisiert.

Hauptmetabolisierungsweg

enzymatische

Hydrolyse der Acetamidgruppe von Levetiracetam (24% der

Dosis). Bei der Bildung des primären Metaboliten, ucb L057,

sind keine Isoformen des Cytochrom P450-Systems der Leber

beteiligt. Die Hydrolyse der Acetamidgruppe erfolgt in vielen

verschiedenen

Geweben

einschließlich

zellulären

Blutbestandteile. Der Metabolit ucb L057 ist pharmakologisch

inaktiv.

Weiterhin wurden zwei Nebenmetaboliten identifiziert. Der

eine entsteht durch Hydroxylierung des Pyrrolidonrings (1,6%

der Dosis), der andere durch Öffnung des Pyrrolidonrings

(0,9% der Dosis).

Weitere, nicht-identifizierte Abbauprodukte haben einen Anteil

von lediglich 0,6% der Dosis. Weder für Levetiracetam noch

für

seinen

primären

Metaboliten

wurde

vivo

eine

Umwandlung der Enantiomere ineinander festgestellt.

In vitro hemmte Levetiracetam sowie sein primärer Metabolit

weder

wichtigsten

menschlichen

Cytochrom

P450-

Isoformen der Leber (CYP3A4, 2A6, 2C9, 2C19, 2D6, 2El und

1A2) noch die Glucuronyltransferase (UGTlAl und UGT1A6)

oder die Aktivität der Epoxidhydroxylase.

Weiterhin

beeinflusst

Levetiracetam

nicht

/n-vitro-

Glucuronidierung von Valproinsäure. In Kulturen menschlicher

Hepatozyten hatte Levetiracetam eine geringe oder keine

Wirkung auf CYP1A2, SULTlEl oder UGTlAl. Levetiracetam

verursachte eine leichte Induktion von CYP2B6 und CYP3A4.

in-vitro

-Daten und die /n-vivo-Interaktionsdaten nach oral

verabreichten Kontrazeptiva, Digoxin und Warfarin zeigen,

dass

in vivo

keine signifikante Enzyminduktion zu erwarten ist.

Deshalb sind Wechselwirkungen zwischen Levetiracetam und

anderen Arzneimitteln oder umgekehrt unwahrscheinlich.

Elimination

Plasmahalbwertszeit

Erwachsenen

beträgt

Stunden und wird weder durch die Dosis noch durch die Art

der Anwendung oder wiederholte Anwendung beeinflusst. Die

mittlere Gesamtkörperclearance beträgt 0,96 ml/min/kg.

Die Ausscheidung erfolgt mit ca. 95% der Dosis hauptsächlich

über den Urin (annähernd 93% der Dosis werden innerhalb

von 48 Stunden ausgeschieden). Lediglich 0,3% der Dosis

werden mit den Faeces ausgeschieden.

Die kumulierte renale Ausscheidung von Levetiracetam und

seinem primären Metaboliten innerhalb der ersten 48 Stunden

liegt bei 66% bzw. 24% der verabreichten Dosis. Die renale

Clearance von Levetiracetam und ucb L057 beträgt 0,6 bzw.

ml/min/kg.

Diese

Werte

deuten

darauf

hin,

dass

Levetiracetam über glomeruläre Filtration mit anschließender

tubulärer Rückresorption ausgeschieden wird, während der

primäre Metabolit glomerulär filtriert und zusätzlich noch aktiv

tubulär sezerniert wird. Die Elimination von Levetiracetam

korreliert mit der Kreatinin-Clearance.

Ältere Patienten

Halbwertszeit

Levetiracetam

verlängert

sich

älteren Patienten um etwa 40% (10 bis·11 Stunden). Dies

hängt

verminderten

Nierenfunktion

dieser

Personengruppe zusammen (siehe Abschnitt 4.2).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Die Gesamtkörperclearance von Levetiracetam und seinem

primären Metaboliten korreliert mit der Kreatinin-Clearance.

Es wird daher empfohlen, die tägliche Erhaltungsdosis von

Levetiracetam

entsprechend

Kreatinin-Clearance

Patienten mit mäßiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung

anzupassen (siehe Abschnitt 4.2).

anurischen

erwachsenen

Patienten

Nierenerkrankungen im Endstadium beträgt die Halbwertszeit

Stunden

zwischen

zwei

Dialysevorgängen

bzw.

3,1 Stunden während einer Dialyse.

Während einer typischen 4-stündigen Dialyse werden 51 %

der Levetiracetam-Dosis aus dem Plasma entfernt.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Beeinträchtigung der

Leberfunktion

Clearance

Levetiracetam

unwesentlich

verändert.

Dagegen

meisten

Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung aufgrund einer

gleichzeitig vorliegenden Beeinträchtigung der Nierenfunktion

Clearance

Levetiracetam

mehr

herabgesetzt (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

Kinder (4 bis 12 Jahre)

Nach oraler Anwendung einer Einzeldosis von 20 mg/kg bei

Kindern

Epilepsie

Jahre)

beträgt

Halbwertszeit

Levetiracetam

Stunden.

Gesamtkörperclearance

etwa

höher

erwachsenen Epilepsiepatienten.

Nach

wiederholter

oraler

Anwendung

60 mg/kg/Tag) bei Kindern mit Epilepsie (4 bis 12 Jahre)

wurde

Levetiracetam

schnell

resorbiert.

Maximale

Plasmakonzentrationen wurden 0,5 bis 1,0 Stunde nach der

Dosisgabe

beobachtet.

Bezüglich

maximalen

Plasmakonzentrationen und der AUC-Werte (Fläche unter der

Kurve)

wurden

lineare

dosis-proportionale

Anstiege

beobachtet.

Eliminationshalbwertszeit

betrug

etwa

5 Stunden.

scheinbare

Körperclearance

betrug

1,1 ml/min/kg.

Säuglinge und Kinder (1 Monat bis unter 4 Jahre)

Nach

Anwendung

einer

Einzeldosis

mg/kg)

einer

100 mg/ml Lösung zum Einnehmen bei Kindern mit Epilepsie

(1 Monat bis 4 Jahre) wurde Levetiracetam schnell resorbiert.

Maximale

Plasmakonzentrationen

wurden

etwa

Stunde

nach der Dosisgabe beobachtet. Die pharmakokinetischen

Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Halbwertszeit kürzer

(5,3 h) als bei Erwachsenen (7,2 h) und die scheinbare

Clearance schneller (1,5 ml/min/kg) als bei Erwachsenen

(0,96 ml/min/kg) war.

populationspharmakokinetischen

Untersuchungen

Patienten

Monat

Jahren

korrelierte

Körpergewicht

signifikant

scheinbaren

Körperclearance (die Clearance wurde mit zunehmendem

Körpergewicht

größer)

scheinbaren

Verteilungsvolumen. Das Alter hatte ebenfalls Einfluss auf

beide Parameter. Dieser Effekt war besonders ausgeprägt bei

Säuglingen, ließ mit zunehmendem Alter nach und wurde

vernachlässigbar ab dem Alter von ungefähr 4 Jahren.

In beiden populationspharmakokinetischen Untersuchungen

wurde

eine

20%ige

Steigerung

scheinbaren

Körperclearance

Levetiracetam

beobachtet,

wenn

Versionscode: 01

Fachinformation

Levetiracetam Micro Labs 250 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 500 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 750 mg Filmtabletten

Levetiracetam Micro Labs 1000 mg Filmtabletten

zusammen mit einem enzyminduzierenden Antiepileptikum

verabreicht wurde.

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend

konventionellen

Studien

Sicherheitspharmakologie,

Genotoxizität

kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten kein

besonderes Risiko für den Menschen erkennen.

Nebenwirkungen, die bei Ratten und in geringerem Ausmaß

auch bei Mäusen nach Exposition im humantherapeutischen

Bereich auftraten, die nicht in klinischen Studien beobachtet

wurden, jedoch als möglicherweise relevant für die klinische

Anwendung zu bewerten sind, waren Leberveränderungen,

die auf eine adaptive Reaktion hinweisen, wie z.B. erhöhtes

Lebergewicht, zentrolobuläre Hypertrophie, Fettinfiltration und

erhöhte Leberenzyme im Plasma.

Bei einer Dosis von bis zu 1800 mg/kg/Tag (6-fache MRHD

basierend auf einer Exposition in mg/m2) wurde bei Ratten

weder

Eltern-

noch

PI-Generation

eine

Beeinträchtigung der männlichen oder weiblichen Fertilität

oder des Fortpflanzungsverhaltens beobachtet.

Zwei

embryofetale

Entwicklungsstudien

(EFD)

Ratten

wurden

Dosen

400,

1200

3600

mg/kg/Tag

durchgeführt. Nur in einer der beiden EFD-Studien zeigte sich

bei der höchsten Dosis von 3600 mg/kg/Tag eine leichte

Verringerung des Gewichts der Feten verbunden mit einem

marginalen

Anstieg

Skelettveränderungen

bzw.

geringfügigen Anomalien. Es wurde kein Einfluss auf die

Embryosterblichkeit

keine

erhöhte

Missbildungsrate

beobachtet. Der NOAEL (

No Observed Adverse Effect Level

lag für schwangere weibliche Ratten bei 3600 mg/kg/Tag (12-

fache MRHD auf Basis von mg/m

) und für die Feten bei

1200 mg/kg/Tag.

Vier

embryofetale

Entwicklungsstudien

wurden in Kaninchen mit Dosen von 200, 600, 800, 1200 und

1800

mg/kg/Tag

durchgeführt.

einer

Dosis

1800 mg/kg/Tag

wurde

eine

deutliche

maternale

Toxizität

beobachtet und ein verringertes Gewicht der Feten, das mit

einer

Zunahme

kardiovaskulären

skelettalen

Anomalien assoziiert war. Der NOAEL lag bei Muttertieren

unter 200 mg/kg/Tag und bei 200 mg/kg/Tag bei den Feten

(entspricht der MRHD auf Basis von mg/m

Eine perl- und postnatale Entwicklungsstudie wurde in Ratten

durchgeführt, denen Levetiracetam in Dosen von 70, 350 und

1800

mg/kg/Tag

verabreicht

wurde.

NOAEL

Muttertiere (F0) und der direkten Nachkommen (Fl) lag bei

2:1800

mg/kg/Tag

bezogen

Überlebensrate,

Wachstum

Entwicklung

Zeitpunkt

Entwöhnens (6-fache MRHD auf Basis von mg/m

Neonatale und juvenile tierexperimentelle Studien bei Ratten

Hunden

zeigten,

dass

keinem

Standard-

Endpunkte bezüglich Entwicklung und Reife unerwünschte

Effekte bei Dosen bis zu 1800 mg/kg/Tag beobachtet wurden

(6 bis 17-fache MRHD auf Basis von mg/m

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Maisstärke

Croscarmellose-Natrium

PovidonK30

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Filmüberzug:

Poly(vinylalkohol)

Titandioxid (EI 71)

Macrogol 4000

Talkum

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die

Aufbewahrung

Für

dieses

Arzneimittel

sind

keine

besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich.

Art und Inhalt des Behältnisses

Durchsichtige PVC// Aluminium-Blisterpackungen,

Packungen mit 5, 10, 14, 15, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 80, 90, 98,

100, 120, 150, 160, 180,200 und 500 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den

Verkehr gebracht.

Hinweise für die Entsorgung.

Nicht

verwendetes

Arzneimittel

oder

Abfallmaterial

entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

INHABER DER ZULASSUNG

Micro Labs GmbH

Lyoner Straβe 14

60528 Frankfurt

Deutschland

ZULASSUNGSNUMMER(N)

Levetiracetam Micro Labs Filmtabletten

250 mg – 7000521.00.00

500 mg - 7000522.00.00

750 mg - 7000523.00.00

1000 mg - 7000524.00.00

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

13.08.2021

10 STAND DER INFORMATION

August 2021

11 VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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