Gemcitabin 1000 mg aries, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Gemcitabinhydrochlorid
Verfügbar ab:
APOCARE Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Gemcitabine hydrochloride
Darreichungsform:
Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Zusammensetzung:
Gemcitabinhydrochlorid 1140.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
70984.00.00

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Gemcitabin 1000 mg aries, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Gemcitabin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist Gemcitabin 1000 mg aries und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Gemcitabin 1000 mg aries beachten?

Wie ist Gemcitabin 1000 mg aries anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Gemcitabin 1000 mg aries aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST GEMCITABIN 1000 MG ARIES UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Gemcitabin 1000 mg aries gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die „Zytostatika“ genannt

werden. Diese Arzneimittel zerstören sich teilende Zellen, einschließlich Krebszellen.

Gemcitabin 1000 mg aries kann abhängig von der Krebsart alleine oder in Kombination mit anderen

Zytostatika gegeben werden.

Gemcitabin 1000 mg aries wird zur Behandlung von folgenden Krebsarten angewendet:

Lungenkrebs vom „nichtkleinzelligen“ Typ (NSCLC), allein oder in Kombination mit

Cisplatin.

Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Brustkrebs, zusammen mit Paclitaxel.

Ovarialkarzinom, zusammen mit Carboplatin.

Harnblasenkarzinom, zusammen mit Cisplatin.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME/ANWENDUNG VON GEMCITABIN 1000

MG ARIES BEACHTEN?

Gemcitabin 1000 mg aries darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegenüber Gemcitabin oder einem der sonstigen

Bestandteile von Gemcitabin 1000 mg aries sind.

wenn Sie stillen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme/Anwendung von Gemcitabin 1000 mg aries ist

erforderlich:

Bei Ihnen werden vor der ersten Infusion Blutuntersuchungen durchgeführt um zu überprüfen, ob

IhreNieren- und Leberfunktion ausreichend ist. Vor jeder Infusion werden Blutuntersuchungen

durchgeführt um zu überprüfen, ob Sie genügend Blutzellen haben, um Gemcitabin 1000 mg aries zu

erhalten. Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosis ändern oder die Behandlung unterbrechen, sofern es

Ihr Allgemeinzustand erfordert und wenn Ihre Blutzellwerte zu niedrig sind. Periodisch werden

Blutuntersuchungen durchgeführt um Ihre Nieren- und Leberfunktion zu überprüfen.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn:

Sie eine Lebererkrankung, Herz- oder Gefäßerkrankung haben oder zuvor hatten.

Sie kürzlich eine Strahlentherapie hatten oder eine solche Therapie bei Ihnen geplant ist.

Sie kürzlich geimpft wurden.

Sie Atemprobleme bekommen, sich sehr schwach fühlen oder sehr blass werden (kann ein

Zeichen von Nierenversagen sein).

Männern wird empfohlen, während der Behandlung mit Gemcitabin 1000 mg aries und bis zu

6 Monaten danach kein Kind zu zeugen. Wenn Sie während der Behandlung oder bis zu 6 Monaten

danach ein Kind zeugen wollen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Möglicherweise sollten Sie sich vor Behandlungsbeginn über die Möglichkeit der Spermaeinlagerung

beraten lassen.

Bei Einnahme/Anwendung von Gemcitabin 1000 mg aries mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor

kurzem angewendet haben, einschließlich Impfungen und nicht verschreibungspflichtiger

Arzneimittel.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sagen Sie es Ihrem Arzt. Die

Anwendung von Gemcitabin 1000 mg aries sollte während der Schwangerschaft vermieden werden.

Ihr Arzt wird mit Ihnen das mögliche Risiko einer Anwendung von Gemcitabin 1000 mg aries

während der Schwangerschaft besprechen.

Wenn Sie stillen, sagen Sie es Ihrem Arzt. Wenn Sie mit Gemcitabin1000 mg aries behandelt werden,

muss abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Gemcitabin 1000 mg aries kann dazu führen, dass Sie sich müde fühlen, insbesondere im

Zusammenwirken mit Alkohol.

Führen Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie sicher sind, dass die

Behandlung mit Gemcitabin 1000 mg aries Sie nicht müde macht.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Gemcitabin 1000 mg aries

Gemcitabin 1000 mg aries enthält bis zu 20,3 mg Natrium in jeder 1000 mg Durchstechflasche.

Umgerechnet auf eine durchschnittliche Einzeldosis von 2250 mg ergibt dies einen Natriumgehalt von

43,2 mg je Einzeldosis.

Dies sollte bei Patienten mit einer kontrollierten Natrium-Diät in Betracht gezogen werden.

3.

WIE IST GEMCITABIN 1000 MG ARIES ANZUWENDEN?

Die übliche Dosis von Gemcitabin 1000 mg aries beträgt 1000-1250 mg pro Quadratmeter Ihrer

Körperoberfläche. Ihre Körpergröße und Gewicht werden gemessen, um Ihre Körperoberfläche zu

berechnen. Ihr Arzt wird die Körperoberfläche verwenden, um die richtige Dosis für Sie zu berechnen.

Die Dosis wird möglicherweise in Abhängigkeit von Ihren Blutzellzahlen und Ihrem

Allgemeinzustand angepasst oder die Behandlung verschoben.

Wie häufig Sie Ihre Gemcitabin 1000 mg aries-Infusion erhalten, hängt von der Krebsart ab, für die

sie behandelt werden.

Ein Krankenhausapotheker oder ein Arzt wird das Gemcitabin 1000 mg aries-Pulver auflösen, bevor

es bei Ihnen angewendet wird.

Sie werden Gemcitabin 1000 mg aries immer als Infusion in eine Ihrer Venen erhalten. Die Infusion

dauert etwa 30 Minuten.

Wenn Sie eine größere Menge an Gemcitabin 1000 mg aries angewendet haben als Sie sollten,

oder wenn Sie die Anwendung von Gemcitabin 1000 mg aries vergessen haben

Da Gemcitabin 1000 mg aries durch einen Arzt oder eine Krankenschwester verabreicht wird, ist es

unwahrscheinlich, dass Sie zu viel von dem Präparat erhalten oder dass eine Dosis vergessen wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Gemcitabin 1000 mg aries Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeiten der beobachteten Nebenwirkungen sind definiert als:

Sehr häufig: betreffen mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig: betreffen 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: betreffen 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: betreffen 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betreffen weniger als 1 Behandelten von 10.000

Unbekannt: Die Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden.

Sie müssen Ihren Arzt sofort informieren, wenn Sie folgendes bei sich bemerken:

Fieber oder Infektion (häufig): wenn Sie eine Körpertemperatur von 38 °C oder darüber

haben, schwitzen oder andere Anzeichen einer Infektion haben (weil Sie dann möglicherweise

weniger weiße Blutzellen als normal haben, was sehr häufig ist)

Unregelmäßigen Puls (Arrhythmie) (Häufigkeit unbekannt)

Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Wundsein im Mund verspüren (häufig)

Allergische Reaktionen: wenn Sie einen Hautausschlag (sehr häufig) / Juckreiz (häufig) oder

Fieber (sehr häufig) entwickeln

Müdigkeit, sich schwach fühlen, rasch in Atemnot geraten oder blass aussehen (weil Sie dann

möglicherweise weniger Hämoglobin als normal haben, was sehr häufig ist)

Bluten des Zahnfleisches, aus der Nase oder des Mundes oder eine andere Blutung, die nicht

zum Stillstand kommt, einen rötlichen oder rosafarbenen Urin oder unerwartete Blutergüsse

(weil Sie dann möglicherweise weniger Blutplättchen haben als normal, was sehr häufig ist)

Atemnot (eine leichte Atemnot unmittelbar nach der Gemcitabin 1000 mg aries-Infusion ist

sehr häufig, die aber rasch abklingt, allerdings können gelegentlich oder selten schwerere

Lungenprobleme auftreten)

Extreme Müdigkeit und Schwäche, Purpura oder kleine Blutungen in der Haut (Blutergüsse),

akute Niereninsuffizienz (geringe Urinausscheidung oder keine Urinausscheidung) und

Anzeichen einer Infektion. Dabei kann es sich um Merkmale einer thrombotischen

Mikroangiopathie (Gerinnsel, die sich in kleinen Blutgefäßen bilden) und eines hämatolytisch-

urämischen Syndroms handeln, die tödlich sein können.

Nebenwirkungen mit Gemcitabin 1000 mg aries können sein:

Sehr häufige Nebenwirkungen

Niedrige Hämoglobinwerte (Anämie)

Niedrige Anzahl weißer Blutzellen

Niedrige Anzahl von Blutplättchen

Atemnot

Erbrechen

Übelkeit

Hautausschlag- allergischer Hautauschlag, häufig juckend

Haarausfall

Veränderung von Leberwerten: Blutwerte außerhalb des Normbereichs

Blut im Urin

Von der Norm abweichender Urintest: Protein im Urin

Grippeähnliche Symptome einschließlich Fieber

Ödeme (Schwellung der Knöchel, Finger, Füße, Gesicht)

Häufige Nebenwirkungen

Fieber verbunden mit einer niedrigen Anzahl weißer Blutzellen (febrile Neutropenie)

Anorexie (verminderter Appetit)

Kopfschmerzen

Schlaflosigkeit

Schläfrigkeit

Husten

Laufende Nase

Verstopfung

Durchfall

Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Wundsein im Mund

Juckreiz

Schwitzen

Muskelschmerzen

Rückenschmerzen

Fieber

Schwäche

Schüttelfrost

Infektionen

Gelegentliche Nebenwirkungen

Interstitielle Pneumonitis (Vernarbung der Lungenbläschen)

Krämpfe in den Atemwegen (Keuchen)

Von der Norm abweichende Röntgenaufnahme/Computertomographie der Brust (Vernarbung der

Lunge)

Seltene Nebenwirkungen

Herzattacke (Herzinfarkt)

Niedriger Blutdruck

Abschuppung der Haut, Geschwür oder Blasenbildung

Reaktionen an der Injektionsstelle

Sehr seltene Nebenwirkungen

Erhöhte Anzahl von Blutplättchen

Anaphylaktische Reaktion (schwere Überempfindlichkeit/allergische Reaktion)

Abschälen der Haut und schwere Blasenbildung der Haut

Thrombotische Mikroangiopathie: Gerinnsel, die sich in kleinen Blutgefäßen bilden

Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit

Unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie)

Akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen (schwere Lungenentzündung, die ein Lungenversagen

verursacht)

„Radiation Recall“- (ein Hautausschlag ähnlich einem schweren Sonnenbrand), kann auf der Haut

auftreten, die vorher einer Strahlentherapie ausgesetzt war

Flüssigkeit in der Lunge

Strahlentoxizität - Vernarbung der Lungenbläschen verbunden mit einer Strahlentherapie

Ischämische Kolitis (Entzündung der inneren Auskleidung des Dickdarms, verursacht durch eine

verminderte Blutversorgung)

Herzversagen

Nierenversagen

Gangrän der Finger oder Zehen

Schwerer Leberschaden, einschließlich Leberversagen

Schlaganfall

Sepsis: Wenn Bakterien und ihre Giftstoffe im Blut zirkulieren und beginnen, die Organe zu schädigen

Pseudocellulitis: Hautrötung mit Schwellungen

Sie können einige dieser Symptome und/oder Begleitumstände haben. Sie müssen Ihren Arzt

unverzüglich informieren, wenn Sie Anzeichen für diese Nebenwirkungen bemerken.

Wenn Sie sich wegen möglicher Nebenwirkungen sorgen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich

beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation

angegeben sind.

5.

WIE IST GEMCITABIN 1000 MG ARIES AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton (Verwendbar bis) angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Nicht im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.

Zubereitete Lösung: Das Produkt sollte unverzüglich verwendet werden. Wenn es wie angegeben

zubereitet wird, ist die chemische und physikalische Stabilität der zubereiteten Gemcitabin-Lösung für

35 Tage bei 25 °C belegt. Weitere Verdünnungen durch medizinisches Personal können vorgenommen

werden. Zubereitete Gemcitabin-Lösungen dürfen nicht im Kühlschrank gelagert oder eingefroren

werden, da eine Ausfällung auftreten kann.

Das Arzneimittel ist zur Einmalanwendung bestimmt. Nicht verwendete Lösung ist entsprechend

nationaler Anforderungen zu entsorgen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Gemcitabin 1000 mg aries enthält

Der Wirkstoff ist Gemcitabin.

Jede Durchstechflasche enthält 1000 mg Gemcitabin (als Gemcitabinhydrochlorid).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mannitol (E421), Natriumacetat-Trihydrat und Natriumhydroxid-Lösung.

Wie Gemcitabin 1000 mg aries aussieht und Inhalt der Packung

Gemcitabin 1000 mg aries ist ein weißes bis weißliches Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

in einer Durchstechflasche. Jede Durchstechflasche enthält 1000 mg Gemcitabin. Jede Packung von

Gemcitabin 1000 mg aries enthält 1 oder 5 Durchstechflaschen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Apocare Pharma GmbH

Hauptstrasse 198

33647 Bielefeld

Tel: 0521 97 17 47 9

Fax: 0521 98 91 18 98

e-mail: info@apocarepharma.de

Hersteller:

Apocare Pharma GmbH

Hauptstrasse 198

33647 Bielefeld

Tel: 0521 97 17 47 9

Fax: 0521 98 91 18 98

e-mail: info@apocarepharma.de

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet und genehmigt im 08/2019.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte oder medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise für die Anwendung, Handhabung und Entsorgung:

1. Verwenden Sie die erforderliche aseptische Technik bei der Zubereitung und weiteren Verdünnung

von Gemcitabin zur intravenösen Infusion.

2. Berechnen Sie die Dosis und die Anzahl der notwendigen Gemcitabin aries Durchstechflaschen.

Gemcitabin aries ist verfügbar in den Stärken 200 mg und 1000 mg.

3. Lösen Sie die 200 mg Durchstechflaschen mit 5 ml einer 0,9 % (9 mg/ml) sterilen

Natriumchloridlösung zur Injektion ohne Konservierungsmittel oder mit 25 ml einer 0,9 % (9 mg/ml)

sterilen Natriumchloridlösung zur Injektion ohne Konservierungsmittel für die 1000 mg

Durchstechflasche. Zur vollständigen Auflösung gut schütteln. Das Gesamtvolumen nach Zubereitung

beträgt 5,26 ml (200 mg Durchstechflasche) oder 26,3 ml (1000 mg Durchstechflasche). Diese

Verdünnung ergibt eine Gemcitabin-Konzentration von 38 mg/ml, die das Verdrängungsvolumen

durch das lyophilisierte Pulver mit einberechnet. Eine weitere Verdünnung mit steriler 0,9 % (9

mg/ml) Natriumchloridlösung zur Injektion ohne Konservierungsmittel kann vorgenommen werden.

Die resultierende Lösung ist klar und farblos bis leicht strohfarben.

4. Parenteral zu applizierende Medikamente sollten vor der Anwendung auf Partikel und Verfärbung

kontrolliert werden. Nicht anwenden, wenn Partikel sichtbar sind.

5. Zubereitete Gemcitabin-Lösungen dürfen nicht gekühlt aufbewahrt werden, da eine Ausfällung

auftreten kann. Eine chemische und physikalische Stabilität wurde für 35 Tage bei 25 °C belegt. Aus

mikrobiologischen Gründen sollte die Lösung unmittelbar verwendet werden. Wird sie nicht

unmittelbar verwendet, ist der Anwender verantwortlich für Aufbewahrungszeit und -dauer vor der

Anwendung. Diese sollte normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei Raumtemperatur betragen, es

sei denn, die Lösung wurde unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen zubereitet

/verdünnt.

6. Gemcitabin-Lösungen sind zur Einmalanwendung bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel oder

Abfallmaterial sind entsprechend nationaler Anforderungen zu entsorgen.

Zubereitung und Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung

Bei der Zubereitung und Entsorgung der Infusionslösung müssen die üblichen Vorsichtsmaßnahmen

für Zytostatika beachtet werden. Die Handhabung der Infusionslösung sollte in einer Sicherheitsbox

geschehen und es sollten ein Schutzkittel und Handschuhe getragen werden. Steht keine

Sicherheitsbox zur Verfügung, sollte die Ausstattung um eine Maske und Sicherheitsgläser ergänzt

werden.

Bei Kontakt des Arzneimittels mit den Augen kann es zu schwerwiegenden Reizungen kommen. Die

Augen sollten sofort und gründlich mit Wasser ausgewaschen werden. Kommt es zu einer bleibenden

Reizung, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn Lösung auf die Haut gerät, sollten Sie gründlich

mit Wasser spülen.

Entsorgung

Nicht verwendete Arzneimittel sollten entsprechend den nationalen Anforderungen entsorgt werden.

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Gemcitabin 1000 mg aries, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Durchstechflasche enthält Gemcitabinhydrochlorid entsprechend 1000 mg Gemcitabin.

Nach Zubereitung enthält die Lösung 38 mg/ml Gemcitabin.

Sonstige Bestandteile

Jede 1000 mg Durchstechflasche enthält bis zu 20,3 mg Natrium.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung.

Weißes bis weißliches Pulver.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Gemcitabin ist in Kombination mit Cisplatin zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder

metastasierten Harnblasenkarzinoms angezeigt.

Gemcitabin ist zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem

Adenokarzinom des Pankreas angezeigt.

Gemcitabin ist in Kombination mit Cisplatin als Erstlinientherapie von Patienten mit lokal

fortgeschrittenem oder metastasiertem nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) angezeigt.

Eine Gemcitabin-Monotherapie kann bei älteren Patienten oder solchen mit einem Performance

Status 2 in Betracht gezogen werden.

Gemcitabin ist in Kombination mit Carboplatin zur Behandlung von Patientinnen mit lokal

fortgeschrittenem oder metastasiertem epithelialen Ovarialkarzinom, bei Patientinnen mit einem

Rezidiv nach einer rezidivfreien Zeit von mindestens 6 Monaten nach einer platinbasierten

Erstlinientherapie angezeigt.

Gemcitabin ist angezeigt in Kombination mit Paclitaxel für die Behandlung von Patientinnen mit

nicht operablem, lokal rezidiviertem oder metastasiertem Brustkrebs, bei denen es nach einer

adjuvanten/neoadjuvanten Chemotherapie zu einem Rezidiv kam. Die vorausgegangene

Chemotherapie sollte ein Anthracyclin enthalten haben, sofern dieses nicht klinisch kontraindiziert

war.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Gemcitabin aries ist verfügbar in den Stärken 200 mg und 1000 mg.

Die Behandlung mit Gemcitabin sollte nur durch einen Arzt mit Chemotherapieerfahrung bei

Krebserkrankungen erfolgen.

Empfohlene Dosierung

Harnblasenkarzinom

Kombinationstherapie

Die empfohlene Dosis für Gemcitabin beträgt 1000 mg/m² Körperoberfläche, über einen Zeitraum

von 30 Minuten intravenös infundiert. Die Dosis sollte an den Tagen 1, 8 und 15 jedes 28-tägigen

Behandlungszyklus in Kombination mit Cisplatin gegeben werden. Cisplatin wird in einer Dosis

von 70 mg/m² Körperoberfläche am Tag 1 nach Gemcitabin oder am Tag 2 jedes 28-tägigen

Behandlungszyklus gegeben. Dieser vierwöchige Zyklus wird anschließend wiederholt.

Eine Dosisreduktion, abhängig von dem beim Patienten auftretenden Toxizitätsgrad, kann entweder

während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.

Pankreaskarzinom

Die empfohlene Dosis für Gemcitabin beträgt 1000 mg/m² Körperoberfläche über einen Zeitraum

von 30 Minuten intravenös infundiert. Dies sollte während eines Zeitraums von sieben Wochen

einmal wöchentlich wiederholt werden. Danach folgt eine Woche Pause. In den anschließenden

Behandlungszyklen sollte die Infusion über einen Zeitraum von 3 Wochen einmal wöchentlich

gegeben werden, gefolgt von einer Woche Pause. Eine Dosisreduktion, abhängig vom

Toxizitätsgrad, kann entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten

Behandlungszyklus erfolgen.

Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom

Monotherapie

Die empfohlene Dosis für Gemcitabin beträgt 1000 mg/m² Körperoberfläche als 30 minütige

intravenöse Infusion. Diese wird einmal wöchentlich für einen Zeitraum von 3 Wochen wiederholt,

gefolgt von einer Woche Pause. Dieser 4-Wochen-Zyklus wird anschließend wiederholt. Eine

Dosisreduktion, abhängig von Grad der Toxizität beim Patienten, kann entweder während eines

laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.

Kombinationstherapie

Die empfohlene Dosis für Gemcitabin beträgt 1250 mg/m² Körperoberfläche an den Tagen 1 und 8

des Behandlungszyklus (21 Tage) als 30 minütige intravenöse Infusion. Eine Dosisreduktion,

abhängig vom Grad der Toxizität beim Patienten, kann entweder während eines laufenden

Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen. Cisplatin wurde in

Dosierungen von 75-100 mg/m

einmal alle 3 Wochen eingesetzt.

Brustkrebs

Kombinationstherapie

Für die Kombination von Gemcitabin mit Paclitaxel werden eine intravenöse Infusion von

Paclitaxel (175 mg/m

Körperoberfläche) über einen Zeitraum von etwa 3 Stunden am Tag 1 jedes

21-tägigen Behandlungszyklus und anschließend an den Tagen 1 und 8 eine intravenöse Infusion

von Gemcitabin (1250 mg/m

Körperoberfläche) über einen Zeitraum von 30 Minuten empfohlen.

Eine Dosisreduktion, abhängig von dem bei der Patientin auftretenden Toxizitätsgrad, kann

entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus

erfolgen.

Vor der Anwendung der Kombination von Gemcitabin und Paclitaxel sollte die Patientin eine

absolute Granulozytenzahl von mindestens 1500 (x 10

/l) haben.

Ovarialkarzinom

Kombinationstherapie

Für Gemcitabin in Kombination mit Carboplatin wird eine Dosis von 1000 mg Gemcitabin/m

Körperoberfläche an den Tagen 1 und 8 jedes 21-tägigen Behandlungszyklus, über einen Zeitraum

von 30 Minuten intravenös infundiert, empfohlen. Nach Gemcitabin wird Carboplatin am Tag 1

gegeben, wobei eine Area under curve (AUC) von 4,0 mg/ml·min erreicht werden sollte. Eine

Dosisreduktion, abhängig vom Toxizitätsgrad, kann entweder während eines laufenden

Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.

Monitoring der Toxizitäten und Dosisanpassung aufgrund der Toxizität

Dosisanpassung aufgrund nicht hämatologischer Toxizität

Regelmäßige körperliche Untersuchungen und eine Kontrolle der Nieren- und Leberfunktion

müssen durchgeführt werden, um nicht-hämatologische Toxizitäten festzustellen. Eine

Dosisreduktion, abhängig von dem bei dem Patienten auftretenden Toxizitätsgrad, kann entweder

während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.

Generell muss eine Therapie mit Gemcitabin bei schwerer (Grade 3 oder 4) nicht-hämatologischer

Toxizität, mit Ausnahme von Übelkeit/Erbrechen, abhängig von der Beurteilung des behandelnden

Arztes ausgesetzt werden oder die Dosis reduziert werden. Die nächste Gabe muss ausgesetzt

werden, bis die Toxizität nach Beurteilung des Arztes abgeklungen ist.

Zu Dosisanpassungen von Cisplatin, Carboplatin und Paclitaxel in einer Kombinationstherapie,

sehen Sie bitte in den entsprechenden Fachinformationen nach.

Dosisanpassung aufgrund der hämatologischen Toxizität:

Beginn eines Zyklus

Bei allen Indikationen muss der Patient vor jeder Dosis hinsichtlich Thrombozyten- und

Granulozytenzahl überwacht werden. Die Patienten müssen mindestens absolute

Granulozytenzahlen von 1500 (x 10

/l) und Thrombozytenzahlen von 100.000 (x 10

/l) vor dem

Beginn eines Zyklus haben.

Innerhalb eines Zyklus

Dosisanpassungen von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus müssen nach folgenden Tabellen

vorgenommen werden:

Dosisanpassung von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus für Blasenkarzinom, NSCLC und

Pankreaskarzinom, bei Monotherapie oder in Kombination mit Cisplatin

absolute Granulozytenzahl

(x 10

6

/l)

Thrombozytenzahl

(x 10

6

/l)

Prozent der vollen

Gemcitabin-Dosis (%)

> 1000

> 100.000

500 - 1000

oder

50.000 - 100.000

< 500

oder

< 50.000

Unterbrechung der

Behandlung *

* Die ausgesetzte Behandlung kann innerhalb eines Zyklus erst wieder begonnen werden, wenn die

Gesamtgranulozytenzahl mindestens 500 x 10

/l und die Thrombozytenzahl 50.000 x 10

/l erreicht.

Dosisanpassung von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus für Brustkrebs in Kombination mit

Paclitaxel

absolute Granulozytenzahl

(x 10

6

/l)

Thrombozytenzahl

(x 10

6

/l)

Prozent der vollen

Gemcitabin-Dosis (%)

≥ 1200

> 75.000

1000 - <1200

oder

50.000 - 75.000

700 - <1000

≥ 50.000

< 700

oder

< 50.000

Unterbrechung der

Behandlung *

*Die ausgesetzte Behandlung kann im gleichen Zyklus nicht wieder begonnen werden. Die Behandlung

kann an Tag 1 des nächsten Zyklus wieder begonnen werden, wenn die Gesamtgranulozytenzahl

mindestens 1.500 x 10

/l und die Thrombozytenzahl 100.000 x 10

/l erreicht.

Dosisanpassung von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus für Ovarialkarzinom, in Kombination

mit

Carboplatin

absolute Granulozytenzahl

(x 10

6

/l)

Thrombozytenzahl

(x 10

6

/l)

Prozent der vollen

Gemcitabin-Dosis (%)

> 1500

> 100.000

1000 - 1500

oder

75.000 - 100.000

< 1000

oder

< 75.000

Unterbrechung der

Behandlung *

*Die ausgesetzte Behandlung kann im gleichen Zyklus nicht wieder begonnen werden. Die Behandlung

kann an Tag 1 des nächsten Zyklus wieder begonnen werden, wenn die Gesamtgranulozytenzahl

mindestens 1.500 x 10

/l und die Thrombozytenzahl 100.000 x 10

/l erreicht.

Dosisanpassung aufgrund hämatologischer Toxizitäten bei zukünftigen Behandlungszyklen für alle

Indikationen

Die Gemcitabindosis sollte auf 75% der ursprünglichen Dosis des Zyklus reduziert werden, wenn

folgende hämatologische Toxizitäten auftreten:

absolute Granulozytenzahl < 500 x 10

/l länger als 5 Tage

absolute Granulozytenzahl < 100 x 10

/l länger als 3 Tage

febrile Neutropenie

Thrombozyten < 25.000 x 10

Verschieben des nächsten Behandlungszyklus um mehr als eine Woche aufgrund von

Toxizität

Art der Anwendung

Gemcitabin wird während der Infusion gut vertragen und kann ambulant gegeben werden. Wenn es

zu einem Extravasat kommt, muss im Allgemeinen die Infusion sofort gestoppt und in einem

anderen Blutgefäß neu begonnen werden. Der Patient sollte nach der Infusion sorgfältig überwacht

werden.

Hinweise zur Zubereitung, siehe Abschnitt 6.6.

Spezielle Patientengruppen

Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion

Gemcitabin muss bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz mit Vorsicht angewendet

werden, da es zu wenig Informationen aus klinischen Prüfungen für eine klare Dosisempfehlung

für diese Patienten gibt.

(siehe Abschnitte 4.4. und 5.2.).

Ältere Patienten (> 65 Jahre)

Gemcitabin wurde bei Patienten über 65 Jahren gut vertragen. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass

eine Dosisanpassung bei Älteren, außer der bei allen Patienten empfohlenen erforderlich ist (siehe

Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche (< 18 Jahren)

Gemcitabin wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund

unzureichender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Gemcitabin oder einen der sonstigen Bestandteile.

Stillen (siehe Abschnitt 4.6).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Eine Verlängerung der Infusionszeit und Verkürzung des Zeitabstands zwischen den Dosen

erhöhen die Toxizität.

Hämatologische Toxizität

Gemcitabin kann die Knochenmarksfunktion unterdrücken. Dies manifestiert sich als Leukopenie,

Thrombozytopenie und Anämie.

Patienten, die Gemcitabin erhalten, müssen vor jeder Dosis hinsichtlich Thrombozyten-,

Leukozyten- und Granulozytenzahl überwacht werden. Ein Aussetzen oder eine Anpassung der

Therapie sollte in Erwägung gezogen werden, wenn eine Gemcitabin-induzierte

Knochenmarkdepression aufgetreten ist. (siehe Abschnitt 4.2.). Allerdings ist die

Myelosuppression von kurzer Dauer und führt üblicherweise nicht zu Dosisreduktionen und selten

zum Absetzen. Die peripheren Blutwerte können weiter absinken, nachdem die Behandlung mit

Gemcitabin beendet wurde. Bei Patienten mit eingeschränkter Knochenmarkfunktion sollte die

Behandlung mit Vorsicht begonnen werden. Wie bei anderen Behandlungen mit zytotoxischen

Substanzen, muss das Risiko einer kumulativen Knochenmarkshemmung beachtet werden, wenn

Gemcitabin zusammen mit anderer Chemotherapie gegeben wird.

Leberinsuffizienz

Wird Gemcitabin Patienten mit Lebermetastasen oder Hepatitis, Alkoholismus oder Leberzirrhose

in der Vorgeschichte gegeben, kann es zu einer Verschlechterung der bestehenden

Leberinsuffizienz kommen.

Nieren und Leberfunktion (einschließlich virologische Tests) müssen in regelmäßigen Abständen

anhand der Blutwerte überprüft werden.

Gemcitabin muss bei Patienten mit Leberinsuffizienz oder Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden, da es zu wenig Informationen aus klinischen

Prüfungen für eine klare Dosisempfehlung für diese Patienten gibt (siehe Abschnitt 4.2.)

Gleichzeitige Strahlentherapie

Gleichzeitige Strahlentherapie (gleichzeitig oder im Abstand von ≤ 7 Tagen): Es wurden

Toxizitäten berichtet (siehe Abschnitt 4.5 zu weiteren Einzelheiten und Empfehlungen).

Lebendimpfstoffe

Gelbfieberimpfungen und andere attenuierte Lebendimpfstoffe werden bei Patienten, die mit

Gemcitabin behandelt werden, nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Aufgrund des Risikos von kardialen und/oder vaskulären Funktionsstörungen mit Gemcitabin, ist

besondere Vorsicht bei Patienten mit kardiovaskulären Ereignissen in der Anamnese erforderlich.

Lungenerkrankungen

Auswirkungen auf die Lunge, manchmal schwerwiegende (wie Lungenödem, interstitielle

Pneumonitis oder akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen (ARDS)) wurden im

Zusammenhang mit einer Gemcitabin-Therapie berichtet. Die Ätiologie dieser Ereignisse ist nicht

bekannt. In solchen Fällen muss der Abbruch der Gemcitabin-Behandlung in Betracht gezogen

werden. Frühzeitige supportive Maßnahmen können zur Besserung der Beschwerden beitragen.

Erkrankungen der Nieren

Klinische Befunde, übereinstimmend mit einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), wurden

selten berichtet bei Patienten, die Gemcitabin erhielten (siehe Abschnitt 4.8.). Die Behandlung mit

Gemcitabin sollte bei den ersten Anzeichen einer mikroangiopathischen hämolytischen Anämie

abgebrochen werden, wie bei schnell abnehmenden Hämoglobinwerten mit gleichzeitiger

Thrombozytopenie, Erhöhung von Serumbilirubin, Serumkreatinin, Harnstoff oder LDH. Ein

Nierenversagen ist möglicherweise bei Absetzen der Therapie nicht reversibel und kann eine

Dialyse erfordern.

Fertilität

In Fertilitätsstudien hat Gemcitabin bei männlichen Mäusen Hypospermatogenese verursacht (siehe

Abschnitt 5.3). Daher wird Männern, die mit Gemcitabin behandelt werden, empfohlen während

der Behandlung und bis zu 6 Monaten danach kein Kind zu zeugen und sich wegen der

Möglichkeit einer Infertilität durch die Therapie mit Gemcitabin über eine Kryokonservierung von

Sperma beraten zu lassen (siehe Abschnitt 4.6).

Natrium

Gemcitabin 1000 mg aries enthält 20,3 mg Natrium pro Durchstechflasche. Dieses sollte in

Betracht gezogen werden bei Patienten mit einer kontrollierten Natrium-Diät.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine speziellen Wechselwirkungsstudien durchgeführt (siehe Abschnitt 5.2)

Strahlentherapie

Gleichzeitige Strahlentherapie (gleichzeitig oder im Abstand von ≤ 7 Tagen): Die Toxizität dieser

kombinierten Behandlung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der

Gemcitabin Dosis, der Häufigkeit der Gemcitabin Gabe, der Strahlendosis, der Vorbereitung der

Strahlenanwendung, dem bestrahlten Gewebe und dem bestrahlten Volumen. Präklinische und

klinische Studien haben gezeigt, dass Gemcitabin eine strahlensensibilisierende Wirkung hat.

In einer einzelnen klinischen Studie, in der Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom in

bis zu 6 aufeinander folgenden Wochen jeweils bis zu 1000 mg/m

Gemcitabin gleichzeitig mit

einer Bestrahlung des Thorax gegeben wurde, wurden schwerwiegende und möglicherweise

lebensbedrohliche Mukositiden, insbesondere Ösophagitis und Pneumonitis, beobachtet, speziell

bei Patienten, bei denen ein großes Volumen bestrahlt wurde (mittlere Behandlungsvolumina

4795 cm

Später durchgeführte Studien haben gezeigt, dass es möglich ist, Gemcitabin in niedrigerer

Dosierung gleichzeitig mit einer Strahlentherapie zu geben bei berechenbarer Toxizität, wie eine

Phase II-Studie bei NSCLC-Patienten, in der eine Bestrahlung des Thorax mit Dosen von 66 Gy

gleichzeitig mit einer Verabreichung von Gemcitabin (600 mg/m² vier mal) und Cisplatin

(80 mg/m² zwei mal) innerhalb von 6 Wochen gegeben wurde. Das optimale Dosierungsschema für

die sichere Anwendung von Gemcitabin zusammen mit therapeutischen Strahlendosen ist jedoch

nicht für alle Tumorarten bekannt.

Nicht gleichzeitig (im Abstand von > 7 Tagen): Die Analyse der Daten ergibt keine erhöhte

Toxizität, wenn Gemcitabin mehr als 7 Tage vor oder nach einer Bestrahlung gegeben wird, mit

Ausnahme eines „Radiation Recall“ Phänomens.

Aus den Daten lässt sich schließen, dass eine Behandlung mit Gemcitabin begonnen werden kann,

nachdem die akuten Wirkungen der Strahlentherapie abgeklungen sind bzw. mindestens eine

Woche nach der Bestrahlung.

Strahlenschäden am bestrahlten Gewebe (z.B. Ösophagitis, Kolitis und Pneumonitis) wurden im

Zusammenhang mit der gleichzeitigen und nichtgleichzeitigen Anwendung von Gemcitabin

berichtet.

Andere

Eine Gelbfieberimpfung und andere attenuierte Lebendimpfstoffe werden nicht empfohlen

aufgrund des Risikos einer systemischen, möglicherweise tödlichen Erkrankung, insbesondere bei

immunsupprimierten Patienten.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine adäquaten Daten zur Anwendung von Gemcitabin bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3.).

Aufgrund der Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien und des Wirkungsmechanismus, darf die

Substanz nicht in der Schwangerschaft angewendet werden, außer wenn unbedingt erforderlich.

Frauen sollten angewiesen werden, während einer Behandlung mit Gemcitabin nicht schwanger zu

werden und Ihren behandelnden Arzt unverzüglich zu informieren, wenn dieses trotzdem eintreten

sollte.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Gemcitabin in der Muttermilch ausgeschieden wird und Nebenwirkungen

beim gestillten Kind können nicht ausgeschlossen werden. Während einer Gemcitabin-Behandlung

muss abgestillt werden.

Fertilität

In Fertilitätsstudien verursachte Gemcitabin bei männlichen Mäusen eine reversible

Hypospermatogenese (siehe Abschnitt 5.3). Daher wird Männern empfohlen, während der

Behandlung mit Gemcitabin und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich wegen der

Möglichkeit der Infertilität durch eine Gemcitabin-Therapie über eine Kryokonservierung von

Sperma beraten zu lassen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen durchgeführt. Jedoch kann Gemcitabin leichte bis mäßige Schläfrigkeit verursachen,

insbesondere im Zusammenwirken mit Alkohol. Die Patienten müssen vor der aktiven Teilnahme

am Verkehr oder dem Bedienen von Maschinen gewarnt werden, solange nicht gesichert ist, dass

sie nicht schläfrig werden.

4.8 Nebenwirkungen

Zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Gemcitabin-

Behandlung gehören: Übelkeit mit oder ohne Erbrechen, erhöhte Transaminasen (AST, ALT) und

alkalische Phosphatase, berichtet bei etwa 60% der Patienten; Proteinurie und Hämaturie, berichtet

bei etwa 50% der Patienten; Atemnot, berichtet bei 10-40% der Patienten (die höchste Inzidenz bei

Patienten mit Lungenkrebs); allergische Hautausschläge treten bei etwa 25% der Patienten auf und

sind bei etwa 10% der Patienten mit Juckreiz verbunden.

Die Häufigkeit und der Schweregrad der Nebenwirkungen hängen von der Dosis, der

Infusionsgeschwindigkeit und dem Abstand zwischen den einzelnen Dosen ab (siehe Abschnitt

4.4). Dosisbegrenzende Nebenwirkungen sind eine Abnahme der Thrombozyten-, Leukozyten- und

Granulozytenzahl (siehe Abschnitt 4.2).

Daten aus klinischen Prüfungen

Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 - <1/10),

gelegentlich (≥1/1000 - <1/100), selten (≥1/10.000 - <1/1000), sehr selten (<1/10.000), nicht

bekannt (Häufigkeit aufgrund der vorliegenden Daten nicht abschätzbar).

Die folgende Tabelle von Nebenwirkungen und Häufigkeiten beruht auf Daten aus klinischen

Studien. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Systemorganklassen

Häufigkeitsgruppe

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig

Infektionen

Nicht bekannt

Sepsis

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Sehr häufig

Leukopenie (Neutropenie Grad 3 = 19,3%;

Grad 4 = 6%). Die

Knochenmarkssuppression ist

üblicherweise leicht bis mäßig und betrifft

meistens die Granulozytenzahl (siehe

Abschnitt 4.2)

Thrombozytopenie

Anämie

Häufig

Febrile Neutropenie

Sehr selten

Thrombozytose

Thrombotische Mikroangiopathie

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten

Anaphylaktoide Reaktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig

Appetitlosigkeit

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Kopfschmerzen

Schläfrigkeit

Schlaflosigkeit

Herzerkrankungen

Selten

Myokardinfarkt

Gefäßerkrankungen

Selten

Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums

Mediastinums

Sehr häufig

Dyspnoe - üblicherweise leicht und schnell

ohne Behandlung abklingend

Häufig

Husten

Schnupfen

Gelegentlich

interstitielle Pneumonitis (siehe Abschnitt

4.4)

Bronchospasmus - üblicherweise leicht

und vorübergehend, kann aber auch

parenterale Behandlung erfordern

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig

Übelkeit

Erbrechen

Häufig

Durchfall

Stomatitis und Ulzeration der

Mundschleimhaut

Verstopfung

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig

Erhöhung von Transaminasen (AST und

ALT), alkalischer Phosphatase

Häufig

erhöhtes Bilirubin

Selten

Erhöhte Gammaglutamyl Transferase

(GGT)

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Sehr häufig

Allergischer Hautausschlag, häufig

begleitet von Juckreiz

Haarausfall

Häufig

Juckreiz

Schwitzen

Selten

Ulzeration

Blasen- und Geschwürbildung

Abschuppung

Sehr selten

Schwere Hautreaktionen, einschließlich

Abschuppung und Ausschlag mit

Blasenbildung

Nicht bekannt

Pseudocellulitis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Häufig

Rückenschmerzen

Muskelschmerzen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr häufig

Hämaturie

Leichte Proteinurie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am

Verabreichungsort

Sehr häufig

Grippeähnliche Symptome - die häufigsten

Symptome waren Fieber, Kopfschmerzen,

Rückenschmerzen, Schüttelfrost,

Muskelschmerzen, Schwäche und

Appetitlosigkeit. Husten, Schnupfen,

Unwohlsein, Schwitzen und

Schlafstörungen wurden auch berichtet.

Ödeme/periphere Ödeme, einschließlich

Gesichtsödeme. Die Ödeme sind

üblicherweise reversibel nach Beendigung

der Behandlung.

Häufig

Fieber

Asthenie

Schüttelfrost

Selten

Reaktionen an der Injektionsstelle,

üblicherweise leichter Art

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe

bedingte Komplikationen

Strahlenschäden (siehe Abschnitt 4.5)

Erfahrungen nach der Markteinführung (Spontanberichte), Häufigkeit unbekannt (kann aus den

vorliegenden Daten nicht bestimmt werden)

Erkrankungen des Nervensystems

Schlaganfall

Herzerkrankungen

Arrhythmie, überwiegend supraventrikulär

Herzinsuffizienz

Gefäßerkrankungen

Klinische Anzeichen einer peripheren Vaskulitis und einer Gangrän

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Lungenödem

Akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Ischämische Kolitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Schwere Lebertoxizität, einschließlich Leberversagen und Tod

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Schwere Hautreaktionen, einschließlich Abschuppung und Ausschlag mit Blasenbildung, Lyell

Syndrom, Steven-Johnson Syndrom

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenversagen (siehe Abschnitt 4.4)

Hämolytisch-urämisches Syndrom (siehe Abschnitt 4.4)

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Radiation Recall

Kombinationstherapie bei Brustkrebs

Die Häufigkeit von Grad 3 und 4 hämatologischen Toxizitäten, insbesondere Neutropenie, nimmt

zu, wenn Gemcitabin in Kombination mit Paclitaxel eingesetzt wird. Allerdings ist die Zunahme

dieser Nebenwirkungen nicht mit einer erhöhten Inzidenz von Infektionen oder

Blutungsereignissen verbunden. Fatigue und febrile Neutropenie treten häufiger auf, wenn

Gemcitabin in Kombination mit Paclitaxel verwendet wird. Fatigue, die nicht mit einer Anämie

verbunden ist, klingt üblicherweise nach dem ersten Zyklus ab.

Grad 3 und 4 Nebenwirkungen

Paclitaxel versus Gemcitabin plus Paclitaxel

Anzahl (%) der Patienten

Paclitaxel Arm

(N = 259)

Gemcitabin plus

Paclitaxel Arm (N = 262)

Grad 3

Grad 4

Grad 3

Grad 4

Hämatologisch

Anämie

5 (1,9)

1 (0,4)

15 (5,7)

3 (1,1)

Thrombozytopenie

14 (5,3)

1 (0,4)

Neutropenie

11 (4,2)

17 (6,6)*

82 (31,3)

45 (17,2)*

Nicht-Hämatologisch

Febrile Neutropenie

3 (1,2)

12 (4,6)

1 (0,4)

Fatigue

3 (1,2)

1 (0,4)

15 (5,7)

2 (0,8)

Diarrhoe

5 (1,9)

8 (3,1)

Motorische Neuropathie

2 (0,8)

6 (2,3)

1 (0,4)

Sensorische Neuropathie

9 (3,5)

14 (5,3)

1 (0,4)

*Eine für mehr als 7 Tage anhaltende Grad 4 Neutropenie trat bei 12,6% der Patienten im

Kombinationsarm und 5,0% der Patienten im Paclitaxelarm auf.

Kombinationstherapie bei Harnblasenkarzinom

Grad 3 und 4 Nebenwirkungen

MVAC versus Gemcitabin plus Cisplatin

Anzahl (%) der Patienten

MVAC (Methotrexat,

Vinblastin,

Doxorubicin und

Cisplatin) Arm

(N=196)

Gemcitabin plus Cisplatin

(N=200)

Grad 3

Grad 4

Grad 3

Grad 4

Hämatologisch

Anämie

30 (16)

4 (2)

47 (24)

7 (4)

Thrombozytopenie

15 (8)

25 (13)

57 (29)

57 (29)

Nicht-Hämatologisch

Übelkeit und

Erbrechen

37 (19)

3 (2)

44 (22)

0 (0)

Diarrhoe

15 (8)

1 (1)

6 (3)

0 (0)

Infektion

19 (10)

10 (5)

4 (2)

1 (1)

Stomatitis

34 (18)

8 (4)

2 (1)

0 (0)

Kombinationtherapie beim Ovarialkarzinom

Grad 3 und 4 Nebenwirkungen

Carboplatin versus Gemcitabin plus Carboplatin

Anzahl (%) der Patienten

Carboplatin Arm

(N=174)

Gemcitabin plus

Carboplatin Arm

(N=175)

Grad 3

Grad 4

Grad 3

Grad 4

Hämatologisch

Anämie

10 (5,7)

4 (2,3)

39 (22,3)

9 (5,1)

Neutropenie

19 (10,9)

2 (1,1)

73 (41,7)

50 (28,6)

Thrombozytopenie

18 (10,3)

2 (1,1)

53 (30,3)

8 (4,6)

Leukopenie

11 (6,3)

1 (0,6)

84 (48,0)

9 (5,1)

Nicht-Hämatologisch

Hämorrhagie

0 (0)

0 (0)

3 (1,8)

0 (0)

Febrile Neutropenie

0 (0)

0 (0)

2 (1,1)

0 (0)

Infektion ohne

Neutropenie

0 (0)

0 (0)

0 (0)

1 (0,6)

Eine sensorische Neuropathie war ebenso häufiger im Kombinationsarm als bei Carboplatin-

Monotherapie.

4.9 Überdosierung

Es gibt kein Antidot bei einer Überdosierung mit Gemcitabin. Einzeldosen von bis zu 5700 mg/m²

Körperoberfläche wurden alle 2 Wochen als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von

30 Minuten gegeben, mit klinisch akzeptabler Toxizität. Wenn der Verdacht einer Überdosierung

besteht, sollten die Blutzellwerte des Patienten überwacht werden und eine geeignete Behandlung,

wie benötigt, begonnen werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Pyrimidin-Analoga ATC-Code L01BC05

Zytotoxische Aktivität in Zellkulturmodellen: Gemcitabin wirkt in zahlreichen Kulturen von

menschlichen und murinen Tumorzellen deutlich zytotoxisch. Es wirkt zellphasenspezifisch, wobei

hauptsächlich Zellen während der DNS-Synthese (S-Phase) abgetötet werden; unter bestimmten

Bedingungen wird die Zellprogression am Übergang von der G1- zur S-Phase blockiert. Die

zytotoxische Wirkung von Gemcitabin in vitro ist sowohl konzentrations- als auch zeitabhängig.

Antitumor-Aktivität in präklinischen Modellen: Die Antitumoraktivität von Gemcitabin in

Tumormodellen am Tier ist abhängig von der Häufigkeit der Verabreichung. Wird Gemcitabin

täglich verabreicht, ist die Letalität unter den Tieren bei relativ geringer Antitumor-Aktivität

deutlich erhöht. Wenn dagegen Gemcitabin jeden dritten oder vierten Tag verabreicht wird, können

Mäusen nicht-letale Dosen mit hervorragender Aktivität gegen eine Reihe von Tumoren

verabreicht werden.

Wirkmechanismus

Zellmetabolismus und Wirkmechanismus: Gemcitabin (dFdC), ein Pyrimidin-Antimetabolit, wird

durch Nucleosidkinasen intrazellulär zu dem wirksamen Diphosphat-Nukleosid (dFdCDP) und

Triphosphat-Nukleosid (dFdCTP) metabolisiert. Die zytotoxische Wirkung von Gemcitabin beruht

auf der Hemmung der DNA Synthese durch zwei Wirkungen von dFdCDP und dFdCTP. Zum

einen blockiert dFdCDP die Ribonukleotidreduktase, die die Reaktion katalysiert, welche

Deoxynukleosidtriphosphate (dCTP) für die DNS-Synthese liefert. Die Hemmung dieses Enzyms

durch dFdCDP bewirkt eine allgemeine Reduktion der Konzentration von Deoxynukleosiden und

speziell von dCTP. Zum zweiten konkurriert dFdCTP mit dCTP um den Einbau in die DNS

(Selbst-Potenzierung). Außerdem kann in geringem Ausmaß ebenfalls Gemcitabin in die RNS

eingebaut werden. Durch die Reduktion an intrazellulärem dCTP wird der Einbau von dFdCTP in

die DNS verstärkt. Die DNS-Polymerase Epsilon ist nicht in der Lage, Gemcitabin zu entfernen

und die gebildeten DNS-Stränge zu reparieren. Nachdem Gemcitabin in die DNS eingebaut wurde,

erfolgt der Einbau eines weiteren Nukleotids in den DNS-Strang. Nach diesem Einbau resultiert

eine vollständige Hemmung der weiteren DNS-Synthese (maskierter Kettenabbruch). Nach Einbau

in die DNS scheint Gemcitabin den programmierten Zelltod (Apoptose) zu induzieren.

Klinische Daten

Harnblasenkarzinom

Eine randomisierte Phase III Studie mit 405 Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasierten

Urothelkarzinom zeigte keine Unterschiede zwischen den zwei Behandlungsarmen

Gemcitabin/Cisplatin versus Methotrexat/Vinblastin/Adriamycin/Cisplatin (MVAC), in Bezug auf

das mittlere Überleben (12,8 und 14,8 Monate, p=0,547), Zeit bis zur Tumorprogression (7,4 und

7,6 Monate, p=0,842) und Ansprechrate (49,4% und 45,7%, p=0,512). Allerdings hatte die

Kombination von Gemcitabin und Cisplatin ein besseres Toxizitätsprofil als MVAC.

Pankreaskarzinom

In einer randomisierten Phase III Studie bei 126 Patienten mit fortgeschrittenem oder

metastasierten Pankreaskarzinom, zeigte Gemcitabin eine statistisch signifikant höhere

Ansprechrate hinsichtlich eines klinischen Nutzen („clinical benefit response“) als 5-Fluorouracil

(23,8% und 4,8%, p=0,0022). Ebenso wurde bei Patienten, die mit Gemcitabin behandelt wurden,

im Vergleich zu 5-Fluorouracil eine statistisch signifikante Verlängerung der Zeit bis zum Progress

von 0,9 auf 2,3 Monate (log-rank p<0,0002) und eine statistisch signifikante Verlängerung des

mittleren Überlebens von 4,4 auf 5,7 Monate (log-rank p<0,0024) beobachtet.

Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom

In einer randomisierten Phase III Studie bei 522 Patienten mit inoperablem, lokal fortgeschrittenem

oder metastasierten NSCLC, zeigte Gemcitabin in Kombination mit Cisplatin eine statistisch

signifikant höhere Ansprechrate als Cisplatin alleine (31,0% und 12,0%, p<0,0001). Eine statistisch

signifikante Verlängerung der Zeit bis zur Progression, von 3,7 auf 5,6 Monate (log-rank

p<0,0012) und eine statistisch signifikante Verlängerung des mittleren Überlebens von

7,6 Monaten auf 9,1 Monate (log-rank p<0,004) wurde bei Patienten, die mit Gemcitabin/Cisplatin

behandelt wurden beobachtet, verglichen mit Cisplatin alleine.

In einer anderen randomisierten Phase III Studie von 135 Patienten mit NSCLC im Stadium IIIB

oder IV zeigteeine Kombination von Gemcitabin und Cisplatin eine statistisch signifikant höhere

Ansprechrate als eine Kombination von Cisplatin und Etoposid (40,6% und 21,2 %, p=0,025). Eine

statistisch signifikante Verlängerung der Zeit bis zum Progress von 4,3 auf 6,9 Monate (p=0,014)

wurde bei mit Gemcitabin/Cisplatin im Vergleich zu den mit Etoposid/Cisplatin behandelten

Patienten beobachtet.

In beiden Studien wurde eine vergleichbare Verträglichkeit in den zwei Behandlungsarmen

gefunden.

Ovarialkarzinom

In einer randomisierten Phase III Studie wurden 356 Patienten mit fortgeschrittenem epithelialen

Ovarialkarzinom mit einem Rezidiv mindestens 6 Monate nach Abschluss einer platinhaltigen

Therapie randomisiert auf eine Therapie mit Gemcitabin und Carboplatin (GCb) oder Carboplatin

(Cb). Es wurde eine statistisch signifikante Verlängerung der Zeit bis zur Tumorprogression, von

5,8 auf 8,6 Monate (log rank p=0,0038) bei den mit GCb behandelten Patienten beobachtet,

verglichen mit den mit Cb behandelten Patienten.

Unterschiede in der Ansprechrate von 47,2% in dem GCb Arm versus 30,9% im Cb Arm

(p=0,0016) und ein mittleres Überleben von 18 Monaten (GCb) versus 17,3 (Cb) (p=0,73) waren

günstiger im GCb Arm.

Brustkrebs

In einer randomisierten Phase III Studie mit 529 Patienten mit inoperablem, lokal rezidivierenden

oder metastasierten Brustkrebs mit Rezidiv nach einer adjuvanten/neoadjuvanten Chemotherapie,

zeigte Gemcitabin in Kombination mit Paclitaxel eine statistisch signifikante Verlängerung der Zeit

bis zur bestätigten Tumorprogression von 3,98 auf 6,14 Monaten (log-rank p=0,0002) bei mit

Gemcitabin/Paclitaxel behandelten Patienten verglichen mit Paclitaxel behandelten Patienten. Nach

377 Todesfällen betrug das Gesamtüberleben 18,6 Monate versus 15,8 Monate (HR 0,82,

p=0,0489) bei den mit Gemcitabin/Paclitaxel verglichen mit den mit Paclitaxel behandelten

Patienten, und die Gesamtansprechrate betrug 41,4% und 26,2% (p= 0,0002).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Gemcitabin wurde in sieben klinischen Studien an insgesamt 353

Patienten untersucht. Die 121 Frauen und 232 Männer waren zwischen 29 und 79 Jahren alt. Von

diesen Patienten litten etwa 45 % an einem nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom und 35 % an

einem Pankreaskarzinom.

Die folgenden pharmakokinetischen Parameter wurden bei Dosierungen zwischen 500 und

2592 mg/m

, die über 0,4 bis 1,2 Stunden infundiert wurden, erhoben. Die Plasma-Spitzen-

Konzentration ermittelt innerhalb von 5 Minuten nach Ende der Infusion waren: 3,2 - 45,5 μg/ml.

Nach einer Infusion von 1000 mg/m

/30 min werden Konzentrationen der Muttersubstanz von über

5 μg/ml für etwa 30 min nach Infusion erreicht; in der daran anschließenden Stunde liegen sie über

0,4 μg/ml.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen des zentralen Kompartimentes betrug: 12,4 l/m

bei Frauen und 17,5 l/m

bei Männern (die interindividuelle Variabilität betrug 91,9 %).

Das Verteilungsvolumen des peripheren Kompartimentes betrug: 47,4 l/m

(nicht

geschlechtsabhängig).

Die Plasmaproteinbindung war vernachlässigbar gering.

Halbwertzeit: 42 - 94 Minuten in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht. Bei dem empfohlenen

Dosierungsschema ist die Ausscheidung von Gemcitabin innerhalb von 5 - 11 Stunden nach

Infusionsbeginn nahezu vollständig abgeschlossen. Bei einmaliger Gabe pro Woche kumuliert

Gemcitabin nicht.

Metabolismus:

Gemcitabin wird durch die Cytidindeaminase rasch in der Leber, den Nieren, im Blut und weiteren

Organen metabolisiert. Durch intrazellulären Metabolismus entstehen Gemcitabinmono-, -di- und

-triphosphat (dFdCMP, dFdCDP und dFdCTP), von denen dFdCDP und dFdCTP als aktive

Metaboliten angesehen werden. Diese intrazellulären Metaboliten wurden nicht im Plasma und im

Urin gefunden. Der primäre Metabolit 2'-Deoxy-2', 2'-difluoruridin (dFdU) ist inaktiv und kommt

im Plasma und im Urin vor.

Ausscheidung

Systemische Clearance: 29,2 l/Stunde/m

bis 92,2 l/Stunde/m

, abhängig vom Geschlecht und vom

Alter (die interindividuelle Variabilität betrug 52,2 %). Die Clearancewerte für Frauen liegen etwa

25 % unter denen für Männer. Die Clearance verringert sich sowohl bei Männern als auch bei

Frauen im höheren Alter. Die niedrigeren Clearancewerte für Frauen und Männer machen für die

empfohlenen Gemcitabin-Dosen von 1000 mg/m² als 30 minütige Infusion jedoch keine

Dosisreduktion erforderlich.

Ausscheidung im Harn: weniger als 10 % werden als unverändertes Gemcitabin ausgeschieden.

Renale Clearance: 2 - 7 l/Stunde/m

Innerhalb einer Woche werden 92 % - 98 % der Gemcitabin-Dosis ausgeschieden, 99 % davon im

Urin, hauptsächlich in Form von dFdU. 1 % der Dosis wird über den Faeces ausgeschieden.

Kinetik von dFdCTP

Dieser Metabolit wird in peripheren mononuklearen Blutzellen gefunden; auf diese Zellen beziehen

sichdie folgenden Angaben. Die intrazellulären Konzentrationen steigen in Relation zur

verabreichten Gemcitabindosis von 35-350 mg/m

/30 min, wobei steady-state Konzentrationen von

0,4-5 g/ml erreicht werden. Plasma-Konzentrationen von über 5 μg Gemcitabin/ml führen offenbar

zu einer intrazellulären Sättigung von dFdCTP.

Halbwertszeit der terminalen Elimination: 0,7 - 12 Stunden.

Kinetik von dFdU

Plasma-Spitzen-Konzentration (3 - 15 min nach einer 30-minütigen Infusion von 1000 mg/m

28-52 μg/ml.

Plasma-Talspiegel nach einmaliger Gabe pro Woche: 0,07 - 1,12 μg/ml wobei keine Kumulation

ersichtlich ist.

Triphasischer Plasmakonzentrationsverlauf gegen die Zeit; mittlere terminale Halbwertszeit

65 Stunden (33 - 84 Stunden).

Bildung von dFdU aus der Muttersubstanz: 91 % - 98 %. Mittleres Verteilungsvolumen des

zentralen Kompartiments: 18 l/m

(11 - 22 l/m

Mittleres Verteilungsvolumen im steady-state (Vss): 150 l/m

(96 - 228 l/m

Gewebeverteilung: ausgedehnt

Mittlere Clearance: 2,5 l/Stunde/m

(1 - 4 l/Stunde/m

Urinausscheidung: vollständig

Gemcitabin und Paclitaxel Kombinationstherapie

Eine Kombinationstherapie änderte die Pharmakokinetik von Gemcitabin oder Paclitaxel nicht.

Gemcitabin und Carboplatin Kombinationstherapie

Die Pharmakokinetik von Gemcitabin war in Kombination mit Carboplatin nicht verändert.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Eine leicht bis mäßig eingeschränkte Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate 30 ml/min –

80 ml/min) hat keine gleichbleibende, signifikante Wirkung auf die pharmakokinetischen

Eigenschaften von Gemcitabin.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In Studien mit Mehrfachdosierung von einer Dauer bis zu 6 Monaten mit Mäusen und Hunden war

das wesentliche Ergebnis eine von Dosierungsintervall und Dosis abhängige reversible Hemmung

der Hämatopoese.

Gemcitabin ist mutagen

in vitro

(Mutationstest) und

in vivo

(Knochenmark Mikronukleus Test).

Langzeittierstudien des kanzerogenen Potentials wurden nicht durchgeführt. In Fertilitätsstudien

verursachte Gemcitabin bei männlichen Mäusen eine reversible Hypospermatogenese. Auf die

Fertilität von weiblichen Mäusen wurde keine Wirkung festgestellt. Die Auswertung von

Tierstudien hat eine Reproduktionstoxizität gezeigt, wie z.B. konnatale Defekte und andere

Einflüsse auf die Entwicklung des Embryo oder Fötus, den Verlauf der Gestation oder der peri- und

postnatalen Entwicklung.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Gemcitabin 1000 mg aries enthält:

Mannitol (E421)

Natriumacetat-Trihydrat (E262)

Natriumhydroxid-Lösung (E524) (zur pH Einstellung)

6.2 Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden außer denen, die im

Abschnitt 6.6 genannt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Nicht angebrochene Durchstechflaschen

: 36 Monate.

Zubereitete Lösung

Die chemische und physikalische in-use Stabilität wurde für 35 Tage bei 25 °C gezeigt.

Aus mikrobiologischen Gründen sollte die gebrauchsfertige Zubereitung unmittelbar verwendet

werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, liegen die in-use

Lagerungszeiten und Bedingungen vor der Anwendung in der Verantwortlichkeit des Anwenders.

Diese sollte normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei Raumtemperatur betragen, es sei denn

die Lösung (und weitere Verdünnung sofern zutreffend) wurde unter kontrollierten und validierten

aseptischen Bedingungen zubereitet.

Die zubereitete Gemcitabin-Lösung darf nicht gekühlt aufbewahrt werden, da eine Ausfällung

auftreten kann.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Für die Lagerungsbedingungen des zubereiteten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Typ I Glas-Durchstechflaschen, verschlossen mit einem Brombutylgummi-Stopfen und Flip-Off-

Verschluss.

Jeder Karton enthält 1 oder 5 Durchstechflaschen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Handhabung

Bei der Zubereitung und Entsorgung der Infusionslösung müssen die üblichen

Vorsichtsmaßnahmen für Zytostatika beachtet werden. Die Handhabung der Infusionslösung sollte

in einer Sicherheitsbox geschehen. Es sollten ein Schutzkittel und Handschuhe getragen werden.

Steht keine Sicherheitsbox zur Verfügung, sollten eine Maske und Sicherheitsgläser getragen

werden.

Bei Kontakt der Zubereitung mit den Augen kann es zu schwerwiegenden Reizungen kommen. Die

Augen sollten sofort und gründlich ausgewaschen werden. Kommt es zu einer bleibenden Reizung,

sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn Lösung auf die Haut gerät, sollten Sie gründlich mit

Wasser spülen.

Anleitung für die Zubereitung (und für den Fall einer weiteren Verdünnung)

Das einzige zugelassene Lösungsmittel zur Zubereitung von sterilem Gemcitabin-Pulver ist

Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) – Lösung zur Injektion (ohne Konservierungsmittel). Aufgrund

der Löslichkeit, beträgt die maximale Gemcitabin Konzentration nach Auflösung 40 mg/ml.

Zubereitungen mit höheren Konzentrationen als 40 mg/ml können zu einer unvollständigen

Auflösung führen und sollten daher vermieden werden.

Verwenden Sie während der Zubereitung und weiteren Verdünnungen von Gemcitabin zur

intravenösen Anwendung eine aseptische Technik.

Für die Zubereitung werden zu der 200 mg Durchstechflasche 5 ml sterile Kochsalzlösung

9 mg/ml (0,9%) zur Injektion (ohne Konservierungsmittel) hinzugefügt. Das

Gesamtvolumen nach der Auflösung beträgt 5,26 ml (200 mg Durchstechflasche). Dieses

ergibt eine Gemcitabin-Konzentration von 38 mg/ml, die das Verdrängungsvolumen durch

das lyophilisierte Pulver mit einberechnet. Zur vollständigen Auflösung gut schütteln. Eine

weitere Verdünnung mit steriler Kochsalzlösung 9 mg/ml (0,9%) zur Injektion ohne

Konservierungsmittel ist möglich. Die zubereitete Lösung ist eine klare farblose bis leicht

strohfarbene Lösung.

Parenterale Arzneimittel sind vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu

überprüfen. Werden Partikel gefunden, darf die Lösung nicht verabreicht werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu

entsorgen.

7

INHABER DER ZULASSUNG

Apocare Pharma GmbH

Hauptstrasse 198

33647 Bielefeld

Tel: 0521 97 17 47 9

Fax: 0521 98 91 18 98

e-mail: info@apocarepharma.de

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

70984.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Zulassung: 23.01.2009

Datum der Verlängerung der Zulassung: 18.02.2014

10. STAND DER INFORMATION

08/2019

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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