Jenoxifen 20mg Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Tamoxifencitrat
Verfügbar ab:
Mibe GmbH Arzneimittel
INN (Internationale Bezeichnung):
tamoxifen citrate
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Tamoxifencitrat 30.4mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
10810.01.00

Mibe+Logo

LiebePatientin!

BittelesenSiefolgendeGebrauchsinformationaufmerksam,weil

siewichtigeInformationendarüberenthält,wasSiebeider

AnwendungdiesesArzneimittelsbeachtensollen.WendenSiesich

beiFragenbitteanIhrenArztoderApotheker.

Gebrauchsinformation

Jenoxifen(R)20mg

Wirkstoff:Tamoxifencitrat

Zusammensetzung

1Tabletteenthält:

-arzneilichwirksamerBestandteil

Tamoxifencitrat30,4mg

(entsprechend20mgTamoxifen)

-sonstigeBestandteile

PovidonK25,Magnesiumstearat(Ph.Eur.),Calciumhydrogenphos-

phat-Dihydrat,Carboxymethylstärke-Natrium(TypA)(Ph.Eur.),

hochdispersesSiliciumdioxid,mikrokristallineCellulose

DarreichungsformundInhalt

TablettemitBruchkerbe

//Piktogramm//

20mg10mg

Packungmit30TablettenN1

Packungmit100TablettenN3

Stoff-oderIndikationsgruppe

Antitumormittel

PharmazeutischerUnternehmerundHersteller

MibeGmbHArzneimittel

MünchenerStraße15

06796Brehna

Tel.:034954/247-0

Fax:034954/247-100

Anwendungsgebiete

-UnterstützendeTherapienachErstbehandlungeinesBrustdrüsen-

tumors(Mammakarzinom)

-ZurBehandlungvonTochtergeschwülsteneinesBrustdrüsentumors

(Mammakarzinom)

Gegenanzeigen

WanndürfenSieJenoxifen(R)20mgnichteinnehmen?

SiedürfenJenoxifen(R)20mgnichteinnehmen

-währendderSchwangerschaft

-beibekannterÜberempfindlichkeitgegenüberTamoxifencitratoder

einemdersonstigenBestandteiledesArzneimittels.

WanndürfenSieJenoxifen(R)20mgerstnachRücksprachemitIhrem

Arzteinnehmen?

ImFolgendenwirdbeschrieben,wannSieJenoxifen(R)20mgnur

unterbestimmtenBedingungenundnurmitbesondererVorsichtein-

nehmendürfen.BefragenSiehierzubitteIhrenArzt.Diesgilt

auch,wenndieseAngabenbeiIhnenfrühereinmalzutrafen.

BeistarkerVerminderungderBlutplättchenundweißenBlutkörper-

chensowieErhöhungdesCalciumgehaltesimBlutsollte

Jenoxifen(R)20mgnurunterstrengerAbwägungdes

Nutzen-Risiko-Verhältnisseseingenommenwerden.FallsJenoxifen(R)

20mgunterdiesenUmständenverordnetwird,isteinebesonders

sorgfältigeärztlicheÜber wachungerforderlich.

WasmussinSchwangerschaftundStillzeitbeachtetwerden?

Jenoxifen(R)20mgdarfnichtwährendderSchwangerschaftverab-

reichtwerden.DahersolltedieMöglichkeiteinerSchwangerschaft

vorBehandlungsbeginnausgeschlossenwerden.Frauenimgebär-

fähigenAltersolltenwährendderBehandlungeinezuverlässige

Verhütungsmethodeanwenden.

Jenoxifen(R)20mgbewirktbeimMenscheneineverminderteMilch-

produktion.DiesesetztauchnachAbsetzenderTherapienicht

wiederein.StillenistdeshalbwährendderTherapienichtmög-

lich.EsistentwederdasStillenzuunterlassenoderJenoxifen(R)

20mgfürdieDauerderStillperiodenichteinzusetzen.

VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendungundWarnhinweise

WelcheVorsichtsmaßnahmenmüssenbeachtetwerden?

RegelmäßigeKontrollendesBlutbildes,derLeberfunktionunddes

CalciumgehaltesimBlutsinderforderlich.

DieUrsachevonBlutungennachdenWechseljahrenundvonunregel-

mäßigenBlutungenvordenWechseljahrensollteumgehendgeklärt

werden.

WennSieJenoxifen(R)20mgerhalten,besprechenSiedie

Notwendig keiteinerjährlichengynäkologischenUntersuchungzur

Feststel lungvonVeränderungenderGebärmutterschleimhautoder

sonstigerKontrolluntersuchungenmitIhremArzt.

ZuBeginnderBehandlungmitJenoxifen(R)20mgsollteeineaugen-

ärztlicheUntersuchungerfolgen.

TretenunterderBehandlungmitJenoxifen(R)20mgVeränderungen

derSehkraftauf,soisteineaugenärztlicheUntersuchungdringend

vorzunehmen,dasichmancheimFrühstadiumerkannteVeränderungen

nachdemAbsetzenderTherapiezurückbilden.

EinzelfällevonausgeprägtenBlutfettstoffwechselstörungen(Hyper-

triglyceridämie)beiTamoxifen-Einnahmesindbekannt.Meistlag

eineFettstoffwechselstörungzugrunde.EineKontrollederTri-

glycerideimSerumkannsinnvollsein.

WechselwirkungenmitanderenMitteln

WelcheanderenArzneimittelbeeinflussendieWirkungvon

Jenoxifen(R)20mg?

WährendderBehandlungmitJenoxifen(R)20mgsolltenkeine

Hormonpräparate,insbesonderekeineestrogenhaltigen(z.B."die

Pille")eingenommenwerden,daeinegegenseitigeWirkungsminderung

möglichist.

BeigleichzeitigerBehandlungmitblutgerinnungshemmendenArznei-

mittelnkannderenWirkungverstärktwerden.Aufgrundderhier-

durcherhöhtenBlutungsneigungsolltenLaborterminesehrsorgfäl-

tigeingehaltenwerden.

TamoxifenundseineAbbauproduktekönnenStoffwechselenzymeinder

Leberhemmen.DerEinflussvonTamoxifenaufdenStoffwechselund

dieAusscheidungvonanderenAntitumormitteln(z.B.Cyclophospha-

mid),diedurchdieseEnzymeaktiviertwerden,istnichtbekannt.

Jenoxifen(R)20mgsolltedahernichtzusammenmiteinemdero.g.

Stoffeeingenommenwerden,ohnedassderArztausdrücklichdie

Anweisunggegebenhat.

BeachtenSiebitte,dassdieseAngabenauchfürvorkurzemange-

wandteArzneimittelgeltenkönnen.

Dosierungsanleitung,ArtundDauerderAnwendung

DiefolgendenAngabengelten,soweitIhnenIhrArztJenoxifen(R)

20mgnichtandersverordnethat.BittehaltenSiesichandie

Anwendungsvorschriften,daJenoxifen(R)20mgsonstnichtrichtig

wirkenkann!

WievieleTablettenJenoxifen(R)20mgundwieoftsolltenSie

dieseeinnehmen?

ImAllgemeinenliegtdieDosierungzwischen1bis2Tabletten

Jenoxifen(R)20mg(entsprechend20bis40mgTamoxifen)täglich.

InderRegelistdieDosisvon1TabletteJenoxifen(R)20mg(ent-

sprechend20mgTamoxifen)ausreichendwirksam.

WieundwannsolltenSieJenoxifen(R)20mgeinnehmen?

NehmenSiedieJenoxifen(R)20mg-Tablettenunzerkautmitetwas

FlüssigkeitzudenMahlzeitenein.

WielangesolltenSieJenoxifen(R)20mgeinnehmen?

DieBehandlungmitJenoxifen(R)20mgerfolgtinderRegelüber

einenlangenZeitraum.

ÜberdieDauerderAnwendungentscheidetderbehandelndeArzt.

Zurunterstützenden(adjuvanten)BehandlungdesfrühenMamma-

karzinomswirdzurzeiteineBehandlungsdauervonmindestens

5Jahrenempfohlen.DieoptimaleDauerderTamoxifen-Therapie

bleibtweiterhinzuuntersuchen.

ÜberdosierungundandereAnwendungsfehler

Wasistzutun,wennJenoxifen(R)20mginzugroßenMengeneinge-

nommenwurde(beabsichtigteoderversehentlicheÜberdosierung)?

ÜberÜberdosierungbeimMenschenistwenigbekannt.Beim6-bis

12fachenderempfohlenenDosierung(160mg/m2täglich)kameszu

EKG-Veränderungen(VerlängerungderQT-Zeit)undbeinochhöherer

Dosis(300mg/m2täglich)zuNervenstörungenmitZittern,Gang-

unsicherheitundSchwindel.

BeieinerÜberdosierungvonJenoxifen(R)20mgisttheoretischmit

einerVerstärkungderNebenwirkungen(antiestrogeneund,wieaus

ÜberdosierungsversuchenanTierenzuschließenist,auchestrogene

Nebenwirkungen)zurechnen.

BeiVerdachtaufeineÜberdosierungmitJenoxifen(R)20mgbenach-

richtigenSiebitteIhrenArzt.Dieserkannentsprechendder

SchwereeinerVergiftungüberdiegegebenenfallserforderlichen

Maßnahmenentscheiden.EinspeziellesGegenmittel(Antidot)steht

nichtzurVerfügung.EssinddeshalbdieüblichenAllgemeinmaß-

nahmen(symptomatischeBehandlung)einzuleiten.

WasmüssenSiebeachten,wennSiezuwenigJenoxifen(R)20mgein-

genommenoderdieEinnahmevergessenhaben?

WennSieeinmaleineEinnahmevergessenhaben,solltenSiedie

EinnahmevonJenoxifen(R)20mg,wieinderDosierungsanleitung

beschrieben,ohneZusatzeinnahmefortführen.

SprechenSiejedochmitIhremArzt,insbesonderefürdenFall,

dassSiemehrereEinnahmenvergessenhabensollten.IhrArztwird

dannentscheiden,wiebeiderweiterenEinnahmevorzugehenist.

Nebenwirkungen

WelcheNebenwirkungenkönnenbeiderAnwendungvonJenoxifen(R)

20mgauftreten?

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgende

Häufigkeitsangabenzugrundegelegt:

sehrhäufig:

mehrals1von10Behandelten häufig:

mehrals1von100Behandelten

gelegentlich:

mehrals1von1000Behandelten selten:

mehrals1von10000Behandelten

sehrselten:

1oderwenigervon10000Behandelten,einschließlichEinzelfälle

Allgemein

Hitzewallungentretensehrhäufigauf,siesindzumTeilaufdie

antiestrogeneWirkungdesTamoxifenszurückzuführen.

HäufigistdasAnsprechenaufJenoxifen(R)20mgzunächstvon

KnochenschmerzenundSchmerzenimBereichdeserkranktenGewebes

begleitet.

BlutbildendesSystem

EinevorübergehendeVerminderungderrotenundweißenBlutkörper-

chenundderBlutplättchenkannauftreten.Sehrseltenkameszu

BlutbildveränderungenschwerenAusmaßes.

Stoffwechselstörungen

FlüssigkeitsanreicherungimGewebewirdhäufigbeobachtet.

TamoxifenkannhäufigzueinemAnstiegderTriglycerideimSerum

führen,sehrseltenauchzueinerausgeprägtenErhöhung,z.T.mit

einerBauchspeicheldrüsenentzündungeinhergehend.

BeiPatientinnenmitTochtergeschwülstenindenKnochen(Knochen-

metastasen)wurdegelegentlicheineErhöhungdesCalciumgehaltes

imSerumbeobachtet,vorallemzuBeginnderTherapie.

Nervensystem

BenommenheitundKopfschmerzenkönnenauftreten.

Augenveränderungen

HäufigtretenSehstörungendurchTrübungenvonAugenlinseoder

Hornhautund/oderNetzhautveränderungenauf,dienurz.T.rück-

bildungsfähigsind.BeilangerTamoxifeneinnahmekommteshäufiger

zuLinsentrübungen.

Gefäßsystem

HäufigkönnenBlutgerinnselindenVenen(Thrombose)entstehen,in

derenFolgeeszurMinderdurchblutungvonOrganenkommenkann

(Embolie,z.B.Lungenembolie).DieHäufigkeitvonThrombosenund

EmbolienistbeigleichzeitigerChemotherapieerhöht.

Atmungsorgane

SehrseltenwurdeüberinterstitiellePneumonitisberichtet.

Verdauungstrakt

ÜbelkeitkannhäufigundErbrechengelegentlichvorkommen.

VeränderungenderLeberenzymwerteundEntwicklungeinerFettleber

wurdenbeobachtet.SeltenwurdenStörungendesGalleabflusses,

LeberentzündungundGelbsuchtbeobachtet.IneinemFallwurdeüber

einehochgradigeVerminderungderweißenBlutkörperchenmitausge-

prägtemZerfallderLeberzellenberichtet.

HautundHautanhangsorgane

SeltentretenÜberempfindlichkeitsreaktionen,einschließlich

Gewebeschwellung(angioneurotischesÖdem)auf.Hautausschlagwurde

beobachtet,sehrseltenalsErythemamultiforme,

Stevens-Johnson-SyndromoderbullöserPemphigus.Haarausfallkann

häufigvor kommen.

Geschlechtsorgane

ÜberJuckreizimGenitalbereichwirdhäufigundüberAusflussaus

derScheidesehrhäufigberichtet.

BlutungenausderScheide,MyomederGebärmutterundZystenanden

Eierstöckenkönnenauftreten.

BeiPatientinnenvordenWechseljahrenkommtessehrhäufigzu

UnregelmäßigkeitenbeidermonatlichenRegelblutungbishinzur

völligenUnterdrückung.

UnterderBehandlungmitJenoxifen(R)20mgkönnenvermehrt

Wucherungen,PolypenundbösartigeTumorederGebärmutterschleim-

hautauftreten.

WennSieNebenwirkungenbeisichbeobachten,dienichtindieser

Gebrauchsinformationaufgeführtsind,teilenSiediesebitteIhrem

ArztoderApothekermit.

WelcheGegenmaßnahmensindbeiNebenwirkungenzuergreifen?

SolltenSiedieobengenanntenNebenwirkungenbeisichbeobachten,

sollJenoxifen(R)20mgnichtnochmalseingenommenwerden.

BenachrichtigenSieIhrenArzt,damiterüberdenSchweregradund

gegebenenfallserforderlicheweitereMaßnahmenentscheidenkann.

HinweiseundAngabenzurHaltbarkeitdesArzneimittels

DasVerfallsdatumdieserPackungistaußenaufgedruckt.Verwenden

SiediesePackungnichtmehrnachdiesemDatum!

WieistJenoxifen(R)20mgaufzubewahren?

AchtenSiestetsdarauf,diesesArzneimittelsoaufzubewahren,

dassesfürKindernichtzuerreichenist!

StandderInformation

Januar2009

Fachinformation

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Mibe + Logo Jenoxifen (R) 20 mg

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1. Bezeichnung des Arzneimittels

Jenoxifen (R) 20 mg

Wirkstoff: Tamoxifencitrat

2. Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig

3. Zusammensetzung des Arzneimittels

3.1. Stoff- oder Indikationsgruppe

Antiestrogen

3.2. Arzneilich wirksame Bestandteile

1 Tablette enthält:

Tamoxifencitrat 30,4 mg

(entsprechend 20 mg Tamoxifen)

3.3. Sonstige Bestandteile

Povidon K 25, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Calciumhydrogen-

phosphat-Dihydrat, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A)

(Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, mikrokristalline

Cellulose

4. Anwendungsgebiete

Unterstützende Therapie nach Erstbehandlung eines Brust-

drüsentumors (Mammakarzinom)

Zur Behandlung von Tochtergeschwülsten eines Brustdrüsen-

tumors (Mammakarzinom)

5. Gegenanzeigen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Tamoxifencitrat oder

Schwere Thrombozytopenie, Leukozytopenie oder Hyperkalzi-

ämie. In diesen Fällen ist eine individuelle Nutzen-Risiko-

Abwägungerforderlich und bei Verordnung eine besonders

sorgfältige ärztliche Überwachung.

Kinder dürfen nicht mitJenoxifen (R) 20 mgbehandelt werden.

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen beim Menschen mit

der Anwendung vonJenoxifen (R) 20 mgin der Schwangerschaft

und Stillzeit vor. Tierexperimentelle Studien haben eine

Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe 13.2 "Toxikologische

Eigenschaften").

Jenoxifen (R) 20 mgdarf nicht während der Schwangerschaft

verabreicht werden. Daher sollte die Möglichkeit einer

Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn ausgeschlossen werden.

Während der Behandlung sollte eine sichere Antikonzeption

gewährleistet sein.

Jenoxifen (R) 20 mgbewirkt beim Menschen in einer Dosis von

20 mg bid. eineLaktationshemmung. Die Milchproduktion setzt

auch nach Absetzen der Therapie nicht wieder ein. Stillen

ist deshalb während der Therapie nicht möglich. Es ist

entweder das Stillen zu unterlassen oderJenoxifen (R) 20 mg

für die Dauer der Stillperiode nicht einzusetzen.

6. Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende

Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig >10 %

häufig >1 % bis < 10 %

gelegentlich >0,1 % bis < 1 %

selten >0,01 % bis < 0,1 %

sehr selten < 0,01 %

einschließlich

Einzelfälle

Allgemein

Hitzewallungen treten sehr häufig auf, sie sind zum Teil auf

Häufig ist das Ansprechen aufJenoxifen (R) 20 mgzunächst von

Knochenschmerzen und Schmerzen im Bereich des erkrankten

Gewebes begleitet.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Veränderungen des Blutbildes wie vorübergehende Anämie,

Neutropenie und vorübergehende Thrombozytopenie meist mit

Werten von 80 000 bis 90 000/µl, gelegentlich auch darunter,

können auftreten. Sehr selten kam es zu schweren Neutro-

penien und Panzytopenien.

Endokrine Störungen

Bei Patientinnen mit Knochenmetastasen wurde gelegentlich

eine Hyperkalziämie beobachtet, vor allem zu Beginn der

Therapie.

Stoffwechselstörungen

Flüssigkeitsretention wird häufig beobachtet.

Tamoxifen kann häufig zum Anstieg der Serum-Triglyceride

führen, sehr selten auch zu schweren Hypertriglyceridämien,

z.T. mit einer Pankreatitis einhergehend.

Störungen des Nervensystems

Benommenheit und Kopfschmerzen können auftreten.

Störungen der Augen

Häufig treten Sehstörungen durch Katarakte, Corneatrübungen

und/oder Retinopathien auf, die nur z.T. reversibel sind.

Das Risiko für Katarakte steigt mit der Dauer der Tamoxifen-

einnahme.

Störungen der Gefäße

Häufig können Thrombosen und Embolien auftreten. Die Häufig-

keit von venösen Thromboembolien ist bei gleichzeitiger

Chemotherapie erhöht.

Störungen der Atmungsorgane

Sehr selten wurde über interstitielle Pneumonitis berichtet.

Störungen des Verdauungstraktes

Störungen der Leber und der Galle

Änderungen der Leberenzymwerte und Entwicklung einer Fett-

leber wurden beobachtet. Selten kam es zu Cholestase,

Hepatitis und Ikterus. In einem Fall wurde über Agranulo-

zytose mit Leberzellnekrose berichtet.

Störungen der Haut und des Bindegewebes

Selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen, ein-

schließlich eines angioneurotischen Ödems. Hautausschlag

wurde beobachtet, sehr selten als Erythema multiforme,

Stevens-Johnson-Syndrom oder bullöser Pemphigus. Alopezie

kann häufig auftreten.

Störungen der Fortpflanzungsorgane

Sehr häufig wird über Fluor vaginalis und häufig über

Pruritus vulvae berichtet. Vaginale Blutungen, Myome des

Uterus und Ovarialzysten können auftreten.

Bei Patientinnen in der Prämenopause kommt es sehr häufig zu

Zyklusveränderungen bis hin zur völligen Unterdrückung der

Menstruation.

Unter einer Therapie mitJenoxifen (R) 20 mgkönnen vermehrt

proliferative Veränderungen am Endometrium in Form von

Endometriumhyperplasie, Endometriumpolypen und Endometrium-

malignomen auftreten. Aktuellen Erkenntnissen zufolge steigt

mit zunehmender Dauer einer Behandlung mit Tamoxifen das

Risiko eines Endometriumkarzinoms auf das 2- bis 4fache

gegenüber nicht mit Tamoxifen therapierten Frauen an.

7. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Während der Behandlung mitJenoxifen (R) 20 mgsollten keine

Hormonpräparate, insbesondere keine estrogenhaltigen (zum

Beispiel "die Pille") eingenommen werden, da eine gegensei-

tige Wirkungsminderung möglich ist.

Zusammen mitJenoxifen (R) 20 mgsollten keine Thrombozyten-

aggregationshemmer verabreicht werden, um die Blutungsgefahr

während einer möglichen thrombozytopenischen Phase nicht zu

erhöhen.

Bei gemeinsamer Gabe vonJenoxifen (R) 20 mgund Antikoagulan-

zien vom Cumarin-Typ kann es zu einer Veränderung der Gerin-

nungsverhältnisse kommen (Verlängerung der Prothrombinzeit).

Die gleichzeitige Verabreichung beider Medikamente erfordert

daher eine sorgfältige Überwachung des Gerinnungsstatus (vor

Tamoxifen und seine Hauptmetaboliten sind potente Inhibi-

toren von Oxidasen des Cytochrom-P

-Systems. Der Effekt von

Tamoxifen auf den Metabolismus und die Exkretion anderer

zytotoxischer Arzneimittel, die wie u.a. Cyclophosphamid

durch diese Enzyme aktiviert werden, ist nicht bekannt.

8. Warnhinweise

Wegen des erhöhten Risikos für das Auftreten von Endometri-

ummalignomen durchJenoxifen (R) 20 mgsollten bei vaginalen

Blutungen in der Postmenopause und irregulären Blutungen in

der Prämenopause die Ursachen umgehend geklärt werden.

Nicht hysterektomierte Patientinnen sollten jährlich gynäko-

logisch im Hinblick auf Endometriumveränderungen untersucht

werden. Bei Patientinnen mit Tumormetastasen sollte der Arzt

über die Häufigkeit der Untersuchungen entscheiden.

Zu Beginn der Therapie mitJenoxifen (R) 20 mgsollte eine

augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Treten unter der Therapie mitJenoxifen (R) 20 mgVerände-

rungen der Sehkraft auf, so ist eine augenärztliche Untersu-

chung dringend vorzunehmen, da sich manche im Frühstadium

erkannte Veränderungen nach dem Absetzen der Therapie zu-

rückbilden.

9. Wichtigste Inkompatibilitäten

Bisher nicht bekannt.

10. Dosierung mit Einzel- und Tagesgaben

Im Allgemeinen liegt die Dosierung zwischen 20 bis 40 mg

Tamoxifen täglich. In der Regel ist die Dosis von 20 mg

ausreichend wirksam.

11. Art und Dauer der Anwendung

Jenoxifen (R) 20 mg-Tabletten sind unzerkaut mit etwas

Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Die Behandlung mitJenoxifen (R) 20 mgist in der Regel eine

Langzeittherapie und sollte durch onkologisch erfahrene

In der adjuvanten Behandlung des frühen Hormonrezeptor-

positiven Mammakarzinoms wird zurzeit eine Behandlungsdauer

von mindestens 5 Jahren empfohlen. Die optimale Dauer der

Tamoxifen-Therapie bleibt weiterhin zu untersuchen.

12. Notfallmaßnahmen, Symptome und Gegenmittel

12.1 Symptome einer Überdosierung

Über Überdosierung beim Menschen ist wenig bekannt. Bei

Dosierungen von 160 mg/m 2 täglich und darüber traten EKG-

Veränderungen (Verlängerung der QT-Zeit) und bei 300 mg/m 2

täglich Neurotoxizität (Tremor, Hyperreflexie, Gangunsicher-

heit und Schwindel) auf.

Bei Überdosierung ist theoretisch mit einer Verstärkung an-

tiestrogener Nebenwirkungen zu rechnen. Tierexperimentelle

Untersuchungen mit extremer Überdosierung (100- bis 200fache

therapeutische Dosis) lassen den Schluss zu, dass auch

estrogene Wirkungen möglich sind.

12.2 Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfügung. Es ist

deshalb eine symptomatische Behandlung einzuleiten.

13. Pharmakologische und toxikologische Eigenschaften, Pharma-

kokinetik und Bioverfügbarkeit, soweit diese Angaben für die

therapeutische Verwendung erforderlich sind

13.1 Pharmakologische Eigenschaften

Tamoxifen hemmt kompetitiv die Bindung von Estrogenen an

zytoplasmatische Hormonrezeptoren. Infolgedessen kommt es zu

einer Abnahme der Zellteilung in estrogenabhängigen Geweben.

Beim metastasierenden Mammakarzinom tritt in ca.50bis 60 %

der Fälle eine vollständige oder teilweise Remission, vor

allem von Weichteil- und Knochenmetastasen, ein, wenn das

Vorhandensein von Estrogenrezeptoren im Tumorgewebe

nachgewiesen wurde. Bei negativem Hormonrezeptorstatus,

insbesondere der Metastasen, werden nur in ca. 10 %

objektive Remission beobachtet.

Bei Frauen mit Estrogenrezeptor-positiven Tumoren oder

Tumoren mit unbekanntem Rezeptorstatus wurden bei adjuvanter

Tamoxifentherapie signifikant weniger Rezidive und eine

erhöhte 10-Jahres-Überlebensrate nachgewiesen, wobei mit

einer 5-jährigen Behandlung ein erheblich größerer Effekt

erzielt wurde als bei einer Behandlungsdauer von 1oder 2

vom Alter und Menopausenstatus sowie von der Tamoxifendosis

und einer zusätzlichen Chemotherapie ist.

13.2 Toxikologische Eigenschaften

Akute Toxizität (LD

50 )

Die akute Toxizität von Tamoxifen wurde an Mäusen und Ratten

geprüft. Die LD

oral betrug 3 und 2,5 g/kg Körpergewicht

(KG), die LD

i.v. jeweils ca. 62,5 mg/kg KG.

Chronische Toxizität

Versuche zur chronischen Toxizität wurden bei Ratten und

Mäusen bis zu einer Dauer von 15 Monaten durchgeführt. Die

Tierspezies zeigten histopathologische Veränderungen an den

Fortpflanzungsorganen, die sich durch die pharmakologischen

Eigenschaften von Tamoxifen erklären ließen und in der Regel

reversibel waren.

Außerdem wurde das Auftreten von Katarakten beobachtet.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Untersuchungen in unterschiedlichen In-vivo- und In-vitro-

Systemen belegen, dass Tamoxifennach hepatischer Aktivie-

rung ein genotoxisches Potential besitzt.

In Langzeitstudien wurden Lebertumoren bei Ratten und

Gonadentumoren bei Mäusen beobachtet. Die klinische

Bedeutung dieser Befunde ist unklar.

Aus klinischen Berichten liegen Hinweise auf ein erhöhtes

Risiko der Ausbildung von Tumoren des Endometriums vor.

Reproduktionstoxizität

Tamoxifen verhindert in niedrigen Konzentrationen die Im-

plantation und führt in Dosierungen oberhalb von 2mg/kg/Tag

zu Aborten. Embryotoxizitätsstudien an mehreren Tierspezies

haben keine Hinweise auf teratogene Effekte ergeben, embryo-

letale Wirkungen traten bei Kaninchen ab einer Dosis von

0,5mg/kg/Tag auf.

Die intrauterine Exposition von Mäusen während der Fetal-

entwicklung sowie die Behandlung neugeborener Ratten und

Mäuse mit Tamoxifen hat Schädigungen der weiblichen Repro-

duktionsorgane zur Folge, die im Erwachsenenalter nachweis-

bar sind. Auch erwachsene weibliche Tiere zeigen nach Lang-

zeitbehandlung regressive Veränderungen der Reproduktionsor-

lichen Ratten sind nach Kurz- und Langzeitbehandlung eine

durch die Hemmung der Gonadotropinsekretion in der Hypophyse

ausgelöste Reduktion des Hodengewichts und der Spermiogenese

beschrieben worden.

13.3. Pharmakokinetik

Tamoxifen wird gut resorbiert. Die maximalen Serumspiegel

werden 4 bis 7 Stunden nach oraler Aufnahme erreicht. Mit

98% ist die Plasmaeiweißbindung hoch. Die terminale Plasma-

halbwertszeit beträgt im Mittel 7 Tage. Tamoxifen wird in

beträchtlichem Ausmaß metabolisiert. Der Hauptmetabolit im

Serum, N-Desmethyltamoxifen, und weitere Metaboliten besit-

zen nahezu gleiche antiestrogene Eigenschaften wie die

Muttersubstanz. Tamoxifen und seine Metaboliten akkumulieren

in Leber, Lunge, Gehirn, Bauchspeicheldrüse, Haut und

Knochen. Aufgrund eines ausgeprägten enterohepatischen

Kreislaufs kumuliert Tamoxifen bei chronischer Therapie im

Serum. Bei einer Dosierung von 20 bis 40 mg/Tag wird

frühestens nach 4 Wochen ein steady state erreicht.

Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend mit dem Stuhl in Form

von verschiedenen Metaboliten.

13.4. Bioverfügbarkeit

Eine im Jahr 1992 durchgeführte Bioäquivalenzstudie mit

20mg Tamoxifen an 18Probanden ergab im Vergleich zum Refe-

renzpräparat:

Testpräparat Referenzpräparat

____________________________________________________________

maximale Plasma-

konzentration

[ng/ml]) 30,7+6,30 31,0 +8,8

Zeitpunkt der

maximalen Plasma-

konzentration

[h]) 5,31+1,30 5,28 +0,83

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve

(AUC

(0) [h x ng/ml]) 2240 +560 2250 +570

____________________________________________________________

Mittlere Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem

Referenzpräparat in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm:

14.

Sonstige

Hinweise

Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes, einschließlich der

Thrombozyten, der Leberfunktion und des Calciums im Serum

sollten erfolgen.

Bei den publizierten Einzelfällen von ausgeprägter Hyper-

triglyceridämie unter Tamoxifen-Behandlung lag meist eine

Fettstoffwechselstörung zugrunde. Eine Kontrolle der Tri-

glyceride im Serum kann sinnvoll sein.

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 5 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfallsdatums

nicht mehr angewendet werden.

16. Besondere Lager- und Aufbewahrungshinweise

17. Darreichungsform und Packungsgrößen

Tablette mit Bruchkerbe

Packung mit 30 Tabletten N 1

Packung mit 100 Tabletten N 3

18. Stand der Information

Januar 2009

19. Name oder Firma und Anschrift des pharmazeutischen Unter-

nehmers

mibe GmbH Arzneimittel

Münchener Straße 15

06796 Brehna

Tel.: 034954/247-0

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