Fluconazol STADA 50 mg Hartkapseln

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Fluconazol
Verfügbar ab:
STADAPHARM, Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ATC-Code:
J02AC01
INN (Internationale Bezeichnung):
Fluconazole
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Fluconazol 50.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
55241.03.00

Dokumenten

Packungsbeilage Packungsbeilage - Englisch

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

Fluconazol STADA

®

50 mg Hartkapseln

Fluconazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Fluconazol STADA

und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Fluconazol STADA

beachten?

Wie ist Fluconazol STADA

einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Fluconazol STADA

aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Fluconazol STADA

®

und wofür wird es angewendet?

Fluconazol STADA

gehört zur Arzneimittelklasse der so genannten

„Antimykotika“. Der Wirkstoff in Fluconazol STADA

ist Fluconazol.

Fluconazol STADA

wird angewendet zur Behandlung von Infektionen, die

durch Pilze verursacht sind. Es kann darüber hinaus auch zur Vorbeugung von

Candida-Infektionen angewendet werden. Candida ist ein Hefepilz und der

häufigste Erreger von Pilzinfektionen.

Erwachsene

Ihr Arzt kann Ihnen dieses Arzneimittel zur Behandlung der folgenden Arten von

Infektionen verordnen:

Kryptokokkenmeningitis – eine Pilzinfektion des Gehirns,

Kokzidioidomykose – eine Erkrankung der Bronchien und Atemwege,

Infektionen mit Candida, die im Blut, in Körperorganen (z.B. Herz, Lunge)

oder im Harntrakt nachweisbar sind,

Schleimhautsoor – Infektionen der Mund- und Rachenschleimhaut und

Zahnfleischentzündung,

Genitalsoor – Infektionen der Scheide oder des Penis,

Hautinfektionen – z.B. Fußpilz, Borkenflechte, Pilzinfektionen im

Leistenbereich, Nagelpilz.

Darüber hinaus können Sie Fluconazol STADA

aus den folgenden Gründen

erhalten:

zur Vorbeugung von Rückfällen einer Kryptokokkenmeningitis,

zur Vorbeugung von Rückfällen eines Schleimhautsoors,

zur Verminderung von Rückfällen bei Scheidensoor,

zur Vorbeugung von Infektionen durch Candida (wenn Ihr Immunsystem

geschwächt ist und nicht richtig arbeitet).

Kinder und Jugendliche (0 bis 17 Jahre)

Bei Kindern kann dieses Arzneimittel zur Behandlung der folgenden Arten von

Pilzinfektionen verordnet werden:

Schleimhautsoor – Infektion der Mund- und Rachenschleimhaut,

Infektionen mit Candida, die im Blut, in Körperorganen (z.B. Herz, Lunge)

oder im Harntrakt nachweisbar sind,

Kryptokokkenmeningitis – eine Pilzinfektion des Gehirns.

Darüber hinaus kann Fluconazol STADA

zur Vorbeugung von Infektionen durch Candida (wenn das Immunsystem

geschwächt ist und nicht richtig arbeitet),

zur Vorbeugung von Rückfällen einer Kryptokokkenmeningitis verordnet

werden.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Fluconazol STADA

®

beachten?

Fluconazol STADA

®

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Fluconazol, andere Arzneimittel, die Sie gegen

eine Pilzinfektion eingenommen haben, oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Mögliche

Beschwerden sind Juckreiz, Hautrötung und Atemprobleme,

wenn Sie Astemizol oder Terfenadin einnehmen (Arzneimittel aus der

Gruppe der Antihistaminika, die bei Allergien eingesetzt werden),

wenn Sie Cisaprid einnehmen (Arzneimittel gegen Magenbeschwerden),

wenn Sie Pimozid einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung psychischer

Erkrankungen),

wenn Sie Chinidin einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen),

wenn Sie Erythromycin einnehmen (Antibiotikum zur Behandlung von

Infektionen).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Fluconazol

STADA

®

einnehmen, wenn Sie

Leber- oder Nierenprobleme haben,

eine Herzerkrankung haben, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen,

einen zu hohen oder zu niedrigen Gehalt an Kalium, Kalzium oder

Magnesium im Blut haben,

schwere Hautreaktionen haben (wie Juckreiz, Hautrötung oder

Atemprobleme),

Anzeichen einer „Nebenniereninsuffizienz“ entwickeln. Dabei produzieren

die Nebennieren keine ausreichende Menge bestimmter Steroidhormone,

wie z.B. Cortisol (chronische oder lang anhaltende Erschöpfung,

Muskelschwäche, Appetitverlust, Gewichtsverlust, Unterleibsschmerzen).

Einnahme von Fluconazol STADA

®

zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen,

andere Arzneimittel anzuwenden.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie Astemizol, Terfenadin (ein

Antihistaminikum zur Behandlung von Allergien), Cisaprid (wird bei

Magenverstimmungen eingenommen), Pimozid (wird zur Behandlung von

psychischen Erkrankungen eingenommen), Chinidin (wird zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen eingenommen) oder Erythromycin (ein Antibiotikum zur

Behandlung von Infektionen) anwenden, da diese nicht zusammen mit

Fluconazol STADA

eingenommen werden dürfen (siehe Abschnitt „Fluconazol

STADA

darf NICHT eingenommen werden“).

Bei einigen Arzneimitteln sind Wechselwirkungen mit Fluconazol STADA

möglich. Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen/anwenden:

Rifampicin oder Rifabutin (Antibiotika gegen Infektionen),

Alfentanil, Fentanyl (Narkosemittel),

Amitriptylin, Nortriptylin (Arzneimittel gegen Depressionen),

Amphotericin B, Voriconazol (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen),

blutverdünnende Arzneimittel, die Blutgerinnsel verhindern (Warfarin oder

ähnliche Arzneimittel),

Benzodiazepine (Midazolam, Triazolam oder ähnliche Arzneimittel), die als

Schlafmittel oder gegen Angst eingesetzt werden,

Carbamazepin, Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanfälle [„Epilepsie“])

Nifedipin, Isradipin, Amlodipin, Felodipin und Losartan (gegen Hypertonie

[Bluthochdruck]),

Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus oder Tacrolimus (zur Vorbeugung einer

Transplantatabstoßung),

Cyclophosphamid, Vinca-Alkaloide (Vincristin, Vinblastin oder ähnliche

Arzneimittel) zur Behandlung von Krebserkrankungen,

Halofantrin (Arzneimittel gegen Malaria),

Statine (Atorvastatin, Simvastatin und Fluvastatin oder ähnliche Arzneimittel)

zur Senkung eines hohen Cholesterinspiegels,

Methadon (gegen Schmerzen),

Celecoxib, Flurbiprofen, Naproxen, Ibuprofen, Lornoxicam, Meloxicam,

Diclofenac (Nichtsteroidale Antirheumatika [NSAR]),

orale Kontrazeptiva („Pille“ zur Verhütung),

Prednison (Steroid),

Zidovudin, auch unter der Abkürzung AZT bekannt; Saquinavir (bei

Patienten mit HIV-Infektion),

Arzneimittel gegen Diabetes mellitus wie Chlorpropamid, Glibenclamid,

Glipizid oder Tolbutamid,

Theophyllin (bei Asthma),

Vitamin A (Nahrungsergänzungsmittel),

Amiodaron (zur Behandlung unregelmäßiger Herzschläge/„Arrhythmien“),

Hydrochlorothiazid (ein Diuretikum).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel

anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Einnahme von Fluconazol STADA

®

zusammen mit Nahrungsmitteln

und Getränken

Die Kapseln können zu den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten

eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sie sollten Fluconazol STADA

in der Schwangerschaft oder Stillzeit nur dann

einnehmen, wenn Ihr Arzt es Ihnen ausdrücklich gesagt hat.

Fragen Sie vor der Anwendung jeglicher Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Beim Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen ist zu

berücksichtigen, dass es gelegentlich zu Schwindelgefühl oder („epileptischen“)

Krampfanfällen kommen kann.

Fluconazol STADA

®

enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Fluconazol STADA

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber

bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Fluconazol STADA

®

einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie

sich nicht sicher sind.

Nehmen Sie die Kapseln unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (z.B. 1 Glas

Wasser). Sie sollten die Kapseln möglichst jeden Tag um die gleiche Uhrzeit

einnehmen.

Die folgende Tabelle gibt die empfohlenen Dosen des Arzneimittels bei den

verschiedenen Arten von Infektionen an:

Erwachsene

Erkrankung

Dosis

Behandlung von Kryptokokkenmeningitis

Am 1. Tag 400 mg und dann 1-mal

täglich 200 mg bis 400 mg über 6

bis 8 Wochen oder falls erforderlich

länger. Manchmal wird die Dosis auf

bis zu 800 mg erhöht.

Vorbeugung von Rückfällen von

Kryptokokkenmeningitis

1-mal täglich 200 mg bis Ihr Arzt die

Behandlung beendet

Behandlung von Kokzidioidomykose

1-mal täglich 200 mg bis 400 mg

über 11 bis 24 Monate oder auch

länger, falls nötig. Manchmal wird

die Dosis auf bis zu 800 mg erhöht.

Zur Behandlung innerer Pilzinfektionen,

die durch Candida verursacht sind

Am 1. Tag 800 mg und dann 1-mal

täglich 400 mg bis Ihr Arzt die

Behandlung beendet

Behandlung von Infektionen der Mund-

und Rachenschleimhaut und

Zahnfleischentzündung

Am 1. Tag 200 mg bis 400 mg und

dann 100 mg bis 200 mg bis Ihr Arzt

die Behandlung beendet

Behandlung von Schleimhautsoor - die

Dosis ist vom infizierten Körperbereich

abhängig

1-mal täglich 50 mg bis 400 mg über

7 bis 30 Tage bis Ihr Arzt die

Behandlung beendet

Vorbeugung von Rückfällen von

Infektionen der Mund- und

Rachenschleimhaut

1-mal täglich 100 mg bis 200 mg

oder 3mal pro Woche 200 mg,

solange das Infektionsrisiko besteht

Behandlung von Genitalsoor

Einmalig 150 mg

Verminderung von Rückfällen bei

Scheidensoor

150 mg jeden 3. Tag über

insgesamt 3 Dosen (an Tag 1, 4 und

7) und anschließend 1-mal

wöchentlich für 6 Monate, solange

das Infektionsrisiko besteht

Behandlung von Pilzinfektionen der Haut

und Nägel

Abhängig vom infizierten

Körperbereich 1-mal täglich 50 mg,

1-mal wöchentlich 150 mg, 300 mg

bis 400 mg 1-mal wöchentlich über

1 bis 4 Wochen (bei Fußpilz kann

die Behandlungsdauer bis zu 6

Wochen betragen, bei

Nagelinfektionen so lange

behandeln, bis der infizierte Nagel

ersetzt ist)

Vorbeugung von Infektionen durch

Candida (wenn das Immunsystem

geschwächt ist und nicht richtig arbeitet)

1-mal täglich 200 mg bis 400 mg,

solange das Infektionsrisiko besteht

Anwendung bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren

Wenden Sie die von Ihrem Arzt verordnete Dosis an (dies kann entweder die

Dosis für Erwachsene oder die Dosis für Kinder sein).

Anwendung bei Kindern bis 11 Jahre

Bei Kindern beträgt die Höchstdosis 400 mg pro Tag.

Die Dosis wird auf der Grundlage des Körpergewichts des Kindes (in

Kilogramm) berechnet.

Erkrankung

Tagesdosis

Schleimhautsoor und Racheninfektionen

mit Candida

– Dosis und Behandlungsdauer sind vom

Schweregrad und vom genauen Ort der

Infektion abhängig

3 mg je kg Körpergewicht (Am 1.

Tag können 6 mg je kg

Körpergewicht verabreicht werden.)

Kryptokokkenmeningitis oder innere

Pilzinfektionen durch Candida

6 mg bis 12 mg je kg Körpergewicht

Vorbeugung von Infektionen durch

Candida bei Kindern (wenn das

Immunsystem nicht richtig arbeitet)

3 mg bis 12 mg je kg Körpergewicht

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von 0 bis 4 Wochen

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von 3 bis 4 Wochen:

Es wird die gleiche Dosis wie oben angegeben verabreicht, aber nur alle 2

Tage. Die Höchstdosis beträgt 12 mg je kg Körpergewicht alle 48 Stunden.

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von unter 2 Wochen:

Es wird die gleiche Dosis wie oben angegeben verabreicht, aber nur alle 3

Tage. Die Höchstdosis beträgt 12 mg je kg Körpergewicht alle 72 Stunden.

Es kann sein, dass Ihr Arzt Ihnen eine andere Dosis verordnet als in den

Tabellen genannt. Nehmen Sie Ihr Arzneimittel immer so ein, wie es Ihnen Ihr

Arzt verordnet hat. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich

nicht sicher sind.

Ältere Patienten

Sofern Sie keine Nierenprobleme haben, sollten Sie die übliche Erwachsenen-

Dosis einnehmen.

Patienten mit Nierenproblemen

Ihr Arzt kann Ihre Dosis abhängig von der Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren

ändern.

Wenn Sie eine größere Menge von Fluconazol STADA

®

eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Kapseln auf einmal einnehmen, kann dies zu Unwohlsein

führen. Setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des

nächstgelegenen Krankenhauses in Verbindung. Eine Überdosierung kann zum

Beispiel dazu führen, dass Sie Dinge hören, sehen, fühlen oder denken, die

nicht real sind (Halluzinationen, Verfolgungswahn). Möglicherweise ist eine auf

die Beschwerden gerichtete Behandlung erforderlich (falls erforderlich mit die

Körperfunktionen unterstützenden Maßnahmen und einer Magenspülung).

Wenn Sie die Einnahme von Fluconazol STADA

®

vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme

vergessen haben. Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, sollten Sie diese

einnehmen, sobald Sie daran denken. Lassen Sie die vergessene Dosis jedoch

aus, wenn es fast Zeit für die nächste Dosis ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei einigen Menschen kommt es zu allergischen Reaktionen, allerdings sind

schwerwiegende allergische Reaktionen selten. Informieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine oder mehrere der folgenden Beschwerden

auftreten.

plötzliches pfeifendes Atemgeräusch, Atemprobleme oder Engegefühl im

Brustkorb,

Anschwellen von Augenlidern, Gesicht oder Lippen,

Juckreiz am gesamten Körper, Hautrötung oder juckende rote Flecken auf

der Haut,

Hautausschlag,

schwere Hautreaktionen wie ein blasenbildender Hautausschlag (der auch

den Mund und die Zunge betreffen kann).

Fluconazol STADA

kann Ihre Leberfunktion beeinträchtigen. Folgende

Symptome einer Leberfunktionsstörung können auftreten:

Müdigkeit,

Appetitlosigkeit,

Erbrechen,

Gelbfärbung der Haut oder des Weißen Ihrer Augen (Gelbsucht)

Wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, beenden Sie sofort die

Einnahme von Fluconazol STADA

und informieren Sie unverzüglich Ihren

Arzt.

Andere Nebenwirkungen:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bitte außerdem, wenn eine der

aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen,

Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen,

Anstieg von Blut- oder Leberwerten,

Hautausschlag.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Verringerung der Anzahl der roten Blutkörperchen, die zu Hautblässe und

Schwäche oder Atemnot führen kann,

Appetitminderung,

Unfähigkeit zu schlafen, Schläfrigkeit,

„Epileptische“ Krampfanfälle, Schwindelgefühl, Drehschwindel, Kribbeln,

Stechen oder Taubheitsgefühl, Veränderung des Geschmacksempfindens

Verstopfung, Verdauungsprobleme, Blähungen, Mundtrockenheit,

Muskelschmerzen,

Leberschädigung und Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht),

Quaddeln, Blasenbildung (Nesselsucht), Juckreiz, vermehrtes Schwitzen,

Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

zu niedrige Anzahl von weißen Blutkörperchen, die an der Infektionsabwehr

beteiligt sind, sowie von Blutzellen, die bei der Blutgerinnung eine Rolle

spielen,

rote oder violette Hautverfärbung, die durch eine niedrige Zahl an

Blutplättchen verursacht sein kann, andere Änderungen bei den Blutzellen,

Veränderung der Blutchemie (hoher Cholesterinspiegel, Fettgehalt),

niedriger Kaliumgehalt im Blut,

Zittern,

Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG), Veränderungen der

Herzfrequenz oder des Herzrhythmus,

Leberversagen,

allergische Reaktionen (manchmal schwer ausgeprägt), wie ein

ausgedehnter blasenbildender Hautausschlag und Abschälen der Haut,

schwere Hautreaktionen, Anschwellen der Lippen oder des Gesichts,

Haarausfall.

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar):

Überempfindlichkeitsreaktion mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen

Drüsen, erhöhter Konzentration einer Art von weißen Blutkörperchen

(Eosinophilie) und Entzündung innerer Organe (Leber, Lunge, Herz, Nieren

und Dickdarm) (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen

Symptomen [DRESS]).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Fluconazol STADA

®

aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „verwendbar bis“ oder „verw. bis“ angegebenen

Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den

letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die

Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen

damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter

www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Fluconazol STADA

®

50 mg Hartkapseln enthält

Der Wirkstoff ist Fluconazol.

1 Hartkapsel enthält 50 mg Fluconazol.

Die sonstigen Bestandteile sind

Kapselinhalt: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.),

Hochdisperses Siliciumdioxid, vorverkleisterte Stärke (Mais).

Kapselhülle: Gelatine, Indigocarmin (E 132), Titandioxid (E 171).

Wie Fluconazol STADA

®

50 mg Hartkapseln aussieht und Inhalt der

Packung

Kapseloberteil: hellblau opak; Kapselunterteil: weiß opak mit weißem Pulver

gefüllt.

Fluconazol STADA

50 mg Hartkapseln ist in Packungen mit 10, 14, 20, 28, 30,

42, 48, 50 und 100 Hartkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADAPHARM GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888, Internet: www.stadapharm.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

STADApharm GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Centrafarm Services B.V., Nieuwe Donk 9, 4897 AC Etten-Leur, The

Netherlands

Specifar S.A., 1, 28 Octovriou str., 123 51 Ag. Varvara, Athen

Griechenland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen

Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland:

Fluconazol STADA 50 mg Hartkapseln

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2019.

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Fluconazol STADA

50 mg Hartkapseln

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Hartkapsel enthält 50 mg Fluconazol.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Hartkapsel

Kapseloberteil: hellblau opak; Kapselunterteil: weiß opak mit weißem Pulver

gefüllt.

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Fluconazol wird bei den folgenden Pilzinfektionen angewendet (siehe Abschnitt

5.1).

Anwendung von Fluconazol bei Erwachsenen zur Behandlung von:

Kryptokokkenmeningitis (siehe Abschnitt 4.4),

Kokzidioidomykose (siehe Abschnitt 4.4),

invasiven Candidosen,

Schleimhaut-Candidosen, einschließlich oropharyngeale und ösophageale

Candidosen, Candidurien und chronisch-mukokutane Candidosen,

chronisch-atrophischen oralen Candidosen (Mundhöhlenerkrankungen bei

Zahnprothesenträgern), wenn zahnhygienische oder lokale Maßnahmen

nicht ausreichen,

akuten oder rezidivierenden Vaginal-Candidosen, wenn eine lokale Therapie

nicht geeignet ist,

Candida-Balanitis, wenn eine lokale Therapie nicht geeignet ist,

Dermatomykosen, einschließlich Tinea pedis, Tinea corporis, Tinea cruris,

Tinea versicolor und Candida-Infektionen der Haut, bei denen eine

systemische Behandlung angezeigt ist,

Tinea unguium (Onychomykose), wenn andere Wirkstoffe nicht geeignet

erscheinen.

Anwendung von Fluconazol bei Erwachsenen zur Prophylaxe von:

rezidivierender Kryptokokkenmeningitis, bei Patienten mit hohem

Rezidivpotenzial,

rezidivierenden oropharyngealen und ösophagealen Candidosen bei

Patienten mit HIV-Infektionen mit hohem Rückfallrisiko,

Verringerung der Inzidenz rezidivierender Vaginal-Candidosen (4 oder mehr

Episoden pro Jahr),

Candida-Infektionen bei Patienten mit anhaltender Neutropenie (wie z.B.

Patienten unter Chemotherapie bei bösartigen Bluterkrankungen oder

Patienten mit hämatopoetischer Stammzelltransplantation [siehe Abschnitt

5.1]).

Anwendung von Fluconazol bei termingerechten Neugeborenen, Säuglingen,

Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 17 Jahren:

Fluconazol wird zur Behandlung von Schleimhaut-Candidosen (oropharyngeal

und ösophageal), invasiven Candidosen, Kryptokokkenmeningitis sowie zur

Prophylaxe von Candida-Infektionen bei abwehrgeschwächten Patienten

angewendet. Zur Prävention rezidivierender Kryptokokkenmeningitis kann

Fluconazol als Erhaltungstherapie bei Kindern mit hohem Rückfallrisiko (siehe

Abschnitt 4.4) eingesetzt werden.

Die Therapie kann begonnen werden, bevor Ergebnisse von Kulturen und

andere Laborwerte vorliegen. Sobald diese Ergebnisse verfügbar sind, sollte

die antiinfektive Therapie entsprechend angepasst werden.

Die offiziellen Leitlinien zum angemessenen Gebrauch von Antimykotika sind zu

berücksichtigen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosierung sollte sich an Art und Schweregrad der Pilzinfektion orientieren.

Bei Infektionen, bei denen wiederholte Gaben notwendig sind, sollte die

Behandlung so lange fortgesetzt werden, bis die klinischen Parameter oder

Laborwerte bestätigen, dass die aktive Pilzinfektion abgeklungen ist. Eine

unzureichende Behandlungsdauer kann ein Wiederauftreten der aktiven

Pilzinfektion zur Folge haben.

Erwachsene

Indikationen

Dosierung

Behandlungsdauer

Kryptokokkosen

- Behandlung von

Kryptokokkenmeningitis.

Anfangsdosis:

400 mg an Tag 1

nachfolgende Dosis:

200 mg bis 400 mg

pro Tag

Üblicherweise mindestens 6

bis 8 Wochen. Bei

lebensbedrohlichen

Infektionen kann die

Tagesdosis auf 800 mg

erhöht werden.

Indikationen

Dosierung

Behandlungsdauer

- Erhaltungstherapie zur

Rezidivprophylaxe von

Kryptokokkenmeningitis

bei Patienten mit hohem

Rückfallrisiko.

200 mg pro Tag

Unbegrenzt bei einer

Tagesdosis von 200 mg.

Kokzidioidomyk

ose

200 mg bis 400 mg

Abhängig vom Patienten 11

bis 24 Monate oder länger.

Bei einigen Infektionen und

speziell bei Meningen-

Infektionen kann die Gabe

von 800 mg pro Tag erwogen

werden.

invasive

Candidosen

Anfangsdosis:

800 mg an Tag 1

nachfolgende Dosis:

400 mg pro Tag

Im Allgemeinen wird

empfohlen, die Behandlung

bei Candidämien nach der

ersten negativen Blutkultur

und nach dem Abklingen der

Candidämie-Symptome noch

für weitere 2 Wochen

fortzusetzen.

Behandlung von

Schleimhaut-

Candidosen

- oropharyngeale

Candidose

Anfangsdosis:

200 mg bis 400 mg

an Tag 1

nachfolgende Dosis:

100 mg bis 200 mg

pro Tag

7 bis 21 Tage (bis zur

Remission der

oropharyngealen Candidose).

Bei Patienten mit stark

geschwächter Immunabwehr

kann die Behandlungsdauer

verlängert werden.

- ösophageale Candidose

Anfangsdosis:

200 mg bis 400 mg

an Tag 1

nachfolgende Dosis:

100 mg bis 200 mg

pro Tag

14 bis 30 Tage (bis zur

Remission der ösophagealen

Candidose).

Bei Patienten mit stark

geschwächter Immunabwehr

kann die Behandlungsdauer

verlängert werden.

- Candidurie

200 mg bis 400 mg

pro Tag

7 bis 21 Tage. Bei Patienten

mit stark geschwächter

Immunabwehr kann die

Behandlungsdauer verlängert

werden.

- chronisch-atrophische

Candidose

50 mg pro Tag

14 Tage

- chronisch-mukokutane

Candidose

50 mg bis 100 mg

pro Tag

Bis zu 28 Tagen, abhängig

vom Schweregrad der

Infektion und des

zugrundeliegenden

Immundefekts sowie der

Infektion auch länger.

Indikationen

Dosierung

Behandlungsdauer

Rezidivprophyla

xe von

Schleimhaut-

Candidosen bei

HIV-Patienten

mit hohem

Rezidivrisiko

- oropharyngeale

Candidose

100 mg bis 200 mg

täglich oder 200 mg

3-mal wöchentlich

Bei Patienten mit chronischer

Immunsuppression auf

unbestimmte Zeit .

- ösophageale Candidosen 100 mg bis 200 mg

täglich oder 200 mg

3-mal wöchentlich .

Bei Patienten mit chronischer

Immunsuppression auf

unbestimmte Zeit.

Genital-

Candidosen

- akute Vaginal-

Candidose

- Candida-Balanitis

150 mg

Einzeldosis

- Behandlung und

Prophylaxe von

rezidivierenden Vaginal-

Candidosen (vier oder

mehr Episoden pro Jahr)

150 mg jeden 3. Tag

über insgesamt 3

Dosen (Tag 1, 4 und

7), anschließend

Erhaltungsdosis mit

150 mg einmal

wöchentlich

Erhaltungsdosis: 6 Monate.

Dermatomykose

n

- Tinea pedis,

- Tinea corporis,

- Tinea cruris,

- Candida-Infektionen

150 mg 1-mal

wöchentlich oder 50

mg 1-mal täglich

2 bis 4 Wochen. Bei Tinea

pedis kann eine Behandlung

über bis zu 6 Wochen

notwendig sein.

- Tinea versicolor

300 mg bis 400 mg

1-mal wöchentlich

1 bis 3 Wochen

50 mg 1-mal täglich

2 bis 4 Wochen

Indikationen

Dosierung

Behandlungsdauer

- Tinea unguium

(Onychomykose)

150 mg 1-mal

wöchentlich

Die Behandlung sollte

fortgesetzt werden, bis der

infizierte Nagel erneuert

wurde (der gesunde Nagel

nachwächst). Das

Nachwachsen von

Fingernägeln bzw.

Zehennägeln dauert

üblicherweise 3 bis 6 bzw. 6

bis 12 Monate. Die

Wachstumsgeschwindigkeit

kann jedoch individuell und

altersabhängig stark

variieren. Nach erfolgreicher

Behandlung von langfristigen

chronischen Infektionen kann

gelegentlich eine

Deformierung des Nagels

fortbestehen.

Prophylaxe von

Candida-

Infektionen bei

Patienten mit

anhaltender

Neutropenie

200 mg bis 400 mg

Die Behandlung sollte

mehrere Tage vor dem

erwarteten Beginn der

Neutropenie begonnen und

nach Abklingen der

Neutropenie (wenn die

Neutrophilenzahl wieder auf

>1.000 Zellen/mm

angestiegen ist) noch über

weitere 7 Tage fortgesetzt

werden.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Die Dosierung ist in Abhängigkeit der Nierenfunktion anzupassen (siehe

„Eingeschränkte Nierenfunktion“).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei einmaliger Verabreichung ist keine Dosisanpassung notwendig. Bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (einschließlich von Kindern und

Jugendlichen), die mehrere Dosen Fluconazol erhalten sollen, sollte abhängig

von der für die jeweilige Indikation empfohlenen Tagesdosis eine Anfangsdosis

von 50 mg bis 400 mg verabreicht werden. Im Anschluss an diese initiale

Aufsättigungsdosis sollte sich die Tagesdosis (entsprechend der Indikation) an

der folgenden Tabelle orientieren:

Kreatinin-Clearance (ml/min)

Prozent der empfohlenen Dosis

>50

100%

≤50 (keine Dialyse)

regelmäßige Dialyse

100% nach jeder Dialyse

Patienten mit regelmäßiger Dialysebehandlung sollten nach der Dialyse 100%

der empfohlenen Dosis erhalten. An dialysefreien Tagen sollten die Patienten

eine entsprechend Ihrer Kreatinin-Clearance verringerte Dosis erhalten.

Eingeschränkte Leberfunktion

Da nur begrenzte Daten zu Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

vorliegen, muss Fluconazol bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen mit

Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen sollte eine Höchstdosis von 400 mg pro Tag nicht

überschritten werden.

Wie auch bei den entsprechenden Infektionen bei Erwachsenen, orientiert sich

die Behandlungsdauer am klinischen und mykologischen Ansprechen.

Fluconazol wird als tägliche Einmalgabe verabreicht.

Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mit eingeschränkter

Nierenfunktion siehe Dosierung unter „Eingeschränkte Nierenfunktion". Bei

Kindern und Jugendlichen mit eingeschränkter Nierenfunktion wurde die

Pharmakokinetik von Fluconazol nicht untersucht (zu termingerechten

Neugeborenen, die häufig eine primäre renale Unreife aufweisen, siehe den

nachfolgenden Abschnitt).

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder (im Alter von 28 Tagen bis 11 Jahren)

Indikation

Dosierung

Empfehlungen

- Schleimhaut-

Candidosen

Anfangsdosis: 6 mg/kg

nachfolgende Dosis: 3 mg/kg

pro Tag

Die Anfangsdosis kann am 1. Tag

verabreicht werden, um schneller

Steady-State-Konzentrationen zu

erreichen

- invasive Candidosen

- Kryptokokkenmeningitis

Dosis: 6 bis 12 mg/kg pro Tag

abhängig vom Schweregrad der

Erkrankung

- Erhaltungstherapie zur

Prävention

rezidivierender

Kryptokokkenmeningiti

s bei Kindern mit hohem

Rezidivrisiko

Dosis: 6 mg/kg pro Tag

abhängig vom Schweregrad der

Erkrankung

- Prophylaxe von Candida-

Infektionen bei

abwehrgeschwächten

Patienten

Dosis: 3 bis 12 mg/kg pro Tag

abhängig von Schweregrad und

Dauer der vorliegenden Neutropenie

(siehe Dosierung bei Erwachsenen)

Jugendliche (im Alter von 12 bis 17 Jahren)

Der verordnende Arzt muss abhängig vom Körpergewicht und der pubertären

Entwicklung beurteilen, welche Dosierung (die Dosierung für Erwachsene oder

die Dosierung für Kinder) geeignet ist. Die klinischen Daten zeigen, dass Kinder

eine höhere Fluconazol-Clearance aufweisen als Erwachsene. Eine Dosis von

100, 200 und 400 mg bei Erwachsenen entspricht bei Kindern einer Dosis von

3, 6 und 12 mg/kg, um eine vergleichbare systemische Exposition zu erreichen.

In der Pädiatrie wurde die Sicherheit und Wirksamkeit bei Genital-Candidosen

nicht untersucht. Die derzeit vorliegenden Daten zu anderen Indikationen bei

Kindern und Jugendlichen werden in Abschnitt 4.8 beschrieben. Wenn bei

Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) die Behandlung einer Genital- Candidose

unbedingt notwendig ist, sollte die Dosierung wie bei Erwachsenen erfolgen.

Termingerechte Neugeborene (0 bis 27 Tage)

Neugeborene scheiden Fluconazol langsam aus. Es liegen nur wenige

pharmakokinetische Daten vor, die diese Dosierungen bei Neugeborenen

unterstützen (siehe Abschnitt 5.2).

Altersgruppe

Dosierung

Empfehlungen

Neugeborene (0 bis

14 Tage)

Verabreichung der mg/kg-Dosis

für Säuglinge, Kleinkinder und

Kinder alle 72 Stunden

Eine Höchstdosis von 12 mg/kg alle 72

Stunden sollte nicht überschritten

werden.

Neugeborene (15 bis

27 Tage)

Verabreichung der mg/kg-Dosis

für Säuglinge, Kleinkinder und

Kinder alle 48 Stunden

Eine Höchstdosis von 12 mg/kg alle 48

Stunden sollte nicht überschritten

werden.

Art der Anwendung

Abhängig vom klinischen Zustand des Patienten kann Fluconazol entweder oral

oder als intravenöse Infusion verabreicht werden. Bei einem Wechsel von der

intravenösen zur oralen Verabreichung und umgekehrt ist keine Änderung der

Tagesdosis erforderlich.

Die Kapseln sollen ungeöffnet und unzerkaut unabhängig von den Mahlzeiten

eingenommen werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, verwandte Azolderivate oder einen

der sonstigen Bestandteile (siehe Abschnitt 6.1).

Auf Grundlage der Ergebnisse einer Wechselwirkungsstudie mit Mehrfachgabe

ist die gleichzeitige Verabreichung mit Terfenadin kontraindiziert, wenn der

Patient wiederholte Fluconazol-Dosen in Höhe von 400 mg oder mehr pro Tag

erhält. Ebenso ist bei mit Fluconazol behandelten Patienten die gleichzeitige

Verabreichung anderer Arzneimittel kontraindiziert, die bekanntermaßen das

QT-Intervall verlängern und über das Cytochrom(CYP)-P450-Isoenzym 3A4

metabolisiert werden, wie z.B. Cisaprid, Astemizol, Pimozid, Chinidin und

Erythromycin (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die

Anwendung

Tinea capitis

Fluconazol wurde zur Behandlung einer Tinea capitis bei Kindern untersucht.

Es zeigte sich keine Überlegenheit gegenüber Griseofulvin und die

Gesamterfolgrate lag unter 20%. Daher sollte Fluconazol nicht bei Tinea capitis

angewendet werden.

Kryptokokkose

Die Nachweise zur Wirksamkeit von Fluconazol bei der Behandlung von

Kryptokokkosen an anderen Lokalitäten (z.B. pulmonale oder kutane

Kryptokokkosen) sind begrenzt, sodass keine Dosierungsangaben gemacht

werden können.

Tiefe endemische Mykosen

Die Nachweise zur Wirksamkeit von Fluconazol bei der Behandlung von

anderen endemischen Mykosen, wie z.B. Parakokzidioidomykose,

lymphokutane Sporotrichose und Histoplasmose sind begrenzt, sodass keine

Dosierungsangaben gemacht werden können.

Nieren

Fluconazol muss bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung mit Vorsicht

angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).

Leber und Gallenwege

Fluconazol muss bei Patienten mit Leberfunktionsstörung mit Vorsicht

angewendet werden.

In seltenen Fällen war die Anwendung von Fluconazol mit einer

schwerwiegenden Hepatotoxizität verbunden, die in einigen Fällen zum Tod

führte. Hiervon waren insbesondere Patienten mit schweren

Grunderkrankungen betroffen. In den Fällen einer durch Fluconazol

ausgelösten Hepatotoxizität ließ sich kein Zusammenhang mit der Tagesdosis,

der Behandlungsdauer sowie Alter und Geschlecht des Patienten herstellen.

Die Hepatotoxizität war in der Regel nach Absetzen von Fluconazol reversibel.

Patienten, bei denen während der Behandlung mit Fluconazol eine Abweichung

der Leberwerte auftritt, müssen engmaschig auf das Auftreten einer schwereren

Leberschädigung überwacht werden. Die Patienten sollten auf mögliche

Symptome einer schwerwiegenden Leberschädigung hingewiesen werden

(ausgeprägte Asthenie, Anorexie, anhaltende Übelkeit, Erbrechen und Ikterus).

Die Behandlung mit Fluconazol sollte sofort abgebrochen werden und der

Patient sollte einen Arzt aufsuchen.

Herz-Kreislauf-System

Einige Azole einschließlich Fluconazol gingen mit einer Verlängerung des QT-

Intervalls im EKG einher. Im Rahmen der Post-Marketing-Überwachung wurde

in sehr seltenen Fällen bei mit Fluconazol behandelten Patienten über eine

Verlängerung des QT-Intervalls und Torsade de pointes berichtet. Diese

Berichte betrafen unter anderem schwerkranke Patienten mit vielfältigen

verzerrenden Risikofaktoren wie strukturellen Herzerkrankungen,

Elektrolytanomalien und Begleitmedikationen, die ebenfalls ursächlich gewesen

sein könnten.

Fluconazol muss bei Patienten mit diesen potenziell proarrhythmischen

Störungen mit Vorsicht angewendet werden. Die gleichzeitige Anwendung von

anderen Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern und

über das Cytochrom P450 (CYP) 3A4 metabolisiert werden, ist kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Halofantrin

Es wurde gezeigt, dass Halofantrin in der empfohlenen therapeutischen Dosis

das QT

-Intervall verlängert und ein CYP3A4-Substrat ist. Die gleichzeitige

Anwendung von Fluconazol und Halofantrin wird daher nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.5).

Dermatologische Reaktionen

In seltenen Fällen entwickelten Patienten unter einer Fluconazol-Behandlung

exfoliative Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische

epidermale Nekrolyse. AIDS-Patienten neigen bei vielen Arzneimitteln eher zur

Ausbildung schwerer Hautreaktionen. Wenn sich bei einem Patienten, der

wegen einer oberflächlichen Pilzinfektion behandelt wird, ein auf Fluconazol

zurückgeführter Hautausschlag entwickelt, sollte die Behandlung mit diesem

Arzneimittel abgebrochen werden. Patienten mit invasiven/systemischen

Pilzinfektionen, bei denen es zu einem Hautausschlag kommt, müssen

sorgfältig beobachtet werden und Fluconazol sollte abgesetzt werden, sobald

Blasen auftreten oder sich ein Erythema multiforme entwickelt.

Nebenniereninsuffizienz

Es ist bekannt, dass Ketoconazol eine Nebenniereninsuffizienz verursachen

kann; dies kann auch – wenn auch selten – für die Anwendung von Fluconazol

zutreffen.

Nebenniereninsuffizienz im Zusammenhang mit einer gleichzeitigen Prednison-

Behandlung wird in Abschnitt 4.5 (Einfluss von Fluconazol auf andere

Arzneimittel) beschrieben.

Überempfindlichkeit

In seltenen Fällen wurde eine Anaphylaxie beschrieben (siehe Abschnitt 4.3

und 4.8).

Cytochrom P450

Fluconazol ist ein starker CYP2C9-Inhibitor und ein mäßiger CYP3A4-Inhibitor.

Darüber hinaus ist Fluconazol ein Inhibitor von CYP2C19. Mit Fluconazol

behandelte Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die eine enge

therapeutische Breite aufweisen und über CYP2C9, CYP2C19 oder CYP3A4

metabolisiert werden, müssen überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).

Terfenadin

Patienten, die gleichzeitig Fluconazol in Dosen von weniger als 400 mg/Tag

und Terfenadin erhalten, müssen engmaschig überwacht werden (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.5).

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-

Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Fluconazol STADA nicht

einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel ist kontraindiziert:

Cisaprid

Bei Patienten, die gleichzeitig Fluconazol und Cisaprid erhielten, wurden

kardiale Ereignisse einschließlich Torsade de pointes beschrieben. In einer

kontrollierten Studie, in der 1-mal täglich 200 mg Fluconazol zusammen mit 4-

mal täglich 20 mg Cisaprid verabreicht wurde, kam es zu einem signifikanten

Anstieg der Cisaprid-Plasmakonzentration und zu einer Verlängerung des QT

Intervalls. Die gleichzeitige Behandlung mit Cisaprid und Fluconazol ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Terfenadin

Da bei Patienten, die Azol-Antimykotika in Verbindung mit Terfenadin erhielten,

sekundär zu einer QT

-Verlängerung schwerwiegende Herzrhythmusstörungen

auftraten, wurden Wechselwirkungsstudien durchgeführt. In einer Studie kam

es unter 200 mg Fluconazol pro Tag nicht zu einer Verlängerung des QT

Intervalls. In einer anderen Studie, in der Fluconazol in Dosen von 400 mg und

800 mg pro Tag verabreicht wurde, bewirkte Fluconazol in einer Dosis von 400

mg pro Tag und darüber bei gemeinsamer Verabreichung einen signifikanten

Anstieg der Terfenadin-Plasmakonzentration. Die gleichzeitige Gabe von

Fluconazol in Tagesdosen von 400 mg oder darüber und Terfenadin ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).Bei gleichzeitiger Gabe von Fluconazol in

Dosen unter 400 mg pro Tag mit Terfenadin muss die Behandlung engmaschig

überwacht werden.

Astemizol

Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Astemizol kann die Clearance von

Astemizol verringern. Die daraus resultierende erhöhte Astemizol-

Plasmakonzentration kann zu einer Verlängerung des QT-Intervalls und in

seltenen Fällen zu Torsade de pointes führen. Die gleichzeitige Anwendung von

Astemizol und Fluconazol ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Pimozid

Auch wenn dies weder in vitro noch in vivo untersucht wurde, könnte die

gleichzeitige Gabe von Fluconazol mit Pimozid zu einer Hemmung des

Pimozid-Metabolismus führen. Erhöhte Pimozid-Plasmakonzentrationen können

zu einer Verlängerung des QT-Intervalls und in seltenen Fällen zu Torsade de

pointes führen. Die gleichzeitige Anwendung von Fluconazol und Pimozid ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Chinidin

Auch wenn dies weder in vitro noch in vivo untersucht wurde, könnte die

gleichzeitige Gabe von Fluconazol mit Chinidin zu einer Hemmung des

Chinidin-Metabolismus führen. Die Anwendung von Chinidin war mit einer

Verlängerung des QT-Intervalls und in seltenen Fällen mit Torsade de pointes

verbunden. Die gleichzeitige Anwendung von Fluconazol und Chinidin ist

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Erythromycin

Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Erythromycin kann das Risiko einer

Kardiotoxizität (verlängertes QT-Intervall, Torsade de pointes) und damit eines

plötzlichen Herztods erhöhen. Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und

Erythromycin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel wird nicht

empfohlen:

Halofantrin

Fluconazol kann über eine hemmende Wirkung auf CYP3A4 die

Plasmakonzentration von Halofantrin erhöhen. Die gleichzeitige Gabe von

Fluconazol und Halofantrin kann das Risiko einer Kardiotoxizität (verlängertes

QT-Intervall, Torsade de pointes) und damit eines plötzlichen Herztods

erhöhen. Diese Kombination sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).

Amiodaron

Die gleichzeitige Verabreichung von Fluconazol zusammen mit Amiodaron kann

zu einer QT-Verlängerung führen. Deswegen ist bei der gleichzeitigen

Anwendung beider Wirkstoffe Vorsicht geboten; vor allem bei hoch dosiertem

Fluconazol (800 mg).

Bei gleichzeitiger Anwendung der folgenden anderen Arzneimittel ist

Vorsicht geboten und eine Dosisanpassung erforderlich:

Einfluss anderer Arzneimittel auf Fluconazol:

Rifampicin

Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Rifampicin führte zu einer

Verringerung der Fluconazol-AUC um 25% und zu einer Verkürzung der

Halbwertszeit von Fluconazol um 20%. Daher ist bei Patienten, die gleichzeitig

Rifampicin erhalten, eine Dosiserhöhung von Fluconazol in Betracht zu ziehen.

Hydrochlorothiazid

In einer pharmakokinetischen Wechselwirkungsstudie ließ die gleichzeitige

Verabreichung von Hydrochlorothiazid-Mehrfachdosen und Fluconazol bei

gesunden Probanden die Plasmakonzentration von Fluconazol um 40%

ansteigen. Das Ausmaß dieses Effekts sollte keine Anpassung des Dosis-

Regimes von Fluconazol erfordern bei Patienten, die gleichzeitig mit Diuretika

behandelt werden.

Wechselwirkungsstudien haben gezeigt, dass die gleichzeitige Verabreichung

von oralem Fluconazol mit Nahrung, Cimetidin, Antazida oder nach

Ganzkörperbestrahlung im Rahmen einer Knochenmarktransplantation die

Resorption von Fluconazol nicht in klinisch relevanter Weise beeinträchtigt.

Einfluss von Fluconazol auf andere Arzneimittel

Fluconazol ist ein starker Inhibitor des Cytochrom(CYP)-450-Isoenzyms 2C9

und ein mäßiger CYP3A4-Inhibitor. Darüber hinaus ist Fluconazol ein Inhibitor

des Isoenzyms CYP2C19. Zusätzlich zu den weiter unten beschriebenen

beobachteten/dokumentierten Wechselwirkungen besteht ein Risiko für erhöhte

Plasmakonzentrationen anderer über CYP2C9 und CYP3A4 metabolisierter

Wirkstoffe, wenn diese gemeinsam mit Fluconazol verabreicht werden. Daher

ist bei derartigen Kombinationen Vorsicht geboten und die Patienten sollten

sorgfältig überwacht werden. Aufgrund der langen Halbwertszeit von Fluconazol

hält die enzymhemmende Wirkung von Fluconazol noch 4 bis 5 Tage nach

Beendigung der Behandlung an (siehe Abschnitt 4.3).

Alfentanil

Bei gesunden Probanden erhöhte sich bei gleichzeitiger Gabe von 400 mg

Fluconazol und 20 μg/kg intravenösem Alfentanil die AUC

von Alfentanil,

vermutlich durch eine CYP3A4-Hemmung, um das 2-Fache. Gegebenenfalls ist

eine Dosisanpassung von Alfentanil erforderlich.

Amitriptylin, Nortriptylin

Fluconazol verstärkt die Wirkung von Amitriptylin und Nortriptylin. Zu Beginn

einer Kombinationstherapie und nach 1 Woche können die 5-Nortriptylin-

und/oder S-Amitriptylin-Konzentrationen bestimmt werden. Falls erforderlich

sollte die Dosis von Amitriptylin/Nortriptylin angepasst werden.

Amphotericin B

Die gleichzeitige Verabreichung von Fluconazol und Amphotericin B hatte bei

infizierten normalen und immunsupprimierten Mäusen folgende Wirkungen:

einen kleinen additiven antimykotischen Effekt auf systemische Infektionen mit

C. albicans, keine Wechselwirkungen bei intrakraniellen Infektionen mit

Cryptococcus neoformans und einen Antagonismus der beiden Wirkstoffe bei

systemischen Infektionen mit A. fumigatus. Die klinische Bedeutung der

Ergebnisse dieser Untersuchungen ist nicht bekannt.

Antikoagulantien

Nach der Markteinführung wurden, wie auch unter anderen Azol-Antimykotika,

bei gleichzeitig mit Fluconazol und Warfarin behandelten Patienten

Blutungsereignisse (Blutergüsse, Nasenbluten, gastrointestinale Blutungen,

Hämaturie und Meläna) beobachtet, die in Verbindung mit einer verlängerten

Prothrombinzeit standen. Unter der gleichzeitigen Behandlung mit Fluconazol

und Warfarin war die Prothrombinzeit, vermutlich über eine Hemmung des

Warfarin-Metabolismus durch CYP2C9, bis zum 2-Fachen verlängert. Bei

Patienten, die Antikoagulantien vom Cumarin-Typ oder Indandione zusammen

mit Fluconazol erhalten, muss die Prothrombinzeit sorgfältig überwacht werden.

Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung des Antikoagulans notwendig.

Benzodiazepine (kurzwirksam), z.B. Midazolam, Triazolam

Nach oraler Anwendung von Midazolam führte Fluconazol zu einem deutlichen

Anstieg der Serumkonzentration und psychomotorischen Wirkung von

Midazolam. Die gleichzeitige orale Einnahme von 200 mg Fluconazol und 7,5

mg Midazolam erhöhte die AUC und die Halbwertszeit von Midazolam um das

3,7- bzw 2,2-Fache. Die gleichzeitige tägliche Gabe von 200 mg Fluconazol und

0,25 mg Triazolam oral erhöhte die AUC und die Halbwertszeit von Triazolam

um das 4,4- bzw. 2,3-Fache. Unter gleichzeitiger Behandlung mit Fluconazol

wurde eine Potenzierung und Verlängerung der Wirkung von Triazolam

beobachtet. Wenn bei einem mit Fluconazol behandelten Patienten die

gleichzeitige Anwendung von Benzodiazepinen erforderlich ist, ist eine

Verringerung der Benzodiazepin-Dosis in Betracht zu ziehen und der Patient

entsprechend zu überwachen.

Carbamazepin

Fluconazol hemmt den Metabolismus von Carbamazepin, und es wurde ein

Anstieg der Carbamazepin-Serumkonzentration um 30% beobachtet. Es kann

zu einer Carbamazepin-Toxizität kommen. Abhängig von den gemessenen

Konzentrationen bzw. Auswirkungen kann eine Dosisanpassung von

Carbamazepin erforderlich sein.

Calciumkanalblocker

Bestimmte Calciumkanalblocker (Nifedipin, Isradipin, Amlodipin, Verapamil und

Felodipin) werden durch CYP3A4 metabolisiert. Fluconazol kann die

systemische Exposition von Calciumkanalblockern erhöhen. Eine engmaschige

Überwachung auf Nebenwirkungen wird empfohlen.

Celecoxib

Unter der gleichzeitigen Gabe von Fluconazol (200 mg pro Tag) und Celecoxib

(200 mg) kam es zu einem Anstieg der maximalen Plasmakonzentration von

Celecoxib um 68% und der AUC um 134%. Bei gemeinsamer Verabreichung

mit Fluconazol ist möglicherweise die Hälfte der Celecoxib-Dosis ausreichend.

Cyclophosphamid

Die gemeinsame Verabreichung von Cyclophosphamid und Fluconazol hat

erhöhte Bilirubin- und Kreatinin-Serumkonzentrationen zur Folge. Bei

Anwendung dieser Kombination müssen die Risiken erhöhter Bilirubin- und

Kreatinin-Serumkonzentrationen verstärkt beachtet werden.

Fentanyl

Es wurde ein Fall einer Fentanyl-Intoxikation aufgrund einer möglichen

Fentanyl-Fluconazol-Wechselwirkung mit tödlichem Ausgang beschrieben.

Darüber hinaus wurde bei gesunden Probanden gezeigt, dass Fluconazol die

Elimination von Fentanyl signifikant verzögerte. Erhöhte Fentanyl-

Konzentrationen können zu einer Atemdepression führen. Die Patienten sollten

im Hinblick auf eine Atemdepression engmaschig überwacht werden. Eine

Dosisanpassung des Fentanyl kann notwendig werden.

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren

Bei gleichzeitiger Gabe von Fluconazol und HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren,

die über CYP3A4 (wie Atorvastatin und Simvastatin) oder CYP2C9 (wie

Fluvastatin) metabolisiert werden, ist das Myopathie- und Rhabdomyolyse-

Risiko erhöht. Wenn die gleichzeitige Anwendung als notwendig erachtet wird,

müssen die Patienten auf Symptome einer Myopathie und Rhabdomyolyse

beobachtet und die Kreatinkinase-Konzentrationen überwacht werden. Die

Behandlung mit dem HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor sollte bei einem deutlichen

Anstieg der Kreatinkinase-Konzentrationen oder bei Nachweis oder Verdacht

auf eine Myopathie oder Rhabdomyolyse abgebrochen werden.

Immunsuppressoren (z.B. Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus und Tacrolimus)

Ciclosporin

Fluconazol bewirkt einen signifikanten Anstieg der Konzentration und AUC von

Ciclosporin. Bei gleichzeitiger Behandlung mit täglich 200 mg Fluconazol und

2,7 mg/kg Ciclosporin zeigte sich eine Erhöhung der AUC von Ciclosporin um

das 1,8-Fache. Diese Kombination kann angewendet werden, wenn die

Ciclosporin-Dosis abhängig von der Ciclosporin-Konzentration reduziert wird.

Everolimus

Obwohl dies weder in vivo noch in vitro untersucht wurde, kann Fluconazol die

Serumkonzentration von Everolimus durch eine CYP3A4-Hemmung erhöhen.

Sirolimus

Fluconazol erhöht wahrscheinlich durch eine Hemmung des Metabolismus von

Sirolimus über CYP3A4 und P-Glykoprotein die Plasmakonzentration von

Sirolimus. Diese Kombination kann angewendet werden, wenn die Dosis von

Sirolimus entsprechend der Wirkung/gemessenen Konzentration angepasst

wird.

Tacrolimus

Fluconazol kann durch Hemmung des intestinalen Tacrolimus-Metabolismus

über CYP3A4 die Serumkonzentration von oral verabreichtem Tacrolimus bis

zu 5-fach erhöhen. Bei intravenöser Gabe von Tacrolimus wurden keine

signifikanten pharmakokinetischen Änderungen beobachtet. Erhöhte

Tacrolimus-Serumspiegel waren mit einer Nephrotoxizität verbunden. Die

Dosierung von oral verabreichtem Tacrolimus sollte abhängig von der

Tacrolimus-Konzentration reduziert werden.

Losartan

Fluconazol hemmt den Metabolismus von Losartan in seinen aktiven

Metaboliten (E-3174), der für den Großteil der Angiotensin-II-Rezeptor-

antagonisierenden Wirkung einer Behandlung mit Losartan verantwortlich ist.

Der Blutdruck der Patienten sollte kontinuierlich überwacht werden.

Methadon

Fluconazol kann die Serumkonzentration von Methadon erhöhen.

Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung von Methadon erforderlich.

Nichtsteroidale Antirheumatika

Bei gemeinsamer Verabreichung mit Fluconazol war die C

und AUC von

Flurbiprofen im Vergleich zur alleinigen Verabreichung von Flurbiprofen um

23% bzw. 81% erhöht. In vergleichbarer Weise waren bei gemeinsamer

Verabreichung von Fluconazol und Ibuprofen (400 mg als Razemat) die C

und AUC des pharmakologisch aktiven Isomers [S-(+)-Ibuprofen] gegenüber

der alleinigen Verabreichung von Ibuprofen (als Razemat) um 15% bzw. 82%

erhöht.

Auch wenn dies nicht speziell untersucht wurde, kann Fluconazol die

systemische Exposition von anderen über CYP2C9 metabolisierten NSAR (wie

Naproxen, Lornoxicam, Meloxicam und Diclofenac) erhöhen. Es wird eine

engmaschige Überwachung auf NSAR-abhängige Nebenwirkungen und

Toxizitäten empfohlen. Gegebenenfalls kann eine Dosisanpassung der NSAR

erforderlich sein.

Phenytoin

Fluconazol hemmt den hepatischen Metabolismus von Phenytoin. Die

gleichzeitige, wiederholte i.v.-Gabe von 200 mg Fluconazol und 250 mg

Phenytoin führte zu einer Erhöhung der AUC

und C

von Phenytoin um 75%

bzw. 128%. Bei gemeinsamer Verabreichung sollten die Phenytoin-

Serumkonzentrationen überwacht werden, um eine Phenytoin-Toxizität zu

vermeiden.

Prednison

Es gibt einen Fallbericht von einem Patienten mit Lebertransplantat, der mit

Prednison behandelt wurde und nach Absetzen einer 3-monatigen Fluconazol-

Therapie eine akute Nebennierenrindeninsuffizienz entwickelte. Das Absetzen

von Fluconazol hatte wahrscheinlich eine verstärkte Aktivität von CYP3A4 zur

Folge, die den Prednison-Metabolismus verstärkte. Patienten, die eine

Langzeitbehandlung mit Fluconazol und Prednison erhalten, müssen nach

Absetzen von Fluconazol sorgfältig auf eine Nebenniereninsuffizienz überwacht

werden.

Rifabutin

Fluconazol erhöht die Serumkonzentration von Rifabutin, wodurch die AUC von

Rifabutin um bis zu 80% erhöht wird. Es gab Berichte über Fälle von Uveitis bei

Patienten, die gleichzeitig Fluconazol und Rifabutin erhielten. Bei einer

Kombinationstherapie müssen Symptome einer Rifabutin-Toxizität in Betracht

gezogen werden.

Saquinavir

Durch eine Hemmung des hepatischen Metabolismus von Saquinavir über

CYP3A4 und eine Hemmung von P-Glykoprotein erhöht Fluconazol die AUC

und C

von Saquinavir um etwa 50% bzw. 55%. Interaktionen mit

Saquinavir/Ritonavir wurden nicht untersucht und können eventuell

ausgeprägter ausfallen. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung von

Saquinavir erforderlich.

Sulfonylharnstoffe

Es wurde gezeigt, dass Fluconazol bei gesunden Probanden die

Serumhalbwertszeit von gleichzeitig verabreichten oralen Sulfonylharnstoffen

verlängert (z.B. Chlorpropamid, Glibenclamid, Glipizid, Tolbutamid). Bei

gemeinsamer Verabreichung werden häufige Kontrollen des Blutzuckerspiegels

und eine entsprechende Reduktion der Sulfonylharnstoff-Dosis empfohlen.

Theophyllin

In einer placebokontrollierten Wechselwirkungsstudie bewirkte die Gabe von

200 mg Fluconazol über 14 Tage eine Reduktion der mittleren Plasma-

Clearance von Theophyllin um 18%. Patienten, die hohe Theophyllin-Dosen

erhalten oder ein anderweitig erhöhtes Risiko für eine Theophyllin-Toxizität

aufweisen, müssen während einer Behandlung mit Fluconazol auf Zeichen

einer Theophyllin-Toxizität überwacht werden. Wenn Zeichen einer Toxizität

auftreten, ist die Behandlung zu modifizieren.

Vinca-Alkaloide

Auch wenn dies nicht eigens untersucht wurde, kann Fluconazol die

Plasmaspiegel der Vinca-Alkaloide (z.B. Vincristin und Vinblastin) erhöhen und

zu einer Neurotoxizität führen. Diese Wirkung ist unter Umständen auf einen

hemmenden Einfluss auf CYP3A4 zurückzuführen.

Vitamin A

Es liegt ein Fallbericht vor, demzufolge ein Patient, der eine

Kombinationstherapie mit All-trans-Retinoidsäure (eine Säureform von Vitamin

A) und Fluconazol erhielt, unerwünschte ZNS-Nebenwirkungen im Sinne eines

Pseudotumor cerebri entwickelte, die sich nach Absetzen der Fluconazol-

Behandlung zurückbildeten. Die Kombination kann angewendet werden,

allerdings ist das Auftreten von unerwünschten ZNS-Nebenwirkungen zu

berücksichtigen.

Voriconazol (CYP2C9- und CYP3A4-Hemmer)

Die gleichzeitige orale Gabe von Voriconazol (400 mg alle 12 Stunden am 1.

Tag gefolgt von 200 mg alle 12 Stunden über 2,5 Tage) und Fluconazol (400

mg am 1. Tag gefolgt von 200 mg alle 24 Stunden über 4 Tage) an 8 gesunde,

männliche Probanden führte zu einer durchschnittlichen Erhöhung von C

um 57% (90-%-KI: 20%, 107%) und 79% (90-%-KI: 40%, 128%). Die

Reduktion der Dosis und/oder der Applikationsfrequenz, die zu einer

Vermeidung dieses Effekts führen würde, wurde nicht bestimmt. Wenn

Voriconazol im Anschluss an Fluconazol angewendet wird, wird eine

Überwachung wegen möglicher Nebenwirkung von Voriconazol empfohlen.

Zidovudin

Fluconazol bewirkt über eine Reduktion der oralen Zidovudin-Clearance um

etwa 45% einen Anstieg der C

und AUC von Zidovudin um 84% bzw. 74%.

In vergleichbarer Weise wurde die Halbwertszeit von Zidovudin unter der

Kombinationstherapie mit Fluconazol um etwa 128% verlängert. Patienten, die

diese Arzneimittelkombination erhalten, müssen sorgfältig auf Zidovudin-

bedingte Nebenwirkungen überwacht werden. Eine Reduktion der Zidovudin-

Dosis kann in Betracht gezogen werden.

Azithromycin

Eine offene, randomisierte, dreiarmige Cross-over-Studie an 18 gesunden

Probanden untersuchte den Einfluss einer oralen Einzeldosis von 1200 mg

Azithromycin auf die Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis von 800 mg

Fluconazol sowie den Einfluss von Fluconazol auf die Pharmakokinetik von

Azithromycin. Es wurden keine signifikanten pharmakokinetischen

Wechselwirkungen zwischen Fluconazol und Azithromycin beobachtet.

Orale Kontrazeptiva

Es wurden zwei Pharmakokinetikstudien zu einem kombinierten oralen

Kontrazeptivum und wiederholter Verabreichung von Fluconazol durchgeführt.

In der Studie mit 50 mg Fluconazol ergaben sich keine relevanten

Auswirkungen auf die Hormonspiegel, während 200 mg pro Tag die AUC von

Ethinylestradiol und Levonorgestrel um 40% bzw. 24% erhöhten. Die

wiederholte Gabe von Fluconazol in diesen Dosierungen hat demnach

wahrscheinlich keinen nachteiligen Einfluss auf die Wirksamkeit des

kombinierten oralen Kontrazeptivums.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Eine Beobachtungsstudie weist auf ein erhöhtes Risiko für Spontanaborte bei

Frauen hin, die während des ersten Schwangerschaftstrimesters mit Fluconazol

behandelt werden.

Es gibt Berichte über multiple kongenitale Missbildungen (wie Brachyzephalie,

Dysplasien der Ohren, vergrößerte vordere Fontanelle, Femurverkrümmung

und radiohumerale Synostose) bei Kindern, deren Mütter mindestens 3 Monate

oder länger hohe Fluconazol-Dosen (400 bis 800 mg/Tag) zur Behandlung

einer Kokzidioidomykose erhielten. Der Zusammenhang zwischen der

Anwendung von Fluconazol und diesen Ereignissen ist unklar.

Tierexperimentelle Studien zeigen eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt

5.3).

Fluconazol darf in der Schwangerschaft nur bei eindeutiger Notwendigkeit in

Standarddosen und als Kurzzeittherapie angewendet werden.

Hohe Fluconazol-Dosen und/oder eine längerfristige Behandlung dürfen in der

Schwangerschaft nur bei potenziell lebensbedrohlichen Infektionen angewendet

werden.

Stillzeit

Fluconazol geht in die Muttermilch über und erreicht dort niedrigere

Konzentrationen als im Plasma. Nach einmaliger Anwendung einer

Standarddosis von 200 mg Fluconazol oder weniger kann das Stillen fortgesetzt

werden. Nach wiederholter Anwendung oder hohen Fluconazol-Dosen wird vom

Stillen abgeraten.

Fertilität

Fluconazol hatte keinen Einfluss auf die Fertilität von männlichen und

weiblichen Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Fluconazol auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

durchgeführt.

Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass es unter Fluconazol mitunter zu

Schwindelgefühl und Krampfanfällen (siehe Abschnitt 4.8) kommen kann und

dass sie sich beim Auftreten derartiger Beschwerden nicht an das Steuer eines

Fahrzeugs setzen und keine Maschinen bedienen dürfen.

4.8 Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen (>1/10) sind Kopfschmerzen, abdominelle

Schmerzen, Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen, ein Anstieg von GOT, GPT oder

alkalischer Phosphatase und Hautausschlag.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden beobachtet und gemeldet während der

Behandlung. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende

Häufigkeiten zugrunde gelegt: häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000,

<1/100) und selten (≥1/10.000, <1/1.000).

Systemorganklas

se

häufig

gelegentlich

selten

nicht bekannt

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Anämie

Agranulozytose,

Leukopenie,

Thrombopenie,

Neutropenie

Erkrankungen

des

Immunsystems

Anaphylaxie

Stoffwechsel-

und

Ernährungsstöru

ngen

Appetitminderung

Hypercholesterinä

mie,

Hypertriglyzeridäm

ie, Hypokaliämie

Psychiatrische

Erkrankungen

Somnolenz,

Insomnie

Erkrankungen

des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Krampfanfälle,

Parästhesien,

Schwindelgefühl,

Änderung des

Geschmacksempfi

ndens

Tremor

Erkrankungen

des Ohrs und des

Labyrinths

Vertigo

Herzerkrankunge

n

Torsade de

pointes (siehe

Abschnitt 4.4), QT-

Verlängerung

(siehe Abschnitt

4.4)

Erkrankungen

des

Gastrointestinaltr

akts

Abdominelle

Schmerzen,

Erbrechen,

Diarrhö, Übelkeit

Obstipation,

Dyspepsie,

Blähungen,

Mundtrockenheit

Leber- und

Gallenerkrankung

en

Anstieg der

Glutamatpyruvattra

nsaminase (siehe

Abschnitt 4.4),

Anstieg der

Glutamatoxalazeta

ttransaminase

(siehe Abschnitt

4.4), Anstieg der

alkalischen

Phosphatase im

Blut (siehe

Abschnitt 4.4)

Cholestase (siehe

Abschnitt 4.4),

Ikterus (siehe

Abschnitt 4.4),

Bilirubinanstieg

(siehe Abschnitt

4.4)

Leberversagen

(siehe Abschnitt

4.4),

hepatozelluläre

Nekrose (siehe

Abschnitt 4.4),

Hepatitis (siehe

Abschnitt 4.4),

Leberzellschädigu

ng (siehe Abschnitt

4.4)

Systemorganklas

se

häufig

gelegentlich

selten

nicht bekannt

Erkrankungen

der Haut und des

Unterhautzellgew

ebes

Hautausschlag

(siehe Abschnitt

4.4)

Pruritus, Urtikaria

(siehe Abschnitt

4.4), vermehrtes

Schwitzen,

Arzneimittelaussch

lag (siehe

Abschnitt 4.4)*

toxische

epidermale

Nekrolyse, (siehe

Abschnitt 4.4),

Stevens- Johnson-

Syndrom (siehe

Abschnitt 4.4),

akute

generalisierte

exanthematöse

Pustulose (siehe

Abschnitt 4.4),

exfoliative

Dermatitis,

Angioödem,

Gesichtsödem,

Alopezie

Arzneimittelexa

nthem mit

Eosinophilie

systemischen

Symptomen

(DRESS)

Skelettmuskulatu

r-, Bindegewebs-

und

Knochenerkranku

ngen

Myalgie

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden am

Verabreichungso

rt

Abgeschlagenheit,

Unwohlsein,

Asthenie,

Fieber

* einschließlich fixem Arzneimittelexanthem

Kinder und Jugendliche

Art und Häufigkeit der außer bei der Indikation Genital-Candidose in klinischen

Studien an Kindern und

Jugendlichen beobachteten Nebenwirkungen und

Laborwertänderungen waren mit den bei Erwachsenen beschriebenen

vergleichbar.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des

Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von

Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es gab Fälle von Fluconazol-Überdosierungen, bei denen zugleich über

Halluzinationen und paranoides Verhalten berichtet wurde.

Im Falle einer Überdosierung kann eine symptomatische Therapie angemessen

sein (falls erforderlich mit unterstützenden Maßnahmen und einer

Magenspülung).

Fluconazol wird vorwiegend im Urin ausgeschieden. Eine forcierte Diurese

würde die Elimination wahrscheinlich beschleunigen. Eine 3-stündige

Hämodialyse vermindert die Plasmaspiegel um etwa 50%.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotika zur systemischen Anwendung,

Triazol-Derivate

ATC-Code: J02AC01

Wirkmechanismus

Fluconazol ist ein antimykotisches Triazol-Derivat. Sein primärer

Wirkmechanismus besteht in der Hemmung der Cytochrom-P450-vermittelten

14-alpha-Lanosterol-Demethylierung bei Pilzen, die ein essenzieller Schritt der

Ergosterol-Biosynthese von Pilzen ist. Die Akkumulation von 14-alpha-Methyl-

Sterolen korreliert mit dem nachfolgenden Ergosterol-Verlust in der

Zellmembran der Pilze und könnte für die antimykotische Wirkung von

Fluconazol verantwortlich sein. Es hat sich gezeigt, dass Fluconazol eine

höhere Selektivität für Cytochrom-P450-Enzyme von Pilzen als für

verschiedene Cytochrom-P450-Enzymsysteme bei Säugetieren hat.

Die Gabe von 50 mg Fluconazol pro Tag über einen Zeitraum von bis zu 28

Tagen hatte keinen Einfluss auf die Testosteron-Plasmakonzentrationen bei

Männern oder die Steroidkonzentrationen bei Frauen im gebärfähigen Alter.

200 mg bis 400 mg Fluconazol pro Tag hat bei gesunden männlichen

Probanden keinen klinisch relevanten Einfluss auf die endogenen

Steroidspiegel oder eine ACTH-stimulierte Reaktion. Wechselwirkungsstudien

mit Phenazon zeigen, dass die einmalige oder wiederholte Verabreichung von

50 mg Fluconazol dessen Metabolismus nicht negativ beeinflusst.

In-vitro-Wirkspektrum

Fluconazol weist in vitro eine antimykotische Wirksamkeit gegen die meisten

klinisch geläufigen Candida-Spezies auf (einschließlich C. albicans, C.

parapsilosis und C. tropicalis). C. glabrata zeigt ein breites

Empfindlichkeitsspektrum und C. krusei ist gegen Fluconazol resistent.

Darüber hinaus ist Fluconazol in vitro wirksam gegen Cryptococcus neoformans

und Cryptococcus gattii sowie gegen die endemischen Schimmelpilze

Blastomyces dermatiditis, Coccidioides immitis, Histoplasma capsulatum und

Paracoccidioides brasiliensis.

Pharmakokinetische/pharmakodynamische Beziehung

In tierexperimentellen Untersuchungen zeigte sich bei experimentellen Mykosen

durch Candida-Spezies eine Korrelation zwischen den MHK-Werten und der

Wirksamkeit. In klinischen Studien wurde ein nahezu linearer Zusammenhang

im Verhältnis 1:1 zwischen der AUC und der Fluconazol-Dosis beobachtet.

Darüber hinaus besteht ein direkter, wenn auch unvollständiger

Zusammenhang zwischen der AUC oder Dosis und einem erfolgreichen

klinischen Ansprechen auf die Behandlung bei oralen Candidosen und in

geringeren Maß auch bei Candidämien. Ebenso ist eine Heilungschance bei

Infektionen, die durch Stämme mit einer höheren MHK für Fluconazol ausgelöst

wurden, weniger wahrscheinlich.

Resistenzmechanismen

Candida-Spezies haben eine Reihe von Resistenzmechanismen gegen Azol-

Antimykotika entwickelt. Pilzstämme, die einen oder mehrere dieser

Resistenzmechanismen ausgebildet haben, weisen bekanntermaßen eine hohe

minimale Hemmkonzentration (MHK) für Fluconazol auf, was negative

Auswirkungen auf die In-vivo-Wirksamkeit und die klinische Wirksamkeit hat.

Es gibt Berichte über Superinfektionen mit anderen Candida-Spezies als C.

albicans, die oft von Natur aus nicht für Fluconazol empfindlich sind (z.B.

Candida krusei). In diesen Fällen kann eine alternative antimykotische Therapie

notwendig sein.

Breakpoints (gemäß EUCAST)

Ausgehend von einer Analyse der pharmakokinetischen/pharmakodynamischen

(PK/PD) Daten sowie der Daten zur In-vitro-Empfindlichkeit und zum klinischen

Ansprechen hat die EUCAST-AFST (European Committee on Antimicrobial

Susceptibility Testing – Subcommittee on Antifungal Susceptibility Testing)

Fluconazol-Breakpoints für Candida-Spezies festgelegt (EUCAST Fluconazole

rational document (2007) - version 2). Diese wurden unterteilt in

speziesunabhängige Breakpoints, die überwiegend auf der Basis von PK/PD-

Daten bestimmt wurden und unabhängig von der MHK-Verteilung bei

bestimmten Spezies sind, und speziesabhängige Breakpoints für diejenigen

Erreger, die am häufigsten für Infektionen beim Menschen verantwortlich sind.

Diese Breakpoints sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

Antimykotik

um

Speziesabhängige Breakpoints (S≤/R>)

Speziesunabhän

gige

Breakpoints

A

S≤/R>

Candida

albicans

Candida

glabrata

Candida

krusei

Candida

parapsilosis

Candida

tropicalis

Fluconazol

S = sensibel, R = resistent

A = Speziesunabhängige Breakpoints wurden überwiegend auf der Basis von PK/PD-Daten

bestimmt und sind unabhängig von der MHK-Verteilung bei bestimmten Spezies. Sie gelten nur

für Erreger ohne spezifische Breakpoints.

-- = Empfindlichkeitstestung nicht empfohlen, da das betreffende Antimykotikum für diese

Spezies nur wenig geeignet ist.

uE = Es gibt unzureichende Evidenz dafür, dass die betreffende Spezies ein gutes Ziel für eine

Therapie mit diesem Antimykotikum darstellt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Fluconazol nach intravenöser und

oraler Verabreichung sind ähnlich.

Resorption

Fluconazol wird nach oraler Verabreichung gut resorbiert und die

Plasmaspiegel (und die systemische Bioverfügbarkeit) betragen mehr als 90%

der Konzentrationen nach intravenöser Gabe. Bei oraler Einnahme wird die

Resorption durch eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. Die

maximalen Plasmakonzentrationen werden bei nüchternen Patienten zwischen

0,5 und 1,5 Stunden nach der Einnahme erreicht. Die Plasmakonzentrationen

verhalten sich dosisproportional. Nach mehrfacher 1-mal täglicher Gabe von

Fluconazol werden nach 4 bis 5 Tagen Plasmaspiegel in Höhe von 90% des

Steady State erreicht. Bei Gabe einer Aufsättigungsdosis (an Tag 1) in Höhe

des Doppelten der üblichen Tagesdosis können an Tag 2 Plasmaspiegel in der

Größenordnung von ca. 90% des Steady States erreicht werden.

Verteilung

Das scheinbare Verteilungsvolumen entspricht im Wesentlichen dem

Gesamtkörperwasser. Die Plasmaproteinbindung ist niedrig (11 bis 12%).

Fluconazol erzielt eine gute Penetration in alle untersuchten

Körperflüssigkeiten. Die Fluconazol-Konzentrationen in Speichel und Sputum

sind mit den Plasmakonzentrationen vergleichbar. Bei Patienten mit einer durch

eine Pilzinfektion hervorgerufenen Meningitis beträgt der Fluconazol-Spiegel im

Liquor ungefähr 80% der entsprechenden Werte im Plasma.

Fluconazol erreicht im Stratum corneum, in der Epidermis/Dermis und im

Schweiß hohe Konzentrationen, die über der Serumkonzentration liegen. Es

akkumuliert im Stratum corneum. Unter einer Dosis von einmal täglich 50 mg

betrug die Fluconazol-Konzentration nach 12 Tagen 73 μg/g und 7 Tage nach

Behandlungsende immer noch 5,8 μg/g. Unter einer Dosis von 1-mal

wöchentlich 150 mg betrug die Fluconazol-Konzentration im Stratum corneum

am 7. Tag 23,4 μg/g und 7 Tage nach der zweiten Dosis immer noch 7,1 μg/g.

Unter einer Dosis von 1-mal wöchentlich 150 mg betrug die Fluconazol-

Konzentration nach 4 Monaten in gesunden Nägeln 4,05 μg/g und in erkrankten

Nägeln 1,8 μg/g. Selbst 6 Monate nach Therapieende war Fluconazol noch in

Nagelproben nachweisbar.

Biotransformation

Fluconazol wird nur zu einem geringen Teil metabolisiert. Von einer radioaktiv

markierten Dosis werden nur 11% in veränderter Form im Urin ausgeschieden.

Fluconazol ist ein selektiver Inhibitor der Isoenzyme CYP2C9 und CYP3A4

(siehe Abschnitt 4.5). Fluconazol hemmt darüber hinaus auch das Isoenzym

CYP2C19.

Ausscheidung

Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluconazol beträgt etwa 30 Stunden.

Die Substanz wird vorwiegend renal ausgeschieden, wobei etwa 80% der

verabreichten Dosis im Urin als unverändertes Arzneimittel auftreten. Die

Fluconazol-Clearance ist proportional zur Kreatinin-Clearance. Es gibt keine

Hinweise auf zirkulierende Metaboliten.

Die lange Plasmaeliminationshalbwertszeit ist die Grundlage für die

Einzeldosis-Therapie bei Vaginal-Candidosen und die 1-mal tägliche bzw. 1-mal

wöchentliche Dosierung bei den anderen Indikationen.

Pharmakokinetik bei eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <20 ml/min)

erhöht sich die Halbwertszeit von 30 auf 98 Stunden. Dementsprechend muss

die Dosis reduziert werden. Fluconazol wird durch eine Hämodialyse und in

geringerem Maße durch eine Peritonealdialyse eliminiert. Im Rahmen einer

3-stündigen Hämodialyse wurden etwa 50% der Substanz aus dem Blut

entfernt.

Pharmakokinetik bei Kindern

In 5 Studien wurden bei 113 pädiatrischen Patienten Pharmakokinetikdaten

erhoben (2 Studien mit Einmalgabe, 2 Studien mit Mehrfachgabe und 1 Studie

mit Frühgeborenen). Wegen einer Änderung bei der Formulierung im

Studienverlauf lassen sich die Ergebnisse einer Studie nicht interpretieren.

Weitere Daten liegen aus einer Compassionate-Use-Studie vor.

Nach Verabreichung von 2 bis 8 mg/kg/Tag Fluconazol an Kinder im Alter

zwischen 9 Monaten und 15 Jahren wurde eine AUC von ca. 38 μg x h/ml je 1-

mg/kg-Einheit der Dosis beobachtet. Die durchschnittliche

Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluconazol bewegte sich zwischen 15 und

18 Stunden und das Verteilungsvolumen betrug nach Mehrfachgabe ca. 880

ml/kg. Nach Einmalgabe wurde eine höhere Fluconazol-

Plasmaeliminationshalbwertszeit von etwa 24 Stunden beobachtet. Diese ist

vergleichbar mit der Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluconazol nach

einmaliger i.v.-Gabe von 3 mg/kg an Kinder im Alter von 11 Tagen bis 11

Monaten. Das Verteilungsvolumen betrug in dieser Altersgruppe ca. 950 ml/kg.

Die Erfahrungen mit Fluconazol bei Neugeborenen beschränken sich auf

Pharmakokinetikstudien bei Frühgeborenen. Bei 12 Frühgeborenen, die im

Durchschnitt um die 28. Schwangerschaftswoche geboren wurden, betrug das

Durchschnittsalter bei der ersten Dosis 24 Stunden (Spanne 9 bis 36 Stunden)

und das mittlere Geburtsgewicht 0,9 kg (Spanne 0,75 bis 1,1 kg). 7 Patienten

beendeten die Studie, in der maximal fünf intravenöse Infusionen von 6 mg/kg

Fluconazol im Abstand von 72 Stunden verabreicht wurden. Die

durchschnittliche Halbwertszeit (Stunden) betrug 74 (Spanne 44 bis 185) an

Tag 1 und verringerte sich im Laufe der Zeit auf durchschnittlich 53 (Spanne 30

bis 131) an Tag 7 und 47 (Spanne 27 bis 68) an Tag 13. Die Fläche unter der

Kurve (Mikrogramm x h/ml) betrug 271 (Spanne 73 bis 385) an Tag 1 und

erhöhte sich auf durchschnittlich 490 (Spanne 292 bis 734) an Tag 7 mit

anschließender Verringerung auf durchschnittlich 360 (Spanne 167 bis 566) an

Tag 13. Das Verteilungsvolumen (ml/kg) betrug 1.183 (Spanne 1.070 bis 1.470)

an Tag 1 und erhöhte sich im Laufe der Zeit auf durchschnittlich 1.184 (Spanne

510 bis 2.130) an Tag 7 und 1.328 (Spanne 1.040 bis 1.680) an Tag 13.

Pharmakokinetik bei älteren Patienten

Es wurde eine Pharmakokinetikstudie mit 22 Personen im Alter von 65 Jahren

und älter durchgeführt, die orale Einzeldosen von 50 mg Fluconazol erhielten.

10 der Patienten erhielten begleitend Diuretika. Die C

betrug 1,54 μg/ml und

wurde 1,3 Stunden nach Einnahme erreicht. Die durchschnittliche AUC lag bei

76,4 ± 20,3 μg x h/ml und die mittlere terminale Halbwertszeit bei 46,2 Stunden.

Diese pharmakokinetischen Werte liegen über den analogen Parametern, die

bei jungen männlichen Probanden gefunden wurden. Die Begleitmedikation mit

Diuretika hatte keine signifikante Änderung von AUC oder C

zur Folge.

Darüber hinaus waren die Kreatinin-Clearance (74 ml/min), der prozentuale

Wirkstoffanteil, der unverändert im Urin wiedergefunden wurde (0 bis 24 h:

22%), und die geschätzte renale Clearance von Fluconazol (0,124 ml/min/kg)

bei älteren Menschen generell niedriger als bei jüngeren Probanden. Daher

scheint die veränderte Disposition von Fluconazol bei älteren Menschen mit der

häufig eingeschränkten Nierenfunktion in dieser Gruppe zusammenzuhängen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In präklinischen Studien wurden nur unter Expositionen Auswirkungen

beobachtet, die als ausreichend über der Exposition beim Menschen liegend

bewertet werden. Diese Tatsache weist auf eine geringe Bedeutung für den

klinischen Alltag hin.

Kanzerogenes Potenzial

Bei Mäusen und Ratten, die über 24 Monate mit oralen Dosen von 2,5

mg/kg/Tag, 5 mg/kg/Tag oder 10 mg/kg/Tag (etwa dem 2- bis 7-Fachen der

empfohlenen Dosis beim Menschen) behandelt wurden, ergaben sich keine

Hinweise auf ein kanzerogenes Potenzial von Fluconazol. Bei männlichen

Ratten kam es unter einer Behandlung mit 5 und 10 mg/kg/Tag zu einem

vermehrten Auftreten von hepatozellulären Adenomen.

Reproduktionstoxizität

Fluconazol hatte bei männlichen und weiblichen Ratten, die mit oralen

Tagesdosen von 5, 10 oder 20 mg/kg oder mit parenteralen Dosen von 5, 25

oder 75 mg/kg behandelt wurden, keinen Einfluss auf die Fertilität.

Unter 5 oder 10 mg/kg zeigten sich keine Auswirkungen auf die Feten; unter 25

und 50 mg/kg und höheren Dosen wurde bei den Feten eine Zunahme

anatomischer Varianten (überzählige Rippen, Erweiterung des Nierenbeckens)

und eine verzögerte Ossifikation beobachtet. Unter Dosen im Bereich von 80

bis 320 mg/kg war die embryonale Sterblichkeit bei den Ratten erhöht und unter

den fetalen Missbildungen wurden verkrümmte („wellenförmige“) Rippen,

Gaumenspalten und eine gestörte kraniofaziale Ossifikation beobachtet.

Unter 20 mg/kg per os war das Einsetzen des Geburtsvorgangs leicht verzögert

und bei 20 mg/kg und 40 mg/kg intravenös wurden bei einigen Muttertieren eine

Dystokie und ein verlängerter Geburtsvorgang beobachtet. Die Störungen des

Geburtsvorgangs unter diesen Dosierungen spiegelten sich in einer leicht

erhöhten Zahl an Totgeburten und einer verminderten neonatalen

Überlebensrate wider. Derartige Auswirkungen auf den Geburtsvorgang lassen

sich durch die für diese Spezies spezifischen östrogensenkenden

Eigenschaften hoher Fluconazol-Dosen erklären. Bei mit Fluconazol

behandelten Frauen wurden keine derartigen hormonellen Veränderungen

beobachtet (siehe Abschnitt 5.1)

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt:

Lactose-Monohydrat, vorverkleisterte Stärke (Mais), Hochdisperses Siliciumdi-

oxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).

Kapselhülle:

Gelatine,Titandioxid (E171), Indigocarmin (E132).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDC/Al-Blister.

Packungen mit 10, 14, 20, 28, 30, 42, 48, 50 und 100 Hartkapseln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den

nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. Inhaber der Zulassung

STADAPHARM GmbH

Stadastraße 2-18

61118 Bad Vilbel

Tel.: 06101 603-0

Fax: 06101 603-3888

Internet: www.stadapharm.de

8. Zulassungsnummern

55241.03.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung

Datum der Erteilung der Zulassung: 26. Februar 2003

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 11. Juli 2008

10. Stand der Information

November 2019

11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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