Konakion MM 2mg Lösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Phytomenadion
Verfügbar ab:
Cheplapharm Arzneimittel GmbH
ATC-Code:
B02BA01
INN (Internationale Bezeichnung):
phytomenadion
Darreichungsform:
Lösung
Zusammensetzung:
Phytomenadion 2.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
42976.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Konakion

®

MM 2 mg

Lösung

Zur Anwendung bei Neugeborenen

Wirkstoff: Phytomenadion (Vitamin K

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach Anweisung Ihres Arztes, Apothekers oder des medizinischen Fachpersonals an.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Konakion MM 2 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Konakion MM 2 mg beachten?

Wie ist Konakion MM 2 mg anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Konakion MM 2 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Konakion MM 2 mg und wofür wird es angewendet?

Konakion MM 2 mg ist ein Vitamin zur Verhinderung von Blutungen (Antihämorrhagikum).

Konakion MM 2 mg wird angewendet zur Vorbeugung und Behandlung der Vitamin-K-

Mangelblutung bei Neugeborenen.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Konakion MM 2 mg beachten?

Konakion MM 2 mg darf nicht angewendet werden,

wenn Ihr Kind allergisch gegen Phytomenadion (Vitamin K

), Soja, Erdnuss oder einen der

in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels ist.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie

Konakion MM 2 mg anwenden.

Sofern möglich sollte die Lösung zur Vorbeugung bei Neugeborenen mit besonderem Risiko

intramuskulär verabreicht werden, da die intravenöse Gabe mit einer vorübergehenden

Erniedrigung des Ausmaßes der Eiweißbindung von Bilirubin im Blut verbunden ist. Dieses nicht

mehr an Eiweiß gebundene Bilirubin ist fettlöslich und kann im Gehirn Nervenzellen schädigen

(Kernikterus). Generell soll bei Notwendigkeit einer intravenösen Gabe aufgrund des potenziellen

Risikos der Entstehung eines Kernikterus (einer besonderen Erkrankung des Gehirns) die Dosis

von 0,4 mg Phytomenadion pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,04 ml Lösung pro kg

Körpergewicht) nicht überschritten werden und eine Überwachung der Plasmaspiegel von indirekt

reagierendem Bilirubin bei ikterischen Neugeborenen erfolgen.

Anwendung von Konakion MM 2 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Ihr Kind andere Arzneimittel einnimmt/anwendet,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet hat oder beabsichtigt wird, dass Ihr Kind

andere Arzneimittel einnimmt/anwendet.

Cumarinderivate hemmen, ebenso wie Cephalosporine mit einer N-Methyl-Thiotetrazolgruppe, die

Epoxidreduktase im Vitamin-K-Zyklus und damit die Kofaktorfunktion des Vitamin K

bei der

Carboxylierungsreaktion.

Acetylsalicylsäure und andere Salizylate vermindern ebenfalls die Vitamin-K-Wirkung durch

Hemmung des Carboxylase-Reduktase-Systems.

Krampflösende Mittel (Antikonvulsiva) wie Phenobarbital und Diphenylhydantoin sowie bestimmte

Mittel gegen Tuberkulose (Tuberkulostatika) wie INH und Rifampicin können bei Neugeborenen,

deren Mütter diese Arzneimittel während der Schwangerschaft eingenommen haben, am ersten

Lebenstag Vitamin-K-Mangelblutungen verursachen. Der genaue Mechanismus ist noch ungeklärt.

Bei Antikoagulanzienbehandlung mit Cumarinderivaten verhindert Vitamin K

deren therapeutische

Wirkung und bedingt somit eine Thrombosegefahr.

Konakion MM 2 mg enthält Natrium

Konakion MM 2 mg enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml Lösung, d.h.,

es ist nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie ist Konakion MM 2 mg anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw.

genau nach der mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal getroffenen

Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach,

wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihr Arzt Konakion MM 2 mg nicht anders verordnet hat.

Vorbeugung einer Vitamin-K-Mangelblutung

Gesunde Neugeborene, die zum oder nahe am berechneten Geburtstermin geboren wurden

Diese Neugeborenen erhalten entweder:

eine einmalige Injektion von 1 mg Phytomenadion (entsprechend 0,1 ml Lösung) bei der

Geburt oder kurz nach der Geburt, oder

eine erste Dosis von 2 mg Phytomenadion (entsprechend 0,2 ml Lösung) durch Eintropfen

in den Mund (oral) bei der Geburt oder kurz nach der Geburt. Dieser Dosis folgt nach 4 - 7

Tagen eine zweite Dosis von 2 mg sowie nach 1 Monat eine dritte Dosis von 2 mg. Bei

Säuglingen, die ausschließlich mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährt werden, kann die

dritte Dosis weggelassen werden.

In Fällen, in denen eine zweite orale Gabe oder bei gestillten Säuglingen eine dritte orale Gabe

nicht gewährleistet werden kann, wird die einmalige intramuskuläre Gabe von 1 mg

Phytomenadion (entsprechend 0,1 ml Lösung) empfohlen.

Neugeborene mit besonderem Blutungsrisiko, die vorzeitig oder zum berechneten Geburtstermin

geboren wurden (z.B. Neugeborene mit Atemnotsyndrom bei der Geburt; Neugeborene mit

entzündlicher und/oder durch Störung der Gallenbildung und des Gallenflusses bedingter

[cholestatischer] Leberfunktionsstörung; Neugeborene, die nicht schlucken können; Neugeborene

von Müttern, die mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln [Antikoagulanzien] oder Mitteln zur

Behandlung von Krampfanfällen [Antiepileptika] behandelt werden)

Diese Neugeborenen erhalten Konakion MM 2 mg als Injektion bei oder kurz nach der

Geburt.

Weitere Injektionen können später folgen, falls für Ihr Kind weiterhin ein Blutungsrisiko

besteht.

Weitere Dosierungen:

Neugeborene, die Vitamin K durch Eintropfen in den Mund (oral) erhalten und die gestillt

werden (d.h. keine künstliche Säuglingsnahrung erhalten), können mehr als drei oral

gegebene Vitamin-K-Dosen benötigen.

Neugeborene, die Flaschennahrung erhalten und die die vorgesehenen zwei Vitamin-K-

Dosen erhalten haben, werden wahrscheinlich keine weiteren Vitamin-K-Dosen benötigen,

da Vitamin K bereits in künstlicher Säuglingsnahrung enthalten ist.

Behandlung einer Vitamin-K-Mangelblutung

Anfangsdosis: 1 mg Phytomenadion (entsprechend 0,1 ml Lösung) bei Reifgeborenen bzw.

0,4 mg/kg Körpergewicht (entsprechend 0,04 ml/kg Körpergewicht) bei Frühgeborenen intravenös;

bei Bedarf weitere Gaben in Abhängigkeit des klinischen Bildes und des Gerinnungsstatus. Die

Behandlung mit Konakion MM 2 mg muss gegebenenfalls unterstützend von ergänzenden

Maßnahmen, wie z.B. der Transfusion von Vollblut oder Gerinnungsfaktoren begleitet werden, um

schwere Blutverluste sowie das verzögerte Ansprechen auf Vitamin K

zu kompensieren.

Art der Anwendung

Konakion MM 2 mg wird entweder in den Mund eingetropft oder intramuskulär oder intravenös

(d.h. durch Injektion in den Muskel oder in die Vene) angewendet.

Die Art der Anwendung hängt davon ab, wofür das Arzneimittel angewendet wird und ob Ihr Kind

vorzeitig geboren wurde.

Orale Verabreichung

Die klare Lösung wird mittels der Dispenser gegeben, welche der Packung beiliegen:

Nach dem Aufbrechen der Ampulle einen Dispenser senkrecht in die Ampulle stellen.

Die Lösung bis zum Anschlag aufziehen (0,2 ml entsprechend 2 mg Vitamin K

Den Inhalt des Dispensers direkt in den Mund des Säuglings geben.

Sollte kein Dispenser verfügbar sein, kann alternativ eine Spritze auf folgende Weise eingesetzt

werden:

-

Die erforderliche Menge ist mittels einer Spritze mit aufgesetzter Kanüle der Ampulle zu

entnehmen.

-

Dann die Kanüle von der Spritze abnehmen und den Inhalt der Spritze direkt in den Mund des

Säuglings geben.

Parenterale Verabreichung

Konakion MM 2 mg darf nicht verdünnt oder mit anderen parenteral zu applizierenden

Arzneimitteln vermischt werden.

Die intravenöse Gabe von Konakion MM 2 mg hat besonders langsam zu erfolgen, um eine

möglichst starke Verdünnung der Injektionslösung mit dem Blutstrom zu gewährleisten.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Konakion MM 2 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Konakion MM 2 mg angewendet haben, als Sie sollten

Es sind bisher keine Effekte einer Überdosierung bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

In seltenen Fällen ist eine Überempfindlichkeit (anaphylaktoide Reaktion) gegen Vitamin K

beobachtet worden.

Generell kann es bei parenteraler Gabe zu Reaktionen an der Injektionsstelle, wie z.B. Schmerzen,

Entzündungen oder Hämatomen, kommen.

Andere mögliche Nebenwirkungen

(3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Konakion MM 2 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar

bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 25 °C lagern. Die Ampulle im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch

Nach Anbruch der Ampulle verbleibende Reste an Lösung sind zu verwerfen.

Die Ampullenlösung muss vor der Verwendung klar sein. Bei nicht vorschriftsmäßiger Lagerung

kann eine Trübung oder Phasentrennung auftreten. In solchen Fällen darf die Ampulle nicht mehr

verwendet werden.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Konakion MM 2 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Phytomenadion (Vitamin K

1 Ampulle Konakion MM 2 mg enthält 0,2 ml einer Lösung von 2 mg Phytomenadion (Vitamin K

(Füllvolumen 0,3 ml).

Die sonstigen Bestandteile sind: Glycocholsäure; (3-sn-Phosphatidyl)cholin (aus

Sojabohnen); Natriumhydroxid; Salzsäure 37 %; Wasser für Injektionszwecke.

Wie Konakion MM 2 mg aussieht und Inhalt der Packung

5 Ampullen zu je 0,2 ml Lösung

5 Dispenser

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Ziegelhof 24

17489 Greifswald

Hersteller

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Ziegelhof 23-24

17489 Greifswald

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2018.

Handhabung der OPC (one-point-cut)-Ampullen (Anfeilen nicht erforderlich):

Farbpunkt nach oben

Im Ampullenspieß befindliche

Lösung durch Klopfen oder

Schütteln nach unten fließen

lassen.

Farbpunkt nach oben

Ampullenspieß nach unten

abbrechen.

Anwendungshinweise zur oralen Verabreichung:

Ampulle zu

0,2 ml Lösung

mit Dispenser

Ampulle aufbrechen

und Dispenser

senkrecht in die

Ampulle stellen. Die

Lösung bis zum An-

schlag aufziehen

(entspr. 2 mg

Vitamin K

Inhalt des

Dispensers direkt in

den Mund des

Säuglings geben

Für die beiliegenden Dispenser:

Hersteller:

Union Plastic,

Z.A. Robert

B.P. 27

43140 Saint-Didier-en-Velay, Frankreich

CE 0459

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Konakion® MM 2 mg

Lösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Ampulle (0,2 ml) Konakion MM 2 mg enthält 2 mg Phytomenadion (synthetisches Vitamin K

) in

einer klaren Lösung (Füllvolumen 0,3 ml).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Lösung.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Konakion MM 2 mg wird angewendet bei Neugeborenen zur Prophylaxe und Therapie der Vitamin-

K-Mangelblutung.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Prophylaxe

Gesunde Neugeborene

ab der 36. Gestationswoche

Entweder:

1 mg als intramuskuläre Injektion bei der Geburt oder kurz nach der Geburt

oder

2 mg oral bei der Geburt oder kurz nach der Geburt. Der oralen Dosis soll im Alter von 4 - 7 Tagen

eine weitere Dosis von 2 mg folgen. 1 Monat nach der Geburt soll eine weitere orale Dosis von

2 mg gegeben werden. Bei Säuglingen, die ausschließlich mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährt

werden, kann die dritte Dosis weggelassen werden.

In Fällen, in denen eine zweite orale Gabe oder bei gestillten Säuglingen eine dritte orale Gabe

nicht gewährleistet werden kann, wird die einmalige intramuskuläre Gabe von 1 mg (0,1 ml)

empfohlen.

Frühgeborene vor der 36. Gestationswoche, die 2,5 kg oder mehr wiegen, und Neugeborene mit

speziellen Risiken (z.B. Prämaturität, Geburtsasphyxie, obstruktive Gelbsucht, Schluckstörung,

Anwendung von Antikoagulanzien oder Antiepileptika mütterlicherseits)

1 mg intramuskulär oder intravenös bei der Geburt oder kurz nach der Geburt. Die Dosishöhe und

die Häufigkeit weiterer Dosen sollen sich nach dem Koagulationsstatus richten.

Frühgeborene vor der 36. Gestationswoche, die weniger als 2,5 kg wiegen

0,4 mg/kg (äquivalent zu 0,04 ml/kg) intramuskulär oder intravenös bei der Geburt oder kurz nach

der Geburt. Diese parenterale Dosis soll nicht überschritten werden. Die Dosishöhe und die

Häufigkeit weiterer Dosen sollen sich nach dem Koagulationsstatus richten.

Es gibt Hinweise dafür, dass eine orale Prophylaxe bei Patienten mit zugrunde liegender

cholestatischer Lebererkrankung und Malabsorption nicht ausreicht. Bei diesen Patienten ist die

orale Verabreichung von Vitamin K nicht empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

ACHTUNG: Vorsicht ist geboten, wenn die Dosis in Relation zum Gewicht des Säuglings berechnet

und abgemessen wird (Dosierungsfehler um eine Zehnerpotenz sind häufig).

Dosierungsinformation auf Basis des Körpergewichts für gesunde Neugeborene und

Frühgeborene bei der Geburt, zur Prophylaxe einer Vitamin K-Mangelblutung (VKMB)

Körpergewicht

Vitamin-K-Dosis bei Geburt

(i.m. oder i.v.)

Injektionsvolumen

1 kg

0,4 mg

0,04 ml

1,5 kg

0,6 mg

0,06 ml

2 kg

0,8 mg

0,08 ml

2,5 kg

1 mg

0,1 ml

über 2,5 kg

1 mg

0,1 ml

Weitere orale Dosen wurden bei gestillten Säuglingen empfohlen, jedoch sind die Sicherheits- und

Wirksamkeitsdaten für diese zusätzlichen Dosen begrenzt (siehe Abschnitt 5.1).

Therapie

Initialdosis: 1 mg Phytomenadion (entsprechend 0,1 ml Lösung) bei Reifgeborenen bzw. 0,4 mg/kg

Körpergewicht (entsprechend 0,04 ml/kg Körpergewicht) bei Frühgeborenen intravenös; bei Bedarf

weitere Gaben in Abhängigkeit des klinischen Bildes und des Gerinnungsstatus. Die Behandlung

mit Konakion MM 2 mg muss gegebenenfalls unterstützend von ergänzenden Maßnahmen wie z.B.

der Transfusion von Vollblut oder Gerinnungsfaktoren begleitet werden, um schwere Blutverluste

sowie das verzögerte Ansprechen auf Vitamin K

zu kompensieren.

Art der Anwendung

Lösung zum Eintropfen in den Mund oder zur intramuskulären oder intravenösen Anwendung.

Orale Verabreichung:

Die Lösung wird mittels der Dispenser gegeben, welche der Packung beiliegen:

Nach dem Aufbrechen der Ampulle einen Dispenser senkrecht in die Ampulle stellen.

Die Lösung bis zum Anschlag aufziehen (0,2 ml, entsprechend 2 mg Vitamin K

1

Den Inhalt des Dispensers direkt in den Mund des Säuglings geben.

Sollte kein Dispenser verfügbar sein, kann alternativ eine Spritze auf folgende Weise eingesetzt

werden:

-

Die erforderliche Menge ist mittels einer Spritze mit aufgesetzter Kanüle der Ampulle zu

entnehmen.

-

Dann die Kanüle von der Spritze abnehmen und den Inhalt der Spritze direkt in den Mund des

Säuglings geben.

Parenterale Verabreichung:

Konakion MM 2 mg sollte nicht verdünnt oder mit anderen parenteral zu applizierenden

Arzneimitteln vermischt werden.

Die i.v. Applikation von Konakion MM 2 mg hat besonders langsam zu erfolgen, um eine möglichst

starke Verdünnung der Injektionslösung mit dem Blutstrom zu gewährleisten (siehe Abschnitt 5.3).

Dauer der Anwendung

Siehe Dosierung.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Sofern möglich sollte die Lösung zur Prophylaxe bei Neugeborenen mit besonderem Risiko i.m.

appliziert werden, da die i.v.-Gabe mit einer vorübergehenden Erniedrigung der Albumin-

Bindungskapazität für Bilirubin verbunden ist. Dieses nicht mehr an Albumin gebundene Bilirubin ist

fettlöslich und kann zum Kernikterus führen. Generell soll bei Notwendigkeit einer i.v.-Gabe

aufgrund des potenziellen Risikos der Entstehung eines Kernikterus die Dosis von 0,4 mg

Phytomenadion pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,04 ml Lösung pro kg Körpergewicht) nicht

überschritten werden und eine Überwachung der Plasmaspiegel von indirekt reagierendem Bilirubin

bei ikterischen Neugeborenen erfolgen. Bei Frühgeborenen, die weniger als 2,5 kg wiegen, kann

die parenterale Verabreichung mit einem erhöhten Risiko für einen Kernikterus verbunden sein.

Konakion MM 2 mg enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml Lösung.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Cumarinderivate hemmen, ebenso wie Cephalosporine mit einer N-Methyl-Thiotetrazolgruppe, die

Epoxidreduktase im Vitamin-K-Zyklus und damit die Kofaktorfunktion des Vitamin K

bei der

Carboxylierungsreaktion.

Acetylsalicylsäure und andere Salizylate reduzieren ebenfalls die Vitamin-K

-Wirkung durch

Hemmung des Carboxylase-Reduktase-Systems.

Antikonvulsiva wie Phenobarbital und Diphenylhydantoin, sowie die Tuberkulostatika INH und

Rifampicin, können bei Neugeborenen, deren Mütter diese Arzneimittel während der

Schwangerschaft eingenommen haben, am ersten Lebenstag Vitamin-K-Mangelblutungen

verursachen. Der genaue Mechanismus ist noch ungeklärt.

Bei Antikoagulanzienbehandlung mit Cumarinderivaten verhindert Vitamin K

deren therapeutische

Wirkung und bedingt somit eine Thrombosegefahr.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Nicht zutreffend.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Konakion MM 2 mg hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

In seltenen Fällen ist eine Überempfindlichkeit (anaphylaktoide Reaktion) gegen Vitamin K

beobachtet worden.

Generell kann es bei parenteraler Gabe zu Reaktionen an der Injektionsstelle, wie z.B. Schmerzen,

Entzündungen oder Hämatomen, kommen.

(3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es sind keine klinischen Symptome einer Vitamin-K

-Hypervitaminose bekannt.

Folgende Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit einer Überdosis Konakion MM 2 mg bei

Neugeborenen und Säuglingen beobachtet: Gelbsucht, Hyperbilirubinämie, erhöhte GOT- und

GPT-Werte, Bauchschmerzen, Verstopfung, weicher Stuhl, Unwohlsein, Agitation und

Hautexanthem. Die Kausalität konnte nicht festgestellt werden. Die Mehrzahl dieser

Nebenwirkungen wurde als nicht schwerwiegend eingestuft und verschwand ohne weitere

Behandlung.

Die Behandlung einer vermuteten Überdosierung sollte auf die Erleichterung der Symptome

abzielen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihämorrhagika (Vitamine), ATC-Code: B02BA01

Wirkmechanismus

Vitamin K

(Phytomenadion), der Wirkstoff von Konakion MM, ist ein gerinnungsfördernder Faktor.

Als Komponente eines Carboxylasesystems der Leber ist Phytomenadion an der Carboxylierung

der Gerinnungsfaktoren II (Prothrombin), VII, IX und X und der Gerinnungsinhibitoren Protein C und

Protein S in der postribosomalen Phase beteiligt.

Ein Mangel an Vitamin K

hat eine erhöhte Neigung zur hämorrhagischen Diathese des

Neugeborenen (Morbus haemorrhagicus neonatorum) zur Folge.

Vorkommen und Bedarfsdeckung:

Vitamin K

findet sich vorwiegend in grünen Blättern verschiedener Kohlarten, Brennnesseln,

Luzerne und Spinat, ebenso in Früchten wie Tomaten, Erdbeeren und Hagebutten, in Muskelfleisch

und Leber, Milch und Eiern.

Der tägliche Mindestbedarf liegt bei etwa 1 bis 2 µg/kg Körpergewicht beim Erwachsenen und

älteren Kind, beim Säugling bei etwa 10 bis 20 µg. Er wird durch die tägliche Nahrung reichlich

gedeckt. Beispielsweise enthalten jeweils pro 100 g Tomaten bis zu 400 µg, Kopfsalat 700 µg,

Leber 600 µg Vitamin K

. Marginal ist die exogene Vitamin-K-Zufuhr bei vollgestillten Säuglingen.

Mangelerscheinungen:

Neugeborene haben generell einen tiefen Vitamin-K-Spiegel. Die Plazentagängigkeit von Vitamin

sowie dessen Übertritt in die Muttermilch sind gering. Außerdem können Vitamin-K-

Mangelerscheinungen entweder durch einen echten Mangel an Vitamin K (z.B. alimentär oder

resorptiv) oder bei der therapeutischen Anwendung von Cumarinderivaten oder durch verschiedene

Inhibitoren der Vitamin-K

-Epoxidreduktase hervorgerufen werden. Sie äußern sich klinisch durch

Blutungssymptome wie Hämatome, Melaena, Hämaturie und Blutungen in das ZNS.

Laboranalytisch ist ein Vitamin-K-Mangel anzunehmen, wenn die INR deutlich erhöht ist. Er ist

wahrscheinlich, wenn die Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X erniedrigt sind

oder deren inaktive acarboxylierte Vorstufen (PIVKA) nachweisbar sind. Er ist bewiesen, wenn

diese abnormalen Laborwerte nach Vitamin-K-Gabe sich normalisieren (Koller-Test).

Risikofaktoren:

Besondere Risikofaktoren für eine Vitamin-K-Mangelblutung sind:

Beim Neugeborenen und Säugling:

Einnahme von Antikonvulsiva, Tuberkulostatika und Cumarinderivaten der Mutter während

Schwangerschaft und/oder Stillzeit.

Früh- und Mangelgeburt, komplizierte Geburt, später Fütterungsbeginn, ausschließliche

Muttermilchernährung und unzureichende Fütterung.

Beim Säugling und älteren Kind:

Malabsorptions-Syndrome, parenterale Ernährung, Cholestase (Gallengangsatresie, Alpha-1-

Antitrypsinmangel, Mukoviszidose, Cytomegalie-Virus-Infektion und andere Leberinfektionen,

Verschlussikterus), Pankreaserkrankungen, Abetalipoproteinämie, Therapie mit Antibiotika,

insbesondere mit Cephalosporinen, Sulfonamiden oder Salizylaten.

Die Verabreichung von Vitamin K

, das die Synthese der oben erwähnten Gerinnungsfaktoren in

der Leber fördert, kann einen abnorm veränderten Gerinnungsstatus normalisieren sowie

Blutungen infolge eines Vitamin-K

-Mangels beheben.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Kinder und Jugendliche

Kinder mit cholestatischer Lebererkrankung

In eine prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie wurden 44 Säuglinge im Alter von 1 - 26

Wochen mit konjugierter Hyperbilirubinämie eingeschlossen (idiopathische Frühgeborenen-

Hepatitis – 17 Patienten, biliäre Atresie – 13 Patienten, Cholestase bei totaler parenteraler

Ernährung – 3 Patienten, Alagille-Syndrom – 2 Patienten, Alpha-1-Antitrypsin-Mangel – 2 Patienten,

Gallenpfropf-Syndrom – 2 Patienten und 5 sonstige Diagnosen [Fructosämie, Galaktosämie,

Choledochuszyste, nekrotisierende Enterokolitis, Cytomegalie-Virus-Hepatitis]). Dabei wurde die

Pharmakokinetik und Wirksamkeit einer oralen (2 mg) vs. einer intravenösen (1 mg) Mischmizellen-

Vitamin-K-Prophylaxe verglichen.

Die wesentlichen Ergebnis-Parameter waren die Serumkonzentrationen von Vitamin K

und unter-

carboxyliertem Prothrombin (PIVKA-II), vor und bis zu 4 Tage nach einer Einzeldosis von Vitamin-

-Mischmizellenlösung 1 mg intravenös oder 2 mg oral. Außerdem wurden die Vitamin-K

-Spiegel

von Kindern mit cholestatischer Lebererkrankung 24 Stunden nach oraler Gabe von Vitamin K

den Spiegeln 14 gesunder Neugeborener, denen dieselbe Dosis verabreicht worden war,

verglichen.

Ergebnisse: Bei Aufnahme hatten 18 Kinder (41 %) erhöhte Serum-PIVKA-II-Spiegel und 8 Kinder

(18 %) niedrige Vitamin-K

-Konzentrationen, die auf einen subklinischen Vitamin-K-Mangel

hinwiesen. Die medianen Vitamin-K

-Ausgangskonzentrationen im Serum waren in den Gruppen

mit oraler und intravenöser Anwendung vergleichbar (0,92 vs. 1,15 ng/ml) und stiegen 6 Stunden

nach intravenöser Gabe von Vitamin-K

auf 139 ng/ml, jedoch auf nur 1,4 ng/ml nach oraler Gabe

an. In letzterer Gruppe deuteten der niedrige mediane Wert (0,95 ng/ml) und die große Spanne der

Vitamin-K

-Werte im Serum (< 0,15 - 111 ng/ml) im Vergleich zu den viel höheren Werten bei

gesunden Säuglingen, die dieselbe orale Dosis erhalten hatten (Median 77, Spanne 11 -

263 ng/ml), auf eine eingeschränkte und fehlerhafte intestinale Resorption bei cholestatischen

Säuglingen hin. Die Malabsorption war so schwer, dass nur 4/24 (17 %) Säuglingen einen

wachsenden Anstieg der Vitamin-K

-Werte im Serum auf > 10 ng/ml erreichten.

Die Daten einer retrospektiven Studie weisen darauf hin, dass eine wöchentliche orale Prophylaxe

zur Prävention einer VKMB wirksam war. Während der Studienperiode von November 1992 bis

Juni 2000 wurden insgesamt 507.850 Kinder lebend geboren. Von diesen Säuglingen erhielten

78 % eine orale und 22 % eine intramuskuläre Prophylaxe, d.h. 396.000 Neugeborene erhielten

eine orale Prophylaxe bei der Geburt. Eine wöchentliche orale Prophylaxe wurde für alle Säuglinge,

unter der Voraussetzung, dass sie hauptsächlich gestillt wurden, empfohlen. Die orale Vitamin-K-

Prophylaxe bei Geburt betrug 2 mg Phytomenadion, gefolgt von einer oralen, wöchentlichen

Vitamin-K-Prophylaxe von 1 mg, die bis zum Alter von 3 Monaten von den Eltern verabreicht wurde.

Es wurden keine Fälle von VKMB erkannt, d.h. die Inzidenz lag bei 0 - 0,9:100.000 (95 % K.I.).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

In der Mischmizellenlösung wird Vitamin K

mittels eines physiologischen kolloidalen Systems aus

Lecithin und Gallensäure solubilisiert.

Resorption

Vitamin K

wird aus dem Dünndarm resorbiert. Die Resorption ist sehr variabel. Bei Fehlen von

Galle ist die Absorption eingeschränkt.

Bei Erwachsenen wurde nach oraler Applikation von 20 mg Vitamin K

der Plasmaspitzenwert nach

6 Stunden gemessen. Entsprechende Daten (wie t

und C

) bei Säuglingen liegen für die

Mischmizellenlösung nicht vor.

Verteilung

Vitamin K

wird vorwiegend in der Leber angereichert, in geringerem Maße auch in Nebennieren,

Lunge, Knochenmark, Nieren und Lymphknoten. Im Blut wird Vitamin K

bis zu 90 % an

Lipoproteine im Plasma, besonders an die „very low density lipoproteins" (VLDL), gebunden und

nur für kurze Zeit im Körper gespeichert.

Passage der Plazentaschranke

Vitamin K

tritt nicht ohne Weiteres durch die Plazentaschranke von der Mutter zum Kind über und

gelangt nur in geringen Mengen in die Muttermilch.

Biotransformation

Vitamin K

wird in stärker polare Metaboliten wie Phytomenadion-2,3-Epoxid umgewandelt.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit von Vitamin K

im Plasma beträgt ca. 70 Stunden. Vitamin K

wird in

Form von Glukuronid- und Sulfatkonjugaten in die Galle und den Urin ausgeschieden.

Bioverfügbarkeit

Klinische Untersuchungsergebnisse geben Hinweise auf vergleichbare Vitamin-K

-Konzentrationen

für Konakion MM 2 mg in der Dosierung 2 mg oral und in der Dosierung 1 mg i.m. 24 Stunden nach

der Verabreichung. Daten zur absoluten Bioverfügbarkeit der Mischmizellenformulierung (p.o.- vs.

i.v.-Applikation) liegen für Säuglinge nicht vor.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität:

Die LD

(i.v.) von Konakion MM 10 mg (10 mg/1 ml) in Mäusen beträgt 12,1 bis 17,7 ml/kg KG. Bei

der einmaligen oralen Gabe von Konakion MM 10 mg in der Dosierung 300 mg/kg KG an 2

Wochen alten Ratten wurden keine toxikologisch relevanten Befunde festgestellt.

Präklinische Untersuchungen zur Sicherheit ergaben, dass die intramuskuläre Anwendung von

Konakion MM mit dem Risiko der Muskelzell-Nekrose behaftet ist. Die Untersuchungen ergaben

zusätzlich bei intravenöser Verabreichung ein Risiko für Hämolyse und endotheliale Schäden an

der Injektionsstelle.

Subchronische Toxizität:

Bei der wiederholten Verabreichung von Konakion MM 10 mg oder des Mischmizellen-Vehikels

allein an 2 Wochen alte Beagle-Welpen wurden keine toxikologisch relevanten Beobachtungen

gemacht.

Chronische Toxizität:

Chronisch-toxikologische Untersuchungen mit Konakion MM 2 mg oder mit dem Mischmizellen-

Vehikel allein wurden nicht durchgeführt, weil sowohl Vitamin K als auch die Hilfsstoffe

Glycocholsäure und Lecithin im Körper bzw. in der Nahrung natürlich vorkommen.

Mutagenität:

Mutagene Wirkungen von Vitamin K

sind in therapeutischen Dosierungen hinreichend sicher

ausgeschlossen. Tests zur Induktion von Gen- und Chromosomenmutationen verliefen negativ.

Kanzerogenität:

Breit abgestützte epidemiologische Studien haben ergeben, dass eine kanzerogene Wirkung von

Vitamin K

mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Glycocholsäure; (3-sn-Phosphatidyl)cholin (aus Sojabohnen); Natriumhydroxid; Salzsäure 37 %;

Wasser für Injektionszwecke.

6.2

Inkompatibilitäten

Konakion MM 2 mg darf nicht verdünnt oder mit anderen parenteral zu applizierenden Arzneimitteln

vermischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu

schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

5 Ampullen zu je 0,2 ml Lösung

5 Dispenser

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Die Ampullenlösung muss bei der Verwendung klar sein. Bei nicht vorschriftsmäßiger Lagerung

kann eine Trübung oder Phasentrennung auftreten. In solchen Fällen darf die Ampulle nicht mehr

verwendet werden.

Nach Anbruch der Ampulle verbleibende Reste an Lösung sind zu verwerfen. Nicht verwendetes

Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Ziegelhof 24

17489 Greifswald

Telefon 03834/8539-0

Telefax 03834/8539-119

8.

ZULASSUNGSNUMMER

42976.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 01.08.2003

10.

STAND DER INFORMATION

Juni 2018

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Apothekenpflichtig

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