Infectofos 3 g Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Fosfomycin-Natrium (Ph.Eur.)
Verfügbar ab:
Infectopharm Arzneimittel und Consilium GmbH
ATC-Code:
J01XX01
INN (Internationale Bezeichnung):
Fosfomycin sodium (Ph.Eur.)
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Zusammensetzung:
Fosfomycin-Natrium (Ph.Eur.) 3.96g
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
817.01.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

INFECTOFOS 2 g

INFECTOFOS 3 g

INFECTOFOS 5 g

INFECTOFOS 8 g

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Wirkstoff: Fosfomycin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist INFECTOFOS und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von INFECTOFOS beachten?

Wie ist INFECTOFOS anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist INFECTOFOS aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist INFECTOFOS und wofür wird es angewendet?

INFECTOFOS ist ein Mittel zur Bekämpfung bestimmter Krankheitserreger (Antibiotikum). Es wird

angewendet zur Behandlung von schweren bakteriellen Infektionen, die durch Fosfomycin-empfindliche

Erreger verursacht sind. Unbehandelt können solche Infektionen sich innerhalb Ihres Körpers ausbreiten und

möglicherweise zum Tode führen. Daher ist es wichtig, dass Sie eine wirksame Behandlung gegen diese

Erkrankung erhalten.

INFECTOFOS wird Ihnen von einem Arzt oder einer Krankenschwester bzw. -pfleger als Infusion („Tropf“)

in eine Vene eingeleitet.

Weitere Hinweise zu den Anwendungsgebieten für Ärzte und medizinisches Fachpersonal befinden sich am

Ende dieser Packungsbeilage.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von INFECTOFOS beachten?

INFECTOFOS darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Fosfomycin oder den sonstigen Bestandteil des Arzneimittels

(Bernsteinsäure) sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor INFECTOFOS bei Ihnen angewendet wird, wenn

Sie unter einer der folgenden Krankheiten leiden:

Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz), insbesondere wenn Digitalis-Medikamente eingenommen werden

(mögliche Hypokaliämie)

Bluthochdruck

Eine bestimmte Störung des Hormonsystems (Hyperaldosteronismus)

Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (Lungenödem)

Bei Auftreten von schweren, anhaltenden, manchmal blutig-schleimigen Durchfällen und krampfartigen

Bauchschmerzen während oder nach der Behandlung (auch mehrere Wochen nach der Behandlung) suchen

Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf, weil sich dahinter eine ernst zu nehmende schwere

Schleimhautentzündung des Darmes (pseudomembranöse Enterokolitis) verbergen kann, die sofort behandelt

werden muss. Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Kinder

Für Kinder bis 12 Jahre wird Ihr Arzt die Dosierung von INFECTOFOS entsprechend dem Alter und dem

Körpergewicht des Kindes festlegen.

Anwendung von INFECTOFOS zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen

/ anzuwenden.

Bisher sind keine schädlichen Wechselwirkungen zwischen INFECTOFOS und anderen Arzneimitteln

bekannt.

Hinweise zur Kombination mit anderen Antibiotika für Ärzte befinden sich am Ende der Packungsbeilage.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat. INFECTOFOS kann auf das ungeborene Kind im Mutterleib und auch durch die Muttermilch auf das

gestillte Kind übergehen. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wird Ihr Arzt bei Ihnen nur dann

INFECTOFOS anwenden, wenn es unbedingt erforderlich ist.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bestimmte mögliche Nebenwirkungen von INFECTOFOS, wie Sehstörungen, Schwindel oder Verwirrtheit,

können die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Dies gilt in

verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Wenn solche Nebenwirkungen auftreten, sollten Sie

nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.

INFECTOFOS enthält Natrium

Pro 1 g Fosfomycin (entsprechend 1,32 g Fosfomycin-Natrium) werden dem Körper etwa 14 mmol Natrium

zugeführt. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Während der Behandlung mit INFECTOFOS sollten Sie eine salzarme Diät einhalten, um die

Natriumaufnahme mit der Nahrung zu verringern.

Hinweise zum Natriumgehalt von INFECTOFOS für Ärzte und medizinisches Fachpersonal befinden sich

am Ende der Packungsbeilage.

3.

Wie ist INFECTOFOS anzuwenden?

INFECTOFOS wird Ihnen von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als Infusion („Tropf“) in

eine Vene eingeleitet. Die Infusion wird normalerweise etwa 15

60 Minuten dauern. Üblicherweise wird

INFECTOFOS 2- oder 3-mal täglich im Abstand von 12 bzw. 8 Stunden gegeben.

Die empfohlene Dosis ist abhängig von:

der Art und dem Schweregrad Ihrer Erkrankung

der Empfindlichkeit der Erreger gegen INFECTOFOS

der Leistungsfähigkeit Ihrer Nieren

Bei Kindern ist die Dosis zusätzlich abhängig von:

dem Körpergewicht des Kindes

dem Alter des Kindes

Wenn Sie Nierenprobleme haben oder zur Blutwäsche (Dialyse) gehen müssen, wird Ihr Arzt die Dosis

möglicherweise verringern oder die Abstände zwischen den Infusionen verlängern.

Hinweise zur Dosierung für Ärzte und medizinisches Fachpersonal befinden sich am Ende der

Packungsbeilage.

Dauer der Anwendung

Ihr Arzt wird über die notwendige Dauer der Behandlung entscheiden und dabei berücksichtigen, wie Sie auf

die Behandlung angesprochen haben. Es ist wichtig, dass Sie die Behandlung so wie von Ihrem Arzt

vorgesehen zu Ende führen. Auch wenn Ihr Fieber oder Ihre sonstigen Beschwerden sich bereits gebessert

haben, sollte die Behandlung üblicherweise noch einige Tage länger fortgesetzt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von INFECTOFOS angewendet haben, als Sie sollten

Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal Ihnen zuviel INFECTOFOS

geben. Fragen Sie jedoch sofort nach, wenn Sie denken, dass Ihnen zu viel INFECTOFOS gegeben wurde.

Wenn Sie die Anwendung von INFECTOFOS abbrechen

In diesem Fall kann sich Ihre Erkrankung verschlimmern. Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig

ab, auch wenn Sie sich schon wieder besser fühlen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde

gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Schwere Form der Blutarmut (aplastische Anämie), Vermehrung bestimmter weißer

Blutkörperchen (Eosinophilie)

Unbekannte Häufigkeit: Verminderung bestimmter Blutkörperchen (Agranulozytose, Granulozytopenie,

Leukopenie, Panzytopenie), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Akute, eventuell lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktion mit Schweißausbruch,

Übelkeit, Juckreiz, Schwellungen und Atemnot (anaphylaktischer Schock)

Hinweise zu Notfallmaßnahmen, Symptomen und Gegenmitteln für Ärzte oder medizinisches Fachpersonal

befinden sich am Ende der Packungsbeilage.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Erhöhung des Natriumwertes im Blut (Hypernatriämie) bzw. Verminderung des Kaliumwertes im

Blut (Hypokaliämie) (siehe auch unter „INFECTOFOS enthält Natrium“ im Abschnitt 2). Hinweise zum

Natriumgehalt von INFECTOFOS für Ärzte und medizinisches Fachpersonal befinden sich am Ende der

Packungsbeilage.

Gelegentlich: Appetitlosigkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Unbekannte Häufigkeit: Verwirrtheit

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Geschmacksstörungen, Kopfschmerzen

Augenerkrankungen

Sehr selten: Sehstörungen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Schwindel

Herzerkrankungen:

Unbekannte Häufigkeit: Beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mittelfells (Mediastinums)

Gelegentlich: Atemnot (Dyspnoe)

Unbekannte Häufigkeit: Asthmaanfall

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Brechreiz, Magendrücken

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Vorübergehende Erhöhung bestimmter Laborwerte, die auf Leberschäden hinweisen

(alkalische Phosphatase, GOT und GPT)

Sehr selten: Fettleber (vollständige Rückbildung nach Absetzen)

Unbekannte Häufigkeit: Leberentzündung mit oder ohne Gallenstau, Gelbsucht (Ikterus), Erhöhung

bestimmter Leberenzym-Werte im Blut (Gamma-Glutamyltransferase)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag mit Hautrötung

Gelegentlich: Hautausschlag

Unbekannte Häufigkeit: Schwellungen der Haut oder Schleimhaut, vor allem im Gesicht, an den

Augenlidern und Lippen oder an der Zunge (Angioödem, Gesichtsödem), Juckreiz, Nesselsucht mit

Quaddeln oder Hautrötung (Urtikaria)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Schmerzen, Brennen, Rötungen oder Schwellungen im Bereich der Vene, in die INFECTOFOS

eingeleitet wird (Phlebitis)

Gelegentlich: Müdigkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist INFECTOFOS aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Flaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Die Haltbarkeit des Pulvers im unversehrten Behältnis beträgt vier Jahre.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die

gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die

Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Die gebrauchsfertige Lösung ist nicht länger als 12 Stunden im Kühlschrank (2° bis 8°C) lichtgeschützt

aufzubewahren.

Eventuelle Reste in Infusionsflaschen sind zu entsorgen und dürfen nicht weiterverwendet werden.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem Verfalldatum nicht mehr verwenden. Dieses finden Sie auf dem

Etikett und der Faltschachtel nach „Verwendbar bis”. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was INFECTOFOS enthält

Der Wirkstoff ist Fosfomycin

Eine Flasche INFECTOFOS 2 g enthält 2,69 g Pulver mit 2,64 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend

2,0 g Fosfomycin).

Eine Flasche INFECTOFOS 3 g enthält 4,04 g Pulver mit 3,96 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend

3,0 g Fosfomycin).

Eine Flasche INFECTOFOS 5 g enthält 6,73 g Pulver mit 6,6 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend

5,0 g Fosfomycin).

Eine Flasche INFECTOFOS 8 g enthält 10,76 g Pulver mit 10,56 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend

8,0 g Fosfomycin).

Der sonstige Bestandteil ist: Bernsteinsäure.

Wie INFECTOFOS aussieht und Inhalt der Packung

INFECTOFOS ist erhältlich in Packungen zu 10 Durchstechflaschen.

Die Flaschen enthalten ein weißes bis cremefarbiges Pulver.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH, Von-Humboldt-Str. 1, 64646 Heppenheim,

www.infectopharm.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2017.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte und medizinisches Fachpersonal bestimmt. Weitere

Angaben sind der Fachinformation zu entnehmen.

Hinweise zu den Anwendungsgebieten

INFECTOFOS ist zur Behandlung der folgenden akuten und chronischen Infektionen indiziert, wenn diese

durch Fosfomycin-empfindliche Erreger verursacht werden (s. Abschnitt 5.1 der Fachinformation).

INFECTOFOS ist insbesondere dann indiziert, wenn Penicilline und Cephalosporine nicht gegeben werden

können bzw. deren Wirksamkeit auf Grund der Lokalisation der Infektion und der Empfindlichkeit der

Erreger nicht ausreicht. INFECTOFOS wird in der Regel im Rahmen einer Kombinationstherapie,

insbesondere bei der Behandlung multiresistenter Keime, verabreicht (s. Abschnitt 4.5 der Fachinformation).

Osteomyelitis

Infektionen des Zentralen Nervensystems (Meningitis, Enzephalitis, Hirnabszess)

weiterhin bei

Infektionen der Harnwege

Infektionen der Atemwege

Lungenabszess

perioperativen Infektionen

Infektionen der Haut und Weichteile

Infektionen nach Verbrennungen

Infektionen der Gallenwege

Sepsis

Endocarditis

oto-, rhino-, laryngologischen Infektionen

ophthalmologischen Infektionen

Die allgemein anerkannten Empfehlungen für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Substanzen

sind bei der Anwendung von FOSFOMYCIN zu berücksichtigen.

Hinweise zum Natriumgehalt

Aufgrund des Natriumgehalts (320 mg pro 1 g Fosfomycin, entsprechend etwa 14 mmol Na

pro 1 g

Fosfomycin) sind die Serumelektrolyte zu kontrollieren. Dies ist besonders zu beachten z. B. bei Patienten

mit Herzinsuffizienz, Ödemneigung oder sekundärem Hyperaldosteronismus. Die mit der Fosfomycin-

Anwendung verbundene Natriumzufuhr kann über eine Erhöhung der Kaliumausscheidung auch

Kaliumverluste verursachen. Gegebenenfalls ist daher die Substitution von Kalium erforderlich, um eine

Hypokaliämie zu vermeiden. Des Weiteren kann wegen des Gehalts an Natrium die Anwendung bei

Personen, die sich natriumarm ernähren sollen, schädlich sein.

Hinweise zur Dosierung

Im Allgemeinen gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Alter/Gewicht

Durchschnittliche Tagesdosis Fosfomycin

Früh- und Neugeborene (bis 4

Wochen)

100 mg/ kg KG in 2 Einzeldosen

Säuglinge bis 1 Jahr

(bis 10 kg KG)

200 bis 250 mg/kg KG in 3 Einzeldosen

Kinder 1 bis 12 Jahre (10–40 kg KG)

100 bis 200 (-300) mg/kg KG in 3 Einzeldosen

Jugendliche und Erwachsene

6-16 g in 2-3 Einzeldosen

Bei schweren Infektionen kann die Tagesdosis

bis auf 20 g erhöht werden.

Dosierung bei Niereninsuffizienz

Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosierung von Fosfomycin dem Grad der Einschränkung

angepasst werden (s. Dosierungstabelle bei eingeschränkter Nierenfunktion).

Hinweis:

Insbesondere bei älteren Patienten sollte zur Dosisfindung die Kreatinin-Clearance ermittelt werden.

Bei Erwachsenen kann die Kreatinin-Clearance unter Berücksichtigung des Serumkreatinins, des

Körpergewichts und des Alters nach folgender Gleichung (Cockroft und Gault) berechnet werden:

Kreatinin-Clearance bei Männern [ml/min]:

(140 – Alter [Jahre]) x Körpergewicht [kg]

72 x Serumkreatinin [mg/dl]

Zur Berechnung der Kreatinin-Clearance bei Frauen wird der anhand der Formel nach Cockroft und Gault

ermittelte Wert mit dem Faktor 0,85 multipliziert.

Dosierungstabelle für Erwachsene (~ 70 kg) mit eingeschränkter Nierenfunktion

Jede angegebene Fosfomycin-Dosis ist die Höchstdosis, die bei dem entsprechenden Plasmakreatinin-Wert

bzw. der Kreatinin-Clearance nicht überschritten werden sollte. Die Initialdosis soll jedoch 2 g Fosfomycin

nicht unterschreiten.

Cl

Kr

[ml/min]

45

18

8

2

0,5

Plasma-Kreatinin

[mg/dl]

2,0

3,5

6,0

15,5

>15,5

Beabsichtigte Normdosis bei normaler Nierenfunktion: 2 x 8 g

Entsprechende Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

DOS / DI

3 g / 6 h

3 g / 8 h

3 g / 12 h

1,5 g / 12 h

(3 g / 24 h)

1,5 g / 24 h

% der Normdosis

56,3

37,5

18,8

Beabsichtigte Normdosis bei normaler Nierenfunktion: 3 x 5 g

Entsprechende Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

DOS / DI

3 g / 6 h

3 g / 8 h

3 g / 12 h

1,5 g / 12 h

(3 g / 24 h)

1,5 g / 24 h

% der Normdosis

Beabsichtigte Normdosis bei normaler Nierenfunktion: 3 x 3 g

Entsprechende Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

DOS / DI

3 g / 12 h

1,5 g / 8 h

1,5 g / 12

1,5 g / 24 h

1 g / 24 h

% der Normdosis

66,6

33,3

16,6

11,11

Beabsichtigte Normdosis bei normaler Nierenfunktion: 3 x 2 g

Entsprechende Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

DOS / DI

2 g / 12 h

1 g / 8 h

1 g / 12 h

1 g / 24 h

1 g / 36 h

% der Normdosis

66,6

33,3

16,6

11,11

DOS = höchste empfohlene Dosis (in g), DI = Dosierungsintervall (in h), ClKr = Kreatinin-Clearance (in

ml/min).

Beispiel: Beabsichtigte Normdosis 3 x 3 g Fosfomycin bei Plasmakreatinin von 6,0 mg/dl = Initialdosis 2 g

Fosfomycin, dann 1,5 g alle 12 Stunden.

Bei älteren Patienten sollte zur Dosisfindung die Kreatinin-Clearance bestimmt werden. Chronisch

dialysepflichtige Patienten erhalten 2 g Fosfomycin am Ende jeder Dialyse.

Art der Anwendung

INFECTOFOS ist für die intravenöse Anwendung bestimmt. Die Dauer der Infusion sollte mindestens 15

Minuten (INFECTOFOS 2 g), 30 Minuten (INFECTOFOS 3 g/5 g) bzw. 60 Minuten (INFECTOFOS 8 g)

betragen (Richtwert ca. 70 Tropfen = 3,5 ml pro Minute).

Nur klare Lösungen infundieren!

Da die versehentliche intraarterielle Anwendung von Präparaten, die nicht ausdrücklich zur intraarteriellen

Therapie empfohlen werden, zu Schäden führen kann, weisen wir vorsorglich darauf hin, dass die

intravenöse Anwendung von INFECTOFOS gewährleistet sein muss.

Herstellung der Infusionslösung

INFECTOFOS muss aufgelöst (rekonstituiert) und unmittelbar weiter verdünnt werden. Rekonstitution und

Verdünnung müssen unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Die erforderlichen Mengen an Lösungsmittel

entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle.

Erforderliche Volumina für die Herstellung der Injektionslösung

Rekonstitution

Verdünnung

Gesamtvolumen des

Lösungsmittels

INFECTOFOS 2 g

20 ml

20–40 ml

ca. 40–60 ml

INFECTOFOS 3 g

20 ml

80 ml

ca. 100 ml

INFECTOFOS 5 g

20 ml

80 ml

ca. 100 ml

INFECTOFOS 8 g

40 ml

160 ml

ca. 200 ml

Als Lösungsmittel kann Wasser für Injektionszwecke oder auch eine entsprechende Menge 5 %iger oder

10 %iger Glucose-Lösung verwendet werden. Dabei sind die Anwendungshinweise des jeweiligen

Herstellers zu beachten. Natriumchloridhaltige Lösungsmittel sollten nicht verwendet werden (siehe

Abschnitt 2).

Beim Lösen der Substanz tritt eine leichte Erwärmung auf.

Hinweise zur Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung beachten!

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung richtet sich individuell nach dem Ansprechen der Erreger und dem klinischen

Bild. Auch nach der Entfieberung und dem Abklingen der Symptome sollte die Therapie noch einige Tage

fortgesetzt werden.

Kombination mit anderen Antibiotika

Besteht die Notwendigkeit einer Kombination mit anderen Antibiotika, wird die Verwendung mit einem

anderen bakterizid wirkenden Antibiotikum empfohlen.

In-vitro-Untersuchungen zeigen, dass eine Kombination von Fosfomycin mit β-Lactam-Antibiotika, z. B.

Penicillin, Ampicillin, Cefazolin, Carbapeneme, in der Regel eine additive bis synergistische Wirkung ergibt.

Gleiches gilt für die Kombination mit Staphylokokken-wirksamen Substanzen (Linezolid,

Quinupristin/Dalfopristin, Moxifloxacin) gegenüber Staphylokokken.

Mit Aminoglykosid-Antibiotika, z. B. Gentamicin, zeigt Fosfomycin meist indifferente bis additive Effekte.

Hinweise zu Notfallmaßnahmen, Symptomen und Gegenmitteln

Akute, evtl. lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock) können in

Einzelfällen auftreten. Bei ersten Anzeichen (Schweißausbruch, Übelkeit, Zyanose u.a.) muss die Infusion

von INFECTOFOS sofort abgebrochen werden. Der intravenöse Zugang ist zu belassen. Der klinischen

Situation entsprechende Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden. Bei Überdosierung ist in

Abhängigkeit von der klinischen Symptomatik zu verfahren. Ein Antidot steht nicht zur Verfügung.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels)

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

INFECTOFOS

INFECTOFOS

INFECTOFOS

INFECTOFOS

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: Fosfomycin

Eine Flasche INFECTOFOS 2 g enthält 2,69 g Pulver mit 2,64 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend

2,0 g Fosfomycin).

Eine Flasche INFECTOFOS 3 g enthält 4,04 g Pulver mit 3,96 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend

3,0 g Fosfomycin).

Eine Flasche INFECTOFOS 5 g enthält 6,73 g Pulver mit 6,6 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend

5,0 g Fosfomycin).

Eine Flasche INFECTOFOS 8 g enthält 10,76 g Pulver mit 10,56 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend

8,0 g Fosfomycin).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung.

Weißes bis cremefarbiges Pulver.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

INFECTOFOS ist zur Behandlung der folgenden akuten und chronischen Infektionen indiziert, wenn

diese durch Fosfomycin-empfindliche Erreger verursacht werden (s. Abschnitt 5.1). INFECTOFOS ist

insbesondere dann indiziert, wenn Penicilline und Cephalosporine nicht gegeben werden können bzw.

deren Wirksamkeit auf Grund der Lokalisation der Infektion und der Empfindlichkeit der Erreger nicht

ausreicht. INFECTOFOS wird in der Regel im Rahmen einer Kombinationstherapie, insbesondere bei

der Behandlung multiresistenter Keime, verabreicht (s. Abschnitt 4.5).

Osteomyelitis

Infektionen des Zentralen Nervensystems (Meningitis, Enzephalitis, Hirnabszess)

weiterhin bei

Infektionen der Harnwege

Infektionen der Atemwege

Lungenabszess

perioperativen Infektionen

Infektionen der Haut und Weichteile

Infektionen nach Verbrennungen

Infektionen der Gallenwege

Sepsis

Endocarditis

oto-, rhino-, laryngologischen Infektionen

ophthalmologischen Infektionen

Die allgemein anerkannten Empfehlungen für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen

Substanzen sind bei der Anwendung von INFECTOFOS zu berücksichtigen.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Tagesdosis richtet sich nach der Empfindlichkeit der Erreger und dem Schweregrad der Infektion.

Sie wird auf 2 bis 3 gleiche Gaben aufgeteilt, die alle 8 bis 12 Stunden verabreicht werden.

Im Allgemeinen gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Alter/Gewicht

Durchschnittliche Tagesdosis Fosfomycin

Früh- und Neugeborene (bis 4 Wochen)

100 mg/ kg KG in 2 Einzeldosen

Säuglinge bis 1 Jahr

(bis 10 kg KG)

200 bis 250 mg/kg KG in 3 Einzeldosen

Kinder 1 bis 12 Jahre (10–40 kg KG)

100 bis 200 (–300) mg/kg KG in 3

Einzeldosen

Jugendliche und Erwachsene

16 g in 2-3 Einzeldosen

Bei schweren Infektionen kann die

Tagesdosis bis auf 20 g erhöht werden.

Dosierung bei Niereninsuffizienz

Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosierung von Fosfomycin dem Grad der Einschränkung

angepasst werden (s. Dosierungstabelle bei eingeschränkter Nierenfunktion).

Hinweis:

Insbesondere bei älteren Patienten sollte zur Dosisfindung die Kreatinin-Clearance ermittelt werden.

Bei Erwachsenen kann die Kreatinin-Clearance unter Berücksichtigung des Serumkreatinins, des

Körpergewichts und des Alters nach folgender Gleichung (Cockroft und Gault) berechnet werden:

Kreatinin-Clearance bei Männern [ml/min]:

(140–Alter [Jahre]) x Körpergewicht [kg]

72 x Serumkreatinin [mg/dl]

Zur Berechnung der Kreatinin-Clearance bei Frauen wird der anhand der Formel nach Cockroft und

Gault ermittelte Wert mit dem Faktor 0,85 multipliziert.

Dosierungstabelle für Erwachsene (~ 70 kg) mit eingeschränkter Nierenfunktion

Jede angegebene Fosfomycin-Dosis ist die Höchstdosis, die bei dem entsprechenden Plasmakreatinin-

Wert bzw. der Kreatinin-Clearance nicht überschritten werden sollte. Die Initialdosis soll jedoch 2 g

Fosfomycin nicht unterschreiten.

Cl

Kr

[ml/min]

45

18

8

2

0,5

Plasma-Kreatinin

[mg/dl]

2,0

3,5

6,0

15,5

>15,5

Beabsichtigte Normdosis bei normaler Nierenfunktion: 2 x 8 g

Entsprechende Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

DOS / DI

3 g / 6 h

3 g / 8 h

3 g / 12 h

1,5 g / 12 h

(3 g / 24 h)

1,5 g / 24 h

% der Normdosis

56,3

37,5

18,8

Beabsichtigte Normdosis bei normaler Nierenfunktion: 3 x 5 g

Entsprechende Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

DOS / DI

3 g / 6 h

3 g / 8 h

3 g / 12 h

1,5 g / 12 h

(3 g / 24 h)

1,5 g / 24 h

% der Normdosis

Beabsichtigte Normdosis bei normaler Nierenfunktion: 3 x 3 g

Entsprechende Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

DOS / DI

3 g / 12 h

1,5 g / 8 h

1,5 g / 12 h

1,5 g / 24 h

1 g / 24 h

% der Normdosis

66,6

33,3

16,6

11,11

Beabsichtigte Normdosis bei normaler Nierenfunktion: 3 x 2 g

Entsprechende Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

DOS / DI

2 g / 12 h

1 g / 8 h

1 g / 12 h

1 g / 24 h

1 g / 36 h

% der Normdosis

66,6

33,3

16,6

11,11

DOS = höchste empfohlene Dosis (in g), DI = Dosierungsintervall (in h), Cl

= Kreatinin-Clearance (in

ml/min).

Beispiel: Beabsichtigte Normdosis 3 x 3 g Fosfomycin bei Plasmakreatinin von 6,0 mg/dl = Initialdosis

2 g Fosfomycin, dann 1,5 g alle 12 Stunden.

Bei älteren Patienten sollte zur Dosisfindung die Kreatinin-Clearance bestimmt werden. Chronisch

dialysepflichtige Patienten erhalten 2 g Fosfomycin am Ende jeder Dialyse.

Art der Anwendung

INFECTOFOS 2 g/ 3 g/ 5 g/ 8 g sind für die intravenöse Anwendung bestimmt. Die Dauer der Infusion

sollte mindestens 15 Minuten (INFECTOFOS 2 g), 30 Minuten (INFECTOFOS 3 g/5 g) bzw. 60

Minuten (INFECTOFOS 8 g) betragen (Richtwert ca. 70 Tropfen = 3,5 ml pro Minute).

Nur klare Lösungen infundieren!

Da die versehentliche intraarterielle Anwendung von Präparaten, die nicht ausdrücklich zur

intraarteriellen Therapie empfohlen werden, zu Schäden führen kann, weisen wir vorsorglich

darauf hin, dass die intravenöse Anwendung von INFECTOFOS gewährleistet sein muss.

Hinweise zur Herstellung der Infusionslösung siehe Abschnitt 6.6.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung richtet sich individuell nach dem Ansprechen der Erreger und dem

klinischen Bild. Auch nach der Entfieberung und dem Abklingen der Symptome sollte die Therapie

noch einige Tage fortgesetzt werden.

4.3

Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegen Fosfomycin oder Bernsteinsäure darf INFECTOFOS nicht angewendet

werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Dem Organismus werden mit 1 g Fosfomycin (entsprechend 1,32 g Fosfomycin-Natrium) etwa

14 mmol Na

zugeführt. Daher sind bei den empfohlenen Dosierungen die Serumelektrolyte zu

kontrollieren. Dies ist besonders zu beachten z. B. bei Patienten mit Herzinsuffizienz, Ödemneigung

oder sekundärem Hyperaldosteronismus. Die mit der Fosfomycin-Anwendung verbundene

Natriumzufuhr kann über eine Erhöhung der Kaliumausscheidung auch Kaliumverluste verursachen.

Gegebenenfalls ist daher die Substitution von Kalium erforderlich, um eine Hypokaliämie zu

vermeiden. Bei längerer Behandlung mit hohen Dosen sollten die Blutkaliumspiegel insbesondere bei

digitalisierten Herzinsuffizienzpatienten überwacht werden (mögliche Hypokaliämie, s. Abschnitt 4.8).

Des Weiteren kann wegen des Gehalts an Natrium die Anwendung bei Personen, die sich natriumarm

ernähren sollen, schädlich sein.

Antibiotika-assoziierte Diarrhö wurde bei der Anwendung nahezu aller antibakteriell wirkenden

Substanzen berichtet und kann im Schweregrad von milder Diarrhö bis hin zu tödlicher Colitis reichen.

Während oder (auch mehrere Wochen) nach der Behandlung mit INFECTOFOS auftretende

Durchfälle, insbesondere wenn sie schwer, persistierend und/oder blutig verlaufen, können auf eine

Clostridium difficile-assoziierte Diarrhö (CDAD) hinweisen. Es ist daher sehr wichtig, diese Diagnose

bei Patienten, die während oder nach der Therapie mit INFECTOFOS eine schwere Diarrhö entwickeln,

in Erwägung zu ziehen. Wenn eine CDAD vermutet oder bestätigt wird, sollte sofort eine geeignete

Behandlung erfolgen. Anti-peristaltisch wirkende Medikamente sind in dieser klinischen Situation

kontraindiziert.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen von Fosfomycin mit anderen Stoffen (Arznei-, Genuss-, Lebensmittel) sind bisher

nicht beobachtet worden.

Kombination mit anderen Antibiotika

Besteht die Notwendigkeit einer Kombination mit anderen Antibiotika, wird die Verwendung mit einem

anderen bakterizid wirkenden Antibiotikum empfohlen.

In-vitro-Untersuchungen zeigen, dass eine Kombination von Fosfomycin mit β-Lactam-Antibiotika, z.

B. Penicillin, Ampicillin, Cefazolin, Carbapeneme, in der Regel eine additive bis synergistische

Wirkung ergibt. Gleiches gilt für die Kombination mit Staphylokokken-wirksamen Substanzen

(Linezolid, Quinupristin/Dalfopristin, Moxifloxacin) gegenüber Staphylokokken.

Mit Aminoglykosid-Antibiotika, z. B. Gentamicin, zeigt Fosfomycin meist indifferente bis additive

Effekte.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

In tierexperimentellen Untersuchungen ergaben sich keine Hinweise auf ein teratogenes oder

fetotoxisches Potential von Fosfomycin.

Da mit tierexperimentellen Methoden jedoch nicht mit Sicherheit zu ermitteln ist, ob ein Medikament

beim Menschen teratogen oder fetotoxisch wirkt, wird darauf hingewiesen, dass die Anwendung von

INFECTOFOS während der Schwangerschaft kritisch abgewogen werden muss.

Stillzeit

Geringe Mengen von Fosfomycin finden sich in der Muttermilch (siehe auch Abschnitt 5.2).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat INFECTOFOS im Allgemeinen keinen Einfluss auf die

Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Gelegentlich können allerdings auch bei

bestimmungsgemäßen Gebrauch Nebenwirkungen zu Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit und der

Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, führen. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit

Alkohol (s. a. Abschnitt Nebenwirkungen).

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig

(≥ 1/10)

Häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten

(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Nicht bekannt:

(Diese Nebenwirkungen wurden nach der Markteinführung beobachtet. Die

Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Organklasse

Sehr häufig

1/10

Häufig

1/100

bis <1/10

Gelegentlich

1/1.000

bis <1/100

Selten

1/10.000

bis <1/1.000

Sehr

selten

<1/10.000

Nicht bekannt

(Häufigkeit

auf Grund-

lage der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Erkrankungen

des Blutes und

Lymphsystem

Aplastische

Anämie,

Eosinophilie

Agranulo-

zytose,

Granulozytope

nie, Leuko-

penie,

Panzytopenie,

Thrombo-

zytopenie

Erkrankungen

des Immun-

systems

Anaphy-

laktischer

Schock

(siehe

„Not-

fallmaß-

nahmen,

Sympto-

me und

Gegen-

mittel”)

Stoffwechsel-

Ernährungs-

störungen

Hyper-

natriämie

bzw. Hypo-

kaliämie

(siehe

„Besondere

Warnhin-

weise und

Vorsichts-

maß-

nahmen für

die Anwen-

dung”)

Appetitlo-

sigkeit

Psychiatrische

Erkrankungen

Verwirrtheit

Erkrankungen

Nervensys-

tems

Geschmacks-

irritationen,

Kopfschmer-

Augenerkran-

kungen

Sehstö-

rungen

Erkrankungen

des Ohrs und

Labyrinths

Schwindel

Herzerkran-

kungen

Tachykardie

Erkrankungen

Dyspnoe

Asthmaanfall

Organklasse

Sehr häufig

1/10

Häufig

1/100

bis <1/10

Gelegentlich

1/1.000

bis <1/100

Selten

1/10.000

bis <1/1.000

Sehr

selten

<1/10.000

Nicht bekannt

(Häufigkeit

auf Grund-

lage der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Atemwege,

Brustraums

Mediastinums

Erkrankungen

Gastrointesti-

naltrakts

Brechreiz,

Magen-

drücken

Übelkeit,

Erbrechen,

Diarrhö

Leber- und

Gallener-

krankungen

passagere

Erhöhung

alkalischen

Phosphatase,

der GOT und

der GPT

Fettleber

(voll-

ständige

Rück-

bildung

nach

Absetzen)

Hepatitis,

cholestatische

Hepatitis,

Ikterus,

Erhöhung der

Gamma-GT

Erkrankungen

der Haut und

Unterhautzell-

gewebes

erythema-

töser

Hautaus-

schlag

Exantheme

Angioödem,

Gesichtsödem,

Pruritus,

Urtikaria

Allgemeine

Erkrankungen

Beschwerden

am Verabrei-

chungsort

Phlebitis

Müdigkeit

Notfallmaßnahmen, Symptome und Gegenmittel

Akute, evtl. lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock) können in

Einzelfällen auftreten. Bei ersten Anzeichen (Schweißausbruch, Übelkeit, Zyanose u.a.) muss die

Infusion von INFECTOFOS sofort abgebrochen werden. Der intravenöse Zugang ist zu belassen. Der

klinischen Situation entsprechende Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden. Bei Überdosierung

ist in Abhängigkeit von der klinischen Symptomatik zu verfahren. Ein Antidot steht nicht zur

Verfügung.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Erfahrungen hinsichtlich der Überdosierung von Fosfomycin sind begrenzt. Es wurde im

Zusammenhang mit der parenteralen Anwendung von Fosfomycin über Fälle von Hypotonie,

Somnolenz, Elektrolytstörungen, Thrombozytopenie und Hypoprothrombinämie berichtet. Im Falle

einer Überdosierung sollte die Behandlung symptomatisch und supportiv erfolgen. Eine Rehydratation

wird empfohlen, um die Elimination des Arzneistoffs über den Urin zu unterstützen.

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Fosfomycin ist ein Fosfonsäure-Epoxid

ATC-Code: J01XX01

Wirkungsweise

Fosfomycin ist ein Strukturanalogon des Phosphoenolpyruvats. Es hemmt das Enzym

Phosphoenolpyruvat-Transferase, das die Bildung von N-Acetylmuraminsäure aus N-Acetylglukosamin

und Phosphoenolpyruvat katalysiert. N-Acetylmuraminsäure wird für den Aufbau von Peptidoglykan,

einem wesentlichen Bestandteil der bakteriellen Zellwand, benötigt. Fosfomycin wirkt vorwiegend

bakterizid.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der Wirkstoffspiegel

oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz gegenüber Fosfomycin kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

Die Aufnahme von Fosfomycin in die Bakterienzelle erfolgt aktiv über zwei unterschiedliche

Transportsysteme (Glycerin-3-phosphat- und Hexose-6-phosphat-Transportsystem). Bei

Enterobacteriaceae

kann das Glycerin-3-phosphat Transportsystem so verändert sein, dass

Fosfomycin nicht mehr in die Zelle transportiert wird.

Ein weiterer bei

Enterobacteriaceae, Pseudomonas

.

Acinetobacter

.

vorkommender

plasmidkodierter Mechanismus beruht auf der Anwesenheit eines spezifischen Proteins, unter dessen

Wirkung Fosfomycin metabolisiert und an Glutathion (GSH) gebunden wird.

Bei Staphylokokken kommt ebenfalls eine plasmidkodierte Fosfomycin-Resistenz vor. Der genaue

Mechanismus der Resistenz ist bisher nicht aufgeklärt.

Eine Kreuzresistenz von Fosfomycin mit anderen Antibiotikaklassen ist nicht bekannt.

Grenzwerte

Die Testung von Fosfomycin erfolgt unter Benutzung der üblichen Verdünnungsreihe. Die Beurteilung

der Ergebnisse erfolgt auf der Basis der Grenzwerte für Fosfomycin. Folgende minimale

Hemmkonzentrationen für sensible und resistente Keime wurden festgelegt:

EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) Grenzwerte

Erreger

Sensibel

Resistent

Enterobacteriaceae

32 mg/l

> 32 mg/l

Staphylococcus

spp.

32 mg/l

> 32 mg/l

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit

variieren. Deshalb sind – insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen – lokale

Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation

die Wirksamkeit von Fosfomycin in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten

angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine

mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber

Fosfomycin anzustreben.

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten

5 Jahre aus

nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und -studien (Stand: Dezember 2017):

Üblicherweise empfindliche Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Staphylococcus aureus

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Citrobacter freundii

Escherichia coli

Haemophilus influenzae °

Neisseria meningitidis

Salmonella

enterica

(Enteritis-Salmonellen)

°

Anaerobe Gram-positive Mikroorganismen

Fusobacterium

spp. °

Peptococcus

spp. °

Peptostreptococcus

spp. °

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen

können

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Staphylococcus epidermidis

Streptococcus pneumoniae

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Enterobacter aerogenes

Enterobacter cloacae

Klebsiella oxytoca

Klebsiella pneumoniae

Proteus mirabilis

Serratia marcescens

Anaerobe Gram-positive Mikroorganismen

Clostridium

spp.

Von Natur aus resistente Spezies

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Enterococcus

spp.

Staphylococcus saprophyticus

Streptococcus pyogenes

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Legionella pneumophila

Morganella morganii

Pseudomonas aeruginosa

Stenotrophomonas maltophilia

Anaerobe Gram-negative Mikroorganismen

Bacteroides

spp.

Andere Mikroorganismen

Chlamydia

spp.

Chlamydophila

spp.

Mycoplasma

.

Bei Veröffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primärliteratur,

Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.

Einzelberichte deuten darauf hin, dass bei Infektionen durch Erreger mit einer MHK ≤ 128 mg/l eine

Therapie in Kombination mit einem anderen Antibiotikum erfolgreich sein kann.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Verteilung

Nach i. v. Infusion von Fosfomycin werden rasch hohe und langanhaltende Wirkstoffkonzentrationen

im Serum erreicht. Fosfomycin diffundiert gut in Lunge, Galle, Liquor, Muskulatur, Faszie, Kutis,

Subkutis und Wundsekret. Außerdem ist die Knochengängigkeit der Substanz ausgezeichnet.

Fosfomycin wird nicht an Eiweiß gebunden.

Fosfomycin passiert die Plazentaschranke und wird zu einem geringen Prozentsatz in die Muttermilch

ausgeschieden. Die Konzentration in der Muttermilch entspricht 8 % der Serum-Konzentration.

Metabolismus und Ausscheidung

Über 90 % der verabreichten Menge werden unverändert, also in aktiver Form, renal eliminiert. Die

Ausscheidung erfolgt durch glomeruläre Filtration ohne tubuläre Beteiligung.

Fosfomycin-Metaboliten konnten weder im Urin, Blut, Speichel noch im Pleuraexsudat nachgewiesen

werden. Die Halbwertszeit von Fosfomycin im Serum beträgt ca. 2 Stunden.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Subakute und chronische Toxizität

Die Toxizität bei wiederholter Gabe wurde mit unterschiedlich langen Laufzeiten (3 Wochen bis 6

Monaten) und Applikationsformen geprüft. Die Untersuchungen erfolgten an Ratten, Hunden,

Kaninchen und Affen.

Die Toxizität der Substanz ist wenig ausgeprägt. In hohen toxischen Dosen kommt es bei Ratten (über

500 mg/kg KG/Tag intraperitoneal) zu Atemstillstand, tetanischen Krämpfen, Ausbildung einer

Anämie, einer Abnahme des Eiweißgehaltes im Blut und zu einer Erhöhung des Serumcholesterins

sowie einer Senkung der Blutglucose. Außerdem zeigen vorwiegend Hunde (über 250 mg/kg KG/Tag,

intravenös) und Affen (500 mg/kg KG/Tag, intravenös) infolge einer Änderung der Darmflora durch

das Antibiotikum Durchfälle. Kaninchen vertrugen die intravenöse Applikation von 400 mg/kg KG/Tag

über 1 Monat ohne nachweisbare Schädigung.

Reproduktionstoxikologie

Fertilität

An männlichen und weiblichen Ratten wurden per Schlundsonde max. 1400 mg/kg KG/Tag

geprüft. Die höchste untersuchte Dosis war fertilitätsmindernd.

Teratogenität

Fosfomycin wurde per Schlundsonde an Mäusen, Ratten und Kaninchen geprüft (Maus max. 2 x

120 mg, Ratte max. 1400 mg und Kaninchen max. 420 mg/kg KG/Tag). An Mäusen und

Kaninchen wurde Fosfomycin auch intravenös geprüft (Maus 55,3 mg, Kaninchen max. 250 mg/kg

KG/Tag). Es fanden sich keine Hinweise für Embryotoxizität und Teratogenität.

Peri- und postnatale Toxizität

An Ratten wurden per Schlundsonde max. 2800 mg/kg KG/Tag geprüft.

Es fanden sich keine Hinweise für eine Störung der fetalen Entwicklung, des Geburtsverlaufes

oder der Jungtierentwicklung.

Mutagenität

In-vitro

-Tests wurden die Alkylierungsfähigkeit und die mutagene Wirkung von Fosfomycin geprüft.

Alkylierungsfähigkeit: Fosfomycin zeigt keine alkylierende Wirkung.

Ames-Test:

Fosfomycin wurde in Konzentrationen von 0,13 bis 1600 µg/ml im Ames-Test mit den

Teststämmen Salmonella typhimurium TA 98, TA 100, TA 1535, TA 1537 und TA

1538 sowohl mit als auch ohne Zugabe von Rattenleber-Homogenat geprüft. Die

Substanz zeigte keine mutagene Wirkung.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Bernsteinsäure

6.2

Inkompatibilitäten

Die Kompatibilität mit anderen als den im Punkt „Herstellung der Infusionslösung” angegebenen

Lösungen ist nicht gewährleistet.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung:

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn

die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die

Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Die gebrauchsfertige Lösung ist nicht länger als 12 Stunden im Kühlschrank (2

8°C) lichtgeschützt

aufzubewahren.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Flaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis”

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Lagerungsbedingungen des rekonstituierten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3..

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

INFECTOFOS 2 g/ 3 g/ 5g ist erhältlich in Packungen zu 10 Durchstechflaschen (30 ml, farbloses Glas

Typ I mit Hohlstopfen und Bördelkapsel).

INFECTOFOS 8 g ist erhältlich in Packungen zu 10 Durchstechflaschen (50 ml, farbloses Glas Typ I

oder II mit Hohlstopfen und Bördelkapsel).

Die Flaschen enthalten ein weißes bis cremefarbiges Pulver.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Eventuelle Reste in Infusionsflaschen sind zu entsorgen und dürfen nicht weiterverwendet werden.

Herstellung der Infusionslösung

INFECTOFOS muss aufgelöst (rekonstituiert) und unmittelbar weiter verdünnt werden. Rekonstitution

und Verdünnung müssen unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Die erforderlichen Mengen an

Lösungsmittel entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle.

Erforderliche Volumina für die Herstellung der Injektionslösung

Rekonstitution

Verdünnung

Gesamtvolumen des

Lösungsmittels

INFECTOFOS 2 g

20 ml

20–40 ml

ca. 40–60 ml

INFECTOFOS 3 g

20 ml

80 ml

ca. 100 ml

INFECTOFOS 5 g

20 ml

80 ml

ca. 100 ml

INFECTOFOS 8 g

40 ml

160 ml

ca. 200 ml

Als Lösungsmittel kann Wasser für Injektionszwecke oder auch eine entsprechende Menge 5 %iger

oder 10 %iger Glucose-Lösung verwendet werden. Dabei sind die Anwendungshinweise des jeweiligen

Herstellers zu beachten. Natriumchloridhaltige Lösungsmittel sollten nicht verwendet werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Beim Lösen der Substanz tritt eine leichte Erwärmung auf.

Hinweise zur Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung beachten!

7.

INHABER DER ZULASSUNG

INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH

Von-Humboldt-Str. 1

64646 Heppenheim,

Telefon (0 62 52) 95 70 00

Telefax (0 62 52) 95 88 44

E-Mail: kontakt@infectopharm.com

Internet: www.infectopharm.com

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

INFECTOFOS 2 g: 817.00.00

INFECTOFOS 3 g: 817.01.00

INFECTOFOS 5 g: 817.02.00

INFECTOFOS 8 g: 53316.00.00

9.

DATUM DER ZULASSUNG/DATUM DER VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

INFECTOFOS 8 g: 28. Dezember 2006

INFECTOFOS 2 g/ 3 g/ 5 g: 18. Mai 2004

10.

STAND DER INFORMATION

07/2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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