Isotretinoin-Mepha 10 mg Solucaps

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-03-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
isotretinoinum
Verfügbar ab:
Mepha Pharma AG
ATC-Code:
D10BA01
INN (Internationale Bezeichnung):
isotretinoinum
Darreichungsform:
Solucaps
Zusammensetzung:
isotretinoinum 10 mg, color.: E 124, antiox.: E 320, excipiens pro capsula.
Klasse:
A
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Schwere therapieresistente Formen von Akne
Zulassungsnummer:
55972
Berechtigungsdatum:
2002-09-18

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-03-2019

Fachinformation Fachinformation - Französisch

01-03-2019

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-03-2019

Isotretinoin-Mepha Solucaps®

Mepha Pharma AG

Isotretinoin-Mepha kann schwerwiegende Schädigungen des ungeborenen Kindes verursachen.

Frauen müssen daher für eine zuverlässige Schwangerschaftsverhütung sorgen.

Nehmen Sie Isotretinoin-Mepha nicht ein, wenn Sie eine Schwangerschaft planen, bereits schwanger

sind oder vermuten, schwanger zu sein.

Was ist Isotretinoin-Mepha und wann wird es angewendet?

Isotretinoin-Mepha darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Isotretinoin-Mepha Solucaps enthalten den Wirkstoff Isotretinoin. Isotretinoin ist ein Abkömmling

von Vitamin A, der zur Gruppe der Retinoide gehört.

Isotretinoin-Mepha wird zur Behandlung von schweren Formen der Akne angewendet, die auf

andere Aknebehandlungen nicht befriedigend ansprechen. Isotretinoin-Mepha lässt entzündete

Mitesser und Pusteln im Gesicht und auf der Brust innerhalb einiger Wochen bis Monate

verschwinden. Ausserdem wird die in der Regel mit schwerer Akne verbundene Fettabsonderung auf

der Haut und an den Haaren gemildert.

Die schwere Akne erstreckt sich im Allgemeinen über das Gesicht und oft auch über den Rumpf und

ist durch stark entzündete, manchmal eitrige Hautveränderungen gekennzeichnet. Solche schwere

Akneformen, die auch im Erwachsenenalter auftreten, widerstehen häufig den üblichen

Behandlungen und hinterlassen unregelmässige, grosse Narben. Angesichts des Schweregrades

dieser Erkrankung muss zur Überwachung der Behandlung ein Facharzt für Hautkrankheiten

beigezogen werden. Desgleichen erfordern die für Isotretinoin-Mepha geltenden

Vorsichtsmassnahmen eine strenge ärztliche Kontrolle.

Was sollte dazu beachtet werden?

Isotretinoin-Mepha wird nach Gesichtspunkten verordnet, die von Patient zu Patient anders sein

können. Es wird Ihnen persönlich verschrieben, und Sie dürfen das Arzneimittel und die für Sie

geltenden Vorschriften unter keinen Umständen jemand anderem weitergeben.

Eine gewisse Anzahl Laboruntersuchungen sind während der Behandlung unerlässlich, wofür man

Ihnen eine oder mehrere Blutproben entnehmen wird. Akzeptieren Sie die Ratschläge Ihres Arztes

bzw. Ihrer Ärztin und befolgen Sie diese genau.

Während einer Behandlung mit Isotretinoin-Mepha und bis zu einem Monat danach darf kein Blut

gespendet werden.

Wann darf Isotretinoin-Mepha nicht angewendet werden?

·Wenn Sie schwanger sind oder schwanger sein könnten, dürfen Sie Isotretinoin-Mepha unter keinen

Umständen einnehmen.

·Bei der Frau ist Isotretinoin-Mepha stark fruchtschädigend. Isotretinoin-Mepha kann ein

ungeborenes Kind dementsprechend schwer schädigen, das heisst es kann schwerwiegende

Missbildungen von Gehirn, Gesicht, Ohren, Augen, Herz und verschiedenen Drüsen beim

ungeborenen Kind verursachen. Es erhöht auch die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt. Dies

kann auch der Fall sein, wenn Isotretinoin-Mepha nur für kurze Zeit oder in geringer Dosierung

während der Schwangerschaft eingenommen wird.

·Frauen, die schwanger werden könnten, dürfen Isotretinoin-Mepha nicht einnehmen.

·Sie dürfen bis einen Monat nach Ende der Behandlung nicht schwanger werden, da noch Reste des

Arzneimittels in Ihrem Körper vorhanden sein können.

·Für Frauen, die schwanger werden können, kann der Arzt bzw. die Ärztin in besonderen Fällen

Isotretinoin-Mepha verschreiben. Falls dies auf Sie zutrifft, ist es absolut unerlässlich, die ärztlichen

Vorschriften genauestens einzuhalten. Folgende Punkte sind dann äusserst wichtig:

1.Vor Beginn der Behandlung muss sichergestellt werden, dass Sie nicht schwanger sind (Sie

müssen einen ärztlich beaufsichtigten Schwangerschaftstest durchführen lassen).

2.Die Massnahmen zur Empfängnisverhütung, die Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin verordnet hat,

müssen Sie strikt einhalten. Frauen im gebärfähigen Alter müssen mindestens 1 Monat vor der

Einnahme von Isotretinoin-Mepha, während der gesamten Behandlung und mindestens 1 Monat

lang nach Beenden der Behandlung ohne Unterbrechung zuverlässige schwangerschaftsverhütende

Methoden anwenden (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Isotretinoin-Mepha Vorsicht

geboten?»). Dazu müssen Sie mindestens eine sehr zuverlässige Methode der Empfängnisverhütung

(z.B. eine Kupfer- oder Hormonspirale oder ein Hormonstäbchen) oder zwei zuverlässige Methoden,

die auf unterschiedliche, sich ergänzende Weise funktionieren (z.B. eine hormonelle

Verhütungspille und ein Kondom), anwenden. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin,

welche Methoden für Sie geeignet sind.

Sie dürfen Isotretinoin-Mepha nicht einnehmen, wenn Sie stillen, da der Wirkstoff in die

Muttermilch gelangen kann.

Sie dürfen Isotretinoin-Mepha ausserdem nicht einnehmen:

·bei schweren Krankheiten der Leber. Falls Sie an einer Lebererkrankung leiden, besprechen Sie

bitte die Einnahme von Isotretinoin-Mepha mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin.

·bei erhöhten Blutfettwerten.

·wenn Sie sehr viel Vitamin A in Ihrem Körper gespeichert haben (Hypervitaminose A).

·bei Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe. Da Isotretinoin-Mepha Sojabohnenöl enthält,

dürfen Sie Isotretinoin-Mepha nicht einnehmen, wenn Sie gegen Sojabohnen allergisch sind.

Isotretinoin-Mepha darf nicht zusammen mit Tetrazyklinen (bestimmte Antibiotika) eingenommen

werden.

Falls Sie oder irgendein Mitglied Ihrer Familie an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),

Lebererkrankungen, Herzkrankheiten oder Depression gelitten haben oder leiden, müssen Sie dies

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen.

Wann ist bei der Einnahme von Isotretinoin-Mepha Vorsicht geboten?

Isotretinoin-Mepha wird nach Gesichtspunkten verordnet, die von Patient zu Patient anders sein

können. Es wird Ihnen persönlich verschrieben, und Sie dürfen das Arzneimittel und die für Sie

geltenden Vorschriften unter keinen Umständen jemand anderem weitergeben.

Eine gewisse Anzahl Laboruntersuchungen sind während der Behandlung unerlässlich, wofür man

Ihnen eine oder mehrere Blutproben entnehmen wird. Akzeptieren Sie die Ratschläge Ihres Arztes

bzw. Ihrer Ärztin und befolgen Sie diese genau.

Frauen im gebärfähigen Alter wird Isotretinoin-Mepha aufgrund des Risikos für schwere

Schädigungen des ungeborenen Kindes unter strengen Regeln verschrieben.

Diese Regeln sind:

·Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin muss Ihnen das Risiko für die Schädigungen des ungeborenen Kindes

erklären – Sie müssen verstehen, warum Sie nicht schwanger werden dürfen und was Sie tun müssen,

um eine Schwangerschaft zu verhindern.

·Sie müssen mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über schwangerschaftsverhütende Massnahmen

gesprochen haben. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird sie beraten, wie Sie sicher verhüten können.

·Vor Beginn der Behandlung wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin einen Schwangerschaftstest

durchführen. Der Test muss zeigen, dass Sie bei Beginn der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha

nicht schwanger sind.

Frauen müssen vor, während und nach der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha zuverlässige

schwangerschaftsverhütende Methoden anwenden

·Sie müssen sich bereit erklären, mindestens eine sehr zuverlässige schwangerschaftsverhütende

Methode (zum Beispiel eine Spirale (Intrauterinpessar) oder ein schwangerschaftsverhütendes

Implantat) oder zwei zuverlässige Methoden, die auf verschiedene Weise wirken (zum Beispiel eine

hormonelle Verhütungspille und ein Kondom) anzuwenden. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw.

Ihrer Ärztin, welche Methoden für Sie geeignet sind.

·Sie müssen einen Monat vor Einnahme von Isotretinoin-Mepha, während der Behandlung und einen

Monat nach Ende der Behandlung ohne Unterbrechung schwangerschaftsverhütende Methoden

anwenden.

Sie müssen auch dann Schwangerschaftsverhütungsmassnahmen anwenden, wenn Sie keine Periode

haben oder wenn Sie sexuell nicht aktiv sind (es sei denn, Ihr Arzt entscheidet, dass dies nicht

notwendig ist).

Frauen müssen Schwangerschaftstests vor, während und nach der Einnahme von Isotretinoin-Mepha

zustimmen

·Sie müssen regelmässigen, idealerweise monatlichen, Kontrolluntersuchungen zustimmen.

·Sie müssen regelmässigen Schwangerschaftstests vor, idealerweise jeden Monat während der

Behandlung und 5 Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha, zustimmen.

·Sie müssen zusätzlichen Schwangerschaftstests zustimmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie

darum bittet.

·Sie dürfen während der Behandlung oder innerhalb eines Monats danach nicht schwanger werden,

da noch Reste des Arzneimittels in Ihrem Körper vorhanden sein können.

·Ihr Arzt wird all diese Punkte mittels einer Checkliste mit Ihnen besprechen und Sie (oder einen

Elternteil/einen gesetzlichen Vertreter) bitten, ein Formular zu unterzeichnen. Mit diesem Formular

wird bestätigt, dass Sie über die Risiken aufgeklärt wurden und dass Sie die oben genannten Regeln

befolgen werden.

Wenn Sie während der Einnahme von Isotretinoin-Mepha schwanger werden oder vermuten

schwanger zu sein, müssen Sie das Arzneimittel sofort absetzen und umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin benachrichtigen. Auch wenn Sie innerhalb eines Monats nach Beendigung der Behandlung

mit Isotretinoin-Mepha schwanger werden, müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren. Er

bzw. sie wird die unmittelbar erforderlichen Massnahmen ergreifen.

Es ist unerlässlich, dass Sie regelmässig zu Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zur Kontrolle gehen, auf

jeden Fall 5 Wochen nach dem Ende der Behandlung und nach Vorschrift einen

Schwangerschaftstest durchführen lassen.

Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist die verschriebene Menge pro Rezept auf einen Bedarf von 30

Tagen begrenzt. Idealerweise sollten der Schwangerschaftstest, die Verordnung und die Einlösung

des Rezeptes in der Apotheke am gleichen Tag erfolgen. Ihr Apotheker oder Ihre Apothekerin darf

Ihnen Isotretinoin-Mepha nur innerhalb von 7 Tagen ab der Verordnung aushändigen. Nach Ablauf

der 7 Tage gilt das Rezept als verfallen und Isotretinoin-Mepha wird Ihnen in der Apotheke erst dann

ausgehändigt, wenn Sie ein neues Rezept vorlegen.

Vom Hersteller wird folgende Informationsbroschüre zur Verfügung gestellt:

Isotretinoin-Mepha: Ratgeber für Patientinnen und Patienten inklusive Einverständniserklärung für

die Patientin und Liste für die Kontrolltermine.

Hinweise für Männer

Die Mengen des Wirkstoffes im Sperma von Männern, die Isotretinoin-Mepha einnehmen, sind zu

gering, um dem ungeborenen Kind der Partnerin zu schaden.

Zusätzliche Warnhinweise

Sie dürfen dieses Arzneimittel niemals an andere Personen weitergeben.

Sie dürfen während der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha und bis einen Monat nach der

Behandlung kein Blut spenden, weil ein ungeborenes Kind einer Schwangeren, die Ihr Blut erhält,

geschädigt werden kann.

Psychische Probleme

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, bevor Sie Isotretinoin-Mepha einnehmen, wenn

Sie schon einmal an psychischen Problemen einschliesslich Depressionen, Aggressivität oder

Stimmungsschwankungen gelitten haben. Dies umfasst auch Selbstverletzungs- oder

Selbstmordgedanken, da die Einnahme von Isotretinoin-Mepha Ihre Stimmung beeinflussen kann

(siehe auch «Welche Nebenwirkungen kann Isotretinoin-Mepha haben?»).

Es kann sein, dass Sie einige Veränderungen in Ihrer Stimmung und in Ihrem Verhalten nicht

wahrnehmen und deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Freunden und Ihrer Familie erzählen,

dass dieses Arzneimittel Ihre Stimmung und Ihr Verhalten beeinflussen kann. Diese könnten solche

Veränderungen bemerken und Ihnen helfen, etwaige Probleme, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen

müssen, schnell zu erkennen.

Haut

Es gab Berichte über Hautreaktionen unter der Anwendung von Isotretinoin-Mepha, die in einigen

Fällen schwerwiegend bis lebensbedrohlich verliefen. Solche Hautreaktionen traten meistens in den

ersten 4 Wochen nach Beginn der Behandlung auf. Falls Sie unter der Anwendung von Isotretinoin-

Mepha Hautreaktionen bemerken, die begleitet sind von Fieber, Halsschmerzen, Krankheitsgefühl

oder von Blasenbildung an Beinen, Armen oder im Gesicht und/oder Entzündungen im Mund, Hals,

Nase oder Augen, oder aber falls Sie ein Abschälen der Haut beobachten, sollten Sie die Behandlung

aussetzen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren. Aufgrund dieser

Hautreaktionen kann ein Krankenhausaufenthalt nötig sein.

Isotretinoin-Mepha ist für die Behandlung der weniger schweren Akne, wie sie bei Jugendlichen in

der Pubertät auftritt, nicht angezeigt und wird nicht für Patienten unter 12 Jahren empfohlen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Ihre Nierenfunktion nicht in Ordnung ist. Die

Behandlung muss in diesem Fall mit einer niedrigeren Dosierung begonnen werden.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen (eingeschränktes Sehvermögen in der Nacht,

Sehstörungen oder Lichtempfindlichkeit). Diese unerwünschten Wirkungen können in seltenen

Fällen auch nach Therapieende weiterbestehen. Falls bei Ihnen diese oder ähnliche Sehstörungen

auftreten oder wenn Sie sich schläfrig oder benommen fühlen (dies kann auch plötzlich geschehen),

sollten Sie nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen, und Sie sollten auch sonst keine

Tätigkeiten ausüben, bei welchen diese Probleme Sie oder Ihre Mitmenschen gefährden könnten.

Die gleichzeitige Einnahme von Isotretinoin-Mepha und Arzneimitteln oder Stärkungsmitteln, die

Vitamin A enthalten, ist zu vermeiden.

Während der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha und 5 - 6 Monate danach sollten kein Haut-

Peeling, keine Haarentfernung mit Wachs und keine Laserbehandlung der Haut (zur Entfernung der

Hornhaut oder von Narben) durchgeführt werden, da sie zur Bildung von Narben sowie

Pigmentveränderungen der Haut, Hautverletzungen oder Hautreizungen führen können.

Während der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha sollten Sie auf Sonnenbäder verzichten und keine

UV-Lampe oder -Liege benutzen. Bevor Sie in die Sonne gehen, müssen Sie einen Sonnenschutz mit

hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30) auftragen und Sie sollten schützende Kleidung tragen.

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Zuckerunverträglichkeit leiden, bitte nehmen Sie dann Isotretinoin-Mepha erst nach Rücksprache mit

Ihrem Arzt ein.

Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure sowie Rheuma- und

Schmerzmittel (Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen Isotretinoin-Mepha nicht

anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Isotretinoin-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind, oder schwanger sein könnten, dürfen Sie Isotretinoin-Mepha unter keinen

Umständen einnehmen (siehe «Wann darf Isotretinoin-Mepha nicht angewendet werden?» und

«Wann ist bei der Einnahme von Isotretinoin-Mepha Vorsicht geboten?»). Isotretinoin-Mepha kann

schwere Schädigungen des ungeborenen Kindes bewirken.

Während der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha und bis zu einem Monat nach Behandlungsende

dürfen Frauen nicht stillen. Der Wirkstoff geht höchstwahrscheinlich in die Muttermilch über und

kann das gestillte Kind schädigen

Wie verwenden Sie Isotretinoin-Mepha?

Die Art und die Anzahl Solucaps, die Sie täglich einnehmen müssen, werden von Ihrem Arzt bzw.

Ihrer Ärztin genau festgelegt. Befolgen Sie seine, bzw. ihre Angaben genau, und ändern Sie die

Dosis nie, ohne ihn bzw. sie vorher zu Rate zu ziehen.

Schlucken Sie die Solucaps unzerkaut während einer Mahlzeit.

Wenn Sie einmal vergessen haben, die Solucaps einzunehmen, so lassen Sie diese weg und nehmen

die folgenden Solucaps wie gewohnt ein. Sie dürfen nicht am folgenden Tag die doppelte Menge

einnehmen!

Die Entscheidung, eine Behandlung abzubrechen, sollte vom Arzt bzw. von der Ärztin gefällt

werden. In der Regel sind mehrere Wochen bis Monate nötig, bis sich ein zufriedenstellendes

Resultat einstellt. Manchmal ist nach einer Pause von acht Wochen eine neue Behandlung

erforderlich, falls das erzielte Ergebnis nicht ausreichend erscheint oder ein Rückfall eintritt.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Isotretinoin-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Isotretinoin-Mepha auftreten:

Vor allem am Anfang der Behandlung kommt es sehr häufig zu einer unter Umständen ausgeprägten

Trockenheit von Haut und Schleimhaut, insbesondere der Lippen, des Mundes und der Nase sowie

zu Lippen- und Hautentzündung, lokalisierter Schuppung, Juckreiz, Hautrötung, erhöhter

Hautverletzlichkeit, Augenrötungen, -entzündung und -reizung. Das Gefühl von «trockenen Augen»

kann noch Monate nach Absetzen von Isotretinoin-Mepha bestehen bleiben. Der Arzt bzw. die

Ärztin wird Sie beraten, wie Sie diese unerwünschten Begleiterscheinungen mildern können; diese

Nebenwirkungen sind ungefährlich und verschwinden wieder, wenn Sie die ärztlich verordneten

Massnahmen befolgen.

Sehr häufig traten Gelenks- und Muskelbeschwerden und Rückenschmerzen auf. Häufig wurden

Nasenbluten, Nasen- und Rachenentzündung gemeldet.

Sehr selten traten bei Patientinnen und Patienten auch Heiserkeit, trockener Rachen, Infektion der

Haut und Schleimhaut, Hautausschlag, Veränderung der Haare, übermässig starke Körperbehaarung,

Veränderung der Nägel, erhöhte Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht, knotige Hautwucherung,

verstärkte Pigmentierung der Haut, vermehrtes Schwitzen sowie Verkalkung von Bänder und

Sehnen, Gelenk- und Knochenveränderungen, Gelenk- und Sehnenentzündung, entzündliche

Nierenerkrankung, Unwohlsein, Diabetes (Zuckerkrankheit), Vergrösserung der Lymphknoten und

Gefässentzündung auf.

Bei Behandlungsbeginn beobachtet man manchmal eine vorübergehende Verschlimmerung der

Akne. Es handelt sich dabei jedoch um eine normale Erscheinung, die Sie nicht veranlassen darf, die

Ihnen verordnete Dosis nach eigenem Gutdünken abzuändern.

Im Laufe der Behandlung kann es zu Haarausfall unterschiedlicher Intensität kommen. Diese

Nebenwirkung sollte Sie nicht allzu sehr beunruhigen, da in den meisten Fällen das Haar im Laufe

einiger Monate nach dem Absetzen von Isotretinoin-Mepha wieder nachwachsen wird. In seltenen

Fällen wuchsen die Haare noch längere Zeit nach der Behandlung nicht nach.

In einigen Fällen wurde während einer Isotretinoin-Therapie ein eingeschränktes Sehvermögen in der

Nacht beobachtet, welches in seltenen Fällen auch nach der Therapie anhielt. Da dies in einigen

Fällen plötzlich auftrat, ist besondere Vorsicht geboten, wenn Sie nachts Auto fahren oder eine

Maschine bedienen müssen.

Benachrichtigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin baldmöglichst, falls eines der folgenden Symptome

auftritt: ungewöhnlich starke oder länger dauernde Kopfschmerzen, Schwindel, Krampfanfälle,

Schläfrigkeit, Sehstörungen, Hörstörungen und Ohrensausen, Muskel- oder Gelenkschmerzen,

Übelkeit, Erbrechen, starke Magenschmerzen, Blutungen aus dem After, Durchfall oder Gelbfärbung

der Haut oder der Augen und/oder dunkle Verfärbung des Urins; diese Erscheinungen machen eine

Anpassung Ihrer Behandlung erforderlich.

In einzelnen Fällen wurden asthmaartige Symptome (Atemnot) beobachtet.

Isotretinoin, wurde mit depressiven Verstimmungen sowie mit Verschlechterungen bestehender

Depressionen, mit Stimmungsschwankungen, Tendenzen zu Aggressivität, Angstgefühlen und mit

der Gefahr von Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen und Selbstmord in Verbindung gebracht.

Ein Wirkmechanismus, der diese Nebenwirkungen erklären könnte, ist nicht bekannt. Trotzdem

sollten Sie darauf achten und unbedingt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, wenn Sie sich

depressiv fühlen z.B., wenn Sie ohne Grund traurig oder ängstlich sind,

Stimmungsschwankungen haben, Weinanfälle bekommen, reizbar sind, Konzentrationsstörungen bei

sich bemerken, die Freude an gesellschaftlichen oder sportlichen Aktivitäten verlieren, sich von

Ihren Freunden oder Ihrer Familie zurückziehen, zu viel oder zu wenig schlafen, Veränderungen in

Bezug auf Ihren Appetit oder Ihr Gewicht bemerken oder in der Schule bzw. bei der Arbeit weniger

leisten können oder an Selbstmord denken. Der Arzt oder die Ärztin wird, falls nötig, eine geeignete

Therapie in die Wege leiten.

Es gab Berichte über Hautreaktionen unter der Anwendung von Isotretinoin-Mepha, die in einigen

Fällen schwerwiegend bis lebensbedrohlich verliefen. Solche Hautreaktionen traten meistens in den

ersten 4 Wochen nach Beginn der Behandlung auf. Falls Sie unter der Anwendung von Isotretinoin-

Mepha Hautreaktionen bemerken, die begleitet sind von Fieber, Halsschmerzen, Krankheitsgefühl

oder von Blasenbildung an Beinen, Armen oder im Gesicht und/oder Entzündungen im Mund, Hals,

Nase oder Augen, oder aber falls Sie ein Abschälen der Haut beobachten, sollten Sie die Behandlung

aussetzen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren. Aufgrund dieser

Hautreaktionen kann ein Krankenhausaufenthalt nötig sein.

Es gab Berichte über schwerwiegende Muskelprobleme, die in einigen Fällen tödlich verliefen,

insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die starker körperlicher Betätigung nachgingen. Wenn

Sie Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschwäche verspüren, sollten Sie

unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Es gab Berichte über sexuelle Störungen einschliesslich Erektionsstörungen und verminderter

Libido.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» angegebenen Datum verwendet

werden.

In der Originalverpackung, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und nicht über 30°C lagern.

Bitte bringen Sie am Ende der Behandlung alle nicht eingenommenen Solucaps in der

Originalpackung der Abgabestelle (Arzt oder Apotheker) zur fachgerechten Entsorgung zurück und

behalten Sie diese nur, wenn Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ausdrücklich sagt, dass Sie dies tun

sollen.

Isotretinoin-Mepha muss für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Isotretinoin-Mepha enthalten?

1 Solucaps Isotretinoin-Mepha 5 enthält: Isotretinoin 5 mg.

Hilfsstoffe: (partiell hydriertes) Sojabohnenöl, Antioxidantien: Vitamin E (E 307) und

Butylhydroxianisol (E 320), sowie weitere Hilfsstoffe.

1 Solucaps Isotretinoin-Mepha 10 enthält: Isotretinoin 10 mg.

Hilfsstoffe: (partiell hydriertes) Sojabohnenöl, Antioxidantien: Vitamin E (E 307) und

Butylhydroxianisol (E 320), den Farbstoff Ponceau R4 (E 124) sowie weitere Hilfsstoffe.

1 Solucaps Isotretinoin-Mepha 20 enthält: Isotretinoin 20 mg.

Hilfsstoffe: (partiell hydriertes) Sojabohnenöl, Antioxidantien: Vitamin E (E 307) und

Butylhydroxianisol (E 320), die Farbstoffe Ponceau R4 (E 124) und Indigotin (E 132) sowie weitere

Hilfsstoffe.

1 Solucaps Isotretinoin-Mepha 40 enthält: Isotretinoin 40 mg.

Hilfsstoffe: (partiell hydriertes) Sojabohnenöl, Antioxidantien: Vitamin E (E 307) und

Butylhydroxianisol (E 320), den Farbstoff Gelborange (E 110) sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

55972 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Isotretinoin-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Isotretinoin-Mepha 5: Packungen zu 30 und 100 Solucaps.

Isotretinoin-Mepha 10: Packungen zu 30 und 100 Solucaps.

Isotretinoin-Mepha 20: Packungen zu 30 und 100 Solucaps.

Isotretinoin-Mepha 40: Packungen zu 30 und 100 Solucaps.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 8.3

Fachinformation

Isotretinoin-Mepha Solucaps®

Mepha Pharma AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Isotretinoinum (13-cis-Retinsäure).

Hilfsstoffe:

Isotretinoin-Mepha 5: (partiell hydriertes) Sojabohnenöl, Antiox.: E 307, E 320; Excipiens pro

capsula.

Isotretinoin-Mepha 10: (partiell hydriertes) Sojabohnenöl, Antiox.: E 307, E 320; Farbstoffe E 124,

Excipiens pro capsula.

Isotretinoin-Mepha 20: (partiell hydriertes) Sojabohnenöl, Antiox.: E 307, E 320; Farbstoffe E 124, E

132, Excipiens pro capsula.

Isotretinoin-Mepha 40: (partiell hydriertes) Sojabohnenöl, Antiox.: E 307, E 320; Farbstoffe E 110,

Excipiens pro capsula.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Solucaps mit 5 mg Isotretinoin.

Solucaps mit 10 mg Isotretinoin.

Solucaps mit 20 mg Isotretinoin.

Solucaps mit 40 mg Isotretinoin.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Schwere Formen der Akne (wie Akne nodularis; Akne conglobata oder Akne mit dem Risiko einer

permanenten Narbenbildung), die sich gegenüber adäquaten Standardtherapiezyklen mit

systemischen Antibiotika und topischer Therapie als resistent erwiesen haben.

Dosierung/Anwendung

Isotretinoin-Mepha darf nur von Ärzten, die mit der Anwendung von systemischen Retinoiden in der

Behandlung der schweren Akne vertraut sind und welche umfassende Kenntnisse der Risiken einer

Isotretinoin-Therapie und der notwendigen Kontrollen besitzen oder unter deren Aufsicht,

verschrieben werden.

Übliche Dosierung

Das therapeutische Ansprechen auf Isotretinoin-Mepha und einige seiner Nebenwirkungen sind

dosisabhängig und nicht bei allen Patienten gleich. Individuelle Dosisanpassungen während der

Therapie sind deshalb erforderlich. Die Therapie mit Isotretinoin-Mepha sollte mit einer Dosis von

0,5 mg/kg Körpergewicht pro Tag begonnen werden. Die Dosis liegt für die meisten Patienten

zwischen 0,5 - 1,0 mg/kg Körpergewicht pro Tag. Bei Patienten mit sehr schwerer Akne oder mit

Akne am Rumpf kann eine höhere Tagesdosis von bis zu 2,0 mg/kg Körpergewicht erforderlich sein.

Bei einer kumulierten Dosis von 120 mg/kg Körpergewicht pro Behandlung konnte gezeigt werden,

dass die Remissionsraten erhöht und Rezidive verhindert wurden und dass darüber (120 - 150 mg/kg

KG) kein zusätzlicher substanzieller Nutzen zu erwarten ist. Die Therapiedauer bei einem Patienten

variiert daher je nach angewendeter Tagesdosis. Eine vollständige Remission der Akne wird

normalerweise durch eine 16 – 24-wöchige Therapiedauer erreicht.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patienten mit Niereninsuffizienz

Die Erfahrung bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist sehr begrenzt (siehe «Warnhinweise

und Vorsichtsmassnahmen»). Falls eine Behandlung trotzdem durchgeführt werden soll, sollte mit

einer Dosis von 10 mg/Tag behandelt und anschliessend individuell entsprechend der Verträglichkeit

angepasst werden.

Patienten mit Unverträglichkeit

Bei Patienten, die eine schwere Unverträglichkeit gegenüber der empfohlenen Dosis zeigen, kann die

Behandlung mit einer niedrigeren Dosis fortgesetzt werden, was als Konsequenz zu einer längeren

Behandlungsdauer und einem höheren Rückfallrisiko führt. Um bei diesen Patienten die

bestmögliche Wirkung zu erzielen, sollte die Behandlung mit der höchsten tolerierten Dosierung

fortgesetzt werden.

Simultane Lokalbehandlung

Die gleichzeitige Verabreichung anderer keratolytisch oder exfoliativ wirkender Aknemittel ist nicht

indiziert. Eine simultane Strahlenbehandlung (UV-Licht) ist ebensowenig angezeigt.

Kinder

Isotretinoin-Mepha ist nicht indiziert für die Behandlung der präpubertären Akne. Die Anwendung

bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen.

Art und Dauer der Anwendung (Applikationsart)

Die Solucaps sollten ein- oder zweimal täglich mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Bei der Mehrheit der Patienten wurde ein vollständiges Verschwinden der Akne mit einem einzigen

Therapiezyklus erzielt. Im Fall eines deutlichen Rückfalls kann eine erneute Therapie mit

Isotretinoin-Mepha in der gleichen Tages- und kumulierten Behandlungsdosis wie vorher

durchgeführt werden. Da bis zu acht Wochen nach Beendigung der Therapie noch eine weitere

Verbesserung der Akne beobachtet werden kann, sollte eine erneute Behandlung nicht vor Ablauf

dieser Frist eingeleitet werden.

Kontraindikationen

Isotretinoin-Mepha ist bei schwangeren und stillenden Frauen kontraindiziert (siehe

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

Isotretinoin-Mepha ist bei Frauen im gebärfähigen Alter kontraindiziert, es sei denn, dass alle

Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms eingehalten werden (siehe

«Schwangerschaft/Stillzeit»).

Isotretinoin-Mepha ist auch bei Patienten, die gegen Isotretinoin oder einen der Hilfsstoffe allergisch

sind, kontraindiziert. Isotretinoin-Mepha enthält Sojabohnenöl und partiell hydriertes Sojabohnenöl.

Daher ist Isotretinoin-Mepha bei Patienten, die gegen Sojabohnen allergisch sind, kontraindiziert.

Isotretinoin-Mepha ist ausserdem kontraindiziert bei Patienten

·mit Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe,

·mit Leberinsuffizienz,

·mit vorbestehender Hypervitaminose A,

·mit stark überhöhten Blutlipidwerten und

·die gleichzeitig mit Tetrazyklinen behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Schwangerschaftsverhütungsprogramm

Dieses Arzneimittel ist TERATOGEN.

Isotretinoin-Mepha ist bei Frauen im gebärfähigen Alter kontraindiziert, es sei denn, alle hier

folgenden Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms werden erfüllt:

·Sie leidet an schwerer Akne (wie Akne nodularis oder Akne conglobata oder an einer Akne bei der

das Risiko einer dauerhaften Narbenbildung besteht), welche sich gegenüber adäquaten

Standardtherapiezyklen mit systemischen Antibiotika und topischer Therapie als resistent erwiesen

hat (siehe «Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten»).

·Sie versteht das teratogene Risiko.

·Sie versteht die Notwendigkeit einer strengen monatlichen Überwachung.

·Sie versteht und akzeptiert die Notwendigkeit einer zuverlässigen Empfängnisverhütung ohne

Unterbrechung, 1 Monat vor Beginn der Behandlung, während der Behandlung und 1 Monat nach

Beendigung der Behandlung. Es muss mindestens eine, vorzugsweise sollten aber zwei sich

ergänzende Massnahmen zur Empfängnisverhütung, inklusive einer Barrieremethode, durchgeführt

werden.

·Auch im Falle einer Amenorrhö muss sie alle Anweisungen für eine zuverlässige

Empfängnisverhütung befolgen.

·Sie muss in der Lage sein, die Empfängnisverhütungsmassnahmen zuverlässig durchzuführen.

·Sie ist über die möglichen Konsequenzen einer Schwangerschaft und die Notwendigkeit, sich sofort

untersuchen zu lassen, falls das Risiko besteht, dass eine Schwangerschaft eingetreten ist, informiert

und versteht sie.

·Sie versteht die Notwendigkeit und akzeptiert, Schwangerschaftstests vor, während und 5 Wochen

nach dem Ende der Therapie durchzuführen.

·Sie hat bestätigt, dass sie die Gefahren und notwendigen Vorsichtsmassnahmen, die mit der

Anwendung von Isotretinoin-Mepha verbunden sind, verstanden hat.

Diese Voraussetzungen gelten auch für Frauen, welche gegenwärtig nicht sexuell aktiv sind, es sei

denn, dass der verschreibende Arzt der Meinung ist, dass es zwingende Gründe gibt, die dafür

sprechen, dass das Risiko des Auftretens einer Schwangerschaft nicht besteht.

Der verschreibende Arzt muss sicherstellen, dass:

·die Patientin die Voraussetzungen des o.g. Schwangerschaftsverhütungsprogramms erfüllt,

einschliesslich einer Bestätigung, dass sie über einen adäquaten Grad an Verständnis verfügt

·die Patientin bestätigt, dass sie die o.g. Voraussetzungen erfüllt

·die Patientin seit mindestens 1 Monat vor Beginn der Behandlung eine oder vorzugsweise zwei

Methoden der effektiven Empfängnisverhütung, inklusive einer Barrieremethode, durchführt und die

zuverlässige Empfängnisverhütung während der gesamten Zeit der Behandlung und für einen Monat

nach Ende der Behandlung weiterführen wird

·Schwangerschaftstests mit negativem Resultat vor, während und 5 Wochen nach dem Ende der

Behandlung durchgeführt wurden. Die Daten und Resultate der Schwangerschaftstests müssen

dokumentiert werden.

Empfängnisverhütung

Weibliche Patienten müssen umfassende Informationen zur Schwangerschaftsverhütung erhalten und

zur Beratung über Empfängnisverhütung überwiesen werden, falls sie noch keine wirksame

Empfängnisverhütung durchführen.

Als minimale Voraussetzung müssen Frauen mit dem potentiellen Risiko einer Schwangerschaft

mindestens eine wirksame Methode zur Empfängnisverhütung durchführen. Vorzugsweise sollte die

Patientin zwei sich ergänzende Formen der Empfängnisverhütung, inklusive einer Barrieremethode,

anwenden. Die Empfängnisverhütung sollte, auch bei Patientinnen mit Amenorrhö, für mindestens 1

Monat nach dem Ende der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha fortgesetzt werden.

Schwangerschaftstests

Es wird geraten, medizinisch überwachte Schwangerschaftstests mit einer minimalen Sensitivität von

25 mIE HCG/ml Urin während der ersten 3 Tage des Menstruationszyklus wie folgt durchzuführen:

Vor Behandlungsbeginn

Um die Möglichkeit einer Schwangerschaft vor Beginn der Kontrazeption auszuschliessen, wird

empfohlen, dass ein erster medizinisch überwachter Schwangerschaftstest gemacht wird und das

Datum und das Ergebnis dokumentiert werden. Der Zeitpunkt, wann dieser Schwangerschaftstest

durchgeführt wird, sollte sich bei Patientinnen ohne regelmässigen Zyklus an den sexuellen

Aktivitäten der Patientin orientieren und ca. 3 Wochen nach dem letzten ungeschützten

Geschlechtsverkehr der Patientin durchgeführt werden. Der verschreibende Arzt muss die Patientin

über Schwangerschaftsverhütung aufklären.

Ein medizinisch überwachter Schwangerschaftstest muss auch bei der Untersuchung, bei der das

Arzneimittel verschrieben wird oder während der 3 Tage vor dem Besuch bei dem verschreibenden

Arzt, durchgeführt werden und sollte so lange hinausgeschoben werden, bis die Patientin mindestens

1 Monat lang eine zuverlässige Empfängnisverhütung angewandt hat. Dieser Test soll sicherstellen,

dass die Patientin nicht schwanger ist, wenn sie mit der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha beginnt.

Kontrolluntersuchungen

Kontrolluntersuchungen müssen in Intervallen von 28 Tagen festgesetzt werden. Unter

Berücksichtigung der sexuellen Aktivität der Patientin und der Menstruationsanamnese (abnormale

Menstruationen, Ausfall von Perioden, Amenorrhö) in der näheren Vergangenheit, muss festgestellt

werden, ob regelmässige monatliche Schwangerschaftstests unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt

werden müssen. Wo es notwendig erscheint, muss bei dem Untersuchungstermin zur Verschreibung

oder in den 3 Tagen vor dem Besuch beim verschreibenden Arzt ein Schwangerschaftstest

durchgeführt werden.

Am Ende der Behandlung

Fünf Wochen nach dem Ende der Behandlung muss bei Frauen ein letzter Schwangerschaftstest

durchgeführt werden, um eine Schwangerschaft auszuschliessen.

Verschreibungs- und Abgabeeinschränkungen

Verschreibungen für Isotretinoin-Mepha müssen für Frauen im gebärfähigen Alter auf einen

Behandlungszeitraum von 30 Tagen limitiert sein, und eine Fortsetzung der Therapie erfordert eine

erneute Verschreibung. Idealerweise sollten der Schwangerschaftstest, die Ausstellung des Rezeptes

und die Abgabe von Isotretinoin-Mepha am selben Tag erfolgen. Die Abgabe von Isotretinoin-

Mepha muss innerhalb von maximal 7 Tagen nach der Ausstellung des Rezeptes erfolgen.

Männliche Patienten

Die verfügbaren Daten lassen darauf schliessen, dass das Niveau der Exposition der Mutter durch

den Samen von männlichen Patienten, die Isotretinoin erhalten, kein ausreichendes Ausmass erreicht,

um mit einer teratogenen Wirkung von Isotretinoin in Zusammenhang gebracht zu werden.

Männliche Patienten müssen darauf hingewiesen werden, dass sie das Arzneimittel mit niemandem,

vor allem nicht mit Frauen, teilen dürfen.

Zusätzliche Vorsichtsmassnahmen

Die Patienten müssen dazu angehalten werden, das Arzneimittel niemals an andere Personen

weiterzugeben und nicht benötigte Solucaps am Ende der Behandlung an ihren Apotheker

zurückzugeben.

Aufgrund des potentiellen Risikos für den Fötus einer schwangeren Frau, welche eine Transfusion

erhält, dürfen Patienten während der Behandlung mit Isotretinoin-Mepha und für 1 Monat nach

Beendigung der Behandlung kein Blut spenden.

Aufklärungsmaterial

Um dem verschreibenden Arzt , dem Apotheker und den Patienten zu helfen, eine fetale Isotretinoin-

Exposition zu vermeiden, stellt die Zulassungsinhaberin Aufklärungsmaterial zur Verfügung, um die

Warnungen vor der Teratogenität von Isotretinoin zu verstärken, vor Behandlungsbeginn Ratschläge

zur Kontrazeption zu erteilen und Aufklärung über die Notwendigkeit von Schwangerschaftstests zu

liefern:

·die Patientenbroschüre „Isotretinoin-Mepha: Ratgeber für Patientinnen und Patienten“

·Anwendungsrichtlinien und Therapieleitfaden für Ärztinnen und Ärzte mit Checkliste für die

Verordnung von Isotretinoin-Mepha.

Alle Patienten, männliche und weibliche, müssen vom Arzt in vollem Umfang über das teratogene

Risiko und über die strengen Schwangerschaftsverhütungsmassnahmen, wie sie im

Schwangerschaftsverhütungsprogramm beschrieben sind, aufgeklärt werden.

Psychische Störungen

Bei Patienten, welche mit Isotretinoin behandelt wurden, wurde über Depressionen,

Verschlechterung bestehender Depressionen, Angstgefühle, Tendenz zu Aggressivität,

Stimmungsschwankungen, psychotische Symptome und, sehr selten, Suizidversuche und Suizide

(siehe «Unerwünschte Wirkungen») berichtet. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Patienten mit einer

Depression in der Anamnese nötig und alle Patienten müssen auf Anzeichen einer Depression

überwacht und wenn nötig einer angemessenen Behandlung zugeführt werden. Möglicherweise

reicht ein Abbruch der Therapie mit Isotretinoin-Mepha nicht aus, um die Symptome zu lindern und

daher kann eine weitere psychiatrische oder psychologische Untersuchung notwendig sein.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Bei Therapiebeginn zeigt sich gelegentlich eine akute Verschlechterung der Akne. Diese geht jedoch

im Therapieverlauf gewöhnlich innerhalb von 7 - 10 Tagen zurück und erfordert normalerweise

keine Dosierungsanpassung.

Eine intensive Sonnenlicht– oder UV–Strahlenexposition muss vermieden werden. Wenn nötig muss

ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, mindestens Lichtschutzfaktor 15, eingesetzt

werden.

Aufgrund des Risikos der Bildung von hypertrophem Narbengewebe in atypischen Zonen und,

seltener, von postinflammatorischer Hyper– oder Hypopigmentierung der behandelten Zonen, muss

eine aggressive chemische Dermabrasion und kutane Laserbehandlung bei Patienten während der

Therapie mit Isotretinoin-Mepha und für mindestens 5 - 6 Monate nach dem Ende der Behandlung

vermieden werden. Aufgrund des Risikos des Abrisses der Epidermis muss eine Wachsepilation bei

Patienten, welche mit Isotretinoin-Mepha behandelt werden, während eines Zeitraums von

mindestens 6 Monaten nach der Behandlung vermieden werden.

Da lokale Irritationen zunehmen könnten, muss die gleichzeitige Anwendung von Isotretinoin-

Mepha zusammen mit topischen keratolytisch wirksamen oder schälenden Aknetherapeutika

vermieden werden (siehe «Interaktionen»).

Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass sie von Behandlungsbeginn an eine

feuchtigkeitsspendende Hautsalbe oder -creme und einen Lippenbalsam benutzen sollen, da

Isotretinoin voraussichtlich zu Trockenheit der Haut und der Lippen führt.

Es gab unter der Anwendung von Isotretinoin Post-Marketing-Berichte über schwerwiegende

Hautreaktionen (z.B. Erythema multiforme [EM], Stevens-Johnson-Syndrom [SJS] und toxische

epidermale Nekrolyse [TEN]). Diese Ereignisse können schwerwiegend sein und lebensbedrohlich

werden, zu Krankenhausaufenthalten, Behinderungen oder zum Tode führen. Falls eine TEN auftritt,

ist dies üblicherweise innerhalb von 4 Wochen nach Behandlungsbeginn der Fall und beginnt meist

mit Symptomen einer viralen Erkrankung wie Fieber, Husten, Halsschmerzen etc. Es können sich

druckdolente Rötungen ausbilden, die innerhalb von Stunden in Blasen übergehen. Bei Verdacht auf

TEN sollte die Isotretinoin-Behandlung abgebrochen werden.

Augenleiden

Trockene Augen, Trübung der Hornhaut, vermindertes Nachtsehen und Keratitis bilden sich

normalerweise nach Beendigung der Therapie zurück. Bei trockenen Augen kann die Anwendung

einer Augensalbe zur Befeuchtung oder einer Tränenersatztherapie helfen. Eine Unverträglichkeit

von Kontaktlinsen, welche für den Patienten das Tragen einer Brille während der Therapie

erforderlich macht, kann auftreten.

Auch über eine Verminderung des Nachtsehens wurde berichtet (siehe «Wirkung auf die

Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen») und sie trat bei einigen Patienten plötzlich

auf. Patienten mit Augenproblemen sollten zur Untersuchung an einen Ophthalmologen überwiesen

werden. Ein Abbruch der Therapie mit Isotretinoin-Mepha kann notwendig sein.

Hörstörungen

Bei Patienten, welche mit Isotretinoin-Mepha behandelt wurden, wurde von Hörstörungen berichtet.

In einigen Fällen waren diese Hörstörungen nach Absetzen der Therapie nicht reversibel. Wenn

während der Behandlung mit Isotretinoin eine Hörstörung oder ein Tinnitus auftritt, soll die

Behandlung mit Isotretinoin-Mepha sofort abgebrochen werden.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Myalgie, Arthralgie und erhöhte Serum-Creatinphosphokinase-Werte wurden bei Patienten, die

Isotretinoin erhielten, berichtet, vor allem bei solchen, die anstrengende physische Aktivitäten

ausübten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Knochenveränderungen, wie vorzeitiger Schluss der Knochenwachstumsfugen, Hyperostosen und

Kalzifizierung von Sehnen und Bändern traten nach mehrjähriger Anwendung in sehr hohen Dosen

bei der Behandlung von Keratinisationsstörungen auf. Die Höhe der Dosierung, die Therapiedauer

und die totale kumulative Dosis lagen bei diesen Patienten im Allgemeinen weit über denen, welche

für die Aknetherapie empfohlen werden.

Benigne Erhöhung des Schädelinnendrucks

Über Fälle einer benignen Erhöhung des Schädelinnendrucks wurde berichtet, einige bei

gleichzeitiger Anwendung von Tetrazyklinen (siehe «Kontraindikationen» und «Interaktionen»).

Zeichen und Symptome einer benignen Erhöhung des Schädelinnendrucks sind unter anderem

Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Visusstörungen und Papillenödem. Patienten bei denen es

zu einer benignen Erhöhung des Schädelinnendrucks kommt, müssen die Behandlung mit

Isotretinoin-Mepha unverzüglich abbrechen.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Die Leberenzyme müssen vor der Behandlung, 1 Monat nach Beginn der Behandlung und danach in

Intervallen von 3 Monaten kontrolliert werden, es sei denn, dass eine häufigere Überwachung

klinisch indiziert ist. Vorübergehende und reversible Erhöhungen der Lebertransaminasen wurden

gemeldet. In vielen Fällen lagen diese Veränderungen im normalen Bereich und die Werte gingen

während der Behandlung auf das Ausgangsniveau zurück. Dennoch muss in Fällen, in denen eine

klinisch relevante Erhöhung der Transaminasewerte anhält, eine Reduktion der Dosis oder ein

Abbruch der Therapie in Erwägung gezogen werden.

Niereninsuffizienz

Niereninsuffizienz und Nierenversagen beeinträchtigen die Pharmakokinetik von Isotretinoin nicht.

Daher kann Isotretinoin-Mepha an Patienten mit Niereninsuffizienz gegeben werden. Es ist jedoch

ratsam, dass die Patienten mit einer geringeren Dosis beginnen und diese schrittweise bis zur

maximalen tolerierten Dosis erhöht wird (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Fettstoffwechsel

Die Serumlipide (Nüchternwerte) müssen vor der Behandlung, 1 Monat nach Beginn der Behandlung

und danach in Intervallen von 3 Monaten kontrolliert werden, es sei denn, dass eine häufigere

Überwachung klinisch indiziert ist. Üblicherweise normalisieren sich erhöhte Serumlipidwerte nach

einer Reduktion der Dosis oder Beendigung der Therapie wieder und können auch auf diätetische

Massnahmen ansprechen.

Isotretinoin ist mit einer Erhöhung der Plasmatriglyceridwerte in Zusammenhang gebracht worden.

Wenn eine Hypertriglyceridämie nicht auf einem akzeptablen Niveau kontrollierbar ist, oder wenn

Symptome einer Pankreatitis auftreten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»), muss die Behandlung

mit Isotretinoin-Mepha abgebrochen werden. Werte, die 800 mg/dl oder 9 mmol/l überschreiten, sind

manchmal mit einer akuten Pankreatitis, die tödlich verlaufen kann, verbunden.

Das Nutzen-Risiko-Verhältnis für eine Therapie mit Isotretinoin-Mepha muss besonders bei

Risikopatienten abgewogen werden. Dies betrifft Patienten mit Diabetes, Übergewicht, erhöhtem

Alkoholkonsum, gestörtem Lipidmetabolismus oder familiären Störungen des Lipidmetabolismus.

Häufigere Kontrollen der Lipide und/oder des Blutzuckers werden bei diesen Patienten empfohlen.

Die kardiovaskulären Folgen der durch Isotretinoin-Mepha bedingten Hypertriglyzeridämie sind

nicht bekannt.

Gastrointestinale Beschwerden

Isotretinoin wurde mit entzündlichen Darmerkrankungen (inklusive regionaler lleitis) bei Patienten

ohne Darmprobleme in der Anamnese in Zusammenhang gebracht. Beim Auftreten schwerer

(blutiger) Diarrhö sollten die Patienten Isotretinoin-Mepha unverzüglich absetzen.

Allergische Reaktionen

Selten wurden anaphylaktische Reaktionen gemeldet, in einigen Fällen nach vorheriger topischer

Retinoidexposition. Allergische Hautreaktionen werden selten gemeldet. Schwere Fälle von

allergischer Vaskulitis, oft mit Purpura (Hämatome und rote Flecken) an den Extremitäten und mit

extrakutaner Beteiligung, wurden gemeldet. Schwere allergische Reaktionen machen einen

sofortigen Abbruch der Therapie und eine sorgfältige Überwachung notwendig.

Der in Isotretinoin-Mepha enthaltene Azofarbstoff E124 kann Überempfindlichkeitsreaktionen an

Haut und Atmungsorganen auslösen, insbesondere bei Patienten mit Asthma, chronischer Urtikaria

oder mit Überempfindlichkeit auf nichtsteroide Antirheumatika. Deshalb soll Isotretinoin-Mepha bei

diesen Patienten nicht angewendet werden.

Fruktose-Intoleranz

Isotretinoin-Mepha enthält Sorbitol. Patienten mit der seltenen hereditären Fruktose-Intoleranz

sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Hochrisikopatienten

Bei Patienten mit Diabetes, Übergewicht, Alkoholismus oder einer Fettstoffwechselstörung, die sich

einer Behandlung mit Isotretinoin-Mepha unterziehen, können häufigere Untersuchungen der

Serumlipid- und/oder Blutzuckerwerte nötig sein. Über erhöhte Nüchternblutzuckerwerte wurde

berichtet und neue Fälle von Diabetes wurden während der Isotretinoin-Behandlung diagnostiziert.

Interaktionen

Die gleichzeitige Therapie mit Isotretinoin-Mepha und Vitamin A muss vermieden werden, da

Symptome einer Hypervitaminose A verstärkt auftreten können.

Da auch Tetrazykline intrakranielle Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri) verursachen können, ist

ihre Kombination mit Isotretinoin-Mepha kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen» und

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Da lokale Irritationen zunehmen könnten, muss die gleichzeitige Anwendung von Isotretinoin-

Mepha zusammen mit topischen keratolytisch wirksamen oder schälenden Aknetherapeutika

vermieden werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Orale Kontrazeptiva: siehe «Schwangerschaft/Stillzeit».

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist eine absolute Kontraindikation für eine Behandlung mit Isotretinoin-

Mepha (siehe «Kontraindikationen»). Wenn trotz der Vorsichtsmassnahmen während der

Behandlung mit Isotretinoin-Mepha oder im Monat darauf eine Schwangerschaft eintritt, besteht ein

grosses Risiko äusserst ernsthafter und schwerwiegender Missbildungen für den Fötus.

Zu den fetalen Missbildungen, die mit einer Isotretinoin-Exposition in Zusammenhang stehen,

gehören Fehlbildungen des Zentralnervensystems (Hydrocephalus, Missbildungen/Fehlbildungen des

Kleinhirns, Microcephalus), Dysmorphie des Gesichts, Gaumenspalte, Fehlbildungen des äusseren

Gehörgangs (Fehlen der Ohrmuschel, schmaler oder fehlender externer Gehörgang), Fehlbildungen

der Augen (Microphthalmie), kardiovaskuläre Fehlbildungen (konotrunkale Missbildungen wie

Fallot Tetralogie, Transposition der grossen Gefässe, Septumsdefekte), Fehlbildungen der

Thymusdrüse und der Nebenschilddrüsen. Ausserdem ist die Inzidenz von Spontanaborten erhöht.

Wenn es bei einer Frau, die mit Isotretinoin-Mepha behandelt wird, zu einer Schwangerschaft

kommt, muss die Behandlung abgebrochen werden und die Patientin muss zur Abklärung und

Beratung an einen Teratologen oder an einen Arzt mit Erfahrung in Teratologie überwiesen werden.

Stillzeit

Da lsotretinoin eine hohe Lipophilie aufweist, ist ein Übertritt in die humane Muttermilch höchst

wahrscheinlich. Isotretinoin-Mepha darf von stillenden Frauen deshalb nicht eingenommen werden.

Orale Kontrazeptiva

Die Wirkung niedrigdosierter Gestagenpräparate kann aufgrund der Wechselwirkung mit Isotretinoin

herabgesetzt werden.

Daher sollten reine Gestagenpräparate (Kontrazeptiva ohne Östrogenkomponente) nicht verwendet

werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Eine Reihe von Fällen von Verminderung des Nachtsehens sind unter Isotretinoin-Behandlung

aufgetreten und persistierten in seltenen Fällen auch nach der Therapie (siehe «Unerwünschte

Wirkungen»). Da dies in einigen Fällen plötzlich auftrat, müssen die Patienten auf dieses potenzielle

Problem hingewiesen und gewarnt werden, dass sie beim Führen eines Fahrzeuges und Bedienen von

Maschinen vorsichtig sein müssen.

Sehr selten sind Fälle von Benommenheit, Schwindel und Sehstörungen gemeldet worden. Die

Patienten sind darauf aufmerksam zu machen, dass sie, falls bei ihnen diese Nebenwirkungen

auftreten, nicht Auto fahren, keine Maschine bedienen und auch keiner anderen Tätigkeit nachgehen

sollten, bei welcher diese Symptome sie oder ihre Mitmenschen gefährden könnten.

Unerwünschte Wirkungen

Einige der Nebenwirkungen, die mit der Behandlung mit Isotretinoin verbunden sind, sind

dosisabhängig. Die Nebenwirkungen sind normalerweise nach einer Dosierungsänderung oder einem

Abbruch der Behandlung reversibel, aber einige können nach dem Ende der Behandlung persistieren.

Die folgenden Symptome sind die am häufigsten gemeldeten unerwünschten Wirkungen von

Isotretinoin: Trockenheit der Haut, Trockenheit der Schleimhäute, z.B. der Lippen (Cheilitis), der

Nasenschleimhaut (Epistaxis) und der Augen (Konjunktivitis).

Infektionen:

Sehr selten

(<1/10'000):

Infektion (mukokutan) mit grampositiven Bakterien.

Blut- und Lymphsystem:

Sehr häufig

(≥1/10):

Anämie, erhöhte Sedimentationsrate der roten Blutkörperchen, Thrombozytopenie,

Thrombozytose.

Häufig

(≥1/100,

<1/10):

Neutropenie.

Sehr selten

(<1/10'000):

Lymphadenopathie.

Immunsystem:

Selten

(≥1/10'000,

<1/1000):

Allergische Hautreaktionen, anaphylaktische Reaktionen, Hypersensitivität.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Sehr selten

(<1/10'000):

Diabetes mellitus, Hyperurikämie.

Psychische Störungen:

Selten

(≥1/10'000,

<1/1000):

Depression, Verschlechterung bestehender Depressionen, Stimmungsschwankungen,

Tendenz zu Aggressivität, Angstgefühle.

Sehr selten

(<1/10'000):

Verhaltensauffälligkeiten, psychotische Störungen, Suizidgedanken Suizidversuch,

Suizid.

Nervensystem:

Häufig

(≥1/100,

<1/10):

Kopfschmerzen.

Sehr selten

(<1/10'000):

Benigne Erhöhung des Schädelinnendrucks, Konvulsionen, Schläfrigkeit, Schwindel.

Augen:

Sehr häufig

(≥1/10):

Blepharitis, Konjunktivitis, trockenes Auge, Augenirritation.

Sehr selten

(<1/10'000):

Verschwommenes Sehen, Katarakt, Farbenblindheit (vermindertes Farbsehen),

Kontaktlinsenintoleranz, Hornhauttrübung, vermindertes Nachtsehen, Keratitis,

Papillenödem (als Zeichen einer benignen Erhöhung des Schädelinnendrucks),

Photophobie, Sehstörungen.

Ohr und Innenohr:

Sehr selten

(<1/10'000):

Verschlechterung des Hörens, Tinnitus (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Gefässe:

Sehr selten

(<1/10'000):

Vaskulitis (z.B. Wegener'sche Granulomatose, allergische Vaskulitis).

Atmungsorgane:

Häufig

(≥1/100,

<1/10):

Epistaxis, Nasentrockenheit, Nasopharyngitis.

Sehr selten

(<1/10'000):

Bronchospasmus (vor allem bei Patienten mit Asthma), Heiserkeit.

Gastrointestinale Beschwerden:

Sehr selten

(<1/10'000):

Kolitis, Ileitis, trockener Rachen, gastrointestinale Blutungen, blutiger Durchfall und

entzündliche Darmerkrankung, Übelkeit, Pankreatitis (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Leber und der Galle:

Sehr häufig

(≥1/10):

Erhöhte Transaminasen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Sehr selten

(<1/10'000):

Hepatitis.

Haut:

Sehr häufig

(≥1/10):

Cheilitis, Dermatitis, trockene Haut, lokalisierte Exfoliation, Pruritus, erythematöser

Hautausschlag, Hautverletzlichkeit (Risiko von Schürfwunden).

Selten

(≥1/10'000,

<1/1000):

Alopezie.

Sehr selten

Akne fulminans, Verschlimmerung der Akne (Aufflammen der Akne), Erythem (im

Gesicht), Exanthem, Veränderungen der Haare, Hirsutismus, Nageldystrophie,

(<1/10'000):

Paronychie, Photosensibilitätsreaktion, pyogenes Granulom, Hyperpigmentierung der

Haut, vermehrtes Schwitzen.

Muskelskelettsystem:

Sehr häufig

(≥1/10):

Arthralgie, Myalgie, Rückenschmerzen (vor allem bei jugendlichen Patienten).

Sehr selten

(<1/10'000):

Arthritis, Verkalkung (Kalzifikation von Bändern und Sehnen), vorzeitiger Schluss der

Knochenwachstumsfugen, Exostosen (Hyperostose), verminderte Knochendichte,

Tendinitis.

Nieren und Harnwege:

Sehr selten

(<1/10'000):

Glomerulonephritis.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle:

Sehr selten

(<1/10'000):

Granulationsgewebe (vermehrte Bildung), Unwohlsein.

Untersuchungen:

Sehr häufig

(≥1/10):

Erhöhung der Triglyzeride im Blut, Verminderung der der Lipoproteine hoher Dichte

(HDL).

Häufig

(≥1/100,

<1/10):

Erhöhung des Cholesterins im Blut, Erhöhung der Blutglukose, Hämaturie, Proteinurie.

Sehr selten

(<1/10'000:

Erhöhung der Creatinphosphokinase im Blut.

Die Inzidenz der unerwünschten Ereignisse wurde aus den gesamten klinischen Daten von 824

Patienten und aus den nach der Markteinführung eingegangenen Daten errechnet.

Post-Marketing-Erfahrung

Während der Post-Marketing-Phase wurde unter der Anwendung von Isotretinoin über Erythema

multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom sowie toxisch epidermale Nekrolyse berichtet (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Es wurden schwerwiegende Fälle einer Rhabdomyolyse berichtet, die oftmals eine stationäre

Behandlung nach sich zogen und in einigen Fällen tödlich verliefen, insbesondere bei Patienten, die

starker körperlicher Betätigung nachgingen.

Überdosierung

Isotretinoin ist ein Vitamin A-Derivat. Auch wenn die akute Toxizität von Isotretinoin gering ist,

könnten im Falle einer versehentlichen Überdosierung Zeichen einer Hypervitaminose A auftreten.

Symptome einer akuten Vitamin-A-Toxizität beinhalten schwere Kopfschmerzen,

Übelkeit oder Erbrechen, Schläfrigkeit, Reizbarkeit und Juckreiz. Zeichen und Symptome einer

versehentlichen oder absichtlichen Überdosierung von Isotretinoin wären vermutlich ähnlich. Es ist

anzunehmen, dass entsprechende Symptome reversibel sind und ohne Notwendigkeit einer

Behandlung wieder abklingen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC–Code: D10BA01

Wirkungsmechanismus

Isotretinoin, der Wirkstoff von Isotretinoin-Mepha, ist ein synthetisches Stereoisomer der all-trans–

Retinsäure (Tretinoin).

Der Wirkungsmechanismus von Isotretinoin-Mepha ist im einzelnen noch nicht abgeklärt, doch steht

fest, dass die Besserung des klinischen Bildes der schweren Akne parallel geht mit einer

dosisabhängigen Reduktion der Talgdrüsenaktivität mit histologisch nachgewiesener

Grössenverminderung der Talgdrüsen. Ausserdem konnte an der Haut eine entzündungshemmende

Wirkung von Isotretinoin festgestellt werden.

Bei Akne führt eine übermässige Verhornung der Epithelauskleidung der Talgdrüsenfollikel zur

Abschilferung von Korneozyten in den Ausführungsgang und damit zu einer Behinderung des

Abflusses durch Keratin und verstärkter Talgansammlung. Es kommt zur Bildung eines Komedo und

schliesslich zu entzündlichen Läsionen. Isotretinoin hemmt die Proliferation der Talgdrüsenzellen

und scheint seine Wirkung bei Akne durch Unterdrückung der ordnungsgemässen Differenzierung zu

entfalten. Talg ist ein wichtiges Substrat für das Wachstum von Propionibacterium acnes, so dass

eine verminderte Talgproduktion eine bakterielle Besiedelung des Ausführungsganges verhindert.

Pharmakokinetik

Da die Kinetik von Isotretinoin und seinen Metaboliten linear verläuft, können die

Plasmakonzentrationen während der Behandlung aus Werten, die nach einer Einmalgabe bestimmt

wurden, abgeleitet werden. Diese Eigenschaft ergibt auch einen Hinweis darauf, dass Arzneimittel-

metabolisierende Enzyme in der Leber durch lsotretinoin nicht induziert werden.

Absorption

Die Resorption von Isotretinoin aus dem Gastrointestinaltrakt ist unterschiedlich. Die absolute

Bioverfügbarkeit von Isotretinoin wurde nicht bestimmt, da die Substanz für die Anwendung bei

Menschen nicht als intravenöse Darreichungsform zur Verfügung steht. Die Extrapolation der

Ergebnisse von Studien an Hunden lassen jedoch auf eine ziemlich geringe und unterschiedliche

systemische Bioverfügbarkeit schliessen. Bei Akne-Patienten wurden nach Verabreichung von

80 mg Isotretinoin täglich unter Nüchternbedingungen im Steady-state nach 2 bis 4 Stunden

Spitzenkonzentrationen im Blut (Cmax) von 310 ng/ml (Bereich: 188 - 473 ng/ml) beobachtet.

Wenn Isotretinoin zusammen mit Nahrung eingenommen wird, verdoppelt sich die Bioverfügbarkeit

im Vergleich zu den Werten im Nüchternzustand.

Distribution

Isotretinoin unterliegt einer starken Eiweissbindung; es wird vorwiegend an Albumin gebunden

(≥99,9%). Daher liegt der ungebundene lsotretinoinanteil (= pharmakologisch aktive Anteil) über

einen breiten therapeutischen Konzentrationsbereich unter 0,1%.

Die lsotretinoinkonzentrationen im Plasma betragen wegen des geringen Übertritts von Isotretinoin

in Erythrozyten ungefähr das 1,7fache der Blutkonzentration.

Das Verteilungsvolumen von Isotretinoin wurde bei Menschen nicht bestimmt, da Isotretinoin für die

Anwendung bei Menschen nicht in einer intravenösen Darreichungsform zur Verfügung steht.

Im Steady-state lagen die Isotretinoinkonzentrationen im Blut (Cmin,ss) bei Patienten mit schwerer

Akne, die mit 40 mg zweimal täglich behandelt wurden, zwischen 120 und 200 ng/ml.

Die Konzentration von 4-Oxo–Isotretinoin, einem sehr wichtigen Metaboliten, war bei diesen

Patienten mehr als doppelt so hoch wie die Isotretinoinkonzentration.

Über die Verteilung von Isotretinoin im menschlichen Gewebe ist nur wenig bekannt. Die

Isotretinoinkonzentration in der Epidermis beträgt nur die Hälfte der Serumkonzentration.

Metabolismus

Nach der oralen Verabreichung von lsotretinoin sind fünf wichtige Metaboliten im Plasma

nachgewiesen worden: 4-Oxo-Isotretinoin, Tretinoin (all-trans-Retinsäure), 9-cis-Retinsäure, 4-Oxo-

Tretinoin und 4-Oxo-9–cis–Retinsäure.

Von diesen zeigt 4-Oxo-Isotretinoin die höchste Plasmakonzentration im Fliessgleichgewicht, die

höher ist als die Plasmakonzentration der Muttersubstanz. Weitere Metaboliten - darunter auch

Glukuronidkonjugate - wurden zwar nachgewiesen, aber nicht alle vollständig identifiziert.

Die Metaboliten von Isotretinoin haben in verschiedenen In-vitro-Tests eine biologische Aktivität

erkennen lassen. Daher könnte das beim Patienten beobachtete klinische Profil sowohl von der

pharmakologischen Wirkung von Isotretinoin als auch seiner Metaboliten herrühren.

Eine klinische Studie mit 74 Patienten zeigte, dass oral verabreichtes 4-oxo–Isotretinoin die

Ausgangswerte der Talgabsonderung signifikant senkt, und bestätigte damit, dass 4-oxo-Isotretinoin

signifikant zur Wirkung von Isotretinoin beiträgt. Die orale Verabreichung von 4-oxo-Isotretinoin in

dieser Studie hatte keine Wirkung auf die endogene Konzentration von Isotretinoin und Tretinoin,

was darauf hinweist, dass die Wirkung von 4-oxo-Isotretinoin durch 4-oxo-Tretinoin vermittelt wird.

Da Isotretinoin und Tretinoin (all-trans-Retinsäure) reversibel ineinander umgewandelt werden, ist

der Stoffwechsel von Tretinoin eng mit demjenigen von Isotretinoin verknüpft. Hinweise für einen

präsystemischen Metabolismus von Isotretinoin wurden in einer klinischen Studie mit 10 Probanden

gefunden. Man hat geschätzt, dass 20 – 30% einer lsotretinoindosis durch Isomerisierung

metabolisiert werden. Basierend auf Untersuchungen am Hund ist anzunehmen, dass der

präsystemische Metabolismus auch beim Menschen eine wesentliche Rolle spielt.

Metabolische In-vitro-Studien haben gezeigt, dass mehrere Cytochrom-P-450-Enzyme bei der

Umwandlung von Isotretinoin in 4-Oxo-Isotretinoin und von Tretinoin zu 4-Oxo-Tretinoin beteiligt

sind. Keine der einzelnen Isoformen scheint hierbei eine vorrangige Rolle zu spielen. Aufgrund der

vielfältigen Beteiligung der Cytochrom-P-450-Enzyme sind Interaktionen mit Isotretinoin und seinen

Metaboliten nicht zu erwarten.

Elimination

Nach oraler Verabreichung radioaktiv markierten Isotretinoins wurden in Urin und Faeces ungefähr

gleiche Anteile der Dosis wiedergefunden. Nach oraler Verabreichung von Isotretinoin beträgt die

terminale Eliminationshalbwertszeit des unveränderten Arzneimittels bei Patienten mit Akne im

Mittel 19 Stunden.

Die terminale Eliminationshalbwertszeit von 4-Oxo-Isotretinoin ist länger und liegt im Mittel bei 29

Stunden.

Isotretinoin ist ein natürlich vorkommendes Retinoid; endogene Retinoidkonzentrationen werden

innerhalb von ungefähr zwei Wochen nach Beendigung der Isotretinoin-Mepha-Therapie erreicht.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Da Isotretinoin bei Patienten mit Leberinsuffizienz kontraindiziert ist, liegen zur Kinetik von

Isotretinoin bei diesen Patienten nur wenige Daten vor. Nierenversagen führt zu keiner

nennenswerten Reduktion der Plasmaclearance von Isotretinoin oder 4-oxo-Isotretinoin.

Präklinische Daten

Mutagenität

Isotretinoin hat sich weder in in-vitro noch in in-vivo Tierversuchen als mutagen oder karzinogen

erwiesen.

Fertilität

In therapeutischen Dosen beeinträchtigt lsotretinoin die Zahl, die Mobilität und die Morphologie von

Spermien nicht und gefährdet das Entstehen und die Entwicklung des Embryos von Seiten des

Mannes, der Isotretinoin einnimmt, nicht.

Teratogenität

Ebenso wie andere Vitamin-A-Derivate war Isotretinoin in Tierversuchen teratogen und

embryotoxisch.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

In der Originalverpackung, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und nicht über 30 °C lagern.

Hinweise zur Handhabung

Nach Therapieabschluss oder Verfall sind nicht verwendete Isotretinoin Mepha Solucaps in der

Originalpackung der Abgabestelle (Arzt oder Apotheker) zur fachgerechten Entsorgung zu

retournieren.

Zulassungsnummer

55972 (Swissmedic).

Packungen

Isotretinoin-Mepha Solucaps zu 5 mg: 30 und 100 (A)

Isotretinoin-Mepha Solucaps zu 10 mg: 30 und 100 (A)

Isotretinoin-Mepha Solucaps zu 20 mg: 30 und 100 (A)

Isotretinoin-Mepha Solucaps zu 40 mg: 30 und 100 (A)

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

Juni 2013.

Interne Versionsnummer: 7.1

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen