Flucoderm Kapseln 150 mg Hartkapsel

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Fluconazol
Verfügbar ab:
Dermapharm Aktiengesellschaft
ATC-Code:
J02AC01
INN (Internationale Bezeichnung):
Fluconazole
Darreichungsform:
Hartkapsel
Zusammensetzung:
Fluconazol 150.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
52697.02.00

Seite 1 von 9

Dermapharm AG

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Flucoderm

®

Kapseln 150 mg

Fluconazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme

dieses

Arzneimittels

beginnen,

denn

sie

enthält

wichtige

Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn

Nebenwirkungen

bemerken,

wenden

sich

Ihren

Arzt

oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.

Was sind Flucoderm Kapseln 150 mg und wofür werden sie angewendet?

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Flucoderm Kapseln 150 mg beachten?

3.

Wie sind Flucoderm Kapseln 150 mg einzunehmen?

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.

Wie sind Flucoderm Kapseln 150 mg aufzubewahren?

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was sind Flucoderm Kapseln 150 mg und wofür werden sie angewendet?

Flucoderm

Kapseln

gehören

Arzneimittelklasse

genannten

„Antimykotika“. Der Wirkstoff in Flucoderm Kapseln 150 mg ist Fluconazol.

Flucoderm Kapseln 150 mg werden angewendet zur Behandlung von Infektionen, die

durch Pilze verursacht sind. Es kann darüber hinaus auch zur Vorbeugung von

Candida-Infektionen angewendet werden. Candida ist ein Hefepilz und der häufigste

Erreger von Pilzinfektionen.

Erwachsene

Ihr Arzt kann Ihnen dieses Arzneimittel zur Behandlung der folgenden Arten von

Infektionen verordnen:

Kryptokokkenmeningitis – eine Pilzinfektion des Gehirns

Kokzidioidomykose – eine Erkrankung der Bronchien und Atemwege

Infektionen mit Candida, die im Blut, in Körperorganen (z. B. Herz, Lunge) oder im

Harntrakt nachweisbar sind

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Schleimhautsoor – Infektionen der Mund- und Rachenschleimhaut und Zahnfleisch-

entzündung

Genitalsoor – Infektionen der Scheide oder des Penis

Hautinfektionen – z. B. Fußpilz, Ringelflechte, Pilzinfektionen im Leistenbereich,

Nagelpilz

Darüber hinaus können Sie Flucoderm Kapseln 150 mg aus den folgenden Gründen

erhalten:

zur Vorbeugung von Rückfällen einer Kryptokokkenmeningitis

zur Vorbeugung von Rückfällen eines Schleimhautsoors

zur Verminderung von Rückfällen bei Scheidensoor

Vorbeugung

Infektionen

durch

Candida

(wenn

Immunsystem

geschwächt ist und nicht richtig arbeitet)

Kinder und Jugendliche (0 bis 17 Jahre)

Kindern

kann

dieses

Arzneimittel

Behandlung

folgenden

Arten

Pilzinfektionen verordnet werden:

Schleimhautsoor – Infektion der Mund- und Rachenschleimhaut

Infektionen mit Candida, die im Blut, in Körperorganen (z. B. Herz, Lunge) oder im

Harntrakt nachweisbar sind

Kryptokokkenmeningitis – eine Pilzinfektion des Gehirns

Darüber hinaus können Flucoderm Kapseln 150 mg

Vorbeugung

Infektionen

durch

Candida

(wenn

Immunsystem

geschwächt ist und nicht richtig arbeitet),

zur Vorbeugung von Rückfällen einer Kryptokokkenmeningitis verordnet werden.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Flucoderm Kapseln 150 mg beachten?

Flucoderm Kapseln 150 mg dürfen nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Fluconazol, Gelborange S, andere Arzneimittel, die Sie

gegen

eine

Pilzinfektion

eingenommen

haben

oder

einen

Abschnitt

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Mögliche Beschwerden

sind Juckreiz, Hautrötung und Atemprobleme.

wenn Sie Astemizol oder Terfenadin einnehmen (Arzneimittel aus der Gruppe der

Antihistaminika, die bei Allergien eingesetzt werden).

wenn Sie Cisaprid einnehmen (Arzneimittel gegen Magenbeschwerden).

wenn

Pimozid

einnehmen

(Arzneimittel

Behandlung

psychischer

Erkrankungen).

wenn Sie Chinidin einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmus-

störungen).

wenn Sie Erythromycin einnehmen (Antibiotikum zur Behandlung von Infektionen).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Flucoderm Kapseln

150 mg einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

Leber- oder Nierenprobleme haben,

eine Herzerkrankung haben, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen,

einen zu hohen oder zu niedrigen Gehalt an Kalium, Calcium oder Magnesium im

Blut haben,

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schwere

Hautreaktionen

entwickeln

(wie

Juckreiz,

Hautrötung

oder

damit

zusammenhängende Atemprobleme),

Anzeichen einer „Nebenniereninsuffizienz“ zeigen, bei der die Nebennieren keine

ausreichende

Menge

bestimmter

Steroidhormone,

beispielsweise

Cortisol,

bilden

(chronische

oder

lang

anhaltende

Müdigkeit,

Muskelschwäche,

Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen).

Einnahme von Flucoderm Kapseln 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

sofort

Ihren

Arzt,

wenn

Astemizol,

Terfenadin

(ein

Antihistaminikum zur Behandlung von Allergien), Cisaprid (wird bei Magenverstim-

mungen eingenommen), Pimozid (wird zur Behandlung von psychischen Erkrankungen

eingenommen),

Chinidin

(wird

Behandlung

Herzrhythmusstörungen

eingenommen) oder Erythromycin (ein Antibiotikum zur Behandlung von Infektionen)

anwenden, da diese nicht zusammen mit Flucoderm Kapseln 150 mg eingenommen

werden

dürfen

(siehe

Abschnitt

„Flucoderm

Kapseln

dürfen

nicht

eingenommen werden“).

Bei einigen Arzneimitteln sind Wechselwirkungen mit Flucoderm Kapseln 150 mg

möglich.

Informieren

unbedingt

Ihren

Arzt,

wenn

eines

folgenden

Arzneimittel einnehmen/anwenden:

Rifampicin oder Rifabutin (Antibiotika gegen Infektionen)

Alfentanil, Fentanyl (Narkosemittel)

Amitriptylin, Nortriptylin (Arzneimittel gegen Depressionen)

Amphotericin B, Voriconazol (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

blutverdünnende Arzneimittel, die Blutgerinnsel verhindern (Warfarin oder ähnliche

Arzneimittel)

Benzodiazepine

(Midazolam,

Triazolam

oder

ähnliche

Arzneimittel),

Schlafmittel oder gegen Angst eingesetzt werden

Carbamazepin, Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanfälle [„Epilepsie“])

Nifedipin,

Isradipin,

Amlodipin,

Verapamil,

Felodipin

Losartan

(gegen

Hypertonie [Bluthochdruck])

Olaparib (Arzneimittel zur Behandlung von Eierstockkrebs)

Amiodaron (Arzneimittel gegen unregelmäßigen Herzschlag, „Arrhythmien“)

Hydrochlorothiazid (harntreibendes Arzneimittel [„Diuretikum“])

Ciclosporin,

Everolimus,

Sirolimus

oder

Tacrolimus

(zur

Vorbeugung

einer

Transplantatabstoßung)

Cyclophosphamid, Vinca-Alkaloide (Vincristin, Vinblastin oder ähnliche Arzneimittel)

zur Behandlung von Krebserkrankungen

Halofantrin (Arzneimittel gegen Malaria)

Statine (Atorvastatin, Simvastatin und Fluvastatin oder ähnliche Arzneimittel) zur

Senkung eines hohen Cholesterinspiegels

Methadon (gegen Schmerzen)

Celecoxib, Flurbiprofen, Naproxen, Ibuprofen, Lornoxicam, Meloxicam, Diclofenac

(Nichtsteroidale Antirheumatika [NSAR])

orale Kontrazeptiva („Pille“ zur Verhütung)

Prednison (Steroid)

Zidovudin, auch unter der Abkürzung AZT bekannt; Saquinavir (eingesetzt bei

Patienten mit HIV-Infektion)

Arzneimittel gegen Diabetes mellitus wie Chlorpropamid, Glibenclamid, Glipizid oder

Tolbutamid

Theophyllin (eingesetzt bei Asthma)

Tofacitinib (eingesetzt bei rheumatoider Arthritis)

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Ivacaftor (eingesetzt bei zystischer Fibrose)

Vitamin A (Nahrungsergänzungsmittel)

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden, kürzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen

andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei Einnahme von Flucoderm Kapseln 150 mg zusammen mit Nahrungsmitteln

und Getränken

Kapseln

können

Mahlzeiten

oder

unabhängig

Mahlzeiten

eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein

oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses

Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sie sollten Flucoderm Kapseln 150 mg in der Schwangerschaft nur dann einnehmen,

wenn Ihr Arzt es Ihnen ausdrücklich gesagt hat.

Nach einer einmaligen Einnahme von 150 mg Fluconazol können Sie weiter stillen.

Wenn Sie wiederholt Flucoderm Kapseln 150 mg einnehmen, sollten Sie nicht weiter

stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Beim Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen ist zu berücksichtigen,

dass

gelegentlich

Schwindelgefühl

oder

(„epileptischen“)

Krampfanfällen

kommen kann.

Flucoderm Kapseln 150 mg enthalten Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Flucoderm Kapseln 150 mg erst

nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Zuckerunverträglichkeit leiden.

Flucoderm Kapseln 150 mg enthalten Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Hartkapsel, d.h. es

ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie sind Flucoderm Kapseln 150 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nehmen Sie die Kapseln ungeöffnet und unzerkaut mit einem Glas Wasser ein. Sie

sollten die Kapseln möglichst jeden Tag um die gleiche Uhrzeit einnehmen.

Flucoderm Hartkapseln stehen in zwei Wirkstärken zur Verfügung: 50 mg und 150 mg.

Die einzelnen Wirkstärken sind nicht für jedes der angegebenen Anwendungsgebiete

geeignet.

folgende

Tabelle

gibt

empfohlenen

Dosen

Arzneimittels

verschiedenen Arten von Infektionen an:

Erwachsene

Seite 5 von 9

Erkrankung

Dosis

Behandlung von Kryptokokkenmeningitis

Am 1. Tag 400 mg und dann einmal

täglich 200 mg bis 400 mg über 6 bis 8

Wochen oder falls erforderlich länger.

Manchmal wird die Dosis auf bis zu 800

mg erhöht.

Vorbeugung von Rückfällen von

Kryptokokkenmeningitis

Einmal täglich 200 mg bis Ihr Arzt die

Behandlung beendet

Behandlung von Kokzidioidomykose

Einmal täglich 200 mg bis 400 mg über 11

bis 24 Monate oder auch länger, falls

nötig. Manchmal wird die Dosis auf bis zu

800 mg erhöht.

Zur Behandlung innerer Pilzinfektionen,

die durch Candida verursacht sind

Am 1. Tag 800 mg und dann einmal

täglich 400 mg bis Ihr Arzt die Behandlung

beendet

Behandlung von Infektionen der Mund-

und Rachenschleimhaut und

Zahnfleischentzündung

Am 1. Tag 200 mg bis 400 mg und dann

100 mg bis 200 mg bis Ihr Arzt die

Behandlung beendet

Behandlung von Schleimhautsoor – die

Dosis ist vom infizierten Körperbereich

abhängig

Einmal täglich 50 mg bis 400 mg über 7

bis 30 Tage bis Ihr Arzt die Behandlung

beendet

Vorbeugung von Rückfällen von

Schleimhautinfektionen im Mund- und

Rachenbereich

Einmal täglich 100 mg bis 200 mg oder 3-

mal pro Woche 200 mg, solange das

Infektionsrisiko besteht

Behandlung von Genitalsoor

Einmalig 150 mg

Verminderung von Rückfällen bei

Scheidensoor

150 mg jeden 3. Tag über insgesamt 3

Dosen (an Tag 1, 4 und 7) und

anschließend einmalwöchentlich für 6

Monate, solange das Infektionsrisiko

besteht

Behandlung von Pilzinfektionen der Haut

und Nägel

Abhängig vom infizierten Körperbereich

einmal täglich 50 mg, einmal wöchentlich

150 mg, 300 mg bis 400 mg einmal

wöchentlich über 1 bis 4 Wochen (bei

Fußpilz kann die Behandlungsdauer bis zu

6 Wochen betragen, bei Nagelinfektionen

so lange behandeln, bis der infizierte

Nagel ersetzt ist)

Vorbeugung von Infektionen durch

Candida (wenn das Immunsystem

geschwächt ist und nicht richtig arbeitet)

Einmaltäglich 200 mg bis 400 mg, solange

das Infektionsrisiko besteht

Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren

Wenden Sie die von Ihrem Arzt verordnete Dosis an (dies kann entweder die Dosis für

Erwachsene oder die Dosis für Kinder sein).

Kinder bis 11 Jahre

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Bei Kindern beträgt die Höchstdosis 400 mg pro Tag.

Die Dosis wird auf der Grundlage des Körpergewichts des Kindes (in Kilogramm)

berechnet.

Erkrankung

Tagesdosis

Schleimhautsoor und Racheninfektionen mit

Candida – Dosis und Behandlungsdauer

sind vom Schweregrad und vom genauen

Ort der Infektion abhängig

Einmal täglich 3 mg je kg

Körpergewicht (Am 1. Tag können 6 mg

je kg Körpergewicht verabreicht

werden.)

Kryptokokkenmeningitis oder innere

Pilzinfektionen durch Candida

Einmal täglich 6 mg bis 12 mg je kg

Körpergewicht

Vorbeugung von Rückfällen von

Kryptokokkenmeningitis

Einmal täglich 6 mg je kg

Körpergewicht

Vorbeugung von Infektionen durch Candida

bei Kindern (wenn das Immunsystem nicht

richtig arbeitet)

Einmal täglich 3 mg bis 12 mg je kg

Körpergewicht

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von 0 bis 4 Wochen

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von 3 bis 4 Wochen:

Es wird die gleiche Dosis wie oben angegeben verabreicht, aber nur alle 2 Tage. Die

Höchstdosis beträgt 12 mg je kg Körpergewicht alle 48 Stunden.

Anwendung bei Neugeborenen im Alter von unter 2 Wochen:

Es wird die gleiche Dosis wie oben angegeben verabreicht, aber nur alle 3 Tage. Die

Höchstdosis beträgt 12 mg je kg Körpergewicht alle 72 Stunden.

Ältere Patienten

Sofern Sie keine Nierenprobleme haben, sollten Sie die übliche Erwachsenen-Dosis

einnehmen.

Patienten mit Nierenproblemen

Ihr Arzt kann Ihre Dosis abhängig von der Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren ändern.

Wenn Sie eine größere Menge von Flucoderm Kapseln 150 mg eingenommen

haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Kapseln auf einmal einnehmen, kann dies zu Unwohlsein führen.

Setzen

sich

unverzüglich

Ihrem

Arzt

oder

Notaufnahme

nächstgelegenen

Krankenhauses

Verbindung.

Eine

Überdosierung

kann

Beispiel dazu führen, dass Sie Dinge hören, sehen, fühlen oder denken, die nicht real

sind

(Halluzinationen,

Verfolgungswahn).

Möglicherweise

eine

Behandlung

angebracht, die die Beschwerden lindert (mit Maßnahmen zur Unterstützung der

Körperfunktionen und Magenspülung, falls erforderlich).

Wenn Sie die Einnahme von Flucoderm Kapseln 150 mg vergessen haben

Nehmen

nicht

doppelte

Menge

ein,

wenn

vorherige

Einnahme

vergessen

haben.

Wenn

eine

Dosis

vergessen

haben,

sollten

diese

einnehmen, sobald Sie daran denken. Lassen Sie die vergessene Dosis jedoch aus,

wenn es fast Zeit für die nächste Dosis ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Apotheker.

Seite 7 von 9

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

einigen

Menschen

kommt

allergischen

Reaktionen,

allerdings

sind

schwerwiegende allergische Reaktionen selten. Wenn bei Ihnen eine oder mehrere

Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine oder mehrere der

folgenden Beschwerden auftreten.

plötzliches pfeifendes Atemgeräusch, Atemprobleme oder Engegefühl im Brustkorb

Anschwellen von Augenlidern, Gesicht oder Lippen

Juckreiz am gesamten Körper, Hautrötung oder juckende rote Flecken auf der Haut

Hautausschlag

schwere Hautreaktionen wie ein blasenbildender Hautausschlag (der auch den

Mund und die Zunge betreffen kann)

Flucoderm Kapseln 150 mg können Ihre Leberfunktion beeinträchtigen. Folgende

Symptome einer Leberfunktionsstörung können auftreten:

Müdigkeit

Appetitlosigkeit

Erbrechen

Gelbfärbung der Haut oder des Weißen Ihrer Augen (Gelbsucht)

Wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, beenden Sie sofort die Einnahme von

Flucoderm Kapseln 150 mg und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Andere Nebenwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bitte außerdem, wenn eine der aufgeführten

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die

nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen

Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen

Anstieg von Blut- oder Leberwerten

Hautausschlag

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Verringerung

Anzahl

roten

Blutkörperchen,

Hautblässe

Schwäche oder Atemnot führen kann

Appetitminderung

Unfähigkeit zu schlafen, Schläfrigkeit

„epileptische“ Krampfanfälle, Schwindelgefühl, Drehschwindel, Kribbeln, Stechen

oder Taubheitsgefühl, Veränderung des Geschmacksempfindens

Verstopfung, Verdauungsprobleme, Blähungen, Mundtrockenheit

Muskelschmerzen

Leberschädigung und Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht)

runde oder ovale rote Flecken, die über längere Zeit vorhanden sein können (fixes

Arzneimittelexanthem),

Quaddeln,

Blasenbildung

(Nesselsucht),

Juckreiz,

vermehrtes Schwitzen

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Müdigkeit, allgemeines Unwohlsein, Fieber

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

zu niedrige Anzahl von weißen Blutkörperchen, die an der Infektionsabwehr beteiligt

sind, sowie von Blutzellen, die bei der Blutgerinnung eine Rolle spielen

rote oder violette Hautverfärbung, die durch eine niedrige Zahl an Blutplättchen

verursacht sein kann, andere Änderungen bei den Blutzellen

Veränderung der Blutchemie (hoher Cholesterinspiegel, Fettgehalt)

niedriger Kaliumgehalt im Blut

Zittern

Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG), Veränderungen der Herzfrequenz

oder des Herzrhythmus

Leberversagen

allergische

Reaktionen

(manchmal

schwer

ausgeprägt),

ausgedehnter

blasenbildender Hautausschlag und Abschälen der Haut, schwere Hautreaktionen,

Anschwellen der Lippen oder des Gesichts

Haarausfall

Häufigkeit nicht bekannt ( Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar):

Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Fieber, geschwollenen Drüsen,

erhöhter Konzentration einer Art von weißen Blutkörperchen (Eosinophilie) und

Entzündung

innerer

Organe

(Leber,

Lunge,

Herz,

Nieren

Dickdarm)

(Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen [DRESS])

Andere mögliche Nebenwirkungen

Gelborange S kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de a

nzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie

dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur

Verfügung gestellt werden.

5. Wie sind Flucoderm Kapseln 150 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Umkarton nach

«verwendbar bis» angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden.

Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Seite 9 von 9

Was Flucoderm Kapseln 150 mg enthalten

Der Wirkstoff ist Fluconazol.

1 Hartkapsel enthält 150 mg Fluconazol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose,

Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Natriumdodecylsulfat,

Gelatine, Titandioxid (E 171), Chinolingelb (E 104), Gelborange S (E 110).

Wie Flucoderm Kapseln 150 mg aussehen und Inhalt der Packung

Flucoderm Kapseln 150 mg sind in Packungen mit gelben Hartkapseln zu 1 Hartkapsel

und 4 Hartkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hersteller

Dermapharm AG

mibe GmbH Arzneimittel

Lil-Dagover-Ring 7

Münchener Straße 15

82031 Grünwald

06796 Brehna

Tel.: 089 / 641 86-0

(ein Tochterunternehmen der Dermapharm AG)

Fax: 089 / 641 86-130

E-Mail: service@dermapharm.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2019.

Seite 1 von 26

Fachinformation

Dermapharm AG

Flucoderm

®

1.

BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Flucoderm Kapseln 50 mg

Flucoderm Kapseln 150 mg

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Flucoderm Kapseln 50 mg

1 Hartkapsel enthält 50 mg Fluconazol.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 16,6 mg Lactose-Monohydrat

Flucoderm Kapseln 150 mg

1 Hartkapsel enthält 150 mg Fluconazol.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 49,8 mg Lactose-Monohydrat und

0,02 mg Gelborange S (E 110)

Flucoderm Kapseln enthalten weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 50 mg

bzw. 150 mg Hartkapsel.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel zum Einnehmen

Flucoderm Kapseln 50 mg

grün-weiße Kapseln

Flucoderm Kapseln 150 mg

gelbe Kapseln

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Flucoderm wird bei den folgenden Pilzinfektionen angewendet (siehe Abschnitt

5.1).

Seite 2 von 26

Anwendung von Flucoderm bei Erwachsenen zur Behandlung von

Kryptokokkenmeningitis (siehe Abschnitt 4.4)

Kokzidioidomykose (siehe Abschnitt 4.4)

invasiven Candidosen

Schleimhaut-Candidosen,

einschließlich

oropharyngealen

ösophagealen

Candidosen,

Candidurien

chronisch-mukokutanen

Candidosen

chronisch-atrophischen oralen Candidosen (Mundhöhlenerkrankungen

bei Zahnprothesenträgern), wenn zahnhygienische oder lokale Maßnahmen

nicht ausreichen

akuten

oder

rezidivierenden

Vaginal-Candidosen,

wenn

eine

lokale

Therapie nicht geeignet ist

Candida-Balanitis, wenn eine lokale Therapie nicht geeignet ist

Dermatomykosen,

einschließlich

Tinea

pedis,

Tinea

corporis,

Tinea

cruris, Tinea versicolor und Candida-Infektionen der Haut, bei denen eine

systemische Behandlung angezeigt ist

Tinea unguium (Onychomykose), wenn andere Wirkstoffe nicht geeignet

erscheinen

Anwendung von Flucoderm bei Erwachsenen zur Prophylaxe von

rezidivierender

Kryptokokkenmeningitis

Patienten

hohem

Rezidivpotenzial

rezidivierenden

oropharyngealen

ösophagealen

Candidosen

HIV-Patienten mit hohem Rückfallrisiko

Candida-Infektionen bei Patienten mit anhaltender Neutropenie (wie z.

Patienten

unter

Chemotherapie

bösartigen

Bluterkrankungen

oder

Patienten

hämatopoetischer

Stammzelltransplantation

[siehe

Abschnitt

5.1]) und zur

Verringerung der Inzidenz rezidivierender Vaginal-Candidosen (4 oder

mehr Episoden pro Jahr)

Anwendung von Flucoderm bei termingerechten Neugeborenen, Säuglingen,

Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 17 Jahren

Flucoderm wird zur Behandlung von Schleimhaut-Candidosen (oropharyngeal

ösophageal),

invasiven

Candidosen,

Kryptokokkenmeningitis

sowie

Prophylaxe

Candida-Infektionen

abwehrgeschwächten

Patienten

angewendet.

Prävention

rezidivierender

Kryptokokkenmeningitis

kann

Flucoderm als Erhaltungstherapie bei Kindern mit hohem Rückfallrisiko (siehe

Abschnitt 4.4) eingesetzt werden.

Die Therapie kann begonnen werden, bevor Ergebnisse von Kulturen und andere

Laborwerte

vorliegen.

Sobald

diese

Ergebnisse

verfügbar

sind,

sollte

antiinfektive Therapie entsprechend angepasst werden.

Die offiziellen Leitlinien zum angemessenen Gebrauch von Antimykotika sind zu

berücksichtigen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Seite 3 von 26

Die Dosierung sollte sich an Art und Schweregrad der Pilzinfektion orientieren.

Bei Infektionen, bei denen wiederholte Gaben notwendig sind, sollte die

Behandlung so lange fortgesetzt werden, bis die klinischen Parameter oder

Laborwerte bestätigen, dass die aktive Pilzinfektion abgeklungen ist. Eine

unzureichende

Behandlungsdauer

kann

Wiederauftreten

aktiven

Pilzinfektion zur Folge haben.

Erwachsene

Indikationen

Dosierung

Behandlungs-

dauer

Kryptokokkosen

- Behandlung von

Kryptokokkenmeningitis.

Anfangsdosis: 400

mg an Tag 1

Nachfolgende Dosis:

200 mg bis 400 mg

einmal täglich

Üblicherweise

mindestens 6 bis 8

Wochen. Bei

lebensbedrohlichen

Infektionen kann

die Tagesdosis auf

800 mg erhöht

werden.

- Erhaltungstherapie zur

Rezidivprophylaxe von

Kryptokokkenmeningitis

bei Patienten mit hohem

Rückfallrisiko.

200 mg einmal

täglich

Unbegrenzt bei

einer Tagesdosis

von 200 mg.

Kokzidioido-

mykose

200 mg bis 400 mg

einmal täglich

Abhängig vom Pa-

tienten 11 bis 24

Monate oder

länger. Bei einigen

Infektionen und

speziell bei

Meningen-

Infektionen kann

die Gabe von 800

mg pro Tag

erwogen werden.

Invasive

Candidosen

Anfangsdosis:

800 mg an Tag 1

Nachfolgende Dosis:

400 mg einmal

täglich

Im Allgemeinen

wird empfohlen, die

Behandlung bei

Candidämien nach

der ersten

negativen Blutkultur

und nach dem

Abklingen der

Candidämie-

Symptome noch für

weitere 2 Wochen

fortzusetzen.

Behandlung von

Schleimhaut-

Candidosen

- Oropharyngeale

Candidose

Anfangsdosis:

200 mg bis 400 mg

an Tag 1

Nachfolgende Dosis:

100 mg bis 200 mg

einmal täglich

7 bis 21 Tage (bis

zur Remission der

oropharyngealen

Candidose). Bei

Patienten mit stark

geschwächter

Immunabwehr kann

die Behandlungs-

dauer verlängert

Seite 4 von 26

werden.

- Ösophageale

Candidose

Anfangsdosis: 200

mg bis 400 mg an

Tag 1

Nachfolgende Dosis:

100 mg bis 200 mg

einmal täglich

14 bis 30 Tage (bis

zur Remission der

ösophagealen

Candidose). Bei

Patienten mit stark

geschwächter

Immunabwehr kann

die Behandlungs-

dauer verlängert

werden.

- Candidurie

200 mg bis 400 mg

einmal täglich

7 bis 21 Tage. Bei

Patienten mit stark

geschwächter

Immunabwehr kann

die Behandlungs-

dauer verlängert

werden.

- Chronisch-atrophische

Candidose

50 mg einmal täglich

14 Tage

- Chronisch-mukokutane

Candidose

50 mg bis 100 mg

einmal täglich

Bis zu 28 Tagen,

abhängig vom

Schweregrad der

Infektion und des

zugrundeliegenden

Immundefekts

sowie der Infektion

auch länger.

Rezidivprophy-

laxe von

Schleimhaut-

Candidosen bei

HIV-Patienten

mit hohem

Rezidivrisiko

- Oropharyngeale

Candidose

100 mg bis 200 mg

einmal täglich oder

200 mg dreimal

wöchentlich

Bei Patienten mit

chronischer Immun-

suppression auf

unbestimmte Zeit .

- Ösophageale

Candidosen

100 mg bis 200 mg

einmal täglich oder

200 mg dreimal

wöchentlich

Bei Patienten mit

chronischer Immun-

suppression auf

unbestimmte Zeit.

Genital-

Candidosen

- Akute Vaginal-

Candidose

- Candida-Balanitis

150 mg

Einzeldosis

- Behandlung und

Prophylaxe von

rezidivierenden Vaginal-

Candidosen (vier oder

mehr Episoden pro

Jahr)

150 mg jeden 3. Tag

über insgesamt 3

Dosen (Tag 1, 4 und

7), anschließend

Erhaltungsdosis mit

150 mg einmal

wöchentlich

Erhaltungsdosis: 6

Monate.

Dermatomy-

kosen

- Tinea pedis,

- Tinea corporis,

- Tinea cruris,

- Candida-Infektionen

150 mg einmal

wöchentlich oder 50

mg einmal täglich

2 bis 4 Wochen.

Bei Tinea pedis

kann eine

Behandlung über

bis zu 6 Wochen

notwendig sein.

- Tinea versicolor

300 mg bis 400 mg

1 bis 3 Wochen

Seite 5 von 26

einmal wöchentlich

50 mg einmal täglich

2 bis 4 Wochen

- Tinea unguium

(Onychomykose)

150 mg einmal

wöchentlich

Die Behandlung

sollte fortgesetzt

werden, bis der

infizierte Nagel

erneuert wurde (der

gesunde Nagel

nachwächst). Das

Nachwachsen von

Fingernägeln bzw.

Zehennägeln

dauert üblicher-

weise 3 bis 6 bzw.

6 bis 12 Monate.

Die Wachstumsge-

schwindigkeit kann

jedoch individuell

und altersabhängig

stark variieren.

Nach erfolgreicher

Behandlung von

langfristigen

chronischen

Infektionen kann

gelegentlich eine

Deformierung des

Nagels

fortbestehen.

Prophylaxe von

Candida-

Infektionen bei

Patienten mit

anhaltender

Neutropenie

200 mg bis 400 mg

einmal täglich

Die Behandlung

sollte mehrere

Tage vor dem

erwarteten Beginn

der Neutropenie

begonnen und

nach Abklingen der

Neutropenie (wenn

die Neutrophilen-

zahl wieder auf

>1.000 Zellen/mm

angestiegen ist)

noch über weitere 7

Tage fortgesetzt

werden.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Dosierung

Abhängigkeit

Nierenfunktion

anzupassen

(siehe

Eingeschränkte Nierenfunktion).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Flucoderm

wird

überwiegend

über

Urin

unveränderter

Wirkstoff

ausgeschieden.

einmaliger

Verabreichung

keine

Dosisanpassung

notwendig. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (einschließlich von

Kindern und Jugendlichen), die mehrere Dosen Fluconazol erhalten sollen, sollte

Seite 6 von 26

abhängig von der für die jeweilige Indikation empfohlenen Tagesdosis eine

Anfangsdosis von 50 mg bis 400 mg verabreicht werden. Im Anschluss an diese

initiale

Aufsättigungsdosis

sollte

sich

Tagesdosis

(entsprechend

Indikation) an der folgenden Tabelle orientieren:

Kreatinin-Clearance (ml/min)

Prozent der empfohlenen Dosis

>50

100 %

≤50 (keine Hämodialyse)

50 %

Hämodialyse

100 % nach jeder Hämodialysesitzung

Patienten mit Hämodialysebehandlung sollten nach der Hämodialyse 100 % der

empfohlenen Dosis erhalten. An dialysefreien Tagen sollten die Patienten eine

entsprechend ihrer Kreatinin-Clearance verringerte Dosis erhalten.

Eingeschränkte Leberfunktion

begrenzte

Daten

Patienten

eingeschränkter

Leberfunktion

vorliegen,

muss

Fluconazol

Patienten

Leberfunktionsstörungen

Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen sollte eine Höchstdosis von 400 mg pro Tag nicht

überschritten werden.

Wie auch bei den entsprechenden Infektionen bei Erwachsenen, orientiert sich

die Behandlungsdauer am klinischen und mykologischen Ansprechen. Flucoderm

wird als tägliche Einmalgabe verabreicht.

Anwendung

Kindern

Jugendlichen

eingeschränkter

Nierenfunktion

siehe

Dosierung

unter

Eingeschränkte

Nierenfunktion”.

Kindern

Jugendlichen

eingeschränkter

Nierenfunktion

wurde

Pharmakokinetik

Fluconazol

nicht

untersucht

termingerechten

Neugeborenen, die häufig eine primäre renale Unreife aufweisen, siehe den

nachfolgenden Abschnitt).

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder (im Alter von 28 Tagen bis 11 Jahren)

Indikation

Dosierung

Empfehlungen

- Schleimhaut-Candidosen

Anfangsdosis: 6 mg/kg

Nachfolgende Dosis: 3 mg/kg

einmal täglich

Die Anfangsdosis kann am 1.

Tag verabreicht werden, um

schneller Steady-State-

Konzentrationen zu erreichen

- Invasive Candidosen

- Kryptokokkenmeningitis

Dosis: 6 bis 12 mg/kg einmal

täglich

Abhängig vom Schweregrad

der Erkrankung

- Erhaltungstherapie zur

Prävention rezidivierender

Kryptokokkenmeningitis bei

Kindern mit hohem

Rezidivrisiko

Dosis: 6 mg/kg einmal täglich

Abhängig vom Schweregrad

der Erkrankung

- Prophylaxe von

Candida-Infektionen bei

abwehrgeschwächten

Patienten

Dosis: 3 bis 12 mg/kg einmal

täglich

Abhängig von Schweregrad

und Dauer der vorliegenden

Neutropenie (siehe Dosierung

bei Erwachsenen)

Seite 7 von 26

Jugendliche (im Alter von 12 bis 17 Jahren)

Der verordnende Arzt muss abhängig vom Körpergewicht und der pubertären

Entwicklung beurteilen, welche Dosierung (die Dosierung für Erwachsene oder

die Dosierung für Kinder) geeignet ist. Die klinischen Daten zeigen, dass Kinder

eine höhere Fluconazol-Clearance aufweisen als Erwachsene. Eine Dosis von

100, 200 und 400 mg bei Erwachsenen entspricht bei Kindern einer Dosis von 3,

6 und 12 mg/kg, um eine vergleichbare systemische Exposition zu erreichen.

In der Pädiatrie wurde die Sicherheit und Wirksamkeit bei Genital-Candidosen

nicht untersucht. Die derzeit vorliegenden Daten zu anderen Indikationen bei

Kindern

Jugendlichen

werden

Abschnitt

beschrieben. Wenn

Jugendlichen

Jahre)

Behandlung

einer

Genital-Candidose

unbedingt notwendig ist, sollte die Dosierung wie bei Erwachsenen erfolgen.

Termingerechte Neugeborene (0 bis 27 Tage)

Neugeborene

scheiden

Fluconazol

langsam

aus.

liegen

wenige

pharmakokinetische

Daten

vor,

diese

Dosierungen

Neugeborenen

unterstützen (siehe Abschnitt 5.2).

Altersgruppe

Dosierung

Empfehlungen

Neugeborene (0 bis 14

Tage)

Verabreichung der mg/kg-

Dosis für Säuglinge,

Kleinkinder und Kinder alle 72

Stunden

Eine Höchstdosis von 12

mg/kg alle 72 Stunden sollte

nicht überschritten werden

Neugeborene (15 bis 27

Tage)

Verabreichung der mg/kg-

Dosis für Säuglinge,

Kleinkinder und Kinder alle 48

Stunden

Eine Höchstdosis von 12

mg/kg alle 48 Stunden sollte

nicht überschritten werden

Art der Anwendung

Abhängig vom klinischen Zustand des Patienten kann Fluconazol entweder oral

(Kapseln, Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen und Sirup)

oder als intravenöse Infusion (Infusionslösung) verabreicht werden. Bei einem

Wechsel von der intravenösen zur oralen Verabreichung und umgekehrt ist keine

Änderung der Tagesdosis erforderlich.

Der Arzt sollte die gemäß Alter, Gewicht und Dosis am besten geeignete

Darreichungsform und Stärke verordnen. Kapseln als Darreichungsform eignen

sich

nicht

für

Anwendung

Säuglingen

Kleinkindern.

Für

diese

Patientengruppe stehen flüssige Fluconazol Darreichungsformen zur Verfügung,

die sich besser für die Einnahme eignen.

Die Kapseln sollen ungeöffnet und unzerkaut unabhängig von den Mahlzeiten

eingenommen werden.

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, verwandte Azolderivate oder einen der

in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Auf Grundlage der Ergebnisse einer Wechselwirkungsstudie mit Mehrfachgabe

ist die gleichzeitige Verabreichung mit Terfenadin kontraindiziert, wenn der

Patient wiederholte Flucoderm-Dosen in Höhe von 400 mg oder mehr pro Tag

Seite 8 von 26

erhält. Ebenso ist bei mit Fluconazol behandelten Patienten die gleichzeitige

Verabreichung anderer Arzneimittel kontraindiziert, die bekanntermaßen das QT-

Intervall

verlängern

über

Cytochrom-P450(CYP)-Isoenzym

metabolisiert

werden, wie

Cisaprid,

Astemizol,

Pimozid,

Chinidin

Erythromycin (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Tinea capitis

Fluconazol wurde zur Behandlung einer Tinea capitis bei Kindern untersucht. Es

zeigte

sich

keine

Überlegenheit

gegenüber

Griseofulvin

Gesamterfolgsrate lag unter 20 %. Daher sollte Flucoderm nicht bei Tinea capitis

angewendet werden.

Kryptokokkose

Nachweise

Wirksamkeit

Fluconazol

Behandlung

Kryptokokkosen

anderen

Lokalitäten

pulmonale

oder

kutane

Kryptokokkosen)

sind

begrenzt,

sodass

keine

Dosierungsangaben

gemacht

werden können.

Tiefe endemische Mykosen

Die Nachweise zur Wirksamkeit von Fluconazol bei der Behandlung von anderen

endemischen

Mykosen,

Parakokzidioidomykose,

lymphokutane

Sporotrichose

und

Histoplasmose

sind

begrenzt,

sodass

keine

Dosierungsangaben gemacht werden können.

Nieren

Flucoderm

muss

Patienten

Nierenfunktionsstörung

Vorsicht

angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).

Nebennierenrindeninsuffizienz

Ketoconazol kann bekanntermaßen eine Nebennierenrindeninsuffizienz auslösen

und dies könnte, obwohl selten beobachtet, auch für Fluconazol gelten.

Das Auftreten einer Nebennierenrindeninsuffizienz bei gleichzeitiger Behandlung

Prednison

siehe

Abschnitt

„Einfluss

Fluconazol

andere

Arzneimittel“.

Leber und Gallenwege

Flucoderm

muss

Patienten

Leberfunktionsstörung

Vorsicht

angewendet werden.

seltenen

Fällen

Anwendung

Flucoderm

einer

schwerwiegenden Hepatotoxizität verbunden, die in einigen Fällen zum Tod

führte. Hiervon waren insbesondere Patienten mit schweren Grunderkrankungen

betroffen. In den Fällen einer durch Fluconazol ausgelösten Hepatotoxizität ließ

sich kein Zusammenhang mit der Tagesdosis, der Behandlungsdauer sowie Alter

und Geschlecht des Patienten herstellen. Die Hepatotoxizität war in der Regel

nach Absetzen von Fluconazol reversibel.

Patienten, bei denen während der Behandlung mit Fluconazol eine Abweichung

der Leberwerte auftritt, müssen engmaschig auf das Auftreten einer schwereren

Leberschädigung

überwacht

werden.

Patienten

sollten

mögliche

Symptome

einer

schwerwiegenden

Leberschädigung

hingewiesen

werden

Seite 9 von 26

(ausgeprägte Asthenie, Anorexie, anhaltende Übelkeit, Erbrechen und Ikterus).

Die Behandlung mit Fluconazol sollte sofort abgebrochen werden und der Patient

sollte einen Arzt aufsuchen.

Herz-Kreislauf-System

Einige Azole einschließlich Fluconazol wurden mit einer Verlängerung des QT-

Intervalls

Verbindung

gebracht.

QT-Verlängerung

durch

Fluconazol erfolgt über die Hemmung des gleichrichtenden Kaliumkanals (I

Die QT-Verlängerung durch andere Arzneimittel (z. B. Amiodaron) kann durch die

Hemmung von Cytochrom P450 (CYP) 3A4 verstärkt werden. Im Rahmen der

Post-Marketing-Überwachung wurde in sehr seltenen Fällen bei mit Flucoderm

behandelten Patienten über eine Verlängerung des QT-Intervalls und Torsade de

pointes

berichtet.

Diese

Berichte

betrafen

unter

anderem

schwer

kranke

Patienten

vielfältigen

verzerrenden

Risikofaktoren

strukturellen

Herzerkrankungen, Elektrolytanomalien und Begleitmedikationen, die ebenfalls

ursächlich

gewesen

sein

könnten.

Patienten

Hypokaliämie

Herzinsuffizienz im fortgeschrittenen Stadium besteht ein erhöhtes Risiko für

lebensbedrohliche

ventrikuläre

Arrhythmien

Torsade-de-pointes-

Tachykardie.

Flucoderm

muss

Patienten

diesen

potenziell

proarrhythmischen

Störungen mit Vorsicht angewendet werden. Die gleichzeitige Anwendung von

anderen Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern und über

das Cytochrom P450 (CYP) 3A4 metabolisiert werden, ist kontraindiziert (siehe

Abschnitte 4.3 und 4.5).

Halofantrin

Es wurde gezeigt, dass Halofantrin in der empfohlenen therapeutischen Dosis

das QT

-Intervall verlängert und ein CYP3A4-Substrat ist. Die gleichzeitige

Anwendung von Fluconazol und Halofantrin wird daher nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.5).

Dermatologische Reaktionen

In seltenen Fällen entwickelten Patienten unter einer Fluconazol-Behandlung

exfoliative Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische

epidermale Nekrolyse. AIDS-Patienten neigen bei vielen Arzneimitteln eher zur

Ausbildung schwerer Hautreaktionen. Wenn sich bei einem Patienten, der wegen

einer

oberflächlichen

Pilzinfektion

behandelt

wird,

Fluconazol

zurückgeführter Hautausschlag entwickelt, sollte die Behandlung mit diesem

Arzneimittel

abgebrochen

werden.

Patienten

invasiven/systemischen

Pilzinfektionen,

denen

einem

Hautausschlag

kommt,

müssen

engmaschig beobachtet werden und Fluconazol sollte abgesetzt werden, sobald

Blasen auftreten oder sich ein Erythema multiforme entwickelt.

Überempfindlichkeit

In seltenen Fällen wurde eine Anaphylaxie beschrieben (siehe Abschnitt 4.3).

Cytochrom P450

Fluconazol ist ein mäßiger CYP2C9- und CYP3A4-Inhibitor. Darüber hinaus ist

Fluconazol

starker

Inhibitor

CYP2C19.

Flucoderm

behandelte

Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die eine enge therapeutische

Breite

aufweisen

über

CYP2C9,

CYP2C19

oder

CYP3A4

metabolisiert

werden, müssen überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).

Seite 10 von 26

Terfenadin

Patienten, die gleichzeitig Fluconazol in Dosen von weniger als 400 mg/Tag und

Terfenadin erhalten, müssen engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitte

4.3 und 4.5).

Sonstige Bestandteile

Kapseln

enthalten

Lactose.

Patienten

seltenen

hereditären

Galactose-Intoleranz,

völligem

Lactase-Mangel

oder

Glucose-Galactose-

Malabsorption sollten Flucoderm nicht einnehmen.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkun-

gen

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel ist kontraindiziert

Cisaprid:

Patienten,

gleichzeitig

Fluconazol

Cisaprid

erhielten,

wurden kardiale Ereignisse einschließlich Torsade de pointes beschrieben. In

einer kontrollierten Studie, in der einmal täglich 200 mg Fluconazol zusammen

4-mal

täglich

Cisaprid

verabreicht

wurde,

einem

signifikanten

Anstieg

Cisaprid-Plasmakonzentration

einer

Verlängerung des QT

-Intervalls. Die gleichzeitige Behandlung mit Cisaprid und

Fluconazol ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Terfenadin:

Da bei Patienten, die Azol-Antimykotika in Verbindung mit Terfenadin

erhielten, sekundär zu einer QT

-Verlängerung schwerwiegende Herzrhythmus-

störungen

auftraten,

wurden

Wechselwirkungsstudien

durchgeführt.

einer

Studie mit einer Tagesdosis von 200 mg Fluconazol konnte keine Verlängerung

-Intervalls

nachgewiesen

werden.

einer

anderen

Studie,

Fluconazol in Dosen von 400 mg und 800 mg pro Tag verabreicht wurde,

bewirkte

Fluconazol

einer

Dosis

pro Tag

darüber

gemeinsamer

Verabreichung

einen

signifikanten

Anstieg

Terfenadin-

Plasmakonzentration. Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol in Tagesdosen von

400 mg oder darüber und Terfenadin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Bei

gleichzeitiger

Gabe

Fluconazol

Dosen

unter

Terfenadin muss die Behandlung engmaschig überwacht werden.

Astemizol:

gleichzeitige

Gabe

Fluconazol

Astemizol

kann

Clearance von Astemizol verringern. Die daraus resultierende erhöhte Astemizol-

Plasmakonzentration

kann

einer

Verlängerung

QT-Intervalls

seltenen Fällen zu Torsade de pointes führen. Die gleichzeitige Anwendung von

Astemizol und Fluconazol ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Pimozid:

Auch wenn dies weder in vitro noch in vivo untersucht wurde, könnte die

gleichzeitige Gabe von Fluconazol mit Pimozid zu einer Hemmung des Pimozid-

Metabolismus führen. Erhöhte Pimozid-Plasmakonzentrationen können zu einer

Verlängerung des QT-Intervalls und in seltenen Fällen zu Torsade de pointes

führen.

gleichzeitige

Anwendung

Fluconazol

Pimozid

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Chinidin:

Auch wenn dies weder in vitro noch in vivo untersucht wurde, könnte

die gleichzeitige Gabe von Fluconazol mit Chinidin zu einer Hemmung des

Chinidin-Metabolismus

führen.

Anwendung

Chinidin

einer

Seite 11 von 26

Verlängerung des QT-Intervalls und in seltenen Fällen mit Torsade de pointes

verbunden.

gleichzeitige

Anwendung

Fluconazol

Chinidin

kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Erythromycin:

Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Erythromycin kann das

Risiko einer Kardiotoxizität (verlängertes QT-Intervall, Torsade de pointes) und

damit eines plötzlichen Herztods erhöhen. Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol

und Erythromycin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel wird nicht empfohlen:

Halofantrin:

Fluconazol kann über eine hemmende Wirkung auf CYP3A4 die

Plasmakonzentration

Halofantrin

erhöhen.

gleichzeitige

Gabe

Fluconazol und Halofantrin kann das Risiko einer Kardiotoxizität (verlängertes

QT-Intervall, Torsade de pointes) und damit eines plötzlichen Herztods erhöhen.

Diese Kombination sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bei gleichzeitiger Anwendung ist Vorsicht geboten:

Amiodaron:

Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Amiodaron könnte zu

einer vermehrten QT-Verlängerung führen. Wenn eine gleichzeitige Anwendung

Fluconazol

Amiodaron

erforderlich

ist,

Vorsicht

geboten,

insbesondere bei Fluconazol in hoher Dosierung (800 mg).

Bei gleichzeitiger Anwendung der folgenden anderen Arzneimittel ist Vorsicht

geboten und eine Dosisanpassung erforderlich:

Einfluss anderer Arzneimittel auf Fluconazol

Rifampicin:

Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Rifampicin führte zu einer

Verringerung

Fluconazol-AUC

einer

Verkürzung

Halbwertszeit von Fluconazol um 20 %. Daher ist bei Patienten, die gleichzeitig

Rifampicin erhalten, eine Dosiserhöhung von Fluconazol in Betracht zu ziehen.

Wechselwirkungsstudien haben gezeigt, dass die gleichzeitige Verabreichung

oralem

Fluconazol

Nahrung,

Cimetidin,

Antazida

oder

nach

Ganzkörperbestrahlung

Rahmen

einer

Knochenmarktransplantation

Resorption von Fluconazol nicht in klinisch relevanter Weise beeinträchtigt.

Hydrochlorothiazid:

einer

pharmakokinetischen Wechselwirkungsstudie

gesunden Probanden, die gleichzeitig Mehrfachdosen Hydrochlorothiazid und

Fluconazol erhielten, war die Plasmakonzentration von Fluconazol um 40 %

erhöht.

Ein Einfluss in diesem Ausmaß sollte bei Patienten, die gleichzeitig Diuretika

erhalten, keine Änderung der Fluconazol-Dosierung erforderlich machen.

Einfluss von Fluconazol auf andere Arzneimittel

Fluconazol ist ein mäßiger Inhibitor der Cytochrom-450(CYP)-Isoenzyme 2C9

und 3A4. Darüber hinaus ist Fluconazol ein starker Inhibitor des Isoenzyms

CYP2C19.

Zusätzlich

weiter

unten

beschriebenen

beobachteten/dokumentierten Wechselwirkungen besteht ein Risiko für erhöhte

Plasmakonzentrationen

anderer

über

CYP2C9,

CYP2C19

CYP3A4

Seite 12 von 26

metabolisierter Wirkstoffe, wenn diese gemeinsam mit Fluconazol verabreicht

werden.

Daher

derartigen

Kombinationen

Vorsicht

geboten

Patienten sollten sorgfältig überwacht werden. Aufgrund der langen Halbwertszeit

von Fluconazol hält die enzymhemmende Wirkung von Fluconazol noch 4 bis 5

Tage nach Beendigung der Behandlung an (siehe Abschnitt 4.3).

Alfentanil:

Bei gesunden Probanden erhöhte sich bei gleichzeitiger Gabe von 400

mg Fluconazol und 20 μg/kg intravenösem Alfentanil die AUC

von Alfentanil,

vermutlich durch eine CYP3A4-Hemmung, um das 2-Fache. Gegebenenfalls ist

eine Dosisanpassung von Alfentanil erforderlich.

Amitriptylin, Nortriptylin:

Fluconazol verstärkt die Wirkung von Amitriptylin und

Nortriptylin. Zu Beginn einer Kombinationstherapie und nach 1 Woche können

5-Nortriptylin-

und/oder

S-Amitriptylin-Konzentrationen

bestimmt

werden.

Falls erforderlich sollte die Dosis von Amitriptylin/Nortriptylin angepasst werden.

Amphotericin

gleichzeitige

Verabreichung

Fluconazol

Amphotericin B hatte bei infizierten normalen und immunsupprimierten Mäusen

folgende

Wirkungen:

einen

kleinen

additiven

antimykotischen

Effekt

systemische

Infektionen

C.

albicans,

keine

Wechselwirkungen

intrakraniellen

Infektionen

Cryptococcus

neoformans

einen

Antagonismus

beiden

Wirkstoffe

systemischen

Infektionen

A.

fumigatus. Die klinische Bedeutung der Ergebnisse dieser Untersuchungen ist

nicht bekannt.

Antikoagulanzien:

Nach der Markteinführung wurden, wie auch unter anderen

Azol-Antimykotika, bei gleichzeitig mit Fluconazol und Warfarin behandelten

Patienten

Blutungsereignisse

(Blutergüsse,

Nasenbluten,

gastrointestinale

Blutungen, Hämaturie und Meläna) beobachtet, die in Verbindung mit einer

verlängerten Prothrombinzeit standen. Unter der gleichzeitigen Behandlung mit

Fluconazol und Warfarin war die Prothrombinzeit, vermutlich über eine Hemmung

des Warfarin-Metabolismus durch CYP2C9, bis zum 2-Fachen verlängert. Bei

Patienten,

Antikoagulanzien

Cumarin-Typ

oder

Indandion-Derivate

zusammen

Fluconazol

erhalten,

muss

Prothrombinzeit

sorgfältig

überwacht werden. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung des Antikoagulans

notwendig.

Benzodiazepine

(kurzwirksam),

Midazolam,

Triazolam:

Nach

oraler

Anwendung von Midazolam führte Fluconazol zu einem deutlichen Anstieg der

Serumkonzentration

psychomotorischen

Wirkung

Midazolam.

gleichzeitige orale Einnahme von 200 mg Fluconazol und 7,5 mg Midazolam

erhöhte die AUC und die Halbwertszeit von Midazolam um das 3,7- bzw. 2,2-

Fache. Die gleichzeitige tägliche Gabe von 200 mg Fluconazol und 0,25 mg

Triazolam oral erhöhte die AUC und die Halbwertszeit von Triazolam um das 4,4-

bzw. 2,3-Fache. Unter gleichzeitiger Behandlung mit Fluconazol wurde eine

Potenzierung und Verlängerung der Wirkung von Triazolam beobachtet. Wenn

bei einem mit Fluconazol behandelten Patienten die gleichzeitige Anwendung

von Benzodiazepinen erforderlich ist, ist eine Verringerung der Benzodiazepin-

Dosis in Betracht zu ziehen und der Patient entsprechend zu überwachen.

Carbamazepin:

Fluconazol hemmt den Metabolismus von Carbamazepin, und es

wurde ein Anstieg der Carbamazepin-Serumkonzentration um 30 % beobachtet.

Seite 13 von 26

kann

einer

Carbamazepin-Toxizität

kommen.

Abhängig

gemessenen Konzentrationen bzw. Auswirkungen kann eine Dosisanpassung

von Carbamazepin erforderlich sein.

Calciumkanalblocker:

Bestimmte

Calciumkanalblocker

(Nifedipin,

Isradipin,

Amlodipin,

Verapamil

Felodipin)

werden

durch

CYP3A4

metabolisiert.

Fluconazol kann die systemische Exposition von Calciumkanalblockern erhöhen.

Eine engmaschige Überwachung auf Nebenwirkungen wird empfohlen.

Celecoxib:

Unter der gleichzeitigen Gabe von Fluconazol (200 mg pro Tag) und

Celecoxib

(200

einem

Anstieg

maximalen

Plasmakonzentration von Celecoxib um 68 % und der AUC um 134 %. Bei

gemeinsamer Verabreichung mit Fluconazol ist möglicherweise die Hälfte der

Celecoxib-Dosis ausreichend.

Cyclophosphamid:

Die gemeinsame Verabreichung von Cyclophosphamid und

Fluconazol hat erhöhte Bilirubin- und Kreatinin-Serumkonzentrationen zur Folge.

Bei Anwendung dieser Kombination müssen die Risiken erhöhter Bilirubin- und

Kreatinin-Serumkonzentrationen verstärkt beachtet werden.

Fentanyl:

Es wurde ein Fall einer Fentanyl-Intoxikation aufgrund einer möglichen

Fentanyl-Fluconazol-Wechselwirkung

tödlichem

Ausgang

beschrieben.

Darüber hinaus wurde bei gesunden Probanden gezeigt, dass Fluconazol die

Elimination

Fentanyl

signifikant

verzögerte.

Erhöhte

Fentanyl-

Konzentrationen können zu einer Atemdepression führen. Die Patienten sollten

Hinblick

eine

Atemdepression

engmaschig

überwacht

werden.

Eine

Dosisanpassung des Fentanyl kann notwendig werden.

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren:

Bei gleichzeitiger Gabe von Fluconazol und

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren,

über

CYP3A4

(wie

Atorvastatin

Simvastatin)

oder

CYP2C9

(wie

Fluvastatin)

metabolisiert

werden,

Myopathie-

Rhabdomyolyse-Risiko

erhöht.

Wenn

gleichzeitige

Anwendung als notwendig erachtet wird, müssen die Patienten auf Symptome

einer

Myopathie

Rhabdomyolyse

beobachtet

Kreatinkinase-

Konzentrationen

überwacht

werden.

Behandlung

HMG-CoA-

Reduktase-Inhibitor

sollte

einem

deutlichen

Anstieg

Kreatinkinase-

Konzentrationen oder bei Nachweis oder Verdacht auf eine Myopathie oder

Rhabdomyolyse abgebrochen werden.

Olaparib:

Mäßige Inhibitoren von CYP3A4, wie z. B. Fluconazol, erhöhen die

Olaparib-Plasmakonzentrationen;

gleichzeitige

Anwendung

wird

nicht

empfohlen. Wenn die Kombination unvermeidbar ist, ist die Olaparib-Dosis auf

200 mg zweimal täglich zu begrenzen.

Immunsuppressoren (z. B. Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus und Tacrolimus)

Ciclosporin:

Fluconazol bewirkt einen signifikanten Anstieg der Konzentration und

Ciclosporin.

gleichzeitiger

Behandlung

täglich

Fluconazol und 2,7 mg/kg Ciclosporin zeigte sich eine Erhöhung der AUC von

Ciclosporin um das 1,8-Fache. Diese Kombination kann angewendet werden,

wenn die Ciclosporin-Dosis abhängig von der Ciclosporin-Konzentration reduziert

wird.

Seite 14 von 26

Everolimus: Obwohl dies weder in vivo noch in vitro untersucht wurde, könnte

Fluconazol

Serumkonzentration

Everolimus

durch

eine

CYP3A4-

Hemmung erhöhen.

Sirolimus:

Fluconazol

erhöht

wahrscheinlich

durch

eine

Hemmung

Metabolismus

Sirolimus

über

CYP3A4

P-Glykoprotein

Plasmakonzentration

Sirolimus.

Diese

Kombination

kann

angewendet

werden, wenn die Dosis von Sirolimus entsprechend der Wirkung/gemessenen

Konzentration angepasst wird.

Tacrolimus:

Fluconazol

kann

durch

Hemmung

intestinalen

Tacrolimus-

Metabolismus über CYP3A4 die Serumkonzentration von oral verabreichtem

Tacrolimus bis zu 5-fach erhöhen. Bei intravenöser Gabe von Tacrolimus wurden

keine

signifikanten

pharmakokinetischen

Änderungen

beobachtet.

Erhöhte

Tacrolimus-Serumspiegel

waren

einer

Nephrotoxizität

verbunden.

Dosierung

oral

verabreichtem

Tacrolimus

sollte

abhängig

Tacrolimus-Konzentration reduziert werden.

Losartan:

Fluconazol hemmt den Metabolismus von Losartan in seinen aktiven

Metaboliten

(E-3174),

für

Großteil

Angiotensin-II-Rezeptor-

antagonisierenden Wirkung einer Behandlung mit Losartan verantwortlich ist. Der

Blutdruck der Patienten sollte kontinuierlich überwacht werden.

Methadon:

Fluconazol kann die Serumkonzentration von Methadon erhöhen.

Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung von Methadon erforderlich.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR):

Bei gemeinsamer Verabreichung mit

Fluconazol war die C

und AUC von Flurbiprofen im Vergleich zur alleinigen

Verabreichung von Flurbiprofen um 23 % bzw. 81 % erhöht. In vergleichbarer

Weise waren bei gemeinsamer Verabreichung von Fluconazol und Ibuprofen

(400 mg als Razemat) die C

und AUC des pharmakologisch aktiven Isomers

[S-(+)-Ibuprofen] gegenüber der alleinigen Verabreichung von Ibuprofen (als

Razemat) um 15 % bzw. 82 % erhöht.

Auch

wenn

dies

nicht

speziell

untersucht

wurde,

kann

Fluconazol

systemische Exposition von anderen über CYP2C9 metabolisierten NSAR (wie

Naproxen,

Lornoxicam,

Meloxicam

Diclofenac)

erhöhen.

wird

eine

engmaschige

Überwachung

NSAR-abhängige

Nebenwirkungen

Toxizitäten empfohlen. Gegebenenfalls kann eine Dosisanpassung der NSAR

erforderlich sein.

Phenytoin:

Fluconazol hemmt den hepatischen Metabolismus von Phenytoin. Die

gleichzeitige,

wiederholte

i.v.-Gabe

Fluconazol

Phenytoin führte zu einer Erhöhung der AUC

und C

von Phenytoin um 75 %

bzw.

gemeinsamer

Verabreichung

sollten

Phenytoin-

Serumkonzentrationen

überwacht

werden,

eine

Phenytoin-Toxizität

vermeiden.

Prednison:

Es gibt einen Fallbericht von einem Patienten mit Lebertransplantat,

Prednison

behandelt

wurde

nach

Absetzen

einer

3-monatigen

Fluconazol-Therapie eine akute Nebennierenrindeninsuffizienz entwickelte. Das

Absetzen

Fluconazol

hatte

wahrscheinlich

eine

verstärkte

Aktivität

CYP3A4 zur Folge, die den Prednison-Metabolismus verstärkte. Patienten, die

Seite 15 von 26

eine Langzeitbehandlung mit Fluconazol und Prednison erhalten, müssen nach

Absetzen von Fluconazol sorgfältig auf eine Nebenniereninsuffizienz überwacht

werden.

Rifabutin:

Fluconazol erhöht die Serumkonzentration von Rifabutin, wodurch die

AUC von Rifabutin um bis zu 80 % erhöht wird. Es gab Berichte über Fälle von

Uveitis bei Patienten, die gleichzeitig Fluconazol und Rifabutin erhielten. Bei

einer

Kombinationstherapie

müssen

Symptome

einer

Rifabutin-Toxizität

Betracht gezogen werden.

Saquinavir:

Durch eine Hemmung des hepatischen Metabolismus von Saquinavir

über CYP3A4 und eine Hemmung von P-Glykoprotein erhöht Fluconazol die

AUC und C

von Saquinavir um etwa 50 % bzw. 55 %. Interaktionen mit

Saquinavir/Ritonavir wurden nicht untersucht und können eventuell ausgeprägter

ausfallen. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung von Saquinavir erforderlich.

Sulfonylharnstoffe:

Es wurde gezeigt, dass Fluconazol bei gesunden Probanden

die Serumhalbwertszeit von gleichzeitig verabreichten oralen Sulfonylharnstoffen

verlängert

Chlorpropamid,

Glibenclamid,

Glipizid,

Tolbutamid).

gemeinsamer Verabreichung werden häufige Kontrollen des Blutzuckerspiegels

und eine entsprechende Reduktion der Sulfonylharnstoff-Dosis empfohlen.

Theophyllin:

In einer placebokontrollierten Wechselwirkungsstudie bewirkte die

Gabe von 200 mg Fluconazol über 14 Tage eine Reduktion der mittleren Plasma-

Clearance von Theophyllin um 18 %. Patienten, die hohe Theophyllin-Dosen

erhalten

oder

anderweitig

erhöhtes

Risiko

für

eine

Theophyllin-Toxizität

aufweisen, müssen während einer Behandlung mit Fluconazol auf Zeichen einer

Theophyllin-Toxizität überwacht werden. Wenn Zeichen einer Toxizität auftreten,

ist die Behandlung zu modifizieren.

Tofacitinib:

Die Tofacitinib-Exposition erhöht sich bei gleichzeitiger Anwendung

von Tofacitinib mit Arzneimitteln, die sowohl zu einer moderaten Hemmung von

CYP3A4

auch

einer

starken

Hemmung

CYP2C19

führen

(z.B.

Fluconazol). Daher ist bei einer gleichzeitigen Anwendung dieser Arzneimittel

eine Dosisreduktion für Tofacitinib auf einmal täglich 5 mg empfohlen.

Vinca-Alkaloide:

Auch wenn dies nicht eigens untersucht wurde, kann Fluconazol

die Plasmaspiegel der Vinca-Alkaloide (z. B. Vincristin und Vinblastin) erhöhen

und zu einer Neurotoxizität führen. Diese Wirkung ist unter Umständen auf einen

hemmenden Einfluss auf CYP3A4 zurückzuführen.

Vitamin

liegt

Fallbericht

vor,

demzufolge

Patient,

eine

Kombinationstherapie mit All-trans-Retinoidsäure (eine Säureform von Vitamin A)

Fluconazol

erhielt,

unerwünschte

ZNS-Nebenwirkungen

Sinne

eines

Pseudotumor

cerebri

entwickelte,

sich

nach

Absetzen

Fluconazol-

Behandlung

zurückbildeten.

Kombination

kann

angewendet

werden,

allerdings

Auftreten

unerwünschten

ZNS-Nebenwirkungen

berücksichtigen.

Voriconazol

(CYP2C9-,

CYP2C19-

CYP3A4-Hemmer):

gleichzeitige

orale Gabe von Voriconazol (400 mg alle 12 Stunden am 1. Tag gefolgt von 200

mg alle 12 Stunden über 2,5 Tage) und Fluconazol (400 mg am 1. Tag gefolgt

Seite 16 von 26

von 200 mg alle 24 Stunden über 4 Tage) an 8 gesunde, männliche Probanden

führte zu einer durchschnittlichen Erhöhung von C

und AUC

von Voriconazol

um 57 % (90-%-KI: 20 %, 107 %) und 79 % (90-%-KI: 40 %, 128 %). Die

Reduktion der Dosis und/oder der Applikationsfrequenz, die zu einer Vermeidung

dieses

Effekts

führen

würde,

wurde

nicht

bestimmt.

Wenn

Voriconazol

Anschluss

Fluconazol

angewendet

wird,

wird

eine

Überwachung

wegen

möglicher Nebenwirkungen von Voriconazol empfohlen.

Zidovudin:

Fluconazol

bewirkt

über

eine

Reduktion

oralen

Zidovudin-

Clearance um etwa 45 % einen Anstieg der C

und AUC von Zidovudin um 84

% bzw. 74 %. In vergleichbarer Weise wurde die Halbwertszeit von Zidovudin

unter der Kombinationstherapie mit Fluconazol um etwa 128 %

verlängert.

Patienten, die diese Arzneimittelkombination erhalten, müssen sorgfältig auf

Zidovudin-bedingte

Nebenwirkungen

überwacht

werden.

Eine

Reduktion

Zidovudin-Dosis kann in Betracht gezogen werden.

Azithromycin:

Eine offene, randomisierte, dreiarmige Cross-over-Studie an 18

gesunden Probanden untersuchte den Einfluss einer oralen Einzeldosis von

1200 mg Azithromycin auf die Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis von 800

mg Fluconazol sowie den Einfluss von Fluconazol auf die Pharmakokinetik von

Azithromycin.

wurden

keine

signifikanten

pharmakokinetischen

Wechselwirkungen zwischen Fluconazol und Azithromycin beobachtet.

Orale

Kontrazeptiva:

wurden

zwei

Pharmakokinetikstudien

einem

kombinierten

oralen

Kontrazeptivum

wiederholter

Verabreichung

Fluconazol durchgeführt. In der Studie mit 50 mg Fluconazol ergaben sich keine

relevanten Auswirkungen auf die Hormonspiegel, während 200 mg pro Tag die

AUC von Ethinylestradiol und Levonorgestrel um 40 % bzw. 24 % erhöhten. Die

wiederholte

Gabe

Fluconazol

diesen

Dosierungen

demnach

wahrscheinlich keinen nachteiligen Einfluss auf die Wirksamkeit des kombinierten

oralen Kontrazeptivums.

Ivacaftor:

gleichzeitige

Gabe

Ivacaftor,

einem

CFTR(cystic

fibrosis

transmembrane

conductance

regulator)-Wirkungsverstärker,

erhöht

Ivacaftorexposition 3-fach und Hydroxymethyl-Ivacaftor(M1)-Exposition 1,9-fach.

Eine Verringerung der Ivacaftor-Dosis auf 150 mg täglich wird bei Patienten

empfohlen, die schwache CYP3A4 Hemmer wie Fluconazol und Erythromycin

begleitend einnehmen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Eine Beobachtungsstudie weist auf ein erhöhtes Risiko für Spontanaborte bei

Frauen hin, die während des ersten Schwangerschaftstrimesters mit Fluconazol

behandelt werden.

Es gibt Berichte über multiple kongenitale Missbildungen (wie Brachyzephalie,

Ohrmuscheldysplasie, vergrößerte vordere Fontanelle, gebogene Femur und

radiohumeraler Synostose) bei Kindern, deren Mütter mindestens drei Monate

lang hohe Dosen (täglich 400 bis 800 mg) von Fluconazol zur Behandlung von

Kokzidioidomykose

erhalten

hatten.

Zusammenhang

zwischen

Anwendung von Fluconazol und diesen Ereignissen ist unklar.

Seite 17 von 26

Tierexperimentelle

Studien

haben

eine

Reproduktionstoxizität

gezeigt

(siehe

Abschnitt 5.3).

Fluconazol

Standarddosen

kurzzeitige

Behandlungen

sollten

nicht

während der Schwangerschaft angewendet werden, sofern es nicht eindeutig

erforderlich ist.

Fluconazol in hohen Dosen und/oder eine längerfristige Behandlung sollten nicht

während der Schwangerschaft angewendet werden, sofern es sich nicht um

potenziell lebensbedrohliche Infektionen handelt.

Stillzeit

Fluconazol

geht

Muttermilch

über

erreicht

dort

ähnliche

Konzentrationen

Plasma

(siehe

Abschnitt

5.2).

Nach

einmaliger

Anwendung einer Dosis von 150 mg Fluconazol kann das Stillen fortgesetzt

werden. Nach wiederholter Anwendung oder hohen Fluconazol-Dosen wird vom

Stillen

abgeraten.

Nutzen

Stillens

für

Entwicklung

Gesundheit sollte ebenso berücksichtigt werden wie der klinische Bedarf der

Mutter, Flucoderm zu erhalten, sowie die möglichen Nebenwirkungen für das

gestillte Kind durch Flucoderm oder durch die Grunderkrankung der Mutter.

Fertilität

Fluconazol hatte keinen Einfluss auf die Fertilität von männlichen und weiblichen

Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen

von Maschinen

wurden

keine

Studien

Auswirkungen

Flucoderm

Verkehrstüchtigkeit

Fähigkeit

Bedienen

Maschinen

durchgeführt.

Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass es unter Flucoderm mitunter zu

Schwindelgefühl und Krampfanfällen (siehe Abschnitt 4.8) kommen kann und

dass sie sich beim Auftreten derartiger Beschwerden nicht an das Steuer eines

Fahrzeugs setzen und keine Maschinen bedienen dürfen.

4.8

Nebenwirkungen

häufigsten

Nebenwirkungen

(>1/10)

sind

Kopfschmerzen,

abdominelle

Schmerzen,

Diarrhoe,

Übelkeit,

Erbrechen,

Anstieg

Alaninaminotransferasen

(ALT

bzw.

ALAT),

Aspartataminotransferasen

(AST

bzw. ASAT) oder alkalischer Phosphatase und Hautausschlag.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden unter einer Behandlung mit Flucoderm in

den folgenden Häufigkeiten beobachtet und beschrieben:

Sehr häufig

(≥1/10)

Häufig

(≥1/100

bis <1/10)

Gelegentlich

(≥1/1.000

bis <1/100)

Selten

(≥1/10.000

bis <1/1.000)

Sehr selten

(<1/10.000)

Nicht bekannt

(Häufigkeit

Grundlage

verfügbaren

Daten

nicht

abschätzbar)

Seite 18 von 26

Systemorganklasse

Häufig

Gelegentlich

Selten

Nicht bekant

Erkrankungen des

Blutes und des

Lymphsystems

Anämie

Agranulozytose,

Leukopenie,

Thrombopenie,

Neutropenie

Erkrankungen des

Immunsystems

Anaphylaxie

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen

Appetitminderung

Hypercholesterinämie,

Hypertriglyzeridämie,

Hypokaliämie

Psychiatrische

Erkrankungen

Somnolenz,

Insomnie

Erkrankungen des

Nervensystems

Kopfschmerzen

Krampfanfälle,

Parästhesien,

Schwindelgefühl,

Änderung des

Geschmacks-

empfindens

Tremor

Erkrankungen des

Ohrs und des

Labyrinths

Vertigo

Herzerkrankungen

Torsade de pointes

(siehe Abschnitt 4.4),

QT-Verlängerung

(siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts

Abdominelle

Schmerzen,

Erbrechen,

Diarrhoe, Übelkeit

Obstipation,

Dyspepsie,

Blähungen,

Mundtrockenheit

Leber- und

Gallenerkrankungen

Anstieg der

Alaninaminotrans-

ferase (siehe

Abschnitt 4.4),

Anstieg der

Aspartatamino-

transferase (siehe

Abschnitt 4.4),

Anstieg der

alkalischen

Phosphatase im

Blut (siehe

Abschnitt 4.4)

Cholestase (siehe

Abschnitt 4.4),

Ikterus (siehe

Abschnitt 4.4),

Bilirubinanstieg

(siehe Abschnitt

4.4)

Leberversagen (siehe

Abschnitt 4.4),

hepatozelluläre

Nekrose (siehe

Abschnitt 4.4),

Hepatitis (siehe

Abschnitt 4.4),

Leberzellschädigung

(siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen der

Haut und des

Unterhautzellgewebes

Hautausschlag

(siehe Abschnitt

4.4)

Arzneimittelaus-

schlag* (siehe

Abschnitt 4.4),

Urtikaria (siehe

Abschnitt 4.4),

Pruritus, vermehrtes

Schwitzen

Toxische epidermale

Nekrolyse, (siehe

Abschnitt 4.4),

Stevens-Johnson-

Syndrom (siehe

Abschnitt 4.4), akute

generalisierte

exanthematöse

Pustulose (siehe

Abschnitt 4.4),

exfoliative Dermatitis,

Angioödem,

Gesichtsödem,

Alopezie

Arzneimittelexanthem

mit Eosinophilie und

systemischen

Symptomen (DRESS)

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und

Knochenerkran-

kungen

Myalgie

Allgemeine

Erkrankungen und

Abgeschlagenheit,

Unwohlsein,

Seite 19 von 26

Beschwerden am

Verabreichungsort

Asthenie, Fieber

*einschließlich fixes Arzneimittelexanthem

Kinder und Jugendliche

Art und Häufigkeit der außer bei der Indikation Genital-Candidose in klinischen

Studien

Kindern

Jugendlichen

beobachteten

Nebenwirkungen

Laborwertänderungen

waren

Erwachsenen

beschriebenen

vergleichbar.

Flucoderm Kapseln 150 mg

Gelborange S kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von

großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-

Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind

aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für

Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Fälle

Fluconazol-Überdosierungen.

Gleichzeitig

wurde

über

Halluzinationen und paranoides Verhalten berichtet.

Im Falle einer Überdosierung kann eine symptomatische Therapie angemessen

sein

(falls

erforderlich

unterstützenden

Maßnahmen

einer

Magenspülung).

Fluconazol wird vorwiegend im Urin ausgeschieden. Eine forcierte Diurese würde

Elimination

wahrscheinlich

beschleunigen.

Eine

3-stündige

Hämodialyse

vermindert die Plasmaspiegel um etwa 50 %.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Antimykotika zur systemischen Anwendung,

Triazol-Derivate

ATC-Code: J02AC01

Wirkmechanismus

Fluconazol

antimykotisches

Triazol-Derivat.

Sein

primärer

Wirkmechanismus besteht in der Hemmung der Cytochrom-P450-vermittelten

14-alpha-Lanosterol-Demethylierung bei Pilzen, die ein essenzieller Schritt der

Ergosterol-Biosynthese von Pilzen ist. Die Akkumulation von 14-alpha-Methyl-

Sterolen korreliert mit dem nachfolgenden Ergosterol-Verlust in der Zellmembran

Pilze

könnte

für

antimykotische

Wirkung

Fluconazol

verantwortlich sein. Es hat sich gezeigt, dass Fluconazol eine höhere Selektivität

für Cytochrom-P450-Enzyme von Pilzen als für verschiedene Cytochrom-P450-

Enzymsysteme bei Säugetieren hat.

Seite 20 von 26

Die Gabe von 50 mg Fluconazol pro Tag über einen Zeitraum von bis zu 28

Tagen hatte keinen Einfluss auf die Testosteron-Plasmakonzentrationen bei

Männern oder die Steroidkonzentrationen bei Frauen im gebärfähigen Alter. 200

mg bis 400 mg Fluconazol pro Tag hat bei gesunden männlichen Probanden

keinen klinisch relevanten Einfluss auf die endogenen Steroidspiegel oder eine

ACTH-stimulierte Reaktion. Wechselwirkungsstudien mit Phenazon zeigen, dass

die einmalige oder wiederholte Verabreichung von 50 mg Fluconazol dessen

Metabolismus nicht beeinflusst.

In-vitro-Wirkspektrum

Fluconazol weist in vitro eine antimykotische Wirksamkeit gegen die meisten

klinisch

geläufigen

Candida-Spezies

(einschließlich

C.

albicans,

C.

parapsilosis

C.

tropicalis).

C.

glabrata

zeigt

breites

Empfindlichkeitsspektrum während C. krusei gegen Fluconazol resistent ist.

Darüber hinaus ist Fluconazol in vitro wirksam gegen Cryptococcus neoformans

Cryptococcus

gattii

sowie

gegen

endemischen

Schimmelpilze

Blastomyces dermatitidis, Coccidioides immitis, Histoplasma capsulatum und

Paracoccidioides brasiliensis.

Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge

In tierexperimentellen Untersuchungen zeigte sich bei experimentellen Mykosen

durch Candida-Spezies eine Korrelation zwischen den MHK-Werten und der

Wirksamkeit. In klinischen Studien wurde ein nahezu linearer Zusammenhang im

Verhältnis 1:1 zwischen der AUC und der Fluconazol-Dosis beobachtet. Darüber

hinaus besteht ein direkter, wenn auch unvollständiger Zusammenhang zwischen

der AUC oder Dosis und einem erfolgreichen klinischen Ansprechen auf die

Behandlung

oralen

Candidosen

geringerem

Maß

auch

Candidämien.

Ebenso

eine

Heilungschance

Infektionen,

durch

Stämme mit einer höheren MHK für Fluconazol ausgelöst wurden, weniger

wahrscheinlich.

Resistenzmechanismen

Candida-Spezies haben eine Reihe von Resistenzmechanismen gegen Azol-

Antimykotika

entwickelt.

Pilzstämme,

einen

oder

mehrere

dieser

Resistenzmechanismen ausgebildet haben, weisen bekanntermaßen eine hohe

minimale

Hemmkonzentration

(MHK)

für

Fluconazol

auf,

negative

Auswirkungen auf die In-vivo-Wirksamkeit und die klinische Wirksamkeit hat.

Es gibt Berichte über Superinfektionen mit anderen Candida-Spezies als C.

albicans, die oft von Natur aus nicht für Fluconazol empfindlich sind (z. B.

Candida krusei). In diesen Fällen kann eine alternative antimykotische Therapie

notwendig sein.

Breakpoints (gemäß EUCAST)

Ausgehend von einer Analyse der pharmakokinetischen/pharmakodynamischen

(PK/PD) Daten sowie der Daten zur In-vitro-Empfindlichkeit und zum klinischen

Ansprechen

EUCAST-AFST

(European

Committee

Antimicrobial

Susceptibility

Testing

Subcommittee

Antifungal

Susceptibility

Testing)

Fluconazol-Breakpoints für Candida-Spezies festgelegt (EUCAST Fluconazole

rational

document

(2007)

version

Diese

wurden

unterteilt

Seite 21 von 26

speziesunabhängige Breakpoints, die überwiegend auf der Basis von PK/PD-

Daten bestimmt wurden und unabhängig von der MHK-Verteilung bei bestimmten

Spezies sind, und speziesabhängige Breakpoints für diejenigen Erreger, die am

häufigsten für Infektionen beim Menschen verantwortlich sind. Diese Breakpoints

sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

Antimykotikum

Speziesabhängige Breakpoints (S≤/R>)

Speziesun-

abhängige

Breakpoints

S≤/R>

Candida

albicans

Candida

glabrata

Candida

krusei

Candida

parapsilosis

Candida

tropicalis

Fluconazol

S = sensibel, R = resistent

A = Speziesunabhängige Breakpoints wurden überwiegend auf der Basis von

PK/PD-Daten

bestimmt

sind

unabhängig

MHK-Verteilung

bestimmten Spezies. Sie gelten nur für Erreger ohne spezifische Breakpoints.

-- = Empfindlichkeitstestung nicht empfohlen, da das betreffende Antimykotikum

für diese Spezies nur wenig geeignet ist.

uE = Es gibt unzureichende Evidenz dafür, dass die betreffende Spezies ein

gutes Ziel für eine Therapie mit diesem Antimykotikum darstellt.

5.2

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Fluconazol nach intravenöser und

oraler Verabreichung sind ähnlich.

Resorption

Fluconazol wird nach oraler Verabreichung gut resorbiert und die Plasmaspiegel

(und

systemische

Bioverfügbarkeit)

betragen

mehr

Konzentrationen

nach

intravenöser

Gabe.

oraler

Einnahme

wird

Resorption durch eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. Die

maximalen Plasmakonzentrationen werden bei nüchternen Patienten zwischen

0,5 und 1,5 Stunden nach der Einnahme erreicht. Die Plasmakonzentrationen

verhalten sich dosisproportional. Nach mehrfacher einmal täglicher Gabe von

Fluconazol werden nach 4 bis 5 Tagen Plasmaspiegel in Höhe von 90 % des

Steady State erreicht. Bei Gabe einer Aufsättigungsdosis (an Tag 1) in Höhe des

Doppelten der üblichen Tagesdosis können an Tag 2 Plasmaspiegel in der

Größenordnung von ca. 90 % des Steady States erreicht werden.

Verteilung

scheinbare

Verteilungsvolumen

entspricht

Wesentlichen

Gesamtkörperwasser. Die Plasmaproteinbindung ist niedrig (11 bis 12 %).

Fluconazol erzielt eine gute Penetration in alle untersuchten Körperflüssigkeiten.

Fluconazol-Konzentrationen

Speichel

Sputum

sind

Plasmakonzentrationen

vergleichbar.

Patienten

einer

durch

eine

Seite 22 von 26

Pilzinfektion hervorgerufenen Meningitis beträgt der Fluconazol-Spiegel im Liquor

ungefähr 80 % der entsprechenden Werte im Plasma.

Fluconazol

erreicht

Stratum

corneum,

Epidermis/Dermis

Schweiß hohe Konzentrationen, die über der Serumkonzentration liegen. Es

akkumuliert im Stratum corneum. Unter einer Dosis von einmal täglich 50 mg

betrug die Fluconazol-Konzentration nach 12 Tagen 73 μg/g und 7 Tage nach

Behandlungsende

immer

noch

μg/g.

Unter

einer

Dosis

einmal

wöchentlich 150 mg betrug die Fluconazol-Konzentration im Stratum corneum

am 7. Tag 23,4 μg/g und 7 Tage nach der zweiten Dosis immer noch 7,1 μg/g.

Unter

einer

Dosis

einmal

wöchentlich

betrug

Fluconazol-

Konzentration nach 4 Monaten in gesunden Nägeln 4,05 μg/g und in erkrankten

Nägeln 1,8 μg/g. Selbst 6 Monate nach Therapieende war Fluconazol noch in

Nagelproben nachweisbar.

Biotransformation

Fluconazol wird nur zu einem geringen Teil metabolisiert. Von einer radioaktiv

markierten Dosis werden nur 11 % in veränderter Form im Urin ausgeschieden.

Fluconazol ist ein mäßiger Inhibitor der Isoenzyme CYP2C9 und CYP3A4 (siehe

Abschnitt 4.5). Fluconazol ist darüber hinaus ein starker Inhibitor des Isoenzyms

CYP2C19.

Ausscheidung

Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluconazol beträgt etwa 30 Stunden.

Die Substanz wird vorwiegend renal ausgeschieden, wobei etwa 80 % der

verabreichten

Dosis

Urin

unveränderter

Arzneistoff

auftreten.

Fluconazol-Clearance ist proportional zur Kreatinin-Clearance. Es gibt keine

Hinweise auf zirkulierende Metaboliten.

Die lange Plasmaeliminationshalbwertszeit ist die Grundlage für die Einzeldosis-

Therapie

Vaginal-Candidosen

einmal

tägliche

bzw.

einmal

wöchentliche Dosierung bei den anderen Indikationen.

Pharmakokinetik bei eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <20 ml/min) erhöht

sich die Halbwertszeit von 30 auf 98 Stunden. Dementsprechend muss die Dosis

reduziert werden. Fluconazol wird durch eine Hämodialyse und in geringerem

Maße durch eine Peritonealdialyse eliminiert. Im Rahmen einer 3-stündigen

Hämodialyse wurden etwa 50 % des Fluconazols aus dem Blut entfernt.

Pharmakokinetik während der Laktation

Im Rahmen einer Pharmakokinetik-Studie an zehn laktierenden Frauen, die

vorübergehend oder dauerhaft aufgehört hatten, ihre Kinder zu stillen, wurden

die Fluconazol-Konzentrationen im Plasma und in der Muttermilch über 48

Stunden nach Gabe einer Einzeldosis von 150 mg Fluconazol untersucht. In der

Muttermilch wurde eine durchschnittliche Fluconazol-Konzentration

nachgewiesen, die ca. 98 % der Konzentration im Plasma der Mutter entsprach.

Die mittlere Höchstkonzentration in der Muttermilch betrug 5,2 Stunden nach der

Dosisgabe 2,61 mg/l. Die geschätzte tägliche Fluconazol-Dosis, die das Kind

über die Muttermilch aufnimmt (eine mittlere Milchaufnahme von 150 ml/kg/Tag

vorausgesetzt), beträgt auf Grundlage der mittleren Höchstkonzentration in der

Milch 0,39 mg/kg/Tag; dies entspricht ca. 40 % der empfohlenen Dosis für

Seite 23 von 26

Neugeborene (Alter < 2 Wochen) bzw. 13 % der empfohlenen Dosis für

Kleinkinder bei Schleimhaut-Candidose.

Pharmakokinetik bei Kindern

In 5 Studien wurden bei 113 pädiatrischen Patienten Pharmakokinetikdaten

erhoben (2 Studien mit Einmalgabe, 2 Studien mit Mehrfachgabe und 1 Studie

Frühgeborenen).

Wegen

einer

Änderung

Formulierung

Studienverlauf

lassen

sich

Ergebnisse

einer

Studie

nicht

interpretieren.

Weitere Daten liegen aus einer Compassionate-Use-Studie vor.

Nach Verabreichung von 2 bis 8 mg/kg/Tag Fluconazol an Kinder im Alter

zwischen 9 Monaten und 15 Jahren wurde eine AUC von ca. 38 μg x h/ml je 1-

mg/kg-Einheit

Dosis

beobachtet.

durchschnittliche

Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluconazol bewegte sich zwischen 15 und

18 Stunden und das Verteilungsvolumen betrug nach Mehrfachgabe ca. 880

ml/kg.

Nach

Einmalgabe

wurde

eine

höhere

Fluconazol-

Plasmaeliminationshalbwertszeit von etwa 24 Stunden beobachtet. Diese ist

vergleichbar

Plasmaeliminationshalbwertszeit

Fluconazol

nach

einmaliger i.v.-Gabe von 3 mg/kg an Kinder im Alter von 11 Tagen bis 11

Monaten. Das Verteilungsvolumen betrug in dieser Altersgruppe ca. 950 ml/kg.

Erfahrungen

Fluconazol

Neugeborenen

beschränken

sich

Pharmakokinetikstudien

Frühgeborenen.

Frühgeborenen,

Durchschnitt um die 28. Schwangerschaftswoche geboren wurden, betrug das

Durchschnittsalter bei der ersten Dosis 24 Stunden (Spanne 9 bis 36 Stunden)

und das mittlere Geburtsgewicht 0,9 kg (Spanne 0,75 bis 1,1 kg). 7 Patienten

beendeten die Studie, in der maximal fünf intravenöse Infusionen von 6 mg/kg

Fluconazol im Abstand von 72 Stunden verabreicht wurden. Die durchschnittliche

Halbwertszeit (Stunden) betrug 74 (Spanne 44 bis 185) an Tag 1 und verringerte

sich im Laufe der Zeit auf durchschnittlich 53 (Spanne 30 bis 131) an Tag 7 und

47 (Spanne 27 bis 68) an Tag 13. Die Fläche unter der Kurve (Mikrogramm x

h/ml)

betrug

(Spanne

385)

erhöhte

sich

durchschnittlich

(Spanne

734)

anschließender

Verringerung auf durchschnittlich 360 (Spanne 167 bis 566) an Tag 13. Das

Verteilungsvolumen (ml/kg) betrug 1.183 (Spanne 1.070 bis 1.470) an Tag 1 und

erhöhte sich im Laufe der Zeit auf durchschnittlich 1.184 (Spanne 510 bis 2.130)

an Tag 7 und 1.328 (Spanne 1.040 bis 1.680) an Tag 13.

Pharmakokinetik bei älteren Patienten

Es wurde eine Pharmakokinetikstudie mit 22 Personen im Alter von 65 Jahren

und älter durchgeführt, die orale Einzeldosen von 50 mg Fluconazol erhielten. 10

der Patienten erhielten begleitend Diuretika. Die C

betrug 1,54 μg/ml und

wurde 1,3 Stunden nach Einnahme erreicht. Die durchschnittliche AUC lag bei

76,4 ± 20,3 μg x h/ml und die mittlere terminale Halbwertszeit bei 46,2 Stunden.

Diese pharmakokinetischen Werte liegen über den analogen Parametern, die bei

jungen

männlichen

Probanden

gefunden

wurden.

Begleitmedikation

Diuretika hatte keine signifikante Änderung von AUC oder C

zur Folge.

Darüber hinaus waren die Kreatinin-Clearance (74 ml/min), der prozentuale

Wirkstoffanteil, der unverändert im Urin wiedergefunden wurde (0 bis 24 h: 22

%), und die geschätzte renale Clearance von Fluconazol (0,124 ml/min/kg) bei

älteren Menschen generell niedriger als bei jüngeren Probanden. Daher scheint

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die veränderte Disposition von Fluconazol bei älteren Menschen mit der häufig

eingeschränkten Nierenfunktion in dieser Gruppe zusammenzuhängen.

5.3

Präklinische Daten zur Sicherheit

In präklinischen Studien wurden Effekte nur unter Expositionen beobachtet, die

beträchtlich höher waren als beim Menschen, und die damit auf eine geringe

Bedeutung für die therapeutische Anwendung hinweisen.

Kanzerogenes Potenzial

Mäusen

Ratten,

über

Monate

oralen

Dosen

mg/kg/Tag, 5 mg/kg/Tag oder 10 mg/kg/Tag (etwa dem 2- bis 7-fachen der

empfohlenen Dosis beim Menschen) behandelt wurden, ergaben sich keine

Hinweise auf ein kanzerogenes Potenzial von Fluconazol. Bei männlichen Ratten

kam es unter einer Behandlung mit 5 mg/kg/Tag und 10 mg/kg/Tag zu einem

vermehrten Auftreten von hepatozellulären Adenomen.

Mutagenes Potenzial

Fluconazol war mit oder ohne metabolische Aktivierung in Mutagenitätstests an 4

Stämmen von Salmonella Typhimurium (Ames) und im Maus-Lymphom-Test

(Zelllinie L5178Y) negativ.

Zytogenetische

Studien

in

vivo

(murine

Knochenmarkzellen

nach

oraler

Verabreichung

Fluconazol)

in

vitro

(Humanlymphozyten

einer

Fluconazol-Exposition

1.000

µg/ml)

zeigten

keinen

Hinweis

Chromosomenmutationen.

Reproduktionstoxizität

Fluconazol

hatte

männlichen

weiblichen

Ratten,

oralen

Tagesdosen von 5 mg/kg, 10 mg/kg oder 20 mg/kg oder mit parenteralen Dosen

von 5 mg/kg, 25 mg/kg oder 75 mg/kg behandelt wurden, keinen Einfluss auf die

Fertilität.

Unter 5 mg/kg oder 10 mg/kg zeigten sich keine Auswirkungen auf die Feten;

unter 25 mg/kg und 50 mg/kg und höheren Dosen wurde bei den Feten eine

Zunahme

anatomischer

Varianten

(überzählige

Rippen,

Erweiterung

Nierenbeckens) und eine verzögerte Ossifikation beobachtet. Unter Dosen im

Bereich von 80 mg/kg bis 320 mg/kg war die embryonale Sterblichkeit bei den

Ratten

erhöht

unter

fetalen

Missbildungen

wurden

verkrümmte

(„wellenförmige“)

Rippen,

Gaumenspalten

eine

gestörte

kraniofaziale

Ossifikation beobachtet.

Unter 20 mg/kg per os war das Einsetzen des Geburtsvorgangs leicht verzögert

und bei 20 mg/kg und 40 mg/kg intravenös wurden bei einigen Muttertieren eine

Dystokie und ein verlängerter Geburtsvorgang beobachtet. Die Störungen des

Geburtsvorgangs

unter

diesen

Dosierungen

spiegelten

sich

einer

leicht

erhöhten

Zahl

Totgeburten

einer

verminderten

neonatalen

Überlebensrate wider. Derartige Auswirkungen auf den Geburtsvorgang lassen

sich durch die für diese Spezies spezifischen östrogensenkenden Eigenschaften

hoher

Fluconazol-Dosen

erklären.

Fluconazol

behandelten

Frauen

wurden

keine

derartigen

hormonellen

Veränderungen

beobachtet

(siehe

Abschnitt 5.1)

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6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile

Flucoderm Kapseln enthalten die nachfolgend genannten Hilfsstoffe:

Lactose-Monohydrat

Mikrokristalline Cellulose

Maisstärke

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat

Natriumdodecylsulfat

Gelatine

Titandioxid (E171)

zusätzlich bei Flucoderm Kapseln 50 mg:

Chinolingelb (E 104)

Eisenoxid gelb (E 172)

Patentblau V (E 131)

zusätzlich bei Flucoderm Kapseln 150 mg:

Chinolingelb (E 104)

Gelborange S (E 110)

6.2 Inkompatibilitäten

Bisher sind keine Inkompatibilitäten bekannt.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Durchdrückpackungen aus PVC- und Aluminiumfolie.

Flucoderm Kapseln 50 mg

Originalpackungen mit

14 Kapseln

20 Kapseln

28 Kapseln

42 Kapseln

50 Kapseln

Flucoderm Kapseln 150 mg

Originalpackungen mit

1 Kapsel

4 Kapseln

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6.6

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Dermapharm AG

Lil-Dagover-Ring 7

82031 Grünwald

Tel.: 089/64186-0

Fax: 089/64186-130

E-Mail: service@dermapharm.de

8.

ZULASSUNGSNUMMERN

Flucoderm Kapseln 50 mg:

52697.00.00

Flucoderm Kapseln 150 mg:

52697.02.00

9.

DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 26.07.2004

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20.12.2012

10.

STAND DER INFORMATION

April 2019

11.

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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