ISO-EREMFAT 100 mg/ 150 mg Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Isoniazid, Rifampicin
Verfügbar ab:
Riemser Pharma GmbH
ATC-Code:
J04AM02
INN (Internationale Bezeichnung):
Isoniazid, rifampicin
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Isoniazid 100.mg; Rifampicin 150.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
5670.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg, Filmtablette

Wirkstoffe: Isoniazid und Rifampicin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte wei-

ter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben

wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg beachten?

Wie ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg und wofür wird es angewendet?

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose.

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg wird angewendet bei Erwachsenen zur Behandlung aller For-

men der Tuberkulose mit Erregerempfindlichkeit gegen Rifampicin und Isoniazid.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg beachten?

ISO-EREMFAT 100 mg/150 g darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Isoniazid und/oder Rifampicin bzw. gegen

strukturverwandte Stoffe (Rifamycine) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sind.

bei schweren Leberfunktionsstörungen wie Gelbsucht (z. B. Verschlussikterus), Leberzir-

rhose (chronische Lebererkrankung mit Leberzellschwund; Child Pugh C), Leberentzündung

(akute Hepatitis).

bei vorausgegangener durch Isoniazid und/oder Rifampicin verursachter Leberentzündung

(medikamenteninduzierter Hepatitis).

bei Erkrankung von Nerven mit Schmerzen und Missempfindungen, z. B. in Armen und Bei-

nen (Polyneuropathien).

bei Störungen der Blutgerinnung (Hämostase) und Blutbildung (Hämatopoese).

bei gleichzeitiger Therapie mit den Proteaseinhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von

HIV-Infektionen) Amprenavir, Atazanavir, Darunavir, Fosamprenavir, Indinavir, Lopinavir,

Tipranavir und Saquinavir – allein oder in Kombination mit Ritonavir (siehe Abschnitt 2. „Bei

Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

bei gleichzeitiger Therapie mit den nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptasehemmern

Delavirdin, Nevirapin und Etravirin (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen) (siehe

Abschnitt 2. „Bei Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

bei gleichzeitiger Therapie mit dem potenziell leberschädigenden Breitspektrum-Triazol-

Antimykotikum (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen) Voriconazol (siehe Ab-

schnitt 2. „Bei Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit anderen Arz-

neimitteln“).

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf aufgrund der Wirkstoffstärken der Kombinationspartner

in diesem Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre verabreicht werden.

Hier sollte in Abhängigkeit vom Alter und Körpergewicht eine freie Kombination beider Wirk-

stoffe angewendet werden.

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf nicht in der Stillzeit angewendet werden (siehe Ab-

schnitt 2. „Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte

sprechen

Sie

mit

Ihrem

Arzt

oder

Apotheker,

bevor

Sie

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg einnehmen.

Nierenfunktionsstörungen:

Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Glomeruläre Filtrationsrate GFR < 90 ml/min) kann ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg unter der Voraussetzung, dass die Leberfunktion normal ist, in un-

veränderter Dosis und unverändertem Dosierungsintervall verabreicht werden. Die regelmäßige

Kontrolle der Nierenfunktion (z. B. Serumkreatinin-Bestimmung) kann vor allem bei längerfristi-

ger Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg (aufgrund der Rifampicin-Komponente)

erforderlich sein, da akutes Nierenversagen, eine akute Nierenentzündung (interstitielle Nephri-

tis) sowie Gewebezerfall an den Nierenkanälchen (Tubulusnekrosen) während der Therapie mit

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg auftreten (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind

möglich?“) können. Ein sofortiger und endgültiger Therapieabbruch ist in solchen Fällen

erforderlich. Im Allgemeinen kommt es nach Absetzen der Therapie zu einer Normalisierung

der Nierenfunktion. Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz kann eine Dosisanpassung notwen-

dig sein (siehe Abschnitt 3. „Wie ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg einzunehmen?“) und unter

Umständen muss auf die Gabe der Monoarzneimittel zurückgegriffen werden, sollte die Do-

sisanpassung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg nicht möglich sein.

Leberfunktionsstörungen:

Unter der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann es aufgrund der leberschädigen-

den Potenziale von Rifampicin und Isoniazid zu Leberfunktionsstörungen kommen.

Generell muss bei der Kombinationstherapie der Tuberkulose, unabhängig davon, ob es sich

um eine fixe Kombination von Wirkstoffen handelt, wie bei ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg oder

wenn mehrere Einzelsubstanzen miteinander kombiniert werden, die gesteigerte leberschädi-

gende Wirkung der eingesetzten Kombinationspartner beachtet werden. Klinische Konsequen-

zen, wie mögliche Therapieabbrüche oder Therapieanpassungen müssen im Einzelfall durch

den behandelnden Arzt entsprechend eingeschätzt werden (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn immer möglich, sollte die Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg bei Patienten

mit bestehenden Leberfunktionsstörungen wegen der möglichen Leberschädigung vermieden

werden. Bei schweren Leberfunktionsstörungen ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kontraindi-

ziert (siehe Abschnitt 2. „ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf nicht eingenommen werden“).

Während der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sollten Sie keinen Alkohol zu sich

nehmen.

Gehören Sie einer der folgenden Patientengruppen an, haben Sie ein erhöhtes Risiko für Le-

berschädigungen (wie z. B. Hepatitis) und sollten Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt

halten:

Ältere und unterernährte Patienten

Patienten, die täglich Alkohol konsumieren

Patienten mit vorbestehenden bzw. chronischen Leberschäden

Des Weiteren sollten Sie genauestens überwacht werden, wenn:

Sie gleichzeitig andere leber- bzw. bauchspeicheldrüsenschädigende Medikamente ein-

nehmen (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit

anderen Arzneimitteln“). Bitte halten Sie bei Einnahme weiterer Medikamente generell

Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Sie an Nierenschäden leiden.

Sie an neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen leiden.

Sie Diabetiker sind.

Ihr Arzt sollte Sie genau über das Auftreten früher Zeichen von Leberschädigungen oder Pan-

kreasschädigungen (Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen) oder anderer

Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich“?) informieren.

Zusätzlich sollten Sie sich beim Auftreten jeglicher Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüg-

lich an Ihren behandelnden Arzt wenden. Bei Hinweisen auf Leberschädigungen (z. B. Hepati-

tis) ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sofort abzusetzen. Ist eine weitere Behandlung mit ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg erforderlich, darf diese erst nach dem vollständigen Abklingen der

Symptomatik und Normalisierung der Parameter erneut begonnen werden. In diesem Fall müs-

sen Rifampicin und Isoniazid zunächst als Monoarzneimittel einschleichend dosiert werden

(siehe Abschnitt 3. „Wie ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg einzunehmen?“). Bei Wiederauftre-

ten von Anzeichen einer Leberschädigung muss die Anwendung von ISO-EREMFAT 100

mg/150 mg unverzüglich und endgültig beendet werden.

Während der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sollten durch Ihren Arzt regelmä-

ßig Leberenzym- und Bilirubinkontrollen durchgeführt werden, um eine Schädigung der Leber

frühzeitig zu erkennen.

Ein Anstieg der Leberblutwerte während der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist

möglich. Verbleiben die Transaminasenwerte < 100 U/l, kann es trotz Fortsetzung der Therapie

zu einer Normalisierung der Werte kommen. Bei Zunahme der Transaminasen über 100 U/l,

einem Anstieg der Bilirubinkonzentration und entsprechender klinischer Symptomatik ist ein

sofortiges Absetzen von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg geboten, da tödliche Leberdystrophien

unter Rifampicin-Monotherapie und schwere Hepatitiden mit beschriebenen Todesfällen unter

Isoniazid beobachtet wurden.

Wechselwirkungen von Isoniazid und Rifampicin (ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg) mit anderen

Wirkstoffen (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit

anderen Arzneimitteln“):

Einfluss von Isoniazid auf körpereigene Stoffe:

Vitamin B

-Stoffwechsel

Isoniazid greift in den körpereigenen Vitamin B

-Stoffwechsel ein, was negative Auswirkun-

gen auf die Funktion des Nervensystems haben kann. Daher wird Ihr Arzt auch die Funktion

der Nerven einschließlich Ihres seelischen Zustandes (neurologisch-psychiatrischer Status)

vor und regelmäßig während der Behandlung überprüfen. Insbesondere dann, wenn bei

Ihnen ein Vitamin B

-Mangel vorliegt, zu erwarten ist oder wenn bei Ihnen aus anderen

Gründen das Risiko für eine Erkrankung der Nervenendigungen durch Isoniazid erhöht ist,

wird Ihr Arzt Isoniazid mit einem Vitamin B

-haltigen Arzneimittel (Pyridoxin) kombinieren

(siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Einfluss von Rifampicin und Isoniazid auf den Stoffwechsel anderer Wirkstoffe:

Vorsicht ist geboten,

wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden. Denn Rifampicin und

Isoniazid können den Stoffwechsel dieser Arzneimittel beeinflussen bzw. der Stoffwechsel

Rifampicin/Isoniazid

selbst,

kann

beeinflusst

werden.

allem

Einnah-

me/Anwendung von Arzneimitteln, die Wirkstoffe mit enger therapeutischer Breite (enger

Nachbarschaft von Wirkung und Nebenwirkungen) enthalten, muss bei Beginn oder nach

Absetzen einer Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg die Dosierung dieser Arznei-

mittel eventuell angepasst werden.

Paracetamol

Im Falle einer gleichzeitigen Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg und Paraceta-

mol kann es zu einer Leberschädigung durch üblicherweise unschädliche Dosen von Para-

cetamol kommen. Die Einnahme von Paracetamol unter ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

sollte daher nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung und unter besonderer Vorsicht

erfolgen.

Kontrazeption (Empfängnisverhütung)

Vorsicht ist geboten, wenn Sie hormonale Kontrazeptiva (z. B. ‘Pille’) zur Empfängnisverhü-

tung anwenden. Aufgrund der Wechselwirkung zwischen Rifampicin und den Wirkstoffen

der Kontrazeptiva ist die empfängnisverhütende Wirkung hormonaler Kontrazeptiva gestört.

Unter der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg müssen Sie zusätzlich andere nicht

hormonale, kontrazeptive Maßnahmen anwenden (siehe Abschnitt 2. „Bei Einnahme von

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Vitamin D

Bei einer längeren Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann es aufgrund des

Rifampicins und des Isoniazids zu einer Reduktion des Vitamin D-Blutspiegels kommen.

Daher wird Ihr Arzt eine mögliche vorsorgliche Vitamin D-Gabe in Betracht ziehen und wei-

tere entsprechende Blutwert-Kontrollen durchführen.

Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um eine korrekte Do-

sierung

gleichzeitig

eingenommener/angewendeter

Arzneimittel

sicherzustellen

und

Wechselwirkungen, die schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein können, zu vermeiden

(siehe Abschnitte 2. „ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf nicht eingenommen werden“ und „Bei

Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Schwangerschaft:

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei

denn, die Behandlung ist eindeutig erforderlich.

Die Einnahme von Rifampicin in den letzten Wochen der Schwangerschaft kann das Risiko von

Blutungen nach der Geburt bei der Mutter aufgrund einer durch den Geburtsvorgang erhöhten

Blutungsneigung und beim Neugeborenen aufgrund einer noch unzureichenden Vitamin K-

Versorgung und dadurch unzureichender Produktion von Gerinnungsfaktoren erhöhen. Daher

sind regelmäßige Kontrollen des Blutbildes erforderlich sowie auch die Bestimmung der Gerin-

nungsparameter. Eine Behandlung mit Vitamin K kann in solchen Fällen angezeigt sein (siehe

Abschnitte 2. „Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit“ und 4. „Welche Ne-

benwirkungen sind möglich?“).

Überempfindlichkeitsreaktionen:

Bei leichten Überempfindlichkeitsreaktionen wie beispielsweise Fieber, Hautrötungen, Ju-

cken (Pruritus) oder Nesselsucht (Urtikaria) kann nach Unterbrechung der Therapie und

Rückgang der Symptome, eine Weiterbehandlung unter Beachtung der einschleichenden

Dosierung möglich sein.

Beim Auftreten schwerwiegender Komplikationen wie Blutplättchenmangel (Thrombozyto-

penie), der sich eventuell auch als Nasenbluten äußern kann, Hautblutungen (Purpura),

Blutarmut (hämolytische Anämie), Atemnot (Dyspnoe), asthmaartigen Anfällen, Schock und

Nierenversagen und bei schweren allergischen Hautreaktionen mit blasenförmiger Abhe-

bung der Haut (toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), exfoliative Dermatitis) ist

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sofort und endgültig abzusetzen (siehe Abschnitt 4. „Wel-

che Nebenwirkungen sind möglich?“).

Wenn bei Ihnen während der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg oben ge-

nannte Symptome auftreten, kontaktieren Sie bitte sofort einen Arzt.

Porphyrie:

Wenn Sie eine genetische Veranlagung für das Auftreten einer Porphyrie (Stoffwechselstörung

bzgl. Vorstufen des roten Blutfarbstoffs) tragen, sind besondere Vorsichtsmaßnahmen notwen-

dig und Sie sollten den Rat eines Porphyrie-Experten einholen.

Wirkung auf Magen-Darm-Trakt:

Es können während oder nach der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg schwere wäss-

rige Durchfälle, die mit Fieber oder Bauchschmerzen einhergehen können, auftreten, kontaktie-

ren Sie bitte sofort einen Arzt. Dies können die Symptome einer pseudomembranösen Entero-

kolitis (schwere, durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöste Darmerkrankung) sein, die le-

bensbedrohlich sein kann. In diesen sehr seltenen Fällen ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

sofort abzusetzen und eine angemessene Behandlung einzuleiten. Arzneimittel, die die

Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden. Wenn bei Ihnen wäh-

rend oder nach der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg oben genannte Symptome

auftreten, kontaktieren Sie bitte sofort einen Arzt.

Wirkung auf Körperflüssigkeiten:

Da Rifampicin, einer der beiden Wirkstoffe von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg, eine intensiv

bräunlich rote Eigenfarbe hat, kann es nach Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zu

einer Verfärbung von Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Tränenflüssigkeit und der

Ausscheidungsprodukte Urin und Stuhl kommen. Außerdem ist z. B. auch eine dauerhafte gelb-

orange Verfärbung von weichen Kontaktlinsen und Kleidung möglich.

Wirkung auf das Blut:

Regelmäßige Blutbildkontrollen müssen durchgeführt werden, da unter Therapie mit ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf Blut und Blutbestandteile

auftreten können.

Diagnostische Untersuchungen und Laborwerte:

Mikrobiologische Bestimmungen von Vitamin B

und Folsäure sind nicht verwertbar.

Rifampicin kann kompetitiv die Bromsulfophthaleinausscheidung hemmen und damit eine Le-

berfunktionsstörung vortäuschen. Der Bromsulfophthalein-Test zur Prüfung der exkretorischen

Leberfunktion kann daher während der Therapie mit Rifampicin nicht angewandt werden.

Rifampicin verursacht falsch-positive Ergebnisse in einem biologischen Testverfahren zur Be-

stimmung von Opiaten (Schmerzmittel) im Urin.

Unterbrechung und Wiederaufnahme der Therapie:

Bei der Wiederaufnahme einer Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg nach kurzer

oder längerer Unterbrechung können akute Überempfindlichkeitsreaktionen mit grippeähnlichen

Erscheinungen („Flu-Syndrom”) bis hin zu Schock oder Nierenversagen (hyperergische Sofort-

reaktion) eintreten. Deshalb wird dringend empfohlen, bei Wiederaufnahme nach Unterbre-

chung und bei Wiederholung einer Behandlung Rifampicin einschleichend zu dosieren.

Das Flu-Syndrom wird nach nicht regelmäßiger Rifampicin-Einnahme beobachtet und tritt umso

häufiger auf, je höher die einzelnen Dosen und je länger das dazwischenliegende Intervall wa-

ren. Es tritt meist 3 bis 6 Monate nach Beginn einer unregelmäßigen Therapie auf und äußert

sich in Symptomen wie Kopfschmerzen und allgemeinem Schwächegefühl, Fieber, Schüttel-

frost, entzündlichem Hautausschlag (Exanthem), Übelkeit, Erbrechen sowie Muskel- und Ge-

lenkschmerzen. Die Symptome treten 1 bis 2 Stunden nach der Einnahme auf und dauern bis

zu 8 Stunden, in Einzelfällen darüber hinaus, an. Es kann in fast allen Fällen durch die regel-

mäßige Rifampicingabe zum Verschwinden gebracht werden.

Bei Wiederaufnahme der Therapie nach Unterbrechung und bei Wiederholung der Therapie

muss Rifampicin einschleichend dosiert werden (siehe Abschnitte 3. „Wenn Sie die Einnahme

von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg vergessen haben” und „Wenn Sie die Einnahme von ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg abbrechen“, sowie Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind mög-

lich?”). In diesen Fällen sollte auf die Monopräparate mit den Wirkstoffen Rifampicin und Isonia-

zid zurückgegriffen werden.

Ein unbegründeter eigenmächtiger Therapieabbruch und ein Neubeginn der Therapie

ohne ärztliche Kontrolle sind deshalb sehr risikoreich. Halten Sie also in jedem Fall zu-

erst Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine Änderung, einen Abbruch oder einen

Wiederbeginn der Therapie wünschen.

Kinder und Jugendliche:

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf aufgrund der Wirkstoffstärken der Kombinationspartner in

diesem Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren verabreicht werden.

Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arz-

neimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wechselwirkungen anderer Arzneistoffe mit Isoniazid und Rifampicin:

Die Kombination von Isoniazid und Rifampicin in ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann mit be-

stimmten Medikamenten zur gegenseitigen Verstärkung oder Abschwächung der Wirksamkeit

führen. Beide Wirkstoffe für sich, können die Verstoffwechselung (Metabolismus) zahlreicher,

gleichzeitig verabreichter Wirkstoffe über verschiedene biologische Mechanismen beeinflussen.

Rifampicin führt zu einer Anregung (Induktion), Isoniazid zu einer Hemmung (Inhibierung) des

arzneimittelabbauenden Systems in der Leber. Dies führt in den meisten Fällen dazu, dass die-

se Substanzen schneller bzw. langsamer durch die Leber abgebaut werden, wodurch deren

Wirksamkeit herabgesetzt oder verstärkt werden kann. Es wird vermutet, dass die enzymanre-

gende Wirkung des Rifampicins in der kombinierten Gabe mit Isoniazid dabei im Vordergrund

steht.

Auch Rifampicin und Isoniazid selbst, werden bei gleichzeitiger Gabe bestimmter anderer Wirk-

stoffe in ihrem Stoffwechsel beeinflusst, sodass es zu Auswirkungen auf die Wirksamkeit und

Sicherheit der Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kommen kann.

Während der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist das Risiko für schwere Leber-

schäden stark erhöht und die Verträglichkeit von Alkohol herabgesetzt (verstärkte zentralnervö-

se Nebenwirkungen). Während der Behandlung sollte daher auf die Aufnahme von Alkohol ver-

zichtet werden (siehe Abschnitte 2. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg ist erforderlich“ und „Bei Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zu-

sammen mit Nahrungsmitteln und Getränken“).

Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, wenn Sie Arzneimittel

aus einer der nachfolgend aufgeführten Arzneistoffgruppen bzw. Arzneimittel, die einen

der nachfolgend aufgeführten Arzneistoffe enthalten, einnehmen/anwenden oder wenn

Sie dies beabsichtigen. Durch die gleichzeitige Einnahme/Anwendung kann es zu Wech-

selwirkungen mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg, kommen, die schlimmstenfalls lebens-

bedrohlich sein können (siehe auch Abschnitt 2. „Was müssen Sie vor der Einnahme von

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg beachten?“).

Aufgrund der Vielzahl der Wechselwirkungen von Isoniazid und Rifampicin mit anderen Arznei-

mitteln werden im Folgenden die bekannten und klinisch relevanten Wechselwirkungspartner

tabellarisch dargestellt.

In Spalte 1 werden Wirkstoffgruppen und/oder dazugehörige Wirkstoffe/Arzneimittel aufgeführt.

Die Unterstreichung kennzeichnet den beeinflussten Wirkstoff. Sollte in einer Aufzählung kein

Wirkstoff unterstrichen sein, handelt es sich hierbei um keine direkte Wechselwirkung bei dem

ein Wirkstoff beeinflusst wird, sondern hier wird zum Ausdruck gebracht, dass eine allgemeine

Reaktion (z. B. Lebertoxizität) oder ein körpereigener Stoff beeinflusst wird

In Spalte 2 werden die gegenseitigen Auswirkungen der Wirkstoffgruppen/Wirkstoffe aufeinan-

der oder die Auswirkungen der Wirkstoffe auf körpereigene Stoffe oder Stoffwechselwege be-

schrieben.

▲: Steigt

▼: Sinkt

AUC: Bioverfügbarkeit (Fläche unter der Kurve)

: Maximale Wirkstoffkonzentration im Blut

: Zeit zwischen der Einnahme und dem Erreichen von C

: Halbwertszeit (Zeit nach der die Hälfte der Wirkstoffmenge vom Körper verstoffwechselt

wird)

In Spalte 3 wird die klinische Konsequenz angegeben.

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

ACE-Hemmer

Enalapril / Rifampicin

Spirapril / Rifampicin

Plasmakonzentration

der aktiven Metabolite

von Enalapril und Spi-

rapril ▼

Überwachung des Blut-

drucks, ggf. Dosisanpas-

sung von Enalapril und

Spirapril

Adsorbentien

Aktivkohle / Rifampicin

Aufnahme von Rifam-

picin ▼

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Wir-

kungsverlust von Rifampi-

cin möglich

Alpha-1-Antagonisten

Alfuzosin / Isoniazid

Plasmaspiegel von Al-

fuzosin▲

Überwachung der Hämo-

dynamik bei Therapiebe-

ginn

Bunazosin / Rifampicin

Plasmakonzentration und

AUC von Bunazosin▼

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Wir-

kungsverlust von Bunazo-

sin wahrscheinlich

Alkoholdehydrogenasehemmer

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Disulfiram / Isoniazid

Erhöhte Aktivität von Do-

pamin durch Inhibierung

der Verstoffwechselung

von Dopamin durch Isoni-

azid und Disulfiram

Überwachung notwendig,

neurologische Verände-

rungen (wie Benommen-

heit, Ataxie, Stimmungs-

schwankungen oder Ver-

haltensänderungen) kön-

nen auftreten, Therapie

sollte dann abgebrochen

oder Dosis von Disulfiram

reduziert werden

Analgetika

(Schmerzmittel)

Acetylsalicylsäure / Isoniazid

Wirkung von Isoniazid

kann verringert sein

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Diclofenac / Rifampicin

AUC und C

von Dic-

lofenac ▼

Wirkungsverlust von Dicl-

ofenac möglich, Überwa-

chung wird empfohlen

Opioide (wie z. B. Morphin,

Fentanyl, Buprenorphin, Me-

thadon, Codein) / Isoniazid /

Rifampicin

Verstoffwechselung der

Opioide wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid

verlangsamt, Biover-

fügbarkeit von Rifampi-

cin kann verringert sein

Zeitlich versetzte Einnah-

me wird empfohlen, enge

Überwachung, Dosiserhö-

hung der Opioide u. U.

notwendig

Paracetamol / Isoniazid /

Rifampicin

Rifampicin kann den Abbau

von Paracetamol be-

schleunigen, sowohl

Rifampicin als auch Isonia-

zid erhöhen die Hepatoto-

xizität

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, en-

ge Überwachung

Anästhetika

Alfentanil / Rifampicin

Elimination von Al-

fentanil ist beschleunigt

(ca. 3fach)

Wirkungsverlust von Al-

fentanil möglich, ggf. Do-

sisanpassung von Al-

fentanil notwendig

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Isofluran / Isoniazid

Enfluran / Isoniazid

Das Isoniazid Abbaupro-

dukt Hydrazin führt zu

einer verstärkten Defluo-

rierung von Isofluran und

Enfluran, so dass nieren-

schädigende Konzentrati-

onen an anorganischem

Fluor auftreten können

(besonders bei Schnell-

acetylierern)

Nephrotoxizität ▲,

Überwachung der Nieren-

funktion,

insbesondere bei Schnell-

acetylierern nach operati-

vem Eingriff

Ropivacain / Rifampicin

Elimination von

Ropivacain durch Aktivie-

rung der Stoffwechsel-

Enzyme beschleunigt, t

und AUC von Ropivacain

Geringer Einfluss auf die

Qualität und Dauer der

Lokalanästhesie, da die

Aktivierung der Stoffwech-

sel-Enzyme durch Rifam-

picin erst auftritt, wenn

Ropivacain in den Blut-

kreislauf eintritt

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Losartan / Rifampicin

Elimination von Los-

artan und seinem akti-

ven Stoffwechselpro-

dukten durch Aktivie-

rung der Stoffwechsel-

Enzyme durch Rifampi-

cin beschleunigt, AUC

von Losartan ▼ (um

35 %), t

Losartan ▼

(um 50 %), oraler Ab-

bau von Losartan ist

ebenfalls erhöht

Blutdruck sollte überwacht

werden

Anthelmintika

Praziquantel / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Praziquantel ▼

Kontrolle der Praziquan-

telspiegel empfohlen

Antiarrhythmika

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Amiodaron / Rifampicin

Chinidin / Rifampicin

Disopyramid / Rifampicin

Lorcainid / Rifampicin

Propafenon / Rifampicin

Tocainid / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Antiarrhythmika

kann durch Rifampicin

verringert sein

Herzrhythmuskontrolle

angezeigt; ggf. Dosisan-

passung der Antiarrythmi-

ka notwendig

Digitoxin / Rifampicin

Digoxin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Digitoxin und Digo-

xin kann durch Rifam-

picin verringert sein

Engmaschige kardiale

Kontrolle und Serum-

spiegelbestimmung der

Herzglykoside, ggf. Do-

sisanpassungen von Di-

gitoxin und Digoxin not-

wendig

Antiasthmatika

Theophyllin / Rifampicin / Isoni-

azid

Verstoffwechselung

von Theophyllin wird

durch Rifampicin be-

schleunigt und durch

Isoniazid verlangsamt

Serumspiegelkontrolle von

Theophyllin, insbesondere

nach Absetzen von ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg,

ggf. Dosisanpassung von

Theophyllin

Antibiotika

Pyrazinamid / Isoniazid / Rifampic-

Gesteigerte Lebertoxizität

von Isoniazid, Rifampicin

und Pyrazinamid

Überwachung der Leber-

funktion

Cotrimoxazol (Trimethoprim / Sul-

famethoxazol) / Rifampicin

Clearance (Maß für die

Ausscheidung) von

Rifampicin ist verrin-

gert, Plasmalevel, AUC

und C

von Rifampi-

cin erhöht

Gesteigerte Lebertoxizität,

Überwachung der Leber-

funktion

Clarithromycin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Clarithromycin ▼

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Wir-

kungsverlust von Cla-

rithromycin möglich

Chloramphenicol / Rifampicin

Doxycyclin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Doxycyclin und

Chloramphenicol ▼

Wirkungsverlust von

Doxycyclin und Chlor-

amphenicol, Dosiserhö-

hung von Doxycyclin und

Chloramphenicol notwen-

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Ciprofloxacin / Rifampicin

Moxifloxacin / Rifampicin

Elimination von

Moxifloxacin und Cipro-

floxacin beschleunigt

Keine Dosisanpassung

notwendig

Dapson / Rifampicin

Elimination von Dapson

beschleunigt

Wirkungsverlust von Dap-

son möglich, ggf. Dosiser-

höhung von Dapson

Linezolid / Rifampicin

AUC und C

Linezolid durch Rifam-

picin herabgesetzt

Wirkungsverlust von Line-

zolid möglich

Metronidazol / Rifampicin

Elimination von Metro-

nidazol beschleunigt,

AUC ▼

Wirkungsverlust von Met-

ronidazol möglich, ggf.

Dosisanpassung von Met-

ronidazol

Telithromycin / Rifampicin

AUC ▼ (um 86 %), C

▼ (um 79 %) von

Telithromycin

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, eine

Therapie mit Telithromycin

sollte frühestens zwei Wo-

chen nach Ende der ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg-Therapie

erfolgen

Anticholinergika

Atropin / Isoniazid

Toxizität von Atropin wird

verstärkt

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Darifenacin / Rifampicin / Isoni-

azid

Abbau von Darifenacin

wird durch Rifampicin

beschleunigt und durch

Isoniazid verlangsamt

Wirkungsverlust von Dari-

fenacin möglich, ggf. Do-

sisanpassung von Dari-

fenacin nötig

Antidepressiva

Amitriptylin / Rifampicin

Nortriptylin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Amitriptylin und

Nortriptylin▼

Wirkungsverlust vom A-

mitriptylin und Nortriptylin

möglich; Dosisanpassung

von Amitriptylin und

Nortriptylin möglicher-

weise notwendig

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Citalopram / Rifampicin / Isoni-

azid

Abbau von Citalopram

wird durch Rifampicin

beschleunigt und durch

Isoniazid verlangsamt

Verschlechterung der

Kontrolle der neurologi-

schen Grunderkrankung

möglich,

kardiale Toxizität ▲,

Dosisanpassung von Ci-

talopram nötig,

Hypokaliämie (Kaliumwer-

te unter Normal) oder Hy-

pomagnesiämie (Magne-

siumwerte unter Normal)

sollten vor Behandlungs-

beginn eingestellt und

regelmäßig kontrolliert

werden

Mirtazapin / Rifampicin

Erhöhte Clearance

(Funktion für die Aus-

scheidung) von

Mirtazapin

Wirkungsverlust von

Mirtazapin möglich, ggf.

Dosiserhöhung von

Mirtazapin nötig

Sertralin / Rifampicin

Metabolisierung von

Sertralin ▲

Wirkungsverlust und ver-

stärkte Angstsymptomatik

möglich; ggf. Dosiserhö-

hung von Sertralin nötig

Antidiabetika

(Arzneimittel gegen Diabetes)

Insulin und Derivate

α-Glucosidasehemmer

Sulfonylharnstoffe, Biguanide,

Glinide, Inkretinmimetika

DPP4-Hemmer / Rifampicin / Iso-

niazid

Verstoffwechselung der

Antidiabetika ▲

Überwachung des Blutglu-

kosespiegels, Wirkungs-

verlust der Antidiabetika

möglich, ggf. Dosisanpas-

sung nötig

Antiepileptika

(Arzneimittel gegen Epilepsie)

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Carbamazepin / Isoniazid / Rifam-

picin

Verstoffwechselung von

Carbamazepin wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid ver-

langsamt,

die Lebertoxizität von Iso-

niazid kann durch

Carbamazepin erhöht sein

Enge klinische Überwa-

chung notwendig,

Carbamazepinspiegelbe-

stimmung und Leberfunk-

tionstests notwendig,

ggf. Dosisanpassung von

Carbamazepin nötig

Lamotrigin / Rifampicin

AUC und t

von La-

motrigin sind durch

Rifampicin herabge-

setzt▼

Wirkungsverlust von La-

motrigin möglich, ggf. Do-

siserhöhung von Lamotri-

gin notwendig

Phenytoin / Rifampicin / Isonia-

Verstoffwechselung

von Phenytoin wird

durch Rifampicin be-

schleunigt und durch

Isoniazid verlangsamt

Bestimmung der Plas-

mahydantoinlevel, Kon-

trolle der Phenytoinspiegel

nach Absetzen von ISO-

EREMFAT100 mg/150 mg

empfohlen,

ggf. Dosisanpassung von

Phenytoin

Primidon / Isoniazid

Verstoffwechselung von

Primidon wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid ver-

langsamt

Engere Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von Pri-

midon notwendig

Valproinsäure / Rifampicin / Isoni-

azid

Rifampicin erhöht die

Clearance (Funktion der

Ausscheidung) und ver-

ringert dadurch die Plas-

makonzentration von Val-

proinsäure,

die Toxizität von Isoniazid

und Valproinsäure kann

durch gegenseitige Wech-

selwirkung erhöht sein

Enge Überwachung not-

wendig, besonders bei

Therapiebeginn und -

ende, ggf. Dosisanpas-

sung von Valproinsäure

notwendig

Antihistaminika

(Arzneimittel gegen Allergien)

Cimetidin / Rifampicin

Ranitidin / Rifampicin

Elimination von Cimeti-

din und Ranitidin be-

schleunigt

Wirkungsverlust von Ci-

metidin und Ranitidin

möglich

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Fexofenadin / Rifampicin

Orale Elimination von

Fexofenadin beschleu-

nigt, verringerte Plas-

makonzentration von

Fexofenadin, aber ter-

minale t

und renale

Clearance (Funktion

der Ausscheidung) un-

verändert

Wirkungsverlust von

Fexofenadin möglich

Antikoagulantien

(Arzneimittel zur Blutverdünnung)

Rivaroxaban / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Rivaroxaban ▼

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Do-

siserhöhung von Rivarox-

aban notwendig

Apixaban / Rifampicin

Dabigatran / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Apixaban und Dabigatran

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Phenprocoumon, Warfarin,

andere Cumarine / Rifampicin /

Isoniazid

Verstoffwechselung wird

durch Rifampicin be-

schleunigt und durch Iso-

niazid verlangsamt

Bei Therapie:

engmaschige Kontrolle

der Quick- und INR Werte,

insbesondere auch nach

Absetzen von ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg,

ggf. Dosisanpassung

von Phenprocoumon,

Warfarin und

anderen Cumarinen nötig

Antimykotika

(Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

Caspofungin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Caspofungin ▼

Wirkungsverlust von

Caspofungin, Dosiserhö-

hung von Caspofungin

notwendig

Fluconazol / Rifampicin

AUC, C

und Plas-

makonzentration von

Fluconazol durch

Rifampicin herabge-

setzt

Alternatives Antimykoti-

kum sollte verwendet

werden, Wirkungsverlust

von Fluconazol möglich,

enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von Flu-

conazol nötig

Itraconazol / Rifampicin

Ketoconazol / Rifampicin

AUC, C

und Plas-

makonzentration von

Itraconazol und Ke-

toconazol herabgesetzt

Gleichzeitige Anwendung

wird nicht empfohlen

Voriconazol / Rifampicin

und AUC von Vo-

riconazol um 93 % bzw.

96 % herabgesetzt

Therapieversagen

kontraindiziert

(siehe

„ISO-EREMFAT

100 mg/150 m

g darf nicht

eingenommen werden“)

Terbinafin / Rifampicin

Clearance (Funktion

der Ausscheidung) von

Terbinafin ist erhöht

Dosisanpassung nicht

notwendig

Antiparkinsonmittel

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Levodopa / Isoniazid

AUC von Levodopa▼,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Levodopa und Isoniazid

erhöht

Wirkungsverlust von

Levodopa, motorische

Unruhe, Tremor, allg. Ver-

schlechterung der Parkin-

son-Symptomatik möglich,

bei Anzeichen einer peri-

pheren Neuropathie The-

rapieabbruch notwendig

Antiprotozoika

(Arzneimittel gegen Protozonen-Infektionen)

Atovaquon / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Atovaquon ist um 52 %

verringert

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Chinin / Rifampicin

Elimination von Chinin

beschleunigt, t

von Chi-

nin ▼

Überwachung der Chinin-

spiegel und kardiale Kon-

trolle notwendig, insbe-

sondere auch bei Thera-

pieende mit ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg, ggf. Do-

siserhöhung von Chinin

notwendig

Chloroquin / Rifampicin / Isoniazid

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch Iso-

niazid und Chloroquin er-

höht, Rifampicin kann

Verstoffwechselung von

Chloroquin beschleunigen

Wirkungsverlust von Chlo-

roquin möglich, enge

Überwachung notwendig,

bei Anzeichen einer peri-

pheren Neuropathie The-

rapieabbruch nötig

Halofantrin / Isoniazid

Verstoffwechselung von

Halofantrin durch Isoniazid

▼,

Plasmaspiegel von

Halofantrin ▲

Kardiale NW ▲, EKG vor,

während und nach Thera-

piebeginn notwendig, enge

Überwachung nötig

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Mefloquin / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Mefloquin ▼ um 19 %

Wirkungsverlust von

Mefloquin möglich, ggf.

Dosisanpassung von

Mefloquin notwendig, enge

Überwachung auch nach

Absetzen von ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg, Risi-

ko der Mefloquin Resis-

tenzentwicklung ▲

Beta-Blocker

Atenolol / Rifampicin

Bisoprolol / Rifampicin

Carvedilol / Rifampicin

Celiprolol / Rifampicin

Metoprolol / Rifampicin

Nadolol / Rifampicin

Propranolol / Isoniazid

Talinolol / Rifampicin

Teratolol / Rifampicin

möglicherweise andere Antiar-

rhythmika, die hepatisch abge-

baut werden

Plasmakonzentration

von Beta-Blockern

kann durch Rifampicin

verringert sein, Plas-

maclearance von Isoni-

azid kann durch

Propranolol verringert

sein, dieser Effekt wird

aber durch die gleich-

zeitige Gabe von

Rifampicin verringert

Kardiale Kontrolle ange-

zeigt; ggf. Dosisanpas-

sung der Beta-Blocker

notwendig

Calciumantagonisten

Diltiazem / Rifampicin

Lercanidipin / Rifampicin

Manidipin / Rifampicin

Nifedipin / Rifampicin

Nilvadipin / Rifampicin

Nisoldipin / Rifampicin

Verapamil / Rifampicin

Plasmakonzentration

der Calciumantagonis-

ten ▼

Wirkungsverlust der Cal-

ciumantagonisten mög-

lich; sofern eine Dosisan-

passung der Calciuman-

tagonisten erforderlich ist,

ist auf eine erneute An-

passung nach Absetzen

von ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg zu achten

Chemokinrezeptor-5-Antagonist

Maraviroc / Rifampicin / Isonia-

(um 66 %)und

AUC (um 63 %) von

Maraviroc durch

Rifampicin herabge-

setzt, während Isonia-

zid die Plasmakonzent-

ration von Maraviroc

erhöht

Enge Überwachung nötig,

ggf. Dosisanpassung von

Maraviroc erforderlich,

Patienten mit Niereninsuf-

fizienz (Kreatininclearance

< 30 ml/min) sollten Mara-

viroc und ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg nicht ein-

nehmen

COX-2-Inhibitoren

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Celecoxib / Rifampicin

Etoricoxib / Rifampicin

Rofecoxib / Rifampicin

Metabolismus von Ce-

lecoxib, Etoricoxib und

Rofecoxib wird durch

Rifampicin beschleunigt

Überwachung, ggf. Do-

sisanpassung von Cele-

coxib, Etoricoxib und

Rofecoxib nötig; auf eine

erneute Anpassung nach

Absetzen von ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg ist zu ach-

Endothelinantagonisten

Bosentan / Rifampicin

Aufnahme und Metabo-

lismus von Bosentan wer-

den beeinflusst; zu Beginn

der Therapie steigen die

Bosentan Talspiegel nach

erster Rifampicin-Gabe

verstärkt an, im steady-

state (Zeitpunkt des Errei-

chens einer konstanten

Konzentration im Blut)

überwiegt der Einfluss von

Rifampicin auf die Ver-

stoffwechselung von

Bosentan, wodurch die

Plasmakonzentration ver-

ringert wird

Enge Überwachung, Le-

berfunktionstests notwen-

Entzündungshemmer

Sulfasalazin / Rifampicin

Verringerte Plasmakon-

zentration von Sulfapyri-

din, einem Metaboliten

von Sulfasalazin

Wirkungsverlust von Sul-

fasalazin möglich, Über-

wachung notwendig

Glucocorticoide

Budesonid / Isoniazid / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Budesonid kann durch

Isoniazid erhöht sein und

durch Rifampicin verrin-

gert sein

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, enge

Überwachung, niedrigste

Dosis und ausschleichen-

de Therapie von Bude-

sonid notwendig

Cortison / Rifampicin / Isoniazid

Dexamethason / Rifampicin /

Isoniazid

Fludrocortison / Rifampicin /

Plasmakonzentration

von Cortison, Dexame-

thason, Fludrocortison,

Hydrocortison, Methyl-

Enge Überwachung; ggf.

Dosisanpassung erforder-

lich; auf eine erneute An-

passung nach Absetzen

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Isoniazid

Hydrocortison / Rifampicin /

Isoniazid

Methylprednisolon / Rifampicin /

Isoniazid

Prednison / Rifampicin / Isonia-

Prednisolon / Rifampicin / Iso-

niazid

prednisolon, Prednison

und Prednisolon kann

durch Rifampicin ver-

ringert und durch Isoni-

azid erhöht sein, wobei

der Effekt des Rifampi-

cins wahrscheinlich

überwiegt,

Isoniazid Plasmalevel

können durch Cortison,

Dexamethason, Flud-

rocortison, Hydrocorti-

son, Methylprednisolon,

Prednison und Pred-

nisolon reduziert sein

von ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg ist zu ach-

Hormonale Kontrazeptiva

Norethisteron / Rifampicin

Mestranol / Rifampicin

Ethinylestradiol / Rifampicin

Elimination von Kontra-

zeptiva durch Rifampicin

beschleunigt

Reduzierte Wirksamkeit,

zusätzliche nicht-

hormonelle empfängnis-

verhütende Maßnahmen

empfohlen, Abweichungen

bei der Menstruation mög-

lich

Hormone

Levothyroxin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Levothyroxin ▼,

Thyreotropinlevel ▲

Überwachung der Thyre-

otropinspiegel wird emp-

fohlen, ggf. Dosisanpas-

sung von Levothyroxin bei

Therapiebeginn und

-ende mit ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg nötig

5-HT

3

-Antagonisten

Alosetron / Isoniazid

Plasmalevel von Alosetron

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Ondansetron / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Ondansetron ▼

Antiemetischer Effekt kann

herabgesetzt sein, ggf.

Dosisanpassung von

Ondansetron nötig

Hypnotika

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Zaleplon / Rifampicin

Zolpidem / Rifampicin

Zopiclon / Rifampicin

Plasmalevel von Zaleplon,

Zolpidem und Zopiclon▼

Wirkungsverlust von Zal-

eplon, Zolpidem und

Zopiclon möglich, Über-

wachung nötig

Immunmodulatoren

Bacillus Calmette-Guérin-Impfstoff

/ Rifampicin / Isoniazid

Wirkungsverlust des Impf-

stoffs (auch bei Anwen-

dung gegen Blasenkarzi-

nom)

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Interferon beta-1a / Isoniazid /

Rifampicin

Lebertoxizität von Isonia-

zid, Rifampicin und Inter-

feron beta-1a ▲

Enge Überwachung, Le-

berfunktionstests, wenn

ALT > 5fach über Normal,

wird eine Dosisreduktion

von Interferon beta-1a

empfohlen, welche nach

Normalisierung der ALT-

Werte wieder gesteigert

werden kann

Immunsuppressiva

Azathioprin / Rifampicin

Tacrolimus / Rifampicin

Elimination von Azathi-

oprin und Tacrolimus

durch Rifampicin be-

schleunigt

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Risi-

ko einer Transplantatab-

stoßung besteht

Cyclosporin / Rifampicin / Isonia-

Everolimus / Rifampicin

Temsirolimus / Rifampicin

Eliminierung von Cyclos-

porin, Everolimus und

Temsirolimus wird durch

Rifampicin beschleunigt,

während Isoniazid den

Metabolismus von Cyc-

losporin verlangsamt

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Risi-

ko einer Transplantatab-

stoßung besteht, wenn

gleichzeitige Anwendung

notwendig, dann enge

Überwachung der Plasma-

level und Dosisanpassung

von Cyclosporin,

Everolimus und Temsi-

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

rolimus

Sirolimus / Rifampicin

Mycophenolat / Rifampicin

Elimination von Si-

rolimus und Myco-

phenolat durch Rifam-

picin beschleunigt,

▼ und AUC ▼

von Sirolimus und

Mycophenolat

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen; Ri-

siko einer Transplantatab-

stoßung besteht; wenn

gleichzeitige Anwendung

notwendig, dann enge

Überwachung der Plas-

malevel und Dosisanpas-

sung von Sirolimus und

Mycophenolat erforderlich

Leflunomid / Teriflunomid / Rifam-

picin / Isoniazid

Plasmakonzentration des

aktiven Stoffwechselpro-

duktes von Leflunomid um

ca. 40 % erhöht, durch die

lange t

von Leflunomid

Anreicherung möglich,

erhöhtes Risiko der Le-

bertoxizität durch Le-

flunomid, Rifampicin und

Isoniazid

Erhöhtes Risiko für Le-

bertoxizität, periphere

Neuropathie (Nervenschä-

digung), Immunsuppressi-

on (eingeschränktes Im-

munsystem) und Myelo-

suppression (Form der

Nervenschädigung), Lebe-

renzyme und Bilirubin soll-

ten vor Beginn der Le-

flunomidtherapie gemes-

sen werden und dann

mind. monatlich für die

ersten 6 Monate der The-

rapie und dann im Abstand

von 6 - 8 Wochen, Patien-

ten mit Leberfunktionsstö-

rungen oder erhöhten

Transaminasewerten

(ALT > 2fach Normal) soll-

ten Leflunomid nicht ein-

nehmen, Therapieabbruch

bei ALT > 3fach Normal,

Eliminierung des aktiven

Leflunomid-Metaboliten

mit Cholestyramin oder

Aktivkohle, wöchentliche

Kontrollen, ggf. Waschung

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

wiederholen

Thalidomid / Isoniazid

Periphere Neuropathie

durch Isoniazid und

Thalidomid erhöht

Monatliche Überwachung

für die ersten 3 Monate,

elektrophysiologische

Tests vor und nach 6 Mo-

naten Behandlung, evtl.

Therapieabbruch bei An-

zeichen einer Neuropathie

Integrasehemmer

Raltegravir / Rifampicin

AUC ▼, C

▼ von Ral-

tegravir

Wirkungsverlust von Ral-

tegravir, Dosiserhöhung

von Raltegravir ist erfor-

derlich

Kontrastmittel

Röntgenkontrastmittel (z. B. für die

Gallenblasenuntersuchung) /

Rifampicin

Gallenausscheidung von

Röntgenkontrastmitteln

kann durch Rifampicin

verzögert sein

Test sollte vor der mor-

gendlichen Einnahme von

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg durchge-

führt werden

Lipidsenker

Fluvastatin / Rifampicin / Isoni-

azid

Verstoffwechselung

von Fluvastatin wird

durch Rifampicin be-

schleunigt, C

Fluvastatin (um 59 %)

▼,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Isoniazid und Fluvasta-

tin erhöht

Wirkungsverlust von

Fluvastatin möglich, enge

Überwachung, ggf. Dosis-

erhöhung von Fluvastatin

erforderlich,

bei Anzeichen einer peri-

pheren Neuropathie The-

rapieabbruch

Simvastatin / Rifampicin / Isoni-

azid

Plasmakonzentration

und Bioverfügbarkeit

von Simvastatin durch

Rifampicin verringert,

(um 90 %) ▼,

AUC (um 87 %) ▼,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Isoniazid und Simvas-

tatin erhöht

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Wir-

kungsverlust von Simvas-

tatin wahrscheinlich, bei

Therapie: enge Überwa-

chung, Dosisanpassung

nötig , bei Anzeichen einer

peripheren Neuropathie

Therapieabbruch

Pravastatin / Rifampicin / Isoni-

Orale Bioverfügbarkeit

Wirkungsverlust von Pra-

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

azid

von Pravastatin kann

durch Rifampicin in

einigen Patienten ver-

ringert sein,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Isoniazid und Pravasta-

tin erhöht

vastatin möglich, enge

Überwachung, ggf. Dosis-

erhöhung von Pravastatin

erforderlich, bei Anzei-

chen einer peripheren

Neuropathie Therapieab-

bruch

Atorvastatin / Rifampicin / Iso-

niazid

Plasmakonzentration

und Bioverfügbarkeit

von Atorvastatin durch

Rifampicin verringert,

AUC (um 78 %) ▼,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Isoniazid und Atorvas-

tatin erhöht

Wirkungsverlust von Ator-

vastatin möglich, enge

Überwachung, Einnahme

von ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg und Ator-

vastatin zum gleichen

Zeitpunkt empfohlen um

Wechselwirkungen zu

verringern, bei Anzeichen

einer peripheren Neuropa-

thie Therapieabbruch

Ezetimib / Rifampicin

Wirkung ▼

Therapieversagen möglich

MAO-Hemmer

Tranylcypromin / Isoniazid

Moclobemid / Isoniazid

Verstoffwechselung von

Tranylcypromin und Mo-

clobemid wird durch Isoni-

azid verlangsamt

(klin. relevant nur bei

Langsamacetylierern)

Wirkungsverstärkung von

Tranylcypromin und Mo-

clobemid bei Langsa-

macetylierern möglich,

Überwachung

Muskelrelaxantien

Tizanidin / Isoniazid

Verstoffwechselung von

Tizanidin ist durch Isonia-

zid verlangsamt,

Plasmaspiegel Tizanidin

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, kar-

diale Toxizität und ZNS-

Toxizität ▲, Wirkungsver-

stärkung von Tizanidin

Chlorzoxazon / Isoniazid

Orale Clearance (Funktion

der Ausscheidung)▼,

Plasmalevel ▲ und

AUC (um 125 %) ▲ von

Chlorzoxazon

Enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von

Chlorzoxazon notwendig

Neuroleptika

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Clozapin / Rifampicin

Quetiapin / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Clozapin und Quetiapin

durch Rifampicin verrin-

gert

Wirkungsverlust von Clo-

zapin und Quetiapin mög-

lich, enge Überwachung

des neurologischen Status

erforderlich, Serumspie-

gelbestimmung von Clo-

zapin und Quetiapin emp-

fohlen, ggf. Dosisanpas-

sung von Clozapin und

Quetiapin notwendig

Haloperidol / Isoniazid / Rifampicin

Verstoffwechselung von

Haloperidol wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid ver-

langsamt

Wirkungsverlust von Hal-

operidol möglich; engma-

schiges Monitoring des

neurologischen Status

erforderlich, ggf. Dosisan-

passung von Haloperidol

Pimozid / Isoniazid

Verstoffwechselung von

Pimozid wird durch Isoni-

azid verlangsamt,

Plasmaspiegel Pimozid ▲

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen,

schwere kardiale NW

Risperidon / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Risperidon ▼, AUC (um

72 %) , C

(um 50 %)

Wirkungsverlust von Ris-

peridon möglich, enge

Überwachung erforderlich

Nicht-Nucleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI)

Etravirin / Rifampicin

Nicht untersucht

Nur in Kombination mit

kontraindizierten Protease-

inhibitoren zugelassen

kontraindiziert

(siehe „

ISO-EREMFAT

100 mg/150

mg darf nicht

eingenommen werden“

Delavirdin / Rifampicin

Nevirapin / Rifampicin

Plasmakonzentration und

AUC von Delavirdin und

Nevirapin herabgesetzt

Nicht kompensierbarer

Wirkungsverlust der Re-

verse-Transkriptase-

hemmer

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

kontraindiziert

(siehe „ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg darf nicht

eingenommen werden“)

Efavirenz / Rifampicin / Isonia-

und AUC von

Efavirenz ist durch

Rifampicin verringert,

Risiko einer

Lebertoxizität von Iso-

niazid und Rifampicin

erhöht

Ggf. Dosiserhöhung von

Efavirenz, enge Überwa-

chung der Efavirenzspie-

gel, Leberfunktionstests

vor und während der Be-

handlung erforderlich

Abacavir / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Abacavir möglich-

erweise leicht durch

Rifampicin reduziert

Klinische Relevanz nicht

bekannt

Didanosin / Isoniazid

Stavudin / Isoniazid

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch Isoni-

azid, Stavudin und Didano-

sin erhöht

Enge Überwachung, bei

Anzeichen einer periphe-

ren Neuropathie, Thera-

pieabbruch oder Dosisre-

duktion von Isoniazid und

Didanosin bzw. Stavudin

Zidovudin / Rifampicin

(um 43 %) ▼ und AUC

(um 47 %)▼ von Zidovudin

Enge Überwachung der

Zidovudinwirkung erfor-

derlich, Wirkungsverlust

möglich, wenn Zidovudin

in einem funktionierenden

antiretroviralen Therapie-

regime verwendet wird, ist

die Dosisanpassung häu-

fig nicht notwendig, Ent-

scheidung sollte von ei-

nem HIV-Experten getrof-

fen werden

Opioidantagonisten

Naltrexon / Isoniazid / Rifampicin

Risiko einer Lebertoxizität

ist durch Isoniazid, Rifam-

picin und Naltrexon erhöht

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

Leberfunktionstests erfor-

derlich

Osteoporosemittel

Cinacalcet / Rifampicin

Verstoffwechselung

von Cinacalcet mög-

licherweise beschleu-

nigt

Wirkungsverlust von

Cinacalcet möglich, ggf.

Dosisanpassung von

Cinacalcet erforderlich

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Phosphodiesterasehemmer

Roflumilast / Isoniazid / Rifampicin

und AUC von Roflu-

milast und Roflumilast N-

Oxide sind durch Rifampi-

cin herabgesetzt, während

Isoniazid die Bioverfüg-

barkeit von Roflumilast

und Roflumilast N-Oxide

erhöhen kann

Gleichzeitige Einnahme

sollte aufgrund der starken

Interaktion mit Rifampicin

vermieden werden, enge

Überwachung, ggf. Do-

sisanpassung von Roflu-

milast

Proteaseinhibitoren

Amprenavir / Rifampicin

Atazanavir / Rifampicin

Darunavir / Rifampicin

Fosamprenavir / Rifampicin

Indinavir / Rifampicin

Lopinavir / Rifampicin

Ritonavir / Rifampicin

Saquinavir / Rifampicin

Tipranavir / Rifampicin

Bioverfügbarkeit und AUC

der Proteaseinhibitoren ist

durch Rifampicin herab-

gesetzt ▼

Nicht kompensierbarer

Wirkungsverlust der Pro-

teaseinhibitoren

kontraindiziert

(siehe „ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg darf nicht

eingenommen werden“)

Selektive Östrogen-Rezeptor Modulatoren (SERM)

Tamoxifen / Rifampicin

und AUC von

Tamoxifen sind durch

Rifampicin um 55 % bzw.

86 % herabgesetzt

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von

Tamoxifen

Toremifen / Isoniazid / Rifampicin

und AUC von Toremi-

fen sind durch Rifampicin

um 55 % bzw. 87 % her-

abgesetzt, während Isoni-

azid die Plasmakonzentra-

tion von Toremifen erhöht

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

enge Überwachung, re-

gelmäßige Messung der

Elektrolyte, Blutbild, Leber-

funktionstest, ggf. Do-

sisanpassung von Toremi-

Spasmolytika

Tolterodin / Isoniazid

Plasmalevel von Tol-

terodin können durch Iso-

niazid erhöht sein

Ggf. Dosisreduktion von

Tolterodin bei gleichzeiti-

ger Anwendung mit

CYP3A4 Hemmern wie

Isoniazid (1 mg Tolterodin

2 x täglich), enge klinische

Überwachung notwendig

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Steroide

Chenodesoxycholsäure / Isoniazid

Verstoffwechselung (Ace-

tylierung) und Ausschei-

dung von Isoniazid kann

erhöht sein

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Sympathomimetika

Adrenalin, Noradrenalin / Isoniazid

Nebenwirkungen ▲

Thrombozytenaggregationshemmer

Clopidogrel / Rifampicin / Isoni-

azid

Rifampicin führt zu einer

verstärkten Aktivierung und

Wirkung von Clopidogrel,

während Isoniazid die Bio-

aktivierung durch Stoff-

wechselenzym CYP2C19

reduziert und damit die

Wirkung von Clopidogrel

herabsetzt

Gleichzeitige Einnahme

wird aufgrund der Interak-

tion mit Isoniazid nicht

empfohlen, enge Überwa-

chung nötig

Tranquillanzien

Benzodiazepine (wie z. B. Dia-

zepam, Midazolam, Tria-

zolam) / Rifampicin, Isoniazid

Verstoffwechselung der

Benzodiazepine kann

durch Rifampicin be-

schleunigt und durch

Isoniazid verlangsamt

sein

Enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung der Ben-

zodiazepine notwendig

Buspiron / Rifampicin

Plasmakonzentration

und t

von Buspiron ▼

Anxiolytischer Effekt von

Buspiron kann herabge-

setzt sein, enge Überwa-

chung, ggf. Dosisanpas-

sung von Buspiron

Urikosurika

Probenecid / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Rifampicin kann durch

Probenecid in einigen Pa-

tienten erhöht sein Le-

bertoxizität ▲

Überwachung der Leber-

funktionswerte

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

Vitamine

Vitamin B

6

/ Isoniazid

Elimination von Vitamin B

(Pyridoxin) durch Isoniazid

Prophylaktische Gabe von

Pyridoxin während der

Therapie mit ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg empfohlen

Vitamin D / Rifampicin / Isonia-

Plasmakonzentration

von Vitamin D durch

Rifampicin und Isonia-

zid reduziert

Symptomatische Erkran-

kung der Knochen erst bei

längerer Rifampicingabe

(> 1 Jahr) zu erwarten; im

Falle einer Supplementie-

rung mit Vitamin D sind

Kontrollen der Serum-

Calciumspiegel, der Se-

rum-Phosphatspiegel so-

wie der Nierenfunktion

erforderlich, ggf. Dosisan-

passung von Vitamin D

erforderlich

Zytostatika

Bendamustin / Isoniazid / Rifampi-

Plasmalevel von

Bendamustin werden

durch Rifampicin verrin-

gert, während die Plasma-

level der aktiven Stoff-

wechselprodukte von

Bendamustin durch

Rifampicin erhöht werden,

Isoniazid führt zu einer

Erhöhung der

Bendamustinplasmaspie-

Wirkung von Bendamustin

sollte engmaschig auf An-

zeichen einer Toxizität wie

Leukopenie, Infektionen,

Thrombozytopenie, Blu-

tungen, Anämie und

Neutropenie überwacht

werden, ggf. Dosisanpas-

sung von Bendamustin

erforderlich

Bexaroten / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Bexaroten kann

möglicherweise durch

Rifampicin verringert

sein

Überwachung notwendig

Clofarabin / Isoniazid / Rifampicin

Erhöhte Lebertoxizität

durch Clofarabin, Isoniazid

und Rifampicin

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

enge Überwachung der

Leberfunktion erforderlich

Gefitinib / Rifampicin / Isoniazid

Verstoffwechselung

von Gefitinib wird durch

Rifampicin beschleunigt

enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von Gefi-

Wirkstoffgruppe / Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

und durch Isoniazid

verlangsamt

tinib erforderlich

Imatinib / Rifampicin

AUC und C

von Ima-

tinib durch Rifampicin

um 74 % bzw. 54 %

verringert

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

Wirkungsverlust von Ima-

tinib wahrscheinlich

Irinotecan / Rifampicin

Elimination von Irinote-

can durch Rifampicin

beschleunigt, AUC von

Irinotecan (aktive Me-

tabolite) ▼

Wirkungsverlust von Irino-

tecan möglich, ggf. Do-

sisanpassung von Irinote-

can erforderlich

Methotrexat / Rifampicin / Isonia-

Lebertoxizität durch

Rifampicin, Isoniazid und

Methotrexat erhöht

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

Leberfunktionstests erfor-

derlich

Pazopanib / Isoniazid / Rifampicin

Verstoffwechselung von

Pazopanib wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid ver-

langsamt

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

enge Überwachung, Mes-

sung der Elektrolyte, EKG,

Leberfunktionstests vor

und während der Behand-

lung, ggf. Dosisanpassung

von Pazopanib erforderlich

Thioguanin / Rifampicin / Isoniazid

Lebertoxizität durch

Rifampicin, Thioguanin

und Isoniazid erhöht

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden

Leberfunktionstests not-

wendig

Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken

und Alkohol

Nach Nahrungsaufnahme, insbesondere nach Aufnahme von Kohlenhydraten, ist die Aufnahme

von Isoniazid, einem der Wirkstoffe von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg beeinträchtigt.

Auch können die in einigen Speisen (z. B. Thunfisch, Käse) und Getränken (z. B. Rotwein) ent-

haltenen sogenannten Monoamine

zu Unverträglichkeiten mit Hitzewallungen, Hautrötung,

Schleimhautschwellung und Kreislaufbeschwerden führen.

Deshalb sollte ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg auf nüchternen Magen eingenommen und die

genannten Nahrungsmittel während der Behandlung gemieden werden.

Während der Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sollten Sie keinen Alkohol trin-

ken.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beab-

sichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt

oder Apotheker um Rat.

Frauen im gebärfähigen Alter/Kontrazeption (Empfängnisverhütung):

Vor Beginn der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg muss eine Schwangerschaft aus-

geschlossen werden und während der Therapie muss das Eintreten einer Schwangerschaft

vermieden und daher eine sichere, nicht-hormonelle Empfängnisverhütung (Kontrazeption) be-

stehen/durchgeführt werden (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und

„Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Schwangerschaft:

In der Schwangerschaft sollte ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg nicht angewendet werden, es sei

denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Stillzeit:

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf während der Stillzeit nicht eingenommen werden (siehe

Abschnitt 2. „ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf nicht eingenommen werden“). Wenn eine

Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg in der Stillzeit erforderlich ist, muss abgestillt

werden.

Ansonsten gelten für ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg die Angaben der Einzelwirkstoffe Isonia-

zid und Rifampicin:

Isoniazid:

Schwangerschaft

Isoniazid passiert die Plazenta. Daten über eine begrenzte Anzahl von Schwangeren lassen

nicht auf schädigende Wirkungen von Isoniazid in therapeutischer Dosierung auf die Schwan-

gerschaft oder die Gesundheit des Neugeborenen schließen. Über zwei Fälle von Fehlbildun-

gen nach hohen Dosen Isoniazid ist berichtet worden. Obwohl die allgemeine Fehlbildungsrate

nicht erhöht ist, deuten die bekannt gewordenen Anomalien auf Schädigungen des Nervensys-

tems (ZNS) hin. Schädigungen am Nervensystem sind für Isoniazid beschrieben, sodass ein

Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden kann. Bisher sind keine anderen Daten für Iso-

niazid verfügbar.

Stillzeit

Isoniazid geht in die Muttermilch über. Die Konzentrationen in der Muttermilch entsprechen den

Blutspiegeln der Mutter.

Rifampicin:

Schwangerschaft

Rifampicin passiert die Plazenta, wobei die Konzentration im Neugeborenen ca. 12 - 33 % der

mütterlichen Blutkonzentration beträgt.

Bei einer bereits bestehenden Schwangerschaft darf Rifampicin (einer der beiden Wirkstoffe

von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg) während der ersten drei Monate der Schwangerschaft nur

bei unbedingter Notwendigkeit eingenommen werden, da eine Erhöhung des Fehlbildungsrisi-

kos nicht auszuschließen ist.

Bei Anwendung in den letzten Wochen der Schwangerschaft kann Rifampicin nach der Geburt

zu einer erhöhten Blutungsneigung bei Mutter und Neugeborenem führen, weshalb Vitamin K-

Gaben erforderlich sein können (siehe Abschnitt 2. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist erforderlich“).

Bei einer unter Rifampicin-Therapie eingetretenen Schwangerschaft liegt keine Notwendigkeit

für einen Schwangerschaftsabbruch vor.

Stillzeit

Rifampicin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Bei einer erforderlichen Behandlung mit ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg in der Stillzeit ist abzustillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch möglicherweise

auftretende Nebenwirkungen das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur

aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne

sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alko-

hol.

3.

Wie ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, erhalten Erwachsene oral 1-mal täglich 3 Filmtabletten

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg entsprechend 450 mg Rifampicin bzw. 300 mg Isoniazid.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren:

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist aufgrund der Wirkstoffstärken der Kombinationspartner für

die Behandlung von Kindern und Jugendlichen nicht geeignet (siehe

Abschnitt 2.

ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg darf nicht eingenommen werden“).

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

Bei leichter bis schwer eingeschränkter Nierenfunktion (GFR > 15 ml/min) kann ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg unter der Voraussetzung, dass die Leberfunktion normal ist, in

unveränderter Dosis und unverändertem Dosierungsintervall verabreicht werden.

Selbst bei einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von < 15 ml/min wird die empfohlene Nor-

maldosis von 300 mg Isoniazid pro Tag und 600 mg Rifampicin pro Tag, die gleichzeitig auch

den Tageshöchstdosen entsprechen, in der Regel gut toleriert. Bei niereninsuffizienten Lang-

samacetylierern kann es zu einer verlängerten Plasmahalbwertszeit von Isoniazid kommen, da

sowohl die renale Ausscheidung, als auch der Abbau in der Leber verzögert ist. Eine Überwa-

chung der Isoniazid-Serumspiegel durch Ihren behandelnden Arzt ist daher zu empfehlen. Dia-

lysepatienten sollten die Gesamtdosis Isoniazid und damit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg erst

nach Ende der Dialyse einnehmen.

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion:

Bei Vorerkrankungen der Leber, wie einer überstandenen akuten Hepatitis, positiver Antigen-

Antikörper-Nachweis für Hepatitis B und C oder Alkoholmissbrauch, kann ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg in normaler Dosierung angewendet werden. Allerdings besteht ein erhöhtes

Risiko von Leberschäden, daher sind wöchentliche bis mehrfach wöchentliche Kontrollen der

entsprechenden Laborparameter in den ersten Monaten nötig. Ihr behandelnder Arzt wird ent-

scheiden, ob eine einschleichende Dosierung mit den Monoarzneimitteln, Rifampicin und Isoni-

azid, nötig ist (siehe Abschnitt 2. „Unterbrechung und Wiederaufnahme der Therapie“).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Um eine optimale Resorption zu gewährleisten, soll ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg auf nüch-

ternen Magen, d. h. am besten mindestens ½ Stunde vor dem Frühstück eingenommen wer-

den. Bei starker Magenunverträglichkeit (mit Erbrechen und Übelkeit) kann ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg

einer

leichten

Mahlzeit

eingenommen

werden.

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg soll in beiden Fällen mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden (z. B. 1

Glas Wasser).

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann – je nach Erregerempfindlichkeit – mit anderen Antituber-

kulotika

kombiniert

werden.

Dies

insbesondere

Initialphase

Tuberkulose-

behandlung der Fall. Die Dosierung der Zusatzmedikation ist von der Behandlung mit ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg unabhängig.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht

zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Dauer der Anwendung

Im Rahmen der allgemeinen Standardtherapie der Tuberkulose werden Rifampicin und Isonia-

zid in der ersten 8-wöchigen Therapiephase mit weiteren Tuberkulosemitteln wie Pyrazinamid

und Ethambutol kombiniert und anschließend in einer 4-monatigen Stabilisierungsphase ohne

zusätzliche Kombinationspartner verabreicht. ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg wird im Rahmen

der Standardtherapie der Tuberkulose über die gesamte Dauer von 6 Monaten gegeben.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wir-

kung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg eingenommen haben als

Sie sollten

Verständigen Sie sofort einen Arzt, der gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen

kann.

Die Symptome bei Überdosierung oder akuter Vergiftung durch ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

sind bisher nicht bekannt. Es gelten also die Erfahrungen, die mit Fällen akut-toxischer Erschei-

nungen nach Überdosierung mit den Einzelkomponenten gemacht wurden.

Isoniazid:

Folgende Symptome sind nach akuter Überdosierung beschrieben worden:

Bei leichter Intoxikation:

Sprachstörungen, Bewegungsstörungen (Ataxie) und polyneuritische Reaktionen (Kribbeln,

Muskelzittern, Schwindel usw.).

Bei schwerer Intoxikation:

Krampfanfälle (lokalisierte oder generalisierte epileptiforme Krämpfe), Bewusstlosigkeit, meta-

bolische Azidose, Atemstillstand.

Rifampicin:

Folgende Symptome sind nach akuter Überdosierung beschrieben worden:

Übelkeit, Erbrechen (Verfärbung des Mageninhalts), Juckreiz, Schmerzen im gesamten

Bauchraum, Gallenstauung (Cholestase)

Haut, weißer Teil der Augen (Skleren) sowie Schleimhäute können eine gelb-orange Verfär-

bung aufweisen

andere Ausscheidungen sind möglicherweise verfärbt (Urin, Stuhl)

bei extremer Überdosierung kann es zu Unruhe, Atemnot (Dyspnoe), Herzrhythmusstörun-

gen (Tachykardie), generalisierten Krämpfen und Atem- sowie Herzstillstand kommen.

Wenn Sie die Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg vergessen haben

Wenn Sie zu wenig ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg eingenommen haben, verständigen Sie

ebenfalls in jedem Fall den behandelnden Arzt.

Wird versehentlich eine Tagesdosis von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg vergessen, so soll bei

der nächsten Einnahme keinesfalls die doppelte Dosis eingenommen werden. Bei nicht regel-

mäßiger Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg besteht ein erhöhtes Risiko immunpa-

thologischer Nebenwirkungen aufgrund der Rifampicin-Komponente (siehe Abschnitt 4. „Wel-

che Nebenwirkungen sind möglich?“).

Bei Wiederaufnahme nach einer längeren Unterbrechung der Therapie müssen Rifampicin und

Isoniazid als Monoarzneimittel einschleichend dosiert werden.

Die Gabe des ersten Medikamentes sollte dabei jeweils für 3 - 7 Tage bis zur Erweiterung der

Therapie um die zweite bzw. dritte Substanz erfolgen, Isoniazid: 50 mg/Tag – Steigerung der

Dosis auf 300 mg/Tag in 3 - 7 Tagen; Rifampicin: 75 mg/Tag – Steigerung der Dosis auf 450 -

600 mg/Tag in 3 - 7 Tagen.

Wenn Sie die Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg abbrechen

Bei der Behandlung der Tuberkulose ist es von äußerst wichtiger Bedeutung, die Dosierungs-

und Anwendungsvorschriften genau und zuverlässig einzuhalten, um die Heilungsaussichten

nicht zu gefährden und Rückfälle zu vermeiden. Diese sind immer verbunden mit einer Ein-

schränkung der Behandlungsmöglichkeiten infolge eines zunehmenden Wirkungsverlustes der

eingesetzten Medikamente bei Abnahme der Empfindlichkeit der Tuberkuloseerreger (Resis-

tenzentwicklung) und der Notwendigkeit des Wechsels auf weniger gut verträgliche und weniger

wirksame Medikamente und die Lebensweise stärker einschränkende Maßnahmen.

Bei dennoch vorgenommener Unterbrechung der Behandlung ist vor Wiederaufnahme der Be-

handlung unbedingt ein Arzt zu befragen, da u. U. mit schweren Komplikationen zu rechnen ist

(siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Grundsätzlich

resultieren

die

Unverträglichkeitserscheinungen

von

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg aus den Nebenwirkungen seiner Wirkstoffe Isoniazid und Rifampicin.

Isoniazid:

Isoniazid-bedingte Nebenwirkungen treten überwiegend alters- und dosisabhängig auf und fin-

den sich häufiger bei Patienten mit verlangsamtem Abbau von Isoniazid (sog. Langsamacetylie-

rern).

Als häufigste Nebenwirkung einer Isoniazid-Therapie ist eine Veränderung der Leberwerte (An-

stieg der Transaminasenaktivität) beschrieben, die in der Regel ohne Symptome verläuft und

sich unter fortgeführter Therapie spontan zurückbildet. Es kann aber auch zum Auftreten einer

symptomatischen Leberentzündung kommen, die in schweren Fällen tödlich verlaufen kann.

Weitere häufige Nebenwirkungen einer Isoniazid-Therapie betreffen das Nervensystem und den

Gastrointestinaltrakt.

Rifampicin:

Als häufigste Nebenwirkung einer Rifampicin-Therapie ist eine Veränderung der Leberwerte

(v. a. Anstieg der Transaminasenaktivität) beschrieben, die in der Regel klinisch nicht relevant

ist und sich unter fortgeführter Therapie zurückbildet. Sehr selten kann es aber auch zum Auf-

treten einer symptomatischen Hepatitis (Leberentzündung) kommen, die in schweren Fällen

einen tödlichen Verlauf haben kann.

Weitere

häufige

Nebenwirkungen

einer

Rifampicin-Therapie

sind

Überempfindlich-

keitsreaktionen sowie Beschwerden des Magen-Darm-Traktes.

Sehr häufig

(mehr als 1

Behandelter

von 10)

Häufig

(1 bis 10 Be-

handelte von

100)

Gelegentlich

(1 bis 10 Be-

handelte von

1.000)

Selten

(1 bis 10 Be-

handelte von

10.000)

Sehr selten

(weniger als

1 Behandel-

ter von

10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht ab-

schätzbar)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Vermehrung

bestimmter

weißer Blutkör-

perchen (Eo-

sinophilie),

Funktionsstö-

rung des Kno-

chenmarks

Verminderung

bestimmter wei-

ßer Blutkörper-

chen (Agra-

nulozytose), ver-

schiedene For-

men der Blutar-

mut (sideroach-

Sehr häufig

(mehr als 1

Behandelter

von 10)

Häufig

(1 bis 10 Be-

handelte von

100)

Gelegentlich

(1 bis 10 Be-

handelte von

1.000)

Selten

(1 bis 10 Be-

handelte von

10.000)

Sehr selten

(weniger als

1 Behandel-

ter von

10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht ab-

schätzbar)

(Knochen-

marksdepressi-

on) mit z. B.

Verminderung

der wei-

ßen/roten Blut-

körperchen und

Blutplättchen

(Leukopenie,

Granulozyto-

penie), Blut-

plättchenman-

gel (Throm-

bozytopenie),

Blutplättchen-

mangel mit

Hautblutungen

(thrombozyto-

penische Pur-

pura), Mangel

eines bestimm-

ten Blutgerin-

nungsfaktors

(Hypo-

prothrombinä-

mie), Blutarmut

(hämolytische

Anämie), ver-

streut auftre-

tende Gerin-

nungsstörung

innerhalb der

Blutgefäße (dis-

seminierte in-

travasale Koa-

gulopathie)

restische und

megaloblastäre

Anämie, Pyrido-

xinman-

gelanämie, Pan-

myelopathie,

aplastische Anä-

mie)

Auftreten einer

hämorrha-

gischen Diathese

durch Vaskuliti-

den, Im-

munthrombo-

penien und hu-

morale Gerin-

nungsstörungen,

Erkrankungen des Immunsystems

Leichte Über-

empfindlich-

keits-reaktionen

[Fieber, Eryth-

ema exsudati-

vum multiforme

(Hauterkran-

kung mit Erosi-

onen und Bla-

senbildung),

Juckreiz (Pruri-

tus), Nessel-

sucht (Urtika-

ria)]

Schwere Über-

empfindlich-

keitsreaktionen

wie Atemnot,

asthmaartige

Anfälle, Lun-

genödem, an-

dere Ödeme,

bis hin zum

anaphylak-

tischen Schock

(plötzlich, le-

bensbedrohli-

che allergische

Allgmeinreakti-

onen)

Lupus-

ähnliches

Syndrom

(Entzünd-

ungskrank-

heit),

Flu-Syndrom

schwere aller-

gische

Hautreak-

tionen mit

blasenförmi-

ger Abhebung

der Haut wie

toxische epi-

dermale Nek-

rolyse (Lyell-

Exantheme

Hautausschläge

(pellagraähnliche

Hautsymptome),

schwere Hautre-

aktionen (Ste-

vens-Johnson-

Syndrom), Über-

empfindlichkeit

auf Licht (Photo-

sensitivität),

Schmetterlings-

flechte (Lupus

erythematodes)

Sehr häufig

(mehr als 1

Behandelter

von 10)

Häufig

(1 bis 10 Be-

handelte von

100)

Gelegentlich

(1 bis 10 Be-

handelte von

1.000)

Selten

(1 bis 10 Be-

handelte von

10.000)

Sehr selten

(weniger als

1 Behandel-

ter von

10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht ab-

schätzbar)

Syndrom) und

exfoliative

Dermatitis

Endokrine Erkrankungen

Menstrua-

tionsstörungen

Addison-Krise

bei Addison-

Patienten

Absinken des

Blutzuckers

unter Normal-

werte (Hy-

poglykämie)

Meist reversible

Überfunktion von

Nebennierenrinde

(Cushing-

Syndrom) und-

Hirnanhangsdrü-

se (Hypophysen-

vorderlappen)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Porphyrie (siehe

Abschnitt 2

„Warnhinweise

und Vorsichts-

maßnahmen")

Psychiatrische Erkrankungen

Verwirrtheit,

Psychosen

Psychische Stö-

rungen (Reizbar-

keit, Ängstlich-

keit), Konzentra-

tionsschwäche,

Depression

Erkrankungen des Nervensystems

Erkrankungen

der Nervenen-

digungen [peri-

phere Polyneu-

ropathie mit

Missempfin-

dungen (Paräs-

thesien)], Sen-

sibilitäts-

störungen,

Kopfschmerzen,

Schwindel

Bewegungs-

störungen

(Ataxie), Kon-

zentra-

tionsunfähig-

keit, Müdigkeit

Krampfanfälle,

Schläfrigkeit,

Lethargie

Augenerkrankungen

Sehstörungen,

Verlust der Seh-

fähigkeit (Vi-

susverlust),

Entzündungen

des Sehnervs

(Optikusneuri-

tis)

Doppeltsehen

(Diplopie), Schie-

len (Strabismus),

bräunlich-rote

Verfärbung der

Tränenflüssigkeit

Herzerkrankungen

Herzrhythmus-

Sehr häufig

(mehr als 1

Behandelter

von 10)

Häufig

(1 bis 10 Be-

handelte von

100)

Gelegentlich

(1 bis 10 Be-

handelte von

1.000)

Selten

(1 bis 10 Be-

handelte von

10.000)

Sehr selten

(weniger als

1 Behandel-

ter von

10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht ab-

schätzbar)

störungen,

Blutdruck-

schwankungen

mit Schwindel

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Acute respiratory

distress syn-

drome (ARDS)

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Gastrointesti-

nale Störungen

(Appetitlosig-

keit, Magen-

schmerzen,

Übelkeit, Erbre-

chen, Blähun-

gen, Durchfall,

Verstopfung,

Aufstoßen, Völ-

legefühl)

Akute Bauch-

speicheldrü-

senentzündung

(Pankreatitis)

Antibiotika-

ausgelöste

Darmentzün-

dung (pseu-

domembranö-

se Enterokoli-

tis), Durchfall

durch Clostri-

dium difficile

Leber- und Gallenerkrankungen

Erhöhung von

Leberenzymen

wie SGOT

(AST), SGPT

(ALT), alkali-

scher Phospha-

tase, Gamma-

Gluta-

myltranspep-

tidase

Gelbsucht (Ikte-

rus), Leberver-

größerung (He-

patomegalie

Erhöhung von

Bilirubin im

Blutserum (La-

borwert zur

Leberkontrolle)

Akute Leber-

entzündung

[Hepatitis (in

schweren

Fällen tödli-

cher Verlauf

möglich)]

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelzittern

Muskelerkran-

kungen (Myopa-

thien)

Muskelsch-

wäche

Rheumatische

Beschwerden

(Gelenke und

Muskulatur), Un-

tergang von Mus-

kelgewebe

(Rhabdomyolyse)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunk-

tionsstörungen

Akutes Nie-

renversagen

Akute Nierenent-

zündung (Intersti-

tielle Nephritis),

Gewebezerstö-

rung in bestimm-

ten Bereichen der

Niere (Tubulus-

nekrosen), Nie-

renentzündung

Sehr häufig

(mehr als 1

Behandelter

von 10)

Häufig

(1 bis 10 Be-

handelte von

100)

Gelegentlich

(1 bis 10 Be-

handelte von

1.000)

Selten

(1 bis 10 Be-

handelte von

10.000)

Sehr selten

(weniger als

1 Behandel-

ter von

10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht ab-

schätzbar)

(Glomerulone-

phritis

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Blutungen nach

der Geburt bei

der Mutter und

dem Neugebo-

renen

mit Fieber, Schwächegefühl, Muskel- und Gelenkschmerzen und dem Auftreten antinukleärer Antikörper

in Zusammenhang mit intermittierender bzw. nach nicht regelmäßiger Rifampicineinnahme, ähnliche Symptomatik

wie lupusähnliches Syndrom

in Zusammenhang mit einer antituberkulösen Kombinationstherapie von Rifampicin und anderen Mitteln beobach-

tet, Reaktionen konnten nicht sicher einem Wirkstoff zugeordnet werden

u. a. Akneiform besonders bei jüngeren Patienten

infolge der Beeinflussung des Stoffwechsels der Steroidhormone durch Rifampicin

mit Menstruationsstörungen bei der Frau bzw. gonadotropen Störungen/Gynäkomastie beim Mann; verursacht

durch Isoniazid

durch Eigenfarbe des Rifampicins bedingt und unbedenklich

meist vorübergehender Natur

meist reversibel

bei Anwendung während der letzten Schwangerschaftswochen; verursacht durch Rifampicin

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungs-

beilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Faltschachtel nach „Ver-

wendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 25 °C lagern. Blisterpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht

zu schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apothe-

ker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit

zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg enthält

Die Wirkstoffe sind: Isoniazid und Rifampicin.

1 Filmtablette enthält 100 mg Isoniazid und 150 mg Rifampicin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Cellulosepulver, Croscarmellose-Natrium, Talkum, Hypromellose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Macrogol 6000, Crospovidon, hochdisperses Siliciumdioxid, Eisenoxide (E172), Titandioxid

(E171).

Wie ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg aussieht und Inhalt der Packung

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist eine rotbraune, beidseitig gewölbte Filmtablette mit einseiti-

ger Bruchkerbe. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette für ein erleichtertes

Schlucken und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg

Originalpackungen

Filmtabletten

100 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

RIEMSER Pharma GmbH

An der Wiek 7

17493 Greifswald-Insel Riems

phone +49 30 338427-0

+ 49 38351 308

email info@RIEMSER.com

Hersteller

SW Pharma GmbH

Robert-Koch-Straße 1

66578 Schiffweiler

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2014.

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 1 -

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg, Filmtablette

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE BESCHREIBUNG

2.1

Allgemeine Beschreibung

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist eine rotbraune, beidseitig gewölbte Filmtablette mit einseitiger

Bruchkerbe.

2.2

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoffe: Isoniazid und Rifampicin

1 Filmtablette ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg enthält 100 mg Isoniazid (INH) und 150 mg

Rifampicin (RMP).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette, um das Schlucken zu erleichtern und

nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg wird angewendet bei Erwachsenen zur Behandlung aller

Formen der Tuberkulose mit Erregerempfindlichkeit gegen Rifampicin und Isoniazid.

Die allgemein anerkannten Empfehlungen für den angemessenen Gebrauch von antimikro-

biellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg zu berück-

sichtigen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene:

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 2 -

Soweit nicht anders verordnet, erhalten Erwachsene oral 1-mal täglich 3 Filmtabletten ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg, entsprechend 450 mg Rifampicin bzw. 300 mg Isoniazid.

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre:

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist aufgrund der Wirkstoffstärken der Kombinationspartner für die

Behandlung von Kindern und Jugendlichen nicht geeignet (siehe Abschnitt 4.3).

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

Bei leichter bis schwer eingeschränkter Nierenfunktion (GFR > 15 ml/min) kann ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg unter der Voraussetzung, dass die Leberfunktion normal ist, in unveränderter Do-

sis und unverändertem Dosierungsintervall verabreicht werden.

Selbst bei einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von < 15 ml/min wird die empfohlene Normal-

dosis von 300 mg Isoniazid pro Tag und 600 mg Rifampicin pro Tag, die gleichzeitig auch den Ta-

geshöchstdosen entsprechen, in der Regel gut toleriert. Bei niereninsuffizienten Langsamacetylie-

rern kann es zu einer verlängerten Plasmahalbwertszeit von INH kommen, da sowohl die renale

Ausscheidung, als auch der Abbau in der Leber verzögert ist. Eine Überwachung der Isoniazid-

Serumspiegel ist daher zu empfehlen. Die Talspiegel sollten 24 Std. nach der letzten Applikation,

also vor der nächsten Dosis, unter 1 mg/l liegen.

Da Isoniazid durch Hämodialyse (73 % innerhalb von 5 Stunden) und durch Peritonealdialyse ent-

fernt werden kann, sollte Dialysepatienten die Gesamtdosis Isoniazid und damit ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg erst nach Ende der Dialyse gegeben werden.

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion:

Bei hepatischen Vorerkrankungen, wie einer überstandenen akuten Hepatitis, positiver Antigen-

Antikörper-Nachweis

für

Hepatitis

oder

Alkoholabusus,

kann

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg in normaler Dosierung angewendet werden. Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko

von Leberschäden, daher sind wöchentliche bis mehrfach wöchentliche Kontrollen der entspre-

chenden Laborparameter in den ersten Monaten nötig. Es sollte abgewogen werden, ob eine ein-

schleichende Dosierung mit den Monoarzneimitteln, Rifampicin und Isoniazid, nötig ist (siehe Ab-

schnitt 4.2 „Dosierung nach Therapieunterbrechung“).

Bei schweren Leberfunktionsstörungen ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3).

Dosierung nach vergessener Einnahme:

Wird versehentlich eine Tagesdosis von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg vergessen, so soll bei der

nächsten Einnahme keinesfalls die doppelte Dosis eingenommen werden. Bei nicht regelmäßiger

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 3 -

Einnahme von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg besteht ein erhöhtes Risiko immunpathologischer

Nebenwirkungen aufgrund der Rifampicin-Komponente (siehe Abschnitt 4.8).

Dosierung nach Therapieunterbrechung:

Bei Wiederaufnahme der Behandlung nach einer längeren Unterbrechung müssen Rifampicin und

Isoniazid als Monoarzneimittel einschleichend dosiert werden. Die Gabe des ersten Medikamentes

sollte dabei jeweils für 3 - 7 Tage bis zur Erweiterung der Therapie um die zweite bzw. dritte Sub-

stanz erfolgen, INH: 50 mg/d – Steigerung der Dosis auf 300 mg/d in 3 - 7 Tagen; RMP: 75 mg/d –

Steigerung der Dosis auf 450 - 600 mg/d in 3 - 7 Tagen.

Art der Anwendung

Um eine optimale Resorption zu gewährleisten, soll ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg auf nüchter-

nen Magen, d. h. am besten mindestens ½ Stunde vor dem Frühstück eingenommen werden. Bei

starken

gastrointestinalen

Beschwerden

Erbrechen

Übelkeit

kann

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg mit einer leichten Mahlzeit eingenommen werden. ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

soll in beiden Fällen mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Im Rahmen der allgemeinen Standardtherapie der Tuberkulose werden Rifampicin und Isoniazid in

der 8-wöchigen Initialphase mit weiteren antimykobakteriell wirksamen Antiinfektiva kombiniert, in

der sich anschließenden 4-monatigen Stabilisierungsphase werden Isoniazid und Rifampicin ohne

zusätzliche Kombinationspartner verabreicht. ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg wird im Rahmen der

Standardtherapie der Tuberkulose über die gesamte Dauer von 6 Monaten gegeben.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Isoniazid und/oder Rifampicin bzw. Rifamycine oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

Schwere Leberfunktionsstörungen wie Verschlussikterus, akute Hepatitis, Leberzirrhose (Child

Pugh C)

Vorausgegangene medikamenteninduzierte Hepatitis durch Isoniazid und/oder Rifampicin

Polyneuropathien

Störungen der Hämostase oder Hämatopoese

Gleichzeitige

Therapie

Proteaseinhibitoren

Amprenavir,

Atazanavir,

Darunavir,

Fosamprenavir, Indinavir, Lopinavir, Tipranavir und Saquinavir – allein oder in Kombination

mit Ritonavir (siehe Abschnitt 4.5)

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 4 -

Gleichzeitige Therapie mit den nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptasehemmern Delavir-

din, Nevirapin und Etravirin (siehe Abschnitt 4.5)

Gleichzeitige

Therapie

potenziell

leberschädigenden

Breitspektrum-Triazol-

Antimykotikum Voriconazol (siehe Abschnitt 4.5)

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf aufgrund der Wirkstoffstärken der Kombinationspartner in

diesem Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre verabreicht werden. Hier

sollte in Abhängigkeit vom Alter und Körpergewicht eine freie Kombination beider Wirkstoffe

angewendet werden.

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg darf nicht in der Stillzeit angewendet werden (siehe Abschnitt

4.6).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nierenfunktionsstörungen:

Bei leichter bis schwer eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 90 ml/min) kann ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg unter der Voraussetzung, dass die Leberfunktion normal ist, in

unveränderter Dosis und unverändertem Dosierungsintervall verabreicht werden. Eine re-

gelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion (z. B. Serumkreatinin-Bestimmung) kann vor allem

bei längerfristiger Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg (aufgrund der Rifampicin-

Komponente) erforderlich sein, da vom Auftreten eines akuten Nierenversagens, einer in-

terstitiellen Nephritis sowie von Tubulusnekrosen während einer Monotherapie mit Rifampi-

cin berichtet wurde. Ein sofortiger und endgültiger Therapieabbruch von ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg ist in solchen Fällen erforderlich. Im Allgemeinen kommt es nach Absetzen

der Therapie zu einer Normalisierung der Nierenfunktion.

Leberfunktionsstörungen:

Unter der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann es aufgrund der lebertoxischen Po-

tenziale von Rifampicin und Isoniazid zu Leberfunktionsstörungen kommen.

Generell muss bei der Kombinationstherapie der Tuberkulose, unabhängig davon ob es sich um

eine fixe Kombination von Wirkstoffen handelt, wie bei ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg oder wenn

mehrere Einzelsubstanzen miteinander kombiniert werden, die additive hepatotoxische Wirkung

der eingesetzten Kombinationspartner beachtet werden. Klinische Konsequenzen, wie mögliche

Therapieabbrüche oder Therapieanpassungen müssen im Einzelfall entsprechend eingeschätzt

werden (siehe Abschnitt 4.5).

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 5 -

Wenn immer möglich, sollte die Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg bei Patienten mit

bestehenden Leberfunktionsstörungen wegen der möglichen Lebertoxizität vermieden werden. Bei

schweren Leberfunktionsstörungen ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kontraindiziert (siehe Ab-

schnitt 4.3). Während der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sollten Patienten keinen

Alkohol zu sich nehmen.

Folgende Patientengruppen haben ein erhöhtes Risiko für Leberschädigungen (wie z. B. Hepati-

tis):

Ältere und unterernährte Patienten

Patienten, die täglich Alkohol konsumieren

Patienten mit vorbestehenden bzw. chronischen Leberschäden

Des Weiteren sollten folgende Patienten genauestens überwacht werden:

Patienten, die gleichzeitig andere leber- bzw. pankreasschädigende Medikamente einnehmen

(siehe Abschnitt 4.5)

Patienten mit Nierenschäden

Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen

Diabetiker

Die Patienten sollten genau über das Auftreten früher Zeichen von Lebertoxizität oder Pankreasto-

xizität (Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen) oder anderer Nebenwirkungen

(siehe Abschnitt 4.8) informiert werden. Zusätzlich sollten Patienten angewiesen werden, sich beim

Auftreten jeglicher Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüglich an den Arzt zuwenden. Bei Hin-

weisen auf Leberschädigungen (z. B. Hepatitis) ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sofort abzuset-

zen. Ist eine weitere Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg erforderlich, darf diese erst

nach dem vollständigen Abklingen der Symptomatik und Normalisierung der Parameter erneut

begonnen werden. In diesem Fall müssen Rifampicin und Isoniazid zunächst als Monoarzneimittel

einschleichend dosiert werden (siehe Abschnitt 4.2). Bei Wiederauftreten von Anzeichen einer Le-

berschädigung muss die Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg unverzüglich und end-

gültig beendet werden.

Während der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sollten regelmäßig Leberenzym

(einschließlich Cholestaseparameter)- und Bilirubinkontrollen durchgeführt werden, um eine Schä-

digung der Leber frühzeitig zu erkennen.

Ein Anstieg der Leberblutwerte während der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist mög-

lich. Verbleiben die Transaminasenwerte <100 U/l, kann es trotz Fortsetzung der Therapie zu einer

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 6 -

Normalisierung der Werte kommen. Bei Zunahme der Transaminasen über 100 U/l, einem Anstieg

der Bilirubinkonzentration und entsprechender klinischer Symptomatik ist ein sofortiges Absetzen

von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg geboten, da tödliche Leberdystrophien unter Rifampicin-

Monotherapie und schwere Hepatitiden mit beschriebenen Todesfällen unter Isoniazid beobachtet

wurden.

Interaktion von Isoniazid und Rifampicin mit anderen Wirkstoffen (siehe Abschnitt 4.5):

Einfluss von Isoniazid auf körpereigene Stoffe:

Vitamin B

6

Isoniazid greift in den körpereigenen Vitamin-B

-Stoffwechsel ein. Bevorzugt bei den Patienten,

bei denen ein Vitamin B

-Mangel vorliegt oder zu erwarten ist oder bei denen ein erhöhtes Risi-

ko für das Auftreten einer Isoniazid-Neuritis besteht, sollte Pyridoxin zusätzlich zur Prophylaxe

und zur Therapie eines Vitamin B

-Mangels verabreicht werden.

Einfluss von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg auf das Cytochrom-P450-System (siehe Abschnitt

4.5.):

Durch

CYP450-induzierenden

Eigenschaften

Rifampicin,

sowie

CYP450-

inhibierenden

Eigenschaften

Isoniazid,

kann

Anwendung

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg den Metabolismus zahlreicher Arzneimittel und endogener Substrate, wie adre-

nale Hormone und Schilddrüsenhormone, beeinflussen (siehe Abschnitt 4.5).

Bei Beginn, aber auch bei Beendigung einer ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg-Therapie kann es

daher notwendig werden, die Dosis gleichzeitig verabreichter Arzneimittel, vor allem solcher mit

enger therapeutischer Breite, anzupassen – abhängig vom Einfluss des Rifampicins oder des Iso-

niazids auf deren Metabolismus.

Paracetamol

Im Falle einer gleichzeitigen Verabreichung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg und Paracetamol

kann es zu einer Leberschädigung durch üblicherweise unschädliche Dosen von Paracetamol

kommen. Dies beruht sowohl auf dem Einfluss von Isoniazid als auch auf dem Einfluss von Rifam-

picin

(siehe

Abschnitt

4.5).

Verabreichung

Paracetamol

unter

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg sollte daher nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung und unter besonderer

Vorsicht erfolgen.

Kontrazeption

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 7 -

Aufgrund

Wechselwirkung

zwischen

Rifampicin-Komponente

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg und Östrogenen/Gestagenen ist die empfängnisverhütende Wirkung hormoneller

Kontrazeptiva gestört. Unter der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg müssen daher ande-

re, nicht hormonelle kontrazeptive Maßnahmen angewendet werden, um eine ausreichende Emp-

fängnisverhütung sicherzustellen.

Vitamin D

Bei einer längeren Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann es aufgrund des Rifampi-

cins und des Isoniazids zu einer Reduktion der Vitamin D-Serumspiegel kommen. Für Rifampicin

sind Effekte nach einem Jahr Therapie beobachtet worden. Eine prophylaktische Vitamin D-Gabe

in üblicher Dosierung sollte in Betracht gezogen werden. In diesem Zusammenhang sind entspre-

chende Kontrollen erforderlich (z. B. Serum-Calciumspiegel, Serum-Phosphatspiegel, Überwa-

chung der Nierenfunktion).

Schwangerschaft:

Die Einnahme von Rifampicin in den letzten Wochen der Schwangerschaft kann das Risiko post-

nataler Blutungen bei der Mutter aufgrund einer durch den Geburtsvorgang erhöhten Blutungsnei-

gung und beim Neugeborenen aufgrund einer noch unzureichenden Vitamin K-Versorgung und

dadurch unzureichender Produktion von Gerinnungsfaktoren erhöhen. Daher sind regelmäßige

Kontrollen des Blutbildes erforderlich sowie auch die Bestimmung der Gerinnungsparameter. Eine

Behandlung mit Vitamin K kann in solchen Fällen angezeigt sein.

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sollte somit in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es

sei denn, die Behandlung ist eindeutig erforderlich (siehe Abschnitt 4.6).

Überempfindlichkeitsreaktionen:

Für die Rifampicin-Komponente des ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sind folgende Überempfind-

lichkeitsreaktionen bekannt:

Leichte Überempfindlichkeitsreaktionen:

Bei leichten Überempfindlichkeitsreaktionen wie beispielsweise Fieber, Hautrötungen, Pruritus

oder Urtikaria kann nach einer Unterbrechung der Therapie und dem Abklingen der Symptome

eine Weiterbehandlung möglich sein.

Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen:

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 8 -

Beim Auftreten schwerwiegender Unverträglichkeitsreaktionen wie Thrombozytopenie, die sich

eventuell auch als Nasenbluten äußern kann, Purpura, hämolytischer Anämie, Dyspnoe, asthma-

artigen Anfällen, Schock und Nierenversagen ist ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sofort und end-

gültig abzusetzen (siehe Abschnitt 4.8), und die erforderlichen Notfallmaßnahmen sind einzuleiten.

Zerebrale

Blutungen

Todesfälle

wurden

Fällen

berichtet,

denen

eine

Rifampicin-

Behandlung nach Auftreten einer Purpura fortgeführt oder wieder aufgenommen wurde.

Bei Wiederaufnahme einer Rifampicin-Behandlung nach kurzer oder längerer Unterbrechung kann

eine hyperergische Sofortreaktion mit Grippe-ähnlichen Symptomen (Flu-Syndrom), die mit gravie-

renden Komplikationen wie Schock oder Nierenversagen einhergehen können, eintreten (siehe

Abschnitt 4.8).

Das Flu-Syndrom wird bei nicht regelmäßiger Rifampicin-Einnahme beobachtet und tritt umso häu-

figer auf, je höher die einzelnen Dosen und je länger das dazwischenliegende Intervall waren.

Es tritt meist 3 - 6 Monate nach Beginn einer unregelmäßigen Therapie auf und äußert sich in

Symptomen wie Kopfschmerzen und allgemeinem Schwächegefühl, Fieber, Schüttelfrost, Exan-

them, Übelkeit, Erbrechen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Symptome treten 1 - 2 Stunden

nach der Einnahme auf und dauern bis zu 8 Stunden, in Einzelfällen darüber hinaus, an (siehe

Abschnitte 4.2 und 4.8). Es kann in fast allen Fällen durch die regelmäßige Rifampicin-Gabe zum

Verschwinden gebracht werden.

Aus diesen Gründen muss bei Wiederaufnahme einer Rifampicin-beinhaltenden Therapie nach

Unterbrechung und bei Wiederholung der Therapie einschleichend dosiert werden (siehe Abschnitt

4.2). In diesen Fällen sollte auf die Monopräparate mit den Wirkstoffen Rifampicin und Isoniazid

zurückgegriffen werden.

Patienten sollten über die Risiken eines unbegründeten eigenmächtigen Therapieabbruchs und vor

allem über die Risiken eines Neubeginns der Therapie ohne ärztliche Kontrolle informiert werden.

Rifampicin und Porphyrie:

Rifampicin besitzt eine porphyrinogene Wirkung. Die Anwendung bei Genträgern einer akuten,

intermittierenden Porphyrie (AIP), einer Porphyria variegata (PV), einer hereditären Koproporphyrie

(HKP) bedarf besonderer Vorsichtsmaßnahmen. Die Reaktionen betroffener Patienten fallen sehr

individuell aus und sind offensichtlich abhängig von der individuellen Zugehörigkeit zu einer der

Risikogruppen und von dem Grad der Aktivierung in unterschiedlichen Phasen des hepatischen

Porphyrieprozesses. Die Wirkung auf den Porphyrinstoffwechsel sollte durch Untersuchungen auf

Porphyrinvorläufer und Porphyrine im Urin regelmäßig kontrolliert werden. Deshalb wird empfoh-

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 9 -

len, während der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg den Rat eines Porphyrie-

Experten einzuholen.

Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt:

Während bzw. nach Abschluss der Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann aufgrund

der Rifampicin-Komponente eine möglicherweise lebensbedrohliche Antibiotika-assoziierte Kolitis

bzw. pseudomembranöse Enterokolitis auftreten. In diesem Fall muss die Therapie mit ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg beendet werden und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden

(z. B. Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwie-

sen ist). Peristaltikhemmende Arzneimittel sind kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.8).

Wirkung auf Körperflüssigkeiten:

Rifampicin hat eine intensiv bräunlich-rote Eigenfarbe, wodurch es nach Einnahme des Arzneimit-

tels ISO-EREMFAT 100mg/150 mg zu einer Verfärbung von Körperflüssigkeiten wie Speichel,

Schweiß, Tränenflüssigkeit und der Ausscheidungsprodukte Urin und Stuhl kommt. Hierdurch kann

es z. B. zu einer dauerhaften gelb-orangen Verfärbung von weichen Kontaktlinsen und auch zur

Verfärbung von Kleidung kommen.

Kontrolle des Blutbildes:

Regelmäßige Blutbildkontrollen müssen ebenfalls durchgeführt werden, da unter ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg-Therapie unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf Blut und Blutbestandteile auf-

treten können (siehe Abschnitt 4.8).

Laborchemische Untersuchungen und Diagnostik:

Die Anwendung von Rifampicin und somit von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann Auswirkungen

auf labortechnische und diagnostische Untersuchungen haben, welche berücksichtigt werden

müssen:

Mikrobiologische Bestimmungen von Vitamin B

und Folsäure sind nicht verwertbar.

Rifampicin kann kompetitiv die Bromsulfophthaleinausscheidung hemmen und damit eine Le-

berfunktionsstörung vortäuschen. Der Bromsulfophthalein-Test zur Prüfung der exkretorischen

Leberfunktion kann daher während der Therapie mit Rifampicin nicht angewandt werden.

Rifampicin verursacht falsch-positive Ergebnisse im Immunoassay zur Bestimmung von Opia-

ten im Urin.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 10 -

Die Kombination von Isoniazid und Rifampicin mit bestimmten Medikamenten kann zur gegenseiti-

gen Verstärkung oder Abschwächung der Wirksamkeit führen.

Hierbei werden unterschiedliche Ursachen diskutiert:

Rifampicin

induziert

Cytochrom-P450-System

Leber.

vermehrte

Bildung

Isoenzymkomplexes CYP3A4 wird dabei über den Pregnan X-Rezeptor (PXR) und in geringe-

rem Maße über den Constitutive Androstane Rezeptor (CAR) vermittelt. Auch eine Reihe weite-

CYP-Isoenzyme

werden

durch

Rifampicin

induziert

(z. B.

CYP2A,

CYP2B,

CYP2C),

wodurch der Abbau von bestimmten Arzneimitteln beschleunigt wird.

Rifampicin erhöht die UDP-Glucuronosyl-Transferase 1 A, welche die Glucuronidierung einer

Reihe von Substanzen in der Niere katalysiert.

Rifampicin beeinflusst wahrscheinlich den zellulären Transport von Wirkstoffen, vermittelt durch

eine Wirkung auf das Transportprotein p-Glykoprotein.

Isoniazid inhibiert die Isoformen CYP2C19, CYP1A2, CYP2A6, CYP2E1 und CYP3A des Cy-

tochrom-P450-Systems der Leber, wodurch es zu Verzögerungen im Abbau von bestimmten

Arzneimitteln kommen kann.

Im Allgemeinen wird vermutet, dass die enzyminduzierenden Eigenschaften des Rifampicins auf

Isoformen des Cytochrom-P450-Systems in der kombinierten Gabe mit Isoniazid, dessen enzym-

inhibierende Eigenschaften ausgleichen bzw. überwiegen.

Rifampicin und Isoniazid selbst können bei gleichzeitiger Gabe bestimmter anderer Wirkstoffe in

ihrem Metabolismus beeinflusst werden, so dass es zu einer Erhöhung oder Erniedrigung der

Bioverfügbarkeit kommen kann.

Es sind daher in jedem Einzelfall die Wechselwirkungen mit den – auch zur Behandlung von Be-

gleiterkrankungen – verabreichten Substanzen und der Verlauf, der Grund- sowie der Begleiter-

krankungen zu überprüfen und durch im jeweiligen Einzelfall geeignete Maßnahmen wie Drug Mo-

nitoring und klinische bzw. apparative Kontrollen zu überwachen. Gegebenenfalls kann eine An-

passung der Dosis der Begleitmedikation erforderlich werden. Insbesondere nach Beendigung der

gleichzeitigen Anwendung von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg muss auf die Notwendigkeit einer

erneuten Dosisanpassung der Begleitmedikation geachtet werden.

Aufgrund der Vielzahl der Wechselwirkungen und der unterschiedlichen klinischen Konsequenz

werden im Folgenden die nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand bekannten und kli-

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 11 -

nisch relevanten Wechselwirkungspartner von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg (Isoniazid / Rifam-

picin) mit ihren Wechselwirkungsmechanismen tabellarisch aufgeführt.

In Spalte 1 werden Wirkstoffgruppen und/oder dazugehörige Wirkstoffe/Arzneimittel aufgeführt.

Die Unterstreichung kennzeichnet den beeinflussten Wirkstoff. Sollte in einer Aufzählung kein

Wirkstoff unterstrichen sein, handelt es sich hierbei um keine direkte Wechselwirkung, bei der ein

Wirkstoff beeinflusst wird, sondern hier wird zum Ausdruck gebracht, dass eine allgemeine Reakti-

on (z. B. Lebertoxizität) oder ein körpereigener Stoff beeinflusst wird.

In Spalte 2 werden die gegenseitigen Auswirkungen der Wirkstoffgruppen/Wirkstoffe aufeinander

beschrieben.

▲: Steigt

▼: Sinkt

AUC: Fläche unter der Kurve

: Maximale Wirkstoffkonzentration im Blut

: Zeit zwischen der Applikation und dem Erreichen von C

: Halbwertszeit

In Spalte 3 wird die klinische Konsequenz angegeben.

Wirkstoffgruppe/

Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

ACE-Hemmer

Enalapril / Rifampicin

Spirapril / Rifampicin

Plasmakonzentration der

aktiven Metabolite von

Enalapril und Spirapril ▼

Überwachung des Blut-

drucks, ggf. Dosisanpas-

sung von Enalapril und

Spirapril

Adsorbentien

Aktivkohle / Rifampicin

Resorption von Rifampicin

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Wir-

kungsverlust von Rifampi-

cin möglich

Alpha-1-Antagonisten

Alfuzosin / Isoniazid

Plasmalevel von Alfuzosin

Überwachung der Hämo-

dynamik bei Therapiebe-

ginn

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 12 -

Bunazosin / Rifampicin

Plasmakonzentration und

AUC von Bunazosin▼

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Wir-

kungsverlust von Bunazo-

sin wahrscheinlich

Alkoholdehydrogenasehemmer

Disulfiram / Isoniazid

Erhöhte Aktivität von Do-

pamin durch Inhibierung

des Metabolismus von

Dopamin durch Isoniazid

und Disulfiram

Überwachung notwendig,

neurologische Verände-

rungen (wie Benommen-

heit, Ataxie, Stimmungs-

schwankungen oder Ver-

haltensänderungen) kön-

nen auftreten, Therapie

sollte dann abgebrochen

oder Dosis von Disulfiram

reduziert werden

Analgetika

Acetylsalicylsäure / Isoniazid

Wirkung von Isoniazid

kann verringert sein

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Diclofenac / Rifampicin

AUC und C

von Dic-

lofenac ▼

Wirkungsverlust von Dicl-

ofenac möglich, Überwa-

chung wird empfohlen

Opioide (wie z. B. Morphin,

Fentanyl, Buprenorphin, Me-

thadon, Codein) / Isoniazid /

Rifampicin

Metabolismus der

Opioide wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid

verlangsamt, Biover-

fügbarkeit von Rifampi-

cin kann verringert sein

Zeitlich versetzte Einnah-

me wird empfohlen, enge

Überwachung, Dosiserhö-

hung der Opioide u. U.

notwendig

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 13 -

Paracetamol / Isoniazid /

Rifampicin

Rifampicin kann den Abbau

von Paracetamol be-

schleunigen, sowohl

Rifampicin als auch Isonia-

zid erhöhen die Hepatoto-

xizität

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, en-

ge Überwachung

Anästhetika

Alfentanil / Rifampicin

Elimination von Al-

fentanil ist beschleunigt

(ca. 3fach)

Wirkungsverlust von Al-

fentanil möglich, ggf. Do-

sisanpassung von Al-

fentanil notwendig

Isofluran / Isoniazid

Enfluran / Isoniazid

Der Isoniazid Metabolit

Hydrazin führt zu einer

verstärkten Defluorierung

von Isofluran und Enflu-

ran, so dass nephrotoxi-

sche Konzentrationen an

anorganischem Fluor auf-

treten können (besonders

bei Schnellacetylierern)

Nephrotoxizität

▲,Überwachung der Nie-

renfunktion,

insbesondere bei Schnell-

acetylierern nach operati-

vem Eingriff

Ropivacain / Rifampicin

Elimination von

Ropivacain durch Aktivie-

rung der CYP-Enzyme

beschleunigt, t

und AUC

von Ropivacain ▼

Geringer Einfluss auf die

Qualität und Dauer der

Lokalanästhesie, da die

Aktivierung der CYP-

Enzyme durch Rifampicin

erst auftritt, wenn

Ropivacain in den Blut-

kreislauf eintritt

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 14 -

Losartan / Rifampicin

Elimination von Los-

artan und seinem akti-

ven Metaboliten durch

Aktivierung der CYP-

Enzyme durch Rifampi-

cin beschleunigt, AUC

von Losartan ▼ (um

35 %), t

Losartan ▼

(um 50 %), oraler Ab-

bau von Losartan ist

ebenfalls erhöht

Blutdruck sollte überwacht

werden

Anthelmintika

Praziquantel / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Praziquantel ▼

Kontrolle der Praziquan-

telspiegel empfohlen

Antiarrhythmika

Amiodaron / Rifampicin

Chinidin / Rifampicin

Disopyramid / Rifampicin

Lorcainid / Rifampicin

Propafenon / Rifampicin

Tocainid / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Antiarrhythmika

kann durch Rifampicin

verringert sein

Herzrhythmuskontrolle

angezeigt; ggf. Dosisan-

passung der Antiarrhyth-

mika notwendig

Digitoxin / Rifampicin

Digoxin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Digitoxin und Digo-

xin kann durch Rifam-

picin verringert sein

Engmaschige kardiale

Kontrolle und Serum-

spiegelbestimmung der

Herzglykoside, ggf. Do-

sisanpassungen von Di-

gitoxin und Digoxin not-

wendig

Antiasthmatika

Theophyllin / Rifampicin / Isoni-

azid

Metabolismus von

Theophyllin wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid

verlangsamt

Serumspiegelkontrolle von

Theophyllin, insbesondere

nach Absetzen von ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg,

ggf. Dosisanpassung von

Theophyllin

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 15 -

Antibiotika

Pyrazinamid / Isoniazid / Rifampi-

Gesteigerte Hepatotoxizi-

tät von Isoniazid, Rifampi-

cin und Pyrazinamid

Überwachung der Leber-

funktion

Cotrimoxazol (Trimethoprim / Sul-

famethoxazol) / Rifampicin

Clearance von Rifam-

picin ist verringert,

Plasmalevel, AUC und

von Rifampicin

erhöht

Gesteigerte Hepatotoxizi-

tät, Überwachung der Le-

berfunktion

Clarithromycin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Clarithromycin ▼

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Wir-

kungsverlust von Cla-

rithromycin möglich

Chloramphenicol / Rifampicin

Doxycyclin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Doxycyclin und

Chloramphenicol ▼

Wirkungsverlust von

Doxycyclin und Chlora-

mphenicol, Dosiserhö-

hung von Doxycyclin und

Chloramphenicol notwen-

Ciprofloxacin / Rifampicin

Moxifloxacin / Rifampicin

Elimination von

Moxifloxacin und Cipro-

floxacin beschleunigt

Keine Dosisanpassung

notwendig

Dapson / Rifampicin

Elimination von Dapson

beschleunigt

Wirkungsverlust von Dap-

son möglich, ggf. Dosiser-

höhung von Dapson

Linezolid / Rifampicin

AUC und C

Linezolid durch Rifam-

picin herabgesetzt

Wirkungsverlust von Line-

zolid möglich

Metronidazol / Rifampicin

Elimination von Metro-

nidazol beschleunigt,

AUC ▼

Wirkungsverlust von Met-

ronidazol möglich, ggf.

Dosisanpassung von Met-

ronidazol

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 16 -

Telithromycin / Rifampicin

AUC ▼(um 86 %), C

(um 79 %) von Telithro-

mycin

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, eine

Therapie mit Telithromycin

sollte frühestens zwei Wo-

chen nach Ende der ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg-Therapie

erfolgen

Anticholinergika

Atropin / Isoniazid

Toxizität von Atropin wird

verstärkt

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Darifenacin / Rifampicin / Isoni-

azid

Abbau von Darifenacin

wird durch Rifampicin

beschleunigt und durch

Isoniazid verlangsamt

Wirkungsverlust von Dari-

fenacin möglich, ggf. Do-

sisanpassung von Dari-

fenacin nötig

Antidepressiva

Amitriptylin / Rifampicin

Nortriptylin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Amitriptylin und

Nortriptylin ▼

Wirkungsverlust vom A-

mitriptylin und Nortriptylin

möglich; Dosisanpassung

von Amitriptylin und

Nortriptylin möglicher-

weise notwendig

Citalopram / Rifampicin / Isoni-

azid

Abbau von Citalopram

wird durch Rifampicin

beschleunigt und durch

Isoniazid verlangsamt

Verschlechterung der

Kontrolle der neurologi-

schen Grunderkrankung

möglich,

kardiale Toxizität ▲,

Dosisanpassung von Ci-

talopram nötig,

Hypokaliämie oder Hy-

pomagnesiämie sollten

vor Behandlungsbeginn

eingestellt und regelmäßig

kontrolliert werden

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 17 -

Mirtazapin / Rifampicin

Erhöhte Clearance von

Mirtazapin

Wirkungsverlust von

Mirtazapin möglich, ggf.

Dosiserhöhung von

Mirtazapin nötig

Sertralin / Rifampicin

Metabolisierung von

Sertralin ▲

Wirkungsverlust und ver-

stärkte Angstsymptomatik

möglich, ggf. Dosiserhö-

hung von Sertralin nötig

Antidiabetika

Insulin und Derivate

α-Glucosidasehemmer

Sulfonylharnstoffe, Biguanide,

Glinide, Inkretinmimetika

DPP4-Hemmer / Rifampicin / Iso-

niazid

Metabolisierung der

Antidiabetika ▲

Überwachung des Blutglu-

kosespiegels, Wirkungs-

verlust der Antidiabetika

möglich, ggf. Dosisanpas-

sung nötig

Antiepileptika

Carbamazepin / Isoniazid / Rifam-

picin

Metabolismus von

Carbamazepin wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid ver-

langsamt,

die Hepatotoxizität von

Isoniazid kann durch

Carbamazepin erhöht sein

Enge klinische Überwa-

chung notwendig,

Carbamazepinspiegelbe-

stimmung und Leberfunk-

tionstests notwendig,

ggf. Dosisanpassung von

Carbamazepin nötig

Lamotrigin / Rifampicin

AUC und t

von La-

motrigin sind durch

Rifampicin herabge-

setzt ▼

Wirkungsverlust von La-

motrigin möglich, ggf. Do-

siserhöhung von Lamotri-

gin notwendig

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 18 -

Phenytoin / Rifampicin / Isonia-

Metabolismus von

Phenytoin wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid

verlangsamt

Bestimmung der Plas-

mahydantoinlevel, Kon-

trolle der Phenytoinspiegel

nach Absetzen von ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg empfoh-

len,

ggf. Dosisanpassung von

Phenytoin

Primidon / Isoniazid

Metabolismus von Pri-

midon wird durch Rifampi-

cin beschleunigt und

durch Isoniazid verlang-

samt

Engere Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von Pri-

midon notwendig

Valproinsäure / Rifampicin / Isoni-

azid

Rifampicin erhöht die

Clearance und verringert

dadurch die Plasmakon-

zentration von Valproin-

säure,

die Toxizität von Isoniazid

und Valproinsäure kann

durch gegenseitige Wech-

selwirkung erhöht sein

Enge Überwachung not-

wendig, besonders bei

Therapiebeginn und -

ende, ggf. Dosisanpas-

sung von Valproinsäure

notwendig

Antihistaminika

Cimetidin / Rifampicin

Ranitidin / Rifampicin

Elimination von Cimeti-

din und Ranitidin be-

schleunigt

Wirkungsverlust von Ci-

metidin und Ranitidin

möglich

Fexofenadin / Rifampicin

Orale Elimination von

Fexofenadin beschleu-

nigt, verringerte Plas-

makonzentration von

Fexofenadin, aber ter-

minale t

und renale

Clearance unverändert

Wirkungsverlust von

Fexofenadin möglich

Antikoagulantien

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 19 -

Rivaroxaban / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Rivaroxaban ▼

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Do-

siserhöhung von Rivarox-

aban notwendig

Apixaban / Rifampicin

Dabigatran / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Apixaban und Dabigatran

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Phenprocoumon, Warfarin

andere Cumarine / Rifampicin /

Isoniazid

Metabolismus wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid ver-

langsamt

Bei Therapie:

engmaschige Kontrolle

der Quick- und INR Werte,

insbesondere auch nach

Absetzen von ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg;

ggf. Dosisanpassung

von Phenprocoumon,

Warfarin und

anderen Cumarinen nötig

Antimykotika

Caspofungin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Caspofungin ▼

Wirkungsverlust von

Caspofungin, Dosiserhö-

hung von Caspofungin

notwendig

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 20 -

Fluconazol / Rifampicin

AUC, C

und Plas-

makonzentration von

Fluconazol durch

Rifampicin herabge-

setzt

Alternatives Antimykoti-

kum sollte verwendet

werden, Wirkungsverlust

von Fluconazol möglich,

enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von Flu-

conazol nötig

Itraconazol / Rifampicin

Ketoconazol / Rifampicin

AUC, C

und Plas-

makonzentration von

Itraconazol und Ke-

toconazol herabgesetzt

Gleichzeitige Anwendung

wird nicht empfohlen

Voriconazol / Rifampicin

und AUC von Vo-

riconazol um 93 % bzw.

96 % herabgesetzt

Therapieversagen

→ kontraindiziert

(siehe 4.3)

Terbinafin / Rifampicin

Clearance von Terbin-

afin ist erhöht

Dosisanpassung nicht

notwendig

Antiparkinsonmittel

Levodopa / Isoniazid

AUC von Levodopa ▼,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Levodopa und Isoniazid

erhöht

Wirkungsverlust von

Levodopa, motorische

Unruhe, Tremor, allg. Ver-

schlechterung der Parkin-

son-Symptomatik möglich,

bei Anzeichen einer peri-

pheren Neuropathie The-

rapieabbruch notwendig

Antiprotozoika

Atovaquon / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Atovaquon ist um 52 %

verringert

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 21 -

Chinin / Rifampicin

Elimination von Chinin

beschleunigt, t

von Chi-

nin ▼

Überwachung der Chinin-

spiegel und kardiale Kon-

trolle notwendig, insbe-

sondere auch bei Thera-

pieende mit ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg, ggf. Do-

siserhöhung von Chinin

notwendig

Chloroquin / Rifampicin / Isoniazid

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch Iso-

niazid und Chloroquin er-

höht, Rifampicin kann Me-

tabolismus von Chloroquin

beschleunigen

Wirkungsverlust von Chlo-

roquin möglich, enge

Überwachung notwendig,

bei Anzeichen einer peri-

pheren Neuropathie The-

rapieabbruch nötig

Halofantrin / Isoniazid

Metabolismus von

Halofantrin durch Isoniazid

▼,

Plasmaspiegel von

Halofantrin ▲

Kardiale NW ▲, EKG vor,

während und nach Thera-

piebeginn notwendig, enge

Überwachung nötig

Mefloquin / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Mefloquin ▼ um 19 %

Wirkungsverlust von

Mefloquin möglich, ggf.

Dosisanpassung von

Mefloquin notwendig, enge

Überwachung auch nach

Absetzen von ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg, Risiko der

Mefloquin Resistenzent-

wicklung ▲

Beta-Blocker

Atenolol / Rifampicin

Bisoprolol / Rifampicin

Carvedilol / Rifampicin

Celiprolol / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Beta-Blockern

kann durch Rifampicin

verringert sein, Plas-

Kardiale Kontrolle ange-

zeigt, ggf. Dosisanpas-

sung der Beta-Blocker

notwendig

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 22 -

Metoprolol / Rifampicin

Nadolol / Rifampicin

Propranolol / Isoniazid

Talinolol / Rifampicin

Teratolol / Rifampicin

möglicherweise andere Antiar-

rhythmika, die hepatisch abge-

baut werden

maclearance von Isoni-

azid kann durch

Propranolol verringert

sein, dieser Effekt wird

aber durch die gleich-

zeitige Gabe von

Rifampicin verringert

Calciumantagonisten

Diltiazem / Rifampicin

Lercanidipin / Rifampicin

Manidipin / Rifampicin

Nifedipin / Rifampicin

Nilvadipin / Rifampicin

Nisoldipin / Rifampicin

Verapamil / Rifampicin

Plasmakonzentration

der Calciumantagonis-

ten ▼

Wirkungsverlust der Cal-

ciumantagonisten mög-

lich; sofern eine Dosisan-

passung der Calciuman-

tagonisten erforderlich ist,

ist auf eine erneute An-

passung nach Absetzen

von ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg zu achten

Chemokinrezeptor-5-Antagonist

Maraviroc / Rifampicin / Isonia-

(um 66 %) und

AUC (um 63 %) von

Maraviroc durch

Rifampicin herabge-

setzt, während Isonia-

zid die Plasmakonzent-

ration von Maraviroc

erhöht

Enge Überwachung nötig,

ggf. Dosisanpassung von

Maraviroc erforderlich,

Patienten mit Niereninsuf-

fizienz (Kreatininclearance

< 30 ml/min) sollten Mara-

viroc und ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg nicht ein-

nehmen

COX-2-Inhibitoren

Celecoxib / Rifampicin

Etoricoxib / Rifampicin

Rofecoxib / Rifampicin

Metabolismus von Ce-

lecoxib, Etoricoxib und

Rofecoxib wird durch

Rifampicin beschleunigt

Überwachung, ggf. Do-

sisanpassung von Cele-

coxib, Etoricoxib und

Rofecoxib nötig; auf eine

erneute Anpassung nach

Absetzen von ISO-

EREMFAT

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 23 -

100 mg/150 mg ist zu ach-

Endothelinantagonisten

Bosentan / Rifampicin

Aufnahme und Metabo-

lismus von Bosentan wer-

den beeinflusst; zu Beginn

der Therapie steigen die

Bosentan Talspiegel nach

erster Rifampicin-Gabe

verstärkt an, im steady-

state überwiegt der Ein-

fluss von Rifampicin auf

den Metabolismus von

Bosentan, wodurch die

Plasmakonzentration ver-

ringert wird

Enge Überwachung, Le-

berfunktionstests notwen-

Entzündungshemmer

Sulfasalazin / Rifampicin

Verringerte Plasmakon-

zentration von Sulfapyri-

din, einem Metaboliten

von Sulfasalazin

Wirkungsverlust von Sul-

fasalazin möglich, Über-

wachung notwendig

Glucocorticoide

Budesonid / Isoniazid / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Budesonid kann durch

Isoniazid erhöht sein und

durch Rifampicin verrin-

gert sein

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, enge

Überwachung, niedrigste

Dosis und ausschleichen-

de Therapie von Bude-

sonid notwendig

Cortison / Rifampicin / Isoniazid

Dexamethason / Rifampicin /

Isoniazid

Fludrocortison / Rifampicin /

Isoniazid

Hydrocortison / Rifampicin /

Isoniazid

Plasmakonzentration

von Cortison, Dexame-

thason, Fludrocortison,

Hydrocortison, Methyl-

prednisolon, Prednison

und Prednisolon kann

durch Rifampicin ver-

ringert und durch Isoni-

Enge Überwachung; ggf.

Dosisanpassung erforder-

lich; auf eine erneute An-

passung nach Absetzen

von ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg ist zu ach-

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 24 -

Methylprednisolon / Rifampicin /

Isoniazid

Prednison / Rifampicin / Isonia-

Prednisolon / Rifampicin / Iso-

niazid

azid erhöht sein, wobei

der Effekt des Rifampi-

cins wahrscheinlich

überwiegt,

Isoniazid Plasmalevel

können durch Cortison,

Dexamethason, Flud-

rocortison, Hydrocorti-

son, Methylprednisolon,

Prednison und Pred-

nisolon reduziert sein

Hormonale Kontrazeptiva

Norethisteron / Rifampicin

Mestranol / Rifampicin

Ethinylestradiol / Rifampicin

Elimination von Kontra-

zeptiva durch Rifampicin

beschleunigt

Reduzierte Wirksamkeit;

zusätzliche nicht-

hormonelle empfängnis-

verhütende Maßnahmen

empfohlen, Abweichungen

bei der Menstruation mög-

lich

Hormone

Levothyroxin / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Levothyroxin ▼,

Thyreotropinlevel ▲

Überwachung der Thyre-

otropinspiegel wird emp-

fohlen, ggf. Dosisanpas-

sung von Levothyroxin bei

Therapiebeginn und

-ende mit ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg nötig

5-HT

3

-Antagonisten

Alosetron / Isoniazid

Plasmalevel von Alosetron

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Ondansetron / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Ondansetron ▼

Antiemetischer Effekt kann

herabgesetzt sein, ggf.

Dosisanpassung von

Ondansetron nötig

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 25 -

Hypnotika

Zaleplon / Rifampicin

Zolpidem / Rifampicin

Zopiclon / Rifampicin

Plasmalevel von Zaleplon,

Zolpidem und Zopiclon▼

Wirkungsverlust von Zal-

eplon, Zolpidem und

Zopiclon möglich, Über-

wachung nötig

Immunmodulatoren

Bacillus Calmette-Guérin-Impfstoff

/ Rifampicin / Isoniazid

Wirkungsverlust des Impf-

stoffs (auch bei Anwen-

dung gegen Blasenkarzi-

nom)

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Interferon beta-1a / Isoniazid /

Rifampicin

Hepatotoxizität von Isoni-

azid, Rifampicin und Inter-

feron beta-1a ▲

Enge Überwachung, Le-

berfunktionstests, wenn

ALT > 5fach über Normal,

wird eine Dosisreduktion

von Interferon beta-1a

empfohlen, welche nach

Normalisierung der ALT-

Werte wieder gesteigert

werden kann

Immunsuppressiva

Azathioprin / Rifampicin

Tacrolimus / Rifampicin

Elimination von Azathi-

oprin und Tacrolimus

durch Rifampicin be-

schleunigt

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Risi-

ko einer Transplantatab-

stoßung besteht

Cyclosporin / Rifampicin / Isonia-

Everolimus / Rifampicin

Temsirolimus / Rifampicin

Eliminierung von Cyclos-

porin, Everolimus und

Temsirolimus wird durch

Rifampicin beschleunigt,

während Isoniazid den

Metabolismus von Cyc-

losporin verlangsamt

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Risi-

ko einer Transplantatab-

stoßung besteht, wenn

gleichzeitige Anwendung

notwendig, dann enge

Überwachung der Plasma-

level und Dosisanpassung

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 26 -

von Cyclosporin,

Everolimus und Temsi-

rolimus

Sirolimus / Rifampicin

Mycophenolat / Rifampicin

Elimination von Si-

rolimus und Myco-

phenolat durch Rifam-

picin beschleunigt,

▼ und AUC ▼ von

Sirolimus und Myco-

phenolat

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen; Ri-

siko einer Transplantatab-

stoßung besteht; wenn

gleichzeitige Anwendung

notwendig, dann enge

Überwachung der Plas-

malevel und Dosisanpas-

sung von Sirolimus und

Mycophenolat erforderlich

Leflunomid / Teriflunomid / Rifam-

picin / Isoniazid

Plasmakonzentration des

aktiven Metaboliten von

Leflunomid um ca. 40 %

erhöht, durch die lange t

von Leflunomid Anreiche-

rung möglich, erhöhtes

Risiko der Hepatotoxizität

durch Leflunomid, Rifam-

picin und Isoniazid

Erhöhtes Risiko für He-

patotoxizität, periphere

Neuropathie, Immunsupp-

ression und Myelosupp-

ression, Leberenzyme und

Bilirubin sollten vor Beginn

der Leflunomidtherapie

gemessen werden und

dann mind. monatlich für

die ersten 6 Monate der

Therapie und dann im Ab-

stand von 6 - 8 Wochen,

Patienten mit Leberfunkti-

onsstörungen oder erhöh-

ten Transaminasewerten

(ALT > 2fach Normal) soll-

ten Leflunomid nicht ein-

nehmen, Therapieabbruch

bei ALT > 3fach Normal,

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 27 -

Eliminierung des aktiven

Leflunomid-Metaboliten

mit Cholestyramin oder

Aktivkohle, wöchentliche

Kontrollen, ggf. Waschung

wiederholen

Thalidomid / Isoniazid

Periphere Neuropathie

durch Isoniazid und

Thalidomid erhöht

Monatliche Überwachung

für die ersten 3 Monate,

elektrophysiologische

Tests vor und nach 6 Mo-

naten Behandlung, evtl.

Therapieabbruch bei An-

zeichen einer Neuropathie

Integrasehemmer

Raltegravir / Rifampicin

AUC ▼, C

▼ von Ral-

tegravir

Wirkungsverlust von Ral-

tegravir, Dosiserhöhung

von Raltegravir ist erfor-

derlich

Kontrastmittel

Röntgenkontrastmittel (z. B. für die

Gallenblasenuntersuchung) /

Rifampicin

Gallenausscheidung von

Röntgenkontrastmitteln

kann durch Rifampicin

verzögert sein

Test sollte vor der mor-

gendlichen Einnahme von

ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg durchge-

führt werden

Lipidsenker

Fluvastatin / Rifampicin / Isoni-

azid

Metabolisierung von

Fluvastatin wird durch

Rifampicin beschleu-

nigt, C

von Fluvasta-

tin (um 59 %) ▼,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Isoniazid und Fluvasta-

tin erhöht

Wirkungsverlust von

Fluvastatin möglich, enge

Überwachung, ggf. Dosis-

erhöhung von Fluvastatin

erforderlich,

bei Anzeichen einer peri-

pheren Neuropathie The-

rapieabbruch

Simvastatin / Rifampicin / Isoni-

azid

Plasmakonzentration

und Bioverfügbarkeit

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, Wir-

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 28 -

von Simvastatin durch

Rifampicin verringert,

(um 90 %) ▼,

AUC (um 87 %) ▼,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Isoniazid und Simvas-

tatin erhöht

kungsverlust von Simvas-

tatin wahrscheinlich, bei

Therapie: enge Überwa-

chung, Dosisanpassung

nötig, bei Anzeichen einer

peripheren Neuropathie

Therapieabbruch

Pravastatin / Rifampicin / Isoni-

azid

Orale Bioverfügbarkeit

von Pravastatin kann

durch Rifampicin in

einigen Patienten ver-

ringert sein,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Isoniazid und Pravasta-

tin erhöht

Wirkungsverlust von Pra-

vastatin möglich, enge

Überwachung, ggf. Dosis-

erhöhung von Pravastatin

erforderlich, bei Anzei-

chen einer peripheren

Neuropathie Therapieab-

bruch

Atorvastatin / Rifampicin / Iso-

niazid

Plasmakonzentration

und Bioverfügbarkeit

von Atorvastatin durch

Rifampicin verringert,

AUC (um 78 %) ▼,

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch

Isoniazid und Atorvas-

tatin erhöht

Wirkungsverlust von Ator-

vastatin möglich, enge

Überwachung, Einnahme

von ISO-EREMFAT

100 mg/150 mg und Ator-

vastatin zum gleichen

Zeitpunkt empfohlen um

WW zu verringern, bei

Anzeichen einer periphe-

ren Neuropathie Thera-

pieabbruch

Ezetimib / Rifampicin

Wirkung ▼

Therapieversagen möglich

MAO-Hemmer

Tranylcypromin / Isoniazid

Moclobemid / Isoniazid

Metabolismus von

Tranylcypromin und Mo-

clobemid wird durch Isoni-

azid verlangsamt

(klin. relevant nur bei

Langsamacetylierern)

Wirkungsverstärkung von

Tranylcypromin und Mo-

clobemid bei Langsa-

macetylierern möglich,

Überwachung

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 29 -

Muskelrelaxantien

Tizanidin / Isoniazid

Metabolismus von Tizani-

din ist durch Isoniazid ver-

langsamt,

Plasmaspiegel Tizanidin

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen, kar-

diale Toxizität und ZNS-

Toxizität ▲, Wirkungsver-

stärkung von Tizanidin

Chlorzoxazon / Isoniazid

Orale Clearance ▼,

Plasmalevel ▲ und

AUC (um 125 %) ▲ von

Chlorzoxazon

Enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von

Chlorzoxazon notwendig

Neuroleptika

Clozapin / Rifampicin

Quetiapin / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Clozapin und Quetiapin

durch Rifampicin verrin-

gert

Wirkungsverlust von Clo-

zapin und Quetiapin mög-

lich, enge Überwachung

des neurologischen Status

erforderlich, Serumspie-

gelbestimmung von Clo-

zapin und Quetiapin emp-

fohlen, ggf. Dosisanpas-

sung von Clozapin und

Quetiapin notwendig

Haloperidol / Isoniazid / Rifampicin

Metabolismus von Halope-

ridol wird durch Rifampicin

beschleunigt und durch

Isoniazid verlangsamt

Wirkungsverlust von Hal-

operidol möglich; engma-

schiges Monitoring des

neurologischen Status

erforderlich, ggf. Dosisan-

passung von Haloperidol

Pimozid / Isoniazid

Metabolismus von Pimo-

zid wird durch Isoniazid

verlangsamt ▼,

Plasmaspiegel Pimozid ▲

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen,

schwere kardiale NW

Risperidon / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Risperidon ▼, AUC (um

72 %) ▼, C

max.

(um 50 %)

Wirkungsverlust von Ris-

peridon möglich, enge

Überwachung erforderlich

Nicht-Nucleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI)

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 30 -

Etravirin / Rifampicin

Nicht untersucht

Nur in Kombination mit

kontraindizierten Proteas-

einhibitoren zugelassen

→ kontraindiziert

(siehe 4.3)

Delavirdin / Rifampicin

Nevirapin / Rifampicin

Plasmakonzentration und

AUC von Delavirdin und

Nevirapin herabgesetzt

Nicht kompensierbarer

Wirkungsverlust der Re-

verse-Transkriptase-

hemmer

→ kontraindiziert

(siehe 4.3)

Efavirenz / Rifampicin / Isonia-

und AUC von

Efavirenz ist durch

Rifampicin verringert,

Risiko einer

Hepatotoxizität von

Isoniazid und Rifampi-

cin erhöht

Ggf. Dosiserhöhung von

Efavirenz, enge Überwa-

chung der Efavirenzspie-

gel, Leberfunktionstests

vor und während der Be-

handlung erforderlich

Abacavir / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Abacavir möglich-

erweise leicht durch

Rifampicin reduziert

Klinische Relevanz nicht

bekannt

Didanosin / Isoniazid

Stavudin / Isoniazid

Risiko einer peripheren

Neuropathie ist durch Isoni-

azid, Stavudin und Didano-

sin erhöht

Enge Überwachung, bei

Anzeichen einer periphe-

ren Neuropathie, Thera-

pieabbruch oder Dosisre-

duktion von Isoniazid und

Didanosin bzw. Stavudin

Zidovudin / Rifampicin

(um 43 %) ▼ und AUC

(um 47 %)▼ von Zidovudin

Enge Überwachung der

Zidovudinwirkung erfor-

derlich, Wirkungsverlust

möglich, wenn Zidovudin

in einem funktionierenden

antiretroviralen Therapie-

regime verwendet wird, ist

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 31 -

die Dosisanpassung häu-

fig nicht notwendig, Ent-

scheidung sollte von ei-

nem HIV-Experten getrof-

fen werden

Opioidantagonisten

Naltrexon / Isoniazid / Rifampicin

Risiko einer Hepatotoxizi-

tät ist durch Isoniazid,

Rifampicin und Naltrexon

erhöht

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden

Leberfunktionstests erfor-

derlich

Osteoporosemittel

Cinacalcet / Rifampicin

Metabolisierung von

Cinacalcet möglicher-

weise beschleunigt

Wirkungsverlust von

Cinacalcet möglich, ggf.

Dosisanpassung von

Cinacalcet erforderlich

Phosphodiesterasehemmer

Roflumilast / Isoniazid / Rifampicin

und AUC von Roflu-

milast und Roflumilast N-

Oxide sind durch Rifampi-

cin herabgesetzt, während

Isoniazid die Bioverfüg-

barkeit von Roflumilast

und Roflumilast N-Oxide

erhöhen kann

Gleichzeitige Einnahme

sollte aufgrund der starken

Interaktion mit Rifampicin

vermieden werden, enge

Überwachung, ggf. Do-

sisanpassung von Roflu-

milast

Proteaseinhibitoren

Amprenavir / Rifampicin

Atazanavir / Rifampicin

Darunavir / Rifampicin

Fosamprenavir / Rifampicin

Indinavir / Rifampicin

Lopinavir / Rifampicin

Ritonavir / Rifampicin

Saquinavir / Rifampicin

Tipranavir / Rifampicin

Bioverfügbarkeit und AUC

der Proteaseinhibitoren ist

durch Rifampicin herab-

gesetzt ▼

Nicht kompensierbarer

Wirkungsverlust der Pro-

teaseinhibitoren

→ kontraindiziert

(siehe 4.3)

Selektive Östrogen-Rezeptor Modulatoren (SERM)

Tamoxifen / Rifampicin

und AUC von

Gleichzeitige Einnahme

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 32 -

Tamoxifen sind durch

Rifampicin um 55 % bzw.

86 % herabgesetzt

sollte vermieden werden,

enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von

Tamoxifen

Toremifen / Isoniazid / Rifampicin

und AUC von Toremi-

fen sind durch Rifampicin,

um 55 % bzw. 87 % her-

abgesetzt, während Isoni-

azid die Plasmakonzentra-

tion von Toremifen erhöht

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

enge Überwachung, re-

gelmäßige Messung der

Elektrolyte, Blutbild, Leber-

funktionstest, ggf. Do-

sisanpassung von Toremi-

Spasmolytika

Tolterodin / Isoniazid

Plasmalevel von Tol-

terodin können durch Iso-

niazid erhöht sein

Ggf. Dosisreduktion von

Tolterodin bei gleichzeiti-

ger Anwendung mit

CYP3A4 Hemmern wie

Isoniazid (1 mg Tolterodin

2 x täglich), enge klinische

Überwachung notwendig

Steroide

Chenodesoxycholsäure / Isoniazid

Metabolismus (Acetylie-

rung) und Ausscheidung

von Isoniazid kann erhöht

sein

Gleichzeitige Einnahme

wird nicht empfohlen

Sympathomimetika

Adrenalin, Noradrenalin / Isoniazid

Nebenwirkungen ▲

Thrombozytenaggregationshemmer

Clopidogrel / Rifampicin / Isoni-

azid

Rifampicin führt zu einer

verstärkten Aktivierung und

Wirkung von Clopidogrel,

während Isoniazid die Bio-

aktivierung durch

CYP2C19 reduziert und

damit die Wirkung von

Gleichzeitige Einnahme

wird aufgrund der Interak-

tion mit Isoniazid nicht

empfohlen, enge Überwa-

chung nötig

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 33 -

Clopidogrel herabsetzt

Tranquillanzien

Benzodiazepine (wie z. B. Dia-

zepam, Midazolam, Tria-

zolam) / Rifampicin / Isoniazid

Metabolismus der Ben-

zodiazepine kann durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid

verlangsamt sein

Enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung der Ben-

zodiazepine notwendig

Buspiron / Rifampicin

Plasmakonzentration

und t

von Buspiron ▼

Anxiolytischer Effekt von

Buspiron kann herabge-

setzt sein, enge Überwa-

chung, ggf. Dosisanpas-

sung von Buspiron

Urikosurika

Probenecid / Rifampicin

Plasmakonzentration von

Rifampicin kann durch

Probenecid in einigen Pa-

tienten erhöht sein, He-

patotoxizität ▲

Überwachung der Leber-

funktionswerte

Vitamine

Vitamin B

/ Isoniazid

Elimination von Pyridoxin

durch Isoniazid ▲

Prophylaktische Gabe von

Pyridoxin während der

Therapie mit ISO-

EREMFAT

100 mg/150 mg empfohlen

Vitamin D / Rifampicin / Isonia-

Plasmakonzentration

Symptomatische Erkran-

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 34 -

von Vitamin D durch

Rifampicin und Isonia-

zid reduziert

kung der Knochen erst bei

längerer Rifampicingabe

(> 1 Jahr) zu erwarten; im

Falle einer Supplementie-

rung mit Vitamin D sind

Kontrollen der Serum-

Calciumspiegel, der Se-

rum-Phosphatspiegel so-

wie der Nierenfunktion

erforderlich, ggf. Dosisan-

passung von Vitamin D

erforderlich

Zytostatika

Bendamustin / Isoniazid / Rifampi-

Plasmalevel von

Bendamustin werden

durch Rifampicin verrin-

gert, während die Plasma-

level der aktiven Metaboli-

te von Bendamustin durch

Rifampicin erhöht werden,

Isoniazid führt zu einer

Erhöhung der

Bendamustinplasmaspie-

Wirkung von Bendamustin

sollte engmaschig auf An-

zeichen einer Toxizität wie

Leukopenie, Infektionen,

Thrombozytopenie, Blu-

tungen, Anämie und

Neutropenie überwacht

werden, ggf. Dosisanpas-

sung von Bendamustin

erforderlich

Bexaroten / Rifampicin

Plasmakonzentration

von Bexaroten kann

möglicherweise durch

Rifampicin verringert

sein

Überwachung notwendig

Clofarabin / Isoniazid / Rifampicin

Erhöhte Hepatotoxizität

durch Clofarabin, Isoniazid

und Rifampicin

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

enge Überwachung der

Leberfunktion erforderlich

Gefitinib / Rifampicin / Isoniazid

Metabolisierung von

Gefitinib wird durch

Enge Überwachung, ggf.

Dosisanpassung von Gefi-

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 35 -

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid

verlangsamt

tinib erforderlich

Imatinib / Rifampicin

AUC und C

von Ima-

tinib durch Rifampicin

um 74 % bzw. 54 %

verringert

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

Wirkungsverlust von Ima-

tinib wahrscheinlich

Irinotecan / Rifampicin

Elimination von Irinote-

can durch Rifampicin

beschleunigt, AUC von

Irinotecan (aktive Me-

tabolite) ▼

Wirkungsverlust von Irino-

tecan möglich, ggf. Do-

sisanpassung von Irinote-

can erforderlich

Methotrexat / Rifampicin / Isonia-

Hepatotoxizität durch

Rifampicin, Isoniazid und

Methotrexat erhöht

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

Leberfunktionstests erfor-

derlich

Pazopanib / Isoniazid / Rifampicin

Metabolisierung von

Pazopanib wird durch

Rifampicin beschleunigt

und durch Isoniazid ver-

langsamt

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

enge Überwachung, Mes-

sung der Elektrolyte, EKG,

Leberfunktionstests vor

und während der Behand-

lung, ggf. Dosisanpassung

von Pazopanib erforderlich

Thioguanin / Rifampicin / Isoniazid

Hepatotoxizität durch

Rifampicin, Thioguanin

und Isoniazid erhöht

Gleichzeitige Einnahme

sollte vermieden werden,

Leberfunktionstests not-

wendig

Interaktionen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Bei gleichzeitiger Alkoholaufnahme ist unter einer Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

mit einer verminderten Alkoholtoleranz, mit gehäuftem Auftreten von ZNS-Nebenwirkungen der

Isoniazid-Komponente und mit einer additiven Hepatotoxizität zu rechnen. Bei Patienten mit Alko-

holabusus ist aufgrund einer potenziellen Vorschädigung der Leber eine strenge Nutzen-Risiko-

Abschätzung durchzuführen (siehe Abschnitt 4.4).

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 36 -

Nach Nahrungsaufnahme, insbesondere nach Aufnahme von Kohlenhydraten, ist die Resorption

von Isoniazid beeinträchtigt.

Auch können die in einigen Speisen (z. B. Thunfisch, Käse) und Getränken (z. B. Rotwein) enthal-

tenen Monoamine zu Unverträglichkeiten führen, da Isoniazid die Histaminase hemmt. Deshalb ist

auf die Einhaltung der Nüchterneinnahme zu achten. Die genannten Nahrungsmittel sollten wäh-

rend der Behandlung mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg gemieden werden.

Die in den obigen Tabellen enthaltenen Informationen zeigen, dass die Einnahme von ISO-

EREMFAT 100 mg/150 mg sehr unterschiedliche Auswirkungen auf gleichzeitig verabreichte

Wirkstoffe haben kann. Es ist daher im Einzelfall immer zu prüfen, welche Konsequenzen die

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg-Therapie auf die zur Behandlung von Begleiterkrankungen ver-

abreichten Substanzen haben kann. Hierzu ist das klinische Bild des Patienten hinsichtlich die-

ser Begleiterkrankung engmaschig zu kontrollieren. Diagnostische Maßnahmen (Drug Monito-

ring, apparative Kontrollen) sollten durchgeführt werden bzw. die Frequenz ihrer Durchführung

gesteigert werden. Gegebenenfalls kann eine Anpassung der Dosis der Begleitmedikation sinn-

voll bzw. erforderlich sein. Dies ist jedoch immer unter Einbeziehung aller Begleitumstände

sorgfältig zu prüfen.

Laborchemische Untersuchungen und Diagnostik:

Die Anwendung von Rifampicin und somit von ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg kann Auswirkungen

auf labortechnische und diagnostische Untersuchungen haben, welche berücksichtigt werden

müssen.

Röntgenkontrastmittel

Rifampicin kann die Gallenausscheidung von Röntgenkontrastmitteln, die für die Gallenblasen-

untersuchung verwendet werden, verzögern.

Laborwerte

Mikrobiologische Bestimmungen von Vitamin B

und Folsäure sind nicht verwertbar. Rifampicin

kann kompetitiv die Bromsulfophthaleinausscheidung hemmen und damit eine Leberfunktions-

störung vortäuschen. Der Bromsulfophthalein-Test zur Prüfung der exkretorischen Leberfunkti-

on kann daher während der Therapie mit Rifampicin nicht angewandt werden.

Rifampicin verursacht falsch-positive Ergebnisse im Immunoassay zur Bestimmung von Opiaten

im Urin.

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 37 -

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter / Kontrazeption bei Männern und Frauen

Vor Beginn der Therapie muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden und während der

Therapie mit ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg muss das Eintreten einer Schwangerschaft vermie-

den und daher eine sichere Kontrazeption bestehen/durchgeführt werden (siehe Abschnitte 4.4

und 4.5).

Schwangerschaft

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, es sei

denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Stillzeit

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg ist während der Stillzeit kontraindiziert. Wenn eine Behandlung mit

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg in der Stillzeit erforderlich ist, muss abgestillt werden (siehe Ab-

schnitt 4.3).

Fertilität

Die Fertilität war bei Ratten nach Behandlung mit Rifampicin nicht beeinträchtigt.

Humandaten zur Wirkung von Isoniazid oder Rifampicin auf die Fertilität liegen nicht vor.

Ansonsten gelten für ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg die Angaben der Einzelwirkstoffe Isoniazid

und Rifampicin.

Isoniazid:

Schwangerschaft

Isoniazid passiert die Plazenta. Daten über eine begrenzte Anzahl von Schwangeren lassen nicht

auf schädigende Wirkungen von Isoniazid in therapeutischer Dosierung auf die Schwangerschaft

oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen. Über zwei Fälle von Fehlbildungen nach

hohen Dosen Isoniazid ist berichtet worden. Obwohl die allgemeine Fehlbildungsrate nicht erhöht

ist, deuten die bekannt gewordenen Anomalien auf Schädigungen des ZNS hin. Neurotoxische

Effekte sind für Isoniazid beschrieben, sodass ein Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden

kann. Bisher sind keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten für Isoniazid verfügbar.

Stillzeit

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 38 -

Isoniazid geht in die Muttermilch über. Die Konzentrationen in der Muttermilch entsprechen den

maternalen Blutspiegeln.

Rifampicin:

Schwangerschaft

Rifampicin passiert die Plazenta, wobei die Konzentration im Fetus ca. 12 - 33 % der maternalen

Blutkonzentration beträgt. Aufgrund einer verzögerten Elimination können in der Amnionflüssigkeit

höhere Konzentrationen als im maternalen Blut bestehen.

Die Angaben in der Literatur über die Teratogenität beim Menschen sind widersprüchlich. Die Be-

urteilung des teratogenen Risikos wird zusätzlich dadurch erschwert, dass Rifampicin meist in

Kombination mit anderen Tuberkulostatika eingesetzt wird. Bisher sind 14 Fehlbildungsfälle bei

117 in den ersten 4 Schwangerschaftsmonaten exponierten Mutter-Kind-Paaren dokumentiert. Bei

Neugeborenen wurden vermehrt Hyperprothrombinämien oder Blutungstendenzen beobachtet. Im

Tierversuch wurde eine Reproduktionstoxizität festgestellt (siehe Abschnitt 5.3).

Bei einer bereits bestehenden Schwangerschaft darf Rifampicin während des ersten Trimenons

nur bei unbedingter Notwendigkeit verordnet werden, da eine Erhöhung des Fehlbildungsrisikos

nicht auszuschließen ist.

Bei Anwendung in den letzten Wochen der Schwangerschaft kann Rifampicin zu einer erhöhten

Blutungsneigung bei Mutter und Neugeborenem führen (siehe Abschnitt 4.4).

Stillzeit

Rifampicin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Bei einer erforderlichen Behandlung ist abzustil-

len.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch möglicherweise auftre-

tende Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4.8) das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die

Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Ar-

beiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken

mit Alkohol.

4.8.

Nebenwirkungen

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 39 -

Es gelten die Nebenwirkungen für die beiden in ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg enthaltenen Wirk-

stoffe Isoniazid und Rifampicin.

Isoniazid-bedingte Nebenwirkungen treten überwiegend alters- und dosisabhängig auf und finden

sich häufiger bei "Langsamacetylierern" (siehe Abschnitt 5.2).

Als häufigste Nebenwirkung einer Isoniazid-Therapie ist eine Veränderung der Leberwerte (An-

stieg der Transaminasenaktivität) beschrieben, die in der Regel asymptomatisch verläuft und sich

unter fortgeführter Therapie spontan zurückbildet. Es kann aber auch zum Auftreten einer symp-

tomatischen Hepatitis kommen, die in schweren Fällen tödlich verlaufen kann.

Weitere häufige Nebenwirkungen einer Isoniazid-Therapie betreffen das Nervensystem und den

Gastrointestinaltrakt.

Als häufigste Nebenwirkung einer Rifampicin-Therapie ist eine Veränderung der Leberwerte (v. a.

Anstieg der Transaminasenaktivität) beschrieben, die in der Regel klinisch nicht relevant ist und

sich unter fortgeführter Therapie zurückbildet. Sehr selten kann es aber auch zum Auftreten einer

symptomatischen Hepatitis kommen, die in schweren Fällen einen tödlichen Verlauf haben kann.

Weitere häufige Nebenwirkungen einer Rifampicin-Therapie sind Überempfindlichkeitsreaktionen

sowie gastrointestinale Beschwerden.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig

(> 1/10)

Häufig

(> 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(> 1/1.000 bis < 1/100)

Selten

(> 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Sehr häufig

(

1/10)

Häufig

(

1/100 bis <

1/10)

Gelegentlich

(

1/1.000 bis

< 1/100)

Selten

(

1/10.000

bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000 )

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Eosinophilie,

Leukopenie,

Granulozyto-

penie, Throm-

Agranulozytose,

sideroachresti-

sche und mega-

loblastäre Anä-

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 40 -

Sehr häufig

(

1/10)

Häufig

(

1/100 bis <

1/10)

Gelegentlich

(

1/1.000 bis

< 1/100)

Selten

(

1/10.000

bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000 )

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

bozytopenie,

thrombozyto-

penische Pur-

pura, Hypo-

prothrombinä-

mie,

hämolytische

Anämie, dis-

seminierte

intravasale

Koagulopathie

mie, Pyridoxin-

mangelanämie,

Auftreten einer

hämorrha-

gischen Diathe-

se durch Vasku-

litiden, Im-

munthrombo-

penien und hu-

morale Gerin-

nungsstö-

rungen, Pan-

myelopathie,

aplastische

Anämie

Erkrankungen des Immunsystems

Leichte Über-

empfindlich-

keits-

reaktionen

(Fieber,

Erythema

exsudativum

multiforme,

Pruritus,

Urtikaria)

Schwere

Überempfind-

lichkeits-

reaktionen wie

Atemnot,

asthmaartige

Anfälle, Lun-

genödem,

andere Öde-

me, bis hin

zum anaphy-

laktischen

Schock (siehe

4.4)

Lupus-

ähnliches

Syndrom

Flu-

Syndrom

schwere

allergische

Hautreak-

tionen wie

toxische epi-

dermale

Nekrolyse

(Lyell-

Syndrom)

und exfoliati-

ve Dermati-

Exantheme

pellagraähnliche

Hautsymptome,

Stevens-

Johnson-

Syndrom, Pho-

tosensitivität,

Lupus erythe-

matodes

Endokrine Erkrankungen

Menstrua-

tionsstörunge-

Addison-Krise

bei Addison-

Patienten

Hypogly-

kämie

Meist reversible

Überfunktion

von Nebennie-

renrinde

(Cushing-

Syndrom) und

Hypophysen-

vorderlappen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Porphyrie (siehe

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 41 -

Sehr häufig

(

1/10)

Häufig

(

1/100 bis <

1/10)

Gelegentlich

(

1/1.000 bis

< 1/100)

Selten

(

1/10.000

bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000 )

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

4.4)

Psychiatrische Erkrankungen

Verwirrtheit,

Psychosen

Psychische Stö-

rungen (Reiz-

barkeit, Ängst-

lichkeit), Kon-

zentrations-

schwäche, De-

pression

Erkrankungen des Nervensystems

Periphere Po-

lyneuropathie

mit Parästhe-

sien, Sensibili-

täts-

störungen,

Kopfschmer-

zen, Schwin-

Ataxie, Kon-

zentra-

tionsunfähig-

keit, Müdig-

keit

Krampfanfälle,

Schläfrigkeit,

Lethargie

Augenerkrankungen

Sehstörungen,

Visusverlust,

Optikusneuri-

Diplopie,

Strabismus,

bräunlich-rote

Verfärbung der

Tränenflüssig-

keit

Herzerkrankungen

Herzrhythmus-

störungen,

Blutdruck-

Dysregulation

mit Schwindel

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Acute respirato-

ry distress syn-

drome (ARDS)

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Gastrointesti-

nale Störun-

gen (Appetit-

losigkeit, Ma-

gen-

akute Pankre-

atitis (siehe

auch 4.4)

Antibiotika-

assoziierte

Kolitis

(pseudo-

membranöse

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 42 -

Sehr häufig

(

1/10)

Häufig

(

1/100 bis <

1/10)

Gelegentlich

(

1/1.000 bis

< 1/100)

Selten

(

1/10.000

bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000 )

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

schmerzen,

Übelkeit, Erb-

rechen, Mete-

orismus, Diar-

rhö, Obstipati-

on, Aufstoßen,

Völlegefühl)

Enterokoli-

tis), Clostri-

dium difficile-

assoziierte

Diarrhö (sie-

he 4.4)

Leber- und Gallenerkrankungen

Erhöhung von

Enzymaktivitä-

ten wie SGOT

(AST), SGPT

(ALT), alkali-

scher Phos-

phatase, γ-

Gluta-

myltranspep-

tidase

Ikterus, He-

patomegalie

Erhöhung von

Bilirubin im

Serum

Akute Hepa-

titis (in

schweren

Fällen tödli-

cher Verlauf

möglich)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelzittern

Myopathien

Muskelsch-

wäche

Rheumatoide

Symptome (Ge-

lenke und Mus-

kulatur), Rhab-

domyolyse

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunk-

tionsstörungen

Akutes Nie-

renver-sagen

Interstitielle Ne-

phritis, Tubu-

lusnekrosen,

Glomerulo-

nephritis

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Postnatale Blu-

tungen bei der

Mutter und dem

Neugeborenen

mit Fieber, Schwächegefühl, Muskel- und Gelenkschmerzen und dem Auftreten antinukleärer Antikörper

in Zusammenhang mit intermittierender bzw. nach nicht regelmäßiger Rifampicineinnahme, ähnliche Symp-

tomatik wie lupusähnliches Syndrom (siehe auch 4.4)

in Zusammenhang mit einer antituberkulösen Kombinationstherapie von Rifampicin und anderen Mitteln

beobachtet, Reaktionen konnten nicht sicher einem Wirkstoff zugeordnet werden

u. a. Akneiform besonders bei jüngeren Patienten

infolge der Beeinflussung des Stoffwechsels der Steroidhormone durch Rifampicin

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 43 -

mit Menstruationsstörungen bei der Frau bzw. gonadotropen Störungen/Gynäkomastie beim Mann; verur-

sacht durch Isoniazid

durch Eigenfarbe des Rifampicins bedingt und unbedenklich (siehe auch 4.4)

meist vorübergehender Natur

meist reversibel

bei Anwendung während der letzten Schwangerschaftswochen (siehe auch 4.4 und 4.6); verursacht durch

Rifampicin

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtig-

keit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website:

www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Die Symptome bei Überdosierung oder akuter Intoxikation durch ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

sind bisher nicht bekannt. Es gelten also die Erfahrungen, die mit Fällen akut-toxischer Erschei-

nungen nach Überdosierung mit den Einzelkomponenten gemacht wurden.

Isoniazid:

Die Höhe der eingenommenen Dosis von Isoniazid erlaubt keine Aussage über die Prognose.

Mengen von 30-45 mg Isoniazid/kg Körpergewicht gelten als potenziell toxisch, Mengen von 80-

150 mg Isoniazid/kg Körpergewicht als sicher toxisch.

Symptome der Intoxikation:

Bei nur leichter Intoxikation:

Artikulationsstörungen, Ataxie und polyneuritische Reaktionen

Bei schwerer Intoxikation:

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 44 -

Lokalisierte oder generalisierte epileptiforme Krämpfe, Bewusstlosigkeit, metabolische Azidose,

Atemstillstand

Rifampicin:

Folgende Symptome sind nach akuter Überdosierung beschrieben worden:

Übelkeit, Erbrechen (Verfärbung des Mageninhalts), Juckreiz, Schmerzen im gesamten Abdo-

men, Cholestase

Haut, Skleren sowie Schleimhäute können eine gelb-orange Verfärbung aufweisen

andere Ausscheidungen sind möglicherweise verfärbt (Urin, Stuhl)

bei extremer Überdosierung kann es zu Unruhe, Dyspnoe, Tachykardie,

generalisierten

Krämpfen und Atem- sowie Herzstillstand kommen.

Therapie von Intoxikationen:

Intensivüberwachung ist erforderlich.

Giftentfernung durch Magenspülung, Verabreichung von Aktivkohle. Als Laxans empfiehlt sich die

anschließende Gabe von 1-2 Esslöffel Natriumsulfat in 250-500 ml lauwarmem Wasser. Ipecac ist

kontraindiziert.

Isoniazid:

Kontrollierte, forcierte Diurese, Hämodialyse bzw. Peritonealdialyse

Intravenöse Gabe von Pyridoxin (Vitamin B

) in Dosen, die der eingenommenen Menge an Isonia-

zid entsprechen. Dabei ist zu beachten, dass Pyridoxin in Dosen über 10 g ebenfalls eine periphe-

re Polyneuropathie verursachen kann. Bei unbekannter Isoniazid-Menge sollten bei Erwachsenen

5 g Pyridoxin i. v. langsam über 30 - 60 min infundiert werden.

Sedierung mit kurzwirksamen Barbituraten oder Diazepam. Eine Therapie mit Phenytoin muss

vermieden werden. Zur Behandlung von therapierefraktären Krampfanfällen nach Intoxikation mit

18 g Isoniazid wurde auch die i. v.-Gabe von Thiopental (Gesamtdosis ca. 3,5 g) erfolgreich ange-

wandt.

Behandlung der metabolischen Azidose mit Natriumbicarbonat, Elektrolyt-Kontrolle und -Ausgleich

Rifampicin:

Nach oraler Aufnahme vermutlich toxischer Dosen von Rifampicin ist sofort in geeigneter Weise für

eine Eliminierung des Arzneimittels zu sorgen. Die weitere Behandlung erfolgt symptomatisch.

Kontrollen der Leberfunktion und des Blutbildes sind notwendig (siehe Abschnitt 5.2).

Durch

Hämo-

Peritonealdialyse

keine

bedeutsame

Minderung

Rifampicin-

Serumkonzentrationen zu erzielen.

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 45 -

Sofern erforderlich, sind allgemeine supportive Maßnahmen zur Erhaltung der vitalen Funktion

einzuleiten.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

PharmakodynamischeEigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose

ATC-Code: J04AM02

Isoniazid:

Wirkmechanismus:

Isoniazid ist eine synthetische, bei üblicher Dosierung in vivo antituberkulös wirksame Sub-

stanz mit vor allem bakterizidem Effekt für proliferierende, extrazelluläre und intrazelluläre

Keime und deutlich geringem bakteriostatischem Effekt.

Isoniazid führt zu einer multifaktoriellen Störung der bakteriellen Homöostase. Der wichtigste

Wirkmechanismus beruht auf einer Hemmung der Mykolsäuresynthese. Nach passiver Diffusion

durch die mykobakterielle Zellwand erfolgt die Umwandlung von Isoniazid zum aktiven Isonico-

tinoylradikal durch die zytoplasmatische Katalase/Peroxidase KatG. Durch kovalente Bindung des

INH-Radikals an NAD

kommt es zur Bildung von INH-NAD

Addukten, welche die Enoyl-ACP Re-

duktase InhA inhibieren. InhA gehört zum bakteriellen Fettsäuresynthasekomplex II und ist für den

letzten Schritt der Fettsäurebiosynthese zuständig. Durch die Inhibierung können langkettige Fett-

säuren wie Mykolsäuren nicht mehr synthetisiert werden. Das ausschließliche Vorkommen der

Mykolsäure in Mykobakterien erklärt die hohe Selektivität der antimykobakteriellen Wirksamkeit

von Isoniazid. Die gebildeten INH-NAD

Addukte können möglicherweise die Aktivität weiterer En-

zyme des Fettsäuresynthesekomplexes, wie die β-Ketoacyl-ACP Synthase KasA und des Nuklein-

säurestoffwechsels, wie die Dihydrofolatereduktase DHFR, beeinflussen.

Neben

antimykobakteriellen

Wirkung

greift

Isoniazid

körpereigenen

Pyridoxin-

Stoffwechsel ein und beeinflusst dadurch komplexe katalytische Reaktionen, die u. a. die Biosyn-

these von Neurotransmittern (GABA, Serotonin und Catecholaminen) beeinträchtigen. Diese bio-

chemische Reaktion mit der Folge eines Vitamin B

-Mangels wird in Zusammenhang gebracht mit

der zentralen und peripheren Neurotoxizität von Isoniazid.

Isoniazid kann in der Behandlung der Tuberkulose nur in einer Kombinationstherapie einge-

setzt werden, da sich bei Monotherapie bereits nach zwei bis drei Monaten Sekundär-

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 46 -

Resistenzquoten von 46 - 89 % finden und nach sechs bis acht Monaten eine nahezu 100

%ige Resistenz der Erreger vorliegt.

Sekundäre Resistenz kann sich darüber hinaus als Folge einer insuffizienten Mehrfachtherapie mit

Resistenzen gegen einzelne Therapiepartner sowie durch eine ungenügende Dosierung entwi-

ckeln.

Wirkungsspektrum:

Isoniazid hemmt das Wachstum von Mycobacterium tuberculosis und Mycobacterium bovis im

Bereich von 0,05 - 0,20 µg/ml (minimale tuberkulostatische Konzentration: 0,025 - 0,05 µg/ml). Die

minimale Hemmkonzentration (MHK) für den Standard-Referenz-Stamm M. tuberculosis H37 RV

beträgt 0,05 µg/ml. Stämme werden als sensitiv bezeichnet, wenn die MHK

0,20 µg/ml beträgt.

Eine Wirksamkeit gegenüber anderen Bakterien, Viren, Pilzen und Protozoen besteht nicht.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik gegenüber Mycobacterium tubercu-

losis

Isoniazid zeigt gegenüber Mycobacterium tuberculosis einen konzentrationsabhängigen bakterizi-

den Effekt. Das Ausmaß der Bakterizidie hängt im Wesentlichen von dem Quotienten aus AUC

(Area under the curve; Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve) und der minimalen Hemmkon-

zentration ab.

Prävalenz der erworbenen Resistenz

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz für die Erreger der Tuberkuloseerkrankung mit Mycobac-

terium tuberculosis als dem am häufigsten angetroffenen und gemeldeten Erreger aus dem

Mycobacterium-tuberculosis-Komplex

(u. a.

Mycobacterium

bovis,

Mycobacterium

africani,

Mycobacterium microti) gegenüber Isoniazid variiert örtlich und im Verlauf der Zeit.

Basierend auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz gibt das Robert-Koch-Institut für

Deutschland Resistenzraten von 7,2 % im Jahr 2011 an.

Dies bedeutet, dass Mycobacterium tuberculosis üblicherweise empfindlich gegenüber Isoniazid

ist. In jedem Fall sollte bei der Wahl des Therapieregimes eine Beratung durch Experten ange-

strebt werden.

Rifampicin:

Wirkmechanismus:

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 47 -

Der Wirkungsmechanismus beruht auf der Bindung an die bakterielle RNA-Polymerase und

somit auf der Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese.

Es werden sowohl intra- als auch extrazellulär gelegene Keime erfasst. Das Wirkungsopti-

mum liegt im neutralen oder alkalischen Milieu (meist extrazellulär), im sauren Bereich (intra-

zellulär oder in käsigem Gewebe) ist die Wirksamkeit geringer.

Der Wirktyp von Rifampicin ist bakterizid bei proliferierenden Keimen mit deutlich weniger

Aktivität bei ruhenden Keimen.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik gegenüber Mycobacterium tubercu-

losis:

Rifampicin zeigt gegenüber Mycobacterium tuberculosis einen konzentrationsabhängigen bakteri-

ziden Effekt. Das Ausmaß der Bakterizidie hängt im Wesentlichen von dem Quotienten aus AUC

(Area under the curve; Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve) und der minimalen Hemmkon-

zentration ab.

Resistenzmechanismus:

Bei M. tuberculosis ist die Rifampicinresistenz assoziiert mit Mutationen im rpoB-Gen. Dieses Gen

kodiert für die β-Untereinheit der DNA-abhängigen bakteriellen RNA-Polymerase. Die Mutation

dieses Gens führt zur Resistenz von M. tuberculosis gegen Rifampicin.

Es besteht eine Parallelresistenz mit Rifabutin und weiteren chemisch verwandten Substanzen,

nicht mit anderen Antituberkulotika.

Empfindlichkeitsprüfung:

Nach DIN entsprechen 32,0 mg/l Rifampicin der niedrigsten Konzentration (oder: kritischen Kon-

zentration) im Kulturmedium (Löwenstein-Jensen-Nährboden), bei der das Wachstum von Tuber-

kulosebakterien Resistenz gegen Rifampicin anzeigt. Diese kritische Konzentration liegt über der

MHK und entspricht der klinischen Resistenz.

Prävalenz der erworbenen Resistenz

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz für die Erreger der Tuberkuloseerkrankung mit Mycobac-

terium tuberculosis als dem am häufigsten angetroffenen und gemeldeten Erreger aus dem

Mycobacterium-tuberculosis-Komplex

(u. a.

Mycobacterium

bovis,

Mycobacterium africani,

Mycobacterium microti) gegenüber Rifampicin variiert örtlich und im Verlauf der Zeit. Basierend auf

den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz gibt das Robert-Koch-Institut für Deutschland

Resistenzraten von 2,2 % im Jahr 2011, zwischen 1,9 % und 2,4 % für die Jahre 2006 - 2010 an.

Dies bedeutet, dass die Erreger der Tuberkuloseerkrankung mit Mycobacterium tuberculosis als

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 48 -

dem am häufigsten angetroffenen und gemeldeten Erreger aus dem Mycobacterium tuberculosis-

Komplex üblicherweise empfindlich gegenüber Rifampicin sind. Der Anteil multiresistenter Stämme

(mindestens gleichzeitige Resistenz gegenüber Isoniazid und Rifampicin) lag im Jahr 2011 bei

2,0 % in Deutschland. In jedem Fall sollte bei der Wahl des Therapieregimes eine Beratung durch

Experten angestrebt werden.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Isoniazid:

Resorption:

Isoniazid wird überwiegend im Dünndarm rasch zu mehr als 80 % resorbiert. Die maximale Plas-

makonzentration wird nach 1-2 Std. erreicht. Resektionen von Magen und Duodenum haben kei-

nen Einfluss auf die Bioverfügbarkeit; nur bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme ist die Resorption

erniedrigt. Zur besseren Wirksamkeit ist die Gesamtmenge an Isoniazid in einer Einzeldosis mor-

gens nüchtern zu verabreichen.

Maximale Serumkonzentration 1 - 2 Stunden nach oraler Gabe von 5 mg Isoniazid pro kg Körper-

gewicht: bei Langsamacetylierern (s. u.) 5 mg/l abfallend auf 1 mg/l nach 6 Stunden mit einer t

von ca. 2,5 Stunden; bei Schnellacetylierern (s. u.) 3,5 mg/l, abfallend auf weniger als 0,2 mg/l

nach 6 Stunden mit einer t

von ca. 1 Stunde.

Verteilung:

Es konnte keine signifikante Bindung an Serumproteine festgestellt werden. Isoniazid wird auf alle

extra-

intrazellulären

Körperflüssigkeiten

verteilt.

Verteilungsvolumen

beträgt

0,61 ± 0,11 %/kg Körpergewicht. Cerebrospinalflüssigkeit, Pleuraerguss und Speichel enthalten

den Plasmakonzentrationen vergleichbare Isoniazid-Mengen. Die höchsten Konzentrationen wur-

den in Haut und Lunge gefunden. Isoniazid penetriert in käsiges nekrotisches Gewebe und in die

Alveolarmakrophagen. Die erreichten Konzentrationen liegen für mindestens 5 Std. über der mini-

malen Hemmkonzentration. Die Penetration des Isoniazid in periphere Nervenzellen wurde expe-

rimentell nachgewiesen.

Isoniazid dringt gut in Phagozyten (Makrophagen) ein, so dass auch phagozytierte Mykobakterien

erfasst werden können. Isoniazid diffundiert bei intakten Meningen zu 15 - 30 % in den Liquorraum

(ca. 1 Stunde nach der Gabe), bei Meningitis können die Konzentrationen 40 - 100 % der Serum-

werte betragen.

Biotransformation und Elimination:

Isoniazid wird in der Leber durch Acetylierung und Hydrolyse zu inaktiven Metaboliten abgebaut.

Innerhalb von 24 Std. werden 75 - 95 % einer Isoniaziddosis überwiegend als Metaboliten neben

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 49 -

freiem Isoniazid über die Niere ausgeschieden. Die Rate der Acetylierung wird durch die Aktivität

der N-Acetyl-Transferase bestimmt, welche genetisch determiniert ist und die menschliche Popula-

tion in 'schnelle und langsame Inaktivierer' (Schnell- und Langsamacetylierer) aufteilt. Die Rate der

Acetylierung bestimmt die Höhe der Plasmakonzentration von Isoniazid und seine Halbwertszeit.

Die durchschnittliche Plasmakonzentration von aktivem Isoniazid bei Schnellacetylierern beträgt

etwa 30 - 50 % derjenigen bei Langsamacetylierern.

Die maximale Serumkonzentration (C

) nach oraler Gabe liegt bei Schnellacetylierern bei

2,9 mg/l, bei Langsamacetylierern bei 4,5 mg/l.

Schnellacetylierer scheiden überwiegend Metaboliten aus und nur wenig unverändertes Isoniazid.

Langsamacetylierer scheiden neben Metaboliten auch in größerem Umfang unverändertes Isonia-

zid aus.

Terminale Halbwertszeiten (HWZ) für Isoniazid bei Schnellacetylierern: ca. 1 - 1,5 Std, bei Lang-

samacetylierern: ca. 2,5 - 4 Std.

Ca. 40 % der Bevölkerung der Bundesrepublik und ca. 80 - 90 % der Japaner, Chinesen und Es-

kimos sind sog. Schnellacetylierer.

Für Isoniazid ist Acetylierung der quantitativ wichtigste Schritt in der metabolischen Elimination. Bei

Schnellacetylierern wird Isoniazid 5 - 6fach schneller umgesetzt als bei Langsamacetylierern. Das

entstandene Acetylisoniazid wird zu Isonicotinsäure bzw. zu Monoacetylhydrazin abgebaut. Zur

renalen Elimination wird Isonicotinsäure zum überwiegenden Teil an Glycin gebunden. Die Rate

für diese Konjugation ist individuell verschieden, aber unabhängig vom Inaktivierungsweg. Mo-

noacetylhydrazin wird vom gleichen polymorphen N-Acetyl-Transferasesystem wie Isoniazid selbst

zu Diacetylhydrazin umgebaut. Entsprechend ist auch hier die Rate bei sog. Schnellacetylierern

signifikant (ca. 4fach) höher als bei Langsamacetylierern. Quantitativ weniger bedeutsam ist die

Umwandlung von Isoniazid in Pyruvat-Hydrazon bzw. in

-Ketoglutar-Hydrazon.

Der wichtigste Metabolit in toxischer Hinsicht scheint das Monoacetylhydrazin zu sein, weil dessen

reaktive, elektrophile Umwandlungsprodukte als Substrat für mikrosomale Enzyme in der Leber

dienen können, und dabei toxische Intermediärprodukte entstehen, die zu Lebernekrosen führen

sollen. Die Frage, ob bei einem der beiden Phänotypen bzgl. der Geschwindigkeit der Acetylierung

ein besonderes Risiko für diese Reaktion besteht, ist nicht endgültig geklärt.

Vom gleichen polymorphen Enzymsystem der N-Acetyl-Transferasen wird auch die Acetylierung

anderer Stoffe, wie Sulfadimidine, Sulfapyridine usw. katalysiert, so dass deren Metaboliten im

Urin zur einfachen Bestimmung des Phänotyps verwendet werden können.

Pharmakokinetik bei speziellen Patientengruppen:

Elimination bei eingeschränkter Leberfunktion:

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 50 -

Bei Patienten mit Lebererkrankungen ist die HWZ signifikant verlängert, weshalb eine Anpassung

der Dosis erforderlich ist.

Aus diesem Grunde sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion anstelle des Kombina-

tionspräparates ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg die Monosubstanzen Isoniazid und Rifampicin

angewendet werden.

Elimination bei eingeschränkter Nierenfunktion:

Eine Dosisreduktion bei eingeschränkter Nierenfunktion ist bei intakter Leberfunktion nicht erfor-

derlich (siehe Abschnitt 4.2).

Isoniazid ist hämo- und peritoneal-dialysierbar.

Rifampicin:

Das halbsynthetische Antibiotikum Rifampicin gehört zur Gruppe der Ansamycine. Es ist gegen-

über der Ausgangsverbindung Rifamycin SV durch eine Substitution in der 3-Position des Naphta-

lin-Grundgerüsts charakterisiert. Hierdurch entsteht aus der nur parenteral anwendbaren Mut-

tersubstanz eine oral verfügbare Verbindung mit verlängerter Halbwertszeit.

Resorption:

Rifampicin wird aus dem Gastrointestinaltrakt nahezu vollständig resorbiert. Die absolute Biover-

fügbarkeit von oral verabreichtem Rifampicin sinkt von 93 % nach der ersten Einzelgabe auf 68 %

nach dreiwöchiger Therapie. Diese Reduktion lässt auf die Induktion eines „First-Pass-Effektes“

schließen.

Zwei Stunden nach oraler Gabe von 450 mg Rifampicin sind maximale Konzentrationen im Serum

von 5 - 13 mg/l zu finden. Die Werte können individuell stark schwanken und können außerdem

durch Wechselwirkungspartner beeinflusst werden (siehe Abschnitt 4.5).

Die gleichzeitige Einnahme einer fettreichen Mahlzeit kann zu einer Reduktion der C

um 25 -

30 %, der AUC um 6 - 23 % und einer Verdopplung der T

führen.

Verteilung:

Die Plasmaproteinbindung beträgt ca. 70 - 90 %. Der Wirkstoff weist eine gute Zell- und Gewebe-

penetration auf, die sich in dem hohen Verteilungsvolumen von über 1 l/kg widerspiegelt. In der

Leber sind bis über 20fach höhere Konzentrationen, in den Nieren bis 5fach höhere Konzentratio-

nen als im Serum zu finden. Rifampicin weist eine gute Lipidlöslichkeit auf – so ist es beim pH-

Wert des Blutes nur zu etwa 25 % negativ ionisiert – womit die schnelle Verteilung aus dem Blut-

plasma in andere Körperflüssigkeiten und Gewebe teilweise begründet werden kann.

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 51 -

Im Muskelgewebe können 50 - 70 % und im Knochen 10 - 20 % der Serumkonzentration erreicht

werden. Im käsig veränderten Kaverneninhalt bleiben die Konzentrationen unterhalb der Serum-

werte. Geringere Konzentrationen als im Serum finden sich im Liquor cerebrospinalis (10 - 85 %),

in der Pleuraflüssigkeit (5 - 40 %), im Sputum (bis zu 20 %) und im Speichel (bis 15 %). In

Schweiß und Tränen ist Rifampicin nur in Spuren nachweisbar.

Rifampicin passiert die Placentaschranke und die im Fetalblut erzielten Konzentrationen entspre-

chen etwa 1/3 der mütterlichen Blutkonzentration. Die Passage der Blut-Milch-Schranke führt zu

Konzentrationen, die bei etwa 10 - 25 % der Blutkonzentration liegen. In der Amnionflüssigkeit tritt

ebenfalls eine Anreicherung des Rifampicin auf (siehe Abschnitt 4.6).

Biotransformation:

Rifampicin wird beim Menschen in der Leber in 25-Desacetyl-Rifampicin als Hauptmetabolit um-

gewandelt. Als Ergebnis einer Induktion mikrosomaler Enzyme nimmt die Metabolisierungsrate im

Laufe der wiederholten Verabreichung von Rifampicin zu, was zu einer Verschiebung der renalen

Exkretion zu Gunsten der biliären Ausscheidung führt. Gleichzeitig verkürzt sich durch diesen Pro-

zess die Serumhalbwertszeit. Die mikrobiologische Aktivität des Hauptmetaboliten ist nicht ausrei-

chend untersucht.

Elimination:

Die initiale Halbwertszeit von Rifampicin kann zwischen 2 - 5 Stunden betragen. Sie wird durch

den enterohepatischen Kreislauf der Substanz beeinflusst. Durch die oben beschriebene Enzym-

induktion nimmt die Halbwertszeit im Verlauf der ersten Behandlungswochen ab. Rifampicin und

sein Hauptmetabolit 25-Desacetyl-Rifampicin werden hauptsächlich auf hepato-biliärem Weg aus-

geschieden (etwa 70 - 80 % der totalen Clearance). Etwa 10 - 15 % der applizierten Dosis werden

mit dem Harn ausgeschieden, wobei die Anteile an Rifampicin und 25-Desacetyl-Rifampicin gleich

hoch sind. Die renale Clearance erreicht etwa 1/8 der glomerulären Filtrationsrate.

Linearität:

Rifampicin weist eine nicht-lineare Pharmakokinetik auf.

Pharmakokinetik bei speziellen Patientengruppen:

Elimination bei eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sind die Plasmakonzentrationen erhöht und die

Eliminationshalbwertszeit verlängert (siehe Abschnitt 4.2).

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 52 -

Elimination bei eingeschränkter Nierenfunktion

Die Elimination von Rifampicin wird durch Funktionsstörungen der Niere nicht beeinträchtigt.

Dialysierbarkeit

Durch

Hämo-

Peritonealdialyse

wird

keine

bedeutsame

Minderung

Rifampicin-

Serumkonzentrationen erzielt.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Isoniazid:

In Untersuchungen zur Toxizität nach wiederholter Anwendung traten in verschiedenen Tierspe-

zies (Ratte, Hund, Kaninchen) degenerative Leberveränderungen auf (siehe Abschnitt 4.8).

Beobachtungen aus mehreren in vitro- und in vivo-Testsystemen ergaben deutliche Hinweise auf

eine Induktion von Genmutationen. Es ist unklar, ob die beobachteten Effekte auf Isoniazid selber

oder auf mögliche Verunreinigungen mit Hydrazin zurückzuführen sind. In gleichartigen Testsys-

temen liegen auch mehrfach negative Befunde vor. Das Risiko einer mutagenen Wirkung für den

Menschen lässt sich zurzeit nicht hinreichend sicher bewerten.

Bei Untersuchungen auf ein tumorerzeugendes Potenzial von Isoniazid wurde bei Mäusen (keiner

anderen Spezies) die Induktion von Lungentumoren berichtet. Langjährige Beobachtungen über

die Auswirkungen der Chemoprophylaxe bzw. Chemoprävention mit Isoniazid ergaben keine Hin-

weise auf eine tumorerzeugende Wirkung der Substanz beim Menschen.

Embryotoxizitätsstudien an Ratten, Mäusen und Kaninchen haben keine Hinweise auf teratogene

Wirkungen ergeben.

Rifampicin:

Aus den Untersuchungen zur chronischen Toxizität liegen keine Erkenntnisse vor, die zu dem Ver-

dacht führen, dass beim Menschen bisher unbekannte Nebenwirkungen auftreten könnten.

Rifampicin war negativ in bakteriellen Tests zur Genotoxizität. In vitro-Tests an Human- und ande-

ren Säugerzellen ergaben jedoch widersprüchliche Ergebnisse, ebenso bisher durchgeführte in

vivo-Tests. Das mutagene Potenzial von Rifampicin kann auf der Grundlage von bisher durchge-

führten Studien nicht abschließend beurteilt werden.

Lebenszeitstudien an Ratten und Mäusen ergaben keine relevanten Hinweise hinsichtlich eines

karzinogenen Potenzials von Rifampicin.

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 53 -

In diesbezüglichen Studien traten bei Ratten ab 100 mg/kg/Tag fetotoxische Effekte und bei Ratten

und Mäusen ab 150 mg/kg/Tag Missbildungen auf (ZNS, Spina bifida, Anencephalie, Gaumenspal-

ten).

Die Fertilität und die peri- und postnatale Entwicklung waren bei Ratten nicht beeinträchtigt.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Cellulosepulver, Croscarmellose-Natrium, Talkum, Hypromellose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Macrogol 6000, Crospovidon, hochdisperses Siliciumdioxid, Eisenoxide (E 172), Titandioxid (E

171).

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern. Blisterpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor

Licht zu schützen.

6.5.

Art und Inhalt des Behältnisses

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg Filmtabletten sind als PVC/Aluminium-Blisterpackungen in folgen-

den Packungsgrößen erhältlich:

OP mit 50 Filmtabletten

OP mit 100 Filmtabletten

Klinikpackung mit 500 (10x50) Filmtabletten

Unter Umständen werden nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Fachinformation

ISO-EREMFAT 100 mg/150 mg

, Filmtablette

- 54 -

7.

INHABER DER ZULASSUNG

RIEMSER Pharma GmbH

An der Wiek 7

17493 Greifswald – Insel Riems

phone +49 30 338427-0

+49 38351 308

e-mail info@RIEMSER.com

8.

ZULASSUNGSNUMMER

5670.01.00

9.

DATUM DER VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

25.09.1995

10.

STAND DER INFORMATION

September 2014

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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