Janus Suspensionskonzentrat zur Saatgutbehandlung

Deutschland - Deutsch - BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)

Fachinformation Fachinformation (SPC)

22-11-2017

Wirkstoff:
80 g/l beta-Cyfluthrin; 100 g/l Clothianidin
Verfügbar ab:
Bayer CropScience
Darreichungsform:
Suspensionskonzentrat zur Saatgutbehandlung
Zusammensetzung:
80 g/l beta-Cyfluthrin; 100 g/l Clothianidin
Klasse:
Umweltgefährlich, Gesundheitsschädlich
Therapiegruppe:
Insektizid
Zulassungsnummer:
025505-00

Handelsbezeichnung

Janus

Zulassungsnummer

025505-00

Zulassungsinhaber

Bayer CropScience

Weitere Vertriebsfirmen

Zulassungsende

31.12.24

Wirkungsbereich

Insektizid

Wirkstoffgehalt

80 g/l beta-Cyfluthrin

100 g/l Clothianidin

Formulierung

Suspensionskonzentrat zur Saatgutbehandlung

Gefahrenbezeichnung nach GefStoffV

Umweltgefährlich, Gesundheitsschädlich

Kennzeichnung nach GefStoffV

R 20/22 : Gesundheitsschädlich beim Einatmen und Verschlucken

R 50/53: Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen

haben.

S 2 : Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen

S 13 : Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten

S 24 : Berührung mit der Haut vermeiden

S 35 : Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden

S 36 : Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen

S 37 : Geeignete Schutzhandschuhe tragen

S 46 : Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen

S 57 : Zur Vermeidung einer Kontamination der Umwelt geeigneten Behälter verwenden

Enthält 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on. Kann allergische

Reaktionen hervorrufen.

Enthält Benzyloxymethanol. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.

Signalwort (GHS)

Achtung

Gefahrenpiktogramme (GHS)

Ausrufezeichen, Umwelt

Gefahrenhinweise (GHS)

Enthält 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on. Kann allergische

Reaktionen hervorrufen.

Enthält Benzyloxymethanol. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

Sehr giftig für Wasserorganismen.

Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise (GHS)

Kennzeichnung nach PflSchMV

Anwendungs-

bestimmungen

NH677: Auf Packungen mit gebeiztem Saatgut ist folgende Kennzeichnung anzubringen: "Verschüttetes

Saatgut sofort zusammenkehren und entfernen."

NH679: Auf Packungen mit gebeiztem Saatgut ist folgende Kennzeichnung anzubringen: "Das Mittel ist

giftig für Vögel; deshalb dafür sorgen, dass kein Saatgut offen liegen bleibt. Vor dem Ausheben der

Schare Dosiereinrichtung rechtzeitig abschalten, um Nachrieseln zu vermeiden."

NH680: Auf Packungen mit gebeiztem Saatgut ist folgende Kennzeichnung anzubringen: "Behandeltes

Saatgut und Reste wie Bruchkorn und Stäube, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie

Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die

Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle."

NH681: Auf Packungen mit gebeiztem Saatgut ist folgende Kennzeichnung anzubringen: "Keine

Ausbringung des behandelten Saatgutes bei Wind mit Geschwindigkeiten über 5 m/s."

NH682: Auf Packungen mit gebeiztem Saatgut ist folgende Kennzeichnung anzubringen: "Das

behandelte Saatgut einschließlich enthaltener oder beim Sävorgang entstehender Stäube vollständig in

den Boden einbringen."

NH6831: Auf Packungen mit gebeiztem Saatgut ist folgende Kennzeichnung anzubringen: "Die Aussaat

von behandeltem Saatgut darf nur dann mit einem pneumatischen Gerät, das mit Unterdruck arbeitet,

erfolgen, wenn dieses in der "Liste der abdriftmindernden Sägeräte" des Julius Kühn-Instituts aufgeführt

ist (einzusehen auf der Homepage des Julius Kühn-Instituts )."

NT697: Durch ein geeignetes Beizverfahren, das insbesondere die Verwendung eines geeigneten

Haftmittels beinhaltet, ist sicherzustellen, dass das behandelte Saatgut staubfrei und abriebfest ist.

NT699: Die Behandlung von Saatgut muss mit einem Gerät erfolgen, das in die Pflanzenschutzgeräteliste

als Beizgerät eingetragen ist (Anlage zur Siebenundzwanzigsten Bekanntmachung über die Eintragung

von Pflanzenschutzgeräten in die Pflanzenschutzgeräteliste vom 01. Juli 1993, BAnz S. 7567, in der

jeweils geltenden Fassung).

NT6991: Die Anwendung des Mittels auf Saatgut darf nur in professionellen

Saatgutbehandlungseinrichtungen vorgenommen werden, die in der Liste

"Saatgutbehandlungseinrichtungen mit Qualitätssicherungssystemen zur Staubminderung" des Julius

Kühn-Instituts aufgeführt sind (einzusehen auf der Homepage des Julius Kühn-Instituts ).

NW467: Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Spülflüssigkeiten nicht in

Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und

Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

NW811: Auf Packungen mit gebeiztem Saatgut ist folgende Kennzeichnung anzubringen: "Keine

Ausbringung auf drainierten Flächen."

Auflagen

NN3001: Das Mittel wird als schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.

NT694: Keine Anwendung auf klumpigen oder steinigen Böden.

NT700: Das mit diesem Pflanzenschutzmittel behandelte Saatgut darf nur in Verkehr gebracht werden,

wenn es entsprechend den Vorschriften in § 32 Absatz 2 Pflanzenschutzgesetz und Artikel 49 Absatz 4

der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 gekennzeichnet ist.

NW262: Das Mittel ist giftig für Algen.

NW264: Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

SB001: Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden

führen.

SB110: Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz

"Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für

Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.

SB193: Das Pflanzenschutzmittel kann bei Kontakt mit der Haut (insbesondere des Gesichtes) ein

Brennen oder ein Kribbeln hervorrufen, ohne dass äußerlich Reizerscheinungen sichtbar werden. Das

Auftreten dieser Stoffwirkungen muss als Warnhinweis angesehen werden, eine weitere Exposition ist

unbedingt zu vermeiden. Klingen die Symptome nicht ab oder treten weitere auf, muss ein Arzt

aufgesucht werden.

SE1201: Dicht abschließende Schutzbrille tragen bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels.

SF613: Beim Absacken des gebeizten Saatgutes auf funktionierende Staubabsaugung achten.

SF6161: Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) und Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel

tragen beim Absacken des Saatgutes.

SF618: Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) und Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel

tragen beim Reinigen der Beizgeräte.

SF619: Beim Umgang mit gebeiztem Saatgut Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) und

Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel tragen, sowie beim Laden (`Loading`) von gebeiztem Saatgut

zusätzlich partikelfiltrierende Halbmaske FFP2 oder Halbmaske mit Partikelfilter P2 (Kennfarbe: weiß)

gemäß BVL-Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz, in

der jeweils geltenden Fassung, tragen.

SS1201: Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen bei Ausbringung/Handhabung des Mittels.

SS2204: Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z. B. Gummistiefel) tragen bei

der Ausbringung/Handhabung des Mittels.

SS6201: Gummischürze tragen bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels.

ST1202: Partikelfiltrierende Halbmaske FFP2 oder Halbmaske mit Partikelfilter P2 (Kennfarbe: weiß)

gemäß BVL-Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz, in

der jeweils geltenden Fassung, tragen bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels.

ST1261: Partikelfiltrierende Halbmaske FFP2 oder Halbmaske mit Partikelfilter P2 (Kennfarbe: weiß)

gemäß BVL-Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz, in

der jeweils geltenden Fassung, tragen beim Absacken des Saatgutes.

ST1271: Partikelfiltrierende Halbmaske FFP2 oder Halbmaske mit Partikelfilter P2 (Kennfarbe: weiß)

gemäß BVL-Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz, in

der jeweils geltenden Fassung, tragen beim Reinigen des Beizgerätes.

VA265: Anwendung nur in gewerblichen, stationären Saatgutbeizanlagen.

WMI3A: Wirkungsmechanismus (IRAC-Gruppe): 3A

WMI4A: Wirkungsmechanismus (IRAC-Gruppe): 4A

Hinweise

NB663: Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Bienen nicht

gefährdet (B3).

NN1002: Das Mittel wird als nicht schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen

eingestuft.

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