Fosinopril-HCT-Mepha 20 mg/12.5 mg Tabletten

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

01-06-2019

Fachinformation Fachinformation (SPC)

25-10-2018

Wirkstoff:
fosinoprilum natricum, hydrochlorothiazidum
Verfügbar ab:
Mepha Pharma AG
ATC-Code:
C09BA09
INN (Internationale Bezeichnung):
fosinoprilum natricum, hydrochlorothiazidum
Darreichungsform:
Tabletten
Zusammensetzung:
fosinoprilum natricum 20 mg, hydrochlorothiazidum 12.5 mg, lactosum monohydricum 222.1 mg, E 171, E 172 (flavum), E 172 (rubrum), amylum pregelificatum, carmellosum natricum conexum, glyceroli dibehenas, pro compresso corresp. natrium max. 1.76 mg.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Antihypertensivum
Zulassungsnummer:
58324
Berechtigungsdatum:
2008-09-15

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

01-06-2019

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

01-06-2019

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Fosinopril-HCT-Mepha, Tabletten

Mepha Pharma AG

Was ist Fosinopril-HCT-Mepha und wann wird es angewendet?

Fosinopril-HCT-Mepha ist ein Kombinationspräparat das auf Verschreibung des Arztes bzw. der

Ärztin zur Behandlung des Bluthochdrucks eingesetzt wird. Die beiden Wirkstoffe Fosinopril (20

mg) und Hydrochlorothiazid (12,5 mg) senken den erhöhten Blutdruck über zwei verschiedene

Mechanismen, die sich gegenseitig ergänzen. Fosinopril (ein ACE-Hemmer) verhindert die Bildung

einer körpereigenen, blutdrucksteigernden Substanz, während Hydrochlorothiazid, eine

harntreibende Substanz (Diuretikum), unter anderem über eine vermehrte Wasser- und

Salzausscheidung eine Verringerung des Blutdrucks bewirkt.

Fosinopril-HCT-Mepha kann von Patienten bzw. Patientinnen mit Bluthochdruck verwendet werden,

welche ungenügend auf eine andere Therapie reagieren oder momentan beide Wirkstoffe von

Fosinopril-HCT-Mepha einzeln zu sich nehmen.

Fosinopril-HCT-Mepha darf nur unter ständiger Kontrolle des Arztes bzw. der Ärztin verwendet

werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei einer zu hohen Kochsalzzufuhr mit der Nahrung wird die blutdrucksenkende Wirkung

vermindert.

Wann darf Fosinopril-HCT-Mepha nicht angewendet werden?

Fosinopril-HCT-Mepha darf nicht eingenommen werden:

·bei Überempfindlichkeit auf einen der Tabletteninhaltsstoffe, speziell bei

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Sulfonamiden oder anderen ACE-Hemmern

insbesondere wenn allergische Reaktionen mit Schwellungen an Gesicht, an Lippe, Zunge und/oder

Rachen (Schluck- und Atembeschwerden) aufgetreten sind;

·von schwangeren Frauen oder stillenden Müttern. Eine Schwangerschaft sollte während der

Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha vermieden werden. Bei einer Schwangerschaft ist sofort der

behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin zu informieren;

·wenn Sie an Diabetes (Typ 1 und 2) oder eingeschränkter Nierenfunktion leiden, während Sie den

blutdrucksenkenden Wirkstoff Aliskiren einnehmen;

·bei fehlender oder verminderter Harnabsonderung (Anurie) oder bei starker Verengung der

Nierengefässe;

·bei Aortenklappenstenose oder anderen Ausflussbehinderungen des Herzens;

·wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung der Herzinsuffizienz, vor kurzem

eingenommen haben oder einnehmen werden, weil sich dadurch das Risiko eines so genannten

Angioödem (Anschwellen des Gesichtes, der Lippen, der Zunge und/oder des Rachens,

Atemprobleme) erhöht.

Wann ist bei der Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen! Dies gilt im verstärkten Masse bei

Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Patienten bzw. Patientinnen mit eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Leberfunktion sollten

Fosinopril-HCT-Mepha nur auf Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin einnehmen.

Wenn es nach der ersten Einnahme oder unter der Therapie zu plötzlichen Kreislaufstörungen

(Flimmern vor den Augen, Schwächegefühl, Schwindel, Kollaps) kommen sollte, genügt es in den

meisten Fällen, dass Sie sich vorübergehend hinlegen und die Beine hochlagern. Informieren Sie

Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin jedoch darüber, wenn solche Beschwerden auftreten.

Unter Arzneimitteln der gleichen Stoffklasse wie Fosinopril-HCT-Mepha (ACE-Hemmer) wurde

eine Schwellung des Gesichts, der Lippen und der Extremitäten gesehen. Diese Erscheinungen

verschwinden gewöhnlich nach Absetzen des Arzneimittels wieder.

Sollte es bei Ihnen jedoch zu einer Schwellung der Zunge und des Kehlkopfes mit Heiserkeit

und/oder Atemnot kommen, ist unverzüglich ein Arzt bzw. eine Ärztin beizuziehen, der/die über die

erforderliche Notfallbehandlung entscheidet, und die Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha zu

unterbrechen.

Kommt es bei Ihnen während der Behandlung zu Bauchschmerzen mit oder ohne Übelkeit und

Erbrechen, so benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann

feststellen, ob diese Erscheinungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Fosinopril-HCT-

Mepha stehen.

Kommt es bei Ihnen während der Behandlung zu einer akuten Abnahme der Sehschärfe und/oder

Augenschmerzen, so kontaktieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Gelegentlich kann es zu Hautreaktionen verbunden mit Jucken und Rötung kommen. In diesen

Fällen ist der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren.

Bei der Anwendung von ACE-Hemmern, einschliesslich Fosinopril-HCT-Mepha, wurde über Husten

berichtet. Der Husten ist typischerweise trocken, hartnäckig und verschwindet nach Absetzen der

Therapie.

Bei Störungen der Geschmacksempfindungen kann die Dosis vom Arzt bzw. der Ärztin

vorübergehend reduziert werden. Meist verschwinden diese nach einiger Zeit von selbst.

Treten bei Ihnen Anzeichen einer Infektion auf (Fieber, Halsweh), sollten Sie unverzüglich Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen. Durch eine Blutuntersuchung kann er/sie feststellen, ob diese

Zeichen etwas mit der Fosinopril-HCT-Mepha-Behandlung zu tun haben.

Vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) sollten Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt bzw.

Ihre Ärztin oder Zahnärztin über die Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha informieren, da während

der Narkose ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks auftreten kann.

Gewisse Patienten bzw. Patientinnen, die nach der Einnahme von ACE-Hemmern, zu denen auch

Fosinopril-HCT-Mepha gehört, eine Dialysenbehandlung (Hämofiltration oder Entfernung von

Abbauprodukten aus dem Blut) erhielten, erlitten schwere allergische Reaktionen. Sie müssen

deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, falls Sie vor einer Dialysebehandlung Fosinopril-

HCT-Mepha einnehmen. Aus dem gleichen Grund muss vor einer allfälligen LDL-Apherese

(Entfernung von Fett aus dem Blut durch Filtration) bei Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha der

Arzt bzw. die Ärztin informiert werden.

Allergische Reaktionen können auch bei Patienten bzw. Patientinnen auftreten, die während der

Behandlung mit einem ACE-Hemmer – zum Beispiel Fosinopril-HCT-Mepha – eine Therapie zur

Desensibilisierung mit Wespen- oder Bienengift erhalten. Falls Sie Fosinopril-HCT-Mepha

einnehmen, müssen Sie dies dem Arzt bzw. der Ärztin mitteilen. Bevor Sie mit der

Desensibilisierung beginnen, müssen Sie die Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha beenden.

Selten kann es auch nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin auch mit, wenn Sie eine Diät befolgen, oder an Durchfall

oder Erbrechen leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin:

·wenn Sie an anderen Krankheiten leiden (insbesondere Leber- oder Nierenkrankheiten, Gicht,

Herzproblemen oder Zuckerkrankheit [Diabetes]),

·falls Sie schon einmal Hautkrebs hatten oder falls Sie während der Behandlung eine unerwartete

Hautveränderung bemerken. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid (einem der Wirkstoffe von

Fosinopril-HCT-Mepha), insbesondere über längere Zeit und in höherer Dosierung, kann zu einem

erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser»

Hautkrebs) führen. Schützen Sie Ihre Haut vor Sonnenlicht und UV-Strahlen, solange Sie Fosinopril-

HCT-Mepha anwenden, und kontrollieren Sie Ihre Haut regelmässig, um Ihrem Arzt bzw. Ihrer

Ärztin unerwartete Veränderungen zeigen zu können.

·Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen (z.B. Arzneimittel,

welche Aliskiren oder einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten [Sartane] enthalten) oder

äusserlich anwenden!

Dies gilt vor allem für:

·Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (eingesetzt zur Behandlung der

Herzinsuffizienz).

Die blutdrucksenkende Wirkung von Fosinopril-HCT-Mepha kann durch bestimmte Arzneimittel,

insbesondere harntreibende Mittel (Diuretika) oder entzündungshemmende Arzneimittel, wie sie als

Schmerz- oder Rheumamittel eingesetzt werden, vermindert werden. Andere nicht-steroidale

entzündungshemmende Arzneimittel (z.B. Acetylsalicylsäure) und COX-2-Inhibitoren können einen

ähnlichen Effekt ausüben.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin auch mit, wenn Sie eines der folgenden Medikamente

einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder beabsichtigen einzunehmen:

Kaliumsupplemente (einschliesslich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und andere

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z.B. Trimethoprim und

Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur

Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstossung von transplantierten Organen zu verhindern;

und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverdünnung und Vermeidung von Blutgerinnseln) oder

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit, Arzneimittel, welche Carbamazepin enthalten,

oder Lithium (ein Medikament zur Behandlung einer bestimmten Art von Depression) einnehmen. In

diesen Fällen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin eine Anpassung der Dosierung für notwendig erachten.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln gegen die Magenübersäuerung

(Antacida).

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems

erhöht sein:

·Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

·Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstossung von transplantierten Organen oder zur

Krebsbehandlung eingesetzt werden (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).

·Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Fosinopril-HCT-Mepha enthält Laktose (Milchzucker). Wenn Sie an einer Laktose-Unverträglichkeit

leiden, sollten Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Kinder und Jugendliche

Fosinopril-HCT-Mepha soll bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht eingesetzt werden.

Darf Fosinopril-HCT-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Fosinopril-HCT-Mepha darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da ein Risiko für

das ungeborene Kind besteht. Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, wenn Sie schwanger sind

oder schwanger werden möchten.

Während der Anwendung von Fosinopril-HCT-Mepha darf nicht gestillt werden.

Wie verwenden Sie Fosinopril-HCT-Mepha?

Der Arzt bzw. die Ärztin wird aufgrund der Diagnose die für Sie zutreffende Dosierung festlegen. In

der Regel sollte 1 Tablette pro Tag morgens eingenommen werden. Falls erforderlich, kann die

Dosierung vom Arzt bzw. von der Ärztin auf 2 Tabletten pro Tag gesteigert werden. Nehmen Sie die

Tablette(n) unzerkaut mit etwas Wasser ein. Das Arzneimittel sollte nicht zusammen mit anderen

Arzneimitteln, insbesondere Mitteln, welche überschüssige Magensäure neutralisieren (sogenannte

Antacida), eingenommen werden. Falls Sie noch andere Arzneimittel einnehmen, fragen Sie Ihren

Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Sollten Sie aus Versehen eine Überdosis des Medikamentes eingenommen haben, konsultieren Sie

Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Kinder und Jugendliche

Fosinopril-HCT-Mepha soll bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht eingesetzt werden.

Welche Nebenwirkungen kann Fosinopril-HCT-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha auftreten:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen): Kopfschmerzen, Husten, Müdigkeit,

Schwindel, Infektionen der oberen Atemwege, Muskelschmerzen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen): Schwellungen (Extremitäten, Gesicht,

Lippen, Zunge, Kehlkopf inkl. Atemnot), Impotenz, Veränderung der Libido, Schläfrigkeit,

Depressionen, Gefühlslosigkeit, Missempfindungen (z.B. Ameisenlaufen), Ohrensausen, niedriger

Blutdruck, Wasseransammlungen in den Geweben, Hitzewallungen, Herzrhythmusstörungen,

Nasennebenhöhlenentzündungen, Rachenentzündungen, schnupfenähnlichen Symptomen, Übelkeit,

Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Magenbrennen, Oberbauchbeschwerden,

Hautausschlägen (meist verbunden mit Jucken und Rötung), erhöhte oder erniedrigte Frequenz des

Wasserlassens, mangelhafte Tätigkeit der Nieren, Brustschmerzen, Erschöpfung, Schwächegefühl,

Fieber.

Des Weiteren wurden beobachtet: Gicht, Benommenheit, Verwirrtheit, Geschmacksveränderung,

Sehstörungen, Engegefühl in der Herzgegend, Atembeschwerden, Asthma, Halsschmerzen,

Schluckbeschwerden, virale Infektionen, starkes Schwitzen, Mundgeruch, Kältegefühl, Herzklopfen,

Akne, Haut- und Lippenkrebs (nicht-melanozytärer, «weisser» Hautkrebs), Bläschen und offene

Stellen im Mund, Mundtrockenheit, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Ohrenschmerzen, Muskelsteifheit,

Heiserkeit, Prostatabeschwerden, Verstopfung, Blähungen, Muskelkrämpfe,

Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin umgehend jegliche unerwarteten

Veränderungen der Haut zeigen, die Sie während der Behandlung mit Fosinopril-HCT-Mepha

beobachten.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15–25°C) in der Originalverpackung und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Sollten Sie Tabletten besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte in Ihre

Apotheke zur Vernichtung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Fosinopril-HCT-Mepha enthalten?

1 Tablette Fosinopril-HCT-Mepha enthält 20 mg Fosinopril, 12,5 mg Hydrochlorothiazid, Laktose

und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58324 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Fosinopril-HCT-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Fosinopril-HCT-Mepha 20 mg/12,5 mg: 28, 98 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 6.1

Fachinformation

Fosinopril-HCT-Mepha, Tabletten

Mepha Pharma AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Fosinoprilum natricum, Hydrochlorothiazidum.

Hilfsstoffe: Lactosum, excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten zu 20 mg Fosinopril-Natrium und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Fosinopril-HCT-Mepha ist indiziert bei allen Formen und Schweregraden der Hypertonie (mit

Ausnahme des primären Hyperaldosteronismus) bei Patienten, welche auf eine Monotherapie mit

ACE–Hemmern oder Diuretika unbefriedigend ansprechen.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Die Dosierung sollte individuell angepasst werden.

Die übliche Dosierung bei Erwachsenen beträgt 1× täglich morgens eine Tablette (Fosinopril 20

mg/Hydrochlorothiazid 12,5 mg). Falls nötig kann die Dosierung individuell auf 2 Tabletten täglich

erhöht werden. Höhere Dosierungen (mehr als 2 Tabletten pro Tag) führen zu keiner zusätzlichen

Blutdrucksenkung.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Eingeschränkte Nierenfunktion

Fosinopril-HCT-Mepha kann bei Patienten mit leicht bis mässig eingeschränkter Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance >30 ml/min, Serumkreatinin ≤3 mg/dl oder 265 µmol/l) in der empfohlenen

Dosierung verabreicht werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance

<30 ml/min) ist Fosinopril-HCT-Mepha nicht angezeigt; bei dieser Patientengruppe werden

Schleifendiuretika vorgezogen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eingeschränkte Leberfunktion

Eine individuelle Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist nicht nötig.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sollte Fosinopril-HCT-Mepha nicht eingesetzt

werden, da noch keine Erfahrungen vorliegen.

Therapiedauer

Bis jetzt liegen keine Befunde zur Einschränkung der Therapiedauer vor.

Art der Einnahme

Bei der Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha während einer Mahlzeit wird die Absorption von

Hydrochlorothiazid verändert, jene von Fosinopril nur gering (siehe «Pharmakokinetik:

Kombination»). Die Änderungen sind jedoch klinisch nicht signifikant. Bei Einnahme von

Fosinopril-HCT-Mepha mit anderen Medikamenten können Interaktionen auftreten (siehe

«Interaktionen»).

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile der Tablette, speziell gegenüber anderen

Sulfonamid–Derivaten (z.B. Thiazide) oder anderen ACE–Hemmern.

·Überempfindlichkeitsreaktionen treten vermehrt auf, wenn die Anamnese eine Allergie oder ein

Bronchialasthma aufweist.

·Anurie.

·Schwangerschaft und/oder Stillen (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

·Angioneurotisches Oedem im Zusammenhang mit einer früheren Behandlung mit ACE-Hemmern.

·Hereditäres oder idiopatisches Angioödem.

·Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei

Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR<60 ml/min/1,73 m2)

kontraindiziert (siehe «Interaktionen»).

·ACE-Inhibitoren, inkl. Fosinopril-HCT-Mepha, sind in Kombination mit Sacubitril/Valsartan

aufgrund eines erhöhten Risikos für Angioödeme kontraindiziert (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen» und «lnteraktionen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Angioödeme im Hals- und Kopfbereich

Angioödeme der Extremitäten, des Gesichts, der Lippen, Schleimhäute, Zunge, Glottis oder des

Kehlkopfes können bei Patienten, die mit ACE-Hemmern einschliesslich Fosinopril behandelt

werden, auftreten. Angioödeme mit Beteiligung der Zunge, der Glottis oder des Kehlkopfes können

die Atemwege obstruieren und tödlich sein. Fosinopril-HCT-Mepha soll sofort abgesetzt werden und

Notfallmassnahmen sollten eingeleitet werden (wie Verabreichung von Adrenalin, z.B. Adrenalin

1:1000). Schwellungen des Gesichts, der Schleimhäute im Mund, Lippen und Extremitäten, gehen

normalerweise nach Absetzen der Therapie zurück; gewisse Fälle erforderten eine medizinische

Behandlung.

Intestinales Angioödem

Nach Behandlung mit ACE-Hemmern wurde in seltenen Fällen über ein intestinales Angioödem

berichtet. Dieses äussert sich mit Schmerzen im Abdomen (mit oder ohne Übelkeit/Erbrechen); in

einigen Fällen trat es ohne Vorgeschichte eines Gesichtsangioödems und ohne erhöhte C-1

Esterasespiegel auf. Das intestinale Angioödem wurde mittels CT, Ultraschall oder Operation

diagnostiziert; nach Beendigung der ACE-Hemmer-Therapie gingen die Symptome zurück. Bei der

Differentialdiagnose von Abdomenschmerzen sollte die ACE-Hemmer-Therapie berücksichtigt

werden.

Patienten, welche ein Angioödem ohne Zusammenhang mit einer ACE-Hemmer-Therapie in ihrer

Anamnese aufweisen, könnten einem höheren Risiko ausgesetzt sein, sodass durch die Therapie mit

einem ACE-Hemmer ein Angioödem ausgelöst wird.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Gleichzeitige Anwendung von mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Patienten, die gleichzeitig einen mTOR-Inhibitor anwenden (wie z.B. Sirolimus, Everolimus,

Temsirolimus), unterliegen möglicherweise einem erhöhten Risiko für Angioödeme (z.B.

Schwellung der Atemwege oder Zunge, evtl. mit Atembehinderung) (siehe Abschnitt

«Interaktionen»).

Neutropenie/Agranulozytose

Über Agranulozytose und Knochenmarkdepression wurde bei Patienten berichtet, die mit ACE-

Hemmern behandelt wurden. Diese treten eher bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf,

welche zusätzlich noch an einer Kollagenose-assoziierten vaskulären Erkrankung leiden, wie Lupus

erythematosus oder Sklerodermie. Bei diesen Patienten ist eine regelmässige Kontrolle des weissen

Blutbildes angezeigt. In seltenen Fällen wurde über Agranulozytose und Knochenmarkdepression

auch unter Thiaziddiuretika berichtet.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Vor der Behandlung sollte die Nierenfunktion untersucht werden, da es bei bestimmten Patienten

unter ACE–Hemmern zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen kann (Erhöhung von

Blutharnstoff, Serumkreatinin, Serumkalium, Albuminurie usw.). Bei Patienten mit schwer

eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min/1,73 m²) ist Fosinopril-HCT-

Mepha wegen seiner Hydrochlorothiazid-Komponente mit Vorsicht anzuwenden. Thiazide können

eine Azotämie auslösen. Als Folge der Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems durch

Fosinopril können bei empfindlichen Patienten Veränderungen der Nierenfunktion auftreten.

Bei Hypertonikern mit ein- oder beidseitiger Nierenarterienstenose kann es während der Behandlung

mit ACE-Hemmern zu einer Erhöhung des Blutharnstoffs und des Serum-Kreatinins kommen. Diese

sind im Normalfall reversibel bei Abbruch der Therapie. Bei diesen Patienten sollten speziell

während den ersten Behandlungswochen Nierenfunktionstests durchgeführt werden.

Bei einigen hypertensiven Patienten ohne manifeste vorbestehende Nierenerkrankung können bei

gleichzeitiger Gabe von Fosinopril mit einem Diuretikum erhöhte Werte für Blutharnstoff und

Serum-Kreatinin auftreten, im allgemeinen milder und vorübergehender Natur. Dieser Effekt tritt bei

Patienten mit vorbestehender eingeschränkter Nierenfunktion eher auf. Eine Dosisreduktion von

Fosinopril-HCT-Mepha kann angezeigt sein.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

ACE-Inhibitoren, inkl. Fosinopril-HCT-Mepha, dürfen aufgrund eines Angioödem-Risikos nicht

zusammen mit Sacubitril/Valsartan verabreicht werden. Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie

mit Sacubitril/Valsartan erhalten, kann ein erhöhtes Risiko von Angioödemen bestehen.

Eine Behandlung mit Fosinopril-HCT-Mepha darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis von

Sacubitril/Valsartan eingeleitet werden. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36

Stunden nach Einnahme der letzten Dosis einer Fosinopril-HCT-Mepha-Therapie eingeleitet werden

(siehe «Kontraindikationen» und «lnteraktionen»).

Eingeschränkte Leberfunktion

Fosinopril-HCT-Mepha sollte wegen seiner Hydrochlorothiazid-Komponente bei Patienten mit

Leberinsuffizienz oder fortschreitender Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet werden, da

geringfügige Veränderungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ein hepatisches Koma auslösen

können. Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion können erhöhte Plasmaspiegel von Fosinopril

aufweisen. Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (durch Alkohol oder biliäre Zirrhose) ist

die Gesamtkörperclearance von Fosinopril reduziert und die AUC ca. verdoppelt. Unter ACE-

Hemmern wurde über das Auftreten von Gelbsucht, einschliesslich hepatischen Nekrosen berichtet.

Leberversagen

Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behandlung ein Syndrom beobachtet, das mit cholestatischem

Ikterus beginnt und bis zur plötzlichen hepatischen Nekrose mit (manchmal) letalem Ausgang

fortschreitet. Der Mechanismus dieses Syndroms ist unklar. Patienten, die unter einer ACE-Hemmer-

Therapie Ikterus oder eine deutliche Erhöhung der Leberenzyme entwickeln, sollten den ACE-

Hemmer absetzen und entsprechend medizinisch überwacht werden.

Akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom

Sulfonamide und ihre Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die eine

vorübergehende Myopie sowie ein akutes Engwinkelglaukom zur Folge haben können. Obwohl

Hydrochlorthiazid ein Sulfonamid ist, wurden bis jetzt nur über Einzelfälle von Engwinkelglaukom

ohne einen eindeutigen kausalen Zusammenhang mit Hydrochlorthiazid berichtet. Symptome

beinhalten eine akute Abnahme der Sehschärfe und/oder Augenschmerzen, die üblicherweise

innerhalb von Stunden bis Wochen nach Therapiebeginn auftreten. Unbehandeltes akutes

Engwinkelglaukom kann zum dauerhaften Sehverlust führen. Das Medikament soll in dem Fall so

schnell wie möglich abgesetzt werden. Eine sofortige medikamentöse oder operative Behandlung ist

in Erwägung zu ziehen, falls der intraokulare Druck unkontrollierbar ist. Risikofaktoren, die zur

Entwicklung eines akuten Engwinkelglaukoms beitragen können, sind unter anderem

Sulfonamid-/Penicillinallergie in der Anamnese.

Hypotonie

Fosinopril-HCT-Mepha kann eine symptomatische Hypotonie hervorrufen und sollte bei Patienten,

welche zusätzlich mit anderen antihypertensiven Arzneimitteln behandelt werden, nur mit Vorsicht

angewendet werden. Das Auftreten einer symptomatischen Hypotonie ist selten und wird vor allem

in Patienten mit einer Hypovolämie und/oder erniedrigtem Elektrolytgehalt als Folge einer

chronischen Diuretika-Therapie, Salzrestriktion, Dialyse, Diarrhoe oder Erbrechen beobachtet.

Deshalb sollten Wasser- und Salzhaushalt vor der Therapie mit Fosinopril-HCT-Mepha

gegebenenfalls korrigiert und die Serumelektrolyte während der Behandlung periodisch bestimmt

werden.

Patienten mit ischämischer Herzkrankheit oder cerebrovaskulärer Erkrankung sollen vorwiegend

wegen der Hydrochlorothiazid-Komponente bei einer Behandlung besonders vorsichtig betreut

werden, da ein übermässiger Blutdruckabfall zu einem Myokardinfarkt oder zu einem

cerebrovaskulären Vorfall führen kann. Bei diesen Patienten sollten vor Beginn der Behandlung mit

Fosinopril-HCT-Mepha die Diuretika abgesetzt oder deren Dosierung stark reduziert werden und

gleichzeitig sichergestellt werden, dass eine ausreichende Hydratation des Patienten gewährleistet ist,

um dadurch das Risiko einer Hypotonie zu vermindern.

Bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit oder ohne assoziierter

Nierenfunktionsstörung kann ein ACE-Hemmer oder ein Diuretikum vom Thiazid-Typ eine

exzessive Hypotonie hervorrufen. Diese Hypotonie kann begleitet sein von einer Oligurie oder

Azotämie. Selten kommt es in diesem Fall zu einem akuten tödlichen Nierenversagen. Bei Patienten

mit obengenannten Begleitzuständen sollte die Therapie mit Fosinopril-HCT-Mepha unter ärztlicher

Aufsicht eingeleitet werden. Die strenge Überwachung sollte zumindest über 2 Wochen und bei jeder

Dosiserhöhung fortgesetzt werden.

Thiazide können die Wirkung anderer Antihypertensiva potentieren (siehe «Interaktionen»). Die

antihypertensive Wirkung von Thiaziddiuretika kann bei Patienten nach Sympathektomie verstärkt

sein.

Tritt unter einer Kombinationstherapie mit anderen antihypertensiven Arzneimitteln eine Hypotonie

auf, ist eine Dosisreduktion eines/beider Arzneimittel oder ein Absetzen eines der Arzneimittel

erforderlich.

Die Behandlung von allen Patienten mit den vorher genannten Begleitzuständen muss unter

sorgfältiger ärztlicher Überwachung begonnen und laufend überwacht werden. Dies insbesondere

dann, wenn eine Dosiserhöhung notwendig wird oder ein Arzneimittel eingeführt oder abgesetzt

wird.

Bei Auftreten von Schwindel, Übelkeit und Schwächezuständen genügt es in den meisten Fällen,

dass sich der Patient hinlegt und die Beine hochlagert. In seltenen Fällen kann eine Infusion mit

physiologischer Kochsalzlösung erforderlich sein.

Störungen im Elektrolythaushalt

Wie bei jedem Patienten unter Diuretikatherapie sollte regelmässig in angemessenen Abständen eine

Bestimmung der Serumelektrolyte durchgeführt werden. Thiazide, einschliesslich

Hydrochlorothiazid, können Störungen im Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt (Hypokaliämie,

Hyponatriämie und hypochlorämische Alkalose) verursachen. Warnhinweise für Störungen im

Flüssigkeits- oder Elektrolythaushalt sind Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Lethargie,

Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelschwäche, Hypotonie, Oligurie,

Tachykardie und Magen-Darm- Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen. Zwar kann bei

Anwendung von Thiaziddiuretika eine Hypokaliämie auftreten, jedoch kann die gleichzeitige

Therapie mit Fosinopril eine Diuretika-induzierte Hypokaliämie verringern. Das Risiko einer

Hypokaliämie ist am grössten bei Patienten mit schwerer Leberzirrhose. Der Nettoeffekt von

Fosinopril-HCT-Mepha kann also in einer Erhöhung, einer Verminderung oder einem unveränderten

Kaliumspiegel resultieren.

Ein Chloridmangel ist im Allgemeinen mild und nicht behandlungsbedürftig. Thiazide können die

Kalziumausscheidung im Urin verringern. Pathologische Veränderungen der Nebenschilddrüse mit

einer Hyperkalzämie und Hypophosphatämie wurde bei einigen Patienten unter anhaltender Thiazid-

Therapie beobachtet. Übliche Komplikationen des Hyperparathyroidismus wie renale Lithiasis,

Knochenresorption und peptisches Ulkus wurden nicht beobachtet. Thiazide sollten vor einer

Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion abgesetzt werden. Es hat sich gezeigt, dass Thiazide

die Magnesiumausscheidung im Urin erhöhen. Dies kann zu einer Hypomagnesiämie führen.

Hyperkaliämie

Unter der Behandlung mit ACE-Hemmern kann Hyperkaliämie auftreten. Einem erhöhten Risiko für

das Auftreten einer Hyperkaliämie unterliegen Patienten mit Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus

oder Hyperaldosteronismus; Patienten, die gleichzeitig kaliumsparende Diuretika, Kalium-

Nahrungsergänzungsmittel oder kaliumhaltigen Salzersatz anwenden, sowie Patienten, die

gleichzeitig andere mit einer Zunahme des Serumkaliumspiegels assoziierte Wirkstoffe anwenden

(z.B. Heparin oder Cotrimoxazol [andere Bezeichnung: Trimethoprim/Sulfamethoxazol]). Wenn die

gleichzeitige Anwendung der genannten Wirkstoffe als sinnvoll erachtet wird, wird die regelmässige

Überwachung des Serumkaliumspiegels empfohlen (siehe Abschnitt «Interaktionen»).

Therapieumstellung von Patienten unter Betablocker-Behandlung

Die Behandlung mit Betablockern sollte nicht abrupt unterbrochen werden. Ihre Dosierung soll nach

Beginn der Behandlung mit Fosinopril-HCT-Mepha ausschleichend erfolgen (siehe Fachinformation

des entsprechenden Betablockers).

Operationen/Anästhesie

Während grösserer Operationen oder während einer Behandlung mit Anästhetika, die den Blutdruck

senken, kann es bei Patienten zu einer Hypotonie kommen. Wenn eine Hypotonie auftritt, kann diese

durch Volumenexpansion ausgeglichen werden.

Stoffwechsel

Eine Thiazid-Therapie kann den Insulinbedarf bei diabetischen Patienten verändern. Eine

Dosisanpassung von Insulin oder oralen blutzuckersenkenden Substanzen ist möglicherweise

erforderlich. Ein latenter Diabetes mellitus kann während der Thiazid-Therapie manifest werden.

Bei bestimmten Patienten kann unter Thiazid-Therapie eine Hyperurikämie auftreten oder ein

Gichtanfall ausgelöst werden.

Ein Anstieg der Cholesterin- und Triglyceridspiegel wurde mit Thiaziddiuretika in Zusammenhang

gebracht.

Husten

Durch ACE-Hemmer einschliesslich Fosinopril ausgelöster Husten (trocken, unproduktiv, bei

Absetzen der Therapie reversibel) sollte bei der Differentialdiagnose eines Hustens in Betracht

gezogen werden.

Hämodialysepatienten

siehe «Interaktionen».

Weitere

Fosinopril-HCT-Mepha sollte bei beidseitiger Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei

einer Einzelniere sowie nach einer Nierentransplantation nicht angewendet werden. Auch sollte

Fosinopril-HCT-Mepha bei Patienten mit einer Aortenklappenstenose oder anderen

Ausflussbehinderungen nicht eingesetzt werden.

Unter Thiazidbehandlung wurde eine Verschlimmerung oder Aktivierung des systemischen Lupus

erythematodes beobachtet.

Ältere Patienten

20% der Patienten, welche während den klinischen Studien Fosinopril/HCTZ erhielten, waren

zwischen 65–75 Jahre alt. Ein Unterschied in der Wirksamkeit oder Verträglichkeit zu jüngeren

Patienten konnte nicht beobachtet werden; eine höhere Sensitivität kann jedoch nicht ausgeschlossen

werden.

Allgemeines

Dieses Arzneimittel enthält Laktose als Hilfsstoff; Patienten mit einer der seltenen hereditären

Erkrankungen wie Galaktose-Intoleranz, Lapp Laktase Mangel oder Glukose-Galaktose

Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Interaktionen

Andere Antihypertensiva und Diuretika

Die Kombination von Fosinopril mit Betablockern, Methyldopa oder Kalziumantagonisten hat eine

Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung gezeigt. Ganglienblocker oder Blocker der adrenergen

Neuronen dürfen in Kombination mit Fosinopril nur unter vorsichtiger Kontrolle des Patienten

angewendet werden.

Hydrochlorothiazid kann mit Diazoxid interagieren; eine regelmässige Kontrolle der Blutglukose,

Serum-Harnsäurespiegel und des Blutdrucks wird empfohlen.

Kaliumzufuhr und kaliumsparende Diuretika

Die gleichzeitige Behandlung mit kaliumsparenden Diuretika, wie z.B. Diuretika vom Amilorid-,

Triamteren-, oder Spironolacton-Typ oder die Verabreichung von Kaliumpräparaten kann das Risiko

einer Hyperkaliämie erhöhen. Das Serumkalium sollte deshalb während der Therapie mit Fosinopril-

HCT-Mepha kontinuierlich kontrolliert werden. Kaliumsparende Diuretika oder Kaliumpräparate

sollten nur mit Vorsicht angewendet werden.

Antidiabetika (Insulin und orale Antidiabetika)

Thiazide können den Blutglukosespiegel erhöhen; eine Dosisanpassung der Antidiabetika kann

erforderlich sein.

Arzneimittel gegen Gicht

Eine Dosisanpassung von Arzneimitteln gegen Gicht kann notwendig sein, da Hydrochlorothiazid zu

einem Anstieg der Harnsäure im Blut führen kann. Eine Dosiserhöhung von Probenecid oder

Sulfinpyrazon kann notwendig sein.

Kalziumsalze

Aufgrund einer verminderten Ausscheidung können Thiaziddiuretika zu einem Anstieg der

Serumkalziumkonzentration führen. Falls eine Verschreibung von Kalziumergänzungspräparaten

notwendig ist, sollte die Serumkalzium-Konzentration kontrolliert und die Kalziumdosis

entsprechend angepasst werden.

Inhibitoren der endogenen Prostaglandinsynthese

Bei einigen Patienten können diese Arzneimittel den diuretischen oder antihypertensiven Effekt

reduzieren (z.B. Salicylsäurederivate, Indometacin), insbesondere bei Hypertonikern mit erniedrigter

Renin-Aktivität. Andere nicht-steroidale antiinflammatorische Medikamente (z.B.

Acetylsalicylsäure) und COX-2-Inhibitoren können einen ähnlichen Effekt ausüben. Insbesondere

bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sowie bei älteren oder dehydrierten Patienten kann

eine gleichzeitige Behandlung mit NSAIDs (inkl. COX-2 Inhibitoren) und ACE-Hemmer (inkl.

Fosinopril) die Nierenfunktion verschlechtern und unter Umständen ein akutes Nierenversagen

verursachen. Die Nierenfunktion der Patienten, die gleichzeitig mit Fosinopril und NSAIDs

behandelt werden, ist regelmässig zu kontrollieren.

mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus): Patienten, die gleichzeitig einen

mTOR-Inhibitor anwenden, unterliegen möglicherweise einem erhöhten Risiko für Angioödeme

(siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Lithium

Eine Lithiumtherapie kann bei gleichzeitiger Verabreichung von ACE-Hemmern zu einem Anstieg

des Lithiumwertes und zu einer Lithiumvergiftung führen. Da die renale Clearance von Lithium

unter Thiaziden beeinträchtigt ist, kann während der Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha das

Risiko einer Lithiumvergiftung erhöht sein. Bei Patienten, welche Lithium und Fosinopril-HCT-

Mepha erhalten, ist höchste Vorsicht und eine kontinuierliche Kontrolle des Serumlithiums

angebracht.

Antacida

Antacida (z.B. Aluminiumhydroxid, Magnesiumhydroxid und Simeticon) können die Absorption

von Fosinopril beeinträchtigen. Die Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha und Antacida sollte

deshalb mindestens 2 Stunden auseinanderliegen.

Cholestyramin und Colestipol HCl

Die Absorption von Hydrochlorothiazid kann verlangsamt oder beeinträchtigt werden. Fosinopril-

HCT-Mepha sollte deshalb eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach diesen Medikamenten

eingenommen werden.

Carbamazepine

Eine gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin und Hydrochlorthiazid wurde mit dem Risiko

einer symptomatischen Hyponatriämie in Verbindung gebracht. Elektrolytwerte sind während der

Co-Therapie zu überwachen. Wenn möglich, sollte eine andere Diuretika-Klasse verwendet werden.

Cotrimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

Patienten, die gleichzeitig Cotrimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol) anwenden, unterliegen

möglicherweise einem erhöhten Risiko für Hyperkaliämie (siehe Abschnitt «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Arzneimittel, welche während einer Operation verabreicht werden

Thiazide können die Wirkung von Anästhetika und nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien, wie

Atracurium und Rocuronium verstärken. Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein; das Elektrolyt-

und Flüssigkeitsungleichgewicht sollten vor einer Operation ausgeglichen werden. Es ist Vorsicht

geboten bei Patienten die sich einer Operation unterziehen müssen und Fosinopril-HCT-Mepha und

gleichzeitig ein Katecholamine, wie Noradrenalin erhalten. Anästhetika sollten niedriger dosiert

werden; wenn möglich sollte die Hydrochlorothiazid Therapie eine Woche vor der Operation

unterbrochen werden.

Alkohol, Barbiturate oder Narkotika

Potenzierung einer Thiazide-induzierten orthostatischen Hypotonie.

Andere Interaktionen

Die gleichzeitige Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha und Paracetamol, Antihistaminika,

Hypoglykämika, Insulin, Lipidsenkern oder Östrogenen zeigte bisher keine schweren klinischen

Nebenwirkungen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Präparaten, die die Abwehrreaktion des Körpers vermindern

(Immunsuppressiva, Zytostatika, systemische Kortikosteroide), kann es zu einer Abnahme der Zahl

der weissen Blutkörperchen kommen.

Bei gleichzeitiger Allopurinol- oder Procainamidgabe sind die Leukozyten im Blut zu kontrollieren.

Anaphylaktoide Reaktionen auf High-Flux-Dialyse-/Lipoprotein-Apherese-Membranen

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE–Hemmern und bestimmten Hämodialyse-Membranen (z.B.

Polyacrylnitril-Methallylsulfat-Membranen oder LDL-Apherese mit Dextransulfonat) wurden im

Rahmen der Dialyse Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) beschrieben.

Obschon der hierfür verantwortliche Mechanismus noch nicht restlos geklärt ist, liegen klinische

Anhaltspunkte dafür vor, dass die Hämodialyse mit Membranen hoher Durchflussleistung aus

Polyacrynitril-Methallylsulfat (zum Beispiel AN69) sowie eine Hämofiltration und LDL-Apherese

mit Dextransulfonat bei Patienten, die mit ACE-Hemmern – einschliesslich Fosinopril – behandelt

werden, eine Anaphylaxie oder anaphylaktoide Reaktionen auslösen und zu einem

lebensbedrohlichen Schock führen können. Die oben erwähnten Massnahmen dürfen bei solchen

Patienten daher nicht durchgeführt werden.

Anaphylaktoide Reaktionen während Desensibilisierung

Bei Patienten, die während einer Desensibilisierungstherapie gegen tierische Gifte (z.B. Bienen-,

Wespenstich) einen anderen ACE-Hemmer (Enalapril) erhielten, traten zum Teil lebensbedrohliche

anaphylaktoide Reaktionen auf. Bei denselben Patienten konnten diese Reaktionen vermieden

werden, wenn der ACE-Hemmer vorübergehend abgesetzt wurde. Jedoch traten sie bei nochmaliger

versehentlicher Gabe des ACE-Hemmers wieder auf. Bei der Anwendung von ACE-Hemmern bei

Patienten unter einer solchen Desensibilisierungstherapie ist Vorsicht geboten. In solchen Fällen darf

Fosinopril überdies nicht durch einen Betablocker ersetzt werden.

Selten kann es auch nach Insektenstichen zu anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschliesslich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer

Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Bei gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Inhibitors, inkl. Fosinopril-HCT-Mepha mit

Sacubitril/Valsartan kann ein erhöhtes Risiko von Angioödemen bestehen (siehe

«Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Hohe Kochsalzzufuhr in der Nahrung vermindert die blutdrucksenkende Wirkung von Fosinopril-

HCT-Mepha.

Schwangerschaft/Stillzeit

Fosinopril-HCT-Mepha ist in der Schwangerschaft kontraindiziert. Sowohl Hydrochlorothiazid als

auch Fosinopril (oder sein aktiver Metabolit Fosinoprilat) können über die Plazenta in den fötalen

Kreislauf übertreten. Eine Einnahme von Fosinopril-HCT-Mepha im 2. und 3. Trimenon kann zu

fötalen Nierenschäden und Fehlbildungen in Gesicht und Schädel (verzögerte Ossifikation) und

sogar zum Tod führen.

Der Fötus ist in utero einem potentiellen Hypotonie-Risiko ausgesetzt. Bei Neugeborenen wurde ein

erniedrigtes Geburtsgewicht, eine erniedrigte Nierendurchblutung und Anurie beobachtet. Bei der

Mutter wurde über Oligohydramnie berichtet, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit einer

erniedrigten Nierenfunktion des Föten steht.

Wird unter Therapie mit Fosinopril-HCT-Mepha eine Schwangerschaft festgestellt, sollte das

Präparat unverzüglich abgesetzt werden.

Falls trotzdem eine ACE-Hemmer-Exposition in utero stattgefunden hat, sollte das Neugeborene

sorgfältig auf genügende Harnausscheidung, Hyperkaliämie und Blutdruck untersucht werden.

Nötigenfalls müssen angebrachte medizinische Massnahmen ergriffen werden, wie z.B.

Rehydrierung oder Dialyse, um den ACE-Hemmer aus dem Kreislauf zu entfernen.

Sofern ein Fortsetzen der Therapie mit Fosinopril-HCT-Mepha nicht als zwingend erforderlich

erachtet wird, sollte bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch die Umstellung auf eine

alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere

erfolgen.

Während der Stillzeit ist Fosinopril-HCT-Mepha kontraindiziert, da Fosinopril und

Hydrochlorothiazid in die Muttermilch übergehen. Zudem können Thiazide, da sie in hohen Dosen

eine starke Diurese verursachen, bei stillenden Müttern die Milchproduktion unterbinden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Untersuchungen über die Auswirkungen von Fosinopril-HCT-Mepha bezüglich der

Fahrtüchtigkeit bzw. Bedienen von Maschinen.

Eine Senkung des Blutdrucks kann jedoch Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsvermögen und

somit z.B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr und zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Masse zu Behandlungsbeginn sowie beim

gleichzeitigen Genuss von Alkohol. Während einer Hypertoniebehandlung können gelegentlich auch

Schwindel und Müdigkeit auftreten.

Unerwünschte Wirkungen

Die Sicherheit von Fosinopril HCT wurde an über 660 Hypertonie-Patienten evaluiert, wovon 137

Patienten über 1 Jahr behandelt wurden.

In den Placebo-kontrollierten klinischen Studien betrug die Behandlungsdauer 2–3 Monate. Mit

Fosinopril HCT bzw. Placebo kam es bei 3,5% bzw. 4,3% der Patienten zu einem Therapieabbruch

aufgrund von unerwünschten Wirkungen (Klinik, Labor).

Die Inzidenz an unerwünschten Wirkungen entsprach bei älteren Patienten (≥65 Jahre) derjenigen bei

jüngeren Patienten.

Folgende Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien und/oder nach Markteinführung mit

Fosinopril HCT beobachtet und nach Häufigkeiten geordnet.

«Sehr häufig» (≥1/10); «häufig» (≥1/100, <1/10); «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100); «selten»

(>1/10'000, ≤1/1000); «sehr selten» (<1/10'000), «Einzelfälle».

Infektionen und Parasitäre Erkrankungen

Einzelfälle: Virale Infekte.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Einzelfälle: Aplastische Anämie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie, hämolytische

Anämie, Lymphadenopathie.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Angioödem.

Einzelfälle: Nekrotisierende Angiitis, Stevens-Johnson Syndrom, respiratorische Probleme

(einschliesslich Pneumonitis und Lungenödeme), Purpura.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Sexuelle Dysfunktion, Libidoveränderung.

Einzelfälle: Gicht, Pankreatitis.

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Schläfrigkeit, Depression, Gefühllosigkeit, Parästhesien.

Einzelfälle: affektive Störungen, Schlaflosigkeit.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel.

Einzelfälle: Benommenheit, Parästhesien.

Augenerkrankungen

Einzelfälle: Visuelle Störungen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Tinnitus.

Einzelfälle: Ohrenschmerzen.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Orthostatische Hypotonie, Ödeme, Flushing, Rhythmusstörungen, Synkope.

Einzelfälle: Angina pectoris, Myokardinfarkt, zerebrovaskuläres Ereignis, Claudicatio, Tachykardie,

Palpitationen.

Gefässerkrankungen

Einzelfälle: Kältegefühl.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Husten, Infektion des oberen Respirationstraktes.

Gelegentlich: Sinusitis, Pharyngitis, Rhinitis.

Einzelfälle: Bronchospasmus, Asthma, nasale Kongestion, raue Kehle, Dyspnoe.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Nausea, Erbrechen, Diarrhöe, Dyspepsie, Magenbrennen, Abdomenschmerzen,

Gastritis, Oesophagitis.

Einzelfälle: Geschmacksstörungen, Halitosis (Mundgeruch), verminderter Appetit, Ileus, weicher

Stuhl, Verstopfung, Blähungen.

Leber und Gallenerkrankungen

Einzelfälle: Hepatitis (cholestatische oder hepatozelluläre).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Pruritus, Urticaria.

Einzelfälle: Ausschlag, Photosensitivität, starkes Schwitzen, Akne, Folliculitis, Mundläsionen,

Mundtrockenheit, Dermatitis exfoliativa, Alopezie.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskel-Skelett Schmerzen.

Gelegentlich: Myalgie, Muskelschmerzen.

Einzelfälle: Arthralgie, generelle Muskelsteifheit, Arthritis, Muskelkrämpfe.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Erhöhte Frequenz des Wasserlassens, Dysurie.

Einzelfälle: Niereninsuffizienz.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Einzelfälle: Potenzstörungen, Prostatabeschwerden.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Brustschmerzen, Erschöpfung, Fieber.

Untersuchungen

Gelegentlich: Anomalitäten von Laborparametern: Serum-Elektrolyte, Harnsäure, Glukose,

Magnesium, Cholesterin, Triglyzeride, und Kalzium. Neutropenie.

Einzelfälle: Erhöhte Serum-Spiegel von Leberfunktionsparametern (Transaminase, LDH, alkalische

Phosphatase, Bilirubin), Kalium, Harnstoff.

Andere Begleiterscheinungen waren: Virale Infekte, Potenzstörungen, starkes Schwitzen, Halitosis

(Mundgeruch), Kältegefühl, Tachykardie, Akne, Folliculitis, Mundläsionen, Mundtrockenheit,

Dermatitis exfoliativa, Alopezie, verminderter Appetit, Ileus, Ohrenschmerzen, generelle

Muskelsteifheit, Arthritis, Asthma, nasale Kongestion, rauhe Kehle, Dyspnoe, Prostatabeschwerden,

Palpitationen, weicher Stuhl, Verstopfung, Blähungen, Muskelkrämpfe, emotional/labil gestört,

Schlaflosigkeit.

Überdosierung

Es liegen bisher keine Berichte über Überdosierungen beim Menschen vor.

In einer akuten Toxizitätsstudie bei der Ratte zeigte eine einmalige Koadministration von Fosinopril

(2'000 mg/kg) und Hydrochlorothiazid (2'500 mg/kg) keinen Unterschied in der Letalität im

Vergleich zur Applikation von Fosinopril allein oder Fosinopril-HCT-Mepha. Diese Dosierung von

Fosinopril betrug etwa das 5'000-fache der empfohlenen Tagesdosis beim Menschen.

Hydrochlorothiazid war bei der oben erwähnten Dosierung nicht letal.

Fosinopril

Die wahrscheinliche Auswirkung einer Überdosierung ist Hypotonie, gleichzeitig mit Blockierung

des RAA-Systems.

Hydrochlorothiazid

Die am häufigsten beobachteten Zeichen und Symptome beruhen auf dem Elektrolytmangel

(Hypokaliämie, Hypochlorämie, Hyponatriämie) und der Dehydratation infolge der übermässigen

Diurese. Wenn gleichzeitig Digitalis verabreicht wurde, kann die Hypokaliämie die Herzarrhythmien

verstärken.

Massnahmen

Es gibt kein spezifisches Vorgehen resp. Antidot bei einer Überdosierung mit Fosinopril-HCT-

Mepha. Die Behandlung sollte symptomatisch und unterstützend sein. Die Therapie mit Fosinopril-

HCT-Mepha sollte sofort abgebrochen und der Patient eng überwacht werden. Folgende Schritte

werden empfohlen: Auslösen von Erbrechen und/oder Magenspülung, Korrektur der Dehydratation,

des Elektrolythaushaltes und der Hypotonie mit bewährten Mitteln. Die Hämodialyse bzw.

Peritonealdialyse zeigen wegen der hohen Eiweissbindung von Fosinopril nur eine geringe Wirkung.

Es ist nicht bekannt, in welchem Masse Hydrochlorothiazid durch Hämodialyse entfernt werden

kann.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09BA09

Fosinopril

Fosinopril ist ein Ester-Prodrug, welches nach oraler Einnahme zum aktiven Fosinoprildiacid

(Fosinoprilat) hydrolysiert wird, einem spezifischen kompetitiven Hemmstoff des Angiotensin-

Conversions-Enzymes (ACE).

Das ACE bewirkt die Umwandlung von Angiotensin I zu der vasokonstriktorisch wirksamen

Substanz Angiotensin II. Eine Hemmung von ACE führt zu einer verminderten Bildung des

vasokonstriktorisch wirksamen Angiotensin II in Gewebe und Plasma, wodurch es zur Abnahme der

Aldosteron-Sekretion und somit zu einem leichten Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration (ca. 0,1

mEq/l) kommen kann. Die Hemmung des ACE interferiert auch mit dem Abbau von Bradykinin, ein

vasodepressorisches Peptid, und ist auf diesem Wege an der blutdrucksenkenden Wirkung der ACE-

Hemmer beteiligt. Fosinopril zeigt eine antihypertensive Wirkung bei Hypertonikern mit erniedrigter

Renin-Aktivität.

Nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis trat der antihypertensive Effekt nach ca. 1 Stunde, der

maximale Effekt nach 3–6 Stunden ein.

Nach einer üblichen Tagesdosis blieb der antihypertensive Effekt von Fosinopril über 24 Stunden

erhalten. Symptomatische orthostatische Hypotonie ist selten, kann aber in Patienten mit Salz-

und/oder Flüssigkeitsmangel auftreten. Bei einigen Patienten kann es einige Behandlungswochen

dauern, bis der optimale blutdrucksenkende Effekt erreicht wird.

Im Rahmen von klinischen Langzeitprüfungen blieb der antihypertensive Effekt von Fosinopril

erhalten (keine Gewöhnung).

Fosinopril wirkte bei jungen und alten Patienten im gleichen Rahmen antihypertensiv.

Wie bei anderen ACE-Hemmern ist bei plötzlichem Absetzen von Fosinopril kein Reboundeffekt auf

den Blutdruck zu erwarten.

Der antihypertensive Effekt von Fosinopril und Diuretika ist additiv.

Bei hämodynamischen Untersuchungen an Patienten mit leichter bis mittelschwerer Hypertonie, die

eine Initialdosis von 10 mg Fosinopril erhielten, stieg der Herzindex um ca. 16%, gleichzeitig

reduzierte sich der Blutdruck und der periphere vaskuläre Widerstand um ca. 13 bzw. 24% innerhalb

der ersten 3–4 Stunden nach der Präparatgabe.

Nach 3 Monaten Fosinopril-Monotherapie war der periphere vaskuläre Widerstand signifikant um

18% gefallen. Ausserdem ging die Behandlung mit Fosinopril mit einer statistisch signifikanten

Abnahme der Grösse der linken Herzkammer und der Septumdicke einher, wobei gleichzeitig die

ventrikuläre Leistung (Auswurffraktion) gleich blieb oder sogar anstieg. Die Nierendurchblutung, die

Durchblutung von Muskel, Haut und Splanchnikus, ferner die glomeruläre Filtrationsrate und das

Blutvolumen blieben unverändert.

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer essentieller Hypertonie war die hämodynamische

Reaktion auf verschiedene Stimuli wie isometrische körperliche Belastung, Heben des Kopfes um

45° oder geistige Tätigkeiten nicht beeinflusst, was auf eine normale Funktion des sympathischen

Nervensystems hinweist. Die gemessenen hämodynamischen Reaktionen waren: Blutdruck,

Herzfrequenz, Herzindex und peripherer Gefässwiderstand.

Bei diuretikavorbehandelten hypertensiven Patienten blieb der zerebrale Blutfluss über 4–24 Stunden

erhalten, obwohl der systemische Blutdruck signifikant abfiel.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid ist ein Diuretikum des Thiazid-Typs und hemmt die aktive Rückresorption von

Na+ vorwiegend am distalen Nierentubulus und bewirkt somit eine vermehrte Ausscheidung von

Na+- und Cl–-Ionen (zu ungefähr gleichen Teilen) und Wasser. Die Natriurese bewirkt sekundär

einen Verlust an Kalium und Bicarbonat. Die diuretische Wirkung beginnt nach ca. 2 Stunden,

erreicht ihr Maximum nach ca. 4 Stunden und hält bis zu 12 Stunden an. Schon 12,5 mg

Hydrochlorothiazid können zu einer ausreichenden Diurese führen. Der initiale Effekt von

Hydrochlorothiazid scheint auf der Reduktion des Extrazellulär- sowie Plasmavolumens und einem

Abfall des Herzminutenvolumens zu beruhen. Bei einer Langzeittherapie (nach 6 bis 8 Wochen) ist

der antihypertensive Effekt vor allem auf den gesunkenen peripheren Gefässwiderstand

zurückzuführen. Hydrochlorothiazid erhöht die Plasma-Renin-Aktivität, die Aldosteron-Sekretion

und erniedrigt die Serum-Kalium-Konzentration. Die unter Thiaziden auftretenden

Elektrolytveränderungen können durch die Kombination mit Fosinopril vermindert werden.

Kombination

Durch die Kombination von Fosinopril und Hydrochlorothiazid wird die antihypertensive Wirkung

der einzelnen Wirkstoffe verstärkt. Somit kann bei Patienten, die auf eine Monotherapie nicht

ausreichend ansprechen, eine weitere Blutdrucksenkung erreicht werden.

Pharmakokinetik

Fosinopril

Absorption

Nach oraler Applikation wird Fosinopril (ein Prodrug) langsam absorbiert. Die orale

Bioverfügbarkeit von Fosinopril beträgt ungefähr 25%. Die Hauptaufnahme erfolgt im proximalen

Dünndarm (Duodenum/Jejunum). Die Menge der absorbierten Substanz wird durch Nahrung im

Gastrointestinaltrakt nicht beeinflusst, die Absorptionsrate kann jedoch vermindert sein. Nach

einmaliger und wiederholter Applikation waren die Flächen unter den Blutspiegelkurven (AUC)

sowie die maximale Blutkonzentration (Cmax) von Fosinopril direkt proportional zur verabreichten

Dosis. Der maximale Blutspiegel wurde ungefähr nach 3 Stunden erreicht, parallel dazu kam es 3–6

Stunden nach Applikation zu einer maximalen Hemmung der Angiotensin I-Pressorwirkung.

Distribution

Fosinoprilat besitzt eine starke Eiweissbindung (≥95%), hat ein relativ kleines Verteilungsvolumen

(9,8 l/77 kg Körpergewicht, entspricht 0,13 l/kg) und wird kaum an zelluläre Komponenten im Blut

gebunden. Fosinoprilat wird bei stillenden Müttern in sehr geringer Menge in der Muttermilch

gefunden. Untersuchungen am Tier zeigten, dass Fosinopril und Fosinoprilat die Bluthirnschranke

nicht passieren. Hingegen passiert es die Plazentaschranke.

Metabolismus

Nach oraler Verabreichung von radioaktiv markiertem Fosinopril kann eine Stunde nach der

Applikation noch 1% unverändertes Fosinopril nachgewiesen werden. Im Plasma liegen 75% des

verabreichten Fosinoprils als Fosinoprilat, 20–30% in Form eines inaktiven Glukuronidkonjugates

und 1–5% in Form des aktiven Metaboliten para-Hydroxyfosinoprilat vor. Im Urin wurden 75% als

Fosinoprilat und der Rest vorwiegend als Glukuronidkonjugat ausgeschieden. Bei gesunden

Versuchspersonen und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion war die Hydrolyse von

Fosinopril zum aktiven Metaboliten Fosinoprilat rasch und vollständig. Bei eingeschränkter

Leberfunktion wird das Ausmass der Hydrolyse nicht wesentlich reduziert.

Elimination

Nach oraler Verabreichung von radioaktiv markiertem Fosinopril wurden ca. 16% der verabreichten

Substanz mit dem Urin und 78% mit den Faeces (85% als Fosinoprilat) ausgeschieden. Nach

intravenöser Verabreichung wurde Fosinoprilat zu gleichen Teilen über die Leber (46%) und Nieren

(44%) ausgeschieden. Bei normalen Versuchspersonen ist die Gesamtkörper-Clearance sehr gering

(26–39 ml/min), wobei die renale Clearance ca. 17 ml/min und die nicht renale Clearance ca. 22

ml/min beträgt. Die geringe Clearance ist auf die hohe Eiweissbindung (95–99%) zurückzuführen.

Q0 von Fosinoprilat beträgt ca. 0,5. Die terminale Eliminationshalbwertszeit von Fosinoprilat bei

hypertensiven Patienten mit normaler Nieren- und Leberfunktion beträgt ca. 11,5 Stunden (nach

wiederholter Verabreichung).

Hydrochlorothiazid

Absorption

Nach oraler Gabe wird Hydrochlorothiazid unvollständig (50–80%) aber rasch im

Gastrointestinaltrakt absorbiert. Die Absorptionsrate wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme

begünstigt. Die Absorption von Hydrochlorothiazid ist erhöht wenn gleichzeitig Mittel eingenommen

werden, welche die gastrointestinale Motilität erniedrigen. Plasmaspitzenkonzentrationen von

Hydrochlorothiazid werden nach 1–2,5 Stunden nach oraler Gabe erreicht.

Distribution

Hydrochlorothiazid kann die Plazenta–Schranke durchqueren; die gemessenen Konzentrationen sind

ähnlich wie bei der Mutter. Hydrochlorothiazid tritt in die Muttermilch über. Das errechnete

Verteilungsvolumen beträgt ca. 5–6 l/kg und die Bindung an Plasmaproteine 62–74%.

Metabolismus

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert.

Elimination

Die mittlere Plasmahalbwertszeit von Hydrochlorothiazid liegt zwischen 5 und 15 Stunden.

Innerhalb von 96 Stunden werden ca. 70% der oral verabreichten Dosis im Urin ausgeschieden,

davon 95% in Form von unverändertem Hydrochlorothiazid. Die Plasmakonzentrationskurve

verläuft biphasisch mit einer Eliminationshalbwertszeit von bis zu 12 Stunden.

Kombination

Ungefähr 2 bis 3 Stunden nach oraler Verabreichung von Fosinopril-HCT-Mepha werden die

maximalen Plasmawerte von Fosinoprilat und Hydrochlorothiazid gemessen. Anhand der

Verhältnisse der Flächen unter den Serumkonzentrationen und der Zeitkurven von Fosinoprilat nach

oraler und intravenöser Applikation und anhand des im Urin gefundenen Hydrochlorothiazid wurde

ein Absorptionsgrad von 30–40% für Fosinopril und von 50–80% für Hydrochlorothiazid errechnet.

Bei gesunden Versuchspersonen waren die Absorptionsrate und der Absorptionsgrad von Fosinopril

und Hydrochlorothiazid nach Verabreichung von Fosinopril-HCT-Mepha ähnlich der

Absorptionsrate und dem Absorptionsgrad der einzelnen Substanzen (Koapplikation). Gleichzeitige

Nahrungsaufnahme hat nur geringen Einfluss auf die Absorption von Fosinopril, erhöht jedoch die

Absorption von Hydrochlorothiazid.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Die Gesamtkörperclearance von Fosinoprilat ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

(Kreatinin-Clearance <80 ml/min/1,73 m²) etwa halbiert, ändert sich aber durch den Grad der

Niereninsuffizienz unwesentlich, da eine kompensatorische Ausscheidung über die Leber/Galle

erfolgt. Absorption, Bioverfügbarkeit, Eiweissbindung und Biotransformation/Metabolismus waren

vergleichbar mit nierengesunden Patienten.

Eine moderate Erhöhung der Plasma AUC-Spiegel (weniger als das Doppelte wie bei nicht

eingeschränkter Nierenfunktion) wurde bei Patienten mit unterschiedlichen Stadien einer

Niereninsuffizienz, einschliesslich Endstadiuminsuffizienz (Kreatinin-Clearance <10 ml/min./1,73

m²), beobachtet. In Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz kann sich die

Eliminationshalbwertszeit von Hydrochlorothiazid auf 21 Stunden erhöhen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (durch Alkohol oder biliäre Zirrhose) ist das

Ausmass der Hydrolyse von Fosinopril kaum reduziert, obwohl die Geschwindigkeit der Hydrolyse

verlangsamt sein kann. Die apparente Gesamtkörperclearance von Fosinoprilat ist ca. die Hälfte von

derjenigen bei Patienten mit normaler Leberfunktion.

Bei älteren Patienten (65–74 Jahre) mit klinisch normaler Leber- und Nierenfunktion sind im

Vergleich zu jüngeren Personen (20–35 Jahre) die pharmakokinetischen Eigenschaften von

Fosinoprilat nicht signifikant unterschiedlich. Nach Mehrfachgabe war die AUC für

Hydrochlorothiazid erhöht.

Präklinische Daten

Fosinopril/Hydrochlorothiazid: Reproduktionsstudien und Langzeit-Kanzerogenitätsstudien wurden

mit Fosinopril-HCT-Mepha bislang nicht durchgeführt.

Fosinopril: Unerwünschte Wirkungen auf die Reproduktion wurden bei Tagesdosen bis 60 mg/kg

weder bei männlichen noch bei weiblichen Ratten beobachtet. Beim Vierfachen dieser Dosis wurde

eine leichte Verlängerung der Paarungszeit festgestellt. Diese höhere Dosis entspricht ungefähr dem

125-fachen (bezogen auf die Körperoberfläche) bzw. dem 600-fachen (bezogen auf das

Körpergewicht) der Dosis, die ein Mensch mit einem Körpergewicht von 50 kg bei einer Tagesdosis

von 20 mg erhält.

Hydrochlorothiazid: Es waren keine unerwünschten Wirkungen auf die Fruchtbarkeit feststellbar bei

Ratten und Mäusen, die Hydrochlorothiazid vor der Paarung und während der gesamten Gestation in

Dosen bis zu 4 (Ratte) bzw. 100 (Maus) mg/kg/Tag mit dem Futter erhielten. Diese Dosen

entsprechen dem 3,2-fachen (bezogen auf die Körperoberfläche bei der Ratte) bis 400-fachen

(gewichtsbezogen bei der Maus) der Dosis, die ein Mensch mit einem Körpergewicht von 50 kg bei

einer Tagesdosis von 12,5 mg erhält.

Langzeitstudien betreffend Karzinogenität wurden mit Fosinopril-HCT-Mepha nicht durchgeführt.

Kurzzeitstudien zeigten keine karzinogenen Effekte für Fosinopril oder Hydrochlorothiazid bei

weiblichen Mäusen und bei Ratten. Mit Hydrochlorothiazid ergaben sich unklare Hinweise auf

Hepatokarzinogenität bei männlichen Mäusen, die klinische Erfahrung von mehr als 30 Jahre zeigt

jedoch kein karzinogenes Potential beim Menschen. In-vitro- und In-vivo-Mutagenitätstest mit der

Kombination Fosinopril-Hydrochlorothiazid verliefen negativ.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Fosinopril kann zu falsch erniedrigten Bestimmungen des Digoxin-Serumspiegels führen, wenn ein

Radioimmunoassay verwendet wird, der Aktivkohle einsetzt (Digi-Tab® RIA Kit). RIA-Methode

auf der Basis von Antikörpern können anstelle verwendet werden. Hydrochlorothiazid kann die

Diagnose mit dem Bentiromide Test beeinflussen.

Thiazide können die Kalziumsekretion im Urin erniedrigen und somit eine leichte und

vorübergehende Erhöhung des Serumkalziums bewirken. Eine ausgeprägte Hyperkalzämie kann auf

einen versteckten Hyperparathyreoidismus hinweisen. Thiazide sollten daher vor einer Untersuchung

der Parathyreoideafunktion abgesetzt werden.

Dialyse

Fosinoprilat, der aktive Metabolit von Fosinopril, ist schlecht aus dem Blut dialysierbar, da

Fosinopril eine hohe Eiweissbindung aufweist. Durch Hämodialyse und Peritonealdialyse werden

2% bzw. 7%, bezogen auf die Harnstoff-Clearance entfernt. Ferner gibt es bisher keine Angaben bis

zu welchem Grad Hydrochlorothiazid dialysierbar ist.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Zulassungsnummer

58324 (Swissmedic).

Packungen

Fosinopril-HCT-Mepha 20/12,5 mg: 28, 98 Tabletten. [B]

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

Mai 2018.

Interne Versionsnummer: 3.1

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