Lectade Pulver

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Citronensäure, Natriumchlorid, Glycin, Kaliumdihydrogenphosphat, Kaliumcitrat (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
Lilly Deutschland GmbH Abteilung Elanco Animal Health
INN (Internationale Bezeichnung):
Citric Acid, Sodium Chloride, Glycine, Potassium Dihydrogen Phosphate, Potassium Citrate (Ph. Eur.)
Darreichungsform:
Pulver
Zusammensetzung:
Citronensäure 24.7mg; Natriumchlorid 441.3mg; Glycin 317.9mg; Kaliumdihydrogenphosphat 209.9mg; Kaliumcitrat (Ph.Eur.) 6.2mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
581.01.00

FACHINFORMATION IN FORM DER ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE

DES TIERARZNEIMITTELS (SUMMARY OF PRODUCT CHARACTERISTICS)

1.

BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS

Lectade

Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Eingeben

für Kälber und Ferkel

2.

QUALTITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 g Pulver enthält:

Wirkstoffe

Glycin

317,9 mg

Citronensäure

24,7 mg

Kaliumcitrat 1 H

6,2 mg

Kaliumdihydrogenphosphat

209,0 mg

Natriumchlorid

441,3 mg

Sonstige Bestandteile

1 g Pulver zur Beimischung enthält:

Glucose 1 H

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1.

Zieltierarten

Kalb und Ferkel

4.2.

Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierarten

Lectade ist bestimmt zur Behandlung der bei akuten und subakuten Durchfällen

verschiedener Genese auftretenden Störungen des Elektrolythaushaltes:

Kälbern,

z. B.

neugeborenen

Kälbern

durch

Abkalbfehler,

Haltungsfehler, Fütterungsfehler, Infektionen;

Bei Ferkeln, z. B. durch Fütterungsfehler, Haltungsfehler, Infektionen.

Bei Agalaktie verhindert Lectade eine Dehydratation der Ferkel und gleicht den

Nahrungsverlust teilweise aus.

Verzögerung

Gewichtszunahme

durch

Flüssigkeits-

Elektrolytverluste, z. B. aufgrund von Fütterungsumstellung und Transport.

4.3.

Gegenanzeigen

Keine Angaben

4.4.

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Keine Angaben

4.5.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Keine Angaben

4.6.

Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)

Keine bekannt

Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Lectade sollte dem

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Diedersdorfer

Weg 1, 12277 Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt

werden.

Meldebögen

können

kostenlos

unter

o.g.

Adresse

oder

E-Mail

(uaw@bvl.bund.de) angefordert werden.

4.7.

Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation

Keine Angaben

4.8.

Wechselwirkungen

mit

anderen

Arzneimitteln

und

andere

Wechselwirkungen

Keine bekannt

4.9.

Dosierung und Art der Anwendung

Zum Eingeben über die Tränke.

Den Inhalt eines Beutels zu 19,44 g Pulver und eines Beutels zu 44,61 g

Glucose 1 H

O zur Beimischung in 2 Liter warmes Wasser geben.

Der Inhalt der Beutel ist stets gemeinsam zu verwenden.

Behandlungsdauer: 2 - 8 Tage.

Kälber mit Durchfall

Bei den ersten Anzeichen von Durchfall werden Milch bzw. Milchaustauscher

abgesetzt. Hierfür erhalten Kälber zweimal täglich 2 Liter Lectade-Lösung über

zwei Tage (4 Liter/Tag). An den darauffolgenden 2 Tagen wird täglich zweimal je

1 Liter Lectade-Lösung zusammen mit 1 Liter Milch bzw. Milchaustauscher

gegeben. Bei Kälbern mit mehr als 50 kg Körpergewicht oder Kälbern mit

schweren Anzeichen von Elektrolyt- und Wasserverlust kann die Tagesdosis

auf 6 oder 8 Liter erhöht und auf 3 oder 4 Einzelgaben verteilt werden.

Ferkel

Saugferkel

Bei den ersten Anzeichen von Durchfall erhält der gesamte Wurf über gängige

Ferkeltränken 4 Tage lang Lectade-Lösung. Die Menge hängt ab von der

Schwere des Durchfalls, vom Alter der Ferkel und der Größe des Wurfes; so

verbraucht ein 1 Wochen alter Wurf ungefähr 2 - 3 Liter pro Tag. Der Verbrauch

von Lectade-Lösung nimmt mit steigendem Alter der Ferkel zu.

Wenn einzelne Ferkel offensichtlich zu schwach zum Saugen oder zum Trinken

sind, können sie einzeln mittels einer Spritze oder einer anderen geeigneten

Methode gefüttert werden. Hierbei sollen 3 - 4 mal je 15 - 30 ml pro Tier

verabreicht werden.

Absatzferkel

Bei den ersten Anzeichen von Durchfall erhalten die Ferkel über gängige

Ferkeltränken 4 Tage lang nach Schwere des Durchfalls und Gewicht ca. 1 Liter

Lectade-Lösung pro Tag und Tier.

Gleichzeitig soll die Aufnahme von fester Nahrung für 1 - 2 Tage eingeschränkt

werden, jedoch soll die Versorgung mit frischem Wasser andauern (gelegentlich

kann es notwendig sein, die Versorgung mit Wasser für einige Stunden zu

unterbrechen, um die Ferkel

nicht vom Trinken der Lectade-Lösung

abzuhalten).

Wenn nach 4 Tagen eine Besserung eingetreten, der Durchfall jedoch noch

nicht vollständig beseitigt ist, kann die Behandlung auf insgesamt 8 Tage

ausgedehnt werden.

Bei Agalaktie erhalten die Ferkel maximal 2 Tage lang die gleiche Menge

Lectade-Lösung wie unter Saugferkel angegeben. Bei länger andauernder

Agalaktie ist ein Milchaustauscher einzusetzen.

Stresssituationen

Bei Stresssituationen erhalten Kälber und Absatzferkel 1 - 2 Liter Lectade-

Lösung pro Tag über 2 - 3 Tage.

4.10. Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls

erforderlich

Keine Angaben

4.11. Wartezeiten

Kalb, Ferkel:

Essbare Gewebe: Null Tage

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1.

Pharmakodynamische Eigenschaften

Stoff- oder Indikationsgruppe: Elektrolyt-Glukose-Mischung

ATCvet-Code: QA12C Mineralstoffzusaetze

Im Verlaufe einer Azidose kommt es häufig zur erhöhten Kaliumfreisetzung und

damit zur Hyperkaliämie mit möglicher Beeinträchtigung der Herzfunktion.

Der Ausgleich des Wasserverlustes bei Durchfällen führt zur Normalisierung der

Blutviskosität und eine bessere Durchblutung der Organe.

Citrat-Ionen

haben

eine

Doppelfunktion:

korrigieren

durch

Bicarbonatbildung in der Leber die Azidose und stellen nach der Metabolisierung

Energie in Form von Adenosintriphosphat, das für den aktiven Natrium-Transport

gebraucht wird, zur Verfügung.

5.2.

Angaben zur Pharmakokinetik

Glycin fördert die Rückresorption von Traubenzucker, der als rasch verfügbare

Energiequelle dient. Die Elektrolyte Natrium und Kalium gleichen den

Elektrolytverlust aus.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1.

Verzeichnis der sonstigen Bestandteile

1 g Pulver zur Beimischung enthält:

Glucose 1 H

6.2.

Inkompatibilitäten

Keine bekannt

6.3.

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre im unversehrten Behältnis

6.4.

Besondere Lagerungshinweise

Vor Feuchtigkeit schützen.

Nicht über 20 °C lagern.

6.5.

Art und Beschaffenheit der Primärverpackung

Karton mit 12 Doppelbeuteln zu je 19,44 g Lectade-Pulver und 44,61 g

Glucose 1 H

O (12x (19,44g + 44,61g) zur Beimischung (ausreichend für 24

Liter Lectade-Lösung).

6.6.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter

Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel

sind vorzugsweise bei

Schadstoff-

sammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist

sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen

kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation

entsorgt werden.

7.

ZULASSUNGSINHABER

Lilly Deutschland GmbH

Abt. Elanco Animal Health

Werner-Reimers-Str. 2-4

61352 Bad Homburg

8.

ZULASSUNGSNUMMER

Zul.-Nr.: 581.01.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ERSTZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Juli 1981

10.

STAND DER INFORMATION

Oktober 2014

11.

VERBOT DES VERKAUFS, DER ABGABE UND / ODER DER ANWENDUNG

Nicht zutreffend

12.

VERSCHREIBUNGSSTATUS / APOTHEKENPFLICHT

Apothekenpflichtig

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