Itraconazol Sandoz 100 mg Hartkapseln

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Itraconazol
Verfügbar ab:
Hexal Aktiengesellschaft
ATC-Code:
J02AC02
INN (Internationale Bezeichnung):
itraconazole
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Itraconazol 100.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
61514.00.00

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Itraconazol Sandoz 100 mg Hartkapseln

Wirkstoff: Itraconazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.

Was ist Itraconazol Sandoz und wofür wird es angewendet?

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Itraconazol Sandoz beachten?

3.

Wie ist Itraconazol Sandoz einzunehmen?

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.

Wie ist Itraconazol Sandoz aufzubewahren?

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST ITRACONAZOL SANDOZ UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Itraconazol Sandoz gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antimykotika bezeichnet

werden.

Itraconazol Sandoz wird angewendet bei:

oberflächlichen Pilzerkrankungen, wenn eine äußerliche Behandlung nicht wirksam oder

nicht angezeigt ist. Hierzu gehören

Pilzerkrankungen der Haut

Kleienpilzflechte. Dies ist eine Pilzerkrankung der Haut, bei der nach dem Kratzen

kleieförmige Schuppen entstehen. Die betroffenen Hautstellen sind heller oder

dunkler als die normale Haut.

Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder innerer Organe, verursacht durch

bestimmte Arten von Pilzen.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ITRACONAZOL SANDOZ

BEACHTEN?

Itraconazol Sandoz darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Itraconazol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei Einnahme eines der folgenden Arzneimittel:

-

Astemizol, Mizolastin, Terfenadin: Arzneimittel gegen Allergien

Bepridil, Felodipin, Lercarnidipin, Nisoldipin, Ivabrandin oder Ranolazin:

Arzneimittel gegen Bluthochdruck und/oder verengte Herzgefäße

Chinidin, Disopyramid, Dronedaron oder Dofetilid: Arzneimittel gegen

Herzrhythmusstörungen

Cisaprid: ein Magen- und Darm-Arzneimittel

-

Levacetylmethadol oder Levomethadyl und Methadon: angewendet zur Therapie

von Opiatabhängigen

-

Pimozid, Lurasidon und Sertindol: angewendet bei Schizophrenie

-

bestimmte Arzneimittel zur Cholesterinsenkung wie Lovastatin und Simvastatin

-

Colchicin (ein Arzneimittel gegen Gicht), wenn sie gleichzeitig eine

eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion haben

-

Eplerenon: ein harntreibendes Arzneimittel (Diuretikum)

-

Triazolam: ein Arzneimittel gegen Schlafstörungen

-

Midazolam zum Einnehmen: ein Arzneimittel zur Beruhigung vor Untersuchungen,

Operationen oder auf der Intensivstation

-

Dihydroergotamin: angewendet bei niedrigem Blutdruck oder bestimmten

Kopfschmerzen

-

Ergometrin oder Ergonovin, Methylergometrin oder Methylergonovin:

blutungsstillende Arzneimittel, angewendet nach einer Geburt

-

Ergotamin und Eletriptan: Arzneimittel gegen Migräne

-

Halofantrin: ein Arzneimittel gegen Malaria

-

Irinotecan: ein Arzneimittel zur Krebstherapie

Wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen, dürfen Sie nicht mit der Einnahme von

Itraconazol Sandoz beginnen. Außerdem dürfen Sie frühestens 2 Wochen nach Beendigung

Ihrer Behandlung mit Itraconazol Sandoz mit der Einnahme dieser Arzneimittel beginnen.

bei Anzeichen von Herzfunktionsstörung oder früherer Herzschwäche, außer zur

Behandlung lebensbedrohlicher oder schwerer Pilzerkrankungen

wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden könnten, es sei denn, Ihr Arzt hat es

ausdrücklich verordnet (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie

Itraconazol Sandoz einnehmen:

Einnahme weiterer Arzneimittel

Beachten Sie auch den Abschnitt „Einnahme von Itraconazol Sandoz zusammen mit

anderen Arzneimitteln“.

Herzprobleme oder wenn Sie früher Herzprobleme hatten. Informieren Sie sofort den Arzt

bei Kurzatmigkeit, unerwarteter Gewichtszunahme, geschwollenen Beinen oder

geschwollenem Bauch, ungewöhnlicher Erschöpfung oder neu auftretenden

Durchschlafstörungen.

erniedrigter Säuregehalt im Magen

Bei Patienten mit zu wenig Magensaft, bei bestimmten AIDS-Patienten oder bei

Arzneimittelgebrauch zur Verminderung der Magensäureproduktion wird ein säurehaltiges

Getränk wie ein Cola-Getränk (keine Diät-Cola) zur Einnahme von Itraconazol Sandoz

empfohlen (siehe auch Abschnitt „Einnahme von Itraconazol Sandoz zusammen mit

anderen Arzneimitteln“).

erhöhte Leberenzymwerte oder bestehende Lebererkrankung

Die Behandlung ist nur zu beginnen, wenn der erwartete Nutzen größer ist als das Risiko

einer Leberschädigung. In solchen Fällen wird Ihr Arzt die Leberenzyme überwachen und

wenn notwendig die Dosierung anpassen. Wenn bei Ihnen nach der Einnahme dieses

Arzneimittels Anzeichen einer Leberschädigung auftreten (siehe Abschnitt 4), müssen Sie

die Einnahme von Itraconazol Sandoz abbrechen und unverzüglich Ihren Arzt informieren.

beeinträchtigte Nierenfunktion

Ihr Arzt wird bei Bedarf die Dosierung anpassen.

geschwächtes Abwehrsystem, wie zum Beispiel bei einer verminderten Anzahl weißer

Blutkörperchen, AIDS oder nach Organtransplantationen

AIDS-Patienten, die aufgrund von innerlichen Pilzerkrankungen behandelt werden und die

rückfallgefährdet sind.

Der behandelnde Arzt wird prüfen, ob eine Dauertherapie notwendig ist.

früher aufgetretene allergische Reaktionen gegen Arzneimittel zur Therapie von

Pilzerkrankungen. Dies betrifft besonders Arzneimittel deren Wirkstoffe auf „-azol“ enden.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine wirksame Empfängnisverhütungsmethode

anwenden, während sie Itraconazol Sandoz einnehmen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft

und Stillzeit“).

Kinder und ältere Patienten

Üblicherweise wird Itraconazol Sandoz bei Kindern und älteren Patienten nicht eingesetzt. Ihr

Arzt kann es jedoch in speziellen Fällen verordnen.

Einnahme von Itraconazol Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Arzneimittel, die unter „Itraconazol Sandoz darf nicht eingenommen werden“

aufgeführt sind. Die gleichzeitige Behandlung mit diesen Arzneimitteln und Itraconazol

Sandoz darf nicht erfolgen. Außerdem dürfen Sie nach Beendigung Ihrer Behandlung mit

Itraconazol Sandoz diese Arzneimittel 2 Wochen lang nicht anwenden.

Die gleichzeitige Anwendung mit Itraconazol Sandoz wird nicht empfohlen bei

Einnahme der folgenden Arzneimittel, es sei denn, Ihr Arzt hält es für erforderlich:

Arzneimittel zur Krebstherapie: Dasatinib, Nilotinib und Trabectedin

Aliskiren: Arzneimittel gegen Bluthochdruck

Colchicin: ein Arzneimittel gegen Gicht

Everolimus: ein Arzneimittel zur Vermeidung einer Abstoßung transplantierter

Organe

Fentanyl: ein starkes Schmerzmittel

Rivaroxaban: ein Arzneimittel zur Blutverdünnung

Salmeterol: ein Arzneimittel gegen Asthma und andere Atembeschwerden

Tamsulosin: ein Prostatamittel

Vardenafil: ein Arzneimittel zur Behandlung von Erektionsstörungen

Außerdem dürfen Sie nach Beendigung Ihrer Behandlung mit Itraconazol Sandoz diese

Arzneimittel 2 Wochen lang nicht anwenden.

Die folgenden Arzneimittel dürfen 2 Wochen vor und während der Behandlung mit

Itraconazol Sandoz nicht angewendet werden, es sei denn Ihr Arzt hat etwas

anderes mit Ihnen abgesprochent:

Rifampicin, Rifabutin: Arzneimittel gegen Tuberkulose und Lepra

Phenytoin: ein Arzneimittel gegen Krampfanfälle und nervlich bedingte

Schmerzzustände

Carbamazepin, Phenobarbital: Arzneimittel gegen Krampfanfälle und

bestimmte Schmerzen

Isoniazid: ein Arzneimittel gegen Tuberkulose und Lepra

-

Efavirenz, Nevirapin: Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor oder wenn Sie bereits eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen. Diese Arzneimittel können verhindern, dass Itraconazol Sandoz

richtig wirken kann. Ihr Arzt wird gegebenenfalls die Dosis von Itraconazol Sandoz oder

des anderen Arzneimittels anpassen:

-

starke Schmerzmittel: Alfenatil, Buprenorphin (in die Vene gespritzt oder unter die

Zunge verabreicht) und Oxycodon

-

Arzneimittel gegen Magenverstimmung, Magengeschwüre und Sodbrennen

können die Magensäureproduktion beeinträchtigen. Es muss genügend Magensäure

vorhanden sein, damit der Körper Itraconazol Sandoz aufnehmen kann. Daher sollten

Sie nach Einnahme eines solchen Arzneimittels mindestens 1 Stunde warten, bevor

Sie Itraconazol Sandoz einnehmen, oder ein solches Arzneimittel erst 2 Stunden nach

der Einnahme von Itraconazol Sandoz anwenden. Wenn Sie ein Arzneimittel

einnehmen, das die Produktion von Magensäure unterdrückt, sollten Sie Itraconazol

Sandoz mit einem Cola-Getränk (keine Diät-Cola) einnehmen.

-

Alprazolam: ein Arzneimittel gegen Erregungs- und Angstzustände

-

Brotizolam: ein Arzneimittel gegen Ein- und Durchschlafstörungen

-

Buspiron: ein Arzneimittel gegen Erregungs- und Angstzustände

-

Arzneimittel zur Krebstherapie wie Bortezomib, Busulfan, Docetaxel, Erlotinib,

Ixabepilon, Lapatinib, Trimetrexat und Vinca-Alkaloide

-

Arzneimittel zur Behandlung von Zuständen, die die Gedanken, Gefühle und

das Verhalten beeinträchtigen: Aripiprazol, Haloperidol, Perospiron, Quetiapin,

Ramelteon und Risperidon

-

Arzneimittel, die die Blutgerinnung hemmen wie Phenprocoumon, Warfarin,

Cilostazol, Dabigatran

-

Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen wie Ritonavir, Darunavir,

Indinavir, Fosamprenavir und Saquinavir sowie Maraviroc

-

Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen (Antibiotika): Ciprofloxacin,

Clarithromycin oder Erythromycin

-

Arzneimittel für Herz und Blutgefäße: Nadolol, Digoxin und Colistazol

-

Verapamil, Nifedipin und ähnliche Arzneimittel gegen Bluthochdruck

-

bestimmte Kortisone wie Budesonid, Dexamethason, Fluticason und

Methylprednisolon, verwendet gegen verschiedene Entzündungen

-

Arzneimittel zur Unterdrückung des Abwehrsystems und zur Vermeidung

einer Abstoßung transplantierter Organe: Ciclosporin, Rapamycin, auch als

Sirolimus bekannt, Tacrolimus, Ciclesonid, oder Temsirolimus

-

Arzneimittel zur Behandlung einer überaktiven Blase: Fesoterodin,

Imidafenacin, Solifenacin oder Tolterodin

-

Alitretinoin (zum Einnehmen): ein Arzneimittel zur Behandlung von Ekzemen

-

Aprepitant und Domperidon: Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen

-

Atorvastatin: ein Arzneimittel zur Cholesterinsenkung

-

Cinacalcet: ein Arzneimittel zur Behandlung einer überaktiven Nebenschilddrüse

-

Ebastin: ein Arzneimittel gegen Allergien und Juckreiz

-

Eleptriptan: ein Arzneimittel gegen Migräne

-

Mozavaptan oder Tolvaptan: Arzneimittel zur Behandlung niedriger Natrium-

Blutspiegel

-

Praziquantel: ein Wurmmittel

-

Reboxetin: ein Arzneimittel gegen Depressionen

-

Repaglinid oder Saxagliptin: Arzneimittel bei Zuckerkrankheit

-

Meloxicam: ein Arzneimittel bei Entzündung und Schmerz

-

Midazolam, gespritzt in die Vene: zur Beruhigung vor Untersuchungen oder

Operationen

-

Sildenafil und Tadalafil: Arzneimittel zur Behandlung von Erektionsstörungen

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie eines oder wenn Sie bereits eines dieser

Arzneimittel einnehmen. Es kann notwendig sein, dass Ihr Arzt die Dosis von Itraconazol

Sandoz oder des anderen Arzneimittels anpasst.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft darf Itraconazol Sandoz nicht angewendet werden, mit

Ausnahme lebenserhaltender Therapien innerlicher Pilzerkrankungen, wenn der mögliche

Nutzen die Risiken überwiegt.

Die Erfahrungen zur Anwendung während einer Schwangerschaft sind gering, wobei

Missbildungsfälle bekannt sind. Kurztherapien (bei Pilzerkrankungen der weiblichen

Geschlechtsorgane) in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft führten zu keinem

erhöhten Risiko für Missbildungen.

Für Frauen im gebärfähigen Alter: Sie müssen während der Einnahme dieses Arzneimittels

eine wirksame Empfängnisverhütungsmethode anwenden. Nach Beenden der Behandlung

muss die Verhütung bis zur nächsten Regelblutung fortgeführt werden.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie während der Einnahme dieses Arzneimittels

schwanger werden.

Während der Stillzeit darf Itraconazol Sandoz nur nach Erlaubnis durch den Arzt

eingenommen werden. Nur sehr geringe Itraconazol-Mengen gehen in die Muttermilch über.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Einnahme von Itraconazol Sandoz kann dazu führen, dass Sie sich schwindlig fühlen, und es

kann zu Sehstörungen oder Hörverlust kommen. Falls dies auf Sie zutrifft, dürfen Sie kein

Fahrzeug steuern und keine Maschinen bedienen.

Itraconazol Sandoz enthält Sucrose (Zucker)

Dieses Arzneimittel enthält Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Itraconazol Sandoz erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit

gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

WIE IST ITRACONAZOL SANDOZ EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung und Behandlungsdauer:

Oberflächliche Pilzerkrankungen

der Haut

1-mal täglich 1 Kapsel, 2 Wochen lang

der Handinnenflächen und Fußsohlen

1-mal täglich 1 Kapsel, 4 Wochen lang

Kleienpilzflechte

1-mal täglich 2 Kapseln, 7 Tage lang

Bei geschwächtem Abwehrsystem, wie zum Beispiel bei verminderter weißer

Blutkörperchenzahl, bei AIDS und nach Organtransplantationen, kann der Arzt die Dosierung

verdoppeln.

Itraconazol verbleibt wesentlich länger in der Haut als im Blut. Deshalb wird die optimale

Heilung bei Pilzerkrankungen der Haut 2−4 Wochen nach Therapieende erreicht.

Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder innerer Organe verursacht durch:

Aspergillus-Fadenpilze

1-mal täglich 2 Kapseln, 2 bis 5 Monate lang

Bei Ausbreitung der Pilze in Nachbargewebe oder den ganzen Körper: 2-mal täglich

2 Kapseln

Candida-Hefepilze

1-mal täglich 1−2 Kapseln, 3 Wochen bis 7 Monate lang

Bei Ausbreitung der Pilze in Nachbargewebe oder den ganzen Körper: 2-mal täglich

2 Kapseln

Histoplasma-Pilze

1−2-mal täglich 2 Kapseln, 8 Monate lang

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Kapseln bitte unzerkaut direkt nach einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser und

immer möglichst zur gleichen Tageszeit ein.

Bei 2-mal täglicher Einnahme sind die Kapseln morgens und abends einzunehmen.

Wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das die Produktion von Magensäure unterdrückt, sollten Sie

Itraconazol Sandoz mit einem Cola-Getränk (keine Diät-Cola) einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge Itraconazol Sandoz eingenommen haben als Sie sollten

Bitte suchen Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt auf.

Wenn Sie die Einnahme von Itraconazol Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie sich daran erinnern, außer es ist fast Zeit für die

nächste Dosis. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Itraconazol Sandoz abbrechen

Beenden Sie die Therapie oder ändern Sie die Dosierung nur nach ausdrücklicher Zustimmung

Ihres Arztes. Andernfalls könnte der Therapieerfolg beeinträchtigt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei sich bemerken oder vermuten, beenden

Sie sofort die Anwendung von Itraconazol Sandoz und informieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt. Es kann sein, dass Sie dringend ärztliche Hilfe benötigen. Die Häufigkeit

dieser Nebenwirkungen ist selten.

Schwere allergische Reaktionen mit folgenden Anzeichen:

plötzliche Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen und Schlucken

Hautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria), schwere Hautreizungen

Schwellung der Lippen, Zunge, des Gesichts und Halses

extremer Schwindel oder Kollaps

Schwerer oder juckender Hautausschlag, der mit Blasenbildung, Abschälung und

Schmerzen in Augen, Mund oder im Genitalbereich einhergehen kann (lebensbedrohliche

toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, akute generalisierte

exanthematöse Pustulose, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis,

leukozytoklastische Vaskulitis)

Leberschädigung mit folgenden möglichen Anzeichen:

Appetitlosigkeit

Übelkeit, Erbrechen

ungewöhnliche Müdigkeit

Bauchschmerzen

Gelbfärbung der Haut oder des Augapfels (Gelbsucht)

ungewöhnlich dunkler Urin, heller Stuhl

Haarausfall

Schwere Leberschädigungen einschließlich einiger tödlich verlaufender Fälle von akutem

Leberversagen und Leberentzündung (Hepatitis) wurden berichtet.

Herzschwäche mit folgenden Anzeichen:

Kurzatmigkeit

unerwartete Gewichtszunahme

geschwollene Beine oder geschwollener Bauch

ungewöhnliche Erschöpfung

nächtliches Aufwachen mit Kurzatmigkeit

Kurzatmigkeit kann auch ein Anzeichen einer Flüssigkeitsansammlung in der Lunge

sein

Nervenstörungen (periphere Neuropathie), die sich durch Taubheitsgefühl, Pelzigsein

oder Kribbeln an Armen und Beinen äußern.

Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit Symptomen wie starke Oberbauchschmerzen,

oft mit Übelkeit und Erbrechen

Weitere Nebenwirkungen, die in folgenden Häufigkeiten auftreten können

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Bauchschmerzen, Übelkeit

Kopfschmerzen

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

allergische Reaktionen unterschiedlicher Schweregrade

Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen, Husten, Erkältung

Erbrechen

Durchfall

Verstopfung

Verdauungsstörungen

Blähungen

erhöhte Werte bei Leberfunktionstests

Nesselsucht (Urtikaria)

Juckreiz

Menstruationsstörungen

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Abnahme der Anzahl der weißen Blutkörperchen, wodurch das Risiko für Infektionen

erhöht werden kann

Serumkrankheit; diese Erkrankung ist eine Überempfindlichkeitsreaktion allergische

Reaktion des Körpers auf fremde Substanzen

erhöhte Blutfettwerte der Triglyceride

gestörtes Geschmacksempfinden

Sehstörungen einschließlich Verschwommen- und Doppeltsehen

Hörverlust (kann dauerhaft sein)

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Atemnot

häufigerer Harndrang

Schwellungen durch Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut (Ödeme)

Ungewöhnlicher Haarausfall oder Haarausdünnung

Gerötete, juckende Haut, Abschälen oder Ablösen der Haut

Lichtempfindlichkeit

Erektionsstörungen bei Männern

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST ITRACONAZOL SANDOZ AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach

„verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 30 °C lagern.

Den Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel

zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Itraconazol Sandoz enthält

Der Wirkstoff ist Itraconazol.

1 Hartkapsel enthält 100 mg Itraconazol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Gelatine, Hypromellose, Macrogol (20.000), Sucrose, Maisstärke, Titandioxid (E 171)

Wie Itraconazol Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Hartgelatinekapseln Größe 0, gefüllt mit weißen bis cremefarbenen Kügelchen (Pellets)

Kapseloberteil: weiß, undurchsichtig; Kapselunterteil: weiß, undurchsichtig

Itraconazol Sandoz 100 mg Hartkapseln sind in PVC/Aluminiumblister oder PVC/PVDC-

Aluminiumblister verpackt. Die Blister sind in einer Faltschachtel verpackt.

Packungen mit 14, 15, 28 und 30 Hartkapseln

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Raiffeisenstraße 11

83607 Holzkirchen

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland: Itraconazol Sandoz 100 mg Hartkapseln

Belgien: Itraconados 100 mg capsules, hard

Bulgarien: Fungofunal 100 mg capsule, hard

Dänemark: Itraconazole Sandoz

Frankreich: ITRACONAZOLE HEXAL 100 mg, gélule

Italien: ITRACONAZOLO SANDOZ GMBH

Niederlande: Itraconazol Sandoz capsule 100 mg, capsules, hard

Portugal: Itraconazol Sandoz

Slowakei: Itrakonazol Sandoz 100 mg tvrdé kapsuly

Spanien: Itraconazol Tosicina 100 mg cápsulas duras EFG

Schweden: Itraconazole Sandoz

Vereinigtes Königreich: Itraconazole 100 mg Capsules, hard

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im März 2015.

Fachinformation

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Itraconazol Sandoz 100 mg Hartkapseln

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Hartkapsel enthält 100 mg Itraconazol.

Sonstiger Bestandteil: Sucrose

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel,

Größe 0, gefüllt mit weißen bis cremefarbenen Pellets.

Kapseloberteil: weiß, undurchsichtig

Kapselunterteil: weiß, undurchsichtig

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Oberflächliche Mykosen

Itraconazol Sandoz 100 mg ist – wenn eine äußerliche Behandlung nicht wirksam oder nicht

angezeigt ist – zur Behandlung folgender Pilzinfektionen angezeigt:

Dermatomykosen (z. B. Tinea corporis, Tinea cruris, Tinea pedis, Tinea manus)

Pityriasis versicolor

Systemische Mykosen

Itraconazol Sandoz 100 mg ist zur Behandlung von systemischen Mykosen angezeigt, wie

Candidose, Aspergillose und Histoplasmose.

Die offiziellen Richtlinien zum angemessenen Gebrauch von Antimykotika sind zu beachten.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Oberflächliche Mykosen (der Haut, der Schleimhäute)

Anwendungsgebiet

Dosierung

Behandlungsdauer

Tinea corporis, Tinea cruris

1 x täglich 1 Kapsel

(entspr. 100 mg Itraconazol)

2 Wochen

Dermatomykosen der

Handinnenflächen und

Fußsohlen (Tinea manus,

Tinea pedis)

1 x täglich 1 Kapsel

(entspr. 100 mg Itraconazol)

4 Wochen

Pityriasis versicolor

1 x täglich 2 Kapseln

(entspr. 200 mg Itraconazol)

7 Tage

Bei einigen immunsupprimierten Patienten, z. B. mit Neutropenie, AIDS oder nach

Organtransplantationen, kann die Bioverfügbarkeit von Itraconazol erniedrigt sein. Eine

Verdoppelung der Dosis kann angezeigt sein.

Itraconazol verbleibt wesentlich länger in der Haut als im Blut. Eine optimale Heilung wird

daher bei Pilzerkrankungen der Haut 2−4 Wochen nach Absetzen von Itraconazol Sandoz 100

mg erreicht.

Kinder und Jugendliche

Da zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Itraconazol nur begrenzt klinische Daten

vorliegen, wird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen, es sei denn, der

mögliche Nutzen überwiegt die potenziellen Risiken (siehe Abschnitt 4.4).

Prophylaxe von Pilzinfektionen: Daten zur Wirksamkeit bei Kindern mit Neutropenie liegen

nicht vor. Daten zur Sicherheit sind begrenzt und liegen für die orale Lösung bei einer

Dosierung von 5 mg/kg KG täglich, aufgeteilt auf zwei Einnahmen, vor (siehe Abschnitt 4.8).

Anwendung bei älteren Patienten

Da zur Behandlung von älteren Patienten mit Itraconazol nur begrenzt klinische Daten

vorliegen, wird die Anwendung bei älteren Patienten nicht empfohlen, es sei denn, der

mögliche Nutzen überwiegt die potenziellen Risiken (siehe Abschnitt 4.4).

Systemmykosen

Anwendungsgebiet

Dosierung

Behandlungsdaue

r

1

Bemerkungen

Aspergillose

1 x täglich 2 Kapseln

(entspr. 200 mg

Itraconazol)

2−5 Monate

Bei invasiver

oder

disseminierter

Krankheit auf 2 x

täglich (morgens

und abends) 2

Kapseln (entspr.

400 mg

Itraconazol)

erhöhen.

Candidose

1 x täglich 1 bis 2 Kapseln

(entspr. 100−200 mg

Itraconazol)

3 Wochen −

7 Monate

Bei invasiver

oder

disseminierter

Krankheit auf 2 x

täglich (morgens

und abends)

2 Kapseln

(entspr. 400 mg

Itraconazol)

erhöhen.

Histoplasmose

1 x täglich 2 Kapseln bis

2 x täglich (morgens und

abends) 2 Kapseln

(entspr. 200−400 mg

Itraconazol)

8 Monate

Die Dauer der Behandlung sollte abhängig von der klinischen Wirksamkeit angepasst

werden.

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz kann die orale Bioverfügbarkeit von Itraconazol erniedrigt

sein. Eine Dosisanpassung sollte erwogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Itraconazol wird vorwiegend in der Leber metabolisiert. Bei Patienten mit Leberzirrhose ist die

terminale Halbwertszeit von Itraconazol etwas verlängert und die orale Bioverfügbarkeit von

Itraconazol etwas vermindert. Eine Dosisanpassung sollte erwogen werden (siehe Abschnitt

4.4).

Art der Anwendung

Die Kapseln sind unzerkaut direkt nach einer Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit einzunehmen, um

eine maximale Resorption zu erreichen.

4.3

Gegenanzeigen

Itraconazol Sandoz ist bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Itraconazol

oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile kontraindiziert.

Die gleichzeitige Anwendung von einigen CYP3A4-Substraten und Itraconazol Sandoz ist

kontraindiziert. Die gleichzeitige Anwendung mit Itraconazol führt zu erhöhten

Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel und kann zu einer Verstärkung oder

Verlängerung sowohl der therapeutischen Wirkungen als auch der Nebenwirkungen

führen, und zwar in einem Ausmaß, das zu einer potentiell schwerwiegenden Situation

führen könnte. Erhöhte Plasmakonzentrationen einiger dieser Wirkstoffe können zum

Beispiel zu einer QT-Verlängerung und zu ventrikulären Tachyarrhythmien führen,

einschließlich dem Auftreten von Torsade de pointes, einer potentiell tödlichen

Arrhythmie. Spezifische Beispiele sind in Abschnitt 4.5 aufgeführt.

Itraconazol Sandoz darf nicht an Patienten mit Anzeichen einer ventrikulären Dysfunktion

wie dekompensierter Herzinsuffizienz oder dekompensierter Herzinsuffizienz in der

Anamnese verabreicht werden, außer zur Behandlung lebensbedrohlicher oder anderer

schwerwiegender Infektionen (siehe Abschnitt 4.4).

Itraconazol Sandoz darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, außer in

lebensbedrohlichen Fällen (siehe Abschnitt 4.6).

Bei Frauen im gebärfähigen Alter, die mit Itraconazol behandelt werden, soll eine

Schwangerschaft durch geeignete Verhütungsmaßnahmen bis zur nächsten Menstruation

nach Behandlungsende ausgeschlossen werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Kreuzallergie

Es liegen keine Informationen zu einer Kreuzallergie zwischen Itraconazol und anderen

Antimykotika vom Azol-Typ vor. Bei der Verschreibung von Itraconazol-Kapseln an Patienten

mit Überempfindlichkeit gegen andere Azole ist Vorsicht geboten.

Kardiale Wirkungen

Eine Untersuchung an gesunden Probanden hat ergeben, dass die intravenöse Gabe von

Itraconazol zu einer vorübergehenden, asymptomatischen Reduktion der linksventrikulären

Auswurffraktion führte; diese Veränderungen gingen bis zur nächsten intravenösen Gabe

wieder zurück. Für orale Darreichungsformen ist die klinische Bedeutung dieser

Beobachtungen unbekannt.

Es wurde gezeigt, dass Itraconazol negativ inotrope Effekte hat und Berichte über

dekompensierte Herzinsuffizienz wurden mit der Anwendung von Itraconazol-Kapseln in

Verbindung gebracht. Da in Spontanberichten häufiger bei einer Gesamttagesdosis von 400 mg

über Herzinsuffizienz berichtet wurde als bei niedrigeren Tagesdosen, ist anzunehmen, dass das

Risiko einer Herzinsuffizienz mit der Höhe der verabreichten Gesamttagesdosis von Itraconazol

ansteigen könnte.

Itraconazol sollte bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz, auch in der Anamnese,

nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt deutlich die Risiken. In die

jeweilige Nutzen/Risiko-Bewertung sollten dabei Faktoren wie Schweregrad der Indikation,

Dosierungsschema (z. B. tägliche Gesamtdosis) und die individuellen Risikofaktoren für eine

dekompensierte Herzinsuffizienz eingeschlossen werden. Zu diesen Risikofaktoren zählen

Herzerkrankungen wie koronare Herzkrankheit und Herzklappenerkrankung, schwere

Lungenerkrankungen, wie chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Nierenversagen und

andere Erkrankungen, die zu Ödemen führen können. Diese Patienten sollten über die

Anzeichen und Symptome einer dekompensierten Herzinsuffizienz aufgeklärt werden. Sie

sollten vorsichtig therapiert und während der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer

dekompensierten Herzinsuffizienz überwacht werden. Bei entsprechenden Anzeichen oder

Symptomen sollte die Behandlung mit Itraconazol abgebrochen werden.

Kalziumkanalblocker können negativ inotrope Wirkungen haben, welche die von Itraconazol

verstärken können. Zusätzlich kann Itraconazol die Metabolisierung von Kalziumkanalblockern

hemmen. Wegen des erhöhten Risikos einer dekompensierten Herzinsuffizienz sollte daher die

gleichzeitige Anwendung von Itraconazol und Kalziumkanalblockern vorsichtig erfolgen (siehe

Abschnitt 4.5).

Wirkung auf die Leber

Nach Einnahme von Itraconazol sind sehr seltene Fälle von schwerer Hepatotoxizität

einschließlich akutem Leberversagen mit letalem Ausgang aufgetreten. In den meisten Fällen

von schwerer Hepatotoxizität hatten die betroffenen Patienten eine vorbestehende

Lebererkrankung, wurden in systemischen Indikationen behandelt, hatten andere wesentliche

Beeinträchtigungen der Gesundheit und/oder nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel ein.

Einige Patienten wiesen keine eindeutigen Risikofaktoren für eine Lebererkrankung auf. Einige

dieser Fälle wurden innerhalb des ersten Behandlungsmonats beobachtet, einige davon

innerhalb der ersten Woche der Behandlung. Bei Patienten, die Itraconazol erhalten, sollte eine

Überwachung der Leberfunktion in Betracht gezogen werden.

Patienten sollten angewiesen werden, ihrem Arzt unverzüglich Anzeichen und Symptome einer

vermuteten Hepatitis wie Appetitlosigkeit, Nausea, Erbrechen, Erschöpfung, Bauchschmerzen

oder dunkel gefärbter Urin mitzuteilen. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung sofort

gestoppt und die Leberfunktion überprüft werden.

Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion vor. Die Anwendung des Arzneimittels sollte bei dieser

Patientengruppe mit Vorsicht erfolgen. Es wird empfohlen, Patienten mit eingeschränkter

Leberfunktion, die Itraconazol einnehmen, sorgfältig zu überwachen. Es wird empfohlen, bei

der Entscheidung, ob eine Therapie mit anderen durch CYP3A4 metabolisierten Arzneimitteln

begonnen werden soll, die verlängerte Eliminationshalbwertszeit von Itraconazol, die in der

klinischen Studie zur oralen Einzelgabe von Itraconazol-Kapseln bei Patienten mit

Leberzirrhose beobachtet worden war, zu berücksichtigen.

Bei Patienten mit erhöhten oder anormalen Leberenzymwerten, bestehender Lebererkrankung

oder bei Patienten, bei denen eine hepatotoxische Lebererkrankung nach Anwendung anderer

Arzneimittel aufgetreten ist, wird von der Behandlung mit Itraconazol dringend abgeraten,

außer es liegt eine schwerwiegende oder lebendbedrohliche Situation vor, in der der erwartete

Nutzen das Risiko übersteigt. Bei Patienten mit vorbestehenden Leberfunktionsstörungen oder

bei Patienten, bei denen nach Anwendung andere Arzneimittel eine Lebertoxizität auftrat, wird

eine Überwachung der Leberfunktion empfohlen(siehe Abschnitt 5.2).

Erniedrigte Azidität des Magens

Bei erniedrigter Azidität des Magens ist die Resorption von Itraconazol aus Itraconazol-

Kapseln beeinträchtigt. Patienten mit erniedrigter Magenazidiät, ob krankheitsbedingt (z B.

Patienten mit Achlorhydrie) oder aufgrund einer Begleitmedikation (z.

B. Patienten, die

Arzneimittel zur Reduzierung der Magenazidität einnehmen),

sollten Itraconazol-Kapseln

zusammen mit einem säurehaltigen Getränk (wie einem zuckerhaltigen Cola-Getränk)

einnehmen. Die antimykotische Aktivität sollte überwacht und die Itraconazol-Dosis je nach

Bedarf erhöht werden (siehe Abschnitt 4.5).

Kinder und Jugendliche

Es liegen nur begrenzt klinische Daten zur Anwendung von Itraconzol bei pädiatrischen

Patienten vor. Die Anwendung von Itraconazol-Kapseln bei pädiatrischen Patienten wird nicht

empfohlen, außer es wurde festgestellt, dass der mögliche Nutzen die potenziellen Risiken

überwiegt.

Anwendung bei älteren Patienten

Es liegen nur begrenzt klinische Daten zur Anwendung von Itraconzol bei älteren Patienten vor.

Ältere Patienten dürfen nur mit Itraconazol-Kapseln behandelt werden, wenn der mögliche

Nutzen die potenziellen Risiken überwiegt. Generell wird empfohlen, bei der Wahl der Dosis

für ältere Patienten das häufigere Auftreten einer verringerten Leber-, Nieren- oder

Herzfunktion sowie Begleiterkrankungen und andere medikamentöse Therapien zu

berücksichtigen.

Beeinträchtigung der Nierenfunktion

Es liegen nur begrenzt Daten zur Anwendung von oral zugeführtem Itraconazol bei Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion vor. Bei manchen Patienten mit Niereninsuffizienz kann

die orale Bioverfügbarkeit von Itraconazol erniedrigt sein. In dieser Patientengruppe ist das

Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden, und eine Dosisanpassung sollte erwogen werden.

Hörverlust

Bei Patienten, die eine Itraconazolbehandlung erhielten, wurde über vorübergehenden oder

dauerhaften Hörverlust berichtet. In einigen dieser Fälle wurde eine Begleittherapie mit

Chinidin, welches kontraindiziert ist, durchgeführt (siehe Abschnitt 4.5). Der Hörverlust geht

für gewöhnlich vorüber, sobald die Behandlung eingestellt wird, kann aber bei einigen

Patienten persistieren

Immunsupprimierte Patienten

Bei bestimmten immunsupprimierten Patienten (z. B. Patientenmit Neutropenie, AIDS oder

nach Organtransplantationen) kann die Bioverfügbarkeit nach oraler Gabe von Itraconazol

herabgesetzt sein.

Patienten mit unmittelbar lebensbedrohlichen, systemischen Pilzinfektionen

Aufgrund ihrer pharmakokinetischen Eigenschaften (siehe Abschnitt 5.2) wird davon

abgeraten, Itraconazol-Kapseln zur Einleitung der Behandlung von Patienten mit einer

unmittelbar lebensbedrohlichen, systemischen Pilzinfektion einzusetzen.

AIDS-Patienten

Bei AIDS-Patienten, die aufgrund einer systemischen Pilzinfektion wie Sporotrichose,

Blastomykose, Histoplasmose oder Kryptokokkose (mit oder ohne Meningitis) behandelt

wurden und die rezidivgefährdet sind, sollte der behandelnde Arzt prüfen, ob eine

Erhaltungstherapie notwendig ist.

Neuropathie

Bei Auftreten einer Neuropathie, die auf die Behandlung mit Itraconazol zurückgeführt werden

kann, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Kreuzresistenz

Bei systemischen Candidosen, bei denen vermutet wird, dass sie durch Fluconazol-resistente

Candida-Spezies hervorgerufen sind, kann nicht davon ausgegangen werden, dass diese

Itraconazol-empfindlich sind. Daher sollte die Empfindlichkeit vor dem Behandlungsbeginn mit

Itraconazol getestet werden.

Austauschbarkeit

Eine abwechselnde Anwendung von Itraconazol-Kapseln und Itraconazol Lösung zum

Einnehmen wird nicht empfohlen. Grund hierfür ist die bei gleicher Dosierung im Vergleich zu

den Kapseln höhere orale Bioverfügbarkeit der Lösung zum Einnehmen.

Wechselwirkungspotenzial

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Arzneimittel zusammen mit Itraconazol kann zu

Veränderungen der Wirksamkeit von Itraconazol und/oder der Begleitmedikation, zu

lebendbedrohlichen Wirkungen und/oder zum plötzlichem Tod führen. Kontraindizierte, nicht

empfohlene oder nur mit Vorsicht anzuwendende Arzneimittel sind in Abschnitt 4.5 aufgeführt.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption

oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Itraconazol Sandoz 100 mg nicht einnehmen

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Itraconazol wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert. Andere Arzneimittel, die dem

gleichen Stoffwechselweg unterliegen oder die Enzymaktivität von CYP3A4 verändern, können

die Pharmakokinetik von Itraconazol beeinflussen. Gleichermaßen kann Itraconazol die

Pharmakokinetik anderer Substanzen, die diesem Stoffwechselweg unterliegen, verändern.

Itraconazol ist ein potenter CYP3A4-Inhibitor und ein Inhibitor des P-Glycoproteins. Bei

Anwendung einer Begleitmedikation ist hinsichtlich des Stoffwechselwegs und einer

möglicherweise notwendigen Dosisanpassung dieses Arzneimittels die entsprechende

Fachinformation heranzuziehen.

Arzneimittel, die die Plasmakonzentrationen von Itraconazol verringern können

Arzneimittel zur Verringerung der Magenazidität (z. B. säureneutralisierende Arzneimittel wie

Aluminiumhydroxid oder Magensäureblocker wie H

-Rezeptorantagonisten und

Protonenpumpenhemmer) beeinträchtigen die Resorption von Itraconazol aus Itraconazol-

Kapseln. Es wird empfohlen, diese Arzneimittel bei gleichzeitiger Verabreichung mit

Itraconazol-Kapseln mit Vorsicht anzuwenden:

Es wird empfohlen, Itraconazol bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln zur Reduktion

der Magenazidität mit einem säurehaltigen Getränk (wie einem zuckerhaltigen Cola-Getränk)

einzunehmen.

Es wird empfohlen, säureneutralisierende Arzneimittel (z. B. Aluminiumhydroxid) mindestens

1 Stunde vor oder frühestens 2 Stunden nach der Einnahme von Itraconazol-Kapseln

einzunehmen.

Bei gleichzeitiger Anwendung wird empfohlen, die antimykotische Aktivität zu überwachen

und die Itraconazol-Dosis je nach Bedarf zu erhöhen.

Die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol mit potenten CYP3A4-Induktoren kann die

Bioverfügbarkeit von Itraconazol und Hydroxy-Itraconazol so stark vermindern, dass es zu

einer deutlichen Verringerung der Wirksamkeit kommen kann. Hierzu gehören zum Beispiel:

Antibiotika: Isoniazid, Rifabutin (siehe auch unter „Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen

durch Itraconazol erhöht werden können“), Rifampicin

Antikonvulsiva: Carbamazepin (siehe auch unter „Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen

durch Itraconazol erhöht werden können“), Phenobarbital, Phenytoin

Antivirale Arzneimittel: Efavirenz, Nevirapin

Daher wird die Anwendung potenter CYP3A4-Enzym-Induktoren zusammen mit Itraconazol

nicht empfohlen. Es wird empfohlen, diese Arzneimittel 2 Wochen vor und während der

Itraconazol-Behandlung nicht anzuwenden, außer der Nutzen überwiegt das Risiko einer

möglicherweise verringerten Itraconazol-Wirkung.

Bei gleichzeitiger Anwendung wird empfohlen, die antimykotische Aktivität zu überwachen

und die Itraconazol-Dosierung je nach Bedarf zu erhöhen.

Arzneimittel, die die Plasmakonzentrationen von Itraconazol erhöhen können

Potente CYP3A4-Inhibitoren können die Bioverfügbarkeit von Itraconazol erhöhen. Hierzu

gehören zum Beispiel:

Antibiotika: Ciprofloxacin, Clarithromycin, Erythromycin

Antivirale Arz

neimittel

: Ritonavir-geboostetes Darunavir, Ritonavir-geboostetes

Fosamprenavir, Indinavir (siehe auch unter „Arzneimittel, deren Plasmakonzentration durch

Itraconazol erhöht wird“), Rironavir (siehe auch unter „Arzneimittel, deren

Plasmakonzentration durch Itraconazol erhöht wird“)

Diese Arzneimittel sollten bei gleichzeitiger Anwendung mit Itraconazol-Kapseln mit Vorsicht

angewendet werden. Es wird empfohlen, Patienten, die Itraconazol gleichzeitig mit potenten

CYP3A4-Inhibitoren einnehmen müssen, engmaschig auf Anzeichen oder Symptome

verstärkter oder verlängerter pharmakologischer Wirkungen von Itraconazol zu überwachen,

und die Itraconazol-Dosis je nach Bedarf zu verringern. Es wird empfohlen, bei Bedarf die

Itraconazol-Plasmakonzentrationen zu bestimmen.

Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol erhöht werden können

Itraconazol und sein Hauptmetabolit Hydroxy-Itraconazol können die Verstoffwechselung von

Arzneimitteln, die über CYP3A4 abgebaut werden, und den Arzneimitteltransport mittels P-

Glycoprotein hemmen. Dies kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel

und/oder ihrer aktiven Metaboliten führen, wenn sie zusammen mit Itraconzol verabreicht

werden.

Diese erhöhten Plasmakonzentrationen können sowohl die Wirkungen als auch

die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel verstärken oder verlängern. Über CYP3A4

metabolisierte Arzneimittel, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, können

zusammen mit Itraconazol kontraindiziert sein, da die Kombination zu ventrikulären

Tachyarrhythmien, einschließlich dem Auftreten von Torsade de pointes, einer

potentiell tödlichen Arrhythmie, führen kann. Nach Behandlungsende fallen die

Itraconazol-Plasmakonzentrationen je nach Dosierung und Behandlungsdauer innerhalb

von 7 bis 14 Tagen nahezu bis zur Nachweisgrenze ab. Bei Patienten mit Leberzirrhose

oder Patienten, die CYP3A4-Inhibitoren erhalten, kann der Rückgang der

Plasmakonzentrationen langsamer erfolgen. Das ist insbesondere dann von Bedeutung,

wenn eine Therapie mit Arzneimitteln eingeleitet wird, deren Metabolisierung durch

Itraconazol beeinflusst wird.

Arzneimittel, die mit Itraconazol interagieren, werden wie folgt eingeteilt:

„Kontraindiziert“: Dieses Arzneimittel darf unter keinen Umständen gleichzeitig mit und bis

zu 2 Wochen nach der Itraconazol-Behandlung verabreicht werden.

„Nicht empfohlen“: Es wird empfohlen, die Anwendung des Arzneimittel während und

bis zu 2 Wochen nach Ende der Itraconazol-Behandlung zu vermeiden, es sei denn, der

Nutzen überwiegt die möglicherweise erhöhten Risiken von Nebenwirkungen. Falls eine

gleichzeitige Anwendung nicht vermieden werden kann, wird eine klinische

Überwachung auf Anzeichen und Symptome verstärkter oder verlängerter Wirkungen

oder Nebenwirkungen des interagierenden Arzneimittels empfohlen sowie je nachi

Bedarf eine Dosisreduzierung oder -unterbrechung. Gegebenenfalls sollten die

Plasmakonzentrationen bestimmt werden.

„Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten“: Bei gleichzeitiger Anwendung des

Arzneimittels mit Itraconazol wird eine sorgfältige Überwachung empfohlen. Während

der Co-Medikation wird eine engmaschige Überwachung der Patienten auf Anzeichen

und Symptome verstärkter oder verlängerter Wirkungen oder Nebenwirkungen des

interagierenden Arzneimittels empfohlen sowie je nach Bedarf eine Dosisreduktion.

Gegebenenfalls sollten die Plasmakonzentrationen bestimmt werden.

Beispiele für Arzneimittel,

deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol erhöht werden

können, aufgelistet nach Arzneimittelklassen und Hinweisen bezüglich einer gleichzeitigen

Anwendung mit Itraconazol:

Arzneimittelklasse

Kontraindiziert

Nicht empfohlen

Bei der

Anwendung ist

Vorsicht

geboten

Betarezeptorenblocker

Tamsulosin

Analgetika

Levacetylmethadol

(Levomethadyl),

Methadon

Fentanyl

Alfentanil,

Buprenorphin,

i.v. und

sublingual,

Oxycodon

Antiarrhythmika

Disopyramid,

Dofetilid,

Dronedaron,

Chinidin

Digoxin

Antibiotika

Rifabutin

Antikoagulanzien und

Thrombozytenaggregation

shemmer

Rivaroxaban

Cumarine,

Cilostazol,

Dabigatran

Antikonvulsiva

Carbamazepin

Antidiabetika

Repaglinid,

Saxagliptin

Anthelminthika und

Antiprotozoika

Halofantrin

Praziquantel

Antihistaminika

Astemizol,

Mizolastin,

Terfenadin

Ebastin

Arzneimittel gegen

Migräne

Alkaloide vom Ergot-

Typ wie

Dihydroergotamin,

Ergometrin

(Ergonovin),

Ergotamin,

Methylergometrin

(Methylergonovin)

Eletriptan

Antineoplastika

Irinotecan

Dasatinib,

Nilotinib,

Trabectedin

Bortezomib,

Busulfan,

Docetaxel,

Erlotinib,

Ixabepilon,

Lapatinib,

Trimetrexat,

Vinca-Alkaloide

Antipsychotika,

Anxiolytika und

Hypnotika

Lurasidon,

orale

Darreeichungsformen

von Midazolam,

Pimozid,

Sertindol,

Triazolam

Alprazolam,

Aripiprazol,

Brotizolam,

Buspiron,

Haloperidol

Midazolam i.v.

Perospiron,

Quetiapin,

Ramelteon,

Risperidon

Antivirale Arzneimittel

Maraviroc,

Indinavir

Ritonavir

Saquinavir

Betarezeptorenblocker

Nadolol

Kalziumkanalblocker

Bepridil,

Felodipin,

Lercanidipin,

Nisoldipin

andere

Dihydropyridine

einschließlich

Verapamil

Kardiovaskuläre

Arzneimittel,

verschiedene

Ivabradin,

Ranolazin

Aliskiren

Diuretika

Eplerenon

Arzneimittel bei

gastrointestinalen

Erkrankungen

Cisaprid

Aprepitant,

Domperidon

Immunsuppressiva

Everolimus

Budesonid,

Ciclesonid,

Ciclosporin,

Dexamethason,

Fluticason,

Methylprednisolo

Rapamycin (auch

als Sirolimus

bekannt),

Tacrolimus,

Temsirolimus

Arzneimittel zur

Fettstoffwechselregulieru

ng

Lovastatin,

Simvastatin

Atorvastatin

Arzneimittel bei

Erkrankungen des

Respirationstrakts

Salmeterol

SSRI, trizyklische und

verwandte Antidepressiva

Reboxetin

Urologika

Vardenafil

Fesoterodin,

Imidafenacin,

Sildenafil,

Solifenacin,

Tadalafil,

Tolterodin

Andere

Colchicin, bei

Patienten mit

eingeschränkter

Nieren- oder

Leberfunktion

Colchicin

Alitretinoin

(orale

Darreichungsfor

men),

Cinacalcet,

Mozavaptan,

Tolvaptan

Siehe auch unter „Arzneimittel, die die Plasmakonzentrationen von Itraconazol verringern

können“

Siehe auch unter „Arzneimittel, die die Plasmakonzentrationen von Itraconazol erhöhen

können“

Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol verringert werden können

Die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol mit dem NSAR Meloxicam kann möglicherweise

die die Plasmakonzentration von Meloxicam verringern. Es wird empfohlen, Meloxicam bei

gleichzeitiger Gabe von Itraconazol mit Vorsicht anzuwenden und die Wirkungen und

Nebenwirkungen zu überwachen. Es wird empfohlen, bei gleichzeitiger Anwendung von

Itraconazol die Dosis von Meloxicam wenn nötig anzupassen.

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Itraconazol darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer in

lebensbedrohlichen Fällen, bei denen der mögliche Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko

einer Schädigung des Fetus überwiegt (siehe Abschnitt 4.3).

In tierexperimentellen Studien zeigte Itraconazol eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt

5.3).

Über die Anwendung von Itraconazol während der Schwangerschaft liegen nur in begrenztem

Umfang Informationen vor. In Erfahrungen nach Markteinführung wurde über Fälle von

angeborenen Missbildungen berichtet. Dazu gehörten Missbildungen des Skeletts, des

Urogenitaltraktes, des kardiovaskulären Systems und des Auges sowie chromosomale und

multiple Missbildungen. Ein kausaler Zusammenhang mit der Einnahme von Itraconazol konnte

nicht bestätigt werden.

Epidemiologische Daten hinsichtlich der Einnahme von Itraconazol während des ersten

Schwangerschaftstrimesters – meistens Patientinnen, die kurzzeitig wegen einer

Vulvovaginalcandidose behandelt wurden – zeigten im Vergleich zu Kontrollpersonen, die

keinen bekannten Teratogenen ausgesetzt waren, kein erhöhtes Risiko für Missbildungen.

Frauen im gebärfähigen Alter

Bei Frauen im gebärfähigen Alter, die mit Itraconazol behandelt werden, sollte eine

Schwangerschaft durch geeignete Verhütungsmaßnahmen bis zur nächsten Menstruation nach

Behandlungsende ausgeschlossen werden.

Stillzeit

Itraconazol wird nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. Daher sollte

der zu erwartende Nutzen einer Behandlung mit Itraconazol gegen das potenzielle Risiko des

Stillens sorgfältig abgewogen werden. Im Zweifelsfall sollte nicht gestillt werden.

Fertilität

Aus präklinischen Sicherheitsdaten ergaben sich keine Hinweise auf eine primäre

Beeinflussung der Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zur Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Beim Führen von Fahrzeugen oder Maschinen

müssen mögliche Nebenwirkungen, wie Schwindel, Sehstörungen und Hörverlust (siehe

Abschnitt 4.8), die in einigen Fällen auftreten können, berücksichtigt werden.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) bei der Behandlung mit

Itraconazol-Kapseln, die in klinischen Studien und/oder durch Spontanberichte nachgewiesen

wurden, waren Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Übelkeit. Die schwerwiegensten

Nebenwirkungen waren schwere allergische Reaktionen, Herzinsuffizienz/dekompensierte

Herzinsiffizienz/Lungenödem, Pankreatitis, schwerwiegende Lebertoxizität (einschließlich

einiger Fälle von tödlichem akutem Leberversagen) und schwerwiegende Hautreaktionen.

Häufigkeiten und weitere beobachtete Nebenwirkungen sind in der Nebenwirkungstabelle

aufgelistet. Weitere Informationen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe Abschnitt 4.4.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen in der nachfolgenden Tabelle stammen aus offenen und doppelblinden

klinischen Studien mit Itraconazol-Kapseln, an denen 8.499 Patienten zur Behandlung von

Dermatomykosen oder Onychomykosen teilnahmen, sowie aus Spontanberichten.

Die nachfolgende Tabelle listet die Nebenwirkungen nach Systemorganklassen auf. Innerhalb

jeder Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen nach Häufigkeit gemäß folgender

Konvention dargestellt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Systemorganklass

e

Häufig

≥ 1/100 bis

1/10

Gelegentlich

≥ 1/1.000 bis

1/100

Selten

≥ 1/10.000 bis

1/1.000

)

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen

Sinusitis,

Infektion der

oberen Atemwege,

Rhinitis

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Leukopenie

Erkrankungen

des

Immunsystems

Überempfindlich-

keitsreaktionen*

Serum-

Krankheit,

angioneurotisch

es Ödem,

anaphylaktische

Reaktion

Stoffwechsel- und

Ernährungsstö-

rungen

Hypertriglycerid

ämie

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Hypästhesie,

Parästhesie,

Störung des

Geschmacks-

empfindens

Augenerkrankun

gen

Sehstörungen

(einschließlich

Diplopie und

verschwommen

es Sehen)

Erkrankungen

des Ohrs und des

Labyrinths

vorübergehende

r oder

dauerhafter

Hörverlust*,

Tinnitus

Herzerkrankunge

n

dekompensierte

Herzinsuffizienz

Erkrankungen

der Atemwege,

des Brustraums

und

Mediastinums

Dyspnoe

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

traktes

Bauchschmerzen

Übelkeit

Erbrechen,

Diarrhö,

Obstipation,

Dyspepsie,

Blähungen

Pankreatitis

Leber- und

Gallenerkrankun

gen

anormale

Leberfunktion

schwerwiegende

Lebertoxizität

(einschließlich

einiger Fälle

von tödlichem

akutem

Leberversagen)

Hyperbilirubinä

Erkrankungen

der Haut und des

Unterhautzell-

gewebes

Urtikaria,

Hautausschlag,

Pruritus

toxische

epidermale

Nekrolyse,

Stevens-

Johnson-

Syndrom,

akute

generalisierte

exanthematöse

Pustulose,

Erythema

multiforme,

exfoliative

Dermatitis,

leukozytoklas-

tische

Vaskulitis,

Alopezie,

Photosensibilitä

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege

Pollakisurie

Erkrankungen

der

Geschlechtsorgan

e und der

Brustdrüse

Menstruations-

störungen

erektile

Dysfunktion

Allgemeine

Erkrankungen

und Beschwerden

am

Verabreichungsor

t

Ödeme

Untersuchungen

erhöhte Blut-

spiegel der

Kreatinphos-

phokinase

* siehe Abschnitt 4.4

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Die folgende Tabelle umfasst Nebenwirkungen mit Itraconazol, die in klinischen Studien mit

Itraconazol Lösung zum Einnehmen und i.v. verabreichtem Itraconazol berichtet wurden, mit

Ausnahme der Nebenwirkung „Entzündung der Injektionsstelle, die sich speziell auf die i.v.

Darreichungsform bezieht.

Systemorganklasse

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Granulozytopenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

anaphylaktiode Reaktionen

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Hyperglykämie, Hyperkaliämie, Hypokaliämie,

Hypomagnesiämie

Psychiatrische Erkrankungen

Konfusionszustand

Erkrankungen des Nervensystems

periphere Neuropathie*, Schwindel, Erschöpfung,

Tremor

Herzerkrankungen

Herzinsuffizienz, Linksherzinsuffizienz, Tachykardie

Gefäßerkrankungen

Hypertonie, Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Lungenödem, Dysphonie, Husten

Erkrankungen des Gastrointestinal-

traktes

gastrointestinale Erkrankung

Leber- und Gallenerkrankungen

Leberversagen*, Hepatitis, Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzell-gewebes

erythematöser Hautausschlag, Hyperhidrose

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und

Myalgie, Arthralgie

Knochenerkrankungen

Erkrankungen der Nieren und

Harnwege

Beeinträchtigung der Nierenfunktion, Inkontinenz

Allgemeine Erkrankungen und

Beschwerden am Verabreichungsort

generalisiertes Ödem, Gesichtsödem, Schmerzen im

Brustkorb, Fieber, Schmerzen, Fatigue, Schüttelfrost

Untersuchungen

Alaninaminotransferase erhöht, Aspartat-

aminotransferase erhöht, alkalische Phosphatase im

Blut erhöht, Lactatdehydrogenase im Blut erhöht,

Blutharnstoff erhöht, Gamma-Glutamyltransferase

erhöht, Leberenzymwerte erhöhte, anormale

Urinwerte

Kinder und Jugendliche

Die Unbedenklichkeit von Itraconazol Lösung zum Einnehmen wurde mit Itraconazol Lösung

zum Einnehmen anhand von 250 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 Monaten bis 14 Jahren,

die an fünf offenen klinischen Studien teilnahmen, ausgewertet. Diese Patienten erhielten

wenigstens eine Dosis Itraconazol Lösung zum Einnehmen zur Prophylaxe von Pilzinfektionen

oder zur Behandlung oraler Candidosen oder systemischer Pilzinfektionen und lieferten die

Sicherheitsdaten.

Basierend auf den gepoolten Sicherheitsdaten aus diesen klinischen Studien, waren die sehr

häufig berichteten Nebenwirkungen Erbrechen (36,0 %), Fieber (30,8 %), Diarrhö (28,4 %),

Schleimhautentzündung (23,2 %), Hautausschlag (22,8 %), Bauchschmerzen (17,2 %),

Übelkeit (15,6 %), Hypertonus (14,0 %) und Husten (11,2 %). Die Natur der Nebenwirkungen

ist bei pädiatrischen Patienten ähnlich, wie sie bei Erwachsenen beobachtet werden, die

Inzidenz ist bei pädiatrischen Patienten jedoch höher.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Symptome und Anzeichen

Im Allgemeinen stimmen die nach einer Überdosierung berichteten Nebenwirkungen mit den

Nebenwirkungen aus der Anwendung von Itraconazol überein (siehe Abschnitt 4.8).

Therapie

Im Falle einer Überdosierung sollten unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden.

Gegebenenfalls kann Aktivkohle verabreicht werden.

Itraconazol kann nicht durch Hämodialyse eliminiert werden.

Ein spezielles Antidot ist nicht bekannt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotika zur systemischen Anwendung, Triazolderivate

ATC-Code: J02A C02

Wirkmechanismus

Itraconazol hemmt die 14-alpha-Demethylase der Pilze, wodurch es zu einer Abnahme von

Ergosterin und einer Unterbrechung der Membransynthese bei den Pilzen kommt.

PK/PD-Beziehung

Die PK/PD-Beziehung von Itraconazol und der Triazole im Allgemeinen ist wenig verstanden

und wird durch das begrenzte Verständnis der antimykotischen Pharmakokinetik noch

verkompliziert.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz der Pilze gegen Azole scheint sich langsam zu entwickeln und ist häufig das

Ergebnis mehrerer genetischer Mutationen. Folgende Mechanismen sind bisher beschrieben

worden:

Überexpression von ERG11, dem Gen, das für die 14-alpha-Demethylase (das

Zielenzym) kodiert

Punktmutationen in ERG11, die zu einer verminderten Affinität der 14-alpha-

Demethylase zu Itraconazol führen

Arzneimittel-Transporter-Überexpression, die zu einem erhöhten Efflux von Itraconazol

aus den Pilzzellen führt (d. h. Entfernung von Itraconazol von seinem Zielort)

Kreuzresistenzen. Innerhalb der Candida-Arten wurden zwischen verschiedenen

Mitgliedern der Arzneimittelklasse der Azole Kreuzresistenzen beobachtet, wobei eine

Resistenz gegen ein Mitglied der Klasse nicht unbedingt eine Resistenz gegen andere

Azole nach sich zieht.

Grenzwerte (Breakpoints)

Mit der EUCAST-Methode wurden Breakpoints für Itraconazol bisher nur für Aspergillus-

Arten etabliert. Diese Breakpoints sind in der nachfolgenden Tabelle entsprechend EUCAST

aufgelistet (Antifungal Clinical Breakpoint Table v. 4.1, valid from 2012-03-05).

Antimykotik

Speziesabhängige Breakpoints (S ≤/R >) (mg/L)

Speziesunab

hängige

Breakpoints

S ≤/R >

A. flavus

A. fumigatus

A. nidulans

A. niger

A. terreus

Itraconazol

= Aspergillus

S = sensibel, R = resistent

Die Überwachung von Itraconazol-Talspiegeln bei Patienten mit Mykosen wird empfohlen.

Die ECOFFs für diese Spezies sind im Allgemeinen eine Stufe höher als für A. fumigatus.

Die MIC-Werte für Isolate von A. niger und A. versicolor sind im Allgemeinen höher als

die von A. fumigatus. Es ist nicht bekannt, ob sich dies in ein geringes klinisches

Ansprechen überträgt.

IE = Es gibt nur unzureichende Evidenz (IE) für die Festlegung eines Breakpoints für die

betreffenden Spezies.

Mit der Methode des CLSI wurden bisher nur für Candida-Arten aus oberflächlichen

Pilzinfektionen Breakpoints für Itraconazol etabliert. Die CLSI-Breakpoints sind: für

empfindlich

0,125 mg/l und für resistent

1 mg/l.

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz kann örtlich und im Verlauf der Zeit für selektierte

Spezies variieren. Deshalb sind − insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer

Infektionen − lokale Informationen über die Resistenzsituation wünschenswert. Sollte aufgrund

der lokalen Prävalenz der Resistenz die Anwendung des Wirkstoffs zumindest bei einigen

Infektionen bedenklich erscheinen, sollte eine Beratung durch Experten angestrebt werden.

Die In-vitro-Empfindlichkeit der Pilze gegen Itraconazol hängt von der Inokulationsmenge, der

Inkubationstemperatur

Wachstumsphase

Pilze

sowie

eingesetzten

Kulturmedium. Aus diesem Grund kann die minimale Hemmstoffkonzentration von Itraconazol

weit divergieren. Die Empfindlichkeiten in der Tabelle unten basieren auf einer MHK

< 1 mg

Itraconazol/l. Es besteht keine Korrelation zwischen In-vitro-Empfindlichkeit und klinischer

Wirksamkeit.

Üblicherweise empfindliche Spezies

Aspergillus spp.

Blastomyces dermatitidis

Candida albicans

Candida parapsilosis

Cladosporium spp.

Coccidioides immitis

Cryptococcus neoformans

Epidermophyton floccosum

Fonsecaea spp.

Geotrichum spp.

Histoplasma spp.

Malassezia (früher Pityrosporum) spp.

Microsporum spp.

Paracoccidioides brasiliensis

Penicillium marneffei

Pseudallescheria boydii

Sporothrix schenckii

Trichophyton spp.

Trichosporon spp.

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem darstellen könnten

Candida glabrata

Candida krusei

Candida tropicalis

Von Natur aus resistente Spezies

Absidia spp.

Fusarium spp.

Mucor spp.

Rhizomucor spp.

Rhizopus spp.

Scedosporium proliferans

Scopulariopsis spp.

Diese Organismen können in Patienten, die von einer Reise außerhalb Europas zurückgekehrt

sind, vorgefunden werden.

Über Itraconazol-resistente Stämme von Aspergillus fumigatus wurde berichtet.

Natürliche intermediäre Empfindlichkeit.

Kinder und Jugendliche

Die Verträglichkeit und Sicherheit von Itraconazol wurde mit der Lösung zum Einnehmen zur

Prophylaxe von Pilzinfektionen an 103 neutropenischen pädiatrischen Patienten im Alter von 0

bis 14 Jahren (median 5 Jahre) in einer offenen unkontrollierten Phase-III-Studie untersucht.

Die meisten Patienten (78 %) waren wegen hämatologischer Malignitäten einer allogenen

Knochenmark-Transplantation unterzogen worden. Alle Patienten erhielten 5 mg/kg Itraconazol

pro Tag als einfache oder geteilte Dosis in Form der Lösung zum Einnehmen. Aufgrund des

Studiendesigns konnte bezüglich der Wirksamkeit keine formale Schlussfolgerung abgeleitet

werden. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse, bei denen ein definitiver oder möglicher

Zusammenhang mit Itraconazol gesehen wurde, waren Übelkeit, anomale Leberfunktion und

Bauchschmerzen.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Allgemeine pharmakokinetische Merkmale

Die Pharmakokinetik von Itraconazol nach ein- oder mehrmaliger Gabe wurde an gesunden

Probanden, bestimmten Bevölkerungsgruppen und Patienten untersucht. Allgemein wird

Itraconazol gut resorbiert. Die maximalen Plasmaspiegel werden innerhalb von 2−5 Stunden

nach oraler Einnahme erreicht. Itraconazol durchläuft einen ausgedehnten Leberstoffwechsel,

bei dem zahlreiche Metaboliten entstehen. Hauptmetabolit ist Hydroxy-Itraconazol, dessen

Plasmakonzentrationen das Zweifache der des unveränderten Wirkstoffes erreichen. Die

terminale Halbwertszeit von Itraconazol beträgt 17 Stunden nach einmaliger Gabe und erhöht

sich auf 34−42 Stunden bei wiederholter Gabe. Die Pharmakokinetik von Itraconazol zeichnet

sich durch Nichtlinearität aus, infolgedessen reichert sich der Wirkstoff im Plasma nach

mehrmaliger Gabe an. Steady-State-Konzentrationen werden innerhalb von 15 Tagen erreicht,

wobei die C

-Werte nach 100 mg 1 x/Tag 0,5 Mikrogramm /ml, nach 200 mg 1 x/Tag 1,1 Mi-

krogramm /ml und nach 200 mg 2 x/Tag 2,0 Mikrogramm/ml erreichen. Wird die Behandlung

beendet, sinken die Plasmakonzentrationen von Itraconazol innerhalb von 7 Tagen fast bis unter

die Nachweisgrenze ab. Aufgrund eines Sättigungsmechanismus bei der Verstoffwechselung in

der Leber sinkt die Itraconazol-Clearance bei höherer Dosierung. Itraconazol wird in Form von

inaktiven Metaboliten im Urin (

35 %) und mit den Fäzes (

54 %) ausgeschieden.

Resorption

Nach oraler Einnahme wird Itraconazol rasch vom Organismus aufgenommen. Die maximalen

Plasmaspiegel des unveränderten Wirkstoffs werden in einem Zeitraum von 2 bis 5 Stunden

nach Einnahme erreicht. Die absolute orale Bioverfügbarkeit von Itraconazol liegt bei 55 %.

Eine maximale orale Bioverfügbarkeit wird erreicht, wenn Itraconazol direkt nach einer

Mahlzeit eingenommen wird.

Verteilung

Itraconazol wird zu 99,8 % an Plasmaproteine gebunden, insbesondere an Plasma-Albumin

(99,6 % beim Hydroxy-Metaboliten). Itraconazol hat auch eine deutliche Affinität für Lipide.

Nur 0,2 % des Wirkstoffs sind frei im Plasma vorhanden. Itraconazol hat im Körper ein

scheinbares Verteilungsvolumen von > 700 l, was auf eine extensive Verteilung auf die

Körpergewebe hinweist: die in Lunge, Nieren, Leber, Knochen, Magen, Milz und Muskeln

festgestellten Konzentrationen waren 2- bis 3-mal höher als die entsprechenden

Plasmakonzentrationen. Der Hirn-Plasma-Quotient betrug ungefähr 1.

Die Itraconazolspiegel in der Haut sind bis zu 4-mal höher als im Plasma. Die Elimination aus

der Haut ist abhängig von der epidermalen Regeneration.

Therapeutische Spiegel im vaginalen Gewebe verbleiben für weitere 3 Tage nach Beendigung

einer 1-Tagestherapie mit 200 mg Itraconazol 2-mal täglich. Daher ist eine 1-Tagestherapie

ausreichend.

Biotransformation

Itraconazol wird extensiv in der Leber metabolisiert, wobei eine Vielzahl von Metaboliten

entsteht. Hauptmetabolit ist Hydroxy-Itraconazol, das in vitro eine mit Itraconazol

vergleichbare antimykotische Aktivität besitzt. Die Plasmakonzentrationen des Hydroxy-

Metaboliten betragen etwa das Zweifache der Itraconazol-Plasmakonzentrationen.

Wie sich in In-vitro-Untersuchungen gezeigt hat, ist CYP3A4 ein wichtiges, an der

Verstoffwechselung von Itraconazol beteiligtes Enzym.

Elimination

Itraconazol wird in Form von inaktiven Metaboliten zu etwa 35 % innerhalb von einer Woche

über den Urin ausgeschieden und zu etwa 54 % mit den Fäzes. Die renale Ausscheidung der

unveränderten Substanz beläuft sich auf weniger als 0,03 % einer Dosis, während die

Ausscheidung über die Fäzes zwischen 3 und 18 % einer Dosis schwankt.

Da die Menge von Itraconazol, die aus Keratingeweben in den Organismus übertritt,

vernachlässigbar erscheint, kann davon ausgegangen werden, dass die Eliminierung von

Itraconazol aus diesen Geweben über die Hauterneuerung erfolgt. Während nach Beendigung

der Therapie Itraconazol innerhalb von 7 Tagen nicht mehr im Plasma nachgewiesen werden

kann, bleiben therapeutische Spiegel in der Haut über 2−4 Wochen nach einer 4-wöchigen

Behandlung erhalten. Im Nagel können Itraconazolspiegel bereits innerhalb 1 Woche nach

Behandlungsbeginn nachgewiesen werden; nach Beendigung einer 3-monatigen Therapie sind

therapeutische Spiegel noch mindestens 6 Monate im Nagel nachweisbar.

Spezielle Patientengruppen

Beeinträchtigung der Leberfunktion

Es wurde eine pharmakokinetische Studie mit einer Einzeldosis von 100 mg Itraconazol (eine

100-mg-Kapsel) an 6 gesunden und 12 Probanden mit Leberzirrhose durchgeführt. Zwischen

diesen beiden Gruppen konnten keine statistisch relevanten Unterschiede bezüglich AUC

beobachtet werden. Es wurde eine statistisch relevante Reduktion des durchschnittlichen C

Werts (47 %) sowie eine Verdoppelung der Eliminationshalbwertszeit (37

17 versus 16

Stunden) von Itraconazol bei Patienten mit Leberzirrhose im Vergleich zu den gesunden

Probanden festgestellt.

Es liegen keine Daten zu einer Langzeitanwendung von Itraconazol bei Patienten mit

Leberzirrhose vor (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Beeinträchtigung der Nierenfunktion

Bezüglich der Anwendung von oral zugeführtem Itraconazol bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion sind nur wenige Daten verfügbar. In dieser Patientengruppe ist das Arzneimittel

mit Vorsicht anzuwenden.

Kinder und Jugendliche

An neutropenischen Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 Monaten bis 14 Jahren wurden

zwei pharmakokinetische Studien, in denen die 5 mg/kg Itraconazol als Lösung zum Einnehmen

einmal oder zweimal täglich verabreicht wurde, durchgeführt. Die Itraconazol-Exposition war

bei älteren Kindern und Jugendlichen (6 bis 14 Jahre) im Vergleich zu jüngeren Kindern etwas

höher. Bei allen Kindern und Jugendlichen wurden effektive Itraconazol-

Plasmakonzentrationen innerhalb von 3 bis 5 Tagen nach Behandlungsbeginn erreicht und

während der Behandlung aufrechterhalten.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Nichtklinische Daten über Itraconazol deuten nicht auf Anzeichen von Gentoxizität, primäre

Karzinogenität oder Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit hin. In hohen Dosen wurden

Auswirkungen auf die Nebennierenrinde, die Leber sowie das mononukleare Phagozyten-

System beobachtet, die jedoch wenig Relevanz für die beabsichtigte klinische Anwendung zu

haben scheinen. Es wurde festgestellt, dass Itraconazol in hohen Dosierungen bei Ratten und

Mäusen einen dosisbezogenen Anstieg der maternalen Toxizität, der Embrytoxizität sowie der

Teratogenizität verursacht. Bei jungen Hunden wurde nach Langzeitverabreichung von

Itraconazol eine globale Verringerung der Knochenmineraldichte beobachtet sowie bei Ratten

eine herabgesetzte Knochenplattenaktivität, Verdünnung der Zona compacta bei großen

Knochen sowie eine erhöhte Knochenbrüchigkeit.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Sucrose

Maisstärke

Hypromellose

Macrogol (20.000)

Kapselunterteil

Titandioxid (E 171)

Gelatine

Kapseloberteil

Titandioxid (E 171)

Gelatine

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

36 Monate

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Die Kapseln sind in Blisterstreifen und diese in Faltschachteln verpackt.

PVC/Aluminium-Blister oder PVC/PVDC/Aluminium-Blister

Packungen mit 14, 15, 28 und 30 Hartkapseln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu entsorgen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Raiffeisenstraße 11

83607 Holzkirchen

8.

ZULASSUNGSNUMMER

61514.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 26.

Mai 2008

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 10. Juli 2013

10.

STAND DER INFORMATION

September 2013

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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