Fumaderm initial magensaftresistente Tablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Dimethylfumarat, Ethylhydrogenfumarat-Calciumsalz (2:1), Ethylhydrogenfumarat-Magnesiumsalz (2:1), Ethylhydrogenfumarat-Zinksalz (2:1)
Verfügbar ab:
Biogen GmbH
ATC-Code:
D05BX51
INN (Internationale Bezeichnung):
Dimethyl Fumarate, Ethyl Hydrogen Fumarate, Calcium Salt (2:1), Ethyl Hydrogen Fumarate, Magnesium Salt (2:1), Ethyl Hydrogen Fumarate, Zinc Salt (2:1)
Darreichungsform:
magensaftresistente Tablette
Zusammensetzung:
Dimethylfumarat 30.mg; Ethylhydrogenfumarat-Calciumsalz (2:1) 67.mg; Ethylhydrogenfumarat-Magnesiumsalz (2:1) 5.mg; Ethylhydrogenfumarat-Zinksalz (2:1) 3.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
27561.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Fumaderm

®

initial magensaftresistente Tabletten für Erwachsene

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Fumaderm initial und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Fumaderm initial beachten?

Wie ist Fumaderm initial einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Fumaderm initial aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Fumaderm initial und wofür wird es angewendet?

Fumaderm initial enthält Fumarsäureester und ist ein Arzneimittel zur Behandlung der

Schuppenflechte (Psoriasis).

Fumaderm initial wird angewendet zur verträglichkeitsverbessernden Einleitung der Fumaderm-

Therapie.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Fumaderm initial beachten?

Fumaderm initial darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Dimethylfumarat, Ethylhydrogenfumarat Calcium-, Magnesium-

oder Zink-Salz oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

bei schweren Magen-Darm-Erkrankungen wie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus

ventriculi und Ulcus duodeni).

bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen.

wegen des Behandlungsrisikos (Nutzen-Risiko-Relation) bei leichten Formen der Psoriasis

vulgaris, wie z. B. die umschriebene Plaque Psoriasis oder die chronisch stationäre Plaque

Psoriasis bei einer Ausdehnung von weniger als 10% der Körperoberfläche.

wegen fehlender ausreichender klinischer Erfahrung bei der pustulösen Schuppenflechte

(Psoriasis pustulosa).

von Personen unter 18 Jahren.

bei Schwangerschaft und Stillzeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Fumaderm initial einnehmen.

Laborkontrollen

Blutbild: Vor der Behandlung mit Fumaderm initial ist das Blutbild (einschließlich des

Differentialblutbildes sowie der Blutplättchenzahl) zu kontrollieren. Bei Werten außerhalb des

Normbereiches darf keine Behandlung mit Fumaderm initial erfolgen. Während der Behandlung sind

regelmäßige Blutbildkontrollen (Leukozytenzahl und Differentialblutbild) alle 4 Wochen

durchzuführen.

Blut- und Urinwerte: Ebenso sind vor Beginn und im Verlauf der Behandlung die Aktivität von SGOT,

SGPT, Gamma-GT, AP, die Konzentration des Nierenfunktionswertes Kreatinin im Blut sowie Eiweiß

und Glukose im Urin und Harnsediment zur Kontrolle möglicher schädlicher Wirkungen an Leber und

Nieren alle 4 Wochen zu bestimmen.

Fanconi-Syndrom: Das Fanconi-Syndrom ist eine seltene Störung der Nierenfunktion, bei der die

Rückaufnahme bestimmter Substanzen (z. B. Glukose, anorganisches Phosphor, Aminosäuren) in der

Niere gestört ist.

Eine frühzeitige Diagnosestellung des Fanconi-Syndroms und das Absetzen der Fumaderm initial-

Therapie sind wichtig, um die Entstehung eines Nierenversagens und weiterer Folgen des Fanconi-

Syndroms zu verhindern.

Die wichtigsten Anzeichen des Fanconi-Syndroms sind typischerweise Auffälligkeiten im Urin wie

Eiweißausscheidung (Proteinurie), Zuckerausscheidung (Glykosurie, bei normalen Blutzuckerwerten),

vermehrte Ausscheidung von Aminosäuren (Hyperaminoazidurie), Phosphatausscheidung

(Phosphaturie), möglicherweise mit niedrigen Phosphatspiegeln im Blut (Hypophosphatämie)

einhergehend.

Im Fall eines unbehandelten Fanconi-Syndroms können Symptome wie verstärkte Harnausscheidung

(Polyurie), übermäßiger Durst und eine erhöhte Trinkmenge (Polydipsie) und Muskelschwäche

auftreten. In seltenen Fällen kann es aufgrund des Phosphatverlusts über den Urin zu einer

Erweichung der Knochen (hypophosphatämische Osteomalazie) kommen, verbunden mit

unspezifischen Knochenschmerzen, einer Erhöhung eines bestimmten Enzyms (alkalische

Phosphatase) im Blut und Knochenbrüche, die bei normaler Belastung ohne erkennbare Ursache

entstehen (Stressfrakturen). Diese Störungen und die Veränderungen der Laborwerte bilden sich nach

Absetzen der Therapie in der Regel zurück.

Im Fall von unklaren Symptomen, wie sie oben beschrieben werden, sollte ein Fanconi-Syndrom in

Betracht gezogen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, damit dieser entsprechende

weiterführende Untersuchungen veranlassen kann.

Kriterien zum Beenden der Therapie

Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen): Bei starker Abnahme der Leukozytenzahl –

insbesondere bei Werten unter 3.000/µl – ist die Behandlung mit Fumaderm initial sofort abzubrechen.

Lymphopenie (Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen): Beim Absinken der

Lymphozytenzahl unter 500/μl ist die Therapie sofort abzubrechen.

Beim Absinken der Lymphozytenzahl unter 700/μl muss die Dosis halbiert werden. Wenn bei erneuter

Kontrolle nach 4 Wochen die absolute Lymphozytenzahl unter 700/μl bleibt, muss die Behandlung

beendet werden. Alternative Ursachen für die Lymphopenie sollten ausgeschlossen werden.

Das Risiko einer opportunistischen Infektion einschließlich einer progressiven multifokalen

Leukenzephalopathie kann nicht ausgeschlossen werden, wenn die Therapie im Falle einer

Lymphopenie mit einer Lymphozytenzahl unter 700/μl weitergeführt wird.

Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML)/opportunistische Infektionen (Infektionen, die

nur bei einem geschwächten Immunsystem zu einer Erkrankung führen können): Fälle von

opportunistischen Infektionen, insbesondere von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie

(PML), wurden berichtet (siehe Abschnitt 4). PML ist eine durch das John-Cunningham Virus (JCV)

hervorgerufene seltene Gehirninfektion, die tödlich verlaufen oder zu einer schweren Behinderung

führen kann. Anzeichen einer PML können sein: eine neu auftretende Schwäche einer Körperhälfte;

Ungeschicklichkeit; Veränderungen des Sehvermögens, des Denkens oder des Gedächtnisses;

Verwirrung oder Persönlichkeitsveränderungen, die über mehrere Tage andauern.

PML wird wahrscheinlich durch eine Kombination von Faktoren verursacht. Eine vorherige Infektion

mit JCV gilt als Voraussetzung, um eine PML entwickeln zu können. Risikofaktoren können eine

vorherige Behandlung mit Arzneimitteln, die das Immunsystem schwächen (immunsuppressive

Therapien) und das Vorhandensein von bestimmten Begleiterkrankungen (wie z. B. einige

Erkrankungen des Immunsystems, bei denen die Immunzellen körpereigenes Gewebe angreifen

(Autoimmunerkrankungen) oder bösartige Erkrankungen des Blutes (maligne hämatologische

Erkrankungen)) umfassen. Ein verändertes oder geschwächtes Immunsystem sowie genetische oder

Umweltfaktoren können auch Risikofaktoren darstellen.

Eine anhaltende schwere oder moderate Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen

(Lymphopenie) während der Therapie mit Fumaderm gilt als Risikofaktor für eine PML. Sollten Sie

eine Lymphopenie entwickeln, sollte Ihr Arzt Sie auf Anzeichen und Symptome von

opportunistischen Infektionen überwachen und ggf. die Therapie mit Fumaderm initial abbrechen.

Andere Erkrankungen des Blutes: Die Therapie sollte sofort abgebrochen werden und Vorsicht ist

geboten, wenn andere krankhafte Veränderungen des Blutbildes vorliegen.

In allen Fällen sollte das Blutbild bis zur Normalisierung kontrolliert werden.

Andere Laboranomalien: Bei jedem Anstieg des Nierenfunktionswertes Kreatinin im Blut über der

Norm ist die Therapie abzubrechen, siehe Abschnitt 4.

Einnahme von Fumaderm initial zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Die nachfolgend genannten Arzneistoffe dürfen nicht gleichzeitig mit Fumaderm initial eingenommen

werden:

Während der Behandlung mit Fumaderm initial muss eine gleichzeitige äußerliche Anwendung

von Fumarsäurederivaten, z. B. in Form von Salben und/oder Bädern vermieden werden. Die

zusätzliche Aufnahme von Fumarsäurederivaten aus Bädern und/oder Salben durch die Haut

könnte zu Unverträglichkeiten führen, da die höchste verträgliche Dosis überschritten werden

könnte.

Methotrexat, Retinoide, Psoralene und Cyclosporine dürfen nicht gleichzeitig mit Fumaderm

initial angewendet werden. Pharmakologische Wirkstoffe, die zur Unterdrückung oder

Abschwächung der Reaktivität des Immunsystems führen (Immunsuppression), Arzneimittel

zur chemotherapeutischen Behandlung des Krebses (Zytostatika) und Medikamente mit

bekanntem schädlichen Einfluss auf die Nieren dürfen nicht gleichzeitig mit Fumaderm initial

verabreicht werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Obwohl aufgrund präklinischer Untersuchungen keine Anhaltspunkte für eine teratogene (fehlbildende)

Wirkung bestehen, sollte Fumaderm initial in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da für

Schwangere bisher keine Erfahrungen vorliegen. Frauen, die während der Behandlung schwanger

werden, sollen unverzüglich den behandelnden Arzt benachrichtigen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob die Bestandteile von Fumaderm initial in die Muttermilch übergehen. Deshalb

sollte Fumaderm initial während der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Unter der Behandlung mit den für Fumaderm initial empfohlenen Dosen ist keine Beeinträchtigung zu

erwarten.

3.

Wie ist Fumaderm initial einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die folgenden Anweisungen gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Fumaderm initial nicht anders verordnet hat.

Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Fumaderm initial sonst nicht richtig wirken

kann.

Um ein optimales Wirkungs- und Verträglichkeitsprofil zu erreichen, empfiehlt sich eine

einschleichende Dosierung. In der ersten Behandlungswoche wird täglich 1 magensaftresistente

Tablette Fumaderm initial abends eingenommen.

In der zweiten Behandlungswoche wird morgens und abends je 1 magensaftresistente Tablette

Fumaderm initial eingenommen. Während der dritten Behandlungswoche (tägliche Einnahme von

3 x 1 magensaftresistenten Tablette Fumaderm initial) wird diese Behandlung nach Aufbrauchen der

Packung beendet und unmittelbar mit Fumaderm (tägliche anfängliche Einnahme von 1 x 1

magensaftresistenten Tablette Fumaderm abends) fortgesetzt.

Woche

Dosierung

Morgens

Mittags

Abends

Die magensaftresistenten Tabletten müssen unzerkaut und mit reichlich Flüssigkeit zu oder

unmittelbar nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Generell ist darauf zu achten, dass über den

Tag genügend Flüssigkeit (1½ bis 2 Liter) aufgenommen wird.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Fumaderm

initial zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Fumaderm initial eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele magensaftresistente Tabletten eingenommen haben,

wenden Sie sich sofort an

Ihren Arzt.

Neben allgemeinen Maßnahmen zur Entfernung der schädigenden Stoffe und Verminderung der

Aufnahme im Magen-Darm-Trakt ist eine symptomatische Behandlung angezeigt. Ein spezifisches

Gegengift ist nicht bekannt, siehe Abschnitt 4.

Wenn Sie die Einnahme von Fumaderm initial vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein,

wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Setzen Sie die Einnahme genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit

Ihrem Arzt getroffenen Absprache fort. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich

nicht sicher sind.

Wenn Sie die Einnahme von Fumaderm initial abbrechen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels abbrechen

oder beabsichtigen abzubrechen.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder unbekannt

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Gesichtsrötung und Hitzegefühl (

Flush

Diese Beschwerden treten sehr häufig zu Beginn der Therapie auf und werden in der Regel im Verlauf

der Behandlung geringer. Bei starker Ausprägung können sie aber auch zum Abbruch der Behandlung

führen.

Selten: allergische Hautreaktionen

Nach Absetzen der Therapie sind diese Beschwerden rückbildungsfähig.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Durchfall (

Diarrhoe

Häufig: Völlegefühl, Oberbauchkrämpfe, Blähungen

Gelegentlich: Übelkeit

Diese Nebenwirkungen treten sehr häufig zu Beginn der Therapie auf und gehen im Laufe der

Behandlung in der Regel zurück.

Meist kann eine Verringerung der Dosis die Beschwerden mildern. Sollten jedoch diese

Nebenwirkungen nicht abklingen, so muss der behandelnde Arzt über die Fortführung der Therapie

entscheiden.

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen

Im Laufe der Behandlung gehen diese Nebenwirkungen in der Regel zurück. Meist kann eine

Verringerung der Dosis die Beschwerden mildern.

Sollten jedoch diese Nebenwirkungen nicht abklingen, so muss der behandelnde Arzt über die

Fortführung der Therapie entscheiden.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Es treten Blutbildveränderungen wie Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) und

Lymphopenie (Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) sowie Eosinophilie (Vermehrung

bestimmter weißer Blutkörperchen) unterschiedlicher Ausprägung auf:

Sehr häufig: Lymphopenie (ca. 50% der Patienten), leichte Leukopenie (ca. 11% der Patienten)

Häufig: schwere Formen von Lymphopenie (unter 500/µl), vorübergehende Eosinophilie

Sehr selten: persistierende Eosinophilie

Nach Absetzen der Therapie sind o.g. Blutbildveränderungen reversibel.

Sehr selten: Akute Lymphatische Leukämie (ALL)

Einzelfall: irreversible Panzytopenie (Verminderung aller Blutkörperchen)

Bei starker Abnahme der Leukozytenzahl – insbesondere bei Werten unter 3.000/μl – und beim

Absinken der Lymphozytenzahl unter 500/μl ist die Behandlung mit Fumaderm initial sofort

abzubrechen (beachten Sie diesbezüglich auch die weiteren Hinweise im Abschnitt 2).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Eiweißausscheidung im Urin, Erhöhung des Nierenfunktionswertes Kreatinin im Blut

Bei jedem Kreatininanstieg über die Norm ist die Therapie abzubrechen.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Erhöhung der Leberwerte (SGOT, SGPT, Gamma-GT)

Sonstige Nebenwirkungen:

Erfahrungen nach Markteinführung (Häufigkeit unbekannt):

Nierenversagen

Es wurden Fälle von Fanconi-Syndrom (Störung der Wiederaufnahme bestimmter Substanzen in

den Nieren) berichtet. Anzeichen hierfür können neben Auffälligkeiten im Urin eine verstärkte

Harnausscheidung, übermäßiger Durst und eine erhöhte Trinkmenge, Muskelschwäche und

unspezifische Knochenschmerzen sein, siehe Abschnitt 2.

Es wurden Fälle von opportunistischen Infektionen, insbesondere von progressiver multifokaler

Leukenzephalopathie (PML), im Rahmen einer anhaltenden Verminderung der

Lymphozytenzahlen unter 700/μl berichtet, siehe Abschnitt 2.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Fumaderm initial aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Nicht über 25°C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Fumaderm initial enthält

Die Wirkstoffe sind:

Dimethylfumarat; Ethylhydrogenfumarat, Calciumsalz; Ethylhydrogenfumarat,

Magnesiumsalz und Ethylhydrogenfumarat, Zinksalz.

Eine magensaftresistente Tablette enthält 30 mg Dimethylfumarat, 67 mg Ethylhydrogenfumarat,

Calciumsalz, 5 mg Ethylhydrogenfumarat, Magnesiumsalz und 3 mg Ethylhydrogenfumarat, Zinksalz.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Croscarmellose-Natrium, Talkum, Magnesiumstearat, Titandioxid

(E 171), Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1), Methacrylsäure-Ethylacrylat-

Copolymer (1:1), Macrogol 6000, Simeticon, Povidon, Triethylcitrat, mikrokristalline Cellulose und

hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Fumaderm initial aussieht und Inhalt der Packung

Fumaderm initial ist in einer Packung mit 40 magensaftresistenten Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Biogen GmbH

Riedenburger Str. 7

81677 München

Tel.: 089 / 99617-0

Hotline: 0800 3636 400

Fax: 089 / 99617-199

Hersteller:

Biogen Denmark Manufacturing ApS

Biogen Allé 1

DK-3400 Hillerød

Dänemark

Tel.: +45 7741 6000

Fax: +45 7741 6070

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 01.2020.

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ZUSÄTZLICHE HINWEISE UND ERLÄUTERUNGEN FÜR PATIENTEN

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

neben dem Text der Gebrauchsinformation ist es dem pharmazeutischen Unternehmer möglich,

weitere allgemein verständliche Erläuterungen zu dem entsprechenden Arzneimittel oder zur

Therapiedurchführung abzugeben. Viele Patienten erleben während einer Fumaderm initial- bzw.

Fumaderm-Therapie Nebenwirkungen. Dies sind z. B. Blutbildveränderungen und / oder

Verträglichkeitsstörungen im Magen-Darm-Bereich. Daher wollen wir versuchen, einige der

Nebenwirkungen, die während der Fumaderm initial- bzw. Fumaderm-Einnahme auftreten können, zu

erklären oder zu kommentieren. Sollten Sie zusätzliche Fragen zur Therapie mit Fumaderm initial bzw.

Fumaderm haben, können Sie uns unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800-3636400

kontaktieren oder uns eine E-Mail an: fumaderm@biogen.com senden.

Dosierung und Nebenwirkungen

Die Therapie Ihrer Psoriasis mit den Präparaten Fumaderm initial und Fumaderm erfolgt nach einem

bestimmten Dosierungsschema. Dieses Dosierungsschema gibt an, wann Sie Ihre Fumaderm initial-

bzw. Fumaderm-Dosis erhöhen sollen und zu welcher Tageszeit Sie Ihre Tabletten einnehmen sollen.

Es hat sich gezeigt, dass dieses Schema für die meisten Patienten gut geeignet ist, eine Fumaderm

initial- bzw. Fumaderm-Therapie durchzuführen. Sollten Sie jedoch im Laufe einer Fumaderm initial-

bzw. Fumaderm-Therapie schwere Nebenwirkungen (z. B. Magenschmerzen, Durchfall, Übelkeit,

Krämpfe im Magen-Darm-Trakt) erleben, sollten Sie unbedingt Kontakt zu Ihrem behandelnden Arzt

aufnehmen. Dieser kann das vorgeschlagene Dosierungsschema ändern, da sonst die Fortsetzung der

Therapie gefährdet ist.

Therapiebeginn mit Fumaderm initial

Zunächst sollten Sie unbedingt Ihre Fumaderm-Therapie mit dem Arzneimittel Fumaderm initial

beginnen. Dieses Medikament soll die Verträglichkeit der Therapie verbessern und gewöhnt Ihren

Organismus an die Wirkstoffe des Fumaderm. Sollten Sie im Verlauf der Fumaderm-Therapie, z. B.

beim Übergang von Fumaderm initial auf Fumaderm Beeinträchtigungen wie Magenschmerzen oder

Durchfall erleben, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Der Arzt kann dann zusammen mit

Ihnen eine individuelle Dosierungssteigerung festlegen, um die möglichen Beschwerden zu lindern

und die weitere Therapie zu sichern.

Therapiefortführung mit Fumaderm (blaue Tablette)

Jeder Patient nimmt die Wirkstoffe des Fumaderm unterschiedlich gut auf. Diese Resorption

(Wirkstoffaufnahme) erfolgt im Dünndarm ca. 5 - 6 Stunden nach Einnahme der Tabletten. Dieser

zeitliche Abstand zwischen der Einnahme der Tabletten und der Aufnahme der Wirkstoffe durch den

Körper ist wichtig, damit Sie eventuelle Nebenwirkungen mit der Tabletteneinnahme in Verbindung

bringen können.

Sowohl die Besserung Ihrer Psoriasis als auch die Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich sind

Auswirkungen der Fumaderm-Therapie auf Ihren Organismus. Ausgeprägte Nebenwirkungen deuten

daher auf eine gewünschte, aber im Moment zu starke Beeinflussung Ihres Organismus hin. Wenn Sie

bereits bei 1 oder 2 Fumaderm-Tabletten täglich starke Nebenwirkungen erleben, kann dies bedeuten,

dass Sie die Wirkstoffe besonders gut aufnehmen können. Daher sollten Sie in diesem Fall Kontakt zu

Ihrem behandelnden Arzt aufnehmen. Dieser kann das vorgeschlagene Dosierungsschema ändern. Der

Erfolg der Therapie wird dadurch nicht verhindert.

Bitte beachten Sie, dass die Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich häufig vor den ersten

Verbesserungen des Hautzustandes auftreten.

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Fumaderm

initial magensaftresistente Tabletten für Erwachsene

Fumaderm

magensaftresistente Tabletten für Erwachsene

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

2.1

Allgemeine Beschreibung

Die in Fumaderm initial und Fumaderm enthaltenen arzneilich wirksamen Bestandteile sind

Dimethylfumarat; Ethylhydrogenfumarat, Calciumsalz; Ethylhydrogenfumarat, Magensiumsalz und

Ethylhydrogenfumarat, Zinksalz.

2.2

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 magensaftresistente Tablette enthält:

Fumaderm

initial

Fumaderm

Dimethylfumarat

30 mg

120 mg

Ethylhydrogenfumarat, Calciumsalz

67 mg

87 mg

Ethylhydrogenfumarat, Magnesiumsalz

5 mg

5 mg

Ethylhydrogenfumarat, Zinksalz

3 mg

3 mg

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Magensaftresistente Tabletten

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Fumaderm initial:

Zur verträglichkeitsverbessernden Einleitung der Fumaderm-Therapie.

Fumaderm:

Zur Behandlung von mittelschweren bis schweren Formen der Psoriasis vulgaris, sofern eine alleinige

äußerliche Therapie nicht ausreichend ist. Eine vorhergehende Verträglichkeitsanpassung mit

Fumaderm initial ist erforderlich.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Fumaderm initial:

Soweit nicht anders verordnet, gilt folgende Dosierungsanleitung:

Um ein optimales Wirkungs- und Verträglichkeitsprofil zu erreichen, empfiehlt sich eine

einschleichende Dosierung.

In der ersten Behandlungswoche wird täglich 1 magensaftresistente Tablette Fumaderm initial abends

eingenommen. In der zweiten Behandlungswoche wird morgens und abends je 1 magensaftresistente

Tablette Fumaderm initial eingenommen.

Während der dritten Behandlungswoche (tägliche Einnahme von 3 x 1 magensaftresistenten Tablette

Fumaderm initial) wird diese Behandlung nach Aufbrauchen der Packung beendet und unmittelbar mit

Fumaderm (tägliche anfängliche Einnahme von 1 x 1 magensaftresistenten Tablette Fumaderm abends)

fortgesetzt.

Woche

Dosierung

Morgens

Mittags

Abends

Fumaderm:

Soweit nicht anders verordnet, gilt folgende Dosierungsanleitung:

Im Allgemeinen erfolgt nach der verträglichkeitsverbessernden Vorbehandlung mit Fumaderm initial

anschließend zum Ende der dritten Behandlungswoche der Übergang auf Fumaderm.

In der ersten Behandlungswoche mit Fumaderm wird täglich 1 x 1 magensaftresistente Tablette

Fumaderm abends eingenommen.

Je nach individueller Verträglichkeit erfolgt eine wöchentliche Steigerung um je 1 magensaftresistente

Tablette Fumaderm nach folgendem Schema:

Woche

Dosierung

Morgens

Mittags

Abends

Die maximale tägliche Dosierung von 3 x 2 magensaftresistenten Tabletten Fumaderm darf nicht

überschritten werden. In vielen Fällen ist jedoch die Verabreichung der maximalen Tagesdosis nicht

erforderlich.

Mit ersten Therapieeffekten ist erfahrungsgemäß nach der 4. bis 6. Behandlungswoche zu rechnen.

Nach Abklingen der Hautreaktionen sollte versucht werden, die tägliche Einnahme auf die individuell

erforderliche Erhaltungsdosis mit Fumaderm langsam zu reduzieren.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die magensaftresistenten Tabletten müssen unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit zu oder unmittelbar

nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Generell ist darauf zu achten, dass über den Tag

genügend Flüssigkeit (1½ bis 2 Liter) aufgenommen wird.

Die Dauer der Einnahme bestimmt der behandelnde Arzt. Ausreichende Erfahrungen im Rahmen von

klinischen Prüfungen liegen für eine Behandlungszeit von 4 Monaten vor. Darüber hinaus liegen

Erfahrungen für Behandlungszeiträume bis zu 36 Monaten aus Anwendungsbeobachtungsstudien vor.

4.3

Gegenanzeigen

Fumaderm initial und Fumaderm sollen nicht angewendet werden

bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten

sonstigen Bestandteile.

bei schweren gastrointestinalen Erkrankungen wie Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni.

bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen.

wegen des Behandlungsrisikos (Nutzen-Risiko-Relation) nicht bei leichten Formen der

Psoriasis vulgaris, wie z. B. die umschriebene Plaque Psoriasis oder die chronisch stationäre

Plaque Psoriasis bei einer Ausdehnung von weniger als 10% der Körperoberfläche.

wegen fehlender ausreichender klinischer Erfahrung nicht bei Psoriasis pustulosa.

bei Personen unter 18 Jahren.

bei Schwangerschaft und Stillzeit.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Laborkontrollen

Blutbild: Vor der Behandlung mit Fumaderm initial und Fumaderm ist das Blutbild (einschließlich des

Differentialblutbildes sowie der Blutplättchenzahl) zu kontrollieren. Bei Werten außerhalb des

Normbereiches darf keine Behandlung mit Fumaderm initial und Fumaderm erfolgen. Während der

Behandlung sind regelmäßige Blutbildkontrollen (Leukozytenzahl und Differentialblutbild) alle 4

Wochen durchzuführen.

Blut- und Urinwerte: Ebenso sind vor Beginn und im Verlauf der Behandlung die Aktivität von SGOT,

SGPT, Gamma-GT, AP, die Konzentration von Serumkreatinin sowie Protein und Glukose im Urin

und Harnsediment zur Kontrolle möglicher schädlicher Wirkungen an Leber und Nieren alle 4

Wochen zu bestimmen.

Fanconi-Syndrom: Eine frühzeitige Diagnosestellung des Fanconi-Syndroms und das Absetzen der

Fumaderm-Therapie sind wichtig, um die Entstehung einer Niereninsuffizienz und eines Fanconi-

Syndroms einhergehend mit Osteomalazie zu verhindern.

Die wichtigsten Anzeichen des Fanconi-Syndroms sind typischerweise Auffälligkeiten im Urin wie

Proteinurie, Glykosurie bei normalem Blutzuckerspiegel, Hyperaminoazidurie und Phosphaturie,

möglicherweise gleichzeitig mit Hypophosphatämie. Sofern das Fanconi-Syndrom unbehandelt bleibt,

können Symptome wie Polyurie, Polydipsie und proximale Muskelschwäche auftreten. In seltenen

Fällen kann es zu einer hypophosphatämischen Osteomalazie mit unspezifischen Knochenschmerzen,

erhöhter alkalischer Phosphatase im Serum und Stressfrakturen kommen. Diese Störungen und die

Veränderungen der Laborwerte sind nach Absetzen der Therapie in der Regel reversibel.

Das Fanconi-Syndrom kann ohne einen erhöhten Kreatininspiegel oder eine erniedrigte glomeruläre

Filtrationsrate (GFR) auftreten.

Im Fall von unklaren Symptomen, wie sie oben beschrieben werden, sollte ein Fanconi-Syndrom in

Betracht gezogen und entsprechende weiterführende Untersuchungen sollten veranlasst werden.

Kriterien zum Beenden der Therapie

Leukopenie: Bei starker Abnahme der Leukozytenzahl – insbesondere bei Werten unter 3.000/µl – ist

die Behandlung mit Fumaderm initial und Fumaderm sofort abzubrechen.

Lymphopenie: Beim Absinken der Lymphozytenzahl unter 500/μl ist die Therapie sofort abzubrechen.

Beim Absinken der Lymphozytenzahl unter 700/μl muss die Dosis halbiert werden. Wenn bei erneuter

Kontrolle nach 4 Wochen die absolute Lymphozytenzahl unter 700/μl bleibt, muss die Behandlung

beendet werden. Alternative Ursachen für die Lymphopenie sollten ausgeschlossen werden.

Das Risiko einer opportunistischen Infektion einschließlich einer progressiven multifokalen

Leukenzephalopathie kann nicht ausgeschlossen werden, wenn die Therapie im Falle einer

Lymphopenie mit einer Lymphozytenzahl unter 700/µl weitergeführt wird.

Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML)/opportunistische Infektionen: Fälle von

opportunistischen Infektionen, insbesondere von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie

(PML), wurden berichtet (siehe Abschnitt 4.8). PML ist eine durch das John-Cunningham Virus (JCV)

hervorgerufene opportunistische Infektion, die tödlich verlaufen oder zu einer schweren Behinderung

führen kann. PML wird wahrscheinlich durch eine Kombination von Faktoren verursacht.

Eine vorherige Infektion mit JCV gilt als Voraussetzung, um eine PML entwickeln zu können.

Risikofaktoren können eine vorherige Behandlung mit immunsuppressiven Therapien und das

Vorhandensein von bestimmten Begleiterkrankungen (wie z. B. einige Autoimmunerkrankungen oder

maligne hämatologische Erkrankungen) umfassen. Ein verändertes oder geschwächtes Immunsystem

sowie genetische oder Umweltfaktoren können auch Risikofaktoren darstellen.

Eine anhaltende schwere oder moderate Lymphopenie unter Therapie mit Fumaderm gilt als

Risikofaktor für eine PML. Patienten, die eine Lymphopenie entwickeln, sollten auf Anzeichen und

Symptome von opportunistischen Infektionen, vor allem auf neurologische Defizite, kognitive oder

psychiatrische Symptome hinsichtlich PML, überwacht werden. Falls eine PML vermutet wird, sollte

die Behandlung mit Fumaderm sofort abgebrochen und weitere geeignete neurologische und

radiologische Untersuchungen sollten durchgeführt werden.

Andere hämatologische Erkrankungen: Die Therapie sollte sofort abgebrochen werden und Vorsicht

ist geboten, wenn andere pathologische Veränderungen des Blutbildes vorliegen.

In allen Fällen sollte das Blutbild bis zur Normalisierung kontrolliert werden.

Andere Laboranomalien: Bei jedem Kreatininanstieg über der Norm ist die Therapie abzubrechen

(siehe Abschnitt 4.8).

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Methotrexat, Retinoide, Psoralene, Cyclosporine, Immunsuppressiva, Zytostatika und Medikamente

mit bekanntem schädlichen Einfluss auf die Nieren dürfen nicht gleichzeitig mit Fumaderm initial/

Fumaderm angewendet werden.

Während der Behandlung mit Fumaderm initial/Fumaderm muss eine gleichzeitige topische

Anwendung von Fumarsäurederivaten z. B. in Form von Salben und/oder Bädern vermieden werden,

da die zusätzliche perkutane Aufnahme von Fumarsäurederivaten aus Externa und Bädern zu einer

Intoxikation infolge Überschreitung der maximal tolerierbaren Dosis führen könnte.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft und Stillzeit

Obwohl aufgrund tierexperimenteller Untersuchungen keine Anhaltspunkte für eine teratogene

Wirkung bestehen, sollten Fumaderm initial und Fumaderm in der Schwangerschaft und während der

Stillzeit nicht eingenommen werden, da für Schwangere bisher keine Erfahrungen vorliegen und nicht

bekannt ist, ob die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen.

4.7

Auswirkungen

auf

die

Verkehrstüchtigkeit

und

die

Fähigkeit

zum

Bedienen

von

Maschinen

Fumaderm initial und Fumaderm haben keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

Selten:

weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder unbekannt

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig:

Gesichtsrötung und Hitzegefühl (Flush)

Diese Beschwerden treten sehr häufig zu Beginn der Therapie auf und werden in der Regel im Verlauf

der Behandlung geringer. Bei starker Ausprägung können sie aber auch zum Abbruch der Behandlung

führen.

Selten:

allergische Hautreaktionen

Nach Absetzen der Therapie sind diese Beschwerden reversibel.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

Durchfall (Diarrhoe)

Häufig:

Völlegefühl

Oberbauchkrämpfe

Blähungen

Gelegentlich:

Übelkeit

Diese unerwünschten Wirkungen treten sehr häufig zu Beginn der Therapie auf und gehen im Laufe

der Behandlung in der Regel zurück.

Meist kann eine Dosisreduzierung die Beschwerden mildern. Sollten jedoch diese Nebenwirkungen

nicht abklingen, so muss der behandelnde Arzt über die Fortführung der Therapie entscheiden.

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich:

Müdigkeit

Benommenheit

Kopfschmerzen

Im Laufe der Behandlung gehen diese unerwünschten Wirkungen in der Regel zurück. Meist kann

eine Dosisreduktion die Beschwerden mildern.

Sollten jedoch diese Nebenwirkungen nicht abklingen, so muss der behandelnde Arzt über die

Fortführung der Therapie entscheiden.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Blutbildveränderungen wie Leuko- und Lymphopenie sowie Eosinophilie unterschiedlicher

Ausprägung wurden berichtet (siehe Abschnitt 4.4):

Sehr häufig:

Lymphopenie (ca. 50% der Patienten)

leichte Leukopenie (ca. 11% der Patienten)

Häufig:

schwere Formen von Lymphopenie (unter 500/µl)

vorübergehende Eosinophilie

Sehr selten:

persistierende Eosinophilie

Nach Absetzen der Therapie sind o.g. Blutbildveränderungen reversibel.

Sehr selten:

Akute Lymphatische Leukämie (ALL)

Einzelfall

irreversible Panzytopenie

Bei starker Abnahme der Leukozytenzahl – insbesondere bei Werten unter 3.000/μl – und beim

Absinken der Lymphozytenzahl unter 500/μl ist die Behandlung mit Fumaderm initial und Fumaderm

sofort abzubrechen (beachten Sie diesbezüglich auch die weiteren Hinweise im Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich:

Proteinurie

Erhöhung der Serumkreatininkonzentration

Bei jedem Kreatininanstieg über die Norm ist die Therapie abzubrechen (siehe Abschnitt 4.4).

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:

Erhöhung der Leberwerte (SGOT, SGPT, Gamma-GT)

Sonstige Nebenwirkungen

Erfahrungen nach Markteinführung (Häufigkeit unbekannt):

Nierenversagen

Es wurden Fälle von Fanconi-Syndrom (Resorptionsstörung des renalen proximalen Tubulus)

berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Es wurden Fälle von opportunistischen Infektionen, insbesondere von progressiver multifokaler

Leukenzephalopathie (PML), im Rahmen einer anhaltenden Lymphopenie mit

Lymphozytenzahlen unter 700/µl berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Neben allgemeinen Maßnahmen zur Entfernung der Noxen und Verminderung der gastrointestinalen

Absorption ist eine symptomatische Behandlung angezeigt. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: systemische Antipsoriatika, ATC-Code: D05 BX51

Präklinische Studien liegen in Ermangelung geeigneter Tiermodelle nicht vor. Die Kenntnisse über

den Wirkungsmechanismus der Fumarsäureester bei der Behandlung der Psoriasis vulgaris basieren

derzeit auf folgenden wissenschaftlichen Ergebnissen:

Fumarsäureester beeinflussen die Regulationsstelle der Succinatdehydrogenase im

Zitronensäurezyklus.

Dimethylfumarat, Monomethylfumarat (Metabolit von Dimethylfumarat) sowie Monoethylfumarat

hemmen die Proliferation von Keratinozyten, möglicherweise bedingt durch einen vorübergehenden

Anstieg der intrazellulären Ca

-Konzentrationen.

Unter Therapie mit Fumaderm initial/Fumaderm wird die intraepidermale Infiltration der Haut mit

Granulozyten und T-Helferzellen verringert, was begleitet wird von einer Reduktion der Acanthose

und Hyperkeratose.

Monomethylfumarat beeinflusst das Zytokinsekretionsmuster von T-Helferzellen. Es erfolgt eine

gesteigerte Sekretion der antiinflammatorischen Zytokine IL-4, IL-5 und IL-10.

In den sicherheitspharmakologischen Untersuchungen mit Fumaderm initial/Fumaderm

(Wirkstoffgemisch) wurde am narkotisierten Hund eine blutdrucksenkende Wirkung im hohen

Dosisbereich beobachtet. Im akuten Versuch zeigte sich an der Ratte eine gesteigerte Salurese, in den

reproduktions-toxikologischen Studien eine erhöhte Diurese. Eine Bestätigung dieser Befunde

(Blutdrucksenkung, gesteigerte Salurese und Diurese) fand sich bei Gabe therapeutischer Dosierungen

in der Klinik nicht.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Pharmakokinetische Untersuchungen wurden

in vitro

in vivo

durchgeführt.

Die Untersuchungen an Ratte und Hund zeigen, dass nach oraler Gabe der Fumaderm-

Wirkstoffmischung die Einzelstoffe nahezu vollständig resorbiert werden (ca. 30 min bis 2 h), wobei

Dimethylfumarat im Darm offenbar sehr schnell zu Monomethylfumarat hydrolisiert wird.

Maximale Blutspiegel wurden 15 min bzw. 1 h nach der Gabe erreicht.

Die Versuche an der Ratte mit markiertem Dimethylfumarat bei oraler Verabreichung zeigten, dass

offenbar die Hauptausscheidung über die Atemluft erfolgt, über Harn und Kot dagegen nur relativ

geringe Mengen ausgeschieden werden.

Auch in Metabolisierungsversuchen im Humanserum (

in vitro

) zeigte sich, dass Dimethylfumarat

schnell und vollständig zu Methylhydrogenfumarat (bei einer Halbwertszeit von 11,6 Minuten)

hydrolisiert wird. Der Abbau von Methylhydrogenfumarat im Serum verläuft dagegen sehr langsam

(Halbwertszeit ca. 36 Stunden).

Dimethylfumarat und Fumarsäure zeigen keine Proteinbindung. Für Methylhydrogenfumarat beträgt

diese ca. 50% und bei Ethylhydrogenfumarat ca. 60%.

Es konnte

in vivo

keine Zunahme der Fumarsäure (Metabolit) festgestellt werden. Die Fumarsäure-

Konzentration blieb bei allen Versuchen konstant.

In Probandenversuchen zeigte sich, dass Dimethylfumarat im Blut nicht nachweisbar ist, sondern nur

sein 1. Metabolit Methylhydrogenfumarat. Dies ist auf die rasche Hydrolyse von Dimethylfumarat

zurückzuführen. Die maximale Konzentration von Methylhydrogenfumarat (2,40 mg/l) im Blut wird

nach 5 - 6 Stunden erreicht. Die mittlere „lag-time“

in vivo

von 313 Minuten (5 - 6 Stunden) bestätigt

die Magensaftresistenz. Die mittlere Eliminations-Halbwertszeit liegt bei ca. 80 Minuten.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Bei der

akuten Toxizität

erwiesen sich die Komponenten der Fumaderm initial/Fumaderm

magensaftresistenten Tabletten in der Kombination weniger toxisch als einzeln (LTD, LD

chronischen Toxizitätsuntersuchungen

an Ratte und Hund bei oraler Applikation zeigten folgende

Ergebnisse:

Die wiederholte orale Verabreichung von Fumaderm initial/Fumaderm führte in den ersten

Versuchswochen an der Ratte zu Leukozytose und Lymphopenie sowie zu einer Erhöhung des

Lebergewichtes.

Im Vordergrund stehen im toxischen Dosisbereich die Magenschädigungen, die sich nur klinisch

(Hund: Erbrechen) oder pathologisch-anatomisch (Ratte: Pachydermie des Magens, Hyperplasie und

Hyperkeratose der kutanen Schleimhaut des Vormagens, die z.T. in Papillome und Karzinome

übergingen) zeigten. Sie sind aller Wahrscheinlichkeit nach Folge der Säurewirkung der Wirkstoffe.

Bei der Bewertung dieses Phänomens sollte berücksichtigt werden, dass die humantherapeutische

Anwendung von Fumaderm initial/Fumaderm in Form von magensaftresistenten Tabletten erfolgt und

eine entsprechende Schädigung am Menschen ausgeschlossen sein sollte.

Eine 52-wöchige Fumarsäureester-Gabe erzeugte sowohl bei Ratten als auch bei Hunden eine

dosisabhängige Nierentoxizität, die sich in erhöhten Harnstoffwerten im Serum und

pathomorphologischen Veränderungen manifestierte. Darüber hinaus traten bei der männlichen Ratte

bei einer 10-fach höheren, als in der Klinik maximal eingesetzten Dosierung, benigne Leydig-Zell-

Tumoren auf.

Nach einer 26-wöchigen Applikation von Fumaderm traten die Nieren- und Hodenveränderungen

nicht auf. In Studien mit Dimethylfumarat, ein Bestandteil von Fumaderm, wurden nach wiederholter

oraler Verabreichung bei Mäusen, Ratten, Hunden und Affen Nierenveränderungen beobachtet. Bei

allen Spezies wurde eine Regeneration der Nierentubuli-Epithelien beobachtet, was auf eine

Schädigung hinweist.

Untersuchungen an Ratten und Kaninchen unter Fumaderm haben bei Dosierungen bis in den

maternal-toxischen Bereich keine Hinweise auf teratogene Wirkungen ergeben. Erst in den maternal-

toxischen Dosierungen traten embryo- und fetotoxische Wirkungen (Wachstumsretardierung, Letalität)

auf.

In einer

Fertilitätsstudie

mit Fumaderm an Ratten fanden sich keine Anhaltspunkte für eine

Beeinflussung der Fertilität.

Es liegen keine Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung von Fumaderm in der

Schwangerschaft und Stillzeit vor. Es ist nicht bekannt, ob die einzelnen Bestandteile des vorliegenden

Wirkstoffgemisches in die Muttermilch übergehen.

Basierend auf den vorliegenden Ergebnissen der

in vitro

in vivo

Mutagenitätsstudien

kann für den

Menschen ein mutagenes Potential sowohl für das Wirkstoffgemisch als auch für die

Einzelkomponenten ausgeschlossen werden.

Kanzerogenitätsstudien

liegen für Fumaderm nicht vor. Studien zur Karzinogenität mit einem der

Bestandteile von Fumaderm, Dimethylfumarat, wurden an Mäusen und Ratten über einen Zeitraum bis

zu 2 Jahren durchgeführt.

Dimethylfumarat wurde oral mit Dosen von 25, 75, 200 und 400 mg/kg/Tag bei Mäusen und mit

Dosen von 25, 50, 100 und 150 mg/kg/Tag bei Ratten verabreicht. Bei Mäusen stieg die Häufigkeit

von Nierentubulustumoren bei 75 mg/kg/Tag bei einer Exposition (AUC) äquivalent zur für den

Menschen empfohlenen Dosis. Bei Ratten stieg die Häufigkeit von Nierentubulustumoren bei 100

mg/kg/Tag bei einer Exposition, die ungefähr der dreifachen für den Menschen empfohlenen Dosis

entsprach. Fumaderm ist eine Wirkstoffkombination von Dimethylfumarat und anderen Fumaraten.

Die Relevanz dieser Ergebnisse der unter Dimethylfumarat durchgeführten Studien bei der

therapeutischen Anwendung von Fumaderm ist daher nicht bekannt.

Eine Beeinflussung des

Immunsystems

konnte im Rahmen der vorliegenden subakuten und

chronischen Studien bei systemischer Anwendung von Fumarsäureestern (Wirkstoffgemisch) nicht

beobachtet werden.

In gezielten

Sensibilisierungsversuchen

an Meerschweinchen dagegen erwiesen sich Fumarsäureester

(Wirkstoffgemisch) und Monoethylfumarat nach dermaler Applikation als sensibilisierend.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Fumaderm initial:

Croscarmellose-Natrium, Talkum, Magnesiumstearat, Titandioxid (E 171), Methacrylsäure-

Methylmethacrylat-Copolymer (1:1), Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1), Macrogol 6000,

Simeticon, Povidon, Triethylcitrat, mikrokristalline Cellulose und hochdisperses Siliciumdioxid.

Fumaderm:

Croscarmellose-Natrium, Talkum, Magnesiumstearat, Titandioxid (E 171), Indigocarmin (E 132),

Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1), Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1),

Macrogol 6000, Simeticon, Povidon, Triethylcitrat, mikrokristalline Cellulose und hochdisperses

Siliciumdioxid.

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Fumaderm initial:

40 magensaftresistente Tabletten

Packung mit 4 Blistern à 10 magensaftresistenten Tabletten:

Die Filmtabletten werden eingeblistert in Alfoil T250/30/90 Polymer Film-Aluminium-Folie.

Fumaderm:

70 magensaftresistente Tabletten

Packung mit 7 Blistern à 10 magensaftresistenten Tabletten:

Die Filmtabletten werden eingeblistert in Alfoil T250/30/90 Polymer Film-Aluminium-Folie.

100 magensaftresistente Tabletten

Packung mit 10 Blistern à 10 magensaftresistenten Tabletten:

Die Filmtabletten werden eingeblistert in Alfoil T250/30/90 Polymer Film-Aluminium-Folie.

200 magensaftresistente Tabletten

Packung mit 20 Blistern à 10 magensaftresistenten Tabletten:

Die Filmtabletten werden eingeblistert in Alfoil T250/30/90 Polymer Film-Aluminium-Folie.

200 magensaftresistente Tabletten

Klinikpackung

Packung mit 20 Blistern à 10 magensaftresistenten Tabletten.

Die Filmtabletten werden eingeblistert in Alfoil T250/30/90 Polymer Film-Aluminium-Folie.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Biogen GmbH

Riedenburger Str. 7

81677 München

Tel.: 089-99 6170

Hotline: 0800-3636 400

Fax: 089-99 617 199

8.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

27561.00.00

27561.01.00

9.

DATUM

DER

ERTEILUNG

DER

ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG

DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 09. August 1994

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 13. Juni 2013

10.

STAND DER INFORMATION

01.2020

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

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