Flamon-120 retard Opticaps

Schweiz - Deutsch - Swissmedic (Swiss Agency for Therapeutic Products)

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Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

24-10-2018

Fachinformation Fachinformation (SPC)

24-10-2018

Wirkstoff:
verapamili hydrochloridum
Verfügbar ab:
Mepha Pharma AG
ATC-Code:
C08DA01
INN (Internationale Bezeichnung):
verapamili hydrochloridum
Darreichungsform:
Opticaps
Zusammensetzung:
verapamili hydrochloridum 120 mg, color.: E 127, E 132, excipiens pro Kapsel.
Klasse:
B
Therapiegruppe:
Synthetika
Therapiebereich:
Calciumantagonist
Zulassungsnummer:
49419
Berechtigungsdatum:
1988-12-21

Dokumente in anderen Sprachen

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Französisch

23-10-2018

Fachinformation Fachinformation - Französisch

23-10-2018

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation - Italienisch

19-10-2018

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Flamon Lactab®/- retard Opticaps®

Was ist Flamon und wann wird es angewendet?

Der Calcium-Antagonist Flamon beeinflusst Stoffwechselvorgänge in der Herzmuskelzelle und trägt

dadurch zur Reduzierung des Sauerstoffbedarfs des Herzens bei. Durch seine Wirkung auf die

Herzkranzgefässe verhindert das Präparat die Entstehung von Herzschmerzen (Angina pectoris).

Ferner senkt es einen erhöhten Blutdruck und wirkt einer unregelmässigen, zu schnellen

Herzfrequenz entgegen.

Flamon wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Langzeitbehandlung der Angina

pectoris (schmerzhafte Brustenge), zur Nachbehandlung des Herzinfarktes und zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen verwendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Behandlung von Herzerkrankungen bedarf der regelmässigen ärztlichen Kontrolle.

Wann darf Flamon nicht angewendet werden?

Bei Schockzuständen, bei frischem Herzinfarkt mit Komplikationen sowie bei Patientinnen und

Patienten mit zu niedrigem Blutdruck, bei Herzflimmern/-flattern in Kombination mit

Herzrhythmusstörungen oder bei sehr langsamer Herzfrequenz sowie in Kombination mit Ivabradin

(Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) darf Flamon nicht bzw. nur im Notfall und mit

Vorsicht angewendet werden. Bei Herzmuskelschwäche muss diese vor der Gabe mit herzstärkenden

Präparaten (Herzglykosiden) behandelt werden. Patientinnen und Patienten mit Lebererkrankungen

sollen Flamon nur in den vom Arzt oder der Ärztin festgesetzten kleineren Dosen einnehmen, da bei

ihnen der Arzneimittelabbau verlangsamt ist und dadurch die Wirkung des Präparates verstärkt und

verlängert wird.

Wann ist bei der Einnahme von Flamon Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

und Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.

Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhungen, bei Präparatwechsel

sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Da Flamon mit anderen Arzneimitteln Wechselwirkungen haben kann, die zu möglichen klinischen

Konsequenzen führen können, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin falls Sie Arzneimittel

folgender Gruppen einnehmen: verschiedene Herzmedikamente (z.B. Betablocker, Antiarrhythmika,

Digoxin, Ivabradin), Antikoagulantien (Dabigatran), Arzneimittel gegen Asthma (z.B. Theophyllin),

gegen Epilepsie (z.B. Carbamazepin, Phenytoin), gegen Depressionen (z.B. Imipramin), gegen Krebs

(z.B. Doxorubicin), Arzneimittel zur Beruhigung und zum Einschlafen (z.B. Barbiturate,

Benzodiazepine), bestimmte Antibiotika (z.B. Clarithromycin, Erythromycin, Rifampicin),

Arzneimittel zur Senkung der Magensäuresekretion (z.B. Cimetidin), Arzneimittel, die das

Immunsystem beeinflussen (z.B. Ciclosporin, Sirolimus, Tacrolimus), Arzneimittel zur Senkung des

Cholesterinspiegels (z.B. Atorvastatin, Simvastatin), zur Behandlung von Migräne (z.B.

Almotriptan), Arzneimittel zur Steigerung der Harnsäureausscheidung (z.B. Sulfinpyrazon), zur

Behandlung von psychischen Erkrankungen (z.B. Lithium), zur Behandlung von Gicht (z.B.

Colchizin), Arzneimittel zur HIV-Behandlung, zur Entwässerung (z.B. Diuretika), andere

blutdrucksenkende und gefässerweiternde Arzneimittel, Alphablocker (z.B. Terazosin),

Antidiabetika (z.B. Glyburid), Muskelrelaxantien, Johanniskraut und Acetylsalicylsäure.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin werden die Dosierung der Arzneimittel überprüfen und gegebenenfalls

anpassen.

Flamon soll nicht zusammen mit Grapefruit eingenommen werden, da dies eine verstärkte Wirkung

zur Folge haben kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Herzschrittmacher haben, wenn Sie an Myasthenia

gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittener Duchenne-Muskeldystrophie oder an einer

Nierenerkrankung leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Flamon während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Dieses Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit nicht eingenommen

werden, es sei denn, es ist vom Arzt oder der Ärztin ausdrücklich verordnet.

Wie verwenden Sie die verschiedenen Formen von Flamon?

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin setzt die für Sie geeignete Dosierung fest; die nachfolgenden

Dosierungsangaben sind nur als Hinweis zu betrachten. Eine Dosisänderung oder ein Absetzen der

Behandlung sollte ohne vorherige Rückfrage beim Arzt bzw. bei der Ärztin nicht vorgenommen

werden.

Das Präparat wird am besten zum oder kurz nach dem Essen mit etwas Flüssigkeit unzerkaut

eingenommen.

Flamon-40, -80, -120 Lactab

Säuglinge und Kleinkinder: Nach spezieller Anweisung des Arztes oder der Ärztin.

Vorschulkinder bis 6 Jahre: 2-3× täglich 1 Lactab Flamon-40 bzw. ½ Lactab Flamon-80.

Schulkinder: 2-3× täglich 1-3 Lactab Flamon-40 bzw. ½-1 ½ Lactab Flamon-80.

Erwachsene: 3× täglich 1-2 Lactab Flamon-40 oder Flamon-80 oder Flamon-120.

Flamon-120 retard Opticaps

Erwachsene: morgens und abends je 1-2 Opticaps Flamon-120 retard.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Flamon haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Flamon auftreten:

Gelegentlich treten allergische Reaktionen wie Hautrötung, Juckreiz, Nesselfieber, Hautausschlag

und selten Atemnot (Verkrampfung der Bronchialmuskulatur) auf.

Selten kann eine Verminderung der Glukosetoleranz vorkommen.

Gelegentlich können Kopfschmerzen, Nervosität, Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit,

Missempfindungen wie Kribbeln, Taubsein und Zittern, Gesichtsrötung, Hautrötung und

Wärmegefühl auftreten.

In Einzelfällen können Muskelzuckungen und abnormale Bewegungen auftreten, die sich nach

bisherigen Erfahrungen nach Absetzen des Arzneimittels zurückbilden.

Selten kann es zu Ohrensausen (Tinnitus) kommen.

Schwindel z.B. nach schnellem Aufstehen kann vorkommen.

Funktionsstörungen des Herz-Kreislaufsystems wurden beschrieben, dazu gehören z.B. Herzklopfen,

verlangsamter oder beschleunigter Puls, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall oder

Herzschwäche. Bei Auftreten solcher Symptome ist der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.

Eine Schwellung der Gliedmassen kann auftreten.

Häufig kommen Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Verstopfung oder Bauchbeschwerden vor.

Sehr selten treten Fälle von punkt- oder fleckförmigen Haut- bzw. Schleimhautblutungen auf.

Einzelfälle von sonnenbrandähnlichen Hautreaktionen (Lichtempfindlichkeit) wurden berichtet.

Äusserst selten kann es unter längerer Behandlung zu einer Verdickung des Zahnfleisches kommen,

die sich nach Absetzen des Arzneimittels zurückbildet.

Als weitere Nebenwirkungen können Muskelschwäche, Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten.

In Einzelfällen kann es zu Nierenversagen kommen.

Selten wurde über Impotenz berichtet.

Bei älteren männlichen Patienten kann in seltenen Fällen unter einer Langzeittherapie eine

Vergrösserung der Brustdrüsen beobachtet werden. Diese Veränderung verschwindet nach Absetzen

des Arzneimittels vollständig. Einzelfälle von Milchfluss wurden beschrieben.

Flamon-120 retard Opticaps

Kann Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut- und Atmungsorgane auslösen, insbesondere bei

Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronischer Urtikaria) oder mit Überempfindlichkeit auf

Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel.

Wenn Nebenwirkungen schweren Grades bei Ihnen auftreten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin

rasch möglichst aufsuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Während der Therapie mit Flamon sollten keine alkoholischen Getränke eingenommen werden, weil

Alkohol die Wirkung des Arzneimittels in unvorhersehbarer Weise beeinflussen kann.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung lagern. Für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Sollten Sie Packungen besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte

in Ihre Apotheke zur Vernichtung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Flamon enthalten?

1 Lactab Flamon-40 enthält:

Wirkstoff: 40 mg Verapamilhydrochlorid, sowie Hilfsstoffe.

1 Lactab Flamon-80 enthält:

Wirkstoff: 80 mg Verapamilhydrochlorid, sowie Hilfsstoffe.

1 Lactab Flamon-120 enthält:

Wirkstoff: 120 mg Verapamilhydrochlorid, sowie Hilfsstoffe.

1 Flamon-120 retard Opticaps enthält:

Wirkstoff: 120 mg Verapamilhydrochlorid.

Farbstoffe: Erythrosin (E 127), Indigotin (E 132) sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

Lactab: 49023 (Swissmedic).

Opticaps: 49419 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Flamon? Welche Packungen sind erhältlich?

Flamon-120 retard Opticaps und Flamon-40/80/120 Lactab sind in Apotheken nur gegen ärztliche

Verschreibung erhältlich.

Folgende Packungen sind erhältlich:

Flamon-40 Lactab: Packungen zu 30 und 100 Lactab.

Flamon-80 Lactab: Packungen zu 20 und 50 Lactab.

Flamon-120 Lactab: Packungen zu 20 und 50 Lactab.

Flamon-120 retard Opticaps: Packungen zu 20 und 100 Opticaps.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 3.1

Fachinformation

Flamon-40/-80/-120 Lactab® Flamon-120 retard Opticaps® Flamon-240 Retardtabletten

Mepha Pharma AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Verapamili hydrochloridum.

Hilfsstoffe:

Flamon-40, -80, -120: Excip. pro compresso obducto.

Flamon-120 retard Opticaps: Color.: Erythrosin (E 127), Indigotin (E 132). Excip. pro compresso

obducto.

Flamon-240: Excip. pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Flamon-40, -80, -120: 1 Lactab enthält 40 mg, 80 mg bzw. 120 mg Verapamili hydrochloridum.

Flamon-120: 1 retard Opticaps enthält 120 mg Verapamili hydrochloridum.

Flamon-240: 1 retard Retardtabletten enthält 240 mg Verapamili hydrochloridum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Flamon-40, -80, -120 Lactab/Flamon-120 retard Opticaps

Chronische Koronarinsuffizienz bzw. Langzeittherapie der Angina pectoris, vasospastische

Ruheangina (Typ Prinzmetal), Koronarspasmen, Nachbehandlung des Herzinfarktes.

Langzeitbehandlung der hypertrophen Kardiomyopathie.

Tachykarde Rhythmusstörungen, wie paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie,

Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit hoher Kammerfrequenz (ausser bei WPW-Syndrom, siehe unter

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Flamon-240 retard Retardtabletten

Essentielle Hypertonie: Die galenische Formulierung und Dosierungsstärke erlauben eine

Monotherapie bei 1× täglicher Verabreichung dieses Präparates.

Dosierung/Anwendung

Die optimale Dosierung muss für jeden Patienten individuell festgelegt werden. Sie liegt im

Allgemeinen zwischen 240 und 480 mg/Tag. Für die Dauertherapie sollte eine Tagesdosis von

480 mg im Allgemeinen nicht überschritten werden; kurzfristige Dosiserhöhungen sind jedoch

möglich.

Dieses Arzneimittel muss regelmässig eingenommen werden. Die Lactab, die Opticaps bzw. die

Retardtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen, am besten zum oder kurz

nach dem Essen.

Flamon-40, -80, -120 Lactab

Erwachsene: 3× täglich 40-80-120-160 mg.

Kinder: Säuglinge und Kleinkinder erhalten bei tachykarden Rhythmusstörungen 2-3× täglich 5-

20 mg, ältere Kinder bis 6 Jahre 2-3× täglich 1 Lactab Flamon-40 resp. ½ Lactab Flamon-80 (80-

120 mg/Tag), Schulkinder 2-3× täglich 1-3 Lactab Flamon-40 resp. ½ bis 1 ½ Lactab Flamon-80

(Tagesdosis bis maximal 360 mg).

Bei Patienten mit Leberzirrhose empfiehlt sich eine Dosierung von zunächst 2× täglich 1 Lactab

Flamon-40 resp. ½ Lactab Flamon-80. Für die Einstellung solcher Patienten ist 1 Lactab Flamon-40

besonders geeignet.

Flamon-120 retard Opticaps

Dieses Arzneimittel vereinfacht die Langzeitbehandlung von Patienten, die Wirkstoffdosen von

240 mg/Tag und mehr benötigen.

Erwachsene: Morgens und abends je 1 Opticaps im Abstand von ca. 12 Stunden. Die Einzeldosis

kann, falls erforderlich, auf 2 Opticaps, die Tagesdosis bis auf 4 Opticaps gesteigert werden.

Flamon-240 retard Retardtabletten

Erwachsene: Übliche Dosierung: morgens 1 Retardtablette einnehmen. Bei ungenügender

Blutdrucksenkung kann die Dosierung auf 1 Retardtablette morgens und 1 Retardtablette abends

erweitert werden.

Eine Tagesdosis von 2 Retardtabletten (480 mg) sollte als Dauertherapie nicht überschritten werden.

Eine kurzfristige Erhöhung dieser Dosis ist jedoch bei Bedarf zulässig.

Kontraindikationen

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirk- oder einem der Hilfsstoffe.

Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei: Herz-Kreislauf-Schock, kompliziertem

frischem Herzinfarkt (Bradykardie, ausgeprägter Hypotonie, Linksinsuffizienz), schweren

Erregungsleitungsstörungen (sinuatrialem Block, AV-Block II. und III. Grades), beim Sinusknoten-

Syndrom (Bradykardie-Tachykardie-Syndrom) und bei Herzinsuffizienz mit verringerter

Auswurffraktion unter 35% und/oder pulmonalkapillärem Verschlussdruck über 20 mm Hg (es sei

denn eine sekundäre bis supraventrikuläre Tachykardie ist für eine Behandlung mit Verapamil

ansprechbar).

Bei Vorhofflimmern/-flattern bei Patienten mit akzessorischem Leitungsbündel (z.B. Wolff-

Parkinson-White-, Lown-Ganong-Levine-Syndrom). Bei diesen Patienten ist die Behandlung mit

Verapamilhydrochlorid mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten einer ventrikulären

Tachyarrhythmie einschliesslich Kammerflimmern verbunden.

Gleichzeitige Anwendung mit Ivabradin (siehe «Interaktionen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Herzblock/AV-Block I. Grades/Bradykardie/Asystolie

Vorsicht ist geboten bei: leichten Erregungsleitungsstörungen (AV-Block I. Grades), Bradykardie

(<50/Min.), Hypotonie (<90 mmHg syst.), Vorhofflimmern/Vorhofflattern bei gleichzeitigem

Vorliegen eines Präexzitationssyndroms wie z.B. Wolff-Parkinson-White (WPW)-Syndrom (hier

besteht das Risiko, eine Kammertachykardie auszulösen). Bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz muss

diese vor der Gabe dieses Arzneimittels mit Herzglykosiden kompensiert werden.

Verapamil beeinflusst den AV- und den Sinusknoten und verlängert die AV-Überleitungszeit. Es ist

mit Vorsicht anzuwenden, da bei Entwicklung eines AV-Blocks II. oder III. Grades

(Kontraindikation) oder eines uni-, bi- oder trifaszikulären Schenkelblocks nachfolgende Dosen oder

die Behandlung mit Verapamilhydrochlorid abgesetzt werden müssen und bei Bedarf eine geeignete

Therapie eingeleitet werden muss.

Verapamilhydrochlorid beeinflusst den AV- und den Sinusknoten und kann in seltenen Fällen einen

AV-Block II. oder III. Grades, Bradykardie oder, in extremen Fällen, Asystolie hervorrufen. Dies

tritt mit höherer Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit Sick-Sinus-Syndrom (Sinusknotenerkrankung)

auf, die bei älteren Patienten häufiger vorkommt.

Antiarrhythmika, Beta-Blocker

Gegenseitige Verstärkung der kardiovaskulären Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung,

höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte

Blutdrucksenkung).

Digoxin

Wenn Verapamil gleichzeitig mit Digoxin verabreicht wird, ist die Digoxin-Dosis herabzusetzen

(siehe «Interaktionen»).

Herzinsuffizienz

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und erhaltener Auswurffraktion, kann die Herzfrequenz

limitierende Wirkung von Verapamil die Belastungsfähigkeit und die Symptome verbessern. Vor

Beginn der Behandlung mit Flamon ist eine Kompensation und für die gesamte Dauer eine adäquate

Behandlung erforderlich.

Die Behandlung der Koronar- und Arrhythmie-Patienten sowie der Hypertoniker bedarf einer

regelmässigen ärztlichen Kontrolle.

HMG-CoA-Reduktasehemmer («Statine») – siehe «Interaktionen».

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird in Abhängigkeit vom Schweregrad wegen

eines verlangsamten Arzneimittelabbaus die Wirkung des Präparates verstärkt und verlängert.

Deshalb sollte in derartigen Fällen die Dosierung mit besonderer Sorgfalt eingestellt und mit

niedrigeren Dosen begonnen werden (z.B. zunächst 2× täglich 1 Lactab Flamon-40 resp. ½ Lactab

Flamon-80).

Erkrankungen mit Störung der neuromuskulären Übertragung

Vorsicht ist geboten bei Krankheiten, bei denen die neuromuskuläre Transmission betroffen ist

(Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom und fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie).

Niereninsuffizienz

Eine eingeschränkte Nierenfunktion zeigte in vergleichenden Studien keinen Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Verapamil bei Patienten mit Nierenversagen im Endstadium. Gemäss

verschiedenen Fallberichten, von zum Teil schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen

kardiovaskulärer Ereignisse und anderer Ereignisse, wird empfohlen Verapamil bei Patienten mit

eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung anzuwenden.

Verapamil kann durch eine Hämodialyse nicht entfernt werden.

Interaktionen

In vitro Studien zeigen, dass Verpamilhydrochlorid durch die Cytochrom P-450-Isoenzyme

CYP3A4, CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C18 metabolisiert wird. Verapamilhydrochlorid

ist ein Inhibitor der CYP3A4 Enzyme und des P-Glykoproteins (Pgp).

Klinisch signifikante Interaktionen, die zu einer Erhöhung der Plasmaspiegel von Verapamil führten,

wurden mit Inhibitoren von CYP3A4 beobachtet. Induktoren von CYP3A4 hingegen verursachten

eine Erniedrigung der Plasmaspiegel von Verapamil. Deshalb sollten Patienten auf

Arzneimittelwechselwirkungen beobachtet werden.

Begleitmedikation

Mögliche Auswirkung auf Verapamil oder Begleitmedikation

Alphablocker

Prazosin (in der Schweiz

nicht im Handel)

Anstieg (~40%) der Prazosin Cmax ohne Wirkung auf Halbwertszeit,

Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts

Terazosin

Anstieg AUC (~24%) und Cmax (~25%) von Terazosin, Verstärkung

des blutdrucksenkenden Effekts

Antiarrhythmika

Flecainid

Minimaler Effekt auf Plasmaclearance von Flecainid (<~10%); kein

Effekt auf Plasmaclearance von Verapamil

Chinidin

Erniedrigung der oralen Chinidin Clearance (~35%)

Verstärkter Blutdruckabfall ist möglich, bei Patienten mit hypertropher

obstruktiver Kardiomyopathie kann das Auftreten eines Lungenödems

möglich sein

Antiarrhythmika,

Betarezeptorenblocker

(z.B. Propanalol,

Metoprolol),

Inhalationsanästhetika

Gegenseitige Verstärkung der kardiovaskulären Wirkungen,

höhergradige AV-Blockierung, höhergradige Senkung der

Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte

Blutdrucksenkung

Antiasthmatika

Theophyllin

Reduktion der oralen und systemischen CL um ~20% (geringere

Reduktion der CL bei Rauchern (11%))

Antiepileptika/Antikonvulsiva

Carbamazepin

Anstieg der Carbamazepin AUC (~46%) in Patienten mit refraktärer

partieller Epilepsie

Erhöhte Carbamazepinspiegel können zu

Carbamazepinnebenwirkungen wie Diplopie, Kopfschmerzen, Ataxie

oder Schwindel führen.

Phenytoin

Reduktion der Verapamil-Plasmakonzentrationen, blutdrucksenkende

Wirkung kann reduziert sein.

Antidepressiva

Imipramin

Anstieg der Imipramin AUC (~15%) (kein Effekt auf Spiegel des

aktiven Metaboliten Desipramin)

Antidiabetika

Glyburid (in der Schweiz

nicht im Handel)

Anstieg der Glyburid Cmax (~28%) und der AUC (~26%)

Antiinfektiva

Clarithromycin

Möglicher Anstieg der Verapamil Spiegel

Erythromycin

Möglicher Anstieg der Verapamil Spiegel

Rifampin

Rifampicin

Senkung der Verapamil AUC (~97%), Cmax (~94%) und oralen

Bioverfügbarkeit (~92%)

Blutdrucksenkende Wirkung kann reduziert sein.

Telithromycin

Möglicher Anstieg der Verapamil Spiegel

Antineoplastika

Antikoagulantien

Dabigatran

Flamon Lactab

Anstieg der Cmax (bis zu 180%) und AUC (bis zu 150%) von

Dabigatran

Das Blutungsrisiko kann erhöht und eine Dosisreduktion von

Dabigatran entsprechend dem Label erforderlich sein.

Flamon 120 retard und 240 mg retard

Anstieg der Cmax (bis zu 90%) und AUC (bis zu 70%) von Dabigatran

Das Blutungsrisiko kann erhöht und eine Dosisreduktion von

Dabigatran entsprechend dem Label erforderlich sein.

Doxorubicin

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Verapamil oral und Doxorubicin

kam es bei Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom zu einem

Anstieg der Halbwertszeit und Cmax von Doxorubicin (ca. 104% bzw.

61%). Bei Patienten mit fortgeschrittenen Neoplasmen beeinflusste

intravenös verabreichtes Verapamil die Pharmakokinetik von

Doxorubicin nicht.

Barbiturate

Phenobarbital

Anstieg der oralen Verapamil Clearance (~5fach)

Benzodiazepine und andere Anxiolytika

Buspiron

Anstieg der Buspiron AUC, Cmax um das ~3,4fache

Midazolam

Anstieg der Midazolam AUC (~3fach) und Cmax (~2fach)

Betablocker

Metoprolol

Anstieg der Metoprolol AUC (~32.5%) und Cmax (~41%) in Patienten

mit Angina pectoris (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)

Propranolol

Anstieg der Propanolol AUC (~65%) und Cmax (~94%) in Patienten

mit Angina pectoris (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)

Herzglykoside

Digitoxin

Digoxin

Erniedrigung der Gesamtclearance (~27%) und der extrarenalen

Clearance (~29%) von Digitoxin

Gesunde Probanden: Anstieg der Cmax von Digoxin um ~44%, der C12

um 53%, der Css um ~44% und der AUC um ~50%; die Digoxin-Dosis

ist zu reduzieren.

H2-Rezeptor-Antagonisten

Cimetidin

Anstieg der AUC von R-(~25%) und S-(~40%) Verapamil mit

korrespondierender Senkung der R- und S-Verapamil Clearance

Immunsuppressiva

Cyclosporin

Anstieg der Cyclosporin AUC, Css, Cmax um ~45%

Sirolimus

Erhöhung der AUC von Sirolimus um etwa das 2,2-fache; Erhöhung der

AUC von S-Verapamil um etwa das 1,5-fache.

Konzentrationsbestimmung und Dosisanpassung von Sirolimus können

notwendig sein.

Everolimus

Anstieg der Everolimus Spiegel (Cmax 2,3-fach, AUC 3,5-fach);

Erhöhung der Ctrough von Verapamil um etwa das 2,3-fache.

Konzentrationsbestimmung und Dosisanpassung von Everolimus

können notwendig sein.

Tacrolimus

Möglicher Anstieg der Tacrolimus Spiegel

Lipidsenker

Atorvastatin

Möglicher Anstieg der Atorvastatin Spiegel, Anstieg der Verapamil

AUC um ~43%

Lovastatin (in der Schweiz

nicht im Handel)

Möglicher Anstieg der Lovastatin Spiegel, die AUC von Verapamil

wird um etwa 63% und Cmax um etwa 32% erhöht.

HMG CoA Reduktase

Hemmer (Statine)

Anstieg der Simvastatin AUC (~2,6fach), Cmax (~4,6-fach)

Die Behandlung mit HMG Co-A Reduktase-Inhibitoren (z.B.

Simvastatin/Atorvastatin/Lovastatin) bei Patienten die bereits

Verapamil einnehmen, sollte mit der geringsten möglichen Dosierung

begonnen und auftitriert werden. Wenn Verapamil einem Patienten

verabreicht werden soll, welcher bereits einen HMG Co-A Reduktase-

Inhibitor einnimmt, sollte eine Reduktion der Statindosis in Betracht

gezogen und gegen die Serumcholesterinkonzentration erneut

eingestellt werden.

Fluvastatin, Pravastatin und Rosuvastatin werden nicht durch CYP3A4

metabolisiert und Interaktionen mit Verapamil sind deshalb weniger

wahrscheinlich.

Serotonin Rezeptor Agonisten

Almotriptan

Anstieg der Almotriptan AUC (~20%), Anstieg der Cmax (~24%)

Urikosurika

Sulfinpyrazon

Anstieg der oralen Clearance von Verapamil (~3-fach), Erniedrigung

der Bioverfügbarkeit (~60%)

Die blutdrucksenkende Wirkung kann reduziert sein.

Andere Herzmittel

Ivabradin

Die gleichzeitige Anwendung mit Ivabradin ist aufgrund der

zusätzlichen herzfrequenzsenkenden Wirkung kontraindiziert (siehe

«Kontraindikationen»).

Andere

Grapefruitsaft

Anstieg der R-(~49%) und S-(~37%) Verapamil AUC; Anstieg der R-

(~75%) und S-(~51%) Verapamil Cmax; (Eliminationshalbwertszeit

und renale Clearance nicht beeinträchtigt)

Während der Anwendung von Flamon sollten grapefruithaltige Speisen

oder Getränke gemieden werden. Grapefruit kann den Plasmaspiegel

von Verapamilhydrochlorid erhöhen durch Hemmung des First-Pass-

Effektes.

Johanniskraut

Reduktion der R-(~78%) und S-(~80%) Verapamil AUC mit

korrespondierender Reduktion in Cmax

Lithium

Erhöhte Lithium-Neurotoxizität wurde bei gleichzeitiger Anwendung

von Verapamilhydrochlorid und Lithium beobachtet, bei

gleichbleibendem oder erhöhtem Serumlithiumspiegel. Die zusätzliche

Anwendung von Verapamilhydrochlorid hat jedoch unter stabiler oraler

Lithium-Langzeitbehandlung auch zur Senkung des

Serumlithiumspiegels geführt. Patienten, die beide Arzneimittel

gleichzeitig anwenden, sind sorgfältig zu überwachen.

Colchizin

Colchizin ist ein Substrat für CYP3A und für den Effluxtransporter P-

Glykoprotein (Pgp). Verapamil hemmt CYP3A und Pgp. Bei

gleichzeitiger Verabreichung von Verapamil und Colchizin kann die

Hemmung von Pgp und/oder CYP3A durch Verapamil zu einer

erhöhten Exposition von Colchizin führen. Erhöhung der AUC von

Colchizin (ca. 2.0-fach) und Cmax (ca. 1.3-fach). Die Colchizindosis ist

zu verringern.

Die gleichzeitige Verabreichung von Verapamil und Colchizin wird

nicht empfohlen.

Andere Arzneimittelwechselwirkungen und zusätzliche Informationen

Antihypertensiva,

Diuretika,

Vasodilatatoren

Verstärkung des antihypertensiven Effekts

HIV Antivirale

Substanzen

Aufgrund des metabolisch inhibitorischen Potentials einiger HIV

antiviralen Substanzen, wie Ritonavir, können die Plasmaspiegel von

Verapamil erhöht sein. Vorsicht ist geboten oder die Dosis von Verapamil

sollte reduziert werden.

Muskelrelaxanzien

Mögliche Wirkungsverstärkung durch Verapamilhydrochlorid; es könnte

notwendig sein die Verapamilhydrochlorid-Dosis und/oder die Dosis des

Muskelrelaxans zu reduzieren, wenn beide Arzneimittel gleichzeitig

verabreicht werden.

Acetylsalicylsäure

Verstärkte Blutungsneigung

Ethanol (Alkohol)

Verzögerung des Ethanolabbaus und Erhöhung der Ethanolplasmaspiegel,

somit Verstärkung der Alkoholwirkung durch Verapamilhydrochlorid

Die intravenöse Gabe von Betarezeptorenblockern sollte während der Behandlung mit Flamon

unterbleiben (Ausnahme: Intensivmedizin).

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung bei Schwangeren.

Verapamil ist plazentagängig. Die Plasmakonzentration im Nabelvenenblut beträgt 20-92% der

Plasmakonzentration des mütterlichen Blutes.

Im Tier wurden keine teratogenen Effekte gefunden. Embryotoxizität trat hingegen in der Ratte unter

maternotoxischer Exposition auf.

Daher sollte Verapamil in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft nicht angewendet werden

und die Anwendung im letzten Drittel der Schwangerschaft darf nur erfolgen, wenn es eindeutig

erforderlich ist (siehe auch «Präklinische Daten»).

Stillzeit

Verapamil geht in geringen Mengen in die Muttermilch über (Milchkonzentration ca. 23% der

mütterlichen Plasmakonzentration).

Die limitiert vorhandenen humanen Daten zur oralen Verabreichung zeigen, dass die relative Dosis

des Verapamils beim gestillten Kind niedrig ist (0,1–1% der oralen Dosis der Mutter) und dass eine

Anwendung von Verapamil während der Stillzeit möglich sein kann. Wegen des Risikos von

schwerwiegenden Nebenwirkungen bei gestillten Kindern, sollte Verapamil während der Stillzeit nur

dann verwendet werden, wenn es für die Mutter zwingend notwendig ist.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es sollte beachtet werden, dass der medikamentös behandelte Patient durch individuell auftretende

unterschiedliche Reaktionen in seiner Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein kann.

Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn, bei Dosiserhöhungen und Präparatewechsel

sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Die spontan gemeldeten oder in klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen mit Verapamil

sind nachfolgend aufgeführt. Für jedes Organsystem sind die unerwünschten Wirkungen

entsprechend ihrer Häufigkeit gelistet:

häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten

(<1/10'000), einschliesslich Einzelfälle. Die häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen waren

Kopfschmerzen, Schwindel, gastrointestinale Störungen: Nausea, Obstipation und abdominale

Schmerzen, wie auch Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Hypertonie, Flushing, peripheres

Ödem und Müdigkeit.

Störungen des Immunsystems

Gelegentlich treten allergische Reaktionen wie Erythem, Pruritus, Urtikaria, makulopapulöse

Exantheme und Erythromelalgie auf.

Einige Einzelbeobachtungen von angioneurotischem Ödem und Stevens-Johnson-Syndrom liegen

vor.

Bei Patienten mit chronisch obstruktiver Pneumopathie kann unter der Behandlung mit Calcium-

Antagonisten in seltenen Fällen ein akuter Bronchospasmus oder eine akute Zunahme einer

vorbestehenden pulmonal-arteriellen Hypertonie auftreten.

Endokrine Störungen

Relevante Verminderungen der Glukosetoleranz sind selten.

Störungen des Nervensystems

Gelegentlich kommt es zu Kopfschmerzen, Nervosität, Schwindel, bzw. Benommenheit, Müdigkeit,

Missempfindungen wie Kribbeln, Taubsein (Parästhesie, Neuropathie) und Zittern (Tremor), Flush,

Hautrötung und Wärmegefühl.

In Einzelfällen kann es zu extrapyramidalen Symptomen (Parkinson-Syndrom, Choreoathetose,

dystone Syndrome) kommen, die sich nach bisherigen Erfahrungen nach Absetzen des Arzneimittels

zurückbilden.

Funktionsstörungen des Ohrs

Selten kann es zu Ohrensausen (Tinnitus) kommen.

Vertigo.

Funktionsstörungen des Herzens

Verschiedene Herz-Kreislaufeffekte dieses Arzneimittels können gelegentlich, insbesondere bei

höherer Dosierung oder entsprechender Vorschädigung, über das therapeutisch erwünschte Mass

hinausgehen:

Bradykarde Rhythmusstörungen (Sinusbradykardie, Sinusstillstand mit Asystolie, AV-Block II. und

III. Grades oder Bradyarrhythmie bei Vorhofflimmern), Hypotonie, Entwicklung oder Verstärkung

einer Herzinsuffizienz.

Aufgrund lokaler arteriolärer Dilatation können periphere Ödeme auftreten.

Bei Patienten mit Herzschrittmacher kann eine Erhöhung der Pacing- und Sensingschwelle unter

Verapamil nicht ausgeschlossen sein.

Gelegentlich kommt es zu orthostatischen Regulationsstörungen.

In seltenen Fällen sind unter der Therapie mit Verapamilhydrochlorid auch Symptome wie

Herzklopfen (Palpitationen) und erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie) beschrieben worden.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

In Einzelfällen kann es zu Atemnot kommen.

Gastrointestinale Störungen

Häufig treten aufgrund verzögerter Darmpassage Übelkeit (selten Erbrechen), Völlegefühl oder

Obstipation, in Einzelfällen bis zum Ileus, auf.

Bauchbeschwerden, Bauchschmerzen.

Funktionsstörungen der Leber und der Galle

Ferner ist über eine reversible Erhöhung der Transaminasen und/oder der alkalischen Phosphatase,

wahrscheinlich als Ausdruck einer allergischen Hepatitis, berichtet worden.

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautgewebes

Sehr selten treten Fälle von punkt- oder fleckförmigen Haut- (inklusive Erythema multiforme) bzw.

Schleimhautblutungen (Purpura) auf. Einzelfälle von sonnenbrandähnlichen Hautreaktionen

(Photodermatitis), Stevens-Johnson-Syndrom sowie Haarausfall wurden berichtet.

Äusserst selten kann es unter längerer Behandlung zu Gingivahyperplasie kommen, die sich nach

Absetzen zurückbildet.

Funktionsstörungen des Muskelskelettsystems

Sehr selten können Myalgien, Muskelschwäche bzw. Arthralgien auftreten.

Einige Einzelbeobachtungen über eine Verschlimmerung einer Myasthenia gravis, eines Lambert-

Eaton-Syndroms und einer fortgeschrittenen Duchenne-Muskeldystrophie liegen vor.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

In Einzelfällen kann es zu Niereninsuffizienz und/oder Hyperkaliämie kommen.

Funktionsstörungen des Reproduktionssystems und der Brust

Bei älteren Patienten wurde in sehr seltenen Fällen unter Langzeitbehandlung eine Gynäkomastie

beobachtet, die nach Absetzen des Arzneimittels reversibel ist. Erhöhungen der Prolaktinspiegel

sowie Einzelfälle von Milchfluss (Galaktorrhö) wurden beschrieben.

Selten wurde über Impotenz berichtet.

Im Rahmen der Postmarketingüberwachung wurde im Zusammenhang mit der gleichzeitigen

Verabreichung von Verapamil und Colchizin über einen Einzelfall von Paralyse (Tetraparese)

berichtet. Dies könnte durch ein Überwinden der Blut-Hirn-Schranke von Colchizin bedingt sein als

Folge einer Hemmung von CYP3A und Pgp durch Verapamil. Die gleichzeitige Verabreichung von

Verapamil und Colchizin wird nicht empfohlen.

Überdosierung

Die Intoxikationssymptome nach Vergiftungen mit Verapamil verlaufen in Abhängigkeit von der

zugeführten Menge, dem Zeitpunkt der Entgiftungsmassnahmen und der kontraktilen

Funktionsfähigkeit des Myokards (Altersabhängigkeit).

Folgende Symptome stehen im Vordergrund: Blutdruckabfall, zum Teil auf nicht messbare Werte,

Schocksymptomatik, Bewusstlosigkeit; AV-Block I und II, häufig als Wenckebach-Periodik mit oder

ohne Ersatzrhythmen; kompletter AV-Block mit totaler AV-Dissoziation, Ersatzrhythmus, Asystolie;

Sinusbradykardie, Sinusstillstand. Todesfälle sind als Resultat von Überdosierungen aufgetreten.

Die Therapiemassnahmen richten sich nach Zeitpunkt und Art der Verabreichung sowie nach Art

und Schwere der Vergiftungssymptome. Bei Vergiftungen mit grösseren Mengen der

Retardpräparate ist zu beachten, dass eine Wirkstofffreisetzung und Resorption im Darm noch länger

als 48 Stunden nach der Einnahme erfolgen kann. In Abhängigkeit vom Einnahmezeitpunkt ist damit

zu rechnen, dass in der gesamten Länge des Magen-Darm-Kanals vereinzelt Agglomerate

verquollener Tablettenreste, die als Wirkstoffdepots fungieren, vorhanden sein können.

Allgemeinmassnahmen: Magenspülung, anzuraten auch noch später als 12 Stunden nach der

Einnahme, falls keine Magen-Darm-Motilität (Darmgeräusche) nachweisbar. Bei Verdacht auf

Vergiftung mit Flamon-120 retard oder Flamon-240 retard sind umfangreiche

Eliminationsmassnahmen indiziert, wie induziertes Erbrechen, Absaugen von Magen- und

Dünndarminhalt unter endoskopischer Kontrolle, Darmspülung, Abführen, hohe Einläufe.

Übliche intensivmedizinische Wiederbelebungsmassnahmen, wie extrathorakale Herzmassage,

Beatmung, Defibrillation bzw. Schrittmachertherapie.

Spezifische Massnahmen: Beseitigung von kardiodepressorischen Effekten, Hypotonie und

Bradykardie.

Als spezifisches Antidot gilt Calcium, z.B. 10-20 ml einer 10%igen Calciumgluconatlösung

intravenös (2,25 bis 4,5 mmol), erforderlichenfalls wiederholt oder als Dauertropfinfusion (z.B.

5 mmol/Stunde).

Als zusätzliche Massnahmen können erforderlich sein: Bei AV-Block II. und III. Grades,

Sinusbradykardie, Asystolie: Atropin, Isoprenalin, Orciprenalin oder Schrittmachertherapie.

Bei Hypotonie: Dopamin, Dobutamin, Noradrenalin.

Bei Zeichen weiterbestehender myokardialer Insuffizienz: Dopamin, Dobutamin, gegebenenfalls

erneut Calciuminjektion.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C08DA01

Wirkungsmechanismus und Pharmakodynamik

Der Calcium-Antagonist Verapamil hemmt den transmembranären Einstrom von Calciumionen in

die Herz- und Gefässmuskelzelle. Es senkt den myokardialen Sauerstoffbedarf direkt durch Eingriff

in die energieverbrauchenden Stoffwechselprozesse der Herzmuskelzelle und indirekt durch Senkung

des Afterloads.

Durch den calciumantagonistischen Effekt an der glatten Gefässmuskulatur der Koronarien kommt

es zur Steigerung der Myokarddurchblutung, auch in post-stenotischen Gebieten, und zur Lösung

von Koronarspasmen.

Diese Eigenschaften bedingen die antiischämische und antianginöse Wirksamkeit von Flamon bei

allen Formen der koronaren Herzerkrankungen.

Der calciumantagonistische, myokardprotektive Effekt von Verapamil wirkt einer Verarmung des

Myokards an energiereichen Phosphaten und den daraus resultierenden funktionellen und

strukturellen Schädigungen (Zellnekrosen) entgegen.

Durch die Tonusminderung der glatten Gefässmuskulatur werden Koronarspasmen verhindert und

erhöhte Blutdruckwerte gesenkt.

Daneben besitzt Verapamil besonders bei supraventrikulären, tachykarden Herzrhythmusstörungen

eine ausgeprägte antiarrhythmische Wirkung. Es verzögert die Erregungsüberleitung im AV-Knoten.

Dadurch wird je nach Art der Rhythmusstörung der Sinusrhythmus wieder hergestellt und/oder die

Kammerfrequenz normalisiert.

Die antihypertensive Wirkung von Verapamil beruht auf einer Senkung des peripheren

Gefässwiderstandes – ohne reflektorische Steigerung der Herzfrequenz. Normale Blutdruckwerte

werden nicht nennenswert beeinflusst.

Pharmakokinetik

Verapamilhydrochlorid ist ein racemisches Gemisch aus gleichen Teilen des R- und des S-

Enantiomers. Verapamil wird in hohem Masse metabolisiert. Norverapamil ist einer der 12

Metaboliten, die im Urin gefunden werden. Es ist für 10 bis 20% der pharmakologischen Wirkung

von Verapamil verantwortlich und macht 6% des ausgeschiedenen Wirkstoffs aus. Die Steady-State-

Plasmakonzentrationen von Norverapamil und Verapamil sind ähnlich. Der Steady-State wird bei

mehrfacher einmal täglicher Gabe nach 3 bis 5 Tagen erreicht.

Absorption

Verapamil, der Wirkstoff von Flamon, wird nach oraler Gabe schnell und fast vollständig im

Dünndarm resorbiert. Die Resorptionsquote wurde mit 90-92% ermittelt.

Bioverfügbarkeit

Die Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Absorption, jedoch erhöht Grapefruitsaft die

Bioverfügbakeit von Verapamil durch Hemmung des First-pass-Metabolismus.

Bei Patienten mit Angina pectoris bzw. mit Vorhofflimmern wurde nach Einmalgabe eine gegenüber

gesunden Probanden erhöhte Bioverfügbarkeit (35% bzw. 24%) beobachtet.

Die durchschnittliche Bioverfügbarkeit des unveränderten Wirkstoffes nach einer Einzeldosis IR

Verapamil bzw. SR Verapamil beträgt wegen des ausgeprägtem First-pass-Effektes 22% bzw. 33%.

Bei Mehrfachapplikation erhöht sich die Bioverfügbarkeit auf das 1,5 bis 2fache. Diese Zunahme der

Verfügbarkeit lässt sich mit einer partiellen Sättigung hepatischer Enzymsysteme erklären. Vermutet

wird auch ein vorübergehender Anstieg der Leberdurchblutung nach akuter Gabe von Verapamil.

Maximale Plasmakonzentrationen von Verapamil werden nach 1-2 Stunden nach IR-Einnahme und

nach 4-5 Stunden nach SR- Einnahme erreicht. Maximale Plasmakonzentration von Norverapamil

wird etwa 1 Stunde nach IR-Einnahme und 5 Stunden nach SR-Einnahme erreicht.

In einzelnen Studien wurde unter Mehrfachapplikation eine Verlängerung der Eliminations-

Halbwertszeit beschrieben.

Distribution

Verapamil verteilt sich in allen Körpergeweben. Das Verteilungsvolumen liegt bei gesunden

Probanden im Bereich von 1,8 bis 6,8 l/kg. Die Plasmaproteinbindung beträgt ca. 90%.

Plazentagängigkeit: Verapamil passiert die Plazenta: Die Konzentration im Plasma des

Nabelvenenblutes lag zwischen 20 und 92% der Plasmakonzentration der Mutter.

Übergang in die Muttermilch: Obwohl Verapamil in die Muttermilch übergeht, sind bei Anwendung

therapeutischer Dosen die Konzentrationen so gering, dass beim Säugling keine nennenswerte

pharmakologische Wirkung zu erwarten ist.

Eine Korrelation zwischen therapeutischem Effekt und Plasmakonzentration wurde bei der

koronaren Herzerkrankung und der Hypertonie nicht übereinstimmend gefunden, nur bezüglich der

Beeinflussung der PQ-Zeit besteht eine eindeutige Korrelation zum Plasmaspiegel. Der

Konzentrationsverlauf von Verapamil im Plasma ist nach Gabe der Retardformen protrahiert, d.h.

flacher und gleichmässiger als nach der normal freisetzenden Form; die maximalen Konzentrationen

werden erst nach 4-6 Stunden erreicht, gegenüber 1-2 Stunden unter der schnellfreisetzenden Form.

Metabolismus

Verapamil wird fast vollständig metabolisiert. In-vitro-Stoffwechselstudien zeigen, dass Verapamil

durch Cytochrom P450 CYP3A4, CYP1A2, CYP2C8, CXP2C9, und CYP2C18 metabolisiert wird.

Bei gesunden Männern wird oral verabreichtes Verapamilhydrochlorid weitgehend in der Leber

verstoffwechselt, wobei 12 Metaboliten identifiziert wurden (die meisten davon nur in Spuren). Als

Hauptmetaboliten wurden verschiedene N- und O- dealkylierte Stoffwechselprodukte von Verapamil

identifiziert. Von diesen Metaboliten besitzt nur Norverapamil eine nennenswerte pharmakologische

Wirkung (etwa 20% derjenigen der Muttersubstanz), die in einer Studie an Hunden beobachtet

wurde.

Verapamil unterliegt bei oraler Applikation einem ausgeprägten First-pass-Metabolismus, der fast

ausschliesslich in der Leber stattfindet.

Elimination

Verapamil und seine Metaboliten werden vorwiegend über die Niere eliminiert, davon nur insgesamt

3-4% als unveränderte Substanz. Innerhalb von 24 Stunden werden 50%, in 48 Stunden 55-60% und

innerhalb von 5 Tagen 70% der applizierten Dosis renal eliminiert. Mit den Fäzes werden bis zu 16%

ausgeschieden.

Die Gesamt-Clearance von Verapamil ist annähernd so hoch wie der Blutfluss in der Leber, und

zwar ca. 1 l/h/kg (Bereich: 0,7-1,3 l/h/kg).

Für die Elimination des unveränderten Verapamils aus dem Plasma wurden nach intravenöser und

oraler Gabe Halbwertszeiten zwischen 3 und 7 Stunden bestimmt.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz wurden gegenüber Gesunden keine Veränderungen

der kinetischen Parameter beobachtet. Verapamil und Norverapamil werden durch Hämodialyse

nicht wesentlich beseitigt.

Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit Leberzirrhose wird im Vergleich zu Lebergesunden eine deutlich höhere

Bioverfügbarkeit von Verapamil sowie eine verzögerte Elimination beobachtet.

Ältere Patienten

Das Alter kann die Pharmakokinetik von Verapamil bei Patienten mit Hypertonie beeinflussen. Die

Eliminationshalbwertszeit kann bei älteren Patienten verlängert sein. Die blutdrucksenkende

Wirkung von Verapamil erweist sich als nicht altersabhängig.

Kinder und Jugendliche

Zur Pharmakokinetik bei Kindern und Jugendlichen liegen nur begrenzte Daten vor. Nach

intervenöser Gabe (7 Kinder und Jugendliche im Alter von 7-19 Jahren, Durchschnittsalter 12 Jahre)

betrug die mittlere Halbwertszeit von Verapamil 9,17 Stunden und die mittlere Clearance 30 l/h. Bei

einem Erwachsenen mit 70 kg Körpergewicht sind es hingegen rund 70 l/h. Die Steady-State-

Plasmakonzentrationen nach oraler Gabe scheinen bei Kinder und Jugendlichen etwas niedriger zu

sein als bei Erwachsenen.

Präklinische Daten

Reproduktionstoxikologie

Bei oraler Applikation von Verapamil an Kaninchen in Dosen von 5 und 15 mg/kg KG sowie an

Ratten in Dosen von 15-60 mg/kg KG wurden keine Hinweise auf eine substanzabhängige teratogene

Wirkung gefunden; bei Ratten wurde nur nach einer im maternaltoxischen Bereich liegenden

Tagesdosis von insgesamt 60 mg/kg KG ein embryotoxischer Effekt (eine über der Norm liegende

Resorptionsrate) beobachtet.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

In-vitro- und in-vivo Untersuchungen erbrachten keine Hinweise auf mutagene Wirkungen von

Verapamil.

Eine Langzeitstudie an der Ratte ergab keinen Hinweis auf ein tumorerzeugendes Potential von

Verapamil.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung lagern. Für Kinder unerreichbar

aufbewahren.

Zulassungsnummer

Lactab: 49023 (Swissmedic).

Opticaps: 49419 (Swissmedic).

Retardtabletten: 50161 (Swissmedic).

Packungen

Flamon-40, Lactab zu 40 mg: 30 und 100 (B).

Flamon-80, Lactab zu 80 mg: 20 und 50 (B).

Flamon-120, Lactab zu 120 mg: 20 und 50 (B).

Flamon-120 retard, Opticaps zu 120 mg: 20 und 100 (B).

Flamon-240 retard, Retardtabletten zu 240 mg: 30 und 100 (B).

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

Dezember 2015.

Interne Versionsnummer: 7.1

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