Femoston 1 mg/10 mg Filmtablette

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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Gebrauchsinformation PIL
Fachinformation SPC
Wirkstoff:
Estradiol-Hemihydrat, Estradiol-Hemihydrat, Dydrogesteron
Verfügbar ab:
Mylan Healthcare GmbH
INN (Internationale Bezeichnung):
Estradiol Hemihydrate, Estradiol Hemihydrate, Dydrogesterone
Darreichungsform:
Filmtablette
Zusammensetzung:
Estradiol-Hemihydrat 1.03mg; Estradiol-Hemihydrat 1.03mg; Dydrogesteron 10.mg
Berechtigungsstatus:
gültig
Zulassungsnummer:
46051.00.00

SOLVAY-LOGO

WortlautderfürdiePackungsbeilagevorgesehenenAngaben

Gebrauchsinformation:InformationfürdenAnwender

Femphascyl®1/10mgFilmtabletten

Estradiol,Dydrogesteron

ZurAnwendungbeiErwachsenen

LesenSiediegesamtePackungsbeilagesorgfältigdurch,bevorSiemitderEinnahme

diesesArzneimittelsbeginnen.

-HebenSiediePackungsbeilageauf.VielleichtmöchtenSiediesespäternochmalslesen.

-WennSieweitereFragenhaben,wendenSiesichbitteanIhrenArztoderApotheker.

-DiesesArzneimittelwurdeIhnenpersönlichverschrieben.GebenSieesnichtanDritte

weiter.EskannanderenMenschenschaden,auchwenndiesedieselbenSymptomehaben

wieSie.

-WenneinederaufgeführtenNebenwirkungenSieerheblichbeeinträchtigtoderSie

Nebenwirkungenbemerken,dienichtindieserGebrauchsinformationangegebensind,

informierenSiebitteIhrenArztoderApotheker.

DiesePackungsbeilagebeinhaltet:

1.WasistFemphascyl®1/10mgundwofürwirdesangewendet?

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonFemphascyl®1/10mgbeachten?

3.WieistFemphascyl®1/10mgeinzunehmen?

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

5.WieistFemphascyl®1/10mgaufzubewahren?

6.WeitereInformationen

1.WasistFemphascyl®1/10mgundwofürwirdesangewendet?

Femphascyl®1/10mgisteinArzneimittelzurHormonersatztherapie.Esbestehtauseiner

KombinationzweierHormontypen,einemEstrogenundeinemGelbkörperhormon.Das

EstrogenistmitdemkörpereigenenGeschlechtshormonEstradiolidentischundentwickeltim

KörperestrogeneEigenschaften.DerzweiteWirkstoff,Dydrogesteron,leitetsichvom

weiblichenGeschlechtshormonProgesteron(=Gelbkörperhormon)ab.

Femphascyl®1/10mgwirdangewendet:

-ZurHormonersatzbehandlungbeiBeschwerdendurcheinenMangelandemweiblichen

GeschlechtshormonEstrogenbeiFrauennachderletztenPeriodenblutung(Menopause).

-ZurVorbeugungeinerOsteoporose(Knochenschwund)beiFrauennachderletzten

Periodenblutung,beideneneinhohesRisikofürzukünftigeKnochenbrüchebestehtunddie

anderezudiesemZweckangewendeteArzneimittelnichtvertragenhabenodernicht

anwendendürfen.

IhrArztsollteverfügbareBehandlungsmöglichkeitenmitIhnenbesprechen.

EsliegennurbegrenzteErfahrungenbeiderBehandlungvonFrauenüber65Jahrenvor.

2.WasmüssenSievorderEinnahmevonFemphascyl®1/10mgbeachten?

Femphascyl®1/10mgdarfnichteingenommenwerden,

-wennSieüberempfindlich(allergisch)gegenEstradiol,Dydrogesteronodereinender

sonstigenBestandteilevonFemphascyl®1/10mgsind.

-wennSieBrustkrebshabenoderhattenoderIhrArztdenVerdachthat,dassSieaneiner

Brustkrebserkrankungleidenkönnten.

-wennbeiIhnenandereTumorefestgestelltwurden,derenWachstumdurchEstrogen

angeregtwird(v.a.KrebsderGebärmutterschleimhaut)oderIhrArztdenVerdachtaufeine

solcheErkrankungbeiIhnenhat.

-wennSieunterBlutungenausderScheideleiden,derenUrsachevomArztnichtgeklärtist.

-wennbeiIhneneineunbehandelteEndometriumhyperplasie(übermäßigeVerdickungder

Gebärmutterschleimhaut)vorliegt.

-wennvenösethromboembolischeErkrankungen(BlutgerinnselbildungindentiefenVenen,

Lungenembolie)beiIhnenvorliegenodervorgelegenhaben.

-wennbeiIhneneinedurchBlutgerinnselbildungindenArterienausgelösteErkrankung,v.a.

anfallsartigauftretendeBrustschmerzenmitBrustenge(Anginapectoris),Herzinfarktvorliegt

odererstkurzeZeitzurückliegt.

-wennSieuntereinerakutenLebererkrankungoderzurückliegendenLebererkrankungen

leiden,solangesichwichtigeLeberwertenichtnormalisierthaben.

-wennSieuntereinerPorphyrieleiden(StoffwechselerkrankungmitStörungderBildungdes

rotenBlutfarbstoffes).

BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonFemphascyl®1/10mgistunterbestimmten

Umständenerforderlich.Diesesindnachfolgendaufgeführt.

DieEinnahmevonFemphascyl®1/10mgsolltenurzurBehandlungsolcherBeschwerden

begonnenwerden,welchedieLebensqualitätbeeinträchtigen.InjedemFallsollteIhrArzt

mindestenseinmaljährlicheinesorgfältigeAbschätzungvonNutzenundRisikender

Behandlungvornehmen.DieBehandlungsolltenursolangefortgeführtwerden,wieder

NutzendieRisikenüberwiegt.

MedizinischeUntersuchung/Kontrolluntersuchungen

VorBeginnbzw.WiederaufnahmeeinerHormonersatztherapiesollteeinevollständige

ErfassungallerwichtigenKrankheiteninIhrerVorgeschichtesowiebeinahenVerwandten

durchgeführtwerden.DieärztlicheUntersuchung(einschließlichUnterleibundBrust)sollte

sichandieserErfassungderKrankengeschichtensowiedenGegenanzeigenund

WarnhinweisenfürdiesesArzneimittelorientieren.WährendderBehandlungsollten

regelmäßigeKontrolluntersuchungendurchgeführtwerden,diesichinHäufigkeitundArtnach

IhrerpersönlichenGesundheitssituationrichten.IhrArztsollteIhnenerläutern,welche

VeränderungenIhrerBrüsteSieihmmitteilenmüssen.DieUntersuchungen,u.a.

RöntgenaufnahmenderBrüste(Mammographie),solltenentsprechenddergegenwärtig

üblichenVorsorgepraxisundvordemHintergrundIhrerpersönlichenGesundheitssituation

durchgeführtwerden.

Situationen,dieeinebesondereärztlicheÜberwachungerfordern

EineengmaschigeÜberwachungIhresGesundheitszustandesisterforderlich,wennbeiIhnen

einederfolgendenSituationenoderErkrankungenvorliegtoderfrühervorlagbzw.sich

währendeinerSchwangerschaftodereinerzurückliegendenHormonbehandlung

verschlechterthat.DiesgiltauchfürdenFall,dasseinedernachfolgendgenannten

ErkrankungenimLaufederaktuellenHormonersatztherapiemitFemphascyl®1/10mgauftritt

bzw.sichverschlechtert.

FolgendeErkrankungenbzw.Risikofaktorensindzubeachten:

-gutartigeGeschwulstinderMuskelschichtderGebärmutter(Uterusmyom)oderAnsiedlung

vonGebärmutterschleimhautaußerhalbderGebärmutter(Endometriose)

-inderVergangenheitaufgetreteneBlutgerinnselindenGefäßen(Thromboembolien)oder

entsprechendeRisikofaktorenhierfür(sieheunten)

-RisikofaktorenfürestrogenabhängigeTumorerkrankungen,z.B.AuftretenvonBrustkrebs

beinahenBlutsverwandten(z.B.Mutter,Großmutter,Schwestern)

-Bluthochdruck

-Lebererkrankungen(z.B.gutartigeLebergeschwulst-Leberadenom)

-Zuckerkrankheit(Diabetesmellitus)mitoderohneBeteiligungderGefäße

-Gallensteinerkrankungen

-Migräneoder(schwere)Kopfschmerzen

-Schmetterlingsflechte(SystemischerLupuserythematodes,einebestimmte

Autoimmunerkrankung)

-übermäßigeVerdickungderGebärmutterschleimhaut(Endometriumhyperplasie)inder

Vorgeschichte

-Krampfanfälle(Epilepsie)

-Asthma

-VersteifungderVerbindungenzwischendenGehörknöchelchen(Otosklerose)

GründefüreinensofortigenTherapieabbruch

DieTherapiemussbeiAuftretenvonGegenanzeigensowieindenfolgendenSituationen

abgebrochenwerden:

-GelbsuchtoderVerschlechterungderLeberfunktion

-deutlicheErhöhungdesBlutdrucks

-neuesAuftretenmigräneartigerKopfschmerzen

-Schwangerschaft

ÜbermäßigeVerdickungderGebärmutterschleimhaut(Endometriumhyperplasie)

BeiFrauenmitGebärmutterwurdefestgestellt,dassdasRisikoeinerEndometriumhyperplasie

(übermäßigeVerdickungderGebärmutterschleimhaut)undeinesEndometriumkarzinoms

(KrebsderGebärmutterschleimhaut)erhöhtist,wennEstrogenealleine

(Estrogen-Monotherapie),d.h.ohnezusätzlicheGabeeinesGelbkörperhormons(Gestagen),

angewendetwerden.MitzunehmenderDauereinersolchenEstrogen-Monotherapieerhöht

sichdiesesRisiko.

DatenausStudienbesagen,dassbeietwa5von1.000Frauen,diekeine

Hormonersatztherapieanwenden,zwischenihrem50.und65.Lebensjahrein

Endometriumkarzinomfestgestelltwird.BeiAnwenderinneneinerEstrogen-Monotherapie

erhöhtsichdasRisikoinAbhängigkeitvonderDauerderBehandlungundderEstrogendosis

umdas2-bis12fachegegenüberNichtanwenderinnen.BeiFrauenmitGebärmutterwird

diesesRisikodurchdiezusätzlicheEinnahmeeinesGestagenszudemEstrogen(proZyklus

mindestens12Tagelang)weitgehendvermindert.

IndenerstenMonateneinerHormonersatztherapiekönnenDurchbruch-und

Schmierblutungenauftreten.WennsolcheBlutungenüberdieerstenBehandlungsmonate

hinausgehen,erstnacheinerlängerenBehandlungszeiteinsetzenoderdiesenach

BeendigungderHormonersatztherapieanhalten,solltenSiesoschnellwiemöglichIhrenArzt

aufsuchen,umdieUrsachederBlutungenfeststellenzulassen.Ggf.mussdurchBeurteilung

einerGewebeprobederGebärmutterschleimhauteinebösartigeGeschwulstausgeschlossen

werden.

Brustkrebs

InverschiedenenStudienwurdebeiFrauen,dieimRahmeneinerHormonersatztherapieüber

mehrereJahreEstrogene,Estrogen-Gestagen-KombinationenoderTibolonangewendet

hatten,einerhöhtesBrustkrebsrisikofestgestellt.DieseserhöhteRisikozeigtesichfüralle

FormeneinerHormonersatztherapienacheinigenAnwendungsjahren.Essteigtmit

zunehmenderBehandlungsdaueran,kehrtjedocheinige(spätestensfünf)Jahrenach

BeendigungderBehandlungaufdasaltersentsprechendeGrundrisikozurück.

BeiFrauenmiteinerEstrogen-Gestagen-HormonersatzbehandlungistdasRisikoeiner

BrustkrebserkrankunghöheralsbeiFrauen,dienurEstrogeneanwenden.DasRisikoist

unabhängigvonderArtdesGestagensundderWeise,wieesmitdemEstrogenkombiniert

wird(kontinuierlichodersequenziell).EsgibtkeinenUnterschiedimRisikohinsichtlichder

verschiedenenAnwendungsarten(z.B.alsTabletteoderPflaster).

EsgibtHinweise,dassdieBrusttumorebeiFrauen,dieeinebestimmteKombinationaus

einemEstrogenundeinemGestagen(konjugierteequineEstrogenefortlaufendkombiniertmit

Medroxyprogesteronacetat)anwenden,etwasgrößersindundhäufigerTochtergeschwülstein

denbenachbartenLymphknotenausgebildethabenalsdieBrusttumoreunbehandelter

Frauen.

DieAnzahlderzusätzlichenBrustkrebsfälleistimAltersbereichzwischen45und65Jahren

weitgehendunabhängigvomAlterderFrauenbeiBeginnderHormonersatztherapie.

Ineiner„MillionWomenStudy“genanntenStudiewurdederEinflussverschiedenerPräparate

zurHormonersatztherapieaufdasBrustkrebsrisikountersucht.Berechnetauf1.000Frauen

besagendieErgebnisseFolgendes:

Betrachtetman1.000FrauendiekeineHormoneangewendethaben,sowirdimDurchschnitt

bei32Frauenzwischenihrem50.und64.LebensjahreinBrustkrebsfestgestelltwerden.

Bei1.000Frauen,dienurmiteinemEstrogen(d.h.ohneGestagen)behandeltwurden,

wurdenimentsprechendenAltersabschnittimDurchschnitt

-nach5jährigerTherapie1,5zusätzlicheBrustkrebsfälle

-undnach10jährigerTherapie5zusätzlicheBrustkrebsfällefestgestellt.

Bei1.000Frauen,diemiteinerKombinationstherapie(d.h.EstrogenundGestagen)behandelt

wurden,wurdenimentsprechendenAltersabschnittimDurchschnitt

-nach5jährigerTherapie6zusätzlicheBrustkrebsfälle

-undnach10jährigerTherapie19zusätzlicheBrustkrebsfällefestgestellt.

LautSchätzungdersogenannten„WHI-Studie“(mit

Estrogen-Gestagen-Kombinationsarzneimitteln)ergebensichfolgendeBerechnungendes

Brustkrebsrisikos:

Von1.000FrauenderAltersgruppe50-79Jahre,diekeineHormonersatztherapieerhalten

hatten,wurdeinnerhalbvon5Jahrenbei16FrauenBrustkrebsfestgestellt.

Bei1.000Frauen,diemiteinerKombinationausEstrogenundGestagenbehandeltwurden,

trateninnerhalbvon5Jahren4zusätzlicheFällevonBrustkrebsauf.

DieHormonersatztherapie,insbesonderedieKombinationausEstrogenenundGestagenen,

verringertdieDurchlässigkeitdesBrustgewebesfürRöntgenstrahlen.Dadurchkannder

NachweiseinesBrustkrebsesbeiUntersuchungderBrustmitRöntgenstrahlen

(Mammographie)erschwertwerden.

VenöseThromboembolie

DieAnwendungvonArzneimittelnzumHormonersatzistimVergleichzurNichtanwendungmit

einemzwei-bisdreifacherhöhtenRisikofürVerschlüssedertiefenVenendurchBlutgerinnsel

(Thrombosen)verbunden,diesichunterUmständenlösenundindieLungegelangenkönnen

(Lungenembolie).ThrombosenundLungenemboliewerdenalsvenösethromboembolische

Erkrankungenbezeichnet.DasRisikofürdasAuftretenvenöserthromboembolischer

ErkrankungenistinsbesondereimerstenJahrderHormonersatzbehandlungerhöht.

DieAuswertungneuererStudien,diedasRisikofürsolchethromboembolischeErkrankungen

untersuchten,führtezufolgendenErgebnissen:

AlleFrauenhabeneinaltersabhängigesGrundrisiko,einevenösethromboembolische

Erkrankungzuerleiden.Innerhalbvon5Jahrenerkrankendaranetwa3von1.000Frauenim

Altervon50-59Jahren,diekeineHormoneanwenden.BeiFrauendieserAltersgruppe,die

Hormoneanwenden,sindesetwa7von1.000Frauen,d.h.esistmit4zusätzlichenFällenzu

rechnen.

UnterFrauenimAltervon60-69Jahren,diekeineHormoneanwenden,erleideninnerhalb

von5Jahren8von1.000FraueneinevenösethromboembolischeErkrankung.Bei1.000

FrauendergleichenAltersgruppe,dieHormoneanwenden,istmitetwa17Fällenzurechnen,

d.h.estretenetwa9zusätzlicheFälleauf.

AllgemeinanerkannteRisikofaktorenfürdieEntwicklungvenöserthromboembolischer

Erkrankungensind:

-VenösethromboembolischeErkrankungenindereigenenKrankheitsgeschichtebzw.eine

entsprechendefamiliäreBelastung

-ErheblichesÜbergewicht(sogenannter„BodyMaßIndex“(BMI)über30kg/m²)

-Schmetterlingsflechte(systemischerLupuserythematodes,einebestimmte

Autoimmunerkrankung)

ÜberdieBedeutungvonKrampfadern(Varizen)fürdasAuftreteneinervenösen

thromboembolischenErkrankungbestehtkeineeinheitlicheMeinung.

PatientinnenmitvenösenthromboembolischenErkrankungeninderVorgeschichteoder

bekannterNeigungzurBildungvoninnerenBlutgerinnseln(Thrombosen)habeneinerhöhtes

Risiko,einesolcheErkrankungerneutzuerleiden.EineHormonersatztherapiekanndieses

Risikoerhöhen.

WennbeiIhnenoderIhrennahenBlutsverwandtenBlutgerinnselbzw.derenVerschleppung

imBlutstrom(venösethromboembolischeErkrankungen)oderwiederholtespontane

Fehlgeburtenaufgetretensind,solltegeklärtwerden,obeineNeigungzuvenösen

thromboembolischenErkrankungenvorliegt.Bisdahinbzw.biszumBeginneinerBehandlung

mitMittelnzurHemmungderBlutgerinnungdürfenSiekeineHormonersatzpräparate

anwenden.SolltenSiebereitsmitGerinnungshemmernbehandeltwerden,sollteIhrArzt

NutzenundRisikoeinerHormonersatztherapiesorgfältiggegeneinanderabwägen.

DasRisikofürvenösethromboembolischeErkrankungenkannbeilängererRuhigstellung(z.

B.Bettlägerigkeit,BeinimGipsverband)sowieschwererenVerletzungenodergrößeren

Operationenvorübergehenderhöhtsein.BeiPatientinnen,dieeineHormonersatztherapie

durchführen,solltenwiebeiallenPatientennacherfolgtenOperationen,die

VorsorgemaßnahmenzurVerhinderungeinervenösenthromboembolischenErkrankung

äußerstgenaueingehaltenwerden.

WennbeiIhneneineOperationgeplantist,informierenSieIhrenArzt.Wennnacheiner

vorgesehenenOperation,vorallembeiEingriffeninderBauchregionoderorthopädischen

OperationenandenBeinen,miteinerlängerenRuhigstellungzurechnenist,sollteerwogen

werden,obeineUnterbrechungderHormonersatztherapie4bis6WochenvordemEingriff

möglichist.DieBehandlungsollteggf.erstwiederaufgenommenwerden,wennIhre

Bewegungsfähigkeitvollständigwiederhergestelltist.

FallsbeiIhnennachBeginnderHormonersatztherapieAnzeicheneinervenösen

thromboembolischenErkrankungauftretenbzw.einVerdachtdaraufbesteht,mussdie

BehandlungmitFemphascyl®1/10mgsofortabgebrochenwerden.WennSiebeisich

möglicheAnzeichenfüreinevenösethromboembolischeErkrankungbemerken(schmerzhafte

SchwellungeinesBeins,plötzlicherSchmerzimBrustkorb,Atemnot),müssenSieumgehend

KontaktmiteinemArztaufnehmen.

ErkrankungderHerzkranzgefäße

AusgroßenklinischenStudiengibteskeineHinweiseaufeinenNutzeninBezugauf

ErkrankungenderHerzkranzgefäßedurchAnwendungvonArzneimittelnzur

HormonersatztherapiemiteinerbestimmtenWirkstoffkombination(konjugierteEstrogene,

fortlaufendkombiniertmitMedroxyprogesteronacetat).ZweigroßeklinischeStudienzeigten

einmöglicherweiseerhöhtesRisikofürErkrankungenderHerzkranzgefäßeimerstenJahrder

AnwendungundinsgesamtkeinenNutzen.FürandereArzneimittelzurHormonersatztherapie

mitanderenWirkstoffengibtesderzeitkeinegroßenklinischenStudien,indenendie

WirkungenaufErkrankungenderHerzkranzgefäßeuntersuchtwurden.

Daheristesunklar,obdieseErgebnisseauchfürandereArzneimittelzur

Hormonersatztherapiegelten.

Schlaganfall

IneinergroßenklinischenStudie(WHI-Kombi-Studie)wurdeeinerhöhtesRisikofür

SchlaganfällebeigesundenFrauenwährendeinerBehandlungmiteinerbestimmten

Wirkstoffkombination(konjugierteEstrogene,fortlaufendkombiniertmit

Medroxyprogesteronacetat)gefunden.

Demnacherleidenetwa3von1.000FrauenimAltervon50bis59Jahren,diekeineHormone

anwenden,einenSchlaganfallinnerhalbeinerZeitspannevon5Jahrenbzw.etwa11von

1.000FrauenimAltervon60bis69Jahren.BeiFrauenimAltervon50bis59Jahren,die

dieseArzneimittelanwenden,trittetwa1zusätzlicherSchlaganfallpro1.000Frauenauf.Bei

FrauenimAltervon60bis69Jahren,diedieseArzneimittelanwenden,sindesetwa4

zusätzlicheFällepro1.000Frauen.

Esistnichtbekannt,obdieseserhöhteRisikoauchaufandereArzneimittelzur

Hormonersatztherapiezutrifft.

Eierstockkrebs

EsliegenHinweiseauseinigenepidemiologischenStudienvor,dasseineLangzeitbehandlung

übermindestens5bis10JahremitEstrogenallein(d.h.ohneZusatzvonGestagen)bei

FrauenmitentfernterGebärmuttermiteinemerhöhtenRisikofüreinenEierstockkrebs

verbundenist.ObdiesesRisikoauchbesteht,wennzusätzlichzudemEstrogeneinGestagen

angewendetwird,istnichtgeklärt.

SonstigeErkrankungszustände

-PatientinnenmiteingeschränkterFunktionderNiereoderdesHerzens

EstrogenekönneneineFlüssigkeitsansammlungimKörperbewirken;dahersolltenSie,

wennbeiIhnenHerz-oderNierenfunktionsstörungenvorliegen,sorgfältigbeobachtet

werden.WennSieaneinerschwerenNierenfunktionsstörungleiden,solltenSie

engmaschigüberwachtwerden,weileinAnstiegderimBlutzirkulierendenWirkstoffeaus

Femphascyl®zuerwartenist.

-PatientinnenmiteinerbestimmtenFettstoffwechselstörung(Hypertriglyceridämie)

WennbeiIhnenbestimmteBlutfettwerte(Triglyceride)erhöhtsind,solltenIhreBlutfettwerte

währendderBehandlungmitFemphascyl®1/10mgengmaschigüberwachtwerden,weilim

ZusammenhangmiteinerEstrogentherapieinseltenenFällenvoneinemstarken

TriglyzeridanstiegimBlutmiteinernachfolgendenEntzündungderBauchspeicheldrüse

berichtetwurde.

-EinflussvonFemphascyl®1/10mgaufdieLaborparameterderSchilddrüse,der

GeschlechtshormoneundvonKortikosteroiden

EstrogenekönnendieErgebnissebestimmterLabortestsbeeinflussen(z.B.

Schilddrüsentests;SpiegelvonGeschlechtshormon-bindendemProteinund

Kortikoid-bindendemProtein).WennbeiIhneneinsolcherTestdurchgeführtwerdensoll,

informierenSiedenverantwortlichenArztdarüber,dassSieeineHormonersatztherapie

anwenden.DieKonzentrationenderHormone,dieindeno.g.Testsuntersuchtwerdenund

diefürdieHormonwirkungverantwortlichsind,bleibendabeiunverändert.D.h.,Siemüssen

nichtmitSymptomenwiez.B.beieinerSchilddrüsenunterfunktionrechnen.

DieKonzentrationbestimmterEiweißstoffeimBlut(Angiotensinogen/Renin-Substrat,

a1-AntitrypsinundCoeruloplasmin)kannverändertsein.

Hirnleistungsstörung(Demenz)

Esistnichtschlüssignachgewiesen,dasssichdurcheineHormonersatztherapiediegeistigen

Fähigkeiten(Gedächtnis,Wahrnehmung,Denken,Lernen,Urteilungsvermögen,Erinnerung

etc.)verbessern.AuseinergroßenStudiegibtesHinweiseaufeinerhöhtesRisikofüreine

Hirnleistungsstörung(„wahrscheinlicheDemenz“)beiFrauen,dienachdem65.Lebensjahr

eineHormonersatztherapiemiteinerbestimmtenWirkstoffkombination(konjugierteequine

Estrogene,fortlaufendkombiniertmitMedroxyprogesteronacetat)begonnenhaben.Esist

nichtbekannt,obdieseErkenntnisseauchfürjüngereFrauennachderletztenRegelblutung

bzw.andereHormonersatztherapie-Präparategelten.

BeiEinnahmevonFemphascyl®1/10mgmitanderenArzneimitteln:

BitteinformierenSieIhrenArztoderIhrenApotheker,wennSieandereArzneimittel

einnehmenbzw.vorkurzemeingenommenhaben,auchwennessichumnicht

verschreibungspflichtige,z.B.pflanzlicheArzneimittelhandelt.

DieWirkungenvonFemphascyl®1/10mgkannbeigleichzeitigerEinnahmevonanderen

Arzneimittelnabgeschwächtwerden.Dazuzählenz.B.Arzneimittel,dieeingesetztwerdenbei

-Epilepsie(z.B.Phenobarbital,Phenytoin,Carbamazepin)

-Infektionskrankheiten(z.B.dieTuberkulosemittelRifampicinundRifabutin)

-HIV-Infektionen(z.B.Nevirapin,Efavirenz,Ritonavir,Nelfinavir)

AuchpflanzlicheZubereitungen,dieJohanniskrautenthalten,könnendieWirkungenvon

Femphascyl®1/10mgabschwächen.

AufgrundeinerabgeschwächtenWirkungvonFemphascyl®1/10mgkannsichauchdas

Blutungsmusterändern.

BeiEinnahmevonFemphascyl®1/10mgzusammenmitNahrungsmittelnund

Getränken:

Femphascyl®1/10mgkannunabhängigvondenMahlzeiteneingenommenwerden.

SchluckenSiedieFilmtablettebittemitausreichendFlüssigkeit(z.B.einemGlasWasser).

SchwangerschaftundStillzeit:

Femphascyl®1/10mgistwährendderSchwangerschaftnichtindiziert.Sollteeine

SchwangerschaftwährendderBehandlungmitFemphascyl®1/10mgeintreten,soistdie

Therapiesofortabzubrechen.

KlinischzeigenDatenvoneinergroßenAnzahlexponierterSchwangerschaftenkeine

unerwünschtenWirkungenvonDydrogesteronaufdenFötus.

DiemeistenzurzeitvorliegendenepidemiologischenStudien,diehinsichtlicheiner

unbeabsichtigtenfötalenExpositiongegenüberKombinationenvonEstrogenenund

Gestagenenrelevantsind,zeigenkeineteratogenenoderfötotoxischenWirkungen.

Femphascyl®1/10mgistwährendderStillzeitnichtindiziert.

FragenSievorderEinnahme/AnwendungvonallenArzneimittelnIhrenArztoderApotheker

umRat.

VerkehrstüchtigkeitunddasBedienenvonMaschinen:

Femphascyl®1/10mgwirktsichnichtaufdieFahrtüchtigkeitoderdasBedienenvon

Maschinenaus.

WichtigeInformationenüberbestimmtesonstigeBestandteilevonFemphascyl®1/10

mg:

DiesesArzneimittelenthältLactose.BittenehmenSieFemphascyl®1/10mgdahererstnach

RücksprachemitIhremArztein,wennIhnenbekanntist,dassSieuntereinerUnverträglichkeit

gegenüberbestimmtenZuckernleiden.

3.WieistFemphascyl®1/10mgeinzunehmen?

NehmenSieFemphascyl®1/10mgimmergenaunachAnweisungdesArztesein.Bittefragen

SiebeiIhremArztoderApothekernach,wennSiesichnichtganzsichersind.

ZuBeginnundbeiderFortführungderBehandlungvonEstrogenmangelbeschwerdenwird

IhrArztIhnendieniedrigstewirksameDosisverordnenunddieBehandlungsdauersokurz

wiemöglichhalten.

WennSiebislangnochkeineHormonersatztherapieerhaltenhaben,könnenSiejederzeitmit

derEinnahmebeginnen.WennSievonanderenPräparatenaufFemphascyl®1/10mg

wechselnundesvonIhremArztnichtandersverordnetwurde,solltenSiemitderEinnahme

vonFemphascyl®1/10mgdirektimAnschlussandievorangegangeneBehandlung(d.h.

ohneEinnahmepause)beginnen.WennSieZweifelhaben,wieSievoneinemanderen

PräparatzurHormonersatztherapieaufFemphascyl®1/10mgwechselnsollen,fragenSie

IhrenArzt.

DieWochentagesindaufderRückseitederBlisterstreifenaufgedruckt.

ZuerstsollendieweißenFilmtablettenausdemmitPfeil1gekennzeichnetenTeilunddanach

allegrauenFilmtablettenausdemmitPfeil2gekennzeichnetenTeilentnommenwerden.

Indenersten14Tageneines28-Tage-ZyklusnehmenSiebittetäglich1weißeFilmtablette

undindenfolgenden14Tagentäglich1graueFilmtabletteein.

NacheinemZyklusvon28Tagen,am29.Tag,beginnteinneuer28-Tage-Zyklus.Das

bedeutet,dassSiedieBehandlungohneUnterbrechungzwischendenBlisterstreifen

fortsetzen.

BittesprechenSiemitIhremArzt,wennSiedenEindruckhaben,dassdieWirkungvon

Femphascyl®1/10mgzustarkoderzuschwachist.

WennSieeinegrößereMengevonFemphascyl®1/10mgeingenommenhaben,alsSie

sollten:

Femphascyl®1/10mgisteinArzneimittelmitniedrigerGiftigkeit(Toxizität).Theoretisch

könntenbeieinerÜberdosierungSymptome,wiez.B.Übelkeit,Erbrechen,Schläfrigkeitund

Schwindelgefühlauftreten.EinespezifischeBehandlungodereineBehandlungderSymptome

wirdwahrscheinlichnichterforderlichsein.DasgiltauchfüretwaigeEinnahmendurchKinder.

BeiEinnahmegrößererMengenmüssenSieeinenArztaufsuchen.

WennSiedieEinnahmevonFemphascyl®1/10mgvergessenhaben:

FürdenFall,dassSieeineDosisvergessenhaben,solltenSiedieFilmtablettesobaldwie

möglicheinnehmen.Wennjedochmehrals12Stundenverstrichensind,wirdempfohlen,mit

dernächstenDosisfortzufahren,ohnedievergesseneTabletteeinzunehmen.Die

WahrscheinlichkeiteinerDurchbruchblutungoderSchmierblutungkannerhöhtsein.

BeilängererUnterbrechungderTherapieinformierenSiebitteIhrenArzt.

WennSiedieEinnahmevonFemphascyl®1/10mgabbrechen:

SiesolltendieBehandlungmitFemphascyl®1/10mgnichtohneRücksprachemitIhremArzt

unterbrechenodervorzeitigbeenden.WenndieBehandlungunterbrochenoderbeendetwird,

müssenSiekeinespeziellenMaßnahmenbeachten.BeiBeendigungmüssenSiemiteiner

Abbruchblutungrechnen.

WennSieweitereFragenzurAnwendungdesArzneimittelshaben,fragenSieIhrenArztoder

Apotheker.

4.WelcheNebenwirkungensindmöglich?

WiealleArzneimittelkannFemphascyl®1/10mgNebenwirkungenhaben,dieabernichtbei

jedemauftretenmüssen.

BeidenHäufigkeitsangabenwerdenfolgendeKategorienzugrundegelegt:

Sehrhäufig: mehrals1Behandeltervon10

Häufig: 1bis10Behandeltevon100

Gelegentlich: 1bis10Behandeltevon1.000

Selten: 1bis10Behandeltevon10.000

Sehrselten: wenigerals1Behandeltervon10.000

Nichtbekannt: HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar

-Brustkrebs(SieheAbschnitt„BesondereVorsichtbeiderEinnahmevonFemphascyl®1/10

mgistunterbestimmtenUmständenerforderlich.“)

-KrebsderGebärmutterschleimhaut(Endometriumkarzinom)(SieheAbschnitt„Besondere

VorsichtbeiderEinnahmevonFemphascyl®1/10mgistunterbestimmtenUmständen

erforderlich.“)

ImFolgendengeltendieinKlammernaufgeführtenHäufigkeitsangabenfüralledavor

stehendenNebenwirkungen.

-InfektionenundparasitäreErkrankungen:Beschwerden,ähnlichwiebeieiner

Harnblasenentzündung,HefepilzinfektioninderScheide(gelegentlich)

-Gutartige,bösartigeundunspezifischeNeubildungen(einschließlichZystenundPolypen):

ZunahmederGrößevongutartigenGeschwülsteninderGebärmutter(Leiomyome)

(gelegentlich)

-ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems:Blutarmut,bedingtdurchgesteigerten

AbbauderrotenBlutkörperchen(sehrselten)

-PsychiatrischeErkrankungen:Depression,VeränderungdersexuellenLust(Libido),

Nervosität(gelegentlich)

-ErkrankungendesNervensystems:Kopfschmerzen,Migräne(häufig),Schwindel

(gelegentlich),Veitstanz(sehrselten)

-Augenerkrankungen:Kontaktlinsenunverträglichkeit,SteilstellungderHornhautkrümmung

(selten)

-Herzerkrankungen:Herzinfarkt(sehrselten)

-Gefäßerkrankungen:Bluthochdruck,VerschlussvonimäußerenKörperbereichliegenden

Arterien,BildungvonKrampfadern,VenenverschlussdurchBlutgerinnselbildung

(gelegentlich),Schlaganfall(sehrselten)

-ErkrankungendesGastrointestinaltrakts:Übelkeit,Bauchschmerzen,Blähungen(häufig),

Verdauungsstörung(gelegentlich),Erbrechen(sehrselten)

-Leber-undGallenerkrankungen:ErkrankungderGallenblase(gelegentlich),Veränderungen

derLeberfunktion(selten),manchmalverbundenmitKraftlosigkeitoderUnwohlsein,

GelbsuchtundBauchschmerzen

-ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes:AllergischeHautreaktionen,

Hautausschlag,Nesselsucht,Juckreiz(gelegentlich),gelblich-brauneHautflecken

(ChloasmaoderMelasma),dienachEndederArzneimitteleinnahmefortbestehenkönnen,

verschiedeneHauterkrankungen(Erythemamultiforme,Erythemanodosum),Hautrötung

aufgrundkleinsterHauteinblutungen(vaskulärePurpura),Hautschwellungv.a.im

Gesichtsbereich(sehrselten)

-Skelettmuskulatur-,Bindegewebs-undKnochenerkrankungen:Beinkrämpfe(häufig),

Rückenschmerzen(gelegentlich)

-ErkrankungenderGeschlechtsorganeundderBrustdrüse:Schmerzenbzw.Empfindlichkeit

derBrüste,DurchbruchblutungenundSchmierblutungen,Unterleibschmerzen(häufig),

VeränderungenamGebärmutterhals(scheinbareoberflächlicheGewebedefektedurch

Schleimhautausstülpung)unddesAusflussesamGebärmutterhals,schmerzhafte

Regelblutung,verlängerteundverstärkteRegelblutung,manchmallangandauernde

außerhalbderRegelauftretendeGebärmutterblutung(gelegentlich),Vergrößerungder

Brüste,Beschwerden,ähnlichwiesieeinpaarTagevoreinernormalenMonatsblutung

auftretenkönnen(prämenstruellesSyndrom)(selten)

-Kongenitale,familiäreundgenetischeErkrankungen:VerschlechterungeinerPorphyrie

(StoffwechselerkrankungmitStörungderBildungdesrotenBlutfarbstoffes)(sehrselten)

-AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort:Kraftlosigkeit(häufig),

FlüssigkeitsansammlungimGewebedesäußerenKörperbereichs(gelegentlich)

-Untersuchungen:Gewichtszunahme,Gewichtsabnahme(häufig)

ÜberfolgendeNebenwirkungenwurdeimZusammenhangmit

Estrogen-/Gelbkörperhormon-Behandlungenberichtet:

EstrogenabhängigegutartigeGeschwulstesowiebösartigeTumore,insbesondereKrebsder

Gebärmutterschleimhaut.

*VenösethromboembolischeEreignisse,v.a.VerschlüssedertiefenBein-bzw.Beckenvenen

durchBlutgerinnsel(Thrombosen)sowieLungenembolien.DiesetretenbeiAnwenderinnen

vonArzneimittelnzumHormonersatzhäufigeraufalsbeiNicht-Anwenderinnen.Fürweitere

InformationensieheAbschnitt2.

Hirnleistungsstörung(sieheAbschnitt„BesondereVorsichtbeiderAnwendungvon…“).

TretenbeiIhnennachEinnahmevonFemphascyl®1/10mgunerwünschte

Arzneimittelwirkungenauf,soinformierenSiebitteIhrenbehandelndenArzt,derdannüber

eventuelleinzuleitendeGegenmaßnahmenentscheidet.

InformierenSiebitteIhrenArztoderApotheker,wenneinederaufgeführtenNebenwirkungen

SieerheblichbeeinträchtigtoderSieNebenwirkungenbemerken,dienichtindieser

Gebrauchsinformationangegebensind.

5.WieistFemphascyl®1/10mgaufzubewahren?

ArzneimittelfürKinderunzugänglichaufbewahren.

SiedürfendasArzneimittelnachdemaufdemUmkarton/BlisterangegebenenVerfallsdatum

nichtmehrverwenden.

Nichtüber30°Clagern.BlisterstreifenimUmkartonaufbewahren.

DasArzneimitteldarfnichtimAbwasseroderHaushaltsabfallentsorgtwerden.FragenSie

IhrenApothekerwiedasArzneimittelzuentsorgenist,wennSieesnichtmehrbenötigen.

DieseMaßnahmehilftdieUmweltzuschützen.

6.WeitereInformationen

WasFemphascyl®1/10mgenthält:

DieWirkstoffesind:

EstradiolundDydrogesteron

1weißeFilmtabletteenthält1mgEstradiol.

1graueFilmtabletteenthält1mgEstradiolund10mgDydrogesteron.

DiesonstigenBestandteiledesTablettenkernessind:

Lactose-Monohydrat,Hypromellose,Maisstärke,hochdispersesSiliciumdioxid,

Magnesiumstearat(Ph.Eur.)

DiesonstigenBestandteiledesFilmüberzugessind:

FarbstoffeOpadryY-1-7000weißbestehendausHypromellose,Macrogol400,Titandioxid

(E171)undOpadryIIgrau85F27664bestehendausPolyvinylalkohol,Macrogol3350,Talkum,

Titandioxid(E171),Eisen(III)hydroxid-oxid(schwarz)(E172).

WieFemphascyl®1/10mgaussiehtundInhaltderPackung:

WeißeundgraueFilmtabletten,rund,bikonvex.

TablettenprägungaufeinerSeite“'”fürSolvay,aufderanderenSeite“379”.

BlisterstreifenausPVC/PVDCoderPVCmitAluminiumschweißfolie

Originalpackungmit28Filmtabletten:(14weißeplus14graueFilmtabletten)

Originalpackungmit84Filmtabletten:3x(14weißeplus14graueFilmtabletten)

PharmazeutischerUnternehmer:

SolvayArzneimittelGmbH

Hans-Böckler-Allee20

30173Hannover

Telefon:0511/857-2400

Telefax:0511/857-3120

E-Mail:solvay.arzneimittel@solvay.com

Hersteller:

SolvayPharmaceuticalsB.V.

C.J.vanHoutenlaan36

1381CPWeesp

Niederlande

DiesesArzneimittelistindenMitgliedstaatendesEuropäischenWirtschaftsraumes

(EWR)unterdenfolgendenBezeichnungenzugelassen:

Femphascyl1+10 Dänemark

Femphascyl1/10tabletti,kalvopäällysteinen Finnland

Climaston1mg/10mg,comprimépelliculé Frankreich

FemphascylL1/10 Italien

Femphascyl1/10,tabletten Niederlande

Femphascylmite–Filmtabletten Österreich

Femphascyl1/10 Portugal

DieseGebrauchsinformationwurdezuletztüberarbeitet:05/2008

InformationfürdieFrau

SolltenSieFragenzuFemphascyl®1/10mghaben,dannstehenwirIhnenmontags–freitags

von7:30–17:00UhrunterderTelefonnummer(0511)857-2400zurVerfügung.

Fachinformation

(ZusammenfassungderMerkmaledesArzneimittels)

1. BEZEICHNUNGDESARZNEIMITTELS

Femphascyl ® 1/10mgFilmtabletten

Estradiol,Dydrogesteron

2. QUALITATIVEUNDQUANTITATIVEZUSAMMENSETZUNG

Femphascyl®1/10mgenthält14weißeFilmtablettenmitje1mgEstradiolfürdieersten14Tage

einesZyklusund14graueFilmtablettenmit1mgEstradiolund10mgDydrogesteronfürdie

zweiten14TageeinesZyklus.

DievollständigeAuflistungdersonstigenBestandteilesieheAbschnitt6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

WeißeFilmtabletten(1mgEstradiol)undgraueFilmtabletten(1mgEstradiol,10mg

Dydrogesteron),rund,bikonvex.

TablettenprägungaufeinerSeite“'”fürSolvay,aufderanderenSeite“379”.

4. KLINISCHEANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Hormonsubstitutionstherapie(HRT)beiEstrogenmangelsymptomennachderMenopause.

PräventioneinerOsteoporosebeipostmenopausalenFrauenmithohemFrakturrisiko,dieeine

UnverträglichkeitoderKontraindikationgegenüberanderenzurOsteoporoseprävention

zugelassenenArzneimittelnaufweisen.

EsliegennurbegrenzteErfahrungenbeiderBehandlungvonFrauenüber65Jahrenvor.

4.2 Dosierung,ArtundDauerderAnwendung

Femphascyl®1/10mgisteinArzneimittelzurkontinuierlich-sequentiellen

Hormonsubstitutionstherapie.

Indenersten14Tageneines28-Tage-ZykluswirdtäglicheineFilmtablettemitEstradiol

eingenommen;indenfolgenden14Tagenwirdtäglich1FilmtablettemitEstradiolund

Dydrogesteroneingenommen.

NacheinemZyklusvon28Tagen,am29.Tag,beginnteinneuer28-Tage-Zyklus.Dasbedeutet,

dassdieBehandlungkontinuierlichundohneUnterbrechungzwischendenBlisterstreifen

erfolgt.

Femphascyl®1/10mgkannunabhängigvondenMahlzeiteneingenommenwerden.

DieWochentagesindaufderRückseitederBlisterstreifenaufgedruckt.

ZuerstsollendieFilmtablettenausdemmitPfeil1gekennzeichnetenTeilunddanachalle

FilmtablettenausdemmitPfeil2gekennzeichnetenTeilentnommenwerden.

BeginnmitderFemphascyl®-Behandlung

Frauen,diebislangnochkeineHRTerhaltenhaben,oderFrauen,dievoneinerkontinuierlich-

kombiniertenHRTwechseln,könnenjederzeitmitderEinnahmebeginnen.Frauen,dievon

einerzyklischenoderkontinuierlich-sequentiellenHRTwechseln,solltenamTagnach

BeendigungdervorangegangenenBehandlungmitderFemphascyl®-Einnahmebeginnen.

FürdenFall,dasseineDosisvergessenwurde,solltedieFilmtablettesobaldwiemöglich

eingenommenwerden.Wennjedochmehrals12Stundenverstrichensind,wirdempfohlen,mit

dernächstenDosisfortzufahren,ohnedievergesseneTabletteeinzunehmen.Die

WahrscheinlichkeiteinerDurchbruchblutungoderSchmierblutungkannerhöhtsein.

BehandlungpostmenopausalerSymptome

AbhängigvonderklinischenWirkungkanndieDosisandieindividuellenErfordernisse

angepasstwerden.FallsdiemitdemEstrogenmangelimZusammenhangstehenden

BeschwerdensichbeiAnwendungmitFemphascyl®1/10mgnichtbessern,kanndieDosis

durchWechselaufFemphascyl®2/10mgerhöhtwerden.

SowohlfürdenBeginnalsauchfürdieFortführungeinerBehandlungpostmenopausaler

SymptomeistdieniedrigstewirksameDosisfürdiekürzestmöglicheTherapiedauer

anzuwenden(sieheauchAbschnitt4.4„BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfür

dieAnwendung“).

Osteoporose-Prävention

BeiEinsatzderHRTzurPräventionderpostmenopausalenOsteoporosemüssendie

erwartetenAuswirkungenaufdieKnochenmasse,diedosisabhängigsind(sieheAbschnitt5.1

„PharmakodynamischeEigenschaften“),unddieindividuelleVerträglichkeitderBehandlung

berücksichtigtwerden.

4.3 Gegenanzeigen

bestehenderoderfrühererBrustkrebsbzw.einentsprechenderVerdacht

estrogenabhängigermalignerTumorbzw.einentsprechenderVerdacht(v.a.

Endometriumkarzinom)

nichtabgeklärteBlutungimGenitalbereich

unbehandelteEndometriumhyperplasie

frühereidiopathischeoderbestehendevenösethromboembolischeErkrankungen(v.a.tiefe

Venenthrombose,Lungenembolie)

bestehendeodererstkurzeZeitzurückliegendearteriellethromboembolischeErkrankungen

(v.a.Anginapectoris,Myokardinfarkt)

akuteLebererkrankungoderzurückliegendeLebererkrankungensolangesichdierelevanten

Leberfunktionswertenichtnormalisierthaben

Porphyrie

bekannteÜberempfindlichkeitgegendieWirkstoffeodereinenderHilfsstoffeder

Filmtabletten

4.4 BesondereWarnhinweiseundVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung

EineHRTsolltenurzurBehandlungsolcherpostmenopausalerBeschwerdenbegonnen

werden,welchedieLebensqualitätbeeinträchtigen.NutzenundRisikensollteninjedem

Einzelfallmindestensjährlichsorgfältiggegeneinanderabgewogenwerden.EineHRTsolltenur

solangefortgeführtwerden,wiederNutzendieRisikenüberwiegt.

MedizinischeUntersuchung/Kontrolluntersuchungen

VorBeginnbzw.WiederaufnahmeeinerHormonsubstitutionstherapieisteinevollständige

Eigen-undFamilienanamnesederPatientinzuerheben.DiekörperlicheUntersuchung

(einschließlichUnterleibundBrust)solltesichandiesenAnamnesensowieden

KontraindikationenundWarnhinweisenorientieren.WährendderBehandlungwerden

regelmäßigeKontrolluntersuchungenempfohlen,diesichinHäufigkeitundArtnachder

individuellenRisikosituationderFraurichten.DieFrauensolltendarüberaufgeklärtwerden,

welcheVeränderungenderBrüstesiedemArztmitteilenmüssen.DieUntersuchungen,

einschließlichMammographie,sindentsprechenddergegenwärtigüblichenVorsorgepraxisund

denklinischenNotwendigkeitendereinzelnenFraudurchzuführen.

Situationen,dieeineÜberwachungerfordern

DiePatientinnensolltenengmaschigüberwachtwerden,wenneinederfolgendenSituationen

bzw.Erkrankungenvorliegtoderfrühervorlagbzw.sichwährendeinerSchwangerschaftoder

einerzurückliegendenHormonbehandlungverschlechterthat.DiesgiltauchfürdenFall,dass

einedernachfolgendgenanntenSituationenoderErkrankungenimLaufederaktuellen

HormonsubstitutionstherapiemitFemphascyl®1/10mgauftrittbzw.sichverschlechtert:

Leiomyom(Uterusmyom)oderEndometriose

ThromboembolieninderAnamneseoderentsprechendeRisikofaktoren(sieheunten);

RisikofaktorenfürestrogenabhängigeTumore,z.B.AuftretenvonMammakarzinombei

Verwandten1.Grades

Hypertonie

Lebererkrankungen(z.B.Leberadenom)

DiabetesmellitusmitoderohneBeteiligungderGefäße

Cholelithiasis

Migräneoder(schwere)Kopfschmerzen

SystemischerLupuserythematodes(SLE)

EndometriumhyperplasieinderVorgeschichte

Epilepsie

Asthma

Otosklerose

GründefüreinensofortigenTherapieabbruch

DieTherapieistbeiVorliegeneinerKontraindikationsowieindenfolgendenSituationen

abzubrechen:

IkterusoderVerschlechterungderLeberfunktion

SignifikanteErhöhungdesBlutdrucks

EinsetzenmigräneartigerKopfschmerzen

Schwangerschaft

Endometriumhyperplasie

DasRisikofürEndometriumhyperplasieund-karzinomistbeilängerfristiger

Estrogenmonotherapieerhöht(sieheAbschnitt4.8„Nebenwirkungen“).Beinicht-

hysterektomiertenFrauenwirddiesesRisikodurchdiezusätzlicheGabeeinesGestagensfür

mindestens12TageproZyklusweitgehendreduziert.

Blutungsmuster

Durchbruch-undSchmierblutungenkönnenwährenddererstenMonatederBehandlung

auftreten.WennsolcheBlutungeneinigeZeitspäterimVerlaufderTherapieauftretenbzw.

nachTherapieendeanhalten,mussdieUrsacheermitteltundu.U.eineBiopsiedes

Endometriumsdurchgeführtwerden,umeinebösartigeEntartungdesEndometriums

auszuschließen.(sieheAbschnitt4.8„Endometriumkarzinom“)

Brustkrebs

Ineinerrandomisierten,Placebo-kontrolliertenklinischenStudie,derWomen’sHealthInitiative

(WHI)-Studie(imFolgendenWHI-Kombi-Studie),undinepidemiologischenStudien

einschließlichderMillionWomenStudy(MWS)wurdebeiFrauen,dieimRahmeneinerHRT

übermehrereJahreEstrogene,Estrogen-Gestagen-KombinationenoderTiboloneingenommen

hatten,einerhöhtesBrustkrebsrisikofestgestellt(sieheAbschnitt4.8„Nebenwirkungen").

FüralleHRT-VariantenzeigtsicheinerhöhtesRisikonacheinigenAnwendungsjahren,dasmit

zunehmenderBehandlungsdaueransteigt,abereinige(spätestensfünf)Jahrenach

BehandlungsendewiederaufdasaltersentsprechendeGrundrisikozurückkehrt.

InderMWSwardasrelativeBrustkrebsrisikobeieinerHRTmitkonjugiertenequinen

Estrogenen(CEE)oderEstradiol(E2)größer,wenneinGestagenhinzugefügtwurde,undzwar

unabhängigvonderArtdesGestagensunddesHRT-Regimes(kontinuierlicheoder

sequenzielleGabedesGestagens).EsgabkeinenHinweisaufUnterschiedeimRisiko

hinsichtlichderverschiedenenApplikationsarten.

InderWHI-Kombi-StudiekamesunterdemverwendetenProduktauskonjugiertenequinen

Estrogenen(CEE)kontinuierlichkombiniertmitMedroxyprogesteronacetat(MPA)zu

Brusttumoren,dieleichtgrößerwarenundhäufigerlokaleLymphknotenmetastasenausgebildet

hattenalsunterPlacebo.

EineHRT,insbesondereeinekombinierteBehandlungmitEstrogenenundGestagenen,führt

zueinererhöhtenBrustdichteinderMammographie,wassichnachteiligaufdieradiologische

Brustkrebsdiagnostikauswirkenkann.

VenöseThromboembolie

EineHormonsubstitutionstherapieistmiteinemerhöhtenrelativenRisikofürvenöse

Thromboembolien(VTE)verbunden,v.a.fürtiefeVenenthrombosenoderLungenembolien.In

einerrandomisierten,kontrolliertenklinischenStudieundinepidemiologischenUntersuchungen

zeigtesicheinzwei-bisdreifacherhöhtesRisikobeiAnwenderinnendieserTherapie

gegenüberNicht-Anwenderinnen.Eswirdgeschätzt,dassbei1000Nicht-Anwenderinnenin

einemZeitraumvon5Jahrenetwa3FällevonVTEinderAltersgruppevon50-59Jahren

auftretenund8FälleinderAltersgruppevon60-69Jahren.Unter1000gesundenFrauen,die

ArzneimittelzurHormonsubstitutionstherapiefüreinenZeitraumvon5Jahrenanwenden,treten

nachdieserSchätzungzusätzlich2bis6(besterSchätzer=4)FällevonVTEinder

Altersgruppevon50-59Jahrenaufundzwischen5bis15Fälle(besterSchätzer=9)inder

Altersgruppevon60-69Jahren.ImerstenJahreinerHormonsubstitutionstherapieistdas

AuftreteneinerVTEwahrscheinlicheralsspäter.

ZudenallgemeinanerkanntenVTE-Risikofaktorengehöreneineentsprechendepersönliche

oderfamiliäreBelastung,einerheblichesÜbergewicht(BMI>30kg/m 2 )sowieeinsystemischer

Lupuserythematodes(SLE).EsbestehtkeinKonsensüberdiemöglicheRollevonVarizenbei

VTE.

PatientinnenmitVTEinderAnamneseoderbekannterThrombophiliehabeneinerhöhtesVTE-

Risiko.EineHormonsubstitutionstherapiekanndiesesRisikoerhöhen.Einepersönlicheoder

starkefamiliäreBelastunginBezugaufVTEoderwiederholteSpontanaborteinderAnamnese

solltenzumAusschlusseinerthrombophilenPrädispositionabgeklärtwerden.Bisdahinbzw.bis

zumBeginneinerBehandlungmitAntikoagulantienisteineHormonsubstitutionstherapie

kontraindiziert.BeiFrauen,diebereitsmitAntikoagulantienbehandeltwerden,müssenNutzen

undRisikoeinerHormonsubstitutionstherapiesorgfältiggegeneinanderabgewogenwerden.

DasVTE-RisikokannbeilängererImmobilisierung,einemschwererenTraumaodereiner

größerenOperationzeitweiligerhöhtsein.BeiPatientinnenunterHormonsubstitutionstherapie

müssen,wiebeiallenpostoperativenPatienten,dieprophylaktischenMaßnahmenzur

VerhinderungeinerVTEnacheinerOperationäußerstgenaueingehaltenwerden.Wennnach

einervorgesehenenOperation,vorallemimabdominellenoderimorthopädischenBereichan

denunterenExtremitäten,miteinerlängerenImmobilisierungzurechnenist,sollteerwogen

werden,obeinezeitweiligeUnterbrechungderHormonsubstitutionstherapie4bis6Wochenvor

demEingriffmöglichist.DieBehandlungsollteggf.erstdannwiederaufgenommenwerden,

wenndieFrauwiedervollständigmobilisiertist.

SolltesicheineVTEnachBeginnderHormonsubstitutionstherapieentwickeln,mussdas

Arzneimittelabgesetztwerden.DiePatientinnensolltendaraufhingewiesenwerden,dasssie

sofortKontaktmiteinemArztaufnehmenmüssen,wennsiemöglicheSymptomeeiner

Thromboemboliebemerken(insbesondereschmerzhafteSchwellungeinesBeins,plötzlicher

SchmerzimBrustkorb,Atemnot).

KoronareHerzkrankheit

Ausrandomisierten,kontrolliertenklinischenStudiengibteskeineHinweiseaufeinen

kardiovaskulärenNutzeneinerkontinuierlichkombiniertenHormonsubstitutionstherapiemit

konjugiertenEstrogenenundMedroxyprogesteronacetat(MPA).ZweigroßeklinischeStudien

(WHI-Kombi-StudieundHERS[=HeartandEstrogen/ProgestinReplacementStudy])zeigten

einmöglicherweiseerhöhtesRisikokardiovaskulärerMorbiditätimerstenJahrderAnwendung

undinsgesamtkeinenNutzen.FürandereArzneimittelzurHormonsubstitutionstherapiegibtes

nurwenigeDatenausrandomisierten,kontrolliertenStudien,indenendieWirkungaufdie

kardiovaskuläreMorbiditätoderMortalitätuntersuchtwurde.

Daheristesunklar,obdieseErgebnisseauchaufandereHRT-Arzneimittelübertragenwerden

können.

Schlaganfall

Ineinergroßen,randomisierten,klinischenStudie(WHI-Kombi-Studie)wurdeeinerhöhtes

RisikofüreinenischämischenSchlaganfall(alssekundärerEndpunkt)beigesundenFrauen

währendeinerkontinuierlichkombiniertenHormonsubstitutionstherapiemitkonjugierten

EstrogenenundMedroxyprogesteronacetatgefunden.NacheinerAnalysedieserundanderer

Studienwirdgeschätzt,dassbei1.000Frauen,diekeineArzneimittelzur

Hormonsubstitutionstherapieanwenden,ineinemZeitraumvon5Jahrenetwa3Fällevon

SchlaganfallinderAltersgruppevon50-59Jahrenauftretenund11FälleinderAltersgruppe

von60-69Jahren.Bei1.000Frauen,diekonjugierteEstrogeneund

Medroxyprogesteronacetat5Jahrelanganwenden,beträgtdemnachdieAnzahlder

zusätzlichenFällevonSchlaganfallimAltervon50-59Jahren0bis3(besterSchätzer=1)

undimAlterzwischen60und69Jahren1bis9(besterSchätzer=4).

Esistnichtbekannt,obdieseserhöhteRisikoauchmitanderenHRT-Arzneimittelnassoziiert

ist.

Ovarialkarzinom

Langzeitanwendung(mindestens5-10Jahre)vonEstrogen-Monoarzneimittelnzur

HormonsubstitutionstherapiebeihysterektomiertenFrauenistnachErgebnisseneiniger

epidemiologischerStudienmiteinemerhöhtenOvarialkarzinom-Risikoverbunden.Derzeitkann

nichtsicherbeurteiltwerden,obLangzeitanwendungvonEstrogen-Gestagen-

KombinationsarzneimittelnzurHormonsubstitutionstherapiedemgegenübereinanderesRisiko

mitsichbringt.

SonstigeErkrankungszustände

EstrogenekönneneineFlüssigkeitsretentionbewirken;dahermüssenPatientinnenmit

kardialenoderrenalenFunktionsstörungensorgfältigbeobachtetwerden.Patientinnenmit

terminalerNiereninsuffizienzmüssenengmaschigüberwachtwerden,weildavonauszugehen

ist,dassdiePlasmaspiegelderzirkulierendenWirkstoffeinFemphascyl®1/10mgerhöhtsind.

FrauenmitvorbestehenderHypertriglyzeridämiemüssenwährendeinerEstrogen-oder

Hormonsubstitutionstherapieengmaschigüberwachtwerden,weilimZusammenhangmiteiner

EstrogentherapieunterderartigenUmständenvonseltenenFälleneinesstarken

TriglyzeridanstiegsimPlasmamitderFolgeeinerPankreatitisberichtetwurde.

EstrogeneerhöhendieKonzentrationdesthyroxinbindendenGlobulin(TBG),wodurcheszu

einemAnstiegdesgesamtenzirkulierendenSchilddrüsenhormonskommt,wasanhanddes

proteingebundenenJods(PBI),desT4-Spiegels(Säulen-oderRadioimmunassay)oderT3-

Spiegels(Radioimmunassay)gemessenwird.DieT3-Harzaufnahmeistherabgesetzt,was

einenTBG-Anstiegwiderspiegelt.DiefreienT4-undT3-Konzentrationenverändernsichnicht.

AndereBindungsproteinekönnenimSerumerhöhtsein,wiedaskortikoidbindendeGlobulin

(CBG)unddasgeschlechtshormonbindendeGlobulin(sex-hormone-bindingglobulin/SHBG),

waszueinemAnsteigenderzirkulierendenKortikosteroidebzw.Sexualhormoneführt.Freie

oderbiologischaktiveHormonkonzentrationenbleibenunverändert.AnderePlasmaproteine

könnenerhöhtsein(Angiotensinogen/Reninsubstrat,Alpha1-Antitrypsin,Coeruloplasmin).

EsgibtkeinenschlüssigenHinweisaufeineVerbesserungkognitiverFähigkeitendurcheine

Hormonsubstitutionstherapie.AusderWHI-Kombi-StudiegibtesHinweiseübereinerhöhtes

RisikofüreinewahrscheinlicheDemenzbeiFrauen,diemiteinerkontinuierlichkombinierten

HRTbestehendausCEEundMPAnachdem65.Lebensjahrbeginnen.Esistnichtbekannt,ob

dieseErkenntnisseauchfürjüngerepostmenopausalenFrauenoderandereHRT-Produkte

gelten.

PatientenmitderseltenenhereditärenGalactose-Intoleranz,Lapp-Lactase-Mangeloder

Glucose-Galactose-MalabsorptionsolltenFemphascyl®1/10mgnichteinnehmen.

4.5 WechselwirkungenmitanderenArzneimittelnundsonstigeWechselwirkungen

DerMetabolismusvonEstrogenenundGestagenenkanndurchdiegleichzeitigeAnwendung

vonSubstanzenverstärktwerden,dieArzneistoff-metabolisierendeEnzyme(insbesonderedie

CytochromP450-Enzyme)induzieren.ZudiesenSubstanzengehörenu.a.Antikonvulsiva(z.B.

Phenobarbital,Phenytoin,Carbamazepin)undAntiinfektiva(z.B.Rifampizin,Rifabutin,

Nevirapin,Efavirenz).

ObwohlRitonavirundNelfinavireigentlichalsstarkeEnzym-Inhibitorenbekanntsind,habensie

zusammenmitSteroidhormonenverabreichtenzymstimulierendeEigenschaften.

PflanzlicheZubereitungen,dieJohanniskraut(Hypericumperforatum)enthalten,könnenden

MetabolismusvonEstrogenenanregen.

KlinischkanneingesteigerterMetabolismusvonEstrogenenundGestagenenzueiner

vermindertenWirkungdieserHormoneundzuVeränderungendesuterinenBlutungsmusters

führen.

4.6 SchwangerschaftundStillzeit

Schwangerschaft

Femphascyl®1/10mgistwährendderSchwangerschaftnichtindiziert.Sollteeine

SchwangerschaftwährendderBehandlungmitFemphascyl®1/10mgeintreten,soistdie

Therapiesofortabzubrechen.

KlinischzeigenDatenvoneinergroßenAnzahlexponierterSchwangerschaftenkeine

unerwünschtenWirkungenvonDydrogesteronaufdenFötus.

DiemeistenzurzeitvorliegendenepidemiologischenStudien,diehinsichtlicheiner

unbeabsichtigtenfötalenExpositiongegenüberKombinationenvonEstrogenenund

Gestagenenrelevantsind,zeigenkeineteratogenenoderfötotoxischenWirkungen.

Stillzeit

Femphascyl®1/10mgistwährendderStillzeitnichtindiziert.

4.7 AuswirkungenaufdieVerkehrstüchtigkeitunddieFähigkeitzumBedienenvon

Maschinen

Femphascyl®1/10mgwirktsichnichtaufdieFahrtüchtigkeitoderdasBedienenvon

Maschinenaus.

4.8 Nebenwirkungen

BeidenHäufigkeitsangabenzuNebenwirkungenwerdenfolgendeKategorienzugrundegelegt:

Sehrhäufig (1/10) ≥

Häufig (1/100bis<1/10) ≥

Gelegentlich (1/1.000bis<1/100) ≥

Selten (1/10.000bis<1/1.000) ≥

Sehrselten (<1/10.000)

Nichtbekannt (HäufigkeitaufGrundlagederverfügbarenDatennichtabschätzbar)

DieinnachfolgenderTabelleaufgeführtenunerwünschtenArzneimittelwirkungenwurdenin

klinischenStudienundwährendderMarkbeobachtungberichtet.

Systemorgan-

klassennach

MedDRA Häufig

1/100bis<1/10 Gelegentlich

1/1.000bis

<1/100 Selten

1/10.000bis

<1/1.000 Sehrselten

<1/10.000

Infektionenund

parasitäre

Erkrankungen zystitisähnliche

Beschwerden,

vaginale

Candidiasis

Gutartige,bösartige

undunspezifische

Neubildungen

(einschließlich

Zystenund

Polypen) Vergrößerungvon

Leiomyomen

Erkrankungendes

Blutesunddes

Lymphsystems Hämolytische

Anämie

Psychiatrische

Erkrankungen Depression,

Libidoveränderun

g,Nervosität

Erkrankungendes

Nervensystems Kopfschmerzen,

Migräne Schwindel Chorea

Augenerkrankunge

Kontaktlinsenunv

erträglichkeit,

Steilstellungder

kornealen

Kurvatur

Herzerkrankungen Herzinfarkt

Gefäßerkrankunge

Hypertension,

periphere

(arterielle)

Verschlusskrankh

eit,Varikosis,

venöse

Thromboembolie Schlaganfall

Erkrankungendes

Gastrointestinaltrak

Übelkeit,

abdominale

Schmerzen,

Blähungen Dyspepsie Erbrechen

Leber-undGallen-

erkrankungen Erkrankungder

Gallenblase Veränderungen

derLeberfunktion,

manchmal

verbundenmit

Asthenieoder

Unwohlsein,

Gelbsuchtund

abdominalen

Schmerzen

Erkrankungender

Hautunddes

Unterhautzellgeweb

Allergische

Hautreaktionen,

Hautausschlag,

Urtikaria,Juckreiz Chloasmaoder

Melasma,die

nachEndeder

Arzneimitteleinna

hmefortbestehen

können.Erythema

multiforme,

Erythema

nodosum,

vaskuläre

Purpura,

Angioödem

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs-und

Knochenerkrankun

Beinkrämpfe Rückenschmerze

Erkrankungender

Geschlechtsorgane

undderBrustdrüse Schmerzen/

Empfindlichkeit

derBrüste,

Durchbruchblutun

genund

Schmierblutungen

,

Unterleibschmerz

Veränderungder

Portioerosionund

derzervikalen

Sekretion,

Dysmenorrhoe,

Menorraghie,

Metrorrhagie Vergrößerungder

Brüste,dem

prämenstruellen

Syndrom

vergleichbare

Beschwerden

Kongenitale,

familiäreund

genetische

Erkrankungen Verschlechterung

einerPorphyrie

Allgemeine

Erkrankungenund

Beschwerdenam

Verabreichungsort Asthenie PeriphereÖdeme

Untersuchungen Gewichtszunahm

e,

Gewichtsabnahm

Brustkrebs

LautzahlreicherepidemiologischerStudienundeinerrandomisierten,Placebo-kontrollierten

Studie,derWHI-Kombi-Studie,steigtbeiFrauen,dieeineHRTanwendenodervorkurzem

angewendethaben,dasBrustkrebsrisikoinsgesamtmitzunehmenderDauerderHRTan.

FüreineHRTmitEstrogen-MonopräparatensinddieSchätzungenfürdasrelativeRisiko(RR)

auseinerRe-AnalysevonOriginaldatenaus51epidemiologischenStudien(beidenenin80%

dieHRTmitEstrogen-Monopräparatendurchgeführtwurde)undausderepidemiologischen

MillionWomenStudy(MWS)mit1,35(95%KI1,21-1,49)bzw.1,30(95%KI1,21-1,40)

ähnlich.

FüreinekombinierteHRTausEstrogenplusGestagenwurdeinzahlreichenepidemiologischen

StudieneinhöheresGesamtrisikofürBrustkrebsalsmitEstrogenalleinermittelt.

InderMWSwurdeberichtet,dass,verglichenmitFrauen,dienieeineHRTerhaltenhatten,die

VerwendungverschiedenerArtenvonEstrogen-Gestagen-KombinationenzurHRTmiteinem

höherenBrustkrebsrisikoverbundenwar(RR=2,00;95%KI1,88-2,12)alsdieVerwendung

vonEstrogenallein(RR=1,30;95%KI1,21-1,40)oderdieVerwendungvonTibolon(RR=

1,45;95%KI1,25-1,68).

InderWHI-Kombi-StudiewurdeeineRisikoschätzungvon1,24(95%KI1,01-1,54)nach

5,6jährigerAnwendungeinerkombiniertenEstrogen-Gestagen-HRT(CEE+MPA)füralle

AnwenderinnengegenüberPlaceboangegeben.

DieabsolutenRisiken,berechnetaufderGrundlagederMWSundderWHI-Kombi-Studie,sind

nachfolgenddargestellt:

InderMWSwurde,basierendaufderbekanntendurchschnittlichenInzidenzvonBrustkrebsin

Industrieländern,geschätzt,dass:

beica.32von1.000Frauen,diekeineHRTerhalten,zwischenihrem50.und64.Lebensjahr

einBrustkrebsdiagnostiziertwird.

unter1.000Frauen,dieaktuelloderinjüngsterVergangenheiteineHRTerhaltenhaben,sich

folgendeAnzahlzusätzlicherFälleimentsprechendenZeitraumergibt:

FürAnwenderinneneinerEstrogen-Monotherapie

zwischen0und3(besterSchätzer=1,5)bei5jährigerAnwendung

zwischen3und7(besterSchätzer=5)bei10jährigerAnwendung

FürAnwenderinneneinerkombiniertenEstrogen-Gestagen-HRT

zwischen5und7(besterSchätzer=6)bei5jährigerAnwendung

zwischen18und20(besterSchätzer=19)bei10jährigerAnwendung.

NachSchätzungderWHI-StudietretenaufgrundeinerkombiniertenEstrogen-Gestagen-HRT

(CEE+MPA)nach5,6jährigerBeobachtungszeitvonFrauenimAlterzwischen50und79

Jahren8zusätzlicheFällevoninvasivemBrustkrebspro10.000Frauenjahreauf.

BasierendaufBerechnungenmitdenStudiendatenwirdgeschätzt,dass

unter1.000FraueninderPlacebogruppeungefähr16FällevoninvasivemBrustkrebsin

5Jahrendiagnostiziertwerden,

unter1.000Frauen,dieeinekombinierteEstrogen-Gestagen-HRT(CEE+MPA)

erhaltenhatten,dieZahlderzusätzlichenFällezwischen0und9(besterSchätzer=4)

bei5jährigerAnwendungliegt.

DieAnzahlderzusätzlichenBrustkrebsfällebeiFrauen,dieeineHRTerhalten,istim

WesentlichenähnlichbeiallenFrauen,dieeineHRTbeginnen,unabhängigvomAlterbei

BeginnderHRT(zwischen45und65Jahren)(sieheAbschnitt4.4).

Endometriumkarzinom

BeiFrauenmitintaktemUterussteigtdasRisikoeinerEndometriumhyperplasieundeines

EndometriumkarzinomsmitzunehmenderDauereinerEstrogen-Monotherapiean.Nachden

DatenausepidemiologischenStudienbesagtdiebesteRisikoschätzung,dassbei5von1.000

Frauen,diekeineHRTerhalten,zwischenihrem50.und65.Lebensjahrein

Endometriumkarzinomdiagnostiziertwird.InAbhängigkeitvonderBehandlungsdauerund

EstrogendosiserhöhtsichdieserAnstiegdesEndometriumkarzinomrisikosbeiAnwenderinnen

einerEstrogen-MonotherapieumdenFaktor2bis12gegenüberNicht-Anwenderinnen.Durch

dieZugabeeinesGestagenszuderEstrogen-MonotherapiereduziertsichdiesesRisiko

deutlich.

WeitereunerwünschteArzneimittelwirkungenwurdenimZusammenhangmitder

Estrogen/Gestagen-Behandlunggenannt:

EstrogenabhängigegutartigesowiebösartigeNeoplasien,z.B.Endometriumkarzinom

VenöseThromboembolie,v.a.ThrombosedertiefenBein-bzw.Beckenvenensowie

Lungenembolie,trittbeiAnwenderinneneinerHRThäufigeraufalsbeiNicht-Anwenderinnen.

WeiterführendeInformationenimAbschnitt"Gegenanzeigen"und"BesondereWarnhinweise

undVorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung".

WahrscheinlicheDemenz(SieheAbschnitt„BesondereWarnhinweiseund

VorsichtsmaßnahmenfürdieAnwendung“.)

4.9 Überdosierung

EstradiolundDydrogesteronsindSubstanzenmitniedrigerToxizität.Theoretischkönnen

SymptomewieÜbelkeit,Erbrechen,SchläfrigkeitundSchwindelimFalleeinerÜberdosierung

auftreten.Esistunwahrscheinlich,dasseinespezifischeodersymptomatischeBehandlung

erforderlichwird.DiesgiltauchfürdieÜberdosierungbeiKindern.

5. PHARMAKOLOGISCHEEIGENSCHAFTEN

5.1 PharmakodynamischeEigenschaften

PharmakotherapeutischeGruppe: Geschlechtshormone,GestageneundEstrogenein

Kombination,sequentielleDarreichungsformen,DydrogesteronundEstrogen ,

ATC-Code: G03FB08

Estradiol

DerWirkstoff,synthetisches17-Estradiol,istchemischundbiologischidentischmitdem

endogenenmenschlichenEstradiol.EsersetztdienachlassendeEstrogen-Produktionbei

menopausalenFrauenundmildertdieWechseljahrsbeschwerden.Estrogeneverhindernden

KnochenmasseverlustnachderMenopauseodernachOvarektomie.

Dydrogesteron

DaEstrogenedasWachstumdesEndometriumsanregen,nimmtdasRisikofüreine

HyperplasieodereinKarzinomdesEndometriumszu,wennEstrogenealleinangewendet

werden.DurchzusätzlicheGabeeinesGestagenswirddasdurchEstrogenbedingteRisiko

einerEndometriumhyperplasiebeinicht-hysterektomiertenFrauenverringert,abernicht

gänzlicheliminiert.

KlinischePrüfungen

BesserungvonEstrogenmangelsymptomensowieBlutungsmuster

EineBesserungderEstrogenmangelsymptomewurdeindenerstenBehandlungswochen

erreicht.

RegelmäßigeEntzugsblutungentratenunterBehandlungmitFemphascyl®2/10mgbeica.

90%derFrauenauf.SiedauertenimMittel5Tage.DieEntzugsblutungenbegannen

gewöhnlichamTag,andemdieletzteFilmtablettederGestagenphaseeingenommenwurde.

Durchbruch-und/oderSchmierblutungentratenbeietwa10%derFrauenauf.Eine

Amenorrhoetratbei5-15%derFrauenproZykluswährenddeserstenBehandlungsjahres

auf.

UnterderTherapiemitFemphascyl®1/10mghatten75-80%derFrauenregelmäßige

Entzugsblutungen.BeginnundDauerderBlutungsowiedieAnzahlvonFrauenmit

ZwischenblutungenentsprachdenbeiFemphascyl®2/10mgaufgeführtenZahlen,jedoch

warenmehrFrauenkomplettblutungsfrei(10-25%proZyklus).

Osteoporose-Prävention

EstrogenmangelinderMenopausegehtmiteinemerhöhtenKnochenumsatzundeinem

VerlustanKnochenmasseeinher.NachBeendigungderHRTistderVerlustan

KnochenmassedemunbehandelterFrauenvergleichbar.

AusderWHI-StudieundMetaanalysenweitererStudiengehthervor,dassdieaktuelle

AnwendungeinerHRT,alleinoderinKombinationmiteinemGestagen,beiüberwiegend

gesundenFrauendasRisikovonHüft-,Wirbelkörper-odersonstigenosteoporotischen

Frakturenreduziert.EineHRTkönnteauchFrakturenbeiFrauenmitgeringerKnochendichte

und/odernachgewiesenerOsteoporosevorbeugen,hierfürliegenjedochnurbegrenzte

Erkenntnissevor.

DieWirkungvonEstrogenenaufdieKnochendichteistdosisabhängig.DerSchutzist

offenbarsolangewirksam,wiedieBehandlungfortgesetztwird

Nach2jährigerBehandlungmitFemphascyl®2/10mgbetrugdieZunahmeder

Knochenmineraldichte(BMD)derLendenwirbelsäule6,7%±3.9%(Mittelwert

Standardabweichung).DerAnteilderFrauen,derenKnochenmineraldichteder

LendenwirbelsäulewährendderBehandlungunverändertblieboderzunahm,betrug94,5%.

FürFemphascyl®1/10mgwurdeeineZunahmederBMDderLendenwirbelsäulevon5,2%±

3,8%(Mittelwert±SD)ermittelt,undderProzentsatzvonFrauenohneÄnderungodermit

einerErhöhungderBMDderLendenwirbelsäulebetrug93,0%.

AuchaufdieKnochenmineraldichtederHüftknochenhatteFemphascyl®einenEffekt.Nach

2JahrenBehandlungmit1mgEstradiolbetrugderAnstiegderKnochenmineraldichteam

Oberschenkelhals2,7%4,2%(Mittelwert±SD),amTrochanter3,5%5%undam

Ward’schenDreieck2,7%6,7%.DieentsprechendenProzentwertefür2mgEstradiol

betrugennach2jährigerTherapie2,6%5,0%,4,6%5,0%und4,1%7,4%.Bei67-78%der

Frauen,diemit1mgEstradiolbehandeltwurden,bliebdieKnochenmineraldichteinden3

BereichenderHüftknochenunverändertoderverbessertesich.BeiFrauen,die2mg

Estradiolerhaltenhatten,warenes71-88%.

5.2 PharmakokinetischeEigenschaften

Estradiol

OralverabreichtesmikronisiertesEstradiolmiteinerTeilchengrößeunter

5µmwirdschnellundwirksamausdemMagen-Darm-Traktresorbiert.Dieprimären

unkonjugiertenundkonjugiertenMetabolitesindEstronundEstronsulfat.DieseMetabolite

könnendirektundindirektnachRückumwandlunginEstradiolzurEstrogenwirkungbeitragen.

EstrogenewerdenmitderGalleausgeschiedenundimDarmwiederaufgenommen.Während

diesesenterohepatischenKreislaufswerdendieEstrogeneaufgespalten.Siewerdenmitdem

UrinalsbiologischinaktiveGlucuronideundSulfatverbindungen(90bis95%)odermitdem

Stuhl(5bis10%),zumgrößtenTeilunkonjugiert,ausgeschieden.Estrogenegehenindie

Muttermilchüber.

mittel beträgt28pg/ml,C

min beträgt20pg/mlundC

beträgt54pg/ml.DasE1/E2(Estron

/Estradiol)Verhältnisbeträgt7,0.

Dydrogesteron

NachoralerGabevonmarkiertemDydrogesteronwerdendurchschnittlich63%mitdemUrin

ausgeschieden.Nach72StundenistdieAusscheidungabgeschlossen.

Dydrogesteronwirdvollständigmetabolisiert.DerHauptmetabolitvonDydrogesteronist20-

Dihydrodydrogesteron(DHD).DieserMetabolitliegtimUrinhauptsächlichals

Glucuronsäurekonjugatvor.AlleerzeugtenMetabolitehabendie4,6-dien-3-on-Konfiguration,

wohingegeneine17-Hydroxylierungnichtauftritt.DieserklärtdasNichtvorhandensein

estrogenerundandrogenerAktivität.

NachoralerGabevonDydrogesteronistdieDHD-Plasmakonzentrationhöheralsdieder

Ausgangssubstanz.DasVerhältnisvonDHDzuDydrogesteronfürAUC(Flächeunterder

Konzentration-Zeit-Kurve)beträgtungefähr40undfürC

(maximalePlasmakonzentration)25.

Dydrogesteronwirdschnellresorbiert:DieZeitpunktefürdasAuftretendermaximalen

Plasmakonzentrationen(T

)vonDydrogesteronundDHDvariierenzwischen0,5und2,5

Stunden.

DiemittlerenEliminations-HalbwertszeitenvonDydrogesteronundDHDvariierenzwischen5

und7bzw.zwischen14und17Stunden.

FolgendePlasmakonzentrationenwurdenfürDydrogesteronunddenHauptmetaboliten

ermittelt:

mittel (ng/ml)C

min (ng/ml) C

max (ng/ml)

Dihydrodydrogesteron

(DHD) 13 4,1 63

Dydrogesteron 0,38 0,1 2,5

DydrogesteronwirdnichtalsPregnandiolmitdemUrinausgeschiedenundunterscheidetsich

darinvomProgesteron.DaherbleibtdieBestimmungderendogenenProgesteronproduktion

anhanddesausgeschiedenenPregnandiolsweiterhinmöglich.

5.3 PräklinischeDatenzurSicherheit

UnphysiologischhoheDosenvonEstradiol(längereÜberdosierungen)sindmiteinerInduktion

vonTumoreninestrogenabhängigenZielorganenbeiallengetestetenNagetierspeziesin

Zusammenhanggebrachtworden.

DiemitDydrogesteronintoxikologischenUntersuchungenamTierbeobachteten

VeränderungensindcharakteristischfürProgesteron-ähnlicheVerbindungen.In-vitro-undin-

vivo-DatengabenkeineHinweiseaufmutageneWirkungenvonDydrogesteron.In

LangzeitstudienanRattenundMäusenmitDosen,dieausreichendhochwaren,um

hormonbedingteVeränderungenzubewirken,ergabensichkeineHinweiseaufein

tumorerzeugendesPotential.

6. PHARMAZEUTISCHEANGABEN

6.1 ListedersonstigenBestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat,Hypromellose,Maisstärke,hochdispersesSiliciumdioxid,

Magnesiumstearat(Ph.Eur.).

Filmüberzug:

Formulierung Tablettenfarbe Farbstoff Zusammensetzung

1mgEstradiol weiß OpadryY-1-7000 Hypromellose

Macrogol400

Titandioxid(E171)

1mgEstradiolund

10mg

Dydrogesteron grau OpadryIIGrau

85F27664 Polyvinylalkohol

Macrogol3350

Talkum

Titandioxid(E171)

Eisen(III)hydroxid-oxid

(schwarz)(E172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nichtzutreffend.

6.3 DauerderHaltbarkeit

3Jahre

6.4 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieAufbewahrung

Nichtüber30°Clagern.

BlisterstreifenimUmkartonaufbewahren.

6.5 ArtundInhaltdesBehältnisses

PVC/PVDCoderPVC-Aluminium-Blister

Originalpackungenmit:

28Filmtabletten

84(=3x28)Filmtabletten

UnverkäuflichesMustermit:

28Filmtabletten

DieWochentagesindaufderRückseitederBlisterstreifenaufgedruckt.

ZuerstsollendieFilmtablettenausdemmitPfeil1gekennzeichnetenTeilunddanachalle

FilmtablettenausdemmitPfeil2gekennzeichnetenTeilentnommenwerden.

6.6 BesondereVorsichtsmaßnahmenfürdieBeseitigung

NichtverwendetesArzneimitteloderAbfallmaterialistentsprechenddennationalen

Anforderungenzuentsorgen.

7. INHABERDERZULASSUNG

SolvayArzneimittelGmbH

Hans-Böckler-Allee20

30173Hannover

Tel.-Nr.:0511/857-2400

Fax-Nr.:0511/857-3120

E-Mail: solvay.arzneimittel@solvay.com

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

46050.00.00

9. DATUMDERERTEILUNGDERZULASSUNG/VERLÄNGERUNGDERZULASSUNG

27.08.1999 / 20.10.2004

10. STANDDERINFORMATION

05/2008

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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