Icatibant Reddy 30 mg/3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

13-07-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

11-06-2021

Wirkstoff:
ICATIBANT-ACETAT
Verfügbar ab:
Reddy Holding GmbH
ATC-Code:
B06AC02
INN (Internationale Bezeichnung):
ICATIBANT-ACETAT
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
140767
Berechtigungsdatum:
2021-08-01

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Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Icatibant Reddy 30 mg/3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze

Wirkstoff: Icatibant

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Icatibant Reddy und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Icatibant Reddy beachten?

Wie ist Icatibant Reddy anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Icatibant Reddy aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ist Icatibant Reddy und wofür wird es angewendet?

Icatibant Reddy enthält den Wirkstoff Icatibant.

Icatibant Reddy wird zur Behandlung der Symptome eines hereditären Angioödems (HAE) bei

Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren angewendet.

Bei HAE ist der Spiegel einer Substanz im Blut namens Bradykinin erhöht, was Symptome wie

Schwellungen, Schmerzen, Übelkeit und Durchfall hervorruft.

Icatibant Reddy blockiert die Aktivität von Bradykinin und verhindert so das weitere Fortschreiten der

Symptome einer HAE-Attacke.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Icatibant Reddy beachten?

Icatibant Reddy darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Icatibant oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Icatibant Reddy anwenden:

wenn Sie an Angina pectoris (verringerter Blutfluss zum Herzmuskel) leiden

wenn Sie vor Kurzem einen Schlaganfall hatten.

Einige der Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Icatibant sind den Symptomen Ihrer Krankheit

ähnlich. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie feststellen, dass sich die Symptome der Attacke nach

Verabreichung von Icatibant Reddy verschlimmern.

Bitte beachten Sie auch Folgendes:

Bevor Sie Icatibant Reddy selbst injizieren oder Ihre Pflegeperson es Ihnen injiziert, müssen Sie

oder Ihre Pflegeperson in der Technik der subkutanen Injektion (Injektion unter die Haut)

geschult worden sein.

Wenn Sie Icatibant Reddy selbst injizieren oder eine Injektion von Ihrer Pflegeperson erhalten

und dabei eine laryngeale Attacke (Verstopfung der oberen Luftwege) haben, müssen Sie sich

unverzüglich in medizinische Behandlung in einer medizinischen Einrichtung begeben.

Wenn Ihre Symptome nach einer selbst angewendeten oder von Ihrer Pflegeperson gegebenen

Icatibant-Injektion nicht zurückgehen, sollten Sie bezüglich weiterer Injektionen von Icatibant

Reddy ärztlichen Rat suchen. Bei erwachsenen Patienten können bis zu 2 weitere Injektionen

innerhalb von 24 Stunden verabreicht werden.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Icatibant bei Kindern, die jünger als 2 Jahre sind oder weniger als 12 kg wiegen,

wird nicht empfohlen, da keine Studien an diesen Patienten vorgenommen wurden.

Anwendung von Icatibant Reddy zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel

angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

Wechselwirkungen von Icatibant mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt. Wenn Sie zur

Senkung Ihres Blutdrucks oder aus anderen Gründen ein Arzneimittel anwenden, das als Angiotensin

Converting Enzyme (ACE)-Inhibitor bezeichnet wird (beispielsweise: Captopril, Enalapril, Ramipril,

Quinapril, Lisinopril), informieren Sie vor der Behandlung mit Icatibant Reddy bitte Ihren Arzt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt

um Rat.

Nachdem Sie Icatibant erhalten haben, sollten Sie 12 Stunden lang nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich als

Ergebnis Ihrer HAE-Attacke oder nach Anwendung von Icatibant müde fühlen oder Schwindelgefühle

haben.

Icatibant Reddy enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Fertigspritze, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Wie ist Icatibant Reddy anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wenn Sie noch niemals Icatibant erhalten haben, wird Ihre erste Icatibant Reddy-Dosis immer von

Ihrem Arzt oder einer Krankenschwester injiziert. Ihr Arzt teilt Ihnen mit, wenn es für Sie sicher ist,

nach Hause zu gehen. Nach Absprache mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, und

nachdem Sie eine Schulung in der Technik der subkutanen Injektion (Injektion unter die Haut)

erhalten haben, können Sie selbst oder Ihre Pflegeperson möglicherweise die Icatibant Reddy-

Injektion durchführen, wenn Sie eine HAE-Attacke haben. Es ist wichtig, dass Icatibant subkutan

(unter die Haut) injiziert wird, sobald Sie eine Attacke des Angioödems bemerken. In Ihrer

medizinischen Versorgungseinrichtung wird man Ihnen zeigen, wie Sie oder Ihre Pflegeperson

Icatibant Reddy sicher injizieren, indem Sie die Anweisungen in der Packungsbeilage befolgen.

Wann und wie oft sollte Icatibant Reddy angewendet werden?

Ihr Arzt hat die genaue Dosierung von Icatibant ermittelt und wird Ihnen mitteilen, wie häufig es

anzuwenden ist.

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung von Icatibant ist eine Injektion (3 ml, 30 mg), subkutan (unter die

Haut) injiziert, sobald Sie eine Attacke Ihres Angioödems feststellen (beispielsweise verstärkte

Hautschwellungen, die besonders das Gesicht und den Hals betreffen, oder stärkere

Bauchschmerzen).

Wenn Sie nach weiteren 6 Stunden immer noch keine Linderung feststellen, sollten Sie

bezüglich weiterer Injektionen von Icatibant ärztlichen Rat suchen. Bei Erwachsenen können bis

zu 2 weitere Injektionen innerhalb von 24 Stunden verabreicht werden.

Sie sollten innerhalb von 24 Stunden nicht mehr als 3 Injektionen erhalten. Falls Sie mehr als

8 Injektionen im Monat benötigen, sollten Sie ärztlichen Rat suchen.

Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren

Die empfohlene Dosis Icatibant beträgt je nach Körpergewicht 1 ml bis höchstens 3 ml, die als eine

subkutane (unter die Haut gespritzte) Injektion gegeben werden, sobald Sie Anzeichen einer

Angioödem-Attacke (zum Beispiel zunehmende Schwellung der Haut, besonders an Gesicht und Hals,

zunehmende Bauchschmerzen) entwickeln.

Zur zu injizierenden Dosis, siehe Abschnitt mit Anleitung zur Anwendung.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie sich

nicht sicher sind, wie hoch die zu injizierende Dosis sein muss.

Sie müssen sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, wenn sich Ihre

Beschwerden verschlimmern oder Sie keine Linderung der Beschwerden feststellen.

Wie ist Icatibant Reddy anzuwenden?

Icatibant Reddy ist für die subkutane Injektion (unter die Haut) bestimmt. Jede Spritze darf nur einmal

verwendet werden.

Icatibant wird mit einer kurzen Injektionsnadel in das Fettgewebe unter die Haut am Bauch injiziert.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

Die folgende schrittweise Anleitung ist für folgende Fälle bestimmt:

Selbstanwendung (Erwachsene)

Gabe durch eine Pflegeperson oder medizinisches Fachpersonal an Erwachsene, Jugendliche

oder Kinder, die älter als 2 Jahre sind (mit einem Körpergewicht von mindestens 12 kg).

Die Anleitung beinhaltet die folgenden Schritte:

Allgemeine Informationen

Vorbereiten der Spritze für Kinder und Jugendliche (2-17 Jahre) mit einem Körpergewicht von

65 kg oder weniger

Vorbereiten der Spritze und der Injektionsnadel (alle Patienten)

Vorbereiten der Injektionsstelle

Injizieren der Lösung

Entsorgung des Injektionsmaterials

Anweisungsschritte für die Injektion

1) Allgemeine Informationen

Reinigen Sie vorher den Arbeitsbereich (Oberfläche), den Sie benutzen wollen.

Waschen Sie Ihre Hände mit Wasser und Seife.

Öffnen Sie die Schale, indem Sie den Verschluss abziehen.

Nehmen Sie die Fertigspritze aus der Schale heraus.

Schrauben Sie die Kappe von dem einen Ende der Fertigspritze ab.

Nach dem Abschrauben der Kappe legen Sie die Fertigspritze beiseite.

2a) Vorbereiten der Spritze für Kinder und Jugendliche (2-17 Jahre) mit einem Gewicht von

65 kg oder weniger:

Wichtige Hinweise für medizinisches Fachpersonal und Pflegepersonen

Wenn die Dosis weniger als 30 mg (3 ml) beträgt, werden zur Entnahme der geeigneten Dosis

folgende Gegenstände benötigt (siehe unten):

Icatibant Reddy-Fertigspritze (mit Icatibant-Lösung)

Anschlussstück (Adapter)

3-ml-Spritze mit Graduierung

Das benötigte Injektionsvolumen in ml muss in eine leere 3-ml-Spritze mit Graduierung aufgezogen

werden (siehe Tabelle unten).

Tabelle 1: Dosierungsschema für Kinder und Jugendliche

Körpergewicht

Injektionsvolumen

12 kg bis 25 kg

1,0 ml

26 kg bis 40 kg

1,5 ml

41 kg bis 50 kg

2,0 ml

51 kg bis 65 kg

2,5 ml

Patienten, die

mehr als 65 kg

wiegen, verwenden den gesamten Inhalt der Fertigspritze (3 ml).

Fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie nicht

genau wissen, wieviel Lösung Sie aufziehen müssen.

Entfernen Sie die Kappen an beiden Enden des Anschlussstücks.

Achten Sie darauf, die Enden des Anschlussstücks und die Spritzenspitzen nicht zu

berühren. So vermeiden Sie Verunreinigungen.

Schrauben Sie das Anschlussstück auf die Fertigspritze.

Befestigen Sie Spritze mit Graduierung am anderen Ende des Anschlussstücks. Beide

Verbindungen müssen festsitzen.

Die Icatibant-Lösung in die Spritze mit Graduierung umfüllen:

Um mit dem Umfüllen der Icatibant-Lösung zu beginnen, drücken Sie den Kolben der

Fertigspritze (ganz links in der Abbildung unten).

Falls die Icatibant-Lösung noch nicht in die Spritze mit Graduierung übergeht, ziehen Sie

den Kolben der Spritze mit Graduierung leicht, bis die Icatibant-Lösung in die Spritze mit

Graduierung zu fließen beginnt (siehe Abbildung unten).

Drücken Sie den Kolben der Fertigspritze solange, bis das benötigte Injektionsvolumen

(Dosis) in die Spritze mit Graduierung umgefüllt worden ist. Hinweise zur Dosierung

siehe Tabelle 1.

Falls sich in der Spritze mit Graduierung Luft befindet:

Drehen Sie die miteinander verbundenen Spritzen um, sodass die Fertigspritze oben ist

(siehe Abbildung unten).

Drücken Sie den Kolben der Spritze mit Graduierung, sodass eventuell vorhandene Luft in

die Fertigspritze zurückgeleitet wird (wiederholen Sie diesen Schritt bei Bedarf

mehrmals).

Entnehmen Sie das erforderliche Volumen der Icatibant-Lösung.

Nehmen Sie die Fertigspritze und das Anschlussstück von der Spritze mit Graduierung ab.

Entsorgen Sie die Fertigspritze und das Anschlussstück in das durchstichsichere Behältnis.

2b) Vorbereiten der Spritze und der Injektionsnadel:

Alle Patienten (Erwachsene, Jugendliche und Kinder)

Nehmen Sie die Nadelkappe aus der Blisterpackung heraus.

Ziehen Sie den Verschluss von der Nadelkappe ab (die Nadel muss in der Nadelkappe

bleiben).

Nehmen Sie die Spritze fest in die Hand. Befestigen Sie dann die Nadel sorgfältig an der

Spritze mit der farblosen Lösung.

Schrauben Sie dazu die Spritze auf die Nadel, die immer noch fest in der Nadelkappe sitzt.

Ziehen Sie die Nadel von der Nadelkappe ab, indem Sie am Gehäuse der Spritze ziehen.

Nicht am Kolben ziehen.

Die Spritze ist nun fertig für die Injektion.

3) Vorbereiten der Injektionsstelle

Wählen Sie die Injektionsstelle. Dies sollte eine Hautfalte an einer Seite des Bauches sein,

etwa 5 bis 10 cm unterhalb Ihres Nabels. Der Bereich sollte mindestens 5 cm von

etwaigen Narben entfernt sein. Wählen Sie keine Stelle, die schmerzt, oder an der sich

Blutergüsse oder Schwellungen befinden.

Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem mit Desinfektionsalkohol getränkten

Wattebausch. Warten Sie, bis die Stelle getrocknet ist.

4) Injizieren der Lösung

Halten Sie die Spritze zwischen zwei Fingern einer Hand, wobei sich der Daumen unter

dem Kolben befindet.

Sorgen Sie dafür, dass sich keine Luftblase in der Spritze befindet, indem Sie den Kolben

drücken, bis der erste Tropfen der Lösung an der Nadelspitze sichtbar wird.

Halten Sie die Spritze in einem Winkel von 45 bis 90 Grad zu Ihrer Haut, wobei die Nadel

in Richtung Haut zeigt.

Während Sie mit einer Hand die Spritze halten, fassen Sie mit der anderen Hand an der

zuvor desinfizierten Injektionsstelle vorsichtig eine Hautfalte zwischen Daumen und

Fingern.

Während Sie die Hautfalte festhalten, führen Sie die Spritze in Richtung Haut und stechen

Sie die Nadel schnell in die Hautfalte ein.

Drücken Sie langsam den Kolben der Spritze. Halten Sie dabei Ihre Hand ruhig, bis die

gesamte Flüssigkeit in die Haut injiziert wurde und sich keine Flüssigkeit mehr in der

Spritze befindet.

Drücken Sie den Kolben so langsam, dass der Vorgang etwa 30 Sekunden dauert.

Lassen Sie die Hautfalte los und ziehen Sie vorsichtig die Nadel heraus.

5) Entsorgung des Injektionsmaterials

Entsorgen Sie die Spritze, die Nadel und die Nadelkappe in das durchstichsichere

Behältnis zur Entsorgung von Abfall, der bei unsachgemäßem Umgang Verletzungen

verursachen könnte.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Fast alle Patienten, die Icatibant erhalten, entwickeln eine Reaktion an der Injektionsstelle (wie

Hautirritation, Schwellung, Schmerzen, Juckreiz, Hautrötung und Brennen). Diese Reaktionen sind in

der Regel leicht und klingen ab, ohne dass eine weitere Behandlung erforderlich ist.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Zusätzliche Reaktionen an der Injektionsstelle (Druckgefühl, blauer Fleck, Unempfindlichkeit

und/oder Taubheitsgefühl, erhabener juckender Hautausschlag und Wärmegefühl).

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Übelkeit

Kopfschmerz

Schwindelgefühl

Fieber

Juckreiz

Hautauschlag

Hautrötung

Anormale Leberfunktionswerte

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Quaddeln (Urtikaria)

Informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie feststellen, dass sich die Symptome der

Attacke bei Ihnen verschlimmern, nachdem Sie Icatibant erhalten haben. Wenn Sie Nebenwirkungen

bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Icatibant Reddy aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, der Blisterpackung und dem

Spritzenetikett nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Verpackung von Spritze

oder Injektionsnadel beschädigt ist oder es sichtbare Anzeichen einer Qualitätsverschlechterung gibt,

beispielsweise wenn die Lösung trübe aussieht, Schwebstoffe aufweist oder sich die Farbe der Lösung

verändert hat.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Icatibant Reddy enthält

Der Wirkstoff ist Icatibant. Jede Fertigspritze enthält 30 Milligramm Icatibant (als Acetat).

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Essigsäure 99 %, Natriumhydroxid und Wasser für

Injektionszwecke.

Wie Icatibant Reddy aussieht und Inhalt der Packung

Icatibant Reddy ist eine klare, farblose Injektionslösung in einer 3-ml-Fertigspritze aus Glas.

Die Packung enthält eine Injektionsnadel.

Icatibant Reddy ist als Einzelpackung mit einer Fertigspritze und einer Injektionsnadel oder als

Bündelpackung mit zwei Fertigspritzen und zwei Injektionsnadeln oder drei Fertigspritzen und drei

Injektionsnadeln erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Reddy Holding GmbH

Kobelweg 95

86156 Augsburg

Deutschland

Hersteller:

betapharm Arzneimittel GmbH

Kobelweg 95

86156 Augsburg

Deutschland

Z.Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Icatibant beta 30 mg/3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze

Österreich

Icatibant Reddy 30 mg/3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze

Spanien

Icatibanto Dr. Reddys 30 mg/3 ml solución inyectable en jeringa

precargada EFG

Vereinigtes Königreich

(Nordirland)

Icatibant Reddy 30 mg/3 ml Solution For Injection In Pre-filled Syringe

Italien

Icatibant Dr. Reddy's

Frankreich

ICATIBANT REDDY PHARMA 30 mg/3 mL, solution injectable en

seringue pré-remplie

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2021.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Icatibant Reddy 30 mg/3 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede 3-ml-Fertigspritze enthält Icatibantacetat entsprechend 30 mg Icatibant.

Jeder ml der Lösung enthält 10 mg Icatibant.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung.

Bei der Lösung handelt es sich um eine klare und farblose Flüssigkeit.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Icatibant Reddy ist angezeigt für die symptomatische Behandlung akuter Attacken eines hereditären

Angioödems (HAE) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren mit C1-Esterase-

Inhibitor-Mangel indiziert.

4.2

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Icatibant Reddy ist für die Anwendung unter der Anleitung durch medizinisches Fachpersonal

bestimmt.

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung für Erwachsene ist eine subkutane Injektion von Icatibant 30 mg.

In den meisten Fällen ist eine einzelne Injektion von Icatibant ausreichend, um eine Attacke zu

behandeln. Bei unzureichender Linderung oder Wiederauftreten der Symptome kann 6 Stunden später

eine zweite Injektion von Icatibant erfolgen. Wenn auch die zweite Injektion keine ausreichende

Symptomlinderung bewirkt bzw. ein Wiederauftreten der Symptome festgestellt wird, kann nach

weiteren 6 Stunden eine dritte Injektion von Icatibant verabreicht werden. Innerhalb von 24 Stunden

dürfen maximal 3 Injektionen von Icatibant Reddy verabreicht werden.

In den klinischen Studien sind maximal 8 Injektionen von Icatibant pro Monat angewendet worden.

Kinder und Jugendliche

Die anhand des Körpergewichts bestimmte empfohlene Dosis von Icatibant für Kinder und

Jugendliche (im Alter von 2 bis 17 Jahren) ist in der Tabelle 1 unten angegeben.

Tabelle 1: Dosierungsschema für Kinder und Jugendliche

Körpergewicht

Dosis (Injektionsvolumen)

12 kg bis 25 kg

10 mg (1,0 ml)

Körpergewicht

Dosis (Injektionsvolumen)

26 kg bis 40 kg

15 mg (1,5 ml)

41 kg bis 50 kg

20 mg (2,0 ml)

51 kg bis 65 kg

25 mg (2,5 ml)

> 65 kg

30 mg (3,0 ml)

In der klinischen Studie wurde nicht mehr als eine Icatibant-Injektion pro HAE-Attacke verabreicht.

Empfehlungen zum Dosierungsschema für Kinder, die jünger als 2 Jahre sind oder deren

Körpergewicht weniger als 12 kg beträgt, können nicht gegeben werden, da die Sicherheit und

Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen ist.

Ältere Menschen

Für Patienten im Alter von über 65 Jahren liegen begrenzte Daten vor.

Es wurde festgestellt, dass die systemische Exposition gegenüber Icatibant bei älteren Menschen höher

ist. Die Bedeutung dieses Sachverhalts für die Sicherheit von Icatibant ist nicht bekannt (siehe

Abschnitt 5.2).

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung

Icatibant Reddy ist für die subkutane Anwendung, vorzugsweise im Abdominalbereich, bestimmt.

Wegen des zu verabreichenden Volumens sollte die Icatibant Reddy-Injektionslösung langsam

injiziert werden.

Jede Icatibant Reddy-Spritze ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.

Anleitung zur Anwendung, siehe Packungsbeilage.

Anwendung durch Pflegepersonen/Selbstanwendung

Die Entscheidung zur Anwendung von Icatibant Reddy durch eine Pflegeperson oder durch den

Patienten selbst sollte nur von einem Arzt getroffen werden, der über Erfahrung in der Diagnose und

Therapie des hereditären Angioödems verfügt (siehe Abschnitt 4.4).

Erwachsene

Icatibant Reddy kann von den Patienten selbst oder von Pflegepersonen angewendet werden, sofern

sie zuvor durch medizinisches Fachpersonal in der subkutanen Injektionstechnik geschult worden sind.

Kinder und Jugendliche im Alter von 2-17 Jahren

Icatibant Reddy darf von Pflegepersonen nur verabreicht werden, wenn sie zuvor durch medizinisches

Fachpersonal in der subkutanen Injektionstechnik geschult worden sind.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Laryngeale Attacken

Patienten mit laryngealen Attacken sollten nach einer Injektion in einer geeigneten medizinischen

Einrichtung behandelt werden, bis der Arzt eine Entlassung als sicher erachtet.

Ischämische Herzkrankheit

Unter ischämischen Bedingungen kann sich durch Blockierung des Bradykinin-Rezeptors Typ 2 eine

Verschlechterung der Herzfunktion und eine Verminderung der Durchblutung der Herzkranzgefäße

ergeben. Bei der Anwendung von Icatibant bei Patienten mit akuter ischämischer Herzkrankheit oder

instabiler Angina pectoris ist daher Vorsicht angezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Schlaganfall

Obgleich es Hinweise auf einen günstigen Effekt einer B2-Rezeptorblockade unmittelbar nach einem

Schlaganfall gibt, besteht theoretisch die Möglichkeit, dass Icatibant die positive neuroprotektive

Spätphasenwirkung von Bradykinin abschwächt. Entsprechend ist bei der Anwendung von Icatibant

bei Patienten in den Wochen nach einem Schlaganfall Vorsicht angezeigt.

Anwendung durch Pflegepersonen/Selbstanwendung

Patienten, die zuvor noch nicht mit Icatibant behandelt wurden, sollten die erste Behandlung in einer

medizinischen Einrichtung oder unter der Anleitung eines Arztes erhalten.

Im Falle einer unzureichenden Linderung oder eines Wiederauftretens der Symptome nach der

Selbstbehandlung oder Verabreichung durch eine Pflegeperson wird empfohlen, dass der Patient oder

die Pflegeperson ärztlichen Rat einholt. Bei Erwachsenen sollte die Anwendung mehrerer

nacheinander gegebener Dosen, die zur Behandlung einer Attacke erforderlich sein können, in einer

medizinischen Einrichtung erfolgen (siehe Abschnitt 4.2). Zur Anwendung mehrerer nacheinander

gegebener Dosen zur Behandlung einer Attacke bei Jugendlichen oder Kindern liegen keine Daten

vor.

Patienten mit laryngealen Attacken sollten grundsätzlich medizinischen Rat einholen und in einer

medizinischen Einrichtung beobachtet werden, auch wenn sie die Injektion zu Hause erhalten haben.

Kinder und Jugendliche

Über die Anwendung von Icatibant zur Behandlung von mehr als einer HAE-Attacke bei Kindern und

Jugendlichen liegen nur begrenzte Erfahrungen vor.

Natriumgehalt

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Fertigspritze, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es werden keine pharmakokinetischen Arzneimittelwechselwirkungen in Verbindung mit CYP450

erwartet (siehe Abschnitt 5.2).

Die gleichzeitige Anwendung von Icatibant und Angiotensin Converting Enzyme (ACE)-Hemmern

wurde nicht untersucht. ACE-Hemmer sind bei HAE-Patienten infolge einer möglichen Erhöhung des

Bradykininspiegels kontraindiziert.

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Für Icatibant liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Tierstudien zeigten

Auswirkungen auf die Einnistung in den Uterus und während der Geburt (siehe Abschnitt 5.3), aber

das mögliche Risiko beim Menschen ist nicht bekannt.

Icatibant sollte während einer Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen

gegenüber dem möglichen Risiko für den Fetus überwiegt (z. B. zur Behandlung potenziell

lebensgefährlicher laryngealer Attacken).

Stillzeit

Icatibant wird in die Milch laktierender Ratten in ähnlichen Konzentrationen wie im mütterlichen Blut

sezerniert.

Es wurden keine Auswirkungen auf die postnatale Entwicklung der neugeborenen Ratten festgestellt.

Es ist nicht bekannt, ob Icatibant in die menschliche Muttermilch übertritt, aber es wird empfohlen,

dass stillende Mütter, die Icatibant anwenden möchten, in den 12 Stunden nach der Behandlung nicht

stillen.

Fertilität

Bei Ratten wie auch bei Hunden kam es bei wiederholter Anwendung von Icatibant zu Auswirkungen

auf die Geschlechtsorgane. Icatibant hatte keine Auswirkungen auf die Fertilität von männlichen

Mäusen und Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

In einer Studie mit 39 gesunden Männern und Frauen, die insgesamt 9 Dosierungen zu je 30 mg alle

6 Stunden, verteilt auf jeweils 3 Dosierungen alle 3 Tage erhalten hatten, gab es gegenüber dem

Ausgangswert weder bei Männern noch bei Frauen klinisch signifikante Veränderungen der basalen

und GnRH-stimulierten Konzentration der Reproduktionshormone.

Icatibant hatte bei Frauen keine signifikanten Auswirkungen auf die Progesteron-Konzentration in der

Lutealphase und die Lutealfunktion sowie auf die Länge des Menstruationszyklus. Bei Männern hatte

Icatibant keine signifikanten Auswirkungen auf die Anzahl, Motilität und Morphologie der Spermien.

Es ist unwahrscheinlich, dass das für diese Studie verwendete Dosierungsschema im klinischen

Einsatz beibehalten wird.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Icatibant hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen. Nach Anwendung von Icatibant sind Abgeschlagenheit, Lethargie, Müdigkeit,

Schläfrigkeit und Schwindel berichtet worden. Diese Symptome können als Ergebnis einer HAE-

Attacke auftreten. Patienten sollte empfohlen werden, sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs zu setzen

oder Maschinen zu bedienen, wenn sie sich müde fühlen oder ein Schwindelgefühl haben.

4.8

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

In den für die Zulassung verwendeten klinischen Studien wurden insgesamt 999 HAE-Attacken mit

30 mg Icatibant behandelt, die subkutan durch medizinisches Fachpersonal verabreicht wurden.

Icatibant 30 mg s.c. wurden durch medizinisches Fachpersonal an 129 gesunde Probanden und an

236 Patienten mit HAE verabreicht.

Fast alle Studienteilnehmer, die in klinischen Studien mit Icatibant subkutan behandelt worden sind,

entwickelten Reaktionen an der Injektionsstelle (gekennzeichnet durch Hautirritation, Schwellung,

Schmerzen, Erythem oder Brennen). Diese Reaktionen waren im Allgemeinen ihrem Schweregrad

nach leicht bis mäßig ausgeprägt, vorübergehend und klangen ohne weitere Maßnahmen ab.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Häufigkeit der in Tabelle 1 aufgeführten Nebenwirkungen ist wie folgt definiert: Sehr häufig

(≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000);

sehr selten (< 1/10.000).

Alle nach der Markteinführung aufgetretenen Nebenwirkungen sind kursiv dargestellt.

Table 2: Berichtete Nebenwirkungen von Icatibant

Systemorganklasse

(Häufigkeitskategorie)

Bevorzugter Begriff

Erkrankungen des Nervensystems

(Häufig, ≥ 1/100, < 1/10)

Schwindelgefühl

Kopfschmerzen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

(Häufig, ≥ 1/100, < 1/10)

Übelkeit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

(Häufig, ≥ 1/100, < 1/10)

Ausschlag

Erythem

Pruritus

(Nicht bekannt)

Urtikaria

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

(Sehr häufig, ≥ 1/10)

Reaktionen an der Injektionsstelle*

(Häufig, ≥ 1/100, < 1/10)

Fieber

Untersuchungen

(Häufig, ≥ 1/100, < 1/10)

Transaminasen erhöht

* Blauer Fleck an der Injektionsstelle, Injektionsstelle Hämatom, Brennen an der Injektionsstelle, Erythem an

der Injektionsstelle, Injektionsstelle Hypästhesie, Injektionsstelle gereizt, Injektionsstelle Taubheitsgefühl,

Injektionsstelle Ödem, Schmerzen an der Injektionsstelle, Injektionsstelle Druckgefühl, Injektionsstelle

juckend, Schwellung an der Injektionsstelle, Urtikaria an der Injektionsstelle und Wärme an der

Injektionsstelle.

Kinder und Jugendliche

In den klinischen Studien erhielten insgesamt 32 pädiatrische Patienten mit HAE (8 Kinder im Alter

von 2 bis 11 Jahren und 24 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren) eine Behandlung mit Icatibant.

Einunddreißig Patienten erhielten eine Einzeldosis Icatibant und 1 Patient (ein Jugendlicher) erhielt

Icatibant zur Behandlung von zwei HAE-Attacken (zwei Dosen insgesamt). Icatibant wurde als

subkutane Injektion in einer Dosierung von 0,4 mg/kg Körpergewicht bis zu einer Maximaldosis von

30 mg verabreicht.

Bei der Mehrzahl der pädiatrischen Patienten, die Icatibant als subkutane Injektion erhalten hatten,

traten Reaktionen an der Injektionsstelle auf, wie Erythem, Schwellung, Brennen, Schmerzen der Haut

und Juckreiz/Pruritus. Diese waren in der Regel leicht bis mäßig stark ausgeprägt und entsprachen den

bei Erwachsenen berichteten Reaktionen. Bei 2 pädiatrischen Patienten traten als schwer bewertete

Reaktionen an der Injektionsstelle auf, die innerhalb von 6 Stunden vollständig abklangen. Dabei

handelte es sich um Erythem, Schwellung, Brennen und Wärmegefühl.

Während der klinischen Studien wurden keine klinisch signifikanten Veränderungen der

Reproduktionshormone beobachtet.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Immunogenität

In den kontrollierten Studien der Phase III wurden bei wiederholter Behandlung bei Erwachsenen in

seltenen Fällen vorübergehend positive Testergebnisse auf Anti-Icatibant-Antikörper beobachtet. Die

Wirksamkeit blieb bei allen Patienten erhalten. Ein mit Icatibant behandelter Patient wurde vor und

nach der Icatibant-Therapie positiv auf Anti-Icatibant-Antikörper getestet. Der Patient wurde

5 Monate lang nachuntersucht; dabei waren die späteren Tests auf Anti-Icatibant-Antikörper negativ.

Unter Icatibant wurden keine Hypersensibilitätsreaktionen oder anaphylaktischen Reaktionen

berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es liegen keine klinischen Daten zu Überdosierungen vor.

Eine Dosis von 3,2 mg/kg intravenös (etwa das 8-Fache der therapeutischen Dosis) verursachte bei

gesunden Personen ein transientes Erythem, Jucken, Hitzegefühl oder Hypotonie. Ein therapeutisches

Eingreifen war nicht erforderlich.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Hämatologika, Mittel zur Behandlung des hereditären

Angioödems, ATC-Code: B06AC02.

Wirkmechanismus

HAE (eine autosomal dominante Krankheit) wird durch Fehlen bzw. eine Funktionsstörung des C1-

Esterase-Inhibitors verursacht.

HAE-Attacken gehen mit einer erhöhten Ausschüttung von Bradykinin einher, bei dem es sich um den

wichtigsten Faktor bei der Entwicklung klinischer Symptome handelt.

HAE äußert sich in Form intermittierender Attacken eines subkutanen und/oder submukosalen Ödems

der oberen Atemwege, der Haut und des Magen-Darm-Traktes. Eine Attacke dauert üblicherweise 2

bis 5 Tage.

Icatibant ist ein selektiver kompetitiver Antagonist des Bradykininrezeptors Typ 2 (B2). Es handelt

sich um ein synthetisches Dekapeptid mit einer ähnlichen Struktur wie Bradykinin, aber mit 5 nicht

proteinogenen Aminosäuren. Bei HAE sind erhöhte Bradykininkonzentrationen die wichtigsten

Einflussfaktoren bei der Entwicklung klinischer Symptome.

Pharmakodynamische Wirkungen

Bei gesunden jungen Personen wurde durch Anwendung von Icatibant in einer Dosierung von

0,8 mg/kg über 4 Stunden, von 1,5 mg/kg/Tag oder 0,15 mg/kg/Tag für 3 Tage die Entwicklung einer

bradykinininduzierten Hypotonie, Vasodilatation und Reflextachykardie verhindert. Icatibant erwies

sich als kompetitiver Antagonist, wenn die Bradykinin-Testdosis auf das 4-Fache erhöht wurde.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Daten zur Wirksamkeit stammten aus einer ersten offenen Phase-II-Studie und drei kontrollierten

Phase-III-Studien.

Die klinischen Studien der Phase III (FAST-1 und FAST-2) waren randomisierte, kontrollierte

Doppelblindstudien mit – bis auf das verwendete Vergleichspräparat – gleichem Design (eine mit

oraler Tranexamsäure als Vergleichspräparat und eine placebokontrolliert). Es wurden insgesamt

130 Patienten randomisiert und erhielten entweder eine Icatibant-Dosis von 30 mg (63 Patienten) oder

ein Vergleichspräparat (entweder Tranexamsäure, 38 Patienten, oder ein Placebo, 29 Patienten).

Spätere HAE-Attacken wurden in einer offenen Anschlussstudie behandelt. Patienten mit Symptomen

eines laryngealen Ödems erhielten eine offene Behandlung mit Icatibant. In den Phase-III-Studien war

der primäre Wirksamkeitsendpunkt die Zeit bis zum Einsetzen der Symptomlinderung, was mithilfe

einer visuellen Analogskala (VAS) festgestellt wurde. Die Tabelle 3 zeigt die Wirksamkeitsergebnisse

für diese Studien.

FAST-3 war eine randomisierte, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie mit 98 erwachsenen

Patienten im Alter von durchschnittlich 36 Jahren. Die Patienten wurden randomisiert auf zwei

Gruppen verteilt, die entweder Icatibant 30 mg oder Placebo als subkutane Injektion erhielten. Eine

Untergruppe der Patienten in dieser Studie entwickelte akute HAE-Attacken unter der Behandlung mit

Androgenen, Antifibrinolytika bzw. Cl-Inhibitoren. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Zeit

bis zum Einsetzen der Symptomlinderung. Die Beurteilung erfolgte dabei mithilfe einer dreiteiligen

zusammengesetzten visuellen Analogskala (VAS-3), auf der die Schwellung der Haut, Hautschmerzen

und Bauchschmerzen beurteilt wurden. Die Tabelle 4 zeigt die Wirksamkeitsergebnisse für FAST-3.

In diesen Studien war der mittlere Zeitraum bis zum Einsetzen der Symptomlinderung bei Patienten

unter Icatibantbehandlung kürzer (2,0, 2,5 bzw. 2,0 Std.) als bei Gabe von Tranexamsäure (12,0 Std.)

und Placebo (4,6 bzw. 19,8 Std.).

Der Behandlungseffekt von Icatibant wurde durch die sekundären Wirksamkeitsendpunkte bestätigt.

Unabhängig von der Altersgruppe, vom Geschlecht, der Rasse und dem Gewicht sowie von der

Anwendung oder Nichtanwendung von Androgenen oder Antifibrinolytika waren die Zeit bis zum

Einsetzen der Symptomlinderung und die Zeit bis zum Einsetzen der Linderung des Primärsymptoms

in der zusammenfassenden Analyse dieser kontrollierten Phase-III-Studien gleich.

In den kontrollierten Phase-III-Studien war die Reaktion auch über wiederholte Attacken hinweg

gleichbleibend. Insgesamt 237 Patienten erhielten 1.386 Dosierungen mit 30 mg Icatibant zur

Behandlung von 1.278 akuten HAE-Attacken. Bei den ersten 15 mit Icatibant behandelten Attacken

(1.114 Dosierungen für 1.030 Attacken) war die mittlere Zeit bis zum Einsetzen der

Symptomlinderung bei den Attacken gleich (2,0 bis 2.5 Stunden). Dabei wurden 92,4 % dieser HAE-

Attacken mit einer Icatibant-Einzeldosis behandelt.

Tabelle 3. Wirksamkeitsergebnisse von FAST-1 und FAST-2

Kontrollierte klinische Studie von Icatibant im Vergleich zu Tranexamsäure bzw. Placebo:

Wirksamkeitsergebnisse

FAST-2

FAST-1

Icatibant

Tranexamsäure

Icatibant

Placebo

Anzahl der

Patienten in der

ITT-Population

Anzahl der

Patienten in der

ITT-Population

Basis-VAS-Wert

(mm)

63,7

61,5

Basis-VAS-Wert

(mm)

69,3

67,7

Änderung zwischen

Basiswert und

4 Stunden

−41,6

−14,6

Änderung

zwischen

Basiswert und

4 Stunden

−44,8

−23,5

Unterschied

zwischen den

Behandlungen

(95 % CI, p-Wert)

−27,8 (−39,4, −16,2)

p < 0,001

Unterschied

zwischen den

Behandlungen

(95 % CI, p-Wert)

−23,3 (−37,1, −9,4)

p = 0,002

Änderung zwischen

Basiswert und

12 Stunden

−54,0

−30,3

Änderung

zwischen

Basiswert und

−54,2

−42,4

Kontrollierte klinische Studie von Icatibant im Vergleich zu Tranexamsäure bzw. Placebo:

Wirksamkeitsergebnisse

FAST-2

FAST-1

Icatibant

Tranexamsäure

Icatibant

Placebo

12 Stunden

Unterschied

zwischen den

Behandlungen

(95 % CI, p-Wert)

−24,1 (−33,6, −14,6)

p < 0,001

Unterschied

zwischen den

Behandlungen

(95 % CI, p-Wert)

−15,2 (−28,6, −1,7)

p = 0,028

Mittlere Zeit bis

zum Einsetzen der

Symptomlinderung

(Stunden)

Mittlere Zeit bis

zum Einsetzen der

Symptomlinderung

(Stunden)

Alle Episoden

(N = 74)

12,0

Alle Episoden

(N = 56)

Ansprechrate (%,

VI) 4 Stunden nach

Beginn der

Behandlung

Ansprechrate (%,

VI) 4 Stunden nach

Beginn der

Behandlung

Alle Episoden

(N = 74)

80,0

(63,1, 91,6)

30,6

(16,3, 48,1)

Alle Episoden

(N = 56)

66,7

(46,0, 83,5)

46,4

(27,5, 66,1)

Mittlere Zeit bis

zum Einsetzen der

Symptomlinderung:

alle Symptome

(Std.):

Mittlere Zeit bis

zum Einsetzen der

Symptomlinderung

: alle Symptome

(Std.):

Bauchschmerzen

Bauchschmerzen

Hautschwellung

18,1

Hautschwellung

10,2

Hautschmerzen

12,0

Hautschmerzen

Mittlere Zeit bis

zum fast

vollständigen

Abklingen der

Symptome (Std.)

Mittlere Zeit bis

zum fast

vollständigen

Abklingen der

Symptome (Std.)

Alle Episoden

(N = 74)

10,0

51,0

Alle Episoden

(N = 56)

19,4

Mittlere Zeit bis zur

Regression der

Symptome, nach

Patient (Std.)

Mittlere Zeit bis

zur Regression der

Symptome, nach

Patient (Std.)

Alle Episoden

(N = 74)

Alle Episoden

(N = 56)

16,9

Mittlere Zeit bis zur

Verbesserung der

Gesamtverfassung

des Patienten, nach

Arzt (Std.)

Mittlere Zeit bis

zur Verbesserung

Gesamtverfassung

des Patienten, nach

Arzt (Std.)

Alle Episoden

(N = 74)

Alle Episoden

(N = 56)

Tabelle 4. Wirksamkeitsergebnisse für FAST-3

Wirksamkeitsergebnisse: FAST-3, kontrollierte Phase – ITT-Population

Endpunkt

Statistische

Maßzahl

Icatibant

Placebo

p-Wert

(n = 43)

(n = 45)

Primärer Endpunkt

Zeit bis zum Einsetzen der

Symptomlinderung – mehrteilige

VAS (Stunden)

Medianwert

19,8

< 0,001

Andere Endpunkte

Zeit bis zum Einsetzen der

Linderung des Primärsymptoms

(Stunden)

Medianwert

18,5

< 0,001

Veränderung des

zusammengesetzten VAS-Wertes 2

Std. nach der Behandlung

Mittelwert

−19,74

−7,49

< 0,001

Veränderung des

zusammengesetzten Probanden-

Eigenbewertungswerts nach

2 Stunden

Mittelwert

−0,53

−0,22

< 0,001

Veränderung des

zusammengesetzten Prüfarzt-

Bewertungswerts nach 2 Stunden

Mittelwert

−0,44

−0,19

< 0,001

Zeit bis zur nahezu vollständigen

Symptomlinderung (Stunden)

Medianwert

36,0

0,012

Zeit bis zur ersten

Symptomverbesserung gemäß

Probanden-Eigenbewertung

(Stunden)

Medianwert

< 0,001

Zeit bis zur ersten visuellen

Symptomverbesserung gemäß

Prüfarztbewertung (Stunden)

Medianwert

< 0,001

Insgesamt 66 Patienten wurden in diesen kontrollierten klinischen Studien der Phase III wegen HAE-

Attacken behandelt, die den Kehlkopf betrafen. Die Ergebnisse waren in Bezug auf die Zeit bis zum

Einsetzen der Symptomlinderung ähnlich wie bei Patienten mit nicht den Kehlkopf betreffenden HAE-

Attacken.

Kinder und Jugendliche

Mit insgesamt 32 Patienten wurde eine offene, nicht randomisierte einarmige Studie (HGT-FIR-086)

durchgeführt. Alle Patienten erhielten mindestens eine Dosis Icatibant (0,4 mg/kg Körpergewicht, bis

zu einer Maximaldosis von 30 mg). Die Mehrzahl der Patienten wurde mindestens 6 Monate lang

nachbeobachtet. Elf Patienten waren im präpubertären Alter und 21 Patienten entweder im pubertären

oder postpubertären Alter.

Die zur Beurteilung der Wirksamkeit betrachtete Population bestand aus 22 Patienten, die wegen einer

HAE-Attacke mit Icatibant behandelt worden waren (11 präpubertäre und 11 pubertäre/postpubertäre).

Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Zeit bis zum Einsetzen einer Symptomlinderung (time to

onset of symptom relief, TOSR). Die Messung erfolgte dabei anhand eines prüfarztermittelten

kombinierten Symptom-Scores.

Die Zeit bis zum Einsetzen einer Symptomlinderung war definiert als die Zeitdauer (in Stunden) bis

zum Eintreten einer Verbesserung der Symptome in einer Größenordnung von 20 %.

Insgesamt betrug die mediane Zeit bis zum Einsetzen einer Symptomlinderung 1,0 Stunden (95 %

Konfidenzintervall, 1,0-1,1 Stunden). An den Zeitpunkten 1 bzw. 2 Stunden nach der Behandlung

hatte bei etwa 50 % bzw. 90 % der Patienten eine Symptomlinderung eingesetzt.

Insgesamt betrug die mediane Zeit bis zu einer größtmöglichen Symptomlinderung (frühester

posttherapeutischer Zeitpunkt, zu dem alle Symptome entweder leicht ausgeprägt oder abgeklungen

waren) 1,1 Stunden (95 % Konfidenzintervall, 1,0-2,0 Stunden).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Icatibant wurde in Studien mit intravenöser und subkutaner Anwendung bei

gesunden Freiwilligen und Patienten charakterisiert. Das pharmakokinetische Profil von Icatibant bei

Patienten mit HAE ist dem bei gesunden Freiwilligen ähnlich.

Resorption

Nach subkutaner Anwendung beträgt die absolute Bioverfügbarkeit von Icatibant 97 %. Es dauert

etwa 30 Minuten, bis eine maximale Konzentration erreicht ist.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen (Vss) von Icatibant liegt bei etwa 20 bis 25 L. Die Bindung an

Plasmaproteine liegt bei 44 %.

Biotransformation

Der Großteil von Icatibant wird von proteolytischen Enzymen in inaktive Metaboliten umgewandelt,

die überwiegend im Harn ausgeschieden werden.

In vitro-Studien haben bestätigt, dass Icatibant nicht durch oxidative Stoffwechselwege abgebaut wird,

dass es kein Inhibitor wichtiger Cytochrom P450 (CYP)-Isoenzyme (CYP 1A2, 2A6, 2B6, 2C8, 2C9,

2C19, 2D6, 2E1 und 3A4) ist und es nicht CYP 1A2 und 3A4 induziert.

Elimination

Icatibant wird hauptsächlich durch Verstoffwechselung eliminiert, während weniger als 10 % einer

Icatibantdosis unverändert mit dem Harn ausgeschieden werden. Die Clearance beträgt ungefähr 15-

20 l/Std. und ist von der Dosis unabhängig. Die terminale Halbwertszeit im Plasma beträgt etwa 1 bis

2 Stunden.

Spezielle Populationen

Ältere Menschen

Die Daten deuten auf einen altersbezogenen Rückgang bei der Clearance hin, woraus sich eine um 50-

60 % höhere Exposition bei älteren Menschen (75 – 80 Jahre) im Vergleich zu Patienten im Alter von

40 Jahren ergibt.

Geschlecht

Gewichtsbereinigte Daten deuten darauf hin, dass hinsichtlich der Clearance kein Unterschied

zwischen Männern und Frauen besteht.

Eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion

Limitierte Daten deuten an, dass eine Icatibant-Behandlung durch eine Leber- oder

Nierenfunktionsstörung nicht beeinflusst wird.

Ethnische Zugehörigkeit

Die Datenlage zur Wirkung bei einzelnen Ethnien ist begrenzt. Die verfügbaren Expositionsdaten

deuten darauf hin, dass hinsichtlich der Clearance kein Unterschied zwischen nicht weißen (n = 40)

und weißen (n = 132) Probanden besteht.

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