FlucoLich Kapseln 200 mg Hartkapsel

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Fluconazol
Verfügbar ab:
Zentiva Pharma GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Fluconazole
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Fluconazol 200.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
53724.02.00

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

FlucoLich®Kapseln200mg

Wirkstoff:Fluconazol

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitder

EinnahmediesesArzneimittelsbeginnen.

-HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmals

lesen.

-WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoderApotheker.

-DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenSymptome

habenwieSie.

-WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1. WasistFlucoLich®Kapseln200mgundwofürwirdesangewendet?

2. WasmüssenSievorderEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgbeachten?

3. WieistFlucoLich®Kapseln200mgeinzunehmen?

4. WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5. WieistFlucoLich®Kapseln200mgaufzubewahren?

6. WeitereInformationen

1.WASISTFlucoLich®Kapseln200mgUNDWOFÜRWIRDESANGEWENDET?

FlucoLich®Kapseln200mgisteinBreitspektrum-Antimykotikum.Fluconazol,der

WirkstoffvonFlucoLich®Kapseln200mggehörtzurStoffgruppederTriazolderivate.

FlucoLich®Kapseln200mgwirdangewendet:

beiPilzerkrankungen,diedurchHefepilze(CandidaundKryptokokken)hervorgerufen

werden,insbesondere:

a)DurchHefepilzederGattungCandidahervorgerufenePilzinfektionmitBefallder

innerenOrgane(Systemcandidosen),einschließlichNachweisderHefepilzeimBlut

(Candidämie),Candida-ErregerimUrin(Candidurie),disseminierte(übereinoder

mehrereOrganeverbreitete)undandereindenKörpereindringende,insbesonderebei

RisikopatientenmöglicherweiselebensbedrohlicheCandida-Infektionen,wiez.B.

InfektionendesBauchfells,derLungeunddesHarntraktes.

FlucoLich®Kapseln200mgkanneingenommenwerdenvonPatientenmitbösartigen

Erkrankungen(Krebspatienten),vonPatientenaufIntensivstationen,unter

Krebsbehandlung(Zytostatika)oderBehandlungzurkünstlichenUnterdrückungder

Abwehrkraft(Immunsuppression).

b)BefallderHirnhäutedurchdenHefepilzCryptococcusneoformans.Eskönnenauch

abwehrgeschwächtePatienten(z.B.beiAIDSodernachOrgantransplantationen)

behandeltwerden.FlucoLich®Kapseln200mgistauchalsBehandlungsversuchzur

VorbeugungderKryptokokken-Meningitis(Rezidivprophylaxe)beiAIDS-Patienten

angezeigt.

2.WASMÜSSENSIEVORDEREINNAHMEVONFlucoLich®Kapseln200mg

BEACHTEN?

FlucoLich®Kapseln200mgdarfnichteingenommenwerden:

-wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenFluconazoloderverwandteAzoleoder

einemdersonstigenBestandteilevonFlucoLich®Kapseln200mgsind.

-wennSieschwangersind(außerbeiakuterLebensgefahr)undstillen(s.a.Abschnitt

“SchwangerschaftundStillzeit”).

-beieinerangeborenenodererworbenenQT-Verlängerung(EKG-Veränderung).

-mitArzneimitteln,dieebenfallszueinerVerlängerungdesQT-IntervalsimEKGführen

können,wiez.B.MittelgegenHerzrhythmusstörungen(Antiarrhythmika)derKlasseIA

undIII.

-beiStörungendesElektrolythaushaltesundhierbesondersbeieinemerniedrigten

Kalium-undMagnesiumspiegel.

-beibehandlungsbedürftigverlangsamtemHerzschlag(Bradykardie)undbei

Herzrhythmusstörungen(z.B.beischwererHerzmuskelschwäche).

-SiedürfenFlucoLich®Kapseln200mgnichtgleichzeitigmitCisaprid(Mittelgegen

Darmstörungen)undAstemizol(ArzneimittelgegenAllergien)einnehmen(s.a.

Abschnitt“BeiEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgmitanderenArzneimittel”).

-SiedürfennichtgleichzeitigTerfenadin(MittelgegenAllergien)undFlucoLich®

Kapseln200mginDosierungenvon400mgtäglichundhöheranwenden.

-vonKindernunter1Jahr.

-AufgrundgeringerErfahrungensollteFlucoLich®Kapseln200mgbeiKindernunter16

Jahrennurangewendetwerden,wennkeineandereBehandlungsmöglichkeitzur

Verfügungsteht.

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgist

erforderlich

WennSieanschwerenLeberfunktionsstörungenleiden,solltenSieFlucoLich®

Kapseln200mgbiszumVorliegenumfangreichererErfahrungennuruntergeeigneten

Vorsichtsmaßnahmenanwenden.–SprechenSiedarübermitIhremArzt.

WennsichbeiIhnenbeieinerHefepilzerkrankung(Candidose)deroberflächlichen

SchleimhäuteeinHautausschlagentwickelt,solltedieTherapiemitFlucoLich®Kapseln

200mgabgesetztwerden.AIDS-PatientenneigenbeiVerabreichungvielerArzneimittel

zurEntwicklungvonschwerenHautreaktionen.PatientenmitPilzbefallaninneren

Organen,dieeinenHautausschlagentwickeln,solltensorgfältigbeobachtetund

FlucoLich®Kapseln200mgsollteabgesetztwerden,sobaldBlasenentstehenoder

sicheinErythemamultivorme(HautrötungeninverschiedensterAnordnung)entwickelt

(s.“Nebenwirkungen”).

WennSiegleichzeitigFluconazolinDosierungenunter400mg/TagundTerfenadin

erhalten,solltenSiesorgfältigüberwachtwerden(s.a.“BeiEinnahmevonFlucoLich®

Kapseln200mgmitanderenArzneimittel”).

BeieinigenPatienten,besonderssolchenmitschwerenGrunderkrankungenwieAIDS

undbösartigenErkrankungen,wurdenwährendderBehandlungmitFluconazol

VeränderungenderLeber-undNierenwertesowiedesBlutbildeswiez.B.Verringerung

derZahlderweißenBlutkörperchen(Leukozytopenie)undVerringerungderZahlder

weißenBlutplättchen(Thrombozytopenie)beobachtet.DieentsprechendenLaborwerte

sindengmaschigzukontrollieren.

InEinzelfällengingderEinsatzvonFluconazolmitschwererLeberunverträglichkeit

(Hepatotoxizität)einschließlichtödlichemAusgangeinher.Diesbetrafinsbesondere

PatientenmitschwerenGrunderkrankungen.EinZusammenhangmitderTagesdosis,

TherapiedauersowieAlterundGeschlechtderPatientenließsichnichtherstellen.

NachAbsetzenvonFluconazolwarendieLeberunverträglichkeitssymptomeinder

Regelreversibel.PatientenmiteinerVerschlechterungderLeberwerteunterTherapie

mitFlucoLich®Kapseln200mgsolltenzurVermeidungschwererLeberschädigungen

sorgfältigüberwachtwerden.Fluconazolsollteabgesetztwerden,sobald

Krankheitszeichenauftreten,dieaufeineLeberschädigunghinweisen(z.B.Gelbsucht).

BeiEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgmitanderenArzneimittel:

BitteinformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmen/anwendenbzw.vorkurzemeingenommen/angewendethaben,auchwennes

sichumnichtverschreibungspflichtigeArzneimittelhandelt.

DieWirkungvonFlucoLich®Kapseln200mgkannbeigleichzeitigerBehandlungmit

nachfolgendgenanntenArzneistoffenbzw.Präparategruppenbeeinflusstwerden:

DiegleichzeitigeAnwendungvonFluconazolundWirkstoffen,dieüberwiegendinder

Leberabgebautwerdenz.B.Terfenadin(ArzneimittelgegenAllergien),Astemizol

(ArzneimittelgegenAllergien),Cisaprid(ArzneimittelgegenDarmstörung),kannzueiner

ErhöhungderBlutspiegeldieserzusätzlichenSubstanzenundderGefahrhieraus

resultierenderschwererHerzrhythmusstörungen(z.B.Torsadesdepointesund

Herzstillstand)führen.AufgrundderernsthaftenHerzrhythmusstörungenunddes

möglicherweisetödlichenHerzstillstandsistdiegleichzeitigeGabedieserArzneimittelmit

FlucoLich®Kapseln200mgkontraindiziert(s.a.“FlucoLich®Kapseln200mgdarfnicht

eingenommenwerden”).

BlutgerinnungshemmendeMittelvomCumarin-Typ

FlucoLich®Kapseln200mgkanngleichzeitigmitderTherapiemit

blutgerinnungshemmendenMittelnzueinerHerabsetzungderGerinnungsfähigkeitdes

Blutesführen.InderbreitenAnwendungwurdenwiebeianderenAzol-Derivatenbei

PatientenbeigleichzeitigerAnwendungvonWarfarinundFluconazolvermehrtBlutungen

(Blutergüsse,Zahnfleischbluten,Magen-Darm-Blutungen,TeerstuhlundBlutimUrin)

berichtet.BeigleichzeitigerEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgund

blutgerinnungshemmendenMittelnvomCumarin-TypsolltedieDosisdes

blutgerinnungs-hemmendenMittelsangepasstwerdenunddieThromboplastinzeitistzu

kontrollieren.

KurzwirksameBenzodiazepine(stimmungsbeeinflussendeArzneimittelz.B.

Beruhigungsmittel)

EsliegenBerichtevor,wonachbeiAnwendungvonFluconazolundgleichzeitiger

EinnahmevonMidazolam(Beruhigungsmittel)derMidazolam-Serumspiegelerhöhtwurde

unddamitauchdieberuhigendenWirkungenvonMidazolam.EineDosisreduktionvon

Midazolamsolltedahererwogenwerden.WennSiegleichzeitigFlucoLich®Kapseln200

mgundMidazolamerhalten,lassenSiesichbitteentsprechendvomArztüberwachen.

OraleAntidiabetikavomSulfonylharnstoff-Typ

FlucoLich®Kapseln200mgkanndieVerweildauervongleichzeitigverabreichten

blutzuckersenkendenMittelnvomSulfonylharnstoff-Typ(Glibenclamid,Glipizidund

Tolbutamid)imBlutverlängern.DiessolltewegeneinesmöglichenAbsinkensdes

BlutzuckersbeigleichzeitigerGabevonFlucoLich®Kapseln200mgund

blutzuckersenkendenMittelnberücksichtigtwerden.

Rifampicin

DiegleichzeitigeGabevonFluconazolundRifampicin(MittelgegenTuberkulose)senkte

dieKonzentrationdesWirkstoffsFluconazolimBlutundverkürztedieVerweildauervon

Fluconazol.BeigleichzeitigerRifampicin-TherapiesolltedeshalbeineDosiserhöhungvon

FlucoLich®Kapseln200mgerwogenwerden.

Rifabutin

EsliegenBerichtevor,wonachbeigleichzeitigerVerabreichungvonFluconazolund

Rifabutin(Antibiotikum,MittelgegenTuberkulose)derRifabutin-Serumspiegelerhöht

wurde.FernerliegenBerichteüberdieEntstehungeinerEntzündungdermittleren

Augenhaut(Uveitis)beidenPatientenvor,diegleichzeitigFluconazolundRifabutin

erhielten.WennSieFlucoLich®Kapseln200mgundRifabutingleichzeitigerhalten,

müssenSiesichdahersorgfältigüberwachenlassen.

Tacrolimus

Weiterhinwurdeberichtet,dassbeigleichzeitigerVerabreichungvonFluconazolund

Tacrolimus(MittelzurUnterdrückungderImmunreaktion)derTacrolimus-Serumspiegel

erhöhtwurde,fernervonFällenvonNierenunverträglichkeitbeiderkombinierten

AnwendungvonFluconazolundTacrolimus.WennSieFlucoLich®Kapseln200mgund

Tacrolimusgleichzeitigerhalten,müssenSiesichdahersorgfältigüberwachenlassen.

Sirolimus

BeigleichzeitigerAnwendungvonFlucoLich®Kapseln200mgmitSirolimus(Arzneimittel

zurUnterdrückungderImmunabwehr)kanneszueinerErhöhungderKonzentrationvon

SirolimusimBlutkommen.DiegleichzeitigeBehandlungsolltemitVorsichterfolgen.Der

BlutspiegelvonSirolimussolltekontrolliertwerdenundaufZeichenerhöhter

Sirolimus-Toxizität(AbnahmederZahlderrotenundweißenBlutkörperchensowieder

Blutplättchen,verminderterKaliumgehaltimBlut,Durchfall)geachtetwerden.Eine

AnpassungderSirolimus-Dosiskannerforderlichsein.

Phenytoin

Beigleichzeitiger,mehrmaligerVerabreichungvonFlucoLich®Kapseln200mgund

Phenytoin(MittelgegenepileptischeKrampfanfälle)kanndiePhenytoin-Konzentrationim

Bluterhöhtwerden.DeshalbsolltenbeigleichzeitigerGabediePhenytoin-Konzentration

imBlutgemessenunddiePhenytoin-Dosisgegebenenfallsangepasstwerden.

Xanthin-Basen,weitereMittelgegenepileptischeKrampfanfälleundIsoniazid

AuchsolltenKontrolluntersuchungenbeigleichzeitigerGabevonXanthin-Basen(z.B.

Theophyllin,einMittelgegenAsthma),weiterenMittelgegenKrampfanfälle

(Antiepileptika)undIsoniazid(MittelgegenTuberkulose)durchgeführtwerden.

Hydrochlorothiazid

Diegleichzeitige,mehrmaligeGabevonHydrochlorothiazidkanndiePlasmaspiegelvon

Fluconazolerhöhen;diesmachtjedochkeineDosisanpassungvonFluconazol

erforderlich.

Ciclosporin

Diegleichzeitige,mehrmaligeGabevonFlucoLich®Kapseln200mgundCiclosporin

(Immunsuppressivum)kannzueinemlangsamenAnstiegderCiclosporin-Konzentration

imBlutführen.LassenSiedaher,wennSiegleichzeitigCiclosporinerhalten,die

Ciclosporin-KonzentrationroutinemäßigvomArztkontrollieren.

Prednison

BeieinemPatientenimZustandnachLebertransplantation,derPrednison(Glucocorticoid)

erhielt,kamesnachAbsetzeneinerdreimonatigenBehandlungmitFluconazolzueiner

Addison-Krise(Nebennierenrinden-Insuffizienz).FluconazolhemmtdenAbbauvon

Glucocorticoiden.NachAbsetzenvonFluconazolkamesdaherzueinemgesteigerten

AbbauvonPrednisonundzumAuslöseneinerAddison-Krise.

Patienten,dieeineLangzeittherapiemitFluconazolerhalten,solltenbeimAbsetzenvon

FluconazolhinsichtlichaufZeicheneinerNebennierenrinden-Insuffizienzengmaschig

überwachtwerden.

Theophyllin

DiegleichzeitigeGabevonFluconazolundTheophyllin(MittelgegenAsthma)erhöhtedie

VerweildauervonTheophyllinimBlut.PatientenmithohenTheophyllin-Dosierungenoder

miteinemerhöhtenRisikoeinerTheophyllin-Überempfindlichkeitsolltenbeobachtetund

dieTherapiesollteangepasstwerden,sobaldsichNebenwirkungenentwickeln.

Zidovudin

DiegleichzeitigeGabevonFluconazolundZidovudin(Virusstatikum,Mittelzur

BehandlungvonHIV-Infektionen)führtezueinemdeutlichenAnstiegderSerumspiegel

vonZidovudingegenüberderalleinigenZidovudin-Gabe.DahersolltenSie,wennSie

Medikamentenkombinationeneinnehmen,denArztaufsuchenundsichsorgfältig

hinsichtlichdesAuftretensvonZidovudin-bedingtenNebenwirkungenüberwachenlassen.

HMG-CoA-Reduktasehemmer

BeigleichzeitigerAnwendungvonHMG-CoA-ReduktasehemmernwieAtorvastatin

(ArzneimittelzurSenkungdesBlutfettspiegels)undAzol-Derivatenbestehteinerhöhtes

RisikoeinerMyopathie(VeränderungderSkelettmuskulatur)oderRhabdomyolyse(Zerfall

vonMuskelzellenmitMuskelschmerzen,Muskelempfindlichkeitoder–schwäche).Daher

solltebeikombinierterBehandlungaufZeichenderMyopathieoderRhabdomyolysewie

Muskelschmerzen,KraftlosigkeitoderSchwächeundaufdieWertederCreatinkinase

(CK)geachtetwerden.HMG-CoA-Reduktasehemmersolltenabgesetztwerden,sobaldein

AnstiegderCreatinkinaseerfolgtoderwenneineMyopathieoderRhabdomyolyse

festgestelltodervermutetwird.

OraleKontrazeptiva

FlucoLich®Kapseln200mghabenwahrscheinlichkeinennachteiligenEinflussaufdie

WirksamkeitvonoralenempfängnisverhütendenArzneimitteln(Pille).DieHormonspiegel

imBlutwerdendurchdiegleichzeitigeEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgund

oralenKontrazeptivaerhöht.

Hinweis:

Fluconazolisteinstarkerbzw.mäßigerHemmstoffbestimmterEnzyme(CytochromP450

Isoenzym2C9oder3A4).BeigleichzeitigerAnwendungvonArzneimitteln(wiez.B.

Ergotalkaloide,HMG-CoA-Reduktasehemmer,Chinidin),diedurchdiese

Stoffwechselenzymeabgebautwerden,kanneszueinemdeutlichenAnstiegder

PlasmaspiegeldieserArzneistoffekommen.PatientenunterAnwendungderartiger

Arzneimittelsolltensorgfältigüberwachtwerden.AufgrundderlangenHalbwertszeitvon

FluconazolkanndieserEffektnoch4-5TagenachBehandlungsendeanhalten.

BeiEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgzusammenmitNahrungsmittelnund

Getränken:

DieAufnahmeausdemMagen-Darm-TraktwirddurchdiegleichzeitigeAufnahmevon

FlucoLich®Kapseln200mgundNahrungnichtbeeinflusst.

SchwangerschaftundStillzeit

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoder

ApothekerumRat.

Schwangerschaft

VorBeginneinerTherapiemitFluconazolmusseineSchwangerschaftausgeschlossen

werden(SchwangerschaftstestdurchdenArzt).SiemüsseneineSchwangerschaftmittels

geeigneterempfängnisverhütenderMaßnahmenbiszu7TagenachBehandlungsende

verhindern(s.a.Abschnitt“FlucoLich®Kapseln200mgdarfnichteingenommenwerden”).

Stillzeit

SiedürfenFlucoLich®Kapseln200mginderStillzeitnichtanwenden,daFlucoLich®

Kapseln200mgindieMuttermilchübergeht.VoreinerAnwendungmitFluconazol

müssenSieabstillen(s.a.Abschnitt“FlucoLich®Kapseln200mgdarfnichteingenommen

werden”).

Kinder

SiedürfenFlucoLich®Kapseln200mgSäuglingenundKleinkindernnichtverabreichen.

AufgrundgeringerErfahrungensollteFlucoLich®Kapseln200mgbeiKindernunter16

Jahrennurangewendetwerden,wennkeineandereBehandlungsmöglichkeitzur

Verfügungsteht.

ÄltereMenschen

BeialtenPatienten,beidenensichkeinHinweisaufeineeingeschränkteNierenfunktion

ergibt,solltendieüblichenDosisempfehlungenbeachtetwerden.Beieiner

Kreatinin-Clearance<50ml/minsolltedieDosierungentsprechenddenRichtlinienfür

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktionangepasstwerden.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen

DiesesArzneimittelkannauchbeibestimmungsgemäßemGebrauchdas

Reaktionsvermögensoweitverändern,dassdieFähigkeitzumFührenvonFahrzeugen,

zumBedienenvonMaschinenoderzumArbeitenohnesicherenHaltbeeinträchtigtwird

(s.a.Nebenwirkungen).

WichtigeInformationenüberbestimmteBestandteilevonFlucoLich®Kapseln200

mg

DiesesArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSieFlucoLich®Kapseln200mgdaher

erstnachRücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereiner

UnverträglichkeitgegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3.WIEISTFlucoLich®Kapseln200mgEINZUNEHMEN?

NehmenSieFlucoLich®Kapseln200mgimmergenaunachderAnweisungdesArztes

ein.BittefragenSiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsicher

sind.

DiefolgendenAngabengelten,soweitIhnenIhrArztFlucoLich®Kapseln200mgnicht

andersverordnethat.BittehaltenSiesichandieAnwendungsvorschriften,daFlucoLich®

Kapseln200mgsonstnichtrichtigwirkenkann!

FlucoLich®KapselnstehenauchindenStärken50mgund100mgzurVerfügung.

a)DurchHefepilzederGattungCandidahervorgerufenePilzinfektionen

mitBefallderinnerenOrgane(Systemcandidosen)

Therapiebeginnnormalerweisemit400mgFluconazoleinmaltäglicham1.

Behandlungstag,anschließendFortführungderTherapiemit200mgFluconazoleinmal

täglich.BeiBedarfkanndieDosisauf400mgFluconazoleinmaltäglichüberdie

gesamteDauerderBehandlungerhöhtwerden.

BeiindenKörpereindringenden,damitmöglicherlebensbedrohlicherPilzerkrankungen

durchHefepilzekann,insbesonderebeiRisikopatienten,eineDosierungvon800mg

Fluconazoleinmaltäglichangezeigtsein.

DieDauerderAnwendungrichtetsichnachderWirksamkeitundkannunterKontrolle

derLaborwerte(s.AbschnittVorsichtsmaßnahmen)vonmindestens10Tagenbiszu

etwa3Monatenreichen.Eswirdempfohlen,dieTherapiesolangefortzusetzen,bis

dieLaboruntersuchungeneinebislangnochvorhandenenachweisbarePilzinfektion

ausschließen.EineungenügendeBehandlungsdauerkannzueinemWiederauftreten

derInfektionführen.

Candida-ErregerimUrin(Candidurie)

Einmaltäglich50mgFluconazolfürdieBehandlungsdauervon14bis30Tagen.Bei

schwerenKrankheitsverläufenkanndieDosisbeiBedarfaufeinmaltäglich100mg

Fluconazolerhöhtwerden.

FürdiesesAnwendungsgebietstehenandereDosisstärkenzurVerfügung.

b)BefallderHirnhäutedurchdenHefepilzCryptococcusneoformans

Behandlung:

Therapiebeginnnormalerweisemit400mgFluconazoleinmaltäglicham1.

Behandlungstag,anschließendFortführungderTherapiemit200mgFluconazoleinmal

täglich.BeiBedarfsolltedieDosisauf400mgFluconazoleinmaltäglichüberdie

gesamteDauerderBehandlungerhöhtwerden.

BeiindenKörpereindringenden,damitmöglicherweiselebensbedrohlichen

PilzerkrankungendurchCryptococcusneoformanskann,insbesonderebei

Risikopatienten,eineDosierungvon800mgFluconazoleinmaltäglichangezeigtsein.

DieDauerderAnwendungbeträgtimAllgemeinen6bis8Wochen.

DosierungbeiälterenPatienten

BeialtenPatienten,beidenensichkeinHinweisaufeineeingeschränkteNierenfunktion

ergibt,solltendieüblichenDosisempfehlungenbeachtetwerden.Beieiner

Kreatinin-Clearance<50ml/minsolltedieDosierungentsprechenddenRichtlinienfür

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktionangepasstwerden.

PatientenmiteingeschränkterNierenfunktion

FluconazolwirdüberwiegendunverändertmitdemUrinausgeschieden.Patientenmit

eingeschränkterNierenfunktion(Kreatinin-Clearance<50ml/min)solltenbeimehreren

FlucoLich®Kapseln200mg-GabeneineAnfangsdosierungzwischen50mg/dieund400

mg/dieam1.und2.Behandlungstagerhalten.DanachsolltendieDosierungsintervalle

oderdietäglicheDosisfürdasjeweiligeAnwendungsgebietentsprechendder

Kreatinin-Clearance(GradderNierenfunktion)folgendermaßenangepasstwerden:

Kreatinin-Clearance(ml/min) Dosierungsintervall/täglicheDosis

>50 24Stunden(Normaldosierung)

11-50 48StundenoderdiehalbenormaletäglicheDosis

Dialysepatienten eineDosisnachjederDialyse

DieKreatinin-Clearancekannwiefolgtberechnetwerden:

Männer:

Körpergewichtinkgx(140–LebensalterinJahren)

72xSerumkreatinin(mg/100ml)

Frauen:0,85xobigerWert

BittesprechenSiemitIhremArztwennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvon

FlucoLich®Kapseln200mgzustarkoderzuschwachist.

ArtderAnwendung

NehmenSiedieKapselvorodermiteinerMahlzeitunzerkautmitausreichendFlüssigkeit

ein(vorzugsweiseeinGlasTrinkwasser).

FürdieTherapiestehenDarreichungsformenzurEinnahmeundInfusionslösungenzur

Verfügung.BeieinemWechselvonderintravenösenzurAnwendungzurEinnahmeoder

umgekehrtisteineÄnderungdertäglichenDosierungnichterforderlich.

DauerderAnwendung

DieDauerderAnwendungbestimmtderArzt.

WennSieeinegrößereMengeFlucoLich®Kapseln200mgeingenommenhaben,als

Siesollten:

VerständigenSiesoforteinenArzt,dergegebenenfallsfolgendeMaßnahmenergreifen

kann:

BeiÜberdosierungsollteeineTherapiederVergiftungssymptome(vgl.Nebenwirkungen)

durchgeführtwerden.Fallserforderlich,zähltdazuaucheineMagenspülung.

WennSiedieEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgvergessenhaben:

WennSiezuwenigFlucoLich®Kapseln200mgeingenommenhaben,könnenSiedie

fehlendeMengeohneweiteresnochamgleichenTageinnehmen.

WennSiedieBehandlungmitFlucoLich®Kapseln200mgabbrechen:

UmdasFortbestehenbzw.erneuteAuftretenderHefepilzinfektionzuvermeiden,sollten

SieFlucoLich®Kapseln200mgregelmäßigundindervonIhremArztverschriebenen

Dosierungeinnehmen.

4.WELCHENEBENWIRKUNGENSINDMÖGLICH?

WiealleArzneimittelkannFlucoLich®Kapseln200mgNebenwirkungenhaben,dieaber

nichtbeijedemauftretenmüssen.

BeiderBewertungvonNebenwirkungenwerdenfolgendeHäufigkeitsangabenzugrunde

gelegt:

sehrhäufig: mehrals1Behandeltervon10

häufig: 1bis10Behandeltevon100

gelegentlich: 1bis10Behandeltevon1.000

selten: 1bis10Behandeltevon10.000

sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10.000

nichtbekannt: HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar

MöglicheNebenwirkungen:

Magen-Darm-Trakt

DiehäufigstenderallgemeinleichtenNebenwirkungentretenvonseiten

desMagen-Darm-Traktesauf:Übelkeit,Erbrechen,Bauchschmerzen,Durchfallund

Blähungen.

WirkungenaufdasNervensystem

VonseitendeszentralenNervensystemskönnenhäufigKopfschmerzen,gelegentlich

SchwindelundseltenKrampfanfälleauftreten;weiterhinwurdengelegentlichperiphere

NervenstörungenundStörungendesGeschmacksinnsberichtet.

Überempfindlichkeitsreaktionen

SehrseltensindschwereÜberempfindlichkeitsreaktionen(anaphylaktischeReaktionen)

berichtetworden.

HautundHautanhangsgebilde

EskönnenhäufigHautausschlägeundseltenHaarausfallauftreten.Sehrseltentratenbei

PatientenunterBehandlungmitFluconazolschwereHauterkrankungenmitAbschälung

(Exfoliation),AblösungderHaut(Stevens-Johnson-Syndromundtoxischeepidermale

Nekrolyse)auf.AIDS-PatientenneigenbeiVerabreichungvielerArzneimittelzur

EntwicklungvonschwerenHautreaktionen.PatientenmitPilzbefallinnererOrgane,die

einenHautausschlagentwickeln,solltensorgfältigbeobachtetundFlucoLich®Kapseln

200mgsollteabgesetztwerden,sobaldBlasenentstehenodersicheinErythema

multiforme(HautrötunginverschiedensterAnordnung)entwickelt(s.a.“Besondere

VorsichtbeiderEinnahmevonFlucoLich®Kapseln200mgisterforderlich”).

LeberundGallenwege

VeränderungenderLeberwertewurdenbeobachtet.DieentsprechendenLaborwertesind

engmaschigzukontrollieren(s.a.“FlucoLich®Kapseln200mgdarfnichteingenommen

werden”).

NierenundHarnwege

VeränderungenderNierenwertewurdenbeobachtet.DieentsprechendenLaborwertesind

engmaschigzukontrollieren.

WirkungenaufBlutundBlutbestandteile

VeränderungendesBlutbildeswiez.B.VerringerungderAnzahlderweißen

Blutkörperchen(einschließlichNeutropenieundAgranulozytose)undVerringerungder

AnzahlderweißenBlutplättchenwurdenseltenberichtet.LassenSiedieentsprechenden

Laborwerteengmaschigkontrollieren.

SonstigeNebenwirkungen

BeieinigenPatienten,besonderssolchenmitschwerenGrunderkrankungenwieAIDSund

bösartigenErkrankungen,wurdenwährendderBehandlungmitFlucoLich®Kapseln200

mgVeränderungenderLeber-undNierenwertesowiedesBlutbildeswiez.B.

VerringerungderAnzahlderweißenBlutkörperchenundVerringerungderAnzahlder

weißenBlutplättchenbeobachtet.LassenSiedieentsprechendenLaborwerte

engmaschigkontrollieren.

Stoffwechsel:FernerwurdenFällevonErhöhungdesCholesteringehaltesdesBlutes,

erhöhterGehaltdesBlutesanTriglyceridenundVerminderungdesKaliumgehaltesim

Blutberichtet.

Gegenmaßnahmen

DiehäufigstenNebenwirkungenvonFlucoLich®Kapseln200mgbetreffenden

Magen-Darm-TraktundsindmeistmilderbismäßigerAusprägung.Nurseltenwarin

StudieneinTherapieabbruchaufgrundvonNebenwirkungennotwendig.Beistärkeren

BeeinträchtigungensolltenSieIhrenArztbenachrichtigen,derüberdieweitereEinnahme

odergegebenenfallserforderlicheMaßnahmenentscheidet.Diesgiltinsbesonderefür

AnzeichenvonÜberempfindlichkeitsreaktionen,beidenenSieFlucoLich®Kapseln200

mgohneausdrücklicheZustimmungIhresArztesnichtnochmalseinnehmensollten.

InformierenSieIhrenArztoderApotheker,wennSieNebenwirkungenbemerken,dienicht

indieserGebrauchsinformationaufgeführtsind.

5.WIEISTFlucoLich®Kapseln200mgAUFZUBEWAHREN?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufderFaltschachtelunddemBlisternach

“verwendbarbis”angegebenenVerfallsdatumnichtmehrverwenden.DasVerfallsdatum

beziehtsichaufdenletztenTagdesMonats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nichtüber+30°Clagern.

6.WEITEREINFORMATIONEN

WasFlucoLich®Kapseln200mgenthält:

DerWirkstoffistFluconazol.

1Hartkapselenthält200mgFluconazol.

DiesonstigenBestandteilesind:

Lactose-Monohydrat,VorverkleisterteStärke(Mais),Magnesiumstearat(Ph.Eur.),

HochdispersesSiliciumdioxid,Dodecylhydrogensulfat,Natriumsalz,Gelatine,Titandioxid,

TinteSW-9008Black

WieFlucoLich®Kapseln200mgaussiehtundInhaltderPackung:

FlucoLich®Kapseln200mgsindweißopak,bedrucktmit“200”undinPackungenmit20

Hartkapseln [N1]50Hartkapseln[N2]bzw.100Hartkapseln[N3]erhältlich.

PharmazeutischerUnternehmer

WinthropArzneimittelGmbH

Industriestraße10

82256Fürstenfeldbruck

Tel.:08141/3572-0

Fax:08141/3572-599

Hersteller:

-KlockePharma-ServiceGmbH,StraßburgerStr.77,77767Appenweier-Urloffen

-WinthropArzneimittelGmbH,UrmitzerStraße5,56218Mülheim-Kärlich

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitet:Juli2007

Verschreibungspflichtig

Fachinformation

(Zusammenfassung derMerkmale desArzneimittels/ SPC)

FlucoLich ® Kapseln 100 mg / 200mg

1. BEZEICHNUNG DESARZNEIMITTELS

FlucoLich ® Kapseln100 mg

FlucoLich ® Kapseln200 mg

Wirkstoff: Fluconazol

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

FlucoLich ® Kapseln 100 mg

1 Hartkapsel enthält100 mg Fluconazol

FlucoLich ® Kapseln 200 mg

1 Hartkapsel enthält200 mg Fluconazol

Die vollständigeAuflistungder sonstigen BestandteilesieheAbschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel

Aussehen der Hartkapseln:

FlucoLich ® Kapseln100 mg: weiß opak, markiert mit „100“

FlucoLich ® Kapseln200 mg: weiß opak, markiert mit „200“

4. KLINISCHEANGABEN

4.1.Anwendungsgebiete

Behandlung vonMykosen, die durch Hefepilze(Candida und Kryptokokken) hervorgerufen werden,

insbesondere:

FlucoLich ® Kapseln 100 mg

a) Systemcandidoseneinschließlich Candidämie, Candidurie,disseminierte undandere invasive,

insbesondere beiRisikopatienten potentielllebensbedrohlicheCandida-Infektionen, wiez.B.Infektionen

des Peritoneums, derLunge und des Harntraktes. FlucoLich ® Kapseln100 mg kann angewendetwerden

bei Patienten mit bösartigenErkrankungen, beiPatienten auf Intensivstationen,unter zytostatischer oder

immunsuppressiverTherapie.

b) Candidosen oberflächlicher Schleimhäutewie

- rezidivierende oropharyngeale und ösophageale Candidosen

- nichtinvasive bronchopulmonale Candidosen(Schleimhaut der oberenLuftwege)

c) Kryptokokken-Meningitis

Es können auch abwehrgeschwächte Patienten(z.B.beiAIDS oder nach Organtransplantationen)

behandelt werden.FlucoLich ® Kapseln100 mg ist auch als Behandlungsversuch zur Vorbeugungder

Kryptokokken-Meningitis(Rezidivprophylaxe) beiAIDS-Patientenangezeigt.

FlucoLich ® Kapseln 200 mg

a) Systemcandidoseneinschließlich Candidämie, Candidurie,disseminierte undandere invasive,

insbesonderebei Risikopatientenpotentiell lebensbedrohliche Candida-Infektionen, wiez. B. Infektionen

des Peritoneums, der Lunge unddes Harntraktes. FlucoLich ® Kapseln 200 mgkann angewendet werden

bei Patientenmit bösartigen Erkrankungen, bei PatientenaufIntensivstationen, unterzytostatischeroder

immunsuppressiverTherapie.

c) Kryptokokken-Meningitis.

Es könnenauch abwehrgeschwächtePatienten (z.B. beiAIDS odernach Organtransplantationen)

behandelt werden.FlucoLich ® Kapseln200 mg ist auch als Behandlungsversuch zur Vorbeugungder

Kryptokokken-Meningitis(Rezidivprophylaxe) beiAIDS-Patientenangezeigt.

4.2. Dosierung,Artund Dauer derAnwendung

Die Dosierung von FlucoLich ® Kapseln 100 / 200mg wirddurchArt und Schwereder Infektion, durch die

Empfindlichkeit des/derverursachenden Erreger(s)sowiedurchAlter, Körpergewichtund Nierenfunktion des

Patienten bestimmt. Die Behandlung kann abhängigvomKrankheitszustandoral oder parenteraleingeleitet

werden. Die Dauer derBehandlung richtet sichnach demSchweregrad undnach demklinischen Verlaufder

Erkrankung.

Für dieTherapiestehen orale Darreichungsformen und Infusionslösungen zur Verfügung.Bei einem

Wechsel von derintravenösen zur oralenVerabreichung oderumgekehrt ist eine Änderungder täglichen

Dosierung nicht erforderlich.

Art derAnwendung

Die Kapseln sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Sie können vor oder mit einer

Mahlzeit eingenommen werden.

Dosierung und Dauer derAnwendung

a) Systemcandidosen

FlucoLich ® Kapseln 100 / 200mg

Therapie normalerweisemit 400 mg Fluconazol einmal täglich am1. Behandlungstag,anschließend

Fortführung derTherapie mit 200 mg Fluconazoleinmal täglich. BeiBedarfkann die Dosis auf 400mg

Fluconazol einmal täglichüber die gesamte Dauerder Behandlungerhöht werden.

Bei invasiven, damit potentielllebensbedrohlichenMykosen durch Candida-Spezieskann, insbesonderebei

Risikopatienten, eineDosierung von 800 mg Fluconazoleinmal täglich angezeigtsein.

Die Dauer derAnwendungrichtet sich nach derklinischen Wirksamkeit und kann unterKontrolle der

Laborwerte (s. 4.8 Nebenwirkungen) von mindestens10Tagenbis zuetwa3 Monaten reichen.Es wird

empfohlen, dieTherapie so langefortzusetzen, bis die Laboruntersuchungen einebislang noch vorhandene

nachweisbare Pilzinfektion ausschließen. Eine ungenügende Behandlungsdauer kannzueinemRezidiv der

Infektion führen.

Candidurie

FlucoLich ® Kapseln 100 mg

Einmal täglich 50 mgFluconazol.Bei schweren Krankheitsverläufen kann die Dosisbei Bedarfaufeinmal

täglich 100 mgFluconazolerhöht werden.

Die Dauer derAnwendungbeträgt 14 bis 30Tage.

b) Candidosen oberflächlicher Schleimhäute

- rezidivierende oropharyngeale Candidose:

FlucoLich ® Kapseln 100 mg

Einmal täglich 50 mgFluconazol.Bei schweren, insbesondererezidivierendenKrankheitsverläufen kann bei

Bedarfauf einmal täglich100 mg Fluconazol erhöhtwerden.

Die Dauer derAnwendungbeträgt 7 bis 14Tage.

- rezidivierende ösophageale Candidose:

FlucoLich ® Kapseln 100 mg

Einmal täglich 50 mgFluconazol.Bei schweren, insbesondererezidivierendenKrankheitsverläufen kann bei

Bedarfauf einmal täglich100 mg Fluconazol erhöhtwerden.

Die Dauer derAnwendungbeträgt 14 bis 30Tage.

- nichtinvasive bronchopulmonale Candidosen:

FlucoLich ® Kapseln 100 mg

Einmal täglich 50 mgFluconazol.Bei schweren Krankheitsverläufen der Candidosenkann die Dosis bei

Bedarfauf einmal täglich100 mg Fluconazol erhöhtwerden.

Die Dauer derAnwendungbeträgt 14 bis 30Tage.

c) Kryptokokken-Meningitis

Therapie der Kryptokokken-Meningitis

FlucoLich ® Kapseln 100 mg / 200mg

Therapiebeginnnormalerweise mit 400 mgFluconazoleinmal täglich am 1.Behandlungstag, anschließend

Fortführung derTherapie mit 200 mg Fluconazoleinmal täglich. BeiBedarfsollte die Dosis auf 400mg

Fluconazol einmal täglichüber die gesamte Dauerder Behandlungerhöht werden.

Bei invasiven, damit potentielllebensbedrohlichenMykosen durch Cryptococcusneoformans kann,

insbesondere beiRisikopatienten, eine Dosierungvon 800 mgFluconazoleinmal täglich angezeigtsein.

Die Dauer derAnwendungbeträgt imAllgemeinen6 bis 8 Wochen.

Prophylaxe der Kryptokokken-Meningitis

FlucoLich ® Kapseln 100 mg

Nach Beendigungder Behandlung einerKryptokokken-Meningitis beiAIDS-Patienten (siehe oben)sollte ein

BehandlungsversuchzurVorbeugung (Rezidivprophylaxe) unter Kontrolleder Laborwerte (s. 4.8

Nebenwirkungen)mit einer einmal täglichen Dosisvon mindestens 100 mgFluconazoldurchgeführt werden.

Bisherige Erfahrungenresultieren aus Behandlungszeiträumen bis zu25 Monaten.

Anwendung beiälteren Patienten

Bei alten Patienten,bei denen sich kein Hinweisaufeine eingeschränkte Nierenfunktion ergibt, solltendie

üblichen Dosisempfehlungen beachtet werden.Bei einer Kreatinin-Clearance<50ml/min sollte die

Dosierung entsprechendden Richtlinien für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion angepasst

werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Fluconazol wird überwiegendunverändertmit demUrin ausgeschieden.Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <50 ml/min) sollten bei mehreren FlucoLich Kapseln-Gabeneine

Anfangsdosierungzwischen50 mg/die und400 mg/die am 1. und 2.Behandlungstag erhalten.Danach

sollten die Dosierungsintervalleoder die täglicheDosis für die jeweilige Indikation entsprechend der

Kreatinin-Clearancefolgendermaßen angepasstwerden:

Kreatinin-Clearance

(ml/min) Dosierungsintervall

täglicheDosis

>50 24 Stunden

(Normaldosierung)

11 – 50 48 Stundenoder die halbe

normale tägliche Dosis

Dialysepatienten eineDosis nach jeder Dialyse

Die Kreatinin-Clearancekann wiefolgt berechnetwerden:

Körpergewichtin kg x (140 – Lebensalterin Jahren)

Männer: 72 x Serumkreatinin(mg/100 ml)

Frauen: 0,85 x obigerWert

4.3. Gegenanzeigen

FlucoLich ® Kapseln sollten nichtbei Patienten angewendetwerden, bei deneneine Überempfindlichkeit

gegen den WirkstoffFluconazol oder verwandteAzole bekannt ist.

FlucoLich ® Kapseln darf nicht eingenommen werden, wennSie überempfindlich (allergisch)gegenüber

einemder sonstigenBestandteile von FlucoLich ® Kapselnsind.

FlucoLich ® Kapselndarfnicht während derSchwangerschaft (außer beiakuter Lebensgefahr)und Stillzeit

angewendet werden(s.a.Abschnitt 4.6).

FlucoLich ® Kapselndarfnicht bei einer angeborenen oder erworbenen QT-Verlängerungangewendet

werden.

FlucoLich ® Kapselndarfnicht mitArzneimitteln, die ebenfalls zueiner Verlängerungdes QT-Intervals führen

können, wie z.B.Antiarrhythmika der Klasse IAund III angewendetwerden.

FlucoLich ® Kapselndarfnicht bei Störungendes Elektrolythaushaltes undhier besonders beieiner

Hypokaliämie und Hypomagnesiämie angewendetwerden.

FlucoLich ® Kapselndarfnicht bei einer klinischrelevanten Bradykardie undbei Herzrhythmusstörungen

(z.B.bei schwerer Herzinsuffizienz)angewendetwerden.

Die Gabe von CisapridundAstemizolist bei Patienten,die Fluconazol erhalten,kontraindiziert (s. a. 4.5.

Wechselwirkungen).

Aufgrund der Ergebnisseeiner Interaktionsstudieist die gleichzeitige Einnahme vonTerfenadindurch

Patienten, die FlucoLich ® Kapseln mehrmals in Dosierungen von 400 mg/die oder höher erhalten,

kontraindiziert (s. a. 4.5.Wechselwirkungen).

FlucoLich ® Kapseln sollten beiKindern unter 1 Jahr nichtangewendet werden.

Aufgrund geringerErfahrungen sollten FlucoLich ® Kapseln bei Kindernunter 16 Jahren nurangewendet

werden, wenn keinetherapeutischeAlternativezurVerfügung steht.

4.4. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für dieAnwendung

Bei einigen Patienten,besonders solchenmit schwerenGrunderkrankungenwieAIDS und malignen

Erkrankungen, wurdenwährend der Behandlungmit FlucoLich ® KapselnVeränderungen derLeber- und

Nierenwerte sowie desBlutbildes wiez.B. LeukozytopenieundThrombozytopenie beobachtet.Die

entsprechendenLaborwerte sind engmaschig zukontrollieren.

Leberunverträglichkeit: In Einzelfällen gingder Einsatz von Fluconazol mit schwererLeberunverträglichkeit

(Hepatotoxizität) einschließlichtödlichemAusgang einher.Dies betrafinsbesonderePatienten mit schweren

Grunderkrankungen.Ein Zusammenhang mit derTagesdosis,Therapiedauer sowieAlter und Geschlecht

der Patienten ließ sichnicht herstellen. NachAbsetzenvon Fluconazol waren dieLeberunverträglichkeits-

symptome in der Regelreversibel.

Bis zumVorliegen umfangreicherErfahrungen sollteFluconazol bei Patientenmit schweren

Leberfunktionsstörungennur unter geeigneten Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden.

Kontrolle der Leberfunktionsparameter:Patientenmit einer Verschlechterungder Leberwerte unter

Fluconazol-Therapiesollten zurVermeidung schwerererLeberschädigungensorgfältig überwachtwerden.

Fluconazol sollte abgesetztwerden, sobald klinischeSymptome auftreten, dieaufeine Leberschädigung

hinweisen.

Hautreaktionen:Wenn sich bei einem Patientenmit einer Candidose deroberflächlichen Schleimhäute ein

Hautausschlag entwickelt, sollte dieTherapiemit FlucoLich ® Kapselnabgesetzt werden.AIDS-Patienten

neigen bei Verabreichung vielerArzneimittel zurEntwicklung von schweren Hautreaktionen. Patienten mit

invasiven/systemischen Pilzinfektionen (Befall innerer Organe),die einen Hautausschlagentwickeln, sollten

sorgfältig beobachtetund FlucoLich ® Kapselnsollten abgesetzt werden,sobald Blasen entstehenoder sich

ein Erythema multiforme (Hautrötungen in verschiedensterAnordnung) entwickelt (s. a. 4.8.

Nebenwirkungen).

Terfenadin:Patienten,die gleichzeitig Fluconazolin Dosierungen unter400 mg/die undTerfenadin erhalten,

sollten sorgfältig überwachtwerden (s. a. 4.5. Wechselwirkungen mit anderenMitteln).

Patienten mit der seltenenhereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangeloder Glucose-Galactose-

Malabsorption solltenFlucoLich ® Kapseln nicht einnehmen.

4.5. Wechselwirkungenmit anderenArzneimittelnund sonstige Wechselwirkungen

Antikoagulantien(CYP29-Substrat):Fluconazol kann beiPatienten unterAntikoagulanzien-Therapie zu

einer Senkung desQuick-Wertes führen. Ineiner Interaktionsstudie wurdenach Warfarin-Gabe bei

männlichen Probandeneine VerlängerungderThromboplastinzeitum12 % beobachtet.In der breiten

Anwendung wurdenwiebei anderenAzol-Derivaten bei Patienten beigleichzeitigerAnwendungvon

Warfarin und Fluconazol vermehrtBlutungen (Blutergüsse, Zahnfleischbluten, gastrointestinaleBlutungen,

Teerstuhl, Hämaturie) inVerbindung mitThromboplastinzeitverlängerungenberichtet. Bei gleichzeitiger

Einnahme von Fluconazolund Cumarin-Derivatensollte die Dosis desAntikoagulanssorgfältig angepasst

und dieThromboplastinzeit sorgfältigkontrolliert werden.

Kurz wirksame Benzodiazepine(CYP3A4-Substrat):Nach oralerAnwendung von Midazolamführte die

Gabe von FluconazolzudeutlichenAnstiegender Serumkonzentrationvon Midazolamund Zunahme

dessen psychomotorischerWirkungen. Diese Wirkungenscheinen nach oralerApplikation von Fluconazol

ausgeprägter alsnach intravenöserApplikation zusein. Falls dieAnwendungvon Benzodiazepinenbei

Patienten unter Fluconazol-Therapie erforderlichist, sollte eine Dosisreduktionder Benzodiazepineerwogen

und die Patientenentsprechend überwachtwerden.

OraleAntidiabetika vomSulfonylharnstoff-Typ(CYP2C9-Substrat):Fluconazol kann dieSerumhalbwertszeit

von gleichzeitig verabreichtenoralenAntidiabetika vomSulfonylharnstoff-Typ(Glibenclamid, Glipizid und

Tolbutamid) verlängern.Dies sollte wegen einesmöglichenAbsinkens des Blutzuckerspiegels bei

gleichzeitiger Gabevon Fluconazol und oralenAntidiabetika berücksichtigtwerden.

Rifampicin (CYP450-Induktor):Die gleichzeitige Gabevon Fluconazol und Rifampicin senkte die

Plasmakonzentrationvon Fluconazol und verkürztedie Halbwertszeit von Fluconazol.Bei Patienten unter

gleichzeitiger Rifampicin-Therapie sollte deshalbeine Dosiserhöhung vonFluconazol erwogen werden.

Rifabutin:Es liegenBerichte vor, wonach bei gleichzeitigerVerabreichungvon Fluconazol und Rifabutin der

Rifabutin-Serumspiegelerhöht wurde. Ferner liegenBerichte über die Entstehungeiner Uveitis bei den

Patienten vor, die gleichzeitigFluconazol undRifabutin erhielten. Patienten,die Fluconazol undRifabutin

gleichzeitig erhalten,sollten daher sorgfältigüberwachtwerden.

Tacrolimus (CYP3A4-Substrat):Weiterhin wurde berichtet, dassbei gleichzeitiger Verabreichungvon

Fluconazol undTacrolimus derTacrolimus-Serumspiegel erhöhtwurde,ferner von Fällenvon

Nephrotoxizität bei derkombiniertenAnwendungvon Fluconazol undTacrolimus. Patienten,die Fluconazol

undTacrolimus gleichzeitig erhalten, solltendaher sorgfältig überwachtwerden.

Sirolimus:Sirolimus wird extensiv durchdas CytochromP450 (CYP3A4) Enzymin der Darmwand undder

Leber metabolisiert.Wirkstoffe wieFluconazol, dieCYP3A4hemmen, könnenden Metabolismus von

Sirolimus reduzieren undzueinemAnstieg der Sirolimus-Plasmakonzentration führen. Obwohlkeine

Studien zur Kombinationvon Fluconazol undSirolimus durchgeführt wurden,sollte die Kombination beider

Substanzen mit Vorsicht erfolgen. Die Sirolimusspiegel solltenkontrolliert werden, aufZeichen erhöhter

Sirolimus-Toxizität sollte geachtetwerden (Anämie, Leukopenie,Thrombocytopenie, Hypokaliaemie,

Diarrhoe), und dieDosierung von Sirolimus sollte falls erforderlich, angepasst werden.

Phenytoin:Bei gleichzeitiger,mehrmaliger Verabreichungvon Fluconazolund Phenytoin kann der

Phenytoin-Serumspiegelin einemklinisch bedeutsamenAusmaß erhöht werden.Deshalb sollten bei

gleichzeitiger Gabedie Phenytoin-Serumspiegelgemessen und die Phenytoin-Dosis sollte der

therapeutischenKonzentration angepasstwerden.

Xanthin-Basen, weitereAntiepileptika und Isoniazid:Auch sollten Kontrolluntersuchungen bei gleichzeitiger

Gabe von Xanthin-Basen, weiterenAntiepileptika und Isoniazid durchgeführt werden.

Hydrochlorothiazid:Die gleichzeitige,mehrmalige Gabevon Hydrochlorothiazid kann die Plasmaspiegel von

Fluconazol erhöhen;dies macht jedoch keineDosisanpassung von Fluconazolerforderlich.

Orale Kontrazeptiva:Pharmakokinetische Interaktionsstudienmit mehrfacher Gabe vonFluconazolund

oralen Kontrazeptivaergaben folgendeErgebnisse:

50 mg Fluconazol täglichhaben keinen Effekt aufdie endogenenSteroid-Serumspiegeloder die Kinetik von

oralen Kontrazeptivabei Frauen; dagegenerhöhen 200 mg Fluconazoltäglich die Flächeunter der

Plasmaspiegelkurve vonEthinylestradiol und Levonorgestrel um 40 % bzw.24%. Somit hat die mehrfache

Gabe von Fluconazolin diesen Dosierungenwahrscheinlich keinen nachteiligen Effekt aufdie Wirksamkeit

eines Kombinationspräparates eines oralenKontrazeptivums.

Ciclosporin (CYP3A4-Substrat):Eine pharmakokinetischeStudie bei nierentransplantierten Patientenergab

einen langsamenAnstieg der Ciclosporin-Spiegelbei Gabe von täglich200 mg Fluconazol. In eineranderen

Studie hatte Fluconazol100 mg täglich keinenEffekt auf die Ciclosporin-Spiegel von Patientenmit

Knochenmarktransplantation.Die Ciclosporin-Plasmakonzentration sollte bei Patientenunter gleichzeitiger

Gabe von Fluconazolroutinemäßig kontrolliert werden.

Prednison:Bei einemlebertransplantiertenPatienten mit Prednisonmedikation kames zurAddison-Krise

nachAbsetzen von3-monatiger Behandlungmit Fluconazol. Fluconazolhemmt Cytochrom-P-450-

3A4(CYP3A4)-Enzyme, die Glukokortikoide abbauen.DasAbsetzendes Fluconazolsverursachte eine

Zunahme der CYP3A4-Aktivität mit Zunahme des Prednison-Abbaus und darausresultierenderAddison-

Krise. Patienten unterLangzeittherapie mit Fluconazolund Prednison solltennachAbsetzen von Fluconazol

engmaschig auf Zeicheneiner Nebennierenrindeninsuffizienz überprüft werden.

Theophyllin:In einerplazebokontrolliertenInteraktionsstudie senkte diegleichzeitige Gabe von200 mg

Fluconazol über 14Tage die Plasma-Clearance vonTheophyllinum18 %. Patientenmit hohenTheophyllin-

Dosierungen odermit einemerhöhten Risiko einerTheophyllin-Überempfindlichkeit sollten beobachtet und

dieTherapiesollte angepasst werden,sobald sich Zeichen einerToxizität entwickeln.

Terfenadin (CYP3A4-Substrat):Da bei Patienten, diegleichzeitigAzolantimykotika undTerfenadinerhielten,

nach Verlängerungder QT

-Zeit schwere Herzrhythmusstörungenauftraten, wurdenInteraktionsstudien

durchgeführt. EineStudie mit Fluconazol 200 mg/die ergab keine Verlängerungdes QT

-Intervalls.Eine

andere Studie mit Fluconazolin Dosierungenvon 400 mg/die und 800mg/die zeigte signifikante

Plasmaspiegelerhöhungen vonTerfenadin bei gleichzeitigerFluconazol-Gabe von400 mg/die und höher.

Die gleichzeitige GabevonTerfenadinund Fluconazol in Dosierungenvon 400 mg/dieund höher ist

kontraindiziert (s. a. 4.3.Gegenanzeigen). Patienten,die gleichzeitig Fluconazolin Dosierungen unter400

mg/die undTerfenadin erhalten,sollten sorgfältig überwachtwerden.

Cisaprid (CYP3A4-Substrat):Bei Patienten,die gleichzeitig Fluconazolund Cisaprid erhielten,wurden

kardiale NebenwirkungeneinschließlichTorsades de pointes berichtet.Die Gabe von Cisapridist bei

Patienten, die Fluconazolerhalten, kontraindiziert.

Astemizol:Hohe Dosen vonAstemizolführten zuverlängertemQT-Intervall und schwerer ventrikulärer

Arrhythmie,Torsadesde pointes und Herzstillstand.Die gleichzeitige GabevonAstemizolund Fluconazolist

aufgrund des ernsthaften, sogar tödlichen,kardialen Wirkungspotentialskontraindiziert.

Zidovudin:Zwei Pharmakokinetikstudien zu möglichenWechselwirkungenzwischenFluconazol und

Zidovudin ergabenerhöhte Zidovudin-Serumspiegel, die auf eineverminderte Metabolisierungvon

Zidovudin zu dessenHauptabbauprodukt zurückzuführen waren. Ineiner Studie wurden dieZidovudin-

Spiegel beiAIDS- undARC-Patienten vor und währendder Gabe von 200mg Fluconazol proTag während

insgesamt 15Tagen bestimmt. Dabei zeigtesich unter gleichzeitiger Gabevon Fluconazol ein deutlicher

Anstieg der Fläche unterder Serumspiegelkurve(AUC) von Zidovudin um 20 %. In eineranderen Studie mit

Cross-over-Design wurden11 HIV-infizierte Patienten randomisiert entweder einertäglichen Behandlungmit

200 mgZidovudinalle 8 Stunden unterzogen,oder Zidovudin wurdein Kombination mit 400mg Fluconazol

proTag für die Dauer von 7Tagen zugeführt. DieAuswaschphasezwischen den einzelnen

Behandlungssequenzen betrug 21Tage. In der Gruppemit gleichzeitiger Fluconazol-Gabe stieg die Fläche

unter der Serumspiegelkurve (AUC) von Zidovudin statistischsignifikant um74 % gegenüberder alleinigen

Zidovudin-Gabe an.Daher sollten Patientenmit dieser Medikamentenkombination sorgfältig hinsichtlichdes

Auftretens von Zidovudin-bedingten Nebenwirkungen überwacht werden.

HMG-CoA:Das Risiko einer Myopathieist erhöht, wennAzol-Antimykotika gleichzeitigmit HMG-CoA-

ReduktasehemmernwieAtorvastatin verabreicht werden.Vorsicht ist anzuraten, wenneine kombinierte

Gabe für erforderlichgehalten wird. Wegen des erhöhten Risikos einerMyopathie oder Rhabdomyolyse

sollte bei kombinierterTherapie auf Zeichender Myopathie oderRhabdomyolyse (Muskelschmerzen,

Kraftlosigkeit oder Schwäche)und aufdie Werte der Creatinkinase (CK) geachtetwerden. HMG-CoA-

Reduktasehemmer sollenabgesetzt werden, sobaldeinAnstieg der Creatinkinase erfolgt oder wenneine

Myopathie oder Rhabdomyolysediagnostiziertoder vermutet wird.

Interaktionsstudienhaben gezeigt, dass Nahrung,Cimetidin,Antazida oderGanzkörperbestrahlungim

Rahmen einer KnochenmarktransplantationdieAufnahme von oral gegebenemFluconazolins Blut nicht

signifikant beeinflussen.

Hinweis:

Fluconazol ist ein potenterInhibitor des Cytochrom-P450(CYP)-Isoenzyms 2C9 und einmäßiger Inhibitor

von CYP3A4. Neben dengenannten Interaktionenbesteht ein Risikoerhöhter Plasmaspiegel auchfür

andere über CYP2C9oder CYP3A4 metabolisierteArzneimittel (wiez.B.Ergotalkaloide, HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitoren,Chinidin) bei Komedikationmit Fluconazol; PatientenunterAnwendung derartiger

Arzneimittel sollten sorgfältigüberwacht werden. Wegen der langenHalbwertszeitdes Fluconazols kannder

Effekt noch 4 - 5 Tage nachAbsetzendes Fluconazols andauern.

4.6. Schwangerschaft und Stillzeit

(sieheAbschnitt 4.3)

Schwangerschaft

Es liegen keine Datenaus geeigneten, kontrollierten Studien bei Schwangeren vor. Über multiple,

kongenitaleAnomalien bei Kindern, derenMütter für die Dauer von 3Monaten oder längermit Fluconazolin

hoher Dosierung(400 bis 800 mg/die) gegenCoccidioidomykose behandeltwurden, wurdeberichtet. Ob

zwischen diesen Fällenund der Fluconazol-Anwendung ein Zusammenhangbesteht, ist unklar.

Fluconazol ist währendder Schwangerschaft kontraindiziert(s.a.Abschnitt 4.3). EinzigeAusnahme besteht

bei akuter Lebensgefahr der Patientin. Wurde während derOrganogenese behandelt,ist eine

Ultraschallfeinuntersuchunganzuraten.

Vor Beginn einerTherapie mit Fluconazolsollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden

(Schwangerschaftstest durchdenArzt).Bei gebärfähigenFrauen sollte eineSchwangerschaft mittels

geeigneter kontrazeptiverMaßnahmen bis zu7Tage nach Behandlungsende verhindertwerden.

Stillzeit

Fluconazol darf beistillenden Müttern nicht angewendet werden, daFluconazolin der Muttermilch die

gleichen Konzentrationenerreicht wie im Plasma. VoreinerAnwendung mit Fluconazolist abzustillen.

4.7.Auswirkungenauf die Verkehrstüchtigkeitund die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

DiesesArzneimittel kann auchbei bestimmungsgemäßemGebrauch das Reaktionsvermögen so weit

verändern, dass dieFähigkeit zumFühren vonFahrzeugen, zumBedienenvon Maschinen oderzum

Arbeiten ohne sicherenHalt beeinträchtigt wird(s.a. 4.8 Nebenwirkungen).

4.8. Nebenwirkungen

Es wurden folgendeNebenwirkungen beobachtet:

Wirkungen aufden Magen-Darm-Trakt

Die häufigsten (≥1% - <10%)derallgemein leichtenNebenwirkungen tretenvonseiten des Magen-Darm-

Traktes auf:

VerdauungsstörungenwieÜbelkeit, Erbrechen,Bauchschmerzen, Durchfall undBlähungen.

Wirkungen aufdas Nervensystem

Vonseiten des zentralenNervensystems könnenhäufig (≥1% - <10%) Kopfschmerzen,gelegentlich (≥

0,1% - <1%) Schwindelund selten (≥0,01% - <0,1%) Krampfanfälle auftreten; weiterhin wurden

gelegentlich (≥0,1% - <1%) periphere Nervenstörungenund Störungendes Geschmackssinns berichtet.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Sehr selten (<0,01%)sind schwere Überempfindlichkeitsreaktionen(anaphylaktische Reaktioneninklusive

Angioödem, Gesichtsödem, Juckreiz)berichtet worden.

Wirkungen aufBlut und Blutbestandteile

Veränderungendes Blutbildes wie z. B. Leukozytopenie(einschließlich NeutropenieundAgranulozytose)

undThrombozytopenie wurden selten(≥0,01% - <0,1%) berichtet. Dieentsprechenden Laborwertesind

engmaschig zu kontrollieren.

Haut und Hautanhangsgebilde

Es können häufig(≥1% - <10%) Hautausschläge undselten (≥0,01%- <0,1%) Haarausfall (Alopezie)

auftreten. Sehr selten(<0,01%) tratenbei Patienten unterBehandlung mit Fluconazolschwere

Hauterkrankungenmit Exfoliation wieStevens-Johnson-Syndromund toxische

epidermale Nekrolyseauf.AIDS-Patienten neigenbei Verabreichung vielerArzneimittel zurEntwicklung von

schweren Hautreaktionen.Patienten mit invasiven/systemischen Pilzinfektionen (Befall innerer Organe), die

einen Hautausschlagentwickeln, sollten sorgfältig beobachtet und FlucoLich ® Kapselnsollte abgesetzt

werden, sobald Blasenentstehen oder sichein Erythema multiforme (Hautrötungenin verschiedenster

Anordnung) entwickelt (s.4.3. Gegenanzeigen).

Leber und Gallenwege

Veränderungender Leberwerte (Erhöhungvon alkalischer Phosphatase,Bilirubin, SGOTundSGPT), bis hin

zuschweren Leberfunktionsstörungen mit Leberentzündung undGelbsucht, Leberzellnekrose mit

Leberversagenund vereinzeltenTodesfällen, wurden beobachtet. Die entsprechendenLaborwerte sind

engmaschig zu kontrollieren (s. a. 4.3 Gegenanzeigen).

Nieren und Harnwege

Veränderungender Nierenwerte wurdenbeobachtet. Die entsprechenden Laborwertesind engmaschig zu

kontrollieren.

Sonstige Nebenwirkungen

Bei einigen Patienten,besonders solchenmit schwerenGrunderkrankungenwieAIDS und malignen

Erkrankungen, wurdenwährend der Behandlungmit FlucoLich ® Kapseln Veränderungender Leber- und

Nierenwerte sowie desBlutbildes wiez.B. LeukozytopenieundThrombozytopenie beobachtet.Die

entsprechendenLaborwerte sind engmaschig zukontrollieren.

Metabolismus:FernerwurdenFälle von Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämieund Hypokaliämie

berichtet.

4.9. Überdosierung

Bei Überdosierungsollte eine symptomatischeTherapie durchgeführt werden. Falls erforderlich,zähltdazu

auch eine Magenspülung.

Fälle von Überdosierungvon Fluconazol wurdenberichtet. In einem Fall entwickelte sich nach Einnahme

von 8200 mgFluconazolbei einem42-jährigenHIV-infizierten Patientenein paranoid-halluzinatorisches

Zustandsbild, das sichunter stationärer Behandlunginnerhalb von48 Stunden zurückbildete.

Fluconazol wird überwiegendimUrin ausgeschieden.Eine dreistündigeHämodialysevermindert die

Plasmaspiegel um etwa50 %. Daten über die Wirkungeiner forcierten Diurese liegennicht vor.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1. PharmakodynamischeEigenschaften

ATC-Code: J 02AC 01

Antimykotikum (Triazolderivat)

Wirkungsweise

Fluconazol ist eine Substanz aus der chemischenKlasse derTriazolabkömmlinge.Fluconazolist

insbesondere wirksamgegen Candida-Artenund Kryptokokken.

Wirkungsmechanismus

Fluconazol beeinflusst hochspezifisch Cytochrom-P-450-abhängige Enzyme derPilzeund ist ein starker

und spezifischer Hemmstoffder Sterolsynthesevon Pilzen.

Wirkspektrum

Fluconazol besitzt einbreites antimyzetisches Wirkungsspektrum. In verschiedenen tierexperimentellen In-

vivo-Aktivitätsstudien (p.o. undi.v.) ist Fluconazol wirksambei oberflächlichen undsystemischen Infektio-

nen mit Candida, Cryptococcusund verschiedenenDermatophyten.

Candida krusei ist resistentgegen Fluconazol. Candidaglabrata ist wechselndempfindlich. Candida

dubliniensis ist nicht primär resistent, zeigt aber hohesTendenzpotentialvorwiegend unterTherapie.

Aspergillus spp. sind resistentgegen Fluconazol.

Auch in tierexperimentellenModellen der endemischen Mykosen erwies sich Fluconazolals wirksam,

einschließlich Infektionenmit Blastomycesdermatitidis, Coccidioidesimmitis und Histoplasma capsulatum

bei normalen undimmunsupprimiertenTieren.Wegen des Fehlensgeeigneter standardisierterVerfahren

sind die Ergebnisseder In-vitro-Tests wiebei anderenAzolenauch bezüglichder Vorhersage der klinischen

Wirksamkeit von geringererAussagekraft als die Ergebnisseder In-vivo-Studien.

200 bis 400 mgFluconazoltäglich habenkeinen klinisch relevantenEffekt aufdie endogenen Steroid-

Serumspiegel oderaufdieACTH-stimulierte Cortisolausschüttungbei Probanden.

5.2. PharmakokinetischeEigenschaften

Resorption

Die pharmakokinetischenEigenschaften von Fluconazolnach oraler undintravenöser Verabreichungsind

ähnlich. Bei oralerAnwendung wird Fluconazolgut resorbiert. Die Resorptionwirddurch die gleichzeitige

Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. Die PlasmaspitzenkonzentrationenwerdenbeimnüchternenPatienten

zwischen 0,5 und 1,5Stunden nach der Einnahme erreicht; die Plasmaeliminationshalbwertszeit beträgt

ungefähr 30 Stunden.Die Plasmakonzentrationensind bis zu Dosierungenvon 1600 mg/die

dosisproportional.

Nach mehrfacher Gabevon Fluconazol einmal täglichwerden Plasmaspiegelin Höhe von 90 % des steady

state nach 4 bis 5Tagen erreicht. Das Verteilungsvolumen entsprichtimWesentlichen dem Gesamtkör-

perwasser. Die Plasmaproteinbindung ist niedrig(12 %).

Verteilung

Fluconazol penetriertgut in alle untersuchtenGewebeund Körperflüssigkeiten. Die Fluconazol-Spiegelin

Speichel und Sputumsind vergleichbar mit denPlasmaspiegeln. Bei Patientenmit einer durch Pilze

hervorgerufenenMeningitis beträgt der Fluconazol-Spiegel im Liquorungefähr 80 % der

korrespondierendenWerte im Plasma.

Fluconazol erreicht im Stratumcorneum, in der Epidermis undimSchweißhöhere Konzentrationen als im

Serum, wobei es sich im Stratumcorneumbesonders anreichert.Bei einer täglichenDosierung von 50 mg

betrug hier die Konzentration von Fluconazolnach 12Tagen73μg/g und 7Tagenach Behandlungsende5,8

μg/g.

ZumVergleich der Fluconazol-Spiegel im Speichel undimPlasma nach Einmalgabevon 100 mgwurde

Fluconazol entwederals Kapsel oder als Suspension(Pulver/Granulat für Suspension10 mg/ml) oral

verabreicht, wobei dieSuspension 2 Minutenlang zumSpülen im Mund verbliebund dann geschluckt

wurde. Die höchste Konzentration von FluconazolimSpeichel wurde 5 Minutennach Einnahme der

Suspension gemessen. Diese war182-mal höherals die höchste Speichelkonzentration, die 4 Stunden

nach Einnahme derKapsel gemessen wurde.Etwa4 Stunden nach Einnahme waren die

Speichelkonzentrationenfür beide Formulierungenähnlich. Die mittlereFläche unter der

SpeichelspiegelkurveimzeitlichenVerlauf(AUC, 0 bis 96Stunden) warnach Gabevon Fluconazol als

Suspension deutlichgrößer imVergleich zur Kapsel.Für beide Formulierungengab es keine deutlichen

Unterschiede hinsichtlichder Eliminationsraten ausSpeichel oder Plasma.

Metabolismus/Elimination

Fluconazol wird überwiegendrenal ausgeschieden.Etwa80 % der verabreichtenDosis erscheinenimUrin

als unveränderteSubstanz.Die Fluconazol-Clearanceist pro-portional derKreatinin-Clearance.

Die lange Plasmaeliminationshalbwertszeit ermöglichtdie einmal tägliche DosierungzurBehandlung aller

Pilzinfektionen.

Spezielle Pharmakokinetikfür Kinder

Für Kinder wurden diefolgenden pharmakokinetischen Daten [Mittelwerte(%CV)] berichtet:

Alter Dosierung

(mg/kg) Clearance

(ml/

min/kg) Halbwerts-

zeit

(Stunden) C

(μg/ml) Verteilungs-

volumen

(steady-state)

Vdss (l/kg)

9 Monate -

13 Jahre Einzel-oral

2 mg/kg 0.40

(38%)

N=14 25.0 2.9

(22%)

N=16 --

9 Monate -

13 Jahre Einzel-oral

8 mg/kg 0.51

(60%)

N=15 19.5 9.8

(20%)

N=15 --

15 Jahre Mehrfach i.v.

2 mg/kg 0.49

(40%)

17.4 5.5

(25%)

0.722

(36%)

15 Jahre Mehrfach i.v.

4 mg/kg 0.59

(64%)

15.2 11.4

(44%)

0.729

(33%)

15 Jahre Mehrfach i.v.

8 mg/kg 0.66

(31%)

17.6 14.1

(22%)

1.069

(37%)

Diese Studien zeigten,dass die Clearance bezogenaufdas KörpergewichtvomAlter nicht beeinflusst

war.Die mittlere Clearancebei Erwachsenen betrug0,23 (17%)ml/min/kg.

Bei Frühgeborenen(Gestationsalter:26.-29.Schwangerschaftswoche) betrugdie mittlere (%CV)

Clearance innerhalbder ersten 36 Stunden0,180.(35%, N=7)ml/min/kg und erreichteeinen mittleren

Wert von 0,218(31%, N=9) nach6Tagen undvon 0,333 (56%, N=4) nach 12Tagen. Entsprechendsank

die Halbwertszeit von 73,6Stunden auf 53,2Stunden nach 6Tagen und auf 46,6Stunden nach 12

Tagen.

Die Ergebnisse bei KindernimAlter von 5 bis 13 Jahrenzeigen, dass Fluconazolmöglicherweise

schneller eliminiert wird alsbei Erwachsenen; deshalbsind eventuell bei schwerenlebensbedrohlichen

Infektionen höhereDosen erforderlich.

Bioverfügbarkeit

Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt über 90% (50-mg-Kapsel 94 %).

5.3. Präklinische Datenzur Sicherheit

Akute Toxizität:

Die akute orale undintravenöseToxizitätbei Nagetieren war sehrgering.

Chronische und subchronische Toxizität:

In chronischen oralenToxizitätsstudienbei Mäusen, Ratten undHunden wardie Leberdas Zielorgan.

Erhöhungen desLebergewichts und hepatozelluläre Hypertrophiekonnten unter hohenDosierungen mit

Fluconazol beobachtetwerden. HepatischeFetteinlagerungen warenreversibel. Bei hohenDosierungen

waren dieTransaminasenerhöht und Plasmacholesterin undTriglyzeridereduziert.Bei Ratten war nach

hohen Dosierungenvon Fluconazol dasGewichtvon Nebennieren,Ovarien und Hoden erhöhtund das

Uterusgewicht vermindert.

Langzeitstudienbei Mäusen und Rattenergaben bisher keinerleiAnhalt für ein karzinogenesRisiko von

Fluconazol beim Menschen.

Reproduktionstoxikologie:

In Reproduktionsstudienbeeinflusste Fluconazolsowohldie Entwicklung derTierfeten als auch den

Geburtsvorgang beiden Muttertieren. Bei RattenwardieTrächtigkeit bei Dosierungenvon 10 und25 mg/kg

KG verlängert und derGeburtsvorgang erschwert.Feten von Ratten zeigtenbei Dosierungen bis zu 50

mg/kg KG eine Zunahme morphologischerAnomalien.Ab 100 mg/kg KG zeigtensich Veränderungen im

Östrogenhaushalt,die zuUteruskompressionenführen können undsomit Missbildungen hervorrufen

können.

Mutagenität:

Die Mutagenitätsstudienwarennegativ.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1. Liste der sonstigen Bestandteile

FlucoLich ® Kapseln 100 mg/ 200mg enthalten die nachfolgend genanntenHilfsstoffe:

Lactose-Monohydrat,Vorverkleisterte Stärke (aus Mais), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hochdisperses

Siliciumdioxid, Dodecylhydrogensulfat,Natriumsalz, Gelatine,Titandioxid,Tinte SW-9008Schwarz.

6.2 Inkompatibilitäten

Bisher sind keine Inkompatibilitäten bekannt.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit von FlucoLich ® Kapseln 100 mg/ 200mg imunversehrten Behältnisbeträgt

36 Monate.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für dieAufbewahrung

Nicht über+30 °C lagern.

6.5Artund Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDCAluminium-Blisterpackungen

FlucoLich ® Kapseln100 mg:10 N1, 20 N1, 50 N2und 100 N3 Hartkapseln

FlucoLich ® Kapseln200 mg:20 N1, 50 N2 und100 N3 Hartkapseln

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstigeHinweise zur Handhabung

keine

7. INHABERDER ZULASSUNG

WinthropArzneimittel GmbH

Industriestraße 10

82256 Fürstenfeldbruck

Tel.: 0 81 41/35 72-0

Fax: 0 81 41/35 72-599

Mitvertrieb FlucoLich®Kapseln 100 mg:

Sanofi-AventisDeutschland GmbH

65926 Frankfurt amMain

8. ZULASSUNGSNUMMER

FlucoLich ® Kapseln 100 mg 53724.01.00

FlucoLich ® Kapseln 200 mg 53724.02.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

23. Juni 2003

10. STAND DER INFORMATION

Dezember 2007

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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