Fludarabinphosphat OMNICARE 25 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung oder Infusionslösung

Deutschland - Deutsch - myHealthbox

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

05-08-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

05-08-2021

Wirkstoff:
Fludarabinphoshat
Verfügbar ab:
OMNICARE Pharma GmbH
ATC-Code:
L01BB05
INN (Internationale Bezeichnung):
Fludarabinphoshat
Dosierung:
25 mg/ml
Darreichungsform:
Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung oder Infusionslösung
Verabreichungsweg:
Intravenöse Anwendung
Einheiten im Paket:
1 x 2 ml Durchstechflasche 5 x 2 ml Durchstechflaschen
Verschreibungstyp:
Verschreibungspflichtig
Hergestellt von:
OMNICARE Pharma GmbH
Therapiegruppe:
Antineoplastische Wirkstoffe, Purin-Analoga
Anwendungsgebiete:
Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) vom B-Zell-Typ bei Patienten mit ausreichender Knochenmarkreserve.
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähig
Zulassungsnummer:
91843.00.00
Berechtigungsdatum:
2014-04-01

Lesen Sie das vollständige Dokument

Gebrauchsinformation:Informationfür Anwender

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlKonzentratzur Herstellung einer Injektionslösung oder

Infusionslösung

Fludarabinphosphat

Lesen Sie die gesamtePackungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mitder Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, dennsie enthältwichtige Informationen.

– Heben Sie die Packungsbeilage auf.Vielleichtmöchten Siediesespäternochmalslesen.

– Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sichan Ihren Arzt,Apothekeroderdasmedizinische

Fachpersonal.

– Dieses ArzneimittelwurdeIhnen persönlichverschrieben. Geben Sieesnichtan Dritte weiter.Es kann

anderen Menschenschaden, auch wenn diesediegleichenBeschwerdenhaben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt,Apothekeroderdasmedizinische

Fachpersonal. Diesgiltauch fürNebenwirkungen, dienichtindieserPackungsbeilage angegeben sind.

Siehe Abschnitt4.

Was indieserPackungsbeilage steht

1. WasistFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlund wofürwird esangewendet?

2. Wassollten Sie vorderAnwendungvonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlbeachten?

3. WieistFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlanzuwenden?

4. WelcheNebenwirkungen sind möglich?

5. WieistFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlaufzubewahren?

6. InhaltderPackungund weitere Informationen

1. Was istFludarabinphosphat OMNICARE25 mg/mlundwofürwird es angewendet?

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlistein ArzneimittelzurBehandlungvon Krebserkrankungen.

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlwird angewendetzurBehandlungderchronischenlymphatischen

Leukämie vomB-Zell-Typ(B-CLL)beiPatienten mitausreichenderBlutzellproduktion. DiesisteineKrebsart

derweißen Blutzellen, derso genannten Lymphozyten.

EineErstbehandlungderchronischen lymphatischen LeukämiemitFludarabinphosphatOMNICARE25mg/ml

darfnurbeiPatienten mitfortgeschrittenerErkrankungeinhergehendmitkrankheitsbedingten Symptomenoder

demNachweis derfortschreitendenErkrankungbegonnen werden.

2. Was sollten Sie vor der AnwendungvonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlbeachten?

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mldarfnichtangewendetwerden,

–wenn Sieallergisch gegen Fludarabinphosphatodereinen derinAbschnitt6. genannten sonstigen

Bestandteile diesesArzneimittelssind.

–wenn Siestillen.

–wenn Ihre Nierenfunktion starkbeeinträchtigtist.

–wenn Sie zuwenige rote Blutzellen haben(hämolytische Anämie). IhrArztkann Ihnen sagen, ob dies

fürSie zutrifft.

Warnhinweise undVorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mitIhremArzt,Apothekeroderdemmedizinischen Fachpersonal, bevorSie

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlanwenden.

–Wenn Sie sichnichtwohlfühlen,sprechen Sie mitIhremArzt, da diesersichdann gegen eine Behandlung

mitdiesemArzneimittelentscheiden oderIhnen das ArzneimittelmitbesondererVorsichtgebenkann. Dies

istsehrwichtig,falls IhrKnochenmarknichtrichtigarbeitetoderwenn Sie anfälligfürInfektionen sind.

–Wenn Sie ungewöhnlicheBlutergüsse, übermäßigesBluten nach Verletzungen bemerken oderwenn Sie

den Eindruckhaben, dass Sie sich häufigerInfektionskrankheiten zuziehen, dannsagen Sie es bitte Ihrem

Arzt. Möglicherweise istdie Zahldernormalen Blutzellen vermindertund IhrBlutmussregelmäßig

währendderBehandlungkontrolliertwerden.

–SowohldieKrankheitselbstals auch die Behandlungkönnen eine verringerte Anzahlvon Blutzellen

verursachen, und IhrImmunsystemkann verschiedeneTeile IhresKörpersangreifen

(Autoimmunerkrankung):Dieskann auch gegen Ihre roten Blutzellen gerichtetsein(sogenannte

autoimmune Hämolyse). DieserZustand kannlebensbedrohlichsein.WenndieserZustand beiIhnen

eintritt, erhalten Sieeine weitereBehandlungwie Bluttransfusion (bestrahlt, sieheunten)oder

Corticosteroide.

–Wenn Sie eineBluttransfusion benötigen und mitdiesemArzneimittelbehandeltwerden(oderwurden),

solltenSiediesIhremArztmitteilen. IhrArztwird sicherstellen, dassSie nurBluterhalten,daseine

besondereVorbehandlungerfahren hat(Bestrahlung).Es wurdeüberschwereKomplikationen und sogar

Todesfälle berichtet, wennnicht-bestrahltesBlutverabreichtwurde.

–Wenn beiIhnen eine Übertragungvon KnochenmarkstammzellengeplantistundSiemitdiesem

Arzneimittelbehandeltwerden (oderwurden), solltenSiediesIhremArztmitteilen.

–Wenn Ihre Lebernichtrichtigarbeitet, kann IhrArztentscheiden, dasserIhnen dieses Arzneimittelnurmit

Vorsichtverabreicht.

–Wenn Sieirgendeine FormeinerNierenerkrankunghaben, mussIhre Nierenfunktion regelmäßigüberprüft

werden. Zeigtes sich, dassIhre Nieren nichtrichtigarbeiten, erhalten Sie diesesArzneimittel

möglicherweise in verminderterDosis.Wenn Ihre Nieren nursehrgeringarbeiten,werden Sie dieses

Arzneimittelgarnichtbekommen. BeiPatientenvon65Jahren und ältermussvorBeginn derBehandlung

die Nierenfunktion überprüftwerden.

–Es liegen nurwenige DatenzurWirksamkeitvonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlbeiPatienten

von 75 Jahren undältervor. IhrArztwird esmitVorsichtanwenden, wenn Sie zudieserAltersgruppe

gehören.

–Wenn Sie eineschwerechronischelymphatischeLeukämie haben, kann IhrKörpermöglicherweisenicht

alle Abfallprodukte derZellen ausscheiden, die vonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlzerstört

wurden. DieswirdTumor-Lyse-Syndromgenanntundkann zu Entwässerung, Nierenversagen und

Herzproblemen führen. IhrArztwird daraufachten und Ihnen gegebenenfalls andere Arzneimittelgeben,

umdieszu verhindern.

–Wenn Sie ungewöhnlicheSymptome an IhremNervensystembekommen, solltenSiediesIhremArzt

mitteilen. Es wurden schwere Auswirkungen aufdaszentrale Nervensystem(Gehirn und Rückenmark)

einschließlich Erblindung,Koma undTod beiPatienten berichtet, denen mehralsdie vierfacheempfohlene

Dosis verabreichtwurde.

–Sprechen Sie mitIhremArzt, wenn SieirgendwelcheHautveränderungenfeststellen, solange Sie dieses

Arzneimittelbekommen odernachdemein Behandlungszyklus beendetist. IhrArztwird dann beurteilen,

wie schwerwiegend dieseHautveränderungensind.Wenn Sie Hautkrebshaben,können sich die zerstörten

Hautbereicheverschlechtern, wenn Sie dieses Arzneimittelanwenden.

–MännerundFrauenimfruchtbaren Altermüssen während derBehandlungund mindestens6 Monate nach

Behandlungsendeeine zuverlässigeMethode zurSchwangerschaftsverhütunganwenden.

–Sprechen Sie mitIhremArztübereventuellnotwendige Impfungen,da Lebendimpfstoffe währendder

BehandlungmitFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlvermiedenwerdenmüssen.

Kinderund Jugendliche

Die Unbedenklichkeitdieses ArzneimittelsbeiKindernundJugendlichen unter18Jahren wurde nicht

untersucht. Eine Behandlungwird dahernichtempfohlen.

Anwendung vonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlzusammenmitanderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arztwenn Sieandere Arzneimitteleinnehmen/anwenden, kürzlichandere Arzneimittel

eingenommen/angewendethabenoderbeabsichtigen andereArzneimitteleinzunehmen/anzuwenden.

Diesistinsbesondere wichtig, wenn Sieein ArzneimittelmitdemWirkstoffPentostatinoderDeoxycoformycin

(ebenfalls zurBehandlungeinerchronischenlymphatischen Leukämie)einnehmen, daeineKombinationmit

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlnichtempfohlen wird. Einige Wirkstoffe,wie z. B. Dipyramidol

(zurVerhinderungvon Blutverklumpungen)können die WirksamkeitvonFludarabinphosphatOMNICARE25

mg/mlherabsetzen.

Es istbesonders wichtig, Ihren ArztüberfolgendeArzneimittelzu informieren:

Pentostatin(Deoxycoformycin), das ebenfalls zurBehandlungderB-Zell-Leukämie eingesetztwird.

DieKombination dieserArzneimittelkann zu schweren Lungenkomplikationen führen.

Dipyridamol, daszurVerhinderungeinerzu starken Blutgerinnungeingesetztwird, odervergleichbare

Wirkstoffe. Diese können die WirksamkeitvonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/ml

herabsetzen.

Cytarabin(Ara-C), daszurBehandlungderchronisch-lymphatischen Leukämie eingesetztwird. Im

FalleinerKombination vonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlund Cytarabin könnendie

Spiegelderaktiven FormvonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlin leukämischen Zellen

ansteigen. Allerdings zeigten sich keineVeränderungen hinsichtlichderGesamt-Blutspiegeloderder

EliminationausdemBlut.

Schwangerschaft, Stillzeitund Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwangersindoderstillen, oderwenn Sie vermuten, schwangerzu seinoderbeabsichtigen,

schwangerzu werden,fragen SievorderAnwendungdiesesArzneimittels IhrenArztoderApothekerumRat.

EineBehandlungmitFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlkann demungeborenenKindschaden.Wenn

Sieschwangersind,solltenSienurdann mitFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlbehandeltwerden,

wennesunbedingterforderlich istundwenn dermöglicheNutzeneindeutigdie Risiken fürdas ungeborene

Kind rechtfertigt. Wenn Sieeine Frauimgebärfähigen Altersind, müssen Sie während derBehandlungund

mindestens 6 Monate nachderenEndeeine Schwangerschaftvermeiden.Wenn Sie trotzdemschwangerwerden,

informieren Sie umgehendIhren behandelnden Arzt.

Männer, die mitFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlbehandeltwerden und einKind zeugen könnten,

müssen währendderBehandlungund mindestens6 Monatenach deren Ende einezuverlässige Formder

Schwangerschaftsverhütunganwenden.

Es istnichtbekannt, obFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlin die Muttermilch übertritt.Jedoch wurde

dasArzneimittelinTierexperimenteninderMuttermilch nachgewiesen.Siedürfen daherwährend derTherapie

mitFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlnichtstillen.

VerkehrstüchtigkeitundFähigkeitzumBedienen von Maschinen

Die Auswirkungen einerTherapie mitFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlaufdie Fahrtüchtigkeitoder

die FähigkeitzumBedienen von Maschinen wurden nichtuntersucht.

FludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlkann dieFahrtüchtigkeitoderdie FähigkeitzumBedienen von

Maschinen beeinflussen, daNebenwirkungen wieMüdigkeit, Schwäche, Erregung,Verwirrtheit,Krampfanfälle

und Sehstörungen beobachtetwurden.

Verzichten Sie solange aufdasSteuern eines Fahrzeugs und das Bedienen von Maschinen, bis Sie sicher

wissen, dass Sie hiervon nichtbetroffensind.

Wichtige Informationenüber bestimmtesonstigeBestandteile vonFludarabinphosphatOMNICARE

25 mg/ml

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlenthältNatrium, aberwenigerals 1mmolNatrium(23 mg)proml,

d.h. esistnahezu „natriumfrei“.

3. WieistFludarabinphosphat OMNICARE25 mg/mlanzuwenden?

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mldarfnurunterAufsichteines inderKrebsbehandlungerfahrenen

Arztesangewendetwerden.

Die Dosis, die Sie erhalten,hängtvon IhrerKörpergröße ab. Sie variiertmitIhrerKörperoberfläche.Technisch

wird siein Quadratmetern(m 2 )gemessen, wird tatsächlich aberaus IhrerGröße und IhremGewichtberechnet.

Die empfohleneDosis beträgt25 mg/m 2 Körperoberfläche. Diese Dosis wird Ihnen entwederals Injektion oder

als Infusion (übereinenTropf)in eineVene einmaltäglich an 5aufeinanderfolgendenTagen, alle 28Tage

wiederholt, verabreicht.

Diese5-tägige Behandlungwird alle 28Tage wiederholt, bis IhrArztfeststellt, dass diebesteWirkungerzielt

wurde (gewöhnlich nach 6Zyklen).

Die Dosis kann verringertoderderWiederholungszyklus verzögertwerden, wennNebenwirkungen

problematisch werden.Wenn SieNierenprobleme haben oderüber65Jahre altsind, werden beiIhnen

regelmäßigTestsgemacht,umdieNierenfunktion zu überwachen. Stelltsich heraus, dass Ihre Nieren nicht

entsprechendfunktionieren,wird die Dosis vonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlmöglicherweise

vermindert.

Wenn Ihre Nierenfunktionstarkeingeschränktist,dürfen SiediesesArzneimittelnichterhalten (siehe auch

Abschnitt2. „FludarabinphosphatOMNICARE25mg/mldarfnichtangewendetwerden“).

Anwendung beiKindernund Jugendlichen

Die Unbedenklichkeitdieses ArzneimittelsbeiKindernundJugendlichen unter18Jahren wurde nicht

untersucht. Eine Behandlungwird dahernichtempfohlen.

Wennetwasvon derFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlLösungmitIhrerHautoderderInnenseite

IhresMundesoderIhrerNaseinKontaktgekommen ist, waschen Sie diesen Bereich gründlich mitWasserund

Seife. Wenn die LösunginIhre Augengelangtist, spülen Siediesegründlich mitvielWasseraus. Atmen Sie

keine ausderLösungaustretenden Dämpfe ein.

Wenn Sie eine größere Menge vonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlangewendethaben, als

Siesollten

Kommteszu einerÜberdosierung, wird IhrArztdie Behandlungunterbrechen und die Symptome behandeln.

Symptome einerÜberdosierungkönnen Erblindung, die aucherstspäterauftretenkann, Koma undTodinfolge

irreversiblerVergiftungdesZentralnervensystems sein.Hohe Dosen können außerdemzu einerstark

verminderten Anzahlvon Blutzellenführen.

Wenn Sie die AnwendungvonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlvergessen haben

IhrArztsetztdieZeitpunkte fest, zu denen Ihnen dieses Arzneimittelverabreichtwird.Wenn Sie glauben,eine

Anwendungverpasstzu haben, sprechen Sie schnellstmöglich mitIhremArzt.

Wenn Sie weitere Fragen zurAnwendungdesArzneimittelshaben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker

oderdasmedizinischeFachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungensindmöglich?

Wiealle Arzneimittelkannauch diesesArzneimittelNebenwirkungenhaben, dieabernichtbeijedemauftreten

müssen.

Wenn Siesichnichtsichersind, wasdie unten genanntenNebenwirkungenbedeuten,fragenSieIhren Arztund

lassen Sie es sicherklären.

EinigeNebenwirkungen können lebensbedrohlich sein.

Teilen SieIhremArztumgehend mit,

–wenn Sie Atembeschwerden, Husten oderSchmerzen in derBrust, mitoderohneFieber, haben.Dies

können Zeichen einerLungenentzündungsein.

–wenn SieungewöhnlicheBlutergüsseoderstarke Blutungen nach einerVerletzungfeststellen,oder

wennSiehäufigInfektionenbekommen.Dieskanndurch einereduzierte Anzahlan Blutzellen

verursachtwerden. Daskannzudemzu einemerhöhtenRisiko von (schwerwiegenden)Infektionen

führen, diedurchErregerhervorgerufen werden, dienormalerweisebeigesundenMenschen keine

Krankheiten hervorrufen(opportunistische Infektionen).Hierzu zähltauch diespäte Reaktivierungvon

Viren, wie z.B.HerpesZoster.

–wenn Sie Schmerzen in derSeite haben oderBlutimUrin odereine verminderte Urinmengefeststellen.

Dieskönnen Zeichen desTumor-Lyse-Syndroms sein(sieheAbschnitt2. unter„Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen“).

–wenn Sie Haut-und/oderSchleimhaut-Reaktionen, wie Rötung, Entzündung, Blasenbildungoder

Abschälen derHautfeststellen.Dieskönnen Zeicheneinerschwerwiegenden allergischen Reaktion sein

(Lyell-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom).

–wenn Sieplötzlich Ihren Herzschlagspüren (Palpitationen)oderBrustschmerzen bekommen.Das

können Zeichen von Herzproblemen sein.

TeilenSie IhremArztumgehend mit, wenn Sieeine deroben aufgeführtenNebenwirkungen bemerken.

ImFolgenden sindmöglicheNebenwirkungen nachihrerHäufigkeitaufgelistet. Die seltenen Nebenwirkungen

(1 bis 10 Behandelte von 10.000)beruhen hauptsächlich aufPost-MarketingErfahrungen.

Sehr häufige Nebenwirkungen(mehrals1von 10Behandelten):

–Infektionen (einige schwerwiegend)

–Infektionen aufgrund einesunterdrückten Immunsystems(opportunistische Infektionen)

–Infektionen derLunge (Pneumonie)mitmöglichenSymptomen, wieAtembeschwerden und/oder

Husten mitoderohne Fieber

–möglicheBlutergussbildungund Blutungen infolge einerVerminderungderAnzahlvon Blutplättchen

(Thrombozytopenie)

–verminderte AnzahlweißerBlutkörperchen (Neutropenie)

–verminderte AnzahlroterBlutkörperchen (Anämie)

–Husten

–Erbrechen,Durchfall,Übelkeit(Nausea)

–Fieber

–Müdigkeit, Abgeschlagenheit(Fatigue-Syndrom)

–Schwächegefühl

Häufige Nebenwirkungen(1 bis 10Behandelte von100):

–andereKrebsarten, die dasBlutbetreffen(myelodysplastischesSyndrom, akutemyeloischeLeukämie).

Die MehrzahlderPatientenmitdieserKrebsartwurdezuvor, gleichzeitigoderdanach mit

Krebsmedikamenten (alkylierende Stoffe,Topoisomerasehemmer)odermitStrahlen behandelt.

–Knochenmarksdepression(Myelosuppression)

–starkerAppetitverlustbishin zu Gewichtsverlust(Anorexie)

–TaubheitoderSchwäche derExtremitäten(periphere Neuropathie)

–Sehstörungen

–Entzündungen derMundschleimhaut(Stomatitis)

–Hautausschlag

–Schwellungen amKörperdurchWassereinlagerung(Ödeme)

–Entzündungen derSchleimhautdesgesamtenMagen-Darm-Traktes(Mucositis)

–Schüttelfrost

–allgemeinesUnwohlsein

Gelegentliche Nebenwirkungen(1 bis 10Behandelte von 1.000):

–AngriffdesImmunsystemsaufdenKörperoderroteBlutkörperchen(Autoimmunerkrankung)

–erhöhteWerte vonKalium, PhosphatundHarnsäureimBlut, die Nierenprobleme verursachen (Tumor-

Lyse-Syndrom)

–Verwirrtheit

–Lungentoxizität;VernarbungdesLungengewebes(pulmonale Fibrose),entzündlicheErkrankungender

Lunge(Pneumonitis),Kurzatmigkeit(Dyspnoe)

–Magen-und Darmblutungen

–Unnormale Leber-und Pankreasenzymspiegel

Seltene Nebenwirkungen(1 bis 10Behandelte von10.000):

–Erkrankungdeslymphatischen Systems durcheineVirusinfektion (EBV-assoziiertelymphoproliferative

Erkrankung)

–Koma

–Anfälle

–Erregung

–Erblindung

–EntzündungoderSchädigungderNerven derAugen (Optikusneuritis, Optikusneuropathie)

–Herzversagen

–UnregelmäßigerHerzschlag(Arrhythmie)

–Hautkrebs

–Haut-und /oderSchleimhaut-Reaktion mitRötung, Entzündung, Blasenbildungund Abschälender

Haut(Lyell-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom)

Nebenwirkungen mitunbekannter Häufigkeit(ausden verfügbaren Daten nichtabschätzbar)

–Blasenentzündung, die Schmerzen beimWasserlassenverursachen und zu BlutimUrinführen kann

(hämorrhagischeZystitis)

–Hirnblutungen

–Blutungenin derLunge

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt,Apothekeroderdasmedizinische

Fachpersonal.Diesgiltauch fürNebenwirkungen, dienichtindieserPackungsbeilage angegeben sind.

Siekönnen Nebenwirkungen auch direktdem

BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinprodukte,Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:www.bfarm.de

anzeigen.

IndemSieNebenwirkungen melden, können Sie dazubeitragen, dass mehrInformationen überdie Sicherheit

diesesArzneimittels zurVerfügunggestelltwerden.

5. WieistFludarabinphosphat OMNICARE25 mg/mlaufzubewahren?

Bewahren Siedieses ArzneimittelfürKinderunzugänglich auf.

Siedürfen dieses ArzneimittelnachdemaufdemUmkartonund demBehältnisnach „Verwendbarbis“

angegebenen Verfalldatumnichtmehrverwenden.DasVerfalldatumbeziehtsichaufden letztenTagdes

angegebenen Monats.

Ungeöffnete Originalpackung

ImKühlschranklagern (2°C–8°C).

Die Durchstechflaschen imUmkarton aufbewahren, umdenInhaltvorLichtzu schützen.

Nach Verdünnung

Diechemisch-physikalische Stabilitätvon FludarabinphosphatOMNICARE 25mg/mlnachVerdünnungmit

0,9%-igerNatriumchlorid-Lösungwurdefür28Tagebei2°C–8°CunterLichtschutzund bei25°Cunter

Lichtschutzin PVC-und PE-Beutelnnachgewiesen.

Aus mikrobiologischerSichtmussdie gebrauchsfertige Zubereitungsofortverwendetwerden.

Wenn die gebrauchsfertigeZubereitungnichtsofortverwendetwird, istderAnwenderfürdie Dauerund die

Bedingungen derAufbewahrungverantwortlich. Diese sollten gewöhnlich24 Stunden bei2°C-8°Cnicht

überschreiten,soferndieVerdünnungnichtunterkontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen

stattgefunden hat.

Siedürfen dieses Arzneimittelnichtverwenden, wennSiePartikelin derLösungbemerken.

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mldarfimFalleinesbeschädigten Behältnissesnichtverwendet

werden.

DasArzneimittelistfürdeneinmaligen Gebrauch bestimmt.

Entsorgen Sie ArzneimittelnichtimAbwasseroderHaushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wiedas

Arzneimittelzu entsorgenist, wennSieesnichtmehrverwenden. Sie tragen damitzumSchutzderUmweltbei.

6. InhaltderPackung undweitereInformationen

WasFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlenthält

DerWirkstoffistFludarabinphosphat.

1 mlKonzentratzurHerstellungeinerInjektionslösungoderInfusionslösungenthält25mg

Fludarabinphosphat.

Eine2 mlDurchstechflasche enthält50 mgFludarabinphosphat.

Die sonstigen Bestandteilesind Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat,

WasserfürInjektionszwecke,Natriumhydroxid(zurEinstellungdespH-Wertes).

WieFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlaussiehtundInhaltderPackung

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlKonzentratzurHerstellungeinerInjektionslösungoder

Infusionslösungisteine klare, farblose odernahezu farbloseLösung.

Packungsgrößen

1 x2 mlDurchstechflasche

5 x 2 mlDurchstechflaschen

Es werden möglicherweisenichtallePackungsgrößen in denVerkehrgebracht.

PharmazeutischerUnternehmerund Hersteller

OMNICAREPharma GmbH

Feringastrasse 7

85774 Unterföhring

DiesePackungsbeilagewurde zuletztüberarbeitetimJanuar2015.

AusführlicheInformationen zu diesemArzneimittelsind aufden InternetseitenderEuropäischen Arzneimittel-

Agenturhttp://www.ema.europa.eu/verfügbar.

Die folgenden Informationen sindnurfürmedizinisches Fachpersonalbestimmt:

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlKonzentratzur Herstellung einer Injektionslösung oder

Infusionslösung

HANDHABUNGSHINWEISE

ANTINEOPLASTISCHESARZNEIMITTEL

Patienten, dieinitialmitFludarabinphosphatbehandeltwurden und daraufnichtansprachen,sollten nichtmit

Chlorambucilweiterbehandeltwerden, dadie meistenPatienten, dieresistentgegenüberFludarabinphosphat

waren,ebenfallseine ResistenzgegenüberChlorambucilzeigten.

Anwendungshinweise

DasArzneimitteldarf, außermitden untenaufgeführten, nichtmitanderen Arzneimitteln gemischtwerden.

Verdünnung

Die erforderlicheDosis (berechnetanhandderKörperoberflächedesPatienten)wirdin eine Spritze aufgezogen.

Zurintravenösen Bolusinjektion wird diese Dosis mit10 ml0,9 %-igerKochsalzlösungverdünnt. Alternativ

kann die erforderliche Dosis zurInfusion mit100 ml0,9 %-igerKochsalzlösungverdünntundüberetwa30

Minuteninfundiertwerden.

Kontrolle vorAnwendung

Nurklare,farblosebis gelbliche Lösungen ohnesichtbare Partikelsollten verwendetwerden. ImFalle eines

defektenBehältnisses,darfFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlnichtverwendetwerden.

Nach Verdünnung

Die chemisch-physikalische StabilitätvonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlnachVerdünnungmit

0,9%-igerNatriumchlorid-Lösungwurdefür28Tagebei2°C–8°CunterLichtschutzund bei25°Cunter

Lichtschutzin PVC-und PE-Beutelnnachgewiesen.

Aus mikrobiologischerSichtmussdie gebrauchsfertige Zubereitungsofortverwendetwerden.

Wenn diegebrauchsfertigeZubereitungnichtsofortverwendetwird, istderAnwenderfürdie Dauerund die

Bedingungen derAufbewahrungverantwortlich. Diese sollten gewöhnlich24 Stunden bei2°C-8°Cnicht

überschreiten,soferndieVerdünnungnichtunterkontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen

stattgefunden hat.

Handhabung und Entsorgung

SchwangeresPersonalmussvomUmgangmitFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlausgeschlossen

werden.

DieVorschriftenfüreine ordnungsgemäßeHandhabungund EntsorgungunterBerücksichtigungderRichtlinien

fürden Umgangmitund die Entsorgungvon zytotoxischen Arzneimitteln müssenbeachtetwerden. Beider

Zubereitungund demUmgangmitderFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlistVorsichtgeboten. Es wird

empfohlen, Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen, umeinen KontaktmitderSubstanzbeimZerbrechen

derDurchstechflascheoderanderweitigemversehentlichenVerschütten zu vermeiden.

Sollten HautoderSchleimhautmitderLösungin Berührungkommen, so mussderbetroffene Bereich sorgfältig

mitWasserund Seife gereinigtwerden. BeiKontaktmitden Augen sind diesegründlich mitreichlichWasser

auszuspülen. DerKontaktübereine Inhalation istzu vermeiden.

Dieses Arzneimittelistfürden Einmalgebrauchbestimmt.

Jegliche nichtverwendeteSubstanzoderAbfallmaterialmussentsprechend den örtlichen Richtlinien für

zytotoxische Agenzien entsorgtwerden.

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden nationalen Anforderungen zu

entsorgen.

Fachinformation

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlKonzentratzur Herstellung einer Injektionslösungoder

Infusionslösung

1. BEZEICHNUNGDES ARZNEIMITTELS

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlKonzentratzurHerstellungeinerInjektionslösungoder

Infusionslösung

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

1 mlKonzentratzurHerstellungeinerInjektionslösungoderInfusionslösungenthält25mgFludarabinphoshat.

Eine2 mlDurchstechflasche enthält50 mgFludarabinphosphat.

SonstigerBestandteilmitbekannterWirkung:enthältbis zu 23 mgNatriumpro ml

(ausNatriumhydroxid).

Vollständige Auflistungdersonstigen Bestandteile,siehe Abschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

KonzentratzurHerstellungeinerInjektionslösungoderInfusionslösung

DasKonzentratisteine klare, farbloseodernahezu farbloseLösungmiteinempH-Wertzwischen7,3-7,7und

einerOsmolalitätvon312mosmol/kg.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Therapiederchronischenlymphatischen Leukämie (CLL)vomB-Zell-Typ beiPatienten mitausreichender

Knochenmarkreserve.

Die First-line-Therapie mitFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlsollte nurbeiPatienten mit

fortgeschrittenerErkrankungbegonnen werden, d. h. imRai-StadiumIII/IV(Binet-StadiumC)oderimRai-

StadiumI/II(Binet-StadiumA/B)einhergehend mitKrankheits-bedingten Symptomen oderdemNachweis

derfortschreitenden Erkrankung.

4.2 Dosierung und Artder Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die empfohleneDosis von25mgFludarabinphosphatpro m 2 Körperoberflächesolltäglich intravenösan5

aufeinanderfolgendenTagen in Abständen von 28Tagen verabreichtwerden.

Dieerforderliche,aufBasisderKörperoberfläche desPatienten errechnete Dosis,wirdin eine Spritze

aufgezogen. Fürdieintravenöse Bolusinjektion wird diese Dosis mit10ml0,9%-igerKochsalzlösungweiter

verdünnt. Alternativkann die in die SpritzeaufgezogeneerforderlicheDosisauchin 100ml0,9%-iger

Kochsalzlösungverdünntund übereine Dauervon etwa 30Minutenintravenösinfundiertwerden (siehe auch

Abschnitt6.6).

EineoptimaleTherapiedaueristbishernichteindeutigetabliert. DieDauerderBehandlunghängtsowohlvom

Behandlungserfolgals auchvon derVerträglichkeitdesWirkstoffesab.

Es wirdempfohlen,FludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlanzuwenden,bisein Ansprechenerreichtist(in

derRegel6Behandlungszyklen)und dasPräparatdanachabzusetzen.

PatientenmitLeberfunktionsstörung

Es liegen keine Erkenntnisse überdie Anwendungvon FludarabinphosphatbeiPatienten mit

Leberfunktionsstörungvor. In dieserPatientengruppesollteFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlmit

Vorsichtund nurdann verabreichtwerden, wennderzu erwartende Nutzen das möglicheRisiko übersteigt

(sieheAbschnitt4.4).

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

BeiPatienten miteingeschränkterNierenfunktionistdie Dosis anzupassen.BeieinerKreatinin-Clearance

zwischen 30und 70ml/minmussdie Dosis umbis zu50%reduziertwerden undeineengmaschige

hämatologische Überwachungerfolgen, umdieToxizitätzu beurteilen.Weitere Informationen siehe Abschnitt

4.4.

FludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlistkontraindiziert, wenn dieKreatinin-Clearanceunter30 ml/min

beträgt(siehe Abschnitt4.3).

Kinder undJugendliche

Fludarabin wird wegen fehlenderDaten zurUnbedenklichkeitundWirksamkeitnichtfürdie Anwendungan

Kindern undJugendlichenunter18Jahren empfohlen.

ÄltereMenschen

Da die Datenlage zurAnwendungvonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlbeiälteren Patienten(über

75Jahren)begrenztist, mussdie Gabe vonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlbeidieser

Patientengruppe mitVorsichterfolgen(siehe Abschnitt4.4.).

ArtderAnwendung

FludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlsollte nurunterderAufsichteines qualifizierten Arztesmit

umfangreicherErfahrunginderzytotoxischenTherapieverabreichtwerden.

FludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlsollte ausschließlich intravenösappliziertwerden.

Hinweise zurVerdünnungdesArzneimittels vorderAnwendung, siehe Abschnitt6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeitgegen den Wirkstoffodereinen derin Abschnitt6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

NiereninsuffizienzmiteinerKreatinin-Clearanceunter30ml/min

Dekompensierte hämolytischeAnämie

– Stillzeit

4.4 Besondere Warnhinweiseund Vorsichtsmaßnahmenfür die Anwendung

Neurotoxizität

Es istnichtbekannt, welche Auswirkungen einedauerhafteAnwendungvonFludarabinphosphatOMNICARE

25mg/mlaufdaszentraleNervensystemhat.Jedochwird die empfohleneDosisvon Patientenvertragen, in

einigen Studien übereine relativlange Behandlungsdauer(bis zu 26Therapie-Zyklen).

Patienten sindsorgfältigaufAnzeichen neurologischerWirkungen zuüberwachen.

In Dosisfindungsstudien beiPatientenmitakuterLeukämie wurde Fludarabinphosphatin hohen Dosen mit

schweren neurologischenWirkungen in Zusammenhanggebracht, einschließlichErblindung, Koma und Tod.

DieSymptome traten während einesZeitraums von 21 bis 60Tagen nach derletzten Gabeauf. Diese starke

toxischeWirkungaufdas zentrale Nervensystemwarbei36%derPatienten zu verzeichnen, die mitetwa dem

Vierfachen derempfohlenen Dosisintravenös behandeltwurden(96mg/m²/Tagüber5-7Tage). BeiPatienten,

die mitderfürdieTherapiederchronischenlymphatischen Leukämie empfohlenen Dosisbehandeltwurden,

trateineschwere ZNS-Toxizitätselten(Koma, Krampfanfälle, Erregung)odergelegentlich(Verwirrtheit)auf

(sieheAbschnitt4.8).

LautBerichten,imRahmen von Anwendungsbeobachtungen nach derZulassung,tratNeurotoxizitätfrüheroder

späteralsin den klinischenStudien auf.

SchlechterAllgemeinzustand

BeiPatienten mitschlechtemAllgemeinzustand sollteFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlnurmit

Vorsichtund nach sorgfältigerAbwägungdesNutzen-Risiko-Verhältnissesangewendetwerden. Dies gilt

besondersfürPatienten miteinerschweren EinschränkungderKnochenmarkfunktion (Thrombozytopenie,

Anämie und/oderGranulozytopenie),mitImmundefektodermitopportunistischen Infektionen inder

Vorgeschichte.

Myelosuppression

BeimitFludarabinphosphatbehandelten Patienten wurde überschwereKnochenmarksuppression,insbesondere

Anämie, Thrombozytopenie und Neutropenie berichtet. WährendeinerPhase-I-Studie zurintravenösen

Anwendungbeierwachsenen PatientenmitsolidenTumoren betrugdie medianeZeitbiszumNadirder

Granulozyten 13Tage (Streubreite:3-25Tage)und derThrombozyten 16Tage (Streubreite:2-32Tage). Bei

den meistenPatienten bestand zu Beginn bereits einehämatologische Störunginfolge derGrundkrankheitoder

einervorausgegangenen myelosuppressivenTherapie.

DasAuftreteneinerkumulativen Myelosuppression istmöglich. Obwohleine chemotherapiebedingte

Myelosuppression oftreversibelist,erfordertdie BehandlungmitFludarabinphosphateine sorgfältige

hämatologische Überwachung.

FludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlistein potentes antineoplastisches Arzneimittel,dasausgeprägte

toxischeNebenwirkungen haben kann. BeiPatienten,die sicheinerTherapie unterziehen,istsorgfältigauf

Anzeichen hämatologischerund nichthämatologischerToxizitätzu achten. Es wird empfohlen,regelmäßig

Kontrollen des peripherenBlutbildesdurchzuführen,umeine sich entwickelndeAnämie, Neutropenie und

Thrombozytopeniezu erkennen.

BeierwachsenenPatientenwurdein mehreren Fällen übereineKnochenmarkhypoplasie bzw.-aplasie allerdrei

Zelllinien mitderFolge einerPanzytopenie berichtet,teilweise mittödlichemVerlauf. Die Dauerderklinisch

signifikanten Zytopenie beliefsich indiesen gemeldeten Fällen aufetwa 2Monatebis ungefähr1Jahr. Diese

Episoden tratensowohlbeivorbehandelten alsauch unbehandelten Patienten auf.

Wiebeianderen zytotoxischen SubstanzenistbeiFludarabinphosphatVorsichtgeboten, wenn eine weitere

GewinnunghämatopoetischerStammzellen in Erwägunggezogen wird.

Transfusionsassoziierte Graft-versus-host-Reaktion

EinedurchTransfusion von nicht-bestrahltemBlutausgelöste Graft-versus-host-Reaktion(Reaktion der

transfundiertenimmunkompetentenLymphozyten gegen den Empfängerorganismus)wurde beimit

Fludarabinphosphatbehandelten Patienten beobachtet.Sehrhäufigwurde übereinen tödlichenAusgangals

Folge dieserKrankheitberichtet. Deshalb sollten Patienten, die während odernach einerBehandlungmit

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mleine Bluttransfusion benötigen, nurbestrahltes Bluterhalten, umso

dasRisiko einertransfusionsassoziierten Graft-versus-host-Reaktion zu minimieren.

Hautkrebs

Während odernacheinerTherapie mitFludarabinphosphatwurde beiPatienteneine Verschlimmerungoderein

Wiederaufflammen einerschon existierenden Hautkrebserkrankunggemeldet. Überneuauftretenden Hautkrebs

wurde ebenfalls berichtet.

Tumor-Lyse-Syndrom

BeiPatienten mitgroßenTumorzellmassen wurdeübereinTumor-Lyse-Syndromberichtet.Da die

therapeutische Wirkungvon Fludarabinphosphatbereits in derersten Behandlungswoche einsetzen kann, sind

beiPatienten, beidenendasRisiko einersolchen Komplikation besteht, entsprechendeVorsichtsmaßnahmen zu

treffen.

Autoimmunkrankheiten

Unabhängigvon autoimmunenVorkommnissen oderdemErgebnis einesCoombs-Testesin derAnamnese kam

eswährend odernachderBehandlungmitFludarabinphosphatzu lebensbedrohlichen und manchmaltödlichen

autoimmunen Ereignissen(siehe Abschnitt4.8).Die meisten Patienten, dieeine hämolytische Anämie

entwickelthatten,reagierten beiReexposition mitFludarabinphosphaterneutmiteinerHämolyse. Dahersollten

mitFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlbehandelte Patienten engmaschigaufAnzeicheneiner

Hämolysebeobachtetwerden.

Es wirdempfohlen, beimAuftreten einerHämolysedieTherapie mitFludarabinphosphatOMNICARE25

mg/mlabzubrechen. Bluttransfusionen(bestrahlt, siehe unten)und die BehandlungmitAdrenokortikoidensind

die amhäufigstenangewandtenTherapiemaßnahmen beiautoimmunhämolytischerAnämie.

Leberfunktionsstörung

FludarabinphosphatsolltebeiPatienten mitLeberfunktionsstörungen aufgrund desRisikos von Lebertoxizität

mitVorsichtangewendetwerden.Fludarabinphosphatsolltenurdannangewendetwerden, wenn dererkennbare

Nutzenjegliches potentielles Risiko überwiegt. DiesePatienten solltensorgfältigbzgl. einererhöhtenToxizität

überwachtwerden und dieDosissollte angepasstoderdieTherapieabgebrochenwerden,falls dieserforderlich

ist(sieheAbschnitt4.2).

Nierenfunktionsstörung

Die Gesamtclearance des Hauptmetaboliten2F-Ara-AimPlasmakorreliertmitderKreatinin-Clearance, was

aufdie Bedeutungderrenalen Ausscheidungfürdie Elimination derSubstanzhindeutet. BeiPatienten mit

eingeschränkterNierenfunktion wurdeeine erhöhte Gesamtexposition (AUCvon2F-Ara-A)nachgewiesen.Die

klinischen DatenüberPatienten miteingeschränkterNierenfunktion (Kreatinin-Clearance< 70ml/min)sind

begrenzt.

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlmussbeiPatienten miteingeschränkterNierenfunktion vorsichtig

angewendetwerden. BeiPatienten mitmoderaterNiereninsuffizienz(Kreatinin-Clearancezwischen 30 und

70ml/min)istdie Dosis umbis zu 50%zureduzieren, wobeieine engmaschige Überwachungerfolgen muss

(sieheAbschnitt4.2).

Die BehandlungmitFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlistimFalleinerKreatinin-Clearance

<30ml/min kontraindiziert(sieheAbschnitt4.3).

ÄlterePatienten

Da die Datenlage zurAnwendungvon Fludarabinphosphatbeiälteren Patienten

(> 75Jahren)begrenztist,mussdie AnwendungvonFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlbeidiesen

Patienten mitVorsichterfolgen.

BeiPatienten ab 65Jahrensollte vordemBehandlungsbeginn dieKreatinin-Clearance gemessen werden;siehe

Abschnitt„Nierenfunktionsstörung“ und Abschnitt4.2.

Kinderund Jugendliche

Da es zu einerBehandlungvon Kindern undJugendlichen unter18Jahren mitFludarabinphosphat

OMNICARE25mg/mlkeine klinischen Daten gibt,wird diesenichtempfohlen.

Schwangerschaft

FludarabinphosphatOMNICARE25mg/mldarfnichtwährendderSchwangerschaftverwendetwerden, es sei

denn, diesisteindeutigerforderlich(z.B. lebensbedrohliche Situationen, keine sicherere

Behandlungsalternative verfügbar, ohne dentherapeutischen Nutzen zu gefährden,Behandlungist

unumgänglich). Frauen sollten vermeiden,schwangerzu werden, während sie unterFludarabinphosphat-

Therapiestehen.FludarabinphosphathatdasPotenzialdemFötuszu schaden (siehe Abschnitte4.6 und5.3).

Die verordnenden Ärztesollten die AnwendungnurinBetrachtziehen,wenn dermöglicheNutzen,das

möglicheRisiko fürdenFötusrechtfertigt.

Frauensollten vermeiden,schwangerzu werden, währendsie unterFludarabinphosphat-Therapiestehen.

Frauenimgebärfähigen Altermüssen von dermöglichen GefährdungdesFötusinKenntnis gesetztwerden.

Empfängnisverhütung

Frauenimgebärfähigen AlterundsexuellaktiveMännermüssen währendund fürmindestens 6Monate nach

BeendigungderTherapie wirksame empfängnisverhütende Maßnahmen anwenden(sieheAbschnitt4.6).

Impfung

Während und nach derBehandlungmitFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlsollte keine Impfungmit

Lebendvakzinen durchgeführtwerden.

MöglichkeiteinererneutenBehandlung nach Initialbehandlung mitFludarabinphosphat

BeiNichtansprechen aufeine InitialbehandlungmitFludarabinphosphatsollte einWechselaufChlorambucil

vermieden werden,da diemeisten Patienten mitResistenzgegenüberFludarabinphosphatauch auf

Chlorambucilnichtansprachen.

Natrium

Dieses ArzneimittelenthältNatrium, aberwenigerals1 mmol(23 mg)Natriumpro ml.

4.5 Wechselwirkungenmitanderen Arzneimitteln undsonstigeWechselwirkungen

Beieinerklinischen Untersuchung, in derFludarabinphosphatin Kombination mitPentostatin

(Deoxycoformycin)zurBehandlungtherapierefraktärerchronischerlymphatischerLeukämien (CLL)

angewendetwurde, kameszu einernichtakzeptablenHäufungtoxischerWirkungen aufdie Lunge mitletalem

Ausgang. Die AnwendungvonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlin Kombination mitPentostatinist

dahernichtzu empfehlen.

Die therapeutischeWirksamkeitvon Fludarabinphosphatkann durch Dipyridamolund andere Inhibitoren der

Adenosinaufnahme reduziertwerden.

Klinische Studien und In-vitro-Versuchezeigten, dasseswährend derAnwendungvon Fludarabin in

Kombination mitCytarabinzu einemAnstiegderintrazellulären Spitzenkonzentrationen sowie der

intrazellulären ExpositiongegenüberAra-CTP (aktiverMetabolitvon Cytarabin)in leukämischen Zellen kam.

Die Plasmakonzentrationenvon Ara-Cund Eliminationsrate von Ara-CTP warennichtbetroffen.

4.6.Fertilität, Schwangerschaftund Stillzeit

Schwangerschaft

Präklinische Untersuchungen in Ratten zeigteneinenÜbergangvon Fludarabinphosphatund/oderdessen

Metaboliten durchdiePlazentaauf.Die Ergebnissevon intravenösen Embryotoxizitätsstudien mitRattenund

Kaninchen deutetenbeitherapeutischen Dosen aufeinembryoletales undteratogenes Potenzialhin (siehe

Abschnitt5.3).

Es gibtnureingeschränkteDatenfürdie Anwendungvon FludarabinphosphatbeiFrauenimersten Drittelder

Schwangerschaft.

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mldarfnichtwährendderSchwangerschaftverwendetwerden, es sei

denn, diesisteindeutigerforderlich(z.B. lebensbedrohliche Situationen, keine sicherere

Behandlungsalternative verfügbar, ohne dentherapeutischen Nutzen zu kompromittieren, Behandlungist

unumgänglich). FludarabinhatdasPotenzialdemFötus zu schaden. Die verordnenden Ärztesollten die

Anwendungvon Fludarabin nurin Betrachtziehen, wenn dermöglicheNutzen dasmöglicheRisiko fürden

Fötusrechtfertigt.

Stillzeit

Es istnichtbekannt, ob dieses Arzneimitteloderdessen Metabolitein dieMuttermilch übertreten.

Jedochdeuten präklinischeDaten daraufhin, dass Fludarabinphosphatund/oderdessenMetabolite vom

mütterlichen Blutin die Muttermilch übertreten.

Aufgrund derMöglichkeitschwerwiegenderNebenwirkungen von Fludarabinphosphatin gestillten Säuglingen,

istFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlbeistillendenMüttern kontraindiziert(siehe Abschnitt4.3).

Fertilität

Frauenimgebärfähigen Altermüssen von dermöglichen GefährdungdesFötusinKenntnisgesetztwerden.

Sowohlsexuellaktive Männeralsauch Frauen imgebärfähigen Altermüssen währendund fürmindestens 6

Monate nach BeendigungderTherapie zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden (siehe Abschnitt4.4).

4.7 Auswirkungenaufdie Verkehrstüchtigkeitund dieFähigkeitzumBedienen von Maschinen

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlkann dieVerkehrstüchtigkeitoderdie FähigkeitzumBedienenvon

Maschinen vermindern,denn eswurden z.B. Müdigkeit,Schwäche, Erregung, Verwirrtheit,Krampfanfälleund

Sehstörungen beobachtet.

4.8 Nebenwirkungen

Die meisten Nebenwirkungen betreffen Myelosuppression (Neutropenie,Thrombozytopenie und Anämie),

Infektionen einschließlichPneumonie, Husten, Fieber,Müdigkeit, Schwäche,Übelkeit, Erbrechen und

Diarrhoe. Andere häufigberichtete Nebenwirkungen sind Stomatitis, Mukositis, Unwohlsein, Anorexie, Ödeme,

Schüttelfrost, periphere Neuropathie, Sehstörungen und Hautausschlag. Schwerwiegendeopportunistische

Infektionen kamen beiPatientenvor, die mitFludarabinphosphatbehandeltwurden. Es wurde überTodesfälle

als Folge schwerwiegenderNebenwirkungen berichtet.

In dernachstehendenTabelle sind Nebenwirkungen nach MedDRA-Systemorganklassen(MedDRASOCs)

aufgeführt. DabeibeziehensichdieaufgeführtenHäufigkeitsangaben aufdie ErgebnisseklinischerPrüfungen,

unabhängigvomKausalzusammenhangmitFludarabinphosphat. Selteneunerwünschte Arzneimittelreaktionen

stammen überwiegend ausErfahrungen seitderMarkteinführung.

Tabelle1:Nebenwirkungen

System-

organklasse

nachMedDRA

Sehr häufig

1/10 Häufig

≥1/100 bis

<1/10 Gelegentlich

≥1/1000 bis

<1/100 Selten

1/10.000

bis <1/1000

Nichtbekannt

Infektionen und

parasitäre

Erkrankungen Infektionen/

Opportunisti-

sche Infek-

tionen (wie

latenteVirus-

Reaktivierung,

z.B.

progressive

multifokale

Leukenzepha-

lopathie,

Herpes-zoster-

Virus, Epstein-

Barr-Virus),

Lympho-

proliferative

Erkrankung

(EBV-

assoziiert)

Gutartige,

bösartigeund

unspezifische

Neubildungen

(einschl. Zysten

und Polypen) Myelodysplas-

tisches

Syndromund

akute

myeloische

Leukämie

(beivorheri-

ger, gleichzei-

tigeroder

nachfolgender

Behandlung

mitAlkylan-

zien, Topoiso-

merase-

Hemmstoffen

oder

Erkrankungen

desBlutesund

des

Lymphsystems Neutropenie,

Anämie,

Thrombo-

zytopenie Myelosuppres-

sion

Erkrankungen

des

Immunsystems Autoimmun-

krankheit

(einschl.

autoimmun-

hämolytischer

Anämie, Evans-

Syndrom,

thrombozytope-

nischerPurpura,

erworbener

Hämophilie,

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen Anorexie Tumor-Lyse-

Syndrom

(einschl.

Nierenversa-

gens, metaboli-

scherAzidose,

Hyperkaliämie,

Hypocalcämie,

Hyperurikämie,

Hämaturie, Urat-

Kristallurie,

Hyperphosphat-

Erkrankungen

des

Nervensystems Periphere

Neuropathie Verwirrtheit Koma,

Krampf-

anfälle,

Erregung zerebrale

Blutungen

Augen-

erkrankungen

Sehstörungen

Erblindung,

Optikusneuri-

tis,

Optikus-

neuropathie

Herzerkran-

kungen Herzversagen,

Arrhythmie

Erkrankungen

der Atemwege,

desBrustraums

und

Mediastinums

Husten Pulmonale

Toxizität

(einschl.

pulmonaler

Fibrose,

Pneumonitis,

Dyspnoe) pulmonale

Blutungen

Erkrankungen

des Gastro-

intestinaltrakts

Erbrechen,

Durchfall,

Übelkeit Stomatitis

Gastrointestinale

Blutung,

veränderte

Werte der

Pankreasenzyme

Leber-und

Gallen-

erkrankungen

veränderte

Werte der

Leberenzyme

Erkrankungen

der Haut und

des

Unterhautzell-

gewebes

Hautausschlag Hautkrebs,

toxische

epidermale

Nekrolyse

(Lyell-Typ),

Stevens-

Johnson-

Syndrom

Erkrankungen

der Nieren und

Harnwege Hämorrhagi-

sche Zystitis

Allgemeine

Erkrankungen

und Beschwer-

den am Ver-

abreichungsort Fieber,

Müdigkeit,

Schwäche Ödeme,

Mukositis,

Schüttelfrost,

Unwohlsein

Für die BeschreibungeinerNebenwirkungwurde derjeweils ambesten geeigneteMedDRA-Begriffverwendet.

Synonyme oderverwandteErkrankungen sind nichtaufgeführt, solltenaberebenfalls inBetrachtgezogen

werden.

InnerhalbjederHäufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nachabnehmendemSchweregrad angegeben.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die MeldungdesVerdachts aufNebenwirkungen nach derZulassungistvon großerWichtigkeit. Sieermöglicht

einekontinuierlicheÜberwachungdesNutzen-Risiko-VerhältnissesdesArzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sindaufgefordert,jeden VerdachtsfalleinerNebenwirkungdem

BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinprodukte,Abt. Pharmakovigilanz,

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website:www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Hohen Dosenvon Fludarabinphosphatwird eineirreversibletoxische WirkungaufdasZNS zugeschrieben, die

zu verzögertauftretenderBlindheit,Koma undTodführen kann. Hohe Dosenkönnen auch zu schwerwiegender

Thrombozytopenieund Neutropenie, bedingtdurchMyelosuppression,führen.

Ein spezifischesAntidotbeieinerÜberdosierungvonFludarabinphosphatistnichtbekannt.Die Behandlung

mussin einemsolchenFallabgesetztund unterstützende Maßnahmen eingeleitetwerden.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:AntineoplastischeWirkstoffe, Purin-Analoga

ATC-Code:L01BB05

FludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlenthältFludarabinphosphat,einwasserlöslichesfluoriertes

Nukleotid-Analogon desVirostatikums Vidarabin9- 

-D-Arabinofuranosyladenin(Ara-A), dasrelativstabil

gegenüberderDesaminierungdurch Adenosin-Desaminaseist.

Fludarabinphosphatwird rasch zu 2F-Ara-Adephosphoryliert. Dieseswirdin dieZellen aufgenommen und

dann intrazellulärdurch Deoxycytidin-Kinase zumaktivenTriphosphat, 2F-Ara-ATP, phosphoryliert.Dieser

Metabolitverhindertdie DNA-Synthese durch HemmungderRibonukleotid-Reduktase, DNA-Polymerase  /δ

und 

sowie derDNA-Primase und DNA-Ligase. DieAktivitätderRNA-Polymerase IIwird ebenfalls partiell

gehemmtund dadurchdieProteinsynthesereduziert.

ObwohlderWirkungsmechanismus von 2F-Ara-ATP noch nichtvollständiggeklärtist, kann davon

ausgegangen werden, dassdieWirkungen aufdie DNA, RNAund ProteinsynthesezurHemmungdes

Zellwachstums beitragen,wobeidie DNA-Synthesehemmungals dominierenderFaktorhervorzuhebenist.

In-vitro-Untersuchungen haben außerdemgezeigt, dassdie Einwirkungvon 2F-Ara-AaufCLL-Lymphozyten

eineausgeprägte DNA-Fragmentierungund Zelltod auslöst, die charakteristisch fürApoptosesind.

In einerPhase-III-Studie beinichtvorbehandelten PatientenmitchronischerlymphatischerLeukämie vomB-

Zell-Typ wurden 195 Patienten mitFludarabinphosphatund199 Patienten mitChlorambucil(40 mg/m 2 ,

Wiederholungalle4 Wochen)behandelt. FolgendeErgebnisse konnten gezeigtwerden:Statistischsignifikant

höhere Gesamtansprechrateund Rate kompletterRemissionen nach First-Line-Therapie mitFludarabinphosphat

imVergleich zu Chlorambucil(61,1 %gegenüber37,6 %bzw. 14,9%gegenüber3,4%);statistischsignifikant

längere Ansprechdauer(19gegenüber12,2 Monate)und längere Zeitbis zurProgression (17 gegenüber13,2

Monate)beiPatientenimFludarabinphosphat-Arm. DasmedianeÜberlebenlagimFludarabinphosphat-Arm

bei56,1 Monaten,imChlorambucil-Armbei55,1 Monaten;derAllgemeinzustandderPatienten unterschied

sichebenfallsnichtsignifikant.

DerAnteilvon Patienten mitberichtetenToxizitäten warzwischen denmitFludarabinphosphat(89,7%)bzw.

Chlorambucil(89,9%)behandelten Patienten vergleichbar.Während derUnterschied in derGesamtinzidenz

hämatologischerToxizitätzwischen beiden Behandlungsarmen nichtsignifikantwar, tratenim

Fludarabinphosphat-ArmToxizitätenaufLeukozyten (p=0,0054)undaufLymphozyten

(p=0,0240)signifikanthäufigeraufalsbeimitChlorambucilbehandelten Patienten. Übelkeit, Erbrechen und

Diarrhoetraten beimitFludarabinphosphatbehandelten Patientensignifikantselteneraufals imChlorambucil-

Arm(p<0,0001, p<0,0001 bzw. p=0,0489). Lebertoxizitäten wurden ebenfallsimFludarabinphosphat-Arm

signifikantseltenerberichtetals imChlorambucil-Arm(p=0,0487).

Patienten, dieinitialaufFludarabinphosphatansprechen, habeneine gute Chance,erneutaufeine

Fludarabinphosphat-Monotherapieanzusprechen.

Einerandomisierte StudiemitFludarabinphosphateinerseits und Cyclophosphamid, Adriamycin und

Prednisolon(CAP) andererseits an 208 CLL-PatientendesBinet-Stadiums B bzw. Cergab ineinerUntergruppe

von 103 vorbehandelten Patienten die folgenden Ergebnisse:Die GesamtansprechratesowiedieAnzahl

kompletterRemissionen waren unterderBehandlungmitFludarabinphosphathöherals beiderCAP-

Behandlung(45%gegenüber26%bzw. 13%gegenüber6%). Die DauerdesAnsprechenssowiedas

Gesamtüberleben waren fürFludarabinphosphatundCAP ähnlich.Währenddervorgegebenen

Behandlungsdauervon 6Monaten lagdie AnzahlderTodesfälle bei9(Fludarabinphosphat)bzw. 4 (CAP).

Nachträgliche Analysen derDaten bis zu 6Monatennach Behandlungsbeginn zeigtenin derUntergruppe der

vorbehandelten Patienten mitBinet-StadiumCeinen Unterschied zwischenden Überlebenszeit-Kurven bei

Fludarabinphosphat-bzw.CAP-Behandlung, derzu Gunsten von CAP ausfiel.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Plasma-und Urinpharmakokinetik von Fludarabin (2F-Ara-A)

DaspharmakokinetischeVerhalten von Fludarabin(2F-Ara-A)wurde nach intravenöserBolusinjektion, nach

Kurzzeitinfusion sowie nach längerdauernderInfusionvon Fludarabinphosphat(Fludarabinphosphat,2F-Ara-

AMP)anTumorpatienten untersucht.

2F-Ara-AMP istein wasserlöslichesProdrug, dasimmenschlichen Organismus rasch undquantitativzum

Nukleosid Fludarabin(2F-Ara-A)dephosphoryliertwird. NachdemKrebspatienten eine einmalige Infusion von

25mg2F-Ara-AMP pro m 2

Körperoberfläche über30Minutenerhielten, wurdenmittlere

Höchstkonzentrationen imPlasma von 3,5–3,7 µM unmittelbaramEnde derInfusion gemessen. Die

entsprechenden Spiegelvon 2F-Ara-Anach derfünften Applikation zeigten einemäßige Akkumulation mit

mittleren Höchstkonzentrationen von 4,4–4,8 µM amEnde derInfusion.Während einerfünftägigen

Behandlungsperiodestiegen die Plasmaspiegelminima von 2F-Ara-Aumeinen Faktorvon etwa 2an.

EineAkkumulationvon 2F-Ara-Aübermehrere Behandlungszyklen kann ausgeschlossen werden.

Die postmaximalen 2F-Ara-A-Plasmaspiegelfielen indreiDispositionsphasen ab,mit einerinitialen

Halbwertszeitvon ca.5Minuten,einerintermediärenHalbwertszeitvon 1–2 Stunden sowie einerterminalen

Halbwertszeitvon ca.20 Stunden.

Einevergleichende Untersuchungvon StudienzurPharmakokinetikvon 2F-Ara-Azeigte eine mittlere

Gesamtplasmaclearance(CL) von 79 ±40 ml/min/m²(2,2±1,2 ml/min/kg)und einmittleres

Verteilungsvolumen (Vss)von 83 ±55l/m²(2,4±1,6l/kg). Die Daten zeigteneine ausgeprägte

interindividuelleVariabilität. Die2F-Ara-A-Plasmaspiegelund die Flächen unterden Plasmaspiegelverläufen

nahmen linearmitderDosis zu;dagegen waren die Halbwertszeiten,diePlasmaclearanceund die

Verteilungsvolumina unabhängigvon derDosis gleichbleibend, wasaufein dosislinearespharmakokinetisches

Verhalten hinweist.

DasAuftreten von Neutropenieund Hämatokritveränderungen zeigten, dassdie zytotoxischeWirkungvon

Fludarabinphosphatzu einerdosisabhängigen HemmungderHämatopoese führt.

2F-Ara-Awird imWesentlichen überdie Nieren eliminiert, wobei40–60%einerapplizierteni.v.-Dosis mit

demUrin ausgeschieden werden. StudienzurMassenbilanzan Labortieren mit³H-2F-Ara-AMP ergaben eine

vollständige Ausscheidungderradioaktivmarkierten Substanzen mitdemUrin.

2F-Ara-Hypoxanthin, derHauptmetabolitvon 2F-Ara-AMP beimHund, wurde beimMenschen nursehr

geringfügignachgewiesen.Da Patienten mitNierenfunktionsstörungen eine verminderte Clearance für2F-Ara-

Aaufweisen,istin diesenFällen eine Dosisreduktionangezeigt.In-vitro-Untersuchungen mitmenschlichen

Plasmaproteinen zeigten keine ausgeprägte Eiweißbindungvon2F-Ara-A.

ZellulärePharmakokinetikvon Fludarabintriphosphat

2F-Ara-Awird nach aktiverAufnahme in leukämischen Zellen zumMono-, Di-und schließlich zum

Triphosphatrephosphoryliert. Das Fludarabintriphosphat, 2F-Ara-ATP, istderwichtigste intrazelluläre

Metabolitvon Fludarabin und dereinzige Metabolit,derzytotoxische Aktivitätaufweist.

Maximale2F-Ara-ATP-Spiegelinleukämischen Lymphozyten von CLL-Patientenwurdenetwa 4Stunden nach

derApplikation gemessen,wobeidie Höchstkonzentration mitbeträchtlichen Abweichungen etwa 20µM

(Median-Werte)betrug.

Die 2F-Ara-ATP-Spiegelinden leukämischen Zellen lagen beträchtlichüberdenmaximalen 2F-Ara-A-

SpiegelnimPlasma, was füreine Anreicherungin denZielzellen spricht. DieIn-vitro-Inkubation von

leukämischen Lymphozyten zeigte eine lineare Beziehungzwischen derextrazellulären Exposition mit2F-Ara-

A(Produktder2F-Ara-A-Konzentration und derInkubationsdauer)und derintrazellulären Anreicherungvon

2F-Ara-ATP. Die Halbwertszeitenfürdie Eliminationvon 2F-Ara-ATP aus den Zielzellen betrugen 15und 23

Stunden (Median-Werte).

Eineeindeutige Korrelationzwischen derPharmakokinetikvon 2F-Ara-Aund derWirksamkeitder

BehandlungbeiKrebspatienten wurde nichtgefunden.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

SystemischeToxizität

In akuten ToxizitätsstudienmiteinmaligerVerabreichungvon Fludarabinphosphatwurdenschwere

Vergiftungssymptome oderTodesfälleerstin einemDosisbereich beobachtet, derzweiGrößenordnungen über

dertherapeutischen Dosisliegt. Wiefüreine zytotoxische Substanzzu erwarten, zeigten sich dietoxischen

Wirkungen vorallemimKnochenmark, den lymphatischen Organen,derSchleimhautdesMagen-Darm-

Traktes, den Nieren und den männlichen Gonaden. BeiPatienten wurdenschwerwiegendeNebenwirkungen

bereits unterDosierungen beobachtet, die wesentlich näheran derempfohlenentherapeutischen Dosisliegen

(Faktor3bis4). Hiersind insbesondere neurotoxischeWirkungen mitfallweise letalemAusgangzu nennen

(sieheAbschnitt4.9).

SystemischeToxizitätsstudien mitwiederholterVerabreichungvon Fludarabinphosphatzeigten oberhalbeiner

Schwellendosis ebenfalls die erwarteten Effekte aufGewebemithoherZellteilungsrate. Die Schwere der

morphologischenVeränderungen war mitzunehmenderDosis und Behandlungsdauerstärkerausgeprägt, und

die beobachteten Veränderungen wurden generellalsreversibelbetrachtet. Grundsätzlich weisen die bisherigen

Erfahrungen aus dertherapeutischen AnwendungvonFludarabinphosphataufeinvergleichbares

toxikologisches WirkungsprofilbeimMenschenhin,obwohlbeiPatienten zusätzlicheunerwünschteWirkungen

wie Neurotoxizitätbeobachtetwurden(siehe Abschnitt4.8).

Embryonale Toxizität

Die Ergebnissedertierexperimentellen Embryotoxizitätsstudien zeigtenein teratogenes Potenzialvon

Fludarabinphosphat.Angesichts des geringen Sicherheitsabstandeszwischen den teratogenen Dosierungen im

Tierexperimentund derhumantherapeutischen Dosissowie in Analogie zu anderen Antimetaboliten, fürdie

eineWechselwirkungmitdemDifferenzierungsprozess vermutetwird, istdavon auszugehen, dassdie

therapeutische Anwendungvon Fludarabinphosphatmiteinembedeutsamen Risiko fürteratogeneWirkungen

beimMenschen behaftetist(sieheAbschnitte 4.4 und4.6).

Genotoxisches Potential,Kanzerogenität

Fludarabinphosphatinduzierte Chromosomenaberrationen ineinemzytogenetischenTestinvitro, erzeugte

DNA-Schäden imSchwesterchromatidaustauschtestund erhöhte die Mikrokernrate imMausmikrokerntestin

vivo. Dagegen verliefen Genmutationsassays sowie derDominant-letal-Testan männlichenMäusen negativ.

Folglich konnte ein mutagenes Potenzialzwarinsomatischen, nichtaberinKeimzellen nachgewiesen werden.

Basierendaufden Ergebnissen derMutagenitätsprüfungen und demWirkungsmechanismus von

FludarabinphosphataufDNA-Ebene bestehtfürFludarabinphosphatderVerdachtaufeintumorigenes

Potenzial. SpezielletierexperimentelleTumorigenitätsstudien wurdennichtdurchgeführt,da die bestehenden

Verdachtsmomente hinsichtlich desRisikos fürdie Entstehungvon Sekundärtumoren als Folge der

zytotoxischenTherapie mitFludarabinphosphatnurmitHilfeepidemiologischerDatenabgeklärtwerden

können.

LokaleVerträglichkeit

Gemäß den Ergebnissen aus tierexperimentellenVersuchen nachintravenöserVerabreichungvon

Fludarabinphosphatsind beiAnwendungdesPräparates keine bedeutsamen lokalen Reizwirkungen an der

Injektionsstelle zu erwarten. SogarbeieinerFehlinjektion wurdennach paravenöser, intraarteriellerund

intramuskulärerVerabreichungeinerwässrigen Lösungmit7,5 mg/mlFludarabinphosphatkeine

bedeutsamen lokalen Reizerscheinungen beobachtet.

DieVergleichbarkeitderArtvon beobachteten Läsionen imMagen-Darm-Traktnach intravenöseroder

intragastrischerAnwendungimTierversuch sprichtfürdie Annahme, dass essichbeiderdurch

FludarabinphosphatinduziertenEnteritis umeinesystemische Wirkunghandelt.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat

WasserfürInjektionszwecke

Natriumhydroxid (zurEinstellungdespH-Wertes)

6.2 Inkompatibilitäten

DasArzneimitteldarf, außermitden unterAbschnitt6.6 aufgeführten, nichtmitanderenArzneimitteln

gemischtwerden.

6.3 Dauer derHaltbarkeit

UngeöffneteDurchstechflasche

2Jahre

Nach Verdünnung

Die chemisch-physikalische StabilitätvonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlnachVerdünnungmit

0,9%-igerNatriumchlorid-Lösungwurdefür28Tagebei2°C–8°CunterLichtschutzund bei25°Cunter

Lichtschutzin PVC-und PE-Beutelnnachgewiesen.

Aus mikrobiologischerSichtmussdie gebrauchsfertige Zubereitungsofortverwendetwerden.

Wenn die gebrauchsfertigeZubereitungnichtsofortverwendetwird, istderAnwenderfürdie Dauerund die

Bedingungen derAufbewahrungverantwortlich. Diese sollten gewöhnlich24 Stunden bei2°C-8°Cnicht

überschreiten,soferndieVerdünnungnichtunterkontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen

stattgefunden hat.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmenfür die Aufbewahrung

ImKühlschranklagern (2°C–8°C).

In derOriginalverpackungaufbewahren, umden InhaltvorLichtzu schützen.

Nach Verdünnung

Die chemisch-physikalische StabilitätvonFludarabinphosphatOMNICARE25mg/mlnachVerdünnungmit

0,9%-igerNatriumchlorid-Lösungwurdefür28Tagebei2°C–8°CunterLichtschutzund bei25°Cunter

Lichtschutzin PVC-und PE-Beutelnnachgewiesen.

AusmikrobiologischerSichtmussdie gebrauchsfertige Zubereitungsofortverwendetwerden.

Wenn die gebrauchsfertigeZubereitungnichtsofortverwendetwird, istderAnwenderfürdie Dauerund die

Bedingungen derAufbewahrungverantwortlich. Diese sollten gewöhnlich24 Stunden bei2°C-8°Cnicht

überschreiten,soferndieVerdünnungnichtunterkontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen

stattgefunden hat.

6.5 Artund InhaltdesBehältnisses

DurchstechflaschenausGlas (Typ I)mitBrombutyl-Gummistopfen und Metallkappe(Aluminium)mit

Polypropylenscheibe.

Die Durchstechflaschen werden mitoderohne Schutzhülle verpackt.

Packungsgrößen

1 x2 mlDurchstechflasche

5 x 2 mlDurchstechflaschen

Es werden möglicherweisenichtallePackungsgrößen indenVerkehrgebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmenfür dieBeseitigung undsonstige Hinweisezur Handhabung

Verdünnung

Die erforderlicheDosis (berechnetan derKörperoberfläche desPatienten)wirdineine Spritze aufgezogen. Zur

intravenösenBolusinjektion wird dieseDosis mit10ml0,9 %-igerKochsalzlösungverdünnt. Alternativkann

die erforderliche Dosis zurInfusion mit100 ml0,9 %-igerKochsalzlösungverdünntundüberca.30 Minuten

infundiertwerden (sieheAbschnitt4.2).

Kontrolle vorAnwendung

Nurklare,farblosebis gelbliche Lösungen ohnesichtbare Partikelsollten verwendetwerden. ImFalle eines

defektenBehältnisses,darfFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlnichtverwendetwerden.

Handhabungund Entsorgung

SchwangeresPersonalmussvomUmgangmitFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlausgeschlossen

werden.

DieVorschriftenfüreine ordnungsgemäßeHandhabungund EntsorgungunterBerücksichtigungderRichtlinien

fürden Umgangmitund die Entsorgungvon zytotoxischen Arzneimitteln müssenbeachtetwerden.

BeiderZubereitungund demUmgangmitderFludarabinphosphatOMNICARE25 mg/mlInjektionslösung

oderInfusionslösungistVorsichtgeboten. Es wird empfohlen, Schutzhandschuheund Schutzbrille zu tragen,

umeinen KontaktmitderSubstanzbeimZerbrechen derDurchstechflasche oderanderweitigemversehentlichen

Verschütten zu vermeiden.

Sollten HautoderSchleimhautmitderLösungin Berührungkommen, so mussderbetroffene Bereich sorgfältig

mitWasserund Seifegereinigtwerden. BeiKontaktmitden Augen sind diesegründlich mitreichlichWasser

auszuspülen. DerKontaktübereine Inhalation istzu vermeiden.

Dieses Arzneimittelistfürden Einmalgebrauch bestimmt.

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechendden nationalen Anforderungenfür

zytotoxische Arzneimittelzu beseitigen.

7. INHABERDERZULASSUNG

OMNICARE PharmaGmbH

Feringastrasse 7

85774 Unterföhring

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

91843.00.00

9. DATUM DERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

DatumderErteilungderZulassung:27.03.2015

10. STANDDERINFORMATION

Januar2015

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

AusführlicheInformationen zu diesemArzneimittelsind aufdenInternetseitenderEuropäischen

Arzneimittel-Agenturhttp://www.ema.europa.eu/verfügbar.

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen