GeloMyrtol 300 mg - Kapseln

Österreich - Deutsch - AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

23-02-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

26-06-2017

Wirkstoff:
AURANTII DULCIS AETHEROLEUM; EUCALYPTI AETHEROLEUM; LIMONIS AETHEROLEUM; MISCHEXTRAKT; MYRTI AETHEROLEUM
Verfügbar ab:
G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG
ATC-Code:
R05CA10
INN (Internationale Bezeichnung):
AURANTII DULCIS AETHEROLEUM; EUCALYPTI AETHEROLEUM; LIMONIS AETHEROLEUM; MIXED EXTRACT; MYRTI AETHEROLEUM
Einheiten im Paket:
20 Stück, Laufzeit: 36 Monate,50 Stück, Laufzeit: 36 Monate,100 Stück, Laufzeit: 36 Monate
Verschreibungstyp:
Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Therapiebereich:
Kombinationen
Produktbesonderheiten:
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Zulassungsnummer:
17650
Berechtigungsdatum:
1984-03-29

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender

GeloMyrtol® 300 mg-Kapseln

Wirkstoff: Destillat aus einer Mischung von rektifiziertem Eukalyptusöl, rektifiziertem Süßorangenöl,

rektifiziertem Myrtenöl und rektifiziertem Zitronenöl (66:32:1:1).

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Wenn Sie sich nach 10 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren

Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist GeloMyrtol® und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von GeloMyrtol® beachten?

Wie ist GeloMyrtol® einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist GeloMyrtol® aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist GeloMyrtol® und wofür wird es angewendet?

GeloMyrtol® wirkt in den Atemwegen schleimverflüssigend, fördert den Sekretabtransport, erleichtert

das Abhusten und wirkt entzündungshemmend.

Zur Schleimlösung bei akuten und chronischen Katarrhen der Atemwege (Bronchitis) und bei

Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis).

Wenn Sie sich nach 10 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von GeloMyrtol® beachten?

GeloMyrtol® darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrtenöl, Zitronenöl oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

von Kindern unter 3 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie GeloMyrtol® einnehmen. Besondere

Vorsicht bei der Einnahme von GeloMyrtol® ist erforderlich bei vorhandenen Nieren- und

Gallensteinen, da sie in seltenen Fällen in Bewegung gesetzt werden können, und bei entzündlichen

Erkrankungen des Darms. Nehmen Sie GeloMyrtol® nicht nach dem Essen ein.

Kinder

GeloMyrtol® ist aufgrund der Größe für Kinder unter 7 Jahren nicht geeignet.

Einnahme von GeloMyrtol® zusammen mit anderen Arzneimitteln

Es sind keine Wechselwirkungen bekannt. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie

andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet

haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat. Bei der Anwendung von GeloMyrtol® während Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht

geboten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

GeloMyrtol® hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und

die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

GeloMyrtol® enthält Sorbitol

Bitte nehmen Sie GeloMyrtol® erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist,

dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3.

Wie ist GeloMyrtol® einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder

Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die empfohlene Dosis für Erwachsene und

Jugendliche ab 12 Jahren beträgt: Bei akuten entzündlichen Krankheitsbildern 3 – 4-mal täglich 1

Kapsel. Bei chronischen Krankheitsbildern 2-mal täglich 1 Kapsel einnehmen. Diese Dosierung wird

ebenfalls zur Dauerbehandlung empfohlen. Zur Erleichterung des morgendlichen Abhustens bei

chronischer Bronchitis kann abends vor dem Schlafengehen zusätzlich 1 Kapsel eingenommen

werden.

Anwendung bei Kindern

Kinder von 7 – 11 Jahren nehmen bei akuten Krankheitsbildern 2 – 3-mal 1 Kapsel, bei chronischen

Beschwerden 1 – 2-mal 1 Kapsel täglich.

Zum Einnehmen. GeloMyrtol® soll eine halbe Stunde vor dem Essen mit reichlich Flüssigkeit

eingenommen werden. Die Kapseln dürfen nicht mit heißen Getränken oder nach dem Essen

angewendet werden. Zur Erleichterung der Nachtruhe kann die letzte Dosis vor dem Schlafengehen

eingenommen werden. Die Dauer der Behandlung mit GeloMyrtol® richtet sich nach dem

Beschwerdebild. Bei chronischen Atemwegserkrankungen ist eine Dauerbehandlung möglich.

Wenn Sie eine größere Menge von GeloMyrtol® eingenommen haben, als Sie sollten,

kann eine Vergiftung zu Übelkeit, Erbrechen und Krämpfen und in schweren Fällen zu Koma und

Atemstörungen führen. In einzelnen Fällen kann es nach schwerer Intoxikation zu

Kreislaufkomplikationen kommen.

Wenn Sie die Einnahme von GeloMyrtol® vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren

Sie mit der normalen Einnahme fort. Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels

haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Gelegentlich kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen, wie z. B. Magenschmerzen /

Oberbauchbeschwerden, selten zu Übelkeit oder Durchfällen, Erbrechen. Sehr selten wurden

Geschmacksveränderungen und Aufstoßen beobachtet.

Erkrankungen des Immunsystems:

Selten wurde über das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautausschlag,

Gesichtsschwellung, Atemnot oder Kreislaufstörungen) berichtet.

Leber- und Gallenerkrankungen:

Sehr selten können vorhandene Gallensteine in Bewegung gesetzt werden.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:

Sehr selten können vorhandene Nierensteine in Bewegung gesetzt werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, 1200 WIEN, ÖSTERREICH,

Fax: + 43 (0) 50 555 36207,

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist GeloMyrtol® aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und der Faltschachtel angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker,

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt

bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was GeloMyrtol® enthält

Der Wirkstoff in 1 Kapsel ist: 300 mg Destillat aus einer Mischung von rektifiziertem

Eukalyptusöl, rektifiziertem Süßorangenöl, rektifiziertem Myrtenöl und rektifiziertem Zitronenöl

(66:32:1:1).

Die sonstigen Bestandteile sind: Raffiniertes Rapsöl, Gelatine, Glycerol 85 %, Trockensubstanz

aus Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend), Hypromelloseacetatsuccinat, Triethylcitrat,

Natriumdodecylsulfat, Talkum, Dextrin, Glycyrrhizinsäure (Ammoniumsalz), Lecithin

(pflanzlich) in Spuren.

Wie GeloMyrtol® aussieht und Inhalt der Packung

Bei GeloMyrtol® handelt es sich um naturfarbene, längliche Kapseln, die in Packungen mit 20, 50

und 100 Kapseln erhältlich sind. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr

gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG

Kieler Straße 11

25551 Hohenlockstedt

Deutschland

Tel.: +49 4826 59-0

Fax: +49 4826 59-109

E-Mail: info@pohl-boskamp.de

Vertrieb:

Gebro Pharma GmbH

Bahnhofbichl 13, 6391 Fieberbrunn

Tel.: +43 5354 5300-0

Fax: +43 5354 5300-2710

E-Mail: pharma@gebro.com

Z.Nr.: 17.650

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2017.

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

GeloMyrtol 300 mg – Kapseln

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Kapsel enthält 300 mg Destillat aus einer Mischung von rektifiziertem Eukalyptusöl,

rektifiziertem

Süßorangenöl,

rektifiziertem

Myrtenöl

rektifiziertem

Zitronenöl

(66:32:1:1).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 25 - 30 mg Sorbitol

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Magensaftresistente Weichkapseln.

Naturfarbene, längliche Weichkapseln.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Zur Sekretolyse bei akuter und chronischer Bronchitis und Sinusitis.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

U

Bei akuten entzündlichen Krankheitsbildern 3-4 mal täglich 1 Kapsel.

chronischen

Krankheitsbildern

täglich

Kapsel.

Diese

Dosierung

wird

ebenfalls zur Dauerbehandlung empfohlen.

Zur Erleichterung des morgendlichen Abhustens bei chronischer Bronchitis können

abends vor dem Schlafengehen zusätzlich 1 Kapsel eingenommen werden.

Kinder von 7-11 Jahren nehmen bei akuten Krankheitsbildern 2-3 mal 1 Kapsel, bei

chronischen Beschwerden 1-2mal 1 Kapsel täglich.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

GeloMyrtol soll eine halbe Stunde vor dem Essen mit reichlich Flüssigkeit eingenommen

werden.

Erleichterung

Nachtruhe

kann

letzte

Dosis

Schlafengehen

eingenommen werden.

Die Eltern sollen darauf achten, dass das Kind die Kapsel nicht zerbeißt.

Die Dauer der Behandlung mit GeloMyrtol richtet sich nach dem Beschwerdebild. Bei

chronischen Atemwegserkrankungen ist eine Dauerbehandlung möglich.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

Kinder unter 3 Jahren.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsicht ist bei vorhandenen Nieren- und Gallensteinen, da sie in seltenen

Fällen in Bewegung gesetzt werden können, und bei entzündlichen Erkrankungen des

Darms geboten.

Patienten

seltenen

hereditären

Fructose-Intoleranz

sollten

GeloMyrtol

nicht

einnehmen.

Nicht mit heißen Getränken oder nach dem Essen anwenden.

Kinder

GeloMyrtol ist aufgrund der Größe für Kinder unter 7 Jahren nicht geeignet.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Keine bekannt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Daten

über

eine

begrenzte

Anzahl

exponierten

Schwangeren

lassen

nicht

Nebenwirkungen von GeloMyrtol auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des

Fetus/Neugeborenen

schließen.

Bisher

sind

keine

anderen

einschlägigen

epidemiologischen Daten verfügbar.

Tierexperimentelle

Studien

lassen

nicht

direkte

oder

indirekte

schädliche

Auswirkungen

Schwangerschaft,

embryonale/fetale

Entwicklung,

Geburt

oder

postnatale Entwicklung schließen (siehe 5.3).

Bei der Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht geboten.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

GeloMyrtol

keinen

oder

einen

vernachlässigenden

Einfluss

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde

gelegt:

Sehr häufig

(≥ 1/10)

Häufig

(≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich

(≥ 1/1.000, < 1/100)

Selten

(≥ 1/10.000, < 1/1.000)

Sehr selten

(< 1/10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Systemorganklasse

Nebenwirkung

Häufigkeit

Magen-Darm-Beschwerden (z.B.

Magenschmerzen/Oberbauchbeschwerden)

Gelegentlich

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit, Durchfall, Erbrechen

Selten

Geschmacksveränderungen, Aufstoßen

Sehr selten

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B.

Hautausschlag, Gesichtsschwellung,

Atemnot oder Kreislaufstörungen)

Selten

Leber- und

Gallenerkrankungen

Vorhandene Gallensteine werden in

Bewegung gesetzt

Sehr selten

Erkrankungen der

Nieren und Harnwege

Vorhandene Nierensteine werden in

Bewegung gesetzt

Sehr selten

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer

Wichtigkeit.

ermöglicht

eine

kontinuierliche

Überwachung

Nutzen-Risiko-

Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert,

jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

4.9

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Für ätherische Öle sind unerwünschte Wirkungen auch bei nicht bestimmungsgemäßem

Gebrauch selten. Eine Vergiftung mit hohen Dosen ätherischer Öle kann zu Übelkeit,

Erbrechen und Krämpfen und in schweren Fällen zu Koma und Atemstörungen führen.

Therapie von Intoxikationen

Paraffinum

liquidum

3 ml/kg

Körpergewicht.

Magenspülung

5%iger

Natrium-

hydrogencarbonatlösung, Sauerstoffbeatmung.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Expektoranzien, ATC-Code: R05CA10: Kombinationen

GeloMyrtol wirkt sowohl sekretolytisch als auch sekretomotorisch. Zäher Schleim wird

gelöst, das Sekret verstärkt in Bewegung gesetzt und so die Expektoration gefördert.

Nach oraler Gabe des Wirkstoffes entsprechend dem klinischen Gebrauch konnte in

Tierversuchen eine Aktivierung der Sekretproduktion, die eine Voraussetzung für den

therapeutischen Einsatz als Mukosekretolytikum darstellt, nachgewiesen werden. Weitere

Tierexperimente und in vitro-Untersuchungen haben in hohen Dosierungen zusätzlich zur

mukosekretolytischen

Aktivität

eine

antiinfektiöse,

eine

immunmodulatorische,

eine

spasmolytische und eine vasodilatierende Wirksamkeit gezeigt. Des Weiteren konnten

antiinflammatorische und antiallergische Effekte in geeigneten Modellen nachgewiesen

werden.

ihrer

Gesamtheit

spielen

alle

diese

Wirkungen

eine

Rolle

für

therapeutischen Nutzen von GeloMyrtol.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Ca. 1 - 3 Stunden nach der Einnahme von GeloMyrtol werden maximale Plasmaspiegel

von 1,8-Cineol, d-Limonen und α-Pinen festgestellt. Die Cineol-AUC-Werte liegen etwa

20 mal so hoch wie die AUC-Werte von d-Limonen und α-Pinen. Die Streuung in den

- und AUC-Werten der drei Leitsubstanzen ist groß und zwar sowohl interindividuell

als auch intraindividuell.

Biotransformation

drei

Leitsubstanzen

1,8-Cineol,

d-Limonen

α-Pinen

werden

vorwiegend

hydroxiliert mit anschließender teilweiser oder vollständiger Glukuronidierung. Limonen

wird

vorwiegend

Dihydroperilla-Säure,

Perillasäure

Limonen-1,2-diol

umgewandelt.

Elimination

Die drei Leitsubstanzen werden vorwiegend als Metaboliten im Urin ausgeschieden. Ein

Teil wird über die Atemluft abgeatmet.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

chronische

Gabe

Ratten

Hunde

über

Wochen

keinerlei

histopathologischer Toxizität behaftet, die für den Menschen relevant ist. Wirkungen, die

in sicherheitspharmakologischen Untersuchungen nach oraler Gabe sehr hoher Dosen

auftraten, spiegeln die bereits bekannten Effekte ätherischer Öle wider.

Eine zentrale Sedation und die Verminderung der lokomotorischen Aktivität nach sehr

hohen Dosen werden vermutlich durch unspezifische Membraneffekte ausgelöst, die als

hemmende Wirkungen in den Strukturen des zentralen Nervensystems auftreten. Eine

Erhöhung

renalen

Blutflusses

Folge

einer

Erhöhung

glomerulären

Filtrationsrate wurde für die zunehmende diuretische Wirkung ursächlich vermutet. Eine

Wirkung auf die glatte Muskulatur wurde in Untersuchungen am Gastrointestinaltrakt

bestätigt. Hierbei kam es zu einer Verminderung der Motilität des Magen-Darm-Traktes.

Für eine ebenfalls beobachtete Verminderung der Magensaftproduktion konnte keine

pharmakologische Erklärung gefunden werden. Kardiovaskuläres und respiratorisches

System wurden in ihrer Funktion nicht beeinflusst.

Untersuchungen

Humanhepatozyten-Kulturen

wurde

keine

Induktion

Cytochrom P 450 – Isoenzyme festgestellt.

Tierversuchen

konnte

kein

Hinweis

eine

fruchtschädigende

Wirkung

Wirkstoffkombination festgestellt werden. Ebenfalls konnten keine für den Menschen

relevanten Effekte auf die Gonadenfunktion oder die Fertilität behandelter Tiere oder auf

postnatale

Entwicklung

Folgegeneration

behandelter

Muttertiere

gefunden

werden.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Raffiniertes Rapsöl, Gelatine, Glycerol 85 %, Trockensubstanz aus Sorbitol-Lösung 70%

(nicht kristallisierend), Hypromelloseacetatsuccinat, Triethylcitrat, Natriumdodecylsulfat,

Talkum, Dextrin, Glycyrrhizinsäure (Ammoniumsalz), Lecithin (pflanzlich) in Spuren.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25

C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Packung mit 20 Kapseln in Blistern zu je 10 Kapseln

Packung mit 50 Kapseln in Blistern zu je 10 Kapseln

Packung mit 100 Kapseln in Blistern zu je 10 Kapseln

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG

Kieler Straße 11

25551 Hohenlockstedt

Deutschland

Tel.: +49 4826 59-0

Fax: +49 4826 59-109

E-Mail:

info@pohl-boskamp.de

8.

ZULASSUNGSNUMMER

17.650

9.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG

/

VERLÄNGERUNG

DER

ZULASSUNG

29. März 1984

10.

STAND DER INFORMATION

August 2017

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezeptfrei, apothekenpflichtig.

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