Flumazenil Hikma 0,1 mg/ml Injektionslösung-/Infusionslösung Injektions-/Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Flumazenil
Verfügbar ab:
HIKMA Farmaceutica (Portugal), S.A.
ATC-Code:
V03AB25
INN (Internationale Bezeichnung):
Flumazenil
Darreichungsform:
Injektions-/Infusionslösung
Zusammensetzung:
Flumazenil 0.5mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
64017.00.00

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Flumazenil Hikma 0,1 mg/ml Injektions-/ Infusionslösung

Wirkstoff: Flumazenil

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Flumazenil Hikma und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Flumazenil Hikma beachten?

Wie ist Flumazenil Hikma anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Flumazenil Hikma

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Flumazenil Hikma und wofür wird es angewendet?

Flumazenil Hikma ist ein Gegenmittel (Antidot) zur vollständigen oder teilweisen Aufhebung

der zentral sedierenden Wirkung von Benzodiazepinen (einer bestimmten Gruppe von

Arzneimitteln mit beruhigenden, schlafauslösenden, muskelentspannenden und angstlösenden

Eigenschaften).

Flumazenil Hikma kann daher im Bereich der Anästhesie angewendet werden, um Sie nach

bestimmten Untersuchungen oder Intensivpflege, bei denen Sie sediert werden, wieder

aufzuwecken. Flumazenil kann darüber hinaus zur Behandlung von Vergiftungen oder einer

Überdosierung mit Benzodiazepinen angewendet werden sowie zur Reversion von deren

unerwarteten Wirkungen (paradoxen Reaktionen).

Flumazenil Hikma kann helfen, den Grund für den Bewusstseinsverlust in bewusstlosen

Patienten zu finden.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Flumazenil Hikma beachten?

Flumazenil Hikma darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Flumazenil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie Benzodiazepine erhalten haben, um eine möglicherweise

lebensbedrohliche

Situation

zu beherrschen (zum Beispiel zur Regulation des Drucks im Gehirn oder zur

Unterbrechung eines schwerwiegenden epileptischen Anfalls).

bei gemischten Vergiftungen mit Benzodiazepinen und bestimmten Arten anderer

Antidepressiva (so genannter trizyklischer oder tetrazyklischer Antidepressiva wie zum

Beispiel Imipramin, Clomipramin, Mirtazepin oder Mianserin). Die schädlichen

Wirkungen dieser Antidepressiva können durch Benzodiazepinen verdeckt werden. Wenn

bei Ihnen Anzeichen einer deutlichen Überdosierung mit diesen Antidepressiva bestehen,

darf Flumazenil Hikma nicht eingesetzt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Flumazenil Hikma anwenden,

da die Wirkung von Flumazenil in der Regel weniger lange anhält als die von

Benzodiazepinen. Die

beruhigende/Schlaf auslösende Wirkung von Benzodiazepinen

kann möglicherweise

wiederkehren

. Sie werden engmaschig überwacht werden, bis die

Wirkung von Flumazenil abgeklungen ist.

wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.

wenn Sie über einen langen Zeitraum mit Benzodiazepinen behandelt wurden. Flumazenil

kann

Entzugssymptome

hervorrufen (siehe Abschnitt 4).

wenn Sie ein Krampfleiden (

Epilepsie

) haben und über einen langen Zeitraum eine

Behandlung mit Benzodiazepinen erhalten haben. Flumazenil Hikma kann

Krampfanfälle

(Konvulsionen) auslösen.

wenn Sie eine

schwere Verletzung des Gehirns

erlitten haben (z.B. an einem Druck im

Gehirn oder epileptische Anfällen leiden). Flumazenil Hikma kann dann zu einem

Druckanstieg im Gehirn führen.

wenn Sie

abhängig von Benzodiazepinen

sind oder unter

Benzodiazepin-

Entzugssymptomen

leiden. Die Anwendung von

Flumazenil Hikma wird in diesen

Fällen nicht empfohlen.

wenn es bei Ihnen in der Vergangenheit zu Panikanfällen gekommen ist. Flumazenil

Hikma kann neue Anfälle verursachen.

wenn Sie eine Alkohol- oder Arzneimittelabhängigkeit haben. In diesem Fall kann bei

Ihnen das Risiko für eine Benzodiazepin-Toleranz (d.h. Sie hätten keinen weiteren Nutzen

mehr von Benzodiazepin) oder Abhängigkeit erhöht sein.

Kinder sollten Flumazenil Hikma nur erhalten, um die Wirkung eines vorherigen Mittels

zur Beruhigung (bei dem sie wach bleiben) aufzuheben. Nach der Verabreichung von

Flumazenil Hikma sollten sie über mindestens 2 Stunden engmaschig überwacht werden.

Anwendung von Flumazenil Hikma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Die schädlichen Wirkungen anderer Arzneimittel (insbesondere von trizyklischen

Antidepressiva wie Imipramin), können sich verschlimmern, wenn Flumazenil Hikma

angewendet wurde, um die Wirkung von Benzodiazepinen zu behandeln.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Aufgrund unzureichender Erfahrungen während der Schwangerschaft sollte Flumazenil

Hikma nur angewendet werden, wenn der Vorteil für Sie größer ist als das mögliche Risiko

für das ungeborene Kind. Eine Notfallanwendung von Flumazenil während der

Schwangerschaft ist nicht kontraindiziert.

Es ist nicht bekannt, ob Flumazenil in die Muttermilch ausgeschieden wird. Aus diesem

Grund wird

empfohlen

, nach Verabreichung von Flumazenil Hikma über

24 Stunden nicht

zu stillen

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie Flumazenil Hikma zur Aufhebung der beruhigenden/Schlaf auslösenden Wirkung

von Benzodiazepinen erhalten haben, dürfen Sie über mindestens 24 Stunden kein Auto

fahren, keine Maschinen bedienen und keine körperlich oder geistig anspruchsvolle Tätigkeit

durchführen, da die Sedierung möglicherweise erneut auftreten kann.

Flumazenil Hikma enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält 3,7 mg Natrium je ml Injektionslösung (18,5 mg / 5 ml Ampulle

bzw. 37 mg / 10 ml Ampulle).Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie

dies berücksichtigen.

3.

Wie ist Flumazenil Hikma anzuwenden?

Flumazenil Hikma wird als

intravenöse

Injektion (in eine Vene) oder verdünnt als

intravenöse

Infusion

(über einen längeren Zeitraum) verabreicht.

Flumazenil Hikma wird Ihnen durch den Narkosearzt (Anästhesisten) oder einen erfahrenen

Arzt verabreicht. Flumazenil Hikma kann gleichzeitig mit anderen Wiederbelebungs-

maßnahmen angewendet werden.

Die Dosis wird von Ihrem Arzt entsprechend der Notwendigkeit festgelegt. Diese hängt von

den Umständen ab und wird von Fall zu Fall neu festgelegt. Nähere Informationen für

medizinisches Fachpersonal befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Anästhesie

Die empfohlene Initialdosis beträgt 0,2 mg Flumazenil intravenös (i. v.), verabreicht innerhalb

von 15 Sekunden. Falls sich innerhalb von 60 Sekunden nach der ersten i. v. Verabreichung

der gewünschte Bewusstseinsgrad nicht einstellt, kann eine zweite Dosis von 0,1 mg

Flumazenil injiziert werden. Dieses Vorgehen lässt sich bei Bedarf in Abständen von 60

Sekunden bis zu einer Gesamtdosis von 1 mg Flumazenil wiederholen. Die übliche Dosis

liegt im Bereich von 0,3 bis 0,6 mg Flumazenil. Je nach verabreichtem Benzodiazepin und

den individuellen Gegebenheiten des Patienten kann der Bedarf jedoch im Einzelfall

abweichen.

Intensivmedizin

Die empfohlene Initialdosis beträgt 0,3 mg Flumazenil i. v. Falls sich innerhalb von 60

Sekunden nach der ersten i. v. Verabreichung der gewünschte Bewusstseinsgrad nicht

einstellt, kann eine zweite Dosis von 0,1 mg Flumazenil injiziert werden. Dieses Vorgehen

lässt sich bei Bedarf in Abständen von 60 Sekunden bis zu einer Gesamtdosis von 2 mg

Flumazenil, bzw. bis der Patient wach ist, wiederholen.

Bei Wiederauftreten der Sedierung kann eine Infusion mit 0,1–0,4 mg/Stunde i. v. gegeben

werden.

Die erforderliche Infusionsgeschwindigkeit für das Erreichen des gewünschten

Bewusstseinszustands ist individuell anzupassen.

Kinder unter 1 Jahr

Es liegen unzureichend Daten zur Anwendung von Flumazenil bei Kindern unter 1 Jahr vor.

Aus diesem Grund sollte Flumazenil Hikma bei Kindern unter 1 Jahr nur angewendet werden,

wenn der mögliche

Nutzen

für den Patienten größer ist als das mögliche

Risiko

Kinder über 1 Jahr

Zur Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Sedierung beträgt die empfohlene

Initialdosis bei Kindern über 1 Jahr 0,01 mg/kg (bis zu 0,2 mg), über 15 Sekunden intravenös

verabreicht. Wenn sich der gewünschte Bewusstseinsgrad nach weiteren 45 Sekunden nicht

einstellt, kann eine weitere Dosis von 0,01 mg/kg (bis zu 0,2 mg) verabreicht und bei Bedarf

in 60-Sekunden-Intervallen wiederholt werden (bis zu einem Maximum von 4 zusätzlichen

Dosen), bis eine maximale Gesamtdosis von 0,05 mg/kg bzw. 1 mg, abhängig von der

niedrigsten Dosis, erreicht wird. Die Dosis ist individuell nach dem Ansprechen des Patienten

festzulegen. Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit einer wiederholten Gabe

von Flumazenil bei erneuter Sedierung bei Kindern vor.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion muss die Dosierung vorsichtig angepasst

werden.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird in die folgenden Kategorien eingeteilt:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Übelkeit (Brechreiz) oder Erbrechen, vor allem bei zusätzlicher Verwendung von Opiaten

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Diese Nebenwirkungen treten hauptsächlich nach schneller Injektion auf und erfordern keine

Behandlung:

Furcht

Angst

Herzklopfen (Palpitation)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit), einschließlich schweren allergischen

Reaktionen

Panikattacken (bei Personen, die Panikattacken in der Vergangenheit hatten)

ungewöhnliches Weinen

Erregung

Aggressivität

Krampfanfälle (Konvulsionen), insbesondere bei Personen, die an einer Epilepsie oder an

einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden, oder bei Personen nach

langfristiger Behandlung mit Benzodiazepinen oder Missbrauch mehrerer Arzneimittel

Vorübergehender Blutdruckanstieg (nach dem Aufwachen)

Rötung der Haut im Gesicht und im Nacken

Schüttelfrost (hauptsächlich nach schneller Injektion, erfordert keine Behandlung)

Wenn Sie über einen langen Zeitraum mit Benzodiazepinen behandelt wurden oder Sie

schnell hohe Dosen von Flumazenil Hikma bekommen haben, können

Entzugssymptome

auftreten. Dazu gehören:

Erregung

Angst

Stimmungsschwankungen (emotionale Instabilität)

Verwirrtheit

Halluzinationen (Sie hören Stimmen, sehen physikalisch nicht nachweisbare Dinge,

Sinnestäuschung der Haut)

Die Nebenwirkungen bei Kindern unterscheiden sich im Allgemeinen nicht sehr von denen

bei Erwachsenen. Wenn Flumazenil Hikma bei Kindern angewendet wurde, wurde über

ungewöhnliches Weinen, Erregung und aggressive Reaktionen berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel

und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5.

Wie ist Flumazenil Hikma aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Nicht über 25°C lagern.

Dieses Arzneimittel ist zur einmaligen Anwendung bestimmt und muss nach dem Öffnen

sofort verwendet werden. Nach dem Verdünnen darf die gebrauchsfertige Zubereitung nicht

im Kühlschrank gelagert werden. Die physikalisch-chemische Stabilität der gebrauchsfertigen

Zubereitung wurde für 24 Stunden bei 25°C gezeigt. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die

gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden, es sei denn, die Zubereitungsmethode

schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn die gebrauchsfertige

Zubereitung nicht sofort verwendet wird, liegen die Lagerzeiten und -bedingungen vor der

Anwendung in der Verantwortung des Anwenders.

Flumazenil Hikma darf nur verwendet werden, wenn die Lösung klar und frei von Partikeln

ist.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Flumazenil Hikma enthält

Der Wirkstoff ist Flumazenil.

Ein Milliliter Injektionslösung enthält 0,1 mg Flumazenil.

Eine Ampulle mit 5 ml enthält 0,5 mg Flumazenil.

Eine Ampulle mit 10 ml enthält 1,0 mg Flumazenil.

sonstigen Bestandteile

sind

Natriumedetat

Essigsäure

Natriumchlorid (3,7 mg/ml)

Salzsäure 36% zur Einstellung des pH-Wertes

Natriumhydroxid zur Einstellung des pH-Wertes

Wasser für Injektionszwecke

Wie Flumazenil Hikma aussieht und Inhalt der Packung

Flumazenil Hikma ist eine Injektionslösung bzw. ein Konzentrat zur Herstellung einer

Infusionslösung. Es ist eine klare und farblose Lösung in farblosen Glasampullen.

Die folgenden Packungsgrößen sind erhältlich:

Faltschachteln mit 5 oder 50 (10 x 5) Ampullen mit jeweils 5 ml Lösung.

Faltschachteln mit 5 oder 50 (10 x 5) Ampullen mit jeweils 10 ml Lösung.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Hikma Farmacêutica (Portugal) S.A.

Estrada do Rio da Mó, 8, 8A e 8B - Fervença

2705-906 Terrugem SNT

Portugal

Hersteller:

Hikma Farmacêutica (Portugal) S.A.

Estrada do Rio da Mó, 8, 8A e 8B - Fervença

2705-906 Terrugem SNT

Portugal

Hikma Italia SpA

Viale Certosa 10

27100 Pavia

Italy

Mitvertrieb:

Hikma Pharma GmbH

Lochhamer Str. 13

82152 Martinsried

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Österreich

Flumazenil Hikma 0,1 mg/ml Injektions-/

Infusionslösung

Deutschland

Flumazenil Hikma 0,1 mg/ml Injektions-/

Infusionslösung

Italien

Flumazenil Hikma 0,1 mg/ml soluzione

iniettabile/ per infusione

Portugal

Flumazenilo Hikma 0,1 mg/ml solução injetável

ou para perfusão

Vereinigtes Königreich

Flumazenil 0.1 mg/ml solution for

injection/infusion

Spanien

Flumazenil Hikma 0,1 mg/ml solución

inyectable y para perfusión

Frankreich

Flumazenil Hikma 0,1mg/ml Solution

injectable/pour perfusion

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2017.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Flumazenil ist durch einen Anästhesisten oder erfahrenen Arzt intravenös zu verabreichen.

Flumazenil kann als Injektion oder Infusion gegeben werden (Hinweise zur Verdünnung vor

Anwendung siehe unten).

Flumazenil kann auch in Verbindung mit anderen Maßnahmen zur Wiederbelebung

(Reanimationsmaßnahmen) eingesetzt werden.

Das Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Es ist vor der Anwendung

visuell zu überprüfen und nur zu verwenden, wenn die Lösung klar und praktisch frei von

Partikeln ist.

Falls auch nach wiederholter Dosierung von Flumazenil Hikma keine eindeutige Wirkung auf

Bewusstseinsgrad und Atmung festgestellt werden kann, ist eine nicht auf Benzodiazepine

zurückzuführende Intoxikation in Betracht zu ziehen.

Bei der Anwendung in der Anästhesie zum Ende einer Operation soll Flumazenil Hikma nicht

injiziert werden, bevor die Wirkung Muskelrelaxanzien vollständig abgeklungen ist.

Aufgrund der potenziellen Gefahr einer erneuten Sedierung und Atemdepression sind Kinder,

die zuvor mit Midazolam sediert worden waren, nach der Gabe von Flumazenil Hikma

mindestens zwei Stunden lang engmaschig zu überwachen. Im Falle einer Sedierung mit

anderen Benzodiazepinen muss die Dauer der Überwachung gemäß der jeweils erwarteten

Wirkdauer angepasst werden.

Wie ist Flumazenil Hikma aufzubewahren.

Wenn Flumazenil Hikma als Infusion verabreicht wird, muss es vor der Infusion verdünnt

werden. Flumazenil sollte nur mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 % w/v) oder Glucose 50

mg/ml (5 % w/v) verdünnt werden. Die Kompatibilität von Flumazenil mit anderen

Injektionslösungen wurde nicht nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet

werden, es sei denn, die Zubereitungsmethode schließt das Risiko einer mikrobiellen

Kontamination aus. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird,

liegen die Lagerzeiten und -bedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des

Anwenders.

Nicht im Kühlschrank lagern.Die physikalisch-chemische Stabilität der gebrauchsfertigen

Zubereitung wurde für 24 Stunden bei 25°C gezeigt.

Flumazenil Hikma darf nicht mit anderen als den oben genannten Arzneimitteln gemischt

werden.

Empfohlene Dosierungen von Flumazenil Hikma

Erwachsene

Anästhesie

Die empfohlene Initialdosis beträgt 0,2 mg Flumazenil intravenös (i. v.), verabreicht innerhalb

von 15 Sekunden. Falls sich innerhalb von 60 Sekunden nach der ersten i. v. Verabreichung

der gewünschte Bewusstseinsgrad nicht einstellt, kann eine zweite Dosis von 0,1 mg

Flumazenil injiziert werden. Dieses Vorgehen lässt sich bei Bedarf in Abständen von 60

Sekunden bis zu einer Gesamtdosis von 1 mg Flumazenil wiederholen. Die übliche Dosis

liegt im Bereich von 0,3 bis 0,6 mg Flumazenil. Je nach verabreichtem Benzodiazepin und

den individuellen Gegebenheiten des Patienten kann der Bedarf jedoch im Einzelfall

abweichen.

Intensivmedizin

Die empfohlene Initialdosis beträgt 0,3 mg Flumazenil i. v. Falls sich innerhalb von 60

Sekunden nach der ersten i. v. Verabreichung der gewünschte Bewusstseinsgrad nicht

einstellt, kann eine zweite Dosis von 0,1 mg Flumazenil injiziert werden. Dieses Vorgehen

lässt sich bei Bedarf in Abständen von 60 Sekunden bis zu einer Gesamtdosis von 2 mg

Flumazenil, bzw. bis der Patient wach ist, wiederholen.

Bei Wiederauftreten der Sedierung kann eine Infusion mit 0,1–0,4 mg/Stunde i. v. gegeben

werden.

Die erforderliche Infusionsgeschwindigkeit für das Erreichen des gewünschten

Bewusstseinszustands ist individuell anzupassen.

Falls auch nach wiederholter Dosierung keine eindeutige Wirkung auf Bewusstseinsgrad und

Atmung festgestellt werden kann, ist eine nicht auf Benzodiazepine zurückzuführende

Intoxikation in Betracht zu ziehen.

Alle sechs Stunden ist die Infusion zu unterbrechen, um den Patienten auf eine eventuelle

erneute Sedierung zu überprüfen.

Um Entzugssymptome nach Behandlungen mit hohen Dosen von Benzodiazepinen über einen

langen Zeitraum auf der Intensivstation zu vermeiden, muss die Flumazenil-Dosis individuell

angepasst und die Injektion langsam verabreicht werden.

Ältere Patienten

Da keine Daten zur Anwendung von Flumazenil bei älteren Patienten vorliegen, muss an

dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass ältere Patienten in der Regel empfindlicher auf

die Wirkungen von Arzneimitteln reagieren und mit der entsprechenden Vorsicht behandelt

werden sollten.

Kinder und Jugendliche

Kinder über 1 Jahr

Zur Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Sedierung beträgt die empfohlene

Initialdosis bei Kindern über 1 Jahr 0,01 mg/kg (bis zu 0,2 mg), über 15 Sekunden intravenös

verabreicht. Wenn sich der gewünschte Effekt nach weiteren 45 Sekunden nicht einstellt,

kann eine weitere Dosis von 0,01 mg/kg (bis zu 0,2 mg) verabreicht und bei Bedarf in 60-

Sekunden-Intervallen wiederholt werden (bis zu einem Maximum von 4 zusätzlichen Dosen),

bis eine maximale Gesamtdosis von 0,05 mg/kg bzw. 1 mg, abhängig von der niedrigsten

Dosis, erreicht wird. Die Dosis ist individuell nach dem Ansprechen des Patienten

festzulegen. Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit einer wiederholten Gabe

von Flumazenil bei erneuter Sedierung bei Kindern vor.

Kinder unter 1 Jahr

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Flumazenil bei Kindern unter 1

Jahr vor.

Aus diesem Grund ist Flumazenil bei Kindern unter 1 Jahr nur anzuwenden, wenn der

mögliche Nutzen für den Patienten größer ist als das mögliche Risiko.

Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz

Da Flumazenil hauptsächlich über die Leber metabolisiert wird, wird bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion eine sorgfältige Titration der Dosis empfohlen. Bei Patienten

mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Flumazenil Hikma 0,1 mg/ml Injektions-/ Infusionslösung

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml enthält 0,1 mg Flumazenil.

1 Ampulle mit 5 ml enthält 0,5 mg Flumazenil.

1 Ampulle mit 10 ml enthält 1 mg Flumazenil.

Sonstige Bestandteile: Natrium 3,73 mg/ml

Vollständige Auflistung der

sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Injektions-/ Infusionslösung

Klare, farblose Lösung

pH 3,5 – 4,6

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Flumazenil ist für die vollständige oder teilweise Aufhebung der zentral sedativen Wirkung von

Benzodiazepinen angezeigt. Es wird daher in der Anästhesie und Intensivmedizin in folgenden

Situationen angewendet:

Anästhesie

Aufhebung der hypnosedativen Wirkung im Rahmen einer Allgemeinanästhesie bei

stationären Patienten, die durch Benzodiazepine induziert und/oder aufrechterhalten wird.

Aufhebung der durch Benzodiazepine hervorgerufenen Sedierung bei kurzzeitigen

diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen bei ambulanten und stationären Patienten

Aufhebung von paradoxen Reaktionen bedingt durch Benzodiazepine

Zur Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Sedierung bei Kindern über 1

Jahr

Intensivmedizin

Spezifische Aufhebung der zentralen Wirkung von Benzodiazepinen zur Wiederherstellung

der spontanen Atmung

Behandlung von Intoxikationen oder Überdosierungen, die ausschließlich oder überwiegend

durch Benzodiazepine bedingt sind.

Als diagnostische Maßnahme bei Bewusstlosigkeit unbekanntem Ursprungs, um zwischen

der Beteiligung von Benzodiazepinen, anderen Arzneimitteln, Drogen oder Hirnschaden zu

unterscheiden.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene:

Anästhesie

Die empfohlene Initialdosis beträgt 0,2 mg Flumazenil intravenös (i. v.), verabreicht innerhalb von

15 Sekunden. Falls sich innerhalb von 60 Sekunden nach der ersten i. v. Verabreichung der

gewünschte Bewusstseinsgrad nicht einstellt, kann eine zweite Dosis von 0,1 mg Flumazenil

injiziert werden. Dieses Vorgehen lässt sich bei Bedarf in Abständen von 60 Sekunden bis zu einer

Gesamtdosis von 1 mg Flumazenil wiederholen. Die übliche Dosis liegt im Bereich von 0,3 bis

0,6 mg Flumazenil. Je nach verabreichtem Benzodiazepin und den individuellen Gegebenheiten des

Patienten kann der Bedarf jedoch im Einzelfall abweichen.

Intensivmedizin

Die empfohlene Initialdosis beträgt 0,3 mg Flumazenil i. v. Falls sich innerhalb von 60 Sekunden

nach der ersten i. v. Verabreichung der gewünschte Bewusstseinsgrad nicht einstellt, kann eine

zweite Dosis von 0,1 mg Flumazenil injiziert werden. Dieses Vorgehen lässt sich bei Bedarf in

Abständen von 60 Sekunden bis zu einer Gesamtdosis von 2 mg Flumazenil, bzw. bis der Patient

wach ist, wiederholen.

Bei Wiederauftreten der Sedierung kann eine Infusion mit 0,1 – 0,4 mg/Stunde i. v. gegeben

werden.

Die erforderliche Infusionsgeschwindigkeit für das Erreichen des gewünschten

Bewusstseinszustands ist individuell anzupassen.

Falls auch nach wiederholter Dosierung keine eindeutige Wirkung auf Bewusstseinsgrad und

Atmung festgestellt werden kann, ist eine nicht auf Benzodiazepine zurückzuführende Intoxikation

in Betracht zu ziehen.

Alle 6 Stunden ist die Infusion zu unterbrechen, um den Patienten auf eine eventuelle erneute

Sedierung zu überprüfen.

Um Entzugssymptome nach Behandlungen mit hohen Dosen von Benzodiazepinen über einen

langen Zeitraum auf der Intensivstation zu vermeiden, muss die Flumazenil-Dosis individuell

angepasst und die Injektion langsam verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Ältere Patienten

Da keine Daten zur Anwendung von Flumazenil bei älteren Patienten vorliegen, muss an dieser

Stelle darauf hingewiesen werden, dass ältere Patienten in der Regel empfindlicher auf die

Wirkungen von Arzneimitteln reagieren und mit der entsprechenden Vorsicht behandelt werden

sollten.

Kinder und Jugendliche

Kinder über 1 Jahr

Zur Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigeführten Sedierung beträgt die empfohlene

Initialdosis bei Kindern über 1 Jahr 0,01 mg/kg (bis zu 0,2 mg), über 15 Sekunden intravenös

verabreicht. Wenn sich der gewünschte Bewusstseinsgrad nach weiteren 45 Sekunden nicht

einstellt, kann eine weitere Dosis von 0,01 mg/kg (bis zu 0,2 mg) verabreicht und bei Bedarf in 60-

Sekunden-Intervallen wiederholt werden (bis zu einem Maximum von 4 zusätzlichen Dosen), bis

eine maximale Gesamtdosis von 0,05 mg/kg bzw. 1 mg, abhängig von der niedrigsten Dosis,

erreicht wird. Die Dosis ist individuell nach dem Ansprechen des Patienten festzulegen. Es liegen

keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit einer wiederholten Gabe von Flumazenil bei erneuter

Sedierung bei Kindern vor.

Kinder unter 1 Jahr

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Flumazenil bei Kindern unter 1 Jahr vor.

Aus diesem Grund ist Flumazenil bei Kindern unter 1 Jahr nur anzuwenden, wenn der mögliche

Nutzen für den Patienten größer ist als das mögliche Risiko.

Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz

Da Flumazenil hauptsächlich über die Leber metabolisiert wird, wird bei Patienten mit

eingeschränkter Leberfunktion eine sorgfältige Titration der Dosis empfohlen. Bei Patienten mit

Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung

Flumazenil ist durch einen Anästhesisten oder erfahrenen Arzt intravenös zu verabreichen.

Flumazenil kann als Injektion oder Infusion gegeben werden (Hinweise zur Verdünnung des

Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6).

Flumazenil kann entweder unverdünnt oder verdünnt angewendet werden (Hinweise zur

Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6).

Flumazenil kann auch in Verbindung mit anderen Maßnahmen zur Wiederbelebung

(Reanimationsmaßnahmen) eingesetzt werden.

Das Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Es ist vor der Anwendung visuell zu

überprüfen und nur zu verwenden, wenn die Lösung klar und praktisch frei von Partikeln ist.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

Patienten, denen Benzodiazepine zur Behandlung eines potenziell lebensbedrohlichen Zustands

verabreicht wurden (z. B. intrakranieller Druckanstieg oder Status epilepticus)

Bei Mischintoxikationen mit Benzodiazepinen und trizyklischen und/oder tetrazyklischen

Antidepressiva kann die Toxizität der Antidepressiva durch die protektive Benzodiazepin-

Wirkung maskiert werden.Bei vegetativen (anticholinergen), neurologischen (motorischen) oder

kardiovaskulären Symptomen einer schweren Vergiftung mit Trizyklika/Tetrazyklika ist die

Benzodiazepin-Wirkung nicht mit Flumazenil aufzuheben.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Warnhinweise

Der Patient ist über einen angemessenen Zeitraum zu überwachen (EKG, Puls, Oxymetrie,

Bewusstseinszustand sowie andere Vitalzeichen wie Herzfrequenz, Atemfrequenz, Blutdruck).

Der antagonistische Effekt von Flumazenil ist spezifisch für Benzodiazepine; eine Auswirkung

wird daher nicht erwartet, falls der Patient wegen anderer Substanzen nicht aufwacht.

Bei der Anwendung in der Anästhesie zum Ende einer Operation soll Flumazenil nicht injiziert

werden, bevor die Wirkung peripherer Muskelrelaxanzien vollständig abgeklungen ist.

Da Flumazenil in der Regel eine kürzere Wirkdauer besitzt als Benzodiazepine und eine erneute

Sedierung möglich ist, ist der Patient nach Flumazenilgabe weiterhin engmaschig, wenn

möglich auf einer Intensivstation, zu überwachen, bis die Wirkung von Flumazenil vermutlich

abgeklungen ist.

Bei Patienten mit erhöhtem Risiko sollten die Vorteile einer Sedierung mit Benzodiazepinen

gegenüber dem Risiko eines raschen Aufwachens abgewogen werden. Bei einigen Patienten

(z. B. mit Herzproblemen) kann die Aufrechterhaltung einer gewissen Sedierung der

vollständigen Wachheit des Patienten vorzuziehen sein.

Eine rasche Injektion von Flumazenil in hohen Dosen (über 1 mg) ist bei Patienten, die über

längere Zeit Benzodiazepine erhalten haben, zu vermeiden, da dies zu Entzugserscheinungen

führen kann.

Bei Patienten mit Angst vor der Operation oder chronischen oder episodischen Angststörungen

in der Vorgeschichte ist die Flumazenil-Dosis vorsichtig anzupassen.

Nach großen Operationen müssen postoperative Schmerzen berücksichtigt werden,

möglicherweise ist es vorteilhaft, den Patienten leicht sediert zu halten.

Bei Patienten, die über einen langen Zeitraum mit Benzodiazepinen in hohen Dosen behandelt

wurden, müssen die Vorteile einer Gabe von Flumazenil gegenüber den Risiken der

Entzugssymptome abgewogen werden. Falls trotz einer vorsichtigen Dosierung

Entzugssymptome auftreten, können 5 mg Diazepam oder 5 mg Midazolam in individuell

angepasster Dosis langsam intravenös injiziert werden.

Die Anwendung des Antagonisten bei Epileptikern, die über einen längeren Zeitraum mit

Benzodiazepinen behandelt wurden, ist nicht empfohlen. Trotz einer gewissen intrinsischen

antiepileptischen Wirkung von Flumazenil kann die plötzliche antagonisierende Wirkung bei

Epileptikern Krampfanfälle auslösen.

Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung von Flumazenil in Fällen von Überdosierung mit

Kombinationen von Arzneimitteln geboten. Besonders im Fall einer Intoxikation mit

Benzodiazepinen und zyklischen Antidepressiva werden bestimmte toxische Wirkungen wie

Krämpfe und Herzrhythmusstörungen, die durch diese Antidepressiva verursacht werden, die

aber bei gleichzeitiger Verabreichung von Benzodiazepinen in geringerem Umfang auftreten,

bei Verabreichung von Flumazenil verschlimmert.

Patienten, die Flumazenil zur Aufhebung der Benzodiazepin-Wirkungen erhielten, sollten im

Hinblick auf erneute Sedierung, Atemdepression oder andere Restwirkungen von

Benzodiazepin über eine angemessene Zeitspanne hinweg, abhängig von der Dosis und der

Wirkungsdauer des verwendeten Benzodiazepins, überwacht werden. Patienten mit zugrunde

liegenden Leberfunktionsstörungen müssen möglicherweise über einen längeren Zeitraum

beobachtet werden, da die Wirkung wie oben beschrieben verzögert eintreten kann.

Flumazenil wird weder zur Behandlung einer Benzodiazepin-Abhängigkeit noch zur Steuerung

eines protrahierten Benzodiazepin-Entzugssyndroms empfohlen.

Vorsichtsmaßnahmen

Bei Patienten mit schwerem Hirnschaden (und/oder instabilem intrakraniellem Druck) kann die

Aufhebung der Benzodiazepin-Wirkung durch Flumazenil zu überschießendem

Hirndruckanstieg führen.

Bei Patienten mit einer Panikstörung in der Vorgeschichte sind nach Anwendung von

Flumazenil Panikattacken beobachtet worden.

Aufgrund einer erhöhten Inzidenz von Benzodiazepintoleranz und -abhängigkeit bei Alkohol-

und sonstiger Drogenabhängigkeit sollte Flumazenil bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht

angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund der potenziellen Gefahr einer erneuten Sedierung und Atemdepression sind Kinder,

die zuvor mit Midazolam sediert worden waren, nach der Gabe von Flumazenil mindestens

zwei Stunden lang zu überwachen. Im Falle einer Sedierung mit anderen Benzodiazepinen muss

die Dauer der Überwachung gemäß der jeweils erwarteten Wirkdauer angepasst werden.

Die Anwendung bei Kindern für andere Indikationen als die Aufhebung einer Sedierung kann

aufgrund eines Mangels an kontrollierten Studien nicht empfohlen werden. Dasselbe gilt für

Kinder unter 1 Jahr.

Solange keine ausreichenden Daten vorliegen, ist Flumazenil bei Kindern im Alter von 1 Jahr

oder jünger nicht anzuwenden, es sei denn, die Risiken für den Patienten (vor allem im Falle

einer versehentlichen Überdosierung) wurden sorgfältig gegenüber den Vorteilen der

Behandlung abgewogen.

Dieses Arzneimittel enthält ca. 3,73 mg Natrium pro ml Flumazenil Injektionslösung. Dies ist zu

berücksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter Diät.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Flumazenil hebt die zentralen Wirkungen von Benzodiazepinen durch kompetitive Interaktion an

den Rezeptoren auf. Die Wirkungen von Nicht-Benzodiazepinagonisten – wie Zopiclon,

Triazolopyridazine und andere – die über die Benzodiazepinrezeptoren wirken, werden von

Flumazenil ebenfalls aufgehoben. Die Wirkung von anderen Arzneimitteln, die nicht denselben

Wirkmechanismus aufweisen, wird nicht beeinflusst. Wechselwirkungen mit anderen zentral

dämpfenden Substanzen wurden nicht beobachtet. Die Pharmakokinetik von Benzodiazepinen wird

von dem Antagonisten Flumazenil nicht beeinflusst. Besondere Vorsicht ist angezeigt, wenn

Flumazenil bei versehentlicher Überdosierung eingesetzt wird, da toxische Effekte anderer,

gleichzeitig eingenommener, psychotroper Arzneimittel (vor allem trizyklische Antidepressiva)

durch das Abklingen der Wirkung des Benzodiazepins verstärkt in Erscheinung treten können.

In Verbindung mit den Benzodiazepinen Midazolam, Flunitrazepam und Lormetazepam ist keine

Veränderung der Pharmakokinetik von Flumazenil beobachtet worden. Ebenso bleibt die

Pharmakokinetik dieser Benzodiazepine in Gegenwart von Flumazenil unverändert.

Es gibt keine pharmakokinetische Wechselwirkung zwischen Ethanol und Flumazenil.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Zwar lassen tierexperimentelle Studien nicht auf schädliche Auswirkungen auf das ungeborene

Kind (Embryotoxizität oder Teratogenität) schließen, jedoch liegen keine Daten zu möglichen

Risiken für den Menschen durch eine Gabe von Flumazenil in der Schwangerschaft vor (siehe

Abschnitt 5.3). Aus diesem Grund ist Flumazenil in der Schwangerschaft nur anzuwenden, wenn

der mögliche Nutzen für den Patienten den des potenziellen Risikos für den Foetus überwiegt.

Es ist nicht bekannt, ob Flumazenil beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Bei einer

Anwendung von Flumazenil während der Stillzeit ist daher das Stillen für 24 Stunden zu

unterbrechen.

Eine Notfallanwendung von Flumazenil während der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht

kontraindiziert.

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Patienten, die Flumazenil zur Aufhebung der Wirkung von Benzodiazepinen erhalten haben, sind

anzuhalten, mindestens 24 Stunden nach der Verabreichung vom Führen von Kraftfahrzeugen,

Bedienen von Maschinen und anderen Tätigkeiten, die mit körperlichen oder geistigen

Anstrengungen einhergehen, abzusehen, da die Wirkung des ursprünglich eingenommenen oder

verabreichten Benzodiazepins erneut auftreten kann.

4.8

Nebenwirkungen

Es wurden die nachfolgenden Nebenwirkungen berichtet. Üblicherweise klingen die

Nebenwirkungen ohne die Notwendigkeit einer Behandlung rasch wieder ab.

Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird in die folgenden Kategorien eingeteilt:

Sehr häufig (

1/10)

Häufig (

1/100, <1/10)

Gelegentlich (

1/1.000, <1/100)

Selten (

1/10.000, <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abzuschätzbar)

Erkrankungen des

Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich

Anaphylaxis

Nicht

bekannt

Psychiatrische

Erkrankungen

Angstzustände, Angst nach rascher Injektion;

keine Behandlung erforderlich

Gelegentlich

Entzugssymptome (z. B. Agitiertheit, Angst,

emotionale Labilität, Verwirrtheit,

Sinnesverzerrungen) nach rascher Injektion von

Dosen gleich oder über 1 mg bei Patienten mit

Exposition hoher Dosis und/oder langfristiger

Exposition gegenüber Benzodiazepinen, die

irgendwann in den Wochen, die der Flumazenil-

Verabreichung vorausgingen, endeten (siehe

Abschnitt 4.4); Panikanfälle (bei Patienten mit

einer Krankengeschichte panischer Reaktionen);

abnormales Weinen, Agitiertheit, aggressive

Reaktionen (Im Allgemeinen entspricht das

Nebenwirkungsprofil bei Kindern dem bei

Erwachsenen. Bei Anwendung von Flumazenil

zur Aufhebung einer Sedierung können bei

Kindern zusätzlich abnormales Weinen, Agitation

und aggressive Reaktionen auftreten.)

Nicht

bekannt

Erkrankungen des

Nervensystems

Krampfanfälle:

insbesondere bei Patienten mit bekannter

bestehender Epilepsie oder schwerer

Leberfunktionsstörung, insbesondere nach

Langzeitbehandlung mit Benzodiazepinen oder

Mischintoxikationen (siehe Abschnitt 4.4)

Nicht

bekannt

Herzerkrankungen

Palpitationen nach rascher Injektion; keine

Behandlung erforderlich

Gelegentlich

Gefäßerkrankungen

Vorübergehende Hypertonie (beim Aufwachen)

Nicht

bekannt

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Übelkeit, Erbrechen:

während der postoperativen Anwendung, vor

allem bei zusätzlicher

Verwendung von Opiaten

Häufig

Erkrankungen der Haut

und des

Unterhautzellgewebes

Flush

Nicht

bekannt

Allgemeine

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Schüttelfrost nach rascher Injektion; keine

Behandlung erforderlich

Nicht

bekannt

Bei Patienten, die über längere Zeit Benzodiazepine erhalten haben, kann Flumazenil

Entzugserscheinungen auslösen, die sich in Spannungszuständen, Agitiertheit, Angst, Verwirrtheit,

Halluzinationen, Tremor und Krämpfen äußern.

Kinder und Jugendliche

Im Allgemeinen unterscheidet sich das Nebenwirkungsprofil bei Kindern nicht erheblich von dem

bei Erwachsenen. Bei Anwendung von Flumazenil zur Aufhebung einer Sedierung können bei

Kindern zusätzlich abnormales Weinen, Agitation und aggressive Reaktionen auftreten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.

Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

In Fällen von Überdosierung mit Kombinationen von Arzneimitteln, besonders mit zyklischen

Antidepressiva, können mit dem Aufheben der Wirkungen von Benzodiazepin durch Flumazenil

toxische Wirkungen (wie Krämpfe und Herzrhythmusstörungen) auftreten.

Bei Menschen liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit akuter Überdosierung mit Flumazenil vor.

Es gibt kein spezifisches Gegenmittel bei einer Überdosierung mit Flumazenil. Die Behandlung

sollte aus allgemeinen unterstützenden Maßnahmen, einschließlich der Überwachung der

Vitalfunktionen und der Beobachtung des klinischen Zustands des Patienten, bestehen.

Selbst bei i. v. Dosen von 100 mg Flumazenil wurden keine Flumazenil zuordenbaren

Überdosierungssymptome beobachtet.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidote

ATC-Code: V03A B25

Das Imidazobenzodiazepin Flumazenil ist ein Benzodiazepin-Antagonist, der die Wirkung von

Substanzen, die ihre Wirkung über den Benzodiazepinrezeptor entfalten, durch kompetitive

Hemmung aufhebt. Eine Neutralisation von paradoxen Reaktionen durch Benzodiazepine ist

beobachtet worden.

Im Tierversuch wurden die Wirkungen von Substanzen, die keine Affinität für den

Benzodiazepinrezeptor aufweisen (z. B. Barbiturate, GABA-Mimetika und Adenosin-Rezeptor-

Agonisten) von Flumazenil nicht beeinträchtigt, während die Effekte von Nicht-

Benzodiazepinagonisten wie Zyklopyrrolonen (z. B. Zopiclon) und Triazolpyridazinen aufgehoben

wurden. Die hypnosedativen Wirkungen der Benzodiazepine werden nach intravenöser Injektion

von Flumazenil rasch rückgängig gemacht (innerhalb von 1–2 Minuten) und können innerhalb der

folgenden Stunden von neuem auftreten, je nach Differenz der Eliminationshalbwertszeiten von

Agonist und Antagonist. Flumazenil entfaltet möglicherweise eine schwache agonistische,

antikonvulsive Eigenwirkung. Bei Tieren löste Flumazenil nach einer langen Behandlungsdauer

Entzugserscheinungen einschließlich Krämpfen aus.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Verteilung

Flumazenil ist eine schwache lipophile Base, die zu etwa 50 % an Plasmaproteine gebunden wird;

zu zwei Dritteln an Albumin. Flumazenil weist eine ausgedehnte Verteilung im extravasalen Raum

auf. Die Plasmakonzentration von Flumazenil nimmt während der Distributionsphase mit einer

Halbwertszeit von 4–15 Minuten ab. Das mittlere Verteilungsvolumen im Fließgleichgewicht (Vss)

beträgt 0,9–1,1 Liter pro kg.

Biotransformation

Flumazenil wird zu einem hohen Anteil im Leberstoffwechsel abgebaut. Als Hauptmetabolit wurde

dabei die Carbonsäure in freier Form im Plasma sowie im Urin in freier und konjugierter Form

nachgewiesen.

In pharmakologischen Untersuchungen wirkte dieser Hauptmetabolit weder als

Benzodiazepinagonist noch als -antagonist.

Elimination

Es wird praktisch kein unverändertes Flumazenil mit dem Urin ausgeschieden, was auf einen

vollständigen metabolischen Abbau des Wirkstoffs hinweist. Bei Versuchen mit radioaktiv

markiertem Wirkstoff erfolgte die vollständige Elimination innerhalb von 72 Stunden, wobei 90–

95 % der Radioaktivität im Urin und 5–10 % im Stuhl nachgewiesen wurden. Flumazenil zeichnet

sich durch eine rasche Elimination mit einer kurzen Halbwertszeit von 40–80 Minuten aus. Die

Gesamtplasma-Clearance von Flumazenil beträgt 0,8–1,0 Liter pro Stunde pro kg und beruht fast

ausschließlich auf dem Abbau in der Leber.

Die Pharmakokinetik von Flumazenil verhält sich im therapeutischen Bereich und oberhalb davon

(bis 100 mg) dosisproportional.

Die Einnahme einer Mahlzeit während einer intravenösen Infusion von Flumazenil führt zu einer

50-prozentigen Zunahme der Clearance, wahrscheinlich aufgrund der erhöhten Durchblutung der

Leber, die mit der Nahrungsaufnahme verbunden ist.

Pharmakokinetik bei besonderen Patientengruppen

Ältere Patienten

Die Pharmakokinetik von Flumazenil bei älteren Patienten unterscheidet sich nicht von der bei

jungen Erwachsenen.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit mäßiger bis schwerwiegender Leberinsuffizienz ist die Halbwertzeit von

Flumazenil im Vergleich zu Gesunden um 70–210 % verlängert und die systemische Clearance um

57–74 % geringer.

Patienten mit Niereninsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Flumazenil wird durch Niereninsuffizienz oder Hämodialyse nicht

wesentlich beeinflusst.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern über 1 Jahr ist die Halbwertszeit kürzer und uneinheitlicher als bei Erwachsenen

und liegt bei etwa 40 Minuten (im Bereich zwischen 20 bis 75 Minuten), während Clearance und

Verteilungsvolumen, umgerechnet auf das Körpergewicht, gleiche Werte wie bei Erwachsenen

aufweisen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

Eine Behandlung mit Flumazenil in der späten pränatalen sowie der peri- und postnatalen Phase

führte bei Nachkommen von Ratten zu Verhaltensänderungen und einer Zunahme der

Benzodiazepinrezeptordichte im Hippocampus. Diesem Befund wird bei der vorgeschriebenen

kurzen Anwendungsdauer des Arzneimittels keine Relevanz beigemessen.

6.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumedetat

Essigsäure

Natriumchlorid

Salzsäure 36% zur Einstellung des pH-Wertes

Natriumhydroxid zur Einstellung des pH-Wertes

Wasser für Injektionszwecke

6.2

lnkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Dauer der Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Ampulle:

Das Arzneimittel muss sofort nach dem ersten Öffnen der Ampulle verbraucht werden.

Dauer der Haltbarkeit nach Verdünnung:

Nicht im Kühlschrank lagern.

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für

24 Stunden bei 25°C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden, es

sei denn, die Zubereitungsmethode schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn

die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, liegen die Lagerzeiten und –

bedingungen in der Verantwortung des Anwenders.

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

6.5

Art und Inhalt des Behältnisses

Faltschachteln mit 5 bzw. 50 (10x5) Ampullen (farbloses Glas Typ I) mit je 5 ml Injektionslösung

Faltschachteln mit 5 bzw. 50 (10x5) Ampullen (farbloses Glas Typ I) mit je 10 ml Injektionslösung

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur

Handhabung

Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.

Wenn Flumazenil als Infusion gegeben werden soll, muss es zuvor verdünnt werden. Für die

Verdünnung von Flumazenil sind ausschließlich Natriumchlorid-Lösung 0,9 % (9 mg/ml) oder

Glucose-Lösung 5 % (50 mg/ml) zu verwenden. Die Kompatibilität von Flumazenil mit anderen

Injektionslösungen ist nicht nachgewiesen.

Nicht verwendete Infusionslösungen zur intravenösen Anwendung sind nach 24 Stunden zu

verwerfen.

7.

INHABER DER ZULASSUNG

Hikma Farmacêutica (Portugal) S.A.

Estrada do Rio da Mó,

8, 8A e 8B - Fervença

2705-906 Terrugem SNT

Portugal

Mitvertrieb:

Hikma Pharma GmbH

Lochhamer Str. 13

82152 Martinsried

Deutschland

8.

ZULASSUNGSNUMMER

64017.00.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 07.08.2007

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 03.08.2017

10.

STAND DER INFORMATION

11.2017

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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