Lanthan Mylan 500 mg Kautabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

09-04-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

09-04-2021

Wirkstoff:
Lanthan
Verfügbar ab:
Mylan Germany GmbH (8185157)
Darreichungsform:
Kautablette
Zusammensetzung:
Lanthan (34212) 500 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
2202087.00.00
Berechtigungsdatum:
2021-03-12

Dokumente in anderen Sprachen

MMR MMR - Englisch

27-08-2021

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Lanthan Mylan 500 mg Kautabletten

Lanthan Mylan 750 mg Kautabletten

Lanthan Mylan 1000 mg Kautabletten

Lanthan

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker

oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht

in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Lanthan Mylan und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lanthan Mylan beachten?

Wie ist Lanthan Mylan einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Lanthan Mylan aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Lanthan Mylan und wofür wird es angewendet?

Lanthan Mylan wird angewendet, um bei erwachsenen Patienten mit chronischer

Nierenerkrankung den Phosphatspiegel im Blut zu senken.

Bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion wird der Phosphatgehalt im Blut nicht

richtig kontrolliert. Dadurch kommt es zu einem erhöhten Gehalt an Phosphat im Blut (der

Fachbegriff dafür lautet Hyperphosphatämie).

Lanthan Mylan ist ein Arzneimittel, das die Aufnahme von Phosphat aus der Nahrung im

Körper vermindert, indem es im Verdauungstrakt an Phosphate bindet. Die an

Lanthancarbonat gebundenen Phosphate können dann nicht mehr über die Darmwand

resorbiert werden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lanthan Mylan beachten?

Lanthan Mylan darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Lanthancarbonat oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie zu wenig Phosphat im Blut haben (Hypophosphatämie).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lanthan Mylan einnehmen,

wenn Sie wissen, dass Sie an den folgenden Krankheiten leiden oder gelitten haben bzw.

einer der folgenden Zustände auf Sie zutrifft:

Magen- oder Darmkrebs

entzündliche Darmerkrankung wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn

Bauchoperation oder Infektion oder Entzündung des Bauchs/Darms (Peritonitis)

Magen- oder Darmgeschwüre

Darmverschluss oder verlangsamte Darmbewegung (Motilität) (z. B. Verstopfung

und Darmkomplikationen infolge von Diabetes)

eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Falls Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden, wird der Arzt möglicherweise von

Zeit zu Zeit Ihren Blutkalziumspiegel überprüfen. Falls Sie zu wenig Kalzium im Blut

haben, werden Sie dann möglicherweise zusätzlich Kalzium erhalten.

Eingeschränkte Leberfunktion

Falls Sie an einer eingeschränkten Leberfunktion leiden, sollte Ihr Arzt Ihre

Leberfunktionstests sorgfältig überwachen.

Falls Sie geröntgt werden müssen, teilen Sie bitte Ihrem Arzt mit, dass Sie Lanthan Mylan

einnehmen, da es die Ergebnisse der Röntgenuntersuchung beeinflussen kann.

Es ist sehr wichtig, dass Lanthan Mylan Tabletten vollständig zerkaut und auf keinen Fall als

Ganzes geschluckt oder unvollständig zerkaut werden. Dies vermindert das Risiko für

Komplikationen im Magen-Darm-Trakt wie Darmdurchbruch, Darmverschluss und

Verstopfung (siehe Abschnitt 4).

Einnahme von Lanthan Mylan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen.

Dieses Arzneimittel kann die Aufnahme bestimmter Arzneimittel aus dem Verdauungstrakt

beeinflussen. Wenn Sie Chloroquin (gegen Rheuma und Malaria), Ketoconazol (gegen

Pilzinfektionen), Tetracyclin- oder Doxycyclin-Antibiotika anwenden, müssen zwischen der

Einnahme von Lanthan Mylan und der Anwendung dieser Arzneimittel mindestens zwei

Stunden liegen.

Zwei Stunden vor bzw. 4 Stunden nach der Einnahme von Lanthan Mylan dürfen Sie keine

Floxacin-Antibiotika (einschließlich Ciprofloxacin) zum Einnehmen anwenden.

Wenn Sie Levothyroxin (zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion) anwenden,

sollten zwischen der Einnahme von Lanthan Mylan und der Anwendung dieses

Arzneimittels mindestens 2 Stunden liegen. Ihr Arzt wird möglicherweise den Spiegel des

Thyreoidea-stimulierenden Hormons (TSH) in Ihrem Blut eingehend überwachen.

Einnahme von Lanthan Mylan zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Dieses Arzneimittel muss zusammen mit oder unmittelbar nach einer Mahlzeit eingenommen

werden. Anweisungen zur Einnahme von Lanthan Mylan finden sie im Abschnitt 3.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Lanthan Mylan darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Stillzeit

Sie dürfen während der Einnahme von Lanthan Mylan nicht stillen, da nicht bekannt ist, ob

das Arzneimittel in die Muttermilch gelangt. Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Einnahme

von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Schwindel und Vertigo (Drehschwindel) sind gelegentlich berichtete Nebenwirkungen bei

Patienten, die Lanthancarbonat einnehmen. Wenn Sie diese Nebenwirkungen bei sich

feststellen, können Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigt sein.

3.

Wie ist Lanthan Mylan einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Nehmen Sie Lanthan Mylan zu einer Mahlzeit oder unmittelbar nach einer Mahlzeit ein.

Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen treten mit größerer Wahrscheinlichkeit auf,

wenn Sie dieses Arzneimittel vor der Mahlzeit einnehmen.

Die Tabletten müssen vollständig zerkaut werden. Nicht als Ganzes schlucken. Um das

Kauen zu erleichtern, können die Tabletten zerkleinert werden. Eine weitere Zufuhr von

Flüssigkeit ist nicht erforderlich. Wenn Sie Probleme mit dem Kauen der Tabletten haben,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da andere Darreichungsformen auf dem Markt zur Verfügung

stehen.

Ihr Arzt sagt Ihnen, wie viele Tabletten Sie mit jeder Mahlzeit einnehmen müssen (Ihre

Tagesdosis wird zwischen den Mahlzeiten aufgeteilt). Die Anzahl einzunehmender Tabletten

ist abhängig von:

Ihrer Ernährung (der Phosphatmenge in der Nahrung, die Sie verzehren)

Ihrem Phosphatspiegel im Blut.

Sie sollten Ihr Arzneimittel unmittelbar nach einer Mahlzeit einnehmen.

Ihr Arzt überprüft dann alle 2-3 Wochen den Phosphatspiegel in Ihrem Blut und kann Ihre

Dosis erhöhen, bis der Phosphatspiegel in Ihrem Blut für Sie angemessen ist.

Lanthan Mylan bindet das durch die Nahrung zugeführte Phosphat im Darm. Es ist sehr

wichtig, dass Sie Lanthan Mylan zu jeder Mahlzeit einnehmen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem

Arzt, wenn Sie Ihre Ernährung umstellen, da Sie in dem Fall möglicherweise mehr Lanthan

Mylan benötigen. Ihr Arzt wird Sie in dem Fall beraten.

Wenn Sie eine größere Menge von Lanthan Mylan eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Er

wird das Risiko beurteilen und Sie entsprechend beraten. Symptome einer Überdosierung

können Übelkeit und Kopfschmerzen sein.

Wenn Sie die Einnahme von Lanthan Mylan vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie dieses Arzneimittel zu jeder Mahlzeit einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme Ihrer Lanthan Mylan-Tabletten vergessen haben, nehmen Sie die

nächste Dosis zu Ihrer nächsten Mahlzeit ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Bestimmte Nebenwirkungen könnten schwerwiegend sein. Wenn es bei Ihnen zu einer

der folgenden Nebenwirkungen kommt, müssen Sie sich unverzüglich an einen Arzt

wenden:

Darmdurchbruch.

Zu den Anzeichen gehören heftige Bauchschmerzen, Schüttelfrost, Fieber,

Übelkeit, Erbrechen oder eine Druckempfindlichkeit des Bauches. Diese

Nebenwirkung tritt selten auf (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).

Darmverschluss.

Zu den Anzeichen gehören: heftige Blähungen; Bauchschmerzen, aufgetriebener

Leib oder Bauchkrämpfe; starke Verstopfung. Diese Nebenwirkung tritt

gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen erstmalige oder schwere

Verstopfung auftritt. Es könnte sich dabei um ein erstes Anzeichen eines

Darmverschlusses handeln. Verstopfung ist eine häufig auftretende Nebenwirkung

(kann 1 von 10 Behandelten betreffen).

Weitere Nebenwirkungen umfassen die folgenden:

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Übelkeit

Erbrechen

Durchfall

Bauchschmerzen

Kopfschmerzen

Juckreiz

Nesselsucht (Urtikaria)

Hautausschlag (eine merkliche Veränderung der Oberflächenstruktur oder der Farbe

Ihrer Haut).

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Sodbrennen

Flatulenz (Blähungen)

Hypokalziämie (zu wenig Kalzium in Ihrem Blut). Anzeichen dafür können

Kribbeln in Händen und Füßen, Muskel- und Bauchkrämpfe oder Spasmen der

Gesichts- und Fußmuskulatur sein.

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Müdigkeit

Unwohlsein

Schmerzen in der Brust

Schwächegefühl

geschwollene Hände und Füße

Schmerzen am Körper

Schwindel

Drehschwindel (das Gefühl, dass Sie oder Ihre Umgebung sich bewegen oder

drehen)

Aufstoßen (Ausstoßen von Luft aus dem Magen durch den Mund)

Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis)

Verdauungsstörung

Reizdarmsyndrom (häufig ein langfristiger Zustand des Verdauungssystems. Er

kann Anfälle von Magenkrämpfen, Blähungen, Durchfall und/oder Verstopfung

verursachen).

Mundtrockenheit

Zahnbeschwerden

Entzündung der Speiseröhre oder des Mundes

Durchfall

erhöhte Werte für bestimmte Leberenzyme, Parathormon

Aluminium, Kalzium und Glukose im Blut

erhöhte oder verminderte Phosphatspiegel im Blut

Durst

Gewichtsverlust

Gelenkschmerz

Muskelschmerz

Schwäche und Dünnerwerden der Knochen (Osteoporose)

Appetitverlust oder gesteigerter Appetit

Entzündung des Kehlkopfes

Haarausfall

vermehrtes Schwitzen

verändertes Geschmacksempfinden

erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Lanthan Mylan aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Flaschenetikett nach

„verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen

Lagerungsbedingungen erforderlich. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt

vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn

Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere

Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lanthan Mylan enthält

Der Wirkstoff ist Lanthan (als Lanthan(III)-carbonat 8 H

O). Eine Kautablette

Lanthan Mylan 500 mg Kautabletten enthält 500 mg Lanthan. Eine Kautablette

Lanthan Mylan 750 mg Kautabletten enthält 750 mg Lanthan. Eine Kautablette

Lanthan Mylan 1000 mg Kautabletten enthält 1000 mg Lanthan.

Die sonstigen Bestandteile sind Hypromellose, mikrokristalline Cellulose, Guar

(Ph.Eur.), Hydroxypropylcellulose (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid,

Acesulfam-Kalium (E 950), mikrokristalline Cellulose (Avicel PH 102) und

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Wie Lanthan Mylan aussieht und Inhalt der Packung

500 mg Kautabletten

Die Kautabletten Lanthan Mylan 500 mg sind weiß bis cremefarben, rund, flach, an den

Kanten abgeschrägt, mit der Prägung „M“ auf der einen Seite der Tablette und „

LC

“ über

500

“ auf der anderen Seite.

Packungsgrößen: Dieses Arzneimittel ist in Flaschenpackungen mit 1 Flasche mit

45 Tabletten oder mit 2 Flaschen mit jeweils 45 Tabletten (90 Tabletten) erhältlich.

750 mg Kautabletten:

Die Kautabletten Lanthan Mylan 750 mg sind weiß bis cremefarben, rund, flach, an den

Kanten abgeschrägt, mit der Prägung „M“ auf der einen Seite der Tablette und „

LC

“ über

750

“ auf der anderen Seite.

Packungsgrößen: Dieses Arzneimittel ist in Flaschenpackungen mit 1 Flasche mit

15 Tabletten oder mit 6 Flaschen mit jeweils 15 Tabletten (90 Tabletten) erhältlich.

1000 mg Kautabletten:

Die Kautabletten Lanthan Mylan 1000 mg sind weiß bis cremefarben, rund, flach, an den

Kanten abgeschrägt, mit der Prägung „M“ auf der einen Seite der Tablette und „

LC

“ über

1000

“ auf der anderen Seite.

Packungsgrößen: Dieses Arzneimittel ist in Flaschenpackungen mit 1 Flasche mit

15 Tabletten oder mit 6 Flaschen mit jeweils 15 Tabletten (90 Tabletten) erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan Germany GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

Mitvertrieb:

Mylan Healthcare GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

Hersteller

McDermott Laboratories Limited t/a Gerard Laboratories, t/a Mylan Dublin

Unit 35/36 Baldoyle Industrial Estate

Grange Road, Dublin 13

Irland

oder

Mylan Hungary Kft.

Mylan utca 1

2900 Komárom

Ungarn

oder

Mylan Germany GmbH

Zweigniederlassung Bad Homburg

Benzstraße 1

61352 Bad Homburg v. d. Höhe

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter

den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Name des Mitgliedsstaates

Name des Arzneimittels

Dänemark

Lanthanum Mylan

Deutschland

Lanthan Mylan 500 mg Kautabletten

Lanthan Mylan 750 mg Kautabletten

Lanthan Mylan 1000 mg Kautabletten

Estland

Lanthanum Mylan

Frankreich

Lanthane Mylan 500 mg, comprimé à croquer

Lanthane Mylan 750 mg, comprimé à croquer

Lanthane Mylan 1000 mg, comprimé à croquer

Griechenland

Lanthanum/Mylan

Kroatien

Lantan Mylan 500 mg tablete za žvakanje

Lantan Mylan 750 mg tablete za žvakanje

Lantan Mylan 1000 mg tablete za žvakanje

Lettland

Lanthanum Mylan 750 mg koš

ļā

s tabletes

Litauen

Lanthanum Mylan 750 mg kramtomosios tablet

Malta

Lanthanum carbonate 500 mg, 750 mg, 1000 mg Chewable

Tablets

Niederlande

Lanthaan Mylan 500 mg, kauwtabletten

Lanthaan Mylan 750 mg, kauwtabletten

Lanthaan Mylan 1000 mg, kauwtabletten

Schweden

Vereinigtes Königreich

(Nordirland)

Lanthanum Mylan

Lanthanum carbonate 500 mg, 750 mg, 1000 mg Chewable

Tablets

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2021.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Lanthan Mylan 500 mg Kautabletten

Lanthan Mylan 750 mg Kautabletten

Lanthan Mylan 1000 mg Kautabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Kautablette enthält 500 mg Lanthan (als Lanthan(III)-carbonat 8 H

Jede Kautablette enthält 750 mg Lanthan (als Lanthan(III)-carbonat 8 H

Jede Kautablette enthält 1000 mg Lanthan (als Lanthan(III)-carbonat 8 H

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Kautablette.

500 mg Kautabletten:

Weiße bis cremefarbene, runde, flache, an den Kanten abgeschrägte Tablette, mit der Prägung „M“

auf der einen Seite der Tablette und „LC“ über „500“ auf der anderen Seite. Jede Tablette hat einen

Durchmesser von ungefähr 15 mm.

750 mg Kautabletten:

Weiße bis cremefarbene, runde, flache, an den Kanten abgeschrägte Tablette, mit der Prägung „M“

auf der einen Seite der Tablette und „LC“ über „750“ auf der anderen Seite. Jede Tablette hat einen

Durchmesser von ungefähr 17 mm.

1000 mg Kautabletten:

Weiße bis cremefarbene, runde, flache, an den Kanten abgeschrägte Tablette, mit der Prägung „M“

auf der einen Seite der Tablette und „LC“ über „1000“ auf der anderen Seite. Jede Tablette hat

einen Durchmesser von ungefähr 19 mm.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Lanthan Mylan wird angewendet bei erwachsenen Patienten als phosphatbindendes Mittel zur

Kontrolle einer Hyperphosphatämie bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz, die eine

Hämodialysebehandlung oder eine kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD) erhalten.

Lanthan Mylan ist außerdem indiziert bei nicht-dialysepflichtigen, erwachsenen Patienten mit

chronischer Nierenerkrankung mit einem Serumphosphatspiegel

1,78 mmol/l, bei denen eine

phosphatarme Ernährung allein nicht ausreichend ist, um den Serumphosphatspiegel zu

kontrollieren.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Lanthan Mylan ist ein Arzneimittel zum Einnehmen.

Die Tabletten müssen vollständig zerkaut werden. Nicht als Ganzes schlucken. Die Tabletten

können zerkleinert werden, um das Kauen zu erleichtern.

Für Patienten, die Probleme mit dem Kauen der Tabletten haben, stehen andere

Darreichungsformen auf dem Markt zur Verfügung.

Erwachsene, einschließlich älterer Patienten (> 65 Jahre)

Lanthan Mylan muss zusammen mit oder unmittelbar nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

Die Tagesdosis ist auf die einzelnen Mahlzeiten aufzuteilen. Zur Kontrolle der Phosphat- und

Flüssigkeitsaufnahme müssen die Patienten die empfohlenen Ernährungsvorschriften einhalten.

Lanthan Mylan wird in Form von Kautabletten angeboten, sodass keine zusätzliche

Flüssigkeitsaufnahme erforderlich ist.

Die Serumphosphatspiegel müssen überwacht werden und die Dosis Lanthancarbonat wird alle

2-3 Wochen angepasst, bis akzeptable Serumphosphatspiegel erreicht sind. Anschließend ist eine

regelmäßige Kontrolle der Phosphatspiegel erforderlich.

Mit Dosierungen von 750 mg täglich wurde eine Kontrolle der Serumphosphatspiegel

nachgewiesen. Die im Rahmen klinischer Studien untersuchte Maximaldosis beträgt 3750 mg (bei

einer begrenzten Probandenanzahl). Patienten, die auf eine Therapie mit Lanthan ansprechen,

erreichen in der Regel mit 1500-3000 mg Lanthan pro Tag akzeptable Serumphosphatspiegel.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lanthan Mylan bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

ist nicht erwiesen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Leberinsuffizienz

Es gibt keine Untersuchungen zu den Auswirkungen von Leberinsuffizienz auf die

Pharmakokinetik von Lanthan Mylan. Aufgrund seines Wirkungsmechanismus und des fehlenden

Lebermetabolismus sollten die Dosen bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht modifiziert werden.

Stattdessen ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt (siehe Abschnitte 4.4

und 5.2).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Hypophosphatämie.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Tierexperimentelle Untersuchungen mit Lanthan haben gezeigt, dass Lanthan sich im Gewebe

ablagern kann. Bei 105 Knochenbiopsien von mit Lanthan behandelten Patienten (bei Einigen

betrug die Behandlungsdauer bis zu 4,5 Jahre) wurden mit der Zeit steigende Lanthanspiegel

festgestellt (siehe Abschnitt 5.1). Fälle von Lanthanablagerungen in der Magen-Darm-Schleimhaut,

hauptsächlich nach Langzeitanwendung, wurden berichtet. Die klinische Bedeutung dieses

Befundes ist noch nicht bekannt.

In klinischen Studien mit einer Dauer von mehr als 2 Jahren ist Lanthancarbonat bisher nur in

begrenztem Maße angewendet worden. Bei einer bis zu 6 Jahre dauernden Behandlung mit

Lanthancarbonat zeigten sich bei den Patienten jedoch keine Veränderungen des Risiko-Nutzen-

Profils.

Es liegen Fallberichte über gastrointestinale Obstruktion, Ileus, Subileus und gastrointestinale

Perforation im Zusammenhang mit Lanthan vor; in einigen Fällen war eine chirurgische oder

stationäre Behandlung erforderlich (siehe Abschnitt 4.8).

Bei allen Patienten mit einer Prädisposition zu gastrointestinaler Obstruktion, Ileus, Subileus und

gastrointestinaler Perforation ist Vorsicht geboten, so zum Beispiel bei Patienten mit veränderten

anatomischen Verhältnissen im Gastrointestinaltrakt (z. B. Divertikulose, Peritonitis, anamnestisch

bekannte gastrointestinale Operation, gastrointestinale Krebserkrankung und gastrointestinale

Ulzeration), Hypomotilitätsstörungen (z. B. Obstipation, diabetische Gastroparese) und bei

gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die diese Wirkungen verstärken. In die klinischen

Studien mit Lanthancarbonat wurden keine Patienten mit akuten Magengeschwüren, Colitis

ulcerosa, Morbus Crohn oder Darmverschluss aufgenommen.

Während der Behandlung mit Lanthancarbonat sollten Ärzte und Patienten auf Anzeichen und

Symptome von Magen-Darm-Störungen achten, insbesondere auf Obstipation und

Bauchschmerzen/Blähungen, die auf Darmverschluss, Ileus oder auf Subileus hinweisen können.

Die Behandlung mit Lanthancarbonat sollte bei Patienten mit schwerer Obstipation oder anderen

schweren gastrointestinalen Anzeichen und Symptomen neu bewertet werden.

Lanthan Mylan Tabletten müssen vollständig zerkaut werden. Nicht als Ganzes schlucken (siehe

Abschnitt 4.2). Es wurden schwerwiegende gastrointestinale Komplikationen in Verbindung mit

nicht gekauten oder unvollständig gekauten Lanthan Mylan Tabletten berichtet.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz kann sich eine Hypokalziämie entwickeln. Lanthan Mylan

enthält kein Calcium. Bei dieser Patientenpopulation wird deshalb eine Kontrolle der

Serumcalciumspiegel in regelmäßigen Zeitintervallen und eventuell die Gabe einer angemessenen

Ergänzung empfohlen.

Lanthan wird nicht von Leberenzymen metabolisiert, sondern höchstwahrscheinlich über die Galle

ausgeschieden. Erkrankungen, die zu einer deutlichen Abnahme des Gallenflusses führen, sind

möglicherweise mit einer stufenweise langsameren Ausscheidung von Lanthan assoziiert. Dies

kann höhere Plasmaspiegel und vermehrte Gewebeablagerung von Lanthan zur Folge haben (siehe

Abschnitte 5.2 und 5.3). Da absorbiertes Lanthan hauptsächlich über die Leber ausgeschieden wird,

wird eine Überwachung der Leberfunktionswerte empfohlen.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Lanthan Mylan bei Kindern und

Jugendlichen vor. Die Anwendung von Lanthan Mylan bei Kindern und Jugendlichen wird nicht

empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Beim Auftreten einer Hypophosphatämie sollte Lanthan Mylan abgesetzt werden.

Bei Patienten, die Lanthan Mylan einnehmen, können Röntgenaufnahmen des Abdomens

röntgendicht erscheinen, wie dies bei der Anwendung von bildgebenden Substanzen typisch ist.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Lanthancarbonat-Hydrat kann den pH-Wert des Magens erhöhen. Bei Einnahme von Substanzen

mit bekannten Wechselwirkungen mit Antazida (z. B. Chloroquin, Hydroxychloroquin und

Ketoconazol) wird deshalb empfohlen, einen Zeitraum von 2 Stunden vor und nach der

Anwendung von Lanthan Mylan einzuhalten.

Bei gesunden Probanden hat die gleichzeitige Verabreichung eines Citrats keinen Einfluss auf die

Resorption und die Pharmakokinetik von Lanthan.

Die Serumspiegel der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K wurden durch die Verabreichung von

Lanthancarbonat in klinischen Studien nicht beeinflusst.

Studien an freiwilligen Probanden haben gezeigt, dass die gleichzeitige Verabreichung von

Lanthancarbonat mit Digoxin, Warfarin oder Metoprolol zu keinen klinisch relevanten

Veränderungen des pharmakokinetischen Profils dieser Arzneimittel führt.

In künstlichem Magensaft bildete Lanthancarbonat-Hydrat keine unlöslichen Komplexe mit

Warfarin, Digoxin, Furosemid, Phenytoin, Metoprolol oder Enalapril, was auf ein geringes

Potenzial zur Beeinflussung der Resorption dieser Arzneimittel hinweist.

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln wie Tetrazyklin und Doxyzyklin sind theoretisch möglich.

Bei gleichzeitiger Anwendung dieser Substanzen wird deshalb empfohlen, einen Zeitraum von

mindestens 2 Stunden vor und nach der Einnahme von Lanthan Mylan einzuhalten.

In einer Einzeldosisstudie mit gesunden Freiwilligen reduzierte sich die Bioverfügbarkeit von

oralem Ciprofloxacin um etwa 50 % bei gleichzeitiger Anwendung mit Lanthancarbonat. Es wird

empfohlen, orale Floxacin-Formulierungen mindestens 2 Stunden vor oder frühestens 4 Stunden

nach Lanthan Mylan einzunehmen.

Es wurde gezeigt, dass Phosphatbinder (einschließlich Lanthancarbonat) die Resorption von

Levothyroxin verringern. Daher sollte zwischen der Dosisgabe von Lanthan Mylan und einer

Schilddrüsenhormon-Ersatztherapie mindestens 2 Stunden gewartet werden, und bei Patienten, die

beide Arzneimittelprodukte erhalten, wird eine engmaschigere Überwachung der TSH-Spiegel

empfohlen.

Wie In-vitro-Studien gezeigt haben, ist Lanthancarbonat-Hydrat kein Substrat für Zytochrom P450

und bewirkt keine signifikante Hemmung der Wirkungen der maßgeblichen humanen Zytochrom-

P 450-Isoenzyme CYP1A2, CYP2D6, CYP3A4, CYP2C9 oder CYP2C19.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine hinreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Lanthancarbonat bei

Schwangeren vor.

Eine an Ratten durchgeführte Studie hat eine Reproduktionsfetotoxizität sowie ein vermindertes

Gewicht der Jungtiere nach hohen Dosen ergeben (verzögertes Öffnen der Augen und verzögerte

geschlechtliche Reifung) (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht

bekannt.

Die Anwendung von Lanthan Mylan während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Lanthan in die Muttermilch übergeht. Die Ausscheidung von Lanthan in

der Milch ist bisher nicht Gegenstand tierexperimenteller Untersuchungen gewesen. Bei der

Entscheidungsfindung hinsichtlich der Fortsetzung/Beendigung des Stillens bzw. der

Fortsetzung/Beendigung der Lanthan Mylan-Therapie sollte der potenzielle Nutzen des Stillens für

das Kind und der potenzielle Nutzen der Lanthan Mylan-Therapie für die stillende Mutter

berücksichtigt werden.

Fertilität

Für Lanthancarbonat sind keine Daten zur Auswirkung auf die Fertilität beim Menschen verfügbar.

In toxikologischen Studien an Ratten hatte Lanthancarbonat keine unerwünschten Wirkungen auf

die Fertilität.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Lanthan Mylan kann zu Schwindel und Vertigo führen, wodurch die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein können.

4.8

Nebenwirkungen

Mit Ausnahme von Kopfschmerzen und allergischen Hautreaktionen sind die meisten als häufig

genannten Nebenwirkungen gastrointestinale Reaktionen, die auf ein Minimum reduziert werden

können, wenn Lanthan Mylan zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen wird, und sie ließen im

Allgemeinen bei fortgesetzter Verabreichung im Lauf der Zeit nach (siehe Abschnitt 4.2).

Die Häufigkeit der Arzneimittelnebenwirkungen wird nach der folgenden Konvention angegeben:

Sehr häufig (

1/10);

Häufig (

1/100, < 1/10);

Gelegentlich (

1/1.000, < 1/100);

Selten (

1/10.000, < 1/1.000);

Sehr selten (< 1/10.000);

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich

Gastroenteritis, Laryngitis

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Gelegentlich

Eosinophilie

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich

Hyperparathyroidismus

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig

Hypokalziämie

Gelegentlich

Hyperkalziämie, Hyperglykämie,

Hyperphosphatämie, Hypophosphatämie,

Anorexie, gesteigerter Appetit

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig

Kopfschmerzen

Gelegentlich

Schwindel, Geschmacksstörungen

Erkrankungen des Ohrs und des

Labyrinths

Gelegentlich

Vertigo

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Bauchschmerzen, Diarrhoe, Übelkeit,

Erbrechen

Häufig

Obstipation, Dyspepsie, Flatulenz

Gelegentlich

Ileus, Subileus, Darmobstruktion, Reizkolon-

Syndrom, Ösophagitis, Stomatitis, weicher

Stuhl, Verdauungsstörungen, (nicht näher

bestimmte) Magen-Darm-Beschwerden,

Mundtrockenheit, Zahnerkrankung, Ruktation

Selten

Intestinale Perforation

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Alopezie, vermehrtes Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Gelegentlich

Arthralgie, Myalgie, Osteoporose

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich

Asthenie, Brustschmerz, Ermüdung,

Unwohlsein, peripheres Ödem, Schmerz, Durst

Untersuchungen

Gelegentlich

Aluminium im Blut erhöht, GGT erhöht,

Lebertransaminasen erhöht, alkalische

Phosphatase erhöht, Gewichtsverlust.

Erfahrungen nach dem Inverkehrbringen

Bei der Anwendung von Lanthancarbonat nach der Zulassung wurden Fälle von allergischen

Hautreaktionen (darunter Hautausschläge, Urtikaria und Pruritus) gemeldet, die einen engen

zeitlichen Zusammenhang mit der Lanthancarbonat-Therapie aufweisen. In den klinischen Studien

traten allergische Hautreaktionen sowohl in der Lanthancarbonat-erhaltenden, als auch in der

Placebo/aktives Vergleichspräparat-erhaltenden Gruppe sehr häufig auf.

Es wurde zwar über eine Reihe weiterer, vereinzelt aufgetretener Reaktionen berichtet, doch keine

dieser Reaktionen wurde bei dieser Patientenpopulation als unerwartet angesehen.

Vorübergehende Veränderungen des QT-Intervalls wurden beobachtet, die jedoch nicht mit einer

Zunahme unerwünschter kardialer Ereignisse einhergingen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet. Die höchste Tagesdosis Lanthan, die gesunden

Probanden im Rahmen einer Phase I-Studie verabreicht wurde, waren 4718 mg für einen Zeitraum

von 3 Tagen. Die beobachteten Nebenwirkungen waren leicht bis mittelschwer und umfassten

Übelkeit und Kopfschmerzen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Alle übrigen therapeutischen Mittel. Mittel zur Behandlung der

Hyperkaliämie und Hyperphosphatämie, ATC-Code: V03A E03.

Lanthan Mylan enthält Lanthancarbonat-Hydrat. Die Wirkung von Lanthancarbonat-Hydrat als

Phosphatbinder ist abhängig von der hohen Affinität der im sauren Milieu des Magens aus dem

Carbonatsalz freigesetzten Lanthan-Ionen für das mit der Nahrung aufgenommene Phosphat. Es

bildet sich unlösliches Lanthanphosphat, das die Resorption von Phosphat aus dem Magen-Darm-

Trakt verringert.

In zwei Phase II- und in zwei Phase III-Studien wurden insgesamt 1130 Patienten mit chronischer

Niereninsuffizienz untersucht, die zur Erhaltung der Nierenfunktion eine Hämodialysebehandlung

oder eine kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse erhielten. Drei Studien wurden mit

Placebokontrolle durchgeführt (eine mit fester Dosierung und 2 mit einem Dosisanpassungsregime)

und eine Studie umfasste Kalziumcarbonat als wirksamen Comparator. Im Lauf dieser Studien

erhielten 1016 Patienten Lanthancarbonat, 267 Kalziumcarbonat und 176 Placebo.

Zwei placebokontrollierte randomisierte Studien nahmen Dialysepatienten nach einer Wash-out-

Phase von früheren Phosphatbindern auf. Nach einer Dosistitration von Lanthancarbonat zur

Erreichung eines Serumphosphatspiegels zwischen 1,3 und 1,8 mmol/l in einer Studie (Dosen bis

zu 2250 mg/Tag) oder

1,8 mmol/l in einer zweiten Studie (Dosen bis zu 3000 mg/Tag) erfolgte

eine Randomisierung der Patienten in die Lanthancarbonat-Gruppe oder Placebo-Gruppe als

Erhaltungstherapie. Nach der 4-wöchigen randomisierten placebokontrollierten Phase stieg der

Serumphosphatspiegel zwischen 0,5 und 0,6 mmol/l in der Placebo-Gruppe an, und zwar in beiden

Studien entsprechend den Patienten, die die Lanthancarbonat-Therapie fortsetzten. Ein

Therapieansprechen ließ sich bei 61 % der Patienten unter Lanthancarbonat-Behandlung

aufrechterhalten, verglichen mit 23 % der Placebo-Gruppe.

Die Studie mit dem wirksamen Comparator zeigte, dass die Serumphosphatspiegel am Ende der

5-wöchigen Dosisanpassungsphase bei 51 % der Patienten in der Lanthan-Gruppe, verglichen mit

57 % der Patienten in der Kalziumcarbonat-Gruppe, auf den Zielwert von 1,8 mmol/l gesenkt

worden waren. Nach 25 Wochen war der prozentuale Anteil der randomisierten Patienten mit

kontrollierten Serumphosphatspiegeln in beiden Behandlungsgruppen ähnlich, d. h. 29 % unter

Lanthan-Therapie und 30 % unter Calciumcarbonat-Therapie (unter Anwendung eines

„Missing=Failure“-Ansatzes). Die mittleren Serumphosphatspiegel wurden in beiden

Behandlungsgruppen um einen ähnlichen Wert gesenkt.

Weitere Langzeit-Extensionsstudien haben eine Aufrechterhaltung der Phosphatsenkung für einige

Patienten nach einer kontinuierlichen Verabreichung von Lanthancarbonat für die Dauer von

mindestens 2 Jahren nachgewiesen.

In Vergleichsstudien wurde Hyperkalziämie unter Lanthancarbonat von 0,4 % der Patienten

berichtet, verglichen mit 20,2 % unter kalziumhaltigen Bindern. Die PTH-Konzentrationen im

Serum können je nach Kalziumserum-, Phosphat- und Vitamin-D-Status des Patienten schwanken.

Ein direkter Einfluss auf die PTH-Konzentrationen im Serum wurde für Lanthancarbonat nicht

nachgewiesen.

Bei Langzeit-Knochenstudien wurde in den gemittelten Daten ein Trend zu allmählich steigenden

höheren Konzentrationen an Knochenlanthan in der Kontrollpopulation beobachtet, wobei der

Mittelwert von einem Ausgangswert von 53 µg/kg innerhalb von 24 Monaten auf das Dreifache

anstieg. Bei Patienten, die mit Lanthancarbonat behandelt wurden, stieg die Lanthankonzentration

in den Knochen in den ersten 12 Monaten der Lanthancarbonatbehandlung auf durchschnittlich

1328 µg/kg (Schwankungsbereich: 122 bis 5513 µg/kg). Der Mittelwert und der Bereich der

Konzentration nach 18 und 24 Monaten waren ähnlich hoch wie die Werte nach 12 Monaten. Der

Mittelwert nach 54 Monaten Behandlungsdauer lag bei 4246 µg/kg (Schwankungsbereich: 1673 bis

9792 µg/kg).

Gepaarte Knochenbiopsien (zum Ausgangszeitpunkt und nach einem oder zwei Jahren), die bei

Patienten vorgenommen wurden, die für Lanthancarbonat oder Calciumcarbonat in der einen

Studie und für Lanthancarbonat oder eine alternative Behandlung in einer zweiten Studie

randomisiert wurden, zeigten keinerlei Unterschiede hinsichtlich einer Ausbildung von

Mineralisationsdefekten zwischen beiden Gruppen.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Lanthancarbonat eine Zurückstellung von der

Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen

Altersklassen in der Behandlung von Hyperphosphatämie gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.

Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Da die Bindung von Lanthan an Phosphor aus der Nahrung im Lumen des Magens bzw. des oberen

Teils des Dünndarmes stattfindet, ist die therapeutische Wirkung von Lanthancarbonat nicht vom

Lanthanspiegel im Plasma abhängig.

Lanthan kommt in der Umwelt vor. Die Messung der Hintergrundspiegel von Patienten mit

chronischer Niereninsuffizienz, die nicht mit Lanthancarbonat-Hydrat behandelt wurden, im

Rahmen von klinischen Studien der Phase III ergab Plasmakonzentrationen von < 0,05 bis

0,90 ng/ml sowie Konzentrationen von < 0,006 bis 1,0 µg/g in Knochenbiopsien.

Resorption

Lanthancarbonat-Hydrat besitzt nur eine geringe Wasserlöslichkeit (< 0,01 mg/ml bei pH 7,5) und

wird nach oraler Aufnahme nur in minimalen Mengen resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit

nach oraler Aufnahme wird beim Menschen auf < 0,002 % geschätzt.

Gesunde Probanden zeigten nach oraler Einmalgabe von 250 bis 1.000 mg Lanthan einen Anstieg

von Plasma-AUC und C

in Abhängigkeit von der Dosis, der jedoch nicht proportional war und

mit einer durch die Auflösung begrenzten Resorption übereinstimmte. Die scheinbare

Plasmaeliminationshalbwertszeit von gesunden Probanden betrug 36 Stunden.

Bei Dialyse-Patienten, die 1000 mg Lanthan dreimal täglich über einen Zeitraum von 10 Tagen

erhielten, lagen die mittleren Höchstkonzentrationen (

SD) im Plasma bei 1,06 (

1,04) ng/ml,

und die mittlere AUC

last

betrug 31,1 (

40,5) ng h/ml. Die regelmäßige Überwachung der

Blutspiegel von 1.707 Dialysepatienten, die Lanthancarbonat-Hydrat für einen Zeitraum von bis zu

2 Jahren einnahmen, zeigte über diesen Zeitraum keinen Anstieg der Lanthankonzentrationen im

Plasma.

Verteilung

Nach wiederholter oraler Verabreichung von Lanthancarbonat-Hydrat kommt es weder bei

Patienten noch beim Tier zu einer Anreicherung von Lanthan im Plasma. Die kleine Fraktion von

oral verabreichtem Lanthan, die resorbiert wird, wird zum größten Teil (> 99,7 %) an Proteine aus

dem menschlichen Plasma gebunden. In den tierexperimentellen Untersuchungen wurde eine breite

Verteilung dieser Fraktion in systemischen Geweben beobachtet, und zwar vorwiegend in

Knochen, Leber und im Magen-Darm-Trakt, einschließlich der mesenteralen Lymphknoten. In

tierexperimentellen Langzeitstudien stiegen die Lanthankonzentrationen in mehreren Geweben,

einschließlich Magen-Darm-Trakt, Knochen und Leber, im Lauf der Zeit auf Spiegel an, die um

mehrere Größenordnungen über den Konzentrationen im Plasma lagen. In einigen Geweben

erreichte Lanthan ein offensichtliches Steady-State, z. B. in der Leber, während die Spiegel im

Magen-Darm-Trakt mit der Dauer der Behandlung anstiegen. Die Veränderung der Lanthanspiegel

in den Geweben nach dem Absetzen der Behandlung schwankte je nach Gewebe. Nach dem

Absetzen der Behandlung blieb ein relativ hoher Anteil von Lanthan länger als 6 Monate in

Geweben nachweisbar (der mediane prozentuale Anteil, der in den Knochen zurückblieb, betrug

100 % (Ratte) bzw.

87 % (Hund) und der Anteil in der Leber

6 % (Ratte) bzw.

82 %

(Hund). In Langzeitstudien an Tieren wurden im Zusammenhang mit der Ablagerung von Lanthan

im Gewebe nach oraler Verabreichung hoher Dosen von Lanthancarbonat keine unerwünschten

Wirkungen beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). (Informationen über die Veränderungen der

Lanthankonzentrationen in Knochenbiopsien von Dialysepatienten nach einem Jahr Behandlung

mit lanthanhaltigen im Vergleich zu calciumhaltigen Phosphatbindern, siehe Abschnitt 5.1).

Biotransformation

Lanthan wird nicht verstoffwechselt.

Studien an Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz und gleichzeitiger Leberinsuffizienz sind

bisher nicht durchgeführt worden. Bei Patienten, die zum Zeitpunkt der Aufnahme in die klinische

Phase III-Studie gleichzeitig bestehende Lebererkrankungen hatten, ergaben sich keine Hinweise

für einen Anstieg der Lanthanspiegel im Plasma oder für eine Verschlechterung der Leberfunktion

nach einer Behandlung mit Lanthancarbonat über einen Zeitraum von bis zu 2 Jahren.

Elimination

Bei gesunden Probanden wird Lanthan vorwiegend über den Stuhl ausgeschieden, und nur etwa

0,000031 % einer oralen Dosis werden über den Urin eliminiert. (Die renale Clearance liegt bei

ca. 1 ml/min, was < 2 % einer Gesamtplasmaclearance entspricht).

Nach intravenöser Verabreichung an Tiere wird Lanthan vorwiegend über die Fäzes ausgeschieden

(74 % der Dosis), und zwar sowohl über die Galle als auch durch direktes Passieren der

Darmwand. Der renale Ausscheidungsweg hat nur eine untergeordnete Bedeutung.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei

wiederholter Gabe oder Genotoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren

für den Menschen erkennen.

In einer Studie zur Sicherheitspharmakologie reduzierte Lanthancarbonat-Hydrat die gastrische

Azidität bei Ratten.

Bei Ratten, die ab dem 6. Trächtigkeitstag bis zum 20. Tag nach dem Werfen hohe Dosen

Lanthancarbonat-Hydrat erhalten hatten, zeigten sich keine Auswirkungen auf die Muttertiere. Bei

den Nachkommen wurden jedoch vermindertes Geburtsgewicht und Verzögerungen bei einigen

Entwicklungsmarkern (Öffnen der Augen und der Vagina) festgestellt. Bei Kaninchen, die während

der Trächtigkeit mit hohen Tagesdosen Lanthancarbonat-Hydrat behandelt wurden, waren

Toxizitätserscheinungen bei den Muttertieren mit verringerter Futteraufnahme und verminderter

Körpergewichtszunahme, Zunahme von Prä- und Postimplantationsverlusten zu beobachten, und

die Nachkommen wiesen verringertes Geburtsgewicht auf.

Lanthancarbonat-Hydrat zeigte bei Mäusen oder Ratten keine karzinogene Wirkung. Bei Mäusen

war in der Gruppe mit der hohen Dosis (1500 mg/kg/Tag) eine Zunahme von glandulären

Adenomen des Magens festzustellen. Diese neoplastische Reaktion bei der Maus wird als mit einer

Verstärkung spontaner pathologischer Veränderungen des Magens in Beziehung stehend, und als

von geringer klinischer Bedeutung angesehen.

Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass sich Lanthan sich in den Geweben ablagert, und

zwar vorwiegend im Gastrointestinaltrakt, in den mesenterialen Lymphknoten, in der Leber und in

Knochen (siehe Abschnitt 5.2). Lebenslange Studien an gesunden Tieren wiesen jedoch nicht auf

Gefahren für den Menschen durch die Anwendung von Lanthancarbonat hin. Spezifische Studien

zur Immuntoxizität wurden nicht durchgeführt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Hypromellose

Mikrokristalline Cellulose

Guar (Ph.Eur.)

Hydroxypropylcellulose (Ph.Eur.)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Acesulfam-Kalium (E 950)

Mikrokristalline Cellulose (Avicel PH 102)

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

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