Laxopol 1,0 g Weichkapsel

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Raffiniertes Rizinusöl
Verfügbar ab:
G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG
ATC-Code:
A06AB05
INN (Internationale Bezeichnung):
Refined castor oil
Darreichungsform:
Weichkapsel
Zusammensetzung:
Raffiniertes Rizinusöl 1000.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
6095839.01.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage

vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Laxopol

®

1,0 g, Weichkapseln

Zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren

-

Wirkstoff:

Raffiniertes Rizinusöl

Lesen

Sie

die

gesamte

Packungsbeilage

sorgfältig

durch,

denn

sie

enthält

wichtige

Informationen für Sie.

Dieses

Arzneimittel

ist

ohne

Verschreibung

erhältlich.

Um

einen

bestmöglichen

Behandlungserfolg zu erzielen, muss Laxopol

®

1,0 g jedoch vorschriftsmäßig angewendet

werden.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 7 Tagen keine Besserung eintritt, müssen

Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Wenn

eine

aufgeführten

Nebenwirkungen

erheblich

beeinträchtigt

oder

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Laxopol

1,0 g und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von Laxopol

1,0 g beachten?

Wie ist Laxopol

1,0 g einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Laxopol

1,0 g aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

Was ist Laxopol

®

1,0 g und wofür wird es angewendet?

Stoff- oder Indikationsgruppe

Laxopol

1,0 g ist ein pflanzliches, stimulierendes Abführmittel

Anwendungsgebiet

Zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung.

Bei einer Verstopfung, die länger als 1 Woche andauert, ist ein Arzt aufzusuchen.

2.

Was müssen Sie vor der Einnahme von Laxopol

®

1,0 g beachten?

Laxopol

®

1,0 g darf nicht eingenommen werden, wenn Sie

-

überempfindlich (allergisch) gegen Rizinusöl oder einen der sonstigen Bestandteile von

Laxopol

1,0 g sind,

-

einen Darmverschluss haben,

-

unter einer Blinddarmentzündung leiden,

-

unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, wie z. B. Morbus Crohn oder Colits

ulcerosa leiden,

-

unter Bauchschmerzen unbekannter Ursache leiden,

-

unter Gallenwegserkrankungen leiden

-

unter schwerem Flüssigkeitsmangel im Körper mit Wasser- und Salzverlusten leiden

Kinder unter 12 Jahren dürfen Laxopol

1,0 g nicht einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Laxopol

®

1,0 g ist erforderlich,

wenn Sie gleichzeitig bestimmte, den Herzmuskel stärkende Arzneimittel (Herzglykoside), Mittel

gegen

Herzrhythmusstörungen

(Antiarrhythmika),

Arzneimittel,

Harnausscheidung

steigern (Diuretika), Cortison und Cortison-ähnliche Substanzen (Nebennierenrindenhormone),

Süßholzwurzel, Arzneimittel gegen Überempfindlichkeitsreaktionen/Allergien) und fettlösliche

Vitamine einnehmen.

Eine über die kurz dauernde Anwendung hinausgehende Einnahme die Darmtätigkeit anregender

(stimulierender) Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen. Laxopol

1,0 g

sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Verstopfung durch eine Ernährungsumstellung oder

durch Quellstoffpräparate nicht zu beheben ist.

Bei Einnahme/Anwendung von Laxopol

®

1,0 g mit anderen Arzneimitteln

Bitte

informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um

nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei andauerndem Gebrauch oder bei Missbrauch ist durch Kaliummangel eine Verstärkung der

Wirkung

bestimmter

Herzmuskel

stärkender

Arzneimittel

(Herzglykoside)

sowie

eine

Beeinflussung

Wirkung

Mitteln

gegen

Herzrhythmusstörungen

(Antiarrhythmika)

möglich.

Kaliumverluste

können

durch

gleichzeitige

Anwendung

bestimmten

Arzneimitteln, die die Harnausscheidung steigern (Diuretika), von Cortison oder Cortison-

ähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroiden) oder Süßholzwurzel verstärkt werden. Durch

Einnahme von Arzneimitteln gegen Überempfindlichkeitsreaktionen/Allergien (Antihistaminka)

kann die abführende Wirkung von Laxopol

1,0 g vermindert werden. Die Aufnahme von

fettlöslichen Vitaminen kann gehemmt werden.

Diese Angaben können auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Zur Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit liegen unzureichende Untersuchungen vor.

Laxopol

1,0 g darf daher in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

3.

Wie ist Laxopol

®

1,0 g einzunehmen?

Nehmen Sie Laxopol

1,0 g immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre nehmen einmal täglich 3 – 5 Weichkapseln ein. Die

persönlich richtige Dosierung ist die geringste, die erforderlich ist, um einen weichgeformten Stuhl

zu erhalten.

Art der Anwendung

Laxopol

1,0 g soll morgens auf nüchternen Magen eingenommen werden. Um die Einnahme der

Weichkapsel zu erleichtern, tauche man diese vorher einige Sekunden in lauwarmes Wasser und

schlucke sie dann mit reichlich Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser [200 ml]) hinunter.

Die Wirkung tritt erst nach etwa 8 Stunden ein.

Dauer der Anwendung

Laxopol

1,0 g sollte ohne ärztlichen Rat nicht länger als 2 Wochen eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge Laxopol

®

1,0 g eingenommen haben, als Sie sollten

Bei versehentlicher oder beabsichtigter Überdosierung können Übelkeit, Erbrechen, schmerzhafte

Darmkrämpfe und schwere Durchfälle mit der Folge von Wasser- und Salzverlusten auftreten. Bei

Überdosierung benachrichtigen Sie bitte umgehend einen Arzt. Er wird entscheiden, welche

Gegenmaßnahmen (z.B. Zuführen von Flüssigkeit und Elektrolyten) ggf. erforderlich sind.

Maßnahmen

Neben allgemeinen Maßnahmen, wie Schocklagerung, Volumensubstitution und Korrektur des

Elektrolythaushaltes können spezifische, symptombedingte Maßnahmen erforderlich werden. Ein

spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung.

Wenn Sie die Einnahme von Laxopol

®

1,0 g vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Laxopol

1,0 g Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügten Daten nicht abschätzbar

Gelegentlich können auftreten:

-

Magenreizungen

-

bei höherer Dosierung Übelkeit, Erbrechen, schmerzhafte Darmkrämpfe, schwere Durchfälle.

In diesen Fällen ist eine Verminderung der Dosis erforderlich.

Selten wurde beobachtet:

-

Hautausschläge

In diesem Fall sollten Sie das Präparat nicht weiter einnehmen.

Bei langdauerndem Gebrauch (Missbrauch) können erhöhte Verluste von Wasser und Salzen

(Elektrolytverluste)

insbesondere

Kaliumverluste

auftreten.

Dies

kann

Störungen

Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger

Allee

D-53175

Bonn,

Website:

www.bfarm.de

anzeigen.

Indem

Nebenwirkungen

melden,

können

dazu

beitragen,

dass

mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Laxopol

®

1,0 g aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückfolie nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen :

Nicht über 25 °C lagern

Durchdrückpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.

Weitere Informationen

Was Laxopol

®

1,0 g enthält:

Der Wirkstoff ist:

1 Weichkapsel enthält 1,0 g raffiniertes Rizinusöl

Die sonstigen Bestandteile sind:

Gelatine, Glycerol, gereinigtes Wasser

Wie Laxopol

®

1,0 g aussieht und Inhalt der Packungen:

Laxopol

1,0 g ist in Form von transparenten, ovalen Weichkapseln mit hellgelbem Öl in Durch-

drückpackungen erhältlich. Die Packungsgrößen sind 40 und 100 Weichkapseln.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G. POHL-BOSKAMP GmbH & Co. KG

Kieler Str. 11

25551 Hohenlockstedt

Telefon (0 48 26) 59-0

Telefax (0 48 26) 59-109

Internet: www.pohl-boskamp.de

E-mail: info@pohl-boskamp.de

Die Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2017.

Weitere Informationen für den Patienten

Was ist normale Verdauung?

Wie oft muss man müssen? Einmal täglich ist sicher ideal, aber alles

zwischen zweimal täglich und jeden zweiten Tag gilt als normal, sofern der Stuhlgang regelmäßig ist.

Allerdings kann auch bei täglichem Stuhlgang eine Verstopfung vorliegen, wenn die Stuhlmenge zu

gering und zu fest ist.

Wie funktioniert unser Darm?

Der Darm eines Erwachsenen ist etwa 6 Meter lang und das

Hauptverdauungsorgan. An den Magen schließt sich der Zwölffingerdarm an, dem rund 4,5 Meter

Dünndarm und schließlich knapp 1,5 Meter Dickdarm folgen. Im Dünndarm wird der Speisebrei in

seine chemischen Einzelteile aufgespalten und die verwertbaren Nahrungsstoffe werden durch die

Darmschleimhaut in die Blut- und Lymphbahn geschleust. Im Dickdarm wird der nicht verwertbare

Darminhalt durch Wasserentzug eingedickt und in Richtung „Ausgang“ befördert.

Wie

entstehen

Verstopfung

und

Darmträgheit?

Wohl

häufigsten

Ursachen

für

eine

eingeschränkte

Darmfunktion

sind

unausgewogene

Ernährung,

Bewegungsarmut,

Stress

Beeinflussung der Lebensumstände. Wer sich übermäßig oder einseitig ernährt, eine sitzende

Tätigkeit ausübt, beruflich unter Leistungsdruck steht, bringt seine natürlichen Verdauungsabläufe

durcheinander. Auch wer durch chronische Erkrankungen für längere Zeiten sich im Bett schonen

oder auch nur seinen Tagesablauf ändern muss, sollte etwas für seine gesunde Verdauung tun. Wir

wissen

bereits

Reisen

kann

damit

verbundene

Umstellung

Lebensweise

Verdauungsproblemen führen. Verstopfung kann Ursache von Völlegefühl und Blähungen sein.

Wie wirkt Laxopol

®

1,0 g?

Das Rizinusöl ist wohl eines der bekanntesten und bewährtesten Naturheilmittel überhaupt.

Rizinusöl bleibt im Darm, hat also gar nicht die Möglichkeit, andere Stellen des Körpers zu

beeinflussen. Mit einer maßvollen Dosis steht ein äußerst schonendes Laxans (Abführmittel) zur

Verfügung. Diese Erkenntnis führte zur Entwicklung von Laxopol

1,0 g, das eine angenehme und

kontrollierte Einnahme einer maßvollen Dosis möglich macht. Bei Laxopol

1,0 g wird kontrolliert

mit jeder Weichkapsel 1,0 g Rizinusöl eingenommen. Im niedrigen Dosisbereich ist nicht die prompte

Entleerung des Darms das Behandlungsziel. Der erschlaffte träge Darm soll wieder mobilisiert

werden. Laxopol

1,0 g hilft den Verdauungskräften durch ein inneres Training wieder auf die

Sprünge. Rizinusöl regt die Darmmuskulatur zu erhöhter Arbeit an. Mehr noch: Der Speisebrei wird

elastischer und dadurch die Darmbewegung erleichtert.

Was können Sie sonst noch tun?

Bewegung gehört ebenso zur Unterstützung der natürlichen

Darmtätigkeit wie die Bevorzugung von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Außerdem sind

mehrere kleine Mahlzeiten besser als wenige große. Zum Essen sollte man sich Ruhe gönnen und

darauf achten, dass man gründlich kaut (denn die Verdauung fängt schon im Mund an) und täglich

möglichst 2 Liter Flüssigkeit zu sich nimmt.

Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben:

Fachinformation

1.

Bezeichnung des Arzneimittels

Laxopol

1,0 g, Weichkapseln

2.

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoff:

1 Weichkapsel Laxopol

1,0 g enthält 1,0 g raffiniertes Rizinusöl

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

3.

Darreichungsform

Weichkapseln

Transparente, ovale Weichkapseln mit hellgelbem Öl in einer Durchdrückpackung

4.

Klinische Angaben

4.1

Anwendungsgebiete

Zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung.

Bei einer Verstopfung, die länger als 1 Woche andauert, ist ein Arzt aufzusuchen.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Kinder über 12 Jahre einmal

täglich 3 – 5 Weichkapseln Laxopol

1,0 g ein.

Die persönlich richtige Dosierung ist die geringste, die erforderlich ist, um einen weich-

geformten Stuhl zu erhalten.

Laxopol

1,0 g ist kontraindiziert bei Kindern unter 12 Jahren (siehe Abschnitt 4.3).

Art der Anwendung

Laxopol

1,0 g soll morgens auf nüchternen Magen eingenommen werden. Um die

Einnahme der Weichkapsel zu erleichtern, tauche man diese vorher einige Sekunden in

lauwarmes Wasser und schlucke sie dann mit reichlich Flüssigkeit (vorzugsweise ein

Glas Trinkwasser [200 ml]) hinunter.

Die Wirkung tritt erst nach etwa 8 Stunden ein.

Dauer der Anwendung

Laxopol

1,0 g sollte ohne ärztlichen Rat nicht länger als 2 Wochen eingenommen

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Laxopol

1,0 g darf nicht eingenommen werden bei:

Überempfindlichkeit

gegen

Wirkstoff

Rizinusöl

oder

einen

sonstigen

Bestandteile von Laxopol

1,0 g,

Darmverschluss,

Blinddarmentzündung,

chronisch-entzündlichen

Darmerkrankungen

z.B.

Morbus

Crohn,

Colitis

ulcerosa,

bei Bauchschmerzen unbekannter Ursache,

Gallenwegserkrankungen,

schwerem Flüssigkeitsmangel im Körper mit Wasser- und Salzverlusten.

Kinderunter 12 Jahren dürfen Laxopol

1,0 g nicht einehmen.

Rizinusöl

darf

erst

nach

Rücksprache

Arzt

angewendet

werden

gleichzeitiger

Einnahme

Herzglykosiden,

Antiarrhythmika,

Diuretika,

Nebennierenrindenhormonen,

Süßholzwurzel,

Antihistaminika

fettlöslichen

Vitaminen.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine über die kurz dauernde Anwendung hinausgehende Einnahme die Darmtätigkeit

anregender (stimulierender) Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit

führen. Laxopol

1,0 g sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Verstopfung durch

eine Ernährungsumstellung oder durch Quellstoffpräparate nicht zu beheben ist.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

andauerndem

Gebrauch

oder

Missbrauch

durch

Kaliummangel

eine

Verstärkung der Wirkung von Herzglykosiden sowie eine Beeinflussung der Wirkung

Antiarrhythmika

möglich.

Kaliumverluste

können

durch

gleichzeitige

Anwendung

Diuretika,

Nebennierenrindensteroiden

oder

Süßholzwurzel

verstärkt werden.

Durch Einnahme von Antihistaminika kann die abführende Wirkung von Laxopol

1,0 g vermindert werden.

Die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen kann gehemmt werden.

Diese Angaben können auch für vor kurzem angewendete Arzneimittel gelten.

4.6

Schwangerschaft und Stillzeit

Anwendung

Schwangerschaft

Stillzeit

liegen

unzureichende

Untersuchungen vor. Laxopol

1,0 g darf daher in der Schwangerschaft und Stillzeit

nicht angewendet werden.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Nicht zutreffend.

4.8

Nebenwirkungen

Häufigkeitsangaben

Nebenwirkungen

werden

folgende

Kategorien

zugrunde gelegt:

Sehr häufig: ≥ 1/10

Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10

Gelegentlich: ≥ 1/1000 bis < 1/100

Selten: ≥ 1/10000 bis < 1/1000

Sehr selten: < 1/10000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich können Magenreizungen, bei höherer Dosierung Übelkeit, Erbrechen,

schmerzhafte Darmkrämpfe und schwere Durchfälle auftreten. In diesen Fällen ist

eine Verminderung der Dosis erforderlich.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten können Hautausschläge auftreten. In diesem Fall sollte das Präparat nicht

weiter eingenommen werden.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Bei langdauerndem Gebrauch (Missbrauch) können erhöhte Verluste von Wasser und

Salzen

(Elektrolytverluste)

insbesondere

Kaliumverluste

auftreten.

Dies

kann

Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses

Arzneimittels.

Angehörige

Gesundheitsberufen

sind

aufgefordert,

jeden

Verdachtsfall

einer

Nebenwirkung

Bundesinstitut

für

Arzneimittel

Medizinprodukte,

Abt.

Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Überdosierung

können

Übelkeit,

Erbrechen,

schmerzhafte

Darmkrämpfe

schwere Durchfälle als Folge mit der Wasser- und Salzverlusten auftreten.

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Neben

allgemeinen

Maßnahmen,

Schocklagerung,

Volumensubstitution

Korrektur des Elektrolythaushaltes können spezifische, symptombedingte Maßnahmen

erforderlich werden. Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung.

5.

Pharmakologische Eigenschaften

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Kontaktlaxantien

ATC-Code: A06AB05

Rizinusöl gehört zur Gruppe der antiresorptiv und hydragog wirkenden Abführmittel,

welche die Natriumionen- und Wasserresorption durch Blockade der Natrium/Kalium-

abhängigen

ATPase

(antiresorptive

Wirkung)

hemmen.

Zugleich

fördern

Einstrom von Elektrolyten und Wasser in das Darmlumen (hydragoge Wirkung), und

zwar vor allem dadurch, dass die Durchlässigkeit im Bereich der Kittleisten (tight

junctions)

erhöht

wird.

Rizinusöl

besteht

vorwiegend

Triglycerid

Rizinolsäure (12-Hydroxyölsäure):

– (CH

– CHOH – CH

– CH = CH – (CH

– COOH.

Aus dem unwirksamen Triglycerid wird im Dünndarm durch Lipasen der eigentliche

Wirkstoff,

Rizinolsäure,

freigesetzt.

laxierende

Effekt

Rizinusöl

zuverlässig und weitgehend frei von Nebenerscheinungen. Die Umkehr der Flüssigkeit-

Elektrolytbewegungen

durch

Mukosa

Darmlumen

wird

durch

eine

Steigerung der Motilität des Colons ergänzt. Rizinusöl regt ferner die Peristaltik im

Dünndarm an. Wie bei jedem Öl ist auch hier mit einer cholagogen Wirkung zu rechnen.

Der Anregung des Gallenflusses folgt eine verstärkte Peristaltik des Dünndarms.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Das Triglycerid des Rizinusöls wird im Dünndarm unter Einwirkung von Lipase zu

Rizinolsäure und Glycerol hydrolysiert, wobei die freie Fettsäure (Rizinolsäure) die

wirksame Verbindung darstellt. Rizinolsäure wird resorbiert und als Hydroxyfettsäure

verstoffwechselt. Je nach gewählter Dosis tritt die Wirkung prompt nach 2 bis 4 Stunden

(sehr hohe Dosierung) bzw. nach 8 Stunden (geringe bis mittlere Dosierung) ein.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Keine bekannt.

6.

Pharmazeutische Angaben

6.1.

Liste der sonstigen Bestandteile

Gelatine, Glycerol, gereinigtes Wasser

6.2

Inkompatibilitäten

Keine bekannt

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern und Durchdrückpackung im Umkarton aufbewahren, um den

Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Laxopol

1,0 g ist in Packungen mit 40 und 100 Weichkapseln erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen

7.

Inhaber der Zulassung

G. POHL-BOSKAMP GmbH & CO. KG

Kieler Straße 11

25551 Hohenlockstedt

Telefon: (0 48 26) 59 - 0

Telefax: (0 48 26) 59-109

Internet: www.pohl-boskamp.de

E-Mail: info@pohl-boskamp.de

8.

Zulassungsnummer

6095839.01.00

9.

Datum der Erteilung der Zulassung

31. Juli 2002

10.

Stand der Information

12/2017

11.

Verkaufsabgrenzung

Freiverkäuflich

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