Ezetimib AXiromed 10 mg Tabletten

Deutschland - Deutsch - BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Kaufe es jetzt

Gebrauchsinformation Gebrauchsinformation (PIL)

04-03-2021

Fachinformation Fachinformation (SPC)

04-03-2021

Wirkstoff:
Ezetimib
Verfügbar ab:
Medical Valley Invest AB Beiname: AXiromed, Xiromed (8160803)
INN (Internationale Bezeichnung):
ezetimibe
Darreichungsform:
Tablette
Zusammensetzung:
Ezetimib (30225) 10 Milligramm
Verabreichungsweg:
zum Einnehmen
Berechtigungsstatus:
Verkehrsfähigkeit: Ja
Zulassungsnummer:
97351.00.00
Berechtigungsdatum:
2018-02-26

Lesen Sie das vollständige Dokument

Ezetimib AXiromed 10 mg Tabletten

Ezetimib

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Ezetimib AXiromed und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ezetimib AXiromed beachten?

Wie ist Ezetimib AXiromed einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Ezetimib AXiromed aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Ezetimib AXiromed und wofür wird es angewendet?

Ezetimib AXiromed ist ein Arzneimittel zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte.

Ezetimib AXiromed senkt die Werte von Gesamtcholesterin und "schlechtem" Cholesterin (LDL-

Cholesterin) sowie von Fettsubstanzen, die Triglyzeride genannt werden, im Blut. Zusätzlich erhöht

Ezetimib AXiromed die Werte von "gutem" Cholesterin (HDL-Cholesterin).

Ezetimib, der Wirkstoff von Ezetimib AXiromed, vermindert die Aufnahme von Cholesterin über den

Verdauungstrakt.

Ezetimib AXiromed ergänzt die cholesterinsenkende Wirkung von Statinen, eine Klasse von

Arzneimitteln, die das körpereigene Cholesterin senken.

Cholesterin ist eines von verschiedenen Fetten im Blut. Ihr Gesamtcholesterin besteht hauptsächlich

aus LDL- und HDL-Cholesterin.

LDL-Cholesterin wird häufig als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, da es sich in den Gefäßwänden

von Arterien ansammeln kann und dort Ablagerungen (sogenannte Plaques) bildet. Diese Plaques

könnten letztendlich zu einer Verengung der Arterien führen. Diese Verengung kann eine

Durchblutungsstörung oder einen Gefäßverschluss in lebenswichtigen Organen wie Herz oder Gehirn

verursachen. Ein solcher Gefäßverschluss kann einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

HDL-Cholesterin wird häufig als „gutes“ Cholesterin bezeichnet, da es dazu beiträgt, dass sich

„schlechtes“ Cholesterin nicht in den Arterien ansammeln kann, und vor Herzerkrankungen schützt.

Triglyzeride sind weitere Blutfette, die ebenfalls Ihr Risiko für Herzerkrankungen erhöhen können.

Ezetimib AXiromed wird bei Patienten eingesetzt, deren Cholesterinspiegel durch eine

cholesterinsenkende Diät alleine nicht adäquat eingestellt werden kann. Sie sollten während der

Behandlung mit diesem Arzneimittel eine cholesterinsenkende Diät einhalten.

Ezetimib AXiromed wird zusätzlich zu einer cholesterinsenkenden Diät eingenommen:

wenn Sie einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut haben (primäre Hypercholesterinämie

[heterozygot familiär und nicht familiär]).

zusammen mit einem Statin, wenn Ihr Cholesterinspiegel mit einem Statin allein nicht

ausreichend reguliert wird.

allein, wenn eine Behandlung mit einem Statin nicht geeignet ist oder nicht vertragen wird.

wenn Sie eine erbliche Erkrankung (homozygote familiäre Hypercholesterinämie) haben, die

zur Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut führt. In diesem Fall wird Ihnen auch ein Statin

verschrieben und möglicherweise erhalten Sie noch weitere Behandlungen.

Wenn Sie eine Herzerkrankung haben, reduziert Ezetimib AXiromed in Kombination mit einem

cholesterinsenkenden Arzneimittel, genannt Statin, das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, sowie das

Risiko auf eine Operation zur Verbesserung der Herzdurchblutung oder eine Krankenhauseinweisung

aufgrund von Brustschmerzen.

Ezetimib AXiromed hilft nicht Körpergewicht zu verlieren.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Ezetimib AXiromed beachten?

Wenn Sie Ezetimib AXiromed zusammen mit einem Statin einnehmen, lesen Sie bitte auch die

Packungsbeilage dieses betreffenden Arzneimittels.

Ezetimib AXiromed darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Ezetimib oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Ezetimib AXiromed darf nicht zusammen mit einem Statin eingenommen werden,

wenn Sie derzeit unter Lebererkrankungen leiden.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Ezetimib AXiromed einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Ihre Erkrankungen einschließlich aller Allergien.

Ihr Arzt sollte eine Blutuntersuchung durchführen, bevor Sie mit der Behandlung mit diesem

Arzneimittel zusammen mit einem Statin beginnen. Damit wird überprüft, wie gut Ihre Leber

arbeitet.

Möglicherweise lässt Ihr Arzt nach Beginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel zusammen

mit einem Statin Blutuntersuchungen bei Ihnen durchführen, um Ihre Leberfunktion zu

überprüfen.

Wenn Sie mäßige oder schwere Lebererkrankungen haben, wird Ezetimib AXiromed nicht empfohlen.

Die kombinierte Anwendung von Ezetimib AXiromed und Fibraten (Arzneimittel zur

Cholesterinsenkung) sollte vermieden werden, da die Sicherheit und Wirksamkeit der kombinierten

Anwendung von Ezetimib AXiromed und Fibraten nicht erwiesen sind.

Kinder und Jugendliche

Verabreichen Sie dieses Arzneimittel ausschließlich gegen fachärztliche Verschreibung an Kinder und

Jugendliche (von 6 bis 17 Jahren), nachdem hier nur beschränkt Daten zu Unbedenklichkeit und

Wirksamkeit vorliegen.

Verabreichen Sie dieses Arzneimittel nicht an Kinder unter 6 Jahren, da für diese Altersgruppe keine

Daten vorhanden sind.

Einnahme von Ezetimib AXiromed zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Informieren

Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:

Ciclosporin (ein Arzneimittel, das häufig bei Patienten nach einer Organtransplantation

angewendet wird)

Arzneimittel zur Blutgerinnungshemmung, wie Warfarin, Phenprocoumon, Acenocoumarol

oder Fluindion (Antikoagulanzien)

Colestyramin (ein Arzneimittel zur Cholesterinsenkung), da es die Art und Weise beeinflusst,

wie Ezetimib wirkt

Fibrate (Arzneimittel zur Cholesterinsenkung)

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie dürfen Ezetimib AXiromed in Kombination mit einem Statin

nicht

einnehmen, wenn Sie

schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder vermuten, schwanger zu sein. Wenn Sie während

der Behandlung mit Ezetimib AXiromed und einem Statin schwanger werden, brechen Sie sofort die

Einnahme beider Arzneimittel ab und teilen Sie dies Ihrem Arzt mit.

Es gibt keine Erfahrung zur Einnahme von Ezetimib AXiromed allein ohne ein Statin während der

Schwangerschaft vor. Fragen Sie Ihren Arzt vor der Anwendung von Ezetimib AXiromed um Rat,

wenn Sie schwanger sind.

Sie dürfen Ezetimib AXiromed in Kombination mit einem Statin nicht einnehmen, wenn Sie stillen, da

nicht bekannt ist, ob die Wirkstoffe dieser Arzneimittel in die Muttermilch übergehen. Sie sollten

Ezetimib AXiromed auch nicht allein ohne ein Statin einnehmen, wenn Sie stillen. Fragen Sie Ihren

Arzt um Rat.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wird nicht erwartet, dass Ezetimib AXiromed Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Jedoch sollte beachtet werden, dass manchen Menschen nach

der Einnahme von Ezetimib AXiromed schwindlig werden kann.

Ezetimib AXiromed enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Ezetimib AXiromed erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt

ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Ezetimib AXiromed enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu

„natriumfrei“.

3.

Wie ist Ezetimib AXiromed einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Nehmen Sie Ihre

anderen cholesterinsenkenden Arzneimittel weiter ein, außer Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie die

Einnahme beenden sollen. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Bevor Sie mit der Einnahme Ezetimib AXiromed beginnen, sollten Sie eine

cholesterinsenkende Diät befolgen.

Halten Sie diese Diät auch ein, während Sie Ezetimib AXiromed einnehmen.

Die empfohlene Dosis ist eine Ezetimib AXiromed Tablette, einmal täglich zum Einnehmen.

Sie können Ezetimib AXiromed zu jeder Tageszeit einnehmen. Sie können es mit oder ohne Mahlzeit

einnehmen.

Wenn Ihr Arzt Ihnen Ezetimib AXiromed zusammen mit einem Statin verschrieben hat, können beide

Arzneimittel zur selben Zeit eingenommen werden. Lesen Sie in diesem Fall bitte auch die

Dosierungsanweisungen in der Packungsbeilage des betreffenden Arzneimittels nach.

Wenn Ihr Arzt Ihnen Ezetimib AXiromed zusammen mit Colestyramin oder einem anderen

Gallensäurebinder (Arzneimittel zur Cholesterinsenkung) verschrieben hat, sollten Sie Ezetimib

AXiromed mindestens 2 Stunden vor oder 4 Stunden nach der Einnahme des Gallensäurebinders

einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Ezetimib AXiromed eingenommen haben, als Sie sollten

Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine größere Menge von Ezetimib

AXiromed eingenommen haben, als Sie sollten.

Wenn Sie die Einnahme von Ezetimib AXiromed vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Tablette vergessen haben. Nehmen

Sie einfach am nächsten Tag zur üblichen Zeit Ihre normale Menge von Ezetimib AXiromed ein.

Wenn Sie die Einnahme von Ezetimib AXiromed abbrechen

Besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Arzt oder Apotheker, denn Ihr

Cholesterinwert kann wieder ansteigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Folgende Begriffe werden zur Beschreibung der Häufigkeit der Meldung von Nebenwirkungen

verwendet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen, einschließlich der vereinzelten

Meldungen).

Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, wenn Sie unklare Muskelschmerzen,

Muskelempfindlichkeit oder -schwäche bemerken. Der Grund dafür ist, dass in seltenen Fällen

Muskelprobleme, einschließlich eines Muskelzerfalls, der zur Nierenschädigung führt,

schwerwiegend sein und zu einem möglicherweise lebensbedrohlichen Zustand führen können.

Allergische Reaktionen, einschließlich Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, die

zu Atem- oder Schluckbeschwerden führen kann. Diese Nebenwirkungen, die bei der allgemeinen

Anwendung berichtet wurden, müssen sofort behandelt werden.

Wenn diese Tabletten allein eingenommen werden, wurden die folgenden Nebenwirkungen berichtet:

Häufige:

Bauchschmerzen, Durchfall, Flatulenz (Blähungen), Müdigkeit

Gelegentliche:

Erhöhungen einiger Blutwerte für die Leberfunktion (Transaminasen) oder

Muskelfunktion (CK)

,

Husten

,

Verdauungsstörungen

,

Sodbrennen

, Ü

belkeit

,

Gelenkschmerzen

,

Muskelkrämpfe

,

Nackenschmerzen

,

Verminderter Appetit

,

Schmerzen

,

Schmerzen im Brustkorb

,

Hitzewallungen

,

Bluthochdruck

Außerdem wurden die folgenden Nebenwirkungen angegeben, wenn diese Tabletten zusammen mit

einem Statin eingenommen wurden:

Häufige:

Erhöhungen einiger Blutwerte für die Leberfunktion (Transaminasen),

Kopfschmerzen, Muskelschmerzen/-empfindlichkeit

Gelegentliche:

Kribbeln (Ameisenlaufen)

,

Mundtrockenheit

,

Juckreiz, Hautausschlag,

Nesselausschlag, Rückenschmerzen, Muskelschwäche, Gliederschmerzen,

Ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Schwellung, insbesondere in Händen

und Füßen

Bei Einnahme zusammen mit Fenofibrat wurde die folgende Nebenwirkung häufig angegeben:

Häufige:

Bauchschmerzen

Außerdem wurden in der allgemeinen Anwendung nach Markteinführung die folgenden

Nebenwirkungen berichtet: Schwindel, Muskelschmerzen, Leberstörungen, allergische Reaktionen

einschließlich Hautausschlag, Nesselausschlag, erhabener roter Hautausschlag, manchmal mit

zielscheibenartigen Hautveränderungen (Scheibenrose), Muskelschmerzen/-empfindlichkeit,

Muskelschwäche, Muskelabbau, Gallensteine oder Gallenblasenentzündung (die Bauchschmerzen,

Übelkeit und/oder Erbrechen verursachen können), Entzündung der Bauchspeicheldrüse, häufig mit

starken Bauchschmerzen, Verstopfung, Abnahme der Anzahl der Blutkörperchen, was zu blauen

Flecken/Blutungen führen kann (Thrombozytopenie), Kribbeln, Depression, Ungewöhnliche

Müdigkeit oder Schwäche, Atemnot.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,

Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden können.

5.

Wie ist Ezetimib AXiromed aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton oder der Blisterpackung nach „verw. bis“

bzw. „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25ºC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu

schützen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das

Waschbecken). Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht

mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie

unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ezetimib AXiromed enthält

-

Der Wirkstoff ist Ezetimib. Jede Tablette enthält 10 mg Ezetimib.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Crospovidon (Typ B), Copovidon,

Natriumdocecylsulfat, mikrokristalline Cellulose und Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Wie Ezetimib AXiromed aussieht und Inhalt der Packung

Ezetimib AXiromed Tabletten sind weiße bis cremefarbene, runde, konvexe Tabletten mit einem

Durchmesser von ungefähr 6 mm.

Packungsgrößen:

Druckblisterpackungen aus transparentem Triplex (PVC-PE-PVDC) / Aluminium in Packungen mit 7,

10, 14, 20, 28, 30, 50, 84, 90, 98, 100 oder 300 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht

Pharmazeutischer Unternehmer

Medical Valley Invest AB

Brädgårdsvägen 28

236 32 Höllviken

Schweden

Hersteller

Laboratorios Liconsa, S.A,

Gran Via Carlos III, 98 7º,

08028 Barcelona

Spanien

Laboratorios LICONSA, S.A.

Avda. Miralcampo, Nº 7, Polígono Industrial Miralcampo

19200 Azuqueca de Henares,Guadalajara

Spanien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Finnland

Ezetimib Liconsa 10 mg tabletti

Vereinigtes Königreich

Ezetimibe 10 mg, tablets

Spanien

Ezetimiba Almus 10 mg comprimidos EFG

Deutschland

Ezetimib AXiromed 10 mg Tabletten

Frankreich

Ézétimibe Almus 10 mg comprimé

Irland

Ezetimibe Rowa 10 mg Tablets

Polen

Ezetimibe Genoptim

Tschechische Republik

EZANTRIS

Slowakei

EZENTRIS 10 mg

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2020.

FACHINFORMATION

1.

BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Ezetimib AXiromed 10 mg Tabletten

2.

QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Tablette enthält 10 mg Ezetimib.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Tablette enthält 68 mg Lactose-Monohydrat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.

DARREICHUNGSFORM

Tablette.

Weiße bis gebrochen weiße runde, konvexe Tabletten mit einem Durchmesser von ungefähr 6 mm.

4.

KLINISCHE ANGABEN

4.1

Anwendungsgebiete

Primäre Hypercholesterinämie

Ezetimib AXiromed ist zusammen mit einem HMG-CoA-Reduktasehemmer (Statin) angezeigt als

Zusatztherapie zu einer Diät bei Patienten mit primärer (heterozygoter familiärer und nicht familiärer)

Hypercholesterinämie, bei denen ein Statin allein nicht ausreicht.

Als Monotherapie ist Ezetimib AXiromed angezeigt als Zusatztherapie zu einer Diät bei Patienten mit

primärer (heterozygoter familiärer und nicht familiärer) Hypercholesterinämie, bei denen ein Statin als

nicht geeignet angesehen wird oder nicht vertragen wird.

Prävention kardiovaskulärer Ereignisse

Ezetimib AXiromed ist zusätzlich zu einer bestehenden Statintherapie oder initial in Kombination mit

einem Statin zur Risikoreduktion von kardiovaskulären Ereignissen (siehe Abschnitt 5.1) bei Patienten

mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und akutem Koronarsyndrom (ACS) in der Vorgeschichte

angezeigt.

Homozygote familiäre Hypercholesterinämie (HoFH)

Ezetimib AXiromed ist zusammen mit einem Statin angezeigt als Zusatztherapie zu einer Diät bei

Patienten mit HoFH. Die Patienten können auch weitere Zusatzbehandlungen (z. B. LDL-Apherese)

erhalten.

4.2

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Patienten sollten eine geeignete lipidsenkende Diät einhalten und diese während der Behandlung

mit Ezetimib AXiromed fortsetzen.

Die Anwendung erfolgt oral. Die empfohlene Dosis beträgt eine 10-mg-Tablette Ezetimib AXiromed

täglich. Ezetimib AXiromed kann zu jeder Tageszeit unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen

werden.

Wenn Ezetimib AXiromed zusätzlich zu einem Statin verordnet wird, sollte entweder die angezeigte

übliche Anfangsdosis des betreffenden Statins oder die bereits angewendete höhere Statin-Dosis

weiter gegeben werden. Dabei sind die Dosierungsanweisungen des betreffenden Statins zu beachten.

Anwendung bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und akutem Koronarsyndrom in der

Vorgeschichte

Zur zusätzlichen Senkung des Risikos von kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten mit koronarer

Herzkrankheit und akutem Koronarsyndrom in der Vorgeschichte, kann Ezetimib AXiromed 10 mg

Kombination mit einem Statin mit nachgewiesenem kardiovaskulären Nutzen gegeben werden.

Gleichzeitige Anwendung mit Gallensäurebindern

Die Einnahme von Ezetimib AXiromed sollte entweder ≥ 2 Stunden vor oder ≥ 4 Stunden nach

Einnahme eines Gallensäurebinders erfolgen.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Behandlung muss unter Aufsicht eines Facharztes eingeleitet werden.

Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren: Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ezetimib bei Kindern im

Alter von 6 bis 17 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in

Abschnitt 4.4, 4.8, 5.1 und 5.2 beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben

werden.

Wird Ezetimib AXiromed zusammen mit einem Statin verabreicht, sind die Dosierungsempfehlungen

für die Anwendung des Statins bei Kindern und Jugendlichen zu befolgen.

Kinder unter 6 Jahren: Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ezetimib bei Kindern unter 6 Jahren ist

bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichter Leberinfunktionsstörung (Child-Pugh-Score 5 bis 6) ist keine

Dosisanpassung erforderlich.

Für Patienten mit mäßiger (Child-Pugh-Score 7-9) oder schwerer (Child-Pugh-Score > 9)

Leberinsuffizienz wird eine Therapie mit Ezetimib AXiromed nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4

und 5.2).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

4.3

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Wenn Ezetimib AXiromed zusammen mit einem Statin angewendet wird, beachten Sie bitte auch die

Fachinformation des betreffenden Arzneimittels.

In der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine Therapie mit Ezetimib AXiromed zusammen mit einem

Statin kontraindiziert.

Die Behandlung mit Ezetimib AXiromed zusammen mit einem Statin ist bei Patienten mit aktiver

Lebererkrankung oder unklaren Erhöhungen der Serumtransaminasen kontraindiziert.

4.4

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wenn Ezetimib AXiromed zusammen mit einem Statin angewendet wird, beachten Sie bitte auch die

Fachinformation des betreffenden Arzneimittels.

Leberenzyme

In kontrollierten Studien zur kombinierten Anwendung wurden bei Patienten, die Ezetimib zusammen

mit einem Statin erhielten, Erhöhungen der Transaminasenspiegel (≥ dem 3-Fachen des oberen

Normwerts [ONW]) beobachtet. Wenn Ezetimib AXiromed zusammen mit einem Statin angewendet

wird, sollten zu Beginn der Behandlung sowie gemäß den Empfehlungen für das betreffende Statin

Leberfunktionstests durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.8.).

In der IMPROVE-IT Studie (IMProved Reduction of Outcomes: Vytorin Efficacy International Trial)

erhielten 18.144 Patienten mit koronarer Herzkrankheit und akutem Koronarsyndrom in der

Vorgeschichte randomisiert entweder einmal täglich Ezetimib/Simvastatin 10/40 mg (n=9.067) oder

Simvastatin 40 mg einmal täglich (n=9.077). Während der medianen Nachbeobachtung von 6,0 Jahren

betrug die Inzidenz einer konsekutiven Erhöhungen der Transaminasenwerte (≥ dem 3-fachen des

oberen Normwertes [ULN]) 2,5% in der Ezetimib/Simvastatin-Gruppe und 2,3% in der Simvastatin-

Gruppe (siehe Abschnitt 4.8).

In einer kontrollierten klinischen Studie, in der mehr als 9.000 Patienten mit chronischer

Nierenerkrankung randomisiert entweder einmal täglich Ezetimib 10 mg in Kombination mit 20 mg

Simvastatin (n = 4.650) oder Placebo (n = 4.620) erhielten (mittlere Verlaufsbeobachtung 4,9 Jahre),

betrug die Inzidenz einer konsekutiven Erhöhung der Transaminasenwerte (> dem Dreifachen des

oberen Normwertes [ULN] in Folge) 0,7% unter Ezetimib in Kombination mit Simvastatin und 0,6%

unter Placebo (siehe Abschnitt 4.8).

Skelettmuskulatur

Nach Markteinführung von Ezetimib wurde über Fälle von Myopathie und Rhabdomyolyse berichtet.

Bei den meisten Patienten entwickelte sich eine Rhabdomyolyse während der gleichzeitigen

Behandlung mit einem Statin und Ezetimib. Jedoch wurde eine Rhabdomyolyse auch sehr selten unter

einer Monotherapie mit Ezetimib und sehr selten bei Anwendung von Ezetimib zusammen mit

anderen Wirkstoffen, die mit einem erhöhten Rhabdomyolyse-Risiko verbunden sind, angegeben. Bei

Verdacht auf eine Myopathie aufgrund von Muskelsymptomen oder Bestätigung einer solchen durch

einen Creatinphosphokinase-(CPK-)Spiegel > dem 10 Fachen des ONW sollte Ezetimib AXiromed,

jedes Statin sowie jedes dieser anderen Begleitmedikamente umgehend abgesetzt werden. Alle

Patienten, die eine Therapie mit Ezetimib AXiromed beginnen, sollten auf das Risiko einer Myopathie

hingewiesen und angewiesen werden, unklare Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche

umgehend mitzuteilen (siehe Abschnitt 4.8).

In der IMPROVE-IT-Studie (IMProved Reduction of Outcomes: Vytorin Efficacy International Trial)

erhielten 18.144 Patienten mit koronarer Herzkrankheit und akutem Koronarsyndrom in der

Vorgeschichte randomisiert einmal täglich Ezetimib/Simvastatin 10/40 mg (n = 9.067) oder

Simvastatin 40 mg einmal täglich (n=9.077). Während der medianen Nachbeobachtung von 6,0 Jahren

betrug die Inzidenz einer Myopathie 0,2% in der Ezetimib/Simvastatin-Gruppe und 0,1% in der

Simvastatin-Gruppe.

Myopathie wurde als Muskelschwäche oder Muskelschmerzen ungeklärter Ursache mit einer

Erhöhung des Serumkreatinins (CK) um das ≥ 10-fache des ULN oder als zwei aufeinanderfolgende

Erhöhungen des Serumkreatinins (CK) um das ≥ 5-fache ≤ 10-fache des ULN definiert. Das Auftreten

einer Rhabdomyolyse betrug 0,1% in der Ezetimib/Simvastatin-Gruppe und 0,2% in der Simvastatin-

Gruppe.

Rhabdomyolyse wurde definiert als Muskelschwäche oder Muskelschmerzen ungeklärter Ursache mit

einer Erhöhung des Serumkreatinins (CK) um das ≥ 10-fache des ULN mit Nachweis einer

Nierenschädigung oder als zwei aufeinanderfolgende Erhöhungen des Serumkreatinins (CK) um das

≥ 5-fache ≤ 10-fache des ULN mit Nachweis einer Nierenschädigung oder mit einem Serumkreatinin

(CK) von ≥ 10.000 IE/l ohne Nachweis einer Nierenschädigung (siehe Abschnitt 4.8).

In einer klinischen Studie, in der mehr als 9.000 Patienten mit chronischer Nierenerkrankung

randomisiert entweder einmal täglich Ezetimib 10 mg in Kombination mit 20 mg Simvastatin

(n = 4.650) oder Placebo (n = 4.620) erhielten (mittlere Verlaufsbeobachtung 4,9 Jahre), betrug die

Inzidenz für Myopathie/Rhabdomyolyse 0,2% unter Ezetimib in Kombination mit Simvastatin bzw.

0,1% unter Placebo (siehe Abschnitt 4.8).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Aufgrund der nicht bekannten Auswirkungen einer erhöhten Exposition mit Ezetimib bei Patienten mit

mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung wird Ezetimib AXiromed für diese Patienten

nicht empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Ezetimib wurde bei Patienten im Alter von 6 bis 10 Jahren mit

heterozygoter familiärer oder nicht-familiärer Hypercholesterinämie in einer 12¬wöchigen

placebokontrollierten klinischen Studie untersucht. Die Auswirkungen von Ezetimib bei einer

Behandlungsdauer von > 12 Wochen wurden in dieser Altersklasse nicht untersucht (siehe Abschnitte

4.2, 4.8, 5.1 und 5.2).

Ezetimib wurde bei Patienten unter 6 Jahren nicht untersucht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Ezetimib zusammen mit Simvastatin bei Patienten von 10 bis

17 Jahren mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie wurden in einer kontrollierten klinischen

Studie bei heranwachsenden Jungen (Tanner-Stadium II oder darüber) und bei Mädchen (mindestens

1 Jahr nach der Menarche) untersucht.

In dieser kontrollierten klinischen Studie war im Allgemeinen keine Auswirkung auf das Wachstum

und die sexuelle Reifung bei den heranwachsenden Jungen oder Mädchen bzw. eine Auswirkung auf

die Länge des Menstruationszyklus bei den Mädchen erkennbar. Jedoch wurden die Auswirkungen

von Ezetimib auf Wachstum und sexuelle Reifung bei einer Behandlungsdauer >33 Wochen nicht

untersucht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ezetimib AXiromed zusammen mit Simvastatin-Dosen über

40 mg täglich wurden bei Kindern und Jugendlichen von 10 bis 17 Jahren nicht untersucht.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ezetimib, das gleichzeitig mit Simvastatin verabreicht wurde,

wurde bei Kindern unter 10 Jahren nicht untersucht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Die Langzeitwirksamkeit einer Therapie mit Ezetimib AXiromed bei Patienten unter 17 Jahren zur

Senkung der Morbidität und Mortalität im Erwachsenenalter wurde nicht untersucht.

Fibrate

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ezetimib zusammen mit Fibraten ist nicht erwiesen.

Bei Verdacht auf eine Cholelithiasis bei Patienten, die Ezetimib AXiromed und Fenofibrat erhalten,

sind Untersuchungen der Gallenblase angezeigt und diese Therapie sollte abgesetzt werden (siehe

Abschnitte 4.5 und 4.8).

Ciclosporin

Bei Einleitung einer Behandlung mit Ezetimib AXiromed bei mit Ciclosporin behandelten Patienten

ist Vorsicht geboten. Bei Patienten, die Ezetimib AXiromed und Ciclosporin erhalten, sollten die

Ciclosporin-Konzentrationen kontrolliert werden (siehe Abschnitt 4.5).

Antikoagulanzien

Bei Zugabe von Ezetimib AXiromed zu Warfarin, einem anderen Antikoagulans vom Coumarin-Typ

oder Fluindion sollte die International Normalised Ratio (INR) entsprechend überwacht werden (siehe

Abschnitt 4.5).

Sonstiger Bestandteil

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-

Galactose-Malabsorption sollten Ezetimib AXiromed nicht einnehmen.

Ezetimib AXiromed enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu

„natriumfrei“.

4.5

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In präklinischen Studien wurde gezeigt, dass Ezetimib die Enzyme des Cytochrom-P450-

Metabolismus nicht induziert. Es wurden keine klinisch signifikanten pharmakokinetischen

Wechselwirkungen zwischen Ezetimib und Arzneimitteln beobachtet, die durch die Cytochrom-P450-

Isoenzyme 1A2, 2D6, 2C8, 2C9 und 3A4 oder durch N-Acetyltransferase metabolisiert werden.

In klinischen Interaktionsstudien hatte Ezetimib bei gleichzeitiger Anwendung keine Auswirkungen

auf die Pharmakokinetik von Dapson, Dextromethorphan, Digoxin, oralen Kontrazeptiva

(Ethinylestradiol und Levonorgestrel), Glipizid, Tolbutamid oder Midazolam. Cimetidin hatte bei

gleichzeitiger Anwendung mit Ezetimib keinen Effekt auf die Bioverfügbarkeit von Ezetimib.

Antazida

Die gleichzeitige Anwendung von Antazida verringerte die Resorptionsgeschwindigkeit von Ezetimib,

hatte aber keinen Effekt auf die Bioverfügbarkeit von Ezetimib. Diese verringerte

Resorptionsgeschwindigkeit wird nicht als klinisch signifikant angesehen.

Colestyramin

Bei gleichzeitiger Anwendung von Colestyramin verkleinerte sich die Fläche unter der Kurve (AUC)

von Gesamt-Ezetimib (Ezetimib + Ezetimib-Glukuronid) um etwa 55%. Die schrittweise Abnahme

von Low-density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) durch Zugabe von Ezetimib AXiromed zu

Colestyramin könnte durch diese Wechselwirkung verringert werden (siehe Abschnitt 4.2).

Fibrate

Bei mit Fenofibrat und Ezetimib AXiromed behandelten Patienten sollte an das mögliche Risiko einer

Cholelithiasis und Gallenblasenerkrankung gedacht werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Bei Verdacht auf eine Cholelithiasis bei einem mit Ezetimib AXiromed und Fenofibrat behandelten

Patienten sind Untersuchungen der Gallenblase angezeigt und diese Therapie sollte abgesetzt werden

(siehe Abschnitt 4.8).

Die gleichzeitige Anwendung von Fenofibrat oder Gemfibrozil führte zu einer mäßigen Erhöhung der

Konzentration von Gesamt-Ezetimib (etwa um das 1,5- bzw. 1,7-Fache).

Die gleichzeitige Anwendung von Ezetimib AXiromed zusammen mit anderen Fibraten wurde nicht

untersucht.

Fibrate können die Cholesterinausscheidung in die Galle erhöhen, was zu Cholelithiasis führen kann.

In tierexperimentellen Studien erhöhte Ezetimib in einigen Fällen das Cholesterin in der Blasengalle,

jedoch nicht bei allen Spezies (siehe Abschnitt 5.3). Ein lithogenes Risiko bei therapeutischer

Anwendung von Ezetimib AXiromed kann nicht ausgeschlossen werden.

Statine

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ezetimib mit Atorvastatin, Simvastatin, Pravastatin, Lovastatin,

Fluvastatin oder Rosuvastatin wurden keine klinisch signifikanten pharmakokinetischen

Wechselwirkungen beobachtet.

Ciclosporin

In einer Studie bei acht nierentransplantierten Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von

> 50 mL/min unter einer stabilen Dosis Ciclosporin führte eine Einzeldosis von 10 mg Ezetimib zu

einer Erhöhung der mittleren AUC für Gesamt-Ezetimib um das 3,4-Fache (Spannweite 2,3- bis

7,9-fach) im Vergleich zu einer gesunden Kontrollpopulation aus einer anderen Studie, die nur

Ezetimib allein erhielt (n = 17). In einer anderen Studie kam es bei einem nierentransplantierten

Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, der Ciclosporin und mehrere andere Arzneimittel

erhielt, zu einer um das 12-Fache höheren Exposition mit Gesamt-Ezetimib als bei den entsprechenden

Kontrollpersonen, die nur Ezetimib erhielten. In einer zweiphasigen Crossover-Studie bei 12 gesunden

Probanden führte die tägliche Verabreichung von 20 mg Ezetimib für 8 Tage mit einer einzigen

100-mg-Dosis Ciclosporin an Tag 7 im Vergleich zu einer Einzeldosis von 100 mg Ciclosporin allein

zu einer mittleren Zunahme der AUC von Ciclosporin um 15% (Spannweite Abnahme um 10% bis

Zunahme um 51%). Eine kontrollierte Studie zum Einfluss von gleichzeitig verabreichtem Ezetimib

auf die Exposition mit Ciclosporin bei nierentransplantierten Patienten wurde nicht durchgeführt.

Vorsicht ist geboten bei Einleitung einer Therapie mit Ezetimib AXiromed bei mit Ciclosporin

behandelten Patienten. Bei mit Ezetimib AXiromed und Ciclosporin behandelten Patienten sollten die

Ciclosporin-Konzentrationen überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Antikoagulanzien:

Die gleichzeitige Verabreichung von Ezetimib (10 mg einmal täglich) hatte in einer Studie bei

12 gesunden erwachsenen Männern keinen signifikanten Effekt auf die Bioverfügbarkeit von Warfarin

und die Prothrombinzeit. Jedoch liegen Berichte nach der Markteinführung über eine erhöhte

International Normalised Ratio (INR) bei Patienten vor, die Ezetimib zusätzlich zu Warfarin oder

Fluindion erhielten. Bei Zugabe von Ezetimib AXiromed zu Warfarin, einem anderen Antikoagulans

vom Coumarin-Typ oder Fluindion sollte die INR entsprechend kontrolliert werden (siehe Abschnitt

4.4).

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Ezetimib AXiromed zusammen mit einem Statin ist während einer Schwangerschaft und in der

Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Informieren Sie sich bitte dazu in der Zusammenfassung

der Merkmale (Fachinformation) des betreffenden Statins (siehe Abschnitt 4.3).

Schwangerschaft

Ezetimib AXiromed darf bei schwangeren Frauen nur angewendet werden, wenn es unbedingt

erforderlich ist. Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung von Ezetimib AXiromed während

einer Schwangerschaft vor. Tierstudien zur Monotherapie mit Ezetimib lassen keine direkt oder

indirekt schädlichen Wirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder

postnatale Entwicklung erkennen (siehe Abschnitt 5.3).

Stillzeit

Ezetimib AXiromed darf während der Stillzeit nicht angewendet werden. Studien an Ratten haben

gezeigt, dass Ezetimib in die Muttermilch übergeht. Es ist nicht bekannt, ob Ezetimib in die

menschliche Muttermilch übergeht.

Fertilität

Es liegen keine Daten aus klinischen Studien zu den Auswirkungen von Ezetimib auf die menschliche

Fertilität vor. Ezetimib hatte keine Auswirkungen auf die Fertilität von männlichen oder weiblichen

Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

4.7

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt. Jedoch sollte beim Steuern von Fahrzeugen oder Bedienen

von Maschinen beachtet werden, dass Schwindel berichtet wurde.

4.8

Nebenwirkungen

Tabellarische Auflistung von Nebenwirkungen (Klinische Studien und Erfahrungen nach

Markteinführung)

In klinischen Studien mit einer Dauer von bis zu 112 Wochen wurden 2.396 Patienten mit 10 mg

Ezetimib allein, 11.308 Patienten mit Ezetimib zusammen mit einem Statin und 185 Patienten mit

Ezetimib zusammen mit Fenofibrat behandelt. Nebenwirkungen waren normalerweise leicht und

vorübergehend. Die Gesamtinzidenz der Nebenwirkungen unter Ezetimib entsprach der unter Placebo,

auch die Therapieabbruchrate aufgrund von Nebenwirkungen unter Ezetimib war mit der unter

Placebo vergleichbar.

Anwendung von Ezetimib allein oder zusammen mit einem Statin:

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei mit Ezetimib allein behandelten Patienten (n = 2.396)

häufiger als unter Placebo (n = 1.159) oder bei mit Ezetimib zusammen mit einem Statin behandelten

Patienten (n=11.308) häufiger als unter einem Statin allein (n = 9.361) beobachtet. Nebenwirkungen,

welche nach Markteinführung berichtet wurden, beziehen sich auf die Anwendung von Ezetimib allein

oder zusammen mit einem Statin. Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit dem

Referenzarzneimittel (als Monotherapie oder zusammen mit einem Statin) beobachtet oder nach

Markteinführung des Referenzarzneimittels allein oder zusammen mit einem Statin berichtet wurden,

sind in Tabelle 1 angegeben. Diese Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeit

aufgeführt.

Die Häufigkeit ist wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich

(≥1/1.000, <1/100); selten (≥ 1/10.000, <1/1.000); sehr selten (<1/10.000) und nicht bekannt

(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1 - Nebenwirkungen

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt

Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt

Überempfindlichkeit einschließlich Ausschlag,

Urtikaria, Anaphylaxie und Angioödem

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich

Verminderter Appetit

Psychiatrische Erkrankungen

Nicht bekannt

Depression

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig

Kopfschmerzen

Gelegentlich

Parästhesie

Nicht bekannt

Schwindel

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich

Hitzewallung, Hypertonie

Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Husten

Nicht bekannt

Dyspnoe

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig

Abdominalschmerzen, Diarrhö, Flatulenz

Gelegentlich

Dyspepsie, gastroösophageale Refluxerkrankung,

Übelkeit, Mundtrockenheit, Gastritis

Nicht bekannt

Pankreatitis, Obstipation

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt

Hepatitis, Cholelithiasis, Cholezystitis

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

Gelegentlich

Pruritus, Ausschlag, Urtikaria

Nicht bekannt

Erythema multiforme

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig

Myalgie

Gelegentlich

Arthralgie, Muskelspasmen, Nackenschmerzen,

Rückenschmerzen, muskuläre Schwäche,

Schmerzen in den Extremitäten

Nicht bekannt

Myopathie/Rhabdomyolyse (siehe Abschnitt 4.4)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Ermüdung (Fatigue)

Gelegentlich

Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen, Asthenie,

peripheres Ödem

Untersuchungen

Häufig

ALT und/oder AST erhöht

Gelegentlich

Kreatinphosphokinase (CPK) im Blut erhöht,

Gamma-Glutamyltransferase erhöht,

Leberfunktionstest anomal

Ezetimib AXiromed zusammen mit Fenofibrat

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: Bauchschmerzen (häufig).

In einer multizentrischen, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie wurden Patienten

mit gemischter Hyperlipidämie untersucht; 625 Patienten wurden bis zu 12 Wochen und 576 Patienten

bis zu 1 Jahr behandelt. In dieser Studie schlossen 172 Patienten unter Ezetimib und Fenofibrat eine

Studiendauer von 12 Wochen und 230 Patienten unter Ezetimib und Fenofibrat (darunter

109 Patienten, die in den ersten 12 Wochen nur Ezetimib erhalten hatten) eine Studiendauer von 1 Jahr

ab. Die Studie war nicht angelegt, um selten auftretende Ereignisse in den Behandlungsgruppen zu

vergleichen. Die Inzidenzen (95% KI) für klinisch bedeutsame Erhöhungen der Serumtransaminasen

(> dem 3-Fachen des oberen Normwerts in Folge) betrugen nach Adjustierung hinsichtlich der

Exposition 4,5% (1,9; 8,8) unter der Monotherapie mit Fenofibrat und 2,7% (1,2; 5,4) unter Ezetimib

zusammen mit Fenofibrat. Die entsprechenden Inzidenzen für eine Cholezystektomie betrugen 0,6%

(0,0; 3,1) unter der Monotherapie mit Fenofibrat und 1,7% (0,6; 4,0) unter Ezetimib zusammen mit

Fenofibrat (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre)

In einer Studie mit Kindern (6 bis 10 Jahre) mit heterozygoter familiärer oder nicht-familiärer

Hypercholesterinämie (n = 138) wurden Erhöhungen von ALT und/oder AST (≥ dem Dreifachen des

oberen Normwertes in Folge) bei 1,1% (1 Patient) der Patienten unter Ezetimib im Vergleich zu 0%

der Patienten in der Placebogruppe beobachtet. Es gab keine CPK-Erhöhungen (≥ dem Zehnfachen

des oberen Normwertes). Es wurden keine Fälle von Myopathie berichtet.

In einer weiteren Studie mit heranwachsenden Patienten (10 bis 17 Jahre) mit heterozygoter familiärer

Hypercholesterinämie (n = 248) wurden Erhöhungen von ALT und/oder AST (≥ dem 3-Fachen des

oberen Normwerts in Folge) bei 3% (4 Patienten) der mit Ezetimib/Simvastatin behandelten Patienten

beobachtet, im Vergleich dazu bei 2% (2 Patienten) unter der Simvastatin-Monotherapie. Für CPK-

Erhöhungen (≥ dem 10-Fachen des oberen Normwerts) lagen diese Werte bei 2% (2 Patienten) bzw.

bei 0%. Es wurden keine Fälle von Myopathie berichtet.

Diese Studien waren nicht zum Vergleich seltener Nebenwirkungen geeignet.

Patienten mit koronarer Herzkrankheit und akutem Koronarsyndrom in der Vorgeschichte

In der IMPROVE-IT-Studie (siehe Abschnitt 5.1), in der 18.144 Patienten entweder mit

Ezetimib/Simvastatin 10/40 mg (n=9.067; 6% der Patienten wurden auf Ezetimib/Simvastatin

10/80 mg hochtitriert) oder Simvastatin 40 mg (n=9.077; 27% der Patienten wurden auf Simvastatin

80 mg hochtitriert) behandelt wurden, zeigten sich innerhalb der medianen Nachbeobachtung von

6,0 Jahren ähnliche Sicherheitsprofile bei beiden Behandlungsgruppen. Die Behandlungsabbruchrate

aufgrund von Nebenwirkungen betrug 10,6% bei Patienten unter Ezetimib/Simvastatin und 10,1% bei

Patienten unter Simvastatin. Die Inzidenz einer Myopathie betrug 0,2% in der Ezetimib/Simvastatin-

Gruppe und 0,1% in der Simvastatin-Gruppe. Myopathie war definiert als Muskelschwäche oder

Muskelschmerzen ungeklärter Ursache mit einer Erhöhung des Serumkreatinins (CK) um das ≥

10-fache des ULN oder als zwei aufeinanderfolgende Erhöhungen des Serumkreatinins (CK) um das ≥

5- < 10-fache des ULN. Die Inzidenz einer Rhabdomyolyse betrug 0,1% in der Ezetimib/Simvastatin-

Gruppe und 0,2% in der Simvastatin-Gruppe. Rhabdomyolyse war definiert als Muskelschwäche oder

Muskelschmerzen ungeklärter Ursache mit einer Erhöhung des Serumkreatinins (CK) um das ≥

10-fache des ULN mit Nachweis einer Nierenschädigung oder als zwei aufeinanderfolgende

Erhöhungen des Serumkreatinins (CK) um das ≥ 5- < 10-fache des ULN mit Nachweis auf eine

Nierenschädigung oder mit einem Serumkreatinin (CK) von ≥ 10.000 IE/l ohne Nachweis auf eine

Nierenschädigung. Die Inzidenz einer konsekutiven Erhöhung der Transaminasen (≥ 3-fache des

ULN) betrug 2,5% in der Ezetimib/Simvastatin-Gruppe und 2,3% in der Simvastatin-Gruppe (siehe

Abschnitt 4.4).

Nebenwirkungen, die Gallenblase betreffend, wurden bei 3,1% der Patienten unter

Ezetimib/Simvastatin im Vergleich zu 3,5% der Patienten unter Simvastatin berichtet. Die Inzidenz

stationärer Einweisung aufgrund einer Cholezystektomie betrug 1,5% bei beiden

Behandlungsgruppen. Krebserkrankungen (definiert als jegliche neu diagnostizierte maligne

Erkrankung) wurden im Verlauf der Studie bei 9,4% beziehungsweise bei 9,5% der Patienten

diagnostiziert.

Patienten mit chronischer Nierenerkrankung

In der SHARP-Studie („Study of Heart and Renal Protection“) (siehe Abschnitt 5.1), in der mehr als

9.000 Patienten einmal täglich mit Ezetimib 10 mg in Kombination mit 20 mg Simvastatin (n = 4650)

oder Placebo (n = 4620) behandelt wurden, ergaben sich bei einer mittleren Verlaufsbeobachtung von

4,9 Jahren vergleichbare Sicherheitsprofile zwischen beiden Patientengruppen. In dieser Studie

wurden nur schwerwiegende Nebenwirkungen sowie Therapieabbrüche aufgrund jeglicher

Nebenwirkungen erfasst. Die Therapieabbruchraten aufgrund von Nebenwirkungen waren

vergleichbar (10,4% der Patienten unter Ezetimib in Kombination mit Simvastatin und 9,8% der

Patienten unter Placebo). Die Inzidenz für Myopathie/Rhabdomyolyse betrug bei den mit Ezetimib in

Kombination mit Simvastatin behandelten Patienten 0,2% und 0,1% in der Placebogruppe. Eine

konsekutive Erhöhung der Transaminasenwerte (> dem Dreifachen des oberen Normwertes [ULN] in

Folge) wurde bei 0,7% der Patienten unter Ezetimib in Kombination mit Simvastatin und bei 0,6% der

Patienten in der Placebogruppe festgestellt (siehe Abschnitt 4.4). Im Rahmen dieser Studie wurde

keine statistisch signifikante Erhöhung der Inzidenz von vorab definierten Nebenwirkungen

festgestellt, einschließlich Krebserkrankungen (9,4% unter Ezetimib in Kombination mit Simvastatin,

9,5% unter Placebo), Hepatitis, Cholezystektomie oder Komplikationen durch Gallensteine oder

Pankreatitis.

Laborwerte

In kontrollierten klinischen Monotherapie-Studien war die Inzidenz klinisch bedeutsamer Erhöhungen

der Serumtransaminasen (ALT und/oder AST ≥ dem 3-Fachen des oberen Normwerts in Folge) unter

Ezetimib (0,5%) und Placebo (0,3%) ähnlich. In Studien zur kombinierten Anwendung betrug diese

Inzidenz 1,3% bei Patienten, die Ezetimib zusammen mit einem Statin erhielten, und 0,4% bei

Patienten, die nur mit einem Statin behandelt wurden. Diese Erhöhungen waren im Allgemeinen

asymptomatisch, standen nicht im Zusammenhang mit einer Cholestase und kehrten nach Absetzen

der Therapie oder im Laufe der Behandlung auf den Ausgangswert zurück (siehe Abschnitt 4.4).

In klinischen Studien wurde über CPK-Erhöhungen (≥ dem 10-Fachen des oberen Normwerts) bei

4 von 1.674 Patienten (0,2%) unter Ezetimib allein im Vergleich zu 1 von 786 Patienten (0,1%) unter

Placebo sowie bei 1 von 917 Patienten (0,1%) unter Ezetimib mit einem Statin im Vergleich zu 4 von

929 Patienten (0,4%) unter einem Statin allein berichtet. Ezetimib war nicht mit einem gegenüber dem

jeweiligen Kontrollarm (Placebo oder Statin allein) erhöhten Auftreten einer Myopathie oder

Rhabdomyolyse assoziiert (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9

Überdosierung

In klinischen Studien wurde die Einnahme von 50 mg Ezetimib/Tag bei 15 gesunden Probanden bis zu

14 Tage lang oder die Einnahme von 40 mg Ezetimib/Tag bei 18 Patienten mit primärer

Hypercholesterinämie bis zu 56 Tage lang im Allgemeinen gut vertragen.

Bei Tieren wurden nach Verabreichung oraler Einzeldosen von 5.000 mg Ezetimib/kg an Ratten und

Mäuse sowie von 3.000 mg Ezetimib/kg an Hunde keine toxischen Wirkungen beobachtet.

Über einige wenige Fälle einer Überdosierung von Ezetimib wurde berichtet; meistens traten keine

Nebenwirkungen auf. Berichtete Nebenwirkungen waren nicht schwerwiegend. Im Fall einer

Überdosierung sollten symptomatische und supportive Maßnahmen ergriffen werden.

5.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, ATC-Code:

C10AX09

Wirkmechanismus

Ezetimib AXiromed gehört zu einer neuen Klasse von lipidsenkenden Substanzen, die selektiv die

intestinale Resorption von Cholesterin hemmen. Ezetimib AXiromed ist nach oraler Einnahme

wirksam und sein Wirkmechanismus unterscheidet sich von dem anderer Klassen

cholesterinsenkender Wirkstoffe (z. B. Statine, Gallensäurebinder [Harze], Fibrinsäurederivate). Auf

molekularer Ebene greift Ezetimib am Steroltransporter an, dem Niemann-Pick-C1-Like-1(NPC1L1)-

Protein, das für die intestinale Aufnahme von Cholesterin verantwortlich ist.

Ezetimib lagert sich am Bürstensaum des Dünndarms an und hemmt die Cholesterinresorption, was zu

einem verminderten Transport von Cholesterin aus dem Darm in die Leber führt. Statine reduzieren

die Cholesterinsynthese in der Leber, und gemeinsam führen diese unterschiedlichen Mechanismen zu

einer komplementären Cholesterinsenkung. In einer 2-wöchigen klinischen Studie bei 18 Patienten mit

Ähnliche Produkte

Suchen Sie nach Benachrichtigungen zu diesem Produkt

Dokumentverlauf anzeigen

Teilen Sie diese Informationen