Hypoloc Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Nebivololhydrochlorid
Verfügbar ab:
Menarini International Operations Luxembourg S.A.
INN (Internationale Bezeichnung):
nebivolol hydrochloride
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Nebivololhydrochlorid 5.45mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
36927.00.00

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1.3.1.4.b

Package leaflet (Germany)

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

HYPOLOC

®

5 mg Tabletten

Nebivolol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit

der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen denn sie enthält wichtige

Informationen.

– Heben

Packungsbeilage

auf.

Vielleicht

möchten

diese

später

nochmals lesen.

– Wenn

weitere

Fragen

haben,

wenden

sich

Ihren

Arzt

oder

Apotheker.

– Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht

an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die

gleichen Beschwerden haben wie Sie.

– Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker

oder

medizinische

Fachpersonal.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1. Was ist Hypoloc und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Hypoloc beachten?

3. Wie ist Hypoloc einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Hypoloc aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Hypoloc und wofür wird es angewendet?

Hypoloc enthält Nebivolol, ein Herz-Kreislauf-Mittel aus der Gruppe der selektiven

Beta-Rezeptorenblocker (d. h. es wirkt gezielt auf das Herz-Kreislauf-System). Es

beugt

einem

schnellen

Herzschlag

reguliert

Schlagkraft

Herzens. Außerdem erweitert es die Blutgefäße, was ebenso dazu beiträgt, den

Blutdruck zu senken.

Es wird zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks (Hypertonie) angewendet.

Des Weiteren wird Hypoloc zur Behandlung der leichten und mittelschweren

chronischen Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) bei Patienten ab 70 Jahren

zusätzlich zu anderen Behandlungen angewendet.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Hypoloc beachten?

Hypoloc darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Nebivolol oder einen der

in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile

dieses Arzneimittels sind

wenn Sie unter einer oder mehreren der folgenden Beschwerden leiden:

– niedriger Blutdruck

– schwere Durchblutungsstörungen in den Armen oder Beinen

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– sehr langsamer Herzschlag (weniger als 60 Schläge pro Minute)

– bestimmte andere schwere Herzrhythmusstörungen (z. B. AV-Block 2. und

3. Grades, Erregungsleitungsstörungen)

– neu aufgetretene oder akut verschlechterte Herzleistungsschwäche oder ein

Kreislaufschock aufgrund einer plötzlich aufgetretenen Herzleistungsschwä-

che, der eine intravenöse Behandlung zur Unterstützung Ihrer Herzfunktion

erfordert

– Bronchialasthma oder pfeifendes Atemgeräusch aufgrund von Bronchial-

verengung (jetzt oder in der Vergangenheit)

– unbehandeltes

Phäochromozytom,

Nieren

aufliegender

Nebennieren befindlicher) Tumor

– Leberfunktionsstörung

– eine bestimmte Stoffwechselstörung (metabolische Azidose), z. B. diabeti-

sche Ketoazidose.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Hypoloc einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine der folgenden Beschwerden bei Ihnen

vorliegt oder auftritt:

– ungewöhnlich langsamer Herzschlag

– Brustschmerz infolge eines spontan auftretenden Herzkrampfes, bezeichnet als

Prinzmetal-Angina

– unbehandelte chronische Herzleistungsschwäche

– Herzblock 1. Grades (eine leichte Erregungsleitungsstörung, die den Herzrhyth-

mus beeinflusst)

– schlechte Durchblutung der Arme oder Beine, z. B. Raynaud-Krankheit oder

-Syndrom, krampfartige Schmerzen beim Gehen

– anhaltende Atembeschwerden

– Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus): Dieses Arzneimittel hat keinen Einfluss auf

den Blutzucker, aber es könnte die Warnzeichen eines niedrigen Blutzucker-

spiegels (z. B. Herzklopfen, schneller Herzschlag) verdecken.

– Schilddrüsenüberfunktion: Dieses Arzneimittel kann die Zeichen eines unge-

wöhnlich schnellen Herzschlages infolge dieser Beschwerden verdecken.

– Allergie: Dieses Arzneimittel kann Ihre Reaktion auf Pollen oder andere Stoffe,

gegen die Sie allergisch sind, verstärken.

– Schuppenflechte (Psoriasis, eine Hauterkrankung, die mit schuppigen rosa

Flecken einhergeht), oder wenn Sie jemals eine Schuppenflechte hatten

– Wenn Sie operiert werden müssen, informieren Sie vor der Narkose immer

Ihren Narkosearzt darüber, dass Sie Hypoloc einnehmen.

Wenn Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden, nehmen Sie Hypoloc

nicht zur Behandlung einer Herzleistungsschwäche ein. Sprechen Sie darüber mit

Ihrem Arzt.

Zu Beginn der Behandlung Ihrer chronischen Herzleistungsschwäche werden Sie

durch einen erfahrenen Arzt regelmäßig untersucht (siehe Abschnitt 3).

Diese Behandlung sollte nicht plötzlich beendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hat

entschieden, dass dies unbedingt notwendig ist (siehe Abschnitt 3).

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Kinder und Jugendliche

Aufgrund fehlender Daten zum Gebrauch des Arzneimittels bei Kindern und

Jugendlichen wird Hypoloc für die Anwendung bei diesen nicht empfohlen.

Auswirkungen bei Dopingkontrollen und bei Fehlgebrauch zu

Dopingzwecken

Die Anwendung von Hypoloc

kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen

führen. Die gesundheitlichen Auswirkungen beim Fehlgebrauch von Hypoloc

Dopingzwecken können nicht abgesehen werden, Gesundheitsgefährdungen sind

nicht auszuschließen.

Einnahme von Hypoloc zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen

andere Arzneimittel einzunehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt immer, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

neben Hypoloc einnehmen oder erhalten:

– Arzneimittel zur Blutdrucksenkung oder Arzneimittel gegen Herzprobleme (wie

Amiodaron, Amlodipin, Chinidin, Cibenzolin, Clonidin, Digoxin, Diltiazem, Diso-

pyramid, Felodipin, Flecainid, Guanfacin, Hydrochinidin, Lacidipin, Lidocain,

Methyldopa, Mexiletin, Moxonidin, Nicardipin, Nifedipin, Nimodipin, Nitrendipin,

Propafenon, Rilmenidin, Verapamil).

– Beruhigungsmittel (Sedativa) und Mittel gegen Psychosen (eine psychische Er-

krankung), z. B. Barbiturate (auch bei Epilepsie eingesetzt), Phenothiazin (auch

gegen Erbrechen und Übelkeit verwendet) und Thioridazin.

– Arzneimittel gegen Depressionen, z. B. Amitriptylin, Paroxetin, Fluoxetin.

– Arzneimittel, die zur Narkose während einer Operation angewendet werden

– Arzneimittel

gegen

Bronchialasthma,

eine

verstopfte

Nase

oder

bestimmte

Augenbeschwerden wie Glaukom (erhöhter Augeninnendruck) oder zur Pupil-

lenerweiterung.

– Baclofen (ein Arzneimittel zur Behandlung einer erhöhten Muskelspannung);

Amifostin

(ein

Arzneimittel

Schutzfunktionen,

während

einer

Krebsbehandlung angewendet wird).

Alle diese Arzneimittel können ebenso wie Nebivolol den Blutdruck und/oder die

Herzfunktion beeinflussen.

– Arzneimittel zur Behandlung überhöhter Magensäurebildung oder von Magen-

geschwüren (Antazida), z. B. Cimetidin: Sie sollten Hypoloc während einer

Mahlzeit und das Antazidum zwischen den Mahlzeiten einnehmen.

Einnahme von Hypoloc zusammen mit Nahrungsmitteln und

Getränken

Siehe Abschnitt 3.

Schwangerschaft und Stillzeit

Hypoloc sollte während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei

denn, dies ist unbedingt erforderlich.

Während der Stillzeit wird die Einnahme nicht empfohlen.

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Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann zu Schwindel oder Müdigkeit führen. Sollten Sie davon

betroffen sein, setzen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen

Sie keine Maschinen.

Hypoloc enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Hypoloc daher erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist Hypoloc einzunehmen?

Nehmen Sie

dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Hypoloc kann vor, während oder nach dem Essen oder wahlweise auch unab-

hängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Tablette wird am besten

mit etwas Wasser geschluckt.

Behandlung des erhöhten Blutdruckes (Hypertonie)

– Die übliche Dosis ist 1 Tablette am Tag. Die Dosis sollte möglichst zur selben

Tageszeit eingenommen werden.

– Ältere Patienten und Patienten mit einer Nierenerkrankung beginnen üblicher-

weise mit ½ (einer halben) Tablette täglich.

– Der blutdrucksenkende Effekt tritt nach 1 – 2 Wochen Behandlung zutage.

Gelegentlich wird die optimale Wirkung erst nach 4 Wochen erreicht.

Behandlung der chronischen Herzleistungsschwäche

(Herzinsuffizienz)

– Ein erfahrener Arzt wird Ihre Behandlung beginnen und engmaschig über-

wachen.

– Ihr Arzt wird Ihre Behandlung mit ¼ (einer viertel) Tablette am Tag einleiten.

Nach 1 – 2 Wochen kann die tägliche Dosis auf ½ (eine halbe) Tablette, dann

ggf. auf 1 Tablette und dann ggf. auf 2 Tabletten erhöht werden, bis die für Sie

richtige Dosis erreicht ist. Ihr Arzt wird Ihnen bei jedem Schritt die für Sie

geeignete Dosis verordnen und Sie sollten seine/ihre Anweisungen genau

befolgen.

– Die empfohlene Maximaldosis beträgt 2 Tabletten (10 mg) am Tag.

– Zu Behandlungsbeginn sowie bei jeder Dosiserhöhung, ist es notwendig, dass

Sie für 2 Stunden durch einen erfahrenen Arzt sorgfältig überwacht werden.

Ihr Arzt kann, falls notwendig, Ihre Dosis verringern.

– Sie sollten die Behandlung nicht plötzlich abbrechen, da dies Ihre Herz-

leistungsschwäche verschlechtern kann.

– Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen sollten dieses Arzneimittel

nicht einnehmen.

– Nehmen Sie Ihr Arzneimittel einmal täglich ein, vorzugsweise etwa zur selben

Tageszeit.

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Wenn Ihnen Ihr Arzt ¼ (eine viertel) oder ½ (eine halbe) Tablette täglich verordnet

hat, entnehmen Sie bitte der unten stehenden Anleitung, wie Hypoloc 5 mg

Tabletten mit Kreuzbruchkerbe zu brechen sind.

Legen Sie die Tablette mit der Kreuzbruchkerbe nach oben auf eine glatte,

feste Unterlage (z. B. einen Tisch oder eine Arbeitsplatte).

Brechen Sie die Tablette entzwei, indem Sie mit den Zeigefingern beider Hände

entlang einer Bruchkerbe darauf drücken (Abbildungen 1 und 2).

Vierteltabletten erhalten Sie, indem Sie die Hälften auf dieselbe Art entzwei-

brechen (Abbildungen 3 und 4).

Abbildungen 1 und 2: Leichtes Brechen der Nebivolol 5 mg Tablette mit

Kreuzbruchkerbe in zwei Hälften.

Abbildungen 3 und 4: Leichtes Brechen der halben Nebivolol 5 mg

Tablette mit Kreuzbruchkerbe in zwei Viertel.

Ihr Arzt kann bei Ihrer Behandlung Hypoloc Tabletten auch mit anderen

Arzneimitteln kombinieren.

Nicht bei Kindern oder Jugendlichen anwenden.

Wenn Sie eine größere Menge von Hypoloc eingenommen haben, als

Sie sollten

Sollten

versehentlich

eine

Überdosis

dieses

Arzneimittels

eingenommen

haben, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker darüber. Die

häufigsten Symptome und Zeichen einer Überdosierung von Hypoloc sind sehr

langsamer Herzschlag (Bradykardie), niedriger Blutdruck (Hypotonie), der zu einer

Ohnmacht führen kann, Atemnot wie bei Bronchialasthma (Bronchospasmus) und

plötzlich auftretende (akute) Herzleistungsschwäche.

Bis zum Eintreffen des Arztes können Sie medizinische Kohle (erhältlich in Ihrer

Apotheke) einnehmen.

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Wenn Sie die Einnahme von Hypoloc vergessen haben

Wenn Sie einmal eine Dosis Hypoloc vergessen haben, es aber wenig später

bemerken, dann nehmen Sie diese Tagesdosis wie üblich ein. Liegt jedoch bereits

ein großer Zeitverzug vor (z. B. einige Stunden), so dass schon bald die nächste

Dosis fällig ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste,

planmäßige, übliche Dosis zur gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die

doppelte Dosis ein. Ein wiederholtes Auslassen sollte jedoch vermieden werden.

Wenn Sie die Einnahme von Hypoloc abbrechen

Bevor Sie die Behandlung mit Hypoloc abbrechen, sollten Sie immer Ihren Arzt

aufsuchen, unabhängig davon, ob Sie das Arzneimittel gegen hohen Blutdruck

oder chronische Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) nehmen.

Sie sollten die Behandlung mit Hypoloc nicht plötzlich beenden, da dies Ihre

Herzleistungsschwäche vorübergehend verschlechtern kann. Falls es notwendig

ist,

Behandlung

einer

chronischen

Herzleistungsschwäche

Hypoloc

abzubrechen,

sollte

tägliche

Dosis

schrittweise

verringert

werden,

durch

Halbieren der Dosis in wöchentlichem Abstand.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie

sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Hypoloc zur Behandlung eines erhöhten Blutdruckes eingenommen

wird, sind die möglichen Nebenwirkungen:

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Anwendern betreffen):

– Kopfschmerzen

– Schwindelgefühl

– Müdigkeit

– Missempfindungen wie Jucken oder Kribbeln (Parästhesien)

– Durchfall

– Verstopfung

– Übelkeit

– Kurzatmigkeit

– geschwollene Hände oder Füße.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Anwendern betreffen):

– langsamer Herzschlag oder andere Herzbeschwerden

– niedriger Blutdruck

– krampfartige Schmerzen in den Beinen beim Gehen

– Sehstörungen

– Impotenz

– Depression

– Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Blähungen, Erbrechen

– Hautauschlag, Juckreiz

– Atemnot wie bei Bronchialasthma infolge plötzlicher Verkrampfungen der Atem-

wegsmuskulatur (Bronchospasmus)

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– Albträume.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Anwendern betreffen):

– Ohnmacht

– Verschlechterung einer Schuppenflechte (Psoriasis, eine Hauterkrankung, die

mit schuppigen rosa Flecken einhergeht).

Über die folgenden Nebenwirkungen wurde nur in einigen Einzelfällen während

einer Hypoloc-Behandlung berichtet:

– allergische Reaktionen des ganzen Körpers mit Ausschlag auf der gesamten

Hautoberfläche (Überempfindlichkeitsreaktionen)

plötzlich einsetzende Schwellungen

, besonders um die Lippen, die Augen oder

der Zunge, möglicherweise mit plötzlicher Atembeklemmung (Angioödeme)

– eine

Hautausschlag

erkennbar

blassroten,

erhobenen,

juckenden

Quaddeln allergischen oder nicht-allergischen Ursprungs (Urtikaria)

einer

klinischen

Studie

chronischen

Herzleistungsschwäche

(Herz-

insuffizienz) wurden die folgenden Nebenwirkungen beobachtet:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Anwendern betreffen):

– langsamer Herzschlag

– Schwindelgefühl

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Anwendern betreffen):

– Verschlechterung der Herzleistungsschwäche

– niedriger Blutdruck (z. B. Ohnmachtsgefühl nach raschem Aufstehen)

– Unverträglichkeit gegenüber diesem Arzneimittel

– eine

leichte

Erregungsleitungsstörung,

Herzrhythmus

beeinflusst

(AV-Block 1. Grades)

– Schwellung der unteren Gliedmaßen (z. B. geschwollene Fußgelenke).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn

Nebenwirkungen

bemerken,

wenden

sich

Ihren

Arzt

oder

Apotheker

oder

medizinische

Fachpersonal.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175

Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden,

können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses

Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Hypoloc aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforder-

lich.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Faltschachtel

Blisterpackung

(Durchdrückpackung)

nach

„verwendbar

bis“

angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten

Tag des Monats.

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Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Hypoloc enthält

– Der

Wirkstoff

Nebivolol.

Eine

Tablette

enthält

5 mg

Nebivolol

(als

Nebivololhydrochlorid): 2,5 mg als D-Nebivolol und 2,5 mg als L-Nebivolol.

– Die sonstigen Bestandteile sind: Lactosemonohydrat, Polysorbat 80 (E433),

Hypromellose

(E464),

Maisstärke,

Croscarmellose-Natrium

(E468),

Mikro-

kristalline Cellulose (E460), Hochdisperses Siliciumdioxid (E551), Magnesium-

stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] (E572).

Wie Hypoloc aussieht und Inhalt der Packung

Hypoloc ist in Form von weißen, runden, beidseitig leicht gewölbten Tabletten mit

einseitiger Kreuzbruchkerbe erhältlich.

Hypoloc gibt es in Packungen mit 30 (N 1), 50 (N 2) und 100 (N 3) Tabletten.

Die Tabletten werden als Blisterpackung angeboten (PVC/Aluminium-Blister).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Menarini International Operations Luxembourg S.A.

1, Avenue de la Gare, L - 1611 Luxembourg, Luxemburg

Mitvertrieb:

BERLIN-CHEMIE AG

Glienicker Weg 125, 12489 Berlin

Hersteller

BERLIN-CHEMIE AG

Glienicker Weg 125, 12489 Berlin

oder

Menarini - Von Heyden GmbH

Leipziger Straβe 7-13, 01097 Dresden

oder

Qualiphar N.V.

Rijksweg 9, 2880 Bornem, Belgien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirt-

schaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien: Hypoloc

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Deutschland: Hypoloc

Finnland: Nebilet

Frankreich: Hypoloc

Griechenland: Hypoloc

Irland: Nebilet

Island: Nebilet

Italien: Lobivon

Luxemburg: Hypoloc

Niederlande: Hypoloc

Österreich: Nomexor

Portugal: Hypoloc

Spanien: Silostar

Vereinigtes Königreich: Nebilet

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2015

- Page 1 of 14 -

1.3.1.1.b

Summary of Product Characteristics (Germany)

F A C H I N F O R M A T I O N

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Hypoloc

5 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Tablette enthält:

5 mg Nebivolol (als Nebivololhydrochlorid):

2,5 mg SRRR-Nebivolol (oder D-Nebivolol) und 2,5 mg RSSS-Nebivolol

(oder L-Nebivolol).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Eine Tablette enthält 141,75 mg Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 4.4

und 6.1).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Weiße, runde Tabletten mit Kreuzbruchkerbe

Die Tablette kann in gleiche Viertel geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Hypertonie

Behandlung der essentiellen Hypertonie

Chronische Herzinsuffizienz

Behandlung der stabilen leichten und mittelschweren chronischen Herz-

insuffizienz zusätzlich zur Standardtherapie bei älteren Patienten

≥ 70 Jahren

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Hypertonie

Erwachsene:

Die Dosis beträgt 1 Tablette (5 mg Nebivolol) täglich; sie sollte vorzugs-

weise immer zur selben Tageszeit eingenommen werden.

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Der blutdrucksenkende Effekt wird nach 1 – 2 Wochen Behandlung deut-

lich. Gelegentlich wird die optimale Wirkung erst nach 4 Wochen erreicht.

Kombination mit anderen Antihypertensiva:

-Rezeptorenblocker können allein oder in Kombination mit anderen Anti-

hypertensiva eingesetzt werden. Bisher wurde ein zusätzlicher antihyper-

tensiver Effekt nur bei Kombination von Hypoloc 5 mg mit 12,5 – 25 mg

Hydrochlorothiazid beobachtet.

Patienten mit Niereninsuffizienz:

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz beträgt die empfohlene Anfangsdosis

2,5 mg täglich. Erforderlichenfalls kann die tägliche Dosis auf 5 mg

gesteigert werden.

Patienten mit Leberinsuffizienz:

Zu Patienten mit Leberinsuffizienz oder Leberfunktionsstörung liegen nur

eingeschränkt Daten vor. Daher ist die Anwendung von Hypoloc bei diesen

Patienten kontraindiziert.

Ältere Menschen:

Bei Patienten über 65 Jahre beträgt die empfohlene Anfangsdosis 2,5 mg

täglich. Erforderlichenfalls kann die tägliche Dosis auf 5 mg erhöht werden.

In jedem Fall ist im Hinblick auf die noch eingeschränkten Erfahrungen bei

Patienten über 75 Jahre Vorsicht geboten und eine engmaschige

Überwachung dieser Patienten angezeigt.

Kinder und Jugendliche:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Hypoloc bei Kindern und Jugendlichen

unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor. Deshalb wird

die Anwendung bei dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Chronische Herzinsuffizienz

Die Behandlung der stabilen chronischen Herzinsuffizienz muss mit einer

langsamen Dosistitration eingeleitet werden, bis die optimale individuelle

Erhaltungsdosis erreicht ist.

Die Patienten sollten eine stabile chronische Herzinsuffizienz aufweisen,

ohne akute Dekompensation der Herzinsuffizienz während der letzten

6 Wochen.

Der behandelnde Arzt sollte über Erfahrungen in der Therapie der chroni-

schen Herzinsuffizienz verfügen.

Bei Patienten, die eine kardiovaskuläre Arzneimitteltherapie, einschließlich

Diuretika und/oder Digoxin und/oder ACE-Hemmer und/oder Angiotensin-II-

Antagonisten, erhalten, muss die Dosierung dieser Arzneimittel während

der letzten 2 Wochen stabil eingestellt sein, bevor die Behandlung mit

Hypoloc begonnen wird.

Die initiale Dosistitration sollte nach folgendem Schema in ein- bis zwei-

wöchigen Abständen durchgeführt werden und sich danach richten, wie die

Dosis vom Patienten vertragen wird:

1,25 mg Nebivolol einmal täglich, zu erhöhen auf 2,5 mg Nebivolol einmal

täglich, dann auf 5 mg einmal täglich und dann auf 10 mg einmal täglich.

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Die empfohlene Maximaldosis beträgt 10 mg Nebivolol einmal täglich.

Der Behandlungsbeginn und jede Dosiserhöhung sollte unter Überwachung

eines erfahrenen Arztes für mindestens 2 Stunden erfolgen, um sicherzu-

stellen, dass der klinische Zustand stabil bleibt (insbesondere hinsichtlich

Blutdruck, Herzfrequenz, Erregungsleitungsstörungen sowie Anzeichen

einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz).

Das Auftreten von Nebenwirkungen kann dazu führen, dass nicht alle Pa-

tienten mit der höchsten empfohlenen Dosierung behandelt werden können.

Falls erforderlich, kann eine bereits erreichte Dosis auch schrittweise

wieder reduziert oder auch entsprechend wieder aufgenommen werden.

Bei einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz oder Unverträglichkeit wäh-

rend der Titrationsphase wird empfohlen, zunächst die Dosis von Nebivolol

zu reduzieren oder es gegebenenfalls sofort abzusetzen (bei schwerer

Hypotonie, Verschlechterung der Herzinsuffizienz mit akutem Lungenödem,

kardiogenem Schock, symptomatischer Bradykardie oder AV-Block).

Die Behandlung einer stabilen chronischen Herzinsuffizienz mit Nebivolol ist

in der Regel eine Langzeittherapie.

Die Behandlung mit Nebivolol sollte nicht abrupt beendet werden, da dies

zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen

kann. Wenn ein Absetzen notwendig ist, sollte die Dosis durch eine

wöchentliche Halbierung der Dosis schrittweise reduziert werden.

Patienten mit Niereninsuffizienz:

Da die Titration bis zur maximal tolerierten Dosis individuell vorgenommen

wird, ist bei leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz keine Dosis-

anpassung notwendig.

Es liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz

vor (Serumkreatinin ≥ 250 µmol/l). Daher wird die Anwendung von Nebivolol

bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Patienten mit Leberinsuffizienz:

Zu Patienten mit Leberinsuffizienz liegen nur eingeschränkt Daten vor.

Daher ist die Anwendung von Hypoloc bei diesen Patienten kontraindiziert.

Ältere Menschen:

Da die Titration bis zur maximal tolerierten Dosis individuell vorgenommen

wird, ist keine Dosisanpassung notwendig.

Kinder und Jugendliche:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Hypoloc bei Kindern und Jugendlichen

unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Deshalb wird die Anwendung bei dieser

Altersgruppe nicht empfohlen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten können zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

- Page 4 of 14 -

4.3

Gegenanzeigen

- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1

genannten sonstigen Bestandteile

- Leberinsuffizienz oder Einschränkung der Leberfunktion

- Akute Herzinsuffizienz, kardiogener Schock oder Episoden einer

Dekompensation der Herzinsuffizienz, die eine i.v.-Therapie mit inotropen

Wirkstoffen erfordern

Zusätzlich ist Hypoloc, wie andere

-Rezeptorenblocker, kontraindiziert bei:

- Sick-Sinus-Syndrom, einschließlich SA-Block,

- AV-Block 2. und 3. Grades (ohne Herzschrittmacher),

- Bronchospasmen und Asthma bronchiale in der Anamnese,

- unbehandeltem Phäochromozytom,

- metabolischer Acidose,

- Bradykardie (Herzfrequenz unter 60 Schlägen pro Minute vor Therapie-

beginn),

- Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg),

- schweren peripheren Durchblutungsstörungen.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Siehe auch "4.8 Nebenwirkungen"

Die folgenden Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen gelten allgemein für

-Rezeptorenblocker.

Anästhesie:

Die Aufrechterhaltung der

-Blockade verringert das Risiko für Herzrhyth-

musstörungen während der Einleitung und der Intubation. Wenn die

-Blockade bei Vorbereitung auf eine chirurgische Maßnahme unterbrochen

wird, sollte der

-Rezeptorenblocker wenigstens 24 Stunden vorher

abgesetzt werden.

Vorsicht ist geboten bei bestimmten Anästhetika, die eine myokardiale

Dämpfung verursachen. Der Patient kann vor vagalen Reaktionen durch

intravenöse Gabe von Atropin geschützt werden.

Herz und Gefäße:

Im Allgemeinen sollen

-Rezeptorenblocker bei Patienten mit unbehan-

delter Herzinsuffizienz solange nicht eingesetzt werden, bis deren Zustand

stabilisiert ist.

Bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit sollte die Beendigung der

Therapie mit einem

-Rezeptorenblocker schrittweise erfolgen, d. h. im

Verlauf von 1 – 2 Wochen. Bei Bedarf sollte gleichzeitig eine Ersatztherapie

eingeleitet werden, um so eine Verschlechterung der Angina pectoris zu

verhindern.

-Rezeptorenblocker können eine Bradykardie auslösen. Falls der Ruhe-

puls unter 50 – 55 Schläge pro Minute sinkt und/oder der Patient Symptome

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entwickelt, die auf eine Bradykardie hindeuten, sollte die Dosis reduziert

werden.

-Rezeptorenblocker sollten mit Vorsicht angewendet werden bei:

- Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (Morbus Raynaud oder

Raynaud-Syndrom, Claudicatio intermittens), da Verschlechterungen

dieser Erkrankungen eintreten können;

- Patienten mit einem AV-Block 1. Grades wegen der negativen Wirkung

-Rezeptorenblocker auf die Überleitungszeit;

- Patienten mit Prinzmetal-Angina, aufgrund ungehinderter

-Rezeptor-

vermittelter Vasokonstriktion der Koronararterien:

-Rezeptorenblocker

können die Häufigkeit und Dauer von Angina-pectoris-Attacken erhöhen.

Die Kombination von Nebivolol mit Kalziumantagonisten vom Verapamil-

und Diltiazem-Typ, mit Klasse-I-Antiarrhythmika sowie zentral wirkenden

Antihypertensiva wird grundsätzlich nicht empfohlen; zu weiteren Informa-

tionen siehe Abschnitt 4.5.

Stoffwechsel- und endokrines System:

Hypoloc beeinflusst nicht den Glucosespiegel von Diabetikern. Trotzdem ist

bei Diabetikern Vorsicht geboten, da Nebivolol bestimmte Zeichen einer

Hypoglykämie (Tachykardie, Palpitation) maskieren kann.

-Rezeptorenblocker können bei Schilddrüsenüberfunktion Tachykardie-

Symptome maskieren. Eine abrupte Beendigung der Therapie kann diese

Symptome verstärken.

Atemwege:

Bei Patienten mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen sollten

-Rezeptorenblocker mit Vorsicht angewendet werden, da die Atemwegs-

konstriktion verstärkt werden kann.

Andere:

Patienten mit einer Psoriasis in der Anamnese sollten

-Rezeptorenblocker

nur nach sorgfältiger Abwägung einnehmen.

-Rezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und

die Schwere von anaphylaktischen Reaktionen erhöhen.

Zu Beginn der Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz mit Nebivolol

ist eine regelmäßige Überwachung der Patienten erforderlich. Zu Dosierung

sowie Art und Dauer der Anwendung siehe Abschnitt 4.2. Die Therapie

sollte ohne zwingende Indikation nicht abrupt beendet werden (siehe auch

Abschnitt 4.2).

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorp-

tion sollten Hypoloc nicht einnehmen.

- Page 6 of 14 -

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Die folgenden Wechselwirkungen gelten allgemein für

-Rezeptorenblocker.

Die gemeinsame Anwendung wird nicht empfohlen:

Klasse-I-Antiarrhythmika (Chinidin, Hydrochinidin, Cibenzolin, Flecainid,

Disopyramid, Lidocain, Mexiletin, Propafenon): Die Wirkung auf die

atrioventrikuläre Überleitungszeit kann potenziert werden, und die negativ

inotrope Wirkung kann verstärkt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Kalziumantagonisten vom Verapamil/Diltiazem-Typ: Negative Wirkung auf

die Kontraktilität und die atrioventrikuläre Erregungsleitung. Die intravenöse

Gabe von Verapamil bei Patienten, die mit

-Rezeptorenblockern behandelt

werden, kann zu starker Hypotonie und AV-Block führen (siehe

Abschnitt 4.4).

Zentral wirkende Antihypertensiva (Clonidin, Guanfacin, Moxonidin,

Methyldopa, Rilmenidin): Die gemeinsame Gabe mit zentral wirkenden

Antihypertensiva kann zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz durch

eine Herabsetzung des zentralen Sympathikotonus (Verminderung der

Herzfrequenz und der Auswurfleistung, Vasodilatation) führen (siehe

Abschnitt 4.4). Ein abruptes Absetzen, insbesondere vor Beendigung einer

-Rezeptorenblocker-Therapie, kann die Wahrscheinlichkeit für das

Auftreten eines „Rebound-Hochdrucks“ erhöhen.

Eine gemeinsame Anwendung erfordert besondere Vorsicht:

Klasse-III-Antiarrhythmika (Amiodaron): Die Wirkung auf die atrioventriku-

läre Überleitungszeit kann potenziert werden.

Halogenierte flüchtige Anästhetika: Die gleichzeitige Anwendung von

-Rezeptorenblockern und Anästhetika kann Reflextachykardien unter-

drücken und das Risiko einer Hypotonie erhöhen (siehe Abschnitt 4.4). Das

abrupte Absetzen einer

-Rezeptorenblocker-Therapie sollte grundsätzlich

vermieden werden. Der Anästhesist sollte informiert werden, wenn der

Patient Hypoloc erhält.

Insulin und orale Antidiabetika: Obwohl Hypoloc nicht den Glucosespiegel

beeinflusst, können bei gemeinsamer Gabe bestimmte Symptome einer

Hypoglykämie (Palpitationen, Tachykardie) maskiert werden.

Baclofen (Muskelrelaxans), Amifostin (Adjuvans in der Chemotherapie): Die

gleichzeitige Anwendung mit Antihypertensiva kann zu einer stärkeren

Blutdrucksenkung führen. Deshalb sollte die Dosis der antihypertensiven

Medikation entsprechend angepasst werden.

Bei gemeinsamer Anwendung ist zu berücksichtigen:

Digitalisglykoside: Durch die gemeinsame Gabe kann die atrioventrikuläre

Überleitungszeit verlängert werden. Klinische Studien mit Nebivolol zeigten

jedoch keine Hinweise auf diese Wechselwirkung. Nebivolol beeinflusst

nicht die Kinetik von Digoxin.

- Page 7 of 14 -

Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (wie Amlodipin, Felodipin,

Lacidipin, Nifedipin, Nicardipin, Nimodipin, Nitrendipin): Die gemeinsame

Gabe kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen. Eine Erhöhung des Risikos

für eine weitere Verschlechterung der ventrikulären Pumpleistung bei

Patienten mit Herzinsuffizienz kann nicht ausgeschlossen werden.

Antipsychotika, Antidepressiva (trizyklische Antidepressiva, Barbiturate und

Phenothiazine): Die gemeinsame Anwendung kann die blutdrucksenkende

Wirkung des

-Rezeptorenblockers additiv verstärken.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Haben keinen Einfluss auf die

blutdrucksenkende Wirkung von Nebivolol.

Sympathomimetika: Die gemeinsame Gabe kann die Wirkung von

-Rezeptorenblockern kompensieren.

-adrenerge Wirkstoffe können zu

einer ungehinderten α-adrenergen Wirkung von Sympathomimetika führen,

die sowohl α- als auch

-adrenerg wirken (Risiko von Bluthochdruck,

schwerer Bradykardie und Herzblock).

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Da das CYP2D6-Isoenzym am Metabolismus von Nebivolol beteiligt ist,

kann die gemeinsame Gabe von Stoffen, die dieses Enzym hemmen,

insbesondere Paroxetin, Fluoxetin, Thioridazin und Chinidin, zu erhöhten

Plasmaspiegeln von Nebivolol und damit zu einem erhöhten Risiko von

übermäßiger Bradykardie und anderen Nebenwirkungen führen.

Die gleichzeitige Gabe von Cimetidin erhöhte die Nebivolol-Plasmaspiegel,

ohne jedoch die klinische Wirkung zu verändern. Die gleichzeitige Gabe von

Ranitidin war ohne Einfluss auf die Pharmakokinetik von Nebivolol.

Hypoloc und ein Antazidum können gemeinsam gegeben werden, wenn

Hypoloc zu den Mahlzeiten und das Antazidum zwischen den Mahlzeiten

eingenommen wird.

Die Kombination von Nebivolol mit Nicardipin erhöhte leicht die Plasma-

spiegel beider Substanzen, ohne die klinische Wirkung zu verändern. Die

gleichzeitige Gabe von Alkohol, Furosemid oder Hydrochlorothiazid beein-

flusste die Pharmakokinetik von Nebivolol nicht. Nebivolol beeinflusst nicht

die Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Warfarin.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Nebivolol hat pharmakologische Wirkungen, die sich negativ auf eine

Schwangerschaft und/oder den Fetus bzw. das Neugeborene auswirken

können. Allgemein gilt, dass

-Rezeptorenblocker die Durchblutung der

Plazenta vermindern, was mit Wachstumsverzögerung, intrauterinem Tod,

Fehlgeburt und vorzeitigen Wehen in Zusammenhang gebracht wurde.

Beim Fetus und Neugeborenen können unerwünschte Wirkungen, wie z. B.

Hypoglykämien und Bradykardien, auftreten. Wenn eine Therapie mit

-Rezeptorenblockern nötig ist, sollten

-selektive bevorzugt werden.

Nebivolol sollte während der Schwangerschaft nur dann angewendet

werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Wenn eine Behandlung mit

Nebivolol für notwendig gehalten wird, müssen der utero-plazentare

- Page 8 of 14 -

Blutfluss und das fetale Wachstum überwacht werden. Werden schädliche

Wirkungen auf die Schwangerschaft oder den Fetus festgestellt, ist eine

alternative Behandlung zu erwägen. Das Neugeborene muss engmaschig

überwacht werden. Symptome einer Hypoglykämie und Bradykardie sind

meist innerhalb der ersten 3 Tage zu erwarten.

Stillzeit

Tierversuche haben gezeigt, dass Nebivolol in die Muttermilch gelangt. Es

ist nicht bekannt, ob dies auch beim Menschen der Fall ist. Die meisten

-Rezeptorenblocker, insbesondere lipophile Verbindungen, wie Nebivolol

und seine aktiven Metaboliten, gehen, wenn auch in unterschiedlichem

Ausmaß, in die Muttermilch über. Daher wird das Stillen während der

Nebivolol-Behandlung nicht empfohlen.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Untersuchungen zu Wirkungen von Hypoloc auf die Fahr-

tauglichkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. Pharmako-

dynamische Studien haben gezeigt, dass Hypoloc 5 mg die psychomoto-

rische Funktion nicht beeinflusst. Wenn Fahrzeuge geführt oder Maschinen

bedient werden, sollte beachtet werden, dass es hin und wieder zu

Schwindel und Müdigkeit kommen kann.

4.8

Nebenwirkungen

Die unerwünschten Ereignisse bei Hypertonie und chronischer Herzinsuf-

fizienz sind – wegen Unterschieden bei den zugrunde liegenden Erkran-

kungen – separat aufgeführt.

Hypertonie

Die beobachteten Nebenwirkungen, die in den meisten Fällen leichter bis

mäßiger Art waren, sind nachfolgend, geordnet nach Organsystemklassen

und Häufigkeit, aufgelistet:

ORGANSYSTEM-

KLASSE

Häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Häufigkeit

unbekannt

Erkrankungen des

Immunsystems

Angioödem,

Überempfind-

lichkeit

Psychiatrische

Erkrankungen

Alpträume, Depression

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerz,

Schwindelgefühl,

Parästhesie

Synkope

Augenerkrankungen

Sehstörung

Herzerkrankungen

Bradykardie, Herzin-

suffizienz, verlängerte

AV-Überleitungszeit/

AV-Block

Gefäßerkrankungen

Hypotonie, (Verstär-

kung einer) Claudicatio

intermittens

Erkrankungen der

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Dyspnoe

Bronchospasmus

- Page 9 of 14 -

ORGANSYSTEM-

KLASSE

Häufig

(≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Häufigkeit

unbekannt

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Obstipation, Übel-

keit, Diarrhoe

Dyspepsie, Flatulenz,

Erbrechen

Erkrankungen der

Haut und des Unter-

hautzellgewebes

Pruritus, erythematö-

ser Hautausschlag

Verschlechte-

rung einer

Psoriasis

Urtikaria

Erkrankungen der

Geschlechtsorgane

und der Brustdrüse

Impotenz

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Müdigkeit, Ödem

Außerdem sind folgende Nebenwirkungen bei einigen

-Rezeptoren-

blockern berichtet worden: Halluzinationen, Psychosen,

Verwirrtheitszustände, kalte/zyanotische Extremitäten, Raynaud-Syndrom,

trockene Augen und oculo-mucocutane Toxizität vom Practolol-Typ.

Chronische Herzinsuffizienz

Zu Nebenwirkungen bei chronischer Herzinsuffizienz liegen Daten aus einer

placebokontrollierten klinischen Studie vor, in der 1067 Patienten Nebivolol

und 1061 Patienten Placebo erhielten. In dieser Studie haben insgesamt

449 Nebivolol-Patienten (42,1 %) und 334 Placebo-Patienten (31,5 %) über

Nebenwirkungen mit einem zumindest möglichen Kausalzusammenhang

berichtet. Die am häufigsten von Nebivolol-Patienten berichteten

Nebenwirkungen waren Bradykardie und Schwindelgefühl, die beide bei

ungefähr 11 % der Patienten auftraten. Die entsprechenden Häufigkeiten

bei den Placebo-Patienten betrugen ungefähr 2 % bzw. 7 %.

Die folgenden Häufigkeiten wurden berichtet für zumindestens potentiell

arzneimittelbedingte Nebenwirkungen, die als spezifisch relevant für die

Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz angesehen werden:

- eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz trat bei 5,8 % der Nebivolol-

Patienten und bei 5,2 % der Placebo-Patienten auf

- eine orthostatische Hypotonie trat bei 2,1 % der Nebivolol-Patienten und

bei 1,0 % der Placebo-Patienten auf

- eine Arzneimittelunverträglichkeit trat bei 1,6 % der Nebivolol-Patienten

und bei 0,8 % der Placebo-Patienten auf

- ein AV-Block 1. Grades trat bei 1,4 % der Nebivolol-Patienten und bei

0,9 % der Placebo-Patienten auf

- Ödeme in den Beinen trat bei 1,0 % der Nebivolol-Patienten und bei 0,2 %

der Placebo-Patienten auf

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist

von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung

des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,

Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

- Page 10 of 14 -

4.9

Überdosierung

Es liegen keine Daten zur Überdosierung mit Hypoloc vor.

Symptome der Intoxikation:

Symptome einer Überdosierung mit

-Rezeptorenblockern sind: Brady-

kardie, Hypotonie, Bronchospasmen und akute Herzinsuffizienz.

Therapie von Intoxikationen:

Im Fall einer Überdosierung oder einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte

der Patient ständig beobachtet und intensivmedizinisch behandelt werden.

Die Blutglukose-Werte sollten kontrolliert werden. Die Resorption von noch

im Gastrointestinaltrakt befindlichem Wirkstoff kann durch Magenspülung

und durch Gabe von Aktivkohle und Laxanzien verhindert werden. Künst-

liche Beatmung kann erforderlich werden. Bradykardie oder ein erhöhter

Vagotonus sollten durch Gabe von Atropin oder Methylatropin behandelt

werden. Hypotonie und Schock sollten mit Plasma/Plasmaersatzmitteln

und, falls erforderlich, mit Katecholaminen behandelt werden. Der

-blockierenden Wirkung kann durch langsame intravenöse Gabe von

Isoprenalinhydrochlorid entgegengewirkt werden, beginnend mit einer Dosis

von etwa 5 µg/min, oder Dobutamin, beginnend mit einer Dosis von

2,5 µg/min, bis sich die erwartete Wirkung eingestellt hat. In refraktären

Fällen kann Isoprenalin mit Dopamin kombiniert werden. Falls dieses

Vorgehen nicht die erwünschte Wirkung herbeiführt, kann die i.v. Gabe von

50 – 100 µg Glukagon/kg erwogen werden. Falls notwendig, sollte die

Injektion innerhalb von einer Stunde wiederholt und anschließend – wenn

notwendig – eine i.v. Infusion von 70 µg Glukagon/kg/h gegeben werden. In

extremen Fällen einer therapieresistenten Bradykardie könnte ein

Schrittmacher eingesetzt werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Beta-Adrenozeptor-Antagonisten,

selektiv

ATC-Code: C07AB12

Nebivolol ist ein Gemisch aus zwei Enantiomeren, SRRR-Nebivolol (oder

D-Nebivolol) und RSSS-Nebivolol (oder L-Nebivolol). Es vereint zwei

pharmakologische Wirkungen:

- Es ist ein kompetitiver und selektiver

-Rezeptorenblocker: Dieser Effekt

wird dem SRRR-Enantiomer (D-Enantiomer) zugeschrieben.

- Es hat leichte vasodilatierende Eigenschaften durch eine Wechselwirkung

mit dem L-Arginin/Stickoxid-Stoffwechselweg.

Die einmalige und wiederholte Gabe von Nebivolol reduziert Herzfrequenz

und Blutdruck in Ruhe und bei Belastung sowohl bei normotensiven als

auch bei hypertonen Patienten. Die antihypertensive Wirkung bleibt bei

Langzeitbehandlung erhalten.

- Page 11 of 14 -

In therapeutischen Dosen tritt kein

-adrenerger Antagonismus auf.

Während der akuten und chronischen Behandlung von Hypertonikern mit

Nebivolol wird der systemische Gefäßwiderstand vermindert. Trotz einer

Senkung der Herzfrequenz bleibt der Abfall der Herzleistung in Ruhe und

bei Belastung begrenzt, da das Schlagvolumen ansteigt. Die klinische

Relevanz dieser hämodynamischen Unterschiede im Vergleich zu anderen

-Rezeptorenblockern ist noch nicht vollständig geklärt.

Bei hypertensiven Patienten erhöht Nebivolol das stickstoffmonoxid-

vermittelte vaskuläre Ansprechen auf Acetylcholin, das bei Patienten mit

endothelialer Dysfunktion vermindert ist.

In einer placebokontrollierten Mortalitäts-Morbiditäts-Studie, durchgeführt

an 2128 Patienten ≥ 70 Jahren (mittleres Alter 75,2 Jahre) mit stabiler

chronischer Herzinsuffizienz, mit oder ohne verminderter linksventrikulärer

Ejektionsfraktion (mittlere LVEF 36 ± 12,3 %, mit der folgenden Verteilung:

LVEF weniger als 35 % bei 56 % der Patienten, LVEF zwischen 35 % und

45 % bei 25 % der Patienten, LVEF mehr als 45 % bei 19 % der Patienten),

über durchschnittlich 20 Monate, verlängerte Nebivolol, zusätzlich zu einer

Standardtherapie gegeben, die Zeit bis zum Auftreten von Todesfällen oder

Krankenhauseinweisungen aufgrund von kardiovaskulären Ereignissen

(primärer Wirksamkeits-Endpunkt) signifikant: Die Senkung des relativen

Risikos betrug 14 % (absolute Senkung: 4,2 %). Diese Risikosenkung

zeigte sich nach 6 Monaten Behandlung und blieb über die gesamte

Behandlungsdauer erhalten (mittlere Dauer: 18 Monate). Die Wirkung von

Nebivolol war unabhängig von Alter, Geschlecht oder Größe der

linksventrikulären Ejektionsfraktion der Studienteilnehmer. Der Nutzen

bezüglich des Auftretens von Todesfällen jeglicher Ursache im Vergleich zu

Placebo war statistisch nicht signifikant (absolute Senkung: 2,3 %).

Bei den mit Nebivolol behandelten Patienten wurde eine Verringerung des

Auftretens von plötzlichen Todesfällen gefunden (4,1 % vs. 6,6 %, relative

Senkung um 38 %).

In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen an Tieren haben gezeigt, dass Nebi-

volol keine intrinsische sympathomimetische Aktivität aufweist.

In-vitro- und In-vivo-Experimente an Tieren haben gezeigt, dass Nebivolol

in pharmakologischen Dosen keine membranstabilisierende Wirkung hat.

Bei gesunden Probanden hat Nebivolol keine signifikante Wirkung auf die

maximale Belastungsfähigkeit oder die Ausdauer.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach oraler Anwendung werden beide Nebivolol-Enantiomere rasch

resorbiert. Die Resorption von Nebivolol wird durch Nahrung nicht beein-

flusst; Nebivolol kann unabhängig von oder zu den Mahlzeiten

eingenommen werden.

Nebivolol wird umfassend, zum Teil zu aktiven Hydroxymetaboliten, meta-

bolisiert. Nebivolol wird über alizyklische und aromatische Hydroxylierung,

N-Dealkylierung und Glukuronidierung metabolisiert, zusätzlich werden Glu-

kuronide der Hydroxymetaboliten gebildet. Die Metabolisierung von Nebivo-

lol durch aromatische Hydroxylierung unterliegt dem CYP2D6-abhängigen

- Page 12 of 14 -

genetischen oxidativen Polymorphismus. Die orale Bioverfügbarkeit von

Nebivolol beträgt im Durchschnitt 12 % bei schnellen Metabolisierern und

ist nahezu vollständig bei langsamen Metabolisierern. Im Steady State und

bei gleicher Dosierung ist die maximale Plasmakonzentration von unverän-

dertem Nebivolol bei langsamen Metabolisierern etwa 23-mal höher als bei

schnellen Metabolisierern. Bei Betrachtung der Summe aus unveränderter

Substanz und aktiven Metaboliten beträgt die Differenz der maximalen

Plasmakonzentrationen das 1,3- bis 1,4-Fache. Aufgrund der Unterschiede

bei den Metabolisierungsraten sollte die Dosierung von Hypoloc immer auf

die individuellen Erfordernisse des Patienten eingestellt werden: langsame

Metabolisierer können somit geringere Dosen benötigen.

Bei den schnellen Metabolisierern betragen die Eliminationshalbwertszeiten

der Nebivolol-Enantiomere im Mittel 10 Stunden. Bei den langsamen Meta-

bolisierern sind diese 3- bis 5-mal länger. Bei den schnellen Metabolisierern

sind die Plasmaspiegel des RSSS-Enantiomers leicht höher als die des

SRRR-Enantiomers. Bei den langsamen Metabolisierern ist dieser Unter-

schied größer. Bei den schnellen Metabolisierern betragen die Eliminations-

halbwertszeiten der Hydroxymetaboliten beider Enantiomere im Mittel

24 Stunden und sind bei den langsamen Metabolisierern ungefähr zweimal

so lang.

Steady-State-Plasmaspiegel für Nebivolol werden bei den meisten Patien-

ten (schnelle Metabolisierer) innerhalb von 24 Stunden, für die Hydroxy-

metaboliten nach mehreren Tagen, erreicht.

Die Plasmakonzentrationen sind zwischen 1 und 30 mg Nebivolol dosis-

proportional. Die Pharmakokinetik von Nebivolol wird nicht durch das Alter

beeinflusst.

Beide Enantiomere sind im Plasma überwiegend an Albumin gebunden. Die

Plasmaeiweiß-Bindung beträgt für SRRR-Nebivolol 98,1 % und für

RSSS-Nebivolol 97,9 %.

Eine Woche nach der Anwendung sind 38 % der Dosis renal und 48 % über

die Faeces ausgeschieden. Die renale Ausscheidung von unverändertem

Nebivolol beträgt weniger als 0,5 % der Dosis.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Genotoxizität und zum

kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Polysorbat 80

Hypromellose

Lactose-Monohydrat

Maisstärke

Croscarmellose-Natrium

- Page 13 of 14 -

Mikrokristalline Cellulose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Die Tabletten sind verpackt in PVC-Aluminium-Blisterpackungen.

Packung mit

30 Tabletten (N1)

Packung mit

50 Tabletten (N2)

Packung mit 100 Tabletten (N3)

Klinikpackung mit 500 (10 x 50) Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr

gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Menarini International Operations Luxembourg S.A.

1, Avenue de la Gare, L - 1611 Luxembourg, Luxemburg

Mitvertrieb:

BERLIN-CHEMIE AG

Glienicker Weg 125, 12489 Berlin

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

36927.00.00

- Page 14 of 14 -

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

27.06.1996

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

17.01.2011

10.

STAND DER INFORMATION

Januar 2015

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

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