Fosino-TEVA comp. 20 mg/12,5 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Fosinopril-Natrium, Hydrochlorothiazid
Verfügbar ab:
TEVA GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Fosinopril Sodium, Hydrochlorothiazide
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Fosinopril-Natrium 20.mg; Hydrochlorothiazid 12.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
66108.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg Tabletten

Wirkstoffe: Fosinopril-Natrium und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg beachten?

Wie ist Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg und wofür wird es angewendet?

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

enthält eine Kombination aus zwei Wirkstoffen:

Fosinopril-Natrium und Hydrochlorothiazid.

Fosinopril-Natrium gehört zur Arzneimittelgruppe der Antihypertensiva (blutdrucksenkende

Mittel) und wird als ACE-Hemmer bezeichnet.

Hydrochlorothiazid gehört zur Gruppe der Diuretika (Entwässerungsmittel) und wirkt ebenfalls

blutdrucksenkend.

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

wird zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt, wenn

die Behandlung mit Fosinopril allein keine ausreichende Wirkung zeigt. Es kann auch eingesetzt

werden als Ersatz der Einzeltabletten mit 20 mg Fosinopril und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg beachten?

Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Fosinopril-Natrium, Hydrochlorothiazid oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie allergisch gegen andere ACE-Hemmer (z. B. Ramipril) oder gegen Arzneimittel auf

Sulfonamidbasis (z. B. Trimethoprim) sind

wenn bei Ihnen schon einmal Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, im Hals oder an der

Zunge aufgetreten sind, nachdem Sie mit anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der so genannten

ACE-Hemmer (Hemmstoffe des Angiotensin-konvertierenden Enzyms, z. B. Ramipril) behandelt

wurden oder wenn solche Schwellungen auf Grund erblicher Veranlagung oder aus unbekannten

Gründen bei Ihnen aufgetreten sind

wenn Sie unter einer schweren Nierenerkrankung leiden

wenn Sie auf Grund einer schweren Lebererkrankung an starken Leberbeschwerden oder

hepatischer Enzephalopathie (eine neurologische Erkrankung) leiden

während der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft.

(Es wird empfohlen, Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg auch in der frühen Phase der

Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

.

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem

blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.

wenn Sie jemals eine Allergie oder Bronchialasthma gehabt haben.

wenn Ihre Nieren keinen Urin mehr produzieren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg

einnehmen,

wenn Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen oder wenn die Dosierung verändert

wird. In diesen Fällen kann es passieren, dass Ihr Blutdruck zu stark abfällt, insbesondere wenn

Sie an Herzschwäche, an ischämischer Herzkrankheit (eine bestimmte Erkrankung des Herzens)

oder an Erkrankungen der Blutgefäße im Gehirn (zerebrovaskuläre Störungen) leiden.

wenn Sie an Diabetes leiden

wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben, eine salzarme Diät einhalten oder Diuretika

(Entwässerungsmittel) einnehmen

wenn der Flüssigkeits-/Elektrolythaushalt (das Wasser- und Mineralstoffgleichgewicht) Ihres

Körpers gestört ist. Mögliche Anzeichen hierfür sind Mundtrockenheit, Durst, Schwächegefühl,

Lethargie, Benommenheit, Unruhe, Muskelschmerzen, -krämpfe oder -ermüdung, niedriger

Blutdruck, seltenes Wasserlassen, beschleunigter Herzschlag, Übelkeit und Erbrechen.

wenn Sie kürzlich an Erbrechen und/oder Durchfall gelitten haben

wenn Sie an einer bestimmten Herzmuskelkrankheit (hypertrophe Kardiomyopathie), an einer

Verengung der Hauptschlagader (Aortenstenose) oder an einer andern Form von

Herzbeschwerden, die Obstruktion des linksventrikulären Ausflusses genannt wird, leiden

wenn Sie sich regelmäßig Blutwäschen unterziehen müssen, bei denen Ihr Blut maschinell von

Cholesterin gereinigt wird (LDL-Apherese)

wenn Sie gegen bestimmte Insektengifte desensibilisiert werden müssen

im Hinblick darauf, dass ein Gichtanfall auftreten oder sich zu viel Harnsäure in Ihrem Blut

ansammeln könnte

wenn Sie an einer Bindegewebskrankheit leiden (z. B. Lupus erythematodes, eine

entzündungsähnliche Erkrankung der Haut, des Darms, der Gelenke, der Nieren und des Herzens),

Immunsuppressiva einnehmen müssen (Arzneimittel, die die Immunabwehr unterdrücken) oder

mit einer Behandlung mit Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht) oder Procainamid (Arzneimittel

gegen Herzrhythmusstörungen) beginnen. Es kann dann eine schwere Infektion auftreten,

insbesondere, wenn Sie gleichzeitig an einer Nierenerkrankung leiden.

wenn bei Ihnen eine Anästhesie oder eine große Operation erforderlich ist

wenn Sie Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe) haben

wenn die Funktion Ihrer Nebenschilddrüse getestet werden soll

wenn Sie unter Leber- oder Nierenfunktionsstörungen leiden oder früher einmal gelitten haben,

wenn Sie sich Hämodialysen (Blutwäschen) unterziehen müssen oder Ihnen kürzlich eine Niere

implantiert (eingepflanzt) wurde

wenn Sie an der systemischen (den ganzen Körper befallenden) Hautkrankheit Lupus

erythematodes leiden und dagegen Arzneimittel erhalten oder wenn Sie allergische oder

asthmatische Beschwerden haben

da Hydrochlorothiazid den Kaliumgehalt Ihres Blutes verringern kann. Dies kann sich

beispielsweise in Form von Muskelkrämpfen oder Muskelermüdung sowie allgemeiner

Abgeschlagenheit bemerkbar machen. Das Risiko hierfür ist erhöht bei gleichzeitigem Vorliegen

von übermäßiger Diurese (Harnbildung), einer bestimmten Lebererkrankung (Leberzirrhose)

sowie bei Einhaltung einer salzarmen Diät oder Einnahme bestimmter Arzneimittel

(Kortikosteroide, ACTH).

da Hydrochlorothiazid den Magnesiumgehalt Ihres Blutes verringern kann. Dies ist für Sie

wahrnehmbar durch allgemeines Schwächegefühl, Muskelkrämpfe und beschleunigten

Herzschlag.

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet -

z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme

aufgrund von Diabetes mellitus haben.

Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B.

Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Siehe auch Abschnitt „Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg darf nicht eingenommen werden“.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten

Die Einnahme von Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg Tabletten in der frühen Phase der

Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg Tabletten dürfen

nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg Tabletten in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres

ungeborenen Kindes führen kann (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Es wird empfohlen, ungeschützte Hautareale vor Sonnenlicht oder künstlichem UVA-Licht zu

schützen, da über Fälle von Lichtempfindlichkeitsreaktionen berichtet wurde.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erhöht sich das Risiko eines Angioödems

(rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen):

Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören

(werden zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet)

In den folgenden Fällen wird die Einnahme von Fosinopril-Natrium/Hydrochlorothiazid in der Regel

nicht empfohlen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme beginnen oder die

Einnahme fortsetzen,

wenn Sie gleichzeitig auch Lithium oder Sultoprid (Wirkstoffe, die zur Behandlung psychischer

Störungen eingesetzt werden), kaliumsparende Diuretika (Entwässerungsmittel), zusätzliches

Kalium als Bestandteil von kaliumhaltigen Salzersatzstoffen oder andere Arzneimittel, die den

Kaliumspiegel in Ihrem Körper erhöhen können (wie Heparin und Co-Trimoxazol, auch bekannt

alsTrimethoprim/Sulfamethoxazol), einnehmen

wenn Sie unter einer Verengung der Nierenschlagader (Nierenarterienstenose) leiden oder nur eine

funktionsfähige Niere besitzen

wenn während der Behandlung eine Gelbsucht auftritt. In diesem Fall müssen Sie die Einnahme

dieses Arzneimittels beenden und sich an Ihren Arzt wenden.

wenn der Kaliumgehalt Ihres Blutes erhöht ist.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Sportler sind und sich Dopingkontrollen unterziehen müssen,

da Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

einen Wirkstoff enthält, der zu positiven Ergebnissen im

Dopingstest führen kann.

Des Weiteren kann das Medikament einen trockenen Husten hervorrufen, der jedoch von selbst

abklingt, sobald Sie das Arzneimittel nicht mehr einnehmen.

Einnahme von Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor kurzem eingenommen/angewendet haben:

Lithiumsalze oder Sultoprid zur Behandlung psychischer Störungen (siehe Abschnitt

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

kaliumsparende Diuretika (Entwässerungsmittel) wie Spironolacton, Triamteren, Kaliumcanrenoat

oder Amilorid

Kaliumsalze

andere Arzneimittel gegen Bluthochdruck wie Betablocker (z. B. Bisoprolol),

Kalziumantagonisten (z. B. Verapamil), Methyldopa, Nitrate (z. B. Glyceryltrinitrat),

Vasodilatatoren (z. B. Minoxidil, Diazoxid)

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen

treffen: wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe

auch Abschnitte „Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg darf nicht eingenommen werden“ und

„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

nicht-kaliumsparende Diuretika (Entwässerungsmittel)

Arzneimittel aus der Gruppe der so genannten Sympathikomimetika, z. B. Salbutamol, Ephedrin

und bestimmte Mittel gegen Erkältung, Husten oder Grippesymptome

nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAIDs), die zur Behandlung von Schmerzen und

Entzündungen eingesetzt werden, z. B. Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Ibuprofen

Heparin zur Vorbeugung und Auflösung von Blutgerinnseln

Immunsuppressiva wie Cyclosporin oder Tacrolimus, die nach Organtransplantationen gegeben

werden

Kortikosteroide wie Beclometason oder Prednisolon, die bisweilen gegeben werden, um

Entzündungsprozesse infolge von allergischen Reaktionen zu unterdrücken

Allopurinol, ein Arzneimittel gegen Gicht

Arzneimittel, die im Rahmen einer Tumortherapie eingesetzt werden wie Amifostin

Arzneimittel zur Behandlung bei Diabetes wie Insulin, blutzuckersenkende Sulfonamide oder

Metformin

Antazida (zur Linderung von Verdauungsbeschwerden). Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

und Antazida sollen mit einem zeitlichen Abstand von zwei Stunden eingenommen werden.

Digitalis-Präparate gegen Herzrhythmusstörungen, z. B. Digoxin oder Digitoxin

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid,

Amiodaron, Dofetilid, Ibutilid, Sotalol oder Procainamid

Arzneimittel gegen psychische Krankheiten wie Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin,

Thioridazin, Trifluoperazin, Amisulprid, Sulpirid, Tiaprid, Droperidol, Haloperidol oder Pimozid

Bepridil (bei Angina pectoris)

Cisaprid (bei Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen)

Diphemanil (bei Magengeschwüren und -beschwerden)

die intravenös verabreichten Antibiotika Erythromycin, Moxifloxacin, Trimethoprim und

Sparfloxacin

Halofantrin, ein Arzneimittel gegen Malaria

Mizolastin, ein Antihistaminikum gegen Allergien

Pentamidin, ein Mittel gegen Protozoen-Erkrankungen wie Leishmaniose oder die afrikanische

Schlafkrankheit

Vincamin, ein Pflanzenextrakt zur Anregung der Gehirndurchblutung

Methadon (bei Husten, Schmerzen und Heroinentzug)

Amphoteracin B (bei Pilzinfektionen)

Tetracosactid (auch als Corticotropin bezeichnet; regt in der Hirnanhangsdrüse die Bildung

bestimmter Hormone an und wird zur Prüfung der Nebennierenfunktion verwendet)

Carbenoxolon (bei gastroösophagealem Reflux)

stimulierende Laxanzien (Abführmittel) wie Senna oder Bisacodyl

iodhaltige Kontrastmittel für Röntgenaufnahmen

Carbamazepin (bei Epilepsie oder Psychosen)

Kalziumsalze

Colestyramin oder Colestipol (bei Hypolipoproteinämie, eine Störung, bei der das Blut

verhältnismäßig zu viel Fett enthält)

Muskelrelaxanzien (Muskelentspannungsmittel) wie Baclofen oder Tubocurarin

Präanästhetika und Anästhetika, die bei chirugischen Eingriffen verwendet werden

Antidepressiva wie Imipramin

Alfuzosin, Doxazosin, Prazosin, Tamsulosin oder Terazosin (zur Behandlung einer Vergrößerung

der Prostata und von erhöhtem Blutdruck)

injizierbares Gold wie Natriumaurothiomalat

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des Organtransplantats verwendet

werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren

gehören). Siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen”.

Einnahme von Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln,

Getränken und Alkohol

Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken, da

hierdurch die blutdrucksenkende Wirkung übermäßig verstärkt werden könnte.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen,

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

vor einer

Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen

ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

nach dem dritten Schwangerschaftsmonat zu schweren

Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann

.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Die Einnahme von

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg Tabletten wird stillenden Müttern nicht empfohlen. Ihr Arzt

wird eine andere Behandlung auswählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im

Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann gelegentlich Benommenheit, niedrigen Blutdruck oder Schwindel

hervorrufen. Fahren Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, wenn dies bei Ihnen der

Fall ist.

Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern

leiden.

3.

Wie ist Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg einzunehmen?

Nehmen Sie Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg immer genau nach der Absprache mit Ihrem Arzt

oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt

Erwachsene

Die empfohlene Dosis beträgt eine Tablette Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg einmal täglich.

Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Leberfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Wenn Sie an leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion leiden, sollten Sie besonders vorsichtig

sein. Ihr Arzt wird die Dosis möglicherweise zuerst mit den Einzelsubstanzen (Fosinopril-Tabletten

und Hydrochlorothiazid-Tabletten) einstellen, bevor er Ihnen Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

verordnet.

Wenn Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden, dürfen Sie Fosino-TEVA

comp. 20 mg /

12,5 mg

nicht einnehmen.

Ältere Patienten

Besondere Dosierungsrichtlinien sind nicht erforderlich.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

nicht

empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe

vorliegen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung

von Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg zu stark oder zu schwach ist.

Art der Anwendung

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg wird einmal täglich mit etwas Flüssigkeit (z. B. einem Glas

Wasser) eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge von Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg eingenommen haben,

als Sie sollten

Wenn Sie (oder jemand anderes) viele Tabletten auf einmal geschluckt haben oder wenn Sie glauben,

dass ein Kind eine oder mehrere Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich sofort an die nächste

Krankenhaus-Notaufnahme oder an Ihren Arzt. Wahrscheinliche Folgen einer Überdosierung sind zu

niedriger Blutdruck, Übelkeit und Erbrechen, Krämpfe, Schwindel, Hyperventilation (übermäßig

vertiefte und/oder beschleunigte Atmung), unnormal niedrige oder hohe Herzfrequenz, Herzklopfen,

Ängstlichkeit, Schläfrigkeit und Verwirrtheit, übermäßiges oder fehlendes Wasserlassen. Bitte nehmen

Sie diese Gebrauchsinformation und Ihre angebrochene Packung mit den restlichen Tabletten mit ins

Krankenhaus bzw. zum Arzt, damit man genau weiß, welche Tabletten geschluckt wurden.

Wenn Sie die Einnahme von Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg vergessen haben

Nehmen Sie bitte

nicht

die doppelte Menge, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben .

Nehmen Sie bitte zum nächsten regulären Einnahmezeitpunkt eine normale Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg abbrechen

Die Behandlung des Bluthochdrucks ist eine Langzeitbehandlung. Besprechen Sie jede Unterbrechung

der Therapie unbedingt mit Ihrem Arzt. Wenn Sie die Einnahme Ihrer Tabletten unterbrechen oder

abbrechen, kann Ihr Blutdruck wieder steigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Brechen Sie sofort die Einnahme von Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg

ab und wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder die nächste Krankenhaus-Notaufnahme, wenn bei Ihnen Folgendes auftritt:

eine schwere allergische Reaktion (Ausschlag, Juckreiz, Schwellungen im Gesicht, an Lippen,

Mund oder im Hals, die zu Schluck- oder Atembeschwerden führen können).

Dies ist eine schwere und häufige Nebenwirkung (häufig bedeutet, dass sie bei mehr als jedem 100.

aber weniger als bei jedem 10. Patienten auftritt). Sie bedürfen in diesem Falle möglicherweise

dringend ärztlicher Hilfe oder müssen stationär behandelt werden.

Fosinopril-Natrium/Hydrochlorothiazid kann in sehr seltenen Fällen (bei weniger als 1 von 10.000

Patienten) zu einem Rückgang der Anzahl der weißen Blutkörperchen und somit zu einer Schwächung

der Abwehrkräfte führen. Wenn bei Ihnen eine Infektion mit Symptomen wie Fieber und deutlicher

Verschlechterung Ihres Allgemeinzustandes auftritt, oder Fieber in Verbindung mit lokalen

Entzündungssymptomen wie Hals-/Mund-/Rachenschmerzen oder Beschwerden beim Wasserlassen,

wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Mit einer Blutuntersuchung wird dann festgestellt, ob bei Ihnen

ein Mangel an weißen Blutkörperchen (eine Agranulozytose) vorliegt. Es ist wichtig, dass Sie Ihren

Arzt über alle Arzneimittel informieren, die Sie einnehmen/anwenden.

Folgende Nebenwirkungen sind außerdem beobachtet worden

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)

Infektionen der oberen Luftwege

Kopfschmerzen, Schwindel

Tachykardie (beschleunigter Herzschlag), niedriger Blutdruck typischerweise in Verbindung mit

Benommenheit und Schwächegefühl, insbesondere beim Aufstehen

trockener Husten, Schmerzen im Brustraum

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

Hautausschlag, Hautentzündungen

Muskel- und Knochenschmerzen

Schwächegefühl; Ermüdung

veränderte Leberfunktionswerte.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)

veränderte Blutzusammensetzung (verringerter Hämoglobin- oder Hämatokritwert)

Depression, Verwirrtheit

Ohnmachtsanfälle, Kribbeln oder Taubheit, Zittern, Schläfrigkeit, Schlafstörungen

Sehstörungen

Ohrenschmerzen, Ohrgeräusche, Schwindel

Schmerzen im Brustraum, Herzinfarkt, zerebrovaskulärer Insult („Mini-Schlaganfall“),

Schlaganfall, Palpitationen (schnelles oder besonders heftiges oder unregelmäßiges Herzklopfen),

Herzstillstand (aussetzender Herzschlag), veränderter Herzschlag und Herzrhythmus

erhöhter Blutdruck, Schockzustand (typischerweise in Verbindung mit Blässe, Ruhelosigkeit,

schwachem und beschleunigtem Puls, feuchter Haut und Bewusstseinsverlust), vorübergehend

eingeschränkte Durchblutung (typischerweise in Verbindung mit Kältegefühl, Blässe oder taubem

Gefühl), geschwollene Gliedmaßen

laufende Nase, Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Atemwegsinfektionen,

Atembeschwerden

Verstopfung, Blähungen, Mundtrockenheit, verändertes Geschmacksempfinden

Schwitzen, Juckreiz, Quaddeln

Muskelschmerzen

Nierenbeschwerden, Eiweiß im Urin

Störung der Sexualfunktion

Gicht

Appetitlosigkeit, Fieber, Gewichtszunahme, plötzlicher Tod

erhöhter Kaliumspiegel im Blut, dadurch möglicherweise Herzrhythmusstörungen

erhöhter Harnstoff- oder Kreatininspiegel im Blut.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen)

verringerte Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie), dadurch möglicherweise Blässe,

Schwächegefühl oder Atemnot; verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen, dadurch erhöhte

Infektionsgefahr; verringerte Anzahl Blutplättchen, dadurch möglicherweise

Blutgerinnungsstörungen

erhöhte Anzahl roter Blutkörperchen (Eosinophilie), möglicherweise in Verbindung mit Muskel-,

Sehnen- oder Hautbeschwerden

beeinträchtigtes Sprachvermögen (Unfähigkeit, Sätze richtig anzuordnen), Gedächtnis- und

Orientierungsstörungen

Hautröte, Blutungen, Störungen der Blutgefäße

Atembeschwerden wie Keuchen; Nasenbluten, Halsschmerzen, Heiserkeit, Lungenentzündung,

Stauung in den Lungen

Wunden im Mund, geschwollene Zunge, Schluckbeschwerden

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), dadurch schwere Bauch- und

Rückenschmerzen; Aufdehnung des Bauches

Leberentzündung, möglicherweise in Verbindung mit Gelbsucht (gelbliche Verfärbung der Haut

und der Augäpfel)

blaue Flecken; bisweilen begleitend zu den Hautbeschwerden auch Fieber, schwere

Entzündungen, Blutgefäßentzündungen, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, veränderte

Blutzusammensetzung und erhöhte Blutsenkungsrate (Bluttest zum Nachweis von Entzündungen)

Arthritis (Gelenkentzündungen)

Prostatabeschwerden

Schwächegefühl in den Gliedmaßen

niedriger Natriumspiegel im Blut, dadurch möglicherweise Müdigkeit und Verwirrtheit,

Muskelzuckungen, Krampfanfälle oder Koma; außerdem möglicherweise Dehydrierung und

niedriger Blutdruck, dadurch möglicherweise Schwindelgefühl beim Aufstehen; erhöhte

Hämoglobinwerte im Blut

Erkrankung der Lymphknoten.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen)

Schwellungen im Darm, Darmverschluss

Leber- oder Nierenversagen.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Entzündung des Rachens (Pharyngitis)

Entzündung einer Speicheldrüse

beeinträchtigte Bildung von Knochenmark

erniedrigte Anzahl an roten Blutkörperchen, einschließlich aplastischer (mangelnde Produktion

neuer Blutzellen im Knochenmark) und hämolytischer (erhöhter Verlust an roten Blutkörperchen)

Anämie

erhöhter Blutzucker, Fett- oder Harnsäurespiegel, Glukose im Urin

niedriger Kaliumspiegel im Blut, dadurch möglicherweise Muskelschwäche, Muskelzuckungen

oder Herzrhythmusstörungen

Metabolische Alkalose aufgrund eines Verlusts an Chlorid (hypochlorämische Alkalose)

Ruhelosigkeit

Libidostörung (Verlust des Sexualtriebs), verminderter Tastsinn (Hypoästhesie)

Sehstörungen

nekrotisierende Vaskulitis (entzündliche Erkrankung der Blutgefäße)

Flüssigkeitsansammlung in der Lunge

Magenreizung, Verdauungsbeschwerden, Bauchschmerzen, Entzündung des Magens, Entzündung

der Speiseröhre

Lichtempfindlichkeit der Haut; eine Hauterkrankung mit roten, schuppigen Flecken auf Nase und

Wangen (Lupus erythematodes), Verschlechterung dieser Krankheit bei Patienten, die schon

vorher daran litten; schwere allergische Reaktionen, Lyell-Syndrom („Syndrom der verbrühten

Haut“ - Haut sieht verbrannt aus und schält sich), Stevens-Johnson-Syndrom (schwerwiegende

Hauterkrankung), Einblutungen in die Haut (Purpura)

Muskelspasmen

interstitielle Nephritis (Nierenentzündung), häufiges Wasserlassen (Pollakisurie), Schwierigkeiten

und/oder Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie)

Appetitlosigkeit

von der Norm abweichendes Blut-Calcium, von der Norm abweichendes Blut-Magnesium.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg enthält

Die Wirkstoffe sind: Fosinopril-Natrium und Hydrochlorothiazid.

Eine Tablette enthält 20 mg Fosinopril-Natrium und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose, Crospovidon Grad A, Povidon (PVP K-30), Mikrokristalline Cellulose (E 460),

Natriumlaurylsulfat, Eisenoxid gelb (E 172), Eisenoxid rot (E 172).

Wie Fosino-TEVA

®

comp. 20 mg / 12,5 mg aussieht und Inhalt der Packung

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg sind marmorierte pfirsichfarbene oblonge Tabletten mit

einseitiger Bruchkerbe und Prägung „9“ auf der einen und „3“ auf der anderen Seite der Bruchkerbe

und der Prägung „7344“ auf der anderen Tablettenseite.

Fosino-TEVA

comp. 20 mg / 12,5 mg ist in Blisterpackungen zu 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

TEVA UK Ltd

Brampton Road, Hampden Park

Eastbourne, East Sussex, BN22 9AG

Vereinigtes Königreich

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Pharmachemie B.V.

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Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Balkanpharma Dupnitsa AD

3 Samokovsko Shosse str.

Dupnitsa 2600

Bulgarien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland:

Fosino-TEVA comp. 20 mg/12,5 mg Tabletten

Frankreich:

Fosinopril Hydrochlorothiazide Teva 20 mg /12,5 mg comprimé sécable

Ungarn:

Noviform Plusz tabletta 20 mg/12,5 mg tabletta

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2018.

Versionscode: Z09

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Fosino-Teva

®

comp. 20 mg / 12,5 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält 20 mg Fosinopril-Natrium und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede Tablette enthält 210,70 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette

Marmorierte pfirsichfarbene Oblongtablette mit einseitiger Bruchkerbe und Prägung „9“ auf der ei-

nen und „3“ auf der anderen Seite der Bruchkerbe und der Prägung „7344“ auf der anderen Tablet-

tenseite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Fosino-Teva

comp. 20 mg / 12,5 mg

ist indiziert zur Behandlung der essentiellen Hypertonie bei

Patienten, deren Blutdruck mit Fosinopril alleine nicht ausreichend gesenkt werden kann.

Die vorliegende fixe Kombination kann die Kombination der Einzelkomponenten Fosinopril 20 mg

und Hydrochlorothiazid 12,5 mg bei Patienten ersetzen, die stabil auf die beiden Einzelkomponen-

ten in dieser Dosierung eingestellt sind.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Diese fixe Dosiskombination ist nicht zur Initialtherapie geeignet.

Eine individuelle Dosiseinstellung mit den Einzelkomponenten wird empfohlen. Falls klinisch er-

forderlich kann ein direkter Wechsel von der Monotherapie zur Kombinationstherapie in Betracht

gezogen werden.

Dosierung

Erwachsene

Die übliche Dosis beträgt einmal täglich 1 Tablette

Fosino-Teva

comp. 20 mg / 12,5 mg

Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Leberfunktion

Eine Anpassung der üblichen Dosis ist nicht erforderlich.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance > 30 ml/min und < 80

ml/min) wird eine individuelle Dosiseinstellung unter besonderer Vorsicht mit den Einzelkompo-

nenten empfohlen, bevor auf die fixe Kombination umgestellt wird.

Fosino-Teva

comp.

ist bei Pa-

tienten mit schwer eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance < 30 ml/min) kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist kein besonderes Dosierungsschema erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Fosino-Teva

comp. 20 mg / 12,5 mg

wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Ju-

gendlichen unter 18 Jahren aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit

(siehe Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sollten mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) geschluckt

werden.

4.3

Gegenanzeigen

Fosinopril

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere ACE-Hemmer oder einen der in Abschnitt

6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Angioödem in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer Behandlung mit einem ACE-

Hemmer.

Hereditäres oder idiopathisches angioneurotisches Ödem.

Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).

Die gleichzeitige Anwendung von

Fosino-Teva

comp.

mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln

ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR

< 60 ml/min/1,73 m

) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Hydrochlorothiazid

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Sulfonamid-Derivate oder einen der in

Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatininclearance < 30 ml/min)

Schwere Leberfunktionsstörungen / hepatische Enzephalopathie

Das Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen ist bei Patienten, die Allergien oder Bronchialasthma

in ihrer Vorgeschichte haben, wahrscheinlicher.

Fosinopril-Natrium/Hydrochlorothiazid darf auch bei Patienten mit Anurie nicht angewendet werden.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Fosinopril

Symptomatische Hypotonie

Das Auftreten einer symptomatischen Hypotonie wird bei Patienten mit einer unkomplizierten Hy-

pertonie selten beobachtet. Bei mit Fosinopril behandelten Hypertonikern ist das Auftreten einer

Hypotonie eher wahrscheinlich, wenn ein Volumenmangel vorliegt (z.B. infolge einer diuretischen

Behandlung, salzarmer Diät, Dialyse, Diarrhö oder Erbrechen), oder bei nachweislich vorliegender

schwerer reninabhängiger Hypertonie (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8). Eine symptomatische Hypoto-

nie wurde bei Patienten mit Herzinsuffizienz, mit oder ohne gleichzeitigem Vorliegen einer Nie-

reninsuffizienz, beobachtet. Bei Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz, mit oder ohne gleich-

zeitig vorliegender Niereninsuffizienz, kann eine ACE-Hemmer-Therapie eine starke Hypotonie

verursachen, die mit Oligurie, Azotämie und selten mit akutem Nierenversagen einhergehen und

tödlich verlaufen kann. Das größte Risiko besteht bei Patienten mit schwereren Formen einer Herz-

insuffizienz, die eine Anwendung von hochdosierten Schleifendiuretika notwendig machen und sich

in einer Hyponatriämie oder eingeschränkter Nierenfunktion widerspiegeln. Bei solchen Patienten

sollte die Therapie mit Fosinopril/Hydrochlorothiazid (HCT) unter engmaschiger ärztlicher Auf-

sicht eingeleitet werden. Die Patienten sollten in den ersten beiden Behandlungswochen und nach

jeder Dosiserhöhung genau beobachtet werden. Dies gilt auch für Patienten mit ischämischer Herz-

erkrankung oder zerebrovaskulären Erkrankungen, bei denen ein übermäßiger Blutdruckabfall zu

einem Myokardinfarkt oder zerebrovaskulärem Ereignis führen könnte.

Beim Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Rückenlage gebracht werden und, falls erfor-

derlich, eine intravenöse physiologische Kochsalzlösung erhalten. Eine vorübergehende hypotensi-

ve Reaktion ist keine Kontraindikation für die weitere Anwendung, die sobald nach erfolgter Vo-

lumenexpansion ein Blutdruckanstieg zu verzeichnen ist, ohne Schwierigkeiten fortgesetzt werden

kann.

Bei manchen Patienten mit Herzinsuffizienz, die einen normalen oder niedrigen Blutdruck haben,

kann es bei der Behandlung mit Fosinopril zu einer weiteren Absenkung des systemischen Blut-

drucks kommen. Diese Wirkung ist zu erwarten und in der Regel kein Grund für einen Abbruch der

Behandlung. Ist die Hypotonie symptomatisch, kann eine Dosisreduktion von Fosinopril oder ein

Abbrechen der gesamten Behandlung erforderlich sein.

Aorten- und Mitralklappenstenose/hypertrophe Kardiomyopathie

Wie andere ACE-Hemmern sollte Fosinopril bei Patienten mit Mitralklappenstenose und Zuständen

mit Obstruktion des linksventrikulären Ausflusses, wie Aortenstenose oder hypertropher Kardiomy-

opathie, mit Vorsicht angewendet werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Siehe Abschnitte 4.2 und 4.3.

Da Fosinopril das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System hemmt, kann es bei empfindlichen Patien-

ten zu Veränderungen der Nierenfunktion kommen.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz kann eine Hypotonie, die sich nach Beginn der Behandlung mit

ACE-Hemmern entwickelt, zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen. In

solchen Fällen wurde über akutes Nierenversagen, das im allgemeinen reversibel war, berichtet.

Bei einigen Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Stenose der Nierenarterie bei

Einzelniere, die mit ACE-Hemmern behandelt wurden, wurden Anstiege der Blutharnstoff- und der

Serumkreatininwerte beobachtet, die im Allgemeinen nach Absetzen der Therapie reversibel waren.

Das Risiko solcher Reaktionen ist insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

erhöht. Gibt es zudem eindeutige Hinweise auf eine renovaskuläre Hypertonie, besteht ein erhöhtes

Risiko für schwere Hypertonie und Niereninsuffizienz. Bei diesen Patienten ist die Behandlung un-

ter engmaschiger medizinischer Kontrolle mit niedrigen Dosen und sorgfältiger Dosistitration einzu-

leiten. Da eine Behandlung mit Diuretika zu dieser Problematik beitragen kann, sollte die Diuretika-

Behandlung abgebrochen und die Nierenfunktion während der ersten Wochen der Behandlung mit

Fosinopril kontrolliert werden.

Einige hypertensive Patienten ohne ersichtliche vorbestehende Nierenerkrankung zeigten, insbeson-

dere bei gleichzeitiger Anwendung von Fosinopril und einem Diuretikum, Anstiege der Blutharn-

stoff- und Serumkreatininwerte, die aber im Allgemeinen geringgradig ausgeprägt und vorüberge-

hender Natur waren. Dieses Risiko ist bei Patienten mit vorbestehender Nierenerkrankung erhöht.

Es kann notwendig sein die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung mit dem Diuretikum und/oder

Fosinopril zu beenden.

Patienten nach einer Nierentransplantation

Da keine Erfahrungen bezüglich der Gabe von Fosinopril bei Patienten mit kürzlich erfolgter Nie-

rentransplantation vorliegen, wird die Anwendung von Fosinopril in dieser Patientengruppe nicht

empfohlen.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Angioödem im Bereich von Kopf und Hals

In seltenen Fällen wurden bei Patienten unter der Behandlung mit ACE-Hemmern, einschließlich

Fosinopril, Angioödeme im Gesicht, an den Extremitäten, den Lippen, der Zunge, der Glottis

und/oder dem Larynx beobachtet. Dies kann zu jedem Zeitpunkt einer Therapie auftreten. In sol-

chen Fällen muss Fosinopril sofort abgesetzt werden und es müssen angemessene Behandlungs-

maßnahmen ergriffen und der Patient angemessen überwacht werden, bis sichergestellt ist, dass sich

die Symptome vollständig zurückgebildet haben. Selbst in Fällen, in denen nur eine Schwellung der

Zunge (ohne negative Auswirkungen auf die Atmung) vorliegt, kann es erforderlich sein, die Patien-

ten für eine längere Dauer unter Überwachung zu halten, da eine Behandlung mit Antihistaminika

und Corticosteroiden möglicherweise nicht ausreichend ist.

In sehr seltenen Fällen wurde über Todesfälle infolge eines Angioödems, das mit einem Kehlkopf-

ödem oder einem Zungenödem einherging, berichtet. Es besteht jedoch bei Patienten bei denen eine

Beteiligung der Zunge, der Glottis oder des Kehlkopfes vorliegt, die Möglichkeit einer Atem-

wegsobstruktion, insbesondere bei Patienten die sich bereits einer Atemwegsoperation unterziehen

mussten. Ist dies der Fall, sollten sofort Notfallmaßnahmen (wie z.B. die Gabe von Adrenalin

und/oder das Offenhalten der Atemwege) durchgeführt werden. Der Patient sollte unter direkter

ärztlicher Überwachung stehen, bis die Symptome vollständig und dauerhaft abgeklungen sind.

ACE-Hemmern führen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe mit einer höheren Wahrscheinlich-

keit zu Angioödemen als bei Patienten mit nicht-schwarzer Hautfarbe.

Wie bei anderen ACE-Hemmern kann die blutdrucksenkende Wirkung von Fosinopril bei Patienten

mit schwarzer Hautfarbe geringer sein als bei nicht-schwarzen Bevölkerungsgruppen. Das ist mög-

licherweise darauf zurückzuführen, dass dunkelhäutige Menschen mit Bluthochdruck häufiger einen

niedrigen Renin-Spiegel haben.

Bei Patienten mit anamnestisch bekanntem Angioödem, das nicht infolge einer Behandlung mit ei-

nem ACE-Hemmer auftrat, kann unter einer Therapie mit ACE-Hemmern das Risiko, ein An-

gioödem zu entwickeln, erhöht sein (siehe Abschnitt 4.3).

Intestinales Angioödem

In seltenen Fällen wurden bei Patienten unter ACE-Hemmer-Behandlung intestinale Angioödeme

beschrieben. Die betroffenen Patienten stellten sich mit Bauchschmerzen vor (mit oder ohne Übel-

keit oder Erbrechen); in einigen Fällen lagen keine anamnestisch bekannten Gesichtsödeme vor und

die C1-Esterase-Spiegel waren normal. Das Angioödem wurde durch Verfahren wie Abdominal-CT

oder -Sonographie diagnostiziert oder bei chirurgischen Eingriffen festgestellt, die Symptome klan-

gen nach Absetzen des ACE-Hemmers ab. Falls ein Patient unter Behandlung mit ACE-Hemmern

über Bauchschmerzen klagt, sollte differentialdiagnostisch ein intestinales Angioödem in Betracht

gezogen werden.

Anaphylaktoide Reaktionen bei Hämodialyse-Patienten

Es wurde über anaphylaktoide Reaktionen bei Patienten berichtet, die mit High-flux-Membranen

(z.B. AN 69) dialysiert und gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer behandelt wurden. Bei diesen Pa-

tienten sollte ein anderer Typ von Dialysemembran oder die Gabe eines Antihypertonikums einer

anderen Klase in Erwägung gezogen werden.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer High-flux-Dialyse/nach Kontakt mit einer Lipopro-

teinaphorese-Membran:

Bei Patienten, die sich während einer Therapie mit einem ACE-Hemmer einer Hämodialyse mit ei-

ner High-flux-Dialysemembran unterzogen haben, wurde von anaphylaktoiden Reaktionen berich-

tet. Selten traten unter der Behandlung mit einem ACE-Hemmer bei Patienten während einer Low-

Density-Lipoprotein (LDL)-Apherese mit Dextransulfat-Absorption lebensbedrohliche anaphylakto-

ide Reaktionen auf. Bei diesen Patienten sollte ein anderer Typ von Dialysemembran oder eine an-

dere Arzneimittelklasse in Erwägung gezogen werden. Diese anaphylaktischen Reaktionen wurden

durch das vorübergehende Aussetzen der Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor jeder Apherese

vermieden.

Anaphylaktoide Reaktionen während einer Desensibilisierung

Bei Patienten, die während einer Desensibilisierung (z. B. mit Insektengift) ACE-Hemmern erhalten

haben, traten anaphylaktoide Reaktionen auf. Diese Reaktionen ließen sich bei diesen Patienten

durch das vorübergehende Aussetzen der Behandlung mit ACE-Hemmern vermeiden, traten aber

bei erneuter versehentlicher Gabe des Arzneimittels wieder auf. Daher ist bei Patienten unter ACE-

Hemmer-Behandlung, die sich einer Desensibilisierung unterziehen, Vorsicht geboten.

Leberinsuffizienz

In seltenen Fällen wurden ACE-Hemmer mit einem Syndrom in Verbindung gebracht, das mit cho-

lestatischem Ikterus beginnt und in ein fulminantes Leberversagen mit (in einigen Fällen) Todesfol-

ge übergeht. Der diesem Syndrom zugrunde liegende Mechanismus ist nicht geklärt. Bei Patienten,

die ACE-Hemmer erhalten und daraufhin eine Gelbsucht oder einen ausgeprägten Anstieg der Lebe-

renzymwerte entwickelt haben, sollte die Einnahme von ACE-Hemmern unterbrochen werden und

eine angemessene medizinische Nachsorge erfolgen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion können die Fosinopril-Spiegel im Plasma anstei-

gen. In einer Studie an Patienten mit alkoholbedingter oder biliärer Zirrhose war die scheinbare Ge-

samt-Clearance von Fosinoprilat vermindert und die Plasma-AUC nahezu um das Zweifache erhöht.

Neutropenie/Agranulozytose

Bei Patienten unter der Behandlung mit ACE-Hemmern wurde über Neutropenie/Agranulozytose,

Thrombozytopenie, Anämie und Knochenmarksdepression berichtet. Diese treten häufiger bei Pati-

enten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf, insbesondere bei gleichzeitig bestehenden Kollagen-

krankheiten wie systemischem Lupus erythematodes oder Sklerodermie. Eine Neutropenie tritt bei

Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne andere Komplikationsfaktoren selten auf. Neutro-

penie und Agranulozytose sind nach Absetzen des ACE-Hemmers reversibel. Fosinopril sollte bei

Patienten mit einer Kollagenkrankheit, Patienten, die sich einer Therapie mit Immunsuppressiva un-

terziehen, Patienten die mit Allopurinol oder Procainamid behandelt werden und bei denen eine

Kombination aus diesen Komplikationsfaktoren vorliegt, mit äußerster Vorsicht angewendet wer-

den, insbesondere bei vorbestehenden Nierenfunktionsstörungen. Einige dieser Patienten entwi-

ckelten schwere Infektionen, die in einigen Fällen auch nicht auf eine intensive Antibiotikatherapie

ansprachen. Wird Fosinopril bei Patienten dieses Typs angewendet, wird empfohlen eine regelmä-

ßige Kontrolle der Leukozyten durchzuführen und die Patienten anzuweisen, alle Symptome, die auf

eine Infektion hinweisen können ihrem Arzt mitzuteilen.

Husten

Während der Behandlung mit ACE-Hemmern wurde über Husten berichtet. Charakteristischerweise

ist der Husten nicht produktiv, persistierend und verschwindet nach Absetzen der Therapie. Ein

durch ACE-Hemmer induzierter Husten sollte bei Husten als Differentialdiagnose berücksichtigt

werden.

Operationen/Anästhesie

Fosinopril kann bei Patienten, die sich einem größeren operativem Eingriff oder einer Anästhesie

mit Hypotonie-induzierenden Wirkstoffen unterziehen, die Bildung von Angiotensin II als Folge ei-

ner kompensatorischen Freisetzung von Renin blockieren. Falls eine Hypotonie auftritt, die auf die-

sen Mechanismus zurückgeführt wird, kann sie durch Volumenexpansion behoben werden.

Hyperkaliämie

Während der Behandlung mit einem ACE-Inhibitor kann eventuell eine Hyperkaliämie auftreten. Zu

den Patienten, für die das Risiko einer Hyperkaliämie besteht, gehören jene mit Niereninsuffizienz,

Diabetes mellitus, Hypoaldosteronismus oder jenen, die gleichzeitig kaliumsparende Diuretika, Ka-

lium-Ergänzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe anwenden; oder bei Patienten, die andere

Wirkstoff anwenden, die mit einem erhöhten Serum-Kalium-Spiegel zusammenhängen (z. B. Hepa-

rin, Co-Trimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol). Sollte die gleichzeitige An-

wendung der oben genannten Wirkstoffe als angemessen erachtet werden, ist eine regelmäßige

Überwachung des Serum-Kalium-Spiegels empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Patienten mit Diabetes mellitus

Bei Patienten mit Diabetes mellitus, die mit oralen Antidiabetika oder Insulin behandelt werden,

sollte während des ersten Monats der Behandlung mit einem ACE-Hemmer eine engmaschige Kon-

trolle des Blutzuckers erfolgen (siehe Abschnitt 4.5).

Schwangerschaft

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden.

Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blut-

drucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn,

eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwan-

gerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn

erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.6)

Fetale/Neonatale Morbidität und Mortalität

Bei Anwendung während der Schwangerschaft können ACE-Hemmer zu einer Schädigung oder so-

gar zum Absterben des sich entwickelnden Fetus führen.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme

der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS

durch

gleichzeitige

Anwendung

ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur

unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nieren-

funktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Ne-

phropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Hydrochlorothiazid

Eingeschränkte Nierenfunktion

Thiazide können das Auftreten einer Azotämie bei Patienten mit Nierenerkrankungen beschleuni-

gen. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung können kumulative Wirkungen des arzneilich wirk-

samen Bestandteils auftreten. Beim Auftreten einer fortgeschrittenen Nierenfunktionsstörung, die

sich durch einen Anstieg des nicht-proteinogenen Stickstoffes zeigt, ist eine sorgfältige Neubewer-

tung der Therapie erforderlich und eine Beendigung der Behandlung mit Diuretika sollte in Be-

tracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Eingeschränkte Leberfunktion

Thiazide sollten bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder fortgeschrittener Leberer-

krankung nur mit Vorsicht angewendet werden, da schon kleinere Änderungen des Flüssigkeits- und

Elektrolytgleichgewichts zum Leberkoma führen können (siehe Abschnitt 4.3).

Metabolische Störungen und endokrine Wirkungen

Die Behandlung mit Thiaziden kann die Glucosetoleranz herabsetzen. Bei Diabetikern kann eine

Dosisanpassung von Insulin oder oralen Antidiabetika erforderlich sein. Ein latenter Diabetes melli-

tus kann sich während der Behandlung mit Thiaziden manifestieren.

Erhöhte Cholesterin- und Triglyceridspiegel wurden mit der Behandlung mit Thiaziden in Verbin-

dung gebracht.

Bei einigen Patienten, die mit Thiaziden behandelt werden, kann Hyperurikämie auftreten oder ein

Gichtanfall ausgelöst werden.

Auswirkungen auf das Elektrolytgleichgewicht

Wie bei allen Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, sollten die Elektrolyte im Serum in re-

gelmäßigen Abständen bestimmt werden.

Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können zu einem Flüssigkeits- oder Elektrolytun-

gleichgewicht führen (Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämische Alkalose). Die Patien-

ten sollten regelmäßig auf klinische Anzeichen oder Symptome eines Flüssigkeits- oder Elektro-

lytungleichgewichts überwacht werden. Warnzeichen für ein Flüssigkeits- oder Elektrolytungleich-

gewicht sind Mundtrockenheit, Durst, Schwächegefühl, Lethargie, Benommenheit, Unruhe, Mus-

kelschmerzen oder –krämpfe, Muskelermüdung, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und gastrointes-

tinale Beschwerden (wie Übelkeit und Erbrechen).

Auch wenn die Einnahme von Thiazid-Diuretika zu Hypokaliämie führen kann, kann die gleichzei-

tige Einnahme von Fosinopril eine durch Diuretika verursachte Hypokaliämie vermindern. In der

Summe der Wirkungen von Fosinopril-Natrium/HCT kann der Serumkaliumspiegel ansteigen, ab-

fallen oder unverändert bleiben. Ein Chloridmangel ist meist leichtgradig und erfordert in der Regel

keine Behandlung. Die Gefahr einer Hypokaliämie ist bei Patienten mit Leberzirrhose, bei Patienten

mit starker Diurese, bei Patienten mit nicht ausreichender Elektrolyteinnahme und bei Patienten, die

gleichzeitig mit Corticosteroiden oder ACTH behandelt werden, am größten (siehe Abschnitt 4.5).

Eine Hyponatriämie kann bei ödematösen Patienten bei warmem Wetter auftreten. Ein Chloridman-

gel ist im Allgemeinen leicht und erfordert keine Behandlung.

Thiazide können die Kalziumausscheidung durch den Urin vermindern und auch ohne dass bekann-

te Krankheiten, die den Kalziummetabolismus beeinflussen, vorliegen einen intermittierenden,

leichten Anstieg des Serumkalziums verursachen. Eine manifeste Hyperkalziämie kann ein Zeichen

einer latenten Hyperparathyreose sein. Bei wenigen Patienten wurden unter Langzeittherapie mit

Thiaziden pathologische Veränderungen der Nebenschilddrüsen mit Hyperkalzämie und Hypophos-

phatämie beobachtet. Die häufigen Komplikationen eines Hyperparathyreoidismus, wie Nephroli-

thiasis, Knochenresorption und peptische Ulzera, traten nicht auf. Vor der Durchführung von Tests

der Nebenschilddrüsenfunktion sollte die Einnahme von Thiaziden beendet werden. Es wurde ge-

zeigt, dass Thiazide die Magnesiumausscheidung durch den Urin erhöhen, was zu einer Hypomag-

nesiämie führen kann.

Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen

Fälle von Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen im Zusammenhang mit Thiazid-Diuretika wurden

berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Falls Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen während der Behandlung

auftreten, wird empfohlen, diese abzubrechen. Wird eine Wiederaufnahme einer Diuretika-

Behandlung für unbedingt erforderlich erachtet, empfiehlt es sich, exponierte Hautflächen vor Son-

nenlicht oder künstlicher UVA-Strahlung zu schützen.

Sultoprid

Die Kombination von Sultoprid und Fosinopril/Hydrochlorothiazid wird im Allgemeinen nicht emp-

fohlen (Siehe Abschnitt 4.5).

Antidoping Test

Hydrochlorothiazid, das in diesem Arzneimittel enthalten ist, kann zu einem falsch-positiven Analy-

senergebnis bei einem Antidopingtest führen.

Andere

Bei Patienten mit oder ohne Allergie oder bronchialem Asthma in der Vorgeschichte können Über-

empfindlichkeitsreaktionen auftreten. Die Möglichkeit einer Verschlimmerung oder Aktivierung ei-

nes systemischen Lupus erythematodes wurde berichtet.

Thiazide können die Wirkung von anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln verstärken. Darüber

hinaus können die antihypertensiven Effekte von Thiaziddiuretika bei Patienten nach Sympa-

thektomie verstärkt sein.

Fosinopril/Hydrochlorothiazid Kombination

Hypotonie und Störungen des Elektolyt-/Flüssigkeitshaushaltes

Eine symptomatische Hypotonie kann manchmal nach der ersten Anwendung von Fosinop-

ril/Hydrochlorothiazid auftreten Bei Hypertonikern ist die Gefahr einer Hypotonie größer bei vor-

liegender Flüssigkeits- oder Elektrolytverschiebung (wie Flüssigkeitsmangel, Hyponatriämie,

hypochlorämische Alkalose, Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie), die als Folge einer Diuretika-

Therapie, einer salzarmen Diät oder Dialyse oder während einer andauernder Diarrhöe oder Erbre-

chens auftreten kann. Bei diesen Patienten sollten die Serumelektrolyte ständig kontrolliert werden.

Patienten mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Entstehen einer symptomatischen

Hypotonie sollten zu Beginn der Behandlung und bei jeder Dosisanpassung sorgfältig überwacht

werden.

Besondere Aufmerksamkeit ist auch erforderlich bei Patienten mit ischämischer Herzerkrankung

oder zerebrovaskulären Erkrankungen, da ein übermäßiger Blutdruckabfall zu einem Myokardin-

farkt oder einem zerebralen Insult führen könnte.

Fall es zu einer Hypotonie kommt, sollte der Patient in Rückenlage gebracht werden und eine intra-

venöse physiologische Kochsalzinfusion erhalten. Eine vorübergehende hypotone Reaktion ist keine

Kontraindikation für die weitere Behandlung. Sobald sich Blutvolumen und Blutdruck wieder

normalisiert haben, kann die Therapie u.U. durch eine reduzierte Dosis oder einfach mit nur einem

der beiden Wirkstoffe weitergeführt werden.

Fosinopril/Hydrochlorothiazid sollte wie andere Vasodilatatoren bei Patienten mit Aortenstenose

oder hypertropher Kardiomyopathie mit Vorsicht angewendet werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Thiazid-Diuretika sind unwirksam bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min (in

anderen Worten: bei Patienten mit mäßiger oder schweren Nierenfunktionsstörung) (siehe Abschnitt

4.3). Fosinopril/Hydrochlorothiazid sollte Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 30 – 80

ml/min nicht verabreicht werden, es sei denn aus der Dosierung der jeweiligen Einzelkomponente

ist ersichtlich, dass eine Indikation für die Höhe der Dosierung der vorliegenden Kombination be-

steht. Einige Patienten ohne eindeutig manifest vorbestehende renovaskuläre Beschwerden entwi-

ckelten leichte und vorübergehende Anstiege des Blutharnstoffs und des Serumkreatinins bei

gleichzeitiger Verabreichung von Fosinopril mit einem Diuretikum. Das Auftreten dieses Effekts ist

bei Patienten mit vorbestehender Einschränkung der Nierenfunktion wahrscheinlicher. Tritt dies

während der Anwendung von Fosinopril/Hydrochlorothiazid auf, sollte die Behandlung abgebro-

chen werden. Eine Wiederaufnahme der Behandlung mit niedrigerer Dosierung oder eine Rückver-

lagerung auf eine Monotherapie kann gegebenenfalls erfolgen.

Risiko einer Hypokaliämie

Die Kombination eines ACE-Hemmers und einem nicht-kaliumsparenden-Diuretikum schließt die

Möglichkeit einer Hypokaliämie, insbesondere bei Patienten mit Diabetes mellitus oder Patienten

mit eingeschränkter Nierenfunktion, nicht aus.

Neutropenie/Agranulozytose

Die fixe Kombination von Fosinopril und Hydrochlorothiazid sollte abgesetzt werden sobald eine

Neutropenie (Anzahl der Neutrophielen < 1,000/mm

) beobachtet oder vermutet wird.

Lithium

Die Kombination von Lithium und Fosinopril/Hydrochlorothiazid wird generell nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.5).

Kinder und Jugendliche

Aufgrund des Fehlens von Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit wird Fosinop-

ril/Hydrochlorothiazid nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfoh-

len (siehe Abschnitt 4.4).

Ältere Patienten

Zwanzig Prozent der Patienten, die im Rahmen klinischer Studien Fosinopril/HCT erhalten haben,

waren 65 bis 75 Jahre alt. Insgesamt wurden zwischen diesen Patienten und jüngeren Patienten

keine Unterschiede hinsichtlich der Wirksamkeit oder Sicherheit verzeichnet; bei manchen älteren

Personen kann jedoch eine stärkere Empfindlichkeit nicht ausgeschlossen werden.

Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lapp Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Über folgende Wechselwirkungen zwischen Fosinopril, anderen ACE-Hemmern oder Hydrochloro-

thiazid-haltigen Arzneimittel wurde berichtet:

Fosinopril

Nicht zu empfehlende Kombinationen

Kaliumsupplemente, Kaliumsparende Diuretika, kaliumhaltige Salzersatzpräparate, oder andere

Arzneimittel, die zu einer Erhöhung des Serum-Kaliumspiegels führen (z.B. Heparin) (siehe Ab-

schnitt 4.4).

Obwohl in klinischen Studien der Serum-Kaliumspiegel innerhalb normaler Grenzen lag, trat bei ei-

nigen Patienten eine Hyperkaliämie auf. Risikofaktoren eine Hyperkaliämie zu entwickeln sind Nie-

reninsuffizienz, Diabetes mellitus sowie gleichzeitige Anwendung kaliumsparender Diuretika (z.B.

Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), von Kaliumsupplementen, kaliumhaltigen Salzersatzprä-

paraten oder anderer Arzneimittel, die eine Erhöhung des Serumkaliumspiegels bewirken (z.B. He-

parin). Die Anwendung von o.a. Arzneimitteln, insbesondere bei Patienten mit Niereninsuffizienz,

kann zur einem signifikanten Anstieg des Serum-Kaliums führen.

Falls eine gleichzeitige Anwendung von Fosinopril-Natrium/HCT und derartigen Wirkstoffen ange-

zeigt ist, sollte die Anwendung vorsichtig erfolgen, und der Serumkaliumspiegel der Patienten sollte

engmaschig überwacht werden.

Wird Fosinopril zusammen mit kaliumsparenden Diuretika verabreicht, kann der durch Diuretika

induzierte Kaliumverlust abgeschwächt werden.

Kombinationen, die besondere Vorsichtmaßnahmen für die Anwendung erfordern

Diuretika

Wird bei einem Patienten zusätzlich zu einer Therapie mit Fosinopril-Natrium ein Diuretikum an-

gewendet, verstärkt sich üblicherweise die blutdrucksenkende Wirkung.

Bei Patienten, die bereits mit Diuretika behandelt wurden und insbesondere bei denen, deren Diure-

tika-Therapie erst kürzlich begonnen wurde, kann bei der zusätzlichen Einnahme von Fosinopril-

Natrium gelegentlich ein übermäßiger Blutdruckabfall auftreten. Das Risiko einer symptomatischen

Hypotonie durch Fosinopril-Natrium kann minimiert werden, indem der Beginn der Kombinations-

therapie und die Einstellung der wirksamen Dosis unter enger medizinischer Überwachung durchge-

führt wird (siehe Abschnitt 4.4)

Antidiabetika

Epidemiologische Studien deuteten darauf hin, dass die zeitgleiche Anwendung von ACE-Hemmern

und Antidiabetika (Insuline, orale blutzuckersenkende Arzneimittel) zu einer Verstärkung des blut-

zuckersenkenden Effekts mit dem Risiko einer Hypoglykämie führen kann. Dieses Phänomen trat

häufiger während der ersten Wochen einer Kombinationstherapie und bei Patienten mit Nierenfunk-

tionsstörungen auf.

Kombinationen, die in Betracht gezogen werden können:

Alpharezeptorenblocker

Die gleichzeitige Einnahme von Alpharezeptorenblockern kann die antihypertensive Wirkung von

Fosinopril und das Risiko einer orthostatischen Hypotension verstärken.

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel

Kombinationen mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, wie Betarezeptorenblocker, Me-

thyldopa, Kalziumantagonisten und Diuretika können zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wir-

kung führen. Die gleichzeitige Anwendung von Glyceroltrinitrat und anderen Nitraten oder anderen

Vasodilatatoren kann zu einer weiteren Blutdrucksenkung führen.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-

Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die

auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyper-

kaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) ein-

her geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR) einschließlich Acetylsalicylsäure > 300 mg/Tag

Die chronische Anwendung von NSARs kann die antihypertensive Wirkung von ACE-Hemmern

abschwächen.

NSARs und ACE-Hemmer bewirken einen additiven Anstieg des Serum-Kaliumspiegels und kön-

nen zu einer Verschlechterung der renalen Funktion führen. Diese Wirkung ist üblicherweise rever-

sibel.

Selten kann ein akutes Nierenversagen auftreten, besonders bei Patienten mit bereits eingeschränk-

ter Nierenfunktion, wie z.B. ältere Patienten oder dehydrierte Patienten.

Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol)

Bei Patienten, die gleichzeitig Co-Trimoxazol (Trimethoprim/Sulfamethoxazol) anwenden, besteht

eventuell ein erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie (siehe Abschnitt 4.4).

Gold

Über vasomotorische Reaktionen (Symptome einer unter Umständen sehr schweren Vasodilatation

einschließlich Flush, Übelkeit, Schwindel und Blutdruckabfall) infolge einer Verabreichung von

injizierbarem Gold (z. B. Natrium-Aurothiomalat) wurde häufiger berichtet bei Patienten unter einer

ACE-Hemmer-Behandlung.

Sympathomimetika:

Sympathomimetika können die blutdrucksenkende Wirkung der ACE-Hemmer verringern.

Acetylsalicylsäure, Thrombolytika, Betarezeptorenblocker, Nitrate

Eine gleichzeitige Anwendung von Fosinopril-Natrium und Acetylsalicylsäure (in kardiologischer

Dosis), Thrombolytika, Betarezeptorenblockern und/oder Nitraten ist möglich.

Immunsuppressiva, Zytostatika, systemische Cortikosteroide oder Procainamin, Allopurinol

Die gleichzeitige Anwendung von Fosinopril-Natrium mit immunsuppressiven Arzneimitteln

und/oder anderen Arzneimitteln, die eine Leukopenie hervorrufen können, sollte vermieden werden.

Alkohol

Alkohol erhöht die blutdrucksenkende Wirkung von Fosinopril-Natrium.

Antacida

Antacida (z.B. Aluminiumhydroxid, Magnesiumhydroxid, Simethicon) können die Resorption von

Fosinopril-Natrium beeinträchtigen; daher sollte zwischen der jeweiligen Anwendung beider Arz-

neimittel ein Zeitraum von mindestens 2 Stunden liegen.

mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus)

Bei Patienten, die gleichzeitig eine Therapie mit mTOR-Inhibitoren erhalten, besteht eventuell ein

erhöhtes Risiko für Angioödeme (siehe Abschnitt 4.4).

Beeinflussung von Laborwerten

Fosinopril-Natrium kann ein falsch-niedriges Ergebnis der Serumdigoxinspiegel verursachen bei

Verwendung von Assays, die mit der Kohle-Absorptions-Methode arbeiten (Kit RIA Digi-Tab

für

Digoxin). Stattdessen können andere Kits auf Basis von Antikörper-beschichteten Röhrchen ver-

wendet werden.

Es wird empfohlen die Therapie mit Fosinopril-Natrium einige Tage vor Durchführung von Neben-

schilddrüsenuntersuchungen einzustellen.

Hydrochlorothiazid

Kombinationen, die besondere Vorsichtmaßnahmen für die Anwendung erfordern

Arzneimittel, die mit Torsades de pointes in Verbindung gebracht werden (Klasse IA Antiarrythmi-

ka (Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid), Klasse III Antiarrythmika (Amiodaron, Dofetilid, I-

butilid, Sotalol), einige Neuroleptika (Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin,

Trifluoperazin), Benzamide (Amisulprid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid), Butyrophenon (Droperidol,

Haloperidol), andere Neuroleptika (Pimozid), andere Wirkstoffe, wie Bepridil, Cisaprid, Diphema-

nil, intravenöses Erythromycin, Halofantrin, Mizolastin, Moxifloxacin, Pentamidin, Sparfloxacin,

intravenöses Vincamin, Methadon…)

Aufgrund des Risikos einer Hypokaliämie ist bei der Anwendung von Hydrochlorothiazid mit Arz-

neimitteln, die mit Torsades de pointes in Verbindung gebracht werden (z. B. einige Antipsychotika

und andere Arzneimittel, die dafür bekannt sind, Torsades de pointes zu verursachen) Vorsicht ge-

boten.

Andere Wirkstoffe, die eine Hypokaliämie hervorrufen: Amphotericin B (parenteral), Carbenoxo-

lon, Corticosteroide, Corticotropin (ACTH) oder stimulierende Laxanzien

Hydrochlorothiazid kann ein Elektrolytungleichgewicht, insbesondere Hypokaliämie, verstärken.

Digitalisglykoside

Bei einer Thiazid-induzierten Hypokaliämie besteht ein erhöhtes Risiko für eine Digitalistoxizität.

Metformin

Eine Metformin-vermittelte Lactatazidose kann durch eine mögliche Beeinträchtigung der Nieren-

funktion durch Diuretika, insbesondere Schleifendiuretika, ausgelöst werden. Metformin darf nicht

verwendet werden, wenn die Kreatininspiegel bei Männern über 15 mg/l (135 mikromol/l) und bei

Frauen über 12 mg/l (110 mikromol/l) liegen.

Iodhaltige Kontrastmittel

Erhöhtes Risiko von akutem Nierenversagen, insbesondere wenn hohe Dosen iodhaltigen Kontrast-

mittels bei durch Diuretika-Anwendung dehydrierten Patienten verwendet werden.

Carbamazepin

Risiko einer symptomatischen Hyponatriämie. Klinisches und biologisches Monitoring ist erforder-

lich.

Kombinationen, die in Betracht gezogen werden können:

Alkohol, Barbiturate oder Narkotika

Eine durch Thiazid-Diuretika induzierte orthostatische Hypotonie kann verstärkt werden.

Bei chirurgischen Eingriffen angewendete Arzneimittel

Die Wirkungen von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien, Präanästhetika und Anästhetika

(z. B. Tubocurarinchlorid und Gallamintriethiodid), die im Rahmen chirurgischer Eingriffe ange-

wendet werden, können durch HCT verstärkt werden; Dosisanpassungen können erforderlich sein.

Flüssigkeits- und Elektrolytungleichgewichte sollten vor dem Eingriff möglichst kontrolliert und

korrigiert werden. Vorsicht ist geboten bei Patienten, die Fosinopril-Natrium/HCT und Vasopresso-

ren (z. B. Noradrenalin) erhalten und sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen. Präanästhetika

und Anästhetika sollten in verringerter Dosis verabreicht werden, und wenn möglich sollte die

Behandlung mit HCT eine Woche vor der Operation abgesetzt werden.

Arzneimittel gegen Gicht

Da HCT einen Anstieg der Harnsäurespiegel im Blut induzieren kann, ist möglicherweise eine Do-

sisanpassung der Arzneimittel gegen Gicht notwendig. Eine Dosissteigerung von Probenecid oder

Sulfinpyrazon kann erforderlich sein.

Kalziumsalze

Bei der gleichzeitigen Anwendung mit Thiaziddiuretika kann es aufgrund verminderter Exkretion zu

erhöhten Kalziumspiegeln im Serum kommen.

Falls Kalzium verordnet werden muss, sollten die

Kalziumspiegel im Serum überwacht und die Dosierung von Kalzium entsprechend angepasst wer-

den.

Colestyraminresinat und Colestipol

Diese können die Resorption von Hydrochlorothiazid vermindern oder verzögern. Sulfonamiddiure-

tika sollten daher mindestens eine Stunde vor oder vier bis sechs Stunden nach diesen Arzneimitteln

eingenommen werden.

Nichtdepolarisierende skelettale Muskelrelaxantien (z. B. Tubocurarinchlorid)

Eine erhöhte Ansprechbarkeit auf das Muskelrelaxanz ist möglich.

Andere antihypertensiv wirkende Arzneimittel

Der Thiazidanteil von Fosinopril-Natrium/HCT kann die Wirkungen anderer blutdrucksenkender

Arzneimittel – insbesondere von Ganglienblockern oder peripheren adrenergen Rezeptorblockern –

verstärken.

HCT kann mit Diazoxid in Wechselwirkung treten; Blutzuckerspiegel, Harnsäurespie-

gel im Serum und Blutdruck sollten überwacht werden.

Fosinopril/Hydrochlorothiazid

Nicht zu empfehlende Kombinationen

Lithium

Reversible Anstiege der Serum-Lithiumkonzentrationen und Lithiumtoxizität wurden bei gleichzei-

tiger Anwendung von Lithium mit ACE-Hemmern berichtet. Die gleichzeitige Anwendung von Thi-

azid-Diuretika kann das Risiko einer Lithiumtoxizität erhöhen und das schon bereits Risiko einer

Lithiumtoxizität bei ACE-Hemmern verstärken. Die Kombination von Fosinopril-Natrium mit Li-

thium wird nicht empfohlen, wenn sie sich aber als notwendig erweist, sollte eine sorgfältige Über-

wachung der Serum-Lithiumspiegel durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Kombinationen, die besondere Vorsichtmaßnahmen für die Anwendung erfordern

Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneistoffe (NSARs) einschließlich Acetylsalicylsäure in

einer Dosierung ≥ 3 g/Tag:

Eine dauerhafte Einnahme von NSARs kann die antihypertensive Wirkung eines ACE-Hemmers re-

duzieren. NSARs und ACE-Hemmer wirken additiv auf den Anstieg des Serum-Kaliumspiegels und

können zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Diese Wirkung ist üblicherweise re-

versibel.

Selten kann ein akutes Nierenversagen auftreten, besonders bei Patienten mit bereits eingeschränk-

ter Nierenfunktion, wie z.B. ältere Patienten oder dehydrierte Patienten.

Baclofen

Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung

Trimethoprim

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Thiaziden mit Trimethoprim erhöht das Ri-

siko einer Hyperkaliämie.

Kombinationen, die in Betracht gezogen werden können:

Amifostin

Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung.

Trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika/Anästhetika

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und bestimmten Anästhetika, trizyklischen Anti-

depressiva und Antipsychotika kann zu einer zusätzlichen Senkung des Blutdrucks führen (siehe

Abschnitt 4.4).

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

ACE-Hemmer:

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen

(siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten Schwanger-

schaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach

Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfü-

gig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der ACE-

Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu

werden,

eine

alternative

antihypertensive

Therapie

geeignetem

Sicherheitsprofil

für

Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit

ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu be-

ginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten Schwanger-

schaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte

Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat

(siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwan-

gerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels emp-

fohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypoto-

nie untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4)

Hydrochlorothiazid

liegen

begrenzte

Erfahrungen

Anwendung

Hydrochlorothiazid

Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind

unzureichend.

Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von

Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimesters zu einer

Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus,

Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion,

ohne

Krankheitsverlauf

günstig

beeinflussen,

sollte

Hydrochlorothiazid

Schwangerschaftsödemen,

Schwangerschaftshypertonie

oder

einer

Präeklampsie

nicht

Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in seltenen Fällen,

in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Fosinopril

Eine Anwendung von Fosinopril während der Stillzeit wird nicht empfohlen, da nur sehr begrenzete

Informationen hierzu vorliegen. Es werden alternative Therapien mit einem besser geeignetem Si-

cherheitsprofil während der Stillzeit empfohlen, insbesondere während des Stillens von Neu- oder

Frühgeborenen.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Thiazid-Diuretika, ange-

wandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen. Die Anwendung von

Fosino-Teva

comp.

während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Wenn

Fosino-Teva

comp.

wäh-

rend der Stillzeit angewandt wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Obwohl nicht zu erwarten ist, dass Fosinopril/Hydrochlorothiazid die Fähigkeiten ein Fahrzeug zu

führen oder Maschinen zu bedienen direkt beeinflusst, können Nebenwirkungen wie Hypotonie,

Benommenheit und Schwindel diese Fähigkeiten beeinträchtigen.

Dies gilt, abhängig von der jeweiligen Empfindlichkeit, insbesondere zu Beginn der Behandlung,

bei Dosiserhöhung, bei Wechsel zu anderen Arzneimitteln und im Zusammenwirken mit Alkohol.

4.8

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

sehr häufig

≥ 1/10

häufig

≥ 1/100 bis < 1/10

gelegentlich

≥ 1/1.000 bis < 1/100

selten

≥ 1/10.000 bis < 1/1.000

sehr selten

< 1/10.000

nicht bekannt

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Fosinopril

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig:

Infektionen des oberen Respirationstrakts

Nicht bekannt:

Pharyngitis

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich:

vorübergehender Anstieg des Hämoglobinspiegels, Abfall des Hämatokrits

Selten:

vorübergehende Anämie, Eosinophilie, Leukopenie, Lymphadenopathie,

Neutropenie, Thrombozytopenie

Sehr selten:

Agranulozytose

Nicht bekannt:

Anämie (einschließlich aplastischer Anämie and hämolytischer Anämie)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Gelegentlich:

Appetitverlust, Gicht, Hyperkaliämie

Psychiatrische Erkrankungen:

Gelegentlich:

Depressionen, Verwirrung

Nicht bekannt:

Störung der Libido

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig:

Schwindel, Kopfschmerzen

Gelegentlich:

zerebraler Infarkt, Parästhesien, Somnolenz, Schlaganfall, Synkope, Zittern,

Schlafstörungen

Selten:

Sprachausdrucksstörungen, Gedächtnisstörungen, Desorientierung

Nicht bekannt:

Hypoästhesie

Augenerkrankungen

Gelegentlich:

Sehstörungen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:

Gelegentlich:

Ohrenschmerzen, Tinnitus, Vertigo

Herzerkrankungen:

Häufig:

Tachykardie

Gelegentlich:

Angina pectoris, Myokardinfarkt oder zerebrovaskuläre Ereignisse, Palpitatio-

nen, Herzstillstand, Rhythmusstörungen, Erregungsüberleitungsstörungen

Gefäßerkrankungen:

Häufig:

Hypotonie, orthostatische Hypotonie

Gelegentlich:

Hypertonie, Schock, transistorische Ischämie

Selten:

Gesichtsröte, Hämorrhagie, periphere Gefäßerkrankungen

Nicht bekannt:

nekrotisierende Vasculitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig

Husten

Gelegentlich:

Dyspnoe, Rhinitis, Sinusitis, Tracheobronchitis

Selten:

Bronchospasmen, Epistaxis, Laryngitis/Heiserkeit, Pneumonie, Lungenobstruk-

tion

Nicht bekannt:

Lungenödem

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Häufig:

Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe

Gelegentlich:

Obstipation, Mundtrockenheit, Flatulenz, Geschmacksstörungen

Selten:

Läsionen im Mund, Pankreatitis, Schwellungen der Zunge, Unterleibsschmer-

zen, Dysphagie

Sehr selten:

intestinales Angioödem, (sub) Ileus

Nicht bekannt:

Bauchschmerzen, Dyspepsie, Gastritis, Ösophagitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten:

Hepatitis

Sehr selten:

Leberversagen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Hautausschlag, Angioödeme, Dermatitis

Gelegentlich:

Hyperhidrosis, Pruritus, Urtikaria

Selten:

Ekchymose

Nicht bekannt:

Stevens-Johnson Syndrom

Ein Symptomkomplex wurde berichtet, der mit einer oder mehreren der folgenden Nebenwirkungen

einhergehen kann:

Fieber, Vaskulitis, Myalgie, Arthralgie/Arthritis, positive antinukleare Antikörper (ANA), erhöhte

Sedimentationsrate der roten Blutzellen (ESR), Eosinophilie und Leukozytose, Hautausschlag, Pho-

tosensibilität oder andere dermatologische Manifestationen können auftreten.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig:

Schmerzen des Muskel und Skelettsystems

Gelegentlich:

Myalgie

Selten:

Arthritis

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich:

Nierenversagen, Proteinurie

Selten:

Prostataerkrankung

Sehr selten:

akutes Nierenversagen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich:

sexuelle Dysfunktion

Allgemeine Erkankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

Brustschmerzen (nicht herzbedingt), Schwäche, Ermüdung

Gelegentlich:

Fieber, periphere Ödeme, plötzlicher Todesfall, Thoraxschmerzen

Selten:

Schwäche in den Extremitäten

Untersuchungen

Häufig:

Anstieg der alkalischen Phosphatase, des Bilirubins, des LDHs, der Transamina-

Gelegentlich:

Gewichtszunahme, Anstieg des Blutharnstoffs und des Serumkreatinins, Hyper-

kaliämie.

Selten:

Leichter Hämoglobinanstieg, Hyponatriämie

Nicht bekannt:

Kalzium im Blut anomal, Magnesium im Blut anomal

In mit Fosinopril durchgeführten klinischen Studien unterschieden sich die Häufigkeiten auftreten-

der Nebenwirkungen zwischen älteren (älter als 65 Jahre) und jüngeren Patienten nicht.

Hydrochlorothiazid

Die Häufigkeit aller nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen ist: Nicht bekannt.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Speicheldrüsenentzündung

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Leukopenie, Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie, aplastische Anämie, hämolytische

Anämie, Knochenmarksdepression

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Anorexie, Hyperglykämie, Glukosurie, Hyperurikämie, Elektrolytstörungen (einschließlich Hy-

ponatriämie und Hypokaliämie), Anstieg von Cholesterin und Triglyzeriden, Hypokaliämie, hy-

pochlorämische Alkalose.

Psychische Erkrankungen

Ruhelosigkeit, Depressionen, Schlafstörungen

Erkrankungen des Nervensystems

Appetitverlust, Parästhesien, leichte Benommenheit

Augenerkrankungen

Xanthopsie, vorübergehendes verschwommenes Sehen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Schwindel

Herzerkrankungen

Posturale Hypotonie, Herzrhythmusstörungen

Gefässerkrankungen

Nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Atemwegserkrankungen (einschließlich Pneumonitis und Lungenödem)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Magenverstimmung, Diarrhoe, Obstipation, Pankreatitis

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelbsucht (intrahepatischer cholestatischer Ikterus)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Hautausschlag, kutane Lupus erythematodes-ähnliche Reaktionen,

Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes, Urtikaria, anaphylaktische Reaktionen, toxische

epidermale Nekrolyse, Purpura

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

renale Dysfunktion, interstitielle Nephritis, Pollakisurie, Dysurie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Fieber, Schwäche

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer

Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

Es sind keine spezifischen Daten zur Behandlung einer Überdosierung mit Fosinop-

ril/Hydrochlorothiazid verfügbar. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und unterstützend. Die

Einnahme des Arzneimittels sollte unverzüglich unterbrochen und der Patient muss engmaschig

überwacht werden. Die therapeutischen Maßnahmen sind von der Art und Schwere der Symptome

abhängig. Maßnahmen zur Verhinderung der Resorption und zur Beschleunigung der Ausscheidung

sollten getroffen werden. Die empfohlenen Maßnahmen beinhalten die Gabe von Aktivkohle, indu-

ziertes Erbrechen und/oder Durchführung einer Magenspülung, wenn die Einnahme erst kurze Zeit

zurückliegt, während eine Dehydratation, Elektrolytstörungen und eine Hypotonie auf dem übli-

chem Weg behandelt werden sollten.

Fosinopril

Es liegen nur eingeschränkte Daten zu einer Überdosierung beim Menschen vor. Symptome, die mit

einer Überdosierung an ACE-Hemmern in Verbindung stehen sind Hypotonie, Kreislaufschock,

Elektrolytverschiebung, Nierenversagen, Hyperventilation, Tachykardie, Palpitationen, Bradykardi-

e, Schwindel, Angst, und Husten.

Die empfohlene Behandlung einer Überdosierung besteht in der intravenösen Verabreichung einer

physiologischen Kochsalzlösung. Tritt eine Hypotonie auf, sollte der Patient in Rückenlage ge-

bracht werden. Wenn möglich, kann eine Behandlung mit einer Angiotensin-II-Infusion und/oder in-

travenös verabreichte Katecholamine in Erwägung gezogen werden. Liegt die Einnahme der Über-

dosis erst kurze Zeit zurück, sollten Maßnahmen zur Beschleunigung der Ausscheidung von Fo-

sinopril (z.B. Erbrechen, Magenspülung, induziertes Erbrechen, Gabe von Aktivkohle und Natri-

umsulfat) ergriffen werden. Der Einsatz eines Herzschrittmachers wird bei refraktärer Bradykardie

empfohlen. Vitalfunktionen, Serumelektrolyte und Kreatininspiegel sollten häufig kontrolliert wer-

den.

Hydrochlorothiazid

Die am häufigsten auftretenden objektiven und subjektiven Symptome sind die Folgen von Elektro-

lytverlusten (Hypokaliämie, Hypochlorämie, Hyponatriämie) und Dehydratation durch übermäßige

Diurese. Erhält der Patient zusätzlich Digitalis, kann eine Hypokaliämie auch Herzrhythmusstörun-

gen hervorrufen.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hemmer und Diuretika

ATC-Code: C09BA09

Fosinopril ist das Pro-Drug (Ester) des langwirksamen Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmers

Fosinoprilat. Fosinopril wird rasch und vollständig nach oraler Applikation in Fosinoprilat, den

wirksamen ACE-Hemmer, umgewandelt. Fosinopril ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von

ACE-Hemmern. Es enthält eine Phosphinylgruppe, die zur Bindung an den wirksamen Teil des

ACE fähig ist. Die ACE-Hemmung durch Fosinopril führt zu einer verringerten Konzentration von

Angiotensin II im Plasma, was zu einer Vasodilatation und einer verminderten Ausscheidung von

Aldosteron führt.

Die Hemmung des ACE beeinflusst auch den Abbau von Bradykinin, einem Peptid mit stark vasodi-

latierender Wirkung; dies trägt möglicherweise auch zum therapeutischen Effekt bei.

Der Mechanismus der blutdrucksenkenden Wirkung von Thiazid-Diuretika ist unbekannt. Thiazid-

Diuretika greifen vorwiegend in die tubulären Resorptionsmechanismen der Elektrolyte ein, was zu

einer ungefähr gleichwertigen Ausscheidung von Natrium und Chlorid führt. Die Ausscheidung von

Natrium hat eine Ausscheidung von Kalium und Bikarbonat zur Folge. Hydrochlorothiazid erhöht

die Plasmareninaktivität, erhöht die Aldosteronsekretion und reduziert das Kalium im Plasma. Die

gleichzeitige Anwendung von Fosinopril wirkt diesen Kaliumverlusten entgegen.

Die blutdrucksenkenden Wirkungen von Fosinopril und Hydrochlorothiazid sind annähernd additiv.

Die maximale blutdrucksenkende Wirkung von Fosinopril wird 2 bis 6 Stunden nach Verabreichung

erreicht und bleibt über 24 Stunden bestehen.

Bei Hydrochlorothiazid tritt die diuretische Wirkung innerhalb von 2 Stunden ein, erreicht ihr Ma-

ximum nach 4 Stunden und hält ca. 6 – 12 Stunden an.

In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alo-

ne and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veter-

ans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers

mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einer zerebrovas-

kulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen En-

dorganschäden durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre

Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigung

und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer

pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und An-

giotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten

mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal

Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer Stan-

dardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit

Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer Erkran-

kung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter Ereig-

nisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der

Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereig-

nisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nieren-

funktionsstörung).

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Pharmakokinetik

Die gleichzeitige Anwendung von Fosinopril und Hydrochlorothiazid hat nur einen geringen bis gar

keinen Effekt auf die pharmakokinetischen Parameter der Einzelsubstanzen.

Fosinopril wird nach oraler Verabreichung langsam resorbiert. Fosinopril wird hauptsächlich in den

oberen Darmabschnitten (Duodenum/Jejunum) resorbiert.

Im Durchschnitt werden ca. 36 % einer oral verabreichten Dosis resorbiert. Die Anwesenheit von

Nahrung im Gastrointestinaltrakt verringert die Bioverfügbarkeit um ca. 20 %. Die Auswirkungen

dieser geringfügigen Abnahme der Resorption auf die klinische Wirksamkeit wurde nicht unter-

sucht. Fosinopril wird bei gesunden Probanden schnell und vollständig zu dem aktiven Fosinoprilat

hydrolysiert. Diese Biokonversion findet vermutlich in der Mukosa des Magens/des Darms und in

der Leber statt.

von Fosinoprilat liegt bei ca. 3 Stunden und ist Dosis-unabhängig. C

und AUC-Werte sind

direkt proportional zur verabreichten Fosinopril-Dosis.

Fosinoprilat wird stark an Proteine gebunden (>95 %), aber nur schwach an zellulären Blutbestand-

teilen. Fosinoprilat besitzt ein relative geringes Verteilungsvolumen.

Nach oraler Verabreichung von radioaktiv markiertem Fosinopril an gesunde Probanden, lagen 75

% der Radioaktivität im Plasma als Fosinoprilat vor, 20-30 % als Glucuronid-Konjugat von Fosiop-

rilat und 1 – 5 % als p-Hydroxy-Metabolit von Fosinoprilat. Nach oraler Verabreichung von radio-

aktiv markiertem Fosinopril, wurden ca. 16 % der verabreichten Dosis über den Urin ausgeschieden

und 78 % in den Faeces (85 % als Fosinoprilat und der Rest als p-Hydroxy-Derivat von Fosinopri-

lat). 65 % der über den Harn ausgeschiedenen Substanz wird als Fosinoprilat ausgeschieden, 15 %

als Glucuronid-Konjugat und ca. 20 % als p-Hydroxy-Metabolit. Da Fosinoprilat nach intravenöser

Anwendung nicht metabolisiert wird, kann tatsächlich davon ausgegangen werden, dass Fosinopril

als Substrat für die Glucuronide und p-Hydroxy-Metabolite dient.

Bei Ratten erwies sich der p-Hydroxy-Metabolit in Bezug auf die Hemmung der ACE als ebenso

potent wie Fosinoprilat selbst. Der Glucuronid-Metabolit besitzt keine Aktivität.

Die terminale Halbwertszeit von Fosinoprilat nach einer i.v. Dosis bei gesunden Freiwilligen beträgt

ungefähr 12 Stunden. Die Halbwertszeit von Fosinoprilat betrug 15 Stunden in Studien zur Kumula-

tion, die an hypertensiven Patienten mit normaler Nieren- und Leberfunktion durchgeführt wurden

und die Mehrfachdosierungen von Fosinopril erhielten.

Nach intravenöser Applikation erfolgt die Elimination zu gleichen Teilen durch die Leber und die

Nieren.

Fosinoprilat ist nur in geringem Ausmaß dialysierbar. Die durch Hämodialyse bzw. Peritonealdialy-

se erreichbare Clearence von Fosinoprilat beträgt 2 % bzw. 7 % der Clearance via Urin.

Hydrochlorothiazid wird schnell resorbiert, wobei die resorbierte Menge 50-80 % der oral verab-

reichten Dosis beträgt. Die Variationsbreite der Resorption wird verursacht durch Fasten oder Nah-

rungsaufnahme und besitzt nur untergeordnete klinische Bedeutung. Das Ausmaß der Resorption

von Hydrochlorothiazid wird durch Substanzen, die die Magenmotilität reduzieren, erhöht.

Nach oraler Applikation von Hydrochlorothiazid werden maximale Plasmaspiegel nach1-2.5 Stun-

den gemessen. Im therapeutischen Bereich sind die Bioverfügbarkeit und tmax dosisproportional.

Die pharmakokinetischen Parameter ändern sich nach Dauertherapie nicht.

Das scheinbare Verteilungsvolumgen beträgt 3.6-7.8 l/kg und die Plasmaproteinbindung 68 %. Die

Substanz kumuliert in Erythrozyten (das 1.6 -1.8 fache des Plasmaspiegels).

Hydrochlorothiazid passiert sehr leicht die Pazentaschranke und es werden Plasmaspiegel der sel-

ben Höhe erreicht wie im mütterlichen Kreislauf. Hydrochlorothiazid wird in die Muttermilch aus-

geschieden.

Hydrochlorothiazid wird nicht metabolisiert und schnell über die Nieren ausgeschieden. Die durch-

schnittliche Plasmahalbwertszeit von Hydrochlorothiazid beträgt 5 bis 15 Stunden.

Nach oraler Anwendung werden ca. 60-80 % der Dosis im Urin ausgeschieden, 95 % als unverän-

dertes Hydrochlorothiazid und ca. 4 % als 2-Amino-Chloro-m-Benzenedisulfonamid. Bis zu 24 %

einer oral verabreichten Dosis kann in den Faeces wiedergefunden werden. Die Ausscheidung über

die Galle ist vernachlässigbar.

Steady-state-Konzentrationen sind bei älteren Patienten im Vergleich zu Jüngeren erhöht und die

Clearance deutlich reduziert.

Eingschränkte Nierenfunktion (Kreatininclearance < 80 ml/min/1.73m

2

):

Fosinopril: Resorption, Bioverfügbarkeit, Proteinbindung und Biotransformation/Metabolismus von

Fosinoprilat sind bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht deutlich beeinträchtigt.

Die totale Plasmaclearance ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ungefähr 50 % ver-

langsamt im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion. Da die reduzierte Ausscheidung

über die Nieren zum Teil durch hepatobiliäre Exkretion kompensiert wird, unterscheidet sich die to-

tale Plasmaclearance von Fosinoprilat nicht wesentlich bei Patienten mit geringer bis schwerer Nie-

reninsuffizienz (Kreatininclearance 10-80 ml/min/1.73m

) und Patienten mit terminaler Nierenin-

suffizienz (Kreatininclearance < 10 ml/min/1.73m

Hydrochlorothiazid: Die Ausscheidungsrate via Urin ist verringert, tmax und Cmax sind bei Patien-

ten mit einer Kreatininclearance von 30-70 ml/min erhöht. Die durchschnittliche Halbwertszeit ver-

doppelt sich. Die Eliminationshalbwertszeit von Hydrochlorothiazid verlängert sich auf 21 Stunden

bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance < 20 ml/min/1.73 m

Eingeschränkte Leberfunktion (alkoholische oder biliäre Leberzirrhose):

Fosinopril: die AUC von Fosinoprilat kann bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz verdoppelt

sein.

Eine Akkumulation tritt bei dieser Patientengruppe verglichen mit Patienten mit normaler Leber-

funktion nicht auf. Der Grad der Hydrolyse ist nicht signifikant reduziert, jedoch ist die Geschwin-

digkeit derselben bei Patienten mit Leberinsuffizienz deutlich verlangsamt. Die vollständige

Clearance von Fosinoprilat ist im Vergleich zu Patienten mit normaler Leberfunkion ungefähr hal-

biert.

Hydrochlorothiazid: Erkrankungen der Leber haben normalerweise keinen Einfluss auf die Pharma-

kokinetik von Hydrochlorothiazid.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederhol-

ter Gabe, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keine be-

sonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Tierversuche ergaben, dass ACE-Hemmer einen schädigenden Effekt auf die spät-foetale Entwick-

lung haben, der zu foetaler Sterblichkeit und angeborenen Anomalien, insbesondere des Schädels,

führt. Foetotoxizität, intrauterine Wachstumsverzögerungen und persistierender Ductus arteriosus

wurden ebenfalls berichtet. Diese Abnormitäten in der foetalen Entwicklung werden zum einen zu-

rückgeführt auf den direkten Einfluss der ACE-Hemmer auf das foetale Renin-Angiotensin-System

und zum anderen auf die Ischämie, die durch die mütterliche Hypotonie, durch die reduzierte Pla-

zentadurchblutung und die Unterversorgung mit Sauerstoff/Nährstoffen verursacht wird (siehe Ab-

schnitt 4.6).

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose

Crospovidon (Type A)

Povidon K-30

Mikrokristalline Cellulose (E460)

Natriumdodecylsulfat

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H

O (E172)

Eisen(III)-oxid (E172).

6.2

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Aluminium/Aluminium Blister:

Packungsgrößen: 30, 50 und 100 Tabletten

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

8.

ZULASSUNGSNUMMER

66108.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 20. März 2007

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 22. Oktober 2010

10.

STAND DER INFORMATION

September 2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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