Imipenem/Cilastatin Stravencon 250mg/250mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

23-01-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

23-01-2021

Wirkstoff:
Imipenem-Monohydrat , Cilastatin-Natrium
Verfügbar ab:
STRAVENCON Ltd
ATC-Code:
J01DH51
INN (Internationale Bezeichnung):
Imipenem monohydrate , cilastatin sodium
Dosierung:
250mg/250mg
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Einheiten im Paket:
1, 10 und 25 Durchstechflaschen zur Verfügung
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
IPG PHARMA LIMITED
Therapiegruppe:
Antibiotika zur systemischen Anwendung, Carbapeneme
Anwendungsgebiete:
• Komplizierte intraabdominelle Infektionen • Schwerwiegende Pneumonie einschließlich nosokomialer und Beatmungspneumonie • Intra- und post-partum Infektionen • Komplizierte Infektionen der Harnwege • Komplizierte Infektionen der Haut und Weichteilgewebe
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
91394.00.00
Berechtigungsdatum:
2015-04-13

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Englisch

23-01-2021

Fachinformation Fachinformation - Englisch

23-01-2021

Gebrauchsinformation:Information fürAnwender

Imipenem/CilastatinStravencon 250mg/250mgPulverzurHerstellungeiner

Infusionslösung

Imipenem/Cilastatin

Lesen Sie die gesamtePackungsbeilage sorgfältig durch,bevorSiemitder

AnwendungdiesesArzneimittels beginnen,denn sie enthältwichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleichtmöchten Sie diese später

nochmalslesen.

Wenn Sie weitere Fragenhaben,wenden Sie sich anIhrenArztoder

Apotheker.

DiesesArzneimittelwurde Ihnen persönlich verschrieben.Geben Sie esnicht

an Dritte weiter.Eskann anderenMenschenschaden,auch wenn diese

dieselben Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine deraufgeführten NebenwirkungenSie erheblich beeinträchtigt

oderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformation

angegeben sind,informieren Sie bitteIhrenArztoderApotheker.Siehe

Abschnitt4.

Wasin dieserPackungsbeilagesteht

1. Was istImipenem/Cilastatin Stravenconund wofürwird esangewendet?

2. WassolltenSie vorderAnwendungvonImipenem/CilastatinStravencon

beachten?

3. WieistImipenem/Cilastatin Stravenconanzuwenden?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistImipenem/Cilastatin Stravenconaufzubewahren?

6. InhaltderPackungundweitereInformationen

1.Was istImipenem/Cilastatin Stravenconund wofürwirdesangewendet?

Imipenem/Cilastatin StravencongehörtzurArzneimittelklasse derCarbapenem-

Antibiotika.EstöteteinbreitesSpektrumvon Keimen(Bakterien)ab,die bei

ErwachsenenundKindernab1JahrInfektionenanverschiedenenStellenim

Körperverursachen.

IhrArzthatIhnenImipenem/Cilastatin Stravenconverschrieben,weilbeiIhnen

mindestenseine derfolgenden Infektionenfestgestelltworden ist:

KomplizierteInfektionen imBauchraum

Infektionen derLunge(Lungenentzündung)

Infektion während odernachderGeburtIhresKindes

KomplizierteInfektionenderHarnwege

KomplizierteInfektionenderHaut-undWeichteilgewebe

Imipenem/Cilastatin Stravenconkann imRahmen einerBehandlungvon

Patienten miteinerverminderten AnzahlweißerBlutzellen (Neutropenie)und

Fiebereingesetztwerden,wenn eine bakterielle Infektion alsUrsache vermutet

wird.DiesesArzneimittelkannzurBehandlungbeibakteriellerBlutvergiftung

eingesetztwerden,wenn diese miteinerderobigenInfektionen

zusammenhängen könnte.

2.Wassollten Sie vorderAnwendungvonImipenem/Cilastatin Stravencon

beachten?

Imipenem/CilastatinStravencondarfnichtangewendetwerden:

- wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenImipenem,Cilastatinodereinen

dersonstigen Bestandteile von Imipenem/Cilastatin Stravencon sind.

- wenn Sie überempfindlich (allergisch)gegen andere Antibiotikawie

Penicilline,Cephalosporine oderCarbapenemesind.

BesondereVorsichtbeiderAnwendung vonImipenem/Cilastatin

Stravencon isterforderlich

Informieren SieIhren Arztüberdie Krankheiten,die Sie schon einmalhatten oder

gegenwärtighaben,darunter:

- jegliche Arzneimittelallergien,einschließlich Allergien gegen Antibiotika (bei

plötzlich auftretenden,lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen ist

umgehend ärztliche Behandlungerforderlich)

- Dickdarmentzündung(Colitis)oderandereMagen-Darm-Erkrankungen

- Nieren- oderHarnwegserkrankungen,einschließlicheingeschränkter

Nierenfunktion (beiPatienten miteingeschränkterNierenfunktion steigtder

SpiegelvonImipenem/CilastatinStravenconimBlutan.WenndieDosierung

nichtan die Nierenfunktion angepasstwird,können Nebenwirkungen im

zentralen Nervensystemauftreten)

- StörungendeszentralenNervensystems,wiestellenweisesZittern

(lokalisierter Tremor)oderepileptische Anfälle (Krampfanfälle)

- Lebererkrankungen

EskannbeiIhnen zu positiven ErgebnissenbeieinerLaboruntersuchung

(Coombs-Test)kommen.DieserTestweistAntikörperimBlutnach,die rote

Blutkörperchenzerstörenkönnen.IhrArztwird mitIhnendarübersprechen.

Informieren SieIhrenArzt,wennSie mitValproinsäureoderValproat-

Seminatriumbehandeltwerden (sieheAnwendung mitanderenArzneimitteln

weiterunten).

KinderundJugendliche

Imipenem/Cilastatin Stravencon wird nichtfürdie Behandlung von Kindern,die

jüngerals1Jahrsind,oderKindernmitNierenerkrankungen empfohlen.

Anwendung mitanderenArzneimitteln

Bitteinformieren SieIhrenArztoderApotheker,wennSie andereArzneimittel

einnehmen/anwenden bzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auch

wenn essich umnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

InformierenSieIhrenArzt,wennSiemitGanciclovirbehandeltwerden,daszur

Behandlungvon einigenVirusinfektionen eingesetztwird.

Informieren Sie Ihren Arztauch,wenn Sie mitValproinsäure oderValproat-

Seminatrium(zurBehandlungvonEpilepsie,bipolarenStörungen[manisch-

depressive Erkrankung],Migräne oderSchizophrenie)oderArzneimitteln zur

Blutverdünnungwie z.B.Warfarin behandeltwerden.

IhrArztwirddannentscheiden,obImipenem/CilastatinStravenconin

KombinationmitdiesenArzneimittelnangewendetwerden darf.

SchwangerschaftundStillzeit

WennSieschwangersindoderschwangerwerdenmöchten,müssenSieIhren

Arztaufjeden FallvorderAnwendungvon Imipenem/Cilastatin Stravencon

darüberin Kenntnissetzen.Esliegen keineDaten zu Imipenem/Cilastatin

Stravencon beiSchwangeren vor.Während derSchwangerschaftsollte

Imipenem/Cilastatin Stravencon nurgegebenwerden,wenn derbehandelnde

ArztderAnsichtist,dassderzu erwartende Nutzen dasmögliche Risikofürdas

ungeboreneKind rechtfertigt.

Geringe Mengen diesesArzneimittelskönnen in dieMuttermilch übergehen und

könnten IhrKind beeinträchtigen.DahersollteIhrArztentscheiden,ob Sie

Imipenem/CilastatinStravencon in derStillzeiterhaltenkönnen.

Verkehrstüchtigkeitund das Bedienenvon Maschinen

MitdiesemArzneimittelstehen einige Nebenwirkungen in Zusammenhang(z.B.

verschiedeneSinnestäuschungen,Schwindel,SchläfrigkeitundDrehschwindel),

welchedieVerkehrstüchtigkeitundFähigkeitzumBedienenvonMaschinenbei

manchen Patientenbeeinträchtigenkönnten (sieheAbschnitt4).

WichtigeInformationen überbestimmteBestandteilevon

Imipenem/CilastatinStravencon

Imipenem/Cilastatin Stravencon 250mg/250mgenthältNatrium,aberwenigerals

1 mmol(23mg)Natriumpro Durchstechflasche,d.h.esistnahezu „natriumfrei“.

3.Wie istImipenem/Cilastatin Stravenconanzuwenden?

Imipenem/CilastatinStravenconwirdvoneinemArztodermedizinischem

Fachpersonalzubereitetund verabreicht.IhrArztlegtdiefürSie benötigteDosis

von Imipenem/Cilastatin Stravencon fest.

Erwachsene

Die üblicheDosierungImipenem/CilastatinStravenconfürErwachsenebeträgt

zwischen 500mg/500mgalle 6 Stunden und1.000mg/1.000mgalle6 oder

8Stunden.WennSie an einerNierenerkrankungleiden oderwenigerals70kg

wiegen,kann derArztIhre Dosisverringern.

KinderundJugendliche

Die übliche DosisfürKinderimAltervonmindestens1 Jahrliegtbei

15mg/15mgoder25mg/25mgprokgKörpergewichtalle6Stunden.Die

AnwendungvonImipenem/CilastatinStravenconwirdfürKinderunter1Jahr

oderfürKindermitNierenerkrankungennichtempfohlen.

Artund DauerderAnwendung

Imipenem/CilastatinStravenconwirdineinerDosisvon≤500mg/500mgüber

20–30 Minuten oderin einerDosisvon >500mg/500mgüber40–60 Minuten in

eine Vene(intravenös)verabreicht.

Wenn Sie eine größere MengeImipenem/Cilastatin Stravencon erhalten

haben,als Sie sollten

Krampfanfälle,Verwirrung,Zittern,Übelkeit,Erbrechen,niedrigerBlutdruckund

verlangsamterHerzschlagkönnenAnzeicheneinerÜberdosierungsein.Wenn

Sievermuten,dassSiemöglicherweisezuvielImipenem/Cilastatin Stravencon

erhalten haben,solltenSie sich unverzüglich mitIhremArztodereiner

medizinischen Fachkraftin Verbindung setzen.

Wenn dieAnwendung von Imipenem/Cilastatin Stravencon vergessen

wurde

WennSiesichSorgendarübermachen,dassdieAnwendungvon

Imipenem/CilastatinStravenconeventuellversäumtwurde,solltenSiesich

unverzüglichmitIhremArztodereinermedizinischenFachkraftinVerbindung

setzen.

Wenden Sie nichtdie doppelte Dosisan,wenn die vorherige Anwendung

vergessenwurde.

Wenn SiedieAnwendung vonImipenem/CilastatinStravenconabbrechen

Setzen Sie die Anwendung vonImipenem/Cilastatin Stravencon nichtab,ohne

mitIhremArztzu sprechen.

Wenn Sie weitere Fragen zurAnwendungdiesesArzneimittelshaben,fragenSie

IhrenArztoderApotheker.

4.WelcheNebenwirkungen sindmöglich?

Wie alle ArzneimittelkannImipenem/CilastatinStravenconNebenwirkungen

haben,die abernichtbeijedemauftretenmüssen.

BeiderBewertung von Nebenwirkungenwerdenfolgende Häufigkeitsangaben

zugrunde gelegt:

Sehrhäufig: kann mehrals1von 10Behandelten betreffen

Häufig: kann biszu1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich: kann biszu1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann biszu 1 von 1000Behandelten betreffen

Sehrselten: kann biszu 1von 10000Behandelten betreffen

Nichtbekannt: HäufigkeitaufGrundlage derverfügbarenDatennicht

abschätzbar

FolgendeNebenwirkungentretenseltenauf,wennsiejedochwährendodernach

einerBehandlungmitImipenem/Cilastatinauftreten,mussdie Behandlung

abgebrochen werden und Sie müssenIhrenArztunverzüglich informieren.

AllergischeReaktionen,u.a.Hautausschlag,SchwellungenvonGesicht,

Lippen,Zunge und/oderin derKehle (zusammenmitAtem-und

Schluckbeschwerden)und/oderniedrigemBlutdruck

Abschälen derHaut(toxische epidermale Nekrolyse)

Schwerwiegende Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndromund Erythema

multiforme)

SchwererHautausschlag mitHaut-undHaarverlust(exfoliative Dermatitis)

Andere möglicheNebenwirkungen:

Häufig

Übelkeit,Erbrechen,Durchfall.ÜbelkeitundErbrechentretenbeiPatienten

miteinerniedrigen Anzahlan weißen Blutkörperchen offenbarhäufigerauf.

Schwellungen und Rötungen entlangeinerVene,die besonders

berührungsempfindlich ist

Ausschlag

In Blutuntersuchungen nachgewiesene abnormeLeberwerte

Anstieg bestimmterweißerBlutkörperchen

Gelegentlich

Lokale Hautrötungen

Lokale Schmerzen undVerhärtung anderEinstichstelle

Hautjucken

Nesselsucht

Fieber

Abweichungen imBlutbild,die sich aufZellen imBlutauswirken undin der

Regelin Blutuntersuchungen nachgewiesen werden (mögliche Beschwerden:

Müdigkeit,blasse Hautund verlängerte Hautblutung nach einerVerletzung)

Abnorme Nieren- und Leberwerte sowieabnorme Blutwertein

Blutuntersuchungen

Zitternund unkontrollierte Muskelzuckungen

Krampfanfälle

Psychische Störungen(z.B.Stimmungsschwankungen undBeeinträchtigung

desUrteilsvermögens)

Sinnestäuschungen (Halluzinationen)

Verwirrtheit

Schwindel,Schläfrigkeit

NiedrigerBlutdruck

Selten

Pilzinfektion (Candidiasis)

VerfärbungenderZähneund/oderZunge

Entzündungen desDickdarmsmitschweremDurchfall

VeränderteGeschmackswahrnehmung

Störungen derLeberfunktion

EntzündungderLeber

Störungen derNierenfunktion

Veränderungen derUrinmenge und/oderUrinfarbe

Erkrankung desGehirns,Kribbeln,stellenweisesZittern(lokalisierterTremor)

Hörverlust

Sehrselten

SchweresLeberversagen aufgrund einerEntzündung (fulminanteHepatitis)

Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis)

DarmentzündungmitblutigemDurchfall(hämorrhagischeColitis)

Rote geschwollene Zunge,vergrößerte Erhebungen aufderZunge mit

haarigemAussehen derZunge („Haarzunge“),Sodbrennen,Halsschmerzen,

erhöhteSpeichelproduktion

Magenschmerzen

Schwindelgefühl(Vertigo),Kopfschmerzen

Ohrgeräusche(Tinnitus)

Schmerzenin mehreren Gelenken,Schwächegefühl

Herzrhythmusstörungen,starkeroderschnellerHerzschlag

Beschwerden imBrustkorb,Atembeschwerden,ungewöhnlichschnelleund

flacheAtmung,Schmerzen in derBrustwirbelsäule

Hitzewallung(Flush),bläulicheVerfärbung desGesichtsundderLippen,

Veränderungen derHautstruktur,übermäßigesSchwitzen

JuckreizimSchambereich beiFrauen

Veränderungen inderAnzahlderBlutkörperchen

VerschlechterungeinerseltenenErkrankung,diemitMuskelschwäche

einhergeht(Myastheniagravis)

Wenn eine deraufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigtoder

SieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformation

angegebensind,informieren Sie bitteIhrenArztoderApotheker.

Meldungvon Nebenwirkungen

WennSieNebenwirkungenbemerken,wendenSiesichanIhrenArzt,Apotheker

oderdasmedizinische Fachpersonal.DiesgiltauchfürNebenwirkungen,die

nichtin dieserPackungsbeilage angegebensind.

Sie können Nebenwirkungen auch direktdemBundesinstitutfürArzneimittelund

Medizinprodukte,Abt.Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-KiesingerAllee 3,D-53175

Bonn,Website: www.bfarm.de anzeigen.

IndemSie Nebenwirkungenmelden,könnenSie dazu beitragen,dassmehr

InformationenüberdieSicherheitdiesesArzneimittelszurVerfügunggestellt

werden.

5.Wie istImipenem/Cilastatin Stravenconaufzubewahren?

ArzneimittelfürKinderunzugänglich aufbewahren.

Imipenem/Cilastatin StravenconnachAblaufdesaufderVerpackung/dem

Behältnisangegebenen Verfallsdatumsnichtmehrverwenden.Das

Verfallsdatumbeziehtsich aufden letztenTagdesMonats.

FürdiesesArzneimittelsind keinebesonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

Nach Auflösen desPulvers:Verdünnte Lösungen sollten sofortverwendet

werden.Die Zeitzwischen BeginnderAuflösungdesPulversund demEnde der

Gabe in dieVene sollte2 Stundennichtüberschreiten.

DasArzneimittelsollnichtimAbwasseroderHausmüllentsorgtwerden.Fragen

Sie IhrenApotheker,wiedasArzneimittelzu entsorgen ist,wenn Sieesnicht

mehrbenötigen.DieseMaßnahme hilftdie Umweltzuschützen.

6.InhaltderPackungund weitere Informationen

WasImipenem/Cilastatin Stravenconenthält

DieWirkstoffesindImipenemundCilastatin.JedeDurchstechflascheenthält

Imipenem-Monohydratentsprechend250mg Imipenemund Cilastatin-

Natriumentsprechend250mgCilastatin.

DersonstigeBestandteil istNatriumhydrogencarbonat.

WieImipenem/Cilastatin Stravenconaussiehtund InhaltderPackung

Imipenem/Cilastatin Stravencon isteinweißesbishellgelbesPulverzur

Herstellung einerInfusionslösung in einerDurchstechflascheausGlas.

Packungenmit1,10und25Durchstechflaschen.

Eswerden möglicherweise nichtalle Packungsgrößen in denVerkehrgebracht.

PharmazeutischerUnternehmer

STRAVENCON Ltd

Landmarkhouse,17HanoverSquare,Mayfair

London,W1S1HU

VereinigtesKönigreich

Tel: +44845453 0033

E-Mail: info@stravencon.com

Hersteller

IPGPHARMA LIMITED

AtriumCourt,The Ring,Bracknell,Berkshire,RG12 1BW

VereinigtesKönigreich

DiesesArzneimittelistin denMitgliedstaatendes Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR)unterdenfolgenden Bezeichnungenzugelassen

Deutschland Imipenem/CilastatinStravencon250mg/250mgPulver

zurHerstellung einerInfusionslösung

Niederlande mipenem/CilastatinStravencon250mg/250mg,poeder

vooroplossingvoorinfusie

Österreich Imipenem/CilastatinStravencon250mg/250mgPulver

zurHerstellung einerInfusionslösung

Spanien Imipenem/Cilastatin Stravencon 250mg/250mgPolvo

para solución para perfusión EFG

Diese Packungsbeilagewurde zuletztüberarbeitetim<{MM.JJJJ}>

<{MonatJJJJ}>

<----------------------------------------------------------------------------------------------------------

---------->

Diefolgenden Informationensind fürmedizinischesFachpersonal

bestimmt:

Durchstechflaschensind nurzureinmaligenAnwendung vorgesehen.

Auflösung des Pulvers

DerInhaltjederDurchstechflasche mussin 50 mleinergeeigneten

Infusionslösungüberführtwerden (siehe Inkompatibilitäten und NachAuflösung):

Physiologische Natriumchloridlösung(0,9%).In Ausnahmefällen,wenn

physiologischeNatriumchloridlösung(0,9%)ausmedizinischen Gründennicht

angewendetwerden kann,kann stattdesseneine 5%igeGlukoselösung

angewendetwerden.

Eswird empfohlen,ca.10 mleinergeeigneten Infusionslösungindie

Durchstechflasche zu geben.Kräftigschütteln und dieMischungin den Behälter

mitderInfusionslösung überführen.

ACHTUNG:MISCHUNGNICHTDIREKTINFUNDIEREN.

Diesen Vorgang mit10mlderInfusionslösungwiederholen,umeinekomplette

Überführung in die Infusionslösungzu gewährleisten.Die Lösungschütteln,bis

sieklarist.

DieKonzentrationdersohergestelltenLösungbeträgtsowohlfürImipenemals

auchfürCilastatin ca.5mg/ml.

Inkompatibilitäten

DiesesArzneimittelistchemisch mitLaktatnichtkompatibelund sollte deshalb

nichtmitlaktathaltigenLösungsmittelnversetztwerden.Eskannjedochinein

Infusionssystemgegeben werden,durch dasLaktatinfundiertwird.

DiesesArzneimitteldarfnurmitden unterAuflösung des Pulversaufgeführten

Arzneimitteln gemischtwerden.

NachAuflösung

Verdünnte Lösungensollten sofortverwendetwerden.Die Zeitzwischen Beginn

derAuflösungdesPulversund demEnde derintravenösen Infusionsollte 2

Stunden nichtüberschreiten.

Nichtverwendete ArzneimittelundAbfallmaterialien sindgemäßlokaler

Richtlinien zu entsorgen.

FACHINFORMATION

1.BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Imipenem/CilastatinStravencon 250mg/250mgPulverzurHerstellung einer

Infusionslösung

2.QUALITATIVEUND QUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

JedeDurchstechflasche enthältImipenem-Monohydratentsprechend250mg

ImipenemundCilastatin-Natriumentsprechend250mgCilastatin.

SonstigerBestandteilmitbekannterWirkung::

Jede DurchstechflascheenthältNatriumhydrogencarbonat,aberwenigerals1

mmol(18,8mg)Natrium.

Vollständige Auflistung dersonstigen Bestandteile,siehe Abschnitt6.1.

3.DARREICHUNGSFORM

PulverzurHerstellung einerInfusionslösung

WeißesbishellgelbesPulver

4.KLINISCHEANGABEN

4.1Anwendungsgebiete

Imipenem/CilastatinStravenconistzurBehandlung derfolgendenInfektionen bei

Erwachsenen und Kindern ab1 Jahrangezeigt(siehe Abschnitte4.4und5.1):

Komplizierteintraabdominelle Infektionen

Schwerwiegende Pneumonie einschließlich nosokomialerund

Beatmungspneumonie

Intra-und post-partumInfektionen

KomplizierteInfektionenderHarnwege

KomplizierteInfektionenderHautundWeichteilgewebe

Imipenem/Cilastatin Stravenconkann imRahmen einerBehandlungvon

Patienten mitNeutropenie und Fiebereingesetztwerden,wenneine bakterielle

Infektion alsUrsache vermutetwird.

BehandlungvonPatienten mitBakteriämie inZusammenhangmitoderbei

Verdachtaufeinen Zusammenhangmiteinerdero.g.Infektionen.

Die offiziellennationalen Leitlinienzuradäquaten AnwendungvonAntibiotika

sind zu beachten.

4.2Dosierung undArtderAnwendung

Dosierung

Die empfohlene DosierungvonImipenem/Cilastatin Stravenconentsprichtderzu

verabreichenden Mengean Imipenem/Cilastatin.

Die TagesdosisvonImipenem/Cilastatin Stravenconsollte sich nachderArtund

demSchweregradderInfektion,dem/denbestimmtenErreger(n),der

Nierenfunktion und demKörpergewichtdesPatienten richten (siehe Abschnitte

4.4 und5.1).

Erwachseneund Jugendliche

FürPatientenmitnormalerNierenfunktion(Kreatinin-Clearance von

>70ml/min/1,73m 2

)werdenfolgende Dosierungen empfohlen:

500mg/500mg alle 6 Stunden ODER

1.000mg/1.000mg alle 8 StundenODERalle 6Stunden

BeiVerdachtaufoderNachweisvon Infektionen durch wenigerempfindliche

Erreger(wiez.B.Pseudomonasaeruginosa)oderbeisehrschwerenInfektionen

(z.B.beiPatientenmitNeutropenieundFieber)sollten1.000mg/1.000mgalle6

Stunden angewendetwerden.

Eine Dosisreduktion istinfolgenden Fällen erforderlich:

- Kreatinin-Clearance von ≤70ml/min/1,73m 2

(sieheTabelle 1)oder

- Körpergewicht<70kg.Die DosisfürPatientenmiteinemKörpergewicht<70

kg wird mitfolgenderFormelerrechnet:

TatsächlichesKörpergewicht(kg)xStandarddosis

70 (kg)

Die maximale Gesamttagesdosisvon 4.000mg/4.000mgproTag sollte nicht

überschrittenwerden.

EinschränkungderNierenfunktion

Ermittlungderreduzierten DosisfürErwachsene miteingeschränkter

Nierenfunktion:

1.Die tägliche Gesamtdosis(d.h.2.000mg/2.000mg,3.000mg /3.000mg oder

4.000mg/4.000mg),diebeinormalerNierenfunktiongeeignetwäre,wird

ausgewählt.

2.DieentsprechendverringerteDosisausTabelle1wirdaufderBasisdes

Kreatinin-Clearance-WertsdesPatienten ausgewählt.(Fürdie Infusionsdauer

sieheArtund DauerderAnwendung.)

Tabelle 1:Reduzierte Dosis beiErwachsenenmiteingeschränkterNierenfunktion

undeinemKörpergewicht von70 kg*

TäglicheGesamtdosis für

Patientenmitnormaler

Nierenfunktion(mg proTag) Kreatinin-Clearance (ml/min/1,73m 2 )

41-70 21-40 6-20

Dosis inmg(Dosierungsintervallin Std.)

2000/2000

3000/3000

4000/4000 500/500 (8)

500/500 (6)

750/750 (8) 250/250 (6)

500/500 (8)

500/500 (6) 250/250

(12)

500/500

500/500

*Eineentsprechende proportionale Reduktion deranzuwendendenDosisistfürPatientenmit

einemKörpergewichtvon <70kg vorzunehmen.Dieentsprechende DosisfürPatientenmit

einemKörpergewicht<70 kgwird errechnet,indemman dastatsächliche Körpergewichtdes

Patienten (inkg)durch70kg teiltundmitderin Tabelle 1fürdie Indikationentsprechend

empfohlenenDosismultipliziert.

**Wenn PatientenmiteinerKreatinin-Clearance von 6bis20ml/min/1,73 m 2

eine Dosisvon 500

mg/500mg erhalten,kann dasRisiko fürKrampfanfälle erhöhtsein.

PatientenmiteinerKreatinin- Clearancevon≤5ml/min/1,73m 2

Diese Patienten solltenImipenem/Cilastatin Stravenconnurerhalten,wenn

innerhalb von 48Stunden eine Hämodialyse durchgeführtwird.

Hämodialyse-Patienten

BeidialysepflichtigenPatientenmiteinerKreatinin-Clearancevon

≤5ml/min/1,73m 2 geltendiegleichenDosierungsempfehlungenwiefür

Patienten miteinerKreatinin-Clearance von 6–20ml/min/1,73m 2 (siehe

Tabelle1).

SowohlImipenemalsauchCilastatinwerdenwährendderHämodialyseausdem

Kreislaufeliminiert.Imipenem/CilastatinStravenconsollteimAnschlussan die

Hämodialysesitzungverabreichtwerdenunddanachin12-stündigenIntervallen

weitergegeben werden.Dialysepatienten,insbesondere mitbekannter

Erkrankung desZNS,müssen sorgfältigüberwachtwerden.Imipenem/Cilastatin

Stravenconsollte beiHämodialyse-Patienten nureingesetztwerden,wenn der

Nutzen größeristalsdaspotenzielle Risiko von Krampfanfällen(siehe

Abschnitt4.4).

Derzeitliegenkeine ausreichenden Datenvor,umdie Anwendungvon

Imipenem/Cilastatin StravenconbeiPatienten unterPeritonealdialyse empfehlen

zu können.

EinschränkungderLeberfunktion

BeiPatienten miteingeschränkterLeberfunktion wird keine Dosisanpassung

empfohlen (sieheAbschnitt5.2).

Ältere Patienten

Beiälteren PatientenmitnormalerNierenfunktion istkeine Dosisanpassung

erforderlich (siehe Abschnitt5.2).

Kinderund Jugendliche ≥1Jahr

Beipädiatrischen Patienten ab 1 Jahrliegtdie empfohlene Dosisbei15/15 oder

25/25mg/kg alle 6 Stunden.

BeiVerdachtaufoderNachweisvon Infektionen durch wenigerempfindliche

Erreger(wiez.B.Pseudomonasaeruginosa)oderbeisehrschwerenInfektionen

(z.B.beiPatientenmitNeutropenie und Fieber)sollten 25/25mg/kg alle 6

Stunden angewendetwerden.

Kinder<1 Jahr

Die klinischen Datensind nichtausreichend,umeine DosisfürKinderunter1

Jahrempfehlenzu können (siehe Abschnitt4.4).

KindermiteingeschränkterNierenfunktion

DieklinischenDatensindnichtausreichend,umeineDosisfürpädiatrische

PatientenmiteinereingeschränktenNierenfunktion(Serum-Kreatinin>2mg/dl)

empfehlen zukönnen(siehe Abschnitt4.4).

ArtundDauerderAnwendung

VorderAnwendungmussImipenem/Cilastatin Stravenconaufgelöstund

verdünntwerden.BeiGabe von Dosen ≤500 mg/500mg alsintravenöse Infusion

sollte die Applikationsdauer20 bis30Minuten und beiGabe von Dosen>500

mg/500mg40 bis60 Minuten betragen.TrittbeiPatienten während derInfusion

Übelkeitauf,kannlangsamerinfundiertwerden.

HinweisezurRekonstitution und VerdünnungdesArzneimittelsvorder

Applikation siehe Abschnitt6.6.

4.3Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegendiebzw.einenderWirkstoffeodereinender

sonstigen Bestandteile

Überempfindlichkeitgegen irgendein anderesAntibiotikumvom

Carbapenem-Typ

SchwereÜberempfindlichkeit(z.B.anaphylaktischeReaktion,schwere

Hautreaktion)gegen irgendein anderesBeta-Laktam-Antibiotikum(z.B.

PenicillineoderCephalosporine).

4.4Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmenfürdie

Anwendung

Allgemeines

DieEntscheidung,einenPatientenmitImipenem/Cilastatinzubehandeln,sollte

individuellnach ErwägungderAngemessenheiteinesCarbapenem-Antibiotikums

erfolgen,wobeiFaktorenwiederSchweregradderInfektion,diePrävalenzvon

Resistenzen gegenüberanderengeeignetenAntibiotika und dasRisiko

carbapenemresistenterErregerzu berücksichtigen sind.

Überempfindlichkeit

InZusammenhangmitdenmeistenBeta-Laktam-Antibiotikawurdeüberschwere

Überempfindlichkeitsreaktionen(Anaphylaxie),gelegentlichauchmitTodesfolge

berichtet.Diese Reaktionenkönnen insbesondere beiPersonenmiteiner

bekanntenÜberempfindlichkeitgegenzahlreicheAllergeneauftreten.VorBeginn

derBehandlungmitImipenem/Cilastatinsollte sorgfältiggeklärtwerden,obfrüher

bereitsÜberempfindlichkeitsreaktionen gegenPenicilline,Cephalosporine,

andere Beta-Laktam-Antibiotika oderandere Allergene aufgetreten sind(siehe

Abschnitt4.3).BeiAuftreten einerallergischen ReaktionaufImipenem/Cilastatin

istdieTherapiesofortabzubrechen.Beischwerwiegendenanaphylaktischen

Reaktionen sind sofortige Notfallmaßnahmenzu ergreifen.

Leberfunktion

Die Leberfunktion solltewährend derBehandlungmitImipenem/Cilastatin

aufgrunddesRisikoseinerLebertoxizität(wieErhöhungderTransaminasen,

Leberversagenundfulminante Hepatitis)eng überwachtwerden.

AnwendungbeiPatienten mitLebererkrankung:Patienten mitvorbestehender

Lebererkrankungsollten während derBehandlungmitImipenem/Cilastatin

hinsichtlich derLeberfunktion überwachtwerden.Esistkeine Dosisanpassung

erforderlich (siehe Abschnitt4.2).

Blutuntersuchungen

WährendderBehandlungmitImipenem/Cilastatinkannderdirekteoderindirekte

Coombs-Testpositivausfallen.

AntibakteriellesSpektrum

VorderEinleitungeinerempirischen Therapie istdasantibakterielle Spektrum

von Imipenem/Cilastatin besondersbeiderBehandlunglebensbedrohlicher

Zustände zu beachten.Darüberhinausistaufgrundderbegrenzten

EmpfindlichkeitspezifischerErregergegenüberImipenem/Cilastatin wie z.B.bei

bakteriellen Haut-undWeichteilinfektionenbesondere Vorsichtangezeigt.

Imipenem/Cilastatin istnichtfürdieTherapie solcherInfektionengeeignet,essei

denn,derenErregersind bereitsnachgewiesen und bekanntermaßen

empfindlichbzw.mankannmithoherWahrscheinlichkeitdamitrechnen,dass

der/die Erregersichfürdie Behandlungeignen.Die gleichzeitige Anwendung

einesgeeignetenAntibiotikumsgegenMRSA(methicillinresistente

Staphylococcusaureus)kann angezeigtsein,wennMRSA-Infektionen vermutlich

odersicherinnerhalbderzugelassenenIndikationen beteiligtsind.Die

gleichzeitigeAnwendungeinesAminoglykosidskannangezeigtsein,wenn

Pseudomonasaeruginosa-Infektionen vermutlich odersicherinnerhalb der

zugelassenen Indikationen beteiligtsind(siehe Abschnitt4.1)

WechselwirkungmitValproinsäure

Die gleichzeitige Verabreichungvon Imipenemund Valproinsäure/Valproat-

Seminatriumwird nichtempfohlen(siehe Abschnitt4.5).

Clostridiumdifficile

Überantibiotikaassoziierteund pseudomembranöse Colitiswurde unter

Imipenem/Cilastatin undpraktischfastallen anderen Antibiotika berichtet.Der

Verlaufkannleichtbislebensbedrohlichsein.Esistwichtig,eine

pseudomembranöseColitisin Betrachtzu ziehen,wenn beiPatienten Durchfälle

währendodernachderImipenem/Cilastatin-Therapieauftreten(sieheAbschnitt

4.8).Esistzuerwägen,die Therapie mitImipenem/Cilastatinabzusetzenund

eine spezifischeClostridiumdifficile-Therapieeinzuleiten.Arzneimittelzur

Hemmung derPeristaltiksollten nichtangewendetwerden.

Meningitis

Imipenem/CilastatinStravenconwirdnichtzurTherapieeinerMeningitis

empfohlen.

EinschränkungderNierenfunktion

Imipenem/CilastatinakkumuliertbeiPatientenmiteingeschränkter

Nierenfunktion.NebenwirkungenimzentralenNervensystem(ZNS)können

auftreten,wenn die Dosierungnichtan die Nierenfunktion angepasstwird,siehe

Abschnitt4.2sowie 4.4 "Zentral-Nervensystem(ZNS)"in diesemAbschnitt.

Zentral-Nervensystem(ZNS)

Überzentralnervöse NebenwirkungenwieMyoklonus,Verwirrtheitszustände oder

Krampfanfälle wurde berichtet,insbesondere wenn die aufNierenfunktion und

Körpergewichtbasierende empfohlene Dosierungüberschritten wurde.Über

diese Nebenwirkungen wurde überwiegend beiPatienten mitErkrankungdes

ZNS(z.B.beiHirnverletzungen oderAnfallsanamnese)und/oder

eingeschränkterNierenfunktion,beideneneineAkkumulationdergegebenen

Substanzenmöglichist,beobachtet.Eswird,besondersbeidiesenPatienten,

aufeine strenge Einhaltungderempfohlenen Dosierungenhingewiesen (siehe

Abschnitt4.2).BeiPatientenmitbekanntenAnfallsleidensolltedieantikonvulsive

Therapie fortgesetztwerden.

NeurologischenSymptomenoderKrämpfenbeiKindernsolltebesondere

Aufmerksamkeitgeschenktwerden,wennRisikofaktorenfürKrampfanfälle

bekanntsind oderbegleitend Arzneimittelangewendetwerden,welche die

Schwelle fürKrampfanfälle senken.

TretenfokalerTremor,MyoklonusoderKrampfanfälle auf,sollten die Patienten

einerneurologischenBeurteilungunterzogenwerdenundeineantikonvulsive

Therapie sollte eingeleitetbzw.fortgesetztwerden.Bestehen die ZNS-Symptome

weiter,sollteeine Dosisreduktion erfolgen oderImipenem/Cilastatinabgesetzt

werden.

Patienten miteinerKreatinin-Clearance von ≤5ml/min/1,73m 2 sollten

Imipenem/Cilastatinnurerhalten,wenn innerhalb von 48Stunden eine

Hämodialyse durchgeführtwird.Imipenem/Cilastatinsollte beiHämodialyse-

Patienten nureingesetztwerden,wenn derNutzen größeristalsdaspotenzielle

Risiko von Krampfanfällen(siehe Abschnitt4.2).

Kinderund Jugendliche

Die vorliegenden klinischen Daten reichen nichtaus,umeine Anwendungvon

Imipenem/CilastatinbeiKindernunter1JahroderbeipädiatrischenPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktion (Serum-Kreatininspiegel>2mg/dl)empfehlenzu

können.Beachten Sie bitte auch die oben stehenden Hinweise unterZentral-

Nervensystem(ZNS).

Imipenem/Cilastatin Stravencon 250mg/250mgenthältNatrium,aberwenigerals

1 mmol(23mg)Natriumpro Durchstechflasche,d.h.esistnahezu „natriumfrei“.

4.5Wechselwirkungen mitanderenArzneimittelnundsonstige

Wechselwirkungen

GeneralisierteKrampfanfälle wurden beiPatienten beobachtet,dieGanciclovir

undImipenem/Cilastatinerhielten.Diese Arzneimittelsollten deshalb nurdann

zusammenverabreichtwerden,wennderpotenzielleNutzendiedamit

verbundenen Risiken übersteigt.

Eswurde überVerminderungen derValproinsäure-Konzentration imSerum

berichtet,dieunterdentherapeutischenBereichsinkenkann,wenn

Valproinsäure gleichzeitigmitCarbapenem-Antibiotika angewendetwurde.Die

erniedrigte Serum-Konzentration von Valproinsäurekannzu einer

unzureichenden Kontrolle von Krampfanfällenführen.Daherwird die

gleichzeitigeAnwendungvonImipenemundValproinsäure/Valproat-Seminatrium

nichtempfohlen,undeine alternative antibiotische odereine alternative

antikonvulsive Therapiesollte erwogen werden(siehe Abschnitt4.4).

Orale Antikoagulanzien

Die gemeinsame AnwendungmitAntibiotikakann die gerinnungshemmende

WirkungvonWarfarinverstärken.EswurdevielfachüberdieVerstärkungder

gerinnungshemmendenWirkungoralerAntikoagulanzieneinschließlichWarfarin

beiPatientenuntergleichzeitigerAntibiotikatherapieberichtet.DasRisikokannin

AbhängigkeitvonderzugrundeliegendenInfektion,demAlterunddem

Allgemeinzustand desPatienten variieren,so dassderBeitrag desAntibiotikums

zurErhöhung derINR(InternationalNormalized Ratio)schwerzu bestimmen ist.

Eswird empfohlen,die INRwährend und imAnschlussan einegemeinsame

AnwendungeinesAntibiotikumsmiteinemoralen Antikoagulansengmaschigzu

überwachen.

Die gemeinsameAnwendung vonImipenem/CilastatinundProbenecidführte zu

einemleichten Anstieg derPlasmaspiegelund derPlasmahalbwertszeitvon

Imipenem.DieWiederfindungsrateimUrin von aktivem(nichtmetabolisiertem)

Imipenemsankaufca.60%derDosisnachGabe von Imipenem/Cilastatin mit

Probenecid.DiegemeinsameGabevonImipenem/Cilastatinund Probenecid

führtezueinerVerdoppelungderPlasmaspiegelundderPlasmahalbwertszeit

von Cilastatin,hatte aberkeineWirkungaufdieWiederfindungsrate imUrin.

4.6Fertilität,SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft:

Esliegenkeine adäquaten Daten auskontrollierten Studien zurAnwendungvon

Imipenem/CilastatinbeiSchwangeren vor.

InStudienanträchtigenAffenwurdeReproduktionstoxizitätbeobachtet(siehe

Abschnitt5.3).Daspotenzielle RisikofürMenschen istnichtbekannt.

Während derSchwangerschaftsollteImipenem/Cilastatinnurangewendet

werden,wennderzuerwartendeNutzendaspotenzielleRisikofürdenFötus

rechtfertigt.

Stillzeit:

Imipenemund Cilastatingehen inkleinen Mengen in die Muttermilch über.Beide

BestandteilewerdennachoralerEinnahmekaumaufgenommen.Daheristes

unwahrscheinlich,dassderSäuglingsignifikanten Mengen ausgesetztwird.

Sollte die GabevonImipenem/Cilastatinunverzichtbarsein,istderNutzendes

StillensfürdasKindgegeneinpotenziellesRisikofürdasgestillteKind

abzuwägen.

Fertilität:

Esliegen keine Datenhinsichtlich dermöglichenWirkungen einerBehandlung

mitImipenem/Cilastatinaufdie Fertilitätvon Frauen und Männern vor.

4.7AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzum

Bedienen von Maschinen

EswurdenkeineStudienzudenAuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitund

die FähigkeitzumBedienen vonMaschinen durchgeführt.Estreten jedoch in

VerbindungmitdiesemArzneimitteleinige Nebenwirkungen (wie z.B.

Halluzinationen,Schwindel,Schläfrigkeitund Vertigo)auf,die sich aufdie

VerkehrstüchtigkeitdesPatienten und aufdessen FähigkeitzumBedienen von

Maschinen auswirkenkönnen (siehe Abschnitt4.8).

4.8Nebenwirkungen

Inklinischen Studienmit1.723 Patienten unterintravenöserImipenem/Cilastatin-

Therapie waren die amhäufigsten berichteten systemischen unerwünschten

klinischenEreignisse,diezumindestmöglicherweiseinZusammenhangmitder

Therapie standen,Übelkeit(2,0%),Durchfall (1,8%),Erbrechen (1,5%),

Hautausschlag(0,9%),Fieber(0,5%),Hypotonie (0,4%),Krampfanfälle (0,4%)

(sieheAbschnitt4.4),Schwindel(0,3%),Juckreiz(0,3%),Urtikaria(0,2%)und

Schläfrigkeit(0,2%).Entsprechend waren die amhäufigsten berichteten

unerwünschtenlokalen ReaktionenPhlebitis/Thrombophlebitis(3,1%),

Schmerzen an derEinstichstelle (0,7%),RötunganderEinstichstelle(0,4%)

und VerhärtungderVene (0,2%).ErhöhungenderSerum-Transaminasen und

deralkalischen Phosphatase wurden ebenfallshäufig berichtet.

Folgende Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien odernach

Markteinführungberichtet.

Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeitaufgeführt:

sehrhäufig(≥1/10),häufig(≥1/100,<1/10),gelegentlich(≥1/1.000,<1/100),

selten(≥1/10.000,<1/1.000),sehrselten(<1/10.000)undnichtbekannt

(HäufigkeitaufGrundlage derverfügbarenDatennichtabschätzbar).

Die Nebenwirkungen innerhalb einerHäufigkeitsgruppe sind in absteigender

Reihenfolge nachSchweregradgeordnet.

Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen Selten pseudomembranöse Colitis,Candidiasis

Sehrselten Gastroenteritis

Erkrankungen desBlutes

und desLymphsystems Häufig Eosinophilie

Gelegentlich Panzytopenie,Neutropenie,Leukopenie,

Thrombozytopenie,Thrombozytose

Selten Agranulozytose

Sehrselten hämolytischeAnämie,

Knochenmarksdepression

Erkrankungen des

Immunsystems Selten anaphylaktischeReaktionen

Psychiatrische

Erkrankungen Gelegentlich psychische Störungen einschl.

Halluzinationen undVerwirrtheitszustände

Erkrankungen des

Nervensystems Gelegentlich Krampfanfälle,Myoklonus,Schwindel,

Schläfrigkeit

Selten Enzephalopathie,Parästhesie,fokaler

Tremor,Veränderungender

Geschmackswahrnehmung

Sehrselten VerschlechterungeinerMyasthenia gravis,

Kopfschmerzen

Erkrankungen desOhrsund

desLabyrinths Selten Hörverlust

Sehrselten Vertigo,Tinnitus

Herzerkrankungen Sehrselten Zyanose,Tachykardie,Palpitationen

Gefäßerkrankungen Häufig Thrombophlebitis

Gelegentlich Hypotonie

Sehrselten Flush

Erkrankungen der

Atemwege,desBrustraums

und Mediastinums Sehrselten Dyspnö,Hyperventilation,Schmerzen im

Rachenraum

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts Häufig Durchfall,Erbrechen,Übelkeit

ArzneimittelbezogeneÜbelkeitund/oder

Erbrechen scheinenunterderTherapie mit

Imipenem/Cilastatinbeigranulozytopenischen

Patientenhäufigeraufzutreten alsbeinicht-

granulozytopenischen Patienten.

Selten VerfärbungenderZähneund/oderZunge

Sehrselten hämorrhagische Colitis,Bauchschmerzen,

Sodbrennen,Glossitis,Hypertrophie der

Zungenpapillen,erhöhte Speichelbildung

Leber-und

Gallenerkrankungen Selten Leberversagen,Hepatitis

Sehrselten fulminante Hepatitis

Erkrankungen derHautund

desUnterhautzellgewebes Häufig Hautausschlag (z.B.exanthematös)

Gelegentlich Urtikaria,Juckreiz

Selten toxische epidermale Nekrolyse,Angioödem,

Stevens-Johnson-Syndrom,Erythema

multiforme,exfoliative Dermatitis

Sehrselten Hyperhidrose,Veränderungen der

Hautstruktur

Skelettmuskulatur-und

Bindegewebserkrankungen Sehrselten Polyarthralgie,Schmerzenin der

Brustwirbelsäule

Erkrankungen derNieren

und Harnwege Selten akutesNierenversagen,Oligurie/Anurie,

Polyurie,Urinverfärbung(harmlos,solltenicht

miteinerHämaturieverwechseltwerden)

DieRollevonImipenem/Cilastatin bei

Veränderungen derNierenfunktion lässtsich

nurschwerbeurteilen,da in derRegel

begünstigende Faktoreneinerprärenalen

AzotämieodereinerNierenfunktionsstörung

vorlagen.

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse Sehrselten Pruritusvulvae

Allgemeine Erkrankungen

und Beschwerden am

Verabreichungsort Gelegentlich Fieber,Schmerzen und Verhärtungenan der

Einstichstelle,RötunganderEinstichstelle

Sehrselten Schmerzen imBrustraum,

Asthenie/Schwächegefühl

Laborergebnisse Häufig ErhöhungderSerumtransaminasen,

ErhöhungderalkalischenPhosphataseim

Serum

Gelegentlich PositiverdirekterCoombs-Test,verlängerte

Prothrombinzeit,erniedrigtesHämoglobin,

Anstieg desBilirubinspiegelsimSerum,

Anstieg desSerumkreatininspiegels,

ErhöhungdesBlut-Harnstoff-Stickstoffs (BUN)

Kinderund Jugendliche(ab 3 Monaten):

In Studienmit178pädiatrischen Patienten ab3 Monaten entsprachen die

berichtetenunerwünschten Reaktionen denenvon Erwachsenen.

Meldungdes Verdachts aufNebenwirkungen

Die MeldungdesVerdachtsaufNebenwirkungennach derZulassungistvon

großerWichtigkeit.Sie ermöglichteinekontinuierliche ÜberwachungdesNutzen-

Risiko-VerhältnissesdesArzneimittels.

Angehörigevon Gesundheitsberufensind aufgefordert,jedenVerdachtsfalleiner

NebenwirkungdemBundesinstitutfürArzneimittelund Medizinprodukte,Abt.

Pharmakovigilanz,Kurt-Georg-KiesingerAllee 3,D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9Überdosierung

Die Symptome,die beieinerÜberdosierungauftretenkönnen,entsprechen dem

Nebenwirkungsprofil;dazukönnenKrampfanfälle,Verwirrtheitszustände,Tremor,

Übelkeit,Erbrechen,Hypotonie und Bradykardie zählen.Esgibtkeine

spezifischen Informationen zurBehandlungeinerÜberdosierungmit

Imipenem/Cilastatin.Imipenem/Cilastatin-Natriumisthämodialysierbar.Esist

jedoch nichtbekannt,obHämodialyse beiÜberdosierung einen Nutzen bringt.

5.PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1Pharmakodynamische Eigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe:Antibiotika zursystemischen Anwendung,

Carbapeneme,

ATC-Code:J01DH51

Wirkungsweise

Imipenem/CilastatinbestehtauszweiwirksamenBestandteilen:Imipenemund

Cilastatin-Natriumin einemGewichtsverhältnisvon 1:1.

Imipenem,auchbekanntalsN-Formimidoyl-Thienamycin,istein

halbsynthetischesDerivatderAusgangsverbindungThienamycin,die vom

FadenbakteriumStreptomycescattleyaproduziertwird.

DerbakterizideWirkungsmechanismusvon ImipenemberuhtaufeinerHemmung

derbakteriellen Zellwandsynthese durcheine BindunganPenicillin-

Bindeproteine (PBPs)beiGram-positiven und Gram-negativen Bakterien.

Cilastatin-Natriumistein kompetitiver,reversiblerund spezifischerHemmerder

renalenDehydropeptidase-I,dieImipenemmetabolisiertundinaktiviert.Es

besitztkeine antibakterielle Aktivitätund hatkeine Auswirkungaufdie

antibakterielle Aktivitätvon Imipenem.

PharmakodynamischeEffekte

Beziehungzwischen PharmakokinetikundPharmakodynamik

Ähnlich wie beianderen Beta-Laktam-Antibiotikawurde nachgewiesen,dassdie

Zeitdauer,während derdie Imipenem-Konzentrationen die MHK(T>MHK,

minimale Hemmkonzentration)übersteigt,ambesten mitderWirksamkeit

korreliert.

Resistenzmechanismen

Eine ResistenzgegenüberImipenemkannauffolgendenMechanismen beruhen:

Verminderte Permeabilitätderäußeren Membran Gram-negativerBakterien

(aufgrund verminderterProduktion von Porinen)

ImipenemkanndurchEffluxpumpen aktivausderZelle transportiertwerden.

ReduzierteAffinitätderPBPszu Imipenem.

Imipenemiststabilgegen HydrolysedurchdiemeistenvonGram-positiven

und Gram-negativen Bakterien produzierten Beta-Laktamasen wie Penicillinasen

und Cephalosporinasen,nichtabergegenüberden eherseltenen Carbapeneme

hydrolysierenden Beta-Laktamasen.Spezies,die gegenüberanderen

Carbapenemenresistentsind,sind in derRegelauchgegenüberImipenem

resistent.Esbestehtkeine zielstruktur-assoziierte Kreuzresistenzzwischen

Imipenemund Substanzen ausden Antibiotikaklassen derChinolone,

Aminoglykoside,MakrolidantibiotikaundTetracycline.

Grenzwerte

Die EUCAST(European Committee on AntimicrobialSusceptibilityTesting)

MHK-GrenzwertefürImipenemzurUnterscheidungzwischensensiblen(S)und

resistenten (R)Erregernsind wie folgtdefiniert(v1.1,27.04.2010):

Enterobacteriaceae 1 S ≤2mg/l, R>8mg/l

Pseudomonasspp. 2 S ≤4mg/l, R>8mg/l

Acinetobacterspp.:S ≤2mg/l, R>8mg/l

Staphylococcusspp. 3 :basierend aufderCefoxitin-Empfindlichkeit

Enterococcusspp.:S ≤4mg/l, R>8mg/l

StreptococcusA,B, C,G: DieBeta-Laktam-Empfindlichkeitder

betahämolysierendenSpeziesGruppe A,B,Cund Gwird von derjenigen von

Penicillin abgeleitet.

Streptococcuspneumoniae 4 : S ≤2mg/l,R>2mg/l

Andere Streptokokken 4 :S ≤2mg/l,R>2mg/l

Haemophilusinfluenzae 4 : S ≤2mg/l, R>2mg/l

Moraxella catarrhalis 4

: S ≤2mg/l,R>2mg/l

Neisseria gonorrhoeae:Esistnichtausreichendbelegt,dassNeisseria

gonorrhoeae ein gutesAngriffszielfüreineImipenemtherapie darstellt.

Gram-positive Anaerobier:S ≤2mg/l,R>8mg/l

Gram-negative Anaerobier:S ≤2mg/l,R>8mg/l

Nichtspeziesspezifische Grenzwerte 5 : S ≤2mg/l,R>8mg/l

Proteus-undMorganella-Spezieswerden alsschwache Angriffszielefür

Imipenemangesehen.

Die GrenzwertefürPseudomonasbeziehen sichaufeine Hochdosistherapie

mithäufigerGabe(1galle 6 Stunden).

Die EmpfindlichkeitvonStaphylokokkengegenüberCarbapenemenwird von

derjenigengegenüberCefoxitin abgeleitet.

StämmemitMHK-Werten überdemGrenzwertfürsensibelsindselten oder

nochnichtberichtet.DieIdentifizierung und dieantimikrobiellen

SensibilitätstestssolcherIsolatemüssen wiederholtund dieIsolatebei

Bestätigunganein Referenzlaborgesandtwerden.Solange nichtBelegefür

ein klinischesAnsprechen von IsolatenmitMHKüberdemderzeitigen

Grenzwertvorliegen,sollten diese alsresistenteingestuftwerden.

Grenzwerte,die nichtaufSpeziesbezogen sind,wurden hauptsächlich auf

Grundlage pharmakodynamischer/pharmakokinetischerDaten bestimmtund

sind unabhängig von derMHK-BestimmungspezifischerSpezies.Sie gelten

nurfürSpezies,die nichtimÜberblickspeziesbezogenerGrenzwerte oder

Fußnoten erwähntsind.

MikrobiologischeSensibilität

Die Prävalenzvon erworbenerResistenzeinzelnerSpezieskanngeographisch

und imVerlaufderZeitvariieren.Deshalb sind–insbesondere fürdie

BehandlungschwererInfektionen– lokaleInformationenüberdie

Resistenzsituation wünschenswert.Fallserforderlich,sollten Spezialisten

konsultiertwerden,wenn die lokale PrävalenzderResistenzdie Anwendungdes

WirkstoffsbeieinigenInfektionen in Frage stellt.

ÜblicherweiseempfindlicheSpezies:

Gram-positiveAerobier:

Enterococcusfaecalis

Staphylococcusaureus(Methicillin-sensibel)*

Koagulase-negativeStaphylococcusSpezies(methicillinsensibel)*

Streptococcusagalactiae

Streptococcuspneumoniae

Streptococcuspyogenes

Streptococcus-viridans-Gruppe

Gram-negativeAerobier:

Citrobacterfreundii

Enterobacteraerogenes

Enterobactercloacae

Escherichia coli

Haemophilusinfluenzae

Klebsiella oxytoca

Klebsiella pneumoniae

Moraxella catarrhalis

Serratiamarcescens

Gram-positiveAnaerobier:

Clostridiumperfringens **

Peptostreptococcusspp. **

Gram-negativeAnaerobier:

Bacteroidesfragilis

Bacteroides-fragilis-Gruppe

Fusobacteriumspp.

Porphyromonasasaccharolytica

Prevotellaspp.

Veillonellaspp.

Spezies,beidenen eine erworbene Resistenzein Problemdarstellen

könnte:

Gram-negativeAerobier:

Acinetobacterbaumannii

Pseudomonasaeruginosa

Von Naturaus resistente Erreger:

Gram-positiveAerobier:

Enterococcusfaecium

Gram-negativeAerobier:

EinigeStämmevonBurkholderiacepacia(früherPseudomonas

cepacia)

Legionellaspp.

Stenotrophomonasmaltophilia(früherXanthomonasmaltophilia,

früherPseudomonasmaltophilia)

Andere:

Chlamydiaspp.

Chlamydophilaspp.

Mycoplasmaspp.

Ureoplasma urealyticum

*AlleMethicillin-resistentenStaphylokokken sindgegenüberImipenemresistent.

**Esgiltderspeziesunabhängige Grenzwertvon EUCAST.

5.2PharmakokinetischeEigenschaften

Imipenem

Plasmakonzentration

BeigesundenProbandenwurdennach20-minütigerintravenöserInfusionvon

Imipenem/Cilastatin Plasmaspitzenspiegelvon Imipenemzwischen 12

und20 μg/mlnachder250-mg/250-mg-Dosis,zwischen 21und58μg/mlnach

der500mg/500-mg-Dosisundzwischen41und83 μg/mlnachder

1.000mg/1.000-mg-Dosiserreicht.Die mittleren Plasmaspitzenspiegelvon

ImipenemnachDosierungenvon250mg/250mg,500mg/500mgund1.000

mg/1.000mglagen bei17,39 und66 μg/ml.BeidiesenDosierungensinkendie

PlasmaspiegelvonImipeneminnerhalbvon 4–6Stunden unter1 μg/ml.

Verteilung

Die Bindungvon ImipenemanhumaneSerum-Proteine beträgtca.20%.

Biotransformation

ImipenemwirdnachGabealsMonosubstanzinderNieredurch

Dehydropeptidase-Imetabolisiert.DieindividuelleWiederfindungsrateimUrinlag

zwischen 5 und 40%miteinemMittelwertvon 15–20%beiverschiedenen

Untersuchungen.

Cilastatin istein spezifischerHemmerdesEnzymsDehydropeptidase-Iund

hemmteffektivden Imipenem-Metabolismus,sodassdie gleichzeitige Gabevon

Imipenemund Cilastatin esermöglicht,therapeutisch wirksame antibakterielle

Imipenem-SpiegelsowohlimUrin alsauchimPlasma zu erreichen.

Die Plasmahalbwertszeitvon Imipenembeträgteine Stunde.Ungefähr70%des

verabreichten Antibiotikumswurden innerhalbvon 10Stunden unverändertim

Urin wiedergefunden,eine weitere Urinausscheidungvon Imipenemwarnicht

feststellbar.Die Konzentration von ImipenemimUrin überstieg10 µg/mlbiszu

8Stunden nach einer500 mg/500-mg-DosisImipenem/Cilastatin.DerRestder

verabreichten Dosiswurde imUrin in FormantibakteriellinaktiverMetaboliten

aufgefunden,diefäkaleElimination von Imipenemistzu vernachlässigen.

Elimination

BeiPatienten mitnormalerNierenfunktion,denenImipenem/Cilastatinin

Intervallen von 6Stundengegeben wurde,warwederimPlasma nochimUrin

eine Kumulation von Imipenemfestzustellen.

Cilastatin

Plasmakonzentration

DiePlasmaspitzenspiegelvonCilastatinnacheiner20-minütigenintravenösen

InfusionvonImipenem/Cilastatinlagenzwischen21und26 μg/mlnachder250

mg/250-mg-Dosis,zwischen21und55 μg/mlnachder500-mg/500-mg-Dosis

undzwischen56und88 μg/mlnachder1.000mg/1.000-mg-Dosis.Diemittleren

Plasmaspitzenspiegelvon Cilastatin nach Dosierungen von 250 mg/250mg,500

mg/500mg und1.000mg/1.000mg lagen bei22,42 und72µg/ml.

Verteilung

Die Bindungvon Cilastatin an humaneSerum-Proteine beträgtca.40%.

Biotransformation

Die Plasmahalbwertszeitvon Cilastatin beträgtca.1Stunde.

Elimination

Etwa70–80%desverabreichten Cilastatinswurde innerhalb von10Stunden

nach Gabe vonImipenem/CilastatinunverändertimUrin wiedergefunden.Nach

diesemZeitpunktwurdekeinweiteresCilastatinmehrimUrinfestgestellt.Etwa

10%wurden alsN-Acetyl-Metabolitnachgewiesen,dereine demCilastatin

entsprechende hemmende Aktivitätgegen die Dehydropeptidase besitzt.Die

AktivitätderDehydropeptidase-Iin derNiere erreichte kurznach derElimination

von Cilastatin ausdemBlutwiederdieNormalwerte.

Niereninsuffizienz

Nach intravenöserGabe einerEinzeldosisvon 250mg/250mg

Imipenem/Cilastatinstiegen die AUC(area underthe curve)-Werte von Imipenem

beiProbandenmitleichter(Kreatinin-Clearance50-80ml/min/1,73m 2 ),mäßiger

(Kreatinin-Clearance 30-<50ml/min/1,73m 2

)und schwerer(Kreatinin-Clearance

<30ml/min/1,73m 2 )NiereninsuffizienzimVergleich zu Probanden mitnormaler

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance >80ml/min/1,73m 2 )umdas1,1-Fache,1,9-

Facheund2,7-Fachean.DieAUC-WertevonCilastatinstiegenbeiProbanden

mitleichter,mäßigerundschwererNiereninsuffizienzimVergleichzuProbanden

mitnormalerNierenfunktion umdas1,6-Fache,2,0-Facheund 6,2-Fache an.

Nach intravenöserGabe einerEinzeldosisvon 250mg/250mg

Imipenem/Cilastatin24Stunden nach derHämodialyse stiegen die AUC-Werte

von Imipenemund Cilastatin imVergleichzu Probanden mitnormaler

Nierenfunktionumdas3,7-Fache bzw.16,4-Fachean.Nach einerintravenösen

VerabreichungvonImipenem/Cilastatinnehmenmitzunehmend eingeschränkter

Nierenfunktion dieWiederfindungsrate imUrin,die renale Clearance und die

Plasma-ClearancevonImipenemundCilastatinab.BeiPatientenmit

eingeschränkterNierenfunktion isteine Dosisanpassung erforderlich (siehe

Abschnitt4.2).

Leberinsuffizienz

Die Pharmakokinetikvon ImipenembeiPatienten mitLeberinsuffizienzwurde

nichtuntersucht.Da derAbbau von Imipenemdurch die Leberbegrenztist,ist

nichtzu erwarten,dassdie Pharmakokinetikvon Imipenemdurch eine

Leberfunktionsstörungbeeinträchtigtwird.Deshalb wird fürPatienten mit

LeberfunktionsstörungenkeineDosisanpassung empfohlen (sieheAbschnitt4.2).

Kinderund Jugendliche

DiedurchschnittlicheClearance(CL)unddasdurchschnittliche

Verteilungsvolumen(Vdss)von Imipenemwaren beipädiatrischen Patienten (3

Monate–14 Jahre)ca.45%höherbzw.größeralsbeiErwachsenen.Nach

AnwendungeinerImipenem/Cilastatin-Dosisvon15/15mg/kgKörpergewichtwar

dieAUCvonImipenembeipädiatrischenPatientenca.30%größeralsdie

Exposition beiErwachsenen nach einerImipenem/Cilastatin-Dosisvon

500mg/500mg.Beiderhöheren Imipenem/Cilastatin-Dosiswardie Exposition

nach Anwendungvon 25/25mg/kgbeiKindern 9%höheralsdie Exposition bei

Erwachsenen nach einerDosisvon 1.000mg/1.000mg.

Ältere Patienten

BeigesundenälterenProbanden (65bis75Jahrealtmitnormaler,demAlter

entsprechenderNierenfunktion)entsprachdie PharmakokinetikeinerEinzeldosis

Imipenem/Cilastatin500mg/500mg,die über20Minutenintravenösverabreicht

wurde,dererwartetenPharmakokinetikbeiErwachsenenmitleicht

eingeschränkterNierenfunktion,fürdie eine AnpassungderDosisalsnicht

erforderlicherachtetwird.DiemittlerePlasmahalbwertszeitvonImipenemund

Cilastatin betrug91±7,0Minuten bzw.69±15Minuten.Die Verabreichung

mehrererDosen hatkeine Auswirkungaufdie Pharmakokinetikvon Imipenem

oderCilastatin,undeswurdekeineKumulationvonImipenem/Cilastatin

beobachtet(sieheAbschnitt4.2).

5.3Präklinische DatenzurSicherheit

Basierend aufStudien zurToxizitätbeiwiederholterGabe und zurGenotoxizität

lassendiepräklinischenDatenkeinebesonderenGefahrenfürMenschen

erkennen.

Tierstudien ergaben,dassdie Toxizitätvon ImipenemalsEinzelsubstanzaufdie

Nierebeschränktist.DiegleichzeitigeAnwendungvonCilastatinmitImipenemin

einemVerhältnisvon1:1verhindertedennephrotoxischenEffektvonImipenem

beiKaninchen und Affen.Die vorhandenen Daten deuten daraufhin,dass

CilastatindienephrotoxischeWirkungverhindert,indemesdieAufnahmevon

Imipenemin dieTubuluszellen hemmt.

In einerStudie zurTeratogenitätanträchtigenMeerkatzen (Cynomolgus)mit

Imipenem/Cilastatin in einerDosierungvon 40/40mg/kg/Tag(intravenöse

Bolusinjektion)zeigten sich beidenMuttertieren toxische Effekte wieErbrechen,

Appetitlosigkeit,Gewichtsverlust,Diarrhö,Aborteund einige Todesfälle.Wurde

Imipenem/Cilastatin (ca.100/100mg/kg/Tagoderentsprechend etwa dem3-

fachen dernormalerweise beimMenschenempfohlenen i.v.-Tagesdosis)

trächtigen Meerkatzen (Cynomolgus)in einerbeimMenschenvergleichbaren i.v.-

Infusionsrategegeben,gab esgeringe Unverträglichkeiten beiden Muttertieren

(gelegentlichesErbrechen).EsgabkeineTodesfälle,keinenNachweiseiner

Teratogenität,jedocheineimVergleichzurKontrollgruppeerhöhteAbortrate

(siehe Abschnitt4.6).

ZurBewertungdeskarzinogenenPotenzialsvonImipenem/Cilastatinwurden

keine LangzeitstudienanTieren durchgeführt.

6.PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1ListedersonstigenBestandteile

Natriumhydrogencarbonat

6.2Inkompatibilitäten

DiesesArzneimittelistchemischmitLaktatnichtkompatibelundsollte deshalb

nichtmitlaktathaltigenLösungsmitteln aufgelöstwerden.Eskannjedochin ein

Infusionssystemgegeben werden,durch dasLaktatlösunginfundiertwird.

DiesesArzneimitteldarfnurmitdenin Abschnitt6.6 aufgeführtenArzneimitteln

gemischtwerden.

6.3DauerderHaltbarkeit

NichtgeöffneteDurchstechflasche:36 Monate

Nach Rekonstitution:

Verdünnte Lösungensollten sofortverwendetwerden.Die Zeitzwischen Beginn

derRekonstitution unddemEnde derintravenösen Infusion sollte2 Stunden

nichtüberschreiten.

6.4Besondere VorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

FürdiesesArzneimittelsind keinebesonderenLagerungsbedingungen

erforderlich.

Informationen zurAufbewahrungdesrekonstituiertenund verdünnten

Arzneimittelssiehe Abschnitt6.3und6.6.

6.5Artund Inhaltdes Behältnisses<und spezielles Zubehörfürden

Gebrauch,dieAnwendung oderdieImplantation>

20-mlDurchstechflaschen ausGlasTyp-ImitChlorbutyl-Gummistopfenund Flip-

off-Kappe ausAluminium.

DasArzneimittelstehtinPackungenmit1,10und25Durchstechflaschenzur

Verfügung.

6.6Besondere Vorsichtsmaßnahmenfürdie Beseitigungundsonstige

Hinweise zurHandhabung

Die Durchstechflaschensind nurzureinmaligenAnwendungvorgesehen.

Rekonstitution:

DerInhaltjederDurchstechflaschemussin 50mleinergeeigneten

Infusionslösungüberführtwerden (siehe Abschnitte 6.2 und6.3):

PhysiologischeNatriumchloridlösung(0,9%).In Ausnahmefällen,wenn

physiologische Natriumchloridlösung(0,9%)ausmedizinischen Gründen nicht

angewendetwerdenkann,kannstattdesseneine5%Glukoselösung

angewendetwerden.

Eswird empfohlen,ca.10mleinergeeigneten Infusionslösungin die

Durchstechflasche zu geben.Kräftigschütteln und dieMischungin den Behälter

mitderInfusionslösung überführen.

ACHTUNG:MISCHUNGNICHTDIREKTINFUNDIEREN.

DiesenVorgangmit10mlInfusionslösungwiederholen,umeinekomplette

Überführung desInhaltsderDurchstechflasche in die Infusionslösungzu

gewährleisten.Die Lösung schütteln,bissieklarist.

Die Konzentration derso rekonstituiertenLösungbeträgtsowohlfürImipenem

alsauchfürCilastatin ca.5mg/ml.

Farbveränderungen vonfarbloszu gelb beeinträchtigen dieWirksamkeitdes

Arzneimittelsnicht.

NichtverwendeteArzneimittelundAbfallmaterialiensindgemäßnationaler

Richtlinien zu entsorgen.

7.INHABER DER ZULASSUNG

STRAVENCON Ltd

Landmarkhouse,17HanoverSquare,Mayfair

London,W1S1HU

VereinigtesKönigreich

Tel: +44845453 0033

E-Mail: info@stravencon.com

8.ZULASSUNGSNUMMER

91394.00.00

9.DATUMDER ERTEILUNGDER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDER

ZULASSUNG

(siehe Unterschrift)

10.STAND DER INFORMATION

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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