Lamotrigin beta 5 mg Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen Tablette zur Herstellung einer Suspension zum Einn

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Lamotrigin
Verfügbar ab:
betapharm Arzneimittel GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
lamotrigine
Darreichungsform:
Tablette zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Zusammensetzung:
Lamotrigin 5.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
59613.00.00

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

GEBRAUCHSINFORMATION:InformationfürdenAnwender

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

LesenSiediegesamteGebrauchsinformationsorgfältigdurch,bevorSiemitder

EinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmals

lesen.

WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoderApotheker.

DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesediegleichenSymptome

habenwieSie.

WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistLamotriginbeta5mgundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonLamotriginbeta5mgbeachten?

3.WieistLamotriginbeta5mgeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistLamotriginbeta5mgaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1. WASISTLAMOTRIGINBETA5MGUNDWOFÜRWIRDES

ANGEWENDET?

Lamotriginbeta5mgisteinArzneimittelzurBehandlungvonepileptischenAnfällen.

Lamotriginbeta5mgwirdangewendetbei:

Epilepsie:

ZusatztherapiebeitherapierefraktärenEpilepsiensowiedestherapierefraktären

Lennox-Gastaut-SyndromsbeiKindernvon2bis11Jahren.

Hinweise:

DieerstmaligeAnwendungbeiKindernvon2bis11JahrensollteinKlinikenundInstitutionenmit

besondererErfahrunginderBehandlungvonEpilepsienoderinengerZusammenarbeitmit

solchenEinrichtungenerfolgen.

2. WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONLAMOTRIGINBETA5MGBEACHTEN?

Lamotriginbeta5mgdarfnichteingenommenwerden,

-wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenLamotriginodereinendersonstigenBestandteile

vonLamotriginbeta5mgsind.

-wennSiegegenüberCarbamazepinoderPhenytoinüberempfindlichsind(aufgrundeventuell

möglicherKreuzreaktionen).

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLamotriginbeta5mgisterforderlich:

WennSieeinenHautausschlagentwickeln,suchenSiesofortIhrenArztauf.Lamotriginbeta5mg

musssofortabgesetztwerden,esseidenn,derArztentscheidet,dassderHautausschlag

eindeutignichtinZusammenhangmitderEinnahmevonLamotriginbeta5mgsteht.

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

AllergischeHautreaktionentratenimAllgemeineninnerhalbdererstenachtWochennachBeginn

derBehandlungmitLamotrigin,demarzneilichwirksamenBestandteilvonLamotriginbeta5mg,

auf.InderüberwiegendenAnzahlderFällesinddiesemildundvorübergehend,jedochwurden

auchschwereHautausschläge,dieeinestationäreBehandlungunddasAbsetzenvonLamotrigin

erforderlichmachten,berichtet.Dazugehörenseltenschwere,möglicherweiselebensbedrohliche

HautreaktioneneinschließlichdesStevens-Johnson-SyndromsunddesSyndromsderverbrühten

Haut(toxischeepidermaleNekrolyse)(sieheAbschnitt4.„WelcheNebenwirkungensind

möglich?“).

BeiErwachsenentratenschwerwiegendeHautausschlägeinklinischenStudienzurAnwendungvon

LamotriginbeiEpilepsiemiteinerHäufigkeitvonungefähr1zu500Patientenauf.Ungefährdie

HälftedieserFällewurdealsStevens-Johnson-Syndromberichtet(1zu1000Patienten).Inklinischen

StudienbeiPatientenmitmanisch-depressiverErkrankungtratenschwerwiegendeHautausschläge

miteinerInzidenzvonca.1in1000Patientenauf.

DasRisikoeinesschwerwiegendenHautausschlagesistbeiKindernhöheralsbeiErwachsenen.

BishervorliegendeDatenausklinischenStudienlassenbeiKindernaufeineHäufigkeitim

KrankenhauszubehandelnderHautausschlägezwischen1zu300und1zu100schließen.

BeiKindernkanndaserstmaligeAuftreteneinesHautausschlagesfälschlicherweisefüreine

Infektiongehaltenwerden.BesondersbeiKindern,diewährenddererstenacht

BehandlungswochenAnzeicheneinesHautausschlagesundFieberentwickeln,solltederArztdie

MöglichkeiteinerReaktionaufdasArzneimittelinBetrachtziehen.

HautausschlägewurdenauchalsBestandteilvonÜberempfindlichkeitsreaktionenmit

verschiedenenSymptomenwieFieber,ErkrankungenimBereichderLymphknoten

(Lymphadenopathie),SchwellungenimGesicht(Gesichtsödeme)undVeränderungenderBlut-

undLeberwerteberichtet(sieheAbschnitt4.„WelcheNebenwirkungensindmöglich?“).Die

klinischenVerläufezeigeneinweitesSpektrumanSchweregradenundkönneninseltenenFällen

zuschwerenGerinnungsstörungen(derdisseminiertenintravasalenGerinnung)undVersagen

verschiedenerOrganeführen.Esistwichtigzuberücksichtigen,dassfrüheManifestationenvon

Überempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Fieber,Lymphadenopathie)ohneAnzeicheneines

Hautausschlagesauftretenkönnen.SuchenSiebeiAuftretenderobengenanntenSymptome

sofortIhrenArztauf.Lamotriginbeta5mgsolltesofortabgesetztwerden,wennkeineandere

UrsachefürdasAuftretendieserSymptomefestgestelltwird.

Eswirdempfohlen,dassLamotriginbeta5mgbeiPatienten,dieLamotriginbeta5mgaufgrund

einesaufgetretenenHautausschlagesnachEinnahmevonLamotriginbeta5mgabgesetzthaben,

nichtwiederangewendetwird,esseidenn,dassdermöglicheNutzendieRisikenklarüberwiegt

oderdassderHautausschlagmitderEinnahmevonLamotriginbeta5mgeindeutignichtim

Zusammenhangstand.

BeachtenSieunbedingtdieempfohleneAnfangsdosisunddieschrittweiseAufdosierungvon

Lamotriginbeta5mgundinformierenSieIhrenArzt,fallsSiezusätzlichmitValproinsäure

behandeltwerden.SowohlhoheAnfangsdosenvonLamotriginbeta5mg,einÜberschreitender

fürdenBehandlungsbeginnempfohlenenschrittweiseDosissteigerungenvonLamotriginbeta5

mgalsauchdiegleichzeitigeEinnahmevonValproinsäureerhöhendasRisikoeines

Hautausschlages(sieheAbschnitt3.unter„Dosierung“).

WennSieeinoralesKontrazeptivum(“Pille”)zurEmpfängnisverhütungeinnehmenodermiteiner

Hormonersatztherapiebehandeltwerden,informierenSieIhrenArzt.

DiegleichzeitigeAnwendungvonoralenKontrazeptivamitdenWirkstoffenEthinylestradiolund

LevonorgestrelführtezueinerSenkungdesLamotriginspiegels.NachderAufdosierungkönnen

daherhöhereErhaltungsdosen(biszumzweifachen)vonLamotriginerforderlichsein,umeine

ausreichendeWirksamkeitzuerzielen.BeiFrauen,dienichtgleichzeitigmiteinemden

Lamotrigin-AbbaubeschleunigendenArzneimittelbehandeltwerden,trittwährendderletzten

WochedesZyklus,inderkeinHormonpräparatodereinwirkstofffreiesScheinmedikament

eingenommenwird,eingraduellervorübergehenderAnstiegdesLamotriginspiegelsauf.Dieser

Anstiegistgrößer,wennvoroderwährendderwirkstofffreienWochedieLamotrigindosiserhöht

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

wird.AndereoraleKontrazeptivaundHormonersatztherapienwurdennichtuntersucht,obgleich

diesemöglicherweiseinähnlicherWeisedieVerstoffwechselungvonLamotriginbeeinflussen

können.

SprechenSiemitIhremArzt,insbesonderevorEinnahmebeginnoderAbsetzeneines

Hormonpräparates,damitergegebenenfallsdieLamotrigin-Dosierunganpasst.

Lamotriginbeta5mgführtebeigleichzeitigerEinnahmevonoralenKontrazeptivamitden

WirkstoffenEthinylestradiolundLevonorgestrelzueinemmäßigbeschleunigtenAbbauvon

LevonorgestrelundeinerVeränderungdesSpiegelsbestimmteramEisprungbeteiligter,

körpereigenerHormone(FSHundLH).DerEinflussdieserVeränderungenaufdieAktivitätdes

Eierstocksistnichtbekannt.JedochkanndieMöglichkeitnichtausgeschlossenwerden,dass

dieseVeränderungenbeieinigenPatientinnen,dieHormon-Präparateeinnehmen,zueiner

VerminderungderempfängnisverhütendenWirkungführen.BerichtenSiedaherjede

Menstruationsveränderung,z.B.Zwischenblutungen,umgehendIhremArzt.

WennbeiIhnenindenerstenBehandlungswocheneineKombinationvonSymptomen,wie

unklareHautausschläge,Fieber,grippeähnlicheSymptome,SchläfrigkeitsowieZunahmevon

Anfällen,auftritt,informierenSieIhrenArzt,damiterdienotwendigenUntersuchungen,wie

UntersuchungenIhrerLeber-undNierenfunktionsowiederBlutgerinnung,vornehmenkann.Unter

KombinationsbehandlungmitLamotriginwurdevonBlutbildveränderungen(z.B.Leukopenie,

Thrombozytopenie)unddemAnstiegvonbestimmtenLeberwerten(Transaminasen)berichtet.Bei

LangzeitbehandlungsinddeshalbKontrolluntersuchungenerforderlich.

WennbeiIhnenunklareBlutungenausdenSchleimhäuten(Nase,Mund,Vagina)auftreten,

informierenSieIhrenArzt,damiterIhreBlutgerinnunguntersucht.

InformierenSieIhrenArzt,wennSieaneinerErkrankungderLeberoderderNierenleiden.

GegebenenfallsmussIhreDosisherabgesetztwerden.EineLeberschädigungzuBeginnder

BehandlungmitLamotriginbeta5mgkannnichtausgeschlossenwerden.Deshalbsind

insbesonderezuBeginnderBehandlungmitLamotriginbeta5mgregelmäßigeUntersuchungen

zurLeberfunktiondurchzuführen(sieheAbschnitt4.„WelcheNebenwirkungensindmöglich?“).

EinegeringeAnzahlvonPatienten,diemitAntiepileptikawieLamotriginbeta5mgbehandelt

wurden,hattenGedankendaran,sichselbstzuverletzenodersichdasLebenzunehmen.Wenn

SiezuirgendeinemZeitpunktsolcheGedankenhaben,setzenSiesichsofortmitIhremArztin

Verbindung.

HinweisezurAnwendungbeiPatientenmitEpilepsie:

WiebeianderenAntiepileptikakanndasplötzlicheAbsetzenvonLamotriginbeta5mgzueiner

Anfallszunahme(Rebound-Anfälle)führen.DahersollteLamotriginbeta5mgübereinenZeitraum

von2Wochenstufenweiseabgesetztwerden,esseidenn,dasseinplötzlicherAbbruchaus

Sicherheitsgründen(z.B.Hautreaktionen)erforderlichist.

InformierenSieIhrenArzt,wennSieaneinermanisch-depressivenErkrankungleiden.DerArzt

sollteprüfen,obSiemöglicherweisebereitsmitLamotrigin,demWirkstoffinLamotriginbeta5

mg,behandeltwerden.

Kinder

Epilepsie:

Kinderunter2JahresolltennichtmitLamotriginbeta5mgbehandeltwerden,daausreichende

Erfahrungenfehlen.

BeiEinnahmevonLamotriginbeta5mgmitanderenArzneimitteln

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimitteleinnehmenbzw.

vorkurzemeingenommenhaben,auchwennessichumnichtverschreibungspflichtige

Arzneimittelhandelt.

WechselwirkungenmitanderenAntiepileptika

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

WennnochandereAntiepileptikazusätzlichzuLamotriginbeta5mggegebenwerdenoderwenn

andereAntiepileptikazugunsteneinerLamotrigin-Monotherapieabgesetztwerden,sollte

berücksichtigtwerden,dassderAbbauvonLamotriginbeta5mgbeeinflusstwerdenkann.

DieWirkungvonLamotriginbeta5mgkanndurchdiegleichzeitigeBehandlungmitden

nachfolgendgenanntenArzneistoffenbeeinflusstwerden:

DiegleichzeitigeVerabreichungvonPhenytoin-,Carbamazepin-,Phenobarbital-oder

Primidon-haltigenArzneimittelnführtzueinembeschleunigtenAbbauvonLamotrigin.Dahermuss

imFalleeinergleichzeitigenVerabreichungvondiesenundanderensogenannten

enzyminduzierendenArzneimitteln(Arzneimittel,diezueinervermehrtenBildungoder

gesteigertenAktivitätvonEiweißenführen,dieeineStoffwechselreaktionimKörper

beschleunigen)dieLamotrigin-Dosisheraufgesetztwerden(sieheAbschnitt3.unter„Dosierung“).

IneinerStudiemitgesundenErwachsenen,dieLamotriginundOxcarbazepinanwendeten,

veränderteOxcarbazepinnichtdenAbbauvonLamotriginundumgekehrtveränderteLamotrigin

auchnichtdenAbbauvonOxcarbazepin.

DagegenführtdiegleichzeitigeBehandlungmitValproinsäure-haltigenArzneimittelnzueinem

verlangsamtenAbbauvonLamotrigininderLeberunderhöhtsodieVerweildauerimKörperum

annähernddas2-fache.DahermussimFalleeinergleichzeitigenVerabreichungvon

ValproinsäuredieLamotrigin-Dosisherabgesetztwerden(sieheAbschnitt3.unter„Dosierung“).

BeiPatienten,dienebenLamotriginbeta5mgauchCarbamazepinerhalten,können

zentralnervöseStörungenwieKopfschmerzen,Schwindel,StörungenimBewegungsablauf,

Doppeltsehen,verschwommenesSehenundÜbelkeitauftreten.DieseErscheinungenbessern

sichmeistnacheinerVerminderungderCarbamazepin-Dosis.EineähnlicheWirkungwurde

währendeinerStudiemitLamotriginundOxcarbazepinmitgesundenErwachsenenbeobachtet,

dieAuswirkungeinerDosisverminderungwurdehierbeinichtuntersucht.

WechselwirkungenmitpsychoaktivenArzneimitteln

StudienangesundenErwachsenenzeigtenkeinenrelevantenEinflussvonLamotriginaufden

AbbauvonLithiumundOlanzapin.

EbensozeigtenStudienangesundenErwachsenenkeinenrelevantenEinflussvonBupropionund

OlanzapinaufdenAbbauvonLamotrigin.

Laboruntersuchungenzeigten,dassderAbbauvonLamotrigindurchAmitriptylin,Bupropion,

Clonazepam,Fluoxetin,HaloperidoloderLorazepamnurminimalbeeinflusstwird.

DieErgebnissevonLaboruntersuchungenlassenebensodaraufschließen,dassderAbbauvon

LamotrigindurchClozapin,Phenelzin,Risperidon,SertralinoderTrazodonwahrscheinlichnicht

beeinflusstwird.

WechselwirkungenmitanderenArzneimitteln

RifampicinbeschleunigtdenAbbauvonLamotrigin.BeiPatienten,diegleichzeitigmitRifampicin

behandeltwerden,solltedieDosierungsempfehlungwiefürLamotriginbeta5mgbeigleichzeitiger

AnwendungvonArzneimitteln,diedenLamotriginspiegelsenken,angewendetwerden(siehe

Abschnitt3.unter„Dosierung“).

Paracetamol,einArzneimittel,dasbeiFieberund/oderSchmerzenangewendetwird,kanndie

VerweildauervonLamotriginimKörperverringernunddieAusscheidungüberdieNierenerhöhen.

JedochwirddieseWirkungaufdieLamotrigin-Konzentrationnichtalsklinischrelevantangesehen.

WechselwirkungenmitdemFolsäurestoffwechsel

sieheunterAbschnitt4.„WelcheNebenwirkungensindmöglich?“.

WechselwirkungenmitoralenKontrazeptiva(“Pille”)

IneinerStudiemit16freiwilligenweiblichenPersonen,dieeinoralesKontrazeptivum(“Pille”)mit

denWirkstoffenEthinylestradiolundLevonorgestreleinnahmen,kames(beieinerDosierungvon

300mgLamotriginproTag)zueinemca.2-fachenAnstiegdesAbbausvonLamotrigin.Der

LamotriginspiegelstiegwährendderwirkstofffreienWocheeinesZyklus(“Pillen-freieWoche”oder

“Pillen-Pause”)graduellan,wobeidieLamotrigin-KonzentrationenamEndederWocheohne

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

Wirkstoff-Einnahmedurchschnittlichca.2-fachhöherlagenalswährenddergemeinsamen

EinnahmevonLamotriginmitdemKontrazeptivum.

UmgekehrthatteLamotriginkeinenEinflussaufdenEthinylestradiol-Anteildesoralen

Kontrazeptivums.EswurdejedocheinmäßigbeschleunigterAbbaudesLevonorgestrel-Anteils

beobachtet.DieMessungenbestimmteramEisprungbeteiligterkörpereigenerHormone(FSH,LH

undEstradiol)währendderStudiezeigtenbeieinigenFraueneinenteilweisenVerlustder

UnterdrückungderhormonellenAktivitätdesEierstocks,wobeidieMessungdes

Serum-Progesteronsjedochzeigte,dassesbeikeinerder16FrauenzueinemEisprungkam.Der

EinflussdieserVeränderungenaufdieAktivitätdesEierstocksistunklar.AndereDosenals

300mgLamotriginproTagwurdennichtuntersuchtundeswurdenkeineStudienmitanderen

HormonpräparatenfürFrauendurchgeführt.

SchwangerschaftundStillzeit

RisikoimZusammenhangmitAntiepileptikaimAllgemeinen

BeiFrauenimgebärfähigenAltersollteeineBeratungdurchdenFacharzterfolgen.Wenneine

Frauplantschwangerzuwerden,solltederArztdieNotwendigkeitderantiepileptischenTherapie

überdenken.EinplötzlichesAbsetzeneinerantiepileptischenTherapiekannzu

DurchbruchsanfällenmitschwerwiegendenFolgenfürdieMutterunddasungeboreneKindführen

undsolltemöglichstvermiedenwerden.

DasRisikovonangeborenenFehlbildungenistbeiNachkommenvonMüttern,diemit

Antiepileptikabehandeltwurden,imVergleichmitderzuerwartendenHäufigkeitinder

Allgemeinbevölkerungvonungefähr3%umdenFaktor2bis3erhöht.Dieamhäufigsten

berichtetenFehlbildungensindLippenspalten,Herz-Kreislauf-Fehlbildungenund

Neuralrohrdefekte(offenerRücken).

EineKombinationstherapiemitverschiedenenAntiepileptikaistimVergleichzurMonotherapiemit

einemhöherenRisikofürangeboreneFehlbildungenverbunden.Deshalbsollte,wennmöglich

eineMonotherapiedurchgeführtwerden.

RisikoimZusammenhangmitLamotrigin

DatenausStudienmitinsgesamtungefähr2000Frauen,dieLamotriginalsMonotherapie

währendderSchwangerschafteingenommenhaben,könneneinerhöhtesRisikofürangeborene

Fehlbildungennichtausschließen.EinSchwangerschaftsregisterberichteteeineerhöhte

HäufigkeitvonLippen-Gaumen-Spalten.AndereDatenhabendieseBeobachtungennicht

bestätigt.StudienanTierenhabennachteiligeEffekteaufdieEntwicklungdesOrganismus

(Entwicklungstoxizität)gezeigt.

WennderArzteineLamotrigin-TherapiewährendderSchwangerschaftfürnotwendighält,sollte

dieniedrigstmöglichetherapeutischeDosisangewendetwerden.

LamotriginhemmtgeringfügigdieDihydrofolsäure-ReduktaseundkönntesomitdurchSenkung

derFolsäurespiegelzueinemerhöhtenRisikofüreineembryo-fetaleSchädigungführen.Die

EinnahmevonFolsäurebeigeplanterSchwangerschaftundwährendderFrühschwangerschaft

sollteinBetrachtgezogenwerden.

Stoffwechsel-VeränderungenwährendderSchwangerschaftkönnendieLamotriginspiegel

und/oderdietherapeutischeWirkungbeeinflussen.EsliegenBerichteübererniedrigte

LamotriginkonzentrationenimBlutwährendderSchwangerschaftvor.SchwangereFrauensollten

währendderBehandlungmitLamotriginsorgfältigüberwachtwerden.

Lamotriginbeta5mgtrittindieMuttermilchüberundkannbeimgestilltenSäugling

Serumkonzentrationenerreichen,dieimBereichderwirksamenKonzentrationenderMutter

liegen.DahersollteLamotriginbeta5mgwährendderStillzeitnurnachsorgfältiger

Nutzen/Risiko-AbwägungfürdasKinddurchdenbehandelndenArztangewendetwerden.Wenn

gestilltwird,solltederSäuglingaufmöglicheEffektebzw.Nebenwirkungenhinbeobachtet

werden.

FragenSievorderEinnahmevonallenArzneimittelnIhrenArztoderApothekerumRat.

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

InklinischenStudienmitLamotriginwurdeüberneurologischeNebenwirkungenwieSchwindel

undDoppeltsehenberichtet.DahersolltenSieabwarten,wieLamotriginbeta5mgaufSiewirkt,

bevorSieeinKraftfahrzeugfahrenoderMaschinenbedienen,undIhrenArztkonsultieren,dadas

AnsprechenaufeineantiepileptischeTherapievonPatientzuPatientunterschiedlichseinkann.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonLamotriginbeta5mg

DiesesArzneimittelenthältSorbitol.BittenehmenSieLamotriginbeta5mgerstnach

RücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereinerUnverträglichkeit

gegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3. WIEISTLAMOTRIGINBETA5MGEINZUNEHMEN?

NehmenSieLamotriginbeta5mgimmergenaunachderAnweisungdesArztesein.Bittefragen

SiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

Dosierung

DiefürdenBehandlungsbeginnundfürdieanschließendeDosissteigerungempfohlenenDosen

solltenaufgrunddesRisikos,dassHautausschlägeauftreten,nichtüberschrittenwerden(siehe

Abschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLamotriginbeta5mgist

erforderlich“).

WenndieberechneteDosis(z.B.inderAnwendungbeiKindernoderbeiPatientenmit

eingeschränkterLeberfunktion)nichtinganzenTablettenverabreichtwerdenkann,solldienächst

niedrigereDosis,dieinganzenTablettengegebenwerdenkann,eingenommenwerden.

Epilepsie

Kindervon2bis11Jahren(sieheTabelle1):

Zusatzbehandlung

a)ZusatzbehandlungmitValproinsäure-haltigenArzneimitteln(mitoderohneweitere

Arzneimittel)

DieAnfangsdosisbeträgtindenersten2Wochen0,15mgLamotrigin/kgKörpergewicht(KG)

einmaltäglich.Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraumvon2Wochen,0,3mg

Lamotrigin/kgKGeinmaltäglichgegeben.

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenummaximal0,3mgLamotrigin/kgKGpro

Tagerhöhtwerden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei1bis5mgLamotrigin/kgKGproTag,dieeinmal

täglichoderaufgeteiltin2Einzeldoseneingenommenwird.DiemaximaleTagesdosisbeträgt

200mgproTag.

b)ZusatzbehandlungmitanderenArzneimittelnaußerValproinsäure

Phenytoin,Carbamazepin,Phenobarbital,PrimidonodergleichzeitigeBehandlungmit

Arzneimitteln,diedenLamotriginspiegelsenken(mitoderohneweitereArzneimittelaußer

Valproinsäure):

DieEinnahmedernachfolgendgenanntenDosenerfolgtjeweilstäglichaufgeteiltinzwei

Einzeldosen(morgensundabends):

DieAnfangsdosisbeträgtindenersten2Wochen0,6mgLamotrigin/kgKGproTag.

Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraumvon2Wochen,1,2mgLamotrigin/kgKG

proTaggegeben.

AbWoche5solltedietäglicheDosisalle1bis2Wochenummaximal1,2mgLamotrigin/kg

KGproTagerhöhtwerden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei5bis15mgLamotrigin/kgKGproTag,die

maximaleTagesdosisbeträgt400mgproTag.

OxcarbazepinohneweitereArzneimittel,diedenLamotriginspiegelbeeinflussen:

BeiPatienten,diegleichzeitigOxcarbazepin,jedochkeineweiterenArzneimittel,dieden

AbbauvonLamotriginbeta5mgfördernoderhemmen,einnehmen,beträgtdieAnfangsdosis

indenersten2Wochen0,3mg/kgKGproTag,einmaltäglichoderaufgeteiltinzwei

Einzeldosen.Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraumvon2Wochen0,6mg/kg

KGproTag,einmaltäglichoderaufgeteiltinzweiEinzeldosengegeben.

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenummaximal0,6mg/kgKGerhöhtwerden,bis

dergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei1bis10mgLamotrigin/kgKGproTag,einmal

täglichoderaufgeteiltinzweiEinzeldosen,diemaximaleTagesdosisbeträgt200mgproTag.

Tabelle1:EmpfohleneDosierungfürKindervon2bis11JahrenbeiZusatzbehandlungmit

Lamotrigin

Zusatzbehandlung Woche1+2 Woche3+4 Erhaltungsdos

mitnicht

Valproinsäure-halti

genArzneimitteln Phenytoin,

Carbamazepin,

Phenobarbital,

Primidon

oderandere

Arzneimittel,die

Lamotriginspie-gel

senken(mitoder

ohneweitere

Arznei-mittelaußer

0,6mg/kgKG/Tag

(aufgeteiltinzwei

Einzeldosen) 1,2mg/kgKG/Tag

(aufgeteiltinzwei

Einzeldosen) 5bis15mg/kg

KG/Tag

(aufgeteiltinzwei

Einzeldosen)

BiszumErreichen

Erhaltungsdosis

solltedieDosisalle

1bis2Wochenum

1,2mg/kgKG/Tag

bisaufmaximal

400mg/Tagerhöht

werden.

Oxcarbazepinohne

weitere

Arzneimittel,die

Lamotriginspie-gel

beeinflussen 0,3mg/kgKG/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteiltin

zweiEinzeldosen) 0,6mg/kgKG/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteiltin

zweiEinzeldosen) 1bis10mg/kg

KG/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteiltin

zweiEinzeldosen)

BiszumErreichen

Erhaltungsdosis

solltedieDosisalle

1bis2Wochenum

0,6mg/kgKGbis

aufmaximal200

mg/Tagerhöht

werden.

mitValproinsäure-haltigenArzneimitteln

unabhängigvonweiterer

Zusatzmedikation 0,15mg/kgKG**

(einmaltäglich) 0,3mg/kgKG

(einmaltäglich) 1bis5mg/kg

KG/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteiltin

zweiEinzeldosen)

BiszumErreichen

Erhaltungsdosis

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

solltedieDosisalle

1bis2Wochenum

maximal0,3mg/kg

KG/Tagbisauf

maximal200

mg/Tagerhöht

werden.

**WenndieberechnetetäglicheDosis1,25mgodermehraberwenigerals2,5mgbeträgt,kanneine

halbe5mg-TabletteLamotriginjeden2.TagindenerstenbeidenWocheneingenommenwerden.

WenndieberechneteDosiswenigerals1,25mgtäglichbeträgt,sollteLamotriginnichtverabreicht

werden.

HINWEIS:BeiPatienten,dieAntiepileptikaeinnehmen,derenpharmakokinetischeWechselwirkungen

mitLamotriginderzeitnichtbekanntsind,solltedieDosierungssteigerungwiefürdieBegleitmedikation

mitValproinsäure-haltigenArzneimittelnempfohlenerfolgen.

DiefürdenBehandlungsbeginnundfürdieanschließendeDosissteigerungempfohlenenDosen

solltenaufgrunddesRisikos,dassHautausschlägeauftreten,nichtüberschrittenwerden(siehe

Abschnitt2.unter“BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLamotriginbeta5mgist

erforderlich“undAbschnitt4.„WelcheNebenwirkungensindmöglich?“)

BeiPatienten,dieAntiepileptikaeinnehmen,derenWechselwirkungenmitLamotriginderzeitnicht

bekanntsind,solltedieDosissteigerungwiefürdieBegleitmedikationmitValproinsäure-haltigen

Arzneimittelnempfohlenerfolgen(sieheuntera)

Esistdavonauszugehen,dassbeiKindernimAltervon2bis6JahreneineErhaltungsdosis

erforderlichist,diesichimoberenBereichderDosierungsempfehlungenbewegt.

UmeinetherapeutischeDosiszugewährleisten,mussdasGewichtdesKindesüberwachtunddie

DosisbeiGewichtsänderunggegebenenfallsangepasstwerden.WenndiefüreinKindberechnete

DosisnichtinganzenTablettenverabreichtwerdenkann,solldienächstkleinereDosis,diein

ganzenTablettengegebenwerdenkann,verabreichtwerden.

ArtderAnwendung

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmenkönnen

entwedergekautoderinWasseraufgeschlämmt(zumindestsoviel,dassdieganzeTablette

bedecktist)geschlucktwerden.

Eswirdempfohlen,dieTablettenwennmöglichimmerzurgleichenTageszeit,vorodernachden

Mahlzeiten,einzunehmen.

DauerderAnwendung(Epilepsie)

DieDauerderBehandlungmitLamotriginbeta5mgrichtetsichnachdenklinischen

ErfordernissenundwirdvombehandelndenArztimEinzelfallfestgelegt.Wiebeiantiepileptisch

wirksamenArzneimittelnüblich,sollteeineventuellesAbsetzenvonLamotriginbeta5mg

schrittweiseübereinenZeitraumvon2Wochenerfolgen,umeineAnfallszunahme

(Rebound-Anfälle)zuvermeiden.

BesonderePatientengruppen

Frauen,dieoraleKontrazeptiva(“Pille”)einnehmen:

BeginnderBehandlungmitLamotriginbeta5mgbeiPatientinnen,diebereitsoraleKontrazeptiva

einnehmen

Obgleichessichgezeigthat,dasseinoralesKontrazeptivumdenAbbauvonLamotriginim

Körpererhöhte(sieheAbschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLamotrigin

beta5mgisterforderlich“undunter„BeiEinnahmevonLamotriginbeta5mgmitanderen

Arzneimitteln“),solltealleinaufgrundderAnwendungvonoralenKontrazeptivakeineAnpassung

desempfohlenenAufdosierungsschemasfürLamotriginnotwendigsein.DieAufdosierungsollte

entsprechendderEmpfehlungfürdieMonotherapiebzw.Zusatzbehandlungerfolgenunddarauf

basieren,obundmitwelchenArzneimittelnLamotriginbeta5mgzusätzlichverabreichtwird.

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

BeginnderBehandlungmitoralenKontrazeptivabeiPatientinnen,diebereitsLamotriginbeta5

mgalsErhaltungsdosiseinnehmenundkeinedenAbbauvonLamotriginbeta5mg

beschleunigendenoderverlangsamendenArzneimitteleinnehmen.

DieErhaltungsdosismussinAbhängigkeitvomAnsprechenderjeweiligenPatientin

möglicherweisebisaufdas2-facheerhöhtwerden(sieheAbschnitt2.unter„BesondereVorsicht

beiderEinnahmevonLamotriginbeta5mgisterforderlich“undunter„BeiEinnahmevon

Lamotriginbeta5mgmitanderenArzneimitteln“).

EndederBehandlungmitoralenKontrazeptivabeiPatientinnen,diebereitsLamotriginbeta5mg

alsErhaltungsdosiseinnehmenundkeinedenAbbauvonLamotriginbeta5mgbeschleunigenden

oderverlangsamendenArzneimitteleinnehmen

DieErhaltungsdosismussinAbhängigkeitvomAnsprechenderjeweiligenPatientin

möglicherweisebisaufdieHälfteerniedrigtwerden(sieheAbschnitt2.unter„BesondereVorsicht

beiderEinnahmevonLamotriginbeta5mgisterforderlich“undunter„BeiEinnahmevon

Lamotriginbeta5mgmitanderenArzneimitteln“).

DosierungbeiälterenPatienten(über65Jahre)

EineÄnderungderempfohlenenDosierungistnichterforderlich.DieArtunddieGeschwindigkeit

desAbbausvonLamotriginbeta5mgunterscheidensichindieserAltersgruppenichtbedeutsam

vonderbeiErwachsenen,diejüngerals65Jahresind.

DosierungbeieingeschränkterLeberfunktion

GenerellsolltendieDosierungzuBehandlungsbeginn,dieDosissteigerungzumErreichender

ErhaltungsdosisunddieErhaltungsdosisbeiPatientenmitmäßigerLeberfunktionsstörung

(Child-PughGradB)umca.50%undbeiPatientenmitschwererLeberfunktionsstörung

(Child-PughGradC)umca.75%erniedrigtwerden.DieDosissteigerungunddieErhaltungsdosis

solltenderklinischenWirksamkeitangepasstwerden.

DosierungbeieingeschränkterNierenfunktion

WennLamotriginbeta5mganPatientenmitNierenfunktionsstörungverabreichtwird,istVorsicht

geboten.BeiPatientenimEndstadiumeinerNierenfunktionsstörungsollendie

Lamotrigin-AnfangsdosenderBegleitmedikationangepasstwerden,eineherabgesetzte

ErhaltungsdosiskannbeiPatientenmitsignifikanterNierenfunktionsstörungbereitswirksamsein

(sieheAbschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLamotriginbeta5mgist

erforderlich“).

WiederaufnahmederTherapie

DerverschreibendeArztsolltebeiWiederaufnahmederTherapiebeiPatienten,dieLamotrigin

beta5mgausirgendeinemGrundabgesetzthaben,abwägen,oberneutschrittweisebiszur

Erhaltungsdosisaufdosiertwerdensollte,dadasRisikoeinesHautausschlagesmithohen

AnfangsdosenvonLamotriginbeta5mgundeinemÜberschreitenderfürdenBehandlungsbeginn

empfohlenenschrittweisenDosissteigerungenvonLamotriginbeta5mginZusammenhangsteht

(sieheAbschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLamotriginbeta5mgist

erforderlich“).JelängerdasAbsetzenvonLamotriginbeta5mgzurückliegt,destoehersollteeine

schrittweiseDosissteigerungbiszurErhaltungsdosisinBetrachtgezogenwerden.Wennder

zeitlicheAbstandseitdemAbsetzenmehralsfünfPlasma-Eliminationshalbwertszeitenbeträgt,

solltegenerellschrittweise,gemäßdemDosierungsschema,aufdosiertwerden.BittebefragenSie

dazuIhrenArzt.

Eswirdempfohlen,dassdieBehandlungmitLamotriginbeta5mgbeiPatienten,dieeine

BehandlungaufgrundeinesHautausschlagesabgebrochenhaben,nichtwiederaufgenommen

wird,esseidenn,dassdermöglicheNutzendieRisikenklarüberwiegt.

BittesprechenSiemitIhremArztoderApotheker,wennSiedenEindruckhaben,dassdie

WirkungvonLamotriginbeta5mgzustarkoderzuschwachist.

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

WennSieeinegrößereMengeLamotriginbeta5mgeingenommen

haben,

alsSiesollten

InformierenSieIhrenArzt,derübermöglichezuergreifendeMaßnahmenentscheidenkann.

FällevonakuterÜberdosierungmit10-bis20-facherÜberschreitungderTageshöchstdosis

wurdenberichtet.ÜberdosierungführtezuSymptomenwieAugenzittern,Koordinationsstörungen

undBewusstseinsstörungenbiszumKoma.SolltederbehandelndeArztnichterreichbarsein,

solltenSieeinKrankenhausaufsuchen.

WennSiedieEinnahmevonLamotriginbeta5mgvergessenhaben:

NehmenSienichtdiedoppelteDosisein,wennSiedievorherigeEinnahmevergessenhaben.

Lamotriginbeta5mgistweitersoeinzunehmen,wieesvomArztverordnetwurde.

WennSiedieEinnahmevonLamotriginbeta5mgabbrechen:

Lamotriginbeta5mgsollteaufkeinenFalleigenmächtigabgesetztwerden.DerTherapieerfolg

kanndadurchgefährdetwerden.InformierenSiesofortIhrenArzt,wennUnverträglichkeiten,

insbesondereHautausschläge,auftretenodereineÄnderungimKrankheitsbildeintritt.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4. WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannLamotriginbeta5mgNebenwirkungenhaben,dieabernichtbeijedem

auftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrundegelegt:

Sehrhäufig: mehrals1von10Behandelten,

Häufig: wenigerals1von10,abermehrals1von100Behandelten,

Gelegentlich: wenigerals1von100,abermehrals1von1000Behandelten,

Selten: wenigerals1von1000,abermehrals1von10.000Behandelten,

Sehrselten: wenigerals1von10.000Behandelten,einschließlichEinzelfälle

MöglicheNebenwirkungen:

Epilepsie:

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzurMonotherapieauftraten:

Sehrhäufig: Hautausschlag.

WeitereNebenwirkungen,diewährendderAnwendungauftraten:

Sehrhäufig: Hautausschlag.

Selten: Stevens-Johnson-Syndrom.

Sehrselten: SyndromderverbrühtenHaut(toxischeepidermaleNekrolyse).

Indoppel-blindenklinischenStudienzurAnwendungbeiEpilepsie,indenenLamotriginzusätzlich

zuanderenAntiepileptikaverabreichtwurde,tratenbeibiszu10%derPatientenHautausschläge

auf.InderVergleichsgruppeohneLamotrigin(mitwirkstofffreiemScheinmedikament)betrugdie

HäufigkeitdieserNebenwirkungen5%.DieHautausschlägeführtenbei2%dermitLamotrigin

behandeltenPatientenzumAbbruchderTherapie.

Diesemeistfleck-undknötchenförmigenHautausschlägewurdeninderRegelinnerhalbder

erstenachtBehandlungswochenbeobachtetundbildetensichnachAbsetzendesArzneimittels

zurück(sieheAbschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLamotriginbeta5mg

isterforderlich“).

SeltenwurdevomAuftretenschwerwiegender,lebensbedrohlicherallergischerHaut-und

Schleimhautreaktionen,diesichdurchblasseSchwellungderHaut,vorallemimGesichtsbereich

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

(Quincke-Ödem),evtl.unterMitbeteiligungderSchleimhäuteinMund,Rachen,Kehlkopfund

Magen-Darm-Trakt,HautabschälungundFieber(Stevens-Johnson-Syndrom)sowiedemSyndrom

derverbrühtenHaut(toxischeepidermaleNekrolyse)äußerten,berichtet.Auchwenndiese

SymptomebeidenmeistenPatientennachAbsetzenvonLamotriginzurückgehen,bleibenbei

einigenPatientenVernarbungenzurück.FällemittödlichemAusgangtratenseltenauf(siehe

Abschnitt2.unter„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonLamotriginbeta5mgist

erforderlich“).

InsgesamtscheintdasRisikoeinesHautausschlagesinhohemMaßinZusammenhangzustehen

mit:

-hohenAnfangsdosenLamotriginbeta5mgundeinemÜberschreitenderfürden

BehandlungsbeginnempfohlenenschrittweisenDosissteigerungenvonLamotrigin.

-dergleichzeitigenEinnahmevonValproinsäure,wodurchdiemittlereHalbwertszeitvon

Lamotriginumannähernddas2-facheerhöhtwird.

(SieheAbschnitt3.unter„Dosierung“.)

AlsÜberempfindlichkeitsreaktionkönnenHautausschlägemitverschiedenensystemischen

Symptomenauftreten(sieheunter„ErkrankungendesImmunsystems“).

ErkrankungendesImmunsystems

Sehrselten: Überempfindlichkeitsreaktion(einschließlichverschiedenersystemischer

SymptomewieFieber,Lymphadenopathie,Gesichtsödem,Veränderungen

derBlut-undLeberwerte,disseminierterintravasalerGerinnung[schwere

Blutgerinnungsstörung],Multiorganversagen).

HautausschlägewurdenauchalsTeilvonÜberempfindlichkeitsreaktionenmitverschiedenen

systemischenSymptomenwieFieber,ErkrankungenimBereichderLymphknoten

(Lymphadenopathie),GesichtsödemeundVeränderungenderBlut-undLeberwertebeobachtet.

DieklinischenVerläufezeigeneinweitesSpektrumundkönneninseltenenFällenzueiner

schwerenBlutgerinnungsstörungundMultiorganversagenführen.FrüheManifestationenvon

Überempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Fieber,Lymphadenopathie)könnenauchohneAnzeichen

einesHautausschlagesauftreten.BeiAuftretenderobengenanntenSymptomesolltederPatient

dahersofortuntersuchtwerden.Lamotriginbeta5mgsolltesofortabgesetztwerden,wennkeine

andereUrsachefürdasAuftretendieserSymptomefestgestelltwird.

ÜberempfindlichkeitsreaktionenwieauchdieseltenauftretendetoxischeepidermaleNekrolyse

(sieheunter„ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes“)könnentödlichverlaufen.

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Sehrselten:

Blutbildveränderungen,einschließlichverschiedenerFormender

VerringerungderZahlweißerBlutkörperchen(Neutropenie,

Leukopenie,Agranulozytose),VerringerungderZahlderroten

Blutkörperchen(Anämie),VerringerungderZahlderBlutplättchen

(Thrombozytopenie),VerringerungderZahlderBlutzellenaller

Zellreihen(Panzytopenie),VerringerungderZahlderroten

BlutkörperchenaufgrundeinerBildungsstörung(aplastische

Anämie).BeiLangzeitbehandlungsinddeshalbKontrollunter

suchungenerforderlich.

BlutbildveränderungenkönnensowohlinVerbindungmiteinemÜberempfindlichkeitssyndromals

auchalleinauftreten(sieheunter„ErkrankungendesImmunsystems“).

PsychiatrischeErkrankungen

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

Häufig:

Reizbarkeit.

Gelegentlich: Aggressivität.

Sehrselten: Tics(unwillkürlicheBewegungenoderLautäußerungen),Halluzinationen,

Verwirrtheit.

ErkrankungendesNervensystems

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzurMonotherapieauftraten:

Sehrhäufig: Kopfschmerzen.

Häufig:

Schlaflosigkeit,Schläfrigkeit,Schwindel,Zittern.

Gelegentlich: Koordinationsstörungen.

WeitereNebenwirkungen,diewährendderAnwendungauftraten:

Sehrhäufig:

Kopfschmerzen,Schwindel.

Häufig:

Augenzittern(Nystagmus),Zittern(Tremor),Koordinationsstörungen(Ataxie),

Schläfrigkeit,Schlaflosigkeit.

Sehrselten:

Agitiertheit,Standunsicherheit,Bewegungsstörungen,Verschlimmerungeines

vorbestehendenParkinson-Syndroms,StörungendesMuskeltonusundder

Bewegungsabläufe(extrapyramidaleStörungen,z.B.Choreoathetose

[wurmartige,geschraubte,tanzähnlicheBewegungenderArmeundBeine]),

Anfallszunahme.

EsliegenBerichtevor,dassLamotrigindasParkinson-SyndrombeiPatientenmitvorbestehender

Parkinson-ErkrankungverschlimmernkannsowieinEinzelfällenauchbeiPatientenohnediese

GrunderkrankungzuStörungendesMuskeltonusundderBewegungsabläufe(extrapyramidale

Störungen,z.B.Choreoathetose[wurmartige,geschraubte,tanzähnlicheBewegungenderArme

undBeine])führenkann.

Augenerkrankungen

Sehrhäufig:

Doppeltsehen,verschwommenesSehen.

Selten:

Augenbindehautentzündung.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzurMonotherapieauftraten:

Häufig:

Übelkeit.

WeitereNebenwirkungen,diewährendderAnwendungauftraten:

Häufig:

GastrointestinaleBeschwerden(einschließlichErbrechenundDurchfall).

Leber-undGallenerkrankungen

Sehrselten:

ErhöhungderLeberwerte,Leberfunktionsstörungen,Leberversagen.

LeberfunktionsstörungentretenfürgewöhnlichinVerbindungmitÜberempfindlichkeitsreaktionen

auf,aberinEinzelfällenwurdeauchüberFälleohneAnzeichenvonÜberempfindlichkeitberichtet.

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

EineLeberschädigungzuBeginnderBehandlungmitLamotriginbeta5mgkannnicht

ausgeschlossenwerden.DeshalbsindinsbesonderezuBeginnderBehandlungmitLamotrigin

beta5mgregelmäßigeUntersuchungenzurLeberfunktiondurchzuführen.

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Sehrselten:

ErkrankungdesGefäßbindegewebes(Lupus-ähnliche

Arzneimittelreaktionen).

AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig: Müdigkeit.

AußerdemwurdeinklinischenStudien,indenenLamotriginimRahmenderMonotherapieder

EpilepsiezurAnwendungkam,vonSchwächegefühl,Haarausfall,JuckreizundAppetitlosigkeit

berichtet.

DaLamotrigindieFunktioneinesbestimmtenEnzyms(derDihydrofolsäure-Reduktase)

geringfügighemmt,istwährendderLangzeittherapiedieMöglichkeiteinerWechselwirkung

zwischendemArzneimittelunddemFolsäurestoffwechselnichtauszuschließen.Beider

VerabreichungvonLamotriginübereinenZeitraumbiszu1Jahrwurdenjedochkeineklinisch

bedeutsamenÄnderungenbestimmterBlutwerte(derKonzentrationdesrotenBlutfarbstoffes

Hämoglobin,dermittlerenGrößederrotenBlutkörperchen[Erythrozyten]sowieder

FolsäurekonzentrationimSerum)beobachtet.GleichesgiltfürdieFolsäurekonzentrationinden

rotenBlutkörperchennachVerabreichungvonLamotriginübereinenZeitraumbiszu5Jahren.

BeiderGrunderkrankungEpilepsiekönnenschwereKrampfanfälle,einschließlichdesStatus

epilepticus,zuLähmungenvonMuskeln(durchdenAbbauvonMuskelfasern[Rhabdomyolyse]),

VersagenderFunktionverschiedenerOrganesowieschwerenStörungenderBlutgerinnung

führen,manchmalmittödlichemAusgang.ÄhnlicheFälletratenbeiderAnwendungvon

Lamotriginauf.

InklinischenStudien,indenenPatientenLamotriginzusätzlichzuanderenAntiepileptika

verabreichtwurde,tratenTodesfällemiteinerHäufigkeitvon1in381Patientenjahrenauf.Bei

Patienten,diePlacebo(wirkstofffreiesMedikament)zusätzlichzuanderenAntiepileptikaerhielten,

lagdieHäufigkeitbei1in103Patientenjahren,somitwardieHäufigkeitunterLamotriginummehr

alsdas3-fachegeringeralsunterPlacebo.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSie

erheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind.

5. WIEISTLAMOTRIGINBETA5MGAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufFaltschachtelundBlisterpackungnach"Verwendbarbis"

angegebenenVerfallsdatumnichtmehrverwenden.DasVerfallsdatumbeziehtsichaufden

letztenTagdesMonats.

Nichtüber30°Clagern.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSieIhren

ApothekerwiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.Diese

MaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

6. WEITEREINFORMATIONEN

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Zul.-Nr:59613.00.00,ENR:2159613 03/2009

WasLamotriginbeta5mgenthält:

DerWirkstoffistLamotrigin.

1TablettezurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmenenthält5mgLamotrigin.

DiesonstigenBestandteilesind:Calciumcarbonat,Sorbitol(Ph.Eur.),mikrokristallineCellulose,

hochdispersesSiliciumdioxid,Talkum,Crospovidon,Maisstärke,SchwarzesJohannisbeeraroma

(bestehendausMaltodextrin,modifizierterMaisstärke,natürlichenundkünstlichenAromastoffen),

Saccharin-Natrium,Glyceroldibehenat(Ph.Eur.).

WieLamotriginbeta5mgaussiehtundInhaltderPackung:

weißebisfastweiße,ovaleTablettemitBruchkerbeaufdereinerSeiteundPrägung“L5”aufder

anderenSeite

Packungenmit20(N1)und50(N1)TablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen.

PharmazeutischerUnternehmer

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg95,86156Augsburg

Tel.:0821/748810,Fax:0821/74881420

Hersteller

Bluepharma–IndústriaFarmecēutica,SA

S.MartinhodoBispo

3045-016Coimbra,Portugal

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitet:

März2009

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

FACHINFORMATION

BEZEICHNUNGDERARZNEIMITTEL

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Lamotriginbeta25mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Lamotriginbeta50mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Lamotriginbeta100mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Lamotriginbeta200mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

1TablettezurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmenenthält5mg/-25mg/-50

mg/-100mg/-200mgLamotrigin.

Bestandteil:Sorbitol(Ph.Eur.)

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

TablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Lamotriginbeta5mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Weißbisgebrochenweiß,oblong,aufeinerSeitegraviertmit"L"und"5",aufder

anderenSeitemitBruchkerbe.

Lamotriginbeta25mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Weißbisgebrochenweiß,abgewandelteViereckform,aufeinerSeitegraviertmit"L"

und"25",aufderanderenSeiteflach.

Lamotriginbeta50mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Weißbisgebrochenweiß,abgewandelteViereckform,aufeinerSeitegraviertmit"L"

und"50",aufderanderenSeiteflach.

Lamotriginbeta100mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Weißbisgebrochenweiß,abgewandelteViereckform,mitKreuzbruchkerbeaufeiner

Seiteundgraviertmit"L"und"100",aufderanderenSeite.

DieTablettekanningleicheViertelgeteiltwerden.

Lamotriginbeta200mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

Weißbisgebrochenweiß,abgewandelteViereckform,mitKreuzbruchkerbeaufeiner

Seiteundgraviertmit"L"und"200",aufderanderenSeite.

DieTablettekanningleicheViertelgeteiltwerden.

1/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Epilepsie

Lamotriginbeta25mg/-50mg/-100mg/-200mg:

-MonotherapiederEpilepsienbeiErwachsenenundKindernab12Jahren.

-ZusatzbehandlungbeitherapierefraktärenEpilepsienbeiErwachsenenundKindern

ab12Jahren.

-ZusatztherapiebeitherapierefraktärenEpilepsiensowiedestherapierefraktären

Lennox-Gastaut-SyndromsbeiKindernvon2bis11Jahren.

Lamotriginbeta5mg

-ZusatztherapiebeitherapierefraktärenEpilepsiensowiedestherapierefraktären

Lennox-Gastaut-SyndromsbeiKindernvon2bis11Jahren.

Hinweise:

DieerstmaligeAnwendungbeiErwachsenenundKindernab12Jahrensolltenurdurch

einenNeurologenodereinenArzt,dermitderBehandlungvonEpilepsienvertrautist,

erfolgen.

DieerstmaligeAnwendungbeiKindernvon2bis11JahrensollteinKlinikenund

InstitutionenmitbesondererErfahrunginderBehandlungvonEpilepsienoderinenger

ZusammenarbeitmitsolchenEinrichtungenerfolgen.

BipolareStörungen

Lamotriginbeta25mg/-50mg/-100mg/-200mg:

-PräventiondepressiverEpisodenbeiPatientenmitbipolarenStörungen

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Epilepsie

I.Monotherapie

ErwachseneundKinderab12Jahre(sieheauchTabelle1):

ImRahmenderMonotherapiebeträgtdieAnfangsdosisindenersten2Wochen25mg

Lamotrigineinmaltäglich.Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraumvon2

Wochen,50mgLamotrigineinmaltäglicheingenommen.

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenummaximal50mgbis100mg

Lamotriginerhöhtwerden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei100mgbis200mgproTag,dieentweder

einmaltäglichoderaufgeteiltinzweiEinzeldoseneingenommenwird.Inklinischen

2/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

UntersuchungenwarenbeieinigenPatientenDosenbiszu500mgLamotriginproTag

erforderlich,umdengewünschtenTherapieeffektzuerzielen.

DiefürdenBehandlungsbeginnundfürdieanschließendeDosierungssteigerung

empfohlenenDosensolltenaufgrunddesRisikosvonHautausschlägennicht

überschrittenwerden(sieheAbschnitt4.4und4.8).

II.Zusatzbehandlung

ErwachseneundKinderab12Jahre(sieheauchTabelle1):

a)ZusatzbehandlungmitnichtValproinsäure-haltigenArzneimitteln:

Phenytoin,Carbamazepin,Phenobarbital,PrimidonoderandereArzneimittel,diedie

GlucuronidierungvonLamotrigininduzieren

DieAnfangsdosisbeträgtindenersten2Wochen50mgLamotrigineinmaltäglich.

Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraumvon2Wochen,täglich100mg

Lamotrigin,aufgeteiltinzweiEinzeldosen,eingenommen.

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenummaximal100mgLamotriginerhöht

werden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei200mgbis400mgproTag,dieinzwei

Einzeldosenaufgeteiltwird.

OxcarbazepinohneweitereArzneimittel,diedieGlucuronidierungvonLamotrigin

induzierenoderhemmen:

BeiPatienten,diegleichzeitigOxcarbazepinjedochkeineweiterenArzneimittel,diedie

GlucuronidierungvonLamotrigininduzierenoderhemmen,einnehmen,beträgtdie

Anfangsdosisindenersten2Wochen25mgeinmaltäglich.Anschließendwerden,

ebenfallsübereinenZeitraumvon2Wochen,50mgLamotrigineinmaltäglich

eingenommen.

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenum50mgbis100mgLamotrigin

erhöhtwerden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei100mgbis200mgproTag,dieeinmal

täglichoderaufgeteiltinzweiEinzeldoseneingenommenwird.

b)ZusatzbehandlungmitValproinsäure-haltigenArzneimittelnmitoderohneandere

Arzneimittel

DieAnfangsdosisbeträgtindenersten2Wochen25mgLamotriginjedenzweitenTag.

Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraumvon2Wochen,25mgLamotrigin

einmaltäglicheingenommen.

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenummaximal25mgbis50mg

Lamotriginerhöhtwerden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei100mgbis200mgproTag,dieeinmal

täglichoderaufgeteiltinzweiEinzeldoseneingenommenwird.

3/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

BeiPatienten,dieAntiepileptikaeinnehmen,derenpharmakokinetische

WechselwirkungenmitLamotriginderzeitnichtbekanntsind,solltegegenwärtigdie

DosierungssteigerungwiefürdieBegleitmedikationmitValproinsäure-haltigen

Arzneimittelnempfohlenerfolgen(sieheunterb).

WennbeibestehenderLamotrigin-ZusatzbehandlungdieBegleitmedikationabgesetzt

wird,umLamotrigininderMonotherapieanzuwenden,oderwennbeibestehender

TherapiemitLamotriginzusätzlicheAntiepileptikaverabreichtwerdensollen,sollte

berücksichtigtwerden,welcheAuswirkungendiesmöglicherweiseaufdie

PharmakokinetikvonLamotriginhat(sieheAbschnitt4.5).

Tabelle1:EmpfohleneDosierungfürErwachseneundKinderab12Jahre

Behandlungsschema Woche1+2 Woche3+

4 Erhaltungsdosis

Monotherapie 25mg/Tag

(einmal

täglich) 50mg/Tag

(einmal

täglich) 100bis200mg/Tag

(einmaltäglichoder

aufgeteiltinzwei

Einzeldosen

morgensund

abends)

BiszumErreichen

derErhaltungsdosis

solltedieDosisalle

1bis2Wochenum

50bis100mg

erhöhtwerden.

Zusatzbehand

lungmitnicht

Valproinsäure-

haltigen

Arzneimitteln Phenytoin,

Carbamazepin,

Phenobarbital,

Primidon

oderandere

Arzneimittel,

diedie

Glucuronidieru

ngvon

Lamotrigin

50mg/Tag

(einmal

täglich) 100mg/Tag

(aufgeteiltin

zwei

Einzeldosen

morgens

undabends) 200bis400mg/Tag

(aufgeteiltinzwei

Einzeldosen

morgensund

abends)

BiszumErreichen

derErhaltungsdosis

solltedieDosisalle

1bis2Wochenum

maximal100mg

erhöhtwerden.

4/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

Oxcarbazepin

ohneweitere

Arzneimittel,

diedie

Glucuronidieru

ngvon

Lamotrigin

induzierenoder

25mg/Tag

(einmal

täglich) 50mg/Tag

(einmal

täglich) 100bis200mg/Tag

(einmaltäglichoder

aufgeteiltinzwei

Einzeldosen

morgensund

abends)

BiszumErreichen

derErhaltungsdosis

solltedieDosisalle

1bis2Wochenum

50bis100mg

erhöhtwerden.

Zusatzbehandlungmit

Valproinsäure-haltigen

Arzneimittelnunabhängigvon

weitererZusatzmedikation 12,5mg/Tag

(25mgjeden

2.Tag) 25mg/Tag

(einmal

täglich) 100bis200mg/Tag

(einmaltäglichoder

aufgeteiltinzwei

Einzeldosen

morgensund

abends)

BiszumErreichen

derErhaltungsdosis

solltedieDosisalle

1bis2Wochenum

maximal25bis50

mgerhöhtwerden.

HINWEIS:BeiPatienten,dieAntiepileptikaeinnehmen,derenpharmakokinetische

WechselwirkungenmitLamotriginderzeitnichtbekanntsind,solltegegenwärtigdie

DosierungssteigerungwiefürdieBegleitmedikationmitValproinsäurehaltigen

Arzneimittelnempfohlenerfolgen.

DiefürdenBehandlungsbeginnundfürdieanschließendeDosierungssteigerung

empfohlenenDosensolltenaufgrunddesRisikosvonHautausschlägennicht

überschrittenwerden(sieheAbschnitt4.4und4.8).

Kindervon2bis11Jahren(sieheauchTabelle2):

a)ZusatzbehandlungmitnichtValproinsäure-haltigenArzneimitteln

Phenytoin,Carbamazepin,Phenobarbital,PrimidonoderandereArzneimittel,diedie

GlucuronidierungvonLamotrigininduzieren:

DieEinnahmedernachfolgendgenanntenDosenerfolgtjeweilstäglichaufgeteiltin

zweiEinzeldosen(morgensundabends):

DieAnfangsdosisbeträgtindenersten2Wochen0,6mgLamotrigin/kgKörpergewicht

(KG)proTag.Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraumvon2Wochen,1,2

mgLamotrigin/kgKGproTaggegeben.

5/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenummaximal1,2mgLamotrigin/kgKG

proTagerhöhtwerden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei5mgbis15mgLamotrigin/kgKGproTag,

diemaximaleTagesdosisbeträgt400mgproTag.

OxcarbazepinohneweitereArzneimittel,diedieGlucuronidierungvonLamotrigin

induzierenoderhemmen:

BeiPatienten,diegleichzeitigOxcarbazepin,jedochkeineweiterenArzneimittel,diedie

GlucuronidierungvonLamotrigininduzierenoderhemmen,einnehmen,beträgtdie

Anfangsdosisindenersten2Wochen0,3mg/kgKGproTag,einmaltäglichoder

aufgeteiltinzweiEinzeldosen.Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraum

von2Wochen,0,6mg/kgKGproTag,einmaltäglichoderaufgeteiltinzwei

Einzeldosen,verabreicht.

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenummaximal0,6mg/kgKGerhöht

werden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei1mgbis10mgLamotrigin/kgKGproTag,

einmaltäglichoderaufgeteiltinzweiEinzeldosen,diemaximaleTagesdosisbeträgt200

mgproTag.

b)ZusatzbehandlungmitValproinsäure-haltigenArzneimittelnmitoderohneandere

Arzneimittel

DieAnfangsdosisbeträgtindenersten2Wochen0,15mgLamotrigin/kgKGeinmal

täglich.Anschließendwerden,ebenfallsübereinenZeitraumvon2Wochen,0,3mg

Lamotrigin/kgKGeinmaltäglichgegeben.

AbWoche5solltedieDosisalle1bis2Wochenummaximal0,3mgLamotrigin/kgKG

proTagerhöhtwerden,bisdergewünschteTherapieeffekterreichtist.

DieErhaltungsdosisliegtüblicherweisebei1mgbis5mgLamotrigin/kgKGproTag,

dieeinmaltäglichoderaufgeteiltin2Einzeldoseneingenommenwird.Diemaximale

Tagesdosisbeträgt200mgproTag.

BeiPatienten,dieAntiepileptikaeinnehmen,derenpharmakokinetische

WechselwirkungenmitLamotriginderzeitnichtbekanntsind,solltedie

DosierungssteigerungwiefürdieBegleitmedikationmitValproinsäure-haltigen

Arzneimittelnempfohlenerfolgen(sieheunterb).

Tabelle2:EmpfohleneDosierungfürKindervon2bis11Jahrenbei

ZusatzbehandlungmitLamotrigin

Zusatzbehandlung Woche1+2 Woche3+4 Erhaltungsdosis

6/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

mitnicht

Valproinsäure

-haltigen

Arzneimitteln Phenytoin,

Carbamazepin,

Phenobarbital,

Primidon

oderandere

Arzneimittel,die

die

Glucuronidierun

gvon

Lamotrigin

0,6mg/kg

KG/Tag

(aufgeteiltin

zwei

Einzeldosen) 1,2mg/kg

KG/Tag

(aufgeteiltin

zwei

Einzeldosen) 5bis15mg/kg

(aufgeteiltinzwei

Einzeldosen)

BiszumErreichen

der

Erhaltungsdosis

solltedieDosis

alle1bis2

Wochenum1,2

mg/kgKGbisauf

maximal400

mg/Tagerhöht

werden.

Oxcarbazepin

ohneweitere

Arzneimittel,die

die

Glucuronidierun

gvon

Lamotrigin

induzierenoder

0,3mg/kg

KG/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteilt

inzwei

Einzeldosen) 0,6mg/kg

KG/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteilt

inzwei

Einzeldosen) 1bis10mg/kg

(einmaltäglich

oderaufgeteiltin

zweiEinzeldosen)

BiszumErreichen

der

Erhaltungsdosis

solltedieDosis

alle1bis2

Wochenum0,6

mg/kgKGbisauf

maximal200

mg/Tagerhöht

werden.

mitValproinsäure-haltigen

Arzneimitteln(Valproinsäure-

haltigeKomedikationmit

Valproinsäure-haltigen

Arzneimittelnunabhängigvon

weitererZusatzmedikation) 0,15mg/kg

KG**

(einmaltäglich) 0,3mg/kgKG

(einmaltäglich) 1bis5mg/kg

KG/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteiltin

zweiEinzeldosen

morgensund

abends)

BiszumErreichen

der

Erhaltungsdosis

solltedieDosis

alle1bis2

Wochenum

maximal0,3

mg/kgKGbisauf

maximal200

mg/Tagerhöht

werden.

WenndieberechnetetäglicheDosis1,25mgodermehraberwenigerals2,5mg

7/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

beträgt,kanneinehalbe5mg-TabletteLamotriginjeden2.Tagindenerstenbeiden

Wocheneingenommenwerden.WenndieberechneteDosiswenigerals1,25mgtäglich

beträgt,sollteLamotriginnichtverabreichtwerden.

HINWEIS:BeiPatienten,dieAntiepileptikaeinnehmen,derenpharmakokinetische

WechselwirkungenmitLamotriginderzeitnichtbekanntsind,solltedie

DosierungssteigerungwiefürdieBegleitmedikationmitValproinsäure-haltigen

Arzneimittelnempfohlenerfolgen.

DiefürdenBehandlungsbeginnundfürdieanschließendeDosierungssteigerung

empfohlenenDosensolltenaufgrunddesRisikos,dassHautausschlägeauftreten,nicht

überschrittenwerden(sieheAbschnitt4.4und4.8).

Esistdavonauszugehen,dassbeiKindernimAltervon2bis6Jahreneine

Erhaltungsdosiserforderlichist,diesichimoberenBereichderDosierungsempfehlung

bewegt.

UmeinetherapeutischeDosiszugewährleisten,mussdasGewichtdesKindes

überwachtunddieDosisbeiGewichtsänderunggegebenenfallsangepasstwerden.

PräventiondepressiverEpisodenbeiPatientenmitbipolarenStörungen

DiefürdenBehandlungsbeginnundfürdieanschließendeDosissteigerung

empfohlenenDosensolltenaufgrunddesRisikos,dassHautausschlägeauftreten,nicht

überschrittenwerden(sieheAbschnitt4.4).

DasfolgendeDosierungsschemasollteeingehaltenwerden.DasDosierungsschema

beinhalteteineschrittweiseAufdosierungüber6Wochenbiszueinerstabilisierenden

Erhaltungsdosis(sieheTabelle3undTextdarunter).

Tabelle3:EmpfohleneDosierungfürErwachsene(über18Jahre)

Behandlung

s-schema Woche1bis

2 Woche3bis

4 Woche5 Zieldosis(ab

Woche6)**

Therapiemit

Lamotrigin,

sofernkeine

anderen

Arzneimittel

verabreicht

werden,die

klinisch

relevante

pharmakokin

e-tische

Wechsel-

wirkungen

mit

Lamotrigin

25mg/Tag

(einmal

täglich) 50mg/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteilt

inzwei

Einzeldosen) 100mg/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteilt

inzwei

Einzeldosen) 200mg/Tag

Dosisbereich

100bis

400mg/Tag

(einmaltäglich

oderaufgeteilt

inzwei

Einzeldosen)

8/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

**DieZieldosishängtvonderklinischenWirksamkeitab.

DieAnfangsdosisbeträgtindenerstenbeidenWochen25mgLamotrigineinmal

täglich.AnschließendwerdenübereinenZeitraumvonzweiWochen50mgLamotrigin

einmaltäglich(oderaufgeteiltinzweiEinzeldosen)verabreicht.InWoche5solltedie

Dosisauf100mg/Tageinmaltäglich(oderaufgeteiltinzweiEinzeldosen)erhöht

werden.DieZieldosiszurErreichungeineroptimalenAntwortbeträgtgewöhnlich200

mg/Tageinmaltäglich(oderaufgeteiltinzweiEinzeldosen).InklinischenStudien

wurdeninAbhängigkeitvonderindividuellenklinischenAntwortjedochDosenim

Bereichzwischen100und400mgeingesetzt.

AnpassungderLamotrigin-TagesdosisbeigleichzeitigerAnwendungvonArzneimitteln,

diediePharmakokinetikvonLamotriginbeeinflussen(sieheAbschnitt4.4.und

Abschnitt4.5):

GleichzeitigeAnwendungvonArzneimitteln,diedieGlucuronidierungvonLamotrigin

hemmen,z.B.Valproinsäure

DieAnfangsdosisfürPatienten,dieLamotriginzusammenmitArzneimittelneinnehmen,

diedieGlucuronidierungvonLamotriginhemmen,beträgtindenerstenbeidenWochen

25mgLamotriginjedenzweitenTag.AnschließendwerdenübereinenZeitraumvon

zweiWochen25mgLamotrigineinmaltäglichverabreicht.InWoche5solltedieDosis

auf50mg/Tageinmaltäglich(oderaufgeteiltinzweiEinzeldosen)erhöhtwerden.Die

ZieldosiszurErreichungeineroptimalenAntwortbeträgtgewöhnlich100mg/Tageinmal

täglichoderaufgeteiltinzweiEinzeldosen.DieDosiskannjedochinAbhängigkeitvon

derindividuellenklinischenAntwortbisaufeinMaximumvon200mgeinmaltäglich

(oderaufgeteiltinzweiEinzeldosen)erhöhtwerden.

GleichzeitigeAnwendungvonArzneimitteln,diedieGlucuronidierungvonLamotrigin

induzieren,OHNEgleichzeitigeAnwendungvonArzneimitteln,diedie

GlucuronidierungvonLamotriginhemmen,z.B.Valproinsäure

DieseDosierungsolltebeigleichzeitigerBehandlungmitPhenytoin,Carbamazepin,

Phenobarbital,PrimidonundanderenArzneimitteln,diedieGlucuronidierungvon

Lamotrigininduzieren,angewendetwerden(sieheAbschnitt4.5).

DieAnfangsdosisfürPatienten,dieLamotriginzusammenmitArzneimitteln,diedie

GlucuronidierungvonLamotrigininduzieren,einnehmen,beträgtindenerstenbeiden

Wochen50mgLamotrigineinmaltäglich.AnschließendwerdenübereinenZeitraum

vonzweiWochen100mgLamotrigin,aufgeteiltinzweiEinzeldosen,verabreicht.In

Woche5solltedieDosisauf200mg/Tag,aufgeteiltinzweiEinzeldosen,erhöht

werden.DieDosiskanninWoche6auf300mg/Tag,aufgeteiltinzweiEinzeldosen,

erhöhtwerden.JedochbeträgtdieZieldosiszurErreichungeineroptimalenAntwort

gewöhnlich400mg/Tag,aufgeteiltinzweiEinzeldosen,welcheabWoche7verabreicht

werdenkann.

9/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

WenndietäglicheZielerhaltungsdosisvonLamotriginerreichtwurdeundandere

gleichzeitigverabreichteArzneimittel,diediePharmakokinetikvonLamotrigin

beeinflussen,abgesetztwerden,kanndasfolgendeDosierungsschemaalsRichtlinie

dienen,wiedieDosierungvonLamotriginentsprechendzuändernist(sieheTabelle4).

Tabelle4: AnpassungderLamotrigin-Tagesdosis nachAbsetzengleichzeitig

verabreichterArzneimittelmitklinischrelevantenpharmakokinetischen

WechselwirkungenmitLamotrigin

Behandlungssch

ema Woche1 Woche2 abWoche3*

(a)NachAbsetzen

vonArzneimitteln,

diedie

Glucuronidierung

vonLamotrigin

hemmen,z.B.

Valproinsäure DieZieldosiswird

verdoppelt,jedoch

umnichtmehrals

100mg/Woche.

Z.B.wirdeine

Zieldosisvon

100mg/Tagauf

200mg/Tagin

Woche1erhöht. DieinWoche1erreichteDosiswird

beibehalten(200mg/Tag)

(aufgeteiltinzweiEinzeldosen)

(b)NachAbsetzen

vonArzneimitteln,

diedie

Glucuronidierung

vonLamotrigin

induzieren,in

Abhängigkeitvon

derderzeitigen

Lamotrigin-Dosis**

beigleichzeitiger

Behandlungmit:

Phenytoin

Carbamazepin

Phenobarbital

Primidon

oderanderen

Arzneimitteln,die

die

Glucuronidierung

vonLamotrigin

induzieren(siehe

400mg** 300mg 200mg

300mg** 225mg 150mg

200mg** 150mg 100mg

10/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

HINWEIS:BeiPatienten,diegleichzeitigArzneimitteleinnehmen,deren

pharmakokinetischeWechselwirkungenmitLamotriginderzeitnichtbekanntsind,

solltebeiAbsetzendieserArzneimitteldasBehandlungsschemavonLamotriginwie

fürdieBegleitmedikationmitValproinsäure-haltigenArzneimittelnempfohlen

erfolgen.

*DieDosiskannbeiBedarfaufmaximal400mg/Tagerhöhtwerden.

(a)NachAbsetzenvongleichzeitigverabreichtenArzneimitteln,diedie

GlucuronidierungvonLamotriginhemmen,z.B.Valproinsäure:

DieLamotrigin-DosissolltenachAbsetzenvongleichzeitigverabreichten

enzymhemmendenArzneimitteln,z.B.Valproinsäure,aufdasDoppelteder

ursprünglichenZieldosiserhöhtwerdenundanschließendindieserDosisweiter

verabreichtwerden.

(b)NachAbsetzenvongleichzeitigverabreichtenArzneimitteln,diedie

GlucuronidierungvonLamotrigininduzieren,inAbhängigkeitvonderursprünglich

erreichtenLamotrigin-Zieldosis:

DieLamotrigin-DosissolltenachAbsetzendesenzyminduzierendenArzneimittels

stufenweiseüberdreiWochenreduziertwerden.DiesesDosierungsschemasollte

angewendetwerdenbeigleichzeitigerBehandlungmitPhenytoin,Carbamazepin,

Phenobarbital,PrimidonoderanderenArzneimitteln,diedieGlucuronidierungvon

Lamotrigininduzieren(sieheAbschnitt4.5).

AnpassungderLamotrigin-TagesdosisnachHinzufügenweitererArzneimittel,diedie

PharmakokinetikvonLamotriginbeeinflussen:

BasierendaufStudienzuWechselwirkungenkönnendiefolgendenEmpfehlungen

gegebenwerden(sieheTabelle5):

Tabelle5:AnpassungderLamotrigin-TagesdosisnachHinzufügenweiterer

Arzneimittel,diediePharmakokinetikvonLamotriginbeeinflussen

Behandlungs-

schema Gegenwärtig

eLamotrigin-

dosis

(mg/Tag) Woche1

Woche2 abWoche3

(a)

Hinzufügen

von

Arzneimitteln,

diedie

Glucuronidie-

rungvon 200mg 100mg DieseDosiswirdbeibehalten(100

mg/Tag).

300mg 150mg DieseDosiswirdbeibehalten(150

mg/Tag).

11/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

Lamotrigin

hemmen,z.B.

Valproinsäure,

in

Abhängigkeit

vonder

ursprüngliche

nLamotrigin-

400mg 200mg DieseDosiswirdbeibehalten(200

mg/Tag).

(b)

Hinzufügen

von

Arzneimitteln,

diedie

Glucuronidie-

rungvon

Lamotrigin

induzieren,in

Abhängigkeit

vonder

ursprüngliche

nLamotrigin-

Dosis

Dieses

Dosierungs-

schemasollte

angewendet

werdenbei

gleichzeitiger

Behandlung

mit:

Phenytoin

Carbamazepi

Phenobarbital

Primidon

oderanderen

Arzneimitteln,

diedie

Glucuronidie-

rungvon

Lamotrigin

induzieren

(siehe

200mg 200mg 300mg 400mg

150mg 150mg 225mg 300mg

100mg 100mg 150mg 200mg

HINWEIS:BeiPatienten,diegleichzeitigArzneimitteleinnehmen,deren

pharmakokinetischeWechselwirkungenmitLamotriginderzeitnichtbekanntsind,sollte

gegenwärtigdasBehandlungsschemawiefürdieBegleitmedikationmitValproinsäure-

haltigenArzneimittelnempfohlenerfolgen.

AbsetzenvonLamotrigin:

12/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

InklinischenStudientratnachabruptemAbsetzenkeinAnstiegderHäufigkeitoderdes

SchweregradesoderderArtvonNebenwirkungenvonLamotrigingegenüberPlacebo

auf.DaherkönnenPatientendieEinnahmeohneAusschleichenderDosisabsetzen.

Jedochwirdempfohlen,dassdiePatientenLamotriginnichtohnevorherige

RücksprachemitihremArztabsetzen.

BesonderePatientengruppen

Frauen,dieoraleKontrazeptivaeinnehmen:

a)BeginnderBehandlungmitLamotriginbeiPatientinnen,diebereitsorale

Kontrazeptivaeinnehmen

Obgleichessichgezeigthat,dasseinoralesKontrazeptivumdieClearancevon

Lamotriginerhöhte(sieheAbschnitt4.4undAbschnitt4.5),solltealleinaufgrundder

AnwendungvonoralenKontrazeptivakeineAnpassungdesempfohlenen

AufdosierungsschemasfürLamotriginnotwendigsein.DieAufdosierungsollte

entsprechendderEmpfehlungfürdieMonotherapiebzw.Zusatzbehandlungerfolgen

unddaraufbasieren,obLamotriginzusätzlichzueinemHemmerderGlucuronidierung

vonLamotrigin,z.B.Valproinsäure,oderzusätzlichzueinemInduktorder

GlucuronidierungvonLamotrigin,z.B.Carbamazepin,Phenytoin,Phenobarbital,

PrimidonoderRifampicin,oderaberohneValproinsäure,Carbamazepin,Phenytoin,

Phenobarbital,PrimidonoderRifampicinverabreichtwird.

b)BeginnderBehandlungmitoralenKontrazeptivabeiPatientinnen,diebereits

LamotriginalsErhaltungsdosiseinnehmenundKEINEInduktorenoderInhibitoren

derGlucuronidierungvonLamotrigineinnehmen:

DieErhaltungsdosismussinAbhängigkeitvomindividuellenAnsprechen

möglicherweisebisaufdas2facheerhöhtwerden(sieheAbschnitt4.4undAbschnitt

4.5).

c)EndederBehandlungmitoralenKontrazeptivabeiPatientinnen,diebereits

LamotriginalsErhaltungsdosiseinnehmenundKEINEInduktorenoderInhibitoren

derGlucuronidierungvonLamotrigineinnehmen:

DieErhaltungsdosismussinAbhängigkeitvomindividuellenAnsprechen

möglicherweisebisauf50%erniedrigtwerden(sieheAbschnitt4.4und4.5).

DosierungbeiälterenPatienten(über65Jahre )

EineÄnderungderDosierungistnichterforderlich.DiePharmakokinetikvonLamotrigin

indieserAltersgruppeunterscheidetsichnichtsignifikantvonderbeiErwachsenen,die

jüngerals65Jahresind.

13/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

DosierungbeieingeschränkterLeberfunktion

PharmakologischeStudienhabengezeigt,dassdiemittlereClearancebzw.diemittlere

AUCbeiPersonenmitschwererLeberfunktionsstörunginVerbindungmiteinem

signifikantenAszites(Child-PughGradC)ummehralsdas2-facheab-bzw.zunahmen

imVergleichzuPersonenmitschwererLeberfunktionsstörungohneAszites(Child

PughGradB).

GenerellsolltendieDosierungzuBehandlungsbeginn,dieDosissteigerungzum

ErreichenderErhaltungsdosisunddieErhaltungsdosisbeiPatientenmitmäßiger

Leberfunktionsstörung(Child-PughGradB)umca.50%undbeiPatientenmit

schwererLeberfunktionsstörung(Child-PughGradC)umca.75%erniedrigtwerden.

DieDosissteigerungunddieErhaltungsdosissolltenderklinischenWirksamkeit(siehe

Abschnitt5.2)angepasstwerden.

DosierungbeieingeschränkterNierenfunktion

WennLamotriginanPatientenmitNierenfunktionsstörungverabreichtwird,istVorsicht

geboten.BeiPatientenimEndstadiumeinerNierenfunktionsstörungsollendie

Lamotrigin-AnfangsdosenderBegleitmedikationangepasstwerden;beiPatientenmit

signifikanterNierenfunktionsstörungkannbereitseineherabgesetzteErhaltungsdosis

wirksamsein(sieheAbschnitt4.4)FürweitereInformationenzurPharmakokinetiksiehe

Abschnitt5.2.

Kinder

Epilepsie:

Kinderunter2JahresolltennichtmitLamotriginbetabehandeltwerden,da

ausreichendeErfahrungenfehlen.

Manisch-depressiveErkrankungen:

DiesesArzneimittelistnichtfürdieAnwendungbeiKindernundJugendlichenunter

18Jahremiteinermanisch-depressivenErkrankungbestimmt,dabisherkeine

UntersuchungenzurAnwendungbeibipolarenStörungenindieserAltersklasse

durchgeführtwurden.

ArtderAnwendung

LamotriginbetaTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmenkönnen

entwedergekautoderinWasseraufgeschlämmt(zumindestsoviel,dassdieganze

Tablettebedecktist)geschlucktwerden

14/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

Eswirdempfohlen,dieTabletten,wennmöglichimmerzurgleichenTageszeit,voroder

nachdenMahlzeiten,einzunehmen.

WenndieberechneteDosis(z.B.inderAnwendungbeiKindernoderbeiPatientenmit

eingeschränkterLeberfunktion)nichtinganzenTablettenverabreichtwerdenkann,soll

dienächstniedrigereDosis,dieinganzenTablettengegebenwerdenkann,verabreicht

werden.

DauerderAnwendung

DieDauerderBehandlungmitLamotriginrichtetsichnachdenklinischen

ErfordernissenundwirdvombehandelndenArztfestgelegt.Wiebeiantiepileptisch

wirksamenArzneimittelnüblich,sollteeineventuellesAbsetzenvonLamotrigin

ausschleichendübereinenZeitraumvon2Wochenerfolgen,umdasAuftretenerneuter

Anfälle(Rebound-Anfälle)zuvermeiden.

WiederaufnahmederTherapie

DerverschreibendeArztsolltebeiWiederaufnahmederTherapiebeiPatienten,die

LamotriginausirgendeinemGrundabgesetzthaben,abwägen,oberneutschrittweise

biszurErhaltungsdosisaufdosiertwerdensollte,dadasRisikoeinesHautausschlages

mithohenAnfangsdosenvonLamotriginundeinemÜberschreitenderfürden

BehandlungsbeginnempfohlenenschrittweisenDosissteigerungenvonLamotriginin

Zusammenhangsteht(sieheAbschnitt4.4).JelängerdasAbsetzenvonLamotrigin

zurückliegt,destoehersollteeineschrittweiseDosissteigerungbiszurErhaltungsdosis

inBetrachtgezogenwerden.WennderzeitlicheAbstandseitdemAbsetzenmehrals

fünfPlasma-Eliminationshalbwertszeiten(sieheAbschnitt5.2)beträgt,solltegenerell

schrittweisegemäßdemDosierungsschemaaufdosiertwerden.

Eswirdempfohlen,dassdieBehandlungmitLamotriginbeiPatienten,dieeine

BehandlungaufgrundeinesHautausschlagesabgebrochenhaben,nichtwieder

aufgenommenwird,esseidenn,dassdermöglicheNutzendieRisikenklarüberwiegt.

4.3 Gegenanzeigen

ÜberempfindlichkeitgegendenWirkstoffodereinendersonstigenBestandteile.

ÜberempfindlichkeitgegenüberCarbamazepinoderPhenytoin(aufgrundeventuell

möglicherKreuzreaktionen).

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

Hautausschläge

EsliegenBerichteüberdasAuftretenvonHautreaktionenvor.Diesetratenim

AllgemeineninnerhalbdererstenachtWochennachBeginnderBehandlungmit

Lamotriginauf.

15/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

DieMehrheitderHautausschlägeistmildundvorübergehend,jedochwurdenauch

schwereHautausschläge,dieeinestationäreBehandlungunddasAbsetzenvon

Lamotriginerforderlichmachten,berichtet.Dazugehörenschwere,potentiell

lebensbedrohlicheHautreaktioneneinschließlichdesStevens-Johnson-Syndromsund

desLyell-Syndroms(toxischeepidermaleNekrolyse)(sieheAbschnitt4.8).

BeiErwachsenen,dieanStudienzurAnwendungbeiEpilepsieunterBeachtungdes

derzeitigenDosierungsschemasteilnahmen,betrugdieInzidenzschwerwiegender

Hautausschlägeca.1zu500Patienten.UngefährdieHälftedieserFällewurdeals

Stevens-Johnson-Syndromberichtet(1zu1000Patienten).InklinischenStudienbei

Patientenmitmanisch-depressiverErkrankungtratenschwerwiegendeHautausschläge

miteinerInzidenzvonca.1in1000Patientenauf.

DasRisikoeinesschwerwiegendenHautausschlagesistbeiKindernhöheralsbei

Erwachsenen.BishervorliegendeDatenausklinischenStudienlassenbeiKindernauf

eineInzidenzstationärzubehandelnderHautausschlägezwischen1zu300und1zu

100schließen.

ZusätzlichscheintdasRisikoeinesHautausschlagesgenerellinhohemMaßin

ZusammenhangzustehenmithohenAnfangsdosenLamotriginundeinem

ÜberschreitenderfürdenBehandlungsbeginnempfohlenenschrittweisen

DosissteigerungenvonLamotriginunddergleichzeitigenEinnahmevonValproinsäure,

wodurchdiemittlereHalbwertszeitvonLamotriginumannähernddas2-facheerhöht

wird.(SieheAbschnitt4.2)

AllePatienten,dieeinenHautausschlagentwickeln,solltensofortuntersuchtwerden

undLamotriginsolltesofortabgesetztwerden,esseidenn,derHautausschlagist

eindeutignichtArzneimittel-induziert.

HautausschlägewurdenauchalsBestandteilvonÜberempfindlichkeitsreaktionenmit

variablensystemischenSymptomenwieFieber,Lymphadenopathie,Gesichtsödeme

undVeränderungenderBlut-undLeberwerteberichtet(sieheAbschnitt4.8).Die

klinischenVerläufezeigeneinweitesSpektrumanSchweregradenundkönnenin

seltenenFällenzudisseminierterintravasalerGerinnungundMultiorganversagen

führen.Esistwichtigzuberücksichtigen,dassfrüheManifestationenvon

Überempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Fieber,Lymphadenopathie)ohneAnzeichen

einesHautausschlagesauftretenkönnen.BeiAuftretenderobengenanntenSymptome

solltederPatientdahersofortuntersuchtwerden.Lamotriginsolltesofortabgesetzt

werden,wennkeineandereUrsachefürdasAuftretendieserSymptomefestgestellt

wird.

BeiKindernkanndaserstmaligeAuftreteneinesHautausschlagesfälschlicherweisefür

eineInfektiongehaltenwerden.BesondersbeiKindern,diewährenddererstenacht

BehandlungswochenAnzeicheneinesHautausschlagesundFieberentwickeln,sollte

derArztdieMöglichkeiteinerReaktionaufdasArzneimittelinBetrachtziehen.

Eswirdempfohlen,dassLamotriginbeiPatienten,diedasArzneimittelaufgrundeines

aufgetretenenHautausschlagesnachEinnahmevonLamotriginabgesetzthaben,nicht

wiederangewendetwird,esseidenn,dassdermöglicheNutzendieRisikenklar

16/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

überwiegtoderdassderHautausschlagmitderEinnahmevonLamotrigineindeutig

nichtimZusammenhangstand.

OraleKontrazeptiva

BeeinflussungderWirksamkeitvonLamotrigindurchoraleKontrazeptiva

DiegleichzeitigeAnwendungeinerKombinationausEthinylestradiol/Levenorgestrel(30

µg/150µg)zusammenmitLamotriginerhöhtdieClearancevonLamotriginumca.das

2facheundführtsozueinerAbnahmedesLamotriginspiegels(sieheAbschnitt4.5).

NachderAufdosierungkönnendaherhöhereErhaltungsdosen(biszum2fachen)

erforderlichsein,umeinemaximaletherapeutischeWirksamkeitzuerzielen.Bei

Frauen,dienichtbereitseinenInduktorderGlucuronidierungvonLamotrigin

einnehmenunddieeinoralesKontrazeptivumanwenden,beidemproZyklusfüreine

WochemiteinemwirkstofffreienArzneimittelbehandeltoderaberdieBehandlungfür

eineWocheausgesetztwird(“Pillen-freieWoche”oder“Pillen-Pause”),trittwährend

dieserwirkstofffreienWocheeingraduellervorübergehenderAnstiegdes

Lamotriginspiegelsauf.DieserAnstiegistgrößer,wennvoroderwährendder

wirkstofffreienWochedieLamotrigindosiserhöhtwird.FürdieDosierungsanleitung

sieheAbschnitt4.2BesonderePatientengruppen.

DerbehandelndeArztsollteFrauen,diewährendderBehandlungmitLamotriginmit

derEinnahmeeinesoralenKontrazeptivumsbeginnenodereinoralesKontrazeptivum

absetzen,sorgfältigüberwachenundgegebenenfallsdieLamotrigindosisanpassen.

AndereoraleKontrazeptivaundHormonersatztherapienwurdennichtuntersucht,

obgleichdiesemöglicherweiseinähnlicherWeisediePharmakokinetikvonLamotrigin

beeinflussenkönnen.

BeeinflussungderWirksamkeitvonoralenKontrazeptivadurchLamotrigin

EineStudiezuWechselwirkungenmit16gesundenProbandenhatgezeigt,dassbei

gleichzeitigerVerabreichungvonLamotriginundeinemoralenKontrazeptivum

(Ethinylestradiol/Levonorgestrel)dieLevonorgestrel-Clearancemäßigansteigtundsich

dieFSH-undLH-SpiegelimSerumändern(sieheAbschnitt4.5).DerEinflussdieser

ÄnderungenaufdieovarielleAktivitätistnichtbekannt.JedochkanndieMöglichkeit

nichtausgeschlossenwerden,dassdieseÄnderungenbeieinigenPatientinnen,die

Hormon-Präparateeinnehmen,zueinerVerminderungderkontrazeptivenWirksamkeit

führen.DahersolltenPatientinnenangehaltenwerden,jedeVeränderungihrer

Menstruationumgehendzuberichten,z.B.Zwischenblutungen.

Dihydrofolsäure-Reduktase

DaLamotrigindieDihydrofolsäure-Reduktasegeringfügighemmt,istwährendder

LangzeittherapiedieMöglichkeiteinerWechselwirkungmitdemFolatstoffwechselnicht

auszuschließen.BeiderVerabreichungvonLamotriginübereinenlängerenZeitraum

biszu1JahrwurdenjedochkeineklinischbedeutsamenÄnderungender

17/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

Hämoglobinkonzentration,desmittlerenErythrozytenvolumensoderder

FolsäurekonzentrationimSerumoderinErythrozytenbeobachtet;gleichesgiltfürdie

FolsäurekonzentrationinErythrozytennachVerabreichungvonLamotriginübereinen

Zeitraumvonbiszu5Jahren.

Nierenfunktionsstörung

InStudien,indenenLamotriginalsEinmaldosisanPatientenmitterminaler

NierenfunktionsstörungimEndstadiumverabreichtwurde,warendie

PlasmakonzentrationenvonLamotriginnichtsignifikantverändert.Trotzdemsolltebei

PatientenmitNierenfunktionsstörungdieBehandlungmitLamotriginmitVorsicht

erfolgen,daeszurAnreicherungderGlucuronid-Metabolitenkommenkann.

Sonstige

BeiPatienten,beiwelchenindenerstenBehandlungswocheneineKombination

solcherSymptomeauftritt,wieunklareHautausschläge,Fieber,grippeähnliche

Symptome,SchläfrigkeitsowieZunahmevonAnfällen,sindLaboruntersuchungen

(Leber-undNierenfunktion,Gerinnungsstatus)regelmäßigdurchzuführen.

BeiFrauenimgebärfähigenAlterundinderSchwangerschaftsollteangestrebtwerden,

AntiepileptikaalsMonotherapieanzuwenden,dasichdasRisikovonFehlbildungenbei

einerKombinationstherapiemitanderenAntiepileptikaerhöhenkann(sieheAbschnitt

4.6).

BeiunklarenBlutungenausdenSchleimhäuten(Nase,Mund,Vagina)istder

Gerinnungsstatuszuuntersuchen.

EineLeberschädigungzuBeginnderBehandlungmitLamotriginkannnicht

ausgeschlossenwerden.DeshalbsindinsbesonderezuBeginnderBehandlungmit

LamotriginregelmäßigeUntersuchungenzurLeberfunktiondurchzuführen(siehe

Abschnitt4.8).

ÜbersuizidaleGedankenundsuizidalesVerhaltenwurdebeiPatienten,diemit

AntiepileptikainverschiedenenIndikationenbehandeltwurden,berichtet.Eine

Metaanalyserandomisierter,placebo-kontrollierterStudienmitAntiepileptikazeigte

aucheinleichterhöhtesRisikofürdasAuftretenvonSuizidgedankenundsuizidalem

Verhalten.DerMechanismusfürdieAuslösungdieserNebenwirkungistnichtbekannt

unddieverfügbarenDatenschließendieMöglichkeiteineserhöhtenRisikosbeider

EinnahmevonLamotriginbetanichtaus.

DeshalbsolltenPatientenhinsichtlichAnzeichenvonSuizidgedankenundsuizidalen

VerhaltensweisenüberwachtundeinegeeigneteBehandlunginErwägunggezogen

werden.Patienten(undderenBetreuern)solltegeratenwerdenmedizinischeHilfe

einzuholen,wennAnzeichenfürSuizidgedankenodersuizidalesVerhaltenauftreten.“

WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendungbeiPatientenmit

Epilepsie:

18/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

WiebeianderenAntiepileptikakanndasplötzlicheAbsetzenvonLamotriginbetazu

einerAnfallszunahme(Rebound-Anfälle)führen.DahersollteLamotriginbetaüber

einenZeitraumvon2Wochenstufenweiseabgesetztwerden,esseidenn,dassein

plötzlicherAbbruchausSicherheitsgründen(z.B.Hautreaktionen)erforderlichist.

Kinderunter2JahrensolltenvonderBehandlungmitLamotriginausgeschlossen

werden,dakeineausreichendenErfahrungenvorhandensind.

BeiPatientendiezusätzlichaneinerbipolarenStörungleidenistzuprüfenobsie

bereitsLamotriginerhalten.

WarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendungbeiPatientenmit

bipolarenStörungen:

DieWirksamkeitvonLamotriginzurPräventionvonmanischenEpisodenbeibipolaren

Patientenwurdebishernichtbelegt.

LamotriginwirdzurAnwendungbeisolchenbipolarenPatientenempfohlen,beidenen

dasRisikodesAuftretenseinerdepressivenEpisodebesteht.DieTherapiekann

sowohlbeibipolarenPatienten,diederzeitaneinermanischen,hypomanischenoder

depressivenEpisodeleiden,alsauchbeiPatienten,diekürzlicheinemanische,

hypomanischeoderdepressivePhaseerfahrenhaben,begonnenwerden.Esgibt

keinenHinweisaufeinerhöhtesRisikodesAuftretenseinermanischen,

hypomanischenodergemischtenEpisodebeiBehandlungmitLamotriginimVergleich

zuPlacebo.

BeibipolarenPatienten,beidenendasRisikodesAuftretenseinermanischenEpisode

besteht,sollteeinezusätzlicheArzneimitteltherapieinBetrachtgezogenwerden,wenn

diesklinischindiziertist.EsliegenkeinekontrolliertenDatenzurAnwendungvon

LamotrigininKombinationmitArzneimittelnvor,diezurPräventioneinermanischen

EpisodebeibipolarenPatienteneingesetztwerden.BegrenzteDatenzurSicherheit

undzuWechselwirkungen(sieheAbschnitt4.5)inKombinationmitdiesen

Arzneimitteln,dieinklinischenStudienbeibipolarenPatientenunddurchumfangreiche

klinischeErfahrungmitLamotriginbeiderBehandlungderEpilepsiegewonnenwurden,

lassendenSchlusszu,dassSicherheitsproblemeunwahrscheinlichsind.Die

DosierungsempfehlungenbeigleichzeitigerAnwendungvonArzneimitteln,diedie

PharmakokinetikvonLamotriginbeeinflussen,müssenbeachtetwerden(siehe

Abschnitt4.2).

DaSuizidversuchezumKrankheitsbildeinerbipolarenStörunggehören,solltedie

medikamentöseBehandlungmiteinerengenÜberwachungderPatienteneinhergehen.

BeiPatientendiezusätzlichaneinerEpilepsieleidenistzuprüfenobsiebereits

Lamotriginerhalten.

PatientenmitderseltenenhereditärenFructose-IntoleranzsolltenLamotriginbetanicht

einnehmen.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

19/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

UDP-GlucuronyltransferasenwurdenalsdieEnzymeidentifiziert,diefürdie

MetabolisierungvonLamotriginverantwortlichsind.EsgibtkeinenBeleg,dass

LamotrigineinenklinischsignifikantenEffekt(InduzierungoderHemmung)aufdie

oxidativenEnzymeinderLeberhatundesistunwahrscheinlich,dass

WechselwirkungenzwischenLamotriginundStoffen,diedurchCytochrom-P450-

Enzymemetabolisiertwerden,auftreten.Lamotriginkannzwarseineneigenen

Metabolismusinduzieren,aberdieWirkungistnurmäßigausgeprägtundklinische

Folgensindunwahrscheinlich.

Tabelle6: WirkungvonanderenArzneistoffenaufdieGlucuronidierungvon

Lamotrigin

Arzneistoffe,diedie

Glucuronidierungvon

Lamotriginsignifikant

hemmen Arzneistoffe,diedie

Glucuronidierungvon

Lamotriginsignifikant

induzieren Arzneistoffe,diedie

Glucuronidierungvon

Lamotriginnichtsignifikant

hemmenoderinduzieren

Valproinsäure Carbamazepin

Phenytoin

Primidon

Phenobarbital

Rifampicin

Ethinylestradiol/Levonorges

-trel-Kombinationen* Lithium

Bupropion

Olanzapin

Oxcarbazepin**

*AndereoraleKontrazeptivaundHormonersatz-Therapienwurdennichtuntersucht,

obgleichsiemöglicherweisediePharmakokinetikvonLamotrigininähnlicherWeise

beeinflussen.

**IneinerStudiemitgesundenErwachsenen,dieproTag200mgLamotriginund1200

mgOxcarbazepinerhielten,zeigtesich,dassdiemittlerenWertefürdieCmaxund

dieAUC(0-24)vonLamotriginimsteadystateimVergleichzurVerabreichung

zusammenmitPlazeboum2%bzw.8%niedrigerlagen.Das90%-ige

Konfidenzintervallzeigte,dassdieUnterschiedefürdieAUC(0-24)zwischen-22%

und+8%undfürCmaxzwischen-15%und+15%lagen.Nebenwirkungen

wurdenunterOxcarbazepinundLamotriginhäufigerberichtetalsunterLamotrigin

oderOxcarbazepininderMonotherapie.DiehäufigstenNebenwirkungenwaren

Kopfschmerzen,Schwindel,ÜbelkeitundSchläfrigkeit.

WechselwirkungenmitanderenAntiepileptika(sieheAbschnitt4.2)

WennnochandereAntiepileptikazusätzlichzuLamotrigingegebenwerdenoderwenn

andereAntiepileptikazugunsteneinerLamotrigin-Monotherapieabgesetztwerden,

sollteberücksichtigtwerden,dassdiePharmakokinetikvonLamotriginbeeinflusst

werdenkann.

ValproinsäurehemmtdieGlucuronidierungvonLamotriginundsomitdie

MetabolisierungvonLamotrigin,wodurchdiemittlereHalbwertszeitvonLamotriginum

annähernddas2facheerhöhtwird.

20/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

BestimmteAntiepileptika(wiePhenytoin-,Carbamazepin-,Phenobarbital-oder

Primidon-haltigeArzneimittel)induzierendieMetabolisierungunddieGlucuronidierung

vonLamotriginundführensozueinembeschleunigtenAbbauvonLamotrigin

BeieinigenPatienten,beidenenzusätzlichzuCarbamazepinLamotrigineindosiert

wurde,tratenzentralnervöseStörungen,wiez.B.Kopfschmerzen,Schwindel,

Koordinationsstörungen(Ataxie),Doppeltsehen,verschwommenesSehenund

Übelkeit,auf.DieseErscheinungenbessertensichmeistnacheinerVerminderungder

Carbamazepin-Dosis.EineähnlicheWirkungwurdewährendeinerStudiemit

LamotriginundOxcarbazepinmitgesundenErwachsenenbeobachtet,derEffekteiner

Dosisreduktionwurdehierbeinichtuntersucht.

ObgleichÄnderungenderKonzentrationenandererAntiepileptikaimPlasmadurch

Lamotriginbeschriebenwurden,konnteinklinischenStudienkeinEinflussvon

LamotriginaufdiePlasmakonzentrationandererAntiepileptikafestgestelltwerden.

ErgebnisseentsprechenderIn-vitro-Untersuchungenwiesendaraufhin,dass

LamotriginandereAntiepileptikanichtausihrenPlasmaprotein-Bindungsstellen

verdrängtundsomitderenfreie,pharmakologischwirkendeAnteilenichterhöht

werden.

IneinerStudiemitgesundenErwachsenen,die200mgLamotriginund1200mg

Oxcarbazepinanwendeten,veränderteOxcarbazepinnichtdenMetabolismusvon

LamotriginundumgekehrtveränderteLamotriginnichtdenMetabolismusvon

Oxcarbazepin.

WechselwirkungenmitdemFolsäurestoffwechselsieheAbschnitt4.8.

WechselwirkungenmitoralenKontrazeptiva

EinflussvonoralenKontrazeptivaaufdiePharmakokinetikvonLamotrigin

IneinerStudiemit16weiblichenProbandenführtedieGabeeines

Kombinationspräparatesaus30µgEthinylestradiol/150µgLevonorgestrelzueinemca.

2-fachenAnstiegderClearancevonLamotriginnachoralerGabe,wodurchAUCund

vonLamotriginumdurchschnittlich52%bzw.39%sanken.Die

SerumkonzentrationenvonLamotriginstiegenwährendderwirkstofffreienWocheeines

Zyklus(“Pillen-freieWoche”oder“Pillen-Pause”)graduellan,wobeidieLamotrigin-

KonzentrationenamEndederWocheohneWirkstoff-Einnahmedurchschnittlichumca.

2-fachhöherlagenalswährenddergemeinsamenEinnahmevonLamotriginmitdem

Kontrazeptivum.

EinflussvonLamotriginaufdiePharmakokinetikvonoralenKontrazeptiva

IneinerStudiemit16weiblichenProbandenhatteeinesteady-state-Dosierungvon300

mgLamotriginkeinenEinflussaufdieEthinylestradiol-Komponenteeinesoralen

Kombinations-Kontrazeptivums.EswurdeeinmäßigerAnstiegderClearanceder

Levonorgestrel-Komponentebeobachtet,wodurchAUCbzw.C

vonLevonorgestrel

umdurchschnittlich19%bzw.12%sanken.DieMessungenvonFSH,LHund

21/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

EstradiolimSerumwährendderStudiezeigtenbeieinigenFraueneinenteilweisen

VerlustderUnterdrückungderhormonellenAktivitätdesEierstocks,wobeidieMessung

desSerum-Progesteronsjedochzeigte,dassesbeikeinerder16Frauenzueinem

Eisprungkam.DerEinflussdesmäßigenAnstiegsderClearancevonLevonorgestrel

unddieÄnderungenderSerumkonzentrationenvonFSHundLHaufdieAktivitätdes

Eierstocksistunklar(sieheAbschnitt4.4).AndereDosenals300mgLamotriginproTag

wurdennichtuntersuchtundeswurdenkeineStudienmitanderenHormonpräparaten

fürFrauendurchgeführt.

WechselwirkungenmitpsychoaktivenArzneimitteln

Bei20gesundenProbanden,die6Tagelangeinmaltäglich100mgLamotriginund

zweimaltäglich2gLithiumgluconat(wasserfrei)erhielten,zeigtesichkeine

VeränderungderPharmakokinetikvonLithium.

DieoraleVerabreichungmehrererDosenBupropionan12Probandenzeigtekeinen

statistischsignifikantenEinflussaufdiePharmakokinetikeinerEinzeldosisLamotrigin

undführtelediglichzueinemleichtenAnstiegderAUCvonLamotriginglucuronid.

IneinerStudiemitgesundenErwachsenenreduzierten15mgOlanzapinAUCbzw.

vonLamotriginumdurchschnittlich24%bzw.20%.EinEffektdieserGrößewird

allgemeinalsnichtklinischrelevanterachtet.200mgLamotriginverändertenichtdie

PharmakokinetikvonOlanzapin.

In-vitro-UntersuchungenzurEnzymhemmungzeigten,dassdieBildungdes

HauptmetabolitenvonLamotrigin,des2-N-Glucuronids,durchdiegleichzeitige

InkubationmitAmitriptylin,Bupropion,Clonazepam,Fluoxetin,Haloperidoloder

Lorazepamnurminimalbeeinflusstwird.DatenzurBufuralol-Metabolisierungvon

humanenLebermikrosomenlegennahe,dassLamotrigindieClearancevon

Arzneimitteln,diehauptsächlichüberdasEnzymCYP2D6metabolisiertwerden,nicht

herabsetzt.DieErgebnissevonIn-vitro-Untersuchungenlassenebenfallsdarauf

schließen,dassdieClearancevonLamotrigindurchClozapin,Phenelzin,Risperidon,

SertralinoderTrazodonwahrscheinlichnichtbeeinflusstwird.

WechselwirkungenmitanderenArzneimitteln

IneinerStudiemit10männlichenProbandenerhöhteRifampicindieClearancevon

LamotriginundsenktedieHalbwertszeitdurchInduktionderLeberenzyme,diefürdie

Glucuronidierungzuständigsind.BeiPatienten,diegleichzeitigmitRifampicin

behandeltwerden,solltedieDosierungsempfehlungwiefürLamotriginbei

gleichzeitigerAnwendungvonArzneimitteln,diedieGlucuronidierunginduzieren,

angewendetwerden(sieheAbschnitt4.2).

Paracetamol,kanndieVerweildauervonLamotriginimKörperverringernunddie

AusscheidungüberdieNierenerhöhen.JedochwirddieseWirkungaufdieLamotrigin-

Konzentrationnichtalsklinischrelevantangesehen.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

22/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

RisikoimZusammenhangmitAntiepileptikaimAllgemeinen

BeiFrauenimgebärfähigenAltersollteeineBeratungdurchdenFacharzterfolgen.

WenneineFrauplantschwangerzuwerden,solltedieNotwendigkeiteiner

antiepileptischenTherapieüberdachtwerden.EinplötzlichesAbsetzeneiner

antiepileptischenTherapiekannzuDurchbruchsanfällenmitschwerwiegendenFolgen

fürdieMutterunddasungeboreneKindführenundsolltemöglichstvermiedenwerden.

DasRisikovonkongenitalenFehlbildungenistbeiNachkommenvonMüttern,diemit

Antiepileptikabehandeltwurden,imVergleichmitderzuerwartendenHäufigkeitinder

Allgemeinbevölkerungvonungefähr3%umdenFaktor2bis3erhöht.Dieam

häufigstenberichtetenFehlbildungensindLippenspalten,kardiovaskuläre

FehlbildungenundNeuralrohrdefekte.

EineKombinationstherapiemitverschiedenenAntiepileptikaistimVergleichzur

MonotherapiemiteinemhöherenRisikofürkongenitaleFehlbildungenverbunden.

DeshalbsolltewennmöglicheineMonotherapiedurchgeführtwerden.

RisikoimZusammenhangmitLamotrigin

AnhandvonDatenausepidemiologischenStudienmitinsgesamtca.2000Frauen,die

LamotriginalsMonotherapiewährendderSchwangerschafteingenommenhaben,kann

einerhöhtesRisikofürkongenitaleFehlbildungennichtausgeschlossenwerden.Ein

RegisterberichteteeineerhöhteInzidenzvonLippen-Gaumen-Spalten.AndereDaten

habendieseBeobachtungnichtbestätigt.TierexperimentelleStudienhaben

Entwicklungstoxizitätgezeigt(sieheAbschnitt5.3).

WenneineLamotrigin-TherapiewährendderSchwangerschaftalsnotwendigerachtet

wird,wirddieniedrigstmöglichetherapeutischeDosisempfohlen.

LamotriginhemmtgeringfügigdieDihydrofolsäure-Reduktaseundkönntesomitdurch

SenkungderFolatspiegelzueinemerhöhtenRisikofüreineembryo-fetaleSchädigung

führen.DieEinnahmevonFolsäurebeieinergeplantenSchwangerschaftundwährend

derFrühschwangerschaftsollteinBetrachtgezogenwerden.

PhysiologischeVeränderungenwährendderSchwangerschaftkönnendie

Lamotriginspiegelund/oderdietherapeutischeWirkungbeeinflussen.Esliegen

BerichteübererniedrigteLamotriginspiegelwährendderSchwangerschaftvor.

SchwangereFrauensolltenwährendderBehandlungmitLamotriginsorgfältig

überwachtwerden.

LamotrigintrittindieMuttermilchüberundkannimgestilltenSäugling

Serumkonzentrationenerreichen,dieimBereichtherapieüblicherKonzentrationender

Mutterliegen.DeshalbsolltenurnachsorgfältigerNutzen/Risiko-Abwägungfürden

Säuglinggestilltwerden.Wenngestilltwird,solltederSäuglingaufmöglicheEffekte

bzw.Nebenwirkungenhinbeobachtetwerden.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienen

vonMaschinen

23/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

ZweiStudienanProbandenhabengezeigt,dassdieWirkungvonLamotriginaufdie

okuläreFeinmotorikundKoordinationderAugen,dieAugenbewegungen,die

posturographischbeiaufrechtemStandgemessenenKörperschwankungenundin

HinsichtaufsubjektivesedativeEffektesichnichtvonPlacebounterscheidet.

InklinischenStudienmitLamotriginwurdeaberüberneurologischeNebenwirkungen

wieSchwindelundDoppeltsehenberichtet,dahersolltendiePatientenabwarten,wie

Lamotriginaufsiewirkt,bevorsieeinKraftfahrzeugfahrenoderMaschinenbedienen,

undihrenArztkonsultieren,daPatientenindividuellunterschiedlichaufeine

antiepileptischeTherapieansprechen.

4.8 Nebenwirkungen

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitenzugrunde

gelegt:sehrhäufig( ≥ 1/10),häufig( ≥ 1/100,<1/10),gelegentlich( ≥ 1/1000,<1/100),

selten( ≥ 1/10000,<1/1000),sehrselten(<1/10000)einschließlichEinzelfälle.

EPILEPSIE:

ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems

Sehrselten: Blutbildveränderungen,einschließlichNeutropenie,Leukopenie,

Agranulozytose,Anämie,Thrombozytopenie,Panzytopenie,

aplastischeAnämie.BeiLangzeitbehandlungsinddeshalb

Kontrolluntersuchungenerforderlich.

BlutbildveränderungenkönnensowohlinVerbindungmiteinem

Überempfindlichkeitssyndromalsauchalleinauftreten(sieheunterErkrankungen

desImmunsystems).

ErkrankungendesImmunsystems

Sehrselten: Überempfindlichkeitsreaktion(einschließlichverschiedener

systemischerSymptomewieFieber,Lymphadenopathie,

Gesichtsödem,VeränderungenderBlut-undLeberwerte,

disseminierterintravasalerGerinnung,Multiorganversagen.

HautausschlägewurdenauchalsTeilvonÜberempfindlichkeitsreaktionenmit

verschiedenensystemischenSymptomenwieFieber,ErkrankungenimBereichder

Lymphknoten(Lymphadenopathie),GesichtsödemeundVeränderungenderBlut-

undLeberwertebeobachtet.DieklinischenVerläufezeigeneinweitesSpektrumund

könneninseltenenFällenzueinerschwerenBlutgerinnungsstörungund

Multiorganversagenführen.FrüheManifestationenvon

Überempfindlichkeitsreaktionen(z.B.Fieber,Lymphadenopathie)könnenauchohne

AnzeicheneinesHautausschlagesauftreten.BeiAuftretenderobengenannten

SymptomesolltederPatientdahersofortuntersuchtwerden.Lamotriginbetasollte

24/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

sofortabgesetztwerden,wennkeineandereUrsachefürdasAuftretendieser

Symptomefestgestelltwird.

Überempfindlichkeitsreaktionenwieauchdieseltenauftretendetoxischeepidermale

Nekrolyse(sieheunterErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes)

könnentödlichverlaufen.

PsychiatrischeErkrankungen

Häufig: Reizbarkeit.

Gelegentlich: Aggressivität.

Sehrselten: Tics,Halluzinationen,Verwirrtheit.

ErkrankungendesNervensystems

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzurMonotherapieauftraten:

Sehrhäufig: Kopfschmerzen.

Häufig: Schlaflosigkeit,Schläfrigkeit,Schwindel,Tremor.

Gelegentlich: Ataxie.

WeitereNebenwirkungen,diewährendderAnwendungauftraten:

Sehrhäufig: Kopfschmerzen,Schwindel.

Häufig: Nystagmus,Tremor,Ataxie,Schläfrigkeit,Schlaflosigkeit.

Sehrselten: Agitiertheit,Standunsicherheit,Bewegungsstörungen,

VerschlimmerungeinesvorbestehendenParkinson-Syndroms,

extrapyramidaleStörungen,z.B.Choreoathetose,

Anfallszunahme.

EsliegenBerichtevor,dassLamotrigindasParkinson-SyndrombeiPatientenmit

vorbestehenderParkinson-ErkrankungverschlimmernkannsowieinEinzelfällen

auchbeiPatientenohnedieseGrunderkrankungzuextrapyramidaleStörungen,z.

B.Choreoathetoseführenkann.

Augenerkrankungen

Sehrhäufig: Doppeltsehen,verschwommenesSehen.

Selten: Augenbindehautentzündung.

ErkrankungendesGastrointestinaltrakts

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzurMonotherapieauftraten:

Häufig: Übelkeit.

WeitereNebenwirkungen,diewährendderAnwendungauftraten:

25/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

Häufig: GastrointestinaleBeschwerden(einschließlichErbrechenund

Durchfall).

Leber-undGallenerkrankungen

Sehrselten: ErhöhungderLeberwerte,Leberfunktionsstörungen,

Leberversagen.

LeberfunktionsstörungentretenfürgewöhnlichinVerbindungmit

Überempfindlichkeitsreaktionenauf,aberinEinzelfällenwurdeauchüberFälleohne

AnzeichenvonÜberempfindlichkeitberichtet.

EineLeberschädigungzuBeginnderBehandlungmitLamotriginbetakannnicht

ausgeschlossenwerden.DeshalbsindinsbesonderezuBeginnderBehandlungmit

LamotriginbetaregelmäßigeUntersuchungenzurLeberfunktiondurchzuführen.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzurMonotherapieauftraten:

Sehrhäufig: Hautausschlag.

WeitereNebenwirkungen,diewährendderAnwendungauftraten:

Sehrhäufig: Hautausschlag.

Selten: Stevens-Johnson-Syndrom.

Sehrselten: Lyell-Syndrom(toxischeepidermaleNekrolyse).

Indoppel-blindenklinischenStudienzurAnwendungbeiEpilepsie,indenen

LamotriginzusätzlichzuanderenAntiepileptikaverabreichtwurde,tratenbeibiszu

10%derPatientenHautausschlägeauf.InderVergleichsgruppeohneLamotrigin

(mitwirkstofffreiemScheinmedikament)betrugdieHäufigkeitdieser

Nebenwirkungen5%.DieHautausschlägeführtenbei2%dermitLamotrigin

behandeltenPatientenzumAbbruchderTherapie.

Diesemeistfleck-undknötchenförmigenHautausschlägewurdeninderRegel

innerhalbdererstenachtBehandlungswochenbeobachtetundbildetensichnach

AbsetzendesArzneimittelszurück(sieheAbschnitt4.4).

SeltenwurdevomAuftretenschwerwiegender,lebensbedrohlicherallergischerHaut-

undSchleimhautreaktionen,diesichdurchblasseSchwellungderHaut,vorallemim

Gesichtsbereich(Quincke-Ödem),evtl.

unterMitbeteiligungderSchleimhäutein

Mund,Rachen,KehlkopfundMagen-Darm-Trakt,HautabschälungundFieber

(Stevens-Johnson-Syndrom)sowiedem

Syndrom

derverbrühtenHaut(toxische

epidermaleNekrolyse)äußerten,berichtet.AuchwenndieseSymptomebeiden

meistenPatientennachAbsetzenvonLamotriginbetazurückgehen,bleibenbei

einigenPatientenVernarbungenzurück.FällemittödlichemAusgangtratenselten

auf(sieheAbschnitt4.4).

InsgesamtscheintdasRisikoeinesHautausschlagesinhohemMaßin

Zusammenhangzustehenmit:

26/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

-hohenAnfangsdosenLamotriginbetaundeinemÜberschreitenderfürden

BehandlungsbeginnempfohlenenschrittweisenDosissteigerungenvonLamotrigin

-dergleichzeitigenEinnahmevonValproinsäure,wodurchdiemittlereHalbwertszeit

vonLamotriginumannähernddas2-facheerhöhtwird.

(SieheAbschnitt4.4.)

AlsÜberempfindlichkeitsreaktionkönnenHautausschlägemitverschiedenen

systemischenSymptomenauftreten(sieheunterErkrankungendesImmunsystems).

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Sehrselten: ErkrankungdesGefäßbindegewebes(Lupus-ähnliche

Arzneimittelreaktionen).

AllgemeineErkrankungen undBeschwerdenamVerabreichungsort

Häufig: Müdigkeit.

AußerdemwurdeinklinischenStudien,indenenLamotriginimRahmender

MonotherapiederEpilepsiezurAnwendungkam,vonSchwächegefühl,Haarausfall,

JuckreizundAppetitlosigkeitberichtet.

DaLamotrigindieFunktioneinesbestimmtenEnzyms(derDihydrofolsäure-

Reduktase)geringfügighemmt,istwährendderLangzeittherapiedieMöglichkeit

einerWechselwirkungzwischendemArzneimittelunddemFolsäurestoffwechsel

nichtauszuschließen.BeiderVerabreichungvonLamotriginübereinenZeitraumbis

zu1JahrwurdenjedochkeineklinischbedeutsamenÄnderungenbestimmter

Blutwerte(derKonzentrationdesrotenBlutfarbstoffesHämoglobin,dermittleren

GrößederrotenBlutkörperchen[Erythrozyten]sowiederFolsäurekonzentrationim

Serum)beobachtet.GleichesgiltfürdieFolsäurekonzentrationindenroten

BlutkörperchennachVerabreichungvonLamotriginübereinenZeitraumbiszu5

Jahren.

BeiderGrunderkrankungEpilepsiekönnenschwereKrampfanfälle,einschließlich

desStatusepilepticus,zuLähmungenvonMuskeln(durchdenAbbauvon

Muskelfasern[Rhabdomyolyse]),VersagenderFunktionverschiedenerOrgane

sowieschwerenStörungenderBlutgerinnungführen,manchmalmittödlichem

Ausgang.ÄhnlicheFälletratenbeiderAnwendungvonLamotriginauf.

InklinischenStudien,indenenPatientenLamotriginzusätzlichzuanderen

Antiepileptikaverabreichtwurde,tratenTodesfällemiteinerHäufigkeitvon1in381

Patientenjahrenauf.BeiPatienten,diePlacebo(wirkstofffreiesMedikament)

zusätzlichzuanderenAntiepileptikaerhielten,lagdieHäufigkeitbei1in103

Patientenjahren,somitwardieHäufigkeitunterLamotriginummehralsdas3fache

geringeralsunterPlacebo.

27/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

MANISCH-DEPRESSIVEERKRANKUNG:

DieuntenaufgeführtenNebenwirkungensolltenzusammenmitNebenwirkungen,die

beiBehandlungderEpilepsiebeobachtetwurden,bewertetwerden,umeinen

GesamtüberblicküberdasSicherheitsprofilvonLamotriginbetazuerhalten.

ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzubipolarenStörungenauftraten:

Sehrhäufig: Hautausschlag.

Selten: Stevens-Johnson-Syndrom

UnterBerücksichtigungaller(kontrollierterundunkontrollierter)StudienzurAnwendung

vonLamotriginbeibipolarenStörungentratenHautausschlägemiteinerHäufigkeitvon

14%beidenPatienten,dieLamotriginerhielten,auf.Inkontrolliertenklinischen

StudienmitPatientenmitbipolarenStörungentratenHautausschlägebei9%der

Patienten,dieLamotrigineinnahmen,und8%derPatienten,dieeinwirkstofffreies

Arzneimittelerhielten,auf.

ErkrankungendesNervensystems

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzubipolarenStörungenauftraten:

Sehrhäufig: Kopfschmerzen.

Häufig: BewegungsdrangundinnereUnruhe(Agitiertheit),Schläfrigkeit,

Schwindel.

Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzubipolarenStörungenauftraten:

Häufig: Gelenkschmerzen.

AllgemeineStörungenundBeschwerdenamVerabreichungsort

Nebenwirkungen,dieinklinischenStudienzubipolarenStörungenauftraten:

Häufig: Schmerzen,Rückenschmerzen.

4.9 Überdosierung

FällevonakuterÜberdosierungmit10-bis20facherÜberschreitungder

Tageshöchstdosiswurdenberichtet.ÜberdosierungführtezuSymptomenwie

Nystagmus,Ataxie,BewusstseinsstörungenundKoma.

28/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

EinerwachsenerPatientwurdenachEinnahmevonetwa4bis5gLamotriginimKoma

ineinKrankenhauseingeliefert.DasKomadauertezwischen8und12Stundenan;

nach2bis3TagenwarderPatientbeschwerdefrei.IneinemanderenFallwurdeein

erwachsenerPatientnachEinnahmevon5,6gLamotriginbewusstlosaufgefunden.

DerPatientwarnachBehandlungmitAktivkohleundeinemanschließenden16-

stündigenSchlafbeschwerdefrei.

ImFalleeinerÜberdosierungsolltederPatientjedocheinerstationärenÜberwachung

mitallgemeinunterstützendenMaßnahmenzugeführtwerden.EineMagenspülung

solltedurchgeführtwerden,wenndieseangezeigtist.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:andereAntiepileptika,ATC-Code:N03AX09.

DieErgebnissepharmakologischerUntersuchungenlassenvermuten,dassLamotrigin

diespannungsabhängigenNatrium-KanälederneuronalenMembranenhemmt.

DadurchwerdendiepathologischeFreisetzungvonGlutamat,einerAminosäure,der

eineSchlüsselstellungbeiderAuslösungvonepileptischenAnfällenzukommt,unddie

dadurchhervorgerufenenrepetitivenAktionspotentialegehemmt.

BeipharmakodynamischenUntersuchungenanProbandenunterAnwendungvon

psychomotorischenLeistungstestswurdenachEinzelgabenvonLamotrigin

(Dosierungenzu120mgund240mg)keinUnterschiedzwischenVerum-undPlacebo-

Gruppebeobachtet.DagegenführtenimgleichenUntersuchungsmodell-imVergleich

zuPlacebo-EinzelgabenvonPhenytoin(1000mg),Diazepam(10mg)und

Carbamazepin(400mgund600mg)zuLeistungseinbußen.

NachMehrfachdosierung(120mgüber6Tage)riefLamotriginimVergleichzuPlacebo

signifikanteVeränderungenindenmeistenParameterneinervisuellenAnalogskala

hervor.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

LamotriginwirdschnellundvollständigausdemDarmmiteinemvernachlässigbaren

first-pass-Effektresorbiert.MaximalePlasmaspiegeltretenca.2,5Stundennachoraler

Verabreichungauf.NachMahlzeitenwirddermaximalePlasmaspiegelgeringfügig

spätererreicht,dasAusmaßderResorptionbleibtjedochunverändert.Die

PharmakokinetikverläuftbiszuDosenvon450mg,dasistdiehöchsteuntersuchte

Dosis,linear.DieinterindividuellenSpitzenkonzentrationenimsteadystateschwanken

beträchtlich,hingegenschwanktdieindividuellesteady-state-Konzentrationnurselten.

Verteilung

29/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

55%desWirkstoffssindanPlasmaproteinegebunden.Esistsomitsehr

unwahrscheinlich,dasseineVerdrängungausderPlasmaproteinbindungzu

toxikologischbedeutsamenReaktionenführenkann.

DasVerteilungsvolumenbeträgt0,92bis1,22l/kg.

Metabolismus

AlsfürdenMetabolismusvonLamotriginzuständigeEnzymewurdendieUDP-

Glucuronyl-Transferasenidentifiziert.

LamotriginkannzwarseineneigenenMetabolismusdosisabhängiginduzieren,aberdie

Wirkungistnurmäßigausgeprägt.EsgibtjedochkeineHinweise,dassLamotrigindie

PharmakokinetikvonAntiepileptikabeeinflusstunddieDatenlassendaraufschließen,

dassWechselwirkungenzwischenLamotriginundArzneimitteln,dieüberCytochrom-

P450-Enzymemetabolisiertwerden,unwahrscheinlichsind.

Elimination

BeigesundenErwachsenenbeträgtdiemittlereClearanceimsteadystate39

plus/minus14ml/min.LamotriginwirdhauptsächlichüberdieLeberverstoffwechselt

mitanschließenderEliminationderGlucuronid-MetabolitenindenUrin.Wenigerals10

%wirdunverändertindenUrinausgeschieden.Nur2%desausgeschiedenen

Lamotriginsbzw.seinerMetabolitenwerdenindenFaeceswiedergefunden.Clearance

undEliminationshalbwertszeitsindunabhängigvonderDosis.Diemittlere

EliminationshalbwertszeitbeträgtbeigesundenErwachsenen24bis35Stunden.In

einerStudiemitPatientenmitGilbertSyndromwardiemittlerescheinbareClearance

imVergleichzurnormalenKontrollgruppeum32%reduziert,jedochlagendieWerte

immernochindemBereich,derfürdieAllgemeinbevölkerungermitteltwurde.

DieEliminationshalbwertszeitvonLamotriginwirdnachhaltigvonderBegleitmedikation

beeinflusst.

BeiKomedikationmitInduktorenderGlucuronidierung,wieCarbamazepinund

Phenytoin,sinktdiemittlereEliminationshalbwertszeitaufetwa14Stunden,

wohingegenbeialleinigerKomedikationmitValproinsäureeinAnstiegdermittleren

Eliminationshalbwertszeitaufca.70Stundenzuverzeichnenist(sieheAbschnitt4.2).

Kinder

ZurPharmakokinetikbeiKindernliegennurbegrenzteDatenvor.Eswurdenzwei

Studienmit25Kindernzwischen10Monatenund5Jahrenbzw.19Kindernzwischen5

und11Jahren,dieLamotriginalsZusatzbehandlungerhielten,zurPharmakokinetik

durchgeführt.AußerdemwurdenpharmakokinetischeDatenausdreiStudienmit204

PatientenimAlterzwischen1,5und18Jahrenerhoben.

MaximalePlasmaspiegelwurdenabhängigvomAlterundderBegleitmedikationnach

1,5bis5Stundengemessen.

DieClearancebezogenaufdasKörpergewichtistbeiKindernhöheralsbei

Erwachsenen,wobeiKinderunter5JahrediehöchstenWertehaben.

30/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

FürdiejeweiligenFlächenunterdenKonzentration/Zeit-Kurven(AUC

)undfürdie

maximalenPlasmakonzentrationen(C

)wurdenfolgendeWerteinAbhängigkeitvon

derBegleitmedikationunddemAlterderKinderermittelt:

Dosierung:2mg/kgKG KinderimAlterzwischen

5und11Jahren

(durchschnittlichesAlter:

6,5Jahre) KinderimAlterzwischen

10Monatenund5

Jahren

(durchschnittlichesAlter:

3,8Jahre)

[µg/ml]-beibalancierter

Begleitmedikation 1,55 1,09

[µg/ml]-bei

Begleitmedikationmit

Enzyminduktorenwie

Phenytoinu./o.

Carbamazepin 1,4 0,79

[µg/ml]-bei

Begleitmedikationmit

Valproinsäure 1,8 1,39

AUC[hxµg/ml]-bei

balancierter

Begleitmedikation 44,5 31,75

AUC[hxµg/ml]-bei

Begleitmedikationmit

Enzyminduktorenwie

Phenytoinund/oder

Carbamazepin 16,2 9,61

AUC[hxµg/ml]-bei

Begleitmedikationmit

Valproinsäure 146,7 82,35

DieEliminationshalbwertszeitvonLamotriginbeiKindernwarabhängigvonder

EinnahmegleichzeitigverabreichterAntiepileptikaundbetrugbeiBegleitmedikationmit

Valproinsäre45bis55Stunden,beiBegleitmedikationmitEnzyminduktorenwie

Phenytoinund/oderCarbamazepin7bis7,7Stundenundbeibalancierter

Begleitmedikation19Stunden.

ÄlterePatienten

EinepopulationspharmakokinetischeAnalysevonjungenundälterenEpilepsie-

Patienten,dieindenselbenklinischenStudieneingeschlossenwaren,zeigte,dasssich

dieClearancevonLamotriginnichtineinemklinischrelevantenAusmaßveränderte.

NachEinzeldosennahmdiescheinbareClearancebeiPatientenimAltervon20Jahren

und70Jahrenum12%[von35ml/min(20-jährige)auf31ml/min(70-jährige)]ab.

Nach48BehandlungswochenbetrugderUnterschiedzwischenderjüngerenund

älterenPatientengruppe10%(Abnahmevon41auf37ml/min).Zusätzlichwurdedie

PharmakokinetikvonLamotriginbei12gesundenälterenProbandenmitEinzeldosen

von150mguntersucht.DiemittlereClearanceliegtbeidenÄlteren(0,39ml/min/kg)im

31/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

BereichdermittlerenClearancebeijüngerenPatienten(0,31bis0,65ml/min/kg),die

Einzeldosenvon30bis450mgerhielten(ErgebnisseausneunStudien).

PatientenmitNierenfunktionsstörung

Eswurden12ProbandenmitchronischerNierenfunktionsstörungund6

dialysepflichtigeProbandennachVerabreichungeinerEinzeldosisvonLamotrigin

untersucht.DiemittlereClearancebetrugbeidenProbandenmitchronischer

Nierenfunktionsstörung0,42ml/min/kgundbeidendialysepflichtigenProbanden0,33

ml/min/kgzwischendenHämodialysenbzw.1,57ml/min/kgwährendderHämodialyse.

ImVergleichdazubeträgtderbeiGesundenermittelteReferenzwert0,58ml/min/kg.

DiemittlereEliminationshalbwertszeitbetrugbeidenProbandenmitchronischer

Nierenfunktionsstörung42,9StundenundbeidendialysepflichtigenProbanden57,4

StundenzwischendenHämodialysenbzw.13,0StundenwährendderHämodialyse.Im

VergleichdazubeträgtderbeiGesundenermittelteReferenzwert26,2Stunden.Im

Durchschnittwurdenca.20%(Bereich=5,6bis35,1)derLamotriginmengeimKörper

währendeiner4-stündigenHämodialyseeliminiert.IndieserPatientenpopulationsollen

dieAnfangsdosenLamotriginderBegleitmedikationangepasstwerden,eine

herabgesetzteErhaltungsdosiskannbeiPatientenmitsignifikanter

Nierenfunktionsstörungwirksamsein.

PatientenmitLeberfunktionsstörung

EswurdeeinepharmakokinetischeEinzeldosis-Studiemit24Personenmit

unterschiedlichstarkausgeprägterLeberfunktionsstörungund12gesundenPersonen

alsKontrollgruppedurchgeführt.DiemedianescheinbareClearancevonLamotrigin

betrug0,31,0,24bzw.0,10ml/min/kgbeiPatientenmiteinerLeberfunktionsstörung

vonGradA,Bbzw.C(Child-Pugh-Klassifizierung)imVergleichzu0,34ml/min/kginder

gesundenKontrollgruppe.GenerellsolltendieDosierungzuBehandlungsbeginn,die

DosissteigerungzumErreichenderErhaltungsdosisunddieErhaltungsdosisbei

PatientenmitmäßigerLeberfunktionsstörung(Child-PughGradB)umca.50%undbei

PatientenmitschwererLeberfunktionsstörung(Child-PughGradC)umca.75%

erniedrigtwerden(sieheAbschnitt4.2).DieDosissteigerungunddieErhaltungsdosis

solltenderklinischenWirksamkeitangepasstwerden.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

InStudienzurReproduktions-undEntwicklungstoxizitätanNagernundKaninchen

wurdenkeineteratogenenWirkungen,abereinvermindertesKörpergewichtderFeten

undeineverzögerteskelettaleOssifikationbeieinerExpositionbeobachtet,die

unterhalbodernahebeiderzuerwartendenklinischenExpositionlag.Daaufgrundder

MaternaltoxizitätkeinehöherenDosenanTierengetestetwerdenkonnten,wurdedas

teratogenePotentialvonLamotriginoberhalbderklinischenExpositionnicht

beschrieben.

BeiRattenwurdeeineerhöhtefetaleundauchpostnataleMortalitätbeobachtet,wenn

LamotriginzueinemspäterenZeitpunktderGestation(Tag15–20)verabreichtwurde.

DieseEffektewurdenbeiderzuerwartendenklinischenExpositionbeobachtet.

32/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

TierexperimentelleUntersuchungenzeigtenkeineBeeinträchtigungderFertilitätdurch

Lamotrigin.LamotriginsenktebeiRattendiefetalenFolatspiegel.Folatmangelwird

beimTierwiebeimMenschenmiteinemerhöhtenRisikokongenitalerFehlbildungenin

Zusammenhanggebracht.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Calciumcarbonat

Sorbitol(Ph.Eur.)

MikrokristallineCellulose

Crospovidon

Maisstärke

Talkum

SchwarzesJohannisbeeraroma(bestehendausMaltodextrin,modifizierter

Maisstärke,natürlichenundkünstlichenAromastoffen)

Saccharin-Natrium

HochdispersesSiliciumdioxid

zusätzlichbeiLamotriginbeta5mg:

Glyceroldibehenat(Ph.Eur.)

ZusätzlichbeiLamotriginbeta25mg/-50mg/-100mg/-200mg

Natriumstearylfumarat(Ph.Eur.)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

2Jahre

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Nichtüber30°Clagern.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

BlisterpackungAlu/PVC/Aclar

Lamotriginbeta5mg/-25mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzum

Einnehmen

50(N1)Tabletten

33/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

Lamotriginbeta50mg/-100mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzum

Einnehmen

50(N1),100(N2)und200(N3)Tabletten

Lamotriginbeta200mgTablettenzurHerstellungeinerSuspensionzumEinnehmen

100(N2)und200(N3)Tabletten.

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

KeinebesonderenAnforderungen.

7. InhaberderZulassung

betapharmArzneimittelGmbH

Kobelweg95

86156Augsburg

Telefon 0821/748810

Telefax 0821/74881420

e-mailinfo@betapharm.de

UnsereService-NummernfürSie:

Telefon 0800/7488100

Telefax 0800/7488120

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

59613.00.00

59614.00.00

59615.00.00

59616.00.00

59617.00.00

9. DATUMDERErteilungderZULASSUNG

29.03.2006

10. STANDDERINFORMATION

März2009

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

34/35

Lamotriginbeta5mg/-25mg/-50mg/-100mg/-200mg

ZusätzlichbeiLamotriginbeta25mg/-50mg/-100mg/-200mg

DiesesArzneimittelenthälteinenStoff,dessenWirkungindermedizinischen

Wissenschaftnochnichtallgemeinbekanntist.

35/35

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Teilen Sie diese Informationen